Elbe Inkasso GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Kempf seit 10.4.2014 | Geschäftsführer |
Matthias Andreas Bommer seit 10.4.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
aifinyo finetrading GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Die aifinyo finetrading GmbH (im Folgenden "aifinyo finetrading" oder "Gesellschaft" genannt) bietet diverse Waren an. Teil des Geschäftsmodells ist es insbesondere auch Zahlungsziele anzubieten, welche auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Der Einkauf der Waren erfolgt dabei in Abstimmung mit dem Abnehmer der Ware. Die aifinyo finetrading GmbH ist eine 100% Tochter der aifinyo AG, Berlin. Die aifinyo AG bietet verschiedene Lösungen rund um das Thema Liquidität und alternative Unternehmensfinanzierung an. Kunden der aifinyo Gruppe sind Startups, Freiberufler sowie kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland. Die Unternehmensgruppe besteht neben der Holding (aifinyo AG) aus weiteren fünf 100%igen Tochtergesellschaften. Über die einzelnen Tochtergesellschaften werden die Produkte Factoring, Finetrading, Leasing, Inkasso und Billing (Rechnungsverwaltung und Fakturierung inklusive Überwachung von Geldeingängen und Zahlungsfristen) angeboten. Konzernstruktur (Stand: 31.12.2023):
In Anlehnung an die von den MaRisk vorgegebene Organisationstruktur ist die Gesellschaft bis auf Ebene der Geschäftsführung in einen Bereich Markt und einen vom Markt getrennten Bereich Marktfolge aufgeteilt. Der Bereich Markt verantwortet dabei im Wesentlichen die Vertriebsaktivitäten, der Bereich Marktfolge insbesondere auch das Risikomanagement. Es bestehen neben dem Sitz der Gesellschaft in Dresden keine Zweigniederlassungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. In jeweiligen Preisen lag das Bruttoinlandsprodukt mit 4.121 Milliarden Euro um 6,3 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent und betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 48.746 Euro. Es gab erhebliche Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete insgesamt einen deutlichen Rückgang von 2,0 Prozent. Dies war hauptsächlich auf eine erheblich geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie erneut einen weiteren Rückgang in Produktion und Wertschöpfung. Im Baugewerbe machten sich neben den fortwährend hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen als bemerkbar. Dies betraf vor allem den Hochbau. Im Gegensatz dazu konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt einen geringfügigen Anstieg von 0,2 Prozent. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Im Jahr 2023 verzeichnete der private Konsum einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 Prozent) entfernte. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Besonders betroffen von Rückgängen waren Bereiche, in denen die Preise entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar weiter stiegen. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken besonders stark (-6,2 Prozent).Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben ( 1,7 Prozent). Dies war hauptsächlich auf den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern zurückzuführen. Die Bauinvestitionen verzeichneten 2023 einen preisbereinigten Rückgang um 2,1 Prozent. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Hingegen wurde in Ausrüstungen - hauptsächlich Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dies war vor allem auf den Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene Dynamik der Weltwirtschaft und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 hinterließen auch im Außenhandel ihre Spuren, obwohl die Preise fielen. Die Importe sanken dabei stärker (preisbereinigt -3,0 Prozent) als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Dies führte im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 Prozent oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. 2.2 Geschäftsverlauf Die aifinyo finetrading konnte sich der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung nicht entziehen. Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 konnte ein Umsatz von 39,0 Mio. EUR erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr (43,1 Mio. EUR) sank der Umsatz somit um 4,1 Mio. EUR bzw. 9,5%. Trotz Umsatzrückgang konnte seit Jahresbeginn 2023 die durchschnittliche Anzahl der aktiven Kunden kontinuierlich gesteigert werden, was sich positiv auf die Portfoliodiversifikation auswirkte. Zum Bilanzstichtag waren 405 Kunden (Vorjahr 413) aktiv. Mangels verfügbarer Daten ist ein Vergleich mit der Entwicklung der Branche nicht möglich. 2.3 Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Ertragssituation - trotz rückläufigem Umsatz und Rohertrag insgesamt positiv entwickelt. Dies ist vor allem auf gesunkene betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. Bei einer nahezu konstanten Materialaufwandsquote von 94,4% (Vorjahr: 94,1%) sank der Rohertrag auf 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR ). Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl (zum Bilanzstichtag 11 Mitarbeiter; Vorjahr: 9) um 4% auf insgesamt 487 TEUR (Vorjahr: 469 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 27% gesunken. Hintergrund sind insbesondere das deutlich verbesserte Risikoergebnis (Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen und direkte Forderungsverluste - TEUR 75, Vj. TEUR 290) sowie eine reduzierte Umlagen an die aifinyo AG (TEUR 720, Vj. TEUR 782) und Senkungen in den Werbekosten (-TEUR 87). Die Zinsaufwendungen stiegen aufgrund des deutlich erhöhten Zinsniveaus auf 449 TEUR (Vorjahr: 441 TEUR). Die Aufwendungen für Pauschal- und Einzelwertberichtigungen sowie Forderungsabschreibungen sanken auf 75 TEUR (Vorjahr: 290 TEUR). Bezogen auf den Umsatz ergibt sich eine Risikokosten-Quote von 0,19% (Vorjahr: 0,67%). Hintergrund der Reduzierung ist insbesondere die Auflösung von gebildeter Vorsorge aus den Vorjahren. Das Ergebnis vor Steuern betrug 245 TEUR (Vorjahr: 136 TEUR). Das Ergebnis nach Steuern / der Jahresüberschuss lag bei 155 TEUR (Vorjahr: 89 TEUR). Die Ergebnisse stiegen bei rückläufiger Umsatzentwicklung durch gleichzeitig gesunkenen Kosten - insbesondere Risikokosten. 2.4 Finanz- und Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel in Form von täglich fälligen Einlagen bei Kreditinstituten von 255 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR). aifinyo finetrading verfügte zudem über zusätzliche Liquiditätsreserven aufgrund zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehender freier Kreditlinien. Die aifinyo finetrading hat zum Bilanzstichtag erhebliche Anteile des Eigenkapitals zur Refinanzierung des Forderungsbestandes eingesetzt, um die Kapitalkosten der Gesellschaft zu optimieren. Aufgrund der leicht reduzierten Umsatzerlöse sanken die Forderungen gegenüber Kunden auf 13.031 TEUR (Vorjahr: 13.387 TEUR). Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ihr Eigenkapital durch Gewinnthesaurierung auf 3.584 TEUR (Vorjahr 3.430 TEUR) steigern. Die Eigenkapitalquote liegt mit 26,0% über dem Vorjahr (25,3%). Die Passivseite ist geprägt durch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 9.272 TEUR (Vorjahr: 8.263 TEUR), welche ausschließlich zur Refinanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verwendet wurden. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien erfolgte dabei durch die Inanspruchnahme von täglich fälligen Kontokorrentkrediten. Zusätzlich wurde im Jahr 2020 ein Darlehen über 500 TEUR im Rahmen der Corona-Hilfen bei der KfW aufgenommen. Zum Bilanzstichtag standen der Gesellschaft Kreditlinien über insgesamt 9.500 TEUR und damit zu jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung, um sämtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien ist an keine Covenants geknüpft. Die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft ist insgesamt positiv. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Eigenkapital, liquide Mittel und Kreditlinien zur Ausübung ihrer Geschäftsaktivitäten. 3. Chancen- und Risikobericht Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund rechnen wir auch im Jahr 2024 mit einer schwachen Entwicklung der Wirtschaftsleistung, die sich sukzessive auf die Bonität von Unternehmen in Deutschland auswirken wird. Im Rahmen ihres Geschäftsmodells stellt für aifinyo finetrading das Eingehen von Risiken zur Ergebniserzielung eine Kernfunktion für die aifinyo finetrading dar. Ein wesentliches Element der Geschäftstätigkeit ist, Risiken in einem vordefinierten Rahmen einzugehen und gleichzeitig die sich ergebenden Renditechancen zu nutzen. Chancen ergeben sich vor allem aus der kontinuierlichen Anpassung des Geschäftsmodells auf Branchen, die überdurchschnittlich von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren bzw. auch in unsicheren Zeiten über ein stabiles Geschäftsmodell verfügen. Die weitere Zurückhaltung von Banken in der Kreditfinanzierung von kleinen Gewerbekunden und Freiberuflern - auch als Folge der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung - führt zu weiteren Chancen. aifinyo finetrading bietet durch innovative Produkte Kunden über digitale Geschäftsprozesse einen vereinfachten Zugang zu Warenvorfinanzierungen mit schneller Abwicklung. Darüber hinaus erschließen sich auch aus dem Wachstum der aifinyo AG über cross selling voraussichtlich steigende Geschäftsmöglichkeiten. Erkennbare Risiken ergeben sich aus einer möglichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. einer Verzögerung in der wirtschaftlichen Erholung, welche ggfs. zu Umsatzeinbußen und möglicherweise steigenden Forderungsausfällen (Zahl von Insolvenzen) führen könnte. Aufgrund der durchgeführten Portfoliobereinigung, eines stringenten Risikomanagements sowie der gebildeten Risikovorsorge sieht sich aifinyo finetrading hierfür gut gerüstet. Nicht abschätzbar ist aus heutiger Sicht, wie sich der Ukraine-Konflikt entwickelt und welche Auswirkungen ein langer Konflikt auf die inländische Wirtschaft haben wird. Im Risikomanagement wird diesem Thema entsprechende Aufmerksamkeit entgegengebracht. Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der jährliche Umsatz sowie die Anzahl der aktiven Kunden. 3.1 Risikomanagementsystem Die aifinyo finetrading verfügt ein Risikomanagement, das die Grundlage für eine risiko- und ertragsorientierte Steuerung bildet. Das Risikomanagementsystem verfolgt in erster Linie das Ziel, geschäftliche Risiken von strategischer und materieller Bedeutung frühzeitig zu identifizieren, eingegangene und auftretende Risiken zu kontrollieren sowie erkannte Risiken so zu steuern, dass angemessene Erträge erzielt und Verluste vermieden werden. Die Gesellschaft hat ihre Risikostrategie schriftlich dokumentiert. Die Risikostrategie wird dabei aus der Unternehmensstrategie abgeleitet. Die Methoden des Risikomanagements werden fortlaufend weiterentwickelt. Wichtige Bestandteile sind schriftlich dokumentiert. Die Aufbauorganisation folgt dem Grundsatz der Funktionstrennung nach Markt sowie Marktfolge, wodurch klare Verantwortungsbereiche geschaffen werden. Zwischen Geschäftsführung und Risikomanagement gibt es regelmäßige Sitzungen. Wesentliche Elemente des Risikomanagements sind eine ausführliche Unternehmensprüfung vor Aufnahme eines Kunden, tägliche Prüfung der offenen Posten, ein monatliches Reporting sowie quartalsweise Risikotragfähigkeitsberichte. Die Aufgaben einer übergeordneten, prozessunabhängigen Kontrollstelle (interne Revision) werden durch eine Stabstelle (ein Mitarbeiter) wahrgenommen. Die interne Revision ist dem Bereich Marktfolge zugeordnet. Für Mitarbeiter und leitende Angestellte besteht ein verbindlicher Verhaltenskodex. Der Compliance-Beauftrage legt jährlich einen Compliance Bericht vor. 3.2 Risikotragfähigkeit Zentraler Punkt für die Risikotragfähigkeit ist das Risikodeckungspotenzial, das als maximal verfügbares Kapital für die in der aifinyo finetrading eingegangenen und potenziellen Risiken zur Verfügung gestellt werden kann. Das Risikodeckungspotenzial setzt sich im Wesentlichen aus Eigenkapital und dem vorläufigen Ergebnis zusammen. Das Risikokapital resultiert aus der Summe der einzelnen Risikofaktoren aus eingegangenen Adressausfall-, Veritäts-, Liquiditäts-, Marktpreis,- und operationellen Risiken. Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt quartalsweise und wird durch einen Risikobericht an die Geschäftsleitung kommuniziert. Zum 31.12.2023 betrug das Risikodeckungspotential 3.263 TEUR und lag somit leicht unter den vergleichbaren Vorjahreswert von 3.461 TEUR. Die Summe des Risikokapitals stieg aufgrund einer Verschiebung in der Überfälligkeitenstruktur auf 1.944 TEUR (Vorjahr 1.002 TEUR). Insgesamt übersteigt das zur Deckung für Risiken verfügbare Kapital das Risikokapital um 1.319 TEUR (Vorjahr 2.459 TEUR). Im Geschäftsjahr 2023 war die Risikotragfähigkeit der aifinyo finetrading auch unter der Annahme von Stressszenarien zu den überprüften Zeitpunkten stets gegeben. 3.3 Risikofaktoren Spezifische Risiken im Warenhandel sind Adressausfallrisiko, Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko, operationelle Risiken sowie Marktpreisrisiken. Im Rahmen des bestehenden Risikomanagements sind Methoden zur Identifizierung, Kontrolle und Steuerung entwickelt. Gemäß der Risikotragfähigkeitsrechnung zum 31. Dezember 2023 wurden die einzelnen Risikofaktoren wie folgt quantifiziert:
3.3.1 Adressausfallrisiken Unter Adressausfallrisiken versteht aifinyo finetrading das Risiko des Forderungsausfalls, falls ein Debitor seinen Zahlungsverpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen nicht nachkommen kann. Durch ständige Überwachung des Zahlungsverhaltens sowie stringentem Mahnprozess bei Zahlungsverzögerungen können Forderungsausfallrisiken frühzeitig erkannt und gemindert werden. Zusätzlich wird die Bonität eines Kunden vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung analysiert und die Geschäftsbeziehung nur nach positiver Kreditentscheidung eingegangen. Das Debitorenlimit (Ankaufrahmen), der die Summe der ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem Kunden festlegt, begrenzt das Risiko. Das Veritätsrisiko wird während der Vertragslaufzeit kontinuierlich überwacht. 3.3.2 Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass aifinyo finetrading seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann, was insbesondere durch einen Forderungsausfall eintreten könnte. Den hieraus resultierenden Liquiditätsbedarf konnte die Gesellschaft durch Eigenmittel im Berichtsjahr jederzeit vollständig abdecken. Die vorhandenen liquiden Mittel waren auch in simulierten Stressszenarien jederzeit angemessen. 3.3.3 Marktrisiken Marktpreisrisiken könnten sich durch Preisschwankungen der gehandelten Waren ergeben, Da die aifinyo finetrading kein Warenlager vorhält und die Verkaufspreise bereits bei Wareneinkauf mit den Kunden fixiert werden, bestehen aus Sicht der Gesellschaft keine Marktrisiken zum Bilanzstichtag. 3.3.4 Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken sind vornehmlich Risiken vor allem auf Grund organisatorischer und funktionaler Aspekte im Bereich Organisation, Personalwesen, eigener Softwarelösung und technische Ausstattung zu sehen. Zur Begrenzung der Betriebsrisiken bestehen Arbeitsanweisungen, deren Einhaltung überwacht wird. Die Datensicherung und die Kontrolle des Zugangs zu Rechnern und Netzwerk sind durch verschiedene Sicherheitsstandards des Dienstleisters gewährleistet. Der Betrieb und die Weiterentwicklung der eigenen Software werden durch eigene Mitarbeiter durchgeführt. Erweiterungen der Software werden vor Einführung detailliert getestet, um Fehler vor Live-Gang zu eliminieren. 3.3.5 Sonstige Risiken/ Bestandsgefährdung Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird Einfluss auf das Risikoprofil der Geschäftsaktivitäten haben. Die oben dargestellten Risiken bestehen aus Sicht der Geschäftsführung im Wesentlichen unverändert fort. Allerdings rechnen wir damit, dass die Zahlungsfähigkeit der Kunden mit fortschreitender Dauer bis zu einer kompletten Erholung der Wirtschaft weiter sinken wird. Weiterhin könnten Betrugsversuche von Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage deutlich ansteigen. Daraus ergeben sich auch Risiken für die Neugeschäfts- und Ertragsentwicklung. Betrugsrisiken werden durch eine konsequente Prüfung der Geschäfte und Unterlagen begegnet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass den zusätzlichen Risiken in einem ausreichenden Maße Rechnung getragen wurde. Der im Jahr 2023 durchgeführte Stresstest für die Risikotragfähigkeit hat auch für dieses Szenario Gültigkeit. Die Risikotragfähigkeit war im Stresstest gegeben. Sonstige Risiken die aus einer möglichen fehlenden Ausrichtung der Gesellschaft, auf sich verändernde Marktbedürfnisse bzw. ein verspätetes Erkennen von Trends resultieren bestehen aus Sicht der Geschäftsführung nicht. Insgesamt betrachtet weisen die Risiken der Gesellschaft eine für den Geschäftszweck der Gesellschaft typische Struktur auf. Darüberhinausgehende Risiken waren zum Bilanzstichtag nicht bekannt. Gemäß Risikotragfähigkeitsanalyse sind die Risiken (Risikokapital) der Gesellschaft ausreichend mit Kapital (Risikodeckungspotential) hinterlegt. Wesentliche negative Veränderungen in der Risikostruktur, dem Risikokapital oder dem Risikodeckungspotential sind nicht absehbar. Wir gehen davon aus, dass aufgrund des Geschäftswachstums sowohl mit einer Steigerung des Risikokapitals als auch des Risikodeckungspotentials zu rechnen ist. 4. Prognose Geschäftsjahr 2024 2 Laut der im März 2024 veröffentlichten Prognose des ifo-Instituts zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Insbesondere die Konsumzurückhaltung, die hohen Zinsen und Preissteigerungen, die Sparbeschlüsse der Regierung sowie die schwache Weltkonjunktur haben Einfluss auf diese Prognose. Eine große Unsicherheit in der eigenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr liegt in der derzeit nicht absehbaren weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Ukraine-Konflikt und die gesamtwirtschaftliche Situation. Der längerfristig anhaltende Konflikt in der Ukraine wird auch das Gesamtjahr 2024 in der wirtschaftlichen Entwicklung weiter beeinflussen. Dennoch gehen wir aufgrund der erheblichen Investitionen in die eigene Software und der weiterhin klaren Zielkundenfokussierung bei stringenter Risikostrategie von einem gleichbleibenden Niveau in der Anzahl der Finanzierungsanfragen, der aktiven Kunden und dem Umsatz (entspricht Neugeschäftsvolumen) aus. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung in den Bonitäten von Zielkunden ist auch ein leichter Rückgang der genannten Indikatoren möglich. Ebenso ist bei einem widererwartenden Konjunkturanstieg ein überproportionaler Anstieg in den wichtigen Kennzahlen Neugeschäft und Kundenanzahl möglich.
Dresden, 31.05.2024 Stefan Kempf Matthias Bommer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 267, 276, 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu ihrem jeweiligen Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden gem. § 250 Abs. 2 HGB gebildet. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Angaben zur Bilanz Angaben zu Forderungen Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 198.174,29 (Vorjahr: EUR 102.534,46). Eigenkapital Das gez. Kapital sowie die Kapitalrücklage haben sich im Berichtsjahr nicht geändert. Bei Aufstellung der Bilanz wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 594.894,94 (Vorjahr: EUR 496.582,51) einbezogen. Angaben zu Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 9.271.551,07 (Vorjahr: EUR 8.263.256,12) sind branchenüblich besichert. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten, bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu sonstigen betrieblichen Erträgen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 528,74 (Vorjahr: EUR 148,75). Angaben zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 805,20 (Vorjahr: EUR 690,10). Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§42 Abs. 3 GmbHG) Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 461.490,63 (Vorjahr: EUR 1.687.337,97) Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren in Durchschnitt 10,7 Angestellte (Vorjahr: 9,5) beschäftigt. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Bommer, Matthias Andreas, Baierbrunn, Geschäftsführer Markt Kempf, Stefan, Königstein, Geschäftsführer Marktfolge Entsprechend den Regelungen des §286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge gem. § 285 Nr. 9a HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der aifinyo AG, Berlin, gemäß § 290 ff. HGB für den kleinsten und größten Kreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf der Webseite www.aifinyo.de veröffentlicht. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt, in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern, die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 154.547,16 (Vorjahr: EUR 98.312,44). Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von EUR 594.894,94 (Vorjahr: EUR 496.582,51) ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 697.534,76 (Vorjahr: EUR 594.894,95), der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Unterschrift der Geschäftsleitung
Dresden, den 31.05.2024 Stefan Kempf Matthias Bommer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die aifinyo finetrading GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der aifinyo finetrading GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der aifinyo finetrading GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. Mai 2024 Grant
Thornton AG
Andreas Serafin, Wirtschaftsprüfer Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer |
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