S-C-H Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carolin, geb. Kropp Hofmann seit 25.9.2018 | Prokura |
Günter Heribert Hofmann seit 4.1.2018 | Prokura |
Stefan Hofmann seit 12.10.2011 | Geschäftsführer |
Monika, geb. Dierauf Hofmann seit 22.3.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 72.60% | |
| 27.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Siegfried Hofmann GmbHLichtenfelsJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Darstellung des Geschäftsverlaufs Hofmann-Impulsgeber ist ein Unternehmen, das sich auf Werkzeugbau und Maschinenbau spezialisiert hat. Unser Unternehmen bietet Technologien, die bei uns im Hause entwickelt werden und setzt dadurch Impulse für die ganze Branche und dies seit über 65 Jahren. Unsere Kompetenzen umfassen die Bereiche Spritzguss, Partikelschaum, Automation und Maschinenbau. Dank der Kombination dieses Technologie-Knowhows bieten wir unter anderem Lösungen für die komplette Automatisierung des Spritzgussprozesses an. Wir laden Impulse auf - und zwar mit unserer Kompetenz. Wir sind für unsere Kunden da, von der Entwicklung ihrer Idee bis zur Umsetzung, von der virtuellen Inbetriebnahme bis zum Service danach. Unsere Kompetenzen setzen wir technologieübergreifend und branchenübergreifend ein. So sorgen wir mithilfe des Hofmann-Impulses für das bestmögliche Ergebnis. Kundenzufriedenheit steht dabei immer an erster Stelle. Eine Vielzahl von Sparten zählt zu unseren Kunden. Unser umfassendes Know-how ist nicht auf eine Branche begrenzt: von der Industrie, über Haushalt, Medizin, Automotive bis hin zur Luftfahrt und vielen weiteren Branchen. Bei unserer Arbeit setzen wir nicht nur auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Werkzeug- und Maschinenbau, sondern auch auf unsere umfassende Forschung und Entwicklung. Das Jahr 2022 war geprägt von den Spätfolgen der Corona-Pandemie, dem Ukraine Krieg und den Folgen der Energiepreiserhöhungen und dem Fachkräftemangel. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe und eine massiv steigende Inflation. Die Auswirkungen in der Branche Formenbau sind dramatisch und halten auch im Jahr 2023 an. Die Auslastung bei den Unternehmen liegt deutlich hinter der Messlatte vor der Corona-Pandemie zurück. Es entstehen Überkapazitäten und Preisdruck, da die Nachfrage und die Investitionstätigkeiten stark zurückgegangen sind. Vor allem die bedeutendste Abnehmerindustrie, die Automobilbranche, reduziert programmatisch die Anzahl ihrer neuentwickelten Bauteile, was zu einem massiven Bedarfsrückgang an Formen und Werkzeugen führt. Expertenschätzungen gehen davon aus, dass bis zu einem Drittel weniger Volumen zur Vergabe kommen als noch vor wenigen Jahren. Des Weiteren besteht in dieser Branche ein extremer Preisdruck, der es immer schwieriger macht, in Deutschland kostendeckend Aufträge abzuarbeiten. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 war noch extrem geprägt von den Spätfolgen der Corona-Pandemie und dem dadurch viel zu niedrigen Auftragsbestand und dem enormen Preisdruck, der durch die hohen Inflationswerte entstanden ist. In diesem äußerst schwierigen konjunkturellen Umfeld konnten wir unsere Planzahlen nicht erfüllen. Die Hauptgründe dafür waren oft kundenseitig verursachte Verzögerungen in der Auftragsabwicklung und dadurch Verschiebungen in den Verumsatzungszeitpunkten. Lieferengpässe bei Material und Fachkräftemangel im Bereich Elektronik und Programmierung waren verantwortlich, dass Aufträge nicht abgeschlossen werden konnten und zudem teures Fremdpersonal zum Einsatz kommen musste. Der Bereich Luftfahrt hat sich erst im Laufe des Jahres 2022 wieder erholt, sodass wir hier zwar wieder einen guten Auftragseingang generieren konnten, jedoch noch einen Umsatzausfall von fast 90 % verbuchen mussten. Wir waren gezwungen auch im Jahr 2022 nochmals Rückstellung in Millionen Höhe für drohende Verluste vorzunehmen. Zwei Großprojekte, die während der Corona-Pandemie angenommen wurden, haben zu hohen Verlusten geführt. Folglich sank das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr von EUR -8.223.196 auf EUR -11.065.094. Gegenüber dem Vorjahr konnten wir den Umsatz von EUR 32.841.405 auf EUR 36.820.795 steigern. Die Gesamtleistung hat sich von EUR 31.457.410 auf EUR 40.531.235 erhöht. Der Rohertrag hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1.062.131 erhöht. Die Arbeitnehmerzahl lag am 31.12.2022 bei 335, davon sind 31 Auszubildende und 4 Werksstudenten. Wir haben im Jahr 2022 nicht auf Kurzarbeit zurückgegriffen, da sich dies im Projektgeschäft als äußerst schwierig darstellt hat. Um die Fachkräfte zu halten, haben wir im gesamten Unternehmen eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit vorgenommen. Wir konnten so trotz tariflicher Lohnerhöhungen unsere Personalkosten senken und das Fachpersonal halten. 2. Lage der Gesellschaft Vermögens- und Finanzlage: Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der laufenden Liquidität, eine geordnete Finanzierung der Investitionen und die Beibehaltung einer soliden Kapitaldecke. Die im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 aufgetretenen Finanzierungsfragen konnten trotz der erhöhten Anforderungen aus den Begleiterscheinungen der COVID-Pandemie und der wirtschaftlichen Lage vollumfänglich gelöst werden. Die Bilanzsumme hat sich von EUR 45.836.465 auf EU 39.896.932 verringert. Das Fertigteillager wurde gegenüber dem Vorjahr um EUR 1.845.275 aufgebaut. Die Halbfabrikate haben sich ebenfalls um EUR 1.127.491 erhöht. Hauptgrund für die Erhöhungen sind der höhere Auftragsbestand im Geschäftsjahr und die dadurch veranlassten Materialeinkäufe. Alle Halbfabrikate sind werthaltig, da für jedes Projekt oder Werkzeug ein schriftlicher Kundenauftrag hinterlegt ist und die Grundsätze der verlustfreien Bewertung beachtet werden. Durch das negative Jahresergebnis schmolz unsere Kapitaldecke. Durch eine Kapitalaufstockung der Gesellschafter im Jahr 2022 in Höhe von 5 Millionen Euro wurde dieser Entwicklung teilweise entgegengesteuert. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten haben sich zum 31.12.22 um EUR 1.972.799 verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten langfristige Darlehen von Gesellschaftern sowie nahestehenden Unternehmen. Hier wurde Tilgungsaussetzung für die nächsten zwei Jahre 2024 und 2025 vereinbart. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten ein Darlehen in Höhe von EUR 9.000.000 an eine nahestehende Immobilien GmbH, die den kompletten Neubau Werk 2 in der Siegfried-Hofmann-Straße realisiert hat. Weiterhin sind in den sonstigen Vermögensgegenständen noch ausstehende Forderungen an Überbrückungshilfen für das Jahr 2021 in Höhe von 1.390.152 Euro enthalten. Ertragslage der Gesellschaft: Der Geschäftsverlauf blieb in 2022 weit unter den Erwartungen zurück. Die Gesamtleistung des Unternehmens erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 31.457.409 auf EUR 40.531.235. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr 2022 ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -11.065.094 EUR. Der Verlust wird auf neue Rechnung vorgetragen. Mit EUR 4.189.981 beträgt die Abschreibungsquote 10,34 % von der Gesamtleistung. Die Personalaufwandsquote lag im Jahr 2022 bei 42,73 %. Für das abgelaufene Jahr ergibt sich ein negativer Cashflow in Höhe von EUR 6.797.296. Die Eigenkapitalquote liegt mit 19 % noch in einem stabilen Bereich. 3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Wir haben in der Auftragsfertigung Maschinenbau wieder einen guten Auftragseingang zu verzeichnen und gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung weiterführt. Im Bereich Spritzguss ist der Markt stark umkämpft. Der Automotive-Markt mit Werkzeug und Formen hat sich bislang nicht erholt. Es fehlt die Bandbreite an neuen Modellen, die den Werkzeugbauten Arbeit verschafft. Auch in anderen Wirtschaftszweigen macht sich die schwache Investitionsbereitschaft extrem bemerkbar. Unsere Gesellschaft verfügt jedoch über einen solventen Kundenstamm, bestehend aus Stammkunden und Neukunden in einem guten Mix an Absatzmärkten mit Medizin, Verpackungs- und Haushaltsgeräte sowie Luftfahrt. Wir planen für das laufende Jahr 2023 mit einer Umsatzsteigerung von ca. 40 %. Wir müssen immer noch Altprojekte abwickeln, die mit hohen Verlusten zu Buche schlagen. Diese drohenden Verluste wurden bereits in den Jahren 2021 und im Jahr 2022 berücksichtigt. Wir streben für das laufende Jahr ein ausgeglichenes Betriebsergebnis an. Unsere Planzahlen bezüglich Umsatz werden wir voraussichtlich nicht erreichen, da sich kundenseitig einige Projekte verschoben haben und Lieferpläne neu definiert wurden. In wieweit sich dies auf die Ertragslage auswirkt, wird sich erst im letzten Quartal zeigen. Bis Ende dieses Jahres werden alle hohen Verlustprojekte abgeschlossen sein, sodass im Jahresabschluss 2023 mit einer Minderung der drohenden Verluste gerechnet werden kann. Unter Zugrundelegung der Planungsparameter für die Unternehmensplanung der Jahre 2023 und 2024 erscheint ein merklicher Anstieg der Gesamtleistung in den nächsten Jahren plausibel, ebenso wieder eine Verbesserung der Ergebnissituation. Zur Sicherung des Unternehmenserfolges ist es notwendig, Risiken zu erkennen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen bzw. einzugrenzen. Dafür haben wir in Zusammenarbeit mit einem externen Betriebsberater ein Risiko- und Kontrollsystem mit einer hohen Transparenz eingeführt. Weiterhin arbeiten wir ständig daran alle relevanten Prozesse in der Fertigung zu optimieren, um wieder schlagkräftig und wettbewerbsfähig zu werden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer weitergehenden neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Forderungsausfälle in größeren Maßen sind nicht zu befürchten. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Durch regelmäßige Zertifizierungen unserer wichtigsten Lieferanten wird die Qualität unserer Materialien und Halbzeuge garantiert. Von Lieferengpässen sind wir aktuell nur am Rande betroffen. Die aktuelle Kostensteigerung trifft uns zwar in allen Bereichen, am stärksten betroffen ist jedoch der Energiebereich. Um planen zu können, haben wir bis in das Jahr 2025 die Beschaffung von Strom gesichert und den Preis fixiert. Erdgas wird für unsere Produktion nicht benötigt. Wir heizen lediglich die Montage- und Büroräume im Werk 2 mit Gas. Wir leisten unseren Beitrag zum Klimaschutz. Unser Umweltteam arbeitet aktuell an allen Möglichkeiten der Energieeinsparung im gesamten Unternehmen und wir beziehen zukünftig "Öko" Strom. Die Risikolage einer Fluktuation im Bereich von besonders qualifiziertem Fach- und Führungspersonal ist als gering einzustufen. Aktuell haben wir ausreichend Fachpersonal, lediglich im Elektronikbereich fehlen uns geringfügig Mitarbeiter. Um in Zukunft auch in diesem für uns neuen Bereich über genügend Facharbeiter zu verfügen, bilden wir jetzt auch Elektroniker aus. Unser Ausbildungskonzept mit einer eigenen Lehrwerkstatt besteht unverändert fort und wir bilden hier aktuell ca. 45 junge Menschen in vier Berufsrichtungen aus. Trotz der negativen Jahresergebnisse sehen wir unsere Liquidität als gesichert an. Bei den langfristigen Darlehen gegenüber Gesellschaftern und befreundeten Unternehmen wurden bis Ende 2025 Tilgungsaussetzungen vereinbart. Auslaufende Kredite wurden unter gleichen Konditionen wieder verlängert und ebenfalls Tilgungsaussetzung vereinbart. Als eine weitere Sicherheit für das Unternehmen bestehen Übernahmeverpflichtungen durch Gesellschafter, die bei eventuell auftretenden Liquiditätsschwierigkeiten greifen. Sollten auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Situation und der ungewissen Zukunft die geplanten Auftrags- bzw. Umsatzsteigerungen nicht eintreten, kann es zu einem Liquiditätsengpass und somit zu bestandsgefährdenden bzw. entwicklungsbeeinträchtigenden Umständen kommen. Wie in den vergangenen Jahren auch würden hier die Gesellschafter die Gesellschaft mit Kapital unterstützen, da diese sonst im Fortbestand gefährdet wäre. Unser Eigenkapital ist durch die Verluste der letzten Jahre gesunken. Um dem entgegenzuwirken und das Unternehmen zu stärken, haben die Gesellschafter am 21. September 2022 fünf Millionen Euro in die Kapitalrücklage eingebracht. Aktuell wird an einer Neustrukturierung des Unternehmens gearbeitet. Bis Ende des Jahres soll ein Konzept erstellt sein, das den Fortbestand gewährleistet. 4. Prognosebericht Für 2023 wurden die Wachstumszahlen durch unseren Wirtschaftsminister bereits wieder nach unten korrigiert. Aktuell kämpfen wir gegen die allgemeine wirtschaftliche Flaute an, gehen aber von einer Erholung ab 2024 aus. Unser weiter entwickeltes Geschäftsfeld bietet die Möglichkeit, mittelfristig zu einem gut verteilten Gleichgewicht aus Formenbau, Sondermaschinenbau, Automation und Auftragsfertigung in den unterschiedlichsten Branchen zu gelangen. Weitere Absatzmärkte wie die Branche Medizin und Verpackungsindustrie eröffnen weiteres Potential, das mit unseren bestehenden Fertigungsressourcen und unserem Know-how erschlossen werden kann. Wir sind energie- und umweltzertifiziert. Unsere Erzeugnisse erfüllen die Kriterien der Nachhaltigkeit. Unser Eigenprodukt, die BEAD MACHINE, spart weit über 50 % Energie ein und unsere Werkzeuge laufen mit schnelleren Zykluszeiten. Dies ist ein wichtiger Baustein für Nachhaltigkeit in der Branche und wir können und müssen die Anwender immer besser überzeugen, um unsere Produkte auch mit Wert an die Kunden zu bringen. Um langfristig die Marktposition zu halten und auszubauen, ist eine permanente Weiterentwicklung und Anpassung auf neue Gegebenheiten ein absolutes Muss. Gerade deshalb ist das Erkennen von Schwachstellen und Problemen im eigenen Unternehmen extrem wichtig. Aus diesem Grund arbeiten wir schon seit zwei Jahren mit einem externen Beratungsteam zusammen. Gemeinsam mit unserer Führungsmannschaft stellen wir uns den strategischen und organisatorischen Herausforderungen der Zukunft, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Ukrainekrieg, eine hohe Inflationsrate Lieferengpässe und Energiekrise haben uns allen gezeigt, wie vernetzt und beeinflussbar einzelne Geschäftsbereiche sind. Für uns stellen die letzten Jahre immer noch eine bisher noch nie dagewesene Herausforderung dar, der wir uns als Gesellschafter, Geschäftsführer und Mitarbeiter stellen müssen.
Lichtenfels, den 18.10.2023 gez. Stefan Hofmann gez. Monika Hofmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Lichtenfels. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter HR B 856 eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I, 266 ff. HGB) worden. Für eine klare und übersichtliche Darstellung wurden die Ausweiswahlrechte im Anhang dargestellt. Geschäftsvorfälle, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Nähere Erläuterungen folgen im Lagebericht. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, hierzu wurde vom Wahlrecht gem. § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht. Die Abschreibung hierzu erfolgt nach Fertigstellung und Nutzung. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden wie folgt bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert - Rückdeckungsversicherungen, soweit nicht verpfändet, zum Nennwert Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende, niedrigere Wert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie die durch die Fertigung veranlassten notwendigen Abschreibungen einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Lag der Marktwert niedriger, wird der sich daraus ergebende Wert bei den fertigen Erzeugnissen zu Grunde gelegt. Bei den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen wird der niedrigere Wert angesetzt, wenn der Verkaufserlös abzüglich der bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten geringer als die Herstellungskosten ist. Erkennbare Bestandsrisiken werden angemessen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden netto offen von den Vorräten abgesetzt, § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zweifelhafte Forderungen wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag einzeln wertberichtigt. Das allgemeine Forderungsrisiko wurde ausreichend durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zum Nominalwert bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig war. Sie wurden mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren und einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Ab dem Geschäftsjahr 2022 erfolgt die Bewertung und Berücksichtigung von Rückdeckungsversicherungen unter Beachtung des IDW-Rechnungslegungshinweises FAB 1.021 und unter Anwendung des DAV-/IVS-Ergebnisberichtes des Fachausschusses Altersversorgung vom 26. April 2022. Als Bilanzansatz für die Abbildung der Kongruenz von Anspruch und Rückdeckungsversicherung und Pensionsverpflichtung wurde das Aktivprimat verwendet. Die Aktivwerte der an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen sowie Wertpapiere werden aufgrund der Vorschriften des BilMoG mit der Pensionsverpflichtung saldiert, § 246 Abs. 2 HGB. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Laufzeit größer einem Jahr von TEUR 9.000. 3. Forderungen an Gesellschafter Forderungen an Gesellschafter bestanden am Abschlussstichtag nicht. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von Euro 82.600,00 ist voll eingezahlt. In dem Bilanzgewinn ist ein Verlustvortrag in Höhe von Euro 78.677,28 enthalten. 5. Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und entlastungen werden verrechnet angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz (Körperschaftsteuer, Soli und Gewerbesteuer) wird mit pauschal 30% angesetzt. Nach Verrechnung der latenten Steuern ergibt sich ein Aktivüberhang. Dabei bestehen passive latente Steuern aus der handelsrechtlichen Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände und aktive latente Steuern aus der abweichenden Bilanzierung der Pensionsrückstellungen. Die weiter bestehenden steuerlichen Verlustvorträge (mögliche aktive latente Steuern) wurden berücksichtigt. Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die aktive Steuerlatenz nicht in der Bilanz auszuweisen. 6. Rückstellungen Die Rückstellung für Pensionen wurde nach der Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: • durchschnittlicher Marktzins in Höhe von 1,78 % für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde (Pauschale Methode), bei einem zehnjährigen Zeitraum • Rententrend bzw. erwartete Lohn-/Gehaltssteigerung in Höhe von 0,0%, • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G". Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Angaben und Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten (in TEUR)
7. Angabe zu Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten: Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: • Negativerklärung für Anlage- und Umlaufvermögen mit Gleichstellungsverpflichtung • Buchgrundschuld Fl.Nr. 2448/3 und 2450/12 i.H.v. TEUR 4.269; • Eigenkapitalbelassungserklärung • Bürgschaft Gesellschafter 8. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB: • Avale TEUR 4.617 (VJ: TEUR 3.076) Für die aus Erfahrungswerten abgeleitete Gewährleistung der Vorjahre sowie des Berichtsjahres wurde eine pauschale Rückstellung in der Bilanz gebildet (TEUR 382). Für die Inanspruchnahme aus den oben erwähnten Haftungsverhältnissen ist nach den bis zur Bilanzerstellung gewonnenen Erkenntnissen und Prognosen sowie der Erfahrung aus der Vergangenheit nicht zu rechnen. Zur korrekten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unterbleibt daher eine Passivierung dieser Haftungsverhältnisse. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Über die aufgezeigten sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen Verpflichtungen zu vermerken. III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Von den Umsatzerlösen über TEUR 36.768 entfallen auf das Inland TEUR 27.731 auf das EU-Ausland TEUR 6.825 und auf Drittländer TEUR 2.212. 2. Die Personalaufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge enthalten Beiträge für die Altersversorgung von TEUR 636. 3. Erträge aus Währungsumrechnungen sind mit TEUR 0 enthalten. 4. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Corona Überbrückungshilfen i.H.v. TEUR 1.446 enthalten. Bis zum 31.12.2022 wurden TEUR 6.718 ausgezahlt. Es stehen noch TEUR 1.390 aus. 5. In den Abschreibungen befinden sich außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände i.H.v. TEUR 491 IV. Sonstige Pflichtangaben 1. Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Bilanzstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.567 auf den Differenzbetrag bei der Berechnung von Pensionsrückstellungen zwischen der Bewertung mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins anstelle des 7-Jahres-Durschnittszins, der Verrechnung der aktiven mit den passiven latenten Steuern, sowie auf den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. 2. Abschlussprüferhonorar Das Prüfungshonorar für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 24. 3. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Quartalsdurchschnitt 331 Mitarbeiter (davon 3 Auszubildende) beschäftigt. 4. Organe Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte der Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH durch folgende Personen geführt: • Monika Hofmann, Lichtenfels, Kauffrau • Stefan Hofmann, Lichtenfels, Kaufmann Auf Grund §§ 286 Abs. 4, 285 Nr. 9a, b HGB unterbleiben die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer. 5. Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 weist einen Bilanzverlust von Euro 11.143.771,61 aus. Darin ist ein Jahresfehlbetrag von Euro 11.065.094,33 enthalten. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den gesamten Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenfels, 18. Oktober 2023 gez. Stefan Hofmann gez. Monika Hofmann
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2022 haben wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Siegfried Hofmann GmbH, Lichtenfels Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Siegfried Hofmann GmbH, Lichtenfels, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siegfried Hofmann GmbH, Lichtenfels, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Lageberichts, in welchem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass es zu einem Liquiditätsengpass kommen könnte, sollten die Auftrags- und Umsatzsteigerungen nicht so eintreten wie geplant. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Die gesetzlichen Vertreter gehen in diesem Fall, wie in den vergangenen Jahren auch, davon aus, dass der Fortbestand derGesellschaft durch die finanzielle Unterstützung der Gesellschafter gesichert wird. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko,dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, 7. Dezember 2023 ECOVIS
Wirtschaftstreuhand GmbH
gez. Erich Drescher, Wirtschaftsprüfer gez. Matthias Hersch, Wirtschaftsprüfer |
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