AMIGO Spiel + Freizeit GmbH

Waldstraße 23, 63128 Dietzenbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 10098
Eingetragen
5.11.2002
Branche
Herstellung von SpielwarenEinzelhandel mit SpielwarenHerstellung von Sportgeräten
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Spiel- und Freizeitartikeln aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Alexandra von Reeken
seit 10.11.2025
Geschäftsführer
Cristiano Scibetta
seit 10.11.2025
Geschäftsführer
Alexander Jost
seit 21.2.2024
Geschäftsführer
Uwe Wilhelm Pauli
seit 5.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Prag
153.500 €
50.00%
Frankfurt am Main
153.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMIGO Spiel + Freizeit GmbH

Dietzenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Handelsbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.909,00 1,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 630.159,50 478.147,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,83 0,83
2. Genossenschaftsanteile 150,00 150,83 150,00
Summe Anlagevermögen 662.219,33 478.298,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 12.649.514,16 10.997.256,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.051.139,44 21.201.109,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.050.360,02 2.805.418,58
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 3.050.360,02 (Euro 2.805.418,58)
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.757.792,17 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 1.720.000,00 (Euro 0,00)
4. sonstige Vermögensgegenstände 853.992,28 4.839.087,52
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 9.511,29 (Euro 2.359.511,29) 28.713.283,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.906.754,29 12.223.341,57
Summe Umlaufvermögen 57.269.552,36 52.066.214,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 290.490,30 314.774,44
58.222.261,99 52.859.287,27

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 307.000,00 307.000,00
II. Kapitalrücklage 719.945,76 719.945,76
III. Gewinnvortrag 25.786.997,71 13.556.933,09
IV. Jahresüberschuss 15.643.852,11 19.230.064,62
Summe Eigenkapital 42.457.795,58 33.813.943,47
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 239.643,00 252.708,00
2. Steuerrückstellungen 3.997.790,15 4.750.429,73
3. sonstige Rückstellungen 2.906.472,91 7.143.906,06 2.726.104,00
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 102.662,44 136.824,81
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 102.662,44 (Euro 136.824,81)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.259.303,83 9.184.105,22
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 6.259.303,83 (Euro 9.184.105,22)
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.258.594,08 1.995.172,04
- davon aus Steuern Euro 1.182.649,96 (Euro 929.043,14)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 0,00 (Euro 262,12)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 2.258.594,08 (Euro 1.995.172,04) 8.620.560,35
58.222.261,99 52.859.287,27

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Amigo Spiel + Freizeit GmbH

Dietzenbach

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 136.563.162,27 112.107.802,73
2. Gesamtleistung 136.563.162,27 112.107.802,73
3. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 42.227,11 15.160,36
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 17.267,00 16.495,00
c) übrige sonstige betriebliche Erträge 273.284,03 5.445.715,08
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 82.219,24 (Euro 200.174,65)
332.778,14 5.477.370,44
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 90.621.911,21 73.256.742,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 852.352,01 589.004,21
91.474.263,22 73.845.746,92
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.071.417,21 4.678.594,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 682.578,49 612.411,66
- davon für Altersversorgung Euro 18.196,81 (Euro 17.996,54)
5.753.995,70 5.291.005,82
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 218.017,31 180.790,56
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.774.990,52 0,00
1.993.007,83 180.790,56
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 483.370,72 447.813,95
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 249.370,46 253.667,72
c) Reparaturen und Instandhaltungen 133.812,16 132.624,84
d) Fahrzeugkosten 153.187,76 134.617,11
e) Werbe- und Reisekosten 1.788.295,62 1.440.953,35
2.808.036,72- 2.409.676,97-
f) Kosten der Warenabgabe 8.213.812,20 6.691.180,74
g) verschiedene betriebliche Kosten 4.364.631,11 3.657.542,15
h) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 22,00 16,50
i) Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen 264.472,01 9.595,77
j) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 74.925,50 375.968,62
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 48.652,00 (Euro 274.704,21)
15.725.899,54 13.143.980,75
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 322.529,09 99.477,53
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 67.700,47 (Euro 66.527,71)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.930,78 15.298,01
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 4.202,00 (Euro 5.744,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.616.071,32 5.973.238,75
11. Ergebnis nach Steuern 15.649.301,11 19.234.589,89
12. sonstige Steuern 5.449,00 4.525,27
13. Jahresüberschuss 15.643.852,11 19.230.064,62

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Die Amigo Spiel + Freizeit GmbH mit Sitz in Dietzenbach ist im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter HRB 10098 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der AMIGO Spiel + Freizeit GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear oder degressiv vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert von Euro 150,-- wurden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im laufenden Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben.

Der Anlagenspiegel ist integraler Bestandteil des Anhangs (Anlage 3).

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten (gewogener Durchschnittspreis) bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert entsprechend dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den Regelungen nach dem HGB (Erfüllungsbetrag) durchgeführt. Pensionsrückstellungen werden nach der PUC-Methode bewertet. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck der Berechnung zugrunde gelegt. Als Rechnungszinsfuß diente der durch die Deutsche Bundesbank mitgeteilte Marktzins von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %). Es wurde eine Gehalts- und Rentendynamik von jeweils 0% und keine Fluktuation unterstellt. Vom Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung entfallen Euro 4.202,00 (100%) auf Zinsen. Sie werden unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Der sogenannte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich zum Stichtag auf Euro 1.276,00 (Vorjahr: Euro 6.087,00).

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Boni und Urlaubsrückstellungen enthalten.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Währungsumrechnung erfolgte gem. § 256a HGB.

Sonstige Pflichtangaben

Einziger Geschäftsführer war Herr Uwe Pauli.

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus dem Auslieferungsvertrag mit der VVA/arvato media GmbH (Vertrag jährlich kündbar) und aus einem langfristigen Mietvertrag bis 30.06.2024 (T€ 140)

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahresbeschäftigten Arbeitnehmer: 73,5 (davon 1 Geschäftsführer, 2 Prokuristen).

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Angaben zu unterlassen (Bezüge bei einem Geschäftsführer).

Das Honorar für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr betrug für Abschlussprüfungsleistungen Euro 11.800,00.

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

Die Geschäftsleitung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen

 

Dietzenbach, den 26. September 2024

AMIGO Spiel + Freizeit GmbH
Dietzenbach

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Amigo Spiel + Freizeit GmbH,

Dietzenbach

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.431,00 32.620,00 41.051,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.431,00 32.620,00 41.051,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.630.155,65 397.985,81 273.881,64 1.754.259,82
Summe Sachanlagen 1.630.155,65 397.985,81 273.881,64 1.754.259,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,83 0,83
2. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 150,83 150,83
Summe Anlagevermögen 1.638.737,48 430.605,81 273.881,64 1.795.461,65
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.430,00 712,00 9.142,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.430,00 712,00 9.142,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.152.008,65 217.305,31 245.213,64 1.124.100,32
Summe Sachanlagen 1.152.008,65 217.305,31 245.213,64 1.124.100,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.160.438,65 218.017,31 245.213,64 1.133.242,32
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.909,00 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 31.909,00 1,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 630.159,50 478.147,00
Summe Sachanlagen 630.159,50 478.147,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,83 0,83
2. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 150,83 150,83
Summe Anlagevermögen 662.219,33 478.298,83

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung setzt auch in 2023 den Spielwarenmarkt unter Druck. Der Ukraine Krieg, die inflatorische Entwicklung und die Eskalation um Israel im Nahen Osten tun ihr Übriges, um die Konsumlaune zu trüben.

Nach einem bereits rückläufigen Jahr 2022 verzeichnet der Spielwarenmarkt auch im Jahr 2023 einen Rückgang von 5%. Die abgesetzte Produktmenge reduzierte sich ebenso um 5%. Der Onlinehandel verliert erneut 6% Marktanteil, Super- und Drogeriemärkte haben einen Rückgang von 15% zu verzeichnen. Der Fachhandel verliert 3%. Das für AMIGO relevante Marktsegment Spiele & Puzzle entwickelte sich im Jahr 2023 gegen den Markttrend und konnte um 6% zulegen. Treiber war hier die positiv anhaltende Entwicklung im Sammelkartenbereich. Die abgesetzte Menge erhöhte sich dabei nur leicht um 1%. (Quelle: Eurotoys).

AMIGO konnte sich bei dem schwierigen Marktumfeld gut behaupten und auf Grund des anhaltenden Trends im Sammelkartenbereich erneut eine deutliche Umsatzsteigerung erzielen.

2. Ertragslage

a) Umsatzentwicklung

AMIGO hat im Jahr 2023 erneut ein Umsatzwachstum in Höhe von 24,5 Mio. Euro erzielt. Treiber dieses Wachstums ist nach wo vor die anhaltend starke Trendentwicklung im Sammelkartenbereich. Der Verlagsbereich hat sich stabilisiert und konnte vor allem im Bereich der Familienspiele wieder deutlich wachsen. Der Exportbereich hat mit hohen Lagerbeständen der internationalen Partner zu kämpfen. Dies erschwerte das Geschäft und führte im Exportbereich zu rückläufigen Umsatzzahlen.

b) Materialaufwand

Die Preise der Vorlieferanten haben sich auf einem neuen Niveau eingependelt. Energiekostenzuschläge werden nicht mehr erhoben, diese sind mittlerweile eingepreist. Im Sammelkartenbereich wurde die Preiserhöhungen des Vorlieferanten nicht umfänglich weitergegeben, um kritische Preispunkte nicht zu überschreiten. In Konsequenz führt das zu einem niedrigeren Rohertrag als im Vorjahr.

Demzufolge liegt der Materialaufwand im Jahr 2023 in Relation zum Umsatz bei 66,98%. Im Verhältnis zu 2022 ist er um 23,87% gestiegen. Preiserhöhungen werden so weit im Markt durchsetzbar bei nahezu gleicher Marge an den Handel weitergegeben.

c) Personalkosten

Die Personalkosten sind um 8,75% gestiegen. Den Mitarbeitern wurde auf Grund der guten Geschäftsentwicklung Sonderzahlungen ausgezahlt.

d) Sonstige Kosten

Im Jahr 2023 sind die Kosten der Warenabgabe im Verhältnis zum Umsatzzuwachs gestiegen. Für Rechts- und Beratungskosten wurde dieses Jahr weniger ausgegeben als im Vorjahr.

Die Forderungsausfallquote in Relation zum Umsatz lag in 2023 bei annähernd 0,0%. Anders als in den Vorjahren wurden in diesem Jahr eine Abschreibung in Höhe von Mio. € 1,78 auf den Warenbestand getätigt.

e) Ergebnis

Der Umsatz konnte erneut um 21,8% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Der Materialeinsatz ist leicht gestiegen, da Preiserhöhungen im Sammelkartenbereich nicht vollständig weitergegeben wurden, um sensible Preispunkte an den Endverbraucher nicht zu überschreiten.

Auf Grund eines einmaligen außerordentlichen Verschmelzungsgewinns in 2022 ist das Gesamtergebnis 2023 zwar etwas niedriger als im Vorjahr, aber im operativen Geschäft wurde das Ergebnis übertroffen. Der Kostenapparat entspricht dem wirtschaftlichen Leistungsvermögen des Unternehmens.

3. Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gesichert, wobei die Verbindlichkeiten um Mio. € 2,7 niedriger sind als im Vorjahr. Die flüssigen Mittel sind von Mio. € 12,2 auf Mio. € 15,9 angestiegen.

4. Vermögenslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Bilanzsumme um 10,15% von Mio. € 52,86 auf Mio. € 58,22 angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden teilweise durch Verrechnung und Zahlungseinbehalt realisiert. Das Eigenkapital (inkl. Gewinnvortrag) beträgt 72,9% der Bilanzsumme. Der Lagerbestand hat sich im Vergleich zu 2022 um Mio. € 1,65 erhöht. Der Erhöhung des Lagerbestandes erfolgte aus strategischen Gründen, um die Verfügbarkeit des Kernsortiments zu gewährleisten als auch möglichen Umsatzpotentiale auszuschöpfen.

5. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.

6. Risikobericht

Im Jahr 2023 hat sich der Gesamtspielwarenmarkt rückläufig entwickelt. Das für AMIGO relevante Marktsegment hat sich entsprechend des Marktes positiv entwickelt. Es gilt abzuwarten, wie die gesamtwirtschaftliche Marktentwicklung, eine drohende Rezession sich auf das Konsumverhalten der Verbraucher weiter beeinflusst. Auch wenn der Fachhandel sich langsam erholen kann, kann er den Marktrückgang nur marginal kompensieren.

Der überproportionale Umsatzanteil, der durch Trendprodukte erzielt wird, erfordert eine genaue Beobachtung der Abverkaufszahlen, um eine mögliche Abwärtsbewegung frühzeitig zu erkennen und das Bestellverhalten rechtzeitig und angemessen anzupassen.

Von all diesen Punkten bleiben die bisherigen Erfolgsfaktoren, das richtige Gespür für eine Trendentwicklung oder für außergewöhnliche Produkte bzw. Spiele zu haben, unberührt. Sonstige Risiken werden durch vorsichtige Investitionsentscheidungen in angemessenem und ausreichenden Rahmen begrenzt.

7. Prognosebericht und Chancen

Für das Jahr 2024 wird im Sammelkartenbereich mit einem leichten Rückgang gerechnet. In 2024 fand die Fußballeuropameisterschaft statt, in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass solche Sportevents die Konsumausgaben verschieben. Darüber hinaus wurde das Olympische Turnier im Nachbarland Frankreich ausgetragen. Auch hier rechnen wir mit Auswirkungen auf das Konsumverhalten. Die Auswertungen laufen noch. Dennoch wird mit einem deutlich positiven Jahresergebnis auf Niveau 2022 gerechnet.

Die inflatorische Entwicklung wird sich entschleunigen, jedoch ist es fraglich, ob sich eine Rezession abwenden lässt. Aus diesem Grund gilt abzuwarten, ob gegebenenfalls eine weitere Preiserhöhung unumgänglich ist, um den Rohertrag abzusichern.

Durch die sich normalisierenden Logistikkosten ist die Option, in China zu produzieren wieder deutlich attraktiver geworden. Jedoch ist auch hier die politische Situation, vor allem in Israel und dem Nahen Osten einschließlich der Handelswege durch den Suez-Kanal nicht zu unterschätzen.

Nach wie vor liegt die Hauptaufgabe der Geschäftsleitung darin, über ein sensibilisiertes Risikomanagement Forderungsverluste zu vermeiden und das Unternehmen immer wieder neu auf die akuten Marktherausforderungen auszurichten.

Spiele waren in der Vergangenheit immer ein Krisenprodukt. Mit geringerem Aufwand konnte man sich Unterhaltung und Beschäftigung in die eigenen vier Wände holen. Wir gehen davon aus, dass mit dem wirtschaftlichen Druck die Preispunkte in Bedrängnis geraten. Das bedeutet Produkte zwischen 10 EUR und 25 EUR werden preisintensiveren Produkten vorgezogen. Dies ist ein Preissegment, in dem AMIGO sehr stark aufgestellt ist. Hinzu kommt, dass die Erschließung des Lebensmitteleinzelhandels in 2024 immer konkreter Züge annimmt.

 

AMIGO Spiel + Freizeit GmbH
Dietzenbach

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Amigo Spiel + Freizeit GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Amigo Spiel + Freizeit GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Amigo Spiel + Freizeit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Königstein, 27.09.2024

Mittreu GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Junge, Wirtschaftsprüfer

Angaben nach § 328 HGB

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27. September 2024 festgestellt.

Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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