RONO Maschinenbau GmbH
Ringstraße 6, 23923 Selmsdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claas Mauersberger seit 28.5.2025 | Prokura |
Stefan Nolte seit 12.7.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 41.50% | |
| 33.40% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Werk7 Beteiligungsgesellschaft mbH Lübeck | 25.10% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RONO Maschinenbau GmbHSelmsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024RONO Maschinenbau GmbH, SelmsdorfA. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die RONO Maschinenbau GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Selmsdorf und ist in das Handelsregister unter der Nummer HRB 11894 beim Amtsgericht Schwerin eingetragen. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2024 nicht verändert. Die RONO ist ein Maschinenbau Unternehmen mit dem Schwerpunkt Anlagenbau für die Lebensmittelindustrie, welches sich vorrangig mit der Herstellung von Maschinen zur Herstellung und dem Vertrieb von Speisefetten befasst. Typische Beispiele sind die Herstellung von Margarine, Mayonnaise oder Ziehfette für die Bäckereiindustrie/Haushalte. Die RONO Maschinenbau GmbH ist spezialisiert auf Hochdruckschabewärmetauscher. Anlagen werden auftragsbezogen gefertigt. Ein Fertigwarenlager gibt es im Schwerpunkt nur für auszuliefernde Projekte sowie Ersatzteile. RONO bietet ergänzend hierzu Service und Ersatzteilversorgung für die selbst hergestellten Anlagen aber auch Fremdprodukte an. RONO liefert Premiumqualität "Made in Germany". Durch gezieltes und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Die Fertigungstiefe des Unternehmens ist hoch. Insbesondere die Prozesse Zerspannung, Schweißen und Montage bestimmen den Produktionsprozess. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Die Zielgruppen des Unternehmens sind alle Lebensmittelhersteller, die Speisefetten zur Direktvermarktung oder als Grundstoff zur Weiterverarbeitung herstellen. Die Marktpositionierung basiert auf eine über 10-jährigen Markthistorie und einer guten Marktreputation. B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine belasteten die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland weiterhin merklich. Im Jahr 2024 schrumpfte die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent, nachdem sie bereits 2023 um 0,3 Prozent zurückgegangen war. Die gestiegenen Energiekosten und die verschärfte internationale Konkurrenz, insbesondere durch hochwertige Industriegüter aus China, trafen das produzierende Gewerbe besonders hart. Während die Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes abnahm, stützten die meisten anderen Dienstleistungsbereiche die Konjunktur. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen, Preissteigerungen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Wirtschaftsentwicklung. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte auf die anhaltend hohe Inflation mit einer Reihe von Zinserhöhungen, um die Geldmenge zu verknappen. Der Anstieg der Verbraucherpreise verlangsamte sich im Laufe des Jahres 2024 auf 2,3 Prozent, während Nahrungsmittelpreise weiterhin stiegen. Die deutsche Wirtschaft leidet weiterhin unter Strukturwandel, hohen Zinsen, Unsicherheit und Investitionsschwäche. Der Strukturwandel zeigt sich besonders im verarbeitenden Gewerbe, insbesondere bei Investitionsgüterherstellern und energieintensiven Industriezweigen. Diese Branchen kämpfen mit gestiegenen Energiekosten und zunehmender Konkurrenz durch hochwertige Industriegüter aus China, die deutsche Exporte auf den Weltmärkten verdrängen. Zudem belastet die schwächelnde globale Industriekonjunktur das verarbeitende Gewerbe. Die Investitionsschwäche wird durch das hohe Zinsniveau und die wirtschaftliche Unsicherheit verstärkt. Die Inflation wird voraussichtlich im Jahr 2025 auf 2,2 Prozent sinken und in den folgenden Jahren weiter zurückgehen. Trotz gestiegener Realeinkommen bleibt die Konsumlaune der Verbraucher verhalten, was die Konjunktur belastet. Viele Menschen sparen lieber, auch aufgrund der gesunkenen Kaufkraft. Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen, das steuerliche Verbesserungen, Arbeitsanreize für ältere Menschen und ausländische Fachkräfte, Bürokratieabbau und dauerhaft niedrigere Strompreise für produzierende Unternehmen umfasst. Dieses Paket soll die Wettbewerbsfähigkeit stärken und die wirtschaftliche Erholung unterstützen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist entscheidend für die zukünftige Entwicklung der deutschen Wirtschaft. 2. Branchenentwicklung Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau sah sich im Jahr 2024 mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die preisbereinigte Produktion sank um 8 % gegenüber dem Vorjahr, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtete. Der Auftragseingang verzeichnete von Januar bis September 2024 ein reales Minus von 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Inlandsbestellungen gingen um 15 % zurück, während die Auslandsorders ein Minus von 5 % verzeichneten. Trotz dieser negativen Entwicklungen gelang es den Unternehmen, ihre Stammbelegschaften weitgehend zu halten. Im Verlauf des Jahres 2024 gingen rund 6.800 Stellen verloren, was einem Rückgang von 0,7 % entspricht. Insgesamt waren zum Jahresende 1,02 Millionen Mitarbeitende in Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten tätig. Die schwache Weltkonjunktur, anhaltende geopolitische Spannungen und protektionistische Tendenzen belasteten die Branche zusätzlich. Diese Faktoren führten zu Unsicherheiten auf den Rohstoffmärkten, insbesondere bei Energieträgern wie Gas und Öl. Der VDMA passte daher seine Produktionsprognose für 2024 von ursprünglich minus 4 % auf minus 8 % an. Insgesamt blickte der deutsche Maschinenbau im Jahr 2024 auf ein schwieriges Jahr zurück, geprägt von Produktionsrückgängen, sinkenden Auftragseingängen und globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten. 3. Geschäftsverlauf 3.1 Wirtschaftliches Umfeld und Marktlage Das Geschäftsjahr 2024 war weiterhin durch ein herausforderndes gesamtwirtschaftliches Umfeld geprägt. Inflationsdruck, geopolitische Unsicherheiten sowie volatile Lieferkettenbedingungen beeinflussten die Rahmenbedingungen auch im Maschinen- und Anlagenbau. Die RONO Maschinenbau GmbH konnte sich in diesem Umfeld dennoch behaupten und von ihrer soliden Marktposition insbesondere im Auslandsgeschäft profitieren. 3.2 Auftrags- und Produktionsentwicklung Der Auftragseingang blieb im Vergleich zum Vorjahr leicht unter den Erwartungen, was auf eine verzögerte Investitionsbereitschaft in einigen Märkten zurückzuführen ist. Dennoch war die Auslastung der Produktionskapazitäten in 2024 durchweg auf einem zufriedenstellenden Niveau. Insbesondere Großaufträge aus dem europäischen Ausland trugen zur Stabilität der Fertigung bei. 3.3 Lieferfähigkeit und Materialwirtschaft Die Lieferfähigkeit konnte im gesamten Jahr 2024 durch vorausschauende Materialdisposition und die Intensivierung bestehender sowie neuer Lieferantenbeziehungen sichergestellt werden. Ein gezieltes Risikomanagement in der Beschaffung sorgte dafür, dass sämtliche Auslieferungstermine planmäßig eingehalten wurden. 3.4 Umsatz- und Gesamtleistungsentwicklung Im Berichtsjahr konnte der Umsatz auf 18,4 Mio. EUR (Vorjahr: 17,0 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Exportquote lag mit 79 % weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und unterstreicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die Gesamtleistung ist dagegen leicht rückläufig und reduzierte sich von 19,1 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 18,2 Mio. EUR 3.5 Prozessoptimierung und Organisation Ein wesentlicher Schwerpunkt lag 2024 auf der Neustrukturierung der Fertigungsprozesse. Durch gezieltes Outsourcing von Teilbaugruppen konnte nicht nur die Flexibilität gesteigert, sondern auch dem Fachkräftemangel wirkungsvoll begegnet werden. Zugleich wurden interne Abläufe im Projektmanagement und in der Qualitätssicherung weiterentwickelt. 3.6 Ertragslage Die Ertragslage konnte gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Neben einem soliden Umsatzwachstum trugen insbesondere Einsparungen im Einkauf, eine verbesserte Kalkulationsqualität sowie die verschlankten internen Strukturen zur positiven Entwicklung des operativen Ergebnisses bei. Die Ergebnisqualität ist aufgrund der Sondereffekte jedoch differenziert zu betrachten. Operativ konnte durch stabile Margen und eine hohe Termintreue bei Projekten ein solides Fundament gelegt werden. 4. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr 2024 deutlich auf 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 11,9 Mio. EUR). Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der im Zuge der finanziellen Restrukturierung vorgenommenen Veräußerung der Betriebsimmobilie sowie der Durchführung eines Sale-and-Buy-back-Geschäfts (Mietkauf) für große Teile des Anlagevermögens. Die hieraus generierten Mittel wurden überwiegend zur Rückführung von Bankverbindlichkeiten eingesetzt. Das Anlagevermögen reduzierte sich infolge dieser Maßnahmen auf 2.232 TEUR (Vorjahr: 4.078 TEUR), entsprechend einem Anteil von 28 % an der Bilanzsumme. Die veräußerte Produktionsimmobilie wurde zu marktüblichen Konditionen langfristig zurückgemietet. Im Rahmen des Mietkaufmodells wurden zudem technische Anlagen und Maschinen im Wert von 758 TEUR zurückerworben. Die Finanzierung erfolgt über eine Laufzeit von 48 Monaten. Die aktivierten Wirtschaftsgüter werden - vorbehaltlich abweichender Nutzungsdauern - linear über den Zeitraum des Mietkaufs abgeschrieben. Das Vorratsvermögen, bestehend aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnissen, einschließlich der erhaltenen und geleisteten Anzahlungen, belief sich auf 3.936 TEUR (Vorjahr:3.371 TEUR). Die hieraus resultierende Kapitalbindung ist hoch, dient jedoch der Absicherung der jederzeitigen Lieferfähigkeit und Produktionskontinuität. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten um rund 500 TEUR reduziert werden. Diese Verbesserung ist auf ein stringenteres Forderungsmanagement sowie eine intensivierte Debitorenüberwachung zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen (z. B. Körperschaft- und Umsatzsteuer) zusammen. Die flüssigen Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 48 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR). Dieser deutliche Anstieg ist ein Ergebnis der wiederhergestellten Liquidität nach erfolgreicher Restrukturierung. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen auf 111 TEUR (Vorjahr: 57 TEUR) und reflektieren eine periodengerechte Abgrenzung laufender Aufwendungen, insbesondere für Mieten, Versicherungen und Wartungsverträge. Die Entwicklung des Working Capital ist insgesamt als positiv zu bewerten. Bestandsoptimierungen und eine strategisch ausgerichtete Beschaffungspolitik trugen dazu bei, Lieferketten zu stabilisieren und inflationsbedingte Kostensteigerungen abzufedern. Die Passivseite der Bilanz zeigt ebenfalls eine deutliche Verbesserung: Das Eigenkapital, das im Vorjahr noch negativ war, konnte durch den Jahresüberschuss in Höhe von 2.184 TEUR vollständig ausgeglichen werden. Zum Bilanzstichtag weist das Unternehmen ein positives Eigenkapital von 65 TEUR aus. Weitere Details zur Ergebnisverwendung sind dem Anhang zu entnehmen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine stille Beteiligung in Höhe von 1.750 TEUR ausgewiesen. Aufgrund ihres eigenkapitalähnlichen Charakters - insbesondere durch qualifizierten Rangrücktritt, Nachrangigkeit und langfristige Laufzeit - ist diese wirtschaftlich dem Eigenkapital zuzurechnen. Unter Berücksichtigung dieser Mittel ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von rund 23 %. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen belief sich zum Bilanzstichtag auf 61 TEUR (Vorjahr: 71 TEUR). Die zugrundeliegenden Fördermittel wurden im Jahr 2021 gewährt und 2023 ausgezahlt. Der planmäßige Abbau erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer des geförderten Vermögensgegenstands. Die Steuerrückstellungen, die im Vorjahr noch 113 TEUR betrugen, entfielen im Geschäftsjahr vollständig. Die sonstigen Rückstellungen stiegen hingegen deutlich auf 628 TEUR (Vorjahr: 414 TEUR) an. Sie betreffen unter anderem ausstehende Personalaufwendungen, Risiken aus schwebenden Geschäften sowie Gewährleistungsverpflichtungen. Eine detaillierte Aufstellung ist dem Rückstellungsspiegel in Anlage 2 des Anhangs zu entnehmen. Im Rahmen der finanziellen Neuausrichtung konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten signifikant reduziert werden - von 7.781 TEUR im Vorjahr auf 3.945 TEUR zum Bilanzstichtag. Die Rückführung erfolgte im Wesentlichen durch: • die Veräußerung der Betriebsimmobilie mit anschließender Rückmietung, • das Sale-and-Buy-back-Geschäft für große Teile des Anlagevermögens sowie • den im Rahmen des Vergleichs mit der UniCredit Bank GmbH realisierten Forderungsverzicht in Höhe von 1.767 TEUR, der ergebniswirksam erfasst wurde. Diese Maßnahmen haben entscheidend zur Stabilisierung der Kapitalstruktur, zur Entlastung der Liquidität sowie zur Stärkung der finanziellen Handlungsfähigkeit beigetragen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten von 1.626 TEUR im Vorjahr auf 705 TEUR reduziert werden. Dies ist Ausdruck einer verbesserten Liquiditätslage, strikter Zahlungsdisziplin sowie optimierter Einkaufsprozesse. Die Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr fristgerecht und überwiegend unter Ausnutzung von Skonti beglichen. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von 670 TEUR, die unter anderem im Zusammenhang mit den Sale-and-Buy-back-Transaktionen stehen. Fazit: Die Vermögenslage der RONO Maschinenbau GmbH stellt sich zum Jahresende 2024 deutlich konsolidierter dar. Die Entschuldung, das wiederhergestellte Eigenkapital sowie die gestärkte Innenfinanzierungskraft bilden eine tragfähige Grundlage für die künftige Entwicklung. Die Bilanzstruktur wurde nachhaltig verbessert, was die finanzielle Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit des Unternehmens wesentlich stärkt. 4.2 Finanzlage Zum 31.12.2024 belief sich das Eigenkapital der RONO Maschinenbau GmbH auf 65 TEUR und lag damit auf einem weiterhin sehr niedrigen Niveau. Die nominale Eigenkapitalquote betrug lediglich 1 %. Unter wirtschaftlicher Betrachtung, unter Einbeziehung eigenkapitalähnlicher Mittel aus qualifizierten Rangrücktrittsvereinbarungen in Höhe von 1.750 TEUR, ergibt sich jedoch eine angepasste wirtschaftliche Eigenkapitalquote von rund 23 %. Dies verdeutlicht die Fortschritte im Rahmen der laufenden finanziellen Stabilisierung. Ab dem vierten Quartal 2024 zeigte sich die Liquiditätslage stabil. Lieferverbindlichkeiten wurden durchgängig fristgerecht beglichen - oftmals sogar unter Ausnutzung von Skontofristen. Dies unterstreicht die kurzfristige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sowie eine konsequente Liquiditätssteuerung. Zudem konnten laufende Investitionen vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert werden, was auf eine intakte Innenfinanzierungskraft hinweist. Für das Geschäftsjahr 2025 wird infolge der bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Fremdkapitalrückführung mit einer deutlichen Reduzierung der Zinsbelastung gerechnet. Parallel dazu ist der weitere Aufbau von Liquiditätsreserven geplant. Die Finanzierungsstrategie zielt künftig verstärkt auf eine Diversifizierung der Kapitalquellen, um die Unabhängigkeit von einzelnen Kreditgebern weiter zu erhöhen und die Resilienz gegenüber externen Finanzierungsschocks zu stärken. 4.3 Ertragslage Die RONO Maschinenbau GmbH konnte im Geschäftsjahr 2024 ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnen. Die Umsatzerlöse stiegen um 8,7 % auf 18.443 TEUR (Vorjahr: 16.960 TEUR). Diese positive Entwicklung ist vor allem auf eine stabile Nachfrage in den ersten beiden Quartalen sowie auf die verlässliche Projektabwicklung und hohe Liefertreue zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich bei den Beständen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ein gegenläufiger Effekt: Während im Vorjahr noch eine Bestandserhöhung von 1.881 TEUR verbucht wurde, kam es im Geschäftsjahr 2024 zu einer Bestandsminderung in Höhe von 279 TEUR. Die Zusammensetzung der Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2024 stellt sich wie folgt dar:
Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtleistung in Höhe von 18.234 TEUR (Vorjahr: 19.055 TEUR), was eine leichte Reduzierung von rd. 4,3 % entspricht. Ergebnisrelevante Sondereffekte (sonstige betriebliche Erträge) führten im Berichtsjahr zu einer einmaligen Verbesserung des Jahresergebnisses: • Der Verkauf der Betriebsimmobilie sowie das Sale-and-Buy-back-Geschäft mit Maschinen und Anlagen führten zur Auflösung stiller Reserven in Höhe von 442 TEUR. • Im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit der UniCredit Bank GmbH konnte ein ergebniswirksamer Forderungsverzicht in Höhe von 1.767 TEUR erzielt werden. Die Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren (Materialaufwand) war über das gesamte Geschäftsjahr hinweg gesichert. Langjährige, verlässliche Lieferbeziehungen ermöglichten eine hohe Versorgungssicherheit - trotz globaler Herausforderungen. Die Materialaufwendungen untergliedern sich wie folgt: • Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren beliefen sich auf 7.526 TEUR (Vorjahr: 8.934 TEUR), • die Aufwendungen für bezogene Leistungen lagen bei 1.720 TEUR (Vorjahr: 1.429 TEUR). Die Beschaffungsstrategie war auch im Berichtsjahr auf eine möglichst effiziente und kostenschonende Materialbereitstellung ausgerichtet. Die vermehrte Einbindung lokaler Lieferanten erhöhte die Flexibilität, während bei Großprojekten auch gezielt internationale Beschaffungsquellen genutzt wurden. Die Personalaufwendungen reduzierten sich leicht und beliefen sich auf insgesamt 5.060 TEUR (Vorjahr: 5.368 TEUR), davon entfielen: • 4.214 TEUR auf Löhne und Gehälter (Vorjahr: 4.519 TEUR) sowie • 846 TEUR auf soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (Vorjahr: 849 TEUR). Trotz gestiegener Personalkosten führte der gezielte Abbau von Personalstellen zu einem leichten Rückgang der Gesamtaufwendungen. Diese Entwicklung ist Ausdruck einer bewussten Kapazitätsanpassung und Effizienzsteigerung in der Organisation. Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 453 TEUR und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 725 TEUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine einmalige Sondereinwirkung im Vorjahr zurückzuführen: Im Geschäftsjahr 2023 wurden periodenfremde Abschreibungen in Höhe von 206 TEUR auf Versuchsanlagen vorgenommen, die in Vorjahren fehlerhaft nicht oder nicht vollständig berücksichtigt worden waren. Diese Nachholungen hatten das Abschreibungsvolumen im Vorjahr erheblich erhöht. Darüber hinaus trugen auch strukturelle Veränderungen im Anlagevermögen, insbesondere der Abgang der Betriebsimmobilie und die veränderte Abschreibungssystematik bei Mietkaufanlagen, in geringem Maße zur Reduzierung bei. Die Entwicklung der Abschreibungen im Berichtsjahr stellt somit in erster Linie eine Normalisierung des Werteverzehrs nach einem einmalig erhöhten Vorjahresniveau dar. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 3.187 TEUR und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 2.617 TEUR. Der wesentliche Anstieg ist auf die gestiegenen Kosten der Warenabgaben zurückzuführen, die sich von 950 TEUR im Vorjahr auf 1.295 TEUR erhöhten. Diese Entwicklung ist größtenteils volumenbedingt und steht in direktem Zusammenhang mit dem höheren Umsatzniveau. Weitere Kostensteigerungen bewegten sich im Rahmen der allgemeinen inflationären Entwicklung und sind der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 486 TEUR und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 296 TEUR. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der vollständigen Ausschöpfung bestehender Kreditlinien im ersten Halbjahr. Die gestiegene Zinsbelastung steht somit nicht im Zusammenhang mit der finanziellen Restrukturierung, sondern ist allein auf die temporär intensive Inanspruchnahme bestehender Finanzierungslinien zurückzuführen. Vor dem Hintergrund der im Jahresverlauf eingetretenen Entschuldung und Tilgung wesentlicher Bankverbindlichkeiten wird für das Geschäftsjahr 2025 mit einer deutlichen Reduzierung der Zinsaufwendungen gerechnet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 2.139 TEUR (Vorjahr: -4.554 TEUR) und stellt eine markante Verbesserung dar. Dies reflektiert nicht nur die Sondereffekte, sondern auch die deutlich stabilisierte operative Performance. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen 171 TEUR (Vorjahr: 184 TEUR). Die sonstigen Steuern (z. B. Kfz- und Grundsteuer) bewegten sich im üblichen Rahmen. Im Zusammenhang mit der stillen Beteiligung wurde im Rahmen des bestehenden Teilgewinnabführungsvertrags ein Aufwand (Gewinnabführung) in Höhe von 120 TEUR (Vorjahr: 118 TEUR) verbucht. Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss von 2.184 TEUR erzielt werden. Auch wenn ein Teil des Ergebnisses durch Einmaleffekte geprägt ist, zeigen die operativen Verbesserungen - insbesondere bei Margen, Kostensteuerung und Liquiditätslage - eine nachhaltige Ergebnisstärkung auf. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der wirtschaftlichen Entwicklung setzt die RONO Maschinenbau GmbH ein Set zentraler finanzieller Leistungskennzahlen ein. Im Fokus stehen dabei insbesondere der Rohertrag, der operative Cashflow, das EBITDA, das EBIT, die Umsatzrendite, die Eigenkapitalquote sowie der Verschuldungsgrad. Diese Kennzahlen ermöglichen eine differenzierte Analyse der Ertragskraft, Finanzlage und Kapitalstruktur. • Rohertrag: Der Rohertrag lag im Geschäftsjahr 2024 bei 8.988 TEUR (Vorjahr: 8.692 TEUR). Trotz eines selektiveren Auftragseingangs und gezielter Produktionsrücknahmen im Zuge der Sanierung konnte ein nahezu gleichbleibendes Niveau erzielt werden. • Operativer Cashflow: Der operative Cashflow - definiert als Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen - belief sich im Berichtsjahr auf 2.637 TEUR (Vorjahr: 731 TEUR). Der Anstieg ist auf das deutlich bessere Jahresergebnis zurückzuführen. • Eigenkapitalquote: Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 0,8 % (Vorjahr: -21,8 %). Unter Einbeziehung der stillen Beteiligung (1.750 TEUR) ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von rund 23 %, was eine deutlich gestärkte Kapitalbasis im Vergleich zum Vorjahr signalisiert. Diese Kennzahlen belegen, dass das Unternehmen trotz eines fordernden Transformationsprozesses seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit behaupten konnte. Die solide Ertragslage, gepaart mit einer verbesserten Bilanzstruktur, schafft eine belastbare Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung. C. PROGNOSEBERICHT Die Geschäftsführung blickt insgesamt verhalten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2025. Auf Basis der bisherigen Entwicklungen sowie vorliegender Marktinformationen lassen sich folgende Prognosen ableiten: 1. Marktentwicklung und Auftragseingänge Für das Jahr 2025 wird ein deutlich über dem Vorjahr liegender Auftragseingang erwartet. Die fortgesetzte Erholung in den Zielmärkten sowie der erfolgreiche Abschluss mehrerer Angebotsverhandlungen lassen auf eine insgesamt positive Entwicklung schließen. Zusätzlich werden neue Impulse durch den Ausbau der Handelsvertretungen im Ausland sowie durch zielgerichtete Marktbearbeitung erwartet. 2. Umsatz und Ergebnisentwicklung Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet. Durch die Projektlaufzeiten wird mit einem leichten Bestandsaufbau gerechnet. Die ergriffenen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung lassen ein deutlich positives operatives Ergebnis erwarten. 3. After-Sales-Geschäft Das After-Sales-Segment wird sich auch im kommenden Jahr als stabile Ertragssäule festigen. 4. Personalsituation und Produktionsstrategie Trotz allgemein angespannter Lage auf dem Fachkräftemarkt erwartet die Geschäftsführung keine Engpässe in der Personalstruktur. Durch die Weiterentwicklung der Outsourcing-Strategie bei bestimmten Baugruppen konnte die Abhängigkeit von interner Fachkräfteverfügbarkeit verringert werden. Altersbedingte Abgänge werden durch natürliche Fluktuation und effizientere Ressourcennutzung kompensiert. Insgesamt wird ein leichter Rückgang der Personalkosten trotz tariflicher Steigerungen prognostiziert. 6. Investitionen und Digitalisierung Für das Geschäftsjahr 2025 sind gezielte Investitionen in die IT-Infrastruktur und die Weiterentwicklung des ERP-Systems vorgesehen. Ziel ist eine höhere Transparenz der Projekt- und Produktionsprozesse sowie eine verbesserte Steuerbarkeit im Controlling. 6. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Die RONO Maschinenbau GmbH verfolgt weiterhin das Ziel, energieeffiziente Maschinen zu entwickeln und Kunden bei der energetischen Optimierung ihrer Bestandsanlagen zu unterstützen. Damit sollen nicht nur regulatorische Anforderungen erfüllt, sondern auch neue Marktchancen erschlossen werden. 7. Risiken und Abweichungsmöglichkeiten Die dargestellten Erwartungen unterliegen wie üblich externen Unsicherheiten. Insbesondere Marktverzögerungen bei Investitionsentscheidungen, geopolitische Entwicklungen oder Preissteigerungen bei Schlüsselkomponenten könnten sich negativ auf Umsatz und Ergebnis auswirken. Dennoch sieht die Geschäftsführung das Unternehmen mit seinem robusten Geschäftsmodell und der gestärkten Kapitalstruktur gut aufgestellt, um auch unvorhergesehene Entwicklungen zu bewältigen. D. CHANCEN-/RISIKOBERICHT Die nachstehenden Ausführungen enthalten zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsführung beruhen. Prognosen unterliegen naturgemäß gewissen Unsicherheiten und Risiken, weshalb tatsächliche Entwicklungen von den Erwartungen abweichen können. 2. Chancen Die RONO Maschinenbau GmbH (RONO) verfügt über vielfältige Potenziale zur Stärkung ihrer Marktposition und zur nachhaltigen Weiterentwicklung. Besonders hervorzuheben sind: • Langjährige Marktpräsenz und Reputation Seit über zehn Jahren ist RONO in der Maschinen- und Anlagenfertigung etabliert. Das Unternehmen gilt bei seinen Kunden als verlässlicher Partner mit hoher technischer Kompetenz und Kundenorientierung. Diese starke Marktstellung bietet ein solides Fundament für organisches Wachstum. • Produktentwicklung und Innovation Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Maschinen eröffnet Möglichkeiten, sich technologisch vom Wettbewerb abzuheben. Die Fokussierung auf energieeffiziente und ressourcenschonende Anlagen trifft den Zeitgeist und schafft Differenzierungspotenzial in gesättigten Märkten. • Nachhaltigkeit und Energieeffizien Die zunehmende Bedeutung von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) im Investitionsverhalten der Kunden eröffnet neue Chancen: Energetisch optimierte Maschinen sowie Retrofit-Angebote zur Modernisierung bestehender Anlagen treffen auf eine steigende Nachfrage. • After-Sales-Service und Ersatzteilgeschäft Die Vielzahl an Bestandsanlagen im Markt sowie die enge Kundenbindung bieten langfristige Umsatzpotenziale im Servicebereich. • Digitalisierung und smarte Technologien Der gezielte Einsatz digitaler Werkzeuge im Maschinenbau - etwa zur Prozessüberwachung, Integration von IoT-Technologien oder Fernwartung - schafft zusätzlichen Kundennutzen und erschließt neue Geschäftsmodelle. • Stärkung des internationalen Geschäfts Durch den strategischen Einsatz von Handelsvertretungen in Zielmärkten kann RONO die Marktdurchdringung erhöhen. Die Diversifikation auf internationale Märkte verringert die Abhängigkeit von regionalen Konjunkturschwankungen. • Fachkräftesicherung durch Arbeitgeberattraktivität Durch gezielte Maßnahmen zur Personalbindung - wie individuelle Weiterbildungsangebote, moderne Arbeitsbedingungen und betriebliches Gesundheitsmanagement - kann das Unternehmen seine Attraktivität als Arbeitgeber weiter steigern. Dies wirkt dem zunehmenden Fachkräftemangel aktiv entgegen. • Flexibilität und kundenspezifische Lösungen Die Fähigkeit, maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Kundenbedürfnisse zu entwickeln, zählt zu den besonderen Stärken des Unternehmens. Diese Agilität im Projektgeschäft stellt einen Wettbewerbsvorteil gegenüber standardisierten Großserienanbietern dar. • Technologietransfer und Kooperationen Durch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder Industriepartnern kann RONO von technologischem Know-how profitieren, um neue Innovationen schneller in marktfähige Produkte umzusetzen. 3. Risiken Trotz positiver Entwicklung bestehen für das Unternehmen typische sowie spezifische Risiken. Die wichtigsten Risikofelder sind: • Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Konjunkturelle Schwankungen und geopolitische Unsicherheiten können die Nachfrage im Maschinenbau dämpfen. RONO begegnet dem durch stärkere internationale Präsenz und gezielte Marktbearbeitung. • Produktrisiken Mängel bei zugekauften Komponenten oder fehlerhafte Eigenfertigung können zu Qualitätsproblemen führen. Eine hohe Fertigungstiefe bei Kernkomponenten sowie strenge Qualitätssicherung reduzieren dieses Risiko. • Projektplanungsfehler Komplexe Projekte bergen immer das Risiko von Termin- oder Budgetüberschreitungen. Durch klar definierte Verantwortlichkeiten, agile Projektsteuerung und Feedbackmechanismen konnte 2024 eine Verbesserung erreicht werden. • Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditätslage ist nach erfolgreicher Sanierung stabil. Dennoch sind ausreichende Finanzierungslinien z. ?B. für Bürgschaften vorzuhalten. Währungsrisiken werden durch Euro-Fakturierung minimiert. • Planungsunsicherheiten und Prognoserisiken Unerwartete Marktveränderungen können sich negativ auf bestehende Planungen auswirken. Frühwarnsysteme im Controlling sollen hier eine schnelle Anpassung ermöglichen. • Personalrisiken Der Verlust von Schlüsselpersonen oder Schwierigkeiten bei der Fachkräftegewinnung stellen potenzielle Risiken dar. Fortbildungsangebote und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung wirken dem entgegen. • Preis- und Ausfallrisiken Steigende Materialpreise oder ungeplante Stillstände der Produktionsanlagen können sich auf die Ertragslage auswirken. Vorbeugende Wartung, langfristige Lieferverträge und IT-Sicherheitsmaßnahmen sind etabliert. • Sonstige Risiken Rückstellungen für mögliche Garantie- oder Gewährleistungsfälle wurden vorsorglich gebildet. Aufgrund hoher Qualitätsstandards kam es bisher zu keiner Inanspruchnahme. B. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Weiterentwicklung der technischen Anlagen und Optimierung der Kundennutzen steht im Fokus einer jeden Neuanlage. Zusätzlich werden projektunabhängige Weiterentwicklungen durchgeführt.
Selmsdorf, den 3. April 2025 gez. Stefan Nolte, Geschäftsführer gez. Carlos Romero Soria, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG für das Geschäftsjahr 2024RONO Maschinenbau GmbH, SelmsdorfAllgemeine Angaben Die RONO Maschinenbau GmbH hat ihren Sitz in Selmsdorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Schwerin (Reg. Nr. 11894 Die RONO Maschinenbau GmbH ist spezialisiert auf Prozesslösungen für die Nahrungsmittelindustrie und das mit jahrelanger Erfahrung. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Verkauf von Maschinenbauteilen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§3 264 ff.) aufgestellt. Zudem wurden die Vorschriften des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages beachtet. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzuordnen und macht von größenabhängigen Erleichterungen teilweise Gebrauch. Es wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses freiwillig die Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, dem Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Rücklagenspiegel, Verbindlichkeitenspiegel), sowie dem Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Ein durch die Sanierung entstandener "Sanierungsertrag" wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt und über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Der ausgewiesene Betrag von 2,00 EUR unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes erfolgt über 15 Jahre. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten des selbsterstellten Sachanlagevermögens wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer liegt zwischen 3 und 50 Jahren. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde weiter hin die Bewertungsvereinfachung analog § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen. Die im Rahmen des Sale-and-Buy-back-Vertrages mit der Gesellschaft Maturus angeschafften Wirtschaftsgüter wurden, sofern die Beurteilung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer keine Abweichung ergab, auf die Laufzeit des Mietkaufvertrages von 3 Jahren linear abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erforderliche Einzel- und angemessene Pauschalwertberichtungen wurden vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Der Sonderposten aus Zuschüssen und Zulagen zur Finanzierung des Anlagevermögens enthält Investitionszuschüssen und wird entsprechend über die Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Diese haben regelmäßig eine Nutzungsdauer von sieben Jahren. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, wie er nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand mit Ausnahme der oben beschriebenen Sachverhalte nicht statt. Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf die Entwicklung des Anlagevermögens verwiesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden grundsätzlich beibehalten. Im Geschäftsjahr 2024 wurde jedoch die bisherige Festwertregelung für Werkzeuge aufgehoben. Die betreffenden Werkzeuge wurden im Rahmen eines Sale-and-Buy-Back-Geschäfts veräußert und anschließend zurückgekauft. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter von 2.006,86 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) ausgewiesen. Der Betrag mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten enthält ein Disagio in Höhe von 1.358,40 EUR (Vorjahr: 1.630,08 EUR). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen, Beratungskosten, sowie Projektnachlaufkosten. Hierzu verweisen wir auf die Anlage 2 des Anhanges. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von € 50.000,00 (Vorjahr € 0,00) ausgewiesen. Ferner sind in den sonstigen Verbindlichkeiten Einlagen stiller Gesellschafter in Höhe von € 1.750.000,00 (Vorjahr € 1.750.000,00) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte gesichert sind, gliedern sich wie folgt: - Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 3.803 - Grundschuld lastend auf dem Grundvermögen der Gesellschaft, Sicherungsübereignung des Vorratsvermögens, sowie Eigentumsvorbehalt für die Maschinen. - Für die sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 45 - Eigentumsvorbehalt für die Maschinen im Mietkauf - Mit Datum vom 18. September 2024 wurde darüber hinaus eine Globalzession abgeschlossen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und auch nicht nach den §§ 251, 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, stellt sich wie folgt dar:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Andere aktivierte Eigenleistung Bei den aktivierten Eigenleistungen handelt es sich in voller Höhe um periodenfremde Erträge aus der Nachaktivierung für bereits bestehende Anlagen. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentlichen Erträge enthalten: Periodenfremde Erträge Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 441 und betreffen Buchgewinne aus Anlagenabgängen. Sanierungserträge In den unregelmäßigen sonstigen Erträgen sind die Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst. Der Betrag von TEUR 1.767 erfolgt somit vollständig durch einen Schuldenerlass durch Vergleich der UniCredit Bank im Rahmen des Sanierungsprozesses. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Angabepflichtige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen in wesentlichem Umfang zu nicht marktüblichen Bedingungen bestanden nicht. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft von den jeweils zur alleinigen Vertretung befugten Geschäftsführern: - Herrn Stefan Nolte (Vertrieb, Projektsteuerung) - Herrn Carlos Romero Soria (Fertigung) geführt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Sie übten die Tätigkeiten Hauptberuf aus. Vergütungen der Geschäftsführer Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2024 waren im Unternehmen durchschnittlich 71 vollzeitbeschäftigte (Arbeiter und Angestellte), - davon sind 2 leitende Angestellte, - davon 10 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter (Arbeiter und Angestellte), - davon keine Auszubildende (alle Bereiche), beschäftigt. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von EUR 2.183.623,46 wird unter Berücksichtigung des bestehenden Verlustvortrages vollständig mit diesem verrechnet. Der verbleibende Betrag wird als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen. Dieser Vorschlag steht im Einklang mit den gesellschaftsrechtlichen Regelungen sowie der finanziellen Situation des Unternehmens. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 31.12.2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Unterschrift der Geschäftsführung
Selmsdorf, den 3. April 2025 gez. Stefan Nolte, Geschäftsführer gez. Carlos Romero Soria, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.04.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RONO Maschinenbau GmbH, Selmsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RONO Maschinenbau GmbH, Selmsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RONO Maschinenbau GmbH, Selmsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lübeck, den 4. April 2025 mercurius
gmbh
Hafke, Wirtschaftsprüfer |
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