Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 270601
Eingetragen
12.4.2000
Branche
Ingenieurbüros für TragwerksplanungBau von Industrieanlagen, außer GebäudenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
die Planung, Konstruktion und die Erstellung von Stahlbauteilen für den Industrie-, Mehrzweck- und Sporthallenbau, für Bürogebäude und Anbausysteme einschließlich Montage sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte. Darüber hinaus betätigt sich die Gesellschaft in der Realisierung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet des Stahlbaus.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lutz Eulig
seit 26.7.2022
Geschäftsführer
Lars Ralf Kußler
seit 7.4.2011
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kenzinger Industriepark GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kenzinger Industriepark GmbH & Co. KG
Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH

Kenzingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2021 bis zum 30.04.2022

Konzernbilanz zum 30.04.2022

der FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH

AKTIVA

30.04.2022 30.04.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 80.449,00 72.848,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 128.632,00 209.081,00 205.810,00 278.658,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.364.557,99 1.448.329,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 117.862,00 121.898,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.221.562,99 1.067.611,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.703.982,98 35.993,20 2.673.832,19
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.700,00 4.700,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungverhältnis besteht 1.236.837,42 1.241.537,42 1.015.057,68 1.019.757,68
4.154.601,40 3.972.247,87
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.731.000,00 1.472.400,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 55.371.668,03 41.244.452,46
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -57.102.668,03 0,00 -42.716.852,46 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.296.142,42 23.563.728,77
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 990.473,39 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.715.977,50 29.002.593,31 860.143,98 24.423.872,75
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11.514.944,46 3.723.348,64
40.517.537,77 28.147.221,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 457.494,05 568.744,48
D. Aktive latente Steuern 217.000,00 212.000,00
Summe Aktiva 45.346.633,22 32.900.213,74

PASSIVA

30.04.2022 30.04.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.278,23 1.278,23
III. Konzernbilanzgewinn 96.883,07 94.318,80
IV. Ausgleichsposten für die Anteile andere Gesellschafter 4.113.388,46 4.244.523,35
4.236.549,76 4.365.120,38
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 469.530,15 363.400,07
2. Sonstige Rückstellungen 8.653.583,61 6.786.105,19
9.123.113,76 7.149.505,26
C. Verbindlichkeiten
1. Stille Beteiligung 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Verbindlichkeiten geg. Kreditinstituten 72.117,11 233.283,47
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.556.793,76 797.182,23
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.566.865,95 14.014.390,00
5. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 217.755,77
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (TEUR 218)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5.751.691,88 5.075.970,44
davon aus Steuern EUR 3.212.018,53 (TEUR 3.677)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 57.617,01 (TEUR 59)
31.947.468,70 21.338.581,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 39.501,00 47.006,19
Summe Passiva 45.346.633,22 32.900.213,74

Konzerngewinn- und Verlustrechnung vom 01. Mai 2021 bis zum 30. April 2022

der FREYLER Verwaltungsgesellschaf mbH

2021/2022 2020/2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 141.292.919,90 134.101.579,71
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 14.127.215,57 5.022.154,31
2. Gesamtleistung 155.420.135,47 139.123.734,02
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.345.589,90 2.218.447,19
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 5.481,04 (TEUR 149)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.493.987,00 -10.639.800,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -106.804.609,82 -119.298.596,82 -92.328.399,12 -102.968.199,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -19.033.931,32 -19.959.598,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -3.316.616,16 -22.350.547,48 -3.295.403,13 -23.255.001,59
- davon für Altersversorung EUR 41.517,57 (TEUR 58)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -666.870,33 -873.257,08
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.271.148,92 -11.430.619,51
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 109.782,41 142.313,28
10. Sonstige Zinsen und Ähnliche Aufwendungen -192.050,67 -159.492,61
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -473.738,53 -324.205,40
- davon Erträge und Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern EUR -5.000,00 (TEUR -4)
12. Ergebnis nach Steuern 2.622.555,03 2.473.718,57
13. Sonstige Steuern -69.819,54 -86.130,97
14. Konzernjahresüberschuss 2.552.735,49 2.387.587,60
15. Konzerngewinn-/ Verlustvortrag 94.318,80 89.877,01
16. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn -2.550.171,22 -2.383.145,81
17. Konzernbilanzgewinn 96.883,07 94.318,80

Konzernanhang für 2022

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH, Registergericht Freiburg i. Br. HRB 270341, für das Geschäftsjahr 01. Mai 2021 bis 30. April 2022 wurde aufgrund der gesetzlichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses wurden grundsätzlich die im Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze beibehalten.

Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss ist unverändert gegeben.

Stichtag des Konzernabschlusses

Stichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 30. April, der zugleich auch Stichtag für den Jahresabschluss des Mutterunternehmens ist.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH einbezogenen Gesellschaften sind alle auf den 30. April 2022 aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gliederung und Bewertung in der Konzernbilanz

Die Posten der Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen werden, abgesehen von den bewertungs- und gliederungsmäßigen Veränderungen, die nach den handelsrechtlichen Vorschriften bei der Konsolidierung von Einzelabschlüssen vorzunehmen sind, unverändert in den Konzernabschluss einbezogen.

Die sich aus der Anwendung der Neubewertungsmethode bei der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte im Anlagevermögen ausgewiesen und über 10 Jahre abgeschrieben. Die Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte beruht dabei auf dem bereits über 50-jährigen Bestehen des Unternehmens in der Baubranche und der erwarteten weiteren Bestandsdauer der Baubranche.

Die Bewertung der Bilanzposten ist in der Konzernbilanz nach folgenden Grundsätzen durchgeführt:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Software wird grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Abschlüssen der einbezogenen Unternehmen werden über Nutzungsdauern von 15 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich über die in den amtlichen AfA-Tabellen des Bundesministeriums für Finanzen vorgegebenen steuerlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben.

Zugänge von Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 (GWG) werden sofort abgeschrieben.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten erfolgt unter Anwendung der Einzelfeststellung und des Festwertverfahrens.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen mit den Herstellungskosten erfolgt unter Einbeziehung der aktivierungspflichtigen Kosten sowie der aktivierungsfähigen Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die Vorgaben zur verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf den wertberichtigungsfähigen Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Aktive latente Steuern

Die sich aus Bilanzpostendifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz der in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften insgesamt ergebende Steuerentlastung ist als aktive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Für das allgemeine Gewährleistungsrisiko ist eine Rückstellung pauschal in Höhe von 0,5 % des garantiebehafteten Geschäftsjahresumsatzes gebildet.

Angaben zur Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB durchgeführt.

Die Beteiligungsbuchwerte der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen sind unter Berücksichtigung nachträglicher Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Unternehmen im Erstkonsolidierungszeitpunkt 01. Januar 2011 verrechnet.

Die sich bei der Verrechnung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich auf die konsolidierten Unternehmen wie folgt:

Geschäfts- oder Firmenwert
TEUR
FREYLER Industriebau GmbH, Kenzingen 1.876
FREYLER Industriebau GmbH, Riesa 170
2.046

C. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Geschäfts- oder Firmenwerte sind in Höhe von EUR 128.632,00 in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zu Bruttowerten in der Zeit vom 01. Mai 2021 bis 30. April 2022 ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Es besteht gem. § 268 Abs. 8 S. 2 HGB eine Ausschüttungssperre infolge der bilanzierten aktiven Latenten Steuern i.H. von EUR 217.000,00.

Forderungen ggü. Gesellschaftern

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern i.H. von EUR 990.473,39 (Vj. EUR 0,00)

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr i.H. von EUR 179.910,64 (Vj. TEUR 175)

Latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Wertdifferenzen:

TEUR
Grundstücke und Bauten -1.044
Ausleihungen -381
Aktiver steuerrechtlicher Ausgleichsposten -176

Die Bewertung erfolgt mit einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 13,0 %.

Bilanzgewinn

In den Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 94.318,80 (Vj. TEUR 90) einbezogen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 0 (Vj. TEUR 118) durch Buchgrundschulden zu Lasten des bilanzierten Grundbesitzes gesichert und haben folgende Restlaufzeiten:

30.04.2022 30.04.2021
TEUR TEUR
Stille Beteiligung
Restlaufzeit > 5 Jahr insgesamt Insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Restlaufzeit < 1 Jahr 18 43
Restlaufzeit > 1 Jahr 55 190
Restlaufzeit > 5 Jahre 0 50
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Restlaufzeit < 1 Jahr insgesamt insgesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Restlaufzeit < 1 Jahr insgesamt insgesamt
Sonstige Verbindlichkeiten
Restlaufzeit < 1 Jahr insgesamt insgesamt

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus:

Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 183

Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 235

Schadenersatz/ Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 326

Erträge/Aufwendungen aus der Abzinsung von Ausleihungen

Die Zinserträge enthalten Erträge aus der Aufzinsung von Ausleihungen in Höhe von EUR 45.677,60 (Vj. TEUR 37). Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Ausleihungen in Höhe von EUR 53.228,66 (Vj. TEUR 56).

Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 5.481,04 (Vj. TEUR 149) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 5.663,55 (Vj. TEUR 25) enthalten.

E. Erläuterungen zu Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalspiegel

Der Finanzmittelfonds umfasst die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie, soweit vorhanden, die kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Gesamtbetrag des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals in Höhe von EUR 98.161,30 (Vj. TEUR 96) steht am Abschlussstichtag zur Ausschüttung zur Verfügung.

F. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von EUR 44.406.423,00 (Vj. TEUR 49.984).

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet, da keine Anzeichen für eine künftige Inanspruchnahme vorliegen.

Beschäftigte

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden im Durchschnitt folgende Mitarbeiter beschäftigt:

Angestellte 244
Gewerbliche Arbeitnehmer 57
Auszubildende 16
317

Außerbilanzielles Geschäft

Im Jahr 2003 wurden wesentliche Teile des betrieblich genutzten Grundbesitzes im Rahmen eines Sale-and-lease-back-Geschäfts veräußert und anschließend zurückgemietet. Mit dem dabei erzielten Veräußerungserlös wurden betriebliche Verbindlichkeiten zurückgeführt und dadurch die Vermögens- und Finanzlage verbessert. Die künftigen jährlich zu entrichtenden Leasingraten betragen rund TEUR 609 und beinhalten einen Mieterdarlehensanteil.

Im Jahr 2028 kann der Grundbesitz zum handelsbilanziellen Restbuchwert zurückerworben werden. Dieser entspricht dann dem sich bis 2028 aufbauenden Mieterdarlehen, so dass im Jahr des Rückkaufs keine Liquiditätsbelastung eintritt.

Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2021 bis 30. April 2022 wurden vom Konzernabschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 15, für andere Bestätigungsleistungen bzw. prüferische Durchsichten TEUR 97, für Steuerberatungsleistungen TEUR 51 berechnet.

Konsolidierungskreis

In den aufgestellten Konzernabschluss sind neben der FREYLER Verwaltung Verwaltungsgesellschaft mbH alle Unternehmen, bei denen ein Mutter-Tochter-Verhältnis gemäß § 290 HGB gegeben ist, einbezogen.

Kommandit-/Stammkapital Anteil
EUR %
FREYLER Industriebau GmbH, Kenzingen *) 2.000.000,00 100,00
FREYLER Industriebau GmbH, Riesa *) 1.000.000,00 100,00
FREYLER Stahlbau GmbH, Kenzingen *) 250.000,00 100,00
FREYLER Metallbau GmbH, Kenzingen *) 220.000,00 100,00
FREYLER Wohnungsbau GmbH, Kenzingen 150.000,00 100,00
FREYLER GmbH & Co. KG, Kenzingen *) 1.000.000,00 100,00
FREYLER Industriebau Schweiz AG, CH-Olten 97.761,27 100,00

*) Inanspruchnahme der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB

Die FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH beherrscht die FREYLER GmbH & Co. KG, ohne über die Mehrheit der Stimmrechte zu verfügen.

Die FREYLER GmbH & Co. KG hält Anteile an verbundenen Unternehmen und überlässt diesen Unternehmen für deren operative Zwecke mietweise eigenen oder selbst angemieteten Grundbesitz. Ebenso erbringt sie für sämtliche Unternehmen des Konsolidierungskreises Verwaltungsdienstleistungen. Die übrigen Tochterunternehmen sind am Markt tätige Unternehmen der Baubranche. Schließlich werden vom Mutterunternehmen Geschäftsführungsdienstleistungen an die FREYLER GmbH & Co. KG erbracht.

Anteile an sonstigen Unternehmen

Ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen hält eine Beteiligung an der Altego Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz. Die Beteiligung am Festkapital in Höhe von EUR 5.000,00 beträgt EUR 4.700,00. Die Gesellschaft weist in der vorläufigen Bilanz zum 31. Dezember 2021 nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile/Entnahmen der Kommanditisten in Höhe von EUR 159.109,90 und einen Jahresverlust in Höhe von EUR 417,58 aus.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Konzernabschluss

Die FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH, Kenzingen stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss wird von der FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH, Kenzingen, spätestens bis zum Ablauf des folgenden Geschäftsjahres beim Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer sind bestellt:

 

Peter F. Rieland, Freiburg i. Br.

 

Lars Kußler, Weingarten

 

Kenzingen, 18.07.2022

FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH

Peter F. Rieland, Geschäftsführer

Lars Kußler, Geschäftsführer

Konzernanlagespiegel zum 30.04.2022

der FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.05.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.04.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 1.069.726,83 76.247,00 0,00 0,00 1.145.973,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.450.036,17 0,00 0,00 0,00 4.450.036,17
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.519.763,00 76.247,00 0,00 0,00 5.596.010,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 6.443.232,16 31.665,17 -6.942,71 0,00 6.467.954,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.394.623,06 4.453,12 0,00 19.257,91 5.418.334,09
3. Andere Anlagen, betriebs- und Geschäftsausstattung 3.987.970,37 632.949,83 -338.024,37 12.774,70 4.295.670,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.993,20 0,00 0,00 -32.032,61 3.960,59
Summe Sachanlagen 15.861.818,79 669.068,12 -344.967,08 0,00 16.185.919,83
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.700,00 0,00 0,00 0,00 4.700,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.015.057,68 221.779,74 0,00 0,00 1.236.837,42
Summe Finanzanlagen 1.019.757,68 221.779,74 0,00 0,00 1.241.537,42
Summe Anlagevermögen 22.401.339,47 967.094,86 -344.967,08 0,00 23.023.467,25
Abschreibungen (kumuliert)
01.05.2021 Abschreibung Ifd. Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge 30.04.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 996.878,83 68.646,00 0,00 0,00 1.065.524,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.244.226,17 77.178,00 0,00 0,00 4.321.404,17
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.241.105,00 145.824,00 0,00 0,00 5.386.929,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 4.994.902,17 110.751,17 0,00 -2.256,71 5.103.396,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.272.725,06 27.747,03 0,00 0,00 5.300.472,09
3. Andere Anlagen, betriebs- und Geschäftsausstattung 2.920.359,37 382.548,13 0,00 -224.839,37 3.078.068,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 13.187.986,60 521.046,33 0,00 -227.096,08 13.481.936,85
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 18.429.091,60 666.870,33 0,00 -227.096,08 18.868.865,85
Buchwert
30.04.2022 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 80.449,00 72.848,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 128.632,00 205.810,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 209.081,00 278.658,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 1.364.557,99 1.448.329,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 117.862,00 121.898,00
3. Andere Anlagen, betriebs- und Geschäftsausstattung 1.217.602,40 1.067.611,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.960,59 35.993,20
Summe Sachanlagen 2.703.982,98 2.673.832,19
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.700,00 4.700,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.236.837,42 1.015.057,68
Summe Finanzanlagen 1.241.537,42 1.019.757,68
Summe Anlagevermögen 4.154.601,40 3.972.247,87

Konzernkapitalflussrechnung für 01. Mai 2021 bis 30. April 2022

2022
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 2.553
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 667
Zunahme (+)/Abnahme (-) der langfristigen Rückstellungen -300
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 8
Cashflow nach DVFA/SG 2.927
Zunahme (+)/Abnahme (-) der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen 2.168
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, Leistungsforderungen sowie anderer Aktiva -4.691
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Leistungsverbindlichkeiten sowie anderer Passiva 10.761
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -58
Zinsaufwendungen/-erträge (+/-) 75
Sonstige Beteiligungserträge 0
Ertragsteueraufwand/-ertrag (+/-) 474
Ertragsteuerzahlungen (+/-) -150
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 11.506
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 176
Auszahlungen (-) für Investitionen in das
immaterielle Anlagevermögen -76
Sachanlagevermögen -669
Finanzanlagevermögen -229
Erhaltene Zinsen (+) 64
Erhaltene Ausschüttungen (+) 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -734
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Entnahmen anderer Gesellschafter (-) -2.702
Veränderung Eigenkapitaldifferenz aus
Fremdwährungsumrechnung (+/-) -14
Sonstige 36
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten (+) 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten (-) -161
Gezahlte Zinsen (-) -139
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.980
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) 7.792
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.723
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.515
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 11.515
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.515

Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2021 bis zum 30. April 2022

der FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH

01.05.2021 Veränderung Fremdwährungsumrechnung
TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital des Mutterunternehmens 25 -
+ andere Gewinnrücklagen 1 -
+ Gewinnvortrag 95 -
+ Konzerngewinn 0 -
= Eigenkapital des Mutterunternehmens 121 -
+ Eigenkapital anderer Gesellschafter 4.244 -14
davon: Minderheitenkapital 4.195 -
davon: Fremdwährungsumrechnung 49 -14
= Konzerneigenkapital 4.365 -14
Konzernjahresüberschuss 2022 Entnahmen Sonstige Veränderungen 30.04.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital des Mutterunternehmens - - - 25
+ andere Gewinnrücklagen - - - 1
+ Gewinnvortrag 0 - - 95
+ Konzerngewinn 2 - - 2
= Eigenkapital des Mutterunternehmens 2 - - 123
+ Eigenkapital anderer Gesellschafter 2.545 -2.698 36 4.113
davon: Minderheitenkapital 2.545 -2.698 36 4.078
davon: Fremdwährungsumrechnung - - - 35
= Konzerneigenkapital 2.547 -2.698 36 4.236

Konzernlagebericht für 01. Mai 2021 bis 30. April 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Der Lagebericht umfasst den FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH Konzern (FREYLER Unternehmensgruppe) mit seinen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen, die im Anhang im Einzelnen aufgeführt sind, sowie das Mutterunternehmen FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH, Kenzingen.

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Der Konzern betreibt die Planung, Konstruktion und die schlüsselfertige Erstellung von Industrie- und Gewerbebauten. Die Produktpalette umfasst Produktions-, Lager-, Verkaufs-, Bürogebäude, Gesundheits- und Rehazentren, Sport- und Freizeitanlagen sowie Autohäuser einschließlich der Durchführung aller damit verbundenen Leistungen.

Weitere wesentliche Unternehmensaktivitäten bestehen in der Planung, Konstruktion und Erstellung von Stahlkonstruktionen und Fenster-, innenliegenden Glastrennwand- und Fassadensystemen für den Industrie-, Mehrzweck- und Sporthallenbau, für Bürogebäude und Anlagenbau einschließlich Montage, sowie Durchführung aller damit verbundenen Leistungen im In- und Ausland, ferner die Zulieferung von Stahlsonderkonstruktionen.

Die FREYLER Wohnungsbau GmbH betreibt seit dem 10.02.2021 die schlüsselfertige Erstellung von Geschosswohnungsbau, Boardinghouse, studentischem Wohnen, serviced Apartments, Pflegeimmobilien wie Pflegestifte, altersgerechtem Wohnen sowie Mischformen mit angegliederter Tagespflege. Am 14.03.2022 wurde die FREYLER Wohnungsbau GmbH um den Geschäftsbereich der Projektentwicklung erweitert und ergänzt seither den bestehenden Wertschöpfungskreis um die Entwicklung, Vermarktung und Realisierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Ferner umfassen die Aktivitäten des Konzerns auch den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Grundbesitz.

Der FREYLER Unternehmensgruppe sind elf Betriebsstätten in Form von Geschäftsbereichen in Kenzingen, Bodman-Ludwigshafen, Karlsruhe-Ettlingen (2x), Bergneustadt, Darmstadt, Riesa, Berlin, Leipzig und Chemnitz, sowie in Olten (Schweiz) angeschlossen; diese werden als Profitcenter grundsätzlich mit Planungs-, Abwicklungs-, Vertriebs-, und Beschaffungskompetenz geführt. Damit ist gewährleistet, dass eine kunden- und marktnahe Akquisition und Baurealisierung erfolgt.

Seit vielen Jahren sind die Unternehmen der FREYLER Unternehmensgruppe spezialisiert und fokussiert auf individuelle Industrie- und Gewerbebauten für den Mittelstand, die vorwiegend in Stahl-, Stahlverbund- und Massivbau schlüsselfertig realisiert werden. Die hierfür benötigten bauhandwerklichen Leistungen werden dabei überwiegend durch Nachunternehmer erbracht.

Auch im Bereich Planung, Konstruktion und Erstellung von Stahlkonstruktionen sowie Fassadensystemen verfügen die spezialisierten Tochterunternehmen über eine hohe Kompetenz.

Kundenorientierte Planungs- und Beratungskompetenz sind die Grundlage des Know- hows als Generalunternehmen. Modernste CAD-, CNC-Technologie der Verbundtöchter Stahl- und Metallbau vereinen maximale Flexibilität mit kürzesten Bauzeiten.

Die Märkte, in denen die FREYLER Unternehmensgruppe tätig ist, stellen sich als käufergetriebene Märkte, mit extrem vielen Anbietern und hohem Preisdruck dar. Mit zukunftsweisenden individuellen Baulösungen, die die Kunden nachhaltig erfolgreicher machen, haben sich insbesondere die Unternehmen FREYLER Industriebau GmbH, Kenzingen und Riesa, eine Lösungskompetenz erarbeitet, die deutschlandweit etabliert ist und mit der sie sich deutlich von der Konkurrenz abheben.

Als strategische Basis des Erfolgs sehen wir unter anderem die Kundenzufriedenheit, die zu einer hohen Kunden-Weiter-Empfehlungs- und Stammkundenquote führt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7% höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt).

Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorjahresniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0% niedriger.

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4% gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4% zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0% etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4% zurück.

Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorjahresniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0% unter dem Niveau von 2019. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt. Hier lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9% unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern.

Die Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 0,5% zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,2% mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Wirtschaftsverhältnissen als zuvor. Beschäftigungsgewinn gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2%), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4%) sowie im Baugewerbe (+1,2%). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu Beschäftigungsverlusten (-1,8%). Die Zahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger nahm 2021 weiter ab, während mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren (Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr. 020 vom 14. Januar 2022).

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2022 gegenüber dem 4. Quartal 2021 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2% gestiegen. Gegenüber dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, war die Wirtschaftsleistung 0,9% niedriger. Der Krieg in der Ukraine und die anhaltende Corona-Pandemie haben bereits bestehende Verwerfungen, zu denen gestörte Lieferketten und steigende Preise zählen, nochmals verstärkt. Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die deutsche Wirtschaft mit einem leichten Wachstum in das Jahr 2022 gestartet.

Im Spannungsfeld von steigenden Preisen auf der einen und Lockerungen der Corona-Maßnahmen auf der anderen Seite bewegten sich die privaten Konsumausgaben im 1. Quartal 2022 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorquartal (-0,1%). Starke Impulse kamen hingegen von den Investitionen: Wegen der milden Witterung im 1. Quartal 2022 legten die Bauinvestitionen trotz deutlicher Preisanstiege gegenüber dem 4. Quartal 2021 um 4,6% zu. In Ausrüstungen wurde 2,5% mehr investiert als im Vorquartal.

Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung war im 1. Quartal 2022 insgesamt 0,7% höher als im 4. Quartal 2021. Dabei zeigte sich bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche ein gemischtes Bild: Verteuerte oder ausbleibende Vorprodukte sowie der Ende Februar 2022 beginnende Krieg in der Ukraine haben die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ohne Bau im 1. Quartal 2022 gebremst (-0,4%). Exemplarisch hierfür sind die in der Automobilindustrie benötigten, aber nicht ausreichend verfügbaren elektrischen Kabelbäume. Währenddessen stieg die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe um 4,5%. Den stärksten Zuwachs verzeichneten mit 6,2% die Sonstigen Dienstleister, zu denen unter anderem die Bereiche Unterhaltung und Erholung zählen. Dies lag vor allem an den Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Laufe des 1. Quartals 2022.

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2022 preisbereinigt 4,0% höher als im 1. Quartal 2021, in dem die deutsche Wirtschaft von den Auswirkungen der zweiten Welle der Corona-Pandemie getroffen worden war. Preis- und kalenderbereinigt betrug das BIP-Wachstum 3,8% (Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr. 215 vom 25. Mai 2022).

2.2. Geschäftsverlauf

Das geplante Auftragseingangsziel für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurde trotz der Krise deutlich übertroffen. Die Gesamtleistung lag auf Plan und wurde wie in den Vorjahren auch im Wesentlichen durch den Industriebau erwirtschaftet.

Das unverändert positive Geschäftsergebnis wurde, wie in den Vorjahren, im Wesentlichen vom Industriebau getragen. Der Personalbestand lag im Geschäftsjahresdurchschnitt unter dem Vorjahresniveau.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Während die Jahresgesamtleistung auf Plan lag, hat sich das EBIT für das Geschäftsjahr 2021/2022 deutlich positiver als der Planansatz entwickelt. Positive Ergebnisbeiträge wurden insbesondere im Industriebau erwirtschaftet, während das Ergebnis im Metallbau deutlich unter den Erwartungen lag.

Der Rohertrag sowie die Rohertragsquote haben sich gegenüber den Vorjahren verringert. Ursache hierfür sind die im Vergleich zum Vorjahr erhöhten unfertigen Leistungen und damit einhergehend die fehlende realisierte Marge aus diesen Projekten.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund von Personalreduzierungen verringert.

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte aus den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie aus der Kapitalkonsolidierung.

Die Bilanzsumme ist von TEUR 32.900 auf TEUR 45.347 angestiegen. Der Anstieg auf der Aktivseite ergibt sich im Wesentlichen aus im Vergleich zum Vorjahr höheren Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen sowie einem wesentlich höheren Bestand an liquiden Mitteln.

Auf der Passivseite ergibt sich die Erhöhung der Bilanzsumme aus einem korrespondierenden Anstieg der Verbindlichkeiten. Da die erhaltenen Anzahlungen höher sind als die unfertigen Erzeugnisse, ergibt sich aus der Saldierung ein passivischer Überhang, der ebenfalls zur Erhöhung der Bilanzsumme beiträgt.

Das erweiterte betriebswirtschaftliche Eigenkapital beläuft sich zum 30.04.2022 auf TEUR 5.236, dieses umfasst neben dem handelsbilanziellen Eigenkapital auch die stille Beteiligung sowie Forderungen gegenüber Gesellschaftern.

Die langjährige Finanzstrategie hat als Priorität die Unternehmensfinanzierung ohne lang- und kurzfristige Bankverbindlichkeiten zu gewährleisten. Permanente Liquiditätsüberwachung und -steuerung bis hinunter auf die Ebene des Einzelprojektes sind Reportinginhalt.

Zum Abschlussstichtag bestehen nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien in Höhe von 5,0 Mio. EUR.

Per Ende Juni 2022 liegt der Auftragseingang deutlich über Plan. Zusammenfassend lässt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns weiterhin als positiv- und über den Erwartungen liegend beurteilen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Konjunkturindikatoren haben sich im ersten Quartal 2022 noch positiv entwickelt. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe legte nominal um 17,8% zu, real war dies ein Wachstum von 4,1%. Der baugewerbliche Umsatz stieg wegen der guten Witterungsbedingungen um nominal 19,7%, real um 5,6%. Der Auftragsbestand lag Ende März 2022 real um 1,6% über dem Vorjahreswert.

Im April kam es aber zu einem deutlichen negativen Umschwung, der wohl vor allem auf die Probleme bei der Versorgung mit Baumaterial zurückzuführen sein dürfte. Der reale Auftragseingang ging um 11,7% zurück, der baugewerbliche Umsatz um 9,5%. Bei beiden Kennziffern wurde dadurch das Wachstum des ersten Quartals komplett aufgezehrt.

Die Branche erwartet nunmehr für das laufende Jahr bei den realen baugewerblichen Umsätzen im Bauhauptgewerbe eine Entwicklung zwischen Null und -2% (Prognose Ende 2021: +1,5%). Darin ist schon das - vor allem witterungsbedingte - hohe reale Umsatzplus von 9% im Januar und Februar eingepreist. Die Prognose steht zudem unter dem Vorbehalt, dass sich im weiteren Jahresverlauf keine weiteren Verschärfungen bei Energiepreisen und dem Bezug von Baumaterial ergeben. Sie ist daher nur ein Abbild der aktuellen Situation (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie zum "Tag der Bauindustrie" am 19. Mai 2022).

Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wird leicht auf 920.000 steigen.

Entgegen den Erwartungen für die Umsatzentwicklung im Wirtschaftsbau wird für das Geschäftsjahr 2022/2023 des FREYLER Konzerns eine Zunahme der Gesamtleistung in Höhe von ca. 9% gegenüber dem Berichtsjahr, sowie ein deutlich positives Jahresergebnis, auf dem erfreulichen Niveau des Vorjahres erwartet. Diese Erwartungen basieren auf der Annahme, dass sich die bestehenden Krisen nicht weiter verschärfen, oder gar weitere Krisen entstehen.

Die zur Erfüllung der voraussichtlichen laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderliche Liquidität ist im Rahmen der Unternehmensplanung gewährleistet. Der bestehende Avalrahmen ist gesichert und auf Basis der Planung mittel- bis langfristig ausreichend.

3.2. Chancen- und Risikobericht

Vor dem Hintergrund unseres geringen Marktanteils im gesamten Vertriebsgebiet ergeben sich mittel- und langfristig Wachstumspotentiale für die weitere Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus wurden zum 10.02.2021 mit dem Wohnungsbau und zum 14.03.2022 mit der Projektentwicklung zwei neue Geschäftsfelder gegründet. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 werden für die Bereiche Wohnungsbau und Projektentwicklung aufgrund der Ingangsetzungskosten negative Ergebnisse geplant und erwartet.

Die potentiell größten Ergebnisrisiken liegen im Projektgeschäft, das wir mit einem ganzheitlichen und strukturierten Projektmanagement steuern. Dieses Projektmanagement unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Schwerpunkte des Projektcontrollings sind:

Angebotsselektion

Bonitätsprüfung der Auftraggeber, Forderungsausfallversicherung

permanenter, monatlicher Soll-Ist Projektvergleich

wöchentliche Liquiditätsüberwachung

kaufmännische und rechtliche Projektanalyse und -steuerung

Risikomanagement

Aufgrund des beschriebenen Projektcontrollings sind alle erkennbaren und bekannten Risiken aus den laufenden Projekten bereits in der Bewertung enthalten und bilanziert.

Bedingt durch die bestehenden Krisen, besteht die Gefahr, dass die gesamtwirtschaftlich angespannte Lage weiter einbricht und damit die Nachfrage nach gewerblichem Wirtschaftsbau zurückgeht. Außerdem können, je nach weiterem Verlauf der Pandemie, Quarantäneanordnungen und/oder erforderliche Schutzmaßnahmen zu einer Beeinträchtigung der Materialverfügbarkeit von Lieferanten und Nachunternehmern führen, sowie zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der FREYLER Unternehmensgruppe.

Die steigenden Zinsen können zu einem Rückgang der Investitionstätigkeit im Bereich des Bauträgergeschäfts führen. Generell besteht die Gefahr, dass die stetig steigenden Kosten nicht an den Kunden vollumfänglich weitergegeben werden können.

Der Markt für hochqualifizierte Fachkräfte der Baubranche unterliegt einem stark zunehmenden Nachfragedruck. Für die FREYLER Unternehmensgruppe besteht damit auch weiterhin ein Risiko in der Gewinnung und ausreichenden Verfügbarkeit von hochqualifiziertem Fachpersonal. Durch permanente und nachhaltige Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber (z.B. Gesundheitsmanagement, betriebliche Altersversorgung), versucht sich die FREYLER Unternehmensgruppe den steigenden Anforderungen auf dem umkämpften Arbeitsmarkt zu stellen.

Dieses dauerhafte Bemühen führt zu einer überdurchschnittlich großen Zufriedenheit der FREYLER Mitarbeiter, die in den Jahren 2019, 2020, 2021 und auch 2022 mit der Auszeichnung als "Top-Arbeitgeber Mittelstand" von FOCUS Money und YourFirm gewürdigt wurde.

Aus den oben genannten Gründen sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Kenzigen, 18.07.2022

FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH

Peter F. Rieland, Geschäftsführer

Lars Kußler, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH, Kenzingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH, Kenzingen und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. April 2022, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FREYLER Verwaltungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, den 26. August 2022

Dehmer audit & tax GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

JuDr. Hans Holger Dehmer, Wirtschaftsprüfer

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