Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 174
Vorher
Bali Schaumstoff - Gesellschaft mit beschränkter HaftungBali-Schaumstoff GmbH
Eingetragen
9.4.1970
Branche
Herstellung von PolstermöbelnHerstellung von MatratzenHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
Die Herstellung von Polstermöbeln und Schaumstofferzeugnissen aller Art und deren Vertrieb.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bad Lippspringe
13.000 €
50.00%
Bad Lippspringe
13.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bali Schaumstoff GmbH

Bad Lippspringe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

1. Lagebericht 2022

2. Bali Schaumstoff GmbH, Bad Lippspringe

Gliederung

Lagebericht 2022

Bali Schaumstoff GmbH Bad Lippspringe

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Produktentwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind Hersteller von Möbeln zum Sitzen und Liegen und verstehen uns als innovativer und qualitätsorientierter Hersteller hochwertiger Schlafsofas. Zu unseren Kunden zählen nahezu alle bedeutenden Möbelhäuser und Möbelfachhandelsketten.

2. Produktentwicklung

Unsere Entwicklungstätigkeit beinhaltet die innovative laufende Verbesserung der technisch aufwändigen Lösungen für unsere Schlafsofas und die Anpassungen an die Bedürfnisse des Marktes im Hinblick auf zeitgemäße Formgebung und Funktionalität.

Beide Nutzungsmöglichkeiten - Sitzen und Schlafen - erfordern qualitativ hochwertige Produkteigenschaften. Der Wechsel zwischen den Nutzungen ist für den Endkunden einfach und sicher zu handhaben.

Der wichtigste Baustein für unsere Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Betrug das Wachstum im Jahr 2021 noch ca. 2,5 %, befindet sich die deutsche Gesamtwirtschaft auf einem deutlich verlangsamten Wachstumspfad, der für das Jahr 2024 in einer faktischen Stagnation enden kann..Seit Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Die Folgen waren eine Zunahme der Inflation insbesondere beim Energie- und Materialbezug. Erst zum Ende des Jahres 2023 stellte sich eine beginnende Beruhigung ein. Folgen waren eine hohe Verunsicherung und eine Konsumzurückhaltung bei den Kunden des Möbeleinzelhandels mit deutlich negativen Folgen für die Absatzmengen und Preise der Möbelproduzenten. waren als Konsumzurückhaltung spürbar.

Die deutschen Möbelproduzenten sehen sich seit einigen Jahren zwei grundsätzlichen Branchentrends ausgesetzt, die sich nachteilig auf das Erzielen auskömmlicher Erträge auswirken. Zunehmend werden in Fernost und Mittel- und Osteuropa hergestellte Möbel in der EU vermarktet. Zudem sind deutliche Konzentrationsprozesse im Einzelhandel bei den Möbeleinzelhandelsketten und Fachgeschäften sowie im Onlinehandel erkennbar.

Die Folgen sind für die Möbelhersteller nachteilige Erlösminderungsvereinbarungen in Form von Boni und Rabatten sowie Ausdehnungen von Skontofristen. In Deutschland gibt es deshalb einen seit Jahren kontinuierlichen Rückgang des Produktionsvolumens.

Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte, einem hohen Maß an Qualität und Verlässlichkeit und durch die konsequente Besetzung unseres Nischenmarkts für Funktionsmöbel.

2. Geschäftsverlauf

In diesem konjunkturellen Umfeld konnte das Geschäftsjahr wie prognostiziert nicht positiv abgeschlossen werden.

Die Nachfrage im Möbeleinzelhandel war im Geschäftsjahr 2022 zunächst durch Nachholeffekte aus der Coronapandemiezeit besser, verschlechterte sich spürbar seit dem zweiten Quartal aufgrund der deutlichen Preissteigerungen. Das Rohergebnis fiel nur geringfügig besser als im Vorjahr aus. Der höheren Ausbringungsmenge bei leicht erhöhtem Preisniveau standen überproportionale Steigerungen der Bezugspreise für Holzwerkstoffe und Vorprodukte gegenüber.

Es gelang nur zu einem geringen Teil diese Preisentwicklung an die Kunden weiterzureichen. Die Materialaufwandsquote lag bei mehr als 60 %. Weitere Folge der Steigerung der Ausbringungsmenge waren höhere Aufwendungen für das Personal und für den Versand, die wesentlich für den ersten Jahresfehlbetrag seit mehr als 20 Jahren waren.

Dieser beträgt T€ 932.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist von unserem operativen Geschäft geprägt.

a) Ertragslage

Unsere wesentliche Ergebnisquelle ist der Absatz von Funktionsmöbeln im Inland. Abnehmer sind der Möbeleinzelhandel und die Möbeleinzelhandelsverbände. Die seit Jahren beobachtbaren Konzentrationsprozesse erschweren die Durchsetzung von Preisen, was bei steigenden Kosten für den Materialeinsatz und für das Personal geringere, oftmals nicht mehr einträgliche Deckungsbeiträge, pro Produkt zur Folge hat.

Der Export in angrenzende, vorwiegend deutschsprachige Länder hat eine noch geringe, aber zunehmende Bedeutung.

Unsere Beschäftigungslage ist als zufriedenstellend zu bezeichnen.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist weiterhin stabil. Die Auswirkungen des operativen Verlustes konnten durch vorhandene liquide Mittel beglichen werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich nur in Höhe des Fehlbetrags hinsichtlich des Eigenkapitals verändert. Wesentlichen Anteil daran hatte unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse aus den Vorjahren im Unternehmen belassen haben.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen nur ca. 2 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Für die nähere Zukunft sind keine wesentlichen Investitionen erforderlich.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Liquiditätslage ist weiterhin zufriedenstellend.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig verändert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich weitestgehend stabil.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalquote und Umsatzrendite heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % geringer. Die Eigenkapitalquote verringerte sich um 4,2 %-Punkte auf 74,3 %.

Unsere wirtschaftliche Lage wurde ab dem Geschäftsjahr 2022 bis jetzt durch operative Verluste geprägt, denen wir in der Vergangenheit nicht ausgesetzt waren. Die finanziellen Ressourcen sichern die Umsetzung von Maßnahmen zur Konsolidierung der Ertragslage, die ab Herbst 2023 greifen.

III. Prognosebericht

Um die Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs vorantreiben. Die Produktionsabläufe und die Versandlogistik auf der Grundlage unseres eigenen Fuhrparks unterliegen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, um den seit einigen Jahren stetig sinkenden Margen je hergestelltem Produkt zu begegnen. Wir setzen weiterhin auf den Fremdbezug von Möbelfertigteilen.

Wir begegnen den Konzentrationsprozessen und der Preisentwicklung auf der Kundenseite durch die Partnerschaften mit Zulieferern von qualitativ hochwertigen Komponenten und Lohnveredlern in der näheren Umgebung. Ein enger Kundenkontakt gepaart mit einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Marktteilnahme und laufende Produktinnovationen wirken den Risiken aus der Absatzmarktentwicklung entgegen.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant bzw. möglich.

Das Geschäftsjahr 2023 hatte im Vergleich zum Vorjahr inflationsbedingt geringere Auftragseingänge und eine leicht geringere Betriebsauslastung. Seit dem Ausbruch des Ukrainekrieges setzte ab März 2022 eine noch nie verzeichnete Verteuerung von Vormaterialien aus Holz, Stahl, Kunststoff und Energie ein, die das Unternehmen in keiner ausgeglichenen Weise über Produktpreissteigerungen abfedern konnte. Die Folgen der Inflation mit einer hohen Konsumzurückhaltung bewirkten eine weitere Verschlechterung für das operative Geschäft, was einen weiteren und höheren Jahresfehlbetrag zur Folge hatte.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten im Hinblick auf das Rohergebnis einen besseren Geschäftsverlauf. Wesentlich hierfür sind stark zeitlich verzögerte Preiserhöhungen auf dem Absatzmarkt, die Fokussierung auf ertragskräftige Kunden und die auf inzwischen auf unter 3 % gesunkene Inflationsrate. Wir haben im Vertrieb und in den Produktionsabläufen Maßnahmen ergriffen, um der Kostensteigerung im Zulieferbereich entgegenzuwirken und die in den vergangenen zwei Jahren erlebte nachteilige Ergebnisauswirkung zu begrenzen und zu beseitigen. Als aus unserer Sicht wahrscheinlichste Prognose erwarten wir ein leicht verbessertes Rohergebnis und ein ausgeglichenes Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2024.

Bezüglich der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer Eigenkapitalquote von mehr als 70 % und einer Verbesserung der Umsatzrendite im Vergleich zu den Jahren 2022 und 2023 aus.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken:

Sollten die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zu einer erneuten Abschwächung der Binnenkonjunktur führen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns dann Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Diese Risiken teilen wir mit der gesamten Branche und stellen keine Besonderheit unseres Unternehmens dar. Vielmehr sehen wir uns als Nischenanbieter aus den Erfahrungen der Vergangenheit weniger den Widrigkeiten der Branchenkonjunktur ausgesetzt.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben bei sich laufend verringernden Überkapazitäten in der Branche weiter abgenommen. Da unsere angestammten und neuen Produkte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich annähernd unverändert geblieben sind. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig stabil bleiben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der auch unter Berücksichtigung der Verluste aus den Jahren 2022 und 2023 weiterhin soliden Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Bei der Beschaffung können wir auf eine breite und bewährte Basis von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch durch die laufende Überwachung unserer eigenen Produktion durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die zunehmende Attraktivität städtischen Wohnraums mit geringeren Nutzflächen gibt Raum für eine gute konstante Auftragslage.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem sinkenden Absatzpreisniveau.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gerüstet. Risiken, die die Entwicklung oder sogar den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind selbst nach zwei schlechten Jahren nicht erkennbar.

Die Chancen aus der erfolgreichen Marktpositionierung als Spezialist für die Produktion und den Absatz von Schlafsofas überwiegen die Risiken.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Bad Lippspringe, den 17. Mai 2024

gez. Geschäftsführu

gez.

Berthold Antpöhler

Heinz-Josef Antpöhler

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 782.816,92 737.306,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 629,00 6.842,00
II. Sachanlagen 781.387,92 729.664,92
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.485,00 7.941,00
2. technische Anlagen und Maschinen 222.365,00 117.319,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 552.537,92 604.404,92
III. Finanzanlagen 800,00 800,00
B. Umlaufvermögen 7.872.579,31 9.832.865,73
I. Vorräte 2.458.823,14 2.074.114,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.481.646,22 3.309.950,83
III. Wertpapiere 1.384.820,36 2.542.706,84
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 547.289,59 1.906.093,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.627,17 9.070,34
Aktiva 8.665.023,40 10.579.242,99

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 6.474.296,68 8.306.773,59
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 7.380.773,59 8.146.798,31
III. Jahresfehlbetrag 932.476,91 -133.975,28
B. Rückstellungen 1.417.365,48 1.327.502,21
C. Verbindlichkeiten 773.361,24 944.967,19
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 773.361,24 944.967,19
Passiva 8.665.023,40 10.579.242,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 9.157.566,51 9.161.863,27
2. Personalaufwand 5.919.096,59 5.423.243,30
a) Löhne und Gehälter 4.929.989,35 4.468.008,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 989.107,24 955.234,39
davon für Altersversorgung 64.108,00 94.824,34
3. Abschreibungen 219.923,25 232.114,75
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 219.923,25 232.114,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.998.987,78 3.310.974,16
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.918,90 48.280,75
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.066,14 25.924,97
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -69.547,25 83.776,56
8. Ergebnis nach Steuern -921.041,10 134.110,28
9. sonstige Steuern 11.435,81 135,00
10. Jahresfehlbetrag 932.476,91 -133.975,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Bali-Schaumstoff GmbH, Bad Lippspringe

I. Identifikation der Gesellschaft

Die Bali Schaumstoff GmbH hat ihren Sitz in Bad Lippspringe. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter der Nummer HRB 174 registriert.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das immaterielle Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. In den Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von mehr als € 150,00 und weniger als € 1.000,00 werden in einem Posten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt. Gründe zur Abschreibung wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung bestanden nicht.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse werden entsprechend ihres Produktionsfortschritts mit den Herstellungskosten bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten bewertet.

Zur Beachtung des Niederstwertprinzips werden die Grundsätze verlustfreier Bewertung der unfertigen und fertigen Leistungen durch den Vergleich der Herstellungskosten mit der retrograden Bewertung vom Verkaufspreis beachtet. In den Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos wurde eine pauschale Wertberichtigung gebildet.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe der Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen nach diesem Tag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und ist zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den zu erwartenden Erfüllungsbeträgen erfolgt.

Die Pensionsrückstellungen wurden unter Anwendung der Heubeck'schen Richttafel 2018G mit der PUC-Methode bewertet. Die Bewertung berücksichtigt eine Rentendynamik von 2 %-Punkten. Der Zinssatz (10-Jahresdurchschnitt) für die Ermittlung der Rückstellung beträgt 1,78 % und führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 24. An die Bezugsberechtigten verpfändete Wertpapierbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe von insgesamt T€ 778 wurden gemäß § 246 Abs.1 HGB mit den Pensionsrückstellungen verrechnet und sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Zeitwert bewertet. Die Erträge aus der Verzinsung der Rückdeckungsansprüche und aus den Wertpieren wurden mit den vorstehend genannten Zinsaufwendungen verrechnet. Ebenso wurden die Altersversorgungsaufwendungen in Höhe von T€ 64 mit den Zuführungen zur Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 15 verrechnet.

Für die Berechnung mit einem Zinssatz auf der Basis eines Durchschnitts der letzten 7 Jahre beträgt der Zinssatz zum 31.12.2022 1,44 %. Daraus ergäbe sich eine Erhöhung des Betrages für die Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 86. Dieser Betrag ist für Ausschüttungen gesperrt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Posten in fremder Währung werden zum von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Euro-Referenzkurs zum Stichtag umgerechnet. Im gesamten Geschäftsjahr 2022 und zum Stichtag gab es keine derartigen Posten.

V. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 268 Abs. 2 HGB wird auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

2. Umlaufvermögen

Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögengegenstände liegen unter einem Jahr.

3. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

VI. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 104 Arbeiter und 24 Angestellte beschäftigt.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Berthold Antpöhler, Diplom-Kaufmann und Herr Heinz-Josef Antpöhler, Diplom-Kaufmann. Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs.4 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2022 im gesamten Geschäftsjahr 2023 und im begonnenen Geschäftsjahr 2024 nicht eingetreten und werden auch für das verbleibende Geschäftsjahr 2024 nicht erwartet.

Davon ausgenommen sind die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Geschäftstätigkeit. Der Krieg hatte bislang in sehr geringem Ausmaß Auswirkungen auf die Beschaffungsseite und Versorgungssituation mit Vormaterialien, welche jedoch unter sicher erschwerten Bedingungen weiterhin sichergestellt ist.

Das Jahresergebnis zum 31.12.2022 wird auf Rechnung des Geschäftsjahres 2023 vorgetragen.

 

Bad Lippspringe, den 17. Mai 2024

gez. Berthold Antpöhler

gez. Heinz-Josef Antpöhler

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.395,80 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 106.395,80 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.306,15 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.832.008,38 134.838,70 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.324.713,96 131.525,55 68.706,39
Summe Sachanlagen 4.199.028,49 266.364,25 68.706,39
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 800,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 800,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.306.224,29 266.364,25 68.706,39
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 106.395,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 106.395,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 42.306,15
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.966.847,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.387.533,12
Summe Sachanlagen 0,00 4.396.686,35
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 800,00
Summe Finanzanlagen 0,00 800,00
Summe Anlagevermögen 0,00 4.503.882,15
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.553,80 6.213,00 0,00 0,00 105.766,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 99.553,80 6.213,00 0,00 0,00 105.766,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.365,15 1.456,00 0,00 0,00 35.821,15
2. technische Anlagen und Maschinen 1.714.689,38 29.792,70 0,00 0,00 1.744.482,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.720.309,04 182.461,55 67.775,39 0,00 1.834.995,20
Summe Sachanlagen 3.469.363,57 213.710,25 67.775,39 0,00 3.615.298,43
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.568.917,37 219.923,25 67.775,39 0,00 3.721.065,23
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 629,00 6.842,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 629,00 6.842,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.485,00 7.941,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 222.365,00 117.319,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 552.537,92 604.404,92
Summe Sachanlagen 0,00 781.387,92 729.664,92
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 800,00 800,00
Summe Finanzanlagen 0,00 800,00 800,00
Summe Anlagevermögen 0,00 782.816,92 737.306,92

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die Bali Schaumstoff GmbH, Bad Lippspringe

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bali Schaumstoff GmbH, Bad Lippspringe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bali Schaumstoff GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

o entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

o vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

o identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

o gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

o beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

o ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

o beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

o beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft,

o führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und

o beurteilen wir die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 22. Mai 2024

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