Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
TB-Tauris GmbH
Am Rabenstein 4B, 61350 Bad Homburg vor der Höhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Becker seit 7.1.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TB-Tauris GmbHBad Homburg v. d. HöheKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021der TB-Tauris GmbH1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell Die gesamte IMA-Gruppe ist spezialisiert auf die Herstellung von Verpackungsmaschinen für die Nahrungsmittel- und die Getränkeindustrie sowie für die Kosmetik- und die Pharmabranche. Der IMA-Teilkonzern (IMA Dairy & Food Holding GmbH) mit seinen Tochtergesellschaften in Deutschland, Frankreich, Spanien, den USA, Großbritannien, Russland und Malaysia konzentriert sich auf die Herstellung folgender Erzeugnisse:
Die Marken von IMA Dairy & Food gehören in verschiedenen Marktsegmenten zu den Marktführern. So beispielsweise ERCA als Erfinder der "Form-Fill-Seal"-Technologie, GASTI mit mehr als einem Jahrhundert Erfahrung bei der Entwicklung und dem Bau von Füll- und Verschließmaschinen und HAMBA als Erfinder des Rundläufers für Becher und nicht zuletzt HASSIA als einen der führenden Hersteller von Aseptik Form-, Füll- und Verschließmaschinen. Im Vorjahr neu hinzugekommen ist die INTECMA mit ihrer einzigartigen ZERO-Technologie für Werkzeuge in FFS-Maschinen. Im Berichtsjahr ist die CDE zu der Gruppe hinzugekommen. Die CDE ergänzt das bisherige Portfolio um den Bereich der Engineering-Leistungen. Hauptsächlich werden die Maschinen für Produkte des täglichen Bedarfs, Molkerei- und Lebensmittelprodukte gebaut. Die Fertigung erfolgt an den Standorten der Gesellschaften in Ranstadt, Schwäbisch Hall, Barcelona/Spanien sowie in Falaise in Frankreich. Der Vertrieb erfolgt weltweit über eigene Niederlassungen, Mitarbeiter sowie Agenten und Distributoren. Im IMA-Teilkonzern waren im gesamten Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 505 (Vj.: 501) Mitarbeiter beschäftigt. Die wesentlichen Absatzmärkte sind Europa, Nord- und Südamerika, Nordafrika und Asien. 1.2 Steuerungssysteme Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit der operativen Gesellschaften unterschiedliche Leistungsindikatoren, von denen die bedeutendsten die Entwicklung der Umsatzerlöse und das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sind. Anhand dieser Indikatoren wird die strategische bzw. operative Zielerreichung in regelmäßigen Abständen überprüft.
1.3. Forschung und Entwicklung Die wesentlichen Forschungs- und Entwicklungskosten der operativen Gesellschaften umfassen die Entwicklung von neuen Maschinentypen. Ziel der Entwicklungen ist die Erweiterung des Produktportfolios für den Absatzmarkt. Dabei umfassen die wesentlichen Entwicklungskosten für das gesamte Wirtschaftsjahr insgesamt rund EUR 4,1 Mio. (Vj.: EUR 3,6 Mio.). Davon wurden in 2021 TEUR 135 (Vj.: TEUR 254) aktiviert. 2. Wirtschaftsbericht Konzerns 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur ist im Verlauf des Jahres 2021 trotz fortlaufender Pandemie angestiegen. Der Aufschwung der Weltproduktion - gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten - liegt bei 6,0 % im abgelaufenen Jahr 2021 und ist somit weit über der Veränderung des BIP im Vorjahr (-3,5 %) (Quelle: de.statista). In den Schwellenländern ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem immensen Wirtschaftseinbruch gekommen. Zu dieser konjunkturellen Entwicklung trug vor allem die COVID-19 Pandemie sowie das gering fortgeschrittene Impfprogramm bei. (Quelle: Handelsblatt). Prognosen gehen dennoch von einem Wachstum aus (Veränderung des BIP in Lateinamerika +5,2 %, Indien + 9,4 %) (Quelle: de.statista). Für die Volkswirtschaft in China wurde für 2021 eine Veränderung des realen BIP noch im positiven Bereich von 8,1 % (Vj.: 2,3 %) ermittelt. Die chinesische Wirtschaft ist somit so stark gewachsen wie seit 2012 nicht mehr (Quelle: Zeit, Handelsblatt). In Japan ist das BIP um 2,4 % (Vj.: -5,2 %) angestiegen (Quelle: de.statista). Zur Entwicklung des US-Marktes - einem der wichtigsten Märkte für die IMA-Gruppe - äußern sich die Wirtschaftsinstitute folgendermaßen: Die US-Wirtschaft hat 2021 ein so starkes Wachstum wie seit 1984 nicht mehr. Nach Prognosen zeigt sich ein Zuwachs des BIP um 5,7 % und übertrifft damit die ursprünglichen Prognosen. Beschleunigt wurde das Wirtschaftswachstum insbesondere durch Verbraucherausgaben, Anlageinvestitionen, Exporte, sowie Investitionen in Lagerbestände (Handelsblatt). Im Gesamtjahr 2021 stieg die Wirtschaftsleistung im Euroraum um rund 4,6 % (Vj.: -6,5 %). Die Lieferkettenproblematik spielte eine große Rolle. Sowohl Exporte wie auch Importe sind im Wirtschaftsjahr 2021, im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Der Euroraum weist einen Handelsbilanzüberschuss auf (Quelle: de.statista). Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2021 nach amtlichen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um 2,7 % gewachsen. Ende 2020 kam der Corona Impfstoff auf den Markt, damit einhergehend erholte sich Deutschland langsam vom Krisenjahr 2020. Die Corona-Krise und die damit einhergehende Lieferengpässe der Industrie verursachten einen Einbruch des deutschen Bruttoinlandsprodukts um -2 %. Im Vergleich zum Vorjahr (- 5,1 % Wachstum des BIP) ist das Wachstum somit ansteigend und befindet sich wieder im Aufschwung (Quelle: statistisches Bundesamt). Insbesondere die Lieferproblematik ist eine Ursache dafür, dass die deutsche Wirtschaftsleistung weiterhin hinter dem Vorkrisenniveau liegt. (Quelle: ifw Kiel). Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Gesellschaft und des Mutterkonzerns ist vor allem die Entwicklung in USA, Europa und Asien von hoher Bedeutung. 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres Das Jahr 2021 war geprägt durch die Fortsetzung der teilweisen Erholung der Märkte nach den pandemiebedingten Lockdowns im Jahr 2020 und die Überlagerung dieses Trends durch Engpässe in der Beschaffung und Materialpreissteigerungen vor allem im zweiten Halbjahr. Das Management hat effiziente Gegenmaßnahmen ergriffen und konnte somit trotzdem ein deutlich besseres operatives Ergebnis erzielen. Die im Jahr 2020 erworbenen Anteile an der spanischen Produktionsgesellschaft und die Gründung der zwei Vertriebsgesellschaften in Asien und Russland waren im Geschäftsjahr erstmalig ein ganzes Jahr in den Konzern einbezogen und haben nicht nur zur Umsatzsteigerung beigetragen, sondern auch das EBITDA in Summe positiv beeinflusst. Außerdem wurden weitere Maßnahmen zur Sanierung und Effizienzsteigerung der Gruppe ergriffen. Zur Stärkung des Knowhows und der Produktion in der Gruppe wurden in 2021 die Anteile an einer weiteren Tochtergesellschaft erworben und erstmals konsolidiert. 2.2.2. Geschäftsentwicklung Das Konzernergebnis ist mit -1.482 EUR (Vj. EUR -4.898 Mio.) nicht zufriedenstellend, liegt jedoch innerhalb der Erwartungen, und ist deutlich besser als in den Vorjahren. Die finanziellen Leistungsindikatoren entsprechen den prognostizierten Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Insgesamt lagen die Umsätze trotz anhaltender Pandemie 11,0 % über dem Vorjahresniveau. Dies ist wesentlich auf den Anstieg der Umsätze der französischen und der amerikanischen Gesellschaften zurückzuführen. Außerdem sind auch die Märkte in Russland, Asien und in Großbritannien durch die eigenen Vertriebsstrukturen weiter erschlossen worden. Die Materialaufwendungen lagen mit 38,6 % der Umsatzerlöse (Vj.: 42,8 %) deutlich niedriger als im Vorjahr und die Allgemeinkosten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten mit einem Anteil von 18,1 % an den Umsatzerlösen (Vj.: 23 %) nochmals deutlich reduziert werden. Daneben ist das Ergebnis nach wie vor durch Auswirkungen der Pandemie und Maßnahmen zur Restrukturierung und Standortoptimierung in allen Bereichen belastet. Bei den Personalkosten zeigt sich eine Zunahme um 2,3 % Punkte gegenüber dem Vorjahr und weist einen Anteil von 39,0 % im Vergleich zu 36,7 % im Vorjahr an den Umsätzen aus. Dies resultiert auch daher, dass im Berichtsjahr Aufwendungen für im Vorjahr erworbene oder gegründete Gesellschaften für die gesamte Berichtsperiode ausgewiesen werden, die im Vorjahr nur anteilig gezeigt wurden (rund EUR +3,5 Mio.). Das Finanzergebnis enthält den Zinsaufwand von insgesamt TEUR 1.676 (Vj.: TEUR 1.639) für die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Die Entwicklung der latenten Steuern ist im Berichtsjahr wesentlich vom Verbrauch der aktiven latenten Steuern auf Grund des Verbrauchs der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge geprägt. Die positive Ertragsentwicklung zeigt sich im Geschäftsjahr 2021 mit der Entwicklung der EBITDA Quote von 9,0 % im Vorjahr auf 4,1 % und damit nahezu einer Verdopplung des positiven Ergebnisses in Bezug auf die Umsatzentwicklung inklusive der Aufwendungen aus der Folgekonsolidierung in Höhe von rd. EUR 1,8 Mio. vor latenten Steuern (Vj.: EUR 2,3 Mio.). Das Konzernergebnis vor Minderheiten beträgt TEUR -1.482 (Vj.: TEUR -4.898) und ist nach wie vor negativ. Die Geschäftsleitung plant für das Geschäftsjahr 2022 weitere Standort- und Portfoliooptimierungen und erwartet weitere positive Effekte aus den bereits in 2021 eingeleiteten Maßnahmen. Entsprechend geht die Geschäftsleitung für die kommenden Jahre von einer nachhaltigen Verbesserung der operativen Ergebnisse aus. Gestärkt wird die Marktpräsenz auch weiterhin durch die qualitative Verbesserung auch bei der Serviceleistung und dem Know-How zur Generalüberholung gebrauchter Maschinen. 2.3. Lage des Konzerns Zur Darstellung der Lage des Konzerns werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage und hier zur Umsatzentwicklung sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2021 gemacht. 2.3.1. Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Im Konzern werden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 111,2 Mio. (Vj.: EUR 100,2 Mio.) im Bereich Neumaschinen und Ersatzteilgeschäft EUR 51,6 Mio. (Vj.: EUR 51,9 Mio.) und Serviceleistungen EUR 59,6 Mio. (Vj.: EUR 48,3 Mio.) erwirtschaftet. Der Umsatz der französischen Gesellschaft ist im Berichtsjahr deutlich gestiegen und ein Ergebnis aus den im Vorjahr begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen, die zum Austausch der Geschäftsleitung und der Verlagerung der kompletten Produktion nach Falaise in die Normandie Ende des Vorjahres geführt haben. Ein deutlicher Umsatzanstieg konnte auch bei der amerikanischen Gesellschaft und den im Vorjahr in Asien und Russland gegründeten Vertriebsgesellschaften verzeichnet werden. Einer Gesamtleistung von TEUR 110.616 (Vj.: TEUR 101.572) stehen gesunkene Materialkosten von TEUR 42.933 (38,6 %) und gestiegene Personalkosten in Höhe von TEUR 43.416 (39,0 %) sowie leicht erhöhte sonstige betriebliche Erträge verrechnet mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern in Höhe von EUR -14,2 Mio. (Vj.: EUR -17,7 Mio.) gegenüber. Dies führt zu einem deutlich verbesserten positiven EBITDA von TEUR 10.039 (Vj.: TEUR 4.138). Die Abschreibungen im Konzern umfassen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 2.557 (Vj.: TEUR 2.333). Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2021 beträgt TEUR -3.299 (Vj.: TEUR -2.904) und beinhaltet in Höhe von rd. EUR 1,7 Mio. (Vj. rd. EUR 1,7 Mio.) die Zinsaufwendungen für die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Die leichte Verbesserung resultiert wesentlich aus dem gestiegenen Zinsertrag aus der Abzinsung langfristiger Verbindlichkeiten. 2.3.2. Vermögens- und Finanzlage
Die Konzernbilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 127.074 (Vj.: TEUR 131.769) und ist vor allem durch den hohen Anteil des Geschäftswertes und der Forderungen aus Lieferung und Leistung gekennzeichnet. Auf der Passivseite stellen die Verbindlichkeiten aus Darlehen, die gegenüber dem Minderheitsgesellschafter der Holding bestehen und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, einen Anteil von nahezu 32 % (Vj.: 30 %) dar sowie auf langfristige Basis auch die Pensionsrückstellungen mit 17,2 % (Vj.: 16,3 %). Wesentlicher Teil des Anlagevermögens ist der Geschäftswert, der durch die verschiedenen Erstkonsolidierungen entstanden ist und im Berichtsjahr durch den Erwerb der Anteile an einer weiteren kleinen deutschen Produktions- und Konstruktionsgesellschaft einerseits angestiegen ist und sich andererseits durch die hohen jährlichen Abschreibungen insgesamt reduziert hat.. Die Anlagenintensität im Konzern beträgt zum Jahresende nahezu unverändert 26,5 % (Vj.: 28,7 %) ohne den Geschäftswert. Das Umlaufvermögen im Berichtsjahr beträgt zum Stichtag 48,6 % (Vj.: 46 %) bezogen auf die Bilanzsumme und zeigt die Umlaufintensität im Konzern, die sich insbesondere durch den Anstieg der liquiden Mittel erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit rund 17,7 % (Vj.: 15,8 %) vom gesamten Aktivvermögen der bedeutendste Posten, der durch die Fertigstellung und den Verkauf von Maschinen am Jahresende leicht angestiegen ist. Das potentielle Risiko von Forderungsausfällen wird durch angemessene Wertberichtigungen minimiert. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 14.675 TEUR (Vj.: 16.095 TEUR) und stellen einen Anteil am Gesamtvermögen von 11,5 % (Vj.: 12,2 %) dar. Die Reduzierung resultiert hauptsächlich aus der Auszahlung eines Darlehens an den Gesellschafter im Berichtsjahr. In den sonstigen Aktiva sind im Wesentlichen die latenten Steueransprüche aus den Konsolidierungsmaßnahmen ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt 11,8 % (Vj.: 12,0 %) und hat sich durch das negative Ergebnis und der Veränderung der Währungskursrücklage nur unwesentlich reduziert. Der passive Unterschiedsbetrag, der durch die Bilanzierung zum Erwerbszeitpunkt als technischer Unterschiedsbetrag entstanden ist, wurde entsprechend der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von EUR 1,8 Mio. (Vj.: EUR 1,05 Mio.) vollständig verbraucht. Die Fremdkapitalquote beträgt ohne den passiven Unterschiedsbetrag zum Stichtag 88,2 % (Vj.: 86,7 %) der Bilanzsumme und ist dabei wesentlich von der Höhe der Pensionsrückstellung und den Verbindlichkeiten gegenüber dem Minderheitsgesellschafter beeinflusst. Die Erhöhung resultiert jedoch durch die Aufnahme von begünstigten Bankkrediten zur Überbrückung der Pandemie und den Anstieg von erhaltenen Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 2.059 (Vj. TEUR 5.324) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen durch den Verbrauch der Rückstellungen im Berichtsjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR 386 (Vj. TEUR -7.543) enthält die Ein- und Auszahlungen aus dem Erwerb von materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen und verschiedener Transaktionen aus dem Wertpapiergeschäft sowie den Verkauf einer Immobilie. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -4.315 (Vj. TEUR 1.717) zeigt im Wesentlichen die Zinszahlungen für die langfristigen Darlehen sowie die Gewährung eines Gesellschafterdarlehens. Zum Bilanzstichtag bestanden neben den liquiden Mitteln noch nicht in Anspruch genommene Darlehen von Seiten der Minderheitsgesellschafter in Höhe von EUR 10 Mio. (Vj.: EUR 11,1 Mio.). Investitionen Die Investitionen im Konzern basieren im Wesentlichen auf dem Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie dem Erwerb von Software. Die operativen Gesellschaften haben im Berichtsjahr insgesamt Investitionen getätigt in Höhe von rund EUR 0,9 Mio. (Vj.: EUR 0,9 Mio.). Personal Die Anzahl der Mitarbeiter beträgt durchschnittlich im gesamten Geschäftsjahr 2021 insgesamt 505 (Vj.: 501). Durch permanente Qualifizierungsprogramme sowie Förderungsmaßnahmen ist ein hoher Qualitätsstandard der Mitarbeiter gewährleistet. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der Unternehmenserfolg des Konzerns, insbesondere der operativen Gesellschaften, wird anhand von wertorientierten Steuerungsgrößen gemessen. Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen insbesondere die Entwicklung des Auftragsbestandes, der Umsatzerlöse und des EBITDA sowie das Konzernergebnis. Diese Kennzahlen können entweder aus dem Konzernabschluss entnommen oder auf Basis der im Anhang enthaltenen Informationen ermittelt werden. Neben den finanziellen Steuerungsgrößen haben bestimmte nicht-finanziellen Leistungsindikatoren für den Geschäftserfolg Bedeutung. Diese ergeben sich aus dem besonderen Geschäftsmodell der IMA Dairy & Food Gruppe, der Erfahrung und Expertise des Managements in der Maschinenbaubranche, dem Know-How der Mitarbeiter, sowie in der Forschung und Entwicklung von Maschinentypen. Da es sich dabei nicht um unmittelbar quantifizierbare Einflussfaktoren handelt, erfolgt in diesem Bericht kein Monitoring anhand bestimmter Kennzahlen. Vielmehr ist die Geschäftsleitung des Konzerns bestrebt, wichtige Leistungs- und Know-How-Träger mit Schlüsselkompetenzen möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden und neue Fachkräfte zu akquirieren. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, werden im Konzernanhang erläutert. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht Als weltweit tätiger Konzern sind die Tochtergesellschaften mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Unternehmerische Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn ihre möglichen Auswirkungen beherrschbar bleiben. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden die Chancen und Risiken aller Geschäftsaktivitäten beurteilt und daraus Zielerreichungsmaßnahmen abgeleitet. Geschäftsrisiken werden durch die Geschäftsführung regelmäßig erörtert und beurteilt. Allgemein ist die Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums als Risiko zu bewerten. Hinzu kommen politische Risiken, die sich aus den Folgen des Brexits und dem internationalen Handelsstreit und auferlegten Zöllen ergeben, sowie dem Konflikt Russlands und der Ukraine seit Februar 2022. Daneben bestehen seit Anfang des Vorjahres die Risiken, die sich aus der aktuellen COVID-19- Pandemie und einer darauf aufbauenden deutlich geringeren globalen wirtschaftlichen Dynamik ergeben. Durch die inzwischen dritte und vierte Welle ergeben sich auch für 2022 Risiken auf die Geschäftsaktivitäten der Konzerngesellschaften. Einzelrisiken daraus sind derzeit nicht abschätzbar. Als Ergebnis der Risikoberichterstattung für das Jahr 2022 sowie der derzeit identifizierten künftigen Risiken ist festzustellen, dass bezogen auf das unternehmerische Umfeld derzeit keine entwicklungsbeeinträchtigenden Sachverhalte und Risiken erkennbar sind. 4.1.1. Absatzmarktrisiko und Wettbewerb Durch kontinuierliche Innovationen und Überarbeitung des Produktportfolios wird die Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Weitere Aktivitäten, um die Marktpräsenz zu optimieren, werden stetig überprüft und durchgeführt. Somit kann das Absatz- und Wettbewerbsrisiko als überschaubar ein- geschätzt werden. Um Risiken zu reduzieren, beobachtet die Konzernleitung die spezifischen Entwicklungen sehr genau und arbeitet eng mit den Kunden zusammen, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln. 4.1.2. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle ist das tatsächliche Risiko abgedeckt und aufgrund der Kundenstruktur ist dieses insgesamt als gering einzuschätzen. Das Risiko der Zahlungsunfähigkeit von Kunden ist von untergeordneter Rolle auf Grund der vertraglichen Vereinbarungen und der dort definierten Zahlungsmodalitäten. Durch die Einforderungen von Anzahlungen nach definierten Projektfortschritten kann damit das Ausfallrisiko als mäßig eingestuft werden. 4.1.3. Projektrisiko Aus ungeplanten technischen Problemen könnten sich Risiken ergeben. Diesen wird mittels Einsatzes und im Rahmen des Risikomanagements begegnet. Neue Angebote werden im Vorfeld auf mögliche technische Risiken hin bewertet, aktuelle Aufträge regelmäßig besprochen und monatlich im Rahmen der mitlaufenden Kalkulation analysiert. Falls notwendig, können sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dennoch lassen sich die Projektrisiken nicht vollständig ausschließen. Dies liegt an den hoch komplexen kundenspezifischen Anlagen. Für etwaige Risiken des Auftragsbestandes wird regelmäßig angemessene Vorsorge auf Basis der verlustfreien Bewertung betrieben. 4.1.4. Beschaffungsmarktrisiko und Mitarbeiterrisiko Der Konzern sieht sich mit Risiken aus zunehmend volatilen Rohstoffverfügbarkeiten und Rohstoffpreisen konfrontiert. Als übergeordnetes Ziel ist in der Beschaffungsstrategie die Sicherstellung der Rohstoffverfügbarkeit unter bestmöglichen wirtschaftlichen Konditionen verankert. Daher wird kontinuierlich die wirtschaftliche Lage ausgewählter Lieferanten wichtiger Rohstoffe oder Halbfertigteile beobachtet, um Engpässe zu antizipieren und Risiken rechtzeitig abwehren zu können. Die weiter angespannte Marktsituation auf den Beschaffungsmärkten für Öl, Stahl und andere Metalle kann zu erheblichen Kostensteigerungen bei der Beschaffung von Metall- und Kunststoffteilen führen. Der Konzern versucht jedoch, diese Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben, woraus ein überschaubares Risiko für diesen Bereich abgeleitet wird. Qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Basis für die Erreichung der strategischen und operativen Ziele in den Konzerngesellschaften und damit ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Sowohl der Verlust von Leistungsträgern als auch die Schwierigkeiten bei der Gewinnung von qualifizierten und talentierten Mitarbeitern können daher grundsätzlich ein Risiko darstellen. Insbesondere in dem Bereich des spezifischen technischen Know-Hows für die komplexen Technologien im Konzern stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Die Fluktuation liegt auf einem branchenüblichen Niveau, was dieses Risiko reduziert. Ein höheres Risiko besteht in der Gewinnung neuer Mitarbeiter. Diesem wird u.a. durch das Angebot attraktiver und vielfältiger Beschäftigungsmöglichkeiten national und international entgegengewirkt. 4.1.5. Währungsrisiko Ein Risiko ergibt sich, wenn Preisänderungen an den Finanzmärkten den Wert von Forderungen und Verbindlichkeiten negativ beeinflussen. Für die Forderungen und sonstigen Vermögensgegen- stände sowie für die Verbindlichkeiten besteht ein Preisrisiko im Wesentlichen aus Wechselkursschwankungen, falls diese Bilanzpositionen in Fremdwährungen denominiert sind. Der Umfang ist jedoch gering, besonders vor dem Hintergrund der Größenordnung der ausländischen Konzerngesellschaften, und entsprechend wird das Währungsrisiko als gering eingestuft. 4.1.6. Liquiditätsrisiko Ende 2021 verfügt der Konzern über ausreichend eigene Liquidität. Zur Steuerung der Zahlungsfähigkeit des Konzerns existiert ein zentrales Liquiditätsmanagement. Es besteht eine detaillierte Finanzplanung auf Konzernebene, die mehrere Planungszeiträume umfasst, um die Investitions- und Finanzierungsströme aufeinander abzustimmen. Die Zahlungsmittel im Konzern belaufen sich Ende 2021 auf TEUR 14.675 (Vj.: TEUR 16.095). Insgesamt verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2021 darüber hinaus über nicht ausgeschöpfte Darlehenszusagen der Minderheitsgesellschafter im Gesamtvolumen von rund EUR 10,4 Mio. (Vj. EUR 11,1 Mio.). Auf Basis der aktuellen Finanzplanung geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die bestehenden Zahlungsmittel und die nicht ausgeschöpften Zusagen, sowie die geplanten zukünftigen Cashflows ausreichen werden, um den absehbaren Liquiditätsbedarf des Konzerns zu denken. 4.2. Chancenbericht Wichtig wird es auf dem Weg zu weiterem Wachstum sein, sowohl das Geschäft mit Bestandskunden auszubauen als auch über Neukunden zu wachsen. Hierfür wird auf Vertriebsressourcen aus dem gesamten Konzern und dem Minderheitsgesellschafter, dem IMA SpA Konzern, zurückgegriffen. Durch den Aufbau weiterer Vertriebsstandorte des Konzerns in Russland und Asien im Jahr 2020 und dem Erwerb der Mehrheit an einer deutschen Produktions- und Konstruktionsgesellschaft sieht die Geschäftsleitung wesentliche Chancen, neue Märkte und Branchen zu erschließen. Zusätzlich soll dies auch den Wettbewerbsvorteil sichern und die Marktstellung verbessern. Durch den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung im Berichtsjahr an einer weiteren produzierenden Gesellschaft und deren innovativem Know-How sieht die Geschäftsleitung die Chance, ein nachhaltiges Produktportfolio weiter aufzubauen. In Summe werden die Chancen für den Konzern als sehr positiv bewertet. Weitere Optimierungs- und Innovationsmöglichkeiten einerseits, sowie Schnelligkeit und eine klare Mission und Vision werden die Marktpräsenz des Konzerns mit seinen Gesellschaften im Verpackungsmaschinenbau deutlich festigen. 4.2.1 Neuentwicklungen und Ausbau der Serviceleistungen Durch die Neuentwicklung von Maschinentypen und den Ausbau der Serviceleistungen sieht die Konzernleitung eine stetige Weiterentwicklung des Angebots mit technischen Innovationen, wodurch sowohl eine Neuausrichtung des Konzerns als auch eine Marktanpassung stattfindet. 4.2.2 Beschaffungs- und Absatzmarkt Chancen ergeben sich im Konzernverbund durch die international erworbenen und erprobten Methoden zur Effizienzsteigerung, die in Zukunft durch Anpassungen in der Gesellschaftsstruktur noch weiter ausgebaut werden und zu Wettbewerbs- und Kostenvorteilen führen. 4.3. Prognosebericht 4.3.1. Allgemeines Die grundsätzlich positiven Prognosen bezüglich der Marktentwicklung des Jahres 2022 werden durch die politischen Entwicklungen im Russland/Ukraine-Konflikt und deren immer klarer werdenden Folgen zunächst getrübt. Gemäß dem IFO-Geschäftsklimaindex von Oktober 2022, hat sich die Stimmung in Deutschland weiter zugespitzt und auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Die Unternehmen bewerten die aktuelle Lage gegenüber den Vormonaten leicht schlechter, was überwiegend stark auf die gestiegenen Gas- und Energiepreise zurückzuführen ist. Dennoch schätzen die deutschen Unternehmen die Geschäftserwartung im Vergleich zum Vormonat verbessert ein. (Ifo-Geschäftsklimaindex 25.10.2022) 4.3.2. Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen Den Prognosen Anfang September 2022 zu Folge war für die Weltproduktion, gerechnet auf der Basis von Kaufkraftparitäten im Jahr 2022, insgesamt eine Steigerung des BIP um 2,9 % erwartet worden und ein weiterer Zuwachs von 2,2 % in 2023. Anfang 2023 zeigt sich, dass die Weltproduktion in 2022 um 3,2 % angestiegen ist (Quelle: ifW Kiel, Konjunkturbericht 2022). In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird ist das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 laut der Prognose gegenüber dem Vorjahr ebenfalls wachsen. Für die Volkswirtschaft Chinas gab es einen Anstieg des BIP um 3,0 % für 2022 und von weiteren 5,2 % in 2023 (Quelle: IMF) gerechnet. Die US-Wirtschaft soll laut Schätzungen ein Wachstum des BIP von 1,64 % im Vergleich zum Vorjahr erreichen. Tatsächlich konnte die US-Wirtschaft einen Anstieg von 109 % in 2022 verzeichnen. In 2023 wird mit einem Anstieg des BIP von 1,4 % gerechnet (Quelle: de.statista und IMF). Die Wirtschaft im Euroraum stieg moderat mit einem BIP von 3,4 % in 2022 und einem weiteren Zuwachs um 0,7 % in 2023(Quelle: de.statista und IMF). Die Prognose für den Anstieg des Deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 lag zunächst bei 1,55 % und konnte dann tatsächlich mit 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr positiv abschließen (Quelle: de.statista). Grund dieser konjunkturellen Eintrübung sind die zunehmenden Folgen der gestiegenen Gas- und Energiepreise, die unteranderem auch die Inflation befeuern. Auch Lieferengpässe wurden befürchtet (Quelle: Handelsblatt) und haben der Wirtschaft in 2022 schwere Einbußen beschert. Für 2023 wird ein abgeschwächtes Wachstum vom 0,2 % vorausgesagt (Quelle: BWI lt. Handelsblatt). 4.3.3. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Vor diesem Hintergrund war die Geschäftsleitung Anfang 2022 von positiven Impulsen in einem insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Umfeld für die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 ausgegangen und erwartet auch für 2023 eine positive Tendenz. Tatsächlich hat sich die Gesamtleistung für das Jahr 2022 verbessert und wird ein weiterhin positives, leicht über dem Wert von 2021 liegendes EBITDA erreichen. Auch in den Folgejahren ab 2023 werden nachhaltig positive EBITDAs erwartet. Neben der Erweiterung des Maschinenportfolios und dem damit verbundenen höheren erwarteten Auftragseingang sollen vor allem die Auftragsmargen weiterhin verbessert werden. Eine verlässliche Prognose ist aufgrund der weiterhin vorherrschenden Corona-Pandemie und des Russland-Ukraine-Konflikts und den nicht absehbaren Folgen sowie der Dauer jedoch kaum möglich. Es könnte zu hohen Kostensteigerungen z.B. bei den Energiekosten oder der Beschaffung bestimmter Materialien wie Stahl und Holz kommen. Auch könnten Angebote aus der Region ausbleiben bzw. Aufträge russischer Kunden storniert werden. Hinsichtlich der Corona-Pandemie kam es ab Mitte 2022 zu einem Rückzug zur Normalität. Die Gesamtleistung der in den Konzernabschluss einbezogenen operativen Unternehmen hat sich nochmals nach oben bewegt. Entsprechend erwartet die Konzernleitung erneut ein positives Konzern-EBITDA ohne Konsolidierungsbuchungen für 2022 von rund EUR 10,5 Mio. (Berichtsjahr rd. EUR 10,0 Mio. nach Konsolidierungsbuchungen). Das Konzernergebnis wird zusätzlich mit den planmäßigen Abschreibungen auf die verschiedenen Geschäfts- oder Firmenwerte und die Abschreibungen auf das neu bewertete Vermögen mit rund EUR 3,3 Mio. sowie dem Verbrauch latenter Steuern auf Verlustvorträge belastet werden. Für die Folgejahre geht die Geschäftsleitung ab 2023 weiterhin von einem deutlich positiven EBITDA und von weiter ansteigenden Jahresergebnissen der Gesellschaften aus. Dies wird nach Ansicht der Konzernleitung insbesondere durch die zahlreichen Maßnahmen im Einkauf und im Vertrieb sowie durch die Innovationen aus der Forschung und Entwicklung erreicht werden.
Bad Nauheim, den 30. Juni 2023 Die Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021A. Allgemeines Angaben zum Unternehmen: TB-Tauris GmbHAm Rabenstein 4 B, 61350 Bad Homburg v. d. H.beim Amtsgericht Bad Homburg v. d. H. unter HRB 15690Der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde unter Beachtung des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die vom Deutschen Rechnungslegung Standard Committee (DRSC) entwickelten Empfehlungen zur Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt: Die Kapitalkonsolidierung, die Kapitalflussrechnung und der Eigenkapitalspiegel sind in Anlehnung an DRS 23, DRS 21 bzw. DRS 22 erstellt worden. DRS 3 "Segmentberichterstattung": Das Wahlrecht des § 297 Abs. 1 HGB wurde dahingehend ausgeübt, dass eine Segmentberichterstattung nicht aufgestellt wird. DRS 18 "Latente Steuern" (Konkretisierung der §§ 274, 306 und 314 Abs. 1 Nr. 21, 22 HGB zur latenten Steuerabgrenzung): Im Anhang der Gesellschaft wird keine steuerliche Überleitungsrechnung vorgenommen. B. Konzernrechnungslegung 1. Konsolidierungskreis Gemäß § 294 Abs. 1 HGB werden in diesen Konzernabschluss das Mutterunternehmen, die TB-Tauris GmbH, sowie 4 inländische und 8 ausländische Tochter- und Enkelgesellschaften einbezogen. Die Erstkonsolidierungszeitpunkte entsprechen den Erwerbszeitpunkten (grundsätzlich: Vollzug des "Closings") oder den Tagen der Gründung und stellen sich wie folgt dar:
Im Berichtsjahr wurde die Mehrheit an der CDE - Packaging GmbH, Glauburg, erworben und in den Konzernabschluss ab dem Erwerbsdatum einbezogen. Gemeinsamer Bilanzstichtag aller in diesen Konzern einbezogenen Gesellschaften ist der 31. Dezember 2021. 2. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Neugründung. Der nach der Verrechnung verbleibende Unterschiedsbetrag im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert oder gemäß DRS 23 als passiven Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und gemäß ihrem künftigen wirtschaftlichen Nutzen über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Ein niedrigerer beizulegender Wert zum Abschlussstichtag wird - falls erforderlich - durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß DRS 23 Tz 142ff. in einem extra Posten nach dem Eigenkapital ausgewiesen und entsprechend in den Folgejahren aufgelöst. Innerhalb des Konsolidierungskreises wurden Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den im Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften eliminiert. Zwischengewinne im Anlagevermögen oder Vorratsvermögen wurden eliminiert. Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB. Zur Ermittlung der latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden gemäß DRS 18 Tz 41 die individuellen Steuersätze der Konzernunternehmen verwendet. 3.Währungsumrechnung Da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbstständig in ihrer Landeswährung betreiben, erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften von der jeweiligen Landeswährung in Euro entsprechend den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag. Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Fremdwährungskursen (zum jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt) umgerechnet (§ 308a HGB). Sich daraus ergebende Kursdifferenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Allgemeines: Die Abschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Soweit bei einzelnen Tochtergesellschaften abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wurden, sind die daraus resultierenden Auswirkungen für Zwecke der Konsolidierung entsprechend angepasst worden. Konzernaktiva: Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände aus Einzelabschlüssen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über eine Laufzeit in der Regel von 3 bis 15 Jahren, angesetzt. Die Firmenwerte aus der Konsolidierung werden planmäßig über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben. Hintergrund dieser Nutzungsdauer ist die strategisch langfristige Absicht des Mutterkonzerns, mit dem Erwerb die Marktstellung in Europa, USA und Asien deutlich zu verbessern. Für das Investment und den Kaufpreis überwiegen somit längerfristige Entscheidungen des Mutterunternehmens. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert erfolgten im Berichtsjahr keine. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten gemäß § 255 HGB angesetzt und abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Beteiligungen (< 5 %) und die Wertpapiere im Anlagevermögen dienen der längerfristigen Kapitalanlage und sind zu den Anschaffungskosten gemäß § 255 HGB bilanziert. Zum Stichtag beträgt der Buchwert TEUR 7.154 (Vj. TEUR 6.912) und der Zeitwert TEUR 9.031 (Vj. TEUR 7.669). In Höhe von TEUR 4.453 (Vj. 3.126) handelt es sich um Anteile an Sondervermögen i.S.v. § 1 Abs. 10 KAGB, die 10 % der Gesamtanteile nicht übersteigen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Im Berichtsjahr erfolgte keine solche Abschreibung. Die den Abschreibungen zugrundeliegende Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wird entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt bei Einbauten in fremden Grundstücken, technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Anschaffungen im Sachanlagevermögen innerhalb des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Bisherige Nutzungsdauern werden bei gebraucht erworbenen Sachanlagen mindernd berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden grundsätzlich entsprechend der Regelung des § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten geführt (zwischen 250 und 1000 Euro) und jährlich mit 20% abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich, erfolgt eine Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Fertige und unfertige Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bewertete. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Für Lager- und Verwertungsrisiken wurden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen. Bei den fertigen Leistungen und Erzeugnissen handelt es sich im Wesentlichen um Neumaschinen und um Ersatzteile für Maschinen. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten gemäß § 268 Abs. 5 HGB in zulässigem Umfang abgezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Auf erkannte Einzelrisiken von Forderungen werden entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Ausfallrisiko, eventuelle Preisnachlässe, Mahn- und Zinskosten durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Forderungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, werden unter Beachtung von § 256a HGB (Devisenkassamittelkurs) bewertet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Latente Steuern werden in den Konzerngesellschaften auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in den späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt der jeweils effektive Steuersatz der Gesellschaft (28% bis von 29,48 %) zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen für zeitliche Differenzen nach § 306 bzw. § 274 HGB für Bewertungsunterschiede bei Pensionsrückstellungen gebildet. Außerdem wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gemäß DRS 18 Tz. 18ff gebildet. Im Berichtsjahr wurde von der Möglichkeit der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern dann Gebrauch gemacht, wenn die Aufrechnungslage gem. DRS 23 Tz. 40 gegeben ist, aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit. Konzernpassiva Die Pensionsrückstellungen werden nach allgemein anerkannten versicherungs-mathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Es wurden ein Gehaltstrend von 2,4 - 2,5 %, ein Rententrend von 1,0 % und eine Fluktuationsrate von 2,0 % zugrunde gelegt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 0,80 % bzw. 1,87 % (Vj. 0,53 % bzw. 2,30 %). Dieser entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und den landesspezifischen Zinssatz der ausländischen Tochtergesellschaften. Jubiläumsrückstellungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % (Vj.: 1,60%) bewertet, wobei die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung gelangt sind. Es wurden ein Gehaltstrend von 2,5 % und eine Fluktuationsrate von 2,0 % zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, werden unter Beachtung von § 256a HGB (Devisenkassamittelkurs) bewertet. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt. Die passiven latenten Steuern gehen überwiegend aus der Neubewertung von identifizierten Vermögensgegenständen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften, sowie der Anpassung der ausländischen Gesellschaften an einheitliche Bilanzierungsmethoden des Konzerns hervor. Es wurde mit einem Steuersatz der jeweiligen Gesellschaft gerechnet. Im Berichtsjahr wurde von der Möglichkeit der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern dann Gebrauch gemacht, wenn die Aufrechnungslage gem. DRS 23 Tz. 40 gegeben ist. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. D. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist in der Anlage "Konzern-Anlagenspiegel"- dargestellt. Die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB sind nachfolgend aufgeführt:
2. Geschäfts- oder Firmenwerte Geschäfts- oder Firmenwerte sind zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 31.619 (Vj. TEUR 33.365) bilanziert. Hiervon resultieren TEUR 36 (Vj.: TEUR 39) aus Einzelabschlüssen und TEUR 31.583 (Vj.: 33.325 TEUR) aus der fortgeführten Erstkonsolidierung des Kapitals. Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren gem. DRS 23 Tz 114ff. abgeschrieben. Die Veränderung im Geschäftsjahr betrifft neben der normalen Abschreibung (2,6 Mio. EUR) auch die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts durch den Anteilserwerb der deutschen Gesellschaft. 3. Vorräte Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um fertige und unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 20.465 (Vj. TEUR 20.873), für welche bereits Anzahlungen in Höhe von rund TEUR 23.044 (Vj. TEUR 19.509) erhalten wurden. Für die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe in Höhe von 8,2 Mio. EUR (Vj. 8,7 Mio. EUR) wurden Anzahlungen in Höhe von TEUR 4.384 (Vj.: TEUR 2.563) geleistet. Bei den fertigen Erzeugnissen und Waren handelt es sich um fertige Maschinen und um Ersatzteile. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 22.504 (Vj.: TEUR 20.873) umfassen Kundenforderungen mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7.026 (Vj.: TEUR 2.829) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 1.946 (Vj.: TEUR 1.971), Reisekostenvorschüssen und sonstigen Forderungen aus dem Personalwesen. Eine Restlaufzeit von über einem Jahre hatten die sonstigen Forderungen im Vorjahr in Höhe von TEUR 845. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 4.238 (Vj.: TEUR 225) und sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. 5. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Position in Höhe von TEUR 14.675 (Vj.: TEUR 16.095) stellt die kurzfristigen Guthaben im Konzern bei Kreditinstituten dar. 6. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von saldiert TEUR 7.077 (Vj.: saldiert TEUR 7.668) resultieren aus temporären Differenzen primär im Bereich der Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.295 (Vj.: TEUR 3.099) sowie aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 7.107 (Vj.: TEUR 9.185). Weitere Unterschiede resultieren aus der Zwischengewinneliminierung und den bereits in den Einzelabschlüssen bilanzierten latenten Steuern gem. § 274 HGB. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gem. DRS 18. Tz.40 und 62 netto ausgewiesen falls die Aufrechnungslage vorliegt. 7. Eigenkapital Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist als Anlage 2 dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen. Das gezeichnete Kapital ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und entspricht dem Stammkapital der Konzernobergesellschaft. Die Kapitalrücklage besteht unverändert zum Vorjahr gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4. Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung resultiert in erster Linie aus der Umrechnung des Abschlusses der amerikanischen Konzerngesellschaften von US-Dollar in Euro. Der Konzernbilanzgewinn setzt sich zusammen aus dem Konzerngewinnvortrag von TEUR 4.160 (Vj. TEUR 7.930) und dem Konzernjahresfehlbetrag für das laufende Geschäftsjahr von TEUR - 965 (Vj. TEUR -3.771) nach Anteilen anderer Gesellschafter. Anteile anderer Gesellschafter bestehen an der Hassia Verpackungsmaschinen GmbH, der INTECMA, der CDE Packaging GmbH und der IMA Dairy & Food Asia Pacific und an dem Teilkonzern der IMA Dairy & Food Holding GmbH. 8. Passiver Unterschiedsbetrag Der passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 1.762) gemäß DRS 23 Tz 91ff und Tz 142 ergibt sich nach Erstkonsolidierung und ist gesondert auszugweisen. Es handelt sich um einen technischen passiven Unterschiedsbetrag, der im Berichtsjahr entsprechend der erwarteten Verluste aus den Tochtergesellschaften vollkommen verbraucht wurde. 9. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammen:
Pensionsrückstellungen: Auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen war zum 31.12.2010 eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erforderlich, die anfänglich insgesamt TEUR 644 betrug. Der noch nicht in der Pensionsrückstellung erfasste Zuführungsbetrag aus der Anpassung beträgt zum Erstkonsolidierungsstichtag TEUR 133 (Vj. TEUR 133). Im Rahmen der Neubewertung des Eigenkapitals zum Erstkonsolidierungsstichtag wurde dieser Differenzbetrag den Rückstellungen zugeführt. Unsaldiert bestanden zum Bilanzstichtag rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 22.482 (Vj.: TEUR 21.894). Diese wurden mit Deckungsvermögen von TEUR 575 (Vj.: TEUR 359) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischem Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Jubiläumsrückstellungen Rückstellungen für Jubiläumskosten sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % bewertet, wobei die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung gelangt sind. Es wurden ein Gehaltstrend von 2,5% und eine Fluktuationsrate von 2,0% zugrunde gelegt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Nachlaufkosten, ausstehende Rechnungen und Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 7.830 (Vj.: TEUR 12.043), Personalrückstellungen (Urlaub, Überstunden, Sonderzahlungen, Jubiläum, Altersteilzeit und Berufsgenossenschaft) in Höhe von TEUR 5.315 (Vj.: TEUR 4.440) und für Vertreterprovision und sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.149 (Vj.: TEUR 156). 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2021 setzten sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2020 setzten sich wie folgt zusammen:
Bei der Anleihe handelt es sich um ausgegebene verbriefte nicht wandelbare Schuldverschreibungen über eine Laufzeit von insgesamt 5 Jahren. Diese sind durch die Gesellschaftsanteile besichert. Die kapitalisierten Zinsansprüche sind in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen eine Tochtergesellschaft und umfassen günstige Finanzierungen im Rahmen von staatlichen Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen während der Pandemie. Unter sonstigen Verbindlichkeiten sind die Verbindlichkeiten aus einem Darlehen gegenüber einem Minderheitsgesellschafter ausgewiesen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von insgesamt 6 Jahren. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.354 (Vj. TEUR 836). Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Lohn- und Gehaltsbereich. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. 11. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen die temporären Differenzen aus bestehenden und neu bewerteten immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 4.193 (TEUR 5.268). Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß DRS 18. Tz. 40 und 62 im Berichtsjahr netto ausgewiesen falls die Aufrechnungslage vorliegt. 12. Haftungsverhältnisse Mit Datum vom 21. April 2016/Ergänzung vom 7. Januar 2019 hat die IMA Dairy & Food Holding mit einem Kreditinstitut einen Avalkreditvertrag mit einem Gesamtvolumen von TEUR 10.000 abgeschlossen. Die für die operativen Tochtergesellschaften in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien übernommenen Bankgarantien belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 13,8 Mio. (Vj.: EUR 10,8 Mio). Mit einer Inanspruchnahme wird aus heutiger Sicht aufgrund entsprechender Liquiditätsplanungen nicht gerechnet. 13. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 4.587 (Vj.: 4.093 TEUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Abschluss neuer langfristiger Mietverträge. Nach Fälligkeiten setzten sich die finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:
Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden für Räumlichkeiten und Büro- bzw. EDV-Ausstattung sowie Fahrzeuge Leasingverträge mit i.d.R. bis zu fünfjährigen Laufzeiten eingegangen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie Entfall des Verwertungsrisikos. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Konzern in 2021 belaufen sich auf TEUR 111.190 (Vj.: TEUR 100.184). Die Aufteilung nach Regionen ergibt folgendes Bild:
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Der Bestand im Berichtsjahr hat sich um TEUR -709 vermindert (Vj.: Bestandserhöhung um TEUR 1.134). Die Veränderung im Berichtsjahr ergibt sich aus zwei gegenläufigen Effekten: zum einen eine Bestandserhöhung an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 2.396 bei einigen Tochtergesellschaften und eine Verringerung der Bestände an fertigen Maschinen, die im Laufe des Jahres verkauft wurden, in Höhe von TEUR -3.105. 3. andere aktivierte Eigenleistungen In dieser Position werden im Konzern Eigenleistungen des Geschäftsjahres, soweit sie zu Aktivierungen führen ausgewiesen. Dabei handelt es sich überwiegend um selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Entwicklungskosten für neue Maschinen), wobei das Aktivierungswahlrecht nach 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen wird. 4. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.051 (Vj.: TEUR 3.336) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 169 (Vj.: TEUR 587) enthalten. 5. Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von insgesamt TEUR 42.933 (Vj. TEUR 42.884) enthält Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren, insbesondere Ersatzteile und für bezogene Leistungen, im Wesentlichen bezogene Serviceleistungen. 6. Personalaufwand Der Personalaufwand in Höhe von insgesamt TEUR 43.416 (Vj.: TEUR 36.811) enthält im Berichtsjahr auch die Anteile, die durch die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags auf den Personalanteil der Verluste entfallen in Höhe von TEUR 930 (Vj.: TEUR 455). Der Personalaufwand enthält im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 146 (Vj.: TEUR 76). 7. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten neben den Abschreibungen aus den erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens auch Abschreibungen auf den Firmen- und Geschäftswert in Höhe von TEUR 2.557 (Vj.: TEUR 2.333). 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von TEUR 772 (Vj.: TEUR 200) ausgewiesen. Der Posten enthält im Berichtsjahr auch die Anteile, die durch die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags auf den sonstigen betrieblichen Aufwand entfallenden Verlust in Höhe von TEUR 831 (Vj.: TEUR 0). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtjahr Aufwendungen für die Zuführung zu Rückstellungen für Gewährleistungen, Pönalen und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.984 (Vj.: TEUR 6.260), für Reisekosten in Höhe von TEUR 3.442 (Vj.: TEUR 2.332), für die Kosten der Verwaltung, Miete, Instandhaltung und Wartung in Höhe von TEUR 4.389 (Vj.: TEUR 3.514) und für die Werbe-, Repräsentation und KFZ-Kosten in Höhe von TEUR 1.631 (Vj.: TEUR 1.148) ausgewiesen. Der Posten enthält auch Aufwendungen für Beratungsleistungen und Provisionskosten in Höhe von insgesamt TEUR 3.759 (Vj.: TEUR 4.596). Im Vorjahrjahr wurde eine langjährige Vertragsstrafe reguliert in Höhe von TEUR 1.830, welcher in entsprechender Höhe einer Entschädigungsleistung durch eine Versicherung in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenübersteht. 9. Finanzergebnis Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind in Höhe von TEUR 99 (Vj.: TEUR 81) entstanden. Zinserträge sind im Vorjahr insbesondere durch die Abzinsung von langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 297 entstanden. Die Zinsaufwendungen enthalten anteilige Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Jubiläums- und Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.676 (Vj.: TEUR 1.639). 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 im Saldo von tatsächlicher Steuer auf TEUR -1.334 (Vj.: TEUR -464). Die latenten Steuern belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR -753 (Vj.: TEUR 32). 11. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter betragen 2021 TEUR -517 (Vj.: TEUR -1.127) und haben sich insbesondere wegen der deutlich verbesserten Ertragslage positiv verändert. F. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer der TB-Tauris GmbH war im Berichtsjahr Thomas Becker. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angaben zu den Geschäftsführungsbezügen werden aufgrund der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a und 6b i.V.m. 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält. 2. Anzahl der Arbeitnehmer (Quartals-Durchschnitt) Nach § 267 HGB errechnet sich die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl als vierter Teil der Summe der Zahlen jeweils am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember beschäftigten Arbeitnehmern, jedoch ohne die zur ihrer Berufsausbildung Beschäftigten und ohne Geschäftsführer. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl für das Geschäftsjahr 2021 beträgt 505 (Vj.: 501) Mitarbeiter. Die Gesamtarbeitnehmerzahl teilt sich auf 206 (Vj.: 234) gewerbliche Arbeitnehmer und 299 (Vj.: 267) Angestellte. 3. Honorar des Abschlussprüfers Das Abschlussprüfungshonorar für die Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 beträgt 17 TEUR (Vj. 16 TEUR). 4. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung nach DRS 21 ist nach den Zahlungsströmen aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds ist definiert als liquide Mittel aus Kassenguthaben und kurzfristig fälliges Guthaben bei Kreditinstituten. 5. Geschäfte mit nahstehenden Unternehmen und Personen Die unter den Forderungen gegenüber Gesellschaftern ausgewiesenen Darlehen wurden unter Berücksichtigung marktüblicher Zinsen abgeschlossen. Die im Geschäftsjahr vorhandenen Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen und nahestehenden Unternehmen erfolgten auf fremdvergleichsüblicher Basis. 6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Als wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind folgende Ereignisse zu nennen: Die IMA Industrie Macchine Automatiche SpA, Ozzana dell'Emilia Bologna, Italien, hat in 2022 weitere Anteile an der IMA Dairy & Food Holding GmbH erworben und wird mit 74,9 % der Anteile Hauptgesellschafter der IMA Dairy & Food Holding GmbH. Die Transaktion wurde mit dem Closing Anfang März 2022 vollzogen. Der Angriff der Russischen Föderation auf das Nachbarland Ukraine im Februar 2022 hat zu einer völligen Neueinschätzung der Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene geführt. Wie sich die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die in der Folge verhängten Sanktionen gegen die Russische Föderation auf die Wirtschaft und die Märkte insgesamt auswirken werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich beurteilen. Die Märkte in den beiden Ländern haben bei einigen Tochtergesellschaften einen mittleren Einfluss auf die Geschäfte und die Lieferbedingungen haben sich insgesamt verschlechtert. Die Auswirkungen der auf die weitere Entwicklung der Energiepreise lässt sich nur schwer einschätzen. 7. Konzernabschluss Die Gesellschaften des Teilkonzerns der IMA Dairy & Food Holding GmbH werden über die TB-Tauris Italia SpA, Italien, in diesen Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, TB-Tauris GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die IMA Dairy & Food Holding GmbH nimmt die Befreiung für die Veröffentlichung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. Sämtliche Gesellschaften, die in den Konzern der TB-Tauris GmbH einbezogen werden, gelten als verbundene Unternehmen. 8. Konzernergebnis Der Konzernjahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. 9. Veröffentlichung Der Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 und der Konzernlagebericht der TB- Tauris GmbH werden im Bundesanzeiger bekannt gegeben.
Bad Homburg v.d.H, den 30. Juni 2023 Die Geschäftsführung Thomas Becker Anlagespiegel
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021alle Werte in TEUR
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TB-Tauris GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TB-Tauris GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TB-Tauris GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oberderdingen, 30. Juni 2023 DCT
Revision und Treuhand GmbH
Christian Dorwarth, Wirtschaftsprüfer |
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