GCP Germany GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dimitri Kuklin seit 26.3.2025 | Prokura |
Livia Dehn seit 26.3.2025 | Prokura |
Alexandra Dittmer seit 26.3.2025 | Prokura |
Mara Dr. Terzoli seit 31.5.2024 | Geschäftsführer |
Matthias Porth seit 16.1.2004 | Prokura |
Rainer Achenbach seit 16.1.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GCP (UK) Holdings Limited | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GCP Germany GmbHLügdeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die GCP Germany GmbH ist Teil einer der weltweit führenden Unternehmen der Bauzulieferindustrie, die zum Konzern Compangnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, gehören. Von der Unternehmensgruppe erzeugte Zusatzmittel für Transportbeton, Betonwaren und Betonfertigteile, Fasern, Zementadditive, Wasserabdichtungssysteme, Brandschutzprodukte und technische Mörtelsysteme verstärken und schützen die wichtigsten und herausragenden Bauwerke weltweit. Am Standort Lügde werden heute auf einer Fläche von ca. 18.000 m2 im Wesentlichen Additive für die Zementindustrie und Betonzusatzmittel hergestellt. Am Standort wird in mehreren Produktionshallen gefertigt. Weiterhin existieren Lagerhallen, ein Labor für Qualitätssicherung, sowie Anwendungstechnik und ein Verwaltungsgebäude. Am Standort Essen werden auf einer Fläche von ca. 9.000 m2 Spezialmörtel und zementbasierende Vergussmassen gefertigt. Neben Produktions- und Lagerhallen befinden sich noch ein Labor- und ein Verwaltungsgebäude auf dem Gelände. 2. Forschung und Entwicklung Ein Schlüssel zum Erfolg jeder Produktlinie ist die Entwicklung neuer Produkte, neuer Produktionsverfahren sowie die Verbesserung der Produktionsqualität und der Produktionsfähigkeiten. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind im Jahre 2020 im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Gesamtunternehmens für den Bereich Zementadditive in Passirana, Italien, sowie für den Bereich Betonzusatzmittel in Cambridge, USA, zentralisiert worden. Für den Bereich der Mörtel- und Vergussmassen liegt der Entwicklungsschwerpunkt neuer und innovativer Produkte nach wie vor in Essen. Der im Geschäftsjahr entstandene Aufwand aufgrund von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen betrug T€ 308 (Vorjahr: T€ 418). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war für die Bauindustrie von wesentlichen Veränderungen und Herausforderungen geprägt. Neben technologischen Neuerungen spielten wirtschaftliche und tarifliche Entwicklungen eine große Rolle. Themen wie Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und gesetzliche Vorgaben waren weiterhin von zentraler Bedeutung. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeigte die Branche beeindruckende Innovationskraft. Die wirtschaftliche Entwicklung der Bauindustrie im Jahr 2023 wurde von unterschiedlichen Einflüssen bestimmt. Zwar sanken die Kosten im Rohbau leicht, dennoch blieben zentrale Vorhaben der Bundesregierung unerfüllt. Besonders im Wohnungsbau war ein drastischer Rückgang zu verzeichnen, begleitet von wachsender Unsicherheit hinsichtlich möglicher Kurzarbeit. Lediglich einzelne positive Impulse gingen von neuen Förderprogrammen zur Sanierung von Bestandsimmobilien aus. Das Bauhauptgewerbe hat 2023 einen baugewerblichen Umsatz von € 162,6 Mrd. erzielt, was einem nominalen Plus von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allerdings legten die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes mit 7,0 % deutlich stärker zu. Es kam daher zu einem realen Rückgang des Umsatzes von 5,2 % (Quelle: https://www.bauindustrie.de/fileadmin/user_upload/Bauwirtschaft-im-Zahlenbild-2023-A5_final.pdf). Von großer Bedeutung ist auch die weitere Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt. Nachdem sich der Zinssatz für Hypothekarkredite (Durchschnittswert aller Laufzeiten) im Neugeschäft in den Jahren 2022 bis 2023 stetig erhöht hatte, zeichnet sich hier seit Anfang 2024 allerdings eine leichte Entspannung (von Januar 2024 bis Februar 2025 von 3,7 % auf 3,5 %) ab (Quelle: https://www.bundesbank.de/de/statistiken/geld-und-kapitalmaerkte/zinssaetze-und-renditen/ wohnungsbaukredite-an-private-haushalte-hypothekarkredite-auf-wohngrundstuecke- 615036). 2. Geschäftsverlauf Die GCP Germany GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 21,2 Mio. (Vorjahr € 21,1 Mio.). Für die GCP Germany GmbH ergibt sich daraus für das Jahr 2023 eine Gesamtumsatzerhöhung von 0,48 %. a. Ertragslage und Ergebnis Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 0,7 Mio.). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung der Passiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von € 0,6 Mio., für die Pensionsverpflichtung sowie Skontoerträgen in Höhe von T€ 33 und Kursgewinnen in Höhe von T€ 43. Im Geschäftsjahr belaufen sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren auf € 8,6 Mio. (Vorjahr € 12,6 Mio.). Der Rückgang ist, trotz leicht gestiegener Umsätze, im Wesentlichen auf niedrigere Einkaufspreise in 2023 und Verschiebung im Produkt-Mix zurückzuführen. Für die im Personalaufwand ausgewiesenen Aufwendungen für Altersversorgung ist ein Anstieg um € 1,0 Mio. zu verzeichnen (von € 0,4 Mio. auf € 1,4 Mio.). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die rückwirkende Anpassung der Pensionsrückstellungen begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 7,5 Mio. (Vorjahr: € 4,4 Mio.) resultieren im Wesentlichen aus Ausgangsfrachten € 2,1 Mio. (Vorjahr € 2,2 Mio.), Verpackungskosten € 1 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.) und Aufwendungen verb. Unternehmen € 1,7 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.). Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 375 (Vorjahr: T€ 850). Es wird vorgeschlagen, diesen auf neue Rechnung in das Geschäftsjahr 2024 vorzutragen. b. Finanzlage Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft liegt bei 17,6 % (Vorjahr: 17,7 %). Die Verminderung ist darauf zurückzuführen, dass die Bilanzsumme stärker angestiegen ist als das Eigenkapital. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von € 16,3 Mio. auf € 18,5 Mio. erhöht. Auf der Aktivseite ist dieser Anstieg hauptsächlich auf einen Anstieg der Cash Pool Forderungen um € 2,0 Mio. zurückzuführen. Diese erhöhten sich infolge eines positiven EBITDA von € 0,8 Mio. und eines niedrigerem betriebsnotwendigen Kapitals. Der Anstieg auf der Passivseite basiert im Wesentlichen auf höheren Rückstellungen (€ +1,5 Mio.), da neben dem Anstieg der Pensionsrückstellungen erstmalig Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (€ 0,5 Mio.) gebildet wurden, und stichtagsbedingt höheren Verbindlichkeiten (€ +0,9 Mio.). 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Als Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung werden das EBITDA, die Umsatzrendite sowie die Umsatzerlöse herangezogen. Die Umsatzrendite ist als EBITDA im Verhältnis zu den Umsatzerlösen definiert. Im Jahr 2023 konnten Umsatzerlöse in Höhe von € 21,2 Mio. erzielt werden, die sich damit gegenüber dem Vorjahr (€ 21,1 Mio.) um € 0,1 Mio. erhöht haben. Dieses ist in erster Linie auf Neukundengewinne sowie den Ausbau der Geschäfte mit bestehenden Kunden zurückzuführen. Der für 2023 geplante Umsatz von € 23,4 Mio. konnte allerdings aufgrund der anhaltend schwachen konjunkturellen Entwicklung in 2023 nicht erreicht werden. Im Jahr 2023 wurde ein positives EBITDA in Höhe von € 0,8 Mio. erzielt und liegt damit um € 0,5 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Dies ist insbesondere aufgrund der höheren Zuführung zur Pensionsrückstellung sowie gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet. Die Umsatzrendite beträgt +4,5 % (Vorjahr +6,8 %). Entgegen unserer Prognose von 2022 ist das EBITDA um € 1,2 Mio. niedriger ausgefallen. Das liegt im Wesentlichen an der Erhöhung der Aufwendungen im Personalbereich und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Umsatzrendite ist entgegen unserer Prognose um 3,8 % niedriger ausgefallen, im Wesentlichen bedingt durch Kostensteigerungen im Personalbereich. 4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Für die Unternehmenssteuerung werden als nicht finanzielle Leistungsindikatoren die Mitarbeiterentwicklung sowie die Arbeitssicherheitsleistung herangezogen. Im Geschäftsjahr 2023 waren in der Gesellschaft durchschnittlich 51 Mitarbeiter (2022: 53 Mitarbeiter) beschäftigt. Im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer liegt die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl bei 20 (Vorjahr 21). Im Bereich der Angestellten sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 32 auf 31. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt € 5,0 Mio. (Vorjahr: € 3,2 Mio.). Die seitens der Gesellschaft gewährte Vergütung der Beschäftigten basiert auf einer einheitlichen Systematik, die eine transparente und leistungsgerechte Bezahlung der Beschäftigten gewährleistet. Die Gesellschaft bietet neben dem leistungs- und verantwortungsbezogenen Grundlohn- bzw. Grundgehalt erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile sowie diverse Zusatzleistungen. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind weitere Bestandteile der Personalpolitik. Die Beteiligung von Arbeitnehmervertretern ist dabei fester Bestandteil einer partnerschaftlichen und verantwortungsvollen Unternehmenskultur. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie der Schutz der Umwelt zählen zu den wichtigsten Zielen der Unternehmensgruppe. Sicheres Arbeiten fördern und überprüfen wir regelmäßig durch Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsregeln, Seminare und Audits. GCP Germany organisiert regelmäßig Überwachungs-, Schulungs- und Teamtätigkeiten im Hinblick auf Arbeitssicherheit, Prozessverbesserungen und Housekeeping. Grundsätzlich ist es unser Ziel, Unfälle und Verletzungen von Mitarbeitern zu vermeiden. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, setzen wir insbesondere auf das Engagement unserer Mitarbeiter und auf klar definierte Sicherheitsregeln. Die Unfallbilanz für das Jahr 2023 verzeichnet einen leicht verletzten Mitarbeiter. Prognosebericht Für das Gesamtunternehmen wurden im Jahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von € 26,8 Mio. für die Geschäftsfelder Zementadditive sowie für Spezial- und Sonderprodukte aus dem Betonzusatzmittelbereich und den Mörtel- und Vergussmassenbereich verzeichnet. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse in 2024 um € 5,6 Mio. gestiegen. Die Umsatzsteigerung wird unter anderem durch Neukundengewinne sowie den Ausbau der Geschäfte mit bestehenden Kunden begründet. Für das Jahr 2025 planen wir einen Umsatzzuwachs von weiteren 9 % aufgrund erwarteter höherer Nachfrage aus den Bereichen Windkraft und Infrastruktur. Aufgrund geplanter Projekte zur Profitabilitätssteigerung wurde im Jahr 2024, trotz potenzieller Risiken durch eventuell steigende Rohstoffpreise, wieder ein positives EBITDA in Höhe von € 4,7 Mio. sowie eine Umsatzrendite von 17,5 % erzielt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 hat sich das EBITDA um € 3,3 Mio. erhöht und die Umsatzrendite ist ebenfalls um 11,1 % angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Umsatzerlöse zurückzuführen. Für 2025 erwarten wir, vorsichtig geschätzt, ein EBITDA und eine Umsatzrendite in etwa auf dem Niveau von 2024. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die GCP Germany GmbH bestand 2024 eine stabile Beschäftigungssituation. Die Lohn- und Gehaltskosten haben sich in Anlehnung an den Tarifvertrag entsprechend entwickelt. Auch für 2025 gehen wir von einer stabilen Beschäftigungssituation aus. Aufgrund der stetigen Sicherheitsmaßnahmen konnte eine positive Unfallstatistik (kein Unfall) im Geschäftsjahr 2024 verzeichnet werden. Für 2025 planen wir weiterhin mit einer positiven Unfallstatistik. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken Aufgrund der jüngsten geopolitischen Entwicklungen (Zollstreit, anhaltender Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt) werden die gesamtwirtschaftlichen und politischen Risiken gegenüber dem Vorjahr als höher eingestuft. Die aktuellen Rahmenbedingungen erschweren die Berechenbarkeit von Bauprojekten und deren zeitnahe Ausführung. Des Weiteren sehen wir Risiken im Bereich der Rohstoffbeschaffung und Inflation. Beschaffungsrisiken Im Jahre 2023 sind die Rohstoffpreise für die Werke der GCP Germany GmbH leicht gesunken. Im Vergleich zu 2023 kam es in 2024 zu einem leichten Anstieg der Rohstoffpreise. Personalrisiken Qualifizierte Fach- und Führungskräfte sichern die Realisierung der Unternehmensziele. Um auch künftig qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und dauerhaft zu binden, bieten wir attraktive Vergütungssysteme. Über vielfältige Personalentwicklungsmaßnahmen können sich Mitarbeiter fort- und weiterbilden. Liquiditätsrisiken Ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, in dessen Mittelpunkt ein konzernweites Cash- Pooling steht, dient zur Steuerung und Sicherung der Liquidität. Risiken des Datenschutzes und der IT-Compliance Um das potenzielle Risiko unautorisierter Zugriffe oder den Verlust von Daten abzuwenden, befinden sich die unternehmensweit genutzten Technologien auf einem hohen technischen Niveau. Um entsprechende Risiken weiter zu minimieren, wurden adäquate Prozesse und technische Schutzmaßnahmen etabliert. Aufgrund der dynamischen Risikosituation werden diese kontinuierlich weiterentwickelt und neuen Risikoanforderungen angepasst. Unsere Mitarbeiter informieren wir zeitnah über aktuelle Entwicklungen und aufkommende Risiken in der IT, um eine ausreichende Sensibilität für potenzielle Risiken zu schaffen. Gesamtrisiko Die vorgenannten Risiken werden insgesamt als nicht bedeutend für die Entwicklung der Gesellschaft angesehen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft des Bundes, der Länder als auch der Industrie in Bezug auf infrastrukturelle und industrielle Baumaßnahmen als Risiko identifiziert. 2. Chancenbericht Durch die Umsetzung regional und global gesteuerter Innovationsinitiativen sollen neue Kunden gewonnen und Absatzmärkte erschlossen werden. Dabei sollen aus zentralen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten resultierende Produkte und Lösungen durch die bereits existierenden lokalen Vertriebsstrukturen vermarktet werden. Für das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe ergab sich im Jahr 2023 ein realer Umsatzrückgang von 5,2 %. Die nominalen Umsätze erreichten einen Wert von € 162,6 Mrd. (+10,7 %). In 2024 Jahr schwächte sich der reale Umsatzrückgang auf 4,0 % ab. Dies liegt auch an den Baupreisen. Während die Baupreise im Vorjahr um etwa 7 % zulegten, lag der Anstieg 2024 nur noch bei rund 3 % (Quellen: https://bauwirtschaft-hessen.de/bauhauptgewerbe-2023-konjunkturentwicklung-und-prognose-2024; https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Preise/bpr110.html#241650). Für 2025 wird laut dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) ein realer Umsatzrückgang von etwa 2,5 % erwartet. Die Unternehmen sehen sich weiterhin mit einer schwachen Nachfrage konfrontiert (Quelle: https://www.zdb.de/meldungen/baukonjunktur-2024-2025). Dieser allgemeinen Prognose stehen jedoch Wachstumschancen in Teilen des Baugewerbes gegenüber (Windkraft, Infrastruktur), die wir nutzen wollen.
Lügde, den 11. Juli 2025 GCP Germany GmbH Die Geschäftsführung Dr. Mara Terzoli Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die GCP Germany GmbH, Lügde (HRB 5484, Amtsgericht Lemgo) ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Grundsätze der Rechnungslegung Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Geschäftsjahr 2023 das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Im Vorjahr wurde die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB erstellt. Im Zuge der Integration der Gesellschaft in die deutsche Saint-Gobain-Gruppe wurde auf das Gesamtkostenverfahren umgestellt, um eine Vereinheitlichung der Darstellung der Abschlüsse zu erreichen. Um eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr herzustellen, wurde die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres entsprechend an das Gesamtkostenverfahren angepasst. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer abgeschrieben, diese beläuft sich auf 5 Jahre und 10 Jahre. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um aufgelaufene Abschreibungen. Die Sachanlagen werden wie folgt abgeschrieben: Die Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Für Grundstücke und grundstückeigene Rechte werden zwischen 15 bis 30 Jahre angewandt, für technische Anlagen und Maschinen werden 10 Jahre angewandt und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zwischen 3 bis 10 Jahre angewandt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto € 800 werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel berücksichtigt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen, mit Ausnahme der geringwertigen Wirtschaftsgüter, werden in der Entwicklung des Anlagevermögens zunächst als Zugang in der Position "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" erfasst und nach Projektabschluss in die zutreffende Anlagenposition umgebucht. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit dem Nennwert bewertet. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird der gewogene Durchschnitt gewählt. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Prinzips der verlustfreien Bewertung bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material-, Lohn- und Sondereinzelkosten der Fertigung die aktivierungspflichtigen Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 HGB. Soweit erforderlich werden Abschreibungen für Lagerrisiken und Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Dazu werden Gängigkeitsabschläge anhand einer festgelegten Prozentstaffel nach Alter berechnet. Die Abwertungsprozentsätze reichen von 25 % (Bestände älter als 180 Tage) bis 100 % (Bestände älter als 720 Tage). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Bezahlung mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungsvorgänge des Berichtszeitraums ausgewiesen, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Eigenkapital Der Ansatz sämtlicher Eigenkapitalpositionen (Kapitalanteile, Rücklagen, Jahresüberschuss) erfolgt zu Nominalwerten. Rückstellungen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p.a.: 1,83 % (10-Jahres-Durchschnitt), (Vorjahr 1,78 %) Rechnungszinssatz p.a.: 1,75 % (7-Jahres-Durchschnitt) (Vorjahr 1,9 %) Gehaltstrend p.a.: 2,8 % (Vorjahr 3,0 %) Rententrend p.a.: 2,1 % (Vorjahr 1,9 %) Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittsatzes beläuft sich auf T€ -99 (Vorjahr T€ 392), unterliegt jedoch nicht der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB, da die Pensionsverpflichtungen zeitlich nach der BilRUG Umstellung auf die Gesellschaft übergegangen sind und somit kein ausschüttungsgesperrter Ertrag realisiert wurde. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen wurden entsprechend den Vorgaben der Rechnungslegungsvorschriften pauschal abgezinst, mit einem Zinssatz, der sich bestandsspezifisch unter Berücksichtigung einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,75 % (Vorjahr 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,8 % berücksichtigt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungsvorgänge des Berichtszeitraums ausgewiesen, welche Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen in fremden Währungen wurden zum Kurs des Tages bzw. Monats des Geschäftsvorfalls gebucht. Zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die dem Konzern Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, angehören. II. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Investitionen in Höhe von T€ 360 (Vorjahr: T€ 277) in Lügde und Essen sind im Wesentlichen Ersatzbeschaffungen. Die Entwicklung ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Finanzanlagen In den Finanzanlagen wird die Beteiligung an der brasilianischen Einheit Grace Brasil Ltda in Höhe von T€ 3.468 ausgewiesen. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 29.859 aus und einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.206. Die GCP Germany GmbH hält 12 % der Anteile an der Gesellschaft. Des Weiteren wird der Anspruch aus einem Mieterdarlehen für den potenziellen Kauf eines angemieteten Grundstücks in Essen in Höhe von T€ 638 ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie bereits im Vorjahr, zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 7.011 (Vorjahr T€ 5.040) den Finanzverkehr und mit T€ 156 (Vorjahr T€ 135) Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Kapitalanteile Die GCP Germany GmbH wird zu 100 % von der GCP Applied Technologies Holdings Germany GmbH, Lügde, gehalten. Das Stammkapital beträgt € 25.000. Rücklagen Die Kapitalrücklagen betragen T€ 6.000. Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 Die Gesellschaft erwirtschaftete im Jahr 2023 einen Überschuss in Höhe von T€ 375. Es wird vorgeschlagen, diesen auf neue Rechnung in das Geschäftsjahr 2024 vorzutragen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Positionen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von T€ 269 (Vorjahr T€ 278), Rückstellung für Rückbauverpflichtung in Höhe von TEUR 416 (Vorjahr T€ 0) sowie Rückstellungen für Volumenrabatte T€ 261 (Vorjahr T€ 274). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 942 (Vorjahr T€ 273) Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Steuern mit T€ 40 (Vorjahr T€ 79) sowie T€ 61 (Vorjahr T€ 97) aus sonstigen Lieferungen und Leistungen. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 43 (Vorjahr T€ 12), T€ 552 aus der Auflösung der Passiven Rechnungsabgrenzung für die Pensionsverpflichtung (Vorjahr T€ 552) sowie Skontoerträge in Höhe von T€ 33 (Vorjahr T€ 34). Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 38 (Vorjahr: T€ 0) vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bis 2028 ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 464, die im Wesentlichen aus Fahrzeug-, Gabelstapler- und Mietausgaben für Gebäude resultieren. Nachtragsbericht Es gibt keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf den Abschluss zum 31. Dezember 2023 hätten. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
Konzernabschluss Die Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, erstellt als oberste Muttergesellschaft den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis, dieser ist auf der Internetseite der obersten Muttergesellschaft (www.saint-gobain.com) und auf der Internetseite der französischen Börsenaufsichtsbehörde abrufbar. Geschäftsführung Geschäftsführer im Berichtsjahr waren:
Bezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft wendet § 286 Abs. 4 HGB an.
Lügde, den 11. Juli 2025 GCP Germany GmbH Die Geschäftsführung Dr. Mara Terzoli Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GCP Germany GmbH, Lügde Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GCP Germany GmbH, Lügde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GCP Germany GmbH, Lügde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 11. Juli 2025 Deloitte GmbH Andreas Bennewitz, Wirtschaftsprüfer Angela Schroeder, Wirtschaftsprüferin |
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Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen