Orten Betriebs GmbH

54470 Bernkastel-Kues, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 44813
Eingetragen
1.10.2019
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenHerstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern
Gegenstand
Die Herstellung, der Handel mit und die Vermietung von Kraftfahrzeugen, Anhängern und Aufbauten aller Art sowie die Vornahme aller damit zusammehängender Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rao Tarkeshwar
seit 30.4.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Frank Fuchs
seit 27.11.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Trentar Private LimitedIND
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Orten Betriebs GmbH

Bernkastel-Kues

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht 2021

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Grundlagen und Geschäftsmodell der ORTEN Betriebs GmbH

Die ORTEN Betriebs GmbH (nachfolgend ORTEN) ist ein mittelständisches Traditionsunternehmen in dritter Generation, das auf Anfänge bis ins Jahr 1925 zurückblicken kann. Die Geschäftsgrundlage bildet die Fertigung und der Handel von Nutzfahrzeugtechnik, insbesondere die Produktion von Aufbauten und Anhängern sowie Aufliegern für die getränkeherstellende und transportierende Industrie sowie die Entsorgungswirtschaft und Automotive-Industrie.

Qualitative und innovative Aufbautechnik für Distributionslogistik und den Streckentransport von Getränken sind das Kerngeschäft. Dies wird ergänzt durch die Bausatzfertigung sowie den Handel mit neuen und gebrauchten Nutzfahrzeugen sowie deren Vermietung. Darüber hinaus werden Reparatur- und Lackierarbeiten sowie der Handel mit Ersatzteilen ausgeführt.

ORTEN gehört zu den Pionieren der Elektrifizierung dieselbetriebener LKW in den Gewichtsklassen 3 t bis 26 t. ORTEN leistet hierdurch seinen Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele und Reduzierung der CO 2 -Emissionen in der transportierenden Wirtschaft, insbesondere im Nahverkehr.

Die langjährige Kooperation mit einem französischen und polnischen Fahrzeugbauer ergänzen das eigene Herstellprogramm. Der Absatzmarkt umfasst neben Deutschland als Kernmarkt die Länder Schweiz und Österreich sowie Luxemburg und die Niederlande.

ORTEN beschäftigt rund 104 Mitarbeiter an drei Produktionsstandorten:

Bernkastel-Kues/Mosel (Hauptsitz)

Wittlich-Wengerohr/Mosel (E-Mobilität und GeBoKit) und

Rothnaußlitz/Sachsen (Sonderfahrzeugbau und ORTEN fresh Produkte)

ORTEN verfügt über eine ausgezeichnete Marktposition und einen hohen Bekanntheitsgrad mit langjährigen stabilen Kundenbeziehungen. In der Nische Fahrzeugtechnik für die Getränkelogistik zählt ORTEN zu den Marktführern der Branche. Die ORTEN-Produkte bieten höchste Qualität und zeichnen sich durch langlebige, verschleißarme Beschaffenheit aus. Die Erhöhung der Nutzlast durch Leichtbau und hohe Bedienungsfreundlichkeit der Aufbautechnik für das Fahrpersonal sind ein besonderes Merkmal der ORTEN-Produkte. Das Mitarbeiterteam besteht an den drei Produktionsstandorten aus erfahrenen Fachkräften und kreativen kompetenten Technikern.

Das Leistungsangebot umfasst:

Getränke Überdach Schwenkwandaufbausystem KettLiner

Getränke Unterdach Schwenkwandaufbausystem SubLiner

SafeServer Alu-Schiebeplanen-Paneelsysteme für LKW, Anhänger und Sattelauflieger sowie SafeServer Simply Aufbautechnik

CityLifter Aufbausysteme für leichte Nutzfahrzeuge

SideLiner vollautomatisch öffnendes Aufbausystem

R.O.S. automatisch öffnendes elektrisches Rollladenaufbausystem

CurtainSafer Großvolumen-Züge

Ultra-light Lastzugkombinationen in Ganzaluminium-Bauweise

KEP Aufbausysteme für Transporter LKW

Pritschen und Kippaufbauten für Transporter LKW

Koffer- und Kühlaufbauten

Großvolumen-Sattelauflieger

BDF-Wechselaufbausysteme und Wechsel-Anhänger

Event- und Promotionsfahrzeuge

Zudem erfolgt seit mehr als 40 Jahren in Bernkastel-Kues der An- und Verkauf gebrauchter Nutzfahrzeuge mit Schwerpunkt Getränkefahrzeuge sowie deren Kurz- und Langzeit-Vermietung. Innovative Bausätze (Kits) und vorgefertigte Aufbausysteme für den Fahrzeugbau werden am Standort Wittlich-Wengerohr produziert und vertrieben.

Im Geschäftsbereich E-Mobilität rüstet ORTEN seit 2015 als Systemintegrator herstellerunabhängig neue und gebrauchte Diesel Nutzfahrzeuge von 3 t bis 26 t zGM auf 100 % Elektroantrieb um. Die Elektrifizierungskomponenten werden von dem langjährigen Kooperationspartner EFA-S Elektrofahrzeuge Stuttgart bezogen. Neben der Umrüstung vorhandener Nutzfahrzeuge wird ein eigener 100 % elektrisch betriebener Transporter LKW, die E-Gazelle, produziert und vermarktet und auch zur Miete angeboten.

Schwerpunkt ist die emissionsfreie Belieferung von Innenstädten und urbanen Räumen mit 100 % elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen. Zu den wichtigsten Kunden zählen Kommunen, Sonderfahrzeughersteller, Paketzusteller, Getränke- und Kühllogistiker sowie Busbetreiber.

1.2. Rahmenbedingungen der Gesamtwirtschaft und Branche

Das Jahr 2021 war geprägt von der Corona-Pandemie und der Verknappung von Halbleitern und Vormaterialien. Des Weiteren beeinflussten Preissteigerungen, getrieben von Energiepreiserhöhungen in einem bisher nicht gekannten Ausmaß, das Geschäftsjahr, die sich im Jahr 2022 fortsetzen.

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2021 nach dem Corona-Absturz im Vorjahr wieder auf leichtem Wachstumskurs und hat insgesamt +2,7 % zugelegt. Das von der Bundesregierung erwartete Wachstum von 3,5 % wurde nicht erfüllt, der Hauptgrund waren Lieferengpässe von Materialien. Diese bremsten die industrielle Wertschöpfung erheblich. Fehlende Mikrochips, Rohstoffe und Bauteile lähmen die Produktion und reichen bis ins Jahr 2022. Im letzten Quartal 2021 sank das BIP sogar. Die vierte Corona Welle führte zu weiteren Einschränkungen.

Die Inflationsrate erreichte im Dezember 2021 mit 5,3 % einen neuen Höchstwert bei einem Jahresschnitt von 3,1 % im Jahr 2021.

Die Gaspreisentwicklung im Dezember 2021 erreichte +22 % gegenüber dem Vormonat und +312 % gegenüber Dezember 2020. Gründe lagen u. a. in der der verknappten Erdgasbelieferung durch Russland bei steigendem Erdgasverbrauch.

Der für den Fahrzeugbau wichtige Rohstoff Aluminium verzeichnete ebenfalls deutliche Preissteigerungen.

Bedingt durch die drastische Energiepreisentwicklung und Rohstoffverknappung stiegen die Erzeugerpreise um +19,2 % gegenüber 2020.

Die Branche kämpft mit Materialengpässen. Durch den Mangel an Halbleitern wurden LKW-Fahrgestelle, nahezu aller namhaften LKW-Hersteller, oft monatelang verspätet ausgeliefert. Lieferterminüberschreitungen von mehr als einem halben Jahr sind keine Seltenheit.

Im Dezember 2021 meldeten 92,9 % der Unternehmen der Automobilindustrie eine nicht ausreichende Versorgung mit Vorprodukten.

Die Lieferengpässe werden begleitet von einem zunehmenden Mangel an Fachkräften.

Der Nutzfahrzeugmarkt mit LKW über 6 t zGM, der für unser Unternehmen bedeutsam ist, wuchs dennoch im Jahr 2021 von Januar bis Dezember um +6 % auf 72.500 Neuzulassungen (KBA) und in Westeuropa sogar um +7 % mit 267.000 Einheiten Neuzulassungen (KBA).

Das Geschäftsklima bei Transport und Logistik im Jahr 2021 belebte sich ab Dezember 2021 laut Ifo Institut. Die Mauteinnahmen als Indikator für Fahrleistungen von Euro 6 Nutzfahrzeugen stiegen im Jahr 2021 um +6 %.

Der Anhängermarkt Deutschland verzeichnet mit 25.300 Neuzulassungen einen Zuwachs von +4 % gegenüber dem Vorjahr, davon Mehrachsanhänger mit über 6 t ZGM mit +3 %.

Bei Sattelanhängern in Deutschland konnte ein Zuwachs von +5 % verzeichnet werden.

Im Jahr 2020 war der Sattelaufliegermarkt, was Neuzulassungen anbelangt, auf das seit 2013 geringste Niveau eingebrochen.

Die Inlandsproduktion inklusive Export von Nutzfahrzeugen über 6 t zGM brach im dritten Quartal 2021 ein. Wuchs die Produktion im 1. Halbjahr 2021 noch bis 40 %, brach diese ab dem 3. Quartal um ca. 30 % gegenüber dem Vorjahr ein.

Der Auftragseingang bei Nutzfahrzeugen über 6 t zGM erhöhte sich gewaltig ab dem 3. Quartal 2021 um + 46 % und lag kumuliert im 1. Halbjahr 2021 sogar bei + 83 %.

Die Kapazitätsauslastung der Branche betrug zum Ende 2021 im Schnitt 24,7 Wochen.

Die namhaften LKW-Hersteller hatten Ende 2021 allesamt Liefertermine von länger als 12 Monaten auf Neubestellungen.

1.3. Umsatz- und Auftragsentwicklung sowie Geschäftsverlauf und Lage der ORTEN Betriebs GmbH

Im Jahr 2021 betrug der Gesamtumsatz der ORTEN Betriebs GmbH 25.084 T€. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 6,9 %. Vor Ergebnisabführung wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 329 T€ ausgewiesen. Dieser liegt damit um 815 T€ unter dem Vorjahr, insbesondere da die Produktion wegen fehlender LKW-Fahrgestelle aufgrund fehlender Halbleiter seit dem Spätsommer 2021 erheblich stockte und keine kontinuierliche Produktion möglich war. Auslieferungen waren im letzten Quartal rückläufig und zum Teil musste im Bereich Fahrzeugbau temporär Kurzarbeit wegen fehlender LKW-Fahrgestelle und Anhängern geleistet werden.

In der Sparte E-Mobilität wurden viele unterschiedliche Projekte und Entwicklungen parallel angestoßen, u. a. die Entwicklung eines Umrüstkits sowie die Elektrifizierung unterschiedlicher Fahrzeugtypen, welche für die zukünftige Ausrichtung der Unternehmenssparte von hoher Bedeutung sind, jedoch im laufenden Jahr 2021 zu vermehrten Investitionen und Entwicklungsaufwendungen führten. Die E-Gazelle konnte zudem nicht in dem ursprünglich geplanten Umfang abgesetzt werden.

Der Geschäftsverlauf ist somit nicht zufriedenstellend.

Erfreulich ist, dass der Auftragsbestand (einschließlich Handelsware) zum Geschäftsjahresende mit 19.027 T€ gegenüber 16.113 T€ in 2020 und 13.625 T€ in 2019 deutlich gestiegen ist. Aktuell beträgt der Auftragsbestand sogar rund 31,5 Mio. €.

Die Auslastung der Produktion ist für das Folgejahr 2022 bis weit in das Jahr 2023 gesichert und, sofern die Anlieferung der LKW-Fahrgestelle nicht wieder massiv einbricht, ist mit keiner Produktionsstockung oder längeren Unterbrechung mehr zu rechnen.

1.4. Produktion und Beschaffung

Die permanente Verbesserung der Betriebsabläufe wird als ständige Aufgabe verstanden. Zur Verbesserung der Abläufe wurden sowohl die Auditierung durch die Daimler Trucks AG als auch die Zertifizierung nach ISO 9001 für das Hauptwerk in Bernkastel- Kues und die Sparte E-Mobilität im Werk Wittlich-Wengerohr erfolgreich durchgeführt.

Die Fertigung der benötigten Getränke-Aufbaukomponenten für den KettLiner und TopLiner sowie SubLiner erfolgt in einer modernen Fertigungsstätte am Standort Wittlich-Wengerohr. Der hohe Anspruch an Korrosionsbeständigkeit durch Einsatz der KTL-Beschichtung für alle Stahlmaterialien sowie die Verwendung von hochwertigen Alu-Paneel-Elementen- Wabenplatten sind fester Bestandteil der Qualitätsansprüche.

Durch die drei Fertigungsstätten Bernkastel-Kues, Wittlich-Wengerohr und Rothnauß- litz/Sachsen besteht eine hohe Flexibilität was Kundenanforderungen anbelangt.

Sorge bereiten die sprunghaften und enormen Verteuerungen der Rohstoffpreise und der Energiepreise in einem bisher nicht bekannten Ausmaß, u. a. bei Aluminium, Stahl und nahezu allen Vorkomponenten wie Ladebordwände, Anhängerfahrgestelle und Bausätze. Hier sind in der Regel mehr als zweistellige Preiserhöhungen zu verkraften und an die Kunden weiterzugeben, soweit möglich.

Des Weiteren gab es bei bestimmten Bauteilen Lieferengpässe.

Im Geschäftsfeld E-Mobilität verlängerten sich die Lieferzeiten erheblich und bestimmte Produktelemente wurden über längere Zeiträume nicht geliefert.

Es wurden vereinzelt Aufträge storniert, aufgrund der Corona-Pandemie und dessen Auswirkungen auf das Geschäft unserer Kunden, aber nicht in erwähnenswertem Umfang.

1.5. Personal

Im Geschäftsjahr 2021 wurden einschließlich dem Geschäftsführer durchschnittlich 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt gegenüber 101 im Vorjahr.

Der Personalstamm teilt sich per 31.12.2021 wie folgt auf (Vorjahreswerte in Klammern)

• Kaufmännische Angestellte inkl. Geschäftsführer 32 (31)
• Gewerbliche Arbeitnehmer 63 (62)
● Auszubildende kaufmännisch und gewerblich 5 (5)
• Aushilfen /Teilzeitbeschäftigte 4 (3)

Das seit langem bestehende Facharbeiter Rekrutierungsproblem hält weiter an. Es gilt als wichtige Aufgabe, die bestehende Kernmannschaft an das Unternehmen zu binden, was auch größtenteils gelungen ist.

Wichtig ist zudem vorausschauende Personalrekrutierung für diverse Positionen vorzunehmen, welche in absehbarer Zeit aufgrund von zu erwartendem Ruhestand neubesetzt werden müssen.

Im Bereich der Elektromobilität müssen auf einigen Positionen Neubesetzungen erfolgen, um das Geschäftsfeld weiterzuentwickeln.

1.6. Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden vornehmlich Investitionen in der Sparte Elektromobilität (Sachanlagen ohne Miet- und Leasingfahrzeuge) in Höhe von 563 T€ vorgenommen.

Im Wesentlichen wurden Investitionen in nachfolgenden Segmenten getätigt:

Bürocontainer

Maschinen und Anlagen

Technische Einrichtungen

Fuhrpark, PKW

EDV, IT-Struktur

Einrichtungen für E-Mobilität

1.7. Forschung und Entwicklung

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Prozessabläufe sowie die Verbesserung der Abläufe gehören zum festen Bestandteil der Unternehmens DNA. Die Zertifizierung des Unternehmens nach ISO 9001 sowie die Auditierung durch die Daimler Trucks AG erforderte diverse Anpassungen der Prozesse. Weiterentwicklung der vorhandenen Produkte sowie Kunden und projektbezogene Entwicklungen gehören zu den ständigen Aufgaben im Unternehmen.

In der Sparte E-Mobilität wurde der Iveco Daily-Kit vollendet, des Weiteren die Entwicklung von 2 neuen Fahrzeugtypen und Konstruktionen und Stücklisten für laufende Projekte dokumentiert.

Grundlagenforschung wird nicht betrieben.

1.8. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens war jederzeit stabil. Aufgrund der zugesagten Kreditlinien der drei langjährigen Hausbanken waren wir stets in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Kreditvereinbarungen wurden bis Juni 2024 verlängert. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit gesichert. Zum Abschlussstichtag ist ausreichend Liquidität vorhanden.

Der Rückgang der liquiden Mittel von 5.926 T€ im Vorjahr auf 1.437 T€ resultiert mit einem negativen Cashflow von 2.211 T€ aus der laufenden Geschäftstätigkeit, mit -570 T€ aus der Investitionstätigkeit und mit -1.708 T€ aus der Finanzierungstätigkeit.

Die aufgenommenen KfW-Kredite über insgesamt 2 Mio. € wurden im 1. Halbjahr 2022 vollständig zurückgezahlt.

Zur Finanzierung der gebrauchten Fahrzeugbestände wurden darüber hinaus weitere Kredite von Finanzdienstleistern, je nach Bedarf, in Anspruch genommen. Der Kreditrahmen wurde weiter ausgeweitet. Diese Kreditlinie dient als Lagerfinanzierungslinie und als Kreditpuffer für den An- und Verkauf neuer und gebrauchter Nutzfahrzeuge aus dem Umlaufvermögen.

Die gesamten Zinsaufwendungen für die Inanspruchnahme von Fremdkapital betrugen in 2021 134 T€ gegenüber 117 T€ Zinsen im Vorjahr. Für das Folgejahr ist mit einer ähnlich hohen Zinsbelastung zu rechnen, da der Zinssatz der Kredite bis Juni 2024 festgeschrieben wurde.

1.9. Ertragslage

Die Gesamtleistung verringerte sich von 27.272 T€ in 2020 um 1.449 T€ auf 25.823 T€.

Der Materialaufwand verringerte sich im Vergleich zum Umsatzrückgang unterproportional von 18.699 T€ in 2020 auf 17.944 T€, so dass der Rohertrag um 694 T€ auf 7.878 T€ zurückging.

Die Rohertragsquote liegt mit 30,5 % der Gesamtleistung leicht unter dem Niveau des Vorjahres (31,4 %).

Der Personalaufwand liegt mit 5.006 T€ aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl über dem Vorjahresniveau von 4.753 T€.

Während die Abschreibungen von 390 T€ auf 304 T€ zurückgingen, ist die Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 2.435 T€ nahezu unverändert.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses, der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 329 T€ nach 1.144 T€ im Vorjahr.

1.10. Vermögenslage

Insbesondere aufgrund der die Abschreibungen übersteigenden Investitionen in Miet- und Leasingfahrzeuge sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung ist das Anlagevermögen von 1.096 T€ im Vorjahr auf 1.563 T€ gestiegen.

Das Vorratsvermögen ist sowohl preis- als auch mengenbedingt von 6.879 T€ im Vorjahr auf 9.385 T€ gestiegen.

Insbesondere bedingt durch die Fakturierung mehrerer Großaufträge vor dem Abschlussstichtag sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.478 T€ auf 2.752 T€ gestiegen.

Während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 288 T€ auf 186 T€ zurückgegangen sind, sind die sonstigen Vermögensgegenstände, insbesondere aufgrund des Ausweises des Umsatzsteuersaldos auf der Aktivseite, um 203 T€ gestiegen.

Der Rückgang der liquiden Mittel von 5.926 T€ im Vorjahr auf 1.437 T€ ist in der Hauptsache auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (-2.211 T€) sowie die im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthaltenen Auszahlungen aus Ergebnisabführungen für Vorjahre zurückzuführen.

Das Eigenkapital ist mit 4.072 T€ aufgrund der Ergebnisabführung unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote liegt mit 26,1 % auf dem Vorjahresniveau (25,9 %).

Insbesondere aufgrund der rückläufigen erwarteten Verpflichtungen aus Gewährleistungen sind die Rückstellungen um 192 T€ zurückgegangen.

Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 6.884 T€ (im Vorjahr 6.514 T€) und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit 963 T€ (im Vorjahr 885 T€) leicht gestiegen sind, liegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bedingt durch den Aufbau der Vorratsbestände um 1.571 T€ über dem Vorjahresstand.

Die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.628 T€ resultiert aus den Zahlungen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um 313 T€ ist insbesondere auf den Ausweis des Umsatzsteuersaldos auf der Aktivseite zurückzuführen.

2. Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 sind nachfolgende wesentliche Veränderungen erfolgt:

Die aufgenommenen KfW-Kredite über insgesamt 2 Mio. € wurden im Frühjahr 2022 vollständig zurückgezahlt.

Mit Vertrag vom 10. Juni 2022 (signing) wurden die Geschäftsanteile an der Gesellschaft durch die Orten Holding GmbH an HYZON Motors Europe B.V., Winschoten (NL), die wiederum mehrheitlich zur HYZON Motors Inc. mit Sitz in Rochester State New York (USA) gehört, verkauft. Hiermit einhergehend wird der Ergebnisabführungsvertrag aufgrund Vereinbarung vom 19. Juli 2022 mit Wirkung zum Ablauf des am 04. Oktober 2022 endenden Rumpfgeschäftsjahres aufgehoben. Die Übertragung der Geschäftsanteile (closing) ist für den 04. Oktober 2022 vorgesehen.

Mit der Kündigung des Ergebnisabführungsvertrags sind ab dem 05. Oktober 2022 entstehende Gewinne/Verluste nicht mehr abzuführen. Im Übrigen werden aufgrund des Gesellschafterwechsels keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Das Jahr 2022 war zunächst gut gestartet. Die Lieferkettenprobleme schienen sich aufzuklären. Die Industrieproduktion und Auftragseingänge erreichten neue Rekorde.

Auch in unseren Fahrzeugbau-Geschäftsbereichen konnten wir hohe Auftragseingänge zu Beginn des Jahres verzeichnen.

Bis zum 24. Februar standen die Zeichen auf Aufschwung. Der Überfall Russlands auf die Ukraine veränderte jedoch sämtliche Koordinaten und Prognosen. Die Energiesicherheit war bedingt durch die Abhängigkeit von Russland, das rund ein Drittel der deutschen Primärenergieverbrauchs im Jahr 2021 liefert, dahin. Das HRI (Handelsblatt Research Institute) senkt seine Konjunkturerwartung danach deutlich. Die gesamte Wirtschaft wird im Jahr 2022 nur noch um 1,6 % zulegen, für 2023 geht das HRI nur noch von 0,8 % aus. Erdöl ist um rund 66 % teurer als im Vorjahr und Erdgas und Steinkohle sogar um etwa 200 %. Im Jahresschnitt 2022 wird laut Handelsblatt von einer 6,9 %-igen Teuerung und in 2023 von einer Teuerungsrate von 3,2 % ausgegangen.

Die Inflation betrug in Deutschland im Monat Mai 7,9 % - dies entspricht dem höchsten Wert seit fast 50 Jahren. Der Kostenschock trifft alle ausnahmslos. Zudem bahnt sich aktuell eine Einschränkung der Versorgung durch Russland an. Wir schlittern in eine Energieversorgungskrise. Die Unternehmen und die Wirtschaft haben im Jahr 2022 mit verschiedenen Krisen zu kämpfen.

Des Weiteren führt die schwierige Verfügbarkeit von Vorprodukten und Rohstoffen sowie Halbleitern zu erheblichen Verspätungen von eingeplanten LKW- und Anhängerfahrgestellen. Internationale Lieferketten sind durch die Teilschließung des Hafens von Shanghai erheblich eingeschränkt. Das spüren sowohl unsere Branche als auch unsere Kunden. Vor diesem Hintergrund werden die Markt-Prognosen sowohl für den Weltmarkt wie China, USA aber auch für Europa und Deutschland gesenkt werden müssen.

In China wird für das Jahr 2022 von einem Rückgang von 2 % der Light-Vehicle-Verkäufe ausgegangen. Für die USA wird ein Rückgang um ein Prozent gegenüber 2021 erwartet. Für Deutschland geht man angesichts der Lieferschwierigkeiten von einer Stagnation im laufenden Jahr aus. Das Marktvolumen des Vor-Corona-Jahres 2019 wird mit dem aktuellen Wert um 13 % unterschritten. Gegenüber dem Rekordjahr 2017 reduziert sich das Volumen sogar um 17 %. Die Zeiten für die deutsche Wirtschaft und damit auch für die deutsche Automobilindustrie bleiben herausfordernd.

Für unser Unternehmen bedeutet insbesondere die mangelnde Planbarkeit der LKW-Fahrgestellanlieferung und die mehrmonatige Verspätung von Neufahrzeugen eine starke Einschränkung. Bei einem hohen Auftragsbestand von aktuell ca. 31,5 Mio. € erwarten wir trotzdem stabile Umsatzerlöse in 2022.

Wir erwarten, dass sich die Situation gegen Ende des Jahres 2022 normalisiert und wir in 2023 an die Vorjahre 2020 bzgl. Umsatz anknüpfen können. Erfreulich ist die Entwicklung der Geschäftssparte des An- und Verkaufs gebrauchter und neuer Nutzfahrzeuge, die bedingt durch verstärkte Nachfrage aufgrund fehlender Neufahrzeuge ein Umsatzplus aufweist. Insgesamt sollte durch den sehr komfortablen Auftragsbestand kein besorgniserregender Einbruch erfolgen. Sollte es infolge der wirtschaftlichen Entwicklung zu einer Rezession kommen, hätte dies für die zukünftige Investitionsbereitschaft der Logistikbranche auch eine Einschränkung zufolge, welche zu einer Anpassung der Prognose führen müsste.

Für 2022 rechnen wir im Vergleich zu 2021 mit einem gleichbleibenden Betriebsergebnis und Jahresergebnis.

3.2. Risikobericht

3.2.1. Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem ist ein fortlaufender Prozess. Die Unternehmenssoftware ScopeVisio wird als Reportingtool von allen Mitarbeitern genutzt. Das monatliche Berichtssystem in bewährter Form aktualisiert ausgeführt.

Das Reporting umfasst neben den Kennzahlen der einzelnen Werke und Geschäftsfelder einen Soll-Ist-Vergleich, einen Bankenspiegel mit Liquiditätsplan, die tagesaktuelle Auftragsbestandsliste, die OP-Liste und die Übersicht über Verbindlichkeiten sowie weitere wichtige Informationen für die Geschäftsleitung.

3.2.2. Risiken

Globale Risiken aus Umfeld und Branche

Die Herausforderungen für die gesamte Wirtschaft und für unsere Branche sind derzeit sehr hoch.

Mitten in der Transformation der Verkehrswirtschaft stehen sich verschiedene überlappende Krisen gegenüber. Die Ukraine-Krise, die Auswirkungen der Corona-Krise und einer neuen zu befürchtenden Pandemie im Herbst, die seit langem anhaltenden Lieferengpässe, gepaart mit einer in dieser Form nie dagewesenen Inflations- und Preissteigerungswelle.

Sollte die Gaszufuhr eingeschränkt oder von Russland ganz reduziert werden, käme eine Energiekrise in unbekanntem Ausmaß hinzu. Da das Ende des Ukraine Krieges nicht in Sicht ist, wird ein langer Atem gebraucht.

Über die Hälfte der deutschen Unternehmen gibt an, dass es zu einer Anpassung der Investitionsbereitschaft kommen wird, sollten die wirtschaftlichen Rezessionsgefahren sich ausweiten. Die jüngsten kräftigen Zinserhöhungen der Notenbanken, die als Gegenmaßnahme zur außer Kontrolle geratenen Inflation erfolgen, können zu einer wirtschaftlichen Rezession führen.

Durch große finanzpolitische Herausforderungen und hohe Ausgaben beim Staat im Sozialbereich, u. a. durch die Einwanderung, sowie für die Energiewende und Klimaschutz als auch die Landesverteidigung wird der Staat seine Einnahmen erhöhen oder Ausgaben kürzen müssen. Dies führt zu eingeschränkten Investitionen und kann sich zu einer wirtschaftlichen Krise ausweiten.

Arbeitsmarkt und Zuliefererindustrie

Die Zahl offener Stellen durch Fachkräftemangel notierte im Jahr 2021 auf einem Allzeithoch. Demografie bedingt wird dieser Mangel an Facharbeiter eher verschärft.

Hier gilt es neue kreative Lösungen zu entwickeln, um die vorhandenen Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern.

Preissteigerungen der Vorlieferanten in bisher unbekanntem Ausmaß können nicht oder nur begrenzt weitergegeben werden an die Endkunden. Oftmals wird ein Preis nur unter Vorbehalt mitgeteilt, sodass in einem laufenden Auftrag die Gefahr einer erneuten Preisanpassung durch den Vorlieferanten besteht.

Hinzu kommen Risiken wegen mangelnder Planbarkeit von Vorliefermaterialien wegen gestörter Lieferketten was Terminzusagen anbelangt.

Wir haben unser Angebotswesen umgestellt und Preisangebote nur noch mit 30-tägiger Gültigkeit verfasst. Des Weiteren behalten wir uns vor, Preisanpassungen vornehmen zu können, falls nachweisbar Vorlieferanten vom Ursprungsangebot abweichen.

Absatzmarkt und Kundenstruktur

Durch langjährige Kundenverbindungen ist die Nachfrage auch zukünftig gesichert. Nutzfahrzeuge werden in Zyklen von 4-6 Jahren ausgetauscht, sodass ein Großteil der Nachfrage aus dem vorhandenen Kundenstamm resultiert. Die Geschäftsbereiche Fahrzeugbau und Nutzfahrzeughandel ergänzen sich. Großkunden, die mehr als 15 % unseres Gesamtumsatzes tätigen, sind nicht vorhanden. Kundenabhängigkeiten und wesentliche Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund des Verlustes eines Kunden bestehen nicht.

Im Geschäftsfeld E-Mobilität werden zunehmend die OEMs mit eigenen E-Fahrzeuglösungen den Markt bedienen. Hier gilt es, sich wie im Fahrzeugbau Nischen zu sichern.

Produkthaftung, Gewährleistungs- und Garantierisiken

Die Versicherungen werden in Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Makler an die bestehenden Risiken angepasst.

Die Sicherheit der Prozesse im E-Mobilitätsbereich wurde mit Hilfe eines Beratungsunternehmens nach ISO 26262 eingeleitet.

Unser Qualitätsmanagement, einhergehend mit der ISO 9001, soll vor unerwarteten Garantieansprüchen schützen. Die Qualitätsanforderungen werden ständig überwacht.

Im Berichtsjahr gab es keine größeren Reklamationen, welche über das normale Maß hinausgehen.

Risiken im Handel mit gebrauchten Nutzfahrzeugen

Hier mussten keine Lagerbestände abgewertet werden, weil durch die Verknappung der Neufahrzeuge im Nutzfahrzeugsegment und auch die langen Lieferzeiten die Sparte Gebrauchtfahrzeughandel mit Nutzfahrzeugen eine Sonderkonjunktur erfährt. Einkäufe werden wie bisher im 6 Augen Prinzip getätigt.

Finanzierungs- und Ausfallrisiken

Die Hausbanken haben das Unternehmen, wie in den vergangenen Jahren, begleitet. Es gibt einen festen Kreditvertrag bis 2024. Die in 2022 zurückgezahlten KfW-Darlehen wurden durch die Hausbanken durch Erhöhung der Kreditlinien aufgefangen.

Es mussten keine größeren Forderungsausfälle verbucht werden. Die meisten Neubaugeschäfte sind durch Finanzierungseintrittserklärungen bei Auftragserteilung abgesichert. Fahrzeuge werden nur gegen rechtskräftige Vorlage des Finanzierungsnachweises ausgeliefert.

Bedingt durch die stark erweiterte Vorproduktion infolge ausbleibender eingeplanter Neufahrzeuge, sind die Warenlager und halbfertigen Produkte angewachsen. Aufgrund des damit einhergehenden Liquiditätsrückgangs wird der Überwachung der Liquidität eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt.

Gesamtbetrachtung der Risiken

Es werden keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken gesehen.

3.3. Chancenbericht

Die Bundesregierung muss die Umstellung auf emissonsfreie Fahrzeuge massiv beschleunigen und unterstützen. Sonst sind die ehrgeizigen Klimaziele nicht zu erreichen. 2030 darf der Verkehrssektor hierzulande nur 85 Mio. T CO 2 emittieren, gegenüber 146 Mio. T im Jahr 2020. Im Jahr 2021 wurde das Etappenziel verfehlt, was den Druck erhöht und zusätzliche Maßnahmen erfordert. Eine gewaltige Transformation im Verkehrssektor liegt vor uns. Die Reduzierung von CO 2 durch höhere Preise für den CO 2 -Ausstoß wird zu klaren Investitionssignalen führen und den gesamten Verkehrssektor weiter in Richtung CO 2 -Vermeidung leiten. Der Emissionshandel wird zum zentralen Instrument zur CO 2 -Reduktion.

Der Energiepreisschock zeigt, dass es zur angestrebten Dekarbonisierung keine Alternative gibt und umfassend in neue Antriebstechnologien investiert werden muss.

Orten hat in den vergangenen 5 Jahren seine Kompetenz in der Elektrifizierung von leichten Nutzfahrzeugen bis hin zum 26 t LKW ausgeweitet und durch ständige Entwicklung in Software und Technologie einen festen Platz unter den Umrüstern von neuen und gebrauchten Nutzfahrzeugen eingenommen.

Die sich aus den Krisen ergebenden Herausforderungen auch zukünftig zu bewältigen und die Chancen zu nutzen, muss die Leitlinie der Unternehmens-Ausrichtung sein.

Die Mobilität der Zukunft bei Nutzfahrzeugen zu einem Erfolgsprojekt zu machen, lautet der Anspruch.

Der Weg in die klimaneutrale Mobilität ist unumkehrbar. Das Tempo der Umsetzung muss erhöht werden. Darin liegt die Chance für flexible Unternehmen. Das CO 2 Flottenziel ab 2030 für Vans liegt bei 50 %.

Wir möchten diesen Weg weitergehen und die Chance nutzen, sich öffnende neue Märkte für emissionsfreie Transportmittel im Nah- und Fernverkehr zu erschließen.

Dies soll im Nahverkehr mit unserer eigenen E-Mobilität gelingen, im Streckenverkehr mit einem namhaften Partner, der die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie mitbringt.

Das Angebot unter Nutzung der Fördermittel als pay per use mit km-Preis inklusive der benötigten Energie bietet vollkommen neue Chancen als Geschäftsfeld der Zukunft.

Im Kernsegment Fahrzeugbau gilt es, durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse und Standardisierung die Marktposition als einer der führenden Aufbauspezialisten für die Getränkeindustrie und im Sonderfahrzeugbau zu behaupten. Hierbei ist es wichtig, die Belieferung von bedeutenden Marktteilnehmern in den jeweiligen Segmenten zu sichern. Durch die langjährige traditionelle Spezialisierung und Kundenorientierung verfügen wir über eine große Akzeptanz in unserer Zielgruppe. Nutzfahrzeuge werden in definierten Zyklen neu beschafft, um moderne wirtschaftliche Transportmittel einzusetzen und den Fahrern einen ergonomischen Arbeitsplatz zu bieten. Hier den Anschluss an unsere Zielgruppe durch konsequente Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse zu behalten, bietet die Chance, auch zukünftig Erfolg zu haben.

Die Ausweitung des eigenen Herstellprogramms durch Produkte von strategischen Partnern ist ebenso notwendig wie die Zusammenarbeit mit den namhaften LKW- Herstellern.

Im Fahrzeugbau liegen die Chancen zudem in der Reduzierung des Eigengewichts und der Erhöhung der Nutzlast durch Einsatz neuer alternativer Werkstoffe und der damit einhergehenden Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs.

Grundsätzlich sehen wir als mittelständisches Unternehmen in Innovationen und Kooperationen Lösungsansätze für zukunftsweisende Technologien und nachhaltige Produkte.

Das Vorantreiben der Digitalisierung und die Steigerung der Produktivität gehören zum Chancenrepertoire unseres Unternehmens.

Das breite Angebotsprogramm an qualitativ hochwertigen wettbewerbsfähigen maßgeschneiderten und standardisierten Transportlösungen wird auch zukünftig Chancen bieten, angemessen an dem Marktsegment teilzunehmen.

 

Bernkastel-Kues, 01. August 2022

Orten Betriebs GmbH

Robert E. Orten, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.378,00 2
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0
6.379,00 (2)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 220.460,50 169
2. Technische Anlagen und Maschinen 115.970,50 52
3. Miet- und Leasingfahrzeuge 518.466,00 437
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 494.052,50 361
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 126.937,16 -
1.475.886,66 (1.019)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.000,00 75
2. Genossenschaftsanteile 5.750,00 0
80.750,00 (75)
1.563.015,66 1.096
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 9.384.807,75 6.879
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.199.799,09 1.807
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 186.143,79 (Vorjahr: TEUR 474)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.436.592,55 5.926
14.021.199,39 14.612
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.435,97 29
15.623.651,02 15.737

Passiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 3.162.216,00 3.162
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 809.954,76 810
IV. Jahresüberschuss 0,00 -
4.072.170,76 4.072
B. Rückstellungen 522.682,49 715
C. Verbindlichkeiten 11.028.667,39 10.949
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 6.884.408,24 (Vorjahr: TEUR 6.514)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 411.487,96 (Vorjahr: TEUR 2.039)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 130,38 1
15.623.651,02 15.737

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 8.218.528,39 8.865
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.132.853,08 -3.990
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -873.185,99 -763
- davon für Altersversorgung: EUR -8.840,49 (Vorjahr: TEUR -7) -5.006.039,07 (-4.753)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -304.073,71 -390
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.434.958,62 -2.445
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 7.500,00 8
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.171,30 12
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 11.862,22 (Vorjahr: TEUR 11)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -134.247,95 -117
- davon an verbundene Unternehmen: EUR -7.500,00 (Vorjahr: TEUR -9)
-113.576,65 (-97)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -424,63 0
9. Ergebnis nach Steuern 359.455,71 1.180
10. Sonstige Steuern -30.637,13 -36
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -328.818,58 -1.144
12. Jahresüberschuss 0,00 -

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

1. Allgemeine Angaben

Die Orten Betriebs GmbH, Bernkastel-Kues, eingetragen beim Amtsgericht Wittlich unter der Registernummer HRB 44813 ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB und wurde um den Posten A. II. 3. Miet- und Leasingfahrzeuge erweitert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert, soweit nicht im Folgenden auf Abweichungen hingewiesen wird.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf die Sachanlagen wurden unter Anwendung der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände vorgenommen. Die Vorjahresabschreibungen wurden planmäßig fortgeführt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang erfasst.

Die Finanzanlagen stehen zu Anschaffungskosten zu Buche.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Pflichtbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 HGB. Fremdkapitalzinsen wurden nicht angesetzt. Lagen der Börsen- oder Marktpreis oder der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, kamen die sich hieraus ergebenden Werte zum Ansatz. Für zu erwartende Skontoabzüge wurden Abschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder niedrigeren Tageswerten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erstattungen auf Sozialversicherungsbeiträge auf das Kurzarbeitergeld wurden im Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung verrechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel auf Blatt 4.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR - (Vorjahr TEUR 23) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 186 (Vorjahr TEUR 474) Forderungen gegen Gesellschafter.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten:

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 2.756 (im Vorjahr TEUR 664) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, TEUR 4.128 (im Vorjahr TEUR 5.850) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und TEUR 69 (im Vorjahr TEUR 250) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt TEUR 6.901 (im Vorjahr TEUR 5.099), mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 4.128 (im Vorjahr TEUR 5.850) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren TEUR 69 (im Vorjahr TEUR 250).

Anlagevermögen (Anlagenspiegel):

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2021 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.774,90 18.399,00 4.180,00 224.993,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.000,00 0,00 0,00 15.000,00
225.774,90 18.399,00 4.180,00 239.993,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 418.363,49 72.632,84 0,00 490.996,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 81.993,72 75.914,00 0,00 157.907,72
3. Miet- und Leasingfahrzeuge 646.428,00 323.250,00 288.380,00 681.298,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.903.196,10 287.377,91 124.381,85 2.066.192,16
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 126.937,16 0,00 126.937,16
3.049.981,31 886.111,91 412.761,85 3.523.331,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.000,00 0,00 0,00 75.000,00
2. Genossenschaftsanteile 750,00 5.000,00 0,00 5.750,00
75.750,00 5.000,00 0,00 80.750,00
3.351.506,21 909.510,91 416.941,85 3.844.075,27
Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.211,90 13.583,00 4.179,00 218.615,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.999,00 0,00 0,00 14.999,00
224.210,90 13.583,00 4.179,00 233.614,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 249.124,99 21.410,84 0,00 270.535,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.702,22 12.235,00 0,00 41.937,22
3. Miet- und Leasingfahrzeuge 209.278,00 108.517,83 154.963,83 162.832,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.542.856,10 148.327,04 119.043,48 1.572.139,66
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.030.961,31 290.490,71 274.007,31 2.047.444,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.255.172,21 304.073,71 278.186,31 2.281.059,61
Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.378,00 1.563,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
6.379,00 1.564,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 220.460,50 169.238,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 115.970,50 52.291,50
3. Miet- und Leasingfahrzeuge 518.466,00 437.150,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 494.052,50 360.340,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 126.937,16 0,00
1.475.886,66 1.019.020,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.000,00 75.000,00
2. Genossenschaftsanteile 5.750,00 750,00
80.750,00 75.750,00
1.563.015,66 1.096.334,00

4. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte zum Zwecke der Finanzierung (Leasing) vorgenommen. Die Vermeidung von Mittelabflüssen zum Investitionszeitpunkt durch Leasing haben liquiditätsschonende Effekte. Dem steht das Risiko künftiger, fester Zahlungsverpflichtungen in Form der Leasingraten gegenüber. Die zukünftigen wesentlichen Mittelabflüsse aus Leasingverträgen belaufen sich für 2022 auf TEUR 51, für 2023 auf TEUR 42 und für 2024 auf TEUR 38.

Zudem bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für 2022 in Höhe von TEUR 378, für 2023 von TEUR 378 und für 2024 von TEUR 378.

Aus (Absatz-)Leasingverträgen bestehen zum 31. Dezember 2021 vertragliche Rücknahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 41. Die Leasingverträge haben zum Bilanzstichtag noch eine Restlaufzeit von bis zu 2 Jahren. Die kalkulierten Rückkaufswerte liegen unter den erwarteten Marktwerten am Ende der Vertragslaufzeit.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Jahr Vorjahr
Kaufmännische Angestellte 31 30
Gewerbliche Arbeitnehmer 63 62
Kaufmännische Auszubildende 3 3
Gewerbliche Auszubildende 2 2
Aushilfen 4 3
103 100

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer gewährten Vorschüsse wird berichtet:

TEUR
Stand bisheriger Vorschüsse 13
Erstattungen im Berichtsjahr 0
Neugewährung im Berichtsjahr 0
13

Es handelt sich um kurzfristige unverzinsliche Verrechnungen mit dem Geschäftsführer.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält jeweils 100 % der Anteile an der Orten Fahrzeugbau GmbH, Bernkastel- Kues, der Christophorus Nutzfahrzeuge GmbH, Bernkastel-Kues, und der Gebokit GmbH, Bernkastel-Kues. Die Gesellschaften haben jeweils ein Eigenkapital von EUR 25.000,00 und erzielten im Geschäftsjahr 2021 aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge einen Jahresüberschuss von EUR 0,00.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 sind nachfolgende wesentliche Veränderungen erfolgt:

Die aufgenommenen KfW-Kredite über insgesamt 2 Mio. € wurden im Frühjahr 2022 vollständig zurückgezahlt.

Mit Vertrag vom 10. Juni 2022 (signing) wurden die Geschäftsanteile an der Gesellschaft durch die Orten Holding GmbH an HYZON Motors Europe B.V., Winschoten (NL), die wiederum mehrheitlich zur HYZON Motors Inc. mit Sitz in Rochester State New York (USA) gehört, verkauft. Hiermit einhergehend wird der Ergebnisabführungsvertrag aufgrund Vereinbarung vom 19. Juli 2022 mit Wirkung zum Ablauf des am 04. Oktober 2022 endenden Rumpfgeschäftsjahres aufgehoben. Die Übertragung der Geschäftsanteile (closing) ist für den 04. Oktober 2022 vorgesehen.

Mit der Kündigung des Ergebnisabführungsvertrags sind ab dem 05. Oktober 2022 entstehende Gewinne/Verluste nicht mehr abzuführen. Im Übrigen werden aufgrund des Gesellschafterwechsels keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Dipl.-Ing. Robert Erich Orten, Gesamt- Geschäftsführer, Bernkastel-Kues.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wurde verzichtet (§ 286 Abs. 4 HGB).

Gewinnabführung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wurde der Gewinn in Höhe von TEUR 329 an die Orten Holding GmbH, Bernkastel-Kues, abgeführt.

 

Bernkastel-Kues, den 01. August 2022

Robert E. Orten, Geschäftsführer

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Orten Betriebs GmbH, Bernkastel-Kues

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Orten Betriebs GmbH, Bernkastel-Kues, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Orten Betriebs GmbH, Bernkastel-Kues, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 01. August 2022

Gottschalk, Becker & Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Gottschalk, Wirtschaftsprüfer

Ansel, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Angaben:

Der Jahresabschluss der Orten Betriebs GmbH, Bernkastel-Kues, zum 31. Dezember 2021 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 18. August 2022 festgestellt.

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