Sundwiger Messingwerk GmbH
Hönnetalstraße 110, 58675 Hemer, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kakha Avaliani seit 19.3.2026 | Geschäftsführer |
Wolfgang, Dipl.-Kaufmann zur Stadt seit 23.1.2025 | Prokura |
Michele Manfredi seit 23.1.2025 | Geschäftsführer |
Christian Gerding seit 23.1.2025 | Prokura |
Daniel Bantje seit 1.12.2021 | Prokura |
Udo Sieghard Bär seit 1.12.2021 | Prokura |
Jens Brinkmann seit 1.12.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sundwiger Messingwerk GmbHHemerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Sundwiger Messingwerk GmbH, HemerA. Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen Berichterstattendes Unternehmen Die Sundwiger Messingwerk GmbH (im Folgenden kurz "SMW GmbH" oder "Gesellschaft") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit Sitz in Hemer. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Iserlohn unter der Nummer HRB 9859 eingetragen. Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr der SMW GmbH begann am 1. Januar 2022 und endete am 31. Dezember 2022. Die Vorjahresperiode (im Folgenden auch kurz "VJ") umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021. Rundungsdifferenzen Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten. Geschäftstätigkeit Die Sundwiger Messingwerk GmbH zählt mit ihren Produktionsanlagen weltweit zu den mittleren Herstellern gegossener Bänder und Drähte aus Kupferlegierungen bzw. zu den größten Herstellern von Bronzebändern in Europa. Eingebettet in den Blackhawk Konzern fertigt und konfektionieret die Gesellschaft Kupferlegierungen für in - und ausländische Geschäftspartner. Das Produktportfolio für Bänder und Drähte erstreckt sich von niedrig legierten Kupferlegierungen, über Messing und Bronze bis hin zu Neusilber und aushärtbaren Sonderlegierungen. Steuerungssystem Die zur Steuerung der Gesellschaft erforderliche Planung sowie die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich unter Einbeziehung der Entwicklungen des Wettbewerbs- und Marktumfelds aus der langfristigen Unternehmensplanung ab. Umsatz, Absatzmengen in Tonnen und Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) sind die bedeutsamsten Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung. Darüber hinaus werden die Themen Kundenzufriedenheit, Qualität, Umwelt und Effizienz ebenfalls kontinuierlich betrachtet. Vorausschauende Aussagen Der vorliegende Lagebericht enthält vorausschauende Aussagen. Diese Aussagen geben eigene Einschätzungen und Annahmen -auch solche von Dritten (wie zum Beispiel statistische Daten in Bezug auf die Branche und auf globale wirtschaftliche Entwicklungen) - zu dem Zeitpunkt wieder, zu dem sie getroffen wurden, oder zum Datum dieses Berichts. Vorausschauende Aussagen sind stets mit Unsicherheiten verbunden. Sollten sich die Einschätzungen und Annahmen als nicht oder nur teilweise zutreffend erweisen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen - auch deutlich - abweichen. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliches Umfeld Der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie die globale Inflation und die damit verbundenen geldpolitischen Maßnahmen haben die globale Wirtschaft im Jahr 2022 deutlich belastet. Belastend wirkte sich auch die rapide Ausbreitung des Covid-19-Virus in China aus. Die weltweite Inflationsrate belief sich laut Internationalem Währungsfonds im Dezember 2022 mit 8,7 Prozent auf einem historischen Höchststand und damit deutlich über den Werten der letzten 50 Jahre. Wesentliche Inflationstreiber in vielen Ländern waren die durch den Krieg in der Ukraine angestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise sowie die zeitweisen Unterbrechungen der globalen Lieferketten. Hinzu traten durch die Covid-19-Pandemie verursachte wirtschaftliche Nachholeffekte, die zu einem weltweit anhaltenten Preisdruck an den Märkten führten. Das weltweite Bruttoinlandprodukt verzeichnet im Jahr 2022 nach Angaben des IfW Kiel - Institut für Weltwirtschaft einen leichten Zuwachs um 3,2 Prozent (VJ: 6,2Prozent). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war aufgrund der vorstehenden Belastungsfaktoren ein moderater Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 2,6 Prozent (VJ: 5,4 Prozent) zu verzeichnen. Die Vereinigten Staaten von Amerika verzeichneten ein Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt von lediglich 2,1 Prozent (VJ: 5,9 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt im europäischen Raum steigerte sich um 3,5 Prozent (VJ: 5,3 Prozent). Die Schwellen- und Entwicklungsländer (Asien, Lateinamerika, Afrika, Russland sowie die Türkei) verzeichneten ein Wachstum von 3,8 Prozent (VJ: 7,4 Prozent). Durch die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie war in China lediglich ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich verlangsamter Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 3,0 Prozent (VJ: 8,4 Prozent) zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2022 stand unter dem besonderen Einfluss der extremen Energiekostenentwicklung. Die Großhandelspreise für Gas und Strom sind bereits seit Mitte des Jahres 2021 massiv gestiegen. Mit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine haben sie bei sehr großen Schwankungen vorübergehend neue Höchststände erreicht und waren an den Spotmärkten im August mehr als zehnmal so hoch wie im Durchschnitt der Jahre von 2005 bis 2020. Zuletzt sind die Spotmarktpreise zwar wieder merklich gesunken, jedoch sprechen die Preise an den Terminmärkten dafür, dass Gas und Strom langfristig deutlich teurer bleiben werden in den Jahren vor 2021 (Wirtschaftsdienst -Zeitschrift für Wirtschaftspolitik: Konjunkturschlaglicht; 102. Jahrgang, 2022 • Heft 11 • S. 907-908). Die Lage an den Rohstoffmärkten hat sich im zweiten Halbjahr des Jahres 2022 Schritt für Schritt aufgrund der gedämpften Nachfrage aus China und den allgemein negativen Konjunkturerwartungen entspannt. Notierte Rohöl (Brent) zu Jahresbeginn noch bei ca. 80 USD/B kam es in Verbindung mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine im ersten Jahresquartal zu kurzzeitigen Notierungen bis zu 130 USD/B. Das deutlich erhöhte Preisniveau hielt sich bis weit in das vierte Jahresquartal, um erst zum Jahresende wieder auf dem Niveau des Jahresbeginns zurückzufallen. Zu Beginn des Jahres 2022 notierte der Kupferpreis (LME-3M) bei circa 9.700 USD pro Tonne, in Zwischenhochphasen des ersten und zweiten Quartal sogar bei 10.700 USD, um zum Ende des Jahres auf ein Niveau von ca. 8.400 USD pro Tonne zurückzufallen (https://www.lme.com/en/Metals/Non-ferrous/LME-Copper). Für das Jahr 2023 rechnet das IfW-Kiel in seinem Konjunkturbericht für das erste Quartal 2023 mit einem globalen Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,5 Prozent. Für das Jahr 2024 soll dieses bei 3,2 Prozent liegen. Die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland lag im Berichtsjahr mit einem Wachstum in Höhe von 1,9 Prozent noch unter dem Niveau der Weltwirtschaft. Für die folgenden Jahre 2023 und 2024 wird im Inland von einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent in 2023 und 1,5 Prozent in 2024 ausgegangen. Branchenentwicklung Nach Angaben des Verband der Automobilindustrie e.V. (kurz: VDA) wurden in Deutschland im Jahr 2022 mit 2,7 Mio. Einheiten ca. 1 Prozent mehr PKW zugelassen, als noch im Vorjahr. Der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des Krieges in der Ukraine hatten den Markt und die Produktion das ganze Jahr über - insbesondere aber im ersten Halbjahr - erheblich gedämpft, sodass vor allem im Frühling und Sommer 2022 deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verzeichnete das Jahr 2022 eine erhebliche Absatzlücke von rund 26 Prozent. Im Gesamtjahr 2022 wurden 3,4 Mio. Fahrzeuge in Deutschland produziert, knapp 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz des durchgängigen Wachstums in der zweiten Jahreshälfte 2022 lag das Produktionsvolumen insgesamt auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Produktionszahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 wurden im Jahr 2022 um gut 25 Prozent deutlich unterschritten (Pressemitteilung VDA, Januar 2023). Laut Verband der Elektro- und Digitalindustrie e.V. (kurz: ZVEI) hatte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Jahr 2022 einen um 10 Prozent höheren Auftragszugang gegenüber der Vorperiode verzeichnet. Der Wert der Inlandsbestellungen zog um 9,0 Prozent an. Auslandskunden orderten im Jahr 2022 insgesamt 10,8 Prozent mehr. Die Bestellungen aus der Eurozone wuchsen um 16,1 Prozent (ZVEI-Konjunkturbarometer Februar 2023). Geschäfts- und Ertragsentwicklung Umsätze Die SMW GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz i.H.v. EUR 250,3 Mio. (VJ EUR 201,9 Mio.). Die Steigerung gegenüber der Vorperiode resultiert überwiegend aus Preiserhöhungen, welche im Wesentlichen durch die steigenden Material- und Energiekosten des abgelaufenen Geschäftsjahres getrieben wurden. Die abgesetzten Mengen lagen mit ca. 35.747 Tonnen (VJ: ca. 36.676 Tonnen) leicht unter dem Vorjahresniveau. Auf dem inländischen Absatzmarkt war eine Steigerung des Vorjahresumsatzes von ca. 22 Prozent zu verzeichnen. Auf dem europäischen Absatzmarkt ist für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Steigerung des Vorjahresumsatzes von ca. 12 Prozent zu verzeichnen. Aufgrund der im Vorjahr unterjährig eingeleiteten Änderung des Absatzmodells kam es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Umsatzanstieg von ca. 47 Prozent (VJ: 238,4 Prozent) auf dem nordamerikanischen Absatzmarkt. Der Umsatz setzte sich zusammen aus Erlösen durch Fertigprodukte i. H. v. EUR 241,2 Mio. (VJ: EUR 194,3 Mio.) und Erlösen aus dem Metallhandel i. H. v. EUR 9,5 Mio. (VJ: 8,3); die genannten Umsätze sind vor Erlösschmälerungen. Auftragslage Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2022 bei EUR 226,4 Mio. und hat sich gegenüber der Vorperiode um EUR 9 Mio. leicht reduziert. Der Auftragsbestand zum Jahresende verringerte sich auf EUR 36,3 Mio. (VJ: EUR 54,9Mio.). Ertragslage Das operatives Betriebsergebnis (EBITDA) steigerte sich deutlich auf TEUR 16.191 (VJ TEUR 7.797). Der operative Gewinn (EBIT) lag bei TEUR 14.237 (VJ TEUR 5.726). Der Jahresüberschuss betrug TEUR 7.171 (VJ: TEUR 1.038). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich zur Vorperiode um TEUR 352 vermindert. Die Materialaufwendungen erhöhten sich um 21,8 Prozent und folgen damit der Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres 2022. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent gesunken. Der Personalaufwand hat sich in Bezug auf den Vorjahreswert mit 6,2 Prozent (VJ: 2,0 Prozent) erhöht. Die Personalkostenquote (Personalkosten im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,56 Prozent gesunken und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 betrugen insgesamt rund TEUR 1.955 und liegen somit rund TEUR 117 unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2022 um 9,4 Prozent auf TEUR 15.322 gestiegen. Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf externen Beratungsaufwendungen. Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei TEUR -3.814 (VJ: TEUR 4.454), darin enthalten sind TEUR -557 (VJ: TEUR -1.623) für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen, TEUR -2.035 (VJ: -1.797) für Zinszahlungen in Verbindung mit lang- und kurzfristigen Kreditfinanzierungen, sowie TEUR -665 (VJ: -663) für Zinszahlungen an verbundene Unternehmen. Die Ertragsteueraufwendungen in Höhe von TEUR 3.256 (VJ: TEUR 562) setzen sich aus den laufenden Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 3.705 (VJ: TEUR 270) und latenten Steueraufwendungen in Höhe von TEUR -449 (VJ: TEUR 292) zusammen. Vermögenslage Die Bilanzsumme belief sich auf EUR 105 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr (EUR 106 Mio.) entspricht dies einer Reduzierung von etwa 1,3 Prozent. Die langfristigen Vermögensgegenstände liegen mit EUR 27,4 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau (VJ: EUR 28,1 Mio.). Der Wert des Anlagevermögens beträgt Ende des Geschäftsjahres 2022 insgesamt EUR 27,4 Mio. (im Vorjahr EUR 28,1 Mio.). Die immateriellen Vermögensgegenstände veränderten sich auf TEUR 14 (VJ: TEUR 9). Der Wert der Sachanlagen liegt mit EUR 27,0 Mio. leicht unter den Vorjahresniveau (VJ: EUR 27,9 Mio.). Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. gegenüber. Die Anlagedeckung (bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zum Anlagevermögen) beträgt rund 31,84 Prozent (Vorjahr: 5,48 Prozent). Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist solide. Die Gesellschaft wies zum Stichtag liquide Mittel i. H. v. EUR 13,2 Mio. auf. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb des Zahlungsziels zu vereinnahmen. Die eigenen flüssigen Mittel der Gesellschaft bieten eine ausreichende Liquiditätsreserve, um die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die SMW GmbH war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. Darüber hinaus konnte durch die Umsetzung verschiedener operativer und strategischer Maßnahmen die Ertragskraft der Gesellschaft gesteigert werden. Hierdurch konnten Kreditlinien bei Warenkreditversicherern erhöht werden, wodurch weiterer Liquiditätsspielraum freigesetzt werden konnte. Leasingverpflichtungen in wesentlichem Umfang wurden nicht eingegangen. Das langfristige Fremdkapital liegt zum 31. Dezember 2022 mit EUR 65,6 Mio. um EUR 7,5 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Pensionsrückstellungen erhöhten um TEUR 865 auf EUR 18,4 Mio. (VJ: EUR 17,6 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen erhöhten sich um TEUR 198 auf EUR 3,9 Mio. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 3,9 Mio. mit einem qualifizierten Rangrücktritt ausgestattet. Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich auf EUR 43,3 Mio. (VJ: EUR 51,9 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 36,7 Mio. mit einem qualifizierten Rangrücktritt ausgestattet. Das kurzfristige Fremdkapital verringerte sich geringfügig von EUR 31,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 30,5 Mio. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 8,7 Mio. (im Vorjahr EUR 1,5 Mio.). Infolge der Eigenkapitalsteigerung sowie unter Berücksichtigung der leicht geringeren Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote mit 8,3 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert von 1,5 Prozent. Unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten, die mit einem Rangrücktritt ausgestattet sind, ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von ca. 47,0 Prozent (VJ: 39,4 Prozent). Im Jahr 2022 war der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit EUR 18,2 Mio. (im Vorjahr EUR 8,1 Mio.) positiv. Die Steigerung basiert im Wesentlichen auf die Steigerung des operativen Gewinns zurückzuführen. Aufgrund der Investitionsmaßnahmen belief sich der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit auf EUR -7,7 Mio. (im Vorjahr EUR -3,8 Mio.). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit EUR -10,4 Mio. (VJ: EUR -2,0) negativ. Der Anstieg des negativen Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf die Rückführung von Finanzkrediten im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Investitionen Die Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 rund EUR 1,2 Mio. gegenüber EUR 6,2 Mio. im Vorjahr. Die Schwerpunkte lagen in der Sicherung und dem Erhalt der Anlagen sowie in der Erhöhung der Produktivität und der weiteren Optimierung der Qualitätssicherheit. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Gesellschaft fokussieren sich im Rahmen des laufenden Betriebs auf die Verbesserung der Fertigungstechnologie und Prozesse, sowie auf anwendungsbezogene Produktoptimierungen. Produktion und Beschaffung Die Produktionsleistung für Bandprodukte gemessen in Produktionsmenge pro Tag konnte im Geschäftsjahr 2022 trotz der deutlichen Marktberuhigung im zweiten Jahreshalbjahr auf dem guten Niveau des Vorjahres gehalten werden. Im Bereich Drahtprodukte kam es zu einer bedarfsbedingten Reduzierung der Produktionsmenge. Die Preise für die von der Gesellschaft eingesetzten Rohstoffe haben sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt deutlich erhöht. Der Anstieg steht insbesondere im Zusammenhang mit den massiv gestiegenen Bezugskosten bei den sonstigen Hilfs- und Betriebsstoffen sowie den Energiekosten. Die Versorgung mit Rohstoffen war im abgelaufenen Jahr gesichert. Personal- und Sozialbereich Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) im Unternehmen beschäftigt. Dies waren 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als im Jahr zuvor. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat sich der Umsatz und das operative Betriebsergebnis (EBITDA) deutlich besser entwickelt als erwartet. Sowohl der Umsatz mit EUR 250,3 Mio. als auch das operative Betriebsergebnis (EBITDA) mit EUR 16,2 Mio. lagen deutlich über dem Vorjahr. Entgegen der Erwartungen hat sich Absatzmenge in Tonnen mit 2,5 Prozent leicht rückläufig entwickelt. Die Herausforderungen des Jahres 2022 bedingt durch steigende Energiekosten und einem steigenden Zinsumfeld konnten insgesamt gut bewältigt werden. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft blieb im Geschäftsjahr 2022 zufriedenstellend stabil. Durch die Umsetzung verschiedener operativer und strategischer Maßnahmen konnte das EBITDA sowie der Jahresüberschuss deutlich gesteigert werden. Im Zuge schrittweiser Erleichterungen der Infektionsschutzmaßnahmen wurden im Jahr 2022 wieder erste Kundenaudits durchgeführt. Schriftliche Lieferantenbeurteilungen der Kunden bestätigten dem Sundwiger Messingwerk eine nach wie vor hohe Kundenzufriedenheit. Die wirtschaftliche Entwicklung in den genannten Branchen beeinflusste die Geschäftslage unseres Unternehmens mit einem gewissen Zeitverzug. So setzte sich die außerordentlich starke Beschäftigungslage des Vorjahres im ersten Halbjahr des Berichtsjahres 2022 zunächst noch fort und es bestand eine solide Nachfrage, insbesondere für Material unserer Hauptlegierung Bronze. Ursächlich waren hierbei neben Produktionsbedarfen auch Sicherheitsbevorratungen großer Abnehmer sowie eine temporäre Angebotseinschränkung einzelner inländischer Hersteller infolge der Flutkatastrophe des Jahres 2021. Zur Jahresmitte zeichneten sich zunehmend Dispositionsrückgänge vorrangig aus der Automobilzulieferbranche ab. Während die Produktionsauslastung unseres Unternehmens auf Basis einer hohen Auftragsvorlage bis zum Jahresende auskömmlich war, sank der Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2022 kontinuierlich. Entsprechend entwickelte sich der Auftragsbestand zum Jahresende 2022 rückläufig mit einem entsprechend getrübten Geschäftsausblick für den Jahreswechsel und das erste Quartal des Folgejahres. Vergleich der tatsächlichen mit der prognostizierten Entwicklung für 2022 Die im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2021 für das Jahr 2022 veröffentlichten Erwartungen an die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft wurden hinsichtlich der Umsatzentwicklung mit einer Steigerung von 24,0 Prozent deutlich übertroffen. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen Preisanpassungen, die in besonderem Maße durch die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise getrieben wurden. Die Absatzmenge in Tonnen beläuft sich Jahr 2022 auf ca. 35.747 Tonnen (VJ: 36.676) und ist damit entgegen der bisherigen Erwartung um 1,73 Prozent leicht gesunken. Das operative Betriebsergebnis EBITDA hat sich im laufenden Geschäftsjahr entgegen der Prognose um EUR 8,4 Mio. (107,7 Prozent) auf EUR 16,2 gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert. Die Gesellschaft hat gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich an Ertragskraft gewonnen. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte operative Gewinn (EBIT) steigerte sich um EUR 8,5 Mio. auf EUR 14,2 Mio. Nachtragsbericht Für Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf Ziffer 7. des Anhangs. D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Chancen- und Risikobericht Das Geschäftsfeld der SMW GmbH ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit der unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind. Die regelmäßige Risikoanalyse sowie die Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt permanent durch die Geschäftsführung der Gesellschaft. Die internen Kontrollmechanismen sind funktionsfähig und geeignet, Risiken frühzeitig zu erkennen und, soweit möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Einzelrisiken werden derzeit wie folgt bewertet: Gesamtrisiko Durch die fundmental veränderte geopolitische Lage, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, haben sich die konjunkturellen Risiken erhöht. Durch die Verknappung und Verteuerung von Energierohstoffen kann insbesondere in den Hauptabsatzregionen Europa und Nordamerika eine Rezession ausgelöst werden, von der wesentliche Abnehmerbranchen der SMW betroffen werden. Zusätzliche Risiken könnten von einer Verschärfung der im Geschäftsjahr deutlich gestiegenen Inflation und einer möglichen Destabilisierung der internationalen Finanzmärkte im Zusammenhang mit steigenden Zinsen und einer Verschuldungskrise von Schwellen- und Entwicklungsländern ausgehen. Darüber hinaus hat der Krieg in der Ukraine die gravierenden Störungen in den Lieferketten sowie die Beschaffungsrisiken nochmals verschärft. Ferner könnten sich weitere geopolitische Spannungsfelder zwischen den Vereinigten Staaten und China durch den drohenden Konflikt um Taiwan ergeben, die eine erhöhte Unsicherheit für die Weltwirtschaft nach sich ziehen würde und damit die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beeinflussen könnte. Besonders nennenswert ist diesbezüglich das Risiko kurz- und mittelfristig steigender Energiekosten sowie allgemeiner Ressourcenverknappung. In der Gesamtbetrachtung wird die Risikolage als moderat eingeschätzt. Aus heutiger Sicht sind keine Einzelrisiken oder zusammenwirkenden Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Absatzmärkte Absatzmarktrisiken resultieren daraus, dass die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung ungünstiger verlaufen könnte, als im Prognosebericht dargestellt. Das Risiko in den von der Gesellschaft bearbeiteten Märkten liegt besonders im zyklischen Marktumfeld der Automobilindustrie und in der begrenzten Kundenzahl. Damit einher gehen Nachfragerisiken des Gesamtmarkts oder Risiken aus der Beeinträchtigung der Geschäftssituation einzelner Kunden. Bei Nachfrageschwankungen können die Fixkosten nur teilweise und mit zeitlicher Verzögerung an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Dadurch wirken sich Umsatzrückgänge zu Lasten des operativen Ergebnisses aus. Trotz der steigenden Umsätze im EU-Ausland und Nordamerika bewegt sich der überwiegende Absatzanteil der Gesellschaft auf dem inländischen Markt. Dies erklärt sich in der Materialverwendung der Walzprodukte aus Kupferlegierungen in den Wirtschaftszweigen Automobilindustrie, Elektrotechnik und Elektronikindustrie, welche in Deutschland traditionell besonders stark vertreten sind. Weitere Risiken für die Gesellschaft bestehen unter anderem in einer weiter ansteigenden Inflation sowie einer auf lange Sicht eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen, einer restriktiven Geld- und Finanzpolitik sowie einer zunehmenden Volatilität an den Finanzmärkten. Darüber hinaus bergen kontinuierliche Kostenerhöhungen im Bereich bezogener Leistungen (z.B. Verpackungsmaterial, Lieferung- und Logistik, Lohnarbeitsleistungen) ein Ergebnisrisiko für die Gesellschaft, sofern diese Kosten nicht vollumfänglich über Preisanpassungen weitergegeben werden können. Des Weiteren können Risiken aus handels- und geopolitischen Spannungen die Weltwirtschaft teilweise ausbremsen. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Krieg in der Ukraine und den drohenden Konflikt um Taiwan. Die Unsicherheit ist merklich gestiegen und der dadurch bedingte weitere kräftige Anstieg der Energiepreise erhöht die Inflation und senkt die reale Kaufkraft. In Summe könnte sich dies negativ auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft auswirken. Ob jedoch Marktrisiken relevant werden und wie stark der Einfluss auf die Geschäfts- und Ertragslage der SMW GmbH haben ist zurzeit nicht absehbar. Aus der gegebenen Absatzmarktstruktur des Unternehmens leitet sich darüber hinaus für den inländischen Absatzmarkt kein explizites Risiko ab, da der inländische Absatzmarkt auf eine breite Kundenbasis verteilt ist. Gleiches gilt für den EU-Wirtschaftraum, wenn auch in geringerem Umfang. Chancen ergeben sich aus Veränderungen des Wettbewerbsumfeldes beispielsweise durch Konsolidierungseffekte oder Lieferengpässen bei Wettbewerbern, die zu einer wachsenden Nachfrage unserer Produkte führen. Branche Ein wesentliches Branchenrisiko ergibt sich aus einem relativ hohen Absatzanteil an direkten und indirekten Kunden aus dem Umfeld der Automobilzulieferindustrie, welche den branchenüblichen Volatilitäten und Auswirkungen des aktuellen Strukturwandels der Automobilhersteller ausgesetzt sind. Als Hersteller von Walzprodukten aus Kupferlegierungen steht die Gesellschaft in der automotiven Lieferkette grundsätzlich auf weit nachgelagerter Zulieferebene und somit ohne direkte Geschäftsbeziehungen zu den Automobilherstellern. Auf indirektem Wege erreichen dennoch mehr als 50 Prozent der Absatzmenge des Unternehmens diesen Industriezweig. Den wiederkehrenden, starken Konjunkturschwankungen der Branche wird mit Konzepten zur Flexibilisierung von Beschäftigung und Kapazitäten entgegengewirkt. Ein potenzielles Branchenrisiko durch rückläufige Produktionsstückzahlen in der Automobilindustrie wird kompensiert durch einen stetig steigenden Verbrauch an Komponenten aus Kupferlegierungen. Die zunehmende Durchdringung von Infotainment- und Assistenzsystemen in Kraftfahrzeugen auch unterer Preissegmente sowie die mit Zukunftstechnologien wie "Autonomes Fahren" verbundenen Anforderungen an leitfähigen Verbindungselementen als ein wesentlicher Anwendungsbereich für Schwerpunktlegierungen des Produktportfolios bietet nachhaltiges attraktives Wachstumspotenzial. Der Strukturwandel der Automobilindustrie hinsichtlich Elektromobilität bietet für den Bedarf an Walzprodukten aus Kupferlegierungen eher Chancen als Risiken. Dennoch wird von einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich der kurz- bis mittelfristigen Marktentwicklung, auch im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der in Deutschland ansässigen Automobilindustrie, ausgegangen. Es wird erwartet, dass die Abnehmerkonzentration und damit verbundene Nachfragemacht im Bereich der Elektronik- und Automobilzulieferindustrie weiter fortschreitet. Auch die Wettbewerbsintensität durch Hersteller von Band- und Drahtprodukten aus Kupferlegierungen aus dem Wirtschaftraum China/Asien birgt ein zunehmendes Risiko für die Gesellschaft, insbesondere bei nachhaltig hohen und international nicht marktgerechten Energiepreisen am Standort Deutschland. Stetig steigende Qualitätsanforderungen der Kunden erhöhen Aufwand und Kosten auf Lieferantenseite und lassen sich nicht vollumfänglich über adäquate Preisanpassungen kompensieren. Auf Basis der besonderen Werkstoffeigenschaften von Walzprodukten aus Kupferlegierungen insbesondere in zukunftsfähigen Anwendungen für Elektronikkomponenten wie z.B. Steckverbindungen wird für das Geschäftsmodell des Unternehmens ein nachhaltiges Wachstumspotenzial gesehen. Substitutionstendenzen durch andere Werkstoffe sind insbesondere für das Kerngeschäft mit Bronzelegierungen derzeitig nicht erkennbar. Lediglich für Nischenanwendungen auf Basis bleihaltiger Neusilberlegierungen besteht ein Substitutionsdruck. Maßnahmen zur Entwicklung bleifreier Legierungsalternativen sind eingeleitet. Produktion Produktionsrisiken bestehen im Wesentlichen aus möglichen Störungen der Betriebsabläufe bzw. nicht planbaren Betriebsstörungen und -behinderungen, sowie internen Ausfällen oder Nacharbeiten. Diesen Risiken begegnet das Sundwiger Messingwerk mit kontinuierlichen Instandhaltungsmaßnahmen, angemessener Modernisierung des Maschinenparks, Brandschutzmaßnahmen, sowie einer Vielzahl von internen Projekten zur Prozessoptimierung und Qualitätsabsicherung. Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang begrenzen das Risiko möglicher Schadensfälle. Die Qualitätssicherung nimmt bereits zu Beginn der Wertschöpfungskette einen hohen Stellenwert ein und reduziert mögliche Qualitätskosten im Produktionsbereich. Beschaffung Risiken auf der Beschaffungsseite bestehen insbesondere hinsichtlich steigender Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie sowie in der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Transportkapazitäten. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die sorgfältige Auswahl der Lieferanten begegnet. Mittels intensiver Marktbeobachtungen können eventuell nachteilige Entwicklungen frühzeitig erkannt werden, um notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten. Im Rahmen eines bei der Gesellschaft etablierten Geschäftsmodells werden börsennotierte Rohstoffpreise als Metallpreis an Kunden weitergegeben und über ein Metallhedging abgesichert. Darüber hinaus existieren Preismodelle auf Basis von Metallbeistellungen durch Kunden. Infolge gravierender Energiekostensteigerungen zum Jahreswechsel 2021/22 und einem zum Berichtszeitpunkt anhaltend sehr hohen Energiepreisniveaus wurde zeitnah eine außerordentliche Preisanpassungsmaßnahme in Form eines Energiekostenbeitrags auf die Verkaufspreise implementiert, welcher in Anlehnung an die jeweilige Energiepreisdynamik transparent und regelmäßig angepasst wird. Absicherungsgeschäfte für den Rohstoffeinkauf bzw. -verkauf werden in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang getätigt. Die Sicherung erfolgt entweder einzeln oder bezüglich entsprechend erwarteter Ein- und Verkäufe. Fremdwährungsrisiken Die Gesellschaft tätigt in erheblichem Umfang Geschäfte in fremden Währungen, vor allem in US-Dollar und RMB. Die daraus resultierenden Risiken werden nach einer festgelegten Strategie zu marktgerechten Konditionen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang gesichert. Dabei kommen die derivativen Finanzinstrumente Devisentermingeschäfte und Währungs-Swaps zum Einsatz. Die Sicherung erfolgt entweder einzeln oder bezüglich entsprechend erwarteter Ein- und Verkäufe. Umwelt Die Gesellschaft ist nach DIN ISO 14001:2015 zertifiziert. Die Re-Zertifizierung wurde im 2020 erfolgreich bestanden. Liquidität Die SMW GmbH misst der jederzeitigen Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit höchste Bedeutung zu. Zwecks Sicherstellung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit sowie einer größtmöglichen finanziellen Flexibilität wird eine revolvierende Liquiditätsplanung für die Gesellschaft erstellt. Kunden Weitere Marktpotenziale bieten sich in der Geschäftsausweitung insbesondere mit Kunden im inländischen und europäischen Markt, sowie in gewissen Nischensegmenten im asiatischen Markt. Die stetige Ausweitung des aktiven Kundenportfolios in etablierten Branchen, sowie in Verbindung mit neuen Anwendungssegmenten ist explizite Strategie der Risikostreuung. Prognosebericht Der Prognosebericht beschreibt die erwartete Entwicklung der SMW GmbH im Geschäftsjahr 2023. Die Aussagen in diesem Abschnitt wurden auf Basis der aktuellen Auftragslage und aufgrund von Annahmen über die zukünftige branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die zugrundeliegenden Annahmen nach Ablauf des Geschäftsjahres als unzutreffend erweisen. Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum des Jahres 2023 fallen uneinheitlich aus. Das IfW Kiel - Institut für Weltwirtschaft hat seine Wachstumsprognose für das Jahr 2023 leicht angehoben, prognostiziert in seinem Konjunkturbericht des ersten Quartals 2023 ein Wachstum von 2,5 Prozent gegenüber 2,2 Prozent aus dem Konjunkturbericht des vierten Quartals 2022. Ursächlich hierfür sind eine robuste Nachfrage in den Vereinigten Staaten und Europa, gesunkene Energiekosten und vor allem durch die Abkehr der Null-Covid-Politik in China mit der damit verbundenen Konjunkturellen Wiederbelebung. Angesichts der zum Jahresende sinkenden Auftragsvorlage infolge kontinuierlich rückläufiger Auftragseingänge im zweiten Halbjahr des Berichtszeitraums ist die Gesellschaft eher dürftig in das erste Kalendervierteljahr 2023 gestartet. Hohe kundenseitige Lagerbestände, sowohl an Halbzeugmaterialien als auch an Komponenten und Fertigprodukten reduzieren den Dispositionsbedarf wesentlicher Kunden und Marktsegmente zumindest temporär. Entsprechend rechnen wir nach Abbau der auf Kundenseite aufgebauten Sicherheitsbevorratungen für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 mit einer deutlich dynamischeren Bedarfsentwicklung. Negative Einflüsse aus geopolitischen Krisen sind im Umfeld des fortwährenden Krieges in der Ukraine und anderer internationaler Spannungslagen nicht auszuschließen und könnten einer im Jahresverlauf möglichen Markterholung entgegenwirken. Ebenso bleibt ungewiss, welche Auswirkungen die Energiepolitik der Bundesregierung in Verbindung mit möglichen erneuten Ressourcenverknappungen auf die Energie- und Rohstoffpreise insbesondere im späteren Jahresverlauf 2023 haben könnte. Um entsprechend der jeweiligen Auslastungssituation angemessen handlungsfähig zu sein, hat die Gesellschaft geeignete Betriebsvereinbarungen zur Anpassung der Arbeitszeiten für das Geschäftsjahr 2023 eingeleitet, welche bedarfsgerecht umgesetzt werden können. Gesamtaussage Auf Basis der für den Jahresbeginn 2023 absehbaren, rückläufigen Bedarfssituation rechnet die SMW GmbH im Geschäftsjahr 2023 mit einer gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 sinkenden Absatzmenge und Produktionsmenge im einstelligen Prozentbereich. Auf Grundlage einer sich stabilisierenden Nachfragesituation im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 erwarten wir eine Steigerung des Umsatzes von ca. 2,5 bis 5 Prozent, welche sowohl von eingeleiteten Preiserhöhungen, als auch steigenden Materialaufwendungen in Verbindung mit gestiegenen Metallnotierungen getrieben wird. Um mögliche zusätzliche Belastungen aus dynamischen Energiekostensteigerungen für unser energieintensives Unternehmen bestmöglich aufzufangen, sind Maßnahmen zur anteiligen Kostenweitergabe im Abnehmerkreis etabliert. Darüber hinaus ermöglichen geltende Betriebsvereinbarungen zudem die Reduzierung der Beschäftigungssituation auf das jeweils erforderliche Maß mit analoger Kostenwirksamkeit. Entsprechend wird für das operative Ergebnis (EBITDA), bereinigt um ergebnisverbessernde Sondereffekte aus der Immobilientransaktion, eine Steigerung von mindestens 10 Prozent gegenüber der Vorperiode erwartet.
Hemer, 11.04.2023 Die Geschäftsführung der Sundwiger Messingwerk GmbH gez. Dipl. Betriebswirt BA Sascha Seemann gez. Dipl.-Kfm Thomas Berndt BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022der Sundwiger Messingwerk GmbH, HemerA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Sundwiger Messingwerk GmbH - im Folgenden kurz "SMW GmbH" oder "Gesellschaft" genannt - ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Iserlohn unter der Nummer HRB 9859 registriert und hat ihren Sitz in 58675 Hemer. Die Sundwiger Messingwerk GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 5. März 2020 (eingetragen im Handelsregister 8. April 2020) gegründet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Vorjahresperiode (im Folgenden auch kurz "VJ") umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen desGesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. 5 Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Wirtschaftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Für Werkzeuge und Vorrichtungen wird ein Festwert gebildet. Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertetet. Im Rahmen der Metallbewertung der Vorräte wird der Niederstwerttest der einzelnen Lifo-Schichten grundsätzlich zum Metallpreis am Bilanzstichtag durchgeführt. Wenn und soweit entsprechende schwebende Verkaufskontrakte zum Bilanzstichtag bereits kontrahiert vorliegen, kommen für den Metallanteil der Hauptkomponenten bei den fertigen Erzeugnissen abweichend davon nicht die niedrigeren Stichtagspreise zum Ansatz, sondern die für den Metallanteil vertraglich vereinbarten, aber noch unter den Anschaffungskosten liegenden Absatzpreise (Bewertungseinheiten). Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne auch anteilige Gemeinkosten. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die Metallvorräte werden nach dem Lifo-Verfahren bewertet. Eine Bewertung nach dem Niederstwertprinzip findet insoweit statt als am Bilanzstichtag keine Verkaufskontrakte mit einem höheren Preis kontrahiert sind. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 284 Absatz 2, Nr. 3 HGB i.V.m 256, Satz 1 HGB (Bewertung zu Börsen- oder Marktpreisen) beträgt TEUR 36.261. Soweit bei den Vorräten im Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Kosten erkennbar sind, werden zur verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Steuerabgrenzungsposten (aktiv und passiv) ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden in Handels- und Steuerbilanz bzw. steuerlichen Verlustvorträgen, sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt mit 15,83 % für die Körperschaftsteuer und 16,80 % für die Gewerbesteuer. Der aktive Steuerabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.905 (im Vorjahr TEUR 1.456) ergibt sich durch die Bildung latenter Steuern auf unterschiedliche Bewertungsansätze in der Handels- und Steuerbilanz (Pensions- und Jubiläumsrückstellungen, Drohverlustrückstellungen und sonstigen Rückstellungen, unterschiedlicher Abzinsungszinssätze für langfristige Rückstellungen und aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern). Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen ( Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bewertungsstichtag für die Umrechnung fremder Währungen ist bei Anlagegütern der Tag der Anschaffung, bei Forderungen bzw. Verbindlichkeiten der Entstehungstag. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet; Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet. Im Rahmen einer Risikomanagementstrategie werden Währungsrisiken grundsätzlich abgesichert. Bewertungseinheiten werden entsprechend § 254 HGB gebildet und dokumentiert. Bei Deckung mit Termingeschäften erfolgt die Bewertung mit den entsprechenden Sicherungskursen. Forderungen und Verbindlichkeiten in gleicher Währung, mit annähernd gleicher Laufzeit, werden, soweit sie sich betragsmäßig decken, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit von als Makro-Hedge eingestuften Bewertungseinheiten im Rahmen der Sicherung von Währungsrisiken wird auf Basis eines angemessenen Risikomanagementsystems prospektiv und retrospektiv mittels der Critical Terms Match Methode nachgewiesen und kontinuierlich auf Basis von Risikoberichten überprüft. Darüber hinaus erfolgt zu jedem Abschlussstichtag eine rechnerische Ermittlung des ineffektiven Teils der Sicherungsbeziehung. Dabei werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts einander gegenübergestellt. Im Falle eines Überhangs der negativen Wertänderungen über die Positiven (ineffektiver Teil der Bewertungseinheit) werden in Höhe dieses negativen Überhangs Rückstellungen gebildet. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (Einfrierungsmethode/kompensatorische Bewertung). C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung I. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. a) Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen umfassen die 100% Beteiligung an der Diehl Metall (Shenzhen) Co. Ltd. Zum 31.12.2022 beträgt das Eigenkapital umgerechnet TEUR 293, das Jahresergebnis 2022 liegt bei TEUR 10. Weiter umfassen die Anteile an verbundenen Unternehmen die 100% Beteiligung der Blackhawk Darlehensgesellschaft mbH mit Sitz in München. Zum 31.12.2022 beträgt das Eigenkapital TEUR 57, das Jahresergebnis 2022 in Höhe von TEUR 5 wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vollständig an die Muttergesellschaft, SMW GmbH, abgeführt. 2. Umlaufvermögen Der Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen hat eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Der Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände einhält eine Forderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 6,5 Mio. (im Vorjahr EUR 0,00) mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Sachanlagen, Finanzanlagen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Die Bewertung der temporären erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 32,6 %.
5. Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.079. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 6. Rückstellungen a) Pensionsrückstellungen Bewertungsgrundlagen
Forderungen gegen Rückdeckungsversicherung aus Deferred Compensation wurden mit korrespondierenden Pensionsrückstellungen für rückgedeckte Deferred Compensation verrechnet (Verrechnung Planvermögen). Die Anschaffungskosten der verrechneten Forderungen sowie der beizulegende Zeitwert betragen TEUR 763. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellungen beläuft sich ebenfalls auf TEUR763.
b) Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 2.414, Jahresabschluss- und Prüfungskosten von TEUR 101, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 193, Instandhaltungsaufwendungen von TEUR 740, ausstehende Rechnungen von TEUR 1.270, Umweltrisiken TEUR 154 und Garantieleistungen von TEUR 105 enthalten. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeit:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.865 (Vorjahr TEUR 3.646), in Höhe von TEUR 3.865 wurde vom Gesellschafter ein Rangrücktritt erklärt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 25 (Vorjahr TEUR 46) und sonstige Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 3.865 (Vorjahr TEUR 4.003). Für die Verbindlichkeiten gegenüber mittelbaren Gesellschaftern besteht in Höhe von TEUR 37.083 ein Rangrücktritt seitens der Darlehensgläubigerin. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 7,5 Mio. durch Sicherungsübereignungen besichert. II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
Dabei wurden 53 % (Vorjahr 54 %) der Umsätze im Inland (TEUR 133.313), 21 % (Vorjahr 23 %) im europäischen Ausland (TEUR 51.769) und 22 % (Vorjahr 19 %) in Nordamerika (TEUR 55.530) erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.106 (Vorjahr TEUR 1.446) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung enthalten in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr TEUR 304). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 843 (Vorjahr TEUR 89). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten in Höhe von EUR 4.486 (Vorjahr EUR 4.291). 4. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 566 (Vorjahr TEUR 1.631) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. D. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
2. Konzernabschluss Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der Blackhawk Holding GmbH mit Sitz in München (Amtsgericht München HRB 257565) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Damit ist die Gesellschaft gem. § 291 Abs. 2 HGB auch von der Pflicht zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die künftigen Miet- und Leasingzahlungen verteilen sich wie folgt:
Verpflichtungen aus Warentermingeschäften und Bestellungen (Metallgeschäfte) bestehen mit einer Fälligkeit im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 24.979 (Vorjahr TEUR 20.771). 4. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft setzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungs- und Metallpreisschwankungen entgegenzuwirken, die sich zwischen dem Abschlusstag und Erfüllungstag ergeben. Devisentermingeschäfte schließt die Gesellschaft mit der Commerzbank AG ab. Der Einsatz dieser Kontrakte erfolgt nach einheitlicher Richtlinie, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf Absicherung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung beschränkt. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar: Alle Beträge in TEUR (mit 2 Dezimalstellen)
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Der Marktwert von Devisen- und Warentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Terminwertes für die jeweiligen Restlaufzeiten des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Terminwert (Mark-to-Market Methode). Positive Marktwerte über die Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten hinaus wurden nicht aktiviert. Zum Bilanzstichtag ist hierzu keine Rückstellung für drohende Verluste gebildet worden. Zur Absicherung von Geschäftsvorgängen in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte eingesetzt und Bewertungseinheiten gebildet. Darüberhinausgehende Risiken wurden in den Rückstellungen berücksichtigt. Die Bewertung von Fremdwährungspositionen erfolgt im Rahmen von Portfoliohedges. Für die einzelnen Forderungen bzw. erteilten Aufträge wurden jeweils einzelne Devisenterminkontrakte abgeschlossen, deren Laufzeiten der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entsprechen. Die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich bis Juni 2023 voraussichtlich in voller Höhe ausgleichen. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag mittels der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit, Währung) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Wirksamkeit, auch hier wird mittels Critical-Terms-Match-Methode nachgewiesen, dass alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem abgesicherten Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheiten entstehen. Die Metallpreisrisiken aus Metallbeschaffungs- und Metallabsatzverträgen (schwebende Geschäfte) resultieren aus der Veränderung der Preise für Primärmetalle, Schrotte und erstellter Halbzeuge zwischen Kontrahierungs- und Erfüllungszeitpunkt. Ein- und Verkaufskontrakte, die nicht durch physische Gegengeschäfte abgedeckt sind, sind mit entsprechenden Börsenpositionen zu sichern. Zur Absicherung der Metallpreisrisiken (schwebende Geschäfte) werden Rohstofftermingeschäfte (Futures und Forwards) abgeschlossen. Im Rahmen der Bewertung werden Portfoliohedges gebildet. Die in den Portfoliohedges zusammengefassten Grundgeschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsgeschäften wird die Vertragsmenge jeweils so gewählt, dass sie mit der Vertragsmenge der Grundgeschäfte - bezogen auf die jeweiligen Primärmetallanteile - übereinstimmt. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden mit folgenden Marktwerten (Terminwert zum Bilanzstichtag im Vergleich zum kontrahierten Terminwert) in die Bewertungseinheiten einbezogen:
Für die Bewertungseinheiten sind die Wertänderungen der schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäfte über einen Zeitraum von bis zu 8 Monaten gesichert. Die Messung der Effektivität der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt mit Hilfe der Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimits. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsgeschäfte ab dem Designierungszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der "Dollar-Offset-Test" wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Zum Bilanzstichtag wurden keine Rückstellungen gebildet. Die Höhe, der mit der Portfoliohedge abgesicherten Risiken beträgt TEUR 54, d.h. in dieser Höhe wurden zum Abschlussstichtag negative Wertänderungen vermieden. 5. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren: Thomas Berndt, Dipl.-Kfm., Iserlohn (Geschäftsführer Technik und Vertrieb, einzelvertretungsberechtigt) Sascha Seemann, Dipl. Betriebswirt (BA), Bergisch-Gladbach, (seit 01.02.2022) (kaufm. Geschäftsführer, einzelvertretungsberechtigt) Sebastian Ochs, Dipl. Betriebswirt, MBA, Menden (bis 31.01.2022) (kaufm. Geschäftsführer, einzelvertretungsberechtigt) Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen betragen TEUR 23. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis beträgt TEUR 244. 6. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das Honorar des gesetzlichen Abschlussprüfers betrug für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 60 und entfiel in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. 7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die Sundwiger Messingwerk GmbH hat mit Wirkung zum 17.04.2023 sämtliche Kommanditanteile an der Flett Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, mit Sitz in Mainz erworben. Der bestehende Grundbesitz der Sundwiger Messingwerk GmbH wurde mit Einbringungsvertrag vom 27. April 2023 in die Flett Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG mit Wirkung zum 30. April 2023 eingebracht. Darüber hinaus wurde zwischen der Flett Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG und der Sundwiger Messingwerk GmbH mit Datum vom 26.04.2023 ein Immobilien-Leasingvertrag über die Anmietung des eingebrachten Grundbesitzes geschlossen. Wir verweisen zudem auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht". Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. E. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 7.171.000,86 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hemer, den 11. April 2023 Sundwiger Messingwerk GmbH Geschäftsführung gez. Dipl. Betriebswirt BA Sascha Seemann gez. Dipl.-Kfm. Thomas Berndt Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022der Sundwiger Messingwerk GmbH, Hemer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sundwiger Messingwerk GmbH, Hemer Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sundwiger Messingwerk GmbH, Hemer, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sundwiger Messingwerk GmbH, Hemer, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 28.06.2023 Grant
Thornton AG
gez. Achim Krichel, Wirtschaftsprüfer gez. Fabian Herrgoss, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 1.2.2024. |
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