Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 40566
Vorher
Apparatebau Gauting Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
10.2.1998
Branche
Luft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeHerstellung von PrüfmaschinenLuft- und Raumfahrzeugbau für militärische Zwecke
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von sowie Handel mit industriellen Erzeugnissen aller Art, vornehmlich feinmechanischen, optischen, elektrotechnischen und elektronischen Geräten, insbesondere für die Luft- und Raumfahrtausrüstung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Krattenmacher
seit 18.1.2023
Prokura
Robert Hellwig
seit 18.1.2023
Geschäftsführer
Carolin Wendel
seit 17.3.2022
Prokura
Oliver Carmincke
seit 28.4.2020
Prokura
Karl Johannes Bloch
seit 11.10.2018
Prokura
Joachim Hienstorfer
seit 11.10.2018
Prokura
Ralf Schulz
seit 16.12.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
30.00%
30.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Diehl Service Modules GmbH
Germany
1.800.000 €
90.00%
Diehl Aviation Gilching GmbH
Germany
200.000 €
10.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Diehl Aviation Gilching GmbH

Gauting

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Diehl Aviation Gilching GmbH mit ihren Standorten Gilching und Dresden war im Jahr 2022 als Systemzulieferer für zivile Luftfahrzeuge, militärische Luftfahrzeuge sowie Schienenfahrzeuge und als Kundendienstleister tätig.

Das Unternehmen produziert Wasser-/Abwassersysteme, Kühlgeräte, Kraftstoffpumpen, Ventilatoren vorwiegend für die Luftfahrtindustrie, während die Rauchwarnsysteme sowohl für Flugzeuganwendungen als auch für Schienenfahrzeuge produziert werden. Daneben werden Kundendienstleistungen für diverse Fluggesellschaften erbracht.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum 2022 in Deutschland betrug preis- und kalenderbereinigt 1,9 % und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (2,6 %). Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für den Euroraum insgesamt. Nach einem Wachstum von 5,3 % im Vorjahr hat sich dieses Jahr das Wachstum auf 3,5 % reduziert. Die großen Volkswirtschaften Frankreich, Italien und Spanien konnten allerdings im Vergleich zu Deutschland höhere Wachstumsraten erwirtschaften.

Ähnlich präsentiert sich auch die Entwicklung der USA. Nach einem Anstieg von 5,9 % im Jahr 2021 war im Kalenderjahr 2022 nur noch ein Wachstum von 2,0 % zu verzeichnen. Diese Tendenz ist auch auf dem südamerikanischen Markt bemerkbar. Mexiko erreichte nach einem Wirtschaftswachstum im Vorjahr in Höhe von 4,7 % in diesem Jahr noch einen Zuwachs von 3,1 %. Brasilien konnte nach einem Wachstum von 5,0 % in 2021 nun ein Wachstum von 3,1 % verzeichnen. Auch die asiatische Wirtschaft ist 2022 nach einem Plus von 7,4% im Vorjahr auf ein Wachstum von 4,3 % gefallen. Das Wirtschaftswachstum in China fiel von 8,1 % auf nur noch 3,0 % in 2022 mit negativen Auswirkungen auf den weltweiten Handel. China litt unter den Lockdowns nach den COVID-19 Ausbrüchen in Beijing und anderen Metropolen, bevor die Regierung im Dezember Lockerungen und eine Aufhebung der Null-COVID-Strategie verkündete. Insgesamt konnte die globale Weltwirtschaft in 2022 um 3,4 % (VJ: 6,2 %) wachsen.

In den kommenden beiden Jahren wird mit geringeren globalen Wachstumsraten von 2,9 % in 2023 und 3,1 % in 2024 gerechnet. Verantwortlich für diese Abschwächung sind der Anstieg der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und der Krieg Russlands in der Ukraine. Dieser Rückgang betrifft insbesondere die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, während die Schwellen- und Entwicklungsländer bereits in 2022 den vorläufigen Tiefpunkt erreicht haben und in Zukunft wieder stärker wachsen werden. Für 2023 und 2024 werden in Deutschland Wachstumsraten von 0,1 % bzw. 1,4 % erwartet. Der Euroraum insgesamt wird mit 0,7 % und 1,6 % eine ähnliche Tendenz zeigen. Die USA plant Wachstumsraten von 1,4 % und 1,0 %. Für die asiatische Wirtschaft wird mit einem deutlich höheren Niveau gerechnet, sodass in den beiden Folgejahren Wachstumsraten von 5,3 % und 5,2 % prognostiziert werden. (Quelle: Internationaler Währungsfonds - World Economic Outlook Update vom 30. Januar 2023)

Entwicklung der Branche

Die beiden größten Flugzeughersteller Airbus und Boeing konnten in 2022 sowohl im Auftragseingang als auch bei den Auslieferungen ein Wachstum verzeichnen.

Airbus lieferte 661 Verkehrsflugzeuge (Vorjahr 611) aus und liegt damit leicht unter dem angestrebten Produktionsplan. Boeing erreichte 480 Auslieferungen (Vorjahr 340).

Beim Auftragseingang nach Saldierung aller Stornierungen erreichte Airbus mit 820 Flugzeugen etwas mehr als Boeing mit 774 Flugzeugen. In Summe erhöhte sich der gemeinsame Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahresniveau geringfügig auf 11.817 Flugzeuge (Vorjahr 11.332).

Airbus verbuchte nach Saldierung der Stornierungen Auftragseingänge in Höhe von insgesamt 820 Flugzeugen. Der überwiegende Anteil betraf die A320 Familie mit 755 Bestellungen, sowie A220 mit 105 Bestellungen; außerdem 15 Maschinen des Typs A319 und 10 Maschinen des Typs A350. Der Typ A330 weist nach Stornierungen einen negativen Auftragseingang von 65 Maschinen aus.

Bei den Auslieferungen lag Airbus mit 661 Flugzeugen über dem Vorjahreswert (611). Von den ausgelieferten Flugzeugen entfallen 53 Maschinen auf die A220-Familie, 510 Maschinen auf die A320-Familie, 32 Flugzeuge auf den Typ A330, 6 Flugzeuge auf den Typ A319 und 60 Flugzeuge auf den Typ A350.

Airbus A 220 Familie A 319 Familie A 320 Familie A 330 Familie A 350 Familie Airbus gesamt
Auftragseingänge netto 105 15 755 -65 10 820
Auslieferungen *) 53 6 510 32 60 661

Quellen: https://www.airbus.com/en/newsroom/press-releases/2023-01-airbus-reports-2022-commercial-aircraft orders- and-deliveries vom 31.01.2023

*) Nach Abzug zweier Flugzeugverkäufe, deren Transfer aufgrund der internationalen Sanktionen gegen Russland nicht möglich war

Boeing konnte den Auftragseingang mit 774Flugzeugen gegenüber dem Vorjahr (535) deutlich erhöhen. Das größte Auftragsvolumen mit 561 Maschinen wurde beim Typ B737 erreicht. Mit 31 Maschinen bei der B767, 68 Flugzeugen bei der B777 und 114 Flugzeugen bei der der B787 ist das Auftragsvolumen in jedem Programm gestiegen.

Bei den Auslieferungen erreichte Boeing mit 480 Verkehrsflugzeugen eine Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr um 140 Auslieferungen. Es wurden 387 Flugzeuge vom Typ B737, 5 vom Typ B747, 33 von der B767, 24 von der B777 sowie 31 vom Typ B787 Dreamliner ausgeliefert.

Boeing B737 MAX B747 B767 B777 B787 Dreamliner Boeing gesamt
Auftragseingänge netto 561 0 31 68 114 774
Auslieferungen *) 387 5 33 24 31 480

Quellen: https://boeing.mediaroom.com/2023-01-10-Boeing-Reports-Commercial-Orders-and-Deliveries-for-2022

3. Geschäftsentwicklung

Umsatz- und Auftragseingang

Die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2022 verlief aufgrund einer Erholung in der Luftfahrt insgesamt positiv. Der Umsatz lag mit TEUR 88.253 um TEUR 19.057 über dem Vorjahresniveau und rund EUR 10 Mio. unter der Prognose. Der Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch die schrittweise Erholung der Luftfahrt durch die Beendigung der Covid-19-Pandemie. Im Vergleich zum Plan waren insbesondere die geringeren Umsätze bei Airbus Single Aisle, A350 und Bombardier ausschlaggebend. Die Umsätze verteilen sich auf das Inland mit einer Quote von 47 % und Ausland von 53 %.

Der Auftragsbestand zum 31.12.2022 beträgt TEUR 43.028 (Vorjahr: TEUR 26.765). Der Auftragseingang belief sich auf TEUR 104.572 (Vorjahr: TEUR 78.883).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme betrug TEUR 86.820 per 31.12.2022 und lag damit TEUR 564 über dem Vorjahr. Der Anstieg der Vorräte in Höhe von TEUR 8.049 gleicht sich im Wesentlichen mit geringeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.156, bedingt durch den Ergebnisabführungsvertrag, aus.

Das Eigenkapital betrug TEUR 12.190, was einer Eigenkapitalquote von 14,0 % entspricht. (Vorjahr 14,1 %).

Die Gesellschaft nimmt am Finanzpool der Diehl-Gruppe teil, d.h. Guthaben werden täglich an die Diehl Stiftung & Co. KG abgeführt und erforderliche kurzfristige und langfristige Darlehen werden ebenfalls darüber beschafft.

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR -9.047 resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Vorräte und einem Abbau der Rückstellungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf TEUR 13.186. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -2.858. Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2022 erhöhte sich entsprechend um TEUR 1.281 auf TEUR 4.990.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und das Ergebnis vor Ertragsteuern.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag aufgrund geringerer Umsatzerlöse bei Single Aisle, A350 und Bombardier und gestiegener Rohstoffkosten mit TEUR 1.268 unter den Erwartungen und über dem Vorjahr (TEUR -10.156). Die Ergebnisverbesserung gegenüber Vorjahr konnte durch Einsparmaßnahmen und eine nachhaltige Markt- und somit auch Umsatzerholung nach der Covid19-Pandemie erreicht werden.

Die Materialquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug 51 % (Vorjahr 56 %). Die Aufwendungen für Personal sind auf TEUR 31.975 nach TEUR 31.318 im Vorjahr leicht gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich leicht von TEUR 13.888 auf TEUR 13.739.

Investitionen

Die Investitionen betrugen im Berichtszeitraum TEUR 3.284. Investiert wurde in Ersatzbeschaffungen für Maschinen, Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in neues Test-Equipment.

Forschung und Entwicklung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 14.280 (Vorjahr TEUR 12.021).

Im Bereich Technologie & Innovation hat Diehl Aviation Gilching GmbH im Jahr 2022 an verschiedenen Förderprojekten gearbeitet. Es sind die im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms der Bundesregierung (LuFo) und vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Verbundprojekte.

Im Bereich Entwicklung lag der Schwerpunkt der Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Water Management, Air Management und Fire Protection.

Produktion und Beschaffung

Die Entwicklung im Bereich Produktion war im Jahr 2022 geprägt durch die Anpassung der Kapazitäten an die Covid-19-Auswirkungen. Die Konzentration der Fertigung auf strategische Kompetenzen an den Standorten und die Modernisierung der Fertigungsmittel wurden weiter vorangetrieben. Im Rahmen der aktuellen Materialknappheit und den Lieferengpässen war es im abgelaufenen Jahr wichtig, die Rohstoffversorgung zu gewährleisten und die Abhängigkeiten zu minimieren.

Im Jahr 2022 wurden verschiedene Optimierungsprojekte im Bereich Beschaffung einzeln und in Zusammenarbeit mit dem Teilkonzern realisiert.

Personal- und Sozialbereich

Das Unternehmen beschäftigte am Jahresende 2022 438 Arbeitnehmer. Dies bedeutet gegenüber der Vorjahreszahl von 423 einen Aufbau von 15 Personen. Der Anteil der Auszubildenden umfasste in Summe 14 Personen.

Angaben zur Frauenquote

Für die Gesellschaft wird das Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in den oberen Managementebenen zu erhöhen und aktiv die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen zu fördern. Mit verschiedenen Maßnahmen arbeiten wir konsequent daran eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in Führungspositionen zu ermöglichen, was wir als Voraussetzung zur langfristigen Zielerreichung sehen.

Unsere strategische Personalplanung baut zunächst darauf auf, durch geeignete Rekrutierungen und interne Förderungsmaßnahmen den Frauenanteil in den vorgelagerten Managementebenen zu erhöhen, um mittelfristig mehr interne weibliche Kandidaten für obere Managementebenen gewinnen zu können.

Wir planen deshalb bis zum 30.06.2027 mit einer Erhöhung des Frauenanteils in der Leitungsebene 1 auf 25 % und auf Leitungsebene 2 auf 10,5 % entsprechend § 36 GmbHG. Die festzulegende Zielgröße der §§ 52 (2) und 36 GmbHG beträgt bis 30.06.2027 (mit Ausnahme von Leitungsebene 1: 25 % und Leitungsebene 2: 10,5 %) 0 %. Sollten bis zum 30.06.2027 Abgänge in oder eine Erweiterung der Geschäftsführung erfolgen, wird alles daran gesetzt von der zunächst unveränderten Zielgröße von 0 % abzugehen und den Frauenanteil zu erhöhen.

4. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Potenzielle Unternehmensrisiken werden in den regelmäßigen Leitungsrunden mit der Geschäftsleitung und den Führungskräften des Unternehmens besprochen. Sofern bestehende Risiken bilanzierungsfähig waren, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Risiken

Bestehende Gefährdungspotentiale werden bei der Risikoidentifizierung den Einzelrisikotypen Marktrisiko, Finanzrisiko und operatives Risiko zugeordnet.

Die Bewertung des Marktrisikos wird im Rahmen einer Umsatzvorschau vorgenommen. Hier wird auf der Absatzseite eine Vorschau mit den geplanten Werten für das laufende Geschäftsjahr abgeglichen. Die Diehl Aviation Gilching GmbH bleibt weiterhin von der Entwicklung ihrer Großkunden abhängig.

Im Bereich der Fremdwährungsrisiken wird aufgrund der Abhängigkeit vom US-Dollar - wie in der Vergangenheit bereits geschehen - das Risiko über diverse Sicherungsgeschäfte abgesichert. Ein Teil ist durch "natural hedging" abgesichert, indem gezielt Lieferanten in US-Dollar abgerechnet werden, so dass die Einnahmen aus dem Umsatz in US-Dollar ohne Währungsschwankungen an die Lieferanten weitergeleitet werden können. Der restliche US-Dollar-Überschuss wird über Termingeschäfte abgesichert. Dabei setzt das Unternehmen Devisentermingeschäfte ein.

Trotz interner Maßnahmen zur Gewährleistung von Produktqualität und Produktsicherheit kann nicht ausgeschlossen werden, dass Schäden bei Kunden oder Endverbrauchern verursacht werden. Um Produkthaftungsfälle zu vermeiden, wird mit Qualitätssicherungsmaßnahmen gearbeitet. Eine Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung deckt zudem entstehende Schäden partiell ab.

Im Bereich Supply Chain bestehen Risiken im Zusammenhang mit der Rohstoffversorgung, da aufgrund von geringeren Stückzahlen z.B. im Vergleich zu Automotive, der Fokus der Lieferanten bei anderen Abnehmern liegt.

Während sich im vergangenen Jahr die Auftragsbücher wieder gefüllt haben, gibt es bei Unternehmen zunehmende Material- und Lieferengpässe. Drastisch zugenommen haben die Knappheiten von Halbleiterkarten und Elektronik-Komponenten. Die Knappheit und die hohe Inflation sorgen für höhere Preise, die sich im Ergebnis auch auf die Endprodukte auswirken können.

Diese Risiken werden laufend überwacht und beurteilt, um notwendige Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Die Gesellschaft befindet sich in einer angespannten Liquiditätssituation, zumal die Folgen der bestehenden Krisen noch nicht abschließend beurteilt und bewertet werden können. Es bestehen aus heutiger Sicht jedoch ausreichende Kreditlinien, um den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Mit dem demografischen Wandel in der Arbeitswelt, ist mit dem Austritt älterer und erfahrener Mitarbeiter ein enormer Verlust von Wissen, Können und Erfahrung verbunden. Um diesen Verlust zu vermeiden ist ein Wissenstransfer durch adäquate Maßnahmen sicherzustellen.

Die zu erwartenden Auswirkungen der oben beschriebenen Risiken stufen wir insgesamt als moderat ein.

Chancen

Die unterschiedlichen in- und externen Einflussfaktoren auf die Gesellschaft enthalten nicht nur Risiken, sondern eröffnen auch Chancen für die Unternehmensentwicklung. Hier ist eine zu erwartende langfristig positive Entwicklung des weltweiten Luftverkehrsaufkommens nach der Pandemie zu nennen.

Chancen bieten darüber hinaus neue Geschäftsfelder, wie z.B. die Notsauerstoffversorgung, Touchless-Features sowie Weiterentwicklungen der bestehenden Produktpalette.

5. Prognosebericht

Das Wachstum im Luftverkehr ist durch die Corona-Pandemie nachhaltig verlangsamt. Für das Jahr 2023 wird mit einer weiteren Stabilisierung des zivilen Flugzeugmarktes und infolgedessen mit moderat steigenden Umsätzen gerechnet.

Die Gesellschaft geht allerdings, insbesondere bedingt durch einen ungünstigeren USD-Sicherungskurs, von einem leicht geringeren Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr aus.

 

Gauting, den 03.02.2023

Harald Mehring

Robert Hellwig

Albert Beer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 352.749,83 310
II. Sachanlagen 25.675.886,87 26.091
26.028.636,70 26.401
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.964.937,34 14.091
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.541.079,94 15.266
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.185.368,17 4.285
41.691.385,45 33.642
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.940.202,13 6.026
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.692.113,20 14.822
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.290.868,89 5.231
18.923.184,22 26.079
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.879,40 5
60.618.449,07 59.726
C. Rechnungsabgrenzungsposten 172.588,97 129
Summe 86.819.674,74 86.256

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000
Nennbetrag / rechnerischer Wert eigener Anteile -200.000,00 -200
1.800.000,00 1.800
II. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 1.583.103,86 1.583
1.583.103,86 1.583
III. Gewinnvortrag 8.806.596,74 8.807
12.189.700,60 12.190
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.705.095,00 2.570
2. Sonstige Rückstellungen 7.343.198,32 13.367
10.048.293,32 15.938
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.481.045,31 4.511
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.937.569,47 2.193
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 51.465.611,86 47.152
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.697.454,18 4.273
64.581.680,82 58.129
86.819.674,74 86.256

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

2022
EUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 88.252.768,58 69.196
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.844.228,53 217
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 248.235,63 200
4. Sonstige betriebliche Erträge 7.787.977,19 7.458
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -42.540.685,87 -34.050
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.439.510,94 -4.621
-46.980.196,81 -38.671
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -26.993.029,74 -26.218
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -4.981.921,29 -5.100
- davon für Altersversorgung -144.010,98 40
-31.974.951,03 -31.318
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.656.408,85 -3.773
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.739.347,06 -13.888
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 130.200,22 2.054
- davon aus verbundenen Unternehmen: 125.395,56 18
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.644.405,73 -1.632
- davon an verbundene Unternehmen: -1.082.180,87 -1.009
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -14
- davon latente Ertragsteuern 0,00 0
12. Ergebnis nach Steuern 1.268.100,67 -10.170
13. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 10.170
14. Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages -1.268.100,67 0
15. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Handelsregister B des Amtsgerichts München, HRB 40566

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes, sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Euro (EUR) angegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt.

Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich 3 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z.B. aufgrund der Laufzeit von Nutzungsrechten, ergibt.

Die Bilanzierung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen. Die Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre. Die über 5 Jahre liegende Nutzungsdauer ist im Wesentlichen durch die aktuelle Ertragslage der erworbenen Produktgruppen und die langen Lebenszyklen der betroffenen Flugzeugprogramme begründet.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen.

Die Abschreibungen erfolgen für Neuinvestitionen ab 2010 linear. Investitionen vor 2010 werden entsprechend den steuerlichen Möglichkeiten, nach der degressiven oder linearen Methode abgeschrieben. Bei Mehrschichtbetrieb werden entsprechend erhöhte Abschreibungen vorgenommen.

Die zugrunde gelegten Nutzungszeiten betragen bei Gebäuden 25 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 15 Jahre und bei anderen Anlagen und BGA zwischen 8 und 13 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250 EUR bis 800 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne auch anteilige Gemeinkosten. Steuerlich nicht aktivierungspflichtige Kosten werden nicht angesetzt.

Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Soweit im Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Selbstkosten erkennbar sind, werden zur verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Unverzinsliche Forderungen, die voraussichtlich erst nach einem Zeitraum von 12 Monaten eingehen, werden mit dem Barwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Den Berechnungen werden die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt entsprechend dem von der Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegten Zinssatz von 1,79 % p.a. Die Rentendynamik wird mit 2,10 % p.a. und der Anwartschaftstrend mit 1,00 % angenommen. Es kommen unternehmensindividuelle Fluktuationsannahmen zur Anwendung.

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 7-jährigen Marktzins entsprechend § 253 Abs. 2 und Abs. 6 S. 3 HGB beträgt TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 169).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken der Gesellschaft. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bewertungsstichtag für die Umrechnung fremder Währungen ist bei Anlagegütern grundsätzlich der Tag der Anschaffung, bei Forderungen bzw. Verbindlichkeiten der Entstehungstag.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet.

Im Rahmen einer konzerneinheitlichen Risikomanagementstrategie werden Währungsrisiken grundsätzlich abgesichert. Bewertungseinheiten werden entsprechend § 254 HGB gebildet und dokumentiert. Bei Deckung mit Termingeschäften erfolgt die Bewertung mit den entsprechenden Sicherungskursen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in gleicher Währung mit annähernd gleicher Laufzeit, werden, soweit sie sich betragsmäßig decken, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Die Wirksamkeit von als Makro-Hedge eingestuften Bewertungseinheiten im Rahmen der Sicherung von Währungsrisiken wird auf Basis eines angemessenen Risikomanagementsystems prospektiv und retrospektiv mittels Critical Terms Match Methode nachgewiesen und kontinuierlich auf Basis von Risikoberichten überprüft.

Darüber hinaus erfolgt zu jedem Abschlussstichtag eine rechnerische Ermittlung des ineffektiven Teils der Sicherungsbeziehung. Dabei werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts einander gegenübergestellt. Im Falle eines Überhangs der negativen Wertänderungen über die positiven (ineffektiver Teil der Bewertungseinheit) werden in Höhe dieses negativen Überhangs Rückstellungen gebildet. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (Einfrierungsmethode / kompensatorische Bewertung).

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen im Geschäftsjahr ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.320 (Vorjahr: TEUR 708).

Gegenüber Gesellschaftern bestehen keine Forderungen (Vorjahr: TEUR 10.170).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung, Vertragsstrafen, ausstehende Eingangsrechnungen und Restrukturierung.

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten und die Aufgliederung der einzelnen Verbindlichkeitsposten nach ihrer Restlaufzeit sind in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 833).

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.268 (Vorjahr: TEUR 0), diese sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Gesamtsumme der gewährten Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten beträgt TEUR 3.000. Dieser Betrag umfasst im vollen Umfang durch Grundpfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 489 (Vorjahr: TEUR 362) enthalten.

Latente Steuern

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages werden keine aktiven und passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Devisentermingeschäfte und Bewertungseinheiten

Für seine Geschäftstätigkeit setzt das Unternehmen Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag ergeben.

Die Devisentermingeschäfte schließt die Gesellschaft mit der Diehl Stiftung & Co. KG ab. Diese wiederum schließt geeignete, im Wesentlichen betrags- und fristengleiche Kontrakte mit Banken. Der Einsatz dieser Kontrakte erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf Absicherung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung beschränkt.

Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

Alle Beträge in TEUR (mit 2 Dezimalstellen)

Devisentermingeschäfte Marktwert
Währung positiv negativ Nominalvolumen
USD 4.319,61 -8.704,61 202.295,69
4.319,61 -8.704,61 202.295,69
Nominalvolumen - davon mit Diehl Stiftung & Co. KG 202.295,69
davon Rückstellungen für Devisentermingeschäfte
davon Rückstellungen gegenüber verbundenen Unternehmen
Gesicherte Transaktionen Mit Devisentermingeschäft gesichert Natural Hedge / Macro Hedge
Fremdwährungsforderungen 9.436,87 1.572,46
Liquide Mittel in Fremdwährung 4.985,65
Fremdwährungsverbindlichkeiten -1.572,46
noch nicht in der Bilanz enthaltene fest kontrahierte Geschäfte
mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen 187.873,17
202.295,69 0,00
Summe Bewertungseinheiten 202.295,69
Devisentermingeschäft - Methode der Effektivität des Hedges Critical-Terms-Match-Methode

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte.

Der Marktwert von Devisen- und Warentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Terminwertes für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Terminwert (Mark-to-Market Methode). Zum Bilanzstichtag wurden alle Devisentermingeschäfte in Bewertungseinheiten einbezogen. Diese decken Risiken zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.810 ab.

Gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich im Wesentlichen bis Oktober 2025 voraussichtlich in voller Höhe ausgleichen.

Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko vollständig ausgleichen.

Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag mittels der "Critical-Terms-Match-Methode" festgestellt. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit, Währung) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Wirksamkeit, auch hier wird mittels Critical-Terms-Match-Methode nachgewiesen, dass alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheiten entstehen.

Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen betreffen die geplanten kundenseitig übermittelten Produktionspläne für Serienprodukte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.491 verteilen sich wie folgt:

bis 1 Jahr TEUR 2.503
1 - 5 Jahre TEUR 5.241
über 5 Jahre TEUR 1.747

Sie betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen für Gebäude, Kraftfahrzeuge und Bestellobligo.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze werden sowohl in der zivilen Luftfahrt (93 %), im Bereich Bahn (3 %) als auch im Wehrbereich (4 %) zum einen durch Geräte- und Systemlieferungen (63 %) und zum anderen durch Kundendienstleistungen (37 %) erzielt. Der Exportanteil beträgt 53 %, wovon 17 % in der EU, 13 % in Asien und 14 % in Nordamerika erzielt wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 912 (Vorjahr: TEUR 1.502).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.009 (Vorjahr: TEUR 754).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 204).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 6).

Im Geschäftsjahr sind sonstige Steuern in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 55) angefallen. Die sonstigen Steuern sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Periodenfremde Erträge entstanden in Höhe von TEUR 2.838 (Vorjahr: TEUR 2.474), die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

5. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Jahresdurchschnitt
2022 2021
Arbeitnehmer 428 460
Auszubildende 12 14
Mitarbeiter gesamt 440 474

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt aufgrund der Angabe im Konzernabschluss der Diehl Aviation Holding GmbH, Nürnberg.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg, für den größten Kreis von Unternehmen und in den Konzernabschluss der Diehl Aviation Holding GmbH, Nürnberg, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Geschäftsführung

Dr. Christoph Weigand Geschäftsführer, CFO (bis 31.12.2022)
Harald Mehring Geschäftsführer, CCO
Josef Köcher Geschäftsführer, CEO (bis 24.03.2022)
Albert Beer Geschäftsführer, CFO (ab 01.01.2023)
Robert Hellwig Geschäftsführer, CEO (ab 01.01.2023)

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Zwischen den Geschäftsführern und der Gesellschaft bestehen keine Dienstverhältnisse.

Bezüge und Kredite an Organe

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer sowie Ruhegehälter und Pensionsrückstellungen von ehemaligen Geschäftsführern wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

6. Nachtragsbericht

Zwischen dem Bilanzstichtag 31.12.2022 und dem Datum, an dem der Jahresabschluss 2022 aufgestellt wurde, sind bei der Gesellschaft darüber hinaus keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten.

 

Gauting, den 03.02.2023

Robert Hellwig

Albert Beer

Harald Mehring

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugang
EUR
Zuschreibung
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.512.981,24 89.099,40 0,00 0,00 24.674,00 4.626.754,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 818.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 818.500,00
3. Geleistete Anzahlungen 29.213,00 151.064,94 0,00 0,00 -24.674,00 155.603,94
5.360.694,24 240.164,34 0,00 0,00 0,00 5.600.858,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.451.213,48 0,00 0,00 0,00 0,00 14.451.213,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.483.076,31 865.421,14 0,00 30.164,67 560.343,04 35.878.675,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.029.415,01 554.430,23 0,00 89.286,67 239.621,19 19.734.179,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.055.087,95 1.624.284,65 0,00 0,00 -799.964,23 5.879.408,37
73.018.792,75 3.044.136,02 0,00 119.451,34 0,00 75.943.477,43
Gesamt 78.379.486,99 3.284.300,36 0,00 119.451,34 0,00 81.544.336,01
Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Zugang
EUR
Zuschreibung
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.232.155,49 197.453,26 0,00 0,00 0,00 4.429.608,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 818.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 818.500,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.050.655,49 197.453,26 0,00 0,00 0,00 5.248.108,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.986.261,40 511.922,04 0,00 0,00 0,00 7.498.183,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.794.879,85 1.690.945,23 0,00 30.164,67 0,00 27.455.660,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.146.945,06 1.256.088,32 0,00 89.286,67 0,00 15.313.746,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
46.928.086,31 3.458.955,59 0,00 119.451,34 0,00 50.267.590,56
Gesamt 51.978.741,80 3.656.408,85 0,00 119.451,34 0,00 55.515.699,31
Restbuchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 197.145,89 280.825,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 155.603,94 29.213,00
352.749,83 310.038,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.953.030,04 7.464.952,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.423.015,41 8.688.196,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.420.433,05 4.882.469,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.879.408,37 5.055.087,95
25.675.886,87 26.090.706,44
Gesamt 26.028.636,70 26.400.745,19

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Diehl Aviation Gilching GmbH, Gauting

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Diehl Aviation Gilching GmbH, Gauting, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Diehl Aviation Gilching GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. April 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Postenrieder, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 21. Juli 2023 festgestellt.

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