Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 117336
Eingetragen
5.8.1997
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßePersonenbeförderung im Gelegenheitsverkehr auf der Straße
Gegenstand
Personenbeförderung - insbesondere mit Bussen -, Handel mit Autozubehör, Garagenbetrieb, Reparaturwerkstättenbetrieb sowie Erbringung sämtlicher touristischer Leistungen

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Alexander Holzmair
seit 8.5.2002
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Automobilgesellschaft Rudolf Schönecker GmbH
50.00%
Math. Holzmair & Söhne GmbH
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Autobus Oberbayern Vermögensverwaltungs GmbH
Germany
400.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autobus Oberbayern GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Autobus Oberbayern GmbH ist in allen Bereichen der Personenbeförderung mit Fahrzeugen ab 6 Sitzplätzen tätig. Diese sind vor allem Busvermietung & Transportlogistik für Veranstaltungen, Flughafen- und Linienverkehre, Kleinbusverkehre sowie Airportservices und Ausflugsfahrten. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt im Raum Bayern, wobei regelmäßig auch überregionale Fahrten und Fahrten ins benachbarte Ausland durchgeführt werden. Ein Großteil des Umsatzes wird im Linienverkehr bzw. linienverkehrsähnlichen Fahrbetrieb erwirtschaftet. Die Autobus Oberbayern GmbH ist eines der größten privaten Busunternehmen in Bayern. Zusammen mit den anderen Busaktivitäten, die unter dem Dach der Autobus Oberbayern Vermögensverwaltungs GmbH gebündelt sind, zählt die Gruppe zu den größten eigentümergeführten Busunternehmen in Deutschland.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und die daraus resultierende Wirtschaftskrise dauerte auch in 2021 an. Nach den harten Lockdown Maßnahmen im Winter 2020/21 gab es zwar leichte Erholungstendenzen in den Sommermonaten, die Lieferketten stabilisierten sich in den produzierenden Branchen. Doch auch in Dienstleistungsbranchen wie der Hotellerie und Gastronomie kehrten Kunden / Gäste wenn auch zögerlich zurück. Großveranstaltungen oder Volksfeste blieben jedoch nach wie vor verboten. Der internationale Tourismus fand weiterhin aufgrund der vielfältigen Reisebeschränkungen so gut wie nicht statt.

Die Busbranche erholte sich in 2021 nur schleppend von den dramatischen Einbußen durch die Corona-Pandemie. Selbst im öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen gingen die Fahrgastzahlen im Vergleich zu 2020 noch mal um 1% zurück und lagen damit um 26% unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Schlimmer betroffen waren weiterhin der Reisebusverkehr (-77% im Vergleich zu 2019) und der Fernbuslinienverkehr (-87% zu 2019).

Die von der Bundesregierung und den Bundesländern beschlossenen Hilfsprogramme zeigten Wirkung und stabilisierten Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Vor allem Kurzarbeit war bis in den Sommer 2021 ein hilfreiches Mittel für die Unternehmen, um Stellenabbau zu vermeiden. Zum Jahresende 2021 waren dann nur noch 1,1 Mio. Erwerbstätige in Kurzarbeit, verglichen mit in der Spitze 5,8 Mio. im April 2020. Die von den Landesregierungen beschlossenen Rahmenbedingungen, unter denen eine Personenbeförderung während der Pandemie erbracht werden sollte, waren wegen des Föderalismus gleichfalls ein Flickenteppich, der kaum umsetzbar, aber mit zusätzlichen Kosten durch erhebliche Investitionen in Sicherheits- und Hygienemaßnahmen verbunden war.

Übergeordnet ist die Branche von großen Umwälzungen hinsichtlich der Einführung von nachhaltigen, umweltfreundlichen Antriebstechnologien - weg von Dieselmotoren hin zu Hybrid- bzw. vollelektrischen Motoren - betroffen. Obwohl der Bus nachweislich als das umweltfreundlichste Verkehrsmittel gilt, sind die Vorgaben der seit 2019 geltenden EU-Richtlinie über die Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenfahrzeuge im ÖPNV herausfordernd. Die Diskussion über die Umsetzung in nationales Recht verlief kontrovers. Die Beschaffungskosten sind etwa doppelt so hoch wie bei konventionell angetriebenen Bussen. Viele Hersteller befinden sich zur Zeit in der Einführung von vollelektrischen Fahrzeugen im Linienverkehr (z.B. Mercedes eCitaro, MAN Lion's City E), deren Reichweiten mittlerweile weitgehend bedarfsgerecht sind. Auch hier zeichnet sich jedoch ab, dass Bund und Länder die Elektrifizierung durch Fördermittel massiv vorantreiben wollen. Das gilt auch für die notwendige Ladeinfrastruktur.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf stand auch in 2021 unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen. Die steigenden Gäste- und Umsatzzahlen in den Sommermonaten wurden durch die im Herbst stark steigenden Corona-Infektionszahlen teilweise wieder zunichte gemacht, das Geschäft brach stellenweise erneut ein. So konnte der Umsatz im Vergleich zu 2020 nur um 3% auf 23.345 TEUR gesteigert werden. Er blieb damit weiterhin 44% unter dem Vergleichswert des Jahres 2019. Immerhin konnte der Planwert um 9% übertroffen werden.

Im Ergebnis steht ein kleiner Gewinn von 69 TEUR. Maßgeblich verantwortlich sind die ergriffenen Kostensenkungsmaßnahmen (allen voran die Personalkosten), der Verkauf von Anlagevermögen und nicht zuletzt die in Anspruch genommenen Corona Hilfsprogramme. Aber auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder wie z.B. Test- und Impfbusse oder die Personalgestellung für Test- und Impfzentren leistete einen Beitrag zum Umsatz und zur Beschäftigung von Mitarbeitern.

Fazit für 2021:

Insgesamt konnte so das Ziel erreicht werden, mit einer kleineren Autobus Oberbayern GmbH ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Eine Gefährdung der Fortführung des Unternehmens bestand zu keiner Zeit.

3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a) Ertragslage

Das Ergebnis der Autobus Oberbayern GmbH weist im Jahr 2021 einen kleinen Jahresüberschuss von 69 TEUR aus, nach einem Verlust von 1.376 TEUR im Vorjahr. Operativ konnte das geplante Ergebnis nicht erreicht werden, da sich die stark betroffenen Bereiche Gelegenheitsverkehr, Lufthansa Expressbus und Tagesausflüge nur zögerlich erholten. Die im Laufe des Jahres in Anspruch genommenen Corona-Hilfen in Höhe von 2.371 TEUR kompensierten dies jedoch teilweise.

Zu den einzelnen Bereichen:

Die von der Corona-Krise am stärksten betroffenen Bereiche konnten sich in 2021 kaum bis gar nicht erholen. Im Gelegenheitsverkehr fehlten nach wie vor die Großveranstaltungen und Messen. Der Lufthansa Expressbus litt weiterhin unter der geringen Reisetätigkeit und den niedrigen Fluggastzahlen. Der Vertrag für die Vorfeldverkehre am Flughafen München ruhte, die Mitarbeiter des Bereichs Airportservices wurden in den Corona-Teststationen und Impfzentren des Malteser Hilfsdienstes eingesetzt. Und im Bereich Tagesausflüge kämpften wir mit den geltenden, weltweiten Reise- und den Zutrittsbeschränkungen zu den Sehenswürdigkeiten. Stabilisierend waren wiederum der Stadtlinienverkehr und der Kleinbusbereich. Die Erlöse kletterten im Stadtlinienverkehr erneut um 1,8%. Im Kleinbusbereich stieg das Leistungsvolumen aufgrund gewonnener Ausschreibungen um gut ein Drittel. Gemischte Lage bei den sonstigen Linienverkehren: die Auftragsverkehre im Tegernseer Tal liefen stabil. Der Bereich Fernlinien stabilisierte sich auf niedrigem Niveau und erreichte ergebnisseitig eine schwarze Null. Erschwerend wirkten die steigenden Dieselpreise (+26,01% gegenüber dem Vorjahr).

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 54,8% auf 58,9%.

Die Investitionstätigkeit liegt weiterhin deutlich unter den Werten vor der Corona-Krise (3.225 EUR). Ein Großteil entfiel auf Neu- bzw. Ersatzinvestitionen in den Fuhrpark der Bereiche Gelegenheitsverkehr und Kleinbus. Letztmalig wurden auch zwei Gelenkbusse mit konventionellem Antrieb für den Stadtlinienverkehr beschafft. Alle zukünftigen Fahrzeuge für diesen Bereich werden rein elektrisch angetrieben sein.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fielen in 2021 um gut 1 Mio. EUR auf 6.141 TEUR. Alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber Banken wie auch alle sonstigen Zahlungsverpflichtungen wurden auch während der Corona-Krise vertragsgemäß und fristgerecht bedient. Langfristige Bankkredite werden nur in Anspruch genommen, um Investitionen in das Anlagevermögen zu finanzieren, nicht jedoch, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Weiterer Fremdfinanzierungsbedarf besteht nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen weiter auf 583 TEUR zurück (Vorjahr: 878 TEUR).

Die liquiden Mittel blieben durch ein strenges Cash-Management stabil. Maßgeblich liquiditätssichernd waren auch die Erlöse aus Fahrzeugverkäufen (1.105 EUR) und die Inanspruchnahme von Zuschüssen aus den Corona-Hilfen (2.371 TEUR).

Die wirtschaftliche Lage ist stabil. Liquiditätsengpässe sind derzeit nicht absehbar.

Der Jahresüberschuss beträgt 69 TEUR. Die Personalkosten sanken durch diverse Maßnahmen (Fluktuation, Kurzarbeitergeld, Personalabbau) weiter von 14.240 TEUR in 2021 auf 12.714 TEUR. Die Personalaufwandsquote hat sich nach dem Höchstwert in 2020 (62,9%) wieder verringert und betrug 54,5%.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen beläuft sich auf 61,7% der Bilanzsumme (Vorjahr: 64,0%). Das Eigenkapital erholte sich auf 58,9% der Bilanzsumme (Vorjahr: 54,8%).

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzrendite konnte sich mit 0,6% in den positiven Bereich entwickeln (Vorjahr -6,8%). Die Eigenkapitalrentabilität stieg auf 0,5% (Vorjahr: -11,5%). Der Verschuldungsgrad lag bei 69,7% (Vorjahr: 82,4%). Der operative Cash-Flow betrug 4.614 TEUR (Vorjahr: 3.412 TEUR).

Das Durchschnittsalter des Fuhrparks lag bei 4,2 Jahren. Es wurden 27 Fahrzeuge neu beschafft.

b) Sonstige Leistungsindikatoren

Ökologische Aspekte nehmen im Unternehmen an Bedeutung zu. So wurde im Rahmen der Investitionen in den Fuhrpark die Umstellung auf die Abgasnorm Euro VI weitestgehend abgeschlossen und damit Schadstoffemissionen weiter verringert. Damit einher geht oftmals eine Einsparung an Diesel-Treibstoffen. Ergänzend setzen wir PKWs mit elektrischen oder teilelektrischen Antriebskonzepten ein. Neu beschaffte Busse haben schon heute einen teilelektrischen Antrieb für das Anfahren und Bremsen (Mild Hybrid). Ab 2023 werden die ersten vollelektrischen Linienbusse ausgeliefert. Zudem versuchen wir konzernweit an den Standorten energetische Einsparpotenziale zu realisieren. Das betrifft neben der effizienteren Strom- und Wärmeversorgung auch eine ressourcenschonende Leistungserbringung.

Wir sind uns weiterhin unserer sozialen Verantwortung bewusst. Neben kulturellen Einrichtungen in München unterstützen wir zahlreiche soziale Projekte und Einrichtungen sowohl lokal als auch international durch Geld- und Sachzuwendungen. Zudem engagieren wir uns in Test- und Impfzentren mit Personal und Fahrzeugen.

Gleichzeitig agieren wir auch innerhalb unseres Unternehmens und damit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber auch in dieser größten Krise seit vielen Jahrzehnten im hohen Maße verantwortungsvoll. Die Schutzmaßnahmen im Unternehmen, den Gebäuden und insgesamt dem Arbeitsumfeld wurden mit steigenden Infektionszahlen sofort umgesetzt, wenn auch einzelne Maßnahmen kritisch gesehen wurden. Die ursprünglich nur temporäre Home-Office-Pflicht wurde von den Mitarbeitern positiv aufgenommen und deswegen von der Geschäftsführung institutionalisiert und die Rahmenbedingungen geschaffen, um kaufmännischen Angestellten dauerhaft mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Die übertariflichen Entlohnungen konnten auch in der Pandemie beibehalten werden. Der respektvolle Umgang untereinander ist nach wie vor ein zentraler Baustein unseres unternehmerischen Handelns.

5. Gesamtaussage

2021 war für die Autobus Oberbayern GmbH ein schwieriges Jahr, das wiederum ganz im Zeichen der Corona-Pandemie stand. Positiv war, dass Kunden zurückkehrten und die Nachfrage nach unseren Leistungen anzog, sobald die Corona-Beschränkungen zurückgefahren wurden. Negativ für unser unternehmerisches Handeln und die Planungen war die nach wie vor hohe Unsicherheit in Bezug auf Art, Umfang und Dauer der Maßnahmen, welche die Politik bei steigenden Infektionszahlen beschließt. Insgesamt konnte unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Der Fortbestand des Unternehmens war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Gesamtsituation ist als stabil zu bezeichnen. Die Liquidität ist auch durch die Gewährung weiterer Zuschüsse aus den Corona-Hilfsprogrammen für 2021 gesichert.

III. Prognosebericht

Die Corona-Krise beeinträchtigt weiterhin die Entwicklungsperspektiven der Autobus Oberbayern GmbH. Die anfangs knappen Impfstoffe und damit niedrigen Impfquoten verhinderten frühzeitige Lockerungen im Frühjahr 2021. Im Jahresverlauf stiegen die Impfquoten zwar an, leider im Herbst aber auch die Infektionszahlen und Krankenhausbelegungen. Für 2022 erwarten wir weiter rückläufige Beschränkungen des öffentlichen Lebens und auch der Mobilität. Dies sollte uns in allen Geschäftsbereichen steigende Gäste- und Umsatzzahlen bescheren. Erste Großveranstaltungen werden wieder durchgeführt (z.B. Passionsspiele Oberammergau, European Championships 2022, Messen wie die BAUMA im Herbst). Sportveranstaltungen finden wieder mit Zuschauern statt.

Die Bundesbank erwartete ursprünglich für 2022 ein Wachstum des BIP von 4,2 Prozent. Die Geschäftsbereiche der Autobus Oberbayern GmbH sollten davon durch steigendes Auftragsvolumen (Gelegenheitsverkehr, Kleinbusverkehre, Airportservices) und steigende Fahrgastzahlen (Lufthansa Expressbus, Fernbus, Ausflugsverkehre) profitieren. Die Erholung wird jedoch erst mit dem Frühjahr Fahrt aufnehmen. Dies ist in den Planzahlen berücksichtigt.

Ziel für das Geschäftsjahr 2022 ist es, wieder deutlich in die Gewinnzone zurückzukehren. Voraussetzung ist, dass es zu weiteren Lockerungen bzw. einer Aufhebung der für die touristischen Verkehre verhängten Maßnahmen kommt. Ein kleinerer Teil an Corona-Hilfen ist beantragt, aber noch nicht genehmigt. Die Sicherung der Liquidität hat ebenfalls oberste Priorität.

Die Kurzarbeitsregelungen liefen im Frühjahr 2022 aus. Sie gelten nur noch für die durch die Pandemie am stärksten betroffenen Bereiche. Die Belegschaft ist weitestgehend wieder voll beschäftigt. Personalengpässe, v.a. beim Fahrpersonal, erschweren die Wiederaufnahme von Leistungen. Die Personalbeschaffung wird eine der größten Herausforderungen in den kommenden Jahren.

Die Investitionstätigkeit wird in 2022 nur in geringem Maße ausgebaut, da Ersatzinvestitionen im Stadtlinienverkehr ab 2023 nur noch in elektrische Antriebe erfolgen können.

Aktuelle Einschätzung:

Der Ausbruch des Ukrainekriegs Ende Februar schuf neue Unsicherheiten und auch handfeste Probleme. So geht das ifo-Institut nur noch von einem BIP Wachstum von 1,6% aus bei einer Inflationsrate von durchschnittlich 8,1%. Für 2023 wird sogar eine Rezession erwartet. Die EU ist konfrontiert mit massiv steigenden Diesel- und Energiepreisen und auch Versorgungsängsten hinsichtlich Gas und AdBlue, die Finanzierungszinsen steigen aufgrund der Anhebung der Leitzinsen durch die EZB. Zudem sind die Lieferketten immer noch stark beeinträchtigt, so dass (Ersatz-)Teile und Waren fehlen. Die Auswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar. Jedoch ist davon auszugehen, dass sich unsere Transportleistungen weiter verteuern werden. Erste Preisanpassungen wurden in Laufe des Jahres 2022 bereits umgesetzt. Weiterhin problematisch ist auch der Personalmangel (siehe IV.). Nichtsdestotrotz gehen wir derzeit davon aus, dass sich die Ergebnissituation in 2022 weiter verbessern sollte. Mit Stand Juli 2022 liegen wir im Umsatz ca. 2,3 Mio. EUR oder 14,8% über Plan.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Autobus Oberbayern GmbH hat über die regionalen Grenzen hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad und setzt weiterhin auf einen Mix aus Tradition und Fortschritt. Langjährige Partnerschaften in der Kunden- und Lieferantenstruktur begünstigen die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit in den von der Pandemie am stärksten betroffenen Bereichen Gelegenheitsverkehr und Tagesausflüge. Durch Kostensenkungen und die Verkleinerung dieser Bereiche sind die Voraussetzungen geschaffen, um ab dem Frühjahr 2022 positive Deckungsbeiträge zu erwirtschaften. Die nach wie vor nicht überwundenen Auswirkungen der Corona-Krise, der Ukraine-Krieg und die hohe Inflation erschweren auch in 2022 eine fundierte Planung. Die Fahrgastzahlen beim Lufthansa Expressbus entwickeln sich nach einem erneut schwachen Winter positiv wie auch die als Referenz fungierenden Fluggastzahlen am Flughafen München. Hier liegen wir noch 65% unter den Werten von 2019, aber bei noch ausgedünntem Fahrplan und geringerer Taktdichte.

Die Digitalisierung wird zukünftig bestehende Geschäftsmodelle und -strukturen in Frage stellen, aber auch erhebliche Chancen bieten. Zentrale Herausforderung ist es, in der durch die Corona-Pandemie noch zunehmenden Dynamik die "passenden" Ideen herauszufiltern und zum Vorteil für die Gruppenunternehmen und deren Kunden und Lieferanten zu nutzen.

Die Situation am Arbeitsmarkt und der Fachkräftemangel verschärfen sich und stellen mittlerweile die größte Herausforderung im Hochlauf dar. Dies betrifft nicht nur das Fahrpersonal, sondern allgemein alle Positionen, die neu zu besetzen sind. Die Vergütung des Fahrpersonals kann trotz der im Tarifvertrag vereinbarten Tariferhöhungen mit der Inflation und den steigenden Lebenshaltungskosten in den großen Ballungsräumen nicht Schritt halten. Die Autobus Oberbayern GmbH wird weiterhin versuchen, durch übertarifliche Entlohnung, Zusatzanreize und arbeitnehmerfreundliche Arbeitsbedingungen als Arbeitsgeber attraktiv zu bleiben. Es wird jedoch notwendig sein, neben der Entlohnung auch die Rahmenbedingungen wie z.B. Lenk- und Ruhezeiten oder die Kosten des Busführerscheins zu verändern, um Bestandsleistungen aufrecht erhalten zu können. Von einer notwendigen Ausweitung des ÖPNV ganz zu schweigen.

Der Anstieg der Treibstoffpreise hat sich im Zuge des Ukraine-Kriegs in 2022 beschleunigt. Schon jetzt liegen die Tankstellenpreise für einen Liter Diesel gut 48% über den Werten aus dem September 2021. Hinzu kommt, dass im Zuge der Energiekrise auch der in modernen Euro VI-Motoren notwendige Harnstoff AdBlue ebenfalls deutlich teurer ist als noch vor einem Jahr, da die Produktionskapazitäten aufgrund der hohen Gaspreise zurückgefahren werden. Ein großer Teil der Treibstoffpreise ist durch Preisgleitklauseln bei Linienverkehrsleistungen abgesichert bzw. kann durch kurzfristige Preisanpassungen an Kunden weitergegeben werden. Ein gänzliches Ausschalten dieser Risiken wäre nur in kleinerem Maße durch Absicherungsgeschäfte zu vergleichsweise hohen Kosten möglich.

Wie sich Chancen und Risiken für die Autobus Oberbayern GmbH weiterentwickeln, ist aufgrund der kaum vorhersehbaren, mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs nur schwer prognostizierbar. Eine Rückkehr zu alter Stärke wird derzeit erschwert durch den Personalmangel. Flexible Strukturen und das Partnernetzwerk ermöglichen die Bedienung der steigenden Nachfrage. Daneben werden die Anstrengungen im Personal Recruiting und der Ausbildung verstärkt. Das integrierte Risikomanagementsystem unterstützt, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und um Erkenntnisse aus den Marktbeobachtungen und dem Controlling systematisch in die Planungs- und Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. Bestandsgefährdende Risiken sind weiterhin nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft ist stets mit ausreichend Liquiditätsreserven ausgestattet.

Langfristige Finanzierungen werden entweder aus Cash-Positionen bestritten oder mit Bankkrediten unterlegt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft fallweise mittels Lieferantenkrediten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Das gilt auch für die kurz-, mittel- und langfristige Anlage von freier Liquidität.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein etabliertes Debitorenmanagement. Darüber hinaus informiert sich die Gesellschaft vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets adäquat über die Bonität ihrer Kunden und macht bei Bedarf von der Möglichkeit von Anzahlungen oder Vorkasse Gebrauch.

 

München, im März 2022, aktualisiert am 4.11.2022

AUTOBUS OBERBAYERN GMBH

Nico Schoenecker

Alexander Holzmair

1 Statistisches Bundesamt (Destatis), vorläufige Jahreszahlen 2021

2 Statistisches Bundesamt (Destatis), Kurzarbeiter, saisonbereinigte Werte nach dem Berliner Verfahren, Version 4.1.

3 "Clean Vehicles Directive", kurz CVD

4 Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, Sonderprogramm "Klimabusse" des Landes Bayern

5 Statistisches Bundesamt, Fachserie 17, Reihe 2

6 Deutsche Bundesbank, Perspektiven der Deutschen Wirtschaft für die Jahre 2022 bis 2024, Monatsbericht Dezember 2021

7 ifo Konjunkturprognose Herbst 2022 vom 12.09.2022

8 Dieselpreis-Information (Großverbraucher) vom 20. Oktober 2022, Daten von Destatis, herausgegeben vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 14.212.935,55 15.755.121,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 33.045,18 52.864,18
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.045,18 52.864,18
II. Sachanlagen 13.669.911,83 15.690.344,85
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.343,36 69.518,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.605.568,47 15.620.826,09
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.000,00 0,00
III. Finanzanlagen 509.978,54 11.912,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.912,00 11.912,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 498.066,54 0,00
B. Umlaufvermögen 8.735.409,57 8.811.342,31
I. Vorräte 553.545,44 479.106,21
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 508.794,12 477.231,32
2. fertige Erzeugnisse und Waren 42.904,43 0,00
3. geleistete Anzahlungen 1.846,89 1.874,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.718.170,51 3.718.908,18
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.735.790,33 1.387.925,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.356.589,20 318.913,29
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 1,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 625.789,98 2.012.068,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.463.693,62 4.613.327,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 77.076,79 60.245,40
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.025.421,91 24.626.708,74

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 13.569.702,33 13.500.879,58
I. gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnvortrag 13.100.879,58 14.477.085,66
III. Jahresüberschuss 68.822,75 -1.376.206,08
B. Rückstellungen 1.903.741,00 2.092.124,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.572.141,00 1.511.124,00
2. sonstige Rückstellungen 331.600,00 581.000,00
C. Verbindlichkeiten 7.543.155,05 9.033.705,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.140.580,58 7.240.507,53
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.810,69 2.335,48
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 582.792,72 877.509,14
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 62.587,40 158.803,15
5. sonstige Verbindlichkeiten 752.383,66 754.549,86
davon aus Steuern 292.094,61 144.804,44
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 84.432,64 89.113,38
D. Rechnungsabgrenzungsposten 8.823,53 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.025.421,91 24.626.708,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 23.345.289,98 22.648.223,76
2. sonstige betriebliche Erträge 3.617.891,94 4.056.983,25
3. Materialaufwand 5.935.456,23 5.693.623,66
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.405.085,73 3.528.006,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.530.370,50 2.165.616,90
4. Personalaufwand 12.713.772,76 14.240.414,94
a) Löhne und Gehälter 10.441.447,67 11.198.247,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.272.325,09 3.042.166,95
davon für Altersversorgung 136.333,06 130.067,55
5. Abschreibungen 4.544.778,48 4.788.254,30
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 4.544.778,48 4.788.254,30
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.563.759,97 3.450.746,54
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.211,19 9.536,54
davon aus verbundenen Unternehmen 531,48 896,27
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 81.799,31 99.479,85
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1,06 -258.424,41
10. sonstige Steuern 56.002,55 76.854,75
Jahresüberschuss 68.822,75 -1.376.206,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Autobus Oberbayern GmbH, München

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Autobus Oberbayern GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 117336 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen GmbH gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Bewertung erfolgte nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252-256 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2; 265 II 2,3; 266 ff. HGB).

Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte der Ausweis des Kurzarbeitergeldes in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von EUR 672.734,26 als sonstiger betrieblicher Ertrag; in gleicher Höhe als Personalaufwand. Im laufenden Geschäftsjahr 2021 wurde das Kurzabeitergeld gemäß Auffassung des IDW als durchlaufender Posten behandelt. Insoweit ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Neu angeschaffte Busse werden teilweise auch degressiv, abhängig von der voraussichtlichen Wertentwicklung, abgeschrieben. Erhaltene Zuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgezogen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB).

Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr erforderlich. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen abzüglich der Forderungen ohne Ausfallrisiko (Gemeindeforderungen) ausreichend Rechnung getragen.

Andere Gegenstände des Umlaufvermögens (Leistungsforderungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere des Umlaufvermögens und flüssige Mittel) werden mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden verrechnet angesetzt (§ 274 I 3 HGB). Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 I 2 HGB Gebrauch gemacht. Gemäß diesem Wahlrecht werden im Berichtjahr keine latenten Steuern ausgewiesen.

Aktive latente Steuern ergeben sich aus folgenden Wertansätzen:

TEuro TEuro TEuro TEuro
Sachanlagevermögen 14.213 14.388 -175 58
Pensionsrückstellungen 1.572 877 -659 217
Summe -834 275
Steuersatz (kombiniert) 32,98%

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen wurden für Pensionsverpflichtungen und andere ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

• Pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren

• Durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,87% (Vj.: 2,30%), der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wird

• Rentendynamik 1,75% p.a.; 1,00% p.a. bei den Sonderzusagen

• Sterbetafel nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 113.657 (Vj.: Euro 164.007). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Angaben über gebildete Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen gemäß § 285 S.1 Nr. 9b HGB unterbleiben entsprechend § 286 Abs. 4 HGB.

Die Rückstellungen sind mit dem Betrag ausgewiesen, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§253 II 1 HGB).

Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage beigefügt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände belaufen sich im Berichtsjahr auf Euro 39.984,00 (Vj.: EUR 69.578,35) auf das Sachanlagevermögen auf Euro 4.504.794,48 (Vj.: EUR 4.718.675,95).

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (gem. § 268 Abs. 4 HGB) bestehen wie folgt:

TEUR
- Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 0 (Vj.: 49)
- Sonstige Vermögensgegenstände 66 (Vj.: 95)

Forderungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen- wie im Vorjahr - keine.

Fremdwährungsbestände wurden am Stichtag mit dem Devisenkurs umgerechnet.

Sonstige Rückstellungen werden im Wesentlichen für folgende ungewisse Verbindlichkeiten angesetzt:

TEuro
Ausstehender Urlaubsanspruch 110
Tantiemen 15
Gleitzeitansprüche 16
Abschluss- und Prüfungsarbeiten 77
Archivierungskosten 34
Unfallschäden 16
Abfindungs-/Personalkosten 15
Rechts- und Beratungskosten 24
ausstehende Rechnungen 20
Sonstiges 5
332

Die Angaben zur Fristigkeit und Sicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beiliegenden Verbindlichkeitenspiegel.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen keine (im Vorjahr keine).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der GuV-Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthält keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen (im Vj.: TEUR 0).

Angaben über Aufgliederung der Umsatzerlöse unterbleiben entsprechend § 286 II HGB.

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 1. Der GuV Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 1.

Außergewöhnliche Erträge im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 in Höhe von TEUR 2.371 verbuchte die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr.

VI. Sonstige Angaben

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

In Erfüllung vereinbarter Verträge ist die Gesellschaft verpflichtet in 2022 TEUR 6, in 2023 TEUR 2 und 2024 TEUR 1 an Leasingzahlungen zu leisten.

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen wie folgt:

TEUR
Miet- und Pachtverträge 471
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 405

Durchschnittlich waren während des Berichtsjahres 82 kaufmännische Mitarbeiter, davon 9 Teilzeitangestellte, beschäftigt, sowie 320 gewerbliche Arbeitnehmer, davon 107 in Teilzeit.

Die Gesellschaft ist alleiniger Gesellschafter der BUSKON 2006 GmbH, München. Die Stammeinlage der BUSKON 2006 GmbH beträgt EUR 30.000,00. Der Jahresüberschuss 2021 der BUSKON 2006 GmbH beträgt TEUR 2 .

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich vertreten.

Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer gemäß § 285 S.1 Nr. 9a unterbleiben entsprechend § 286 Abs. 4 HGB.

Als Geschäftsführer sind bestellt

Herr Nicolaus Schoenecker, Kaufmann, Geschäftsführer, Gräfelfing und

Herr Alexander Holzmair, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer, München.

Die an Mitglieder der Geschäftsführung gewährten Darlehen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 70. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 20 getilgt. Die Darlehen werden zu 0,5% p.a. verzinst.

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Autobus Oberbayern Vermögensverwaltung GmbH, München. Sie wird in den Konzernabschluss der Autobus Oberbayern Vermögensverwaltung GmbH als einziger Konsolidierungskreis einbezogen.

Das vom Abschlussprüfer im Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 20. Davon entfallen auf die Abschlussprüfung TEUR 20.

Als Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 sind hier die durch das Corona-Virus ausgelöste, andauernde Krise sowie der Krieg in der Ukraine zu nennen. Zum jetzigen Zeitpunkt zeichnen sich für das Geschäftsjahr 2022 aufgrund der laufenden Projekte sowie eingehender Aufträge keine negativen Folgen ab. Angesichts der bestehenden Krisen ist aber mit steigenden Energie- und Einkaufspreisen zu rechnen. Die zukünftigen Folgen für das Unternehmen, wie auch für die Gesamtwirtschaft, sind nur schwer abzuschätzen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter III. Prognosebericht und IV. Risikobericht.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2021 auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 581.548,09 20.165,00 0,00 0,00 0,00 601.713,09
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 581.548,09 20.165,00 0,00 0,00 0,00 601.713,09
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.660,45 0,00 0,00 0,00 0,00 84.660,45
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.933.472,44 2.704.822,85 0,00 3.536.010,19 0,00 36.102.285,10
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.000,00 0,00 0,00 0,00 2.000,00
Summe Sachanlagen 37.018.132,89 2.706.822,85 0,00 3.536.010,19 0,00 36.188.945,55
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.912,00 0,00 0,00 0,00 0,00 11.912,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 498.066,54 0,00 0,00 0,00 498.066,54
Summe Finanzanlagen 11.912,00 498.066,54 0,00 0,00 0,00 509.978,54
Summe Anlagevermögen 37.611.592,98 3.225.054,39 0,00 3.536.010,19 0,00 37.300.637,18
kumulierte Abschreibungen 01.01.2021
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 528.683,91 39.984,00 0,00 0,00 0,00 568.667,91
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 528.683,91 39.984,00 0,00 0,00 0,00 568.667,91
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.141,69 7.175,40 0,00 0,00 0,00 22.317,09
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.312.646,35 4.497.619,08 0,00 3.313.548,80 0,00 22.496.716,63
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 21.327.788,04 4.504.794,48 0,00 3.313.548,80 0,00 22.519.033,72
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 21.856.471,95 4.544.778,48 0,00 3.313.548,80 0,00 23.087.701,63
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2021
Euro
Buchwert 31.12.2020
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 33.045,18 52.864,18
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 33.045,18 52.864,18
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 62.343,36 69.518,76
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 13.605.568,47 15.620.826,09
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 13.669.911,83 15.690.344,85
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 11.912,00 11.912,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 498.066,54 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 509.978,54 11.912,00
Summe Anlagevermögen 0,00 14.212.935,55 15.755.121,03

Bericht des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.

sonstige Berichtsbestandteile

Verbindlichkeitenspiegel 2021 Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.140.580,58 2.608.155,96 3.532.424,62 0,00
(Vorjahr) 7.240.507,53 2.375.872,44 4.864.635,09 0,00
2. erhaltene Anzahlungen 4.810,69 4.810,69 0,00 0,00
(Vorjahr) 2.335,48 2.335,48 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 582.792,72 582.792,72 0,00 0,00
(Vorjahr) 877.509,14 877.509,14 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 62.587,40 62.587,40 0,00 0,00
(Vorjahr) 158.803,15 158.803,15 0,00 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 752.383,66 752.383,66 0,00 0,00
(Vorjahr) 754.549,86 754.549,86 0,00 0,00
GESAMT 7.543.155,05 4.010.730,43 3.532.424,62 0,00
(Vorjahr) 9.033.705,16 4.169.070,07 4.864.635,09 0,00
Verbindlichkeitenspiegel 2021 Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.140.580,58 2.608.155,96 6.140.580,58
(Vorjahr) 7.240.507,53 2.375.872,44 7.240.507,53
2. erhaltene Anzahlungen 4.810,69 4.810,69 0,00
(Vorjahr) 2.335,48 2.335,48 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 582.792,72 582.792,72 0,00
(Vorjahr) 877.509,14 877.509,14 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 62.587,40 62.587,40 0,00
(Vorjahr) 158.803,15 158.803,15 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 752.383,66 752.383,66 0,00
(Vorjahr) 754.549,86 754.549,86 0,00
GESAMT 7.543.155,05 4.010.730,43 6.140.580,58
(Vorjahr) 9.033.705,16 4.169.070,07 7.240.507,53

 

München, im März 2022, aktualisiert im Oktober 2022

gez. N. Schoenecker

gez. A. Holzmair

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.11.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autobus Oberbayern GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autobus Oberbayern GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autobus Oberbayern GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 4. November 2022

ZB Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rudolf Vohberger, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.