ST System Transport GmbH
Selbe AdresseGüterbeförderung im Straßenverkehr
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Bauz-Medicke seit 30.10.2025 | Prokura |
Niklas Thiebes seit 30.10.2025 | Prokura |
Julian Loth seit 16.6.2025 | Geschäftsführer |
Uwe Siegfried Fritz Stöhr seit 24.3.2023 | Prokura |
Frank Michael Ringelband seit 17.12.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 93.84% | |
| 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
sim cargo GmbHSinzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die sim cargo GmbH ist eine europaweit agierende Mittelstandskooperation auf dem Sektor systemgeführtes Stückgut, die als Netzwerkbetreiber zum Zwecke der Beförderung von Sammelgut über ein integriertes Netzwerk mit Hub and Spoke- ebenso wie Direktverkehr-Produktionsstrukturen verfügt. Partner der sim cargo GmbH sind überwiegend inhabergeführte mittelständische Speditionen, die sowohl debitorisch als auch kreditorisch mit dem Unternehmen interagieren. Ziel der sim cargo GmbH ist auf der einen Seite, die Stabilisierung und Optimierung ökonomischer Prozesse der Systempartner sicherzustellen und ihnen optimale Produktionskosten zu bieten, und auf der anderen Seite selbst eine angemessene Umsatzrendite zu erwirtschaften, um das Unternehmen nachhaltig als technologischen Marktführer mit hoher digitaler Kompetenz zu entwickeln. 1. Entwicklung Die Wettbewerbsfähigkeit der operativen Partner der sim cargo GmbH wird durch permanente Weiterentwicklung von Flächenabdeckung, Vernetzungsstrukturen und -technik sowie der IT-Unterstützung erhalten und ausgebaut. Darüber hinaus wird kontinuierlich die Produktpalette des Leistungsangebotes überprüft und den Anforderungen des Marktes sowie der Partner angepasst. Hauptaugenmerk der näheren Zukunft liegt nach abgeschlossener Integration der beiden operativen Systeme, dem zentralen Hub- und dem dezentralen TSP-System (Transshipment Point), auf der Optimierung der Produktivität und dem mengenmäßigen Wachstum des integrierten Netzwerkes. Hierbei wird angestrebt, eine einheitliche operative Struktur mit einer durchgängigen, überwiegend selbst entwickelten IT-Lösung und einem zentralen Finanz- und Paletten-Clearing zu schaffen, ohne die spezifischen Vorteile und Chancen der jeweiligen Produktionsstrukturen zu vernachlässigen. In Anlehnung an das oben genannte ökonomische Ziel stehen auch hier neben einer Absicherung des Systems die sich ergebenden Chancen einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen speditionellen Partner im Fokus. Es wird für das Geschäftsjahr 2024 eine völlige Verschmelzung der genannten Systeme angestrebt, so dass jedes teilnehmende Unternehmen in die Lage versetzt wird, sich seinen individuellen Anforderungen entsprechend sowohl operativ als auch wirtschaftlich zu optimieren. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer Rezession bei zeitgleich hohen, wenn auch abnehmenden Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese deutlich schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den Konsum geschwächt haben, und die Auswirkungen der gestiegenen Zinsen auf die Bauwirtschaft. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die zusätzlich schwächenden und verunsichernden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Auch im Jahr 2023 führte der Anstieg der Energiepreise zu gesteigerten Betriebskosten. Die Dieselpreise waren auch im Jahr 2023 ein konstanter Kostentreiber für Unternehmerleistungen in Hauptlauf und Nahverkehr. Durch die im Jahr 2022 begonnene Zinswende, gepaart mit Rohstoffmangel und fehlendem Fachpersonal, sind einige Branchen wie etwa die Baubranche und damit verbundene Sektoren weiterhin nicht auf dem Niveau der Vorjahre. Auch die Verbraucher konsumieren aufgrund von unsicheren Einkommenserwartungen durch die hohe Inflationsrate sowie die Energiekrise deutlich weniger als noch in vorherigen Perioden. Viele Unternehmen haben sich nur mit zeitlichem Verzug auf die geänderten Rahmenbedingungen einstellen können. Für die fixkostenintensive Stückgut-Produktion gilt dies in besonderem Maße. Die wirtschaftlichen Folgen der Kriege und der Folgekrisen sind für sehr viele Sektoren der deutschen Wirtschaft spürbar. Durch einen geringeren Verbrauch wird folglich auch weniger produziert und somit weniger transportiert, was die Unternehmen in der Logistik- und Transportbranche zu spüren bekommen. Der Preiskampf, welcher in Pandemiezeiten noch niedriger priorisiert wurde als die Sicherstellung von Lieferketten, ist im Jahr 2023 wieder stärker in den Vordergrund gerückt. Die Auswirkungen des Fahrermangels haben sich hingegen durch den Rückgang der zu transportierenden Menge und damit durch die geringere Nachfrage an Transportdienstleistungen weniger stark bemerkbar gemacht als dies noch zu Jahresbeginn zu erwarten war. 2. Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Geschäftsentwicklung des Unternehmens ist im Geschäftsjahr 2023 als äußerst unzufriedenstellend zu bewerten. Ein negativer Trend ist sowohl in der Tonnageentwicklung (17,6 Prozent Rückgang im Vergleich zu 2022), als auch in der Sendungsanzahl (Rückgang um 13,3 Prozent) zu verzeichnen. Der Sendungsverlust auf 1,4 Millionen Sendungen im Jahr 2023 im Vergleich zu 1,6 Millionen Sendungen im Jahr 2022 ist einerseits auf einen generellen Abschwung der Netzwerkmengen zurückzuführen, vor allem im zweiten Halbjahr 2023, andererseits aber auch durch Mengenverluste an den Wettbewerb verursacht. International wurde im Jahr 2023 ein Sendungsrückgang von 23,6 Prozent beobachtet. Die Tonnage ging im internationalen Segment um 25,1 Prozent zurück. Hier macht sich insbesondere die Schwäche des Exports der deutschen Wirtschaft bemerkbar. Lag das Ergebnis nach Steuern im Jahr 2022 bei einem Verlust in Höhe von 832 TEUR, so weist das Jahr 2023 ein negatives Ergebnis in Höhe von 3.072 TEUR aus. Die Umsatzerlöse fielen von 115.476 TEUR auf 98.189 TEUR, was zum Teil einer deutlichen Senkung des Floatings ab September geschuldet wird. Das Ziel der Senkung war eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Systempartner und die damit verbundene Abwehr von weiteren Mengenverlusten. Kennzeichnend für das Jahr 2023 war, dass nach einem zwar schwachen, aber doch in Verbindung mit kostensenkenden Maßnahmen zufriedenstellenden Verlauf in der ersten Jahreshälfte die übliche konjunkturelle Belebung nach den Sommerferien völlig ausblieb und die Mengen nahezu auf dem niedrigen Niveau verharrten. Ab Oktober wurde daher mit einem Restrukturierungsprogramm mit dem Ziel des Abbaus von mittelfristig fixen Kapazitäten begonnen. Die Anzahl der Mitarbeiter lag zu Beginn des Zeitraums mit 63 kaufmännischen und gewerblichen Angestellten (ohne Azubis und ohne Aushilfen) unter dem Niveau des Vorjahres. Im Jahresdurchschnitt liegt die Mitarbeiterzahl bei 67 und damit um eine Person über dem Vorjahr. Am Ende des Wirtschaftsjahres waren 68 Mitarbeiter beschäftigt. Gleichzeitig stiegen die Aufwendungen für Personal von 3.881 TEUR im Jahr 2022 auf 4.659 TEUR im Jahr 2023. Demzufolge steigerte sich die Personalintensität von 3,36 Prozent im Jahr 2022 auf 4,74 Prozent im Jahr 2023. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände von insgesamt rund 1.729 TEUR getätigt. Diese Investitionen wurden in erster Linie im Rahmen des Projekts FITs (Future IT sim cargo) getätigt. FITs stellt die digitale Eigenentwicklung der sim cargo GmbH dar, in der die Systeme der sim cargo und die Partner auf einer einheitlichen digitalen Plattform miteinander vernetzt werden. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist als angespannt zu bezeichnen und bedarf einer tiefgreifenden Restrukturierung im Bereich des innerdeutschen Netzwerkes, die im letzten Quartal des Jahres 2023 begonnen wurde und bis zum Ende des ersten Quartals 2024 abgeschlossen werden soll. Ertragslage Es ist nicht oberstes unternehmerisches Ziel der sim cargo GmbH, eine Ertragsmaximierung für erbrachte Leistungen zu erzielen. Ziel ist es vielmehr, durch eine qualitativ hochwertige Sicherung der Prozesse bei gleichzeitiger Minimierung der Produktionskosten die von den Partnern im System abgerufenen Leistungen möglichst stabil und günstig anbieten zu können, die Systempartner also wettbewerbsfähig im Markt zu positionieren und hierüber Mengenwachstum und damit verbundene Degressionseffekte zu erzielen. Mit einem Umsatzrückgang von 15 Prozent auf 98.189 TEUR bei gleichzeitiger Reduktion der Fremdleistungen um 14,81 Prozent auf 92.555 TEUR wurde ein Verlust nach Steuern von 3.072 TEUR verzeichnet. Der Personalaufwand stieg um 20,04 Prozent auf 4.659 TEUR, was in erster Linie einem Aufbau von internen Kapazitäten für Entwicklung und Betrieb der eigenen IT-Plattform sowie dem Ausbau der Vertriebsressourcen in der Systemzentrale zuzuschreiben ist. In geringerem Umfang kamen gewerbliche Arbeitskräfte hinzu, was eine Vorwegnahme der geplanten Übernahme und darauffolgenden Verschmelzung mit dem Umschlagsdienstleister Blue Point GmbH (Homberg/E.) darstellt. Das kaufmännische Instrumentarium zur Ergebnissteuerung bestand aus einer weitestgehenden Orientierung der Einkaufspreise der Partner (also die eigenen "Verkaufspreise") an den realen Kostenstrukturen, wobei auf das Erheben von Risikomargen verzichtet wurde. Das anschließend noch verbleibende kaufmännische Risiko wurde in der ersten Jahreshälfte über ein Floating-Verfahren (eine Anpassung der Realerlöse an die Realkosten) an die Systempartner in einer Höhe weitergeleitet, die in Anbetracht der Marktsituation ein angemessenes Maß widerspiegelte. Aufgrund des Ausbleibens der üblichen konjunkturellen Belebung nach den Sommerferien wurde das Floatingniveau drastisch abgesenkt, um weitere preisbedingte Mengenverluste und damit einhergehende Verschlechterung der Auslastung von fixen Kapazitäten zu bekämpfen. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht des oben bereits genannten Ergebnisses, einer Gesamtkapitalrentabilität von -44,44 Prozent (Vorjahr -10,03 Prozent) und einer negativen Eigenkapitalrendite, ist die Ertragslage des Unternehmens als unzureichend zu bewerten. Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist als unbefriedigend einzuordnen. Die Liquidität ist angespannt. Das Guthaben bei Kreditinstituten beläuft sich auf TEUR 408 zum Stichtag. Die Liquidität ersten Grades liegt bei 6,89 Prozent, die Liquidität zweiten Grades bei 40,39 Prozent (Vorjahr 77 Prozent). Die Liquidität ist somit verschlechtert gegenüber dem Vorjahresniveau. Sowohl Forderungs- als auch Risikomanagement haben sich auch im vergangenen Wirtschaftsjahr als effektiv erwiesen. Die hier angewandten Prinzipien des zentralen Finanzclearings, verbunden mit der Tatsache, dass man in den überwiegenden Fällen sowohl kreditorische als auch debitorische Beziehungen zu den Geschäftspartnern unterhält, minimieren das Risiko, Forderungen nicht oder nicht innerhalb vereinbarter Zahlungsziele zu realisieren. Durch das hohe negative Ergebnis nach Steuern entstand ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 452. Zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung haben die Gesellschafter eine positive Fortführungsprognose abgegeben und ihre Bereitschaft erklärt, im Bedarfsfall weitere finanzielle Mittel bereitzustellen, die nach übereinstimmender Beurteilung der Gesellschafter und der Geschäftsführung mehr als ausreichend wären, um die Restrukturierung durchzuführen und die notwendigen Weichen für die erfolgreiche Zukunft zu stellen. Die Gesellschafter sind weiterhin von der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges überzeugt. Die Reduzierung der Bilanzsumme um rund TEUR 1.380 auf TEUR 6.912, welche aus der Reduzierung der Forderungen aus Lieferung und Leistung als auch der Reduzierung der Verbindlichkeiten resultiert, führte darüber hinaus zu einer Erhöhung der Kapitalumschlagshäufigkeit von 13,93 auf 14,21. Vermögenslage Das Anlagevermögen setzt sich aus TEUR 2.771 immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 470 zusammen. Im Umlaufvermögen sind Vorräte in Höhe von TEUR 5, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 2.750, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht von TEUR 1 sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 408 und Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 56 zu verzeichnen. Gegenüber 2022 sind insbesondere die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gesunken (-29 Prozent) sowie die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (insbesondere die Investitionen in FITs) leicht gestiegen (+3,5 Prozent). Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, je nach Nutzungsdauer der FITs-Anwendungen, auf drei oder fünf Jahre linear abgeschrieben. Die getätigten Investitionen in langfristig genutzte Software verringern zwar einerseits die Liquidität, belasten so die aktuelle GuV hingegen nicht überproportional. Die Bilanzsumme reduziert sich um 16,6 Prozent von TEUR 8.292 im Jahr 2022 auf TEUR 6.912 im Jahr 2023. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden insbesondere die Kennzahlen EBIT, Betriebsergebnis und Cash-Flow sowie operative Parameter, wie zum Beispiel Tonnage und Sendungsanzahl verwendet. Die wirtschaftliche Lage der sim cargo GmbH ist unbefriedigend und bedarf der Restrukturierung. Das EBIT liegt bei TEUR -3.089 (Vorjahr: TEUR -854,5) und das Betriebsergebnis bei TEUR -3.072 (Vorjahr: TEUR -831,6). Eine Verschlechterung des EBITs in Höhe von TEUR 2.234,5 im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis des Mengenrückgangs von 13,3 Prozent nach Sendungsanzahl. Die Tonnage hat sich im Vorjahresvergleich um 17,6 Prozent reduziert, was durch den in dieser Höhe nicht vorhersehbaren starken konjunkturellen Abschwung - von einem zuvor bereits schwachen Niveau - begründet ist, der in der zweiten Jahreshälfte 2023 stattfand. Dass die Tonnage stärker gesunken ist als die Sendungsanzahl liegt an der Verschiebung des Marktes zu kleineren und leichten Sendungen. Der Cash-Flow (Jahresergebnis + Abschreibungen) liegt zum Bilanzstichtag bei TEUR -1.339. III. Prognosebericht Nach wie vor fällt trotz der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen die Beurteilung der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens positiv aus. Die sich aufgrund der Verbindung von zentralen und dezentralen Produktionsstrukturen der sim cargo ergebenden einzigartigen Vorteile, insbesondere die deutliche Reduzierung der Eigenrisiken der Systemteilnehmer in Kombination mit einer Kilometeroptimierung der Hauptläufe, bieten gerade für peripher gelegene Speditionsunternehmen mit schwankenden Ausgangsmengen deutliche Vorteile gegenüber rein Hub-basierten Sammelgutsystemen. Dies bietet auch in Randgebieten die Möglichkeit, eine strategisch erwünschte Verdichtung der Partnerlandschaft aktiv umzusetzen. Außerdem bietet das dezentrale System ideale Voraussetzungen für internationale Anbindungen mit verkehrsgünstig gelegenen Gateways. Die Integration beider Netze bietet den Partnern die einzigartige Möglichkeit, in einem einzigen System die produktions- und kostentechnische Palette zweier unterschiedlicher Logiken mit ihren jeweils spezifischen Vorteilen und Chancen nutzen zu können. Folglich ist nach der abgeschlossenen Integration mit einem über dem allgemeinen Marktniveau liegenden Umsatzwachstum, sowohl durch Bestands- als auch durch Neupartner zu rechnen. Insbesondere die Einrichtung von zwei Regionalhubs und der Ausbau der Langgutfähigkeit des Netzes sowie die abgeschlossene Vereinheitlichung der IT-Systeme und der Aufbau der eigenen digitalen Plattform werden eine steigende Nachfrage nach sich ziehen. Durch die Integration beider Systeme ist ein Netzwerk entstanden, das den Partnerspeditionen die kompaktesten Nahverkehrsgebiete aller deutschen Sammelgutsysteme bieten kann. So wird sowohl eine höhere Produktivität im Nahverkehr als auch eine Ausfallsicherheit in hochsaisonalen Phasen sichergestellt. Die hohen Energiekosten, der Anstieg der Personalkosten sowie die stark gestiegenen Kosten für Fremdleistungen beeinflussen hingegen die Kostensituation der sim cargo GmbH negativ. Nichtsdestotrotz kann insbesondere aufgrund der Restrukturierung und abgeschlossener Integration mit den Folgen weiterer Synergieeffekte aus kombinierten Hauptlaufeinsätzen und der Konsolidierung in der Anzahl nach weniger, dafür aber höher ausgelasteten Umschlagspunkten für das Geschäftsjahr 2024 ein signifikant verbessertes Ergebnis erwartet werden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Neben den explodierenden Energiepreisen, welche in erster Linie durch den Ukraine-Krieg ausgelöst wurden, wird weiterhin der massive Arbeitskräftemangel, vor allem im Bereich der Berufskraftfahrer, der Branche zusetzen. Nach wie vor ist es dem Speditionsgewerbe nicht gelungen, dieses Berufsbild im Wettbewerb mit alternativen Tätigkeitsfeldern attraktiver zu gestalten. Mittlerweile ist zwar eine Steigerung des Lohnniveaus für Berufskraftfahrer spürbar, jedoch ist diese Steigerung kein Speditionsspezifikum, sondern besitzt für andere Wirtschaftszweige ebenfalls Gültigkeit. Somit hat sich die Wettbewerbsfähigkeit der Spediteure als Nachfrager auf dem Arbeitsmarkt nicht grundsätzlich verbessert. Personalkostensteigerungen werden hingegen nicht nur im gewerblichen Bereich spürbar, sondern lassen sich auch im kaufmännischen Bereich der Speditionsbranche ablesen. Die hohe Inflation des Jahres 2022 hat im Jahr 2023 noch weiter angehalten, jedoch ist inzwischen ein sukzessives Abschwächen der Inflationsrate zu verzeichnen. Der beschriebene personelle Engpass wird durch die zunehmenden Marktanforderungen verstärkt. Hier sind die wachsenden Anteile zeitlich getakteter B2B-Sendungen, insbesondere an Zentralläger oder Megastores, zu erwähnen. Die B2C-Sendungen, welche im Pandemie-Jahr 2021 noch überproportional zugenommen hatten, scheinen vorläufig den Höhepunkt überschritten zu haben. B2C-Sendungen setzen andere, aufwändigere Prozesse sowohl der operativen Abläufe als auch des Informationsflusses voraus. Die sich stellenden Herausforderungen bringen eine zunehmende Zahl von Unternehmen an die Grenzen des Machbaren. Insbesondere die personalintensive Last Mile Produktion ist, nicht zuletzt auch wegen der hohen administrativen Anforderungen an das Fahrpersonal, weder in der operativen Abwicklung hinreichend darstellbar noch bei den marktüblichen Verrechnungssätzen wirtschaftlich interessant. Der bisweilen stärker ausgeprägte Fokus auf Ausgangsspeditionen wird sich nach und nach mehr in Richtung der Interessen von Eingangsspeditionen verlagern müssen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Eine sich öffnende Schere zwischen Angebot an Arbeitskräften und Angebot an in der Fläche leistenden Sammelgutspeditionen auf der einen Seite und Komplexität der Leistungsanforderung auf der anderen Seite führt zwangsläufig dazu, dass die vorhandenen Ressourcen effektiver genutzt werden müssen, um den Herausforderungen der Zukunft angemessen begegnen zu können. Darüber hinaus erkennt eine zunehmende Zahl von Spediteuren, dass am Markt umsetzbare Kosten einerseits und für den Leistungserbringer befriedigende Erlösstrukturen andererseits nur durch eine Verdichtung der Stoppzahlen bei kleineren Zustellgebieten erreicht werden können. Dies fördert einerseits die Neigung zur Mehrfachsystemmitgliedschaft und andererseits die Akquise kleinerer Spediteure durch die Branchengrößen. Als weiteres branchenweites Risiko ist die IT-Sicherheit zu benennen. Hackerangriffe auf Partnerunternehmen und damit verbundene Abfertigungsschwierigkeiten haben bereits in den vergangenen Jahren zu temporären Mengenverlusten geführt und werden auch künftig als latentes Risiko wahrgenommen. Ebenfalls ist die IT-Sicherheit des eigenen Unternehmens stets ein Risikofaktor, da nahezu die gesamten Prozesse digitalisiert wurden und werden. Hier wird in den kommenden Jahren ein weiterer Schwerpunkt auf die Verbesserung der eigenen IT-Sicherheit gesetzt werden. Ertragsorientierte Risiken: Auch im Wirtschaftsjahr 2023 war die Zahl der Insolvenzen im Umfeld der sim cargo GmbH erfreulicherweise weiterhin auf niedrigem Niveau. In der Speditionsbranche greifen hingegen zunehmend Konsolidierungsprozesse in Form von Firmenaufkäufen in die gewachsenen Strukturen ein. Hierdurch verringert sich einerseits die Anzahl unabhängiger mittelständischer Speditionsstandorte, andererseits entziehen unter Umständen derartige Besitzstandswechsel einzelnen Systemen die Möglichkeit einer Zusammenarbeit, da die strategische Ausrichtung des Aufkaufenden den jeweiligen Systeminteressen zuwiderläuft. Die Gründung der sim cargo GmbH wurde ganz wesentlich durch die Erkenntnis angestoßen, dass die Anzahl qualitativ hochwertiger und wirtschaftlich stabiler Leistungserbringer im nationalen Markt limitiert und mittelfristig rückläufig ist. Dadurch wird es zunehmend schwieriger, auf Solidarbasis arbeitende Flächenverteiler mit der erforderlichen Performance im Markt zu finden. Das nicht auf dem Solidargedanken beruhende Einkaufen von Dienstleistungen innerhalb eines Systems hingegen ist grundsätzlich sowohl im Haupt- als auch im Nachlauf kostentreibend. Auch die zunehmenden unmittelbaren Engagements der verschiedensten Systeme im konkreten operativen Geschäft dienen der Absicherung qualitativer Standards und nicht der unmittelbaren Kostenersparnis. Ganz im Gegenteil bedeutet diese Absicherung für das betreibende System erst einmal eine kostenintensive Investition in Strukturen, die entweder einen Turnaround in der eigenen Betriebswirtschaft schaffen müssen oder lediglich temporären Charakter haben werden. Finanzwirtschaftliche Risiken: Durch das Clearingverfahren der sim cargo sind finanzwirtschaftliche Risiken weitestgehend minimiert. Systempartner arbeiten in der Regel sowohl debitorisch als auch kreditorisch mit dem sim cargo Netzwerk zusammen. Erlöse werden im wöchentlichen Rhythmus mit Kosten verrechnet, sodass ein Partner per Saldo entweder als Debitor oder als Kreditor auftritt. Im nationalen Segment wird überwiegend mit Partnern zusammengearbeitet, mit welchen die Zahlungsströme automatisiert über SEPA-Firmenlastschriftmandate durchgeführt werden können. So kann sichergestellt werden, dass geplante Einzahlungen auch tatsächlich stattfinden. Ein maßgeblicher Baustein des Finanzplans ist das IT-Budget, welches im monatlichen Turnus kontrolliert wird. Durch die agile Softwareentwicklung kann bei Abweichungen direkt gegengesteuert werden, sodass stets die Liquidität gesichert werden kann. Die Eigenkapitalsituation des Unternehmens ist durch die erweiterte Gesellschafterstruktur stabilisiert worden. 2. Chancenbericht Nach Abschluss der Integration des Netzwerkes liegen die wesentlichen Chancen der sim cargo erstens in der kostenmäßigen und vertrieblichen Optimierung und Nutzung der geschaffenen Netzstruktur und zweitens in der bevorstehenden Schaffung einer einheitlichen operativen, finanztechnischen und informatorischen Plattform für die integrierte Produktionsstruktur. Ebendieses wird durch FITs gezielt vorangetrieben und wird bis Ende des Jahres 2024 zu einem vorläufigen Abschluss kommen. Dabei versteht es sich, dass die IT auch anschließend einer permanenten Weiterentwicklung unterliegt. Das Abschalten der zwischenzeitlich redundant betriebenen beiden Alt-Systeme wird dabei zu einer signifikanten Kostensenkung führen. Weiterhin werden zunächst diejenigen Projekte vorangetrieben, welche die größten Ergebnisverbesserungen mit sich bringen. Hier ist insbesondere der Ausbau der internationalen Partnerstruktur zu nennen. Die sim cargo GmbH wird sich mehr und mehr zu einem paneuropäischen Netzwerk entwickeln. Durch die dezentrale Produktionsstruktur der TSP-Vernetzung ist insbesondere der Nachhaltigkeitsaspekt hervorzuheben: Die Vermeidung von Sendungs-Umwegen bietet dabei nicht nur die Chance einer ökonomischen, sondern auch ökologischen Optimierung. 3. Gesamtaussage Das einzigartige Netzwerk der sim cargo GmbH verbindet einerseits die Möglichkeiten eines dezentralen TSP-Systems mit denen eines zentralen und regionalen Hub and Spoke Systems und ist andererseits das einzige mittelständisch orientierte Stückgutsystem Europas mit einer derart ausgeprägten paneuropäischen Ausrichtung und heute bereits drei eigenen Regionen in Deutschland, Österreich und Spanien/Portugal. Das Ziel dieses Netzes ist es, in den kommenden Jahren zu den führenden europäischen Stückgutkooperationen zu gehören, dies nicht gemessen an den absoluten Sendungszahlen oder Tonnagen, sondern vielmehr an der wahrgenommenen Qualität, der Produktivität, der Flexibilität und dem Bekanntheitsgrad bei den Partnern. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den vom Unternehmen genutzten Finanzinstrumenten zählten in der Vergangenheit im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Finanzinstituten. Hierbei waren Forderungsausfälle aufgrund des Finanzclearings mit der Verrechnung kreditorischer und debitorischer Leistungen in Verbindung mit der Nutzung des SEPA-Firmenlastschrift-Verfahrens äußerst selten. Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements liegt bei der sim cargo GmbH in der Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. Unterschrift der Geschäftsführung
Sinzig, 16.04.2024 Alexander Bauz-Medicke BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Anwendung des Handelsgesetzbuches Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) (§§ 238 ff.) - insbesondere den ergänzenden Vorschriften des zweiten Abschnittes für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) - sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Bzgl. der größenabhängigen Erleichterungen wird teilweise von § 288 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht. Im Rahmen der Offenlegung jedoch wird von allen gesetzlich möglichen größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht. Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Die Bilanz zum 31.12.2023 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf. Für die Verbindlichkeit gegenüber einem der Gesellschafter wurde ein Rangrücktritt in Höhe von Euro 300.000,00 vereinbart. Die Bewertung erfolgt trotz der bestehenden Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB), da die Geschäftsleitung eine positive Fortbestehensprognose getroffen hat. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Geschäftsjahr 2022, soweit im Folgenden nichts Abweichendes erwähnt ist, beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Das Immaterielle- und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, und sofern abnutzbar, vermindert um ausschließlich planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Aktivierung der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abschreibungen werden dabei nach der linearen Methode monatsgenau ermittelt. Als geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden seit dem Jahr 2018 solche definiert, die Anschaffungskosten von mehr als Euro 250,00 und kleiner-gleich Euro 800,00 haben. Diese werden im Jahr des Zugangs sofort vollständig abgeschrieben; ihr Abgang im gleichen Jahr wird nicht unterstellt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von kleiner-gleich Euro 250,00 werden hingegen sofort als Aufwand behandelt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nennwert. Risiken aus dem Forderungsbestand wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind mit ihrem Nominalbetrag in der Bilanz ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe ihres voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet und passiviert. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Angaben zur Bilanz Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 285.000,00) und betrifft die ILN International Logistic Network GmbH & Co. KG auf Aktien, Sinzig. Forderungen Unter den verbundenen Unternehmen werden Forderungen gegen die
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern setzen sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen Unter den Rückstellungen werden folgende Verpflichtungen ausgewiesen: sonstige Rückstellungen:
Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 6.226.419,33 (Vorjahr: Euro 6.740.888,81). Davon aus Steuern: Euro 51.340,40 (Vorjahr: Euro 69.931,27). Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: Euro 6.362,35 (Vorjahr: Euro 3.646,53). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Sonstige Angaben Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 (3) und (3a) HGB Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von jährlich rd. 850 TEUR. Der gesamte Betrag der vorgenannten Verpflichtungen betrifft verbundene Unternehmen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine weiteren Haftungsverhältnisse zu vermerken. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 80 (VJ: 66). Vorgänge von besonderer Bedeutung Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten. Organe Die Geschäfte der sim cargo GmbH wurden im Berichtsjahr durch den Geschäftsführer Herrn Alexander Bauz-Medicke, Diplom-Betriebswirt, geführt. Schutzklausel § 286 (4) HGB wird angewendet. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer gem. § 285 Nr. 9 HGB unterbleibt gem. § 286 (4) HGB. Unterschrift der Geschäftsführung
Sinzig, 16.04.2024 Alexander Bauz-Medicke Anlagenspiegel zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die sim cargo GmbH, Sinzig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der sim cargo GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der sim cargo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 16. April 2024 rfb
GmbH
Friederich, Wirtschaftsprüfer ppa. Bausen, Wirtschaftsprüfer |
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