Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 119013
Eingetragen
19.3.2008
Branche
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens und Anmietung und Anpachtung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten sowie Unternehmen und der Betrieb von Hotels nach Erteilung der für den Betrieb von Hotels notwendigen Erlaubnis.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Marvin Hugo Ofori
seit 14.8.2025
Prokura
Erik Friemuth
seit 1.3.2024
Geschäftsführer
Florian André Graetz
seit 1.12.2023
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Premier Inn Hotel GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Premier Inn Hotel GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Premier Inn Hotel GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. März 2023 - 29. Februar 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell und Struktur des Unternehmens

Die Premier Inn Hotel GmbH, eine im Jahr 2008 gegründete Hotelbetriebsgesellschaft, betreibt Hotels an zentral gelegenen Standorten, deren Zielgruppe Geschäftsreisende, wie auch Privatreisende und Familien im mittleren Preissegment sind.

Zum Geschäftsjahresende 2023/2024 werden 23 Hotels unter der Marke "Premier Inn" in Deutschland geführt.

Mit Ablauf des 27. Februar 2020 erfolgte ein Gesellschafterwechsel zur Whitbread-Unternehmensgruppe und der bislang bestehende Ergebnisabführungsvertrag mit der Foremost Hospitality GmbH & Co. KG wurde beendet.

Die Gesellschaft hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit ihrer Muttergesellschaft Premier Inn Holding GmbH.

Whitbread PLC, Dunstable/England, als oberste Konzerngesellschaft, ist ein im Financial Times Stock Exchange (FTSE) 100 Börse gelisteter Konzern mit über 280-jähriger Geschichte und einem Umsatz von rund 3,0 Mrd. GBP im Geschäftsjahr 2023/2024 (Vorjahr ca. 2,6 Mrd. GBP), wobei der Anstieg des Konzernumsatzes maßgeblich auf die Erholung der Nachfrage von Geschäftsreisenden sowie der Aufhebung von Restriktionen infolge der COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist.

Allgemeine Verwaltungstätigkeiten der Berichtsgesellschaft sowie gruppenübergreifende, administrative Dienstleistungen für Tochterunternehmungen, wie zum Beispiel das Finanz- und Personalwesen, werden durch die Premier Inn Holding GmbH (vormals Whitbread Holdings Germany GmbH) erbracht.

2. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird nicht betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gefallen (2022: Anstieg um 1,8 %; BMWK, Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage, Februar 2024). Der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Februar 2024 beschreibt weiterhin eine robuste Arbeitsmarktlage mit kräftigen Tariflohnzuwächsen aufgrund des Inflationsdrucks. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm im Februar 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um 212.000 Personen zu.

2. Entwicklung des Hotelmarkts in Deutschland

In den letzten Jahren waren angebots- und nachfragebezogene Trends des Hotelmarktes geprägt von zunehmender Internationalisierung und steigendem Wettbewerb, aber auch das hohe Qualitätsbewusstsein sowie die Preissensibilität der Hotelgäste spielten eine enorme Rolle.

Im Jahresverlauf 2023 näherten sich die monatlichen Übernachtungszahlen in Deutschland dem Niveau des Jahres 2019 aufgrund des Wegfalls der COVID 19 Restriktionen immer mehr an. Die durchschnittliche Zimmerauslastung in Deutschland stieg im Geschäftsjahr 2023/2024 um 6,9 % und der durchschnittliche Zimmerpreis erhöhte sich um 5,1 %. Insgesamt stieg der Logisumsatz je verfügbarem Zimmer um 12,4 %. Die generelle Entwicklung der Auslastung in den für unsere Gesellschaft relevanten Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München war im Geschäftsjahr 2023/2024 durchweg positiv.

ARR: durchschnittliche Tagesrate (Average Room Rate)

Occ: prozentualer Anteil der Zimmerbelegung

RevPAR: Umsatz des Hotels (pro Zimmer), Revenue per available room

3. Geschäftsverlauf und Lage

Deutschland bietet für Premier Inn die Chance für langfristiges Wachstum und die erfolgreiche Replikation des bewährten Geschäftsmodells im Vereinigten Königreich. Die Ausgangslage hierfür ist gut. Der deutsche Hotelmarkt ist um 40% größer als im UK, mit einem großen Anteil von unabhängigen Hotels und bisher ohne einen klaren Marktführer im Segment der Markenhotels. In dem für Premier Inn besonders relevanten Segment der Budget-Hotels liegt der Marktanteil von markengebundenen Hotelketten bei 12%, wobei keine Marke mehr als 2% des Gesamtmarkts erreicht.

Die Geschäftsstrategie der Premier Inn Hotel GmbH konzentrierte sich auch im FY 2023/2024 weiter auf Expansion in Deutschland. So wurde im Verlauf des Geschäftsjahres ein neues Hotel in Lindau unter der Marke Premier Inn eröffnet, wodurch sich die Anzahl der von der Berichtsgesellschaft in Deutschland betriebenen Hotels auf 23 erhöht. Inklusive der Schwestergesellschaften betriebt die Hotelkette somit 56 Hotels in Deutschland und plant in den kommenden Jahren mehr als 30 weitere Hotels im ganzen Land zu eröffnen. Mit dem Fortschritt auf dem deutschen Markt baut Premier Inn seine nationale Präsenz aus und nähert sich schrittweise dem Ziel an, die führende Marke im Marktsektor der Premium Economy Hotels zu werden.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 erholte sich der Markt weiter von den Nachwirkungen der Pandemie mit einer zunehmenden Anzahl von Freizeitveranstaltungen, Messen und Geschäftsreisen, wovon auch das Premier Inn Geschäft profitierte. Trotz insgesamt höherer Auslastungsniveaus im Vergleich zu den pandemiebedingten Vorjahren konnte das geplante Auslastungsniveau im Berichtsjahr insgesamt nicht erreicht werden. Dies ist hauptsächlich auf den unerwarteten Rückgang des Inlands-Tourismus im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahr 2022/2023 zurückzuführen. Aufgrund des wiedererstarkenden Flugverkehrs nutzen viele Reisende die Sommermonate dieses Jahres wieder verstärkt für einen Urlaub außerhalb Deutschlands. Des Weiteren gab es im Rahmen der erfolgreichen Migration auf ein neues Property-Management-System vorübergehend technische Herausforderungen, die zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit der Distributions- und digitalen Marketing- /Akquisitionskanäle führten.

Die Zimmerauslastung des Geschäftsjahres 2023/2024 lag bei 63 % (Vorjahr 62 %) und verfehlt somit die angestrebte Auslastung für das Geschäftsjahr von 72% um 9%. Die durchschnittliche Zimmerrate fällt mit EUR 81,8 (Vorjahr EUR 69,42) um EUR 0,46 niedriger aus als die im Vorjahr prognostizierte durchschnittliche Zimmerrate in Höhe von EUR 82,2.

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 79.094. Dies stellt einen Anstieg der Umsätze um TEUR 19.087 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 60.007) dar, was vor allem aus einer höheren erzielten Zimmerrate sowie der Eröffnung eines neuen Hotels in Lindau resultiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit TEUR 1.746 fast auf dem Vorjahresniveau von TEUR 1.213.

Der Anstieg der Materialaufwendungen um TEUR 2.406 resultiert durch das höhere Umsatzvolumen. Aufgrund eines geringeren Anteils von bezogenen Leistungen hat sich die Materialeinsatzquote von 30,9% auf 26,5% reduziert.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 3.066 wird durch die höhere Mitarbeiteranzahl verursacht. Die auf die Umsatzerlöse bezogene Personalintensität hat sich aufgrund des Anstiegs der Umsatzerlöse auf 27,3% (Vorjahr: 30,8%) reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 12.055 erhöht. Maßgebliche Ursache sind höhere Aufwendungen für Mieten und Instandhaltungskosten.

Der Jahresfehlbetrag vor Gewinnabführung belief sich auf TEUR 9.429. Dieser wird maßgeblich verursacht durch deutlich gestiegene Lohn- und Betriebskosten sowie Instandhaltungsaufwendungen in die Standorte. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags beträgt der Jahresüberschuss wie im Vorjahr TEUR 0.

Der starke Fokus auf Expansion in Deutschland bedeutet auch, dass das Unternehmen übernommene Hotels erst integrieren muss, bevor diese Ihr volles Gewinnpotenzial erreichen können. Diese Vorgehensweise wirkt sich weiter ergebnismindernd auf das Deutschlandgeschäft insgesamt aus, wobei die etablierten Hotels die Profitabilität bereits erreicht haben.

Auch wenn die Prognose des Vorjahres zu Umsatz und Ergebnis vor Gewinnabführung insgesamt nicht erreicht wurde, sieht die Geschäftsführung die Zielerreichung des Geschäftsjahres 2023/2024 hinsichtlich des angestrebten Wachstums bzw. den Hotelneueröffnungen in Deutschland insgesamt als zufriedenstellend an.

b. Finanzlage

Die Gesellschaft hat keine konzernexterne Fremdfinanzierung genutzt. Zur Finanzierung des Wachstums der Premier Inn Hotel GmbH in Deutschland besteht mit der Premier Inn Holding GmbH eine Vereinbarung über eine gruppeninterne Kreditlinie in Höhe von TEUR 10.000, wovon TEUR 246 zum Abschlussstichtag in Anspruch genommen wurden. Im Geschäftsjahr 2023/2024 erhöhte sich die Kapitalrücklage durch Einzahlungen der Gesellschafterin auf TEUR 59.937 (Vorjahr TEUR 40.227).

Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit liegt eine harte Patronatserklärung der Whitbread Group PLC, Dunstable/England, vom 29. Januar 2024 vor, wonach bis zum 28. Februar 2026 finanzielle Risiken der Gesellschaft abgesichert werden.

Der Cashflow aus Laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -19.670. Wesentlichen Einfluss hat hierbei die Zahlung von Verbindlichkeiten (TEUR 39.645) aus dem Ankauf von Hotelausstattungen und anderen Leistungen an das Schwesterunternehmen Premier Inn GmbH.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR 16.794 und beinhaltet ausschließlich konzerninterne Transaktionen für Einzahlungen in die Kapitalrücklage sowie Zinserträge und Zinsaufwendungen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine Nettoauszahlung von TEUR -4.393. Diese Größe wird maßgeblich verursacht durch Investitionen in die Standorte sowie durch die Eröffnung eines neuen Hotels in Lindau.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr auf TEUR 60.209 (Vorjahr: TEUR 40.499). Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 69,3 % (Vorjahr 34,2 %).

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum Geschäftsjahresende 2023/2024 TEUR 3.374.

Durch die hohe Eigenkapitalquote sowie der Verfügbarkeit von weiteren Eigenkapitalzuführungen durch die Konzernmutter und einer harten Patronatserklärung wird die Finanzlage insgesamt als stabil beurteilt.

C. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 29.02.2024 lag mit TEUR 86.844 um TEUR 31.624 unter dem Vorjahr.

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 43.475 und ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 50,1 %.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um TEUR 23.400 auf TEUR 37.026. Darin enthalten sind TEUR 36.524 aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die gesunkenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren hauptsächlich auf den im Geschäftsjahr erhaltenen Zahlungen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Gesellschafterin Premier Inn Holding GmbH.

Die Rückstellungen sind um TEUR 2.648 auf TEUR 7.240 gestiegen. Dies ist vor allem den Rückstellungen für den Personalbereich sowie für ausstehende Rechnungen geschuldet.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 8.774 (Vorjahr: TEUR 61.787), wobei die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 2.777 (Vorjahr: TEUR 56.617) betragen. Der Rückgang basiert zum überwiegenden Teil auf der Zahlung von Verbindlichkeiten aus dem Ankauf von Hotelausstattungen und anderen Leistungen von dem Schwesterunternehmen Premier Inn GmbH.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt TEUR 10.621 und beinhaltet zum größten Teil erhaltene Vermieterzuschüsse für die Anmietung von Hotelbetrieben, die über die Vertragslaufzeit von bis zu 27 Jahren ertragswirksam aufgelöst werden.

III. Prognosebericht

An der sehr positiven Einschätzung der mittel- und langfristigen Wertschöpfungsmöglichkeiten für Premier Inn in Deutschland hat sich nichts geändert. Mit einem großen unabhängigen Sektor ist der Markt in Deutschland stark fragmentiert. Nach dem Ende der Pandemie, verbunden mit dem Wegfall der staatlichen Unterstützung, wird vor dem Hintergrund weiter steigender Preise und Zinsen mit zunehmendem Druck auf die unabhängigen Hotelbetriebe gerechnet, was zu Chancen für weitere Marktanteilsgewinne führen wird.

Im neuen Geschäftsjahr wird der Fokus auf die weitere Steigerung der Markenbekanntheit von Premier Inn in Deutschland, der Verbesserung des Angebots für unsere Gäste sowie dem werthaltigen Wachstum liegen.

Angetrieben durch die Fußball Europameisterschaft in Deutschland ist die Nachfrage und Auslastung sowie die durchschnittliche Zimmerrate in der ersten Hälfte des neuen Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir insgesamt eine weitere Steigerung der Zimmerauslastung und der Zimmerrate. Zudem wird prognostiziert, dass sich die Personalaufwandsquote aufgrund der erhöhten Zimmerumsätze und der umgesetzten Effizienzmaßnahmen verbessern wird. Es wird außerdem erwartet, dass die Verluste im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden und in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2024/2025 ein annähernd ausgeglichenes Geschäftsergebnis erzielt wird.

Strategisches Ziel für Deutschland ist die Einnahme einer führenden Rolle im Marktsektor der Premium Economy Hotels, verbunden mit einer langfristigen Kapitalrendite von 10-14 %.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Whitbread-Unternehmensgruppe hat in Deutschland zahlreiche eigene neue Hotels in Entwicklung. Zusammen mit den bereits bestehenden Hotels werden sie ein modernes, bundesweites Netzwerk bilden und effiziente Prozesse sicherstellen können. Dadurch wird auch die Marke "Premier Inn" unter potenziellen Immobilieninvestoren und auf dem Hotelmarkt bei den Endkunden schnell an Bekanntheit gewinnen. In Großbritannien betreibt Whitbread bereits über 850 Hotels erfolgreich und wird aus dieser Kundenbasis auch mit der steigenden Anzahl an Hotels in Deutschland weitere Geschäftsmöglichkeiten generieren können, da englische Firmen die für sie bekannte Marke Premier Inn auch deutschlandweit buchen können.

Im Gegensatz zu Premier Inns Heimatmarkt in England besteht in Deutschland noch eine sehr begrenzte Marktwahrnehmung. Aus diesem Grund setzt Premier Inn Deutschland auf die Strategie des "Inbound Marketing". Diese stellt den Zielkunden in den Mittelpunkt der eigens entwickelten Strategie, um sicherzustellen, dass alle Aktivitäten auf die Zielgruppen ausgerichtet sind. Gemeinsam mit Operations, Vertrieb und Marketing konzentriert sich Premier Inn darauf, die perfekte Customer Journey und Customer Experience zu gestalten. Dies führt zu zufriedenen Gästen, die die Sales- und Marketingaktivitäten unterstützen. Die Bereiche Marketing und Sales haben sich somit als Ziel gesetzt, die Markenpräsenz und Wahrnehmung von Premier Inn in Deutschland deutlich zu erhöhen.

Die Chancen und Risiken der Berichtsgesellschaft sind weitgehend vom operativen Betrieb der Hotels abhängig.

Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf den Hotelmarkt sind noch immer feststellbar. Unserer Auffassung nach wird sich der nationale und internationale Reiseverkehr nur langsam erholen. Durch die Pandemie hat sich der Trend zum digitalen, mobilen Arbeiten, Homeoffice und Videokonferenzen verstärkt. Aus der hybriden Arbeitswelt könnten sowohl negative als auch positive Einflüsse auf die Hotelnachfrage resultieren.

Die Verringerung der Anzahl von Wettbewerbern und Hotels, die in den vergangenen drei Jahren spürbar war, kann mittelfristig zu einer Reduzierung des Wettbewerbsdrucks auf lokalen Hotelmärkten führen, wovon unsere Hotels profitieren könnten. Zugleich erwarten wir, dass sich neue Geschäftschancen für unsere Gesellschaft durch Übernahmen von Hotelportfolios ergeben können. Ob und in welchem Umfang wir dies für eine Erweiterung unseres Hotelgeschäftes nutzen werden, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgesehen werden. Dessen ungeachtet ergäben sich aus diesen Geschäften inhärente Risiken.

Die Folgen der Pandemie haben sich auch innerhalb der Belegschaft bemerkbar gemacht. So haben viele Fachkräfte der Hotellerie den Rücken gekehrt und sind in weniger anfällige Industrien abgewandert. Es wird zunehmend schwieriger, potenzielle Nachwuchskräfte für die Branche zu finden, was bereits vor der Pandemie eine große Herausforderung für die Hotellerie darstellte und auch weiter eine der größten Hausforderungen in der Hotellerie ist. Mithilfe unserer jährlichen Mitarbeiterbefragung ("Engagement Survey") sowie mehreren Stimmungsbarometern innerhalb der Hotels und des Support Centers in Frankfurt konnten wir wertvolle Rückmeldungen erhalten, um unsere Prozesse, Konzepte und Kommunikation stetig zu verbessern.

Im Allgemeinen ist die Gesellschaft branchenüblichen Risiken ausgesetzt. Risiken, die sich negativ auf die Reisetätigkeit auswirken könnten, bestehen insbesondere in geopolitischen Konflikten und dem Drohpotential von terroristischen Anschlägen. Besonders kritisch wird die Entwicklung der Energiekosten gesehen, die das Betriebsergebnis auf operativer Ebene signifikant reduzieren. Wenngleich ein entsprechendes Energiemonitoring durch unser Unternehmen sichergestellt ist, sind wir von bestehenden Tarifen und Angeboten abhängig. Aus der aktuellen Flüchtlingsbewegung könnten sich für unser Unternehmen Chancen in der Form ergeben, dass entsprechende Fachkräfte nicht nur kurzfristig, sondern auch mittelfristig in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden können und somit dem Fachkräftemangel in der Hotellerie begegnet werden könnte.

In Bezug auf finanzwirtschaftliche Risiken besteht zwar ein Adressenausfallrisiko, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit aber aufgrund der äußerst hohen Vorauszahlungsquote als sehr niedrig eingeschätzt wird. Weitere finanzwirtschaftliche Risiken werden im Hinblick auf die derzeit defizitäre Geschäftstätigkeit zwar gesehen, jedoch ist die Finanzierung der Gesellschaft über Eigenkapital, Einbindung in einen Ergebnisabführungsvertrag oder Darlehen durch den finanzstarken Mutterkonzern gesichert. Die Gesellschaft plant wie in Abschnitt 3 genannt weitere Hoteleröffnungen. Unter Berücksichtigung der hierzu benötigten Anlaufkosten ist geplant, mittelfristig die Profitabilitätszone zu erreichen.

Steuerungssysteme

Die Premier Inn Hotel GmbH ist im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Risiken werden im weitesten Sinne als die Gefahr, unsere finanziellen, operativen, rechtlichen oder strategischen Ziele nicht wie geplant zu erreichen, definiert. Das Management von Risiken liegt dabei in erster Linie bei der Geschäftsführung. Die Premier Inn Hotel GmbH verfügt über ein gruppenweites Berichtswesen, das ein Controlling aller wirtschaftlich relevanten Eckdaten ermöglicht. Es wird durch eine ständige Verfolgung der Finanzströme ergänzt. Aufgrund flacher Hierarchien können direkte Kommunikations- und schnelle Entscheidungswege umgesetzt werden. Dadurch ist es der Premier Inn GmbH möglich, dass die Geschäftsführung unverzüglich über auftretende Risiken in Kenntnis gesetzt und Risikopotentiale zügig analysiert werden. Die Einleitung und Überwachung von Gegenmaßnahmen oder Vorkehrungen kann unmittelbar und effizient in der Organisation umgesetzt werden.

Innerhalb der Berichtsgesellschaft sowie der Muttergesellschaft Premier Inn Holding GmbH sind Schlüsselpositionen mit Mitarbeitenden besetzt, die langjährige Führungserfahrung in der Hotellerie besitzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Planung von Produktangeboten, Betriebsprozessen, Markenauftritt und Design sowie Vermarktungsstrategie mit dem notwendigen Sachverstand erfolgen.

Die Geschäftsführung setzt sich in regelmäßigen Meetings zusammen und nutzt kontinuierlich eine Reihe von Kennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren. Dazu wird die Budgetplanung mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung verglichen und bei signifikanten Abweichungen werden entsprechende Maßnahmen abgeleitet, geprüft und ggf. umgesetzt.

Die zur Steuerung des Geschäfts auf Ebene der einzeln betriebenen Hotels herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Logisumsatz in TEUR, der RevPAR in EUR und das EBIT in EUR. Der Logisumsatz umfasst die Erlöse aus dem Verkauf von Zimmern. Der RevPAR sind die Erlöse aus Logisumsatz pro verfügbarer Zimmerkapazität.

Die Controlling-Aktivitäten erstrecken sich zudem auf detaillierte Projektstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Projektkalkulation, Analysen in der Bauphase bis über die Eröffnung hinaus, um dadurch zeitnah Abweichungen und Fehlentwicklungen entdecken und beseitigen zu können. Basis der Entscheidungen sind, neben der strategischen Positionierung und der Einschätzung des Mikrostandortes, das Volumen und die Struktur der Nachfrage, die Mitbewerbersituation und das zu erwartende Preisgefüge in Relation zur Investition bzw. Miete pro Zimmer.

Im Hinblick auf rechnungslegungsbezogene Prozesse ist es das Ziel, Risiken zu identifizieren, die einer regelkonformen Erstellung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts entgegenstehen. Das interne Kontrollsystem soll durch Implementierung entsprechender Kontrollen mit hinreichender Sicherheit gewährleisten, dass trotz identifizierter Risiken ein regelkonformer Jahresabschluss erstellt wird. Sämtliche relevanten Abteilungen der ausgelagerten Buchhaltungsorganisation im Vereinigten Königreich sind organisatorisch in diesen Prozess einbezogen. Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für Umfang und Ausrichtung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch im Bereich Rechnungslegung und übernimmt alle wesentlichen Kontrolltätigkeiten entweder selbst oder sie werden durch ihre qualifizierten Teams übernommen. Die Buchhaltung nach IFRS wird von der zentral in England befindlichen und für gruppenübergreifend verantwortliche Buchhaltung durchgeführt und hier von einem dedizierten, deutschsprachigen Team unterstützt. Eine Überleitung der Rechnungslegung und die Erstellung der einzelnen Jahresabschlüsse nach HGB findet in Deutschland durch das deutsche Buchhaltungsteam unter Führung eines ausgebildeten Bilanzbuchhalters statt.

Die Berichtsgesellschaft ist der Auffassung, dass das eingerichtete interne Kontrollsystem und Risikomanagement, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, grundsätzlich geeignet ist, das erforderliche Kontrollumfeld vorzuhalten und wesentliche Risiken zeitnah zu identifizieren.

V. Sonstige Angaben

1. Zielgrößen für den Frauenanteil

Im Rahmen der Unternehmensstrategie zur Förderung des Frauenanteils wurde für die Geschäftsführung eine Zielquote von 33 % für den Frauenanteil definiert, die aktuell vollständig erreicht wird.

Auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung (Managementlevel II), die die Gruppe der Hotel Manager sowie Cluster und Multi-Site Manager umfasst, beträgt die Zielquote 32 %. Diese wurde mit einer aktuellen Erreichungsquote von 36 % übertroffen.

Auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung (Managementlevel III), die die Gruppe der Assistant Hotel Manager umfasst, wurde eine Zielquote von 50 % festgelegt. Hier liegt die Erreichungsquote bei 67 %, was die angestrebte Quote deutlich übertrifft.

2. Umweltmanagement - Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist für den Whitbread Konzern ein zentrales Thema. Eigens dafür hat das traditionsreiche Hospitality-Unternehmen ein Nachhaltigkeitsprogramm namens "Force for Good" ins Leben gerufen, in dem klare Ziele verankert sind: Menschen ein gutes Leben und Arbeiten zu ermöglichen. Dazu zählt der effiziente Einsatz von Energie und Ressourcen, genauso wie soziale Projekte im Bereich Spenden und Sponsoring.

Mit der Intensivierung seiner Klimaziele festigt Whitbread nicht zuletzt seine Position als nachhaltigster Hotelbetreiber im Vereinigten Königreich. Auch in Deutschland wird angestrebt bis 2040 den Ausstoß schädlicher Emissionen weiter zu reduzieren, die Nutzung von Ökostrom in allen eigenen Betrieben zu fördern, in hocheffiziente Elektrogeräte zu investieren und die eigenen Hotels mit modernen Kontrollsystemen auszustatten, um ein nachhaltiges Asset Management zu gewährleisten.

 

Frankfurt am Main, den 3. Dezember 2024

Geschäftsführung

Erik Friemuth

Florian André Graetz

Inge Josephine L. Van Ooteghem

Bilanz zum 29. Februar 2024

Aktiva

29.02.2024 28.02.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten und Mietereinbauten 26.282.627,58 26.033.619,85
2. Andere Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.812.000,91 18.180.161,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.380.491,52 218.499,74
43.475.120,01 44.432.281,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 167.895,11 213.939,85
167.895,11 213.939,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.524.053,70 53.697.379,79
2. Sonstige Vermögensgegenstände 501.679,46 6.728.743,35
37.025.733,16 60.426.123,14
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.374.222,46 10.642.079,56
40.567.850,73 71.282.142,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.800.606,62 2.753.715,60
86.843.577,36 118.468.139,25

Passiva

29.02.2024 28.02.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 59.937.015,20 40.227.015,20
III. Verlustvortrag -28.022,67 -28.022,67
60.208.992,53 40.498.992,53
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 7.240.066,02 4.591.534,99
7.240.066,02 4.591.534,99
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.912.020,74 1.380.134,27
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.349.748,05 855.863,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.776.671,63 56.617.156,33
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.735.566,58 2.933.985,15
davon aus Steuern EUR 319.610,93 (Vj. TEUR 205.801,51)
8.774.007,00 61.787.138,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.620.511,81 11.590.472,98
86.843.577,36 118.468.139,25

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

01.03.2023 - 29.02.2024 01.03.2022 - 28.02.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 79.093.714,73 60.007.031,64
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.745.753,22 1.212.565,34
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0 (Vj. EUR 8.184,82)
Rohertrag 80.839.467,95 61.219.596,98
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 8.944.002,26 8.159.854,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.998.504,56 10.376.966,10
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.784.379,88 15.695.657,56
b) Soziale Abgaben 3.773.787,05 2.796.986,65
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.349.832,86 5.342.379,11
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 42.655.039,67 30.600.505,01
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 31.533,52 (Vj. EUR 1.407,75)
Summe der betrieblichen Aufwendungen 90.505.546,28 72.972.348,62
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.012.574,29 399.478,16
davon von verbundenen Unternehmen EUR 1.012.574,29 (Vj. EUR 398.669,05)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 248.267,61 167.982,70
davon an verbundene Unternehmen EUR 248.267,61 (Vj. EUR 167.982,70)
764.306,68 231.495,46
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -9.699,67
10. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung -8.901.771,65 -11.511.556,51
11. Sonstige Steuern 526.746,55 666.040,92
12. Ertrag aus Verlustübernahme -9.428.518,20 -12.177.597,43
13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. März 2023 bis 29. Februar 2024

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat seit 1. Mai 2020 ihren Sitz in Frankfurt am Main (vormals: Berlin) und ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 119013 (vormals: Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 112537 B) eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und "Davon-Vermerke" teilweise gesondert im Anhang dargestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB.

Das Berichtsjahr ist ein Geschäftsjahr, welches am 01. März 2023 beginnt und am 29. Februar 2024 endet.

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene, immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen.

Es wird vom Wahlrecht des § 240 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, gleichartige oder annährend gleichwerte bewegliche Vermögensgegenstände zu einer Gruppe zusammenzufassen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs entweder voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst oder unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Die Warenbestände des Vorratsvermögens werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Bankguthaben in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Kurs am Abschlussstichtag berücksichtigt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird in Übereinstimmung mit dem Gesellschaftsvertrag ausgewiesen und ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Premier Inn Holding GmbH.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Fremdwährungsumrechnung wird auf der Einzeltransaktionsbasis durchgeführt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden private Zuschüsse ausgewiesen. Diese stehen im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus der Anmietung von Gebäuden bzw. mit im Anlagevermögen ausgewiesenen Einrichtungs- und Ausstattungsgegenständen einzelner Hotels. Der Abgrenzungsposten wird über die vertragliche Laufzeit und teilweise über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.537 (Vorjahr: TEUR 21.544) sowie in Höhe von TEUR 27.987 (Vorjahr: TEUR 32.153) aus Verlustausgleichsansprüchen im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages sowie Ansprüchen aus der Steuerorganschaft mit der Gesellschafterin, der Premier Inn Holding GmbH. Insgesamt bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 36.268 (Vorjahr: TEUR 39.642). Die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 17.173 beruht hauptsächlich aus der Zahlung von Verlustausgleichsansprüchen durch die Gesellschafterin. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthielten im Vorjahr Forderungen aus Vorsteuer in Höhe von TEUR 6.020, die inzwischen ausgeglichen wurden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlauzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.3 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für den Personalbereich in Höhe von TEUR 1.217 (Vorjahr: TEUR 1.190), Rückstellungen für Nebenkosten in Höhe von TEUR 561 (Vorjahr: TEUR 739) sowie Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 5.392 (Vorjahr: TEUR 2.662).

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.384 (Vorjahr: TEUR 53.544) sowie aus Darlehenszinsen gegenüber der Gesellschafterin, der Premier Inn Holding GmbH. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR 889 (Vorjahr: 3.910). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen basiert zum überwiegenden Teil auf der Zahlung von Verbindlichkeiten (TEUR 39.645) aus dem Ankauf von Hotelausstattungen und anderen Leistungen von dem Schwesterunternehmen Premier Inn GmbH. Weiterhin wurde im Geschäftsjahr ein von der Muttergesellschaft Premier Inn Holding GmbH gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 3.910 zurückgezahlt. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere einen Posten in Höhe von TEUR 2.395 (Vorjahr: TEUR 2.626) für von dem Vermieter gewährte "mietfreie" Zeiträume, die bereits aufwandswirksam erfasst wurden und nachfolgend über die Grundmietzeit mietmindernd verteilt werden. Die verbleibende bilanzierte Summe der Verbindlichkeiten ergibt sich aus Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus Steuern.

Der Anteil der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über 5 Jahren beträgt TEUR 1.245 und TEUR 1.531 mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahre. Sämtliche verbleibenden Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse und sonstige Erträge

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus den im Inland betriebenen Hotels.

Aufgliederung der Umsatzerlöse 2023/2024 nach Tätigkeitsbereichen:

Logis: TEUR 67.336
Gastronomie: TEUR 9.357
Hoteldienstleistungen: TEUR 2.388
Vermietung: TEUR 13

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich Erträge aus der periodengerechten Abgrenzung von erhaltenen Vermieterzuschüssen in Höhe von TEUR 1.290 (Vorjahr: TEUR 1.139).

4.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet- und Pachtaufwendungen in Höhe von TEUR 27.403 (Vorjahr: TEUR 24.050) enthalten. Die Aufwendungen aus Kursdifferenzen betragen TEUR 25 (Vorjahr: 1 TEUR) und wurden auf Basis des Devisenkassamittelkurses ermittelt.

5. Sonstige Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in einem Gesamtbetrag von TEUR 412.188.

Die Gesellschaft hat langfristige Mietverträge für Hotelbetriebe in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Heidelberg, Köln, Leipzig, Lindau, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart abgeschlossen. Die Verträge haben eine Laufzeit von bis zu 27 Jahren und enden voraussichtlich bis zum Jahr 2047. Die jährlichen Mietverpflichtungen für schon betriebene Hotels betragen insgesamt TEUR 27.616.

5.2 Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bis zum 29. Februar 2024:

Frau Natalie Busch, Berlin, Managing Director Human Resources

Frau Inge Josephine L. Van Ooteghem, London (UK), Managing Director & COO

Herr Mark Anderson, Hampshire (UK), Managing Director Property & International

Herr Tobias Sebastian Roser, Süderau, People Director Germany (ab 30.06.2023)

Herr Florian André Graetz, Hamburg, Chief Financial Officer (ab 24.10.2023)

Herr Erik Friemuth, Düsseldorf, Chief Executive Officer (ab 03.01.2024)

Frau Natalie Busch ist zum 13.06.2023 als Managing Director Human Resources ausgeschieden.

Herr Mark Anderson ist zum 01.03.2024 als Managing Director Property & International ausgeschieden.

Herr Tobias Sebastian Roser ist zum 27.06.2024 als People Director Germany ausgeschieden.

Der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge gezahlt.

5.3 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtszeitraum im Durchschnitt ohne Auszubildende 484 Mitarbeitende (Vorjahr: 444).

5.4 Wesentliche Verträge

Mit der Premier Inn Holding GmbH, Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 99152), als herrschendes Unternehmen ist am 22. Januar 2021 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt (Whitbread Group PLC, Dunstable/England), hat am 29. Januar 2024 eine harte Patronatserklärung abgegeben, wonach bis zum 28. Februar 2026 bestimmte finanzielle Risiken der Gesellschaft abgesichert wurden.

5.5 Ereignisse nach dem Stichtag

Bedeutsame Geschäftsvorfälle oder Vorgänge nach dem Ende des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

5.6 Konzernverhältnisse

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Whitbread Group PLC, Dunstable, Bedfordshire (Vereinigtes Königreich England). Der Abschluss ist hinterlegt im public register des Companies Houses unter der Firmennummer 00029423.

Die Premier Inn Holding GmbH, Frankfurt am Main als oberste deutsche Holdinggesellschaft, ist nach § 292 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

 

Frankfurt am Main, den 3. Dezember 2024

Geschäftsführung

Erik Friemuth

Florian André Graetz

Inge Josephine L. Van Ooteghem

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

Anschaffungskosten
01.03.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 29.02.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten und Mietereinbauten 29.789.469 442.696 0 1.462.208 31.694.373
2. Andere Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.624.452 122.545 0 1.203.231 36.950.228
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 218.500 3.827.431 0 -2.665.439 1.380.492
65.632.421 4.392.672 0 0 70.025.092
Kumulierte Abschreibungen
01.03.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 29.02.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten und Mietereinbauten 3.755.849 1.655.896 0 0 5.411.746
2. Andere Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.444.290 3.693.937 0 0 21.138.227
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
21.200.139 5.349.833 0 0 26.549.972
Buchwerte
29.02.2024 28.02.2023
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten und Mietereinbauten 26.282.628 26.033.620
2. Andere Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.812.001 18.180.162
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.380.492 218.500
43.475.120 44.432.281

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Premier Inn Hotel GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Premier Inn Hotel GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024, sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Premier Inn Hotel GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 19. Dezember 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer

Michael Erben, Wirtschaftsprüfer

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