Abbundzentrum NORDLAM GmbH
Selbe AdresseSäge- und Hobelwerke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabian Kern seit 18.1.2021 | Geschäftsführer |
Reinhold Holzer seit 18.1.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
E*** K******* | 3.00% |
L**** K******* | 3.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Hasslacher Holding GmbH | 94.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NORDLAM GmbHMagdeburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Nordlam GmbH, die am Standort Magdeburg ca. 230 Mitarbeiter (Durchschnitt 2023) beschäftigt, stellt unverändert auf zwei Produktionsanlagen industriell Brettschichtholz (BSH) und Brettsperrholz (BSP) her. Die Nordlam ist ein Unternehmen der österreichischen Unternehmensgruppe HASSLACHER NORICA TIMBER (www.hasslacher.com). Der gesamte Produktionsprozess, vom Schnittholz bis zum fertigen Produkt, wird am Standort Magdeburg abgewickelt. Die gesamte Produktpalette deckt verschiedene Dimensionen, Qualitäten, und Festigkeitsklassen an Standard-Brettschichtholz (keine gebogenen Leimbinder) und Brettsperrholz ab. Die wichtigsten Absatzmärkte sind Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und die Schweiz. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung wird am Standort derzeit nicht betrieben, jedoch wird kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Optimierung der Produktionstechnologien und -prozesse gearbeitet, um eine nachhaltige Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung im gesamten Wertschöpfungsprozess zu gewährleisten. Dabei arbeiten die technischen Leistungsträger von Nordlam bei einzelnen Fragestellungen unverändert mit den Mitarbeitern der zentralen F&E-Abteilung der Hasslacher Gruppe zusammen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen (Quelle: Holzkurier) Das Jahr 2023 war für die weiterverarbeitende Holzindustrie von einem stetigen Abwärtstrend geprägt. Während das 1. Quartal von der Auslastung und dem Preisniveau noch akzeptabel war ging die Nachfrage und die Preise in den folgenden Monaten stetig zurück. Die Versorgungssituation im Schnittholz war das ganze Jahr gesichert. Die Lieferkette haben sich nach den Turbulenzen im Jahr 2022 wieder eingependelt. Die Energiepreise sind im Jahresverlauf wieder gesunken, befanden sich im Vergleich zu den Jahren bis 2022, aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Baukosten lagen in 2023 weiterhin auf einem Rekordhoch, da das einzige Bauprodukt, das einen Preisabschwung erlebt hat, das Holz war. Auch die Bauzinsen waren in 2023 noch relativ hoch, was weiterhin einen starken negativen Einfluss auf die Bautätigkeit hatte. Preislich gab es mit abnehmender Nachfrage auch eine Abwärtsbewegung in den Absatzpreisen, was mit einer entsprechenden Verringerung der Margen verbunden war. Die Beruhigung am Energiemarkt hat dazu geführt, dass sich die Preise für Pellets und entsprechend auch für Sägenebenprodukte normalisiert haben. Die meisten Leimholzhersteller konnten 2023 ihren Umsatz im besten Fall konstant halten, die Produktionsmengen blieben jedoch größtenteils deutlich unter den schon geringen Mengen aus dem Jahr 2022. Nichtsdestotrotz ist die Wettbewerbsposition von Nordlam als Einzelunternehmen weiterhin unverändert unter den Top 3 Herstellern in Europa. Ebenso konnte auch die Topposition der gesamten Hasslacher Gruppe im weltweiten BSH-Markt gehalten werden. 2. Geschäftsverlauf a) Allgemein Der deutliche Nachfrageeinbruch zu Beginn des 2. Quartals 2023 führte zu einer abermaligen Minderauslastung der bestehenden Produktionsanlagen und einer um ca. 23% geringeren Produktions- und Absatzmenge im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Bedingt durch die geringe Nachfrage in dem hart umkämpften Marktumfeld sind die Bruttomargen im Verlaufe des Geschäftsjahres um ca. 20% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. b) Organisatorische Änderungen 2023 gab es keine wesentlichen organisatorischen Änderungen. 3. Lage a) Ertragslage In 2023 weist die Gewinn- und Verlustrechnung bedingt durch den Sondereffekt eines im 4. Quartal begonnenen Verkauf eines aus Maschinen und Anlagen (Handelswaren) bestehenden Investitionsprojektes nach Übersee einen Jahresüberschuss von 568 T€ aus. Aus dem operativen Geschäft der BSH- und BSP-Produktion und dessen Vertrieb ergab sich, auch bedingt durch die temporäre Stilllegung einer Produktionsanlage, ein Verlust von 5.522 T€. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 88,9 Mio. € (i. Vj. 111,3 Mio. €). Aus dem Projektgeschäft resultiert ein Umsatz von 16,1 Mio. €. Der um ca. 35% geringere Umsatz aus dem operativen Geschäft resultiert im Wesentlichen aus der deutlich geringeren Produktions- und Verkaufsmenge zum Vorjahr. Trotz weiterer Fokussierung auf einen im Vergleich zu den Vorjahren veränderten Produktmix in Richtung kommissionierter und abgebundener Ware sind die Margen im Jahresverlauf ebenfalls zurückgegangen. Es wurde eine Betriebsleistung (= Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Ertrag) von 84,6 Mio. € erreicht (i. Vj. 111,5 Mio. €). Unter Abzug des Materialaufwands von 53,4 Mio. € (i. Vj. 80,7 Mio. €) konnte ein Rohertrag von 31,2 Mio. € erzielt werden. Für das Projekt in Übersee sind Kosten in Höhe von 9,3 Mio. € angefallen. Die Energiekosten sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 50% gesunken. Einerseits durch geringere Abnahmemengen aufgrund der geringeren Produktionsleistung und anderseits durch eine marktbedingte Preisreduktion. Der tatsächliche Strompreis liegt jedoch weiterhin deutlich über denen von der Energiekrise. Der Personalaufwand ist aufgrund monatelanger Kurzarbeit und der Stilllegung einer Produktionsanlage ab August und einer damit einhergehenden sukzessiven geringeren Mitarbeiteranzahl (im Durchschnitt 31 Personen weniger) im Verlauf des Jahres um ca. 6% auf 10,6 Mio. € gesunken. Die Abschreibungen sind mit 2,9 Mio. € (i.Vj. 4,3 Mio. €) deutlich geringer. Ursächlich dafür sind die zu Beginn des Geschäftsjahres ausgelaufenen Abschreibungen auf die technischen Maschinen und Anlagen der Produktionsanlage NL2 nach deren Investition von vor ca. 10 Jahren. Das Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Umsatzerlösen hat sich inflationsbedingt um ca. 4%-Punkt auf 17% erhöht. Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen trotz verminderter Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 626 T€ auf 15,4 Mio. € gestiegen. Während sich die Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen sowie die Ausgangsfrachten in folge der geringeren Produktions- und Absatzmenge vermindert haben, ergaben sich höhere Belastungen aus Konzernumlagen für Vertrieb und Verwaltung. Den höheren Aufwendungen aus Konzernverrechnungen stehen Erlöse in gleichem Umfang gegenüber. Der Zinsaufwand hat sich bedingt durch die Aufnahme weiterer Gesellschafterfinanzierungen und der Zinsentwicklung durch die EZB um ca. 128% im Vergleich zum Vorjahr auf 1,7 Mio. € erhöht. b) Finanzlage Die gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich verschlechterte Ertragslage führte nur zu einem nahezu ausgeglichen Cash-Flow aus dem lfd. Geschäft aufgrund des starken Abbaus des Vorratsvermögens bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie des Rohwarenbestandes. Die Einkaufsmengen und Rohwarenbestände wurden einem ausreichenden Volumen für den Betrieb einer Produktionsanlage im Verlauf des Geschäftsjahres angepasst. Die durchgeführten Investitionen von 1,86 Mio. € wurden z.T. über ein Investitionsdarlehen bei der Deutschen Leasing finanziert. Die geplante Zurückführung der bereits aus dem Vorjahr bestehenden kurzfristigen Gesellschafterdarlehen wurden ausgesetzt und für die Zwischenfinanzierung der Kosten zur Realisierung des Projektgeschäfts in Übersee wurden im letzten Quartal neue Gesellschafterdarlehen gewährt. Für das bereits in 2019 begonnene und aufgrund des EU-Embargos nicht ausgeführte Investitionsprojekt gegenüber einer russischen Schwestergesellschaft wurde im Verlauf des Geschäftsjahres ein Partner in Übersee gefunden und die ersten technischen Anlagen und Maschinen (Handelswaren) in Höhe von 16,1 Mio. € wurden bereits im Dezember geliefert und in Rechnung gestellt. Die restlichen Anlagen und Maschinen sollen im Folgejahr geliefert werden und der Verkauf des gesamten Investitionsprojekts wird voraussichtlich im 1. Halbjahr 2025 abgeschlossen. Aus den entsprechenden Mittelrückflüssen der Veräußerung werden die Gesellschafterdarlehen im großen Umfang zurückgeführt. Die laufenden Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten wurden jedoch in gewohnter Weise fristgerecht bezahlt und die Möglichkeit von Skontoabzügen wurde weitgehend genutzt. c) Vermögenslage Aufgrund der ersten Lieferungen zum oben genannten Projekt und der dem derzeitigen Geschäftsvolumen entsprechend reduzierten Warenbestände hat sich das Vorratsvermögen deutlich auf 19,8% (i.Vj. 46,0%) der Bilanzsumme zum 31.12.2023 verringert. Im Gegenzug stiegen temporär die Forderungen gegenüber dem Vorjahr um ca. 326% auf 20,2 Mio. €, was auf die in die Rechnung gestellten Anlagen und Maschinen zurückzuführen ist. Dementsprechend ist das Umlaufvermögen mit 59% der Bilanzsumme nahezu unverändert zum Vorjahr mit 58,7%. Das Anlagevermögen, mit stichtagsbezogen 22,3 Mio. €, nimmt hingegen 41,0% (i.Vj. 41,3%) der Bilanzsumme ein. Insgesamt führten diese Entwicklungen zu einer Verringerung der Bilanzsumme von 56,5 Mio. € i.Vj. auf 54,4 Mio. € in 2023. Das Eigenkapital beträgt 9,9 Mio. € (i.Vj. 9,4 Mio. €). Die Eigenkapitalquote hat sich durch den Jahresüberschuss und die geminderte Bilanzsumme auf 18,2% (i.Vj. 16,5%) erhöht. Unter Berücksichtigung von 2/3 des Sonderpostens aus Zuschüssen für Investitionen, beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital (Eigenmittel) insgesamt 11,3 Mio. € (i.Vj. 10,9 Mio. €). Der Anteil des wirtschaftlichen Eigenkapitals an der Bilanzsumme ist damit ebenfalls leicht auf 20,8 % von 19,3 % gestiegen. Die Bankverbindlichkeiten wurden planmäßig zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt auf Grund des derzeit deutlich geringeren Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mio. € niedriger. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind bedingt durch weitere temporäre Gesellschafterdarlehen im Zusammenhang mit der Projektabwicklung in Übersee um 2,0 Mio. € angestiegen. Insgesamt sind Verbindlichkeiten leicht von 76,4% auf 73,7% der Bilanzsumme gesunken. d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als zentrale Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung werden neben den erzielten Produktions- und Absatzmengen, die monatliche Margenentwicklung und die kumulierte Entwicklung vom EBIT herangezogen. Die Entwicklung dieser Kennzahlen im Geschäftsjahr 2023 ist unter Geschäftsverlauf und Lage diskutiert. Neben den vorgenannten Kennzahlen werden monatliche Forecasts zum Jahresende erstellt, um die langfristige Entwicklung im Blick zu behalten und evtl. strategische Anpassungen einzuleiten. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Produktions- und Personalkennzahlen (z.B. Energieverbrauch, Krankenstand, Fluktuation etc.) werden auch laufend überwacht , jedoch nicht unmittelbar zur Steuerung eingesetzt. e) Gesamtaussage Nach einem zufriedenstellenden ersten Quartal ist der Markt ab April 2023 abermals eingebrochen, was dazu geführt hat, dass im August eine Produktionslinie am Standort Magdeburg vorübergehend außer Betrieb genommen werden musste. Dies hatte entsprechende Konsequenzen auf die Ertragslage des Unternehmens. IV. Prognosebericht Für das Jahr 2024 ist keine sprunghafte Belebung der Bautätigkeit zu erwarten und daher ist davon auszugehen, dass sich der Markt auf einem ähnlichen Niveau wie 2023 einpendeln wird. Es kann von einem "normalen" saisonalen Verlauf (Januar, Februar, März, Dezember mit geringerer Nachfrage) ausgegangen werden und deshalb dürften die Auftragsstände Richtung Frühling/Sommer steigen. Eine stabile Nachfrage gibt es für höher veredelte Produkte (Leimholz mit Abbund, Anstrich oder Vormontage). Deshalb wurden für diese Produktbereiche die Produktionskapazitäten erweitert, was dank der höheren Wertschöpfung zu einer Stabilisierung der Margen führt. Die Produktionsprozesse sind stabil und die geplanten Gesamtproduktionskapazität ist um eine Produktionslinie (Werk 2) reduziert. Die Schnittholzpreise sind zum Jahreswechsel etwas gestiegen, doch die Erhöhungen konnten weitestgehend an die Kunden weitergegeben werden. Im weiteren Jahresverlauf kann es im Schnittholz noch zu weiteren Erhöhungen kommen. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage wird abzuwarten sein, in welcher Größenordnung diese Preissteigerung an Kunden weitergegeben werden können. Die Energiekosten haben sich seit Anfang des Jahres wieder deutlich reduziert, bleiben im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt aber auf einem relativ hohen Niveau. Aufgrund der Außerbetriebnahme von Werk 2 und der damit verbundenen deutlichen Reduzierung der Produktions- und Absatzmengen um rd. 30 % wird die Betriebsleistung auf niedrigem Niveau verbleiben. Die variablen Kosten wurden an die vorübergehende Struktur angepasst, die starke Belastung mit verschiedenen, unvermeidbaren Fixkosten kann nicht reduziert werden. Deshalb ist von einem ausgeglichenen oder leicht negativen EBIT auszugehen. V. Chancen- und Risikobericht Wir schicken voraus, dass aus heutiger Sicht für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 keine Risiken außergewöhnlicher Natur absehbar sind. Ein maßgeblicher Einflussfaktor für 2024 wird die weltweite Bautätigkeit sein. Die Prognosen zeigen im Vergleich zu den letzten Jahren eine geringere Nachfrage. Gleichzeitig gibt es, gerade in Deutschland und Österreich, einige politische Bemühungen, die Bautätigkeit, insbesondere unter Verwendung von Holzprodukten, anzukurbeln, was sicherlich einen positiven Einfluss auf den Absatz unserer Produkte haben kann. Die Energiekosten haben sich seit Anfang des Jahres wieder deutlich reduziert, bleiben im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt aber auf einem relativ hohen Niveau. Das seit Jahren betriebene Energiemanagementsystem (DIN ISO 50001) wird weiter betrieben, um die Kostenentwicklung teilweise abzufedern. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftslage sind keine Engpässe in der Logistik und somit keine negativen Auswirkungen auf unsere Verladetätigkeit zu erwarten. Die geplanten Produktionsmengen mit einer Produktionslinie sind realistisch erreichbar. Die in der Nebensaison eingelagerten Produkte sind so bewertet, dass kein Abwertungsrisiko entsteht. Trotz des in der Region vorherrschenden Fachkräftemangels konnten auch in 2023 die meisten vakanten Stellen innerhalb eines angemessenen Zeitraums besetzt werden. Dies wird auch in 2024 möglich sein, da die Marke Hasslacher und der gute Ruf als zuverlässiger Arbeitgeber in der Region an Bekanntheit gewinnen. Aufgrund der angepassten Finanzierungsstruktur befindet sich das Unternehmen in einer auskömmlichen Liquiditätslage. Gegen das Risiko evtl. Zahlungsausfälle ist Nordlam seit Jahren durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Bezüglich der Produkthaftung bestehen nach wie vor keine erhöhten Risiken, da die Produktion von zugelassenen Zertifizierungsstellen laufend überprüft wird und ausschließlich wasserfeste Leime verwendet werden. Weitere Risiken und Chancen von besonderer Bedeutung sind nicht bekannt.
Magdeburg, 28. März 2024 Fabian Kern, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Nordlam GmbH, Magdeburg (Amtsgericht Stendal, HRB 112001) ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss 2023 wurde entsprechend den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gem. § 265 Abs. 5 HGB um einen Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen" erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den tatsächlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten, einschließlich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti und Umsatzsteuer angesetzt. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden entsprechend den Nutzungsdauern aus den branchentypischen Abschreibungstabellen zeitanteilig linear abgeschrieben. Zuschüsse vom Landesamt für Altlastenfreistellung für Grundstücksinvestitionen im Zusammenhang mit dem langjährigen Projekt "Grundwassersanierung und Spundwand" werden von den Herstellungskosten voll abgesetzt. Bei zwei Anlagengegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird unverändert ein Festwert gebildet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden sofort abgeschrieben. Die stichtagsbezogenen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden im Wesentlichen mit den durchschnittlichen Einkaufspreisen der letzten 3 Monate des aktuellen Geschäftsjahres bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip i.S.d. § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet. Die unfertigen Erzeugnisse beinhalten gütesortierte Rohware und werden ebenfalls mit den durchschnittlichen Einkaufspreisen der letzten 3 Monate des aktuellen Geschäftsjahres, zuzüglich der Herstellungskosten entsprechend dem jeweiligen Bearbeitungsstand bewertet. Dabei werden sogenannte Leerkosten aufgrund der temporären Abschaltung einer Produktionsanlage nicht mitberücksichtigt. Anteilige Hobelspanerlöse für den Verschnitt bei der Gütesortierung werden abgezogen. Darüber hinaus wurden Fremdkapitalkosten, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, zugeschlagen. Das strenge Niederstwertprinzip i.S.d. § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Handelswaren werden zum Einkaufspreis angesetzt. Gegebenenfalls erfolgt eine Abwertung nach dem Niederstwertprinzip. Bei der Bewertung der Ersatzteile für die Instandhaltung werden unverändert altersbedingte Abschläge von 20% bis 100% des ursprünglichen durchschnittlichen Einkaufspreises bei der Bewertung einzelner Bestände vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Ausfallrisiken sind dabei durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und einer 0,5%igen Pauschalwertberichtigung auf alle nicht wertberichtigten Lieferforderungen (ohne Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Forderungen gegenüber inländischen Einkaufsverbänden) berücksichtigt. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich insbesondere aus steuerfreien Investitionszulagen und den Personalrückstellungen. Erhaltene Fördermittel von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt sowie der Finanzverwaltung für die in Vorjahren getätigten Investitionen in Werk 1 und Werk 2 werden unter dem Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen zum Anlagevermögen passiviert und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der im Anlagevermögen aktivierten Vermögensgegenstände entsprechend ertragswirksam aufgelöst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Erläuterungen zu Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage zum Anhang. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 338 (Vj.: T€ 93) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Antizipative Forderungen sind in Höhe von T€ 248 Stromsteuer sowie T€ 51 für im Folgejahr abziehbare Vorsteuerbeträge enthalten. Angabe zu den Restlaufzeiten
Die unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Darlehenskosten von insgesamt T€ 11 (Vj.: T€ 22) werden über die Laufzeit des Darlehens aktivisch abgegrenzt. Das von den Gesellschaftern voll eingezahlte Stammkapital der Nordlam GmbH beträgt T€ 2.557. Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen für Frachtkosten, Rückstellungen aus dem Personalbereich, Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus einer Leasingvereinbarung. Rückstellungen für Skonti- und Bonusabzüge bei Kunden sowie Rückstellungen für ausstehenden Rechnungen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.175 (Vj.: T€ 33) ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ebenfalls Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von T€ 26.827 (Vj.: T€ 25.955) enthalten, die mit T€ 9.827 ein temporäres Darlehen im Zusammenhang mit der Übertragung eines Investitionsprojekts von einer ehemaligen russischen Schwestergesellschaft, mit T€ 8.500 (Vj.: T€ 6.500) ein bereits älteres langfristiges Gesellschafterdarlehen, mit T€ 8.500 (Vj.: T€ 9.500) ein kurzfristiges Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung der Betriebsmittel sowie mit T€ 838 (Vj.: T€ 128) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen. Die Fristen der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 4.700) bestehen weiterhin in einem Deckungswechsel samt Wechselerklärung der Hasslacher Holding zwecks Einholung einer Wechselbürgschaft der Republik Österreich über die OeKB, Grundschulden sowie Forderungsabtretungen. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt, eventuelle Kursgewinne jedoch nicht. IV. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsätze entfallen mit 37,1% auf das Inland, mit 35,3 % auf Länder der europäischen Union und mit 27,6% auf das Drittland. Umsätze mit verbundenen Unternehmen werden wie unter Dritten abgerechnet. In den Umsatzerlösen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 16.087 aus den ersten Teillieferungen von Maschinen und Anlagen (Handelswaren) für ein größeres Investitionsprojekt in Übersee enthalten. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen betragen insgesamt T€ 235. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. H. v. T€ 150 (Auflösung Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Mieten) enthalten. Fremdwährungsgewinne von T€ 1,1 (Vj.: T€ 0,2) sind angefallen. Im Materialaufwand sind aufgrund der ersten Teillieferungen für das verkaufte Investitionsprojekt in Übersee insgesamt außergewöhnliche Aufwendungen i.H.v. T€ 9.271 (insb. Zukauf von Maschinenteile und Anlagen, Frachtkosten) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche und periodenfremde Aufwendungen i. H. v. T€ 151 enthalten (insb. Ausbuchung von Forderungen, Zuführung zu den Wertberichtigungen und Rechtsanwaltskosten für ausländische Inkassofälle). V. Sonstige Angaben Es bestehen nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte i. H. v. T€ 4.891 davon T€ 294 gegenüber verbundenen Unternehmen. Es handelt sich um Miet- und Leasingverträge für technische Anlagen und Maschinen, Grundstücke sowie Fahrzeuge und Bürogeräte mit einer Restlaufzeit zwischen 6 und 54 Monaten. Die Leasing- und Mietgeschäfte vermindern die Kapitalbindung sowie das Investitionsrisikos. Sie bieten den Vorteil der Nutzung zusätzlicher Finanzierungsquellen um ausreichend Liquidität für betriebsnotwendige (Ersatz-)Investitionen zu beschaffen. Neben den jährlichen Zahlungsabflüssen besteht das grundsätzliche Risiko der vorzeitigen technischen oder wirtschaftlichen Überalterung des Leasinggegenstandes vor Ablauf der Vertragslaufzeit. Des Weiteren besteht das Risiko, den Leasinggegenstand aufgrund ausbleibender Aufträge nicht bestimmungsgemäß nutzen zu können. Das Honorar des Abschlussprüfers betrug im Berichtsjahr für Jahresabschlussprüfungsleistungen T€ 42, für Steuerberatung T€ 11 und für sonstige Beratungsleistungen T€ 4. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt insgesamt 177 Arbeiter, 40 Angestellte sowie 13 Auszubildende. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hasslacher Holding GmbH mit Sitz in Sachsenburg, Österreich einbezogen. Die Hasslacher Holding GmbH, Sachsenburg (Österreich) stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konzernkreis auf. Geschäftsführer ist Herr Fabian Kern (Magdeburg) und Prokurist ist Herr Reinhold Holzer (Magdeburg). Alle sind bei der Gesellschaft angestellt. Auf die Angabe der Bezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. VI. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.
Magdeburg, den 28. März 2024 Fabian Kern, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die NORDLAM GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NORDLAM GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NORDLAM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Pforzheim, 8. Mai 2024 dhmp
NEXT GmbH & Co. KG
Roland Sprinz, Wirtschaftsprüfer Claudia Brill, Wirtschaftsprüfer |
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