Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 4305
Eingetragen
25.7.1984
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von chemischpharmazeutischen Produkten und Futtermitteln, die Verwaltung und Auswertung von Arzneimittelregistrierungen und Arzneimittelneuzulassungen, Warenzeichen, Patenten und arzneimittelrechtlichen Mitvertriebsrechten sowie das Betreiben von Arzneimittelneuzulassungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Silke Dr. Engl
seit 28.2.2020
Geschäftsführer
Stefan Dr. Viebahn
seit 25.7.2014
Prokura
Oliver Engl
seit 25.7.2014
Prokura
Michael Itzenhäuser
seit 29.11.2004
Prokura
Armin Hess
seit 23.9.2002
Geschäftsführer
Prokura

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Veyx Pharma GmbH

Schwarzenborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeines

Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Veterinärarzneimittel, Futtermittel, Tierpflegemittel und Nahrungsergänzungsmittel. Es werden Arzneimittelregistrierungen verwaltet sowie Arzneimittelneuzulassungen betrieben.

Das Traditionsunternehmen hat seinen Sitz in der Gemeinde Schwarzenborn, verkehrsgünstig gelegen in der Mitte Deutschlands.

2023 war geprägt durch den Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt. Das führte bei der Beschaffung zu höheren Preisen und gesteigerter Inflation. Da Veyx-Pharma kein energieintensives Unternehmen ist, waren die stark gestiegenen Energiekosten nicht existenzbedrohend. Veyx-Pharma nutzt für die Wärmeerzeugung Biogas und Hackschnitzel, so dass keine Abhängigkeit von Erdöl, Flüssiggas oder Erdgas besteht. Zudem wird der Stromverbrauch aus dem Netz durch eine neue Photovoltaikanlage reduziert.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Tierarzneimittelmarkt wurde in Deutschland im Jahr 2023 ein Gesamtumsatz in Höhe von ca. 965 Mio. EUR erwirtschaftet. Dies ist eine Steigerung gegenüber 2022 von 6,1 % (Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit, www.bft-online.de, Tierarzneimittelmarkt 2023).

2. Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Veyx-Pharma GmbH ist von 22.610,64 TEUR im Jahr 2022 auf 23.238,82 TEUR in 2023 gestiegen. Dies ist ein Anstieg um 628,18 TEUR oder 2,78 %.

Das Wachstum resultiert aus dem Ergebnis im Inland mit +0,35 % und im Export mit +6,07 %.

3. Beschaffung

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 0,63 % gestiegen. Der Lagerbestand wurde in 2023 erhöht. Dies lag im Wesentlichen an den stark gestiegenen Beschaffungspreisen.

Grundsätzlich ist die Rohstoffversorgung für die gesamte Branche schwieriger geworden. Das liegt nicht nur an der geänderten weltpolitischen Lage, sondern auch an der Monopolisierung auf Anbieterseite einschließlich der Konzentration der Anbieter in Indien und China aber auch an den gestiegenen Anforderungen an das Qualitätsmanagement für Rohstoffhersteller.

In der Folge betragen Lieferzeiten oft 3 - 9 Monate. Die Veyx-Pharma GmbH stellt, um dieser Tatsache entgegenzuwirken, die wichtigsten Rohstoffe im eigenen Betrieb her.

Die Auswirkungen der politischen Entscheidung, Arzneimittel/-rohstoffe vermehrt wieder in Europa herzustellen, sind noch nicht absehbar.

Das Beschaffungswesen wird kontinuierlich optimiert und die Lagerbestände wurden erhöht, damit keine Lieferengpässe entstehen.

4. Investitionen

Trotz der weltpolitischen Lage wurden die geplanten Investitionen geleistet. Es wurde kontinuierlich in alle Bereiche des Unternehmens investiert. Ende 2023 konnte ein neues Verwaltungsgebäude bezogen werden. In Forschung und Entwicklung wurde ebenfalls kontinuierlich investiert.

5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -organisation

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus den Cash-Flow. Leasing spielte als Finanzierungsinstrument keine Rolle.

6. Personal

Im Geschäftsjahr 2023 waren 61 Personen und damit jahresdurchschnittlich 1 Person mehr beschäftigt als im Vorjahr 2022. Die Personalkosten waren gegenüber dem Vorjahr 2022 um 1,33 % reduziert.

7. Geschäftsergebnis

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 3.413,27 TEUR und liegt damit um 301,38 TEUR bzw. 9,68 % über dem Vorjahreswert von 3.111,89 TEUR.

C. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Die Ertragslage hat sich auf hohem Niveau leicht verbessert trotz der grundsätzlich herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Grund hierfür ist der höhere Materialaufwand wegen der gestiegenen Rohstoffpreise und der hohen Inflation. Die sonstigen betrieblichen Ausgaben und der Personalaufwand sind gegenüber dem Vorjahr beinahe unverändert. Die Summe der Abschreibungen ist um 58,86 TEUR bzw. 26,94 % gestiegen.

Der betriebliche Rohertrag ist in 2023 von 11.114,65 TEUR auf 11.674,96 TEUR gestiegen. Der relative Anteil an der Gesamtleistung erhöhte sich von 49,16 % auf 50,24 %.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 1.490,26 TEUR auf 17.621,50 TEUR gestiegen.

Die Vorräte wurden in 2023 um 1.032,48 TEUR auf 5.610,41 TEUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr um 13,14 TEUR auf 2.391,62 TEUR gestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr von 409,71 TEUR auf 399,24 TEUR gesunken.

Das Unternehmen hat keine Bankverbindlichkeiten; im Gegenteil: Es musste für Bankguthaben Verwahrzinsen zahlen. Nach der Zinswende der EZB wurden Guthaben sicher und kurzfristig mit Zinsgewinn angelegt. Alle Investitionen wurden aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert.

3. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1.693,17 TEUR.

D. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Ein effizientes Risikomanagement ist für unser Unternehmen von besonderer Bedeutung. Zentraler Bestandteil des Risikomanagements sind ein vierteljährliches Berichtswesen und eine jährliche Planung.

Die Hauptrisiken sieht die Veyx-Pharma GmbH im Bereich der Rohstoffversorgung und der Ausweitung des Generika-Marktes.

Spezielle Branchenrisiken sind die gesellschaftspolitischen Diskussionen um die Nutztierhaltung und die abnehmende Planungssicherheit hinsichtlich der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die immer steigenden Anforderungen im Bereich Qualitätsmanagement und Bürokratie.

Durch die Euroschwäche gegenüber dem Dollar wird der Einkauf von Rohstoffen und Waren teurer werden. Die gestiegene Inflation und Energiepreise werden sich ebenfalls negativ auswirken. Zinsrisiken sind nicht erkennbar.

Die Kriege in der Ukraine und in Nahost bergen Unsicherheiten für das Exportgeschäft. Rohstoffe werden nicht aus den Regionen bezogen, jedoch bestehen Handelsbeziehungen. Der Handelsweg durch den Suezkanal ist betroffen, sodass die Transportkosten aufgrund des längeren Weges um das Kap der Guten Hoffnung steigen werden.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein sehr straffes Forderungsmanagement Rechnung getragen.

Die Liquiditätssituation wird laufend verfolgt.

Das Unternehmen ist als systemrelevant eingestuft, so dass globale Krisen, wie z.B. die Corona-Pandemie, nicht grundsätzlich negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben müssen. Besonders wichtig sind dabei der Erhalt der Lieferketten und der Einsatz der Mitarbeiter. Entsprechende Maßnahmen wurden getroffen.

Eine Folge der Corona-Pandemie und der kriegerischen Auseinandersetzungen kann die Stärkung des Unternehmens aufgrund der Vereinfachung regulatorischer Vorgaben und der Rückholung der Rohstoffproduktion nach Europa sein.

Die Gewinnung von Personal dauert in allen Bereichen in der Regel länger, führt aber weiterhin zum Erfolg. Die technischen Möglichkeiten mit verstärkter Homeoffice-Nutzung wird als Chance für die Zukunft bei der Gewinnung von Fachpersonal gesehen.

Insgesamt wurde das Unternehmen durch die Krisen einem Stresstest unterworfen, der bis zum Berichtsende erfolgreich gemeistert wurde.

E. Sonstige Berichterstattung

1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben (s.a. D.).

2. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Gesamtjahr 2024 wird mit einem leicht verbesserten Umsatz im Vergleich zu 2023 gerechnet.

Vor allem durch das florierende Inlandsgeschäft ist hier ein Zuwachs zu erwarten.

Das Geschäftsergebnis 2024 wird im Vergleich zum Vorjahr 2023 etwas schwächer erwartet aufgrund von höheren Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, einem höheren Wareneinsatz, höheren Kosten im Bereich Werbung (gerade Jahre sind Messejahre) und Personal.

Alle für 2024 geplanten Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie der Abschluss der Baumaßnahmen am Unternehmensstandort werden fortgeführt.

3. Forschung und Entwicklung

Die Veyx Pharma GmbH entwickelt zur Steigerung der Kundenzufriedenheit die bisherigen Produkte weiter. Darüber hinaus werden neue tiermedizinische Produkte entwickelt und in den Markt eingeführt.

 

Schwarzenborn, 18. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

gez. Armin Heß

gez. Dr. Silke Engl

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.713.940,78 3.278.689,04
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 299.390,00 323.141,00
II. Sachanlagen 2.156.694,50 1.704.139,16
1. technische Anlagen und Maschinen 5.741,00 8.683,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.961.339,00 1.563.979,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 189.614,50 131.477,16
III. Finanzanlagen 1.257.856,28 1.251.408,88
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.353,95 38.353,95
2. Beteiligungen 205.000,00 205.000,00
3. Sonstige Finanzanlagen 1.014.502,33 1.008.054,93
B. Umlaufvermögen 13.872.801,41 12.823.632,19
I. Vorräte 5.610.408,85 4.577.926,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.349.789,50 4.330.733,70
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.274.295,50 1.161.325,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.160.000,00 1.000.000,00
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 247.870,86 244.270,86
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 247.870,86 244.270,86
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.827.623,14 2.925.137,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 197.545,34 16.367,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.912.603,06 3.914.971,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.762,70 28.924,74
Aktiva 17.621.504,89 16.131.245,97

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.563.324,07 14.103.546,96
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Bilanzgewinn 15.537.759,48 14.077.982,37
davon Gewinnvortrag 14.077.982,37 13.132.991,92
B. Rückstellungen 861.857,23 782.771,34
C. Verbindlichkeiten 1.196.323,59 1.244.927,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 214.146,31 223.704,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 214.146,31 223.704,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.786,35 13.002,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 2.556,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 11.786,35 10.445,86
3. sonstige Verbindlichkeiten 970.390,93 1.008.220,15
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 970.390,93 1.008.220,15
Passiva 17.621.504,89 16.131.245,97

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.785.153,88 11.434.713,27
2. Personalaufwand 3.904.631,46 3.957.223,41
a) Löhne und Gehälter 3.422.266,14 3.374.485,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 482.365,32 582.737,75
davon für Altersversorgung 6.669,64 12.248,64
3. Abschreibungen 277.412,12 218.459,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 277.412,12 218.459,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.234.246,26 4.374.403,15
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -0,02 0,00
5. Erträge aus Beteiligungen 24.270,07 231.519,62
davon aus verbundenen Unternehmen 15.328,00 230.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.599,55 16.707,74
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.637,62 13.877,38
davon an verbundene Unternehmen 14.449,62 13.514,38
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 894,00 363,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 953.494,93 808.670,07
9. Ergebnis nach Steuern 2.468.601,11 2.310.306,65
10. sonstige Steuern 8.824,00 7.082,48
11. Jahresüberschuss 2.459.777,11 2.303.224,17
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 14.077.982,37 13.132.991,92
13. Ausschüttung 1.000.000,00 1.358.233,72
14. Bilanzgewinn 15.537.759,48 14.077.982,37

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Angaben zur Bilanz

Angaben zur Gewinn- und Verlustechnung

Sonstige Angaben

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Veyx Pharma GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schwarzenborn
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Marburg
Register-Nr.: HR B 4305

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigerer Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

In die Herstellungskosten der Fertigen Erzeugnisse wurden neben Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend pauschalwertberichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten, Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner wurden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr in Höhe von EUR 106.250,38 (Vorjahr: EUR 153.280,66) und Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.168.045,12 (Vorjahr: EUR 1.008.045,12) enthalten.

Von den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen haben EUR 1.160.000,00 (Vorjahr: EUR 1.000.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Bei den Forderungen in Höhe von EUR 247.870,86 (Vorjahr: EUR 244.270,86) gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht handelt es sich um Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.047,80) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 214.146,31 (Vorjahr: EUR 222.656,94) enthalten. Sowohl die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.556,92) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 11.786,35 (Vorjahr: EUR 10.445,86) enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 1.895.469,18 EUR.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 2.123.843,86 EUR.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 913.603,30 5.328,45 7.687,51
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 913.603,30 5.328,45 7.687,51
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 74.746,53
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.802.922,35 152.998,35 41.372,93
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 131.477,16 635.069,67 87.157,01
Summe Sachanlagen 3.009.146,04 788.068,02 128.529,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.353,95
2. Beteiligungen 205.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.001.954,93 6.447,40
4. Genossenschaftsanteile 6.100,00
Summe Finanzanlagen 1.251.408,88 6.447,40
Summe Anlagevermögen 5.174.158,22 799.843,87 136.217,45
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 911.244,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 911.244,24
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 74.746,53
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 489.775,32 3.404.323,09
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -489.775,32 189.614,50
Summe Sachanlagen 0,00 3.668.684,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.353,95
2. Beteiligungen 205.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.008.402,33
4. Genossenschaftsanteile 6.100,00
Summe Finanzanlagen 1.257.856,28
Summe Anlagevermögen 0,00 5.837.784,64
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 590.462,30 29.073,45 7.681,51 611.854,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 590.462,30 29.073,45 7.681,51 611.854,24
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 66.063,53 2.942,00 69.005,53
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.238.943,35 245.396,67 41.355,93 1.442.984,09
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.305.006,88 248.338,67 41.355,93 1.511.989,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.895.469,18 277.412,12 49.037,44 2.123.843,86
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 299.390,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 299.390,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.741,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.961.339,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 189.614,50
Summe Sachanlagen 2.156.694,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.353,95
2. Beteiligungen 205.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.008.402,33
4. Genossenschaftsanteile 6.100,00
Summe Finanzanlagen 1.257.856,28
Summe Anlagevermögen 3.713.940,78

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 1.605.416,20 (Vorjahr: EUR 1.260.638,19).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 1.160.000,00 (Vorjahr: EUR 1.000.000,00).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 1.184.537,24 (Vorjahr: EUR 1.234.642,84).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 11.786,35 (Vorjahr: EUR 10.445,86).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 214.146,31 (Vorjahr: EUR 222.656,94).

Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB

Die Veyx Pharma GmbH haftet gegenüber der VR Bank HessenLand eG in Höhe von 22.500,00 EUR für ein Aval. Zur Absicherung wurde ein Sparguthaben in gleicher Höhe an die VR Bank HessenLand eG verpfändet.

Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens als gering eingeschätzt.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 532.123,23 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mieten und Pachten EUR 396.000,00
Maschinenleasing EUR 12.411,80
Fahrzeugleasing EUR 123.711,43

Sonstige Besicherungen

Hinsichtlich der laufenden Betriebsmittel bei der VR Bank HessenLand eG kann ein Betriebsmittelkredit bis zu einer Höhe von 100.000,00 EUR in Anspruch genommen werden.

Für den Fall der Inanspruchnahme wurde das gesamte Warenlager an Arznei-, Futter- und Pflegemitteln an die VR Bank HessenLand eG sicherungsübereignet.

Derzeit wird von dem Betriebsmittelkredit kein Gebrauch gemacht.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abzinsung von Rückstellungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen für Aufbewahrung in Höhe von EUR 894,00 (Vorjahr: EUR 363,00) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 59,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 61,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 42,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 19,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Armin Heß, Schwarzenborn
ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführerin: Dr. Silke Engl, Melsungen
ausgeübter Beruf: Tierärztin

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 39.456,00
Rückzahlungen im Berichtsjahr 1.295,72
Neuvergaben im Berichtsjahr 1.685,32
= neuer Kreditbestand 39.845,00
Kreditkonditionen neu vergebener Kredite
Zinssatz Forderungen 6,00 %
Laufzeit Forderungen unter 1 Jahr
Zinssatz Darlehen 2,80 %
Laufzeit Darlehen bis 2031
Sicherheiten bestehende persönliche Bürgschaften

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahr Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Veyx Pharma Spol. S.R.O., Nitra, Slowakei 100,00 % 2023 113.235,00 533.064,00
Veyx Pharma Bulgaria, Sofia, Bulgarien 100,00 % 2023 32.204,00 204.468,00
Veyx Pharma B.V., Raamsdonksveer, Niederlande 100,00 % 2023 3.730,00 6.466,00
Veyx Pharma Sp. z.o.o., Gniechowice, Polen 85,00 % 2023 -464,65 17.027,00
Bürgerkooperation Knüll Versorgungszentrum GmbH & Co. KG, Schwarzenborn, Deutschland 32,03 % 2023 27.448,64 685.041,18

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 2.459.777,11.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags in Höhe von EUR 14.077.982,37 ergibt sich ein Betrag von EUR 16.537.759,48, der zu verwenden ist.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 17.04.2023 hat die Gesellschaft eine Vorabausschüttung für das Jahr 2023 in Höhe von EUR 1.000.000,00 beschlossen, die am 15.05.2023 abzüglich Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag an die Gesellschafterin ausgezahlt wurde.

Der verbleibende Bilanzgewinn beträgt EUR 15.537.759,48.

 

Schwarzenborn, 18. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

gez. Armin Heß

gez. Dr. Silke Engl

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.12.2024 festgestellt.

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 12.12.2024 dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung zugestimmt.

Bestätigungsvermerk

Für Zwecke der Offenlegung wurden die Erleichterungsvorschriften nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zum vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Veyx-Pharma GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Veyx-Pharma GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Veyx-Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, 18. Oktober 2024

HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herber, Wirtschaftsprüfer

Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer

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