CR Shortsea GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Assfalg seit 14.8.2023 | Prokura |
Karsten Rettschlag seit 2.9.2022 | Prokura |
Frank Rehse seit 21.4.2004 | Geschäftsführer |
Michael M.F. Kaufmann seit 21.4.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 47.50% | |
| 47.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BERA - Transport- und Logistik GmbHOlpeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die BERA - Transport - und Logistik GmbH hat ihren Sitz in Olpe und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegen (HRB 6989). Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang sind nach den Vorschriften des Dritten Buches HGB (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Zudem waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abnutzbare Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden planmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr. Ihnen liegt grundsätzlich die lineare Methode zugrunde. Geschäftsbauten werden über eine Nutzungsdauer von 33 Jahren abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern für die übrigen materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände betragen 3-19 Jahre. Es wurde von dem steuerlichen Wahlrecht Gebrauch gemacht, die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 800 EUR im Jahr der Anschaffung sofort abzuschreiben. Die Finanzanlagen beinhalten das nicht verpfändete Deckungskapital der zu den Pensionsverpflichtungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung. Es wurde mit dem Nennwert zuzüglich am Bilanzstichtag feststehender Überschussanteile bewertet Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von gegenüber Arbeitnehmern übernommenen Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen, wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Verpflichtungen verrechnet. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Der Bestand an Forderungen und die Nachweise der übrigen Vermögens- und Schuldposten ergeben sich aus den Debitoren- und Kreditorenlisten, Kassenprotokollen, Tagesauszügen, Konten der Finanzbuchführung und sonstigen Unterlagen der Gesellschaft. Die Bewertung des Umlaufvermögens erfolgte - unter besonderer Beachtung des Niederstwertprinzips - zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. Kurs- oder Nennwerten. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet worden. Für zweifelhafte Forderungen wurde eine entsprechende Einzelwertberichtigung vorgenommen. Forderungen mit einer Restlauzeit von mehr als 1 Jahr belaufen sich auf TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 0). Wertpapiere Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden unter besonderer Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. bei einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Stichtag außerplanmäßig auf den beizulegenden niedrigeren Zeitwert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Wesentlichen geleistete Kraftfahrzeugsteuern und Versicherungszahlungen und Leasingsonderzahlungen abgegrenzt, soweit sie Aufwendungen für zukünftige Perioden darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Abweichende Bilanzansätze bei entgeltlich erworbenen immateriellen Wirtschaftsgütern, andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung führen zu passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 27). Abweichungen bei den Bilanzpositionen Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen führen zu aktiven latenten Steuern von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 143). Am Bilanzstichtag ergab sich ein Aktivüberhang. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf der Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag und beträgt 29,17 %. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Die Rückstellung für Pensionen wird auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78 % angesetzt (Vorjahr: 1,87 %). Aus der Abzinsung der Rückstellung von Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 125). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Annahmen hinsichtlich Lohn- und Gehaltsteigerungen sowie ein Fluktuationsabschlag erfolgten nicht, da es sich um eine einzelvertragliche Zusage handelt. Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % per annum angenommen. Andere Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der jeweiligen Risiken und möglichen Verpflichtungen erforderlich sein wird. Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der erwarteten Nachzahlungen gebildet. Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Genau bestimmbare Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden geleistete Zahlungen abgegrenzt, soweit sie Erträge für zukünftige Perioden darstellen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Der Anlagespiegel ist als Anlage A zum Anhang im Bericht aufgeführt. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen in Höhe von TEUR 2.694 (Vorjahr: TEUR 1.954), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Sie betreffen im Wesentlichen Ansprüche der Gesellschaft auf die Erstattung von Ertragssteuern sowie anzurechnende Vorsteuerbeträge. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Die Pensionsverpflichtung besteht gegenüber einem Gesellschafter-Geschäftsführer. Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus einer an den Pensionsberechtigten verpfändeten Rückdeckungsversicherung mit den übernommenen Verpflichtungen aus der Übernahme der Pensionszusage verrechnet. Der Aktivwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 205). Der Aktivwert der nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherung beträgt am Bilanzstichtag TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 122). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen des Personals in Höhe von TEUR 53, Rückstellungen für geleistete Überstunden in Höhe von TEUR 27, Aufbewahrungsrückstellungen in Höhe von TEUR 12, Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 45, Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung in Höhe von TEUR 3 und sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 27. Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2022 Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Bei Ertragszuschüssen ist eine periodengerechte Ertragsrealisation über den entsprechenden Zeitraum mittels eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens vorzunehmen. Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB: Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 137 (Vorjahr TEUR 116) und entfällt auf Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 12), die mit Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 19) aufgrund von § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet wurden. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Leasingverpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB für bewegliche Vermögensgegenstände sowie Miet- und Pachtverpflichtungen in Höhe von TEUR 103; davon sind TEUR 51 in 2023 fällig. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen mit einer Laufzeit von über 5 Jahren beträgt TEUR 0. Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2022 (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) im Durchschnitt:
Die Berechnung erfolgte gem. § 267 Abs. 5 HGB (Summe der am Ende eines jeden Quartals beschäftigten Arbeitnehmer geteilt durch vier) Nachtragsbericht Zu den Auswirkungen von Russlands Krieg gegen die Ukraine verweisen wir auf die Berichterstattung im Lagebericht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Angabe der Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer sind: Herr Dipl.-Ing. Frank Rehse, Olpe Herr Speditionskaufmann Klaus Rademacher, Olpe-Rhode (bis 16. Oktober 2022) Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Wir schlagen vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Olpe, den 08. Mai 2024 BERA - Transport- und Logistik GmbH Geschäftsführung gez. Frank Rehse Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 17. Mai 2024. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind im Spedition-Güterfernverkehr, der Erbringung logistischer Dienstleistungen und Lagerverwaltung tätig. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Automobilunternehmen und Automobilzulieferer. 2. Forschung und Entwicklung Eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird nicht unterhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wachstum 2,0 %. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, war das BIP preisbereinigt um 0,7 % höher. Die deutsche Wirtschaft hat sich damit weiter vom tiefen Einbruch im ersten Corona-Krisenjahr erholt. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 vor allem geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, zu denen extreme Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kamen dadurch verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für weitere Güter wie beispielsweise Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Frühjahr 2022 wurden fast alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben. Dies trug zunächst zur Erholung der deutschen Wirtschaft bei. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine Ende Februar und den in der Folge extrem steigenden Energiepreisen wurde der Aufschwung gebremst. Lieferengpässe und stark anziehende Einfuhr- und Erzeugerpreise erschwerten die Lage weiter. Die Inflationsrate stieg so hoch wie noch nie seit der deutschen Vereinigung. In der Folge kam die konjunkturelle Erholung Deutschlands ins Stocken (Quelle Statistisches Bundesamt). Den Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen kennzeichneten im Jahr 2022 Leistungsrückgänge im Binnenverkehr und im grenzüberschreitenden Verkehr. Sowohl der gewerbliche Verkehr als auch der Werkverkehr entwickelten sich insgesamt schwächer als im Jahre 2021. Rückgänge zeigten sich u.a. bei Beförderungen von Baumaterialien, Nahrungs- und Genussmitteln, Metallerzeugnissen, chemischen Erzeugnissen und Fahrzeugen. Anhaltende Friktionen in den globalen Lieferketten, die sich infolge des Ukraine-Krieges in Teilbereichen zeitweise verstärkten, führten im Jahre 2022 weiterhin zu teils erheblichen Verfügbarkeitsproblemen bei Fahrzeug- und Aufbauherstellern und beeinträchtigten auch die Lkw-Neuzulassungen in Deutschland, die im Vorjahresvergleich leicht abnahmen. Die Umsätze im Wirtschaftszweig "Güterbeförderung im Straßengüterverkehr, Umzugstransporte" stiegen im Jahr 2022 um rund 13,5 %, im Wirtschaftszweig "Sonstige Dienstleistungen für den Verkehr" um rund 16,3 %. Maßgeblich war der hohe Anstieg der Frachtraten, der durch teils sehr hohe Kostensteigerungen bei Dieselkraftstoff, Energie, weiteren Betriebsmitteln, Löhnen und Gehältern sowie eine Verknappung des Laderaumangebots im Frühjahr und Sommer 2022 im Zuge des Ukraine-Krieges befördert wurde. Trotz weitverbreiteter Akzeptanz der verladenden Wirtschaft waren Entgeltsteigerungen nach Unternehmensangaben nicht in allen Fällen ausreichend, um die hohen Kostensteigerungen vollständig zu kompensieren (Quelle Bundesamt für Logistik und Mobilität). Die Geschäftslage des Wirtschaftsbereichs Logistik liegt im 4. Quartal auf dem schlechtesten Wert des Jahres 2022. Sie liegt nahe dem Normalniveau auf ähnlichem Level wie in Monaten zuvor und nahe dem langjährigen Mittelwert. Die Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr 2023 liegen 20 Punkte unter dem Normalniveau und damit auf dem niedrigsten Wert seit 2008. Bei Industrie und Handel zeigen sich jedoch auch erste positive Tendenzen. Die Lagerbestände sind zurück auf dem Normalwert, Liefer-Engpässe scheinen weitgehend überwunden zu sein bzw. hat man sich in der Zwischenzeit durch höhere Lagerhaltung an die Lieferkettenproblematik angepasst. Manche Unternehmen empfinden ihre Lagerbestände sogar als zu hoch. Das jedoch wirkt sich auf die Logistikdienstleister aus. Denn hier sind die Nachholeffekte der vergangenen Monate abgearbeitet, es wird befürchtet, dass darauf nun eine Nachfrageschwäche folgt (vgl. Logistik-Indikator 4. Quartal 2022, Bundesvereinigung Logistik (BVL). 2. Geschäftsverlauf Der Umsatz der BERA Transport- und Logistik GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 3,55 % auf 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio.EUR) gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 4,22 % bzw. 3 TEUR vermindert. Der Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen stieg um 5,03 % bzw. 6 TEUR, während sich die Inanspruchnahme von Fremdleistungen um 14,32 % bzw. 105 TEUR verminderte. Somit konnte der Rohertrag um 257 TEUR gesteigert werden. Die Personalkosten sind um 10,57 %, die Abschreibungen um 38,88 % und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 9,47 % gestiegen. Diese Kosten sind somit insgesamt im Berichtszeitraum um 12,87 % höher ausgefallen. Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 162 TEUR vermindert. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a) Ertragslage Unsere Ergebnisquellen stellen die Leistungen im Güterfernverkehr und die Erbringung logistischer Dienstleistungen und Lagerverwaltung dar. Die Gesellschaft erzielte im Jahre 2022 einen Jahresfehlbetrag von 78 TEUR (Vorjahr: + 190 TEUR). Unter Berücksichtigung der Umsatzsteigerung, der verminderten sonstigen betrieblichen Erträge sowie des um 11,73 % gesunkenen Einsatzes der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Fremdleistungen hat sich das Rohergebnis um 6,88 % bzw. um 257 TEUR erhöht. Die sonstigen Kosten sind um 12,87 % oder um 418 TEUR gestiegen. Minderungen ergaben sich im Wesentlichen bei den Verlusten aus Schadensfällen mit 20 TEUR (- 81,10 %), während sich die Personalkosten um 277 TEUR (+ 10,57 %), die Abschreibungen um 108 TEUR (+ 38,88 %), die Grundstücksaufwendungen um 16 TEUR (+ 370,83 %) und die Aufwendungen für Arbeitsschutz um 17 TEUR (+ 153,63 %) erhöht haben. b) Finanzlage Das Finanzmanagement der BERA Transport- und Logistik GmbH umfasst das Management von Kapitalstrukturen, Cash- und Liquiditätsstrukturen, Pensionsrisiken sowie Forderungsrisiken. Die Firma verfügt über ausreichend finanzielle Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war auch im Berichtsjahr mit 308 TEUR (Vorjahr: 468 TEUR) positiv. Die Finanzierung des Geschäftsvolumens erfolgte vollständig aus Eigenmitteln. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 56,87 % (Vorjahr: 60,84 %) der Bilanzsumme. Die Bilanzsumme ist dabei zum Vorjahr um 1,5 Mio. EUR auf 32,3 Mio. EUR gesunken. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 2,43 % (Vorjahr: 2,37 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 0,36 % (Vorjahr: 0,36 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die Investitionen in Sachanlagen und Finanzanlagen belaufen sich auf TEUR 145 und wurden aus Eigenmitteln bestritten. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,31 % bzw. um 1,5 Mio. EURO vermindert. Dabei hat sich das Anlagevermögen durch Investitionen - vermindert durch planmäßige Abschreibungen und Anlagenabgänge - um 241 TEUR und das Umlaufvermögen um 1,2 Mio. EUR vermindert. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens hat sich somit zugunsten des Anlagevermögens um 0,6 % Punkte verändert. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag um 78 TEUR vermindert. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 43,59 % (Vorjahr: 41,94 %). Die Verbindlichkeiten, Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind gegenüber dem Vorjahr um 1,38 Mio. EUR vermindert. Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten und ist durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und flüssige Mittel abgedeckt. Die Pensionsrückstellungen betragen 2,38 % (Vorjahr: 2,11 %) der Bilanzsumme. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und Cashflow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem Jahresüberschuss im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,88 % Punkte vermindert und beträgt im Geschäftsjahr -1,67 %. Der Cashflow beträgt 308 TEUR und ist damit um 160 TEUR niedriger als im Vorjahr. Der Unternehmenswert der BERA - Transport- und Logistik GmbH wird außer von finanziellen auch von nichtfinanziellen Einflussfaktoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern und Umweltbelange. Die Ziele der BERA - Transport- und Logistik GmbH lassen sich nur erreichen, wenn die Firma als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber an allen Standorten dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich binden kann und Lösungen entwickelt, die auch künftig in besonderem Maße Kunden- und Umweltanforderungen gerecht werden, den Kundennutzen durch Serviceangebote nachhaltig steigert und Prozesse so gestaltet, dass Ressourcen geschont und Emissionen so weit wie möglich vermieden werden. III. Prognosebericht Außer dem Ausbau der Erbringung von logistischen Dienstleistungen und der Verwaltung eigenen Vermögens sind keine weiteren Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach mehr als 15-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt. Der Umsatz des Jahres 2023 konnte um 43 % kräftig gesteigert werden und beläuft sich auf rund 6,7 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 5 % erhöht. Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sind um 7 % zurückgegangen, während die Fremdleistungen um 63 % angestiegen sind. Der Rohertrag hat sich somit um 40 % auf 5,6 Mio. EUR erhöht. Die Gesamtkosten sind um 4 % gestiegen, so dass von einem um rund 1,5 Mio. EUR höheren Betriebsergebnis gegenüber dem Jahr 2022 auszugehen ist. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren finanziellen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Gesamtwirtschaftliche Risiken: Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2022 trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, steigenden Preisen, Friktionen in den globalen Lieferketten und Lieferengpässen bei bestimmten Waren, Bauteilen und Rohstoffen, die sich auf zahlreiche Branchen auswirkten, gewachsen. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgebliche Auswirkungen für das Unternehmen. Eine Konjunktureintrübung könnte die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikdienstleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BERA - Transport- und Logistik GmbH. Darüber hinaus ergeben sich direkte und indirekte Auswirkungen durch wirtschaftliche Risiken der Kunden. Insbesondere aus der Branche Automotive können negative Auswirkungen die BERA - Transport- und Logistik GmbH treffen. Beispielsweise könnte ein konjunktureller Einbruch im Bereich Automotive auf Grund Exportschwierigkeiten durch die Verbundenheit mit Kunden dieser Branche negative Auswirkungen auf Umsatz- und Ergebnissituation der BERA - Transport- und Logistik GmbH haben. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge. Branchenspezifische Risiken: Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen. Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die BERA - Transport- und Logistik GmbH Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt entweder zu längerfristig festgelegten Preisen durch Rahmenvereinbarungen oder durch Einzelbeauftragungen. Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. In der Lagerlogistik bestehen Risiken durch die Anmietung von Immobilien, insbesondere im Bereich der Mietpreisentwicklung und der Flächenverfügbarkeit in bestimmten Regionen. Hierfür ursächlich ist die anhaltend steigende Nachfrage nach Logistikimmobilien. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass Flächen in der benötigten Ausstattung und an geeigneten Standorten möglicherweise nicht verfügbar sind oder zu Preisen, bei denen die Erstellung der Dienstleistungen unwirtschaftlich ist. Mitunter ist es erforderlich, zusätzliche Immobilien für bestehende Kundenaufträge oder für neue Aufträge anzumieten. Beim Abschluss neuer Mietverträge besteht das Risiko, dass die Laufzeit des Mietvertrags nicht entsprechend der Laufzeit des Kundenvertrags abgeschlossen werden kann. Des Weiteren stellen steigende Mietnebenkosten, wenn sie nicht an den Kunden weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Darunter zählen u. a. Erhöhungen von Energiepreisen sowie die Anhebung von städtischen Gebühren, wie z.B. die Grundsteuern. Ein weiteres Risiko liegt im Bereich eines Insourcing von logistischen Dienstleistungen. Insbesondere bei Nachfragerückgängen seitens des Kunden besteht das Risiko des Insourcings. Oftmals werden in solchen Situationen zuerst Kapazitäten externer Dienstleister abgebaut. Viele Unternehmen sehen in der Tatsache ein Risiko, dass der Fachkräftebedarf in der Transport- und Logistikbranche in Zukunft nicht ausreichend abgedeckt ist. Neben dem zunehmenden Fahrermangel steigt auch der Bedarf an qualifizierten Logistikkräften, ohne die die wachsende Komplexität in der Logistik kaum bewältigt werden kann. Fehlleistungen einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten Unternehmer bei Transporten, der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozess- und Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operative Störungen oder Qualitätsprobleme, insbesondere durch Schäden, welche von Dienstleistern verursacht wurden, können die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Zur Risikobegrenzung werden alle Subunternehmer, Leasinggesellschaften, Zeitarbeitsfirmen und IT-Dienstleister sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau der erbrachten Dienstleistungen gewährleisten. Kundenspezifische Risiken Eine verschlechterte Bonität von Kunden birgt entsprechende Forderungsausfallrisiken. Kundenseitige Rationalisierungsprogramme und Restrukturierungsmaßnahmen führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostendruck und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen der Dienstleister. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und eine steigende Zahl an Neuausschreibungen sein. Zudem können in der Vertragsgestaltung Risiken, beispielsweise Haftungs- oder Investitionsrisiken, teilweise auf die Dienstleister übertragen werden. Für die BERA - Transport- und Logistik GmbH besteht das Risiko, dass durch die Kostensensibilität der Kunden die Ertragssituation negativ beeinflusst werden kann. Ertragsorientierte Risiken Die Struktur der Kunden zeigt aus Sicht der Gesellschaft Abhängigkeiten von Großkunden mit erheblichem Einfluss auf Ertrag und Umsatz. Aufgrund der finanziellen Stabilität der Gesellschaft besteht bei deren Verlust keine existenzielle Gefährdung. Aus der Zusammensetzung der Kunden ergibt sich eine Branchenabhängigkeit. Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellt daher weiterhin eines der vorrangigen Ziele des Unternehmens dar. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Den Ausfallrisiken von Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität der Gegenparteien und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Darüber hinaus wird Ausfallrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Für Haftungsrisiken bei Schadensfällen sind Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen für das Unternehmen in Grenzen zu halten bzw. sie ganz auszuschließen. Der Umfang der Versicherungen wird laufend geprüft. Risiken durch Umweltschutz Umweltmanagement und Umweltrisikomanagement sind für Unternehmen generell entscheidende Faktoren für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die zunehmende Sensibilisierung in der Gesellschaft hat den Umgang der Unternehmen mit Umweltrisiken verändert. Aktuelle umweltpolitische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die BERA - Transport- u. Logistik GmbH werden deshalb aufmerksam verfolgt. Die Einführung eines nationalen Emissionshandelssystems mit Festpreisen für die ersten fünf Jahre hat beispielsweise negative Auswirkungen auf die Ertragslage, da die Kostenbelastungen teilweise nur zeitverzögert weitergereicht werden können. Gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz durch den Gesetzgeber oder behördliche Auflagen führen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Technik Einsparungen, beispielsweise durch den Einsatz von Energieoptimierungskonzepten in Gebäuden. Auswirkungen der COVID-19 Pandemie Die BERA - Transport- und Logistik GmbH ist insbesondere folgenden Arten von Risiken ausgesetzt:
Mit dem Übergang von der Pandemie zur endemischen Lage haben sich sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Auswirkungen der genannten Risiken für die BERA - Transport- und Logistik GmbH deutlich verringert. Auswirkungen von Russlands Krieg gegen die Ukraine Auch auf die deutsche Wirtschaft hat der Krieg erhebliche Auswirkungen. Noch kurz vor Kriegsausbruch zu Jahresbeginn 2022 bezifferten die gängigen Konjunkturprognosen das Wirtschaftswachstum hierzulande auf ungefähr 3,5 % für das Jahr 2022 und 2,5 % für 2023. Tatsächlich legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt in 2022 nur um 1,9 % zu, und für das Jahr 2023 ist Stagnation zu erwarten. Aufgrund des Kriegsbeginns und der erlassenen Sanktionen sind die direkten Lieferketten mit Russland und der Ukraine aber auch die Lieferketten durch Russland nach Asien zerbrochen. Als Folge sind die Preise für viele Rohstoffe, Energie, Vorprodukte und Transportdienstleistungen deutlich gestiegen. Kraftstoffpreise haben sich beispielswiese verdoppelt, der Gaspreis ist um das Dreifache angestiegen. Auch mittelfristig ist mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. 2. Chancenbericht: Die Lager- und Distributionslogistik ist ein wirtschaftlich bedeutender Leistungsbereich in der Speditions- und Logistikbranche. Die weitgehende Arbeitsteilung in der Wirtschaft, die räumliche und zeitliche Distanz zwischen Produktion und Verbrauch, die Spezialisierung in der Produktion und die Ausweitung der Sortimente im Handel beeinflussen die Nachfrage nach Zwischen-, Distributions- und Dauerlägern, die zu einer optimalen Versorgung von Industrie, Handel, Handwerk und des Verbrauchers beitragen. Die Lagerfunktion wird heute als ein wichtiges Bindeglied der gesamten Güterlogistik betrachtet. Besonders häufig spezialisieren sich Lagerbetreiber auf die Wirtschaftsbranchen Automobile, Chemie, Eisen und Stahl, Metallverarbeitung, Elektronik sowie Lebensmittel. Weiterhin werden zunehmend Sekundärfunktionen, wie die Logistik, aus Unternehmen der verschiedensten Branchen ausgelagert (Outsourcing). Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern, hält trotz gegenteiliger Insourcing-Aktivitäten einzelner Unternehmen generell an. Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die BERA - Transport- und Logistik GmbH anbietet. Die Lagerlogistik ist Bestandteil vieler speditioneller Leistungsangebote. Bei Unternehmen, die logistische Dienstleistungen und Lagerhaltung anbieten, lassen sich häufig höhere Umsatzrenditen als bei reinen Transportunternehmen erzielen. Die Stärken der BERA - Transport- und Logistik GmbH bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand. Ein solches Angebot umfasst die konventionellen logistischen Kernaufgaben wie auch brauchen- bzw. kundenbezogene Zusatzaufgaben. Im Fokus der Marktchancen steht die Erschließung von neuen Absatzpotenzialen durch Neukundengewinnung und der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen durch Anpassung von Dienstleistungen an die Kundenbedürfnisse. 3. Gesamtaussage: Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der BERA - Transport- und Logistik GmbH gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren - beispielsweise geopolitische Risiken wie die weitere Entwicklung des militärischen Konflikts in der Ukraine, die Stabilität und die Kosten der Energieversorgung, die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage - die regelmäßig beobachtet werden. Zum anderen gehören dazu die von der BERA - Transport- und Logistik GmbH unmittelbar beeinflussbaren, zumeist operativen Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Nicht von der Gesellschaft beeinflussbare Risikofaktoren sind beispielsweise geopolitische Risiken wie die weitere Entwicklung des Krieges Russlands gegen die Ukraine und die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage. Auswirkungen des weiteren Kriegsverlaufs und die allgemeine Entwicklung können zu Beeinträchtigungen der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen. Organisatorisch hat die BERA - Transport- und Logistik GmbH Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind nur in geringem Umfang zu verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich durch Eigenmittel. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft verfügt über nachstehende Zweigniederlassungen: In der Teufelsküche 12, 39359 Calvörde Gottlieb-Binder-Str. 8, 71088 Holzgerlingen Otto-Lilienthal-Straße 40, 71034 Böblingen
Olpe, den 08. Mai 2024 BERA - Transport- und Logistik GmbH gez. Frank Rehse Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BERA Transport- und Logistik GmbH, 57462 Olpe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BERA Transport- und Logistik GmbH, 57462 Olpe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BERA Transport- und Logistik GmbH, 57462 Olpe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Olpe, den 16. Mai 2024 HFB
GmbH
Bergmann, Wirtschaftsprüfer |
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