WIRTGEN INVEST Venture GmbH
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Wirtgen seit 20.10.2014 | Geschäftsführer |
Jürgen Wirtgen seit 20.10.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.25% | |
| 33.25% | |
| 16.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WIRTGEN INVEST GmbHNeustadt (Wied)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Amtsgericht Montabaur, HRB 24277Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis des Konzernanhangs I. Angaben zum Konzernabschluss A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses B. Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden D. Erläuterungen zur Konzernbilanz E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung II. Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB III. Angabe gemäß §314 Abs. 1 Nr. 11 HGB IV. Sonstige Angaben A. Organe B. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer C. Befreiender Konzernabschluss V. Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 I. Angaben zum Konzernabschluss A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Die Gliederung des Konzernabschlusses erfolgt nach den Vorschriften §§ 266 ff. HGB. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Konzernanhang dargestellt. Die Ausweisstetigkeit wurde gewahrt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. B. Beteiligungsbesitz und Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2023 umfasst - neben der WIRTGEN INVEST GmbH - 17 inländische und 7 ausländische konsolidierte Tochterunternehmen.
Die Unternehmen werden aufgrund des beherrschenden Einflusses der WIRTGEN INVEST GmbH, Neustadt/Wied, in den Konzernabschluss einbezogen. Die nachfolgenden Gesellschaften wurden aufgrund § 296 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einbezogen: Aufgrund von § 296 Abs. 2 HGB:
Das Eigenkapital der nicht konsolidierten Unternehmen beträgt insgesamt 0,22 % des Konzerneigenkapitals vor Konsolidierung und 0,83 % der Bilanzsumme vor Konsolidierung. Die Umsatzerlöse der nicht konsolidierten Unternehmen betragen 0,00 % der Konzernumsätze vor Konsolidierung. Aufgrund § 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB:
Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Die Bewertung der einzelnen Konzerngesellschaften erfolgte gem. § 308 HGB nach einheitlichen Kriterien. Alle Gesellschaften bilanzieren und bewerten bereits auf Ebene des Jahresabschlusses nach einheitlichen Grundsätzen, die sich aus einer gemeinsamen schriftlichen Bilanzierungsrichtlinie ergeben. Bilanzierungswahlrechte werden nur hinsichtlich des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Anspruch genommen. Die Bewertungsmethoden werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt. 2. Kapitalkonsolidierung Für Zugänge wird die Neubewertungsmethode gem. §301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB angewandt, indem der Buchwert der Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital des neu einbezogenen Tochterunternehmens, bewertet zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung, verrechnet wird. Ein sich aus der Verrechnung der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital ergebender Differenzbetrag ist gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen und Schulden bis zu deren Zeitwerten zu verrechnen. Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals von in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüssen werden gesondert im Ausgleichsposten aus der Eigenkapitalumrechnung innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Entwicklung der Umrechnungsdifferenzen ist aus dem beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich. 3. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung gem. § 303 Abs. 1 HGB besteht in der gegenseitigen Aufrechnung von Forderungen und Schulden. Differenzen aus der Währungsumrechnung bei der Schuldenkonsolidierung werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Für die Konsolidierung der Erfolgsrechnungen wurden die Lieferungen und sonstigen Verrechnungen (Warenverkehr, Pachtaufwendungen und -erträge, Beteiligungserträge, Zinsaufwendungen und -erträge, Umlagen etc.) bei den zu konsolidierenden Gesellschaften untereinander aufgerechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). 5. Zwischengewinneliminierung Auf die Zwischengewinneliminierung wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet. 6. Einzelne Bilanzposten Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Der Firmenwert aus dem Erwerb der Charlie Living GmbH, Neustadt/Wied, und der Charlie Living Service GmbH, Neustadt/Wied, wird abgeschrieben über die Nutzungsdauer des Gebäudes (50 Jahre). Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen. Finanzanlagen Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Wertminderungen wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wertpapiere werden der dauerhaften Vermögensanlage gewidmet. Bei voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderungen werden keine Abschreibungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Aktiva Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten. Rückstellungen Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Altersvorsorgeverpflichtungen wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für die Abzinsung verwendet. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Währungsumrechnung Die Bilanzposten der einbezogenen, auf fremde Währung lautenden Abschlüsse, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, werden mit dem jeweiligen Euroreferenzkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals werden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgsneutral mit dem Eigenkapitalposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden dagegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die Kursdifferenzen werden gemäß der modifizierten Stichtagsmethode ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Latente Ertragsteuern Für die Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Das Wahlrecht, den aktiven Überhang latenter Steuern auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichem Ansatz zu bilanzieren, wird nicht in Anspruch genommen. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt in saldierter Form. Der Bewertung der latenten Steuern liegt der jeweils landesspezifische bzw. der konzerneinheitliche Steuersatz zugrunde. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem in Anlage 3, Seite 18, beigefügten Konzernanlagenspiegel (ebenso sind dem Konzernanlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen). Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 10 HGB Folgende zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumente wurden über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen:
Nach den Indizien des IDW RS VFA2 Rz. 19, konkretisiert durch die Grenzen gemäß IDW FN 2002, 667, sind die Wertminderungen nur von vorübergehender Natur. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist insoweit unterblieben. Demgegenüber wurden folgende zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumente unterhalb ihres beizulegenden Zeitwertes ausgewiesen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 41.400 (Vorjahr: TEUR 26.501) enthalten sowie in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 162.965 (Vorjahr: TEUR 149.934). Aktive latente Steuern (aus Einzelabschluss der WIRTGEN INVEST Holding GmbH) Die Berechnung der latenten Steuern gemäß § 274 HGB erfolgte aufgrund temporärer Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise. Der Steuersatz der latenten Steuern nach § 274 HGB beträgt für die Körperschaftsteuer 15,83 % und für die Gewerbesteuer 12,78 %. Die aufgrund des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht bilanzierten latenten Steuern zum 31. Dezember 2023 ermitteln sich wie folgt:
Entwicklung der nicht bilanzierten aktiven latenten Steuern:
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung (Neubewertungsmethode) wurden stille Reserven im Grund und Boden aufgedeckt. Hierauf wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 30.377 gebildet. Eigenkapital Ausschüttungsgesperrte Beträge: TEUR 8.
Rückstellungen Die Ermittlung der Pensionsrückstellung basiert auf versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der PUC-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,74 % und unter Anwendung der "Richttafeln für die Pensionsversicherung" 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen den ermittelten notwendigen Erfüllungsbeträgen der Rückstellungen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 8. Verbindlichkeiten Die Aufteilung des Gesamtbetrages der Verbindlichkeiten nach der Restlaufzeit erfolgt in der nachstehenden Übersicht:
E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Von den Konzernumsatzerlösen in Höhe von insgesamt TEUR 75.688 wurden TEUR 33.094 in der Sparte ENERGY, TEUR 41.513 in der Sparte REAL ESTATE und TEUR 1.081 in den übrigen Unternehmenssparten erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 18.285. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 18.912. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 27. II. Angabe gemäß §314 Abs. 1 Nr. 9 HGB
III. Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 11 HGB
IV. Sonstige Angaben A. Organe
B. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 41 Arbeitnehmer beschäftigt. C. Befreiender Konzernabschluss Der vorliegende Konzernabschluss dient als befreiender Konzernabschluss im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB für nachfolgende Tochterunternehmen: WIRTGEN INVEST Holding GmbH, Neustadt/Wied, WIRTGEN INVEST Energy GmbH, Neustadt/Wied, WIRTGEN INVEST Real Estate GmbH, Neustadt/Wied, WIRTGEN INVEST Venture GmbH, Neustadt/Wied, WIRTGEN INVEST 1. Anlagegesellschaft mbH, Neustadt/Wied.
Neustadt/Wied, 21. Juni 2024 gez. Jürgen Wirtgen, Geschäftsführer gez. Stefan Wirtgen, Geschäftsführer V. Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln i.H.v. TEUR 197.938. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023
KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Wirtschaftliche und gesellschaftsrechtliche Grundlagen Die seit Ende 2017 tätige WIRTGEN INVEST Gruppe mit der WIRTGEN INVEST GmbH als Konzernmutter ist gesellschaftsrechtlich wie folgt organisiert:
Die geschäftsführende WIRTGEN INVEST Holding GmbH verfolgt eine konservative Anlagestrategie. Dies wird erreicht durch eine sorgfältige Vermögensverwaltung, dem Treffen von Investitionsentscheidungen nach einem vernünftigen Chance-Risiko-Profil und der dadurch immanenten Diversifikation der Investitionen in verschiedene Geschäftsfelder. Sie hält dabei unmittelbar eigenes Vermögen in der Sparte FINANCE. Beteiligungen im Geschäftsfeld VENTURE werden über eine eigene Tochtergesellschaft verwaltet. Über eine Zwischenholdingstruktur mit zu 100 % angebundenen Tochterunternehmen verwaltet die WIRTGEN INVEST Holding GmbH die Sparten REAL ESTATE und ENERGY. Diese Tochterunternehmen tätigen ihrerseits branchenbezogene Investitionen und gehen eigene Beteiligungen ein. Zum Jahresende 2023 sind 35 (VJ 34) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Geschäftsführung im Headquarter in Neustadt (Wied)/ Rahms beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preis- und saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Vorjahr um 0,3 % gesunken. Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu. Die Investitionen gingen im Vorquartalsvergleich dagegen deutlich zurück: So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig waren. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende mit -3,5 % sogar noch deutlicher zurück. Die Konjunkturprognosen für 2024 gehen für Deutschland nach einem Rückgang im letzten Quartal 2023 auch für 2024 lediglich von einem "Nullwachstum" der Wirtschaftsleistung aus. Die Aussichten für Deutschland sind damit deutlich schlechter als die der anderen wichtigen Industrienationen. Die globale Nachfrage nach Investitionsgütern, einem Kern der deutschen Exportwirtschaft, bleibt wegen der geopolitischen Lage schwach. Zudem ist der deutsche Wirtschaftsstandort teuer. Die Arbeitskosten sind in den vergangenen beiden Jahren jeweils stark um fünf Prozent gestiegen. Gleichzeit ist die Arbeitsproduktivität um 0,1 Prozent pro Jahr zurückgegangen. Die Inflation hat sich zuletzt auf eine Höhe von etwa zwei Prozent stabilisiert. Risiken liegen hier in der Entwicklung der Energiepreise und der Arbeitskosten. Die Leitzinsen der EZB liegen bei 4,5 %. Die Wende in der Geldpolitik wurde noch nicht eingeleitet. Die Bruttowertschöpfung wird auch 2024 fast zehn Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen. 2. Geschäftsverlauf Die Zielsetzung bzw. der maßgebliche finanzielle Leistungsindikator besteht im realen Vermögenserhalt unter Berücksichtigung von Inflation und Steuer. Aufgrund der außergewöhnlich hohen Inflationsrate von 5,9 % konnte dieses Ziel, trotz einem leicht gestiegenen handelsrechtlichen Konzerngewinns von 60,2 Mio. Euro (VJ 53,8 Mio. Euro) und wirtschaftlich zusätzlich aufgelaufenen stillen Reserven von 123,3 Mio. Euro, nicht erreicht werden. Unter Einbezug von handelsrechtlich unrealisierten Gewinnen beträgt das wirtschaftliche Ergebnis 2023, auf Basis unserer internen Erfolgsrechnung, 184,1 Mio. Euro vor latenten Steuern. Das günstige Kapitalmarktumfeld begünstigte 2023 vor allem das Geschäftsfelder FINANCE. Auch die Sparte VENTURE schließt wirtschaftlich mit einem positiven Ergebnis ab. Das Geschäftsfeld REAL ESTATE bewegt sich hinsichtlich der Vermögensentwicklung auf dem Niveau der ursprünglichen Erwartungen zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Beginn der Investition. Das gleiche gilt für die Sparte ENERGY, die sich ebenfalls hinsichtlich der Vermögensentwicklung auf dem Niveau der langfristigen Erwartungen entwickelt. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Ertragslage Die WIRTGEN INVEST Gruppe setzt die konservative Investitionsstrategie auch im Jahr 2023 in einem komplexen Umfeld in allen Geschäftsfeldern konsequent um. Der handelsrechtliche Konzerngewinn beträgt 60,2 Mio. Euro (VJ 53,8 Mio. Euro). In den handelsrechtlichen Erträgen von 276,6 Mio. Euro (VJ 325,6 Mio. Euro) der WIRTGEN INVEST Gruppe sind Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen in Höhe von 80,1 Mio. Euro (VJ 81,4 Mio. Euro) enthalten. Diese stammen im Wesentlichen aus den Miet- und Energieerlösen der entsprechenden Investments. Sonstige betriebliche Erträge (im Wesentlichen aus Wertpapieren des Anlagevermögens) sind in Höhe von 147,3 Mio. Euro (VJ 196,2 Mio. Euro) angefallen. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen betrugen 38,4 Mio. Euro (VJ 43,4 Mio. Euro). Dazu kommen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 10,9 Mio. Euro (VJ 4,6 Mio. Euro). Die handelsrechtlichen Aufwendungen betragen 199,8 Mio. Euro (VJ 258,0 Mio. Euro) und setzen sich aus Materialaufwendungen und bezogenen Leistungen in Höhe von 13,4 Mio. Euro (VJ 13,7 Mio. Euro), Personalaufwendungen von 8,7 Mio. Euro (VJ 6,8 Mio. Euro), Abschreibungen auf Sachanlagen (im Wesentlichen auf Immobilien- und Energieanlagen) von 38,1 Mio. Euro (VJ 32,6 Mio. Euro), sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 110,0 Mio. Euro (im Wesentlichen aus Wertpapieren) (VJ 167,0 Mio. Euro), Zins- und ähnlichen Aufwendungen von 0,2 Mio. Euro (VJ 0,1 Mio. Euro), Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 28,5 Mio. Euro (VJ 37,3 Mio. Euro) und an sonstigen Steuern von 0,9 Mio. Euro (VJ 0,5 Mio. Euro) zusammen. An Ertragssteuern sind 16,6 Mio. Euro (VJ 13,7 Mio. Euro) angefallen. 3.2 Finanz- und Vermögenslage Die WIRTGEN INVEST Gruppe verfügte zum Jahresbeginn 2023 über Aktiva mit einem Buchwert von 4,128 Mrd. Euro und zum Jahresende über Aktiva im Wert von 4,215 Mrd. Euro. Die Gesellschaft hat das Ziel die vorhandene Liquidität diversifiziert in aussichtsreiche Investitionsprojekte aus dem geschilderten Portfolio anzulegen. Die Aktivseite der Bilanz 2023 setzt sich aus Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 1,498 Mrd. Euro (VJ 1,525 Mrd. Euro), Gold im Wert von 157 Mio. Euro (VJ 197 Mio. Euro), Venture- Investments von 416 Mio. Euro (VJ 379 Mio. Euro), Real Estate- Investments in Höhe von 1.110 Mio. Euro (VJ 1.036 Mio. Euro), Energie- Investments von 283 Mio. Euro (VJ 268 Mio. Euro), dem Oldtimerhandel mit einem Volumen von 71,1 Mio. Euro (VJ 52,1 Mio. Euro), Liquide Mittel, Festgelder und Anleihen in Höhe von 198 Mio. Euro (VJ 376 Mio. Euro) sowie dem übrigen Vermögen in Höhe von 482,1 Mio. Euro (VJ 294,5 Mio. Euro) zusammen. Auf der Passivseite dominiert das Eigenkapital mit einem Betrag von 4,069 Mrd. Euro (VJ 4,006 Mrd. Euro). Die Erhöhung des Eigenkapitals setzt sich zusammen aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 60,2 Mio. Euro (VJ 53,8 Mio. Euro) sowie der Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung. Rückstellungen bestehen in Höhe von 18,9 Mio. Euro (VJ 20,8 Mio. Euro). Die Steuerrückstellungen vermindern sich auf 4,8 Mio. Euro (VJ 7,6 Mio. Euro). Die sonstigen Rückstellungen betragen 12,6 Mio. Euro (VJ 12,3 Mio. Euro). Die Pensionsrückstellung erhöht sich auf 1,4 Mio. Euro (VJ 0,9 Mio. Euro). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vermindern sich auf 8,5 Mio. Euro (VJ 10,9 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 12,0 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro (einschließlich erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen) erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten, im Wesentlichen in Zusammenhang mit Wertpapieren, haben sich auf 74,0 Mio. Euro (VJ 47,7 Mio. Euro) erhöht. Die übrigen Passiva in Höhe von 31,2 Mio. Euro sind im Wesentlichen unverändert. Wesentlicher Bestandteil sind latente Steuern in Zusammenhang mit der Neubewertungsrücklage aus dem Erwerb 2020 der Charlie Living GmbH, die unverändert mit 30,4 Mio. Euro fortgeschrieben werden. III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Die künftige Geschäftsentwicklung der WIRTGEN INVEST Gruppe hängt hinsichtlich des Geschäftsfeldes FINANCE und im kurzfristigen Zeithorizont bei VENTURE maßgeblich von den Entwicklungen an den Finanzmärkten ab. Langfristig bestimmen bei der Sparte VENTURE im Wesentlichen die Entwicklung der konkreten Beteiligungen den Erfolg. Hinsichtlich der Geschäftsfelder REAL ESTATE und ENERGY hängt die Geschäftsentwicklung von der Wertentwicklung der konkreten Projekte ab. Die Entwicklungen an den Finanzmärkten haben die Sparte FINANCE im Jahr 2023 positiv beeinflusst. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Risiken erwarten wir weiterhin eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten und sehen das Risiko von Rückschlägen und uneinheitlichen Kursentwicklungen. Zur Risikominderung wird weiterhin die Balance zwischen offensiven und defensiven Werten gewahrt. Die Investments werden in unterschiedlichen Vermögensklassen wie Anleihen, Aktien, Rohstoffen und Edelmetallen sowie geographisch gestreut. Im Zuge der Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente ist darauf hinzuweisen, dass die Gesellschaft Hedging- und Absicherungsinstrumente vorwiegend auf Makroebene nutzt, um so Markt- und Währungsrisiken zu reduzieren. Eine Bildung von Bewertungseinheiten wird wie in den Vorjahren nicht vorgenommen. Im Geschäftsfeld VENTURE hat die WIRTGEN INVEST Gruppe diverse Streubeteiligungen an spezialisierten Private Equity Fonds erworben. Eine sorgfältige Auswahl der Investitionsprojekte sowie deren Beobachtung und Begleitung in der Wachstumsphase sind in der Sparte VENTURE wesentliche Erfolgsfaktoren. Die Risiken korrelieren stark mit den Entwicklungen auf den Finanzmärkten. Die Sparte REAL ESTATE konzentriert sich im Wesentlichen auf den Ankauf und die Bestandshaltung von hochwertigen Immobilien in den Top Lagen der 10 größten Städte Deutschlands, ergänzt durch eine Immobilie in London. Wo es sinnvoll ist, übernimmt die Gesellschaft das unternehmerische Risiko, je nach Projekt, ab der Entwicklung, dem Bau oder in der laufenden Betreuung. Von Interesse sind Core-Objekte mit langfristigen Mietverträgen und bonitätsstarken Mietern in guten Lagen. Die WIRTGEN INVEST Gruppe investiert als weiteres Kriterium bevorzugt in Immobilien, welche über eine herausragende Architektur und eine nachhaltige Bauweise verfügen. Um die Risiken weiterhin gering zu halten, richtet die Gesellschaft aktuell ihr Portfolio auf einen Mix aus Büro-, Handels-, Wohnimmobilien und Hotels aus. Die Preise für unsere Prime Immobilien in den 10 größten deutschen Städten und in London sind zuletzt unter Druck geraten. Es besteht tatsächlich ein kurzfristig wirkendes Risiko für den Vermögenswert der Immobilien das unserer Einschätzung nach für die mittel- und langfristige Entwicklung der Immobilienpreise keine nachhaltige Bedeutung haben wird. Ein aktuelles Risiko bleibt die Zinspolitik der EZB. Höhere Zinsen verschlechtern die Refinanzierungsmöglichkeiten der Investoren mit Auswirkungen auf den Immobilienwert. Das Risiko von Zahlungsausfällen in der Vermietung von Immobilien und in der Abrechnung von Nebenkosten ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten selbst bei sorgfältig ausgewählten Mietern nicht vollständig auszuschließen. Zudem sind Immobilienprojekte in Zeiten von stark steigenden Preisen und Handwerkermangel deutlich schwieriger zu kalkulieren. Für das Geschäftsfeld ENERGY ist durch das politische Umfeld in Europa, wie auch in weiten Teilen der übrigen Welt sowie der allgemeinen Abkehr von fossilen Brennstoffen, mit weiterem Wachstum zu rechnen. Der Krieg in der Ukraine führt weiterhin zu einer Volatilität der Energiepreise. Das erschwert Prognoserechnungen. Die Planungssicherheit von Investments in leistungsstarke Wind- und Solaranlagen wird durch diese Unsicherheiten belastet. Dessen ungeachtet sehen wir mit unserem eigenen Ansatz weiterhin sehr gute Renditechancen. Statt bereits erstellte Anlagen zu kaufen, erwirbt die WIRTGEN INVEST Gruppe bevorzugt schon im frühen Stadium Projektrechte und trägt so von Beginn an inklusive der Bauphase das unternehmerische Risiko selbst. Dies versetzt die Gesellschaft in die Lage, die Chancen in vollem Umfang nutzen zu können, was sich in den fertig gestellten Projekten bereits zeigt. Bei den Erneuerbaren Energien liegen die Hauptrisiken in stark schwankenden Strompreisen und dem Vorhandensein von unterdurchschnittlicher Windstärke bzw. Sonneneinstrahlung. Risiken bestehen in dem Rückstand beim Ausbau von Stromtrassen. Zusätzlich zu den aktiven Windparks in Polen und Schweden sowie den produzierenden Solarparks in Portugal und Australien sind Projekte in Spanien und Ungarn in der Bauphase. Griechenland wurde 2024 fertiggestellt. Die Gesellschaft sieht sich in diesem Geschäftsfeld daher sehr gut aufgestellt. Die WIRTGEN INVEST Gruppe verfügt über ein detailliertes Kontrollsystem über das Unternehmensvermögen und dessen Veränderungen. Das System zeigt täglich kurzfristig Schwankungen in der Sparte FINANCE. Auf monatlicher Ebene werden die Geschäftsfelder VENTURE, REAL ESTATE und ENERGY überwacht. Damit verbunden ist ein zielgerichtetes Eingreifen mit geeigneten Maßnahmen bei Bedarf. Dem Kontrollsystem kommt neben der reinen Informationsfunktion eine Risikomanagementfunktion zu. Insbesondere die Konjunktur, Kurs-, Wechselkurs- sowie Zinsrisiken unterliegen einer stetigen Überwachung und Analyse im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Kurs-, Wechselkurs- und Zinsrisiken werden kontinuierlich beobachtet und mittels geeigneter Sicherungsinstrumente kompensiert oder zumindest minimiert. Ziel des Risikomanagements ist es, die Absicherung des Unternehmenserfolges gegen hieraus entstehende finanzielle Risiken abzusichern. Die Planungs- und Steuerungsinstrumente zeigen frühzeitig mögliche Risiken an und ermöglichen diesen flexibel mit geeigneten Maßnahmen der Risikovermeidung und Risikobegrenzung zu begegnen. Der finanzielle Leistungsindikator besteht in dem Ziel das Vermögen real unter Berücksichtigung der Inflation und Steuer zu erhalten. In der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr erneut ein handelsrechtlich leicht höheres Ergebnis zu erwirtschaften. Wir gehen zudem davon aus, bei einer für dieses Jahr erwarteten Inflationsrate von etwa 2 %, das Ziel des realen Vermögenserhalts für das laufende Geschäftsjahr wieder zu erreichen. Dies gilt insbesondere unter Einbezug der sich auch 2024 abzeichnenden handelsrechtlich unrealisierten Gewinne der Sparte Finance. Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit liegen nicht vor. Die Gesellschaft wählt Investitionen von deren Wert sie überzeugt ist und setzt sie konsequent um. Das Investitionsjahr 2023 sowie die gestarteten und angedachten neuen Projekte 2024 zeigen, dass sie dabei auf dem richtigen Weg ist. Auch weiterhin geht es darum Chancen zu identifizieren, Risiken abwägen und mit umsichtigen Investitionen das Vermögen nachhaltig auch für kommende Generationen zu sichern und zu steigern. Dies ist der Ansatz des Familienunternehmens WIRTGEN INVEST - stets orientiert am Selbstverständnis Werte schaffen, Werte steigern, Werte leben.
Neustadt (Wied), den 21. Juni 2024 Jürgen Wirtgen Stefan Wirtgen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WIRTGEN INVEST GmbH, Neustadt/Wied Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WIRTGEN INVEST GmbH, Neustadt/Wied, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WIRTGEN INVEST GmbH, Neustadt/Wied, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, 27. August 2024 DORNBACH
GmbH
Schenkel, Wirtschaftsprüfer Brüggemeyer, Wirtschaftsprüfer Datum der Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. September 2024 gebilligt. |
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