euro engineering AktiengesellschaftLiquidiert

Niederkasseler Lohweg 18, 40547 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 70660
Eingetragen
27.5.2002
Branche
Ingenieurbüros für TragwerksplanungIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Europaweite Durchführung von Konstruktions-, Entwicklungs-, Softwareund Managementarbeiten entlang der Prozess- und Wertschöpfungskette für Dritte, im Rahmen von Werk- und Dienstverträgen oder durch Arbeitnehmerüberlassung und Arbeitsvermittlung.

Historie

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Management

NameRolle
Sebastiaan Krol
seit 18.5.2017
Vorstandsmitglied
Andy Frank Lork
seit 2.1.2015
Prokura
Stefan Bernd Konrad
seit 1.8.2014
Vorstandsmitglied
Klaus Tralle
seit 20.7.2013
Prokura
Thomas Rinne
seit 20.7.2013
Vorstandsmitglied
Reinhard Welsch
seit 20.7.2013
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Adecco Germany Holding SA & Co. KG

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Adecco Germany Holding SA & Co. KG, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 23. März 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klinkosch, Wirtschaftsprüfer

Johne, Wirtschaftsprüferin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2015
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 73.951.664,47 80.471.873,77
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 314.394.523,11 342.975.843,36
3. Geleistete Anzahlungen 486.133,56 85.691,56
  388.832.321,14 423.533.408,69
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 470.378,78 484.213,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.557.833,33 7.057.178,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.000,00 0,00
  8.053.212,11 7.541.391,77
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 0,00 40.500,00
  396.885.533,25 431.115.300,46
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 73.400,86 235.763,79
2. Unfertige Leistungen 791.918,51 556.717,13
  865.319,37 792.480,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Leistungen 289.903.622,55 279.373.275,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 321.905.759,98 222.250.805,80
davon gegen Gesellschafter EUR 321.377.261,74 (Vj. EUR 143.065.901,43)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.334.931,20 2.551.045,78
  619.144.313,73 504.175.126,80
III. Wertpapiere    
Sonstige Wertpapiere 1.125,00 1.125,00
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 18.796.328,30 13.968.232,93
  638.807.086,40 518.936.965,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.100.858,32 1.083.549,78
  1.036.793.477,97 951.135.815,89

Passiva

   
    31.12.2015
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Kapitalanteile    
Kapitalanteil der Kommanditistin    
Festkapital 15.662.350,00 15.662.350,00
II. Rücklagen 728.673.189,71 728.673.189,71
III. Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung -50.785,54 -26.047,70
IV. Konzernbilanzverlust -6.464.670,27 -31.510.072,38
V. Nicht beherrschende Anteile 1.584.749,45 1.640.261,39
  739.404.833,35 714.439.681,02
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.974.762,00 3.026.962,00
2. Steuerrückstellungen 4.632.633,30 6.771.219,50
3. Sonstige Rückstellungen 124.630.143,27 116.620.664,72
  137.237.538,57 126.418.846,22
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60,69 24.570,10
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 489.082,65 499.377,34
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.186.273,30 8.296.468,41
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.060.110,23 143.014,90
5. Sonstige Verbindlichkeiten 90.248.102,65 88.816.399,75
davon aus Steuern EUR 42.062.033,44 (Vj. EUR 40.941.022,03)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.391.427,35 (Vj. EUR 2.396.282,49)    
  147.983.629,52 97.779.830,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.497.556,00 864.545,00
E. Passive latente Steuern 10.669.920,53 11.632.913,15
  1.036.793.477,97 951.135.815,89

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016

2015
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.659.138.779,74 1.654.371.637,98
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 235.201,38 268.302,13
3. Sonstige betriebliche Erträge 22.309.122,19 23.483.224,47
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 42.104,72 (Vj. EUR 32.119,31)    
  1.681.683.103,31 1.678.123.164,58
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für bezogene Waren 5.636.961,76 2.786.931,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 42.797.425,46 36.148.595,94
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 1.188.599.793,86 1.170.037.209,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 247.838.459,37 250.146.827,90
davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vj. EUR 17.398,00)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 39.067.001,47 448.259.885,21
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 127.205.064,48 127.930.241,56
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 27.827,12 (Vj. EUR 57.619,25)    
  1.651.144.706,40 2.035.309.690,75
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.145.892,57 2.832.022,85
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.111.571,14 (Vj. EUR 2.792.146,83)    
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 24.695,94 (Vj. EUR 38.111,25)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 395.792,66 785.507,44
davon an verbundene Unternehmen EUR 72.458,13 (Vj. EUR 86.644,48)    
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 93.843,24 (Vj. EUR 343.922,00)    
  3.750.099,91 2.046.515,41
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag    
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 962.992,62 (Vj. EUR 969.409,43) 8.029.399,06 8.190.401,28
11. Ergebnis nach Steuern 26.259.097,76 -363.330.412,04
12. Sonstige Steuern 164.885,68 193.223,56
13. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag vor nicht beherrschenden Anteilen 26.094.212,08 -363.523.635,60
14. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn -1.048.809,97 -1.101.261,37
15. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 25.045.402,11 -364.624.896,97
16. Konzernverlustvortrag aus Vorjahr -31.510.072,38 -229.653.836,79
17. Entnahme aus Rücklagen 0,00 562.768.661,38
18. Konzernbilanzverlust -6.464.670,27 -31.510.072,38

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016

EUR EUR
1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit    
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen) 26.094.212,08 -363.523.635,60
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 39.067.001,47 448.259.885,21
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 12.863.435,31 -6.991.588,78
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -24.699,96 1.030,37
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -15.313.314,55 -9.255.816,72
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten, aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.065.675,03 846.858,10
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -544.976,82 -379.360,24
Zinsaufwendungen (+)/-erträge (-) -3.750.099,91 -2.046.515,41
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 8.029.399,06 8.190.401,28
Ertragsteuerzahlungen -10.761.515,65 -5.969.185,70
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 62.725.116,06 69.132.072,51
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit    
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -1.024.401,98 -691.277,93
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) 921.399,07 1.123.103,97
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -4.196.792,41 -2.472.438,27
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens (+) 7.500,00 0,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.292.295,32 -2.040.612,23
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit    
Auszahlungen (-)/Einzahlungen (+) an/von Gesellschafter des Mutterunternehmens -176.991.879,39 -28.521.398,04
Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter (-) -1.104.321,91 -904.809,74
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten (-) 0,00 -6.000.000,00
Erhaltene Zinsen auf Forderungen gegen Gesellschafter des Mutterunternehmens (+) 2.792.758,47 2.107.536,81
Gezahlte Zinsen (-) -228.182,43 -36.909,33
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -175.531.625,26 -33.355.580,30
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode    
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds    
(Zwischensummen 1 - 3) -117.098.804,52 33.735.879,98
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 92.140.278,98 58.404.399,00
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -24.958.525,54 92.140.278,98
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel 18.796.328,30 13.968.232,93
Cash-Pooling Verbindlichkeiten (-) / Forderungen (+) -43.755.918,15 78.195.491,15
Wertpapiere 1.125,00 1.125,00
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -60,69 -24.570,10
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -24.958.525,54 92.140.278,98

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2016

Mutterunternehmen
Kapitalanteil der Kommanditistin Rücklagen kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzverlust Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
01.01.2015 15.662.350,00 1.291.441.851,09 -27.078,06 -229.653.836,79 1.077.423.286,24
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -364.624.896,97 -364.624.896,97
Entnahme aus Rücklagen 0,00 -562.768.661,38 0,00 562.768.661,38 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 1.030,36 0,00 1.030,36
Konzerngesamtergebnis 0,00 -562.768.661,38 1.030,36 198.143.764,41 -364.623.866,61
31.12.2015 / 01.01.2016 15.662.350,00 728.673.189,71 -26.047,70 -31.510.072,38 712.799.419,63
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 25.045.402,11 25.045.402,11
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 -24.737,84 0,00 -24.737,84
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -24.737,84 25.045.402,11 25.020.664,27
31.12.2016 15.662.350,00 728.673.189,71 -50.785,54 -6.464.670,27 737.820.083,90
Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile
EUR EUR
01.01.2015 1.443.809,76 1.078.867.096,00
Gezahlte Dividenden -904.809,74 -904.809,74
Konzernjahresfehlbetrag 1.101.261,37 -363.523.635,60
Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 1.030,36
Konzerngesamtergebnis 196.451,63 -364.427.414,98
31.12.2015 / 01.01.2016 1.640.261,39 714.439.681,02
Gezahlte Dividenden -1.104.321,91 -1.104.321,91
Konzernjahresüberschuss 1.048.809,97 26.094.212,08
Übrige Veränderungen 0,00 -24.737,84
Konzerngesamtergebnis -55.511,94 24.965.152
31.12.2016 1.584.749,45 739.404.833,35

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 134.451.224,82 623.959,93 160.280,80 134.914.903,95
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.482.877.913,91 0,05 0,00 1.482.877.913,96
3. Geleistete Anzahlungen 85.691,56 400.442,00 0,00 486.133,56
  1.617.414.830,29 1.024.401,98 160.280,80 1.618.278.951,47
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 573.984,07 0,00 0,00 573.984,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.950.316,15 4.171.792,41 6.208.449,96 50.913.658,60
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 25.000,00 0,00 25.000,00
  53.524.300,22 4.196.792,41 6.208.449,96 51.512.642,67
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 40.500,00 0,00 40.500,00 0,00
  1.670.979.630,51 5.221.194,39 6.409.230,76 1.669.791.594,14
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 53.979.351,05 7.144.167,23 160.278,80 60.963.239,48
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.139.902.070,55 28.581.320,30 0,00 1.168.483.390,85
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.193.881.421,60 35.725.487,53 160.278,80 1.229.446.630,33
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 89.770,62 13.834,67 0,00 103.605,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.893.137,83 3.327.679,27 5.864.991,83 43.355.825,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  45.982.908,45 3.341.513,94 5.864.991,83 43.459.430,56
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.239.864.330,05 39.067.001,47 6.025.270,63 1.272.906.060,89
Buchwerte
31.12.2016 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 73.951.664,47 80.471.873,77
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 314.394.523,11 342.975.843,36
3. Geleistete Anzahlungen 486.133,56 85.691,56
  388.832.321,14 423.533.408,69
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 470.378,78 484.213,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.557.833,33 7.057.178,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.000,00 0,00
  8.053.212,11 7.541.391,77
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 0,00 40.500,00
  396.885.533,25 431.115.300,46

 

Düsseldorf, 22. März 2017

Die Geschäftsführung

Thomas Rinne

Franz-Josef Schürmann

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016

1. Allgemeine Hinweise

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf ist unter der Nummer HRB 58855 im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht dem in § 266 HGB vorgesehenen Gliederungsschema.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Bezeichnungen in Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden - um den Besonderheiten des Unternehmens bzw. der Branche gerecht zu werden - aus Klarheitsgründen angepasst.

Davon-Vermerke zu Fristigkeiten und zur Mitzugehörigkeit werden im Anhang gemacht.

In Folge der erstmaligen Anwendung von § 277 Abs. 1 HGB i.d.F. des BilRUG wurden im vorliegenden Abschluss entsprechend der Neudefinition der Umsatzerlöse alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst, was zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse des Vorjahres um TEUR 2.218 und einer entsprechenden Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge geführt hat.

2. Konsolidierungskreis und Angaben zum Anteilsbesitz

Der Kreis der vollkonsolidierten Konzernunternehmen wird gemäß § 290 HGB nach dem Merkmal des beherrschenden Einflusses abgegrenzt.

Neben der Muttergesellschaft waren somit 23 inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen, die sämtlich vollkonsolidiert wurden. Ein Minderheitenanteil an der ProServ Produktionsservice und Personaldienste GmbH, Karlsruhe, wurde ausgewiesen.

Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2016:

Lfd. Nr. Name der Gesellschaft Standort Anteil
in %
1 Adecco Business Solutions GmbH Düsseldorf 100%
2 Adecco Operations Germany GmbH Düsseldorf 100%
3 Adecco Personaldienstleistungen GmbH Düsseldorf 100%
4 Adecco Service Center Solutions GmbH Düsseldorf 100%
5 alma mater GmbH Düsseldorf 100%
6 Boetronic GmbH Düsseldorf 100%
7 CSP Customer Services Polska SP z.o.o. PL-Szczecin 100%
8 CST energy services GmbH Gera 100%
9 DIS AG Düsseldorf 100%
10 DIS Consulting GmbH Düsseldorf 100%
11 DIS Interim Management GmbH Düsseldorf 100%
12 euro engineering AG Düsseldorf 100%
13 FIRST an site management GmbH Donauwörth 100%
14 fullflex service GmbH Düsseldorf 100%
15 Lee Hecht Harrison Deutschland GmbH Speyer 100%
16 LHH Innovation GmbH Düsseldorf 100%
17 Modis IT Outsourcing GmbH (vormals: Ajilon Germany GmbH) Düsseldorf 100%
18 Personality IT People Power GmbH Stuttgart 100%
19 Pontoon Germany GmbH Düsseldorf 100%
20 Service Personaldienstleistungen GmbH Ostrhauderfehn 100%
21 TFZ GmbH Treuhandgesellschaft für Zeitarbeit Düsseldorf 100%
22 TUJA Service GmbH Düsseldorf 100%
23 TUJA Zeitarbeit GmbH Düsseldorf 100%
24 ProServ Produktionsservice und Personaldienste GmbH Karlsruhe 51%

Die Ajilon Germany GmbH wurde im Berichtsjahr in die Modis IT Outsourcing GmbH umbenannt und der Sitz der Gesellschaft von Fulda nach Düsseldorf verlegt.

Die Adecco Service Center Solutions GmbH wurde durch Abspaltung aus der Adecco Business Solutions GmbH neu gegründet.

Die CST GmbH wurde im Berichtsjahr auf die Adecco Business Solutions GmbH verschmolzen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren - im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Markennamen "DIS AG" und "TUJA" werden entsprechend ihrer planmäßigen Nutzungsdauer über 18 Jahre linear abgeschrieben.

Für die Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich aus der Erstkonsolidierung der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Düsseldorf, der DIS AG, Düsseldorf, und der Adecco Operations Germany GmbH, Düsseldorf (jeweils samt Tochtergesellschaften) zum 1. Januar 2010 ergeben haben, wurde zum damaligen Zeitpunkt eine Nutzungsdauer von 18 Jahren (lineare Abschreibung) zugrunde gelegt. Maßgeblich für diese Einschätzung waren - in Anlehnung an den DRS 4.33 - insbesondere die nachfolgenden Aspekte:

Die genannten operativen Tochtergesellschaften existieren bereits seit vielen Jahren bzw. teilweise seit mehreren Jahrzehnten und sind seit ihrer Gründung bzw. seit ihrem Erwerb kontinuierlich gewachsen. Es wurden jeweils erfolgreiche Geschäftsmodelle etabliert. Auch die aktuelle 5-Jahres-Planung der Tochtergesellschaften geht wiederum von einer positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus, auch wenn sich die Wachstumsraten gegenüber den Vorjahren abschwächen werden. Der Markt für Zeitarbeit in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich und positiv entwickelt. Es sind keine Anzeichen zu erkennen, dass die Stabilität und voraussichtliche Bestandsdauer der Branche in den verbleibenden 11 Jahren nicht weiterhin nachhaltig gegeben wäre. Die anhaltende Konsolidierung des Marktes für Zeitarbeit ist für die deutsche Adecco-Gruppe u. a. aufgrund der Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern mit Vorteilen und weiteren Chancen verbunden.

Die klassischen Dienstleistungen der Adecco-Gruppe im Bereich "Arbeitnehmerüberlassung und Personaldienstleistungen" haben bereits einen langen Lebenszyklus und es ist nicht absehbar, dass dieser zu Ende gehen könnte. Vielmehr hat sich das Dienstleistungsspektrum in den letzten Jahren erweitert, in dem vor allem die Vermittlung qualifizierter Zeitarbeiter weiter zugenommen hat und voraussichtlich auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Obwohl die Zeitarbeitsbranche aufgrund der Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen einem höheren Margendruck ausgesetzt ist, gibt es derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass die Gesellschaften innerhalb der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte veräußert oder liquidiert werden sollen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Abschreibung erfolgt je nach Art der Vermögengegenstände innerhalb von drei bis fünf Jahren linear - mit Ausnahme eines Gebäudes, welches über 50 Jahre abgeschrieben wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden als Sammelposten erfasst und einheitlich über eine Dauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand sind durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der modifizierten Teilwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre in Höhe von 4,01 Prozent (Vorjahr: 3,89 Prozent) verwendet, der sich bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2016 insgesamt TEUR 6.648. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 625. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,5 bzw. 1,75 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) berücksichtigt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,10 Prozent (Vorjahr: 0,0 Prozent) für aktive Anwärter berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung des notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren 3,24 Prozent (Vorjahr: 3,89 Prozent) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,0 bzw. 2,0 Prozent berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen oder aus steuerlichen Verlustvorträgen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

4. Grundlagen der Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Aktiv- und Passivposten des in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlusses wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

5. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen im Erstkonsolidierungszeitpunkt erfolgte nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Absatz 1 Satz 2 HGB. Die Erstkonsolidierung wurde gem. § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB auf den Zeitpunkt, an dem das Mutterunternehmen erstmalig zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet war, vorgenommen.

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Lediglich die im Rahmen der Erstkonsolidierung ermittelten negativen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden, da sie im Wesentlichen auf Gewinnthesaurierungen nach Anteilserwerb und vor Erstkonsolidierung beruhten, zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernbilanzverlust eingestellt.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden nicht erzielt.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel (als letzte Seite des Anhangs) dargestellt.

Auf die sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt am 1. Januar 2010 ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.482.982 wurden in 2010 aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung bzw. für Tochtergesellschaften ohne operative Geschäftstätigkeit oder mit negativer Zukunftsprognose außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 431.164 vorgenommen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von insgesamt TEUR 6.813, die im Wesentlichen auf Gewinnthesaurierungen nach Anteilserwerb und vor Erstkonsolidierung beruhten, wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernbilanzverlust eingestellt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden auf die Geschäfts- oder Firmenwerte außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 376,9 Mio. vorgenommen.

Für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die von den einbezogenen Unternehmen bereits vor der Konzernzugehörigkeit angeschafft oder hergestellt wurden, werden die Konzernanschaffungs- und -herstellungskosten im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entgegen § 301 HGB nicht neu bestimmt, sondern es werden die höheren tatsächlichen ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die entsprechenden kumulierten Abschreibungen angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - unverändert zum Vorjahr - generell eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die bilanzierte Körperschaftsteuergutschrift, die im Vorjahr in Höhe von TEUR 268 langfristig war, wird in 2017 vollständig erstattet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten fast ausschließlich den Verrechnungs- und Finanzverkehr betreffende Forderungen gegen die Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, in Höhe von TEUR 321.377 (Vorjahr: TEUR 143.066). Im Vorjahr waren unter den Forderungen im Verbundbereich außerdem Forderungen aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 78.195 enthalten.

Aktive Latente Steuern

Auf Ebene der Einzelabschlüsse der Muttergesellschaft und der Tochtergesellschaften wurde nicht von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus Zinsvorträgen der Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, die steuerlich der Adecco Germany Holding SA & Co. KG zugerechnet werden, sowie aus bestehenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuer-Verlustvorträgen in diversen Tochtergesellschaften.

Eigenkapital

Das Festkapital von TEUR 15.662 und die Rücklage von TEUR 728.673 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Der Konzernbilanzverlust enthält ergebnisneutral vereinnahmte negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung im Erstkonsolidierungszeitpunkt in Höhe von TEUR 6.813. Durch den Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 25.045 hat sich der Konzernbilanzverlust im Berichtsjahr von TEUR 31.510 auf TEUR 6.465 vermindert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR TEUR
2016 2015
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 328 280
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 150 150
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 150 150

Verrechnungen von Zinsaufwendungen und Zinserträgen wurden aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht vorgenommen. Die Rückdeckungsversicherungen des Umlaufvermögens (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) dienen zum Teil der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen. Diese Rückdeckungsversicherungen wurden als Planvermögen mit den Schulden verrechnet. Die fortgeführten Anschaffungskosten sowie die beizulegenden Zeitwerte der verrechneten Vermögenswerte sind dabei gleichzusetzen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstellungen für Überstunden, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Urlaubsentgelte, Restrukturierung, Mitarbeiterbeteiligungen, Kundenboni, Schwerbehindertenausgleichsabgabe und ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - unverändert zum Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus kurzfristigen Ausleihungen (Kontokorrent) aus der geschlossenen Cash-Pooling Vereinbarung mit der Schwestergesellschaft Adecco Coordination Center N.V., Groot Bijgaarden, Belgien, in Höhe von TEUR 43.756 (im Vorjahr bestand eine Forderung in Höhe von TEUR 78.195 aus der Cash-Pooling Vereinbarung), aus Leistungen in Höhe von TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 125) und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 18).

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 10.670 (Vorjahr: TEUR 11.633) resultieren im Wesentlichen aus den im Konzernabschluss aktivierten Markennamen unter Berücksichtigung eines Gewerbesteuersatzes von 14,9 Prozent (Vorjahr: 14,7 Prozent). Die Veränderung im Geschäftsjahr 2016 beträgt TEUR 963.

7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:

2016 2015
Mio. EUR Mio. EUR
Industrie 1.204 1.210
Office & Management 181 179
Engineering 135 137
Finance 48 54
Information & Technology 72 56
Sonstige 19 19
  1.659 1.654

Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Inland erzielt.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen / Außergewöhnliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 7.730 (Vorjahr: TEUR 9.483) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 2.799) an periodenfremden Aufwendungen enthalten. Darüber hinaus beinhalten die Zinserträge periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 40), die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 505). In den übrigen Posten der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind keine weiteren wesentlichen periodenfremden Erträge und Aufwendungen enthalten. Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2016 außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 12,3 Mio. aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen.

8. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

In den Finanzmittelfonds werden Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, Cash-Pooling-Verbindlichkeiten bzw. -Forderungen, Wertpapiere sowie jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten einbezogen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen an die Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, in Höhe von EUR 177 Mio.

9. Sonstige Pflichtangaben

Inanspruchnahme der Befreiung gemäß § 264b HGB

Für den Jahresabschluss der Adecco Germany Holding SA & Co. KG, Düsseldorf, nimmt die Gesellschaft die Befreiungen von der Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung eines Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 gemäß § 264b HGB in Anspruch.

Inanspruchnahme der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Die nachfolgend aufgeführten und in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen nehmen die Befreiungen von der Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung eines Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

Name der Gesellschaft Sitz
Adecco Business Solutions GmbH Düsseldorf
Adecco Operations Germany GmbH Düsseldorf
Adecco Personaldienstleistungen GmbH Düsseldorf
Adecco Service Center Solutions GmbH Düsseldorf
alma mater GmbH Düsseldorf
Boetronic GmbH Düsseldorf
CST energy services GmbH Gera
DIS Consulting GmbH Düsseldorf
DIS Interim Management GmbH Düsseldorf
FIRST an site management GmbH Donauwörth
fullflex service GmbH Düsseldorf
Lee Hecht Harrison Deutschland GmbH Speyer
LHH Innovation GmbH Düsseldorf
Modis IT Outsourcing GmbH (vormals: Ajilon Germany GmbH) Düsseldorf
Personality IT People Power GmbH Stuttgart
Pontoon Germany GmbH Düsseldorf
TUJA Service GmbH Düsseldorf
TUJA Zeitarbeit GmbH Düsseldorf

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen DIS AG, Düsseldorf, euro engineering Aktiengesellschaft, Düsseldorf, und Service Personaldienstleistungen GmbH, Ostrhauderfehn, nehmen die Befreiung von der Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung eines Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 gemäß § 264 Abs. 3 HGB teilweise in Anspruch.

Geschäftsführung und Geschäftsführerbezüge

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Thomas Bäumer, Senden, Peter Blersch, Mittelbiberach, Thomas Rinne, Düsseldorf und Franz-Josef Schürmann, Nottuln, in ihrer Eigenschaft als gesamtvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Komplementärin geführt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 10. März 2016 haben Herr Thomas Bäumer und Herr Peter Blersch ihre Geschäftsführeraktivitäten der Adecco Germany Holding Management S.A., Luzern, Schweiz, niedergelegt. Gleichzeitig wurde Herr Franz-Josef Schürmann, Nottuln, zum weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Gemäß Organisationsreglement sind Franz-Josef Schürmann und Thomas Rinne vom Verwaltungsrat der Adecco Germany Holding Management S.A., Luzern, Schweiz, mit der Geschäftsführung und Vertretung der Komplementärin in Bezug auf ihre Stellung als Geschäftsführerin der Adecco Germany Holding SA & Co. KG beauftragt.

Die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen 2016 unterbleibt. Die Gesellschaft macht in analoger Anwendung von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Persönlich haftender Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) ist die Adecco Germany Holding Management S.A., Luzern (Schweiz), mit einem gezeichneten Stammkapital von CHF 100.000.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich beschäftigt:

2016 2015
Externe Mitarbeiter 40.824 42.644
Interne Mitarbeiter 2.793 2.782
Gesamt 43.617 45.426

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Der Konzern hat diverse Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die jährliche finanzielle Belastung (kalkuliert auf Basis der in 2017 zu erwartenden Aufwendungen) aus Mietverträgen für die Anmietung von Geschäftsräumen beträgt TEUR 18.406. Die jährliche finanzielle Belastung aus Verträgen für das Leasing von Kraftfahrzeugen beträgt TEUR 5.248. Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Ein Vorteil besteht u.a. in dem geringeren administrativen Aufwand für diese Fahrzeuge. Risiken bestehen in den unkündbaren Grundmietzeiten. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2017 und 2021.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den Cash-Pooling-Verbindlichkeiten (Vorjahr: Forderungen) gegen die Adecco Coordination Center N.V., Groot Bijgaarden, Belgien, die nicht verzinst werden, bestehen im Geschäftsjahr keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft gehört zur internationalen Adecco-Gruppe. Die Adecco-Group AG, Chéserex, Schweiz, stellt einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird unter www.adecco.com/investors/ financials.aspx veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 279). Darüber hinaus wurden andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 0) erbracht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Gemäß Gesellschaftsvertrag wird der entnahmefähige Teil des Gewinns dem Privatkonto der Kommanditistin gutgeschrieben.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Gegenstand des Unternehmens

1.2. Organisationsstruktur

1.3. Rechtliche Unternehmensstruktur

1.4. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

1.5. Forschung & Entwicklung

2. Mitarbeiter

3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

3.2. Branchenkonjunktur

3.3. Branchensituation

4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1. Vermögenslage

4.2. Finanzlage

4.3. Ertragslage

4.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

5. Chancen- und Risikobericht

5.1. Risikomanagement-System

5.2. Gegenüberstellung der Chancen und Risiken

5.3. Gesamtrisiko

6. Prognosebericht

6.1. Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

6.2. Künftige Branchensituation

6.3. Künftige Unternehmenssituation

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Gegenstand des Unternehmens

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG, Düsseldorf, ist die deutsche Tochtergesellschaft der Adecco Group AG, Chéserex, Schweiz, und bietet mit ihren vier Kernmarken Adecco, DIS AG, euro engineering und TUJA als Adecco Group Germany umfangreiche Personaldienstleistungen in Deutschland an.

Die Geschäftstätigkeit der Adecco Personaldienstleistungen GmbH und ihrer Tochtergesellschaften konzentriert sich auf Dienstleistungen im Bereich der Zeitarbeit. In ihren Geschäftsbereichen Industrial und Office konzentriert sie sich auf die spezifische Personalentwicklung für ihre Kunden - vom Mittelständler bis zum internationalen Konzern. Kerndienstleistungen sind Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, Inhouse Outsourcing, Consulting, On-Site-Management, Interim Management sowie Arbeitsschutz und Prävention. Durch das hauseigene Personalentwicklungsprogramm "Adecco Career Up" verfügt das Unternehmen über eine außergewöhnliche Expertise in der Mitarbeiterqualifizierung.

Die DIS AG hat sich auf die Überlassung und Vermittlung von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften spezialisiert. Die DIS AG berät Unternehmen, die für ihre Projekte oder ihre Flexibilitätserfordernisse befristet oder unbefristet die geeigneten Mitarbeiter suchen und unterstützt mit individuellen Aus- und Weiterbildungskonzepten und Coachings solche Bewerber, die sich beruflich weiterentwickeln möchten. Die Flexibilisierungsinstrumente, welche die DIS AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften ihren Kunden zur Verfügung stellt, reichen vom Aufbau von Personal (Personalvermittlung, Arbeitnehmerüberlassung, Interim Management, Freelancing und Bewerbermanagement) über die Prozessoptimierung (Leistungsorientierte Bezahlung, Zeiterfassung und On-Site-Management) bis hin zur Personalentwicklung (HR-Dienstleistungen, Aus- und Weiterbildungen sowie Zielqualifizierungen).

Die euro engineering Aktiengesellschaft konzentriert sich auf Engineering-Dienstleistungen entlang der Prozesskette der Produktentwicklung für Unternehmen verschiedenster Branchen. Die Erbringung der Leistung erfolgt durch qualifizierte Ingenieure und Techniker, die überwiegend vor Ort beim Kunden agieren. Je nach Bedarf werden die Projekte im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung oder im Rahmen von Werkverträgen abgewickelt.

Die Adecco Operations Germany GmbH überlässt mit ihren Tochtergesellschaften gewerbliche und kaufmännische Arbeitskräfte für Handwerk und Industrie. In Form mehrerer Fachbereiche wird die Kompetenz für einzelne Branchen wie Flugzeugbau und -wartung, Automobilindustrie, Schiene, Callcenter oder Logistik gebündelt. Großkunden steht die Adecco Operations Germany GmbH mit individuellen On-Site-Management-Konzepten zur Seite. Abgerundet wird das Portfolio durch die Bereiche Personalvermittlung und Outsourcing/Werkvertrag.

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG hat die Dienstleistungen ihrer operativen Einheiten in acht Geschäftsfelder aufgeteilt: Industrie, Office & Management, Engineering, Finance, Information & Technology, Medical & Science, Managed Service Programmes (MSP) sowie Recruitment Process Outsourcing (RPO). Die Umsätze werden grundsätzlich nach der Tätigkeit der eingesetzten Mitarbeiter beim Kundenunternehmen den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet.

Mit diesem einzigartigen Service-Angebot ist die Adecco Group Germany ein strategischer Partner für ihre Kunden.

1.2. Organisationsstruktur

Die Abteilungen der Hauptverwaltung der Adecco Germany Holding SA & Co. KG dienen den operativen Einheiten als Servicebereiche. Es werden kaufmännische und administrative Dienstleistungen der Abteilungen Einkauf, Finanzbuchhaltung, Group Reporting, Treasury, IT, Human Resources, Debitorenmanagement, Lohnbuchhaltung, Steuer- und Gesellschaftsrecht sowie Compliance & Revision und Qualitätsmanagement zentral von der Hauptverwaltung in Düsseldorf erbracht.

Diese Organisationsstruktur entlastet den Vertrieb von administrativen Aufgaben. Die Dienstleistungen werden für alle Tochtergesellschaften im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages durch die Adecco Germany Holding SA & Co. KG erbracht und die Kosten entsprechend weiterbelastet.

Mit durchschnittlich 347 Niederlassungen in 2016 verfügt die Adecco Group Germany über ein flächendeckendes Netz in Deutschland. Davon betreibt Adecco 126 Niederlassungen, die DIS AG 95 Niederlassungen, die euro engineering 34 Niederlassungen und die Adecco Operations Germany GmbH ist mit 92 Niederlassungen präsent. Somit ist der Konzern bundesweit - mit einer erhöhten Standortdichte im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland - vertreten.

1.3. Rechtliche Unternehmensstruktur

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG ist per 31. Dezember 2016 an den folgenden Gesellschaften direkt oder indirekt beteiligt:

Im Berichtsjahr ergaben sich nachfolgende wesentliche Veränderungen:

Mit notariell beurkundetem Abspaltungsvertrag vom 26. April 2016 wurde die Ausgliederung der "Call-Center-Aktivitäten" aus der Adecco Business Solutions GmbH in die neu gegründete Adecco Service Center Solutions GmbH mit Wirkung zum 1. April 2016 vereinbart.

Am 27. Juni 2016 wurde zwischen der CST GmbH, Gera, und der Adecco Business Solutions GmbH, Düsseldorf, ein Verschmelzungsvertrag geschlossen, wonach die CST GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2016 im Wege der Aufnahme auf die Adecco Business Solutions GmbH verschmolzen worden ist.

In einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung vom 29. Juni 2016 sind die Sitzverlegung nach Düsseldorf sowie Umfirmierung der inaktiven Gesellschaft "Ajilon Germany GmbH" in "Modis IT Outsourcing GmbH" beschlossen worden. Zum 1. Oktober 2016 hat die Gesellschaft wieder die aktive Geschäftstätigkeit aufgenommen.

Mit notariellem Kaufvertrag vom 25. August 2016 sind die von der Adecco Personaldienstleistungen GmbH gehaltenen Geschäftsanteile an der Modis IT Outsourcing GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. August 2016 auf die Adecco Business Solutions GmbH übertragen worden.

Folgende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge bzw. Ergebnisabführungsverträge bestanden im Berichtsjahr:

Herrschendes Unternehmen Beherrschtes Unternehmen
Adecco Germany Holding SA & Co. KG Adecco Personaldienstleistungen GmbH
  DIS AG
  Service Personaldienstleistungen GmbH
  Boetronic GmbH
  Adecco Operations Germany GmbH
  FIRST an site management GmbH
  TUJA Zeitarbeit GmbH
DIS AG euro engineering Aktiengesellschaft
  alma mater GmbH
  Personality IT People Power GmbH
  DIS Consulting GmbH
  DIS Interim Management GmbH
  Lee Hecht Harrison Deutschland GmbH
  LHH Innovation GmbH
Adecco Business Solutions GmbH CST energy services GmbH
  Adecco Service Center Solutions GmbH
Adecco Operations Germany GmbH TUJA Service GmbH
  Pontoon Germany GmbH
Adecco Personaldienstleistungen GmbH Adecco Business Solutions GmbH

Zwischen der Adecco Business Solutions GmbH als herrschendem Unternehmen und der Modis IT Outsourcing GmbH als beherrschtem Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Verlustübernahmevertrag.

1.4. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

Der Deutsche Bundestag hat am 21. Oktober 2016 das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verabschiedet, das zum 1. April 2017 in Kraft treten wird. Die Kernpunkte des reformierten AÜGs sind die Einführung einer Höchstüberlassungsdauer, eines gesetzlichen Equal Pay sowie neue Regelungen zur Verhinderung rechtsmissbräuchlichen Verhaltens durch den nicht rechtskonformen Abschluss von Dienst- oder Werkverträgen.

Höchstüberlassungsdauer

Es wird eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten eingeführt, beginnend ab dem Stichtag 1. April 2017. Diese Frist gilt personenbezogenen, d.h. der Zeitarbeitnehmer kann für die Dauer von 18 Monaten an den Entleiher überlassen werden. Vorangegangene Einsatzzeiten ab dem 1. April 2017, bei denen eine Unterbrechung von weniger als 3 Monaten vorliegt, werden bei der Berechnung der Überlassungsdauer mitgerechnet. Von der gesetzlichen Regelung kann durch Tarifvertrag der Einsatzbranche oder durch eine auf Grund eines Tarifvertrages geschlossene Betriebs- oder Dienstvereinbarung abgewichen werden. In tarifgebundenen Unternehmen können damit längere Einsätze über 18 Monate hinaus möglich sein. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können in nichttarifgebundenen Unternehmen die tarifvertraglichen Regelungen zur Überlassungshöchstdauer durch Betriebs- oder Dienstvereinbarungen inhaltsgleich übernommen werden. Sofern der Tarifvertrag eine Öffnungsklausel für Betriebs- oder Dienstvereinbarungen enthält, können auch nichttarifgebundene Entleiher davon Gebrauch machen; allerdings nur bis zu einer Überlassungshöchstdauer von längstens 24 Monaten, wenn der Tarifvertrag keine abweichende Überlassungshöchstdauer für Betriebs- und Dienstvereinbarungen festlegt.

Verstöße gegen die Regelungen zur Höchstüberlassungsdauer sind bußgeldbewehrt und für den überlassenen Zeitarbeitnehmer wird ein Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher fingiert.

Einführung des gesetzlichen "equal pay"-Anspruchs nach dem 9. Einsatzmonat

Zeitarbeitnehmer sollen künftig spätestens nach neun Monaten hinsichtlich des Arbeitsentgelts mit den Stammbeschäftigten gleichgestellt werden. Längere Abweichungen sind allerdings auch künftig möglich, wenn durch Branchenzuschlagstarifverträge sichergestellt wird, dass Zeitarbeitnehmer stufenweise an ein Arbeitsentgelt herangeführt werden, das von den Tarifvertragsparteien der Zeitarbeitsbranche als gleichwertig mit dem tarifvertraglichen Arbeitsentgelt vergleichbarer Arbeitnehmer in der Einsatzbranche festgelegt wird. Dieses gleichwertige Arbeitsentgelt muss nach spätestens 15 Monaten Einsatzdauer erreicht werden. Dabei muss die stufenweise Heranführung an dieses Arbeitsentgelt spätestens nach einer Einarbeitungszeit von längstens sechs Wochen beginnen.

Verstöße gegen die Regelungen zur Equal-Pay-Zahlung sind bußgeldbewehrt.

Regelungen zur Verhinderung rechtsmissbräuchlichen Verhaltens durch den nicht rechtskonformen Abschluss von Dienst- oder Werkverträgen

Mit Inkrafttreten der Neuregelungen sollen ein vermeintlicher Werkvertragsunternehmer und sein Auftraggeber in diesen Fallkonstellationen auch bei Vorlage einer Verleiherlaubnis nicht bessergestellt sein als derjenige, der unerlaubt Arbeitnehmerüberlassung betreibt. Hierzu wird vorgesehen, dass die Überlassung des Arbeitnehmers ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung zu bezeichnen ist. Bei einer gleichwohl erfolgten verdeckten Arbeitnehmerüberlassung wird ebenso wie bei der illegalen Arbeitnehmerüberlassung ein Arbeitsverhältnis zwischen Leiharbeitnehmer und Entleiher fingiert.

Es wird gesetzlich klargestellt, dass der Weiterverleih von Zeitarbeitnehmer verboten ist. Wenn bei einem derartigen Fremdpersonaleinsatz weitere Unternehmen ohne arbeitsvertragliche Beziehung zum Zeitarbeitnehmer zwischengeschaltet werden und die Überlassungshöchstdauer überschritten ist, keine Verleiherlaubnis besteht oder eine verdeckte Arbeitnehmerüberlassung vorliegt, wird das Arbeitsverhältnis des Zeitarbeitnehmers zum Einsatzarbeitgeber fingiert, bei dem die Arbeitsleistung tatsächlich erbracht wird.

1.5. Forschung & Entwicklung

Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung, da es als Personaldienstleister tätig ist.

2. Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind unsere wichtigste Ressource. Wir stellen sicher, dass diese durch einen einheitlichen und fairen Prozess ausgesucht und entsprechend ihrer eigenen Wünsche und Fähigkeiten angemessen ausgebildet werden. Dadurch gewinnen wir einen Personalbestand, mit dem es der Adecco Group Germany möglich ist, ihr künftiges Wachstum zu stärken.

Entwicklung der Mitarbeiter

Bedingt durch die wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr verringerte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in 2016 im Jahresverlauf. So beschäftigt das Unternehmen im Jahresdurchschnitt insgesamt 43.617 (Vorjahr: 45.426) Arbeitnehmer. Die durchschnittliche Anzahl der Projektmitarbeiter beträgt 40.824 (Vorjahr: 42.644), die der internen Mitarbeiter in den Niederlassungen und der Zentrale in Düsseldorf 2.793 (Vorjahr: 2.782).

Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für alle Mitarbeiter

Wer als Personaldienstleister auch bei Fachkräftemangel federführend im Wettbewerb sein möchte, muss umfassend und mit Weitblick in die Personalentwicklung investieren. Für alle internen Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter im Kundeneinsatz bestehen umfangreiche und fachspezifische Fortbildungsmöglichkeiten. Jeder interne Mitarbeiter nimmt an einer mehrtätigen Startschulung teil, in der er über Grundsätze der unternehmensspezifischen Gegebenheiten informiert wird. Weiterhin werden weiterführende und sehr praxisorientierte Seminare in den Kompetenzfeldern Fachkompetenz, Führungskompetenz, Vertriebskompetenz, Rekrutierungskompetenz, Persönliche Kompetenz & Methodenkompetenz sowie Sprachschulungen angeboten. Für die einzelnen Geschäftsbereiche gibt es spezifische Angebote, wie zum Beispiel Verfahrens- oder Schweißtechnik im Bereich Industrie.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern eine e-Learning-Plattform mit verschiedenen, virtuellen Weiterbildungsprogrammen an, welche eine Vielzahl von spezifischen Kursen für IT-Endanwender, Kurse für IT-Professionals, Management- und Führungskurse umfasst. Weitere Fortbildungen stehen im Bereich emotionale Intelligenz, Soft-Skills etc. zur Verfügung.

Sollte ein spezieller Weiterbildungswunsch mit den bestehenden Kursangeboten nicht abgedeckt werden, kooperiert das Unternehmen bundesweit mit namhaften Beratungs- und Weiterbildungsunternehmen, um Fortbildungen zu ermöglichen.

Umfangreiches Ausbildungsangebot

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG als Personaldienstleister bietet intern hauptsächlich kaufmännische Berufe wie Personaldienstleistungskauffrau/-mann sowie Kauffrau/ -mann für Büromanagement. Konzernweit absolvieren insgesamt 126 Auszubildende ihre Ausbildung bei uns. Bei einem überbetrieblichen Ausbildungsmodell werden u.a. auch Auszubildende beim Kunden zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet. Weiterhin bietet das Unternehmen verschiedene duale Studiengänge wie zum Beispiel BWL mit der Fachrichtung Personalmanagement bzw. Dienstleistungsmarketing an.

Mitarbeiterbindung und Verbleibquote

Um Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, stellt die Adecco Group Germany entsprechende Strukturen bereit. Hierbei spielt auch die richtige Unternehmenskultur eine wichtige Rolle. Ein familienbewusstes Führungsleitbild ist in unseren strategischen Unternehmenszielen integriert. Das Unternehmen bietet flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung, unterstützt beim erfolgreichen Wiedereinstieg und bei der Möglichkeit, Elternzeit oder die flexible Teilzeitarbeit zu nutzen. Es werden Veranstaltungen zur Teambildung durchgeführt und Beratung in einem präventiven Gesundheitsprogramm angeboten.

In verschiedenen Wettbewerben erhielten die Geschäftseinheiten der Adecco Group Germany im Geschäftsjahr 2016 Auszeichnungen für die Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber: Die euro engineering Aktiengesellschaft erhielt für 2016 erneut die Auszeichnung der "Top Arbeitgeber Ingenieure". Die DIS AG erhielt 2016 bereits zum 11. Mal die Auszeichnung: "Great Place to work - Deutschlands Beste Arbeitgeber 2016".

Unsere Verbleibquote (durchschnittliche Anzahl interner Mitarbeiter der letzten 12 Monate nach Abzug der Mitarbeiter, die gekündigt haben oder gekündigt wurden im Verhältnis zur durchschnittlichen Anzahl interner Mitarbeiter) in 2016 ist eine der besten innerhalb der Branche. Lange Beschäftigungsdauern der Mitarbeiter sind eines der wichtigsten strategischen Ziele des Unternehmens und werden quartalsweise innerhalb der Adecco Group Germany verfolgt. Rund 50 % der Mitarbeiter sind bereits seit über 5 Jahren im Unternehmen tätig, was für die Zufriedenheit der Mitarbeiter spricht.

Vergütungssystem der Projektmitarbeiter

Die Projektmitarbeiter der Adecco Group Germany erhalten ihre Vergütungen nach dem seit 2004 gültigen Tarifvertrag des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister - BAP. Nachdem bereits mit der Einführung der Branchenzuschläge, welche sicherstellen, dass der Mitarbeiter den Lohn erhält, den ein vergleichbarer Mitarbeiter innerhalb des Kundenunternehmens bekommt, eine deutliche Verbesserung der Vergütung eingetreten ist, konnte mit dem Abschluss eines neuen Tarifvertrags von BAP/iGZ und DGB für die Branche, der zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist, die Vergütung der Projektmitarbeiter weiter verbessert werden. Dadurch wurde die Attraktivität der Branche für Arbeitnehmer weiter erheblich verbessert.

Gleichstellung und Diversifizierung

In der Adecco Unternehmenskultur fördern wir Chancengleichheit, gute Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen unabhängig von Geschlecht, Alter, Behinderung oder ethischem Hintergrund. So sind zum Beispiel Rund 65 % der internen Angestellten weibliche Mitarbeiter. Wir sehen Diversifizierung der Mitarbeiterstruktur als einen großen Wettbewerbsvorteil. Im Code of Conduct unseres Unternehmens ist die Gleichbehandlung festgeschrieben. Der Kodex umschreibt unter anderem die Unterstützung aller Mitarbeiter beim Erreichen beruflicher, aber auch persönlicher Ziele. Eine wichtige Rolle spielen dabei Respekt und Chancengleichheit. Unsere Mitarbeiter sind und werden unsere wichtigste Ressource bleiben. Nur durch stetige Entwicklung unserer Mitarbeiter und der Unterstützung deren Persönlichkeitsentwicklung sichern wir den künftigen Erfolg unseres Unternehmens.

3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Insgesamt hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2016 als wachsend erwiesen trotz Wachstumsrückgängen in Schwellenländern, die den Aufwärtstrend der deutschen Konjunktur im zweiten Halbjahr schwächten. Die Deutsche Wirtschaftsentwicklung bestärkten 2016 der weiterhin niedrige Ölpreis und der vergleichsweise schwache Eurokurs. Gegenüber dem Vorjahr war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9% höher.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2016 nach ersten Berechnungen von rund 43,5 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Dies stellt einen neuen Höchststand dar.

3.2. Branchenkonjunktur

Als zyklische Branche ist die Zeitarbeit eng mit der konjunkturellen Entwicklung der Wirtschaft verbunden. Bei Wirtschaftswachstumsraten unter 1,5 % setzen die Unternehmen in aller Regel Personal frei. Wenn die Unternehmen unsicher sind in der konjunkturellen Entwicklung, werden zur Überbrückung von vorhandenen Aufträgen vorrangig Zeitarbeitnehmer eingesetzt. In diesem Fall oder wenn die Wirtschaft wieder anzieht, werden daher in der Zeitarbeitsbrache zuerst die gering qualifizierten Bereiche wie Industrie und Office & Management nachgefragt, im Abstand von einigen Monaten folgen dann die höher qualifizierten Bereiche.

Bei BIP-Raten von deutlich über 3 % sind die Unternehmen sicher in der weiteren konjunkturellen Entwicklung und stellen selbst Mitarbeiter ein. Für die Zeitarbeitsunternehmen wird es daher auch schwierig Mitarbeiter zu vermitteln, zumal der Arbeitsmarkt so eng ist, dass eine Vielzahl von Stellen gar nicht besetzt werden kann.

Idealbedingungen für das Branchenwachstum bieten somit Wirtschaftswachstumsraten zwischen 1,5 % und 2,5 %. Das Wirtschaftswachstum in 2016 betrug 1,9%. Innerhalb dieses Berichtsjahres verringerte sich die Zahl der Projektmitarbeiter der Adecco Group Germany um 4,3 % bei einem leichten Umsatzanstieg von 0,3%.

3.3. Branchensituation

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG wendet mit ihren vier Kernmarken bei allen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung bei Kundenbetrieben eingesetzten Mitarbeitern die zwischen dem BAP und der DGB Tarifgemeinschaft abgeschlossenen Tarifverträge für die Zeitarbeit aufgrund einzelvertraglicher Vereinbarungen mit den Mitarbeitern vollumfänglich an.

Der Einführung der Branchenzuschläge am 1. November 2012 folgte eine erstmalige Erhöhung der Entgelttarife zum 1. Januar 2014. Der Branchenzuschlag ist ein nach der Einsatzdauer gestaffelter Prozentsatz, der auf das jeweilige Stundenentgelt aufgeschlagen wird. Zeitarbeitnehmer erhalten demnach je nach Einsatzbetrieb, Einsatzdauer und ihrer Qualifikation einen Zuschlag, den sogenannten "Branchenzuschlag", auf den aktuell laut Tarifvertrag vereinbarten Lohn. Durch die Branchenzuschläge hat sich die Zeitarbeit deutlich verteuert. Gleichzeitig tragen die Branchenzuschläge aber auch zu einer Imageverbesserung der Branche bei und erleichtern somit auch die Rekrutierung von qualifiziertem Fachpersonal.

Zum 1. Januar 2015 wurde ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von EUR 8,50 in Deutschland eingeführt. Lediglich in Branchen, in denen es allgemeinverbindliche Tarifverträge gibt, waren bis Ende 2016 niedrigere Mindestlöhne möglich. Aufgrund der Anbindung an den Tarifvertrag Zeitarbeit der BZA / DBG Tarifgemeinschaft hat der Mindestlohn aktuell eine untergeordnete Relevanz. Zudem wurde das Tarifgebiet Ost zum 1. Juni 2016 auf Mindestlohnniveau angehoben, während der Mindestlohn im Tarifgebiet West bereits seit dem 1. Januar 2014 gezahlt wird.

Darüber hinaus hat wie unter Punkt 1.4. bereits aufgeführt der Deutsche Bundestag am 21. Oktober 2016 das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verabschiedet, das zum 1. April 2017 in Kraft treten wird. Die Kernpunkte des reformierten AÜGs sind die Einführung einer Höchstüberlassungsdauer, eines gesetzlichen Equal Pay sowie neue Regelungen zur Verhinderung rechtsmissbräuchlichen Verhaltens durch den nicht rechtskonformen Abschluss von Dienst- oder Werkverträgen.

Der deutsche Zeitarbeitsmarkt ist sehr fragmentiert. Die TOP 10 der deutschen Zeitarbeitsfirmen teilen sich 24,9% des Marktanteils. Laut einer Studie von Lünendonk vom Juli 2016 beträgt der Marktanteil der Adecco Group Germany in Deutschland 5,5 %. Die Adecco Group Germany liegt somit nach Randstad auf Position 2 in der Rangordnung der deutschen Zeitarbeitsfirmen.

4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1. Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Adecco Germany Holding SA & Co. KG reduzierte sich im Berichtsjahr um EUR 34,2 Mio. auf EUR 396,9 Mio. Die Abschreibungen betrugen für die Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig EUR 28,6 Mio. sowie für die aktivierten Markennamen planmäßig EUR 6,6 Mio. Für weitere Erläuterungen hierzu verweisen wir auf den folgenden Abschnitt 4.3. zur Ertragslage. Für das sonstige Anlagevermögen wurden planmäßig EUR 3,9 Mio. abgeschrieben. Den Investitionen in Höhe EUR 5,2 Mio. standen Abgänge in Höhe von netto EUR 0,4 Mio. gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich geringfügig um EUR 10,5 Mio. (+ 4,0 %) auf EUR 289,9 Mio.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im Berichtsjahr um EUR 99,7 Mio. auf EUR 321,9 Mio. Davon betreffen Forderungen in Höhe EUR 321,4 Mio. das Verrechnungskonto mit der Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf (Vorjahr: EUR 143,1 Mio.). Dieser Anstieg resultiert daraus, dass die Kommandistin den Bestand an liquiden Mitteln genutzt hat, um fällige Darlehen in 2016 zu tilgen. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Berichtsjahr um EUR 4,8 Mio. auf EUR 7,3 Mio. und beinhalten eine Forderung gegenüber dem Verkäufer aus im Rahmen eines Asset Deals übernommenen Pensionsverpflichtungen in Höhe EUR 4,9 Mio. Analog zu dieser Forderung haben sich die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erhöht.

Die Umlaufintensität, also das Verhältnis von Umlaufvermögen zum Gesamtvermögen, erhöhte sich im Geschäftsjahr von 54,6 % auf 61,6 %. Bereinigt um die Forderungen an die Kommanditistin ergibt sich eine Umlaufintensität von 44,4 % (Vorjahr: 46,5 %).

4.2. Finanzlage

Das Geschäft der Adecco Germany Holding SA & Co. KG ist wenig kapitalintensiv. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 5,2 Mio. getätigt. Dies bedeutet eine Investitionsquote (als Verhältnis zu den Buchwerten des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015) in Höhe von 1,2%. Für Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden EUR 4,2 Mio. aufgewendet, weitere EUR 1,0 Mio. der Ausgaben entfielen auf den Erwerb von Lizenzen und die Weiterentwicklung von Software.

Im Bereich der Passiva haben sich die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,8 Mio. auf EUR 137,2 Mio. erhöht. Diese beinhalten die Erhöhung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 4,9 Mio. sowie einen Anstieg der sonstigen Rückstellungen um EUR 8,0 Mio. durch die in 2016 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmern erhöhten sich um EUR 44,0 Mio. auf EUR 44,1 Mio. Die Verbindlichkeit aus dem mit der Adecco Coordination Center N.V., Groot Bijgaarden, Belgien, durchgeführten Cash-Pooling Verfahren ist mit EUR 43,8 Mio. hierin enthalten. Im Vorjahr wurde eine Forderung in Höhe EUR 78,2 Mio. ausgewiesen. Diese Veränderung spiegelt die gleichzeitige Erhöhung der Forderung gegen die Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, wider (siehe obige Erläuterung zu den Forderungen).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich um EUR 1,4 Mio. auf EUR 90,2 Mio. erhöht.

Die Minderung der passiven latenten Steuern von EUR 11,6 Mio. auf EUR 10,7 Mio. ist auf die Inanspruchnahme latenter Steuern aufgrund laufender planmäßiger Abschreibungen auf die aktivierten Markennamen zurückzuführen.

Als Finanzierungsquellen dienen der Adecco Germany Holding SA & Co. KG vornehmlich die Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus ist die Gesellschaft an das Cash-Pooling der Adecco Gruppe angebunden.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug dabei im Geschäftsjahr EUR 62,7 Mio. (Vorjahr: EUR 69,1 Mio.) und spiegelt im Wesentlichen das operative Ergebnis der Adecco Group Germany vor den konsolidierungsbedingten Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände wider.

Aus der Investitionstätigkeit resultierte wie im Vorjahr ein negativer Cash Flow in Höhe von EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: 2,0 Mio.).

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr EUR -175,5 Mio. nach EUR -33,4 Mio. im Vorjahr und resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen an die Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, in Höhe von EUR 177,0 Mio.

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG weist zum 31. Dezember 2016 einen negativen Finanzmittelfonds in Höhe EUR -25,0 Mio. (Vorjahr: EUR +92,1 Mio.) aus.

4.3. Ertragslage

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Adecco Group Germany erzielte in 2016 einen Umsatz in Höhe von EUR 1.659,1 Mio. nach EUR 1.654,4 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 0,3 %. Ein wesentlicher Grund für die Abweichung gegenüber dem geplanten Umsatz von EUR 1.672,1 Mio. ist die etwas geringere Anzahl an Projektmitarbeitern.

Die Umsatzentwicklung pro Geschäftsbereich stellt sich wie folgt dar:

Umsatzanteil 2016 Umsatzanteil 2015 Veränderung
Geschäftsbereich TEUR Prozent TEUR Prozent TEUR Prozent
Industrie 1.204.328 72,6 1.209.528 73,1 -5.200 -0,4
Office & Management 180.761 10,9 178.767 10,8 + 1.994 + 1,1
Engineering 134.797 8,1 136.849 8,3 -2.052 -1,5
Finance 48.373 2,9 54.075 3,3 -5.702 -10,5
Information & Technology 72.407 4,4 56.455 3,4 + 15.952 + 28,3
Sonstige 18.473 1,1 18.698 1,1 -225 -1,2
Gesamtergebnis 1.659.139 100,0 1.654.372 100,0 + 4.767 + 0,3

Im Personaldienstleistungsgeschäft gibt es keinen wesentlichen Auftragsbestand, da die Aufträge relativ kurzfristig abgeschlossen werden. Der im Jahr 2016 erzielte Anstieg des Umsatzes um 0,3 % resultiert aus einer Steigerung der Absatzpreise sowie einer gegenläufigen Verringerung der Absatzmengen (abgerechnete Stunden).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,2 Mio. auf EUR 22,3 Mio. verringert. Durch die Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen konnten im laufenden Geschäftsjahr EUR 7,7 Mio. (Vorjahr: EUR 9,5 Mio.) als Erträge verbucht werden.

Die Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen erhöhten sich im Berichtsjahr um EUR 9,5 Mio. auf EUR 48,4 Mio., was 2,9 % vom Umsatz ausmacht (Vorjahr: 2,4 % vom Umsatz).

Die Personalaufwendungen erhöhten sich leicht überproportional zum Umsatzanstieg um 1,1 % auf EUR 1.436,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1.420,2 Mio.).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr EUR 39,1 Mio. nach EUR 448,3 Mio. im Vorjahr und beinhalten planmäßige Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 28,6 Mio. (Vorjahr: EUR 60,0 Mio.) und planmäßige Abschreibungen auf die Markennamen (EUR 6,6 Mio.). Im Vorjahr wurden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 376,9 Mio. vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte im Berichtsjahr haben sich als Folge der außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres entsprechend verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr EUR 127,2 Mio. und liegen somit auf Vorjahresniveau.

Das Ergebnis nach Steuern betrug im Geschäftsjahr EUR 26,3 Mio. Im Vorjahr wurde ein negatives Ergebnis von EUR -363,3 Mio. erwirtschaftet. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte i.H.v. EUR 376,9 Mio. im Geschäftsjahr 2015 waren ursächlich für dieses Ergebnis.

Vor Inanspruchnahme passiver latenter Steuern ergibt sich ein Steueraufwand in Höhe von EUR 9,0 Mio. (Vorjahr EUR 9,2 Mio.).

Nach Zuteilung eines Gewinns in Höhe von EUR 1,0 Mio. an die Michelin Finanz Gesellschaft für Beteiligungen AG & Co. OHG, Karlsruhe, als Minderheitsgesellschafter der ProServ Produktionsservice und Personaldienste GmbH, Karlsruhe, ergibt sich im Berichtsjahr ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 25,0 Mio. nach einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von EUR 364,6 Mio. im Vorjahr.

Gemäß Gesellschaftsvertrag sind Verluste aus dem Einzelabschluss der Adecco Germany Holding SA & Co. KG durch eine Entnahme aus den Rücklagen auszugleichen. Die entnahmefähigen Teile eines etwaigen Gewinns werden dem Privatkonto der Kommanditistin gutgeschrieben. Der Gewinn aus dem Einzelabschluss der Adecco Germany Holding SA & Co. KG betrug im Berichtsjahr EUR 54,6 Mio. Im Vorjahr wurde auf Ebene des Einzelabschlusses der Adecco Germany Holding SA & Co. KG ein Verlust in Höhe EUR 562,8 Mio. erwirtschaftet. Dieses Ergebnis war durch eine vorgenommene Wertberichtigung auf die Beteiligungsbuchwerte in Höhe EUR 633,2 Mio. belastet.

4.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Unternehmen konnte im Berichtsjahr seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzziel in Höhe von EUR 1.672,1 Mio. konnte nicht erreicht werden, da die Zunahme von Mitarbeitern in der erforderlichen Höhe nicht realisert werden konnte. Positiv entwickelten sich die Geschäftsbereiche Information & Technology und Office & Management. Die anderen Geschäftsbereiche entwickelten sich entgegen der Erwartung rückläufig.

Das im Vorjahr gesteckte Ergebnisziel vor Steuern und vor planmäßigen Abschreibungen auf die Markennamen und die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 93,1 Mio. konnte ebenfalls nicht erzielt werden. Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis in Höhe EUR 68,3 Mio. erzielt. Der Hauptgrund hierfür war das nicht erreichte Umsatzziel sowie Kosten für im Geschäftsjahr durchgeführte Restrukturierungsmaßnahmen i.H.v. 12,3 MEUR.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1. Risikomanagement-System

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG ist in das internationale Risikomanagement-System der Adecco Konzernmutter in Chéserex, Schweiz, integriert. Es zielt darauf ab, wesentliche und bestandsgefährdende Risiken der jeweiligen Geschäftseinheit systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Es sind 15 Risikokategorien festgelegt worden, innerhalb dieser jedes Land seine jeweiligen Risiken identifizieren muss. Die Risikoanalyse beinhaltet auch eine Einschätzung bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenshöhe. Für die Risiken, die vom Management beeinflusst werden können, werden Gegenmaßnahmen festgelegt und eingeleitet sowie mit Aktionsplänen, je nach Höhe des Risikos, versehen.

Zur Überwachung der Risiken beschäftigt die Adecco Germany Holding SA & Co. KG einen konzernweiten Risikomanager im Bereich Audit & Compliance, der für die Koordination und Steuerung der Risikomanagementaktivitäten des Konzerns verantwortlich ist. In diesem Bereich wird darüber hinaus konzernweit stichprobenartig die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien, Compliance-Kontrollen sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen überwacht. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine Selbsteinschätzung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind.

Halbjährlich werden die Risiken an den internationalen Risikomanager der Adecco Group AG, Chéserex, Schweiz, berichtet. Diese Berichterstattung wird dem Verwaltungsrat und dem Prüfungsausschuss der Adecco Group AG, Chéserex, Schweiz, vorgelegt, welche den Risikomanagementprozess prüfen und genehmigen.

5.2. Gegenüberstellung der Chancen und Risiken

Die von der Adecco Group Germany identifizierten Chancen und Risiken stellen Abweichungen von der geplanten Entwicklung des Geschäfts dar. Unternehmerische Chancen werden nicht innerhalb unseres Risikomanagementsystems berichtet, sondern im Rahmen der strategischen und der mittelfristigen Planungen in den Management Meetings erfasst und unterjährig im Rahmen der periodischen Berichterstattung verfolgt.

Da es sich bei der Zeitarbeit um ein kurzfristiges Geschäft handelt, beschränkt sich der Chancen- und Risikobericht auf das Jahr 2017. Für die bestehenden rechtlichen Risiken hat das Management im Jahr 2016 Rückstellungen in entsprechendem Umfang gebildet. Für die verbleibenden Risiken sind keine bilanziellen Vorsorgen notwendig. Nachfolgend sind die Hauptrisiken und die daraus resultierenden Chancen der Adecco Group Germany zusammengefasst:

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 preisbereinigt um 1,9% in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld solide gewachsen, nach einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,7% im vorangegangenen Jahr. Die Entwicklung wurde rechnerisch von der Binnennachfrage getragen. Vor allem die staatlichen und privaten Konsumausgaben, aber auch die Bauinvestitionen legten kräftig zu. Die Investitionen in Ausrüstungen erhöhten sich ebenfalls, aber verhaltener. Mit der starken Binnennachfrage nahmen die Importe stärker zu als die Exporte, so dass der Wachstumsbeitrag des Außenhandels leicht negativ ausfiel.

Weiterhin besteht ein erhöhtes Risiko von Zahlungsausfällen. Um diesem entgegenzuwirken, arbeitet das Unternehmen mit dem GUARDEAN DebiTEX Bonitätsindex, bei dem Bonitätsinformationen aus verschiedenen Wirtschaftsauskunfteien einfließen und Kunden in Risikoklassen eingeteilt werden. Teilweise werden Forderungsausfälle über eine Versicherung abgesichert. Der Technische Überwachungsverein bestätigte weiterhin dem Debitorenmanagement des Unternehmens einen erhöhten Sicherheitsstandard nach der Prüfungsnorm "Credit Management Certification".

Risiken der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. der Finanzanlagen der Muttergesellschaft Adecco Germany Holding SA & Co. KG

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. die Finanzanlagen der Muttergesellschaft Adecco Germany Holding SA & Co. KG werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unter Anwendung eines Discounted-Cashflow Verfahrens unterzogen. Die Ergebnisse dieses Verfahrens sind im Wesentlichen abhängig vom verwendeten Diskontierungszins sowie von der Unternehmensplanung in Bezug auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die Ermittlung der Komponenten ist mit Beurteilungsspielräumen und Unsicherheiten behaftet. Insbesondere die Erfüllung der Umsatz- und Ergebnisziele ist vom Eintreten diverser Umweltkomponenten abhängig, die seitens der Adecco Group Germany nur in beschränktem Maße beeinflusst werden können. Die Geschäftsführung geht jedoch aktuell davon aus, dass durch im Geschäftsjahr 2016 getroffene Umstrukturierungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Forcierung der Vertriebsaktivitäten die angestrebten Zielvorgaben erreicht werden können.

Branchenspezifische Chancen und Risiken

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt war der vermehrte Einsatz der Zeitarbeit als strategisches Instrument der Personalrekrutierung in den letzten Jahren deutlich zu erkennen. Die anhaltende Fokussierung der Großkunden auf einen Hauptlieferanten erhöhte den Preisdruck im Berichtsjahr erneut. Bedingt durch die wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr werden Mitarbeiter von den Kundenunternehmen oftmals für sehr kurzfristige Einsätze angefragt.

Aufgrund der Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern ist das Unternehmen am Markt etabliert. Dies sieht die Gesellschaft als Chance für die kommenden Jahre, da das Management der Adecco Germany Holding SA & Co. KG in einem sich konsolidierenden Markt grundsätzlich gute Geschäftsaussichten erwartet.

Aus den unter Punkt 1.4. aufgeführten neuen Regelungen des AÜG, ergeben sich dahingehend Risiken für das Unternehmen, als dass Kunden hinsichtlich der maximalen Überlassungsdauer bzw. der Equal Pay Regularien den Einsatz von Mitarbeitern im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung überdenken. Dieser Neureglung begegnet das Unternehmen u.a. mit möglichen Preisanpassungen und dem Ausbau bestehender bzw. neuer Geschäftsfelder wie z.B. der Digitalisierung, dem Freelance und der Personalvermittlung.

Chancen und Risiken der Kundenbindung

Das Geschäftspotential und die langfristigen Perspektiven der Adecco Group Germany hängen davon ab, ob es uns gelingt Kunden zu akquirieren und an uns zu binden. Kundenzufriedenheit - als Resultat unserer erbrachten Dienstleistungen - ist ein Schlüsselindikator für Kundenbindung und muss daher regelmäßig von uns überprüft werden. Die Kundenbindung kann weiterhin von der wirtschaftlichen Entwicklung und vom Wettbewerbsdruck abhängig sein. Weiterhin können Lieferprobleme zu Umsatz- und Ergebnisverlusten führen. Fortlaufende Betreuung unserer Großkunden durch das Key Account Management und

monatliche Management-Meetings ermöglichen uns, mit strategischen Veränderungen die Kundenbindung und -attraktivität auszubauen.

Chancen und Risiken der Bindung der Mitarbeiter

Wir sind darauf angewiesen, Projektmitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen und an uns zu binden, welche den Anforderungen des Kunden entsprechen. Mit zunehmendem Fachkräftemangel in bestimmten Branchen und stärkerem Wettbewerb um die Fachkräfte ist es eine immer größere Herausforderung, passende qualifizierte Projektmitarbeiter anzubieten. Damit die steigende Nachfrage auch künftig bedient und ihre Bedeutung für den

Arbeitsmarkt ausgebaut werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: Dazu gehören die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter, die Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber, die Verbesserung des Images der Zeitarbeit, die Einhaltung der Tarifverträge und der Ausbau der Dienstleistungen.

Chancen und Risiken der Bindung der internen Mitarbeiter

Die Effektivität und Performance unserer operativen Einheiten hängt stark vom Engagement und der Loyalität des Managements zum Unternehmen, von den Führungskräften in den Niederlassungen und deren Vertriebsmitarbeitern ab. Stark vernetzte und lokale Beziehungen vor Ort sowie die Qualität der Dienstleistungen sind entscheidend für die Entwicklung des Geschäfts. Der Verlust von Top-Personal mit wertvoller operativer Erfahrung in der Personaldienstleistungsbranche oder mit starken Kundenbeziehungen führt dazu, dass das Geschäft signifikant einbrechen könnte. Durch Einleitung entsprechender Personalentwicklungsmöglichkeiten und eine gerechte Vergütung bestehen Chancen, Top-Personal zu halten und zu akquirieren.

IT-Risiken

Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG weist eine zentrale IT-Struktur auf. Daraus könnte das Risiko der Abhängigkeit von einem Data Center entstehen. Nachfolgend sind alle Risiken aufgeführt, die durch entsprechende Gegenmaßnahmen aktiv minimiert werden und einer permanenten Überwachung unterliegen: Ausfall der Energieversorgung, Ausfall des Internets, Hacker-Angriffe, Schäden durch Viren und Trojaner sowie Schäden an Datenleitungen.

5.3. Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den Einzelrisiken aller Risikokategorien der Geschäftseinheiten Adecco Personaldienstleistungen GmbH, DIS AG, euro engineering Aktiengesellschaft und Adecco Operations Germany GmbH zusammen. Dort sind Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund, dass weiterhin beträchtliche gesamtwirtschaftliche und branchenbedingte Risiken bestehen, können Rückschläge auf dem Weg zur nachhaltigen Realisierung unserer angestrebten Wachstums- und Renditeziele nicht völlig ausgeschlossen werden.

6. Prognosebericht

6.1. Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Die deutsche Bundesregierung geht in ihrem im Februar 2017 veröffentlichten Wirtschaftsbericht von einem Wachstum von 1,4 % in 2017 aus.

Der Beschäftigungsaufbau wird sich im Jahr 2017 weiter fortsetzen. Vor allem in den Dienstleistungsbereichen ist mit einer positiven Beschäftigungsentwicklung zu rechnen. Alles in allem soll sich die Zahl der Erwerbstätigen um durchschnittlich 320.000 Personen erhöhen. Es wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote sich auf ca. 6% stabilisiert. In diesem Umfeld erwartet das Unternehmen durch eine stabile Auftragslage seitens Unternehmen, die weiterhin auf Zeitarbeit setzen, und dem Ausbau neuer und bestehender Geschäftsfelder (u.a. Digitalisierung, Freelance und Personalvermittlung) zu profitieren.

6.2. Künftige Branchensituation

Die Deutsche Zeitarbeitsbranche wird durch die zum 1. April 2017 in Kraft tretende AÜG Reform beeinflusst. Sowohl die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten als auch die Equal Pay Regelung nach spätestens 9 Monaten führen zu einer starken Regulierung des Marktes, auf das Zeitarbeitsunternehmen Antworten liefern müssen. Gerade Segmente mit langen Prozesslaufzeiten werden bedroht. Abweichende Regelungen in Tarifverträgen der Einsatzbranche oder in auf Grund eines solchen Tarifvertrages getroffenen Betriebsvereinbarungen sind insbesondere für das Professional Staffing bzw. für die Zeitarbeit im hochqualifizierten Bereich wichtig, da hier viele Projekte längere Einsatzdauern erfordern.

Nicht zuletzt auf Grund dieser geplanten weiteren Regularien der Bundesregierung nehmen die Anfragen hinsichtlich Werkverträge und Outsourcing-Dienstleistungen stetig zu und werden künftig eine größere Bedeutung haben. Zusätzlich wird erwartet, dass große Unternehmen ihre Anbieterkonsolidierung im Einkauf und Vergabeprozesse verschärfen.

Insgesamt wird ein geringeres Umsatzwachstum für alle Unternehmen der Zeitarbeitsbranche in 2017 erwartet. Die Erwartungen liegen zwischen +1,3% und +2,1%.

Das Adecco Management schätzt, dass die Anzahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland in 2017 dank der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen steigen wird. Allerdings sind die hohe Beschäftigungsquote, der Fachkräftemangel und vor allem die Verteuerung der Zeitarbeit durch die bereits vereinbarten tarifvertraglichen Entgeltanpassungen sowie die vorstehend dargestellten gesetzlichen Änderungen Einflüsse, die die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trüben. Qualifizierte Fachkräfte werden nicht nur zu höheren Stundensätzen überlassen, sie nehmen auch Funktionen in Unternehmen wahr, die über eine Skalierung der personellen Produktionsressource hinausgehen. Der Fachkräftemangel wird dabei in Deutschland seit Jahren schon als potenzielles Hindernis für Wachstum in allen Branchen, aber auch in der Zeitarbeit, gesehen.

6.3. Künftige Unternehmenssituation

Die Absatzsituation wird sich für die Adecco Group Germany aufgrund der zu erwartenden positiven konjunkturellen Entwicklung in 2017 deutlich verbessern. Das Management rechnet vor diesem Hintergrund mit einem höheren Umsatz in Höhe von EUR 1.702,8 Mio. Durch die unter Punkt 1.4. erwähnten Neuregelungen des AÜG, wird die Rohertragsmarge unter Druck sein. Eine Weitergabe der Zusatzkosten an die Kunden mittels einer Erhöhung der Verrechnungssätze wurde teilweise bereits umgesetzt oder ist in Planung, jedoch wird dies nicht überall gelingen. Ebenfalls wird durch die weitere Steigerung des Geschäfts mit Freelancern die Rohertragsmarge sinken, da dieses eine geringere Marge als die Arbeitnehmerüberlassung aufweist.

Entgegen dieser negativen Einflüsse wird die Unternehmensgruppe, und hierbei vor allem die DIS AG, einen starken Fokus auf das Personalvermittlungsgeschäft legen. Hierdurch erwartet sich das Management einen wiederum positiven Effekt auf die Rohmarge. Insgesamt plant das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern und vor der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte und der Markennamen in Höhe von EUR 75,5 Mio. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Markennamen (EUR 6,6 Mio.) und die Geschäfts- oder Firmenwerte (EUR 28,6 Mio.) werden das Ergebnis negativ beeinflussen.

Positive Effekte werden durch durchgeführte Restrukturierungsmaßnahmen erwartet, die zu einer deutlich verbesserten Kostenstruktur führen werden. Die Restrukturierungsmaßnahmen beinhalteten unter anderem die Schließung von unprofitablen Niederlassungen.

Es ist zudem geplant, das Werkvertrags- und Dienstleistungsvertragsgeschäft stärker auszubauen.

Für das Jahr 2017 rechnet das Unternehmen mit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in der gleichen Größenordnung wie in den Vorjahren. Es handelt sich dabei um reine Ersatzinvestitionen. Die Investitionen werden im Jahre 2017 aus dem laufenden Cash Flow finanziert.

 

Düsseldorf, 22. März 2017

Die Geschäftsführung

Franz-Josef Schürmann

Thomas Rinne

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