Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 8637
Eingetragen
12.3.2018
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Bau und Betrieb von Mineralöltransportleitungen, insbesondere zwischen Süddeutschland und der Tschechischen Republik, von Umschlagsund Lagereinrichtungen, der Handel mit Rohöl und Rohölprodukten, ferner das Betreiben von Übertragungswegen und Telekommunikationsnetzen, das geschäftsmäßige Erbringen von Telekommunikationsdiensten sowie alle mit diesen Unternehmenszwecken zusammenhängenden Betätigungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Jäger
seit 24.4.2026
Prokura
Václav Ouřada
seit 6.7.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MERO CR a.s.CZE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MERO CR a.s.
Czech Republic
7.671.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MERO Germany GmbH

Vohburg a.d.Donau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31.12.2024

MERO Germany GmbH Bau und Betrieb von Mineralöl-Fernleitungen, Vohburg

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.264.662,15 650.734,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
4.553.332,89 4.634.200,89
2. technische Anlagen und Maschinen 6.197.162,63 3.524.604,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
737.710,37 470.787,89
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 199.884,49 3.326.146,44
11.688.090,38 11.955.739,38
Summe Anlagevermögen 12.952.752,53 12.606.473,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 396.418,20 429.386,58
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 157.731,13 187.568,55
554.149,33 616.955,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 654,50 467,28
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.966.399,15 2.745.874,40
3. sonstige Vermögensgegenstände 481.285,07 743.479,46
3.448.338,72 3.489.821,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.188.992,78 2.720.486,30
Summe Umlaufvermögen 6.191.480,83 6.827.262,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.993,82 54.158,75
19.223.227,18 19.487.895,05

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.671.000,00 7.671.000,00
II. Gewinnvortrag 4.952.331,08 4.255.425,07
III. Jahresüberschuss 723.668,41 696.906,01
Summe Eigenkapital 13.346.999,49 12.623.331,08
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 50.951,69 74.808,08
2. sonstige Rückstellungen 773.310,02 839.241,24
824.261,71 914.049,32
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.860.217,46 3.172.096,18
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.860.217,46 (EUR 3.172.096,18)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.725.000,00 2.300.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.725.000,00 (EUR 2.300.000,00)
3. sonstige Verbindlichkeiten 91.909,84 95.831,19
- davon aus Steuern EUR 79.188,48 (EUR 43.279,83)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 80.188,48 (EUR 84.109,83)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 11.721,36 (EUR 11.721,36)
4.677.127,30 5.567.927,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 374.838,68 382.587,28
19.223.227,18 19.487.895,05

Handelsrecht

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

MERO Germany GmbH Bau und Betrieb von Mineralöl-Fernleitungen, Vohburg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 28.840.698,15 24.209.146,35
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 29.837,42 24.099,51-
3. sonstige betriebliche Erträge 75.764,46 1.872.007,40
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (EUR 154,86)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.311.959,73 1.068.444,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.498.529,84 14.529.157,73
19.810.489,57 15.597.602,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.793.079,61 2.768.618,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 481.755,91 515.371,42
3.274.835,52 3.283.989,66
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1:877.114,85 1.230.662,62
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.593.586,41 4.803.179,28
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.697,73 (EUR 1,777,39)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37.888,27 29,252,76
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 77.772,99 35.467,95
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 269.989,28 259.474,81
11. Ergebnis nach Steuern 1.020.724,84 924.129,03
12. sonstige Steuern 297.056,43 227.223,02
13. Jahresüberschuss 723.668,41 696.906,01

Handelsrecht

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

1. Allgemeine Angaben

Die MERO Germany GmbH hat ihren Sitz in Vohburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt (HR B Reg. Nr. 8637).

Die Gesellschaft ist durch Identität wahrende, Form wechselnde Umwandlung der MERO Germany AG zum 12. März 2018 entstanden.

Nach den Größenkriterien des § 267 HGB handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 Satz 1 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung mit dem Ziel, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Positionen des Jahresabschlusses wurden nach den allgemeinen Bestimmungen des HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften vorgenommen.

Infolge der Neudefinition der Umsatzerlöse aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) haben sich keine Änderungen in den Bilanz- und GuV-Positionen ergeben.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Software wird über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren, Bauten werden über eine Nutzungsdauer von 40 Jahren und technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von 5 bis 22 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben.

Die Vorräte an Ersatz- und Reparaturteilen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bewertet. In den Ersatzteilen sind Spezialersatzteile enthalten, die für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens benötigt werden. Auf die Mitzugehörigkeit dieser Teile zum Anlagevermögen wird gemäß § 265 Abs. 3 HGB hingewiesen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu angefallenen Vollkosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten bilanziert; diese sind innerhalb eines Jahres fällig. Am Bilanzstichtag erkennbare Risiken oder zu erwartende Forderungsverluste liegen nicht vor.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden ebenfalls zum Nennwert bilanziert und das Fremdwährungskonto zum Stichtagskurs bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 252 HGB für vorausbezahlte Aufwendungen gebildet.

Das Stammkapital wurde mit dem Nennwert bewertet. Das Stammkapital ist eingeteilt in 7:671.000 Geschäftsanteile im Nennbetrag von je 1 €, insgesamt 7.671.000 €. Alleiniger Gesellschafter ist die Firma MERO ČR., a.s., Kralupy/Tschechische Republik.

Steuerrückstellungen betreffen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren wesentlichen Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme.

Die Rückstellung für Jubiläumsleistungen wird versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung mit 2 %, die Fluktuationsrate mit 2 % berücksichtigt. Der zu Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Jubiläumsverpflichtungen beläuft sich zum Bewertungsstichtag 31.12.2024 auf 1,96 % (Vorjahr 1,75 %).

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bilanziert. Es wurden keine Sicherheiten gewährt. Das Gesellschafterdarlehen mit T€ 1.725 (Vorjahr T€ 2.300) und die Dienstbarkeitsverbindlichkeiten in Höhe von T€ 12 haben eine Fälligkeit mit über einem Jahr. Im Geschäftsjahr wurde das Gesellschafterdarlehen mit einer Tilgung von T€ 575 zurückgeführt. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Aufgliederungen und Erläuterungen zur Bilanz

Der Bruttoanlagespiegel ist nachfolgend unter Anlage 3 dargestellt.

Die Vorräte betreffen mit T€ 396 Hilfs- und Betriebsstoffe einschließlich Spezialersatzteile für Anlagen (im Vorjahr T€ 429) und mit T€ 157 im Wesentlichen nicht beendete Transportleistungen (im Vorjahr T€ 188).

Sonstige Vermögensgegenstände enthalten Umsatzsteuerforderungen und Vorsteuer im Folgejahr abziehbar von T€ 474 (im Vorjahr T€ 532) und Erstattungsansprüche aus zu viel entrichteten Netzentgelten TE 0 (im Vorjahr T€ 211).

Für latente Steuern wurde vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Abzugsfähige/zu versteuernde. Differenzen betreffen v.a. die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 7.671.

Der Bilanzgewinn beträgt T€ 5.676 (im Vorjahr T€ 4.952). Der Vorjahresgewinn von T€ 697 wurde in vollem Umfang in Gewinnrücklage eingestellt.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen betrug T€ 178 (im Vorjahr T€ 154). Von den sonstigen Rückstellungen sind dem Personalbereich T€ 202 (im Vorjahr T€ 226), dem Strombereich T€ 139 (im Vorjahr T€ 168) und den Kommandantenentschädigung gen T€ 47 (im Vorjahr T€ 45) zuzurechnen.

Für Körperschaftsteuer wurde eine Rückstellung von T€ 12 (im Vorjahr T€ 40) angesetzt, für Gewerbesteuer von T€ 39 (Vorjahr T€ 34).

Der Gesellschafter schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Das langfristige Gesellschafterdarlehen beläuft sich auf T€ 1.725 und ist vertragsgemäß jährlich in 4 Raten ab 2025 mit T€ 575 zurückzubezahlen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Tilgung des Darlehens von T€ 575.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Wegerechtsgestattungsverträgen von T€ 12 (im Vorjahr T€ 12), Lohnsteuer T€ 78 (im Vorjahr T€ 42) und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die passive Rechnungsabgrenzung für erhaltene Vorkehrungen zum kathodischen Korrosionsschutz beträgt T€ 375 (im Vorjahr T€ 383).

4. Aufgliederungen und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Rohergebnis sind Durchsatzentgelte aus Transportleistungen von T€ 25.833 (im Vorjahr T€ 20.383) sowie Aufwendungen für bezogene Transportleistungen in Höhe von T€ 15.925 (im Vorjahr T€ 11.122) enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen die gewöhnliche Geschäftstätigkeit.

Sonstige Steuern enthalten Stromsteuern in Höhe von TE 289 (im Vorjahr T€ 203).

5. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten

Am 31. Dezember 2024 bestanden keine aus der Bilanz nicht ersichtliche finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen, die für die Beurteilung der finanziellen Verhältnisse der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung wären. Das Bestellobligo für Anlagevermögen betrug T€ 1.261 (im Vorjahr T€ 1.294).

Aufgrund der durch Grunddienstbarkeiten abgesicherten Gestattungsverträge kann es für den Fall der endgültigen Stilllegung der Pipeline zu Aufwendungen für die Verfüllung oder Entfernung der Leitung kommen, soweit Vorteile für die Nutzung der Grundstücke durch die Grundstückseigentümer dies erfordern. Entsprechende explizite vertragliche Beseitigungsverpflichtungen bestehen lediglich für unbedeutende Teile der Pipeline- Trasse. Für derartige Verpflichtungen wurden keine Rückstellungen gebildet, da eine Betriebsstilllegung nicht absehbar ist und auch den langfristigen Planungshorizont übersteigt.

Die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb der Rohölfernleitung war ursprünglich bis zum 31. Dezember 2014 gewährt. Mit Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern vom 24. November 2014 wurde der Gesellschaft die Erlaubnis zum unbefristeten Betrieb der Pipeline erteilt.

b) Geschäftsführung

Herr Václav Ouřada wurde ab 1. April 2020 zum Geschäftsführer bestellt. Mit Gesellschafterbeschluss vom .19.03.2024 wurde Herr Václav Ouřada bis zum 31.03.2028 weiterhin zum Geschäftsführer bestellt.

c) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

d) Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2024 35 Angestellte (im Vorjahr 34) beschäftigt.

e) Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen

Die Gesellschaft hatte mit ihrer Muttergesellschaft, der Firma MERO C.R., a.s., Kralupy/Tschechische Republik, einen Durchsatzvertrag mit einer Laufzeit bis 31.12.2011 abgeschlossen, aufgrund dessen sie ihre Transportleistungen auf der Grundlage eines nach der Gewinnaufteilungsmethode ermittelten Tarifs abrechnet. Mit Vertrag vom 28.11.2013 wurde dieser Vertrag durch eine neue, im Wesentlichen unveränderte Vereinbarung ersetzt, die bis 31.12.2015 galt. Am 03.12.2015 wurde mit Wirkung vom 01.01.2016 ein neuer Vertrag geschlossen, der zuletzt mit Nachtrag 2 vom 23.07.2020 geändert wurde, aufgrund dessen sie ihre Transportleistungen auf der Grundlage eines nach der Kostenaufschlagsmethode ermittelten Tarifs abrechnet.

f) Nachtragsbericht

Die durch den Ukraine-Krieg bedingte Energiekrise hat sich im Geschäftsjahr abgeschwächt und die Strompreise haben sich auf einen etwas über dem Vorkrisenniveau stabilisiert. Dies führte zu einem geringeren spezifischen Energieverbrauch pro transportierter Tonne Rohöl.

 

Vohburg, den 11. März 2025

Václav Ouřada, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

Anschaffungskosten 31.12.23 Zugang in Periode Abgänge in Periode Umbuchung in Periode Anschaffungskosten 31.12.24
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.258.109,87 € 134.362,33 € 0,00 € 771.621,68 € 3.164.093,88 €
Grundstücke und Bauten 9.939.865,10 € 71.166,00 € 0,00 € 0,00 € 10.011.031,10 €
Technische Anlagen und Maschinen 165.919.871,19 € 239.484,69 € 0,00 € 3.680.797,54 € 169.840.153,42 €
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.876.416,33 € 142.716,25 € -63.660,39 € 309.533,71 € . 3.265.005,90 €
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.326.146,44 € 1.635.690,98 € 0,00 € -4.761.952,93 € 199.884,49 €
184.320.408,93 € 2.223.420,25 € -63.660,39 € 0,00 € 186.480.168,79 €
kum. AfA bis 31.12.23 AfA in Periode Abgänge Normal-AfA ir kum. m. AfA bis 31.12.24
Immaterielle Vermögensgegenstände -1.607.375,52 € -292.056,21 € 0,00 € -1.899.431,73 €
Grundstücke und Bauten -5.305.664,21 € -152.034,00 € 0,00 € -5.457.698,21 €
Technische Anlagen und Maschinen -162.395.267,03 € -1.247.723,76 € 0,00 € -163.642.990,79 €
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -2.405.628,44 € -185.300,88 € 63.633,79 € -2.527.295,53 €
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
-171.713.935,20 € -1.877.114,85 € 63.633,79 € -173.527.416,26 €
Buchwert 31.12.23 Buchwert 31.12.24
Immaterielle Vermögensgegenstände - 650.734,35 € 1.264.662,15 €
Grundstücke und Bauten 4.634.200,89 € 4.553.332,89 €
Technische Anlagen und Maschinen 3.524.604,16 € 6.197.162,63 €
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 470.787,89 € 737.710,37 €
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.326.146,44 € -199.884,49 €
12.606.473,73 € 12.952.752,53 €

LAGEBERICHT zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2024

der Firma MERO Germany GmbH

Vohburg an der Donau

1. Gesamtwirtschaftliche Lage

Die gesamtwirtschaftliche Lage hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 wiederum an Wachstumsdynamik verloren. Die gegenwärtige geopolitische Spannungslage, der fortdauernde Krieg in der Ukraine, die aufgetretenen Konflikte im Nahen Osten und die Energiekrise, deren Verlauf und Kosten bislang nicht vollständig absehbar sind, belegen alle Prognosen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer hohen Unsicherheit. Wir erwarten, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2025 sich ähnlich wie im Vorjahr entwickelt. Die Wirtschaft in Deutschland wird nur ein sehr geringes Wachstum aufweisen.

Die Inflation in den meisten Industriestaaten dürfte weiter zurück gehen. Es ist somit auch von erneuten Zinssenkungen der Zentralbanken auszugehen. Weitere wesentliche Einflussfaktoren sind die weiter hohen geopolitischen Risiken und Unsicherheiten über die weitere wirtschaftspolitische Entwicklung in vielen Regionen. Von besonderer Bedeutung sind die politischen Weichenstellungen in den Vereinigten Staaten von Amerika, vor allem hinsichtlich der Handelspolitik. Daneben bleiben als wichtige geopolitische Risikoszenarien Konflikte wie der russische Angriffskrieg in der Ukraine oder der, trotz jüngst positiverer Signale, nicht beigelegte Konflikt im Nahen Osten, die nochmals eskalieren könnten.

Wir erwarten jedoch, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage in den nächsten Jahren wieder erholen wird und damit auch der Bedarf an Energieprodukten steigen wird.

2. Geschäftstätigkeit

Die MERO Germany GmbH betreibt seit 1996 eine 28-Zoll-Rohölfernleitung aus dem Raffineriezentrum Ingolstadt nach Kralupy in der Tschechischen Republik. Im Tanklager Vohburg besteht ein Anschluss an das Pipelinesystem der Transalpine Oelleitung GmbH aus dem Hafen in Triest/Italien. Der Bau der Pipeline erfolgte in den Jahren 1994 und 1995 als strategisches Projekt der Tschechischen Republik für eine unabhängige Rohölversorgung. Die MERO-Pipeline versorgt heute im Wesentlichen die Raffinerie in Kralupy nad Vltavou und zum Teil die Raffinerie in Litvínov.

Die Auslastung der Leitung lag im Geschäftsjahr 2024 bei etwa 42 % der technischen Maximalkapazität.

Seit Aufnahme des Betriebs im Jahr 1996 wurden circa 78 Mio. t Rohöl in die Tschechische Republik transportiert.

Alleiniger Gesellschafter der MERO Germany GmbH ist die MERO ČR a.s. Die Anteile an der MERO ČR a.s. befinden sich vollständig im Eigentum der Tschechischen Republik.

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs

3.1. Lage der Gesellschaft

Mit der Transportleistung im Geschäftsjahr 2024 wurde die anfänglich geplante Durchsatzmenge um 14,5 % unterschritten, sie lag jedoch um 26,7 % über dem Durchsatz des Vorjahres. Die ursprüngliche Transportplanung beruhte auf Daten zur Versorgung der Raffinerie Kralupy und der Belieferung von zusätzlichen Mengen für die Raffinerie in Litvínov. Für das Geschäftsjahr war geplant, für die Raffinerie in Litvínov höhere Mengen über die Fernleitung MERO zu transportieren. Jedoch wurden im Geschäftsjahr mehr Mengen als geplant über die Fernleitung Družba bezogen als ursprünglich vorgesehen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit dem Transport von Rohöl ein Umsatz von 25,833 Mio. € (Vorjahr 20,383 Mio. €) bei einem Durchsatz von 3,786 Mio. t (Vorjahr 2,990 Mio. t) erzielt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Transportleistung um 796 Tt. Der Umsatz in diesem Bereich erhöhte sich um 5,450 Mio. €. Die Transporterlöse wurden nach dem mit der Muttergesellschaft, MERO ČR a.s., geschlossenen Vertrag über die allgemeinen Beförderungsregeln für den Rohöltransport und über alle damit zusammenhängenden Angelegenheiten vom 03.12.2015, sowie den Nachträgen 1 und 2, mit denen die Vergütung über den Rohöltransport geregelt wird, abgerechnet.

Die gesamten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr betrugen 28,840 Mio. €. Der Anteil der Transporterlöse belief sich auf 89,6 % (25,8 Mio. €). Die Erlöse aus · Telekommunikationsleistungen betrugen 401 T€ bzw. 1,4 %. Die sonstigen betrieblichen Erlöse mit einem Anteil von 9,0 % (2,6 Mio. €) betreffen im Wesentlichen die Weiterberechnung der Hafengebühren in Triest und Weiterbelastungen von Kosten an Dritte, sowie die Weiterbelastung von Wartungskosten für das Pipeline- Steuerungssystem (SCADA), Kosten für die Erweiterung des SCADA-Systems und Mieterträge.

3.2. Ertragslage

Der erzielte Jahresüberschuss der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr um 27 T€ von 697 TE im Vorjahr auf 724 T€. Die Gewinnsteigerung resultiert aus dem Rückgang des Rohergebnisses um 1.431 T€, den gestiegenen Abschreibungen um 647 T€, den geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2.210 T€, dem Anstieg der Stromsteuern um 70 T€ und Steigerung der Zinsaufwendungen um 42 T€. Die Ertragsteuern stiegen um 11 T€ und die Zinserträge stiegen um 9 T€. Der Personalaufwand ging um 9 T€ zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für die Instandhaltung der Fernleitung und des Tanklagers, Service- und Beratungstätigkeiten sowie Aufwendungen für Sachverständige und für den Fuhrpark. Der Rückgang des Rohergebnisses ist auf die im Vorjahr im Rohergebnis enthaltenen Versicherungsentschädigungen für die Beseitigung der Umweltschäden in Folge einer · Leckage in Pfrentsch zurückzuführen. Die Aufwendungen für die Sanierung der Leckage waren im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten, dies führte im Geschäftsjahr zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Im Geschäftsjahr wurde der Jahresüberschuss des Vorjahres von 697 T€ in die Gewinnrücklage eingestellt.

Im Geschäftsjahr ist ein Ertragsteueraufwand von 270 T€ angefallen, die Steuerquote beträgt 27 %.

3.3. Investitionen

Im Berichtsjahr wurden durch die Gesellschaft Investitionen im Anlagevermögen in Höhe von 2.223 T€ vorgenommen.

Im Geschäftsjahr wurden für die Erneuerung und Optimierung des SCADA-Systems weitere 652 T€ investiert. Das System wurde zum 01.04.2024 in Betrieb genommen.· Weitere wichtige" Zugänge betrafen den Erwerb des technischen Dokumentenmanagementsystems COMOS in Höhe von 104 T€, die Erneuerung der nördlichen Zaunanlage mit 71 T€ und die Tankdachüberwachung mit T€ 547. In die Verbesserung des kathodischen Korrosionsschutzes wurden 57 T€ und in neue Elektronikeinheiten für die Lecksuchmolche 80 T€ investiert. Weiterhin wurden 62 T€ in Feuerwehr- und Ölwehrausrüstung investiert. Darüber hinaus wurden Investitionen für eine Wärmepumpe im Verwaltungsgebäude mit 271 T€, in eine schnelle Datenverbindung zur Raffinerie Bayernoil mit 33 T€, in die Verbesserung der Überwachung der Schieberstationen mit 37 T€ und in ein Firmenfahrzeug mit 32 T€ getätigt. Anzahlungen, insbesondere für eine weitere Haupt- und Boosterpumpe, wurden in Höhe von 192 T€ geleistet. Sonstige Anlagenzugänge, vor allem in Betriebs- und Geschäftsausstattung, betragen 85 T€.

Die Investitionen gliedern sich in:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 134 T€
Grundstücke, Gebäude: 71 T€
Geleistete Anzahlungen: 1.636 T€
Anlagen, Maschinen: 239 T€
Büro- und Geschäftsausstattung: 143 T€
Gesamt: 2.223 T€

Die Erneuerung des Pipelinesteuerungssystems SCADA wurde im Geschäftsjahr über ein Gesellschafterdarlehen der Muttergesellschaft, MERO ČR, finanziert. Die übrigen Investitionen wurden im Geschäftsjahr vollständig aus Eigenmitteln finanziert.

3.4. Finanzlage

Der ordentliche Cash Flow aus dem laufenden Betrieb (definiert als Summe aus Jahresüberschuss und ordentlichen Abschreibungen) beträgt im Geschäftsjahr 2.601 T€. Der Cash Flow ist infolge des um 27 T€ gestiegenen Jahresüberschusses und der um 647 T€ gestiegenen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr (1.927 T€) um 674 T€ gestiegen.

Die Liquidität beträgt: 1. Grades: 58,16 %
2. Grades: 148,78 %
3. Grades: 166,61 %

3.5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 265 T€ verringert.

Die Verminderung der Aktivseite ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Bankguthaben um 532 T€, der sonstigen Vermögensgegenstände um 262 T€ sowie der Vorräte um 63 T€ und der Erhöhung des Anlagevermögens um 346 T€, der Forderungen um 221 T€ sowie des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens um 25 T€.

Die Veränderung auf der Passivseite ist durch die Verminderung der Rückstellungen um 90 T€ sowie der Verbindlichkeiten und Darlehen um 891 T€ und des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 8 TE sowie der Erhöhung des Eigenkapitals um 724 begründet.

Das Gesellschafterdarlehen wurde zur Finanzierung des SCADA-Systems verwandt. Nach Inbetriebnahme des SCADA-Systems im Geschäftsjahr wurde aus der durch die Abschreibungen generierte Liquidität ein Teil des Darlehens getilgt.

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 69,43 %.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Indikatoren

4.1. Personal

MERO Germany GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 35,25 Mitarbeiter. 12 Operatoren sind für die Überwachung und Steuerung der Anlage verantwortlich und sind im Schichtdienst eingesetzt. Diese Mitarbeiter haben eine handwerkliche bzw. industrielle Ausbildung. Die übrigen Mitarbeiter verfügen in der Regel über eine qualifizierte technische Ausbildung bzw. über einen Hochschulabschluss. Der Altersdurchschnitt beträgt 51 Jahre.

Für alle Mitarbeiter mit einem Mindestalter von 28 Jahren und einer Mindestbetriebszugehörigkeit von sechs Monaten ist eine betriebliche Altersversorgung in Form einer überbetrieblichen Unterstützungskasse eingerichtet. Als Beitrag werden 2 % vom 12-fachen des Monatsgrundgehalts pro Mitarbeiter in die Unterstützungskasse eingezahlt. Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen hierfür 45 T€.

Zum Ende des Geschäftsjahres wurden an drei ehemalige Mitarbeiter monatliche Betriebsrenten gezahlt, die aus der Unterstützungskasse gedeckt sind.

4.2. Umweltschutz

Durch regelmäßige Überwachung der Fernleitung durch Trassenbefliegung, umfangreiche Kontrollsysteme. . mittels der Fernüberwachung des Pipelinesteuerungssystems SCADA und durch den Einsatz von gut ausgebildetem Personal trifft die Gesellschaft Vorsorge für einen sicheren und umweltfreundlichen Betrieb der Fernleitung und des Tanklagers.

Zur Vorsorge gegen Umweltschäden wurden für Tanklager und Fernleitung Alarm- und Einsatzpläne erstellt. Diese Pläne werden regelmäßig aktualisiert und an die betroffenen Behörden und Einsatzleitstellen versandt. Außerdem stehen den Katastrophen-Schutzkräften insgesamt 99 Ölsperreneinrichtungen und 18 Fahrzeuganhänger mit Ölwehrausrüstung an der Fernleitung zur Schadenbekämpfung entlang der Trasse zur Verfügung. Der Einsatz der Ölwehrausrüstung wird in regelmäßigen Übungen mit den zuständigen Feuerwehren geprobt. Dabei werden auch die Alarmierung des firmeneigenen Bereitschaftsdienstes und die Alarmierung der in Bereitschaft stehenden Fremdfirmen überprüft. Im Geschäftsjahr fanden die innerbetrieblichen Unterweisungen der Mitarbeiter statt. Im Jahr 2024 wurde eine Übung zur Bekämpfung eines Ölaustritts an der Fernleitung in Zusammenarbeit mit der Katastrophenschutzbehörde des Landratsamts Schwandorf durchgeführt. Eine Ölwehrübung wurde aus terminlichen Gründen auf das Jahr 2025 verschoben.

4.3. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Juni 2024 wurden die Überwachungssaudits für die Managementsysteme ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001, ISO 45001 und ISO 50001 von MERO Germany GmbH erfolgreich durchgeführt. Die Einhaltung aller Managementsysteme wird außerdem durch regelmäßige interne Audits überprüft.

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind bis heute keine weiteren Vorgänge, die für die Bewertung der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage der MERO GmbH wesentlich wären, eingetreten.

6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

6.1. Prognosebericht

Eine Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage als Folge des Ukraine-Krieges und der Konflikte im Nahen Osten könnte die weitere Entwicklung negativ beeinflussen. Konkrete Anzeichen hierfür liegen bislang nicht vor. Wesentliche Auswirkungen auf Beschaffung, Absatz, Personal und Logistik sind bislang nicht aufgetreten.

Für 2025 ist eine Transportleistung von 5,3 Mio. t geplant. Damit liegt die geplante Transportleistung um 0,9 Mio. t über der für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Leistung und über 1,5 Mio. t über der im Geschäftsjahr transportierten Menge. Mit Beginn der zweiten Jahreshälfte 2025 und in den Folgejahren werden weiter steigende Durchsätze als Folge des Embargos der Europäischen Union für russisches Rohöl als Folge des Ukrainekrieges erwartet. Die ausbleibenden Mengen über die Rohölleitung Družba werden durch Lieferungen über die Fernleitung MERO ersetzt. Die Abrechnung dieser Transportleistungen erfolgt auf Grundlage des Nachtrags 2 vom 23. Juli 2020 zum Vertrag über die allgemeinen Beförderungsregeln für den Rohöltransport und alle damit zusammenhängenden Angelegenheiten vom 03.12.2015.

Die laufenden Betriebskosten ohne Abschreibungen sind mit 9,5 Mio. € geplant. Im Geschäftsjahr 2025 werden die geplanten sonstigen betrieblichen Aufwendungen über dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Stromkosten haben sich auf dem Niveau des Jahres 2024 stabilisiert. Durch die zu erwartenden höheren Durchsätze war mit insgesamt höheren Stromkosten zu planen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden gegenüber 2024 ansteigen, da im Jahr 2025 eine Inneninspektion der Fernleitung mit einem intelligenten Molch durchzuführen ist. Für die Folgejahre sind etwas geringere Betriebskosten als im Jahr 2025 bei gleichbleibender Entwicklung der Erlöse zu erwarten. Es wird ein Gewinn vor Steuern für das Jahr 2025 von etwa 1 Mio. € erwartet. Auch für 2026 ist bei unveränderten Bedingungen mit einem Gewinn auf gleichbleibendem Niveau zu rechnen.

Im Jahr 2025 werden Investitionen in Höhe von etwa 3,3 Mio. € insbesondere für die Beschaffung einer zusätzlichen Haupt- und Boosterpumpe zur Erhöhung der Redundanz des Pumpbetriebes, die entsprechend der Planung in der zweiten Jahreshälfte 2025 in Betrieb genommen werden, und Investitionen zur Verbesserung des Zutrittschutzes zum Tanklager Vohburg getätigt. Weiterhin werden Investitionen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der Anlagen erfolgen. Im Geschäftsjahr 2026 werden die Investitionen von MERO Germany GmbH einen Betrag von etwa 2,0 Mio. € ausmachen.

6.2. Chancen- und Risikobericht

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft, MERO ČR a.s. das Risikomanagementsystem weiterentwickelt und zum Teil überarbeitet. Daraus ist zu erkennen, dass die wesentlichen Risiken für das Unternehmen ein eventueller Sachschaden an der Anlage sowie ein Ausbleiben der Belieferung über die Deutsche Transalpine Oelleitung und die sich hieraus ergebenden Folgeschäden sind. Eine Bewertung ergab, dass die Risiken von dem Unternehmen durch entsprechende Maßnahmen minimiert werden können. Das Risiko-Früherkennungssystem ist in das integrierte Managementsystem (IMS) eingebunden. Hieraus liegen keine Erkenntnisse über bestandsgefährdende Risiken vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können.

Durch den positiven Cash Flow ist eine Zahlungsunfähigkeit nicht abzusehen.

Seit dem Jahr 2001 besteht bei MERO Germany GmbH ein integriertes Managementsystem, das laufend weiterentwickelt wurde. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Zertifizierung des Qualitäts-Managementsystems gemäß ISO 9001 und des Umwelt-Managementsystems gemäß ISO · 14001. Das Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 wurde im Jahr 2016, das Informationssicherheits-Managementsystem gemäß ISO 27001 im Jahr 2018 eingeführt. Im Jahr 2022 wurde das Arbeitsschutz-Managementsystem nach ISO 45001 eingeführt.

Die Regierung von Oberbayern als Genehmigungsbehörde der Fernleitung IKL hat MERO Germany GmbH am 24. November 2014 die unbefristete Erlaubnis für den Betrieb der Fernleitung MERO ab dem 01. Januar 2015 erteilt.

Der gute technische Zustand der Anlagen und der hohe Sicherheitsstandard der MERO gewährleisten einen langfristig sicheren und im Wesentlichen unfallfreien Betrieb der Fernleitung. Für die MERO-Fernleitung besteht eine Industrie- und Umwelthaftpflichtversicherung.

Die Gesellschaft ist in Verbindung mit ihrer Muttergesellschaft ein Dienstleistungsunternehmen für die Raffinerien in der Tschechischen Republik und somit von der dortigen Entwicklung des Rohölverbrauchs abhängig. Durch die strategische Bedeutung der MERO-Pipeline für die Versorgungssicherheit der Tschechischen Republik ist der langfristige Bestand der Gesellschaft gewährleistet. Durch ständige Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz unter Einhaltung der Betriebssicherheit ist in den kommenden Jahren mit weiteren positiven Jahresergebnissen zu rechnen.

 

Vohburg, den 11. März 2025

Václav Ouřada

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die

MERO Germany GmbH

Vohburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MERO Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MERO Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben." Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten · Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften · entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkrafttreten interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, · im Bestätigungsvermerkt auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 11. März 2025

W & W Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rudolf Wolfswinkler, Wirtschaftsprüfer

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