Eurofins Laborservices GmbH

Kobelweg 12, 86156 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 31023
Vorher
Copia achtundsechzigste Verwaltungsgesellschaft mbHEurofins Food IV DE GmbH
Eingetragen
5.4.2007
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienTechnische, physikalische und chemische UntersuchungForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Durchführung von lebensmitteltechnischen und chemisch-technischen Analysen, bakteriologischen Untersuchungen, Erstellung von Gutachten, Beratungen und Betriebsüberwachungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tom Dr. Stückemann
seit 21.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Eurofins Food Testing LUX Holding SARLLUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Eurofins Food Testing LUX Holding SARL
Luxembourg
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eurofins Laborservices GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
Software 0,00 0
I. Sachanlagen 564.348,57 711
davon Mietereinbauten 319.660,90 364
davon Technische Anlagen und Maschinen 91.129,43 125
davon Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.558,24 222
II. Finanzanlagen 0,00 0
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 221.881,82 204
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.790.944,89 1.665
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 649.503,24 582
III. Kassenbestand 0,00 1
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 6
D. Aktive latente Steuern 0,00 345
E. Nicht durch Eikenkapital gedeckter Fehlbetrag 21.105.498,41 21.812
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.682.673,69 24.744

Passiva

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31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 26.545.000,00 19.703
III. Gewinnrücklagen 107.349,67 107
IV. Verlustvortrag -41.647.497,11 -20.336
V. Jahresfehlbetrag -6.135.350,97 -21.311
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 21.105.498,41 21.812
0,00 0
B. Rückstellungen 536.166,48 766
C. Verbindlichkeiten 23.146.507,21 23.978
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.937.144,51 23.750
davon aus Steuern: EUR 66.210,78 (i.V. TEUR 39)
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.682.673,69 24.744

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

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2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 4.394.358,73 4.544
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.877.090,71 -2.049
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -404.201,58 -429
davon für Altersversorgung: EUR 716,48 (i.V. TEUR 0)
-2.281.292,29 -2.478
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -164.288,86 -181
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.869.634,22 -2.003
davon aus Währungsumrechung: EUR 135,12 (i.V. TEUR 1)
5. Betriebsergebnis 79.143,36 -118
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.824,63 2
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 11.550,39 (i.V. TEUR 1)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -10.653
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -5.199.983,71 -10.222
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -688.166,10 -402
davon an verbundenen Unternehmen EUR 688.031,10 (i.V. TEUR 402)
10. Finanzergebnis -5.876.325,18 -21.275
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -337.802,15 83
davon Auswand (i.V. Ertrag) aus latenten Steuern: EUR 345.165,99 (i.V. TEUR 64)
12. Ergebnis nach Steuern -6.134.983,97 -21.310
13. Sonstige Steuern -367,00 -2
14. Jahresfehlbetrag -6.135.350,97 -21.312

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Eurofins Laborservices GmbH, mit Sitz in Augsburg und Eintragung im Handelsregister B beim Amtsgericht Augsburg (HRB 31023), (im Folgenden „Laborservices“ oder „Gesellschaft“) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 274a, 276, 288 Abs. 1 und 327 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Gemäß „Debt transfer and conversion agreement“ vom 2. Juni 2023 wurde die Einstellung in die Kapitalrücklage in einer Höhe von insgesamt TEUR 4.500 durch Umwandlung eines Darlehens vereinbart. Hierzu wurden mit selbem Vertrag zunächst bestehende Intercompany Darlehen in Höhe von TEUR 4.500 auf die Muttergesellschaft übertragen. Weiterhin wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 2. November 2023 die Kapitalrücklage um TEUR 2.342 sowie mit Gesellschafterbeschlüssen aus März bis Dezember 2024 um weitere TEUR 2.324 und mit Beschlüssen aus März bis April 2025 um TEUR 1.242 erhöht. Die zuletzt stattgefundene Kapitalhöhung mit Beschluss vom 3. Juli 2025 in Höhe von TEUR 23.405 wurde anteilig zur Rückzahlung eines Darlehens in Höhe von TEUR 9.473 verwendet.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und die Abschreibungen im Berichtsjahr bewertet.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 10 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung Sammelposten gebildet. Dieser wird auf eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. sonstiger Wertminderungen angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Sofern erkennbare Einzelrisiken vorliegen, wurde eine individuell bemessene Einzelwertberichtigung durchgeführt.

Die aktiven latenten Steuern berücksichtigen Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bereichen Anlagevermögen und Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern von den Organtöchtern werden in der Laborservices bilanziert, da sie der Steuerorganträger ist. Ein Ansatz aktiver latenter Steuern erfolgt nur insoweit, wie innerhalb des Planungshorizonts der Gesellschaft mit hinreichender Wahrscheinlichkeit positive zu versteuernde Einkünfte erzielt werden, die eine Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge ermöglichen. Die erwarteten steuerlichen Ergebnisse stellen dabei einen limitierenden Faktor dar.

Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bilanziert wurden, sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

C.1. Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

C.2. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die unmittelbar sowie die mittelbar gehaltenen Anteile an anderen Unternehmen gemäß § 285 Nr. 11 HGB setzen sich am 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

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Name/Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis 2023 (nach EAV)
unmittelbar mittelbar
% % EUR EUR
Eurofins Food Testing General Chemistry Germany Holding GmbH, Hamburg 100 - 4.970.794,20 0
Eurofins Institut Dr. Rothe GmbH, Dortmund - 100 815.880,43 0
Eurofins INLAB GmbH, Dortmund - 100 292.057,31 0
Eurofins Institut Nehring GmbH i.L., Braunschweig - 100 2.036.819,60 0

Die mittelbaren Beteiligungen sind bei der Eurofins Food Testing General Chemistry Germany Holding GmbH bilanziert. Diese hat einen Ergebnisabführungsvertrag (EAV) mit der Eurofins Institut Dr. Rothe GmbH, der Eurofins INLAB GmbH und der Eurofins Institut Nehring GmbH i.L. abgeschlossen. Außerdem besteht zwischen der Eurofins Food Testing General Chemistry Germany Holding GmbH und der Eurofins Laborservices GmbH ebenfalls ein Ergebnisabführungsvertrag.

C.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 89 auf TEUR 1.130 gestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Geschäftsjahr aus den folgenden Positionen:

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31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Finanzverkehr 589 551
Lieferungen und Leistungen 61 31
650 582

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 42) und resultieren im Wesentlichen aus ausländischen Vorsteuerbeträgen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

C.4. Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag

Es besteht im Geschäftsjahr ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 21.105 (Vorjahr TEUR 21.812). Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung wurde die Erhöhung der Kapitalrücklage beschlossen (siehe Abschnitt A.).

C.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 32 auf TEUR 126 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zum Stichtag aus:

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31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Lieferungen und Leistungen 710 573
Finanzverkehr 12.754 11.540
Darlehen 9.473 11.637
22.937 23.750

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 134) bestehen im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten und kreditorischen Debitoren.

Sämtliche Verbindlichkeiten verfügen wie auch im Vorjahr über eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

C.6. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 345). Der Betrag beruhte ausschließlich auf aktiven latenten Steuern, die in 2023 vollständig abgewertet wurden.

D. Sonstige Angaben

D.1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

D.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige wesentliche Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für Mietverpflichtungen und Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 1.713. Hiervon bestehen Verpflichtungen von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 1.342, darüber hinaus von TEUR 371 für Verpflichtungen von über einem und bis zu fünf Jahren. Die Verpflichtungen bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 1.250 gegenüber verbundenen Unternehmen.

D.3. Mitarbeiterzahl

Der Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 59,50 Mitarbeiter (Vorjahr: 68,00 Mitarbeiter). Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 37,25 in Vollzeit und 22,25 in Teilzeit beschäftigt.

D.4. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer der Gesellschaft ist bzw. war:

Frau Dr. Tasja Rahn, Molekularbiologin (Abberufung zum 31. Oktober 2024 - Gesellschafterbeschluss vom 14. Oktober 2024)

Herr Dr. Tom Stückemann, Managing Director (Bestellung mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Oktober 2024)

D.5. Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft der Laborservices ist die Eurofins Food Testing LUX Holding Sarl mit Sitz in Luxemburg. Diese wie auch die Laborservices selbst macht von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Erstellung eines Teilkonzernabschlusses im Sinne des § 291 HGB Gebrauch.

Sowohl die Laborservices als auch die Muttergesellschaft werden in den Konzernabschluss der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Handelsregister in Luxemburg unter der Nummer RCS Luxembourg B 167775 veröffentlicht.

D.6. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von TEUR 47.783 bestehend aus dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 41.648 und dem Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 von TEUR 6.135 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Augsburg, den 17. November 2025

gez. Dr. Tom Stückemann

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

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Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 29.787,74 0,00 29.787,74 0,00 0,00
29.787,74 0,00 29.787,74 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 452.613,50 0,00 0,00 0,00 452.613,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 472.213,34 11.953,10 0,00 0,00 484.166,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 779.839,95 5.893,76 121.067,88 0,00 664.665,83
1.704.666,79 17.846,86 121.067,88 0,00 1.601.445,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.553.000,00 0,00 0,00 0,00 17.553.000,00
17.553.000,00 0,00 0,00 0,00 17.553.000,00
19.287.454,53 17.846,86 150.855,62 0,00 19.154.445,77
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Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 29.761,74 0,00 29.761,74 0,00 0,00
29.761,74 0,00 29.761,74 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 88.576,96 44.375,64 0,00 0,00 132.952,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 347.136,20 45.900,81 0,00 0,00 393.037,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 558.072,56 74.012,41 120.977,38 0,00 511.107,59
993.785,72 164.288,86 120.977,38 0,00 1.037.097,20
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.553.000,00 0,00 0,00 0,00 17.553.000,00
17.553.000,00 0,00 0,00 0,00 17.553.000,00
18.576.547,46 164.288,86 150.739,12 0,00 18.590.097,20
scroll
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 0,00 26,00
0,00 26,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 319.660,90 364.036,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 91.129,43 125.077,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.558,24 221.767,39
564.348,57 710.881,07
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
0,00 0,00
564.348,57 710.907,07

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A.1. Geschäftsmodell

Die Eurofins Laborservices GmbH führt lebensmitteltechnische und mikrobiologische Analysen durch. Sie erstellt weiterhin Gutachten und bietet Beratungs- und Betriebsüberwachungen an. Diese Leistungen werden sowohl für externe Kunden sowie Konzerngesellschaften erbracht.

Die Geschäftstätigkeit wird in den Räumlichkeiten in Augsburg ausgeübt.

Die Gesellschaft ist in den Konzern der Eurofins-Gruppe eingebunden, mit der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, als Mutterunternehmen.

Die Eurofins Labore sind Life-Science Unternehmen, die Kunden der Industrie in den Bereichen Pharma, Nahrungsmittel, Bedarfsgegenstände und Umwelt umfangreiche Analysedienstleistungen anbietet. Mit über 62.000 Mitarbeitern und mehr als 900 Laboratorien in über 62 Ländern steht Eurofins weltweit in der Spitzengruppe der Branche. Das Dienstleistungsangebot der Gruppe umfasst über 200.000 verlässliche Analysemethoden zur Bestimmung der Sicherheit, Identität, Zusammensetzung, Authentizität, Herkunft und Reinheit von einer Vielzahl von Produkten.

Die Eurofins-Gruppe bezeichnet sich selbst als den globalen Marktführer auf diesem Gebiet. Durch Forschung & Entwicklung, Lizensierungen und Firmenzukäufe ist Eurofins in der Lage, auf Entwicklungen auf den Gebieten der Biotechnologie und der analytischen Wissenschaft zurückzugreifen und den Kunden Lösungen für ihre individuellen Fragestellungen anzubieten.

A.2. Ziele und Strategien

Die Eurofins Laborservices GmbH führt selbst lebensmitteltechnische und mikrobiologische Analysen durch und kauft eine Vielfalt an weiteren Analysen bei anderen Konzerngesellschaften ein. Somit bietet die Eurofins Laborservices GmbH ein breites Analysenportfolio an, ohne selbst die Vielfalt an Laboranalysen betreiben zu müssen. Es werden die Kompetenzzentren der Eurofins Konzerngesellschaften genutzt. Die lebensmittelrechtliche Beratung und die Funktion als zentrale Anlaufstelle für den Kunden stehen im Fokus. Die mikrobiologische Analyse am Standort Augsburg bietet die notwendige Schnelligkeit für zeitsensitive Freigabeanalysen.

Basierend auf dem Geschäftsmodell soll weiterhin eine Konzentration auf die Branchen Handel und alkoholfreie Getränke sowie alle anderen Branchen regional erfolgen.

Zusätzlich liegt ein Fokus der Eurofins Laborservices GmbH auf Hygieneaudits im süddeutschen Raum.

Durch die Optimierung der Prozesse und Abläufe sowie Digitalisierung sollen Bearbeitungszeiten und Kosten reduziert und damit die Marktstellung der Eurofins Laborservices GmbH weiter gestärkt werden.

A.3. Steuerungssystem

Zur Erreichung der zuvor genannten Ziele sowie zur kontinuierlichen Überwachung des Geschäftsverlaufs erfolgt eine regelmäßige Auswertung unterschiedlicher Kennzahlen und Steuerungsgrößen wie z. B. Umsatz, Personalkosten und EBIT.

Darüber hinaus erfolgt auf Unternehmensebene monatlich, sowie auf Konzernebene quartalsweise, eine strenge Budgetkontrolle im Rahmen einer Abweichungsanalyse mit strikten Verpflichtungen für die Zielerreichung von Standortverantwortlichen und Vertriebsmitarbeitern in den einzelnen operativen Einheiten.

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Angaben des Internationalen Währungsfonds1 bewegte sich das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 mit 3,5% leicht unter dem Niveau des Vorjahres (3,6%). Die Ursachen liegen im Wesentlichen in anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und im Ukrainekrieg sowie Handelskonflikte. Bezogen auf die Euro-Zone wurde ein Wachstum von 0,4%, in Deutschland ein Rückgang von -0,3% erzielt.

Die Ernährungsindustrie konnte ein deutliches Umsatzwachstum (+6,5%) gegenüber einer Stagnation in 2021 (+ 0,5%) und einem ebenfalls starkem Wachstum in 2022 (+17,9%) verzeichnen2.

Die Nachfrage auf dem Markt für Lebensmittelanalytik hängt generell nur mittelbar von der konjunkturellen Entwicklung der Gesamtwirtschaft ab3. Das Bedürfnis nach sicheren Lebensmitteln ist weiterhin hoch und das Qualitätsbewusstsein der Konsumenten wird durch entsprechende Berichterstattungen verschiedener Medien regelmäßig gesteigert. Dies hat bei einer Vielzahl von Marktteilnehmern auf Seiten der Lebensmittelproduzenten und -händlern dazu geführt, die ohnehin schon hohen Standards noch weiter zu erhöhen und neue Standards in der Lebensmittelqualität zu setzen. Weiterhin gewinnen alternative Ernährungsmodelle immer mehr an Bedeutung, ebenfalls einhergehend mit einer Erwartungshaltung von Konsumenten in Bezug auf Qualität und Zusatzstoffe4.

Es besteht allerdings aufgrund der Vielzahl der Anbieter auf dem Analysemarkt ein gewisser Wettbewerbs- und somit auch Preisdruck auf dem Lebensmittelanalysemarkt. Neben der Absenkung des allgemeinen Preisniveaus nimmt zusätzlich der Druck nach verkürzten Analysenzeiten und Termintreue stark zu. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, sind daher insbesondere auch kurze und zuverlässige Lieferzeiten zu realisieren. Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist zu einem großen Anteil von gruppeninternen Kunden geprägt. Die Einhaltung vorgegebener Zeitpläne und Erreichung von Zielgrößen ist ein wesentlicher Treiber in der Branche.

B.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Bei Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau erzielte die Gesellschaft bei leicht gestiegenen Materialaufwendungen ein positives Rohergebnis auf Vorjahresniveau. Die Personalkosten sanken aufgrund verringerter Personalzahlen leicht. Dies führte wie erwartet zu einer Verbesserung des Betriebsergebnisses (EBIT), welches positiv ausgefallen ist.

1 IWF, World Economic Outlook Update Juli 2025.
2 Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Statistikbroschüre 2024.
3 Statista: Konsumausgaben in Deutschland für Nahrungsmittel bis 2024.
4 Statista: Fokusthemen Lebensmittel & Ernährung.

Wie prognostiziert belasteten die Ergebnisübernahmen der Tochtergesellschaften das Jahresergebnis in 2023 deutlich weniger als in 2022, weiterhin wurden im Geschäftsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Dennoch fiel das Jahresergebnis auf Grund der Verlustübernahmen deutlich negativ aus.

B.2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Umsatzerlöse bewegen sich im Geschäftsjahr 2023 (TEUR 8.574) auf Vorjahresniveau (TEUR 8.570). Dies ist im Wesentlichen auf verringerte Probenzahlen zurückzuführen, die teilweise durch vorgenommene Preiserhöhungen im Geschäftsjahr kompensiert wurden. Die Erwartungen der Geschäftsführung an die Umsatzentwicklung wurden insoweit erfüllt. Die Materialaufwendungen stiegen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen leicht an, wo hingegen die Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht sanken. Dies führte wie erwartet zu einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten, nun positiven Betriebsergebnis (TEUR 79, Vorjahr: TEUR -118).

B.2.2. Ertragslage

Insgesamt ist im Geschäftsjahr 2023 eine Minderung an Proben von 8,46 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen (2023: ca. 41.593 Proben, 2022; ca. 45.437 Proben). Ursächlich ist eine stärkere Fokussierung der Gesellschaften auf Ihre Kernkompetenzen und somit eine erhöhte Untervergabe an Eurofins Schwestergesellschaften. In der Folge analysiert die Gesellschaft weniger Proben selbst. Es wurden Preiserhöhungen vorgenommen, die trotz einer verringerten Probenanzahl zu Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau TEUR 8.574 (Vorjahr: TEUR 8.570) führten.

Die zur Erzielung der Umsatzerlöse bezogenen Leistungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 4,5 % auf TEUR 3.949 (Vorjahr: TEUR 3.778). Dies ist auf die erhöhte Untervergabe von Analysen an Eurofins Gesellschaften zurückzuführen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verringerten sich auf TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 338) auf Grund der verringerten Auftragslage. Das Rohergebnis ist um 3% auf TEUR 4.394 (Vorjahr: TEUR 4.544) gesunken.

Die zur Erzielung des Rohergebnisses entstandenen Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr auf Grund gesunkener Personalzahlen mit TEUR 2.281 (Vorjahr: TEUR 2.478) um TEUR 197 niedriger als im Vorjahr. Aufgrund der veränderten Kostenstruktur hat sich die Personalaufwandsquote5 von 54,5 % auf 51,91 % verbessert.

Die Abschreibungen sind um TEUR 17 auf TEUR 164 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf das Ende der regulären Nutzungsdauer von einzelnen Wirtschaftsgütern zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um TEUR 133 auf TEUR 1.870. Dies ist im Wesentlichen auf die Vertriebs- und Verwaltungskosten zurückzuführen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich um TEUR 15.399 auf TEUR -5.876. Dies ist zum einen auf die aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Tochtergesellschaften übernommenen Verlusten von TEUR 5.200 (Vorjahr: TEUR 10.222) zurückzuführen. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger. Außerdem fällt der Sondereffekt aus den außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligungen (TEUR 10.653) aus dem Vorjahr in diesem Jahr weg und erklärt somit ebenfalls das weniger negative Finanzergebnis.

Zusammenfassend führte diese Entwicklung zu einem Jahresfehlbetrages von TEUR -6.135 (Vorjahr: TEUR -21.312). Die Entwicklung des Ergebnisses für das Geschäftsjahr zeigt einen positiven Trend und entspricht der Vorjahresprognose, dass sich das Ergebnis weiterhin negativ, aber mit einem deutlich positiven Trend entwickeln wird.

5 Personalaufwand / Rohergebnis

B..2.3. Finanz- und Vermögenslage

B. 2.3.1. Kapitalstruktur

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag verringerte sich um TEUR 707 und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR -21.105 (Vorjahr: TEUR -21.812). Die Eigenkapitalquote6 beträgt -89,1 % (Vorjahr: -88,2 %).

Die Veränderung des Eigenkapitals beruht auf dem negativen Jahresergebnis sowie der gegenläufigen Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 6.842.

Gemäß „Debt transfer and conversion agreement“ vom 2. Juni 2023 wurde die Einstellung in die Kapitalrücklage in einer Höhe von insgesamt TEUR 4.500 durch Umwandlung eines Darlehens vereinbart. Hierzu wurden mit selbem Vertrag zunächst bestehende Intercompany Darlehen in Höhe von TEUR 4.500 auf die Muttergesellschaft übertragen. Darüber hinaus sind mit Gesellschafterbeschluss vom 2. November 2023 TEUR 2.342 sowie in 2024 aufgrund mehrerer Beschlüsse insgesamt TEUR 2.324 Einstellungen in die Kapitalrücklage erfolgt. In 2025 wurden außerdem aufgrund mehrerer Beschlüsse insgesamt TEUR 24.647 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Auf der Passivseite bewegen sich die sonstigen Rückstellungen mit TEUR 536 deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 766). Dies resultiert aus den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Personalrückstellungen sowie die Rückstellungen für Kundenboni, welche alle im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um TEUR 813 auf TEUR 22.937. Diese Entwicklung resultiert aus der Reduzierung der Darlehensverbindlichkeiten um TEUR 2.164 auf TEUR 9.473. Die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung der Tochtergesellschaft (Verlustausgleich) sind hingegen leicht gestiegen.

Die Bilanzsumme der Eurofins Laborservices GmbH verringerte sich leicht im Berichtsjahr unter Berücksichtigung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages auf TEUR 23.683 (Vorjahr: TEUR 24.744).

B.2.3.2. Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 18 betrafen wie im Vorjahr den Umbau und die Erweiterung der Laborräume für mikrobiologische Untersuchungen.

B.2.3.3. Liquidität

Die Liquidität der Eurofins Laborservices GmbH war im Berichtsjahr stets gewährleistet. Es wird auch in Zukunft eine stabile Vermögens- und Finanzlage erwartet, die eine jederzeit gegebene Liquidität beinhaltet. Dies ist durch eine zentrale Liquiditätssteuerung (Cash Pool) der Eurofins-Gruppe in Deutschland sichergestellt.

Neben den insgesamt erfolgten Einstellungen in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt TEUR 33.813 (TEUR 6.842 in 2023, TEUR 2.324 in 2024 und TEUR 24.647 in 2025) werden der Gesellschaft bei Bedarf Darlehen seitens einer Konzerngesellschaft gewährt. Zum 30. Juni 2025 valutierte das Darlehen in Höhe von TEUR 9.473, dieses wurde mit der zuletzt stattgefundenen Kapitalerhöhung im Jahr 2025 vollständig getilgt.

6 Eigenkapital / Bilanzsumme

B.2.3.4. Vermögenslage

Auf der Aktivseite ist das Sachanlagevermögen mit TEUR 564 deutlich zurückgegangen (Vorjahr: TEUR 711). Es hat nur geringfügige Investitionen gegeben, die geringer als die laufenden Abschreibungen waren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um TEUR 89 auf TEUR 1.130.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich leicht mit TEUR 67 im Vergleich zum Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 582). Dies resultiert im Wesentlichen aus Forderungen im Zusammenhang mit Ergebnisabführungsverträgen.

Da angesichts der Prognosen für die Folgejahre nicht mit einer Realisierung der temporären Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz gerechnet wird, wurden zum Bilanzstichtag keine aktiven latenten Steuern mehr ausgewiesen.

Es besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 21.105 (Vorjahr: TEUR 21.812).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

C.1. Prognosebericht

C.1.1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds7 gibt für das Jahr 2024 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,3% an, für das Jahr 2025 werden 3,0% prognostiziert. Dieser Wert wird unter anderem durch ein voraussichtliches Wirtschaftswachstum für China in Höhe von 4,8% für 2024 und 5% für 2025 und Indien in Höhe von 6,5% für 2024 und 6,4% für 2025 getragen, wohingegen sich das Wirtschaftswachstum der USA für das Jahr 2025 voraussichtlich auf 1,9% verringert. Das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2026 wird mit 3,1% auf Vorjahresniveau prognostiziert. Hintergrund der Prognose sind die direkten Auswirkungen neuer Handelsmaßnahmen sowie deren indirekte Effekte durch Handelsverflechtungen.

Bezogen auf die Euro-Zone wird im Jahr 2024 mit einem abgeschwächten Wachstum von 0,9% gerechnet, fortgesetzt mit 1,0% im Jahr 2025 und 1,2% in 2026.

Das Wirtschaftswachstum für Deutschland wird für das Jahr 2024 mit einem Rückgang von -0,2% angegeben, im Jahr 2025 wird eine leichte Verbesserung auf 0,1% erwartet, im Jahr 2026 wird eine Verbesserung auf 0,9% prognostiziert.

Branchenseitig wird bei den Labordienstleistungen von einer positiven Entwicklung ausgegangen. Die Konsumausgaben im Bereich Lebensmittel steigen stetig8 , ebenso die Qualitätsansprüche der Konsumenten9. Weiterhin nimmt das Regulierungsumfeld laufend Anpassungen vor, weitere EU-weite Regelungen werden folgen. Die seit Anfang 2023 geltenden Grenzwerte in Lebensmitteln für PFAS (Ewigkeitschemikalien) führten bereits zu einer erhöhten Nachfrage10.

7 IWF, World Economic Outlook Update Juli 2025.
8 Statista: Konsumausgaben in Deutschland für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke in den Jahren 1991 bis 2024.
9 Statista: Fokusthemen Lebensmittel & Ernährung.
10 https://www.bmuv.de/themen/gesundheit/lebensmittelsicherheit/verbraucherschutz/ueberblick-verbraucherschutz/eu-hoechstgehaltefuer-per-und-polyfluorierte-alkylsubstanzen-pfas-in-lebensmitteln .

Die entsprechende Nachfrage nach Testungen ist daher weiterhin vorhanden. Trotz steigender Preise für Verbrauchsmaterialien und Personalengpässe blickt die Laborbranche grundsätzlich positiv in die Zukunft11.

C.1.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Neben der Fortsetzung der Konzentration auf Kernkompetenzen und Kernbranchen wird der Fokus auf die Entwicklung und den Ausbau des Bestands- und Neukundengeschäftes gelegt. Weiterhin soll auch in 2024 und in Folgejahren die Effizienz durch Prozessverbesserungen und Digitalisierung gesteigert werden sowie Verbrauchsmaterialkosten durch Methodenwechsel und kostenbewussten Einkauf gesenkt werden. Ebenso soll durch weitere Preiserhöhungen auf die steigenden Kosten reagiert werden.

In 2024 wird sich das operative Betriebsergebnis der Gesellschaft aufgrund der vorstehenden Bemühungen voraussichtlich positiver darstellen. Die negativen Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaft werden, wenn auch weniger deutlich als 2023, dennoch das Ergebnis belasten. Somit wird im Vergleich zum Vorjahr ein leicht verbessertes, aber immer noch deutlich negatives Jahresergebnis für 2024 erwartet.

Im Jahr 2025 wird das operative Betriebsergebnis der Gesellschaft voraussichtlich deutlich positiver ausfallen, was auf die bisherigen Anstrengungen zurückzuführen ist. Dennoch werden die negativen Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaft, wenn auch in geringerem Maße als im Jahr 2024, das Gesamtergebnis weiterhin belasten. Insgesamt wird im Vergleich zum Vorjahr ein leicht verbessertes, aber nach wie vor deutlich negatives Jahresergebnis für 2025 erwartet.

2026 sollen die Bemühungen im Zusammenhang mit Kosteneinsparung sowie Effizienzen wiederum zu einem positiven operativen Ergebnis der Gesellschaft sowie verbesserten, wenngleich negativen Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften führen.

Aufgrund der schlechten Ergebnis- und daraus folgenden Eigenkapitalsituation erfolgte bereits in 2023 eine Erhöhung der Kapitalrücklage durch Umwandlung von Darlehen in Höhe von TEUR 4.500 sowie weitere Einstellungen in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt TEUR 4.666 in 2023 und 2024. Darüber hinaus wurden in 2025 insgesamt Erhöhungen der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 24.647 vereinbart. Die letzte Einstellung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 23.405 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 3. Juli 2025 vereinbart. Infolge von Umstrukturierungen und Hebung von Synergieeffekten wird eine Verbesserung der Ergebnissituation der Enkel- bzw. Tochtergesellschaften erwartet. Es sollen Schnittstellen aufgrund von Standortnähe besser genutzt werden. Langfristig ist auch die Zusammenlegung von Laboren denkbar. Dieses Konzept soll planmäßig spätestens ab dem Jahr 2027 zu positiven Ergebnisabführungen an die Muttergesellschaft führen.

Die Produktionskosten sollen durch konsequente Weiterentwicklung der Prozesse, IT-Systeme und der analytischen Methoden perspektivisch markt- und wettbewerbsfähig gehalten werden. Investitionen und eine sich abzeichnende Wachstumsdynamik bilden den Grundstein für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Neben Bestandskundenausbau und Neukundengewinnung wird der Fokus auch in Folgejahren auf eine Reduzierung der Durchlaufzeiten gelegt. Weiterhin soll, nach eingehender Analyse der jährlichen Produktionskosten pro analytischer Methode/Test und Kunden, konsequent an der Verringerung von Produktionskosten gearbeitet werden, um die Profitabilität zu erhöhen. Dies wird aufgrund der Preisdynamik am Beschaffungsmarkt erschwert. Auch wird erwartet, dass diese Kosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können.

11 Scrivo: Grüner und intelligenter: Positive Pandemie-Nachwehen in der Laborbranche

C.1.3. Zusammenfassende Aussage der Zukunftsprognose

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist derzeit von einem leichten Wachstum der Eurofins Laborservices GmbH auszugehen.

Dabei werden insgesamt relativ konstante Umsatzerlöse für die kommenden Jahre erwartet. Im Zusammenhang mit einer gleichzeitigen Kostenreduktion für das Jahr 2024 wird wieder mit einem leicht verbesserten Ergebnis gerechnet. Dieser Trend ist auch für die Jahr 2025 und 2026 geplant. Ab 2027 ist geplant, dass alle Unternehmen ein positives Ergebnis erzielen.

C.2. Risikobericht

Auch zukünftig ist die Gesellschaft auf die Unterstützung der Gesellschafterin mit liquiden Mitteln angewiesen, um insbesondere dann, wenn die geplanten Erträge und Ergebnisse (einschließlich der Ergebnisabführungen der Enkel- und Tochtergesellschaften) und damit verbundenen Zahlungsmittelzuflüsse später als erwartet realisiert werden oder gar ausbleiben, den Fortbestand unserer Unternehmung und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen.

Als Risiko gilt der nach wie vor starke Preiskampf auf dem Lebensmittelanalytikmarkt, der sich insbesondere in einer stetigen Absenkung des allgemeinen Preisniveaus von Labordienstleistungen aufgrund eines verstärkten Wettbewerbsdrucks widerspiegelt. Aufgrund der starken Eurofins- Gruppenstruktur ist die Eurofins Laborservices GmbH gut aufgestellt und kann auf Kompetenzzentren zugreifen. Weiterhin war es in Vorjahren möglich, Preissteigerungen zumindest teilweise an die Kunden weiterzugeben. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer starken Beobachtung der Preissituation.

Die Eurofins Laborservices GmbH ist auf gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen angewiesen. Der auch in der Laborindustrie zu verzeichnende Personalfachkräftemangel und damit einhergehenden steigenden Personalkosten stellen daher ein zu managendes Risiko dar. Daher setzte die Gesellschaft auf Querqualifikation und Automatisierung sowie Flexibilisierung.

Die Gesellschaft ist weiterhin von Preisänderungsrisiken im Zusammenhang mit Änderungen der Einkaufskonditionen bei Chemikalien, Gebrauchsartikeln und Gasen betroffen. Dieses Risiko wird durch eine gruppeninterne Beschaffungsabteilung überwacht.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Geschäftsverlauf der einzelnen Gesellschaften des Konzerns wird nach einheitlichen Richtlinien abgebildet und erläutert. Die relevanten finanzwirtschaftlichen Zielgrößen Net Sales, Personalaufwand sowie EBIT werden monatlich im Rahmen eines Gruppenreportings zeitnah dem Vorstand und den entsprechenden Managementebenen zur Verfügung gestellt, um umfassend über mögliche Risiken zu informieren. Die Zielerreichung in den Business Units und Cost Centers wird durch ein ausführliches und verfeinertes monatliches Berichtswesen überwacht und gesteuert. Mit Hilfe dieser Plan-/ Ist- Vergleiche können frühzeitig Abweichungen erkannt und notwendige Maßnahmen zur Zielerreichung eingeleitet werden.

Die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft wird durch wöchentliche Liquiditätsberichte gesteuert. Spezielle - über das generelle Geschäftsrisiko hinausgehende - Liquiditätsrisiken liegen nicht vor.

Parallel dazu werden alle Qualitäts- und Prozessthemen des Produktions- und Analysebereichs durch das Qualitätsmanagement und die damit verzahnten Dokumentationspflichten systematisch weiterentwickelt.

Grundsätzlich unterliegt die Gesellschaft den allgemeinen IT-Risiken. Zur Stärkung der IT-Sicherheit wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen und die Mitarbeiter durch Schulungen für das Thema sensibilisiert.

Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine kommen weitere Faktoren dazu, die sich auf den weiteren Geschäftsverlauf auswirken können. Der Kostendruck auf Seiten unserer Kunden kann sich durch Kosteneinsparungen im Bereich des Lebensmittelmarktes und der Umweltanalytik negativ, über zunehmenden Preisdruck, auf den Umsatz der Gesellschaft auswirken.

C.3. Chancenbericht

Durch die stetig steigende Globalisierung des Lebensmittelmarktes und den daraus resultierenden Risiken in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Authentizität bzw. Verfälschung der Roh- und Fertigwaren aber auch durchzunehmende Regulierungen und Einführung neuer Richt- und Grenzwerte, ergeben sich neue Chancen.

Die Forderung, sowohl nach immer schnelleren Bearbeitungszeiten als auch nach professioneller Beratung und der Garantie von Sicherheit wird auch in der Zukunft weiterhin im Fokus stehen und den Kunden in der Wahl seiner analytischen Mittel beeinflussen.

Die Eurofins Laborservices GmbH ist aufgrund des hohen lebensmittelrechtlichen Niveaus und der Vernetzung innerhalb des Eurofins-Labornetzwerks in der Lage, die Erfordernisse ihrer Kunden vollumfänglich zu bedienen. Durch das vorhandene breite Fachwissen in rechtlichen und fachlichen Fragestellungen über diverse Lebensmittelbranchen hinweg, kann die Eurofins Laborservices GmbH den Lebensmittelmarkt in seiner vollen Breite nicht nur national, sondern auch international bedienen. Hierdurch können Schwankungen /Krisen in einzelnen Industriesektoren abgemindert und das Risiko von Umsatzrückgängen minimiert werden.

Durch dieses Paket an analytischen Leistungen und lebensmittelrechtlichen Beratungen ist es der Eurofins Laborservices GmbH möglich, den Anforderungen der Kunden aus den Bereichen der Lebensmittelproduktion und des Lebensmittelhandels gerecht zu werden und als Partner und Berater für diese Bereiche aufzutreten.

 

Hamburg, den 17. November 2025

gez. Dr. Tom Stückemann

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach §§ 276, 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang sowie Lagebericht - haben wir am 22. November 2025 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eurofins Laborservices GmbH, Augsburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eurofins Laborservices GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eurofins Laborservices GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt A. des Anhangs sowie die Angaben in den Abschnitten B.2.3.1. sowie B.2.3.3. und C.2. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft in den Jahren 2023 bis 2025 bereits erhebliche Mittel aus Einstellungen in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin erhalten hat und falls die geplanten Erträge und Ergebnisse (einschließlich der Ergebnisabführungen der Enkel- und Tochtergesellschaften) und damit verbundenen Zahlungsmittelzuflüsse später als erwartet realisiert werden oder gar ausbleiben, die Gesellschaft auch weiterhin auf die Unterstützung der Gesellschafterin mit liquiden Mitteln angewiesen ist, um den Fortbestand der Unternehmung und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 22. November 2025

MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Horstkötter, Wirtschaftsprüfer

gez. Kulwatz, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26. Januar 2026 festgestellt.

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