Liebig33 Beteiligungsgesellschaft mbH
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Bamag GmbHButzbachJahresabschluss zum 31. Dezember 2010BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bamag GmbH, Butzbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, 15. März 2011 Ernst
& Young GmbH
Fluck, Wirtschaftsprüfer Horn, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2010Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2010
Anhang für 2010Allgemeine Hinweise Zum 1. Januar 2010 wurden die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erstmals angewendet. Die Zahlen des Berichtsjahres sind somit nicht vollständig mit denen des Vorjahres vergleichbar. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke erfolgen im Anhang. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 5 Jahre; lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, die der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechen, bewertet. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 (bis zum 31. Dezember 2007 EUR 410,00), sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen. Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten. Die , unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Es wurden keine Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden (gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB) aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und für die Gewährung eines Beitragszuschusses zur privaten Krankenversicherung bei der "Halleschen Nationalen", die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden, werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,15 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,00 % berücksichtigt. Für die Beiträge zur "Halleschen Nationalen" wurde darüber hinaus eine Gehaltsdynamik von 4,00 % angesetzt. Es wurden der Bewertung branchentypische alters- und geschlechterabhängige Fluktuationsannahmen zugrunde gelegt. Der sich aufgrund der Änderungen der Rückstellungsbilanzierung nach § 249 Abs. 1 Satz 1, § 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 2.022 (Pensionsrückstellung TEUR 1.805, "Hallesche Nationale" TEUR 217) wurde in voller Höhe im Berichtsjahr in den außerordentlichen Aufwendungen erfasst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. In Anwendung des in Art. 67 Abs. 3 EGHGB eingeräumten Wahlrechts wurden Rückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung beibehalten. Die aus den Auftragsrückstellungen resultierende Überdeckung beträgt TEUR 37. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die aus langfristigen Anlagenaufträgen resultierenden Umsatzerlöse werden nach Abnahme der Anlagen durch den Kunden oder, wenn mit einer formellen Abnahme nicht zu rechnen ist, nach Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen realisiert. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Umrechnungskurs EGP/EUR zum 31. Dezember 2010: 0,131 Die Angaben beruhen auf dem vorläufigen Jahresabschluss für 2010. Vorräte Die geleisteten Anzahlungen beinhalten Anzahlungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 485 (Vj. TEUR 114). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die im Vorjahr bestehenden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 810 wurden in diesem Jahr einzelwertberichtigt. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 9.383 (Vj. TEUR 2.031) Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.011 (Vj. TEUR 2.032) aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 8.623 (Vj. TEUR 8.630) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen für herausgelegte Bürgschaften in Höhe von EUR 8,3 Mio. bei Euler-Hermes sowie EUR 0,3 Mio. bei der AXA/DBV Winterthur als Sicherheiten hinterlegt. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ein Disagio in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 33). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferanten-und Subunternehmerrechnungen für bereits abgerechnete Aufträge, Gewährleistungsverpflichtungen, nicht auftragsbezogene ausstehende Rechnungen, Resturlaubsansprüche von Mitarbeitern sowie sonstige personalbezogene Rückstellungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Die Gesellschaft hat 2006 Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 3.000 aufgenommen. Die Verzinsung des Genussrechtskapitals erfolgt mit einem festen Zinssatz von 7,25 % p.a. des Nennkapitals des Genussrechtskapitals und einem variablen Zinssatz von 0,25 % p.a. Die variable Verzinsung ist abhängig von der Höhe des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Forderungen aus dem Genussrecht sind nachrangig. Sicherheiten wurden für das Genussrechtskapital nicht gestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 635 (Vj. TEUR 2). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.624 (Vj. TEUR 5.000). Es handelt sich im Wesentlichen um ein Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 5.000, das die Gesellschafterin mit der Deutsche Bank AG abgeschlossen und zu gleichen Konditionen an die Bamag GmbH durchgereicht hat. Die mit den Vorräten offen verrechneten erhaltenen Anzahlungen betreffen Anzahlungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.825 (Vj. TEUR 3.826). Haftungsverhältnisse Aufgrund der bestehenden Bankgarantien ist von den liquiden Mitteln in Höhe von EUR 10,2 Mio. zum Bilanzstichtag ein Betrag von EUR 8,6 Mio. als Sicherheit bei den Banken hinterlegt. Des Weiteren sind in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Kautionen für heraus gelegte Bürgschaften in Höhe von EUR 8,3 Mio. bei Euler-Hermes sowie EUR 0,3 Mio. bei der AXA/DBV Winterthur hinterlegt. Die Gesellschaft bürgt als Garantin für die Muttergesellschaft Allied Technologies GmbH für ein Schuldscheindarlehen in Höhe von FUR 5,0 Mio. Auf die Ausführungen zu den Verbindlichkeiten wird hingewiesen. Ebenso hat die Gesellschaft eine Gesellschafterbürgschaft zur Absicherung eines Avalkreditrahmens in Höhe von insgesamt EUR 8,0 Mio. sowie eine Patronatserklärung in Höhe von EUR 5,1 Mio. für die Tochtergesellschaft Bamag MENA LLC herausgelegt. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 6.596 und betrifft Bestellobligo in Höhe von TEUR 6.242 und Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 354. Die Restlaufzeiten der Verträge liegen unter fünf Jahren. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.341. Im Wesentlichen handelt sich dabei um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 180. Außerordentliche Aufwendungen Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sowie zur Rückstellung aus der Gewährung eines Beitragszuschusses zur privaten Krankenversicherung bei der "Halleschen Nationalen". Erträge aus Verlustübernahme Zwischen der Allied Technologies GmbH und der Bamag GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Sonstige AngabenGeschäftsführung Im Geschäftsjahr 2010 waren als Geschäftsführer bestellt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführer beliefen sich auf TEUR 251. An ehemalige Geschäftsführer wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 277 gezahlt. Zum 31. Dezember 2010 bestanden Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.029 für zukünftig zu leistende Zahlungen an diese. Beirat Im Geschäftsjahr waren folgende Herren als Beiräte bestellt:
Gesamtbezüge des Beirats Die Bezüge der Beiräte beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 80. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 65 (Vj. 88). Konzernverhältnisse
Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Allied Technologies GmbH einbezogen wird.
Butzbach, 15. März 2011 Dr. Jörg Ladenthin, Geschäftsführer Dr. Marcus Michel, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für 20101. Allgemeine Branchensituation und Geschäftsverlauf im BerichtsjahrAuch im Jahre 2010 waren die Auswirkungen der Finanzmarktkrise aus 2008 für den Auftragseingang der Bamag GmbH weiterhin spürbar. Die aktuelle wirtschaftliche Situation ist nach wie vor angespannt. Der Auftragszugang entwickelte sich im Geschäftsjahr rückläufig. Mit EUR 4,0 Mio. wurde der Vorjahreswert von EUR 26,7 Mio. deutlich unterschritten. Der Auftragsbestand am Jahresende verringerte sich auf EUR 71,6 Mio. und liegt damit um rund 18 % unter dem Vorjahreswert (EUR 87,0 Mio.). Die Gesellschaft konzentriert sich seit Ende 2009, nach Aufgabe des Wassergeschäfts, ausschließlich auf das Neugeschäft der thermischen Behandlung von Klärschlamm, Industrieschlamm und Sondermüll. Das Wassergeschäft innerhalb der Allied Technologies GmbH Gruppe wird, mit Ausnahme der Abwicklung von Bestandsprojekten, seit 2010 ausschließlich von der Tochtergesellschaft Bamag MENA LLC durchgeführt. Das Geschäft der thermischen Behandlung beinhaltet weiterhin den Großauftrag Shell Green, Großbritannien, der sich in der Optimierungsphase befindet und den in Abwicklung befindlichen Auftrag Lynetten, Dänemark. 2. Geschäftsentwicklung und Lage der GesellschaftWichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Für die Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2010 folgende Ereignisse zu nennen:
Auftragseingang und Auftragsbestand Der Auftragseingang der Bamag GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 26,7 Mio.) und bestand im Wesentlichen aus Nachträgen zu bestehenden Aufträgen sowie kleineren Engineering- und Ersatzteilaufträgen. Der gesamte Auftragsbestand der Bamag GmbH betrug zum 31. Dezember 2010 EUR 72 Mio. (Vorjahr EUR 87 Mio.). Nach den derzeitigen Erkenntnissen sind im Auftragsbestand keine außergewöhnlichen Risiken enthalten. Für die bekannten Risiken wurde entsprechende Vorsorge getroffen. Am Bilanzstichtag befanden sich folgende Großaufträge der Gesellschaft in der Abwicklung:
Umsatz Der Umsatz der Gesellschaft liegt mit EUR 13,6 Mio. abrechnungsbedingt um EUR 38,5 Mio. unter dem des Vorjahres. Die im Geschäftsjahr realisierten, d.h. von den Kunden abgenommenen, Anlagen betrafen im Wesentlichen:
Beschaffung Die Gesellschaft besitzt keine eigenen Fertigungsanlagen. Die notwendigen Anlagenteile werden von geeigneten Unterlieferanten gefertigt und von dort direkt auf die jeweilige Baustelle gebracht. Dort erfolgt die Montage durch von der Gesellschaft beauftragte Montagefirmen. Besonderes Augenmerk wird auf die Fertigungskontrolle, den Zusammenbau (Montage) sowie die Inbetriebsetzung gelegt, um die erforderliche Qualität der Ausführung zu gewährleisten. Forschung und Entwicklung Mit der Aufgabe des Wassergeschäfts zum Ende des Geschäftsjahres 2009 wurden die anwendungsorientierten Weiterentwicklungen von Verfahren zur Wasser- und Abwasserbehandlung bei der Baurag GmbH eingestellt. Um den Einsatz der thermischen Behandlungstechnologie über das etablierte Klärschlammverbrennungsgeschäft hinaus zu erweitern, werden verschiedene Anwendungsbereiche analysiert und verfahrenstechnisch weiterentwickelt. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl hat sich vor dem Hintergrund des in 2009 initiierten Sozialplans sowie des rückläufigen Geschäftsvolumens von 88 auf 48 Mitarbeiter zum Stichtag reduziert. Leistungsindikatoren und Erfolgsfaktoren Die Bamag GmbH orientiert sich bei ihrem Geschäft an den klassischen ökonomischen Leistungskriterien. Hierbei liegt der Schwerpunkt grundsätzlich auf einem ertragreichen und langfristig ausgerichteten Unternehmenswachstum. Der Schwerpunkt der Leistungs- und Erfolgsfaktoren wird im Anlagenbau durch klassische Kennzahlen wie
erfasst. 3. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageErtragslage Im Geschäftsjahr 2010 konnte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von EUR 13,6 Mio. erwirtschaften (Zusammensetzung siehe oben), was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 73,8 % entspricht. Die Gesamtleistung sank im Vergleich zum Vorjahr um 61,0 % auf EUR 21,2 Mio. Zurückzuführen ist dieser Rückgang auf den verhältnismäßig schwachen Auftragszugang der beiden Vorjahre und die somit begrenzten Abrechnungsmöglichkeiten gemäß der "completed-contract-Methode". Dies ist auch der Grund für den Rückgang des Materialaufwands von EUR 40,9 Mio. auf EUR 17,6 Mio. sowie die deutliche Verminderung des EBITDA von EUR 2,4 Mio. im Vorjahr auf EUR -2,6 Mio. zum Geschäftsjahresende. Der Personalaufwand betrug zum Stichtag EUR 4,8 Mio. und lag damit um EUR 3,0 Mio., u.a. aufgrund der Personalrestrukturierungsmaßnahmen sowie des geänderten Ausweises der Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen, unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, beinhalten jedoch einmalige Belastungen im Zusammenhang mit der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist auf erhöhte einmalige Auflösung von Rückstellungen (+EUR 2,0 Mio.) zurückzuführen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen resultiert aus dem erstmaligen Ausweis des Zinsaufwands für Pensionsverpflichtungen (EUR 0,5 Mio.) unter dieser Position sowie um EUR 0,2 Mio. gestiegene Zinsaufwendungen für kurzfristige Finanzierung durch verbundene Unternehmen. Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Die Ertragsteuern betreffen zum ganz wesentlichen Teil ägyptische Quellensteuern. Der erzielte Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 6,8 Mio. liegt EUR 6,4 Mio. unter dem im Vorjahr erwirtschafteten Fehlbetrag in Höhe von EUR 0,4 Mio. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 40,1 Mio. auf EUR 37,9 Mio. verringert. Während die Aktiva durch liquide Mittel zzgl. der bei Euler-Hermes hinterlegten Kautionen in Höhe von EUR 18,6 Mio. sowie Forderungen gegen die Gesellschafterin von EUR 9,4 Mio. geprägt sind, setzen sich die Passiva im Wesentlichen aus Finanzverbindlichkeiten (EUR 9,8 Mio.), Pensionsverpflichtungen (EUR 9,6 Mio.) sowie den sonstigen Rückstellungen (EUR 6,7 Mio.) zusammen. Das Anlagevermögen betrug zum Stichtag EUR 3,1 Mio. und liegt damit auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Von den Vorräten und geleisteten Anzahlungen in Höhe von zusammen EUR 54,5 Mio. (Vorjahr EUR 46,4 Mio.) wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 54,5 Mio. (Vorjahr EUR 44,5 Mio.) aktivisch abgesetzt. Der höhere Bestand der Vorräte ist auf den Fortschritt der Aufträge Shell Green in Großbritannien und Lynetten in Dänemark zurückzuführen. Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 6,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 4,3 Mio. beruht hauptsächlich auf dem Rückgang der Umsatzerlöse. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen EUR 10,4 Mio. (Vorjahr EUR 4;1 Mio.) und betreffen mit EUR 9,4 Mio. vor allem die Muttergesellschaft Allied Technologies GmbH. Die liquiden Mittel inkl. der bei Euler Hermes hinterlegten Kautionen beliefen sich auf EUR 18,6 Mio. und liegen damit aufgrund des gesunkenen Geschäftsvolumens deutlich unter dem Vorjahreswert von EUR 23,5 Mio. Es wird auf eine konservative Anlagestrategie geachtet. Zurzeit werden finanzielle Mittel nur als Tagesgeld angelegt. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen von EUR 9,9 Mio. auf EUR 6,7 Mio. basiert hauptsächlich auf dem Verbrauch und der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für verschiedene in der Vergangenheit abgerechnete Aufträge. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist vornehmlich auf das insgesamt gesunkene Abwicklungsvolumen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7,8 Mio. (Vorjahr EUR 7,1 Mio.) betreffen zum einen die Allied Technologies GmbH und bestehen aus einem Schuldscheindarlehen (EUR 5,0 Mio.). Zum anderen existiert gegenüber der Schwestergesellschaft Envirotherm GmbH eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von rund EUR 2,0 Mio. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem kreditorische Debitoren und haben sich aufgrund der in 2010 abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen von EUR 1,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,9 Mio. reduziert. Finanzlage Der Finanzmittelbestand hat sich im Berichtsjahr um EUR 4,9 Mio. reduziert, was im Wesentlichen auf den negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 7,2 Mio. zurückzuführen ist, dem ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 2,6 Mio. gegenüberstand. Der Rückgang des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit von -EUR 0,1 Mio. auf -EUR 7,2 Mio. resultiert maßgeblich aus dem Jahresfehlbetrag. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit EUR 0,3 Mio. um EUR 1,7 Mio. unter dem Vorjahreswert. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 2,6 Mio. resultiert im Wesentlichen aus Darlehenseinzahlungen von verbundenen Unternehmen, denen Darlehenstilgungen in Höhe von EUR 1,6 Mio. EUR gegenüberstanden. Der Gesellschaft stand im Berichtsjahr bei drei Banken und fünf Versicherungsinstituten insgesamt ein Avalrahmen in Höhe von EUR 65,8 Mio. zur Verfügung, der zum 31.12.2010 in Höhe von EUR 46,5 Mio. in Anspruch genommen wurde. Als Sicherheit wurden in Summe EUR 17,2 Mio. für den Avalkreditrahmen hinterlegt. Gesamtaussage zur Geschäftstätigkeit Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr ihre gesteckten finanziellen Ziele nicht erreichen. Der Auftragsbestand schafft aus derzeitiger Sicht keine solide Grundlage zur Auslastung der Gesellschaft für das folgende Geschäftsjahr, so dass ein Verkauf der Technologie der thermischen Behandlung als positives Signal gegenüber den Gesellschaftern für notwendig zu sehen ist. So lag die Gesamtleistung aufgrund des schwachen Auftragseingangs in 2009 und 2010 sowie Verzögerungen bei einem laufenden Großprojekt um 61 % unter Vorjahresniveau. Der Jahresfehlbetrag von TEUR 6.817 spiegelt darüber hinaus auch außerordentliche Aufwendungen von TEUR 2.022 aus der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz notwendig gewordenen Bewertungsänderung bei den Altersversorgungsverpflichtungen wider. Die Gesellschaft verfolgt eine stringente Liquiditätspolitik, die insbesondere beim internen Bankenrating als positives Signal zu werten ist. Dies zeigt sich aber auch bei Kundenverhandlungen, die Aufträge vorzugsweise an finanzstarke Partner/Lieferanten zu vergeben. 4. RisikoberichtRisikomanagement Die Gesellschaft hat ein Reporting- und Frühwarnsystem installiert, um möglicherweise bedrohliche Entwicklungen und den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken zu erkennen und ihnen entgegenzusteuern. Für die frühzeitige Erkennung von Risiken aus der Abwicklung von Aufträgen ist ein Auftragsreporting installiert, in dem monatlich über den aktuellen Status der Aufträge schriftlich berichtet wird. Zusätzlich berichten die jeweiligen Projektleiter in regelmäßigen Abständen über den Fortgang ihres Projektes direkt an die Geschäftsführung. Daneben werden monatliche Abschlüsse erstellt und Soll-/Ist-Vergleiche durchgeführt. Liquiditätsübersichten sowie detaillierte Projektlisten über potenzielle Aufträge und deren Eintrittswahrscheinlichkeit ergänzen das Reporting-System. Risiken der künftigen Entwicklung Für alle im laufenden Geschäft erkennbaren Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses angemessene Vorsorge getroffen. Die Entwicklung der Risiken wird von der Geschäftsführung permanent überwacht, um sofortige Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Risiken, die aus der Projektabwicklung resultieren, werden ebenfalls laufend überwacht und soweit erforderlich Gegenmaßnahmen eingeleitet. Soweit aus der Projektabwicklung bereits Risiken erkennbar sind, wurde hierfür eine ausreichende Risikovorsorge getroffen. Da die erfolgreiche Abwicklung von Aufträgen auch von dem politischen Umfeld des jeweiligen Landes abhängig ist, besteht bei bestimmten Projekten der Gesellschaft ein gewisses politisches Risiko. Mit Blick auf die rezessive gesamtwirtschaftliche Lage gilt dies auch für zeitliche Verschiebungen hinsichtlich der Entscheidung über den Zeitpunkt der Investitionen (Zeitpunkt der Umsetzung der Projekte). Risiken aus der allgemeinen Geschäftsentwicklung, die den branchenüblichen Rahmen übersteigen, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar, jedoch besteht das Risiko, dass das Geschäft der thermischen Behandlungstechnologie nicht in dem zeitlichen und inhaltlichen Umfang ausgeweitet werden kann, um den Wegfall des Wassergeschäfts im Jahre 2010 kompensieren zu können. Bestandsgefährdende Forderungsausfallrisiken sind durch ein aktives Forderungsmanagement nicht zu erwarten. Kreditversicherungen bestehen nicht. Forderungen in Fremdwährung werden im Einzelfall durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Allgemein birgt die Finanz- und Wirtschaftskrise weiterhin Risiken hinsichtlich des Erreichens des geplanten Auftragseingangs, auch wenn von einer konservativen Mittelfristplanung ausgegangen wird. Schadenshaftungsrisiken sowie Betriebsunterbrechungsrisiken sind im Wesentlichen durch Versicherungen abgedeckt. Ein bestehendes Liquiditätsmanagement sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Chancen der künftigen Entwicklung Die in Vorbereitung befindlichen (z. T. planerisch angearbeiteten und zur Vergabe anstehenden) Projekte - vorwiegend in Europa und Russland - lassen eine Belebung des Marktes erwarten. Auch hinsichtlich der soliden Marktstellung des Namens BAMAG (Lurgi) stößt die Technologie der Bamag weltweit auf hohes Interesse. Generell ist eine Wiederbelebung des Umweltmarktes, insbesondere im Bereich der thermischen Entsorgung zu spüren, die sich in der Zunahme der Nachfrage und Angebotsstellung widerspiegelt. 5. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht bekannt. 6. PrognoseberichtDie Geschäftsführung erwartet im 1. Quartal 2011 den Verkauf des wesentlichen Teils der Technologie zum Betrieb des Verbrennungsgeschäfts. Im Anschluss soll die Bamag GmbH auf die Muttergesellschaft Allied Technologies GmbH verschmolzen werden und ihre bestehenden Projekte abwickeln. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet die Bamag. GmbH deshalb einen signifikanten Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) und für das Geschäftsjahr 2012 ein ausgeglichenes Ergebnis.
Butzbach, 15. März 2011 Dr. Marcus Michel, Geschäftsführer Dr. Jörg Ladenthin, Geschäftsführer |
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