International Jet Management GmbHLiquidiert

Flugplatz 7, 44319 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 22527
Eingetragen
20.11.2009
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenVermietung von LuftfahrzeugenReparatur und Instandhaltung von militärischen Luft- und Raumfahrzeugen
Gegenstand
Handel mit und Wartung von Luftfahrzeugen

Historie

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Management

NameRolle
Felix Feller
seit 20.11.2009
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

International Jet Management GmbH

Schwechat

Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2012

Inhaltsverzeichnis

1.

Prüfungsvertrag und Auftragsdurchführung

2.

Aufgliederung und Erläuterung von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses

3.
Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses
3.1.

Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht

3.2.

Erteilte Auskünfte

3.3.

Nachteilige Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und wesentliche Verluste

3.4.

Stellungnahme zu Tatsachen gemäß § 273 Abs. 2 und Abs. 3 UGB

4.

Bestätigungsvermerk

Anlagenverzeichnis

 

Bilanz zum 31. Dezember 2012

 

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012

 

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

 

Lagebericht

BERICHT ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES ZUM 31. DEZEMBER 2012

1. Prüfungsvertrag und Auftragsdurchführung

Mit Schreiben der Geschäftsführung vom 20. Dezember 2012 wurde uns der Auftrag erteilt, den unternehmensrechtlichen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 der International Jet Management GmbH, Schwechat, zu prüfen sowie eine Aussage darüber zu treffen, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss im Einklang steht. Anlässlich der Wahl zum Abschlussprüfer haben wir eine Erklärung gemäß § 270 UGB über unsere Unabhängigkeit abgegeben.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 221 UGB. Bei dieser Prüfung handelt es sich um eine Pflichtprüfung gemäß § 268 UGB.

Für die ordnungsgemäße Durchführung des Auftrages ist Herr Mag. Horst Bernegger, Wirtschaftsprüfer, verantwortlich.

Die Prüfung erstreckte sich darauf, ob bei der Erstellung des Jahresabschlusses die gesetzlichen Vorschriften beachtet wurden. Der Lagebericht ist darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss im Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Unternehmens erwecken.

Bei unserer Prüfung beachteten wir die in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und die berufsüblichen Grundsätze ordnungsgemäßer Durchführung von Abschlussprüfungen, Wir weisen darauf hin, dass die Abschlussprüfung mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber zulässt, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine absolute Sicherheit lässt sich nicht erreichen, weil jedem Rechnungslegungs- und internen Kontrollsystem die Möglichkeit von Fehlern immanent ist und auf Grund der stichprobengestützten Prüfung ein unvermeidbares Risiko besteht, dass wesentliche Fehldarstellungen im Jahresabschluss unentdeckt bleiben. Als Grundlage für unsere Prüfung dienten die Buchführung, die Belegsammlung, Bestandsverzeichnisse sowie der von der Gesellschaft erstellte Jahresabschluss samt Lagebericht zum 31. Dezember 2012.

Wir haben die Prüfung von Februar bis August 2013 mit Unterbrechungen in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Schwechat durchgeführt. Die Prüfung wurde mit dem Datum dieses Berichtes abgeschlossen.

Grundlage für unsere Prüfung ist der mit der Gesellschaft abgeschlossene Prüfungsvertrag, bei dem die von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder herausgegebenen Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe vom 8. März 2000, zuletzt adaptiert am 21. Februar 2011, (siehe Anlage 5) einen integralen Bestandteil bilden. Diese Auftragsbedingungen gelten nicht nur zwischen der Gesellschaft und dem Abschlussprüfer, sondern auch gegenüber Dritten. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

2. Aufgliederung und Erläuterung von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses

Alle erforderlichen Aufgliederungen und Erläuterungen von wesentlichen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Anhang des Jahresabschlusses und im Lagebericht enthalten. Wir verweisen daher auf die entsprechenden Angaben der Geschäftsführung im Anhang des Jahresabschlusses und im Lagebericht.

3. Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses

3.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht

Bei unseren Prüfungshandlungen stellten wir die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung fest.

Im Rahmen unseres risiko- und kontrollorientierten Prüfungsansatzes haben wir - soweit wir dies für unsere Prüfungsaussage für notwendig erachteten - die internen Kontrollen in Teilbereichen des Rechnungslegungsprozesses in die Prüfung einbezogen.

Hinsichtlich der Gesetzmäßigkeit des Jahresabschlusses verweisen wir auf unsere Ausführungen im Bestätigungsvermerk.

Der Lagebericht entspricht nach unserer abschließenden Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften.

3.2. Erteilte Auskünfte

Wir erhielten Einsicht in Urkunden, Verträge und in den Schriftverkehr der Gesellschaft. Die erforderlichen Auskünfte wurden von den gesetzlichen Vertretern sowie von den zuständigen Sachbearbeitern erteilt. Eine von den gesetzlichen Vertretern unterfertigte Vollständigkeitserklärung haben wir zu unseren Akten genommen.

3.3. Nachteilige Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und wesentliche Verluste

Wir haben die folgenden Tatsachen festgestellt:

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2012 ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.682 (Vorjahr: TEUR 596) aus. Der Jahresfehlbetrag zum 31. Dezember 2012 beträgt TEUR 963 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 683) , Diese Veränderung der Vermögens- und Ertragslage wurde insbesondere durch eine Forderungswertberichtigung in Höhe von TEUR 2.113 verursacht.

Mit Zusammenschlussvertrag vom 4. November 2010 hat sich ein atypisch stiller Gesellschafter an der International Jet Management GmbH, Schwechat, beteiligt.

Mit Wirkung vom 31. Oktober 2010 wurde vom atypisch stillen Gesellschafter eine Vermögenseinlage in Höhe von EUR 1.700.000 geleistet, die in das Vermögen der Gesellschaft überging. Der Ausweis dieser Vermögenseinlage erfolgt in der Bilanz unter dem Sonderposten B. Atypische stille Beteiligung.

Unter Berücksichtigung dieser Vermögenseinlage beträgt das Eigenkapital wirtschaftlich EUR 18.120 (Vorjahr: TEUR 1.324).

Wir verweisen auf die diesbezügliche Stellungnahme der Geschäftsführung im Anhang des Jahresabschlusses.

3.4. Stellungnahme zu Tatsachen gemäß § 273 Abs. 2 und Abs. 3 UGB

Bei Wahrnehmung unserer Aufgaben als Abschlussprüfer haben wir keine Tatsachen festgestellt, die den Bestand der geprüften Gesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Gesellschaftsvertrag erkennen lassen. Wesentliche Schwächen bei der internen Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses sind uns nicht zur Kenntnis gelangt. Die Voraussetzungen für die Vermutung eines Reorganisationsbedarfs (§ 22 Abs. 1 Z 1 URG) sind nicht gegeben.

4. Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der International Jet Management GmbH, Schwechat, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht hi der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Osterreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregein einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss.

 

Wien, den 1. August 2013

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungsgesellschaft

gez.: Mag. Karl Hofbauer, Wirtschaftsprüfer

gez.: Mag. Horst Bernegger, Wirtschaftsprüfer


Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Anlagen

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

  31.12.2012 31.12.2011
  EUR TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Software 2.124,93 4
II. Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.859,33 49
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 34.806,30 0
  88.790,56 53
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.276.128,03 7.936
2. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 720.681,05 494
  6.996.809,08 8.430
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 974.540,26 423
  7.971.349,34 8.853
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.103,03 4
  8.067.242,93 8.910

Passiva

   
  31.12.2012 31.12.2011
  EUR TEUR
A. Negatives Eigenkapital    
I. Stammkapital 400.000,00 400
II. Bilanzverlust, davon Verlustvortrag EUR 996.394,79 (Vorjahr: TEUR 1.357) -2.081.880,00 -996
  -1.681.880,00 -596
B. Atypische stille Beteiligung 1.700.000,00 1.920
Wirtschaftliches Eigenkapital 18.120,00 1.324
C. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 17.000,00 67
2. sonstige Rückstellungen 249.221,88 138
  266.221,88 205
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.062
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.397.325,33 3.891
3. sonstige Verbindlichkeiten, 2.385.575,72 2.428
davon aus Steuern EUR 42.209,38 (Vorjahr TEUR 41),    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 50.576,79 (Vorjahr: TEUR 44)    
  7.782.901,05 7.381
  8.067.242,93 8.910

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012

  2012 2011
  EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 38.171.605,12 34.487
2. sonstige betriebliche Erträge    
übrige 1.092.139,50 630
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen    
a) Materialaufwand -13.459.758,77 -10.936
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -21.412.320,98 -20.255
  -34.872.079,75 -31.191
4. Personalaufwand    
a) Gehälter -1.283.359,38 -1.317
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -27.904,61 -26
c) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -465.367,68 -446
d) sonstige Sozialaufwendungen -31.472,09 -27
  -1.808.103,76 -1.816
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -23.852,93 -39
6. sonstige betriebliche Aufwendungen    
übrige -3.485.602,29 -1.283
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebsergebnis) -925.894,11 788
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.385,67 5
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -39.306,60 -87
10. Zwischensumme aus Z 8 bis 9 (Finanzergebnis) -34.920,93 -82
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -960.815,04 706
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.735,30 -23
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -962.550,34 683
14. vertragliche Ergebnisabführung -122.934,87 -322
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -996.394,79 -1.357
16. Bilanzverlust -2.081.880,00 -996

Anhang zur Bilanz zum 31.12.2012

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (§ 222 (2) UGB), aufgestellt.

Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Posten des Jahresabschlusses wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 189 bis 211 UGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 221 bis 235 UGB vorgenommen.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit und der Willkürfreiheit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen wurden. Allen erkennbaren Risiken und drohenden Verlusten, die im laufenden oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurde entsprechend Rechnung getragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Anlagevermögen

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Dabei wird folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt:

  Nutzungsdauer in Jahren
• EDV-Software 3 - 4

Grundsätzlich wurden die gesamten Zugänge des Geschäftsjahres 2012 bei Anschaffungen im ersten Halbjahr mit dem vollen Jahresbetrag und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen, wobei für die einzelnen Anlagengruppen folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt wird:

  Nutzungsdauer in Jahren
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

Grundsätzlich wurden die gesamten Zugänge des Geschäftsjahres 2012 bei Anschaffungen im ersten Halbjahr mit dem vollen Jahresbetrag und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit notwendig, außerplanmäßige Abschreibungen durchgeführt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem Nennwert angesetzt; allen erkennbaren Risiken, insbesondere aus Kursänderungen und Forderungsausfällen, wurde durch Abwertungen und durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht ermittelt.

2. Erläuterungen zur Bilanz

2.1. Allgemeine Angaben

Eingangsrechnungen mit Rechnungsdatum nach dem 31. Dezember 2012, welche den Leistungszeitraum 2012 betreffen und an Kunden weiterverrechnet werden, wurden keiner Abgrenzung unterzogen. Die betreffenden Eingangsrechnungen wurden im Geschäftsjahr 2013 verbucht.

Die durch eine Abgrenzung der Eingangsrechnungen resultierende Bilanzverlängerung wurde demnach nicht vorgenommen; eine Ergebnisauswirkung ergibt sich aus dieser Vorgehensweise nicht.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschuss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen in fremder Währung wurden mit dem Devisengeldkurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung eingebucht. Kursrückgänge am Bilanzstichtag führten zu einer entsprechenden Abwertung.

Für vorhandene Guthaben bei Kreditinstituten war der Devisengeldkurs zu beachten.

Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenbriefkurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung eingebucht. Kursanstiege am Bilanzstichtag führten zu einer entsprechenden Aufwertung.

2.2. Erläuterungen zu einzelnen Posten von Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

2.2. Allgemeine Angaben

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten (§ 226 Abs. 1 UGB) ist aus dem tieferstehenden Anlagenspiegel ersichtlich:

  Ansch-Wert
01.01.2012-
31.12.2012
Zugang
Umbuchung
Abgang
Umbuchung
Abschreibung
kumuliert
01.01.2012-
31.12.2012
Buchwert
01.01.2012-
31.12.2012
Abschreibung
Zuschreibung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Software 78.259,31 1.044,00 0,00 74.625,23 3.634,08 2.553,15
  79.303,31 0,00 0,00 77.178,38 2.124,93 0,00
II. Sachanlagen            
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.659,11 24.467,23 3.232,03 324.455,65 49.203,46 21.299,78
  394.894,31 0,00 0,00 343.034,98 51.859,33 0,00
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 34.806,30 0,00 0,00 0,00 0,00
  34.806,30 0,00 0,00 0,00 34.806,30 0,00
SUMME ANLAGENSPIEGEL 451.918,42 60.317,53 3.232,03 399.080,88 52.837,54 23.852,93
  509.003,92 0,00 0,00 420.213,36 88.790,56 0,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen:

  Gesamtbetrag davon
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
davon
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.276.128,03 6.276.128,03 0,00
Vorjahr 7.935.585,23 7.935.585,23 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 720.681,05 524.819,50 195.861,55
Vorjahr 494.538,65 494.538,65 0,00
SUMME FORDERUNGEN 6.996.809,08 6.800.947,53 195.861,55
VORJAHR 8.430.123,88 8.430.123,88 0,00

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lassen sich wie folgt aufgliedern:

  31.12.2012 31.12.2011
FORDERUNGEN AUS LL € 7.802.577,28 € 7.551.896,70
NOCH NICHT FAKT. LEISTUNGEN € 724.304,82 € 668.267,32
EINZELWERTBERICHT. FORD. LL AUSL € -2.250.754,07 € -284.578,79
  € 6.276.128,03 € 7.935.585,23

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände

Im Posten "sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände" sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

  31.12.2012 31.12.2011
VERR. KONTO FELLER € 8.953,86 € 6.133,40
SONSTIGE FORDERUNGEN € 305.653,81 € 292.712,89
BEZAHLTES DEPOSIT € 63.778,50 € 63.778,50
KAUTIONEN € 42.553,12 € 40.588,10
FORD. AUS LIEFERANTENÜBERZAHLG € 204.784,59 € 59.053,26
VORSTEUER AUSLAND € 291,94 € 291,94
KAPITALERTRAGSTEUER € 718,77 € 41,30
KÖRPERSCHAFTSTEUER-VORAUSZAHLG € 63.559,36 € 8.465,00
UST ZAHLLAST-KONTO (FA) € 30.138,32 € 23.474,26
LOHN-/GEHALTSVERBINDLICHKEITEN € 248,78 € 0,00
  € 720.681,05 € 494.538,65

Negatives Eigenkapital/Wirtschaftliches Eigenkapital

Die Gesellschaft erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -963 (Vorjahr: TEUR + 683), das negative Eigenkapital der Gesellschaft hat sich um TEUR 1.086 erhöht.

Die Gesellschaft weist somit unter Passiva den Posten "Negatives Eigenkapital" in Höhe von EUR 1.681.880,00 aus. Darüber hinaus wurde mit Wirkung vom 31. Oktober 2010 vorn atypisch stillen Gesellschafter eine Vermögenseinlage in Höhe von EUR 1.700.000,00 geleistet, die in das Vermögen der Gesellschaft überging. Unter Berücksichtigung dieser Vermögenseinlage beträgt das Eigenkapital wirtschaftlich EUR 18.120,00.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft nimmt zur Frage, ob eine Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechtes vorliegt, wie folgt Stellung:

Es wurden Planungsrechnungen für die Jahre 2013 bis 2015 erstellt, aus denen hervorgeht, dass der positive Fortbestand des Unternehmens gewährleistet ist und das negative Eigenkapital in absehbarer Zeit abgedeckt werden kann.

Es werden weitere Maßnahmen gesetzt, um die Außenstandsdauer der Forderungen zu minimieren und eine bessere Durchsetzung der Forderungen zu erreichen.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist nicht gefährdet, da den fälligen Verbindlichkeiten ausreichend fällige und einbringliche Forderungen gegenüberstehen.

Durch die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und die gesicherte Liquidität des Unternehmens ist aus Sicht der Geschäftsführung eine positive Fortbestandsprognose gegeben und es liegt keine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn vor.

In der Bilanz nicht gesondert ausgewiesene Rückstellungen

Folgende Rückstellungen haben einen erheblichen Umfang, wurden jedoch in der Bilanz nicht gesondert ausgewiesen:

  Stand 01.01.2012 Verwendung Auflösung Zuweisung Stand 31.12.2012
EU EMISSION TRADING VERRECHNUNGSK. 0,00 0,00 0,00 108.385,67 108.385,67
RÜCKSTELLUNG Wirtschaftsprüfung 20.000,00 12.600,00 6.000,00 15.000,00 16.400,00
RÜCKST. F. RECHTS-/BERATGSKOSTEN 14.500,00 8.895,00 270,00 13.420,00 18.755,00
RST F. NICHT ABGER. ÜBERSTUNDEN 5.815,00 0,00 0,00 1.419,55 7.234,85
RST FÜR NICHT KONS. URLAUBE 97.700,00 97.700,00 0,00 98.446,66 98.446,66
  138.015,00 119.195,00 6.270,00 236.671,88 249.221,88

Verbindlichkeiten

Zur Fristigkeit der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden folgende Erläuterungen gegeben:

  Gesamtbetrag davon
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
davon
Restlaufzeit
über 1 Jahr
davon
Restlaufzeit
zw. 1 und 5 Jahre
dinglich besichert
Art der Sicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 1.062.339,19 1.062.339,19 0,00 0,00 1.062.339,19
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.397.325,33 5.397.325,33 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 3.890.520,49 3.890.520,49 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 2.385.575,72 379.898,34 2.005.677,38 2.005.677,38 0,00
Vorjahr 2.427.975,02 629.292,17 1.798.682,85 1.798.682,85 0,00
davon aus Steuern 42.209,38 42.209,38 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 41.190,54 41.190,54 0,00 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 50.576,79 50.576,79 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 43.958,95 43.958, 95 0,00 0,00 0,00
SUMME VERBINDLICHKEITEN 7.782.901,05 5.777.223,67 2.005.677,38 2.005.677,38 0,00
VORJAHR 7.380.834,70 5.582.151,85 1.798.682,85 1.798.682,85 1.062.339,19

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lassen sich wie folgt aufgliedern:

  31.12.2012 31.12.2011
VERBINDLICHKEITEN AUS LL € 4.723.982,51 € 3.250.831,75
VERBINDL. AUS LL-ABGRENZUNG € 673.342,82 € 639.688,74
  € 5.397.325,33 € 3.890.520,49

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Posten "sonstige Verbindlichkeiten" sind keine wesentlichen Beträge enthalten, die als Aufwand erfasst wurden, aber erst im Folgejahr zahlungswirksam werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

  31.12.2012 31.12.2011
Darlehen Marion Feller € 394.579,20 € 514.111,07
LOHNABGABEN FA (LST) € 37.047,35 € 36.516,78
VERR.GEMEINDE KOMMST., DGA € 4.550,02 € 4.055,86
VERR.IJM DE € 119,11 € 0,00
GEBIETSKRANKENKASSE € 50.576,79 € 43.958,95
VERR.KONTO KAMMERUMLAGE € 612,01 € 617,90
VERB. AUS KUNDENÜBERZAHLUNGEN € 180.903,90 € 30.031,61
ERHALTENE DEPOSITS € € 1.359.980,80 € 1.449.980,80
ERHALTENE DEPOSITS USD € 348.702,05 € 348.702,05
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN € 8.504,49 € 0,00
  € 2.385.575,72 € 2.427.975,02

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Entwicklung der Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 237 Z 9 UGB stellt sich wie folgt dar:

  2012 2011
Dienstleistungserlöse € 38.171.605,12 € 34.487.452,82

Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

Im Posten Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen sind Aufwendungen enthalten, welche zu 100 % an die Kunden der Gesellschaft weiterverrechnet werden und betreffen Aufwendungen aus dem laufenden Flugbetrieb und deren Nebenkosten.

Aufgliederung der Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen:

  2012 2011
MV-KASSENBEITRÄGE € 27.904,61 € 26.757,84

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde mit € 1.735,30 belastet.

3. Sonstige Pflichtangaben

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Firmenname Firmensitz Eigenkapital Anteil in % Letztes Ergebnis Bilanzstichtag
International Jet Managemnt Asia Ltd. Hongkong, China 9.992,51 100,0 0,00 31.12.2012

Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, gegliedert nach Arbeitern und Angestellten, beträgt (§ 239 Abs. 1 Z 1 UGB):

  2012 2011
Arbeiter 0 0
Angestellte 37 36
Gesamt 37 36

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:

  Jahresmiete (€) Gesamtbetrag (€) Verpflichtungen d. folgenden 5 J.
KfZ-Leasing 15,730,80 50.689,35
Miete Büro und Archiv 87.626,28 438.131,40
Miete Parkplatz VAH 958,20 4.791,00
Maschinen und Gerätemieten 540,00 2.700,00
Summe 104.855,28 496.311,75

Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Name seit
Felix Feller 29.04.2005
Mag, Robert Schmölzer 28.10.2010

Bezüge für Tätigkeiten der Mitglieder der Geschäftsführung

Angaben gem. § 239 Z 4 UGB unterbleiben gem. § 241 (4) UGB, da die Aufschlüsselung weniger als 3 Personen betrifft.

Forderungen gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer, die PwC Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH, Wien, betragen im Geschäftsjahr EUR 16.400,00 (Vorjahr: EUR 20.524,00) und betreffen zur Gänze die Prüfung des Jahreabschlusses.

 

Schwechat, den 1. August 2013

Die Geschäftsführer:

gez.: Felix Feller

gez.: Mag. Robert Schmölzer

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2012

der international Jet Management GmbH

1 Vorbemerkung - Geschäftsfeld

Die International Jet Management GmbH, Schwechat (IJM) betreibt Flugzeuge im Auftrag Dritter und verrechnet die dabei entstehenden Kasten 1:1 an die Flugzeugeigentümer weiter. Die damit verbundenen Umsätze werden als Umsätze aus Weiterverrechnung in der Bilanz ausgewiesen.

Als eigentlichen Innenumsatz zur Abdeckung der entstandenen Fixkosten erhält das Unternehmen diverse Managementfees für erbrachte Dienstleistungen sowie Dienstleistungserlöse aus den Bereichen Technik, Flugbetrieb und Consulting.

Die erzielten Umsätze bei den Managementfees bestehen zu ca. 60% aus fixen Managementerlösen, die monatlich relativ konstant bleiben und nur von der Anzahl und Größe der sich in Halterschaft befindlichen Luftfahrzeuge abhängig sind. Diese Erlöse sind mittel- bis langfristig planbar, haben kaum Varianzen und bilden das Kerngeschäft der International Jet Management GmbH, Schwechat. Hinzu kommen noch die flugstundenabhängigen Gebühren für die Flugplanung und Verwaltung in Höhe von ca. 25%. Die restlichen Erlöse sind sonstige Dienstleistungserlöse wie die Erbringung von technischen und flugbetrieblichen Dienstleistungen und Gutachten.

2 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Die Entwicklung der einzelnen Segmente in der Business-Fliegerei verlief im Jahr 2012 sehr unterschiedlich. Die Anzahl der durchgeführten Flüge (privat und kommerziell) in Europa reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % auf 624.593 (Vorjahr: 649.367). Bei den Flugzeugverkäufen änderte sich das Bild im Vergleich zum Vorjahr kaum. Die Nachfrage nach neuen und gebrauchten Flugzeugen in den größeren Gewichtsklassen (midsize - large cabin) blieb relativ konstant, bei den kleineren Flugzeugklassen und bei älteren Flugzeugen zeigt die Markttendenz weiter nach unten. Im Bereich Aircraft Management, also im Kernsegment der International Jet Management GmbH, war eine weitere Konsolidierung festzustellen. So musste z.B. die JET ALLIANCE Flugbetriebs GmbH, das bis vor kurzer Zeit größte und bedeutendste Unternehmen in der österreichischen Bedarfsfliegerei, Ende des Jahres 2012 Insolvenz anmelden. Weitere Teile der Unternehmensgruppe folgten im ersten Halbjahr 2013.

Für die International Jet Management GmbH war das Jahr 2012 - wie schon in den Jahren zuvor - geprägt von weiterem Wachstum. Das Geschäftsvolumen vergrößerte sich in allen wesentlichen Bereichen, wie Anzahl der Kunden, Anzahl der Flugzeuge, durchgeführte Flugstunden und Wert der betriebenen Flugzeuge, kontinuierlich im hohen einstelligen bzw. niedrigen zweistelligen Bereich.

Das wirtschaftlich wesentlichste Ereignis des Jahres 2012 für die International Jet Management GmbH war der Bankeinzug und das anschließende Grounding eines Flugzeuges der IJM-Flotte, Die Außenstände des Flugzeugeigentümers gegenüber der International Jet Management GmbH lagen bei TEUR 2.251. Die Geschäftsführung hat sich entschlossen, die gesamte Forderung in der Bilanz 2012 wertzuberichtigen. Aus heutiger Sicht ist es trotzdem sehr wahrscheinlich, dass ein Teil dieser Wertberichtigung im Falle einer Verwertung in Zukunft als außerordentlicher Ertrag anfallen wird. Die Wertberichtigung hat zur Folge, dass das ursprünglich positive operative Ergebnis der International Jet Management GmbH von TEUR 1.152 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 963 ergeben hat.

2.1 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Anzahl der betreuten Luftfahrzeuge als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator der International Jet Management GmbH, Schwechat, ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Flugzeug gestiegen und betrug 17 registrierte Luftfahrzeuge. Für weitere zwei Flugzeuge, die nicht auf dem International Jet Management GmbH AOC (Aircraft Operator Certificate) sind, wurden sonstige Dienstleistungen erbracht. Die Größe der von International Jet Management GmbH, Schwechat, betreuten Flugzeuge umfasst sämtliche Gewichtsklassen der Marken Cessna, Hawker Beechcraft, Learjet, Bombardier, Falcon und Gulfstream. Die Veränderung der Flottenstruktur im Vergleich zum Vorjahr ging erneut in Richtung größere Jets. So waren 14 (Vorjahr 13) betreute Jets größer oder gleich der Kategorie "Midsize Jets".

Die Anzahl der von der Flotte der International Jet Management GmbH, Schwechat, absolvierten Flugstunden im Jahr 2012 erhöhte sich um 10 % auf 6.033 Stunden (Vorjahr 5.479).

Der Wert (Agreed Value laut Flottenpolizze) der gesamten Flotte der International Jet Management GmbH, Schwechat, verringerte sich um 4 % auf USD 403 Mio. (Vorjahr: USD 420 Mio.).

Der Mitarbeiterstand der international Jet Management GmbH im Jahr 2012 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Person und betrug durchschnittlich 37 Mitarbeiter, Der Personalaufwand reduzierte sich mit TEUR 1.808 (2011 TEUR 1.816) leicht. Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug im Jahr 2012 TEUR 1.032 und stieg um 6 % (Vorjahr: TEUR 975)

2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die operative Entwicklung aus den letzten drei Jahren setzte sich 2012 fort. Die Umsatzerlöse stiegen um 11 % auf TEUR 38.171 (2011: 34.487; 2010: TEUR 30.516; 2009: 22.504). Der Umsatzanstieg ist auf das gestiegene Flugstundenaufkommen zurückzuführen. Daraus resultierend stiegen die Aufwände wie z.B. Treibstoff (+21%), Handling und Landegebühren (+6%) und Catering (+36%), etc.

Der für das Ergebnis wesentlichere Innenumsatz ist um 42% auf TEUR 6.189 (2011: 4.367, 2010: TEUR 3.399) gestiegen. In dieser Steigerung ist allerdings ein Flugzeug enthalten, dessen Umsatz ab Mai 2012 zur Gänze dem Innenumsatz hinzugerechnet wurde.

Das operative Jahresergebnis (EGT) der International Jet Management GmbH drehte ins Minus und betrug TEUR -961 (Vorjahr TEUR 706). Die Ursache für das negative Ergebnis ist die Wertberichtigung der gesamten Falconservices-Forderung in Höhe von TEUR 2.113 (im Vorjahr wurden bereits TEUR 138 wertberichtigt). Ohne diese Wertberichtigung hätte das operative Jahresergebnis TEUR 1.152 betragen. Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Jahresfehlbetrag von TEUR 963 (Vorjahr: Jahresüberschuss 683).

Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 2.016 (Vorjahr: TEUR -680).

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -60 (VJ: TEUR -27). Dieser Betrag beinhaltet Investitionen in neue Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die Anlaufkosten der International Jet Management Asia Ltd.

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -1.405 (Vorjahr: TEUR 84).

3 Zweigniederlassungen

Die International Jet Management GmbH hat eine Zweigniederlassung in Dortmund. Diese Zweigniederlassung dient in erster Linie zur schnelleren Erlangung von Fluggenehmigungen von/nach Deutschland in/von Nicht-EU-Ländern.

Das Jahr 2012 stand bei der International Jet Management GmbH im Zeichen der Expansion in Asien. So wurde im Mai 2012 eine Flugplanungsfirma mit 4 Mitarbeitern in Manila akquiriert. Das Geschäftsmodell dieses Unternehmens ist die Obernahmen von personalintensiven Flugplanungstätigkeiten für europäische Flugzeuge zu niedrigeren Produktionskosten und die Flugplanung für den boomenden regionalen südostasiatischen Markt.

Des Weiteren wurde mit Ende des Jahres 2012 die Firma International Jet Management Asia Ltd. in Hongkong gegründet. Das Ziel ist die Etablierung eines Aircraft-Management-Unternehmens für den regionalen Markt. Der südchinesische/pazifische Markt ist die am stärksten wachsende Region weltweit und die International Jet Management GmbH rechnet schon im Jahr der Firmengründung mit ersten Managementkunden.

4 Forschung und Entwicklung

Es werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten am Standort Schwechat durchgeführt.

5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwei Flugzeuge der Typen Bombardier Challenger 300 und Challenger 605 haben die Flotte der International Jet Management GmbH verlassen. Diese zwei Abgänge konnten durch den Zugang von zwei ähnlichen Flugzeugen, nämlich einer Challenger 604 sowie einer Challenger 850, kompensiert werden.

Um sich stärker auf die Marktgegebenheiten einstellen zu können, wird die International Jet Management GmbH ab 2013 eine neu geschaffene Vertriebsorganisation etablieren, die für neue Managementkunden und Charter Sales verantwortlich sein wird. Dadurch erhofft sich die Geschäftsführung nicht nur eine Umsatzsteigerung, sondern auch eine schnellere Reaktionszeit bei Managementanfragen und eine verbesserte Betreuung der bestehenden Kunden.

6 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens - wesentliche Risiken und Unsicherheiten

Die hohe Wertberichtigung eines im IJM Management befindlichen Flugzeuges im Jahre 2012 macht eine noch stärkere Konfrontation mit dem Thema Risikomanagement und Außenstandsreduzierung notwendig.

Eine Bewertung der einzelnen Verträge bzw. Kunden bezüglich Ausfallrisiko und notwendiger Maßnahmen ist in der folgenden Matrix dargestellt:

No. Kunde/Vertrag
[Interne Kurzbezeichnung]
No. Massnahme
1. Cit. 560 XLS Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
2. LJ 40 Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
3. Falcon 2000 Geringes Risiko, weil direktes Vertragsverhältnis Laufendes Monitoring durch Forderungsmanagement
4. Challenger 300 Geringes Risiko, weil direktes Vertragsverhältnis Laufenden Monitoring durch Forderungsmanagement
5. F 900B UAE Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
6. CL6 Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
7. CL 6 KAZ Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
9. CL6 AUT Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
9. F9EX SUI Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
10. F9 EXUKR Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
11. F9 EXDEU-W Geringes Risiko, weil direktes Vertragsverhältnis Laufendes Monitoring durch Forderungsmanagement
12. F9 EXDEU-D Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
13. GI5000 US Geringes Risiko, weil direktes Vertragsverhältnis Laufendes Monitoring durch Forderungsmanagement
14. GI5000 RS Risiko gegeben - Dreiparteienvertrag Laufendes Monitoring durch MGMT - evtl. Grounding das Flugzeuges
15. GS GV Risiko gegeben - Dreiparteienvertrag Laufendes Monitoring durch MGMT - evtl. Grounding das Flugzeuges
10. CL64 Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich
17. F9B PHI Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnehme bis Überschreitung Deposit erforderlich
16. F9B SWE Kein Risiko, weil Deposit vorhanden Keine Maßnahme bis Überschreitung Deposit erforderlich

Der Einstieg in den südostasiatischen Markt im Jahr 2012 mit den Tochterfirmen in Manila und Hongkong ist mit der klaren Vorgabe der eigenen wirtschaftlichen Tragfähigkeit begonnen worden. Sollte sich die Erwartung nicht erfüllen und die asiatischen Niederlassungen nicht in die Gewinnzone kommen, werden die Beteiligungen geschlossen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

7 Ausblick

Allgemein wird für das Jahr 2013 eine weitere Seitwärtsbewegung in der Business Aviation erwartet. Wieder anziehenden Neuflugzeugverkäufen steht ein stagnierender Chartermarkt und eine allgemein unsichere gesamtwirtschaftliche Entwicklung gegenüber. Die Konsolidierung bei den Aircraft-Management-Unternehmen wird sich fortsetzen. Für kleinere Management-Firmen wird es zusehends schwieriger, die verschärften regulatorischen (Emission Trading Regulations, von EU-OPS zu Part OPS, etc), steuerlichen (Air Travel Tax, Passenger Tax etc.) und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einzuhalten. Daher wird eine gewisse kritische Größe notwendig sein, um den immer größer werdenden administrativen Aufwand kostendeckend zu bewältigen.

Die Erwartungen der International Jet Management GmbH für das Jahr 2013 ist das Erreichen der Umsatzzahlen sowie des operativen Ergebnisses des Vorjahres. Für das darauffolgende Jahr werden wieder steigende Umsätze und Ergebnisse erwartet.

 

Schwechat, am 1. August 2013

Die Geschäftsführung:

Felix Feller e.h.

Mag. Robert Schmölzer e.h.

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