International Metal Service Trade GmbH

Eupener Straße 70, 40549 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 78497
Vorher
IMS Trade GmbH
Eingetragen
26.8.2016
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Der Handel, insbesondere das Streckengeschäft (Back-to-Back Geschäft), mit Stahlerzeugnissen und Metallprodukten aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Hübner
seit 31.1.2025
Prokura
Geschäftsführer
Martin Kasnitz
seit 14.2.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
IMS group Holding SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

International Metal Service Trade GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhalt

1. Prüfungsauftrag

2. Grundsätzliche Feststellungen

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der Geschäftsführung

3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

4. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

4.1. Gegenstand der Prüfung

4.2. Art und Umfang der Prüfung

5. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

5.1.2. Jahresabschluss

5.1.3. Lagebericht

5.2. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1. Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.2. Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

6. Schlussbemerkungen

Anlagen

Anlagenverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung gerundeter Beträge und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Rundungsdifferenzen auftreten können.

1. Prüfungsauftrag

In der Gesellschafterversammlung vom 22. September 2023 der

International Metal Service Trade GmbH, Düsseldorf,

(nachfolgend auch "Gesellschaft")

sind wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt worden. Die Geschäftsführung erteilte uns daraufhin den Auftrag, den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 zu prüfen.

Bei unserer Prüfung handelt es sich gemäß §316 Abs.1 HGB um eine Pflichtprüfung nach §§316 ff. HGB.

Wir bestätigen gemäß §321 Abs.4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Unser Bericht richtet sich an die International Metal Service Trade GmbH.

Der Durchführung des Auftrages und unserer Verantwortlichkeit, auch im Verhältnis zu Dritten, liegen die diesem Bericht als Anlage 5 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Die Höhe unserer Haftung bestimmt sich nach § 323 Abs. 2 HGB. Im Verhältnis zu Dritten sind Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen maßgebend.

2. Grundsätzliche Feststellungen

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der Geschäftsführung

Aus dem von der Geschäftsführung der Gesellschaft aufgestellten Lagebericht heben wir folgende Angaben hervor, die unseres Erachtens für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von besonderer Bedeutung sind:

Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf:

1.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von EUR 34,9 Mio. (Vj. EUR 34,2 Mio.), die der Prognose entsprachen. In Zusammenspiel mit negativen Windfall-Effekten konnten jedoch deutlich geringere Margen erzielt werden, so dass ein Rückgang des EBITDA um EUR 1,1 Mio. von 1,4 Mio. auf EUR 0,3 Mio. festgestellt wurde, welches weit unter der Prognose der Gesellschaft liegt.

2.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 14,8 Mio. (Vj. EUR 12,3 Mio.). Die Aktivseite ist durch einen Vorratsbestand in Höhe von EUR 8,6 Mio. (Vj. EUR 9,1 Mio.) und kurzfristige Forderungen und Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 3,7 Mio. (Vj. EUR 2,1 Mio.) gekennzeichnet. In den Vermögenswerten ist eine Forderung in Höhe von 1 Mio. an die Muttergesellschaft International Metal Service Holding GmbH enthalten, die im Rahmen des Cash-Pooling-Verfahrens zum konzerninternen Liquiditätsausgleich zur Verfügung gestellt wurde.Auf der Passivseite wird ein Eigenkapital von EUR 9,3 Mio. (Vj. EUR 9,3 Mio.) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten von insgesamt EUR 4,9 Mio. (Vj. EUR 1,9 Mio.) betreffen mit EUR 4,3 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit EUR 0,5 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie mit EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.) sonstige Verbindlichkeiten.

3.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 und im Rahmen der Betrachtung der Fortführungsprognose ist sich das Management sicher, dass die bestehende Liquidität zusammen mit der für die nächsten 12 Monate erwarteten Geschäftsentwicklung und in Verbindung mit weiteren, möglichen Ressourcen ausreichend für die Geschäftsfortführung ist.

Diese Kernaussagen zur wirtschaftlichen Lage und zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft sind im Lagebericht ausreichend erläutert, so dass wir in Bezug auf Einzelheiten auf den als Anlage 4 beigefügten Lagebericht verweisen.

Zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken:

1.

Die Gesellschaft ist auf den weltweiten Beschaffungsmärkten etabliert und daher in der Lage, günstige Einkaufsmöglichkeiten auszunutzen. Die Gesellschaft erwartet, dass die Anforderungen ihrer Kunden zur Erhöhung des Servicegrades sich weiter erhöhen und intensivieren. Die Gesellschaft fördert daher weiter den Lieferservice und die Lieferfähigkeit mit dem Ziel, die Kundenbindung zu stärken und die Abhängigkeit von der Volatilität des Marktes zu verringern. Gleichfalls sollen Umsätze und Margen gesichert und bestenfalls ausgebaut werden.

2.

Das Engagement der Jacquet-Metals-Gruppe und der einzelnen Gesellschaften auf dem russischen, weißrussischen und ukrainischen Markt ist sowohl in Bezug auf Lieferungen als auch auf Verkäufe gering, so dass die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen des Kriegs in der Ukraine für die Gesellschaft sehr gering sind. Sämtliche bestehenden Sanktionsvorschriften werden beachtet. Die Gesellschaft und die Gruppe beobachten die Situation permanent und sind in der Lage, bei Bedarf kurzfristig Anpassungsmaßnahmen zu ergreifen.

3.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken wird insgesamt als gering eingeschätzt. Darüber hinaus sieht die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts keine bestandsgefährdenden Risiken bzw. gravierende Risiken mit Blick auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

4.

Im Vergleich zum Jahr 2023 erwartet die Gesellschaft trotz einer leicht negativen Konjunkturprognose (Das ifo Institut hat seine Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 gekappt, von 1,4 Prozent auf 0,2 Prozent.) einen mäßigen Anstieg des Umsatzes. In Bezug auf das EBITDA geht man ebenfalls von einer deutlichen Verbesserung aus, denn das abgelaufene Jahr war vor allem durch negative Geschäftsumstände geprägt.

Diese Kernaussagen zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sind im Lagebericht ausreichend erläutert, so dass wir in Bezug auf Einzelheiten auf den als Anlage 4 beigefügten Lagebericht verweisen.

Zusammenfassende Beurteilung

Aufgrund der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft, die wir aus den im Rahmen unserer Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts gewonnenen Erkenntnissen abgeleitet haben, sind wir zu der Einschätzung gelangt, dass die Darstellung und Beurteilung der Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich des Fortbestands und der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken durch die Geschäftsführung in Jahresabschluss und Lagebericht angemessen ist.

3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir den nachfolgend wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt:

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die International Metal Service Trade GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der International Metal Service Trade GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der International Metal Service Trade GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den

gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 8. Juli 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Sinne, Wirtschaftsprüfer

Fabian Herrgoss, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

4. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

4.1. Gegenstand der Prüfung

Gegenstand unserer Prüfung waren der Jahresabschluss der International Metal Service Trade GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Maßgebende Rechnungslegungsgrundsätze für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts waren die deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter etwaiger Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen.

Zu den Verantwortlichkeiten der Geschäftsführung der Gesellschaft im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts verweisen wir auf die Ausführungen in unserem Bestätigungsvermerk, der in Abschnitt 3 dieses Berichts wiedergegeben ist. Die Verantwortung der Geschäftsführung umfasst auch die Verantwortung für die Buchführung der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht sowie die gemachten Angaben im Rahmen einer den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung entsprechenden Prüfung zu beurteilen. Unsere diesbezügliche Verantwortung wird in dem Abschnitt "Prüfungsurteile" und in dem Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks beschrieben.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder Lagebericht ergeben.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung auch nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der Gesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

4.2. Art und Umfang der Prüfung

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Zur Zielsetzung unserer Prüfung und zu den wesentlichen Grundzügen unseres prüferischen Vorgehens verweisen wir auf die Ausführungen in dem Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks.

Der Prüfungsplanung und -durchführung lag unser risikoorientierter Prüfungsansatz zugrunde. Dabei üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und wahren eine kritische Grundhaltung, anerkennend, dass Umstände bestehen können, die dazu führen, dass der zu prüfende Jahresabschluss oder Lagebericht wesentliche falsche Darstellungen enthalten.

Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von Irrtümern und dolosen Handlungen (= Fehlerrisiko) identifiziert und beurteilt, um Art, zeitliche Einteilung und Umfang weiterer Prüfungshandlungen festzulegen, die notwendig sind, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu erlangen. Grundlage hierfür ist ein Verständnis vom Unternehmen und seinem Umfeld, den maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätzen und dem für die Aufstellung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem bzw. den Vorkehrungen und Maßnahmen (Systemen) für die Aufstellung des Lageberichts.

Auf Grundlage der Risikoidentifikation und -beurteilung haben wir folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:

Existenz der ausgewiesenen Umsatzerlöse;

Existenz und Bewertung der Vorräte.

Auf die vorstehenden Prüfungsschwerpunkte haben wir unser Prüfprogramm ausgerichtet, in dem Art, zeitliche Einteilung und Umfang der weiteren durchzuführenden Prüfungshandlungen festgelegt werden. Dabei kamen - soweit wir uns auf die Wirksamkeit von Kontrollen für Zwecke der Festlegung von aussagebezogenen Prüfungshandlungen gestützt haben oder dies erforderlich war - sowohl Funktionsprüfungen als auch aussagebezogene Prüfungshandlungen bestehend aus Einzelfallprüfungen und analytischen Prüfungshandlungen, im Übrigen nur aussagebezogene Prüfungshandlungen zum Einsatz. Einzelfallprüfungen und - soweit relevant - Funktionsprüfungen erfolgten dabei im Rahmen einer Vollerhebung, einer Auswahl einzelner Elemente oder eines (repräsentativen) Stichprobenverfahrens.

Ausgangspunkt unserer Prüfung bildeten der Jahresabschluss und der Lagebericht des vorangegangenen Geschäftsjahres, die von uns mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurden. Der Jahresabschluss wurde am 22. September 2023 festgestellt.

Im Rahmen unserer Einzelfallprüfungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir Saldenbestätigungen von Kunden eingeholt. Die Festlegung des Umfangs der zu prüfenden Elemente erfolgte in Abhängigkeit von unserer Risikobeurteilung, den Erkenntnissen über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der jeweils zu beurteilenden Geschäftsvorfälle im Wege einer (repräsentativen) Stichprobenprüfung.

Im Rahmen der von uns durchgeführten Einzelfallprüfung haben wir von Kreditinstituten Bestätigungen über Guthaben, Ansprüche und Verpflichtungen der Gesellschaft eingeholt. Zu Rechtsstreitigkeiten und Ansprüchen, die die Gesellschaft betreffen, haben wir von Rechtsanwälten der Gesellschaft Rechtsanwaltsbestätigungen eingeholt.

An der am 20. Dezember 2023 durchgeführten ausgeweiteten Stichtagsinventur zur körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte haben wir beobachtend teilgenommen.

Die Gesellschaft hat Teile ihrer Rechnungslegung in das verbundene Unternehmen JACQUET METALS S.A., Lyon, Frankreich, ausgelagert. Bei der Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der International Metal Service Trade GmbH haben wir die Ergebnisse aus der Prüfung relevanter ausgelagerter rechnungslegungsbezogener Kontrollaktivitäten des Konzernabschlussprüfers Grant Thornton, Frankreich, unter Berücksichtigung unserer Einschätzung der Kompetenz, Fähigkeiten und Objektivität des Konzernabschlussprüfers, bei dem verbundenen Unternehmen genutzt.

Bei der Prüfung der Bewertung der Pensionsrückstellungen haben wir die Ergebnisse des von der Gesellschaft bei einem Sachverständigen eingeholten versicherungsmathematischen Gutachtens unter Berücksichtigung unserer Einschätzung der Kompetenz, Fähigkeiten und Objektivität des Sachverständigen als Prüfungsnachweis genutzt.

Unsere Prüfungsarbeiten führten wir mit Unterbrechungen von November 2023 bis zum 8. Juli 2024 durch.

Die Geschäftsführung und die von ihnen benannten Auskunftspersonen haben alle Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die Geschäftsführung hat uns die Vollständigkeit des vorgelegten Jahresabschlusses und Lageberichts schriftlich bestätigt.

5. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung im gesamten Geschäftsjahr in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften. Die aus den weiteren von uns geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht abgebildet.

5.1.2. Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der International Metal Service Trade GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter zulässiger Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

sind die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung ordnungsmäßig aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet,

wurden die gesetzlichen Ausweis-, Ansatz- und Bewertungsvorschriften in allen wesentlichen Belangen beachtet und

sind die im Anhang enthaltenen Angaben in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend.

Die Gesellschaft hat unter Bezugnahme auf § 286 HGB die Berichterstattung eingeschränkt und Angaben weggelassen. Wir bestätigen, dass die für das Unterlassen der Angaben erforderlichen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

5.1.3. Lagebericht

Der Lagebericht der International Metal Service Trade GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

5.2. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1. Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der International Metal Service Trade GmbH vermittelt nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

5.2.2. Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die weiteren wesentlichen Bewertungsgrundlagen sind in dem als Anlage 3 beigefügten Anhang dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr wurden keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte mit wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses sind in dem als Anlage 3 beigefügten Anhang dargestellt. Von besonderer Bedeutung für die Gesamtaussage des Jahresabschlusses waren darüber hinaus nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse folgende Sachverhalte:

Die Gesellschaft hat mit der BNP Paribas Factor GmbH einen Factoringvertrag mit Datum vom 16. Dezember 2016 für Kundenforderungen abgeschlossen. Bei dem zugrundliegenden Vertrag wird das offene Inhouse-Verfahren angewendet. Dabei wird die Debitorenbuchhaltung einschließlich der verkauften Forderungen von der Gesellschaft geführt.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.861 im Rahmen von Factoring veräußert. Durch das Factoring verminderten sich zum 31. Dezember 2023 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und erhöhten sich unterjährig die liquiden Mittel, die sonstigen Vermögensgegenstände und die sonstigen Verbindlichkeiten. Dem stehen die Finanzierungskosten dieser Maßnahme gegenüber.

6. Schlussbemerkungen

Verantwortliche Prüfungspartner im Sinne der Berufssatzung WP/vBP sind Herr WP Fabian Herrgoss - als für die Auftragsdurchführung vorrangig verantwortlich - und Herr WP Stefan Sinne als weiterer verantwortlicher Prüfungspartner.

Diesen Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der International Metal Service Trade GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 3 dieses Berichts wiedergegeben.

 

Düsseldorf, den 8. Juli 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Sinne, Wirtschaftsprüfer

Fabian Herrgoss, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.280,97 1.397,25
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 8.586.491,70 9.093.896,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.555.061,86 1.311.204,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.012.669,27 4.648,65
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.133.649,82 782.380,76
3.701.380,95 2.098.233,93
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.529.338,82 1.057.074,58
14.817.211,47 12.249.204,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 285,60 0,00
14.818.778,04 12.250.601,99

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 4.779.227,16 4.779.227,16
III. Gewinnvortrag 4.311.234,56 3.355.857,52
IV. Jahresüberschuss 41.881,78 955.377,04
9.332.343,50 9.290.461,72
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.279,00 22.771,00
2. Steuerrückstellungen 3.926,08 684.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 512.415,27 388.750,68
536.620,35 1.095.521,68
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 53.673,05 33.161,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 53.673,05 EUR (Vj. 33.161,08 EUR)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.322.064,48 1.251.588,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 4.322.064,48 EUR (Vj. 1.251.588,44 EUR)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 505.546,25 258.763,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 505.546,25 EUR (Vj. 258.763,29 EUR)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 68.530,41 321.105,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 68.530,41 EUR (Vj. 321.105,78 EUR)
davon aus Steuern: 127,00 EUR (Vj. 281.844,33 EUR),
4.949.814,19 1.864.618,59
14.818.778,04 12.250.601,99

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 34.874.273,85 34.240.070,54
2. Verminderung Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.214,61 23.979,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 40.982,11 8.555,88
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 31.379.155,55 29.775.455,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.014.437,29 734.967,63
32.393.592,84 30.510.423,28
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 547.596,58 651.705,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 100.262,38 96.502,00
647.858,96 748.207,01
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 116,28 188,03
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.528.311,25 1.522.012,06
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.526,73 104,17
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 16.526,73 (Vj. EUR 104,17)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 141.069,21 54.544,16
davon an verbundene Unternehmen: 0,00 EUR (Vj. 8.420,77 EUR)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 322,00 EUR (Vj. 331,00 EUR)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 174.737,76 434.000,00
11. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 41.881,78 955.377,04

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

nach Vorschriften des HGB

A. Allgemeine Angaben

Die International Metal Service Trade GmbH hat Ihren Sitz in Düsseldorf, Eupener Straße 70 und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 78497 eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel, insbesondere das Streckengeschäft (Back-to-Back Geschäft) mit Stahlerzeugnissen und Metallprodukten aller Art.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Bei der Bewertung wurden die steuerlichen Vorschriften soweit wie möglich berücksichtigt.

Größenabhängige Erleichterungen i.S.d. §§ 327 HGB werden bei der Offenlegung in Anspruch genommen.

Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den HGB Vorschriften nach BilRUG und werden im Vergleich zum Vorjahr einschließlich der für die Bewertung maßgeblichen Faktoren unverändert angewendet. Dies gilt insbesondere für die im Einzelnen zu Grunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsparameter wie bspw. Prozentsätze und Berechnungsmethoden pauschalierter Wertberichtigungen und Rückstellungen, Algorithmen der Vorratsbewertung etc., die im Geschäftsjahr 2023 analog zum Vorjahr angewendet werden.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 20 bis 50 Jahre, Grundstückseinrichtungen 3 bis 25 Jahre, Betriebsvorrichtungen 4 bis 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre, andere Anlagen 3 bis 25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 8 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 werden über 5 Jahre mit 20 % abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter unter EUR 250 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen für Verwertungsrisiken vorgenommen.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt nach dem Durchschnittsverfahren.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet.

Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt.

Wertmindernde Faktoren (Boni, Skonti, Rabatte) werden in der Bewertung berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Die erkennbaren Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge (Einzelwertberichtigungen) berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden, sofern vorhanden, auf den Barwert abgezinst.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen werden mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der aktualisierten "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck gebildet. Erwartete zukünftige Rentensteigerungen wurden wie im Vorjahr mit 1,8 % in die Berechnung einbezogen. Es wurde ein Diskontierungssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) für einen 10-Jahres-Durchschnitt verwendet. Zusätzlich erfolgt die Rechnungszinsangabe für einen 7-Jahres-Durschschnit von 1,76 % (Vorjahr: 1,45 %).

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 44,00 (Vorjahr EUR 220,00). Der Differenzbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in gleicher Höhe.

Der übrige Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Betriebsergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden unter Zugrundelegung von einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit einem Zinssatz von 1,76 % (Vorjahr 1,45 %) (Stand Ende Dezember 2023) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive latente Steuern aus zeitlich befristeten Differenzen zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz werden nicht angesetzt. Zum Stichtag ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von 48 TEUR bei einem Steuersatz von 31,22 %. Diese basieren vorwiegend auf Differenzen aus Bestandsbewertung.

Fremdwährungsposten werden im Rahmen von Devisentermingeschäften abgesichert. Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen erfolgt zum entsprechenden Sicherungskurs. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Sicherungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zum Bilanzstichtag wurden die OECD BEPS Pillar Two-Regelungen, die zweite Säule des MinBestRL-UmsG, bereits in deutsches Recht überführt (MinStG). Das Gesetz findet erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen, Anwendung. Die Gesellschaft wird künftig in den Anwendungsbereich dieser Regelungen fallen. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten der Sachanlagen sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im beigefügten Anlagespiegel gesondert dargestellt.

(2) Vorräte

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Fertige Erzeugnisse und Waren 8.586 9.094
Insgesamt 8.586 9.094

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

TEUR 31.12.2023 Davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr 31.12.2022 Davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.555 0 1.311 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.013 0 5 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.133 0 782 0
Insgesamt 3.701 0 2.098 0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegenüber dem Gesellschafter von TEUR 1.010 (Vj. TEUR 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten verschiedene Ansprüche außerhalb des Warenverkehrs.

(4) Eigenkapital

Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 bestehende Stammkapital ist voll eingezahlt.

(5) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 512 (Vj. TEUR 389) bestehen im Wesentlichen für Garantierisiken TEUR 174 (Vj. TEUR 171), ausstehende Lieferantenrechnungen TEUR 266 (Vj. TEUR 111) und Verpflichtungen aus dem Personalbereich TEUR 60 (Vj. TEUR 96).

(6) Verbindlichkeiten

Für sämtliche Verbindlichkeiten sind keine Sicherheiten bestellt worden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 468 (Vj. TEUR 235).

(7) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Immobilien-Mietvertrag

Die International Metal Service Trade GmbH mietete ihre Büroräume am Standort Gladbacher Straße 456 in Neuss im Rahmen eines Immobilien-Mietvertrages an.

(8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus:

1.

Mieten

2.

Leasingverpflichtungen Fuhrpark

3.

Factoring

Der Gesamtbetrag für Mieten und Leasingverpflichtungen im Berichtsjahr belief sich auf TEUR 19.

Zu 1. Die Mietverpflichtungen werden sich in den Folgejahren wie folgt entwickeln:

2024 TEUR 2
2025 - 2030 TEUR 14

Zu 2. Die Anzahl der PKW im Fuhrpark unterliegt der jährlichen Fluktuation. Der jährliche Betrag belief sich in der Vergangenheit und als Planung in den Folgejahren auf ca. TEUR 15 die zum Stichtag geschlossenen Verträge erstrecken sich maximal bis in das Jahr 2026 und haben eine Regelvertragsdauer von vier Jahren.

2024 TEUR 10
2025 TEUR 5

Zu 3. Die Gesellschaft hat mit der BNP Paribas Factor GmbH einen Factoring Vertrag mit Datum vom 16. Dezember 2016 für Kundenforderungen abgeschlossen. Bei dem zugrundeliegenden Vertrag wird das offene Inhouse-Verfahren angewendet. Dabei wird die Debitorenbuchhaltung einschließlich der verkauften Forderungen von der Gesellschaft geführt. Zum Ende des Geschäftsjahres waren Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 1.861 im Rahmen von Factoring veräußert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Absatzgebieten 1.1. - 31.12.2023 1.1. - 31.12.2022
in TEUR
Deutschland 33.472 32.530
EU-Länder 1.119 1.447
Drittland 261 263
Insgesamt 34.852 34.240
Umsatzerlöse nach Produktgruppen in TEUR 1.1 - 31.12.2023 1.1. - 31.12.2022
QEB Qualitätsedelbaustahl 27.162 26.421
Rohre 3.029 39
Blankstahl schwarz 2.361 2.787
RF-Rohr 1.074 2.631
RF-Lang 481 1.221
Sonstiges 414 200
Werkzeugstahl 353 941
Insgesamt 34.874 34.240

(2) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.528 (Vj. TEUR 1.522) umfassen insbesondere Aufwendungen für Fracht- und Logistikkosten TEUR 657 (Vj. TEUR 690), allgemeine Verwaltungskosten und Verwaltungskostenumlage TEUR 396 (Vj. TEUR 345), sowie IT-Kosten TEUR 297 (Vj. TEUR 284).

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung

 

Martin Kasnitz, Neuss, Kaufmann

 

Ressort Vertrieb

 

Thierry Philippe, Lyon/Frankreich, Kaufmann

 

Ressort Finanzen

 

Andreas Willer, Schorndorf, Kaufmann - Nicht mehr Geschäftsführer (bis 09.02.2024)

 

Ressort Vertrieb

 

Hans Josef Hoß, Lyon/Frankreich, Kaufmann - Bestellt als Geschäftsführer (ab 09.02.2024)

 

Ressort Vertrieb

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführer unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Ø-Zahl der Arbeitnehmer 1.1. - 31.12.2023 1.1. - 31.12.2022
Angestellte 8 MA 8 MA
Insgesamt 8 MA 8 MA

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 29.

Konzernverhältnisse

Die International Metal Service Trade GmbH, Düsseldorf, wird in den Konzernabschluss der JACQUET METALS S.A., Saint-Priest Cedex, Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist auf deren Homepage erhältlich.

Gewinnverwendungsvorschlag

Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Düsseldorf, 25. Juni 2024

International Metal Service Trade GmbH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.217,38 0,00 2.217,38
Abschreibungen Buchwerte
Stand 1.1.2023 Zugänge Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 820,13 116,28 936,41 1.280,97 1.397,25

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A. GESCHÄFSTSTÄTIGKEIT DES UNTERNEHMENS

Die Aktivität der International Metal Service Trade GmbH besteht im Wesentlichen aus dem Kauf von Spezialstahl von Produzenten, dessen Lagerung und Verkauf an eine breite industrielle Kundenbasis innerhalb kurzer Zeit.

Die Gesellschaft bietet ebenfalls kundenspezifische Anarbeitungen des Stahls an.

Zum Bilanzstichtag 2023 hatte die Gesellschaft ein Verkaufsbüro in Düsseldorf.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Marktbedingungen

Das Jahr 2023 war gezeichnet durch eine anhaltende wirtschaftliche Schwäche bei weiterhin hoher Inflation. Die Stahlbranche sowie diejenigen der Kunden und Lieferanten sind sehr zyklisch und folgen im Allgemeinen den wirtschaftlichen und industriellen Entwicklungen, mit entsprechenden Auswirkungen auf Nachfrage und Ertragslage. Im Rahmen der allgemeinen Marktentwicklung ergab sich leichte Abschwächung der Auftragslage

Im Januar 2024 lagen die Indizes der Industrieproduktion für Deutschland laut Statistischem Bundesamt 5,5% unter dem Vorjahresniveau. Für den europäischen Raum (EU 27) ist der Wert ebenfalls rückläufig. Die deutsche Bundesbank geht derzeit infolge einer weiterhin schwachen Auslandsnachfrage und hohen Finanzierungskosten von einer verzögerten Wirtschaftserholung aus.

Die OECD prognostiziert für Deutschland derzeit für 2024 einen recht schwachen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 %. Eine Normalisierung der Konjunktur wird erst für 2025 erwartet.

Das ifo Institut hat seine Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 gekappt, von 1,4 Prozent auf 0,2 Prozent.

2. Beschaffung

Die Gesellschaft gehört zur JACQUET METALS Gruppe. Die verschiedenen Beschaffungsgrundsätze und der Lieferantenauswahlprozess haben das Ziel, die Abhängigkeit von einem oder mehreren Lieferanten zu vermeiden.

Die Materialbeschaffung erfolgt weltweit und produzentenunabhängig. Zum Lieferantenportfolio gehören neben den alteingesessenen Herstellern aus Europa auch Produzenten aus Asien. Jeder dieser Lieferanten ist prinzipiell austauschbar, aber aufgrund der Lieferverträge und Spezifikationen nur in enger Abstimmung mit den Endkunden. Die Materialbeschaffung war während des gesamten Berichtszeitraums unproblematisch, obwohl in einzelnen Produktgruppen die allgemeine Verfügbarkeit eingeschränkt und mit langen Lieferzeiten versehen war. Es wurde weiterhin das Ziel verfolgt, die Bestandsmengen parallel zu Absätzen zu stabilisieren und den Kundenbedarf sicherzustellen. Dank eines Rückgangs der Vorlaufzeiten konnte die Lagerumschlagsdauer wieder reduziert werden.

3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

4. Finanzierung

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 und im Rahmen der Betrachtung der Fortführungsprognose ist sich das Management sicher, dass die bestehende Liquidität zusammen mit der für die nächsten 12 Monate erwarteten Geschäftsentwicklung und in Verbindung mit weiteren, möglichen Ressourcen ausreichend für die Geschäftsfortführung ist.

Zum 31. Dezember 2023 betrug das Barvermögen 2.529 TEUR im Vergleich zu 1.057 TEUR Ende 2022. Die Differenz ergibt sich zum einen aus der Reduzierung des Vorratsvermögens um 507 TEUR und zum Anderen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3.070 TEUR.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wesentlichen Finanzkennzahlen stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Eigenkapital in Mio. EUR : 9,33 (Vj. 9,29)
Eigenkapitalquote in % : 63,0 (Vj. 75,8)
Nettoverschuldung in Mio. EUR : -3,51 (Vj.- 1)
EBITDA in Mio. EUR : 0,32 (Vj. 1,4)
1 Finanzverbindlichkeiten - Flüssige Mittel - kurzfristige Finanzforderungen
2 Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse und das EBITDA dar.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 14,8 Mio. (Vj. EUR 12,3 Mio.). Die Aktivseite ist durch einen Vorratsbestand in Höhe von EUR 8,6 Mio. (Vj. EUR 9,1 Mio.) und kurzfristige Forderungen und Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 3,7 Mio. (Vj. EUR 2,1 Mio.) gekennzeichnet. In den Vermögenswerten ist eine Forderung in Höhe von 1 Mio. an die Muttergesellschaft International Metal Service Holding GmbH enthalten, die im Rahmen des Cash-Pooling-Verfahrens zum konzerninternen Liquiditätsausgleich zur Verfügung gestellt wurde.

Auf der Passivseite wird ein Eigenkapital von EUR 9,3 Mio. (Vj. EUR 9,3 Mio.) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten von insgesamt EUR 4,9 Mio. (Vj. EUR 1,9 Mio.) betreffen mit EUR 4,3 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit EUR 0,5 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie mit EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.) sonstige Verbindlichkeiten.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von EUR 34,9 Mio. (Vj. EUR 34,2 Mio.), die der Prognose entsprachen. In Zusammenspiel mit negativen Windfall-Effekten konnten jedoch deutlich geringere Margen erzielt werden, so dass ein Rückgang des EBITDA um EUR 1,1 Mio. von 1,4 Mio. auf EUR 0,3 Mio. festgestellt wurde, welches weit unter unserer Prognose liegt.

Das Management ist mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 in einem schwierigen Umfeld zufrieden.

C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Risiken der künftigen Entwicklung

Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um das Maß der Risiken noch besser bewerten und handhaben zu können. Für das Jahr 2024 werden folgende Risiken identifiziert, welche unter anderem auf Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg zurückzuführen sind bzw. hierdurch verstärkt werden:

a)

Inflation und hohe Energiepreise

b)

Rezessionen oder längere Perioden mit geringem Wirtschaftswachstum

c)

Geopolitische Konflikte mit Einfluss auf Lieferanten und Kunden

d)

Lieferengpässe

e)

Hohe Zinsen und Finanzierungskosten

f)

IT-Risiken (Cyber Angriffe)

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken wird insgesamt als gering eingeschätzt. Darüber hinaus sieht die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts keine bestandsgefährdenden Risiken bzw. gravierende Risiken mit Blick auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Das Engagement der JACQUET METALS Gruppe und der einzelnen Gesellschaften auf dem russischen, weißrussischen und ukrainischen Markt ist sowohl in Bezug auf Lieferungen als auch auf Verkäufe gering, so dass die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen des Kriegs in der Ukraine für die Gesellschaft sehr gering sind. Sämtliche bestehenden Sanktionsvorschriften werden beachtet. Die Gesellschaft und die Gruppe beobachten die Situation permanent und sind in der Lage, bei Bedarf kurzfristig Anpassungsmaßnahmen zu ergreifen.

2. Chancen

Chancen ergeben sich vor allem aus den folgenden Punkten:

g)

Stabilisierung der Marktpreise

h)

Stabile Nachfrage auf der Kundenseite

i)

Wettbewerbsvorteile durch hohe Produktverfügbarkeit am Lager

j)

Weitere Normalisierung der Lieferketten

k)

Erholung der Wirtschaft

l)

I) Strukturelle Änderungen (z.B. durch Digitalisierung, neue Form der Mobilität etc.)

Die Gesellschaft ist auf den weltweiten Beschaffungsmärkten etabliert und daher in der Lage, günstige Einkaufsmöglichkeiten auszunutzen. Wir erwarten, dass die Anforderungen unserer Kunden zur Erhöhung des Servicegrades sich weiter erhöhen und intensivieren. Wir fördern daher weiter den Lieferservice und der Lieferfähigkeit mit dem Ziel, die Kundenbindung zu stärken und die Abhängigkeit von der Volatilität des Marktes zu verringern. Gleichfalls sollen Umsätze und Margen gesichert und bestenfalls ausgebaut werden.

D. PROGNOSEBERICHT

Das vorhergesagte Geschäftsniveau für das Jahr 2024 basiert auf den Erfahrungen der Vergangenheit und Einschätzung der relevanten Märkte.

Im Vergleich zum Jahr 2023 erwartet die Gesellschaft trotz einer leicht negativen Konjunkturprognose (Das ifo Institut hat seine Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 gekappt, von 1,4 Prozent auf 0,2 Prozent.) einen mäßigen Anstieg des Umsatzes. In Bezug auf das EBITDA geht man ebenfalls von einer deutlichen Verbesserung aus, denn das abgelaufene Jahr war vor allem durch negative Geschäftsumstände geprägt.

Die OECD prognostiziert für Deutschland derzeit für 2024 einen recht schwachen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 %. Eine Normalisierung der Konjunktur wird erst für 2025 erwartet.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sowie deren mangelnder Vorhersehbarkeit bereitet die Gesellschaft sich auf unterschiedliche Szenarien vor, beobachtet und bewertetet permanent die Situation, um jederzeit kurzfristig reagieren zu können.

 

Düsseldorf, 25. Juni 2024

International Metal Service Trade GmbH

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