Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 26425
Vorher
Polyamide Fibers Holding GmbHPolyamide High Performance GmbHCordasi GmbH
Eingetragen
23.7.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Seilerwaren
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von industriellen Polyamid-Garnen, sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Gesellschaften, insbesondere an solchen, die sich mit der Erbringung von industriestandortbezogenen Dienstleistungen und grundstücksbezogenen Tätigkeiten aller Art befassen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Finacor B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Finacor B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cordasi GmbH

Erlenbach am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

LAGEBERICHT

Allgemeine Anmerkungen

Die Cordasi GmbH firmierte bis zum 26. September 2012 unter dem Namen Polyamide High Performance GmbH (PHP GmbH). In 2012 produzierte und verkaufte diese innerhalb der Polyamide High Performance Group (PHP-G) weltweit industrielle Polyamide-Fasern für die Produktion von Airbags sowie für den Einsatz als Verstärkungsmaterial unter anderem in Reifen, Tauen, Netzen, Förderbändern sowie weiteren technischen Anwendungen.

Das bis 11. September 2012 unter dem Namen Polyester High Performance GmbH (PET GmbH) agierende 100 %-Tochterunternehmen ist darüber hinaus im europäischen Polyester-Markt in Anwendungsfeldern wie Sicherheitsgurten oder Breitgewebe sowie anderen Nischenmärkten breit aufgestellt.

Mit Einbringung der operativen Geschäftsfelder der ehemaligen PHP GmbH (Teilbetrieb Polyamide) in die PET GmbH zum Stichtag 31. August 2012, 24.00 Uhr, wurde auch deren Name in PHP Fibers GmbH geändert. Damit wurde der bereits mit der Akquisition in 2009 begonnenen synergetischen Verschmelzung der beiden Geschäftsfelder nun auch von der gesellschaftsrechtlichen Seite Rechnung getragen. Insbesondere in den Anwendungsfeldern Airbag (Welt) und Reifen (Europa) nimmt die PHP Fibers GmbH dabei führende Marktpositionen ein.

Weiterhin hält die Cordasi GmbH die Beteiligung an der Mainsite GmbH & Co. KG, die sich mit der Erbringung von industriestandortbezogenen Dienstleistungen und grundstücksbezogenen Tätigkeiten aller Art befasst sowie über ihre Tochterunternehmen und Beteiligungen weitere Dienstleistungen, insbesondere in technischen Anwendungsfeldern, erbringt.

Der Vorjahresvergleich der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ist insofern nur bedingt möglich, da anders als in 2011 die Aufwands- und Ertragszahlen bezüglich des operativen Geschäftes lediglich acht Monate umfassen.

Marktentwicklung

Insbesondere das erste Halbjahr 2012 war durch eine durchweg starke Nachfrage gekennzeichnet, der die typische saisonbedingte Abschwächung in den Sommermonaten folgte. Die Herbst- und Wintermonate waren durch eine weitere konjunkturelle Abschwächung gekennzeichnet, so dass die Volumina auf Jahresbasis deutlich unter den geplanten Werten lagen.

Darstellung des Geschäftsverlaufes

Märkte und Produktbereiche

Die in 2011 starke Nachfrage aus der Autoindustrie setzte sich in 2012 zunächst unvermindert fort.

Noch stärker als im Vorjahr entwickelte sich der überwiegend OEM-geprägte Markt für Airbag-Garne. Neben einer robusten europäischen Nachfrage waren zusätzliche Mengen für Unterstützungslieferungen infolge einer Force-Majeur-Deklaration die relevanten Treiber für die Zunahme während der Monate bis August 2012.

Leicht unter den Erwartungen und dem Vorjahr blieb dagegen der Bereich Reifen und technische Garne.

Sowohl der automotive-getriebene Reifenmarkt als auch der inhomogene Markt für vielfältige technische Polyamide-Anwendungen waren in den ersten acht Monaten nahe, jedoch leicht unter Vorjahresniveau.

Die Rohstoffe, die in 2011 erhebliche Preiszuwächse erfahren hatten, zeigten bis August 2012 im Acht-Monats-Schnitt einen mäßigen Anstieg bei allerdings schwankendem Verlauf.

Deutlich unter Vorjahresniveau war das Produktsegment "Chips andOthers". Nach einer gewissen Kontinuität im Vorjahr war der zunehmende Druck seitens des Spot-Marktes bei gleichzeitigem Rohstoffpreisanstieg hierfür verantwortlich.

Der nordamerikanische Markt, der von der PHP-G über ihr Tochterunternehmen PHP Inc., USA mit Airbag-Garnen und sonstigen technischen Garnen versorgt wird, war wie im Vorjahr von stetiger und sehr hoher Nachfrage, insbesondere im Airbag-Bereich, gekennzeichnet. Die Produktionskapazitäten wurden zur Jahresmitte um rund 30 % erweitert, und dieses erhöhte Niveau war sogleich ausverkauft.

Umsatz

Die Cordasi GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 121,2 Mio. Euro gegenüber 179,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011. Dabei lagen die Umsatzerlöse der ersten acht Monate mit 3,2 % leicht unter Vorjahresniveau.

Produktion und Qualität

Ähnlich zum Vorjahr waren vor allem die ersten sechs Monate in 2012 von einer durchweg hohen Produktionsauslastung geprägt. In den Sommermonaten wurde der beginnenden Nachfrageabschwächung durch eine entsprechende produktionsseitige Anpassung begegnet.

Die hohe Flexibilität der Mitarbeiter wie auch die kombinierte Nutzung des Maschinenequipments aus dem Verbund mit dem Teilbetrieb Polyester waren auch in 2012 wichtige Voraussetzung für die marktseitig geforderten Volumina und zeitnahe Belieferung mit den gewünschten Spezifikationen.

Rohstoffseitig waren wir in 2012 störungsfrei und gleichbleibend versorgt, so dass keine beschaffungsseitigen Restriktionen auftraten.

Das in der kompletten Organisation fest implementierte und auf Dauer angelegte Total Produktive Maintenance Projekt (TPM) konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder deutliche Erfolge aufzeigen.

Ertragslage

Das Bruttoergebnis liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 mit 8,2 Mio. Euro gegenüber 12,0 Mio. Euro im Vorjahr insbesondere aus dem Einfluss der Übertragung des Teilbetriebs zum Ende August 2012 auf deutlich niedrigerem Niveau.

Durch verstärkte Einsparungen insbesondere im Verwaltungsbereich konnte für das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit trotz des Umsatzrückgangs ein nur um 0,4 Mio. Euro unter dem Vorjahr liegender Wert von 1,3 Mio. Euro erzielt werden.

Die Erträge aus Beteiligungen, welche von der Mainsite GmbH & Co. KG an die Cordasi GmbH abgeführt wurden, lagen in 2012 bei 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,1 Mio. Euro). Die Zinsaufwendungen betrugen im laufenden Geschäftsjahr 4,8 Mio. Euro. Die Gründe für die Reduktion um über die Hälfte des Vorjahres sind neben der im Rahmen der Refinanzierung gegen Ende 2011 erfolgten Schuldübernahme der Muttergesellschaft auch das in 2012 deutlich niedrigere Markt-Zins-Niveau sowie der Transfer von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 44,0 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Übertragung des Teilbetriebs Ende August 2012.

Das Ergebnis aus veränderten Wertansätzen auf Finanzanlagen, welches im Vorjahr durch die Zuschreibung auf die PHP Overseas Investments GmbH noch mit 1,5 Mio. Euro positiv war, weist in 2012 einen Negativwert von 12,3 Mio. Euro aufgrund der vorgenommenen Abschreibung auf den Beteiligungswert der PHP Fibers GmbH zum Stichtag 31. Dezember 2012 auf.

In den außerordentlichen Erträgen von 21,8 Mio. Euro finden sich das Ergebnis der im Zeitpunkt der Ausgliederung des Teilbetriebs vorgenommenen Zuschreibung auf die US-Tochter sowie die Aufdeckung stiller Pensionslasten wieder. Die außerordentlichen Erträge des Vorjahres lagen bei 22,9 Mio. Euro: Die im November 2011 finalisierte finanzielle Restrukturierung, welche unter anderem eine befreiende Schuldübernahme durch die Finacor B. V., Arnheim, Niederlande, in Höhe von 37,2 Mio. Euro umfasste, wurde mit ihrem resultierenden Betrag nach Nutzung von 14,3 Mio. Euro in 2010 dann in 2011 mit einem Wert von 22,9 Mio. Euro ergebniswirksam. Außerordentliche Aufwendungen in Zusammenhang mit der genannten finanziellen Restrukturierung sowie Effekte aus der stufenweise Abbildung der BilMoG-Anforderungen waren im außerordentlichen Ergebnis 2011 mit 4,2 Mio. Euro negativ enthalten. In 2012 weisen die außerordentlichen Aufwendungen einen Wert von 1,6 Mio. Euro aus. Neben Kosten für die Reorganisation in Höhe von 0,6 Mio. Euro sind 1,0 Mio. Euro aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung nach BilMoG die wesentliche Komponente.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen in voller Höhe periodenfremde Steuern in Höhe von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,1 Mio Euro). Dieser saldierte Wert umfasst die Bildung einer Steuerrückstellung für die Ergebnisse aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2004 bis 2007 in Höhe von 1,7 Mio Euro sowie die Erträge aus der Auflösung von Körperschaftsteuerrückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro

In Summe führte dies zu einer Verschlechterung des Jahresergebnisses von 15.047 TEUR auf 4.630 TEUR.

Forschung und Entwicklung

Auch in den ersten acht Monaten des Jahres 2012 wurden wiederum vielfältige neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowohl durch kundenseitige Wünsche als auch vertriebsseitige Anwendungsideen sowie produktions- und prozessorientierte Anregungen initiiert und zur seriennahen Umsetzung gebracht. Mit Übertragung des Teilbetriebs werden diese Aktivitäten in der PHP Fibers GmbH weitergeführt.

Investitionsausgaben

Die Ausgaben für Investitionen in das Sachanlagevermögen, die sich auf die Monate Januar bis August konzentrierten, beliefen sich in 2012 auf 0,7 Mio. Euro gegenüber 1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Diese wurde mit Übergang des Teilbetriebs auf die PHP Fibers GmbH übertragen, begonnene Investitionsmaßnahmen werden in der neuen Einheit fortgeführt.

Personal

Während die PHP GmbH zum 31. Dezember 2011 insgesamt 517 Mitarbeiter an den Standorten Obernburg und Wuppertal beschäftigte, wurden sämtliche Mitarbeiter mit Übertragung des Teilbetriebs auf die PHP Fibers GmbH überführt.

Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Nach Abgang des Teilbetriebs Polyamide finden sich auf der Vermögensseite der Cordasi GmbH zum Ende des Geschäftsjahres 2012 als wesentlicher Posten die Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese beinhalten neben der PHP Fibers GmbH, die die ehemalige PET GmbH sowie den aufgenommenen Teilbetrieb der Polyamide umfasst, unverändert die Mainsite GmbH & Co. KG sowie die Mainsite Verwaltungs-GmbH. Sämtliche sonstigen Anlagegüter sind mit Übergang des Teilbetriebs auf die PHP Fibers GmbH zum 31. August 2012 übertragen worden. Dabei wurden abgehende immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen sowie Finanzanlagen durch die nach der Einbringung verbleibenden Anteile an der PHP Fibers GmbH sowie der Mainsite GmbH & Co. KG mit ihren jeweiligen Tochter- und Beteiligungsunternehmen ersetzt.

Die Summe des Anlagevermögens veränderte sich infolge dieser strukturellen Änderung jedoch nur unwesentlich von 117,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 116,4 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2012.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich aufgrund der Ausgliederung des Teilbetriebs erheblich, von 66,9 Mio. Euro, auf nunmehr nur 7,0 Mio. Euro. Wesentlicher Teil des Umlaufvermögens zum Stichtag 31. Dezember 2012 ist das Kassen- und Bankguthaben in Höhe von 6,4 Mio. Euro.

Das langfristige Fremdkapital (bestehend aus Pensionsrückstellungen sowie den langfristigen Verbindlichkeiten) reduzierte sich von 122,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 73,1 Mio. Euro. Mit Abgang des Teilbetriebs wurden die Verpflichtungen aus Altersversorgung für die aktiven Mitarbeiter wie auch sonstige Verpflichtungen und Rückstellungspositionen mit Ausnahme der Steuerrückstellungen diesem mitgegeben. Auch erfolgte in diesem Zusammenhang eine Übertragung von Bankverbindlichkeiten in Höhe von 44,0 Mio. Euro auf die diese aufnehmende PHP Fibers GmbH.

Das kurzfristige Fremdkapital ist von 43,1 Mio. Euro auf 27,3 Mio. Euro gesunken. Hauptursache hierfür ist der drastische Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 16,0 Mio. Euro auf 0,1 Mio. Euro durch Wegfall der operativen Geschäftsfelder zum 31. August 2012 mit Übergang des Teilbetriebs Polyamide auf die PET GmbH.

Das Eigenkapital der Cordasi GmbH erhöhte sich von 18,4 Mio. Euro nach Abschluss der finanziellen Restrukturierung in 2011 auf 23,0 Mio. Euro nach erfolgter organisatorischer Neuausrichtung in 2012 zum Bilanzstichtag.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich demnach auf 18,7 % gegenüber 10,0 % im Vorjahr.

Die Betriebsprüfung für die Jahre 2004 bis 2007 wurde im Geschäftsjahr 2012 nahezu abgeschlossen. Die Erkenntnisse hieraus führten zur Bildung entsprechender Rückstellungen für Steuern in Höhe von 1,9 Mio. Euro und für darauf entfallende Zinsen in Höhe von T€ 644.

Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Am Produktionsstandort Obernburg gelten hohe Standards für Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Mit Übergang des Teilbetriebs Polyamide wurden auch die entsprechenden Zertifizierungen an die PHP Fibers GmbH übertragen.

Durch vielfältige flankierende Maßnahmen ist gewährleistet, dass die Sensibilität gegenüber Umweltschutz und Arbeitssicherheit in der gesamten Gruppe auf einem sehr hohen Niveau ist. Die Vielzahl an Maßnahmen und Bemühungen auf diesen Gebieten hat zum Ziel, das Auftreten nennenswerter Risikopotenziale weitestgehend zu vermeiden.

Chancenberichterstattung

Nach Ausgliederung des Teilbetriebs Polyamide in die PHP Fibers GmbH hält die Cordasi GmbH neben dieser noch die Beteiligungen an der Mainsite GmbH & Co. KG sowie der Mainsite Verwaltungs-GmbH.

Die Entwicklung der Cordasi GmbH steht eng in Relation mit ihren wichtigen strategischen Geschäftsfeldern, dem weltweiten Fasergeschäft sowie dem Betreiben des Standortes in Obernburg (ICO) mit den angegliederten hoch spezialisierten Geschäftsfeldern, insbesondere der Analytik sowie dem Bereich Anlagenbau und technische Dienstleistungen.

Mit unserer lokalen, weltweiten Präsenz, insbesondere auch über die Polyamide High Performance Inc. in den USA sowie unser chinesisches Gemeinschaftsunternehmen sind wir regional in allen wichtigen Märkten vertreten. Nach einer Erhöhung der Produktionskapazitäten in der zweiten Jahreshälfte 2011 wird unser Joint Venture in 2013 erneut die Kapazitäten in China erweitern. Auch für den amerikanischen Markt haben wir in 2012 die Kapazitäten signifikant erhöht und werden an der erwartet positiven Entwicklung weiterhin deutlich partizipieren.

In Europa profitieren wir nach erfolgter juristischer Verschmelzung der beiden Teilbetriebe Polyamide und Polyester von der noch intensivierten Nutzung von Synergiepotenzialen.

In Summe stärken wir damit unsere regionale wie weltweite Kundenbeziehung und unterstützen gleichzeitig den kundenseitig geforderten Lokalisierungsanspruch.

Risikoberichterstattung

Allgemeine Risiken

Die weltweit bestehenden fragilen Beziehungen und ungelösten Problemfelder werden auch für 2013 eine hohe Unsicherheit der Märkte zur Folge haben. Während für den asiatischen und nordamerikanischen Raum eine positive Entwicklung, insbesondere auch im Automotive-Bereich, angenommen werden kann, ist in Europa eher von Stagnation auszugehen.

Finanzierungsrisiken

Die Finanzierung der Gesellschaft wird über den dem Cordasi-Konzern (ehemals Konzern der Polyamide High Performance GmbH) insgesamt zur Verfügung stehenden Kreditrahmen sichergestellt. Die Kreditvereinbarungen wurden im Geschäftsjahr 2011 erfolgreich erneuert. Die Laufzeiten der Darlehenstranchen auf Ebene der Cordasi-Gruppenunternehmen sind bis zum 31. Dezember 2015 erweitert worden. Zins- und sonstige Konditionen wurden an aktuelle Marktstandards angepasst. Des Weiteren hatte die ehemalige Konzernmuttergesellschaft, die Corsadii B.V., Arnheim, Niederlande, im November 2011 94,9 % ihrer Anteile an der Finacor B.V. an eine holländische Stiftung übertragen, womit eine Änderung des Konzernkreises seit 2011 einherging. Die Summe der in 2011 vorgenommenen Maßnahmen sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe.

Die Kreditvereinbarungen enthalten Klauseln, die den Banken die Kündigung sowie die Verwertung der Sicherheiten im Falle einer wesentlichen Verschlechterung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Cordasi-Konzerns (ehemals Konzern der Polyamide High Performance GmbH) oder der Nichteinhaltung von bestimmten Kreditbedingungen, den sogenannten Covenants, gestatten würde.

Wir schätzen das Risiko einer Nicht-Einhaltung sowie einer daraus resultierenden Kündigung der Cordasi-Konzernfinanzierung als nicht wahrscheinlich ein. Somit ist die Going-Concern-Prämisse aus Sicht der Geschäftsführung für die Cordasi GmbH unverändert gegeben.

Die Finanzierung der Gesellschaft könnte negativ beeinträchtigt werden, wenn sich die äußeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Beispiel aufgrund der Staatsschuldenkrise oder der konjunkturellen Entwicklung deutlich verschlechtern würden. Hieraus könnten grundsätzlich auch Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken resultieren, die die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen.

Der im Unternehmen verankerte Budgeterstellungs- und Liquiditätssteuerungsprozess einschließlich einer auf Quartalsbasis durchgeführten prospektiven Neueinschätzung (sog. "Rolling Forecast") und die monatliche Ermittlung der relevanten Leistungskennzahlen stellen eine frühzeitige Erkennung möglicher Fehlentwicklungen sicher und ermöglichen es, gegensteuernde Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen (Risikofrüherkennungssystem).

Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken

Sowohl der in 2011 erneuerten, langfristig ausgerichteten Kreditfinanzierung als auch der innerhalb der Gruppe vorgenommenen Fakturierung von Lieferungen in Fremdwährung sind Zinsänderungs- bzw. Fremdwährungsrisiken inhärent. Diese Risiken werden von unserer Treasury-Abteilung aktiv gemanagt und durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, Währungs-Swaps sowie Caps reduziert. Aus der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente entstehende Risiken zum Bilanzstichtag werden im Jahresabschluss berücksichtigt.

Nachtragsbericht

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

Ausblick 2013 bis 2014/15

Die Nachfrage nach automobilen Anwendungen für unsere Garne wird gemäß unserer Einschätzung insbesondere in Europa in der ersten Jahreshälfte 2013 auf dem 2012er Niveau des zweiten Halbjahrs verharren. In 2014 und 2015 sehen wir ein dann sich wieder verstärkendes Wachstum auch in Europa. Für unsere relevanten Märkte in Nordamerika und Asien erwarten wir sowohl in 2013 als auch in den Jahren 2014 und 2015 ein deutliches Wachstum.

In den anderen bestehenden Anwendungsbereichen für den überwiegend europäischen Markt erwarten wir in Summe eher Konstanz bzw. nur leichtes Wachstum.

Die weltweit bestehenden Unsicherheiten werden auch in 2013 und den Folgejahren zu hohen Währungsvolatilitäten führen. Dennoch gehen wir augenblicklich davon aus, dass die Währungsrelationen insbesondere zum Dollar um das heutige Niveau als Mittelwert auch mittelfristig fluktuieren.

Mit Abschluss der Refinanzierung in 2011 und der organisatorischen Optimierung im abgelaufenen Geschäftsfahr 2012 sowie des internationalen Ausbaus unserer Kapazitäten haben wir unsere Gruppe zukunftsorientiert aufgestellt und erwarten nach einer Konsolidierung in 2013 für Europa in den Folgejahren eine weiterhin positive Entwicklung der Cordasi GmbH und unserer Unternehmensgruppe. Nach einem ausgeglichenen Ergebnis in 2013 wird die Cordasi GmbH insbesondere über die Ergebnisbeiträge ihrer Tochterunternehmen ab 2014 positive Resultate ausweisen.

 

Erlenbach am Main, den 5. April 2013

Cordasi GmbH

Die Geschäftsführung

Jochen Boos

Dr. Michael Scobel

Albert M. Franz

Bilanz

Aktiva

  31.12.2012
TEUR
01.09.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 523
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 40
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 34.280
  0 0 34.843
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 2.295
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0 13.079
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0 595
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 539
  0 0 16.508
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 116.434 128.733 57.076
2. Beteiligungen 0 0 4.207
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 4.482
  116.434 128.733 65.765
  116.434 128.733 117.116
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0 0 3.472
2. Unfertige Erzeugnisse 0 0 1.247
3. Fertige Erzeugnisse 0 0 24.121
  0 0 28.840
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 21.784
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 108 358 9.484
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 1.366
4. Sonstige Vermögensgegenstände 478 119 1.856
  586 477 34.490
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.375 0 3.547
  6.961 477 66.877
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 142
  123.395 129.210 184.135

Passiva

     
  31.12.2012
TEUR
01.09.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 25 25 25
II. Kapitalrücklage 3.317 3.317 3.317
III. Bilanzgewinn 19.677 33.811 15.047
  23.019 37.153 18.389
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.446 29.656 35.242
2. Steuerrückstellungen 1.899 902 105
3. Sonstige Rückstellungen 761 0 5.392
  33.106 30.558 40.739
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.045 34.031 77.213
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89 358 15.950
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.475 18.502 20.702
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 138
5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.661 8.608 11.004
davon aus Steuern 101 TEUR (Vorjahr 775 TEUR)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3 TEUR      
(Vorjahr 683 TEUR)      
  67.270 61.499 125.007
  123.395 129.210 184.135

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

  2012
TEUR
2011
TEUR
1. Umsatzerlöse 121.232 179.892
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -113.053 -167.852
3. BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ 8.179 12.040
4. Vertriebskosten -3.855 -5.877
5. Forschungs- und Entwicklungskosten -504 -719
6. Allgemeine Verwaltungskosten -1.083 -2.174
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.944 3.683
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 430 TEUR (Vorjahr 1.138 TEUR)    
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen; -3.345 -5.258
davon aus Geschäfts- oder Firmenwertabschreibung 2.539 TEUR (Vorjahr 3.809 TEUR)    
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 363 TEUR (Vorjahr 1.003 TEUR)    
9. ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT 1.336 1.695
10. Erträge aus Beteiligungen; 956 3.080
davon aus verbundenen Unternehmen 956 TEUR (Vorjahr 3.080 TEUR)    
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens; 129 58
davon aus verbundenen Unternehmen 129 TEUR (Vorjahr 58 TEUR)    
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge; 399 548
davon aus verbundenen Unternehmen 249 TEUR (Vorjahr 528 TEUR)    
13. Ab- /Zuschreibungen auf Finanzanlagen -12.299 1.500
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen; -4.844 -10.448
davon an verbundene Unternehmen 144 TEUR (Vorjahr 173 TEUR)    
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung 2.028 TEUR (Vorjahr 2.272 TEUR)    
15. FINANZERGEBNIS -15.659 -5.262
16. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT -14.323 -3.567
17. Außerordentliche Erträge 21.781 22.942
18. Außerordentliche Aufwendungen -1.570 -4.180
19. AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS 20.211 18.762
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.258 -148
davon latenter Steuerertrag 0 TEUR (Vorjahr 115 TEUR)    
21. JAHRESÜBERSCHUSS 4.630 15.047
22. Gewinnvortrag 15.047 0
23. BILANZGEWINN 19.677 15.047

ANHANG

ALLGEMEINE HINWEISE

Mit Einbringungsvertrag vom 27. August 2012 wurde beschlossen, den Teilbetrieb Polyamide in die Tochtergesellschaft Polyester High Performance GmbH (PET GmbH) einzubringen. Es wurde festgelegt, das Stammkapital der PET GmbH von 25 TEUR auf 26 TEUR zu erhöhen. Diese Erhöhung basiert auf der Ausgabe eines neuen Geschäftsanteils im Nennbetrag von nominal 1 TEUR. Als Alleingesellschafter der PET GmbH hatte die Polyamide High Performance GmbH (PHP GmbH, übertragender Rechtsträger) die Stammeinlage auf den neuen Geschäftsanteil im Wege der Sacheinlage dergestalt zu erbringen, dass sie ihren Betrieb (Teilbetrieb Polyamide) am Standort Obernburg zur Herstellung technischer Garne aus Polyamiden sowie zur Herstellung von Ausgangsstoffen hierfür mit allen Aktiva, Passiva, Ansprüchen, Forderungen und Verbindlichkeiten, Rechten und Pflichten sowie die zum Betrieb gehörenden Arbeitnehmer in die PET GmbH (übernehmender Rechtsträger) einbringt. Zwingend waren - laut der verbindlichen Auskunft des Finanzamtes Aschaffenburg vom 1. August 2012 - die dem steuerlichen Teilbetrieb zuzuordnenden Aktiva und Passiva einzubringen. Darüber hinaus wurden flüssige Mittel, Cash-Pool-Forderungen und -verbindlichkeiten sowie Bankverbindlichkeiten von der PHP GmbH auf die PET GmbH übertragen. Die Übertragung erfolgte handelsrechtlich zum Stichtag 31. August 2012, 24:00 Uhr.

In der notariell beurkundeten Gesellschafterversammlung vom 27. August 2012 wurde zudem die Umfirmierung der PHP GmbH in Cordasi GmbH festgehalten. Handelsrechtlich wurde die Einbringung des Teilbetriebs zu Zeitwerten durchgeführt. Bei einem Marktwert des von der PHP GmbH übertragenen Reinvermögens von 97.269 TEUR und einem Buchwert des Teilbetriebs Polyamide von 75.488 TEUR wurde ein Abgangsgewinn von 21.781 TEUR realisiert, der unter dem Posten "außerordentliche Erträge" ausgewiesen wird.

Der Gegenwert des übertragenen Teilbetriebs Polyamide (97.269 TEUR) wird handelsrechtlich unter Anwendung von Tauschgrundsätzen als nachträglich bestimmte Anschaffungskosten für die Beteiligung an der PET GmbH (nunmehr als PHP Fibers GmbH firmierend) dargestellt und führte zum 1. September 2012 insgesamt zu einer Erhöhung dieses Beteiligungsansatzes von 5.030 TEUR auf 102.299 TEUR.

Aufgrund der Ausgliederung des Teilbetriebs ergibt sich eine mangelnde Vergleichbarkeit

mit den Vorjahreszahlen der Bilanz. Auch die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung sind somit für das Geschäftsjahr 2012 nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB gegliedert.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte in TEUR.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die zum Teil nur noch bis zum 31. August 2012 vorhandenen Vermögensgegenstände und Schulden maßgebend:

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. In der Entwicklung befindliche selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden im Berichtsjahr mit den bis zum Abschlussstichtag angefallenen und aktivierungsfähigen Herstellungskosten angesetzt und werden im folgenden Geschäftsjahr nach Fertigstellung planmäßig nach der linearen Methode über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig linear entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern von bis zu 5 Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren amortisiert. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das im Unternehmen vorhandene "know-how" in Bezug auf Mitarbeiter, Prozesse, Trademarks, Rechte etc. Die Abschreibungen werden mangels einer einwandfreien Zuordnungsmöglichkeit zu den Funktionsbereichen insgesamt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Letztere umfassen die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Kosten. Bei abnutzbaren Sachanlagen nehmen wir planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen vor. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Gegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Für die einzelnen Anlagengruppen wenden wir folgende Abschreibungsmethoden an: Mietereinbauten werden linear abgeschrieben. Für Zugänge bis zum 31. Dezember 2010 werden im steuerrechtlich zulässigen Umfang grundsätzlich planmäßige Abschreibungen auf bewegliche Sachanlagen degressiv mit späterem planmäßigem Übergang auf die lineare Methode vorgenommen. Ab 1. Januar 2011 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen bei Maschinen und maschinellen Anlagen zwischen 5 und 19 Jahren, bei anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahren. Die zugrundeliegenden Abschreibungssätze orientieren sich an der jeweiligen betrieblichen Nutzungsdauer und liegen im branchenüblichen Rahmen.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150,00 EUR nicht übersteigen. Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 150,00 EUR und bis zu 1.000,00 EUR werden seit dem 1. Januar 2008 jahresweise in einem Sammelposten gem. § 6 Abs. 2a EStG zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. Zeitwerten bewertet. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Soweit der Grund für die Wertminderung nicht mehr besteht, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zu den Anschaffungskosten auf den am Stichtag beizulegenden Wert.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe n erfolgt nach der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag. Den Risiken aus langer Lagerdauer, Sachmängeln und Schwund wird durch entsprechende Abwertungen Rechnung getragen.

Für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden die aktivierungspflichtigen Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB nach der Standardkostenmethode ermittelt. Bei der Berechnung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung aktiviert, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen sind. Sofern die erzielbaren Erlöse unter den Herstellungskosten liegen, sind diese Erlöse maßgebend für die Bewertung.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die zum Nennwert angesetzt werden, nehmen wir, soweit erforderlich, Einzelwertberichtigungen vor. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Auf den um die einzelwertberichtigten Beträge und die gesetzliche Umsatzsteuer verminderten Debitorenbestand wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % analog zum Vorjahr gebildet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen für Aufwendungen künftiger Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Die Bewertung erfolgte mit dem Betrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Seit dem Jahre 2009 wurden die Anwartschaften auf Altersversorgung der Jordan-Vits-Stiftung e.V. (JVS) eingefroren. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Januar 2013 veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,04 % (Vorjahr 5,14 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden - wie im Vorjahr - jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % (beitragsorientierte Leistungszusage) bzw. 2,25 % (Sonstige) zugrunde gelegt.

Innerhalb der Rückstellung für Pensionen sind auch mittelbare Pensionsverpflichtungen ausgewiesen, wenn eine anteilige Deckungslücke zwischen dem Kassenvermögen der JVS und dem versicherungsmathematisch notwendigen Deckungskapital entsteht. In diesen Fällen bildet das Trägerunternehmen Cordasi GmbH eine entsprechende Rückstellung.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens, bei dem es sich ausschließlich um Rückdeckungsversicherungen handelt, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den verzinslich geleisteten Sparanteilen zuzüglich Überschussbeteiligungen und damit den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.

Die Ansprüche aus der betrieblichen Altersversorgung und der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) sind gem. RS HFA 30 Tz. 74 abgebildet, das heißt die vorliegenden Verpflichtungen werden wertpapiergebundenen Ansprüchen gleichgestellt. Folglich richtet sich der Verpflichtungsumfang dieser Verpflichtungen nach den jeweiligen Aktivwerten.

Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen aufgrund des Altersteilzeit-Gesetzes werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung des Rechnungszinssatzes vom November 2012 in Höhe von 5,05 % p.a. (Vorjahr 5,14 % p.a.) und auf Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Für Verträge, deren Aktivphase nach dem 1. Juli 2004 begonnen hat, werden die Wertguthaben aus Altersteilzeitarbeit gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz durch eine Bürgschaft gegen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit abgesichert.

Für Risiken aus dem Wechselobligo bilden wir Einzelrückstellungen entsprechend der Handhabung bei Forderungen.

Das Reklamationsrisiko wird grundsätzlich durch individuelle Rückstellungen abgedeckt.

Das Unternehmen passiviert rechtsverbindlich zugesagte Jubiläumszuwendungen, die versicherungsmathematisch mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB und einer Betriebszugehörigkeit von mindestens zehn Jahren berechnet werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Handelt es sich um Rentenverpflichtungen, sind diese zum Barwert unter Verwendung eines fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Erstverbuchung mit dem historischen Kurs erfasst und am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen nicht.

Bankguthaben in Fremdwährung werden ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,4 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 11,6 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 330 %.

MITGLIEDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Jochen Boos, Kleve

(Vorsitzender der Geschäftsführung)

Dr. Michael Scobel, Obernburg

(Technischer Geschäftsführer)

Albert M. Franz, Glattbach

(Kaufmännischer Geschäftsführer sowie

Vorsitzender der Geschäftsführung der Mainsite GmbH & Co. KG)

 

Erlenbach am Main, den 5. April 2013

Cordasi GmbH

Die Geschäftsführung

Jochen Boos

Dr. Michael Scobel

Albert M. Franz

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Cordasi GmbH, Erlenbach am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, den 8. April 2013

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Rohkämper, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Sigmann, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2013 festgestellt.

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