CMS Cinema Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Strohmenger seit 21.2.2024 | Geschäftsführer |
Oliver Fock seit 21.2.2024 | Geschäftsführer |
Mathew Duff seit 3.6.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Greater Union International B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Greater Union Theaters GmbHLübeckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
Amtsgericht Lübeck, HRB 6160Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der Greater Union Theaters GmbH, Lübeck, zum 30. Juni 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Wertansätze zum 30. Juni 2022 wurden unverändert vorgetragen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr sowie im Vergleich zum Vorjahr stetig angewandt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (a) Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese liegt durchschnittlich bei acht Jahren. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei geringwertigen Anlagegütern bis EUR 800,00 wird der Abgang im Zugangsjahr unterstellt. (b) Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. (c) Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. (d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennbetrag, gegebenenfalls zum niedrigeren Wertansatz gemäß § 253 Abs. 4 HGB. (e) Rückstellungen Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre unter Berücksichtigung der erwarteten Kostensteigerung abgezinst. (f) Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Der Ansatz der Erhaltenen Anzahlungen erfolgt in Höhe der vereinnahmten Kinoeintrittsgelder im Zusammenhang mit ausgegebenen Gutscheinen, die zum Bilanzstichtag noch nicht eingelöst sind, für den Zeitraum ab Juli 2023. (g) Grundlagen der Währungsumrechnung Die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Währungsposten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des Vorsichtsprinzips zum historischen Kurs oder zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der Posten der Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2022/2023 ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. (a) Aufstellung des Anteilsbesitzes Die Greater Union Theaters GmbH ist an folgenden Gesellschaften beteiligt:
(b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 54 (im Vorjahr TEUR 54) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten, die restlichen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 2.017 (im Vorjahr TEUR 1.577), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 684 (im Vorjahr TEUR 70) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 1.732 (im Vorjahr TEUR 622) enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 43) enthalten. (c) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die erwartete Inanspruchnahme aus Rückbauverpflichtungen (TEUR 413; im Vorjahr TEUR 369), Miet- und Nebenkosten (TEUR 446; im Vorjahr TEUR 229), Personalkosten (TEUR 97; im Vorjahr TEUR 86), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 54; im Vorjahr TEUR 41), Wareneinsatz (TEUR 27; im Vorjahr TEUR 22), Filmkosten (TEUR 32; im Vorjahr TEUR 19), Instandhaltungskosten (TEUR 8; im Vorjahr TEUR 15), Versicherungskosten (TEUR 0; im Vorjahr TEUR 8) sowie Reinigungskosten (TEUR 1; im Vorjahr TEUR 7). (d) Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 16.910 (im Vorjahr TEUR 17.510), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 454 (im Vorjahr TEUR 218) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.520 (im Vorjahr TEUR 1) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 15.246 (im Vorjahr TEUR 13.217) enthalten. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (a) Sonstige betriebliche Erträge Im Rahmen der Schlussabrechnung haben sich die Ansprüche aus der November- und Dezemberhilfe 2020 und der Corona-Überbrückungshilfe III geändert. Zum Bilanzstichtag wurden die bereits ausgezahlten und bewilligten Ansprüche storniert und die Ansprüche im Rahmen der Schlussabrechnung eingebucht. Der sich daraus ergebende Differenzbetrag ist im Rahmen der November- und Dezemberhilfe 2020 in Höhe von TEUR 2.626 sowie im Rahmen der Corona- Überbrückungshilfe III in Höhe von TEUR 31 in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Ansprüche aus dem Sonderfonds Kultur für die Monate Juli 2021 bis November 2022 in Höhe von TEUR 817 (im Vorjahr TEUR 1.205) und aus regionaler Förderhilfe in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 1) enthalten. Insgesamt enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge somit im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 3.475 (im Vorjahr TEUR 1.361) Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung aus staatlichen Unterstützungsleistungen. (b) Abschreibungen In den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind analog zum Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. (c) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Ansprüche im Rahmen der Corona-Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis Juni 2022 in Höhe von TEUR 154 wurden im aktuellen Geschäftsjahr wieder aufgehoben, da diese mit der Beantragung des Sonderfonds Kultur kollidieren. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen". Diese stellen gleichzeitig Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung dar. (d) Sonstiges Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen mit TEUR 3 (im Vorjahr TEUR 5) enthalten. E. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und in der Gewinn- und Verlustrechnung oder in der Bilanz zu berücksichtigen sind, sind nicht eingetreten. F. Sonstige Angaben (a) Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
(b) Ergebnisabführungsverträge Mit Gesellschafterbeschluss vom 5. Juni 2007 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zum 1. Juli 2006 zwischen der Greater Union International GmbH (Gesellschafterin) und der Greater Union Theaters GmbH geschlossen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 24. Februar 2009 wurden zum 1. Juli 2008 die Ergebnisabführungsverträge zwischen der Greater Union Theaters GmbH und der Filmpalast am ZKM-Karlsruhe Beteiligungs GmbH und der Filmpalast Konstanz Beteiligungs GmbH geschlossen. (c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB Nach den derzeit bestehenden Verträgen ergeben sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund TEUR 1.742 insbesondere für die Anmietung von Kinos. Bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit ergeben sich Mietverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.577. (d) Geschäftsführerbezüge Die im Geschäftsjahr 2022/2023 tätigen Geschäftsführer erhielten analog zum Vorjahr keine Bezüge. (e) Geschäftsführung Die hauptberuflichen Geschäftsführer sind:
(f) Konzern Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der EVT Limited mit Sitz in Sydney/Australien einbezogen. Diese stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach australischen Rechnungslegungsvorschriften. Wesentliche Abweichungen zu den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften bestehen beim Ansatz von aktiven latenten Steuern sowie hinsichtlich der Zurechnung von Vermögensgegenständen, die einem Finanzierungsleasing unterliegen. Der Ansatz aktiver latenter Steuern ist verpflichtend vorzunehmen, wobei hingegen handelsrechtlich ein Wahlrecht besteht. Vermögensgegenstände, die einem Finanzierungsleasing unterliegen, werden im Konzern im Regelfall dem Leasingnehmer zugerechnet, während sich die Zurechnung nach Handelsrecht nach den Vorgaben der steuerlichen Leasingerlasse bemisst und daher in der Regel beim Leasinggeber erfolgt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft sowie im Internet unter www.evt.com erhältlich. Zusätzlich wird der Konzernabschluss im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. Die Gesellschaft ist demzufolge gemäß § 292 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.
Lübeck, 7. Februar 2024 Greater Union Theaters GmbH Die Geschäftsführung Oliver Fock Michael Strohmenger Mathew Duff Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023(Bruttodarstellung)
Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 20231) Grundlagen des Konzerns und der Greater Union Theaters GmbH a) Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft, der deutschlandweit Filmtheater an 4 Standorten gehören, wird unter Anwendung der Vorschrift der Vollkonsolidierung in einen Konzernverbund einbezogen, dessen Muttergesellschaft die EVT Limited (kurz: EVT) ist. Die Hauptverwaltung des Konzerns befindet sich in Sydney, Australien. In diesem Konzernverbund werden sämtliche deutschen Gesellschaften in einer Holding, der Greater Union International B.V. mit Sitz in den Niederlanden, Amsterdam, gebündelt. Die deutsche Hauptverwaltung befindet sich in Lübeck. Die Holding repräsentiert mit 47 Filmtheatern einen der größten Anbieter in Deutschland. Neben dem Betrieb von Filmtheatern wird im Konzern auch eine Event-Agentur betrieben. Die Gesellschaft generiert Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Kinokarten und Gastronomieprodukten sowie aus dem Vertrieb von Leinwand-, Foyer- und Außenwerbung. Weitere Erlöse werden mit der Vermarktung der Kinos als Eventlocation erzielt. b) Ziele & Strategien Langfristige wertvermehrende Maßnahmen für das Unternehmen bleiben das primäre Ziel der Geschäftsleitung. Insbesondere fallen hierunter die Ausweitung der Marktanteile, Investitionen in den bestehenden Kinobetrieb und in neue Standorte sowie die kontinuierliche Kostenreduzierung. Auch in Zukunft werden alle Kräfte auf die Ertragsverbesserung ausgerichtet, um auch weiterhin eine Deckung des laufenden Mittelbedarfs sicherzustellen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Um der volatilen Nachfragedynamik zu begegnen, ist die Kundenbindung ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Mit einer individuellen Kundenansprache muss es mittelfristig gelingen, die breite Leistungsfähigkeit des Kinos, die über der im Bewusstsein unserer Gäste verankerten Funktion des reinen Filmabspielortes hinausgeht, darzustellen und somit neue Besuchergruppen zu entwickeln. Spezielle Übertragungen aus der Berliner Philharmonie oder der METROPOLITAN OPERA begeistern schon heute eine stetig wachsende Zielgruppe. Darüber hinaus soll das Kundenbindungsprogramm "CineStarCARD" weiter ausgebaut werden und die Anzahl der Mitglieder signifikant erhöht werden. Voraussetzung hierfür ist es, die Attraktivität des Programmes durch neue und noch attraktivere Kundenvorteile zu steigern. Durch Sortimentsoptimierung im Bereich der Gastronomie wird eine Steigerung des Pro-Kopf- Umsatzes erwartet. Dies soll in Zukunft zu einer nachhaltigen Verbesserung der Ertragskraft des Unternehmens führen. Schon vor Jahren wurde mit dem Geschäftsmodell für 3D der Geschäftsbetrieb um ein tragfähiges Geschäftsmodell erweitert, welches weiterhin zusätzliche Erträge generieren wird. Des Weiteren wird kontinuierlich in die Neuausstattung der Kinos durch Rechner und weitere Modernisierungsmaßnahmen investiert. Die Positionierung des Kinos als Eventstätte ist von besonderer strategischer Bedeutung. Zur Abgrenzung des Kinos gegenüber anderen Sparten der Filmnutzer sind besondere Qualitäten des Kinos zu nennen. Hierzu zählen die große Leinwand in Bezug auf das Bild, der besondere Sound, der Komfort der Saalausstattungen und die soziale Komponente als Gemeinschaftserlebnis. Vor diesem Hintergrund werden Investitionen zur Steigerung des Komforts und der Audiovisualität unter Berücksichtigung der Liquiditätslage laufend überprüft. c) Steuerungssystem und Leistungsindikatoren Die gezielte Steuerung der Gesellschaft erfolgt durch die Orientierung an der Unternehmensstrategie sowie den regelmäßigen Abgleich der aktuellen und erwarteten Entwicklungen mit den Finanzzielen. Darüber hinaus werden regelmäßig finanzwirtschaftliche und marktbezogene Leistungsindikatoren ermittelt. Dies sind vor allem das Umsatzwachstum, das EBIT (Jahresüberschuss vor Zinsen und Steuern) und die Besucherzahlen. 2) Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weichen für die deutsche Wirtschaft sind auf Erholung gestellt. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, die Lohneinkommen steigen mit kräftigen Raten, und die Beschäftigung ist so hoch wie nie zuvor im wiedervereinigten Deutschland. Damit kehrt Kaufkraft zurück, und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder zulegen. Zudem dürfte wegen der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein, und im Frühsommer des kommenden Jahres dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Das dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im kommenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Die Baukonjunktur wird weiter abkühlen. Vor allem im Wohnungsbau dürfte die Auftragslage angespannt bleiben, da die Baupreise nach wie vor hoch sind und die Kreditzinsen nur sehr langsam sinken. Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3% zurückgehen und im Jahr 2024 um 0,9% zunehmen. Im Jahr 2025 dürfte sich die Konjunktur dann normalisieren und das Bruttoinlandsprodukt um 1,3% zulegen. Unsicherheit geht von der Finanzpolitik aus. Die vorliegende Prognose geht von der Annahme aus, dass ungeachtet der Haushaltslücke alle bisher geplanten finanzpolitischen Maßnahmen umgesetzt werden. Sollten zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen beschlossen werden, um einen verfassungskonformen Haushalt aufzustellen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die vorliegende Prognose zu optimistisch ist. (Quelle: ifo Institut-München Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München; Ifo Schnelldienst Sonderausgabe Dezember, Dezember 2023) Inwiefern die Kinobranche von dieser wirtschaftlichen Entwicklung getroffen wird, ist schwer einzuschätzen. Natürlich sollte sinkende reale Kaufkraft der privaten Haushalte zu einer Reduzierung der Nachfrage führen, allerdings erwies sich die Kinobranche in wirtschaftlichen Krisenzeiten als sehr robust, da sie das Kinoerlebnis als willkommene Abwechslung zum Alltag in schwierigen Zeiten ansehen. Gegenwärtig gibt es keine Anzeichen, dass die Kinobranche nachhaltige negative Effekte trifft. Ganz im Gegenteil haben sich im Frühjahr/Sommer 2023 erfolgreiche Kinofilme wie "Barbie", "Super Mario Bros. Film" und "Oppenheimer" durchgesetzt und viele begeisterte Besucher in die Kinos gebracht, so dass Rekordzahlen zu verzeichnen waren. b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Gemäß der Filmförderungsanstalt (FFA "Das Kinojahr 2022") haben die deutschen Kinos 78 Mio. verkaufte Kinotickets und einen Umsatz von 722 Mio. Euro in 2022 verzeichnet. Das sind zwar immer noch rund 34 bzw. 29 % weniger als 2019, dem letzten vorpandemischen Jahr. Aber es ist im Vergleich zu 2021, als die Kinos im ersten Halbjahr weitestgehend geschlossen waren, beim Ticketverkauf eine Steigerung um 85 %, beim Umsatz sogar um 93 %. Die wichtigen Kennzahlen zum Kinobestand sind 2022 weitestgehend stabil geblieben: Die Zahl der Sitzplätze ist um 1,5 % gesunken, die der Leinwände um 0,4 %, während die Zahl der Kinos um 0,4 % gestiegen ist. Seit 2021 schien sich das Gefüge der Filmerfolge zu verändern: Für die Top-10-Filme wurden 2021 über 46 % der Tickets verkauft - der mit Abstand höchste Wert bis dahin. Das Gesamtjahr 2022 liegt mit 36,7 % nur leicht über den gewohnten Werten. Der Preis der Kinotickets ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % gestiegen und liegt im Jahresdurchschnitt 2022 bei 9,26 Euro, 39 Cent mehr als 2021. Unter den von "Avatar: The Way of Water" angeführten Top 10 ist mit "Die Schule der magischen Tiere 2" auf Platz fünf auch ein deutscher Film, dazu kommen mit "Wunderschön", der internationalen Koproduktion "Uncharted" und "Guglhupfgeschwader" drei weitere deutsche Besuchermillionäre. Gemäß der Filmförderungsanstalt (FFA Info, "Kinojahr 2022"). Im ersten Kinohalbjahr 2023 wurden bis zum 30. Juni mit 45,2 Mio. Tickets 36,2 % mehr verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres; der Rückgang im Vergleich zum letzten vorpandemischen Halbjahr 2019 beträgt noch 15,7 %. Wegen gestiegener Eintrittspreise - auch durch viele überlange und 3D-Filme - liegt der Kinoumsatz mit 455 Mio. Euro nur noch um 1,4 % hinter dem 2019er Halbjahresergebnis und 48,9 % über dem des ersten Halbjahres 2022. Die meistgesehenen Filme im ersten Halbjahr 2023 waren "Avatar: The Way of Water" mit 5,7 Mio. und "Der Super Mario Bros. Film" mit 5,0 Mio. verkauften Tickets. In den Top 10 sind mit der internationalen Koproduktion "John Wick: Kapitel 4" (1,7 Mio. Tickets) "Die drei??? - Erbe des Drachen" (1,6 Mio.), "Manta Manta -ZwoterTeil" (1,1 Mio.) und "Sonne und Beton" (1,1 Mio.) auch vier deutsche Produktionen bzw. Koproduktionen. Für deutsche Filme wurden insgesamt 11,3 Mio. Tickets verkauft, der deutsche Marktanteil betrug 26,0 %. Die Kennzahlen zum Kinobestand am Ende des ersten Halbjahres 2023 sind im Vergleich zum Ende des vorpandemischen Jahres 2019 weitestgehend konstant, Veränderungen bewegen sich im niedrigen Prozentbereich. Eine etwas größere Abweichung gab es nur bei der Zahl der Sitzplätze: Sie ist um 5,6 % auf 753.753 gesunken - ein Minus von knapp 45.000. Gemäß der Filmförderungsanstalt (FFA Info, "Kinohalbjahr 1-2023"). Der Marktanteil deutscher Filme am inländischen Kinomarkt betrug 2022 27 % - ein Plus von rund 5,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anteil an 3D-Vorstellungen ist im Jahr 2022 entsprechend der Entwicklung wieder gestiegen: 8,5 Mio. Tickets wurden für 3D-Vorstellungen verkauft - dies entspricht einem Marktanteil von 11,1%. (FFA"Das Kinojahr 2022") Der deutsche Marktanteil betrug im ersten Halbjahr 2023 26 % - ein Plus von rund 4,8 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anteil an 3D-Vorstellungen ist im ersten Halbjahr 2023 wieder gestiegen: 9,8 Mio. Tickets wurden für 3D-Vorstellungen verkauft - dies entspricht einem Marktanteil von 22,5 %. (FFA"Das Kinojahr 2023") Die Besucherzahlen in Deutschland entwickelten sich in den letzten Jahren wie folgt:
Quelle: FFA Die Kassenschlager des Geschäftsjahres 2022/23 waren: Quelle: iboe/QlikView 01.07.2022 bis 30.06.2023
Der Kinomarkt ist stark fragmentiert. Es besteht ein scharfer Wettbewerb um Besucher in bestimmten Regionen mit anderen Kinobetreibern. Dieser Wettbewerb hat sich durch die Herausgabe einer erhöhten Anzahl von Kopien pro Film in den letzten Jahren weiter verschärft. In der langfristigen Betrachtung ist festzuhalten, dass sich die Kinowirtschaft der Konkurrenz, insbesondere den Streaming-Portalen stellen muss. Zudem ist die Abhängigkeit der Umsatzerlöse vom Filmangebot und natürlich der Terminierung der Filmstarts durch den Verleiher weiterhin sehr hoch. Wetter, Schulferienzeiten und Feiertage haben nicht minder Auswirkungen auf die Besucherzahlen. Illegaler Internet-Download, das Schwarzbrennen und Raubkopieren sowie die Ausstattung der Haushalte mit Heimkinoanlagen bilden wie auch schon in den Vorjahren eine zusätzliche Belastung für unser Geschäftsmodell. c) Geschäftsverlauf Das im Vorjahresbericht prognostizierte EBIT für 2022/2023 von TEUR 1.960 wurde um TEUR 3.128 übertroffen und liegt bei TEUR 5.088. Begründet ist dies durch einen verbesserten durchschnittlichen Eintrittspreis bei gestiegenen Besucheranzahlen und durch staatliche Unterstützungsleistungen. d) Ertragslage Die Greater Union Theaters GmbH hat 2022/2023 einen Gesamtumsatz von EUR 14,5 Mio. (Vorjahr: EUR 10,1 Mio.) erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von 43,9 %. Gründe für die Verbesserung des Ergebnisses sind im Wesentlichen steigende Besucherzahlen und steigende durchschnittliche Eintrittspreise. Die Anzahl der Kinobesucher ist von Tsd. 602 um 25,7 % auf Tsd. 757 gestiegen. Die durchschnittlichen Eintrittspreise sind auf EUR 12,14 gegenüber EUR 9,95 im Vorjahr gestiegen (+22,1 %). Die Greater Union Theaters GmbH erzielte Umsatzerlöse aus Kartenverkäufen in Höhe von EUR 9,2 Mio. (+53,5 % zum Vorjahr: EUR 6,0 Mio.). Die Gastronomieerlöse mit den einzelnen Gruppen Popcorn, Süßwaren, Getränke etc. sind im Geschäftsjahr mit EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) gestiegen. Die durchschnittlichen Gastronomieerlöse stiegen von EUR 5,81 im Vorjahr auf nunmehr EUR 5,95 pro Besucher. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtsjahr um TEUR 2.285 auf TEUR 3.672 gestiegen, was im Wesentlichen daran liegt, dass im Vorjahr EUR 1,4 Mio. Corona-Hilfen und im Geschäftsjahr 2022/2023 EUR 3,5 Mio. gebucht wurden. Die Werbeerlöse in Höhe von TEUR 455 stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum um TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 417). Ursache sind hier die steigenden Besucherzahlen und die Öffnungen der Kinos. Der Materialaufwand für Filmmieten und Gastronomieprodukte erhöhte sich nach TEUR 3.154 im Vorjahr auf TEUR 4.278 im Geschäftsjahr 2022/2023. Verantwortlich hierfür waren vor allem die gestiegenen Umsätze aus Kartenverkäufen. Die Personalkosten sind von TEUR 1.690 im Vorjahr auf TEUR 2.047 im Geschäftsjahr 2022/2023 gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an der Belebung des Geschäftsbetriebs und dem damit verbundenen erhöhten Personalbedarf. Die Abschreibungen, die im Geschäftsjahr im Wesentlichen die Inneneinrichtung der Theater betreffen, beliefen sich auf TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 335). Die sonstigen Betriebsaufwendungen sind von TEUR 5.434 im Vorjahr auf nunmehr TEUR 6.444 im Berichtsjahr gestiegen. Dies rührt maßgeblich aus der Belebung des Geschäftsbetriebs und den dadurch erhöhten Energie- und Instandhaltungskosten. Die Greater Union Theaters GmbH hat für das Geschäftsjahr 2022/2023 ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 6.198 (Vorjahr TEUR 629) erzielt. Das Ergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.569 gestiegen. Hierfür sind die Zahlungen von Corona-Hilfen verantwortlich, sowie die gestiegenen Besucherzahlen und die gestiegenen Erlöse aus Kartenverkäufen und Gastronomie. e) Vermögens- und Finanzlage Zum Stichtag 30.06.2023 ist die Bilanzsumme der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.542 auf TEUR 22.304 gestiegen. Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 269 gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 2.164 auf TEUR 4.433 gestiegen. Der Anstieg ist bedingt durch höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus laufendem Verrechnungsverkehr. Der Bestand an Zahlungsmitteln ist von TEUR 676 zum 30.06.2022 um TEUR 224 auf TEUR 452 zum 30.06.2023 gesunken. Die laufende Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über Darlehen der Gesellschafterin. Die Gesellschaft konnte im gesamten Geschäftsjahr 2022/2023 ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 33. Aktiva
Passiva
Der Anstieg der Passiva gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Zur Sicherstellung der Liquidität der Greater Union Theaters GmbH werden die Liquiditätsbedürfnisse der Gesellschaft fortlaufend überwacht und geplant.
Im Berichtsjahr hat sich der Cashflow insgesamt von TEUR 649 im Vorjahr auf TEUR -224 verschlechtert. Die Reduzierung des Cashflows resultiert aus der Minderung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -2.060,15 (VJ TEUR 6.864,98), verursacht durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie im operativen Geschäft des Vorjahres und deren Folgewirkungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist gestiegen, da die Rückzahlung des Darlehens gegenüber der Gesellschafterin mit TEUR 600 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.680) gesunken ist. f) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nach Abzug der Verwaltungskosten, Abschreibungen und weiterer ergebniswirksamer Faktoren wurde ein EBIT (vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft und vor Beteiligungsergebnis) von TEUR 1.960 prognostiziert. Dieser prognostizierte EBIT wurde mit TEUR 5.088 um TEUR 3.128 übertroffen. Die weiteren zur Unternehmenssteuerung relevanten Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Die Leistungsindikatoren bestätigen die vorhergehende Berichterstattung. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach den vergangenen herausfordernden Jahren mit den negativen Effekten der Corona Pandemie als verhalten positiv. Es wird davon ausgegangen, dass sich der internationale und nationale Kinomarkt in den kommenden Monaten deutlich erholen wird. 3) Prognosebericht Wir erwarteten für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen EBIT in Höhe von TEUR 1.960. Damit liegt der prognostizierte EBIT 2022/2023 um TEUR 1.112 über dem des Jahres 2021/2022 (TEUR 848). Tatsächlich wurde im darauffolgenden Geschäftsjahr, maßgeblich gestützt durch Erträge aus Coronahilfen, ein EBIT in Höhe von TEUR 5.088 erreicht. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir einen moderaten Ergebnisrückgang, insgesamt jedoch ein leicht positives EBIT. Nachdem sich die Unsicherheit über das Voranschreiten der Corona Pandemie und die Auswirkungen auf den internationalen und nationalen Kinomarkt deutlich abgeschwächt haben, sind die Rahmenbedingungen des deutschen Kinomarktes für einen wirtschaftlichen Betrieb des Kinobetriebes gut. Durch die Streiks der Autoren und Schauspieler in Hollywood, die von Mai bis November 2023 andauerten, mussten bevorstehende Filmprojekte entsprechend verschoben werden. Diese Verschiebungen werden eine negative Auswirkung des Filmangebotes insbesondere im 1. Halbjahr 2024 auf den Kinomarkt haben. Diese ist jedoch zeitlich begrenzt, sodass von einer Normalisierung und Erholung bis Ende 2024 und Anfang 2025 auszugehen ist. Die Prognose 2023/2024 wurde unter Berücksichtigung einer deutlich verbesserten Besuchererwartung und einer damit gegenüber dem Vorjahr verbundenen deutlichen Umsatzsteigerung erstellt. Das erwartete Filmangebot im Jahr 2024 wird als sehr attraktiv eingeschätzt. Alle Prognosen beruhen zu einem wesentlichen Teil auf der oben genannten Versorgung mit Filmware sowie den damit im Zusammenhang stehenden Verleihmietsätzen durch die Filmverleihen Sollten die in der vorsichtigen Prognose beinhalteten Erwartungen über die zukünftige Entwicklung nicht in dieser Form eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den prognostizierten Angaben abweichen. 4) Chancen- und Risikobericht a) Chancenbericht Der Konzernverbund wird nach der Überwindung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie weiter in die Zukunft investieren. Neben der Eröffnung weiterer Kinos zur weiteren Steigerung der Ertragskraft werden Investitionen in Renovierungen, neues Kinogestühl, Um- und Einbauten dazu beitragen, das Erlebnis Kino noch stärker hervorzuheben. Die Ausweitung auf alternative 3D-Inhalte, beispielsweise Musikübertragungen, die zum überwiegenden Teil live in den Sälen gezeigt werden, hat sich bereits bewährt, bietet aber auch weiterhin für die Zukunft noch erhebliches Potenzial. Hierbei stellt die Digitalisierung für das Kino als Eventstätte, sowie für Live-Übertragungen und alternativen Content eine große Chance zur Abgrenzung zu anderen Sparten der Filmverwertung dar. Auch für das kommende Geschäftsjahr 2023/24 wird von einem attraktiven Filmangebot ausgegangen und dadurch werden unsere Erwartungen steigender Besucherzahlen weiter gestützt. Neue Angebote im alternativen Content, wie die Liveübertragung der METROPOLITAN OPERA aus New York, erreichen Gäste, die zuvor lange kein Kino mehr besucht haben. Die Übertragung der Live- Angebote wird auch auf die Übertragung von Extremsport-Veranstaltungen ausgeweitet. Des Weiteren bieten Konzertfilme wie die "M72 World Tour" von METALLICA und "The Eras Tour" von Taylor Swift neue alternative erfolgversprechende Optionen. Von den berichteten Chancen wird sich ein signifikanter Beitrag zur Entwicklung der geplanten Leistungsindikatoren versprochen. Die Entwicklung des Filmangebotes und leicht nachrangig die Digitalisierung haben den größten Einfluss. Die restlichen genannten Chancen haben in Abstufung dazu eine geringere Bedeutung und sind als gleichrangig einzuschätzen. b) Risikobericht Die nachfolgend genannten Risiken haben jeweils eine hohe Bedeutung für das Unternehmen und sind dem Rang nach in absteigender Bedeutsamkeit aufgeführt. Bedingt durch die COVID-19 Pandemie wurde der Spielbetrieb seit dem 01. Juli 2021 zunächst unter Corona-Auflagen fortgeführt. In der Zeit der Öffnung unter Auflagen wurden teilweise geringere Einnahmen erzielt, was eine negative Auswirkung auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens darstellte. Insbesondere ergaben sich negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis bzw. den Bestand an flüssigen Mitteln sowohl im Geschäftsjahr 2021/22 als auch noch im Berichtsjahr 2022/23. Zum Teil wurden die Auswirkungen durch die Gewährung von Corona- Überbrückungshilfen kompensiert und dienten somit der Bewältigung des pandemiebedingten Liquiditätsengpasses. Die Überbrückungshilfen wurden im Geschäftsjahr 2022/23 ausgezahlt und sind per August 2023 final schlussabgerechnet. Die Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg haben nach der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter nachhaltig erhebliche Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft, Klima und den Weltfrieden und beeinflussen die Geschäftsentwicklung in nicht unerheblichem Maße. Die Auswirkungen sind insbesondere auf dem Energiesektor zu sehen, wo es zu erheblichen Preissteigerungen gekommen ist, die dann zusammen mit der schon aktuell hohen Inflationsrate weiter die Preisspirale anheizen werden. Die Gesellschaft ist zwar in der Lage, die Preise schnell anzupassen, es bleibt dann aber abzuwarten, wie sich die Krise langfristig auf das Konsumverhalten auswirken wird. Die Geschäftsführung sieht daher aus dem Ukraine-Krieg ein wesentliches Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung. Dieses Risiko betrifft im Besonderen:
Auf der Grundlage der aktuellen Finanzmittelausstattung und der vorliegenden Cash Flow-Planung ist von einer anhaltend positiven Liquiditätslage auszugehen. Der Großteil eines aus 2020 einzelnen Gesellschaften der CineStar-Gruppe zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen durch die Greater Union International B.V. zur Verfügung gestellten Darlehens von insgesamt EUR 53,4 Mio wurde im Oktober 2023 zurückgezahlt. Der verbleibende Darlehensbetrag soll im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 ausgeglichen werden. Durch die in der deutschen Hauptverwaltung eingerichteten Controlling- und Steuerungsfunktionen wird das mit unserem dezentral geführten Standortnetzes bestehende Risiko, Schwachstellen im Betrieb zu spät zu erkennen und zu beheben, erheblich reduziert. Potenzielle Risiken, welche auf Branchen- oder Marktveränderungen sowie verändertem Kundenverhalten basieren, werden umfänglich kontrolliert und können somit reduziert werden. Auf Grundlage der im Rahmen der jährlichen Budgetplanung verabschiedeten Ziele für den Konzern erfolgt eine laufende Risikoidentifikation. Die Überwachung der verschiedenen Risikofelder erfolgt dabei in den jeweiligen operativen Einheiten und der Hauptverwaltung in Lübeck. Gleichzeitig ist durch eine sehr enge Verzahnung mit den operativ vor Ort tätigen Theaterleiterinnen und Theaterleitern gewährleistet, dass sich abzeichnende Risiken rechtzeitig erkannt werden und eine zeitnahe Kommunikation an die Entscheidungsträgergegeben ist. Als wesentliches strategisches Risiko ist die für die Branche lebensnotwendige Stellung des Kinos als erstes Glied in der Filmverwertungskette anzusehen. In der Vergangenheit erfolgte eine deutliche Umsatzverlagerung vom Kino in Richtung der Streaming Portale. Zudem werden die Filme über die weiteren Sparten der Filmverwertung in immer schnellerer Folge auf den Markt gebracht. Besonders im Fokus stehen Downloadangebote und Video on Demand. Gepaart mit einer Verkürzung des Auswertungsfensters von bisher sechs Monaten auf teilweise vier Monate wird unser Geschäftsmodell zunehmend bedroht. Eine negative Veränderung des Kinos in der Filmverwertungskette hätte einen erheblichen Einfluss auf die Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Ein bleibendes Thema für die Zukunft ist der Urheberschutz bzw. die Internet-Piraterie. Die Filmpiraterie bedroht, auch wenn sich eine erhebliche Verbesserung zeigt, die gesamte Filmbranche. Angesichts der sich ständig weiterentwickelnden digitalen Welt ist und bleibt der Schutz des geistigen Eigentums eine der wichtigsten Aufgaben, denen sich die Kinobranche, aber auch die Politik gegenübersieht. Währungsrisiken bestehen nicht, die Ausfallrisiken im Bereich der Finanzinstrumente beschränken sich auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Lübeck, 7. Februar 2024 Greater Union Theaters GmbH Die Geschäftsführung Oliver Fock Michael Strohmenger Mathew Duff Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Greater Union Theaters GmbH, Lübeck Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Greater Union Theaters GmbH, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Greater Union Theaters GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 8. Februar 2024 KPMG
AG
Björn Kniese, Wirtschaftsprüfer René Ingo Küntzel, Wirtschaftsprüfer |
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