Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 3668
Eingetragen
21.11.1988
Branche
Spielhallen und Betrieb von GlücksspielautomatenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben von Automaten, Spielhallen und ähnlichen Betrieben sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen und die Übernahme der Geschäftsführung anderer Unternehmen, auch als persönlich haftende Gesellschafterin. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen im Inund Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Thelen Automaten GmbH

Aldenhoven

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

der Thelen Automaten GmbH, Marktstr. 11-13, 52457 Aldenhoven

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Thelen Automaten GmbH hat ihren Sitz in Aldenhoven und betreibt unter dem Brand „Mega Fun Games“ staatlich konzessionierte Spielhallen.

Wir unterscheiden uns deutlich vom Markt durch die Ausstattung unserer Spielstätten mit stets neuen und hochmodernen Spielautomaten, hochwertig gestaltetem Ambiente sowie hervorragend geschultem und freundlichem Personal. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen in allen Bereichen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg der Spielstätten und damit unseres Unternehmens bildet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale Wirtschaft konnte sich von den negativen Entwicklungen der letzten Jahre im Jahr 2023 insgesamt deutlich besser erholen als zunächst angenommen. Dabei wurde COVID-19 seit Mai 2023 nicht mehr als globale Gesundheitskrise durch die WHO eingestuft. Die weltweiten Lieferketten haben sich zum größten Teil erholt und konnten ein Vorkrisenniveau aufweisen. Die globale Wirtschaft wurde im ersten Halbjahr 2023 weiterhin von der aus dem Vorjahr anhaltenden Inflation geprägt. Während die Energiepreise im weiteren Jahresverlauf gegenüber ihren Höchstständen 2022 erheblich sanken und auch die Preisanstiege für Lebensmittel langsam abflachten, blieb die Kerninflation in den meisten Ländern über den landesspezifischen Zielen. Die als Antwort darauf eingeführte restriktive Geldpolitik der Zentralbanken sorgte für steigende Zinsen, welche die wirtschaftliche Tätigkeit zum Teil einschränkten. Der Leitzins der EZB für das Hauptrefinanzierungsgeschäft lag Ende Juni 2023 bei 4,0 %, jener der US-amerikanischen FED bei 5,0 % - 5,25 %. Insbesondere das schwache Konsumverhalten und die länger anhaltende Energiekrise führten dazu, dass die Wirtschaft im gesamten Euroraum im zweiten Halbjahr 2023 nur knapp einer Rezession entkam.

Der Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts in 2023 wurde von Internationalen Währungsfonds mit 3,3 % errechnet.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Jahr 2023 durch die anhaltenden Folgen der Energiekrise, die hohe Inflation sowie veränderten Konsumgewohnheiten geprägt. Preisbereinigt war ein Rückgang de Bruttoinlandsprodukts 2023 von 2 % zu verzeichnen.

Trotz der negativen Einflussfaktoren stabilisierte sich die Automatenbranche im Jahr 2023 nach pandemiebedingten Einbrüchen der Vorjahre.

Die regulatorischen Verschärfungen im Bereich der gewerblichen Geldspielgeräte, insbesondere die strengen Anforderungen an Spielerschutz, Aufstellung und Zertifizierung beeinflussten das Marktumfeld weiterhin maßgeblich. Gleichzeitig sorgten illegale Glücksspielangebote für zusätzlichen Druck auf die legalen Anbieter. Die Branche zählte im Jahr 2023 noch ca. 53.000 Beschäftigte.

Im Jahr 2023 erzielte die Spielautomatenbranche in Deutschland nach den bisher vorliegenden Informationen einen stabilen, fast unveränderten Umsatz von ca. 4,5 Mrd. € im Vergleich zum Jahr 2022.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Thelen Automaten GmbH wurde 1988 gegründet und konnte ihre lokale Wettbewerbsposition bis heute stets kontinuierlich ausbauen und festigen.

Die Geschäftsentwicklung der Thelen Automaten GmbH war im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 229 T€ gefallen auf insgesamt 9.226 T€. Dies entspricht einem Rückgang von ca. 2,4 %.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 9.226 9.455 -229 -2,42
Betriebsergebnis 1.462 1.505 -43 -2,86
Ergebnis „Ertragsteuern“ -121 -112 -9 -8,04
Ergebnis „sonstige Steuern“ -1.310 -1.380 70 5,07
Jahresergebnis 152 125 27 21,6

Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Das Betriebsergebnis ist im Geschäftsjahr 2023 um ca. 2,00 % gesunken.

Das Ergebnis aus dem Bereich der Ertragsteuern hat sich um 8 T€ bzw. 8,00 % verschlechtert. Das Ergebnis „sonstige Steuern“ hat sich um 70 T€ (5,00 %) verbessert.

Durch die fortgeführten Anstrengungen und Maßnahmen zur Kostenreduzierung konnte der Rückgang der Umsatzerlöse um 229 T€ im Geschäftsjahr 2023 vollständig ausgeglichen werden. Die Thelen Automaten GmbH konnte den massiven Belastungen durch die COVID-19 Pandemie standhalten und ein Jahresergebnis von 152 T€ erzielen.

b) Finanzlage

Die liquiden Mittel haben zum 31.12.2023 T€ 617 (Vorjahr: T€ 1.434) betragen. Dies entsprach einem Anteil von 5,4% (Vorjahr 13,5%) der gesamten Bilanzsumme.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Zinsaufwand und zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 394 (Vj.: T€ 486).

Die Fähigkeit den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen war jederzeit gegeben. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 1.725 1.685 40 2,32
kurzfristige Vermögenswerte 8.691 7.449 1.242 16,67
liquide Mittel 617 1.434 -817 -56,97
Passiva
Eigenkapital 6.536 6.383 153 2,40
kurzfristige Verbindlichkeiten 1.603 1.366 237 17,35
Bilanzsumme 11.334 10.648 686 6,44

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 40 angestiegen. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt T€ 484 getätigt. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wurde auf die Modernisierung des betrieblichen Fuhrparks ausgerichtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen Verbundunternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich mit T€ 8.691 gegenüber dem Bestand zum 31.12.2022 um T€ 1.242 absolut und relativ erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf angestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gewährten Kontokorrentdarlehen gegenüber Verbundunternehmen zurückzuführen.

Die Passivseite wird auch im Jahr 2023 durch das Eigenkapital geprägt. Die Eigenkapitalausstattung hat sich wieder verbessert. Das Eigenkapital ist dabei um 153 T€ gestiegen, Bedingt durch die zugleich erhöhte Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 60 % auf 58 % verringert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Augenmerk auf:

• Umsatzentwicklung und

• Betriebsergebnis.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,33 % auf 1,65 % gestiegen.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als befriedigend bezeichnet werden.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir ebenfalls als befriedigend ein.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch die kurzfristigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel in mehr als ausreichendem Maß gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Aldenhoven Betriebsstätten in

• Alsdorf,

• Düren,

• Erkelenz,

• Herzogenrath

• Übach-Palenberg und

• Würselen.

IV. Prognosebericht

Der Geschäftsführung der Thelen Automaten GmbH ist es auch im Geschäftsjahr 2023 gelungen, sich nicht nur den ständigen Herausforderungen der sehr schnelllebigen Automatenbranche frühzeitig zu stellen, sondern auch den Herausforderungen im Zuge der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie.

Die zukünftige Branchenentwicklung wird auch weiterhin durch einen zunehmenden Prozess der Konsolidierung auf Seiten der Wettbewerber gekennzeichnet sein. Es ist von einer deutlichen Konzentration auf immer weniger Mitwettbewerber auszugehen. Die Neu-Konzessionierung unserer Spielstätten in der Regel für jeweils weitere 5 Jahre hat den Fortbestand unserer Gesellschaft und die Grundlage für eine weitere positive Entwicklung gesichert. Dabei wird unser Augenmerk auch in Zukunft darauf gerichtet sein, verstärkt die Stammkundschaft zu binden und darüber hinaus, durch eine weitere Steigerung der Attraktivität der eigenen Spielstätten neue Gästekreise von Mitbewerbern zu gewinnen.

Nicht abzuschätzen ist zum jetzigen Zeitpunkt immer noch, inwieweit potentielle Gäste in der Zukunft verstärkt auf Online-Spielangebote zurückgreifen werden.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Mit den in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen und den bereits eingeleiteten Weichenstellungen hat sich die Thelen Automaten GmbH für die Zukunft gut positioniert. Nichtsdestotrotz steht auch zukünftig die Stärkung und der kontinuierliche Ausbau der bereits erreichten Marktposition stets im Blickpunkt der Geschäftsführung.

Die Thelen Automaten GmbH rechnet im Geschäftsjahr 2024 mit einem geringfügigen Umsatzrückgang sowie einer leicht überproportionalen Ergebnisverschlechterung als Folge höherer betrieblicher Kosten.

Für die weitere Zukunft sind negative Auswirkungen der neuen Spielverordnung auf die Umsatzerlöse nicht auszuschließen.

Die Thelen Automaten GmbH sieht sich auch für die kommenden Jahre weiterhin gut aufgestellt.

V. Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten ist die Thelen Automaten GmbH aufgrund der stetig fortschreitenden Intensivierung des Wettbewerbs vielen Risiken ausgesetzt, welche aber untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Die zukünftigen Auswirkungen der weltweiten Krisenherde sind noch immer unklar, da weder deren Dauer noch der Ausgang abschätzbar sind.

Neben diesen Unwägbarkeiten stellen die Umsetzung des ab Jahresmitte 2021 gültigen Glückspielstaatsvertrags sowie der Spielstättenverordnung des Landes NRW weiterhin Risikofaktoren für die heimische Automatenbranche dar. Die Thelen Automaten GmbH hat für alle von ihr betriebenen Spielstätten die glückspielrechtlichen Genehmigungen erhalten, so dass ein längerfristiger Weiterbetrieb unserer Spielhallen gesichert ist.

Risiken der künftigen Entwicklung - vor allem für die Entwicklung der Ertragslage - sehen wir zudem in einer weiteren fiskalisch motivierten Erhöhung der Spielapparatesteuer insbesondere, um die finanziellen Belastungen der Städte und Gemeinden in Folge der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung auszugleichen. Auch Risiken aus einer Verschärfung von gesetzlichen Rahmenbedingungen bestehen weiterhin.

Von unserem Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden und ist daher in der Lage, auf Risiken, die sich eine durch veränderte externe Rahmenbedingungen ergeben können, kurzfristig und angemessen zu reagieren.

Die hier getroffenen Aussagen veranschaulichen die derzeitig bekannten Chancen und Risiken, welche auf die Geschäftsentwicklung der Thelen Automaten GmbH Einfluss nehmen können. Alle Aussagen basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand und sind wegen ihrer Zukunftsbezogenheit mit Unsicherheiten und Unwägbarkeiten behaftet. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir trotz der schwierigen äußeren Rahmenbedingungen keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden. Trotz der nicht immer kontrollierbaren Risiken, sind wir zuversichtlich unsere zukünftigen Umsatz- und Ergebniserwartungen weiterhin erfüllen zu können.

 

Aldenhoven, März 2025

Thelen Automaten GmbH

Heike Cranen-Beckers, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.724.581,62 1.684.668,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,50 0,50
II. Sachanlagen 1.654.054,12 1.614.141,87
III. Finanzanlagen 70.527,00 70.526,00
B. Umlaufvermögen 9.328.438,28 8.893.835,42
I. Vorräte 20.305,61 11.512,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.691.377,65 7.448.786,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 616.755,02 1.433.536,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 281.333,67 69.421,17
Aktiva 11.334.353,57 10.647.924,96

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.535.505,30 6.383.160,71
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Bilanzgewinn 5.435.505,30 5.283.160,71
B. Rückstellungen 654.045,61 876.103,61
C. Verbindlichkeiten 4.144.802,66 3.388.660,64
Passiva 11.334.353,57 10.647.924,96

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.961.342,71 9.369.956,32
2. Personalaufwand 3.280.818,09 3.120.491,64
a) Löhne und Gehälter 2.716.717,26 2.591.070,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 564.100,83 529.420,69
davon für Altersversorgung 1.551,60 1.792,45
3. Abschreibungen 181.369,69 243.413,85
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 181.369,69 243.413,85
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.991.888,88 4.418.744,27
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5,50 5,50
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 135.857,76 147.551,83
davon aus verbundenen Unternehmen 98.847,18 105.113,27
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 60.431,23 117.675,40
davon an verbundene Unternehmen 19.086,14
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 120.772,14 111.873,05
9. Ergebnis nach Steuern 1.461.925,94 1.505.315,44
10. sonstige Steuern 1.309.581,35 1.380.095,01
11. Jahresüberschuss 152.344,59 125.220,43
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.283.160,71 5.157.940,28
13. Bilanzgewinn 5.435.505,30 5.283.160,71

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BILRUG).

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Die Thelen Automaten GmbH hat ihren Sitz in Aldenhoven. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düren unter HRB 3668 eingetragen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- Wertpapiere des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.125,78 15.153,61 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 138.125,78 15.153,61 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 663.205,99 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 26.643,47 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.830.445,43 422.674,85 415.421,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 578.231,87 45.549,25 0,00
Summe Sachanlagen 7.098.526,76 468.224,10 415.421,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.001,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 31.250,00 1,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 275,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 70.526,00 1,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.307.178,54 483.378,71 415.421,64
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 153.279,39
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 153.279,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 663.205,99
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 26.643,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 5.837.698,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 623.781,12
Summe Sachanlagen 0,00 7.151.329,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 39.001,00
2. Beteiligungen 0,00 31.251,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 275,00
Summe Finanzanlagen 0,00 70.527,00
Summe Anlagevermögen 0,00 7.375.135,61
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 138.125,28 15.153,61 0,00 0,00 153.278,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 138.125,28 15.153,61 0,00 0,00 153.278,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 266.600,99 26.973,00 0,00 0,00 293.573,99
2. technische Anlagen und Maschinen 6.197,47 1.456,00 0,00 0,00 7.653,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.211.586,43 129.459,85 144.998,64 0,00 5.196.047,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.484.384,89 157.888,85 144.998,64 0,00 5.497.275,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.622.510,17 173.042,46 144.998,64 0,00 5.650.553,99
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,50 0,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,50 0,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 369.632,00 396.605,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 18.990,00 20.446,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 641.651,00 618.859,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 623.781,12 578.231,87
Summe Sachanlagen 0,00 1.654.054,12 1.614.141,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 39.001,00 39.001,00
2. Beteiligungen 0,00 31.251,00 31.250,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 275,00 275,00
Summe Finanzanlagen 0,00 70.527,00 70.526,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.724.581,62 1.684.668,37

Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 687.897,23 (Vorjahr: Euro 764.678,78) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Art der Forderung zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
Euro
kleiner 1 Jahr
Euro
größer 1 Jahr
Euro
aus Lieferungen und Leistungen 883.377,84 883.377,84 0,00
(davon gegenüber Gesellschaftern) 665.844,25 665.844,25 (0,00)
gegenüber verbundenen Unternehmen 4.902.364,86 4.902.364,86 0,00
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 2.905.634,95 2.905.634,95 0,00
(davon gegenüber Gesellschaftern) 1.519.032,00 1.519.032,00 0,00
Summe 8.691.377,65 8.691.377,65 0,00

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Art der Rückstellung Stand zum 01.01.2023
Euro
Verbrauch/ Tilgung
Euro
Auflösung
Euro
Zuführung
Euro
Abzinsung Aufzinsung
Euro
Stand zum 31.12.2023
Euro
Personalkosten 37.022,00 0,00 0,00 0,00 0,00 37.022,00
Archivierung 6.800,00 0,00 680,00 680,00 0,00 6.800,00
Abschluss- u. Prüfungsk. 24.020,00 18.419,70 1.100,30 18.500,00 0,00 23.000,00
Urlaub 139.684,60 139.684,60 0,00 139.927,41 0,00 139.927,41
Rückstellungen gesamt 207.526,60 158.104,30 1.780,30 159.107,41 0,00 206.749,41

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
Euro
kleiner 1 J.
Euro
1 bis 5 J.
Euro
größer 5 J.
Euro
gegenüber Kreditinstituten 2.541.803,97 1.537.483,36 1.004.320,61 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 476.963,70 476.963,70 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 28.570,97 28.570,97 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.097.464,02 1.097.464,02 0,00 0,00
(davon gegenüber Gesellschaftern) 12.154,60 12.154,60 (0,00) (0,00)
(davon aus Steuern) 69.909,99 69.909,99 (0,00) (0,00)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 1.581,64 1.581,64 (0,00) (0,00)
Summe 4.144.802,66 3.140.482,05 1.004.320,61 0,00

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 2.541.803,97 Euro, Sicherungsvermerke 1,2.

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Eigentumsvorbehalt

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nachfolgend denen des Vorjahres gegenüber gestellt:

Art der Verbindlichkeit zum Berichtsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
aus Lieferungen und Leistungen 476.963,70 206.786,76
gegenüber verbundenen Unternehmen 28.570,97 47.271,40
sonstige Verbindlichkeiten 1.097.464,02 1.111.874,80
(davon gegenüber Gesellschaftern) 12.154,60 12.154,60
(davon aus Steuern) 69.909,99 91.779,23
(davon im Rahmen der soz. Sicherheit) 1.581,64 1.659,13
Summe 1.602.998,69 1.365.932,96

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen Verpflichtungen

Betrag
Euro
Miet- u. Pachtverträge unbewegliches Vermögen 4.750.345,25
Leasingverträge 314.629,56
Gesamt 5.064.974,81

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 99
Leitende Angestellte 3

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 102.

Name der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Heike Cranen-Beckers ausgeübter Beruf: Kauffrau

Die Geschäftsführerin ist einzelvertretungsbefugt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
Euro
Eigenkapital
Euro
WT World Travel GmbH, Aldenhoven 100% 35.911,23 -15.831,08
THS GmbH, Aldenhoven 100% -11.662,50 69.263,24
TAG Sportwetten GmbH, Aldenhoven 100% -17.915,33 -76.984,06

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter die folgende Ergebnisverwendung vor:

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn von 5.435.505,30 Euro ein Gewinnvortrag von Euro 5.283.160,71 einbezogen.

Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften gem. § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Aldenhoven, den 25. März 2025

Die Geschäftsführerin

Heike Cranen-Beckers

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.07.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Thelen Automaten GmbH, Aldenhoven

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile:

Wir haben den Jahresabschluss der Thelen Automaten GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023.

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen, oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heinsberg, den 18. Juli 2025

Dr. Jöris - Ehlen und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jöris, vereidigter Buchprüfer

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