Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
MÜPRO GmbH
Borsigstraße 14, 65205 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ute Gabriele Klinger seit 5.2.2026 | Prokura |
Manuela Erna Behrens seit 25.5.2023 | Prokura |
Frank Schabacker seit 9.12.2021 | Prokura |
Michael Bendrin seit 9.12.2021 | Prokura |
Wolfgang Siegfried Dr. Gödel seit 9.12.2021 | Geschäftsführer |
Lars Naumann seit 9.12.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
IK IX Luxco 13 S.a r.l. | 89.30% |
| 10.70% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MÜPRO International GmbHWiesbadenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht zum 31. Dezember 20221. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen1.1. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur Die Gesellschaft wurde im Jahr 2017 in München gegründet und übernahm über ihre ebenfalls im Jahr 2017 gegründete Tochtergesellschaft MÜPRO Group GmbH am 23. Januar 2018 die Secura Industriebeteiligungen AG, Winterthur/Schweiz (SIBAG). Die SIBAG war zu diesem Zeitpunkt die Muttergesellschaft der MÜPRO Unternehmensgruppe (im Folgenden "MÜPRO"). Mit Kaufvertrag vom 20. Mai 2022 erwarb die Praetorian BidCo GmbH alle Anteile an der MÜPRO International GmbH sowie die von einem Minderheitsgesellschafter gehaltenen Anteile an der MÜPRO Group GmbH, so dass die Praetorian BidCo GmbH direkt und indirekt alle Anteile an der MÜPRO Group GmbH erwarb. Der Kaufvertrag wurde am 2. August 2022 erfüllt. In Zusammenhang mit dem Erwerb durch die Praetorian BidCo GmbH verlegte die MÜPRO International GmbH ihren Sitz von München nach Wiesbaden. Im Laufe des Geschäftsjahres wurde die SECURA Industriebeteiligungen GmbH auf die MÜPRO Group GmbH verschmolzen. Die 1964 gegründete MÜPRO ist ein Anbieter von Rohrleitungsbefestigungstechnik für die technische Gebäudeausrüstung, Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik ("SHVAC"). MÜPRO verfügt über ein umfassendes und modulares Produktportfolio, das u.a. die Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz und Korrosionsbeständigkeit erfüllt. MÜPRO ist in einem wachsenden Markt tätig, der auch durch den Bedarf an Investitionen und die Modernisierung von SHVAC-Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Verbesserung der gebäudebezogenen Dekarbonisierung angetrieben wird. MÜPRO hat seinen Hauptsitz in Wiesbaden und beschäftigt weltweit über 430 Mitarbeiter. Die Kunden werden in der Regel im Direktvertrieb betreut und setzen sich überwiegend aus kleinen lokalen bis hin zu großen Installationsbetrieben zusammen. In Deutschland bestehen dazu eigene Logistikstandorte in Berlin, Chemnitz, Hamburg, Stuttgart sowie in Hattersheim. In Europa ist MÜPRO mit 10 Vertriebsgesellschaften sowie mit je einer Gesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien präsent. Im Ausland unterhält MÜPRO 14 Lagerstandorte. Märkte in Ländern ohne eigene Präsenz werden über unabhängige externe Vertriebspartner bedient. In Burgbernheim verfügt MÜPRO zudem mit der Tochtergesellschaft UBB Umformtechnik GmbH über eine rechtlich eigenständige Produktionsgesellschaft. MÜPRO hat eine starke Präsenz in seinen Schlüsselmärkten Deutschland, Benelux und Frankreich und baut seine Präsenz in anderen europäischen Märkten sowie in Indien und dem Nahen Osten weiter aus. Zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftsentwicklung verwenden wir als bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen Umsatz und operatives Ergebnis (EBITDA), das dem Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen entspricht. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden aktuell nicht zur Steuerung herangezogen. Durch geeignete Reporting Systeme wird die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere Erlöse und Erträge sowie Margen, der Unternehmensgruppe wöchentlich bzw. monatlich analysiert und gesteuert. 1.2. Forschung und Entwicklung Neben der kontinuierlichen Verbesserung und dem Neudesign bestehender Produkte waren Brand- und Korrosionstests sowie die Vereinheitlichung von Bauteilen Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2022. 1.3. Personal Im Jahresdurchschnitt 2022 waren insgesamt 444 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt. Zum Jahresende 2022 waren 433 Mitarbeiter beschäftigt. Der Konzern verfügt über eine erfahrene Stammbelegschaft. Unsere Personalpolitik ist langfristig und vorausschauend ausgerichtet, um den hohen Qualitätsstandard unserer Produkte und Leistungen auch zukünftig jederzeit durch qualifizierte Mitarbeiter gewährleisten zu können. Zur Fortbildung der Mitarbeiter werden in den Konzerngesellschaften interne Schulungen durchgeführt. Darüber hinaus erfolgen bedarfsgerecht externe Weiterbildungsmaßnahmen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen In der Winterprognose 2023 (13. Februar 2023) stellt die Europäische Kommission fest, dass die EU-Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2023 besser dasteht als noch im Herbst 2022 prognostiziert. Die Wachstumsaussichten für dieses Jahr wurden auf 0,8 % in der EU und 0,9 % im Euroraum angehoben. In beiden Wirtschaftsräumen konnte die technische Rezession, die für den Jahreswechsel erwartet wurde, knapp vermieden werden. Auch die Inflationsprognosen für die Jahre 2023 und 2024 wurden leicht gesenkt. Trotz außergewöhnlicher Negativschocks (Russlands Angriff auf die Ukraine) konnte die EU-Wirtschaft den in der Herbstprognose für das vierte Quartal erwarteten Konjunkturrückgang abwenden. Die jährliche Wachstumsrate für 2022 wird nun sowohl in der EU als auch im Euroraum auf 3,5 % geschätzt. Durch günstige Entwicklungen hat sich der Wachstumsausblick für dieses Jahr seit der Herbstprognose aufgehellt. Da die Energieversorgung breiter aufgestellt, und deutlich weniger Gas verbraucht wurde, sind die Gasspeicher besser gefüllt als zu dieser Jahreszeit im Durchschnitt der vergangenen Jahre üblich. Auch sind die Großhandelspreise für Gas deutlich unter das Vorkriegsniveau gesunken. Hinzu kommt, dass sich der EU-Arbeitsmarkt weiterhin kräftig entwickelt und die Arbeitslosenquote bis Ende 2022 mit 6,1 % so niedrig blieb wie nie zuvor. Allerdings bleibt der Gegenwind rau. Die Energiekosten für Verbraucher und Unternehmen sind nach wie vor hoch, und die Kerninflation (d. h. die Inflation ohne Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel) zog im Januar weiter an, sodass die Kaufkraft der privaten Haushalte weiter ausgehöhlt wird. Da der Inflationsdruck anhält, dürften die geldpolitischen Zügel weiter angezogen werden, was die Konjunktur dämpfen und die Investitionen bremsen dürfte. Die jüngsten Wirtschaftsprognosen von EUROCONSTRUCT (94. Konferenz, 11-2022) gehen davon aus, dass das Wachstum der Bauleistung europaweit im Jahr 2023 auf 0,2 % und im Jahr 2024 sogar auf 0 % sinken wird. Allein für den Tiefbau wird Wachstum erwartet. Alle anderen Sektoren der Bauwirtschaft werden voraussichtlich negativ sein. Erst ab 2025 wird wieder eine Zunahme der Bauleistung erwartet. Das Vereinigte Königreich, derzeit eine der am schlechtesten abschneidenden Volkswirtschaften in Europa, muss bis 2024 mit einem negativen Wachstumszyklus der Bauproduktion rechnen (-0,4 %), ebenso wie Deutschland, das laut EUROCONSTRUCT bis 2025 mit negativen oder stagnierenden Wachstumsaussichten rechnen muss (-0,4 %). In acht Ländern wird das Baugewerbe ebenfalls schrumpfen, am stärksten in Schweden und Finnland. In beiden Ländern war die Bautätigkeit hoch, so dass der Rückgang teilweise eine Rückkehr zu einem normaleren Bauvolumen bedeutet. Für Deutschland erwartet der Verband der Bauindustrie (HDB 9.1.2023) einen realen Rückgang der Produktion von -6 % für 2023 für das Bauhauptgewerbe, wohingegen das ifo Institut für Wirtschaftsforschung (14.12.2022) lediglich einen Rückgang der Bauinvestitionen von -3,3 % für 2023 erwartet. 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsatzerlöse von TEUR 119.906 erzielt. Das entspricht einem Anstieg von +11,9 % gegenüber dem Jahr 2021 (TEUR 107.118) Die erzielten Umsatzerlöse lagen im Rahmen der Erwartungen der Geschäftsführung. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen durch die Weitergabe von Preissteigerungen insbesondere auf der Beschaffungsseite begründet. 2.2.2. Beschaffung und Produktion Das Vorratsvermögen des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 25.184. Die Materialeinsatzquote beträgt im Berichtsjahr 43,2% des Umsatzes. Die exakte Beobachtung und Analyse der Bestandssituation sowie die Planung und Umsetzung kontrollierender Maßnahmen erfolgt anhand unterjähriger Vorratsbewertung mit Lagerreichweitenbetrachtung unter entsprechender Berücksichtigung der Absatzmarktentwicklung. Neben der Definition von Sicherheitsbeständen für bestimmte Schlüsselstoffe stehen die Beschaffungsmärkte unter permanenter Beobachtung. Unsere Aktivitäten umfassen eine Produktionsgesellschaft für Fertigungs- und Umformtechnik sowie Galvanik. Weiterhin erlaubt uns die eigene Produktion die grundsätzliche Möglichkeit, zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug zu entscheiden. Die Zusammenarbeit mit Lieferanten basiert regelmäßig auf in Euro ausgefertigten Rahmenverträgen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von etwa einem halben Jahr. Wir gestalten die Beschaffung so, dass Währungsrisiken vermieden werden. Währungsrisiken sind daher aus unserer Sicht für unseren Konzern unwesentlich. Daneben sind wir bestrebt, die Beschaffung durch Identifikation alternativer Lieferanten abzusichern. 2.2.3. Ergebnisentwicklung Der Konzern hat im Berichtsjahr ein Konzernbetriebsergebnis von TEUR 12.356 erwirtschaftet, was einem Anstieg zum Vorjahr von TEUR 9.660 um TEUR 2.696 entspricht. Die Verbesserung beruht im Wesentlichen auf einem gegenüber dem Vorjahr höheren Rohergebnis sowie den gegenüber dem Umsatz unterproportionalem Anstieg von Personal- und sonstigem betrieblichen Aufwand. Das EBITDA verbesserte sich im gleichen Zeitraum um TEUR 2.735 von TEUR 14.578 auf TEUR 17.313, was aufgrund einer niedrigeren Rohertragsmarge (siehe 3.2) unter unserer Erwartung lag. Zusammenfassend ist die Geschäftsentwicklung des Konzerns vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation, des Ukrainekrieges, des Inflationsschubs und der konjunkturellen Unsicherheit im Geschäftsjahr insgesamt als gut zu bewerten. 3. Vermögen-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns3.1. Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme beträgt zum 31.12.2022 TEUR 77.786 und ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 69.687) um TEUR 8.099 angestiegen. Der Anstieg resultiert auf der Aktivseite vor allem aus dem Anstieg des Vorratsvermögens von TEUR 22.934 um TEUR 2.250 auf TEUR 25.184 sowie aus dem Anstieg der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 13.373 um TEUR 7.292 auf TEUR 20.665. Der Anstieg der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 6.298, die aus der kurzfristigen Finanzdisposition resultieren. Dieser Anstieg ist leicht gemindert aufgrund einer Reduktion der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.820. Der Anstieg auf der Passivseite resultiert neben dem Anstieg des Eigenkapitals von TEUR 27.389 um TEUR 5.488 auf TEUR 32.877 im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 28.003, der sich aus Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin im Zuge des Gesellschafterwechsels ergibt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich infolge von Tilgung von TEUR 23.049 auf TEUR 17 reduziert. Die Eigenkapitalquote stieg von 39,3 % auf 42,3 %. 3.2. Ertragslage Im Berichtsjahr stieg das Konzernrohergebnis von TEUR 67.248 um TEUR 3.013 auf TEUR 70.261 (59 % der Umsatzerlöse, im VJ: 63 %). Der Anstieg resultiert aus Preissteigerungen durch Weitergabe von Beschaffungspreisen sowie Volumenzuwächsen als auch strukturellen Maßnahmen, die sich positiv auf die Rohertragsmarge auswirkten. Die Rohertragsmarge liegt dennoch unter dem Vorjahr, da die Verkaufspreise nicht in derselben Taktung wie die Beschaffungskonditionen angepasst werden konnten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 569 resultieren insbesondere aus Finanzierungstätigkeiten. Gegenüber dem Vorjahr ist der Zinsaufwand deutlich gesunken, da die bestehende Kreditfinanzierung im Rahmen des Gesellschafterwechsels durch deutlich günstigere Finanzierungskonditionen abgelöst wurde. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 2.350 umfassen die Ertragsteuern der Einzelgesellschaften sowie einen Aufwand aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR -668. Der Konzern schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.925 ab. Dies entspricht einem Anstieg um TEUR 509 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.416), welcher aus den zuvor genannten Effekten resultiert. 3.3. Finanzlage Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 einen Mittelzufluss aus der laufendenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 5.968 (Vorjahr: 5.053) erzielt. Der Anstieg resultiert insbesondere aus einer geringeren Zunahme der Vorräte, Forderungen und Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Finanzierungs- oder Investitionstätigkeit zuzuordnen sind sowie geringerer Ertragsteuerzahlungen als im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR -8.129 (Vorjahr: -414). Die Veränderung des Cashflows aus Investitionstätigkeit ist durch geringere Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie der Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen um TEUR 6.799 bedingt. Aus Finanzierungstätigkeiten ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 4.047 (Vorjahr: -2.696), der im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Effekten beruht. Diese ergeben sich aus der Darlehensablöse in Höhe von TEUR 23.032, der Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeiten mit dem neuen Gesellschafter in Höhe von TEUR 27.610 gegenüberstehen. Unter Berücksichtigung der zahlungswirksamen Veränderungen ergibt sich zum Jahresende 2022 ein Finanzmittelstand von TEUR 6.938 (Vorjahr: TEUR 5.052). Für weitere Angaben zur Finanzlage verweisen wir auf die Konzern-Kapitalflussrechnung. Die Liquiditätsplanung für 2023 weist keine Lücken auf, die Zahlungsfähigkeit war und ist jederzeit gegeben. 4. Prognose-, Chancen- und Risikenbericht4.1. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2022 war überschattet von der Invasion der Ukraine durch die russische Armee, die am 24. Februar 2022 begann. Damit war 2022 das dritte Geschäftsjahr nach Ausbruch der Covid-19 Pandemie Anfang 2020, das von hoher Unsicherheit geprägt war. Stahl-, Energiebeschaffungs- und Transportkosten stiegen infolge der Ukraine-Invasion sprunghaft an und sorgten in vielen Ländern für Inflationsraten im deutlich zweistelligen Bereich. Die Notenbanken reagierten mit mehrfachen Zinserhöhungen. Erst gegen Ende 2022 sanken die Inflationsraten wieder. In Deutschland betrug die Inflation 2022 gegenüber 2021 im Jahresdurchschnitt nach Angabe des Statistischen Bundesamtes noch 7,9 %. Das MÜPRO Geschäftsmodell erwies sich auch 2022 als resilient. Unsere Erwartung, dass sich die Märkte nach den negativen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sowie der Ukraine-Krise langsam erholen, ist eingetreten. Trotz Margendruck bei unseren Kunden verfestigte sich das gestiegene Preisniveau am Markt. Der Wohnungsbau brach infolge der hohen Baukosten und des starken Zinsanstiegs gegen Ende des Jahres teilweise ein. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine beendete MÜPRO bis auf Weiteres die Auslieferung von Waren an den langjährigen Vertriebspartner in Russland. Wir gehen nicht davon aus, dass es in absehbarer Zeit zu einer Wiederaufnahme der Belieferungen kommen wird; das Verhältnis zu unserem Vertriebspartner wäre hierfür allerdings nach wie vor intakt. Wir erwarten für 2023, dass es bei dem für uns relevanten Markt eine deutliche Verschiebung von gewerblichen Neubauten zu Renovierung und Modernisierung geben wird. Im gewerblichen Neubau wird es nach unserer Einschätzung weniger Logistikzentren, dafür aber wieder mehr neue Fertigungen infolge des Bestrebens nach kürzeren Wertschöpfungsketten geben. Der für uns weniger relevante Wohnungsbau wird sich aufgrund weiter hoher Baukosten und Zinsen nicht von seinem Einbruch erholen und auf niedrigem Niveau verharren. Der Beschäftigungsgrad im Bauhandwerk bleibt ungeachtet dessen weiter hoch. Vor dem Hintergrund allgemein steigender Kosten und Löhne wird das Preisniveau weiter hoch bleiben. Konkrete Anzeichen für ein Ingangkommen einer Lohn-Preis-Spirale und damit einer Stagnation der Gesamtwirtschaft sehen wir vor dem Abschluss moderater Lohnabschlüsse und der Inflationsausgleichprämie in Deutschland nicht. In diesem Umfeld erwarten wir ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Trotz hohen Kostendrucks bei Personal- und Sachkosten erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr einen Anstieg des EBITDA in ähnlicher Größenordnung wie im Berichtsjahr. 4.2. Chancen Die Identifikation und Nutzung unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und des Unternehmenswerts. Durch die nachstehend dargestellten Punkte könnte es zu einer positiven Abweichung gegenüber unserer Planung kommen. Die Chancen werden von ihrer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage absteigend dargestellt: Chancen durch Akquisition Unser neuer Eigentümer verfolgt eine Wachstumsstrategie für MÜPRO, bei der Akquisition ein wesentliches Element ist. Hierdurch ergeben sich für MÜPRO Chancen, regional zu expandieren, das Portfolio von Produkten und Services weiter auszubauen sowie in stärkerem Umfang als bisher Großprojekte in der Industrie zu gewinnen. Chancen durch Produktinnovation Produktinnovationen erlauben, dass sich MÜPRO von Wettbewerbern noch stärker differenzieren kann. Hieraus ergeben sich Absatz- und Umsatzchancen. Als Produktinnovationen verstehen wir neben klassischen Produkten auch Services und Dienstleistungen wie Vormontagen, die von unseren Kunden zunehmend nachgefragt und honoriert werden. Chancen durch neue Märkte Durch unser Exportteam versuchen wir, gezielt in Märkte einzutreten und unser Geschäft gemeinsam mit Vertriebspartnern aufzubauen. So hat sich trotz des russischen Überfalls die Beziehung zu unserem noch neuen ukrainischen Vertriebspartner als so robust erwiesen, dass die Belieferung aufrechterhalten werden konnte. Insbesondere in der Ukraine können sich aus einem Wiederaufbauprogramm Chancen ergeben. Chancen durch konsequente Optimierung von Procurement und Produktion Durch kontinuierliches Management unserer Lieferanten sowie Verbesserungen der internen Dispositionsprozesse wollen wir strategische Lieferanten aufbauen, Einkaufskonditionen kontinuierlich optimieren und Bestände entlang der Wertschöpfungskette minimieren. Um kontinuierliche Effizienzsteigerungen zu erzielen, investieren wir in unsere Fertigung und halten diese auf dem technisch neuesten Stand. Optimierungsprogramme senken die Durchlaufzeiten und ermöglichen eine Produktion unter gleichbleibend hoher Qualität. Abgeschlossene Optimierungen und Investitionen in neue Anlagen könnten sich unter sonst gleichbleibenden Rahmenbedingungen positiv auf das Ergebnis und den Cash-Flow auswirken, so dass wir unsere derzeitige Annahme übertreffen können. Chancen der Digitalisierung Im Geschäftsjahr wurde ein leistungsfähigeres und kostengünstigeres CRM-System implementiert, das unternehmenseinheitlich ausgerollt wird. Wir setzen auf Schnittstellen, um effizienter mit unseren Kunden zusammenzuarbeiten. Durch digitale Planungsleistungen und BIM (Building Information Modelling) Kompetenz sind wir ein leistungsfähiger Problemlöser für unsere Kunden. Hierdurch können wir zur Unterstützung der Planungsleistungen die Produkte in digitaler Form zu Verfügung stellen. Um die Digitalisierung auszubauen, werden wir Ressourcen in diesem Bereich kontinuierlich verstärken. Chancen durch unsere Mitarbeiter Weiteres wichtiges Potential sind unsere Mitarbeiter. MÜPRO möchte eine Unternehmenskultur fördern, die es ermöglicht, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und das unternehmerische Denken der Mitarbeiter zu fördern. Damit gehen Chancen einher, sich schneller und umfassender als bislang an Veränderungen im operativen Umfeld anzupassen und den Kundennutzen nachhaltig zu steigern. Wir sind davon überzeugt, dass die Qualifikation unserer Mitarbeiter vor allem im operativen Geschäft erfolgen muss. Wir qualifizieren unsere Mitarbeiter durch Training-on-the-Job. Zusätzlich bieten wir individuelle Schulungen an. Durch unser Programm "MÜPRO aktiv" fördern wir eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur über die Grenzen des beruflichen Kontextes hinaus. Wir haben ein flexibles Arbeitsmodell implementiert, das unseren Mitarbeitern auf freiwilliger Basis die Möglichkeit gibt, von zu Hause zu arbeiten. 4.3. Risiken Die Risiken werden von ihrer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage absteigend dargestellt: Risiko einer Rezession Auch wenn die für den Jahreswechsel 2022/2023 erwartete technische Rezession ausblieb, sind Ukraine-Krieg, Energiekrise, Pandemie, gestörte Lieferketten, Inflation und höhere Zinsen weiter präsent. Das alles sind negative Faktoren für die Konjunktur, die sich dabei auch gegenseitig verstärken könnten. Daher ist das Risiko einer technischen Rezession im 2. Halbjahr 2023 weiterhin gegeben. Dies könnte die Ertragslage negativ beeinflussen. Politische Risiken Der Ukrainekrieg hat bei NATO und EU zu einer engeren Zusammenarbeit und einem höheren Zusammenhalt der Mitglieder geführt. Umfangreiche Sanktionen wurden gegen Russland verhängt. Die Ukraine erfährt ein hohes Maß an Solidarität und Unterstützung durch Waffen und Finanztransfers. China betont weiter seinen Anspruch auf Taiwan und verfolgt global strategische Interessen. Waffenlieferungen an Russland könnten zu einer weiteren Eskalation führen. Weltweit bestehen zahlreiche Konflikte unter autoritär geführten Staaten. Die Eskalation bestehender Konflikte oder das Entstehen neuer Konflikte könnte sich negativ auf die Wirtschaft und damit auf die Ertragslage auswirken. Risiken aus Verteuerungen von Stahl- und Energiebeschaffungskosten Die Beschaffungskosten für Stahl und Energie wirken sich auf unserer Profitabilität aus. Nachdem sich die Stahlbeschaffungskosten durch den Ukrainekrieg zur Mitte des Jahres 2022 deutlich erhöhten, war zum Ende des Jahres wieder eine rückläufige Entwicklung erkennbar. Im ersten Quartal 2023 beobachten wir eine steigende Tendenz. Unsere interne Beschaffungskette ist insbesondere auf die Vermeidung von Beschaffungsmarktrisiken ausgerichtet. Neben der Definition von Sicherheitsbeständen stehen die Beschaffungsmärkte und damit der Stahlpreis unter permanenter Beobachtung. Insbesondere aus einem unerwarteten sprunghaften Anstieg der Stahlbeschaffungskosten ergäben sich Risiken, soweit diese nur zeitverzögert und nicht in gleicher Höhe an die Kunden weitergegeben werden können. Energiekosten haben sich infolge des Ukrainekrieges deutlich verteuert und könnten auch in Zukunft weiter stark ansteigen. Wir haben energetische Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos ergriffen und investieren in Photovoltaiksysteme auf unseren eigenen Gebäudedächern, um den erzeugten Strom selbst zu nutzen. Inflation Auch wenn die Inflation im Jahresdurchschnitt 2022 7,9 % betrug, wird erst ab März aufgrund eines Basiseffektes mit einem Rückgang der Inflationsrate gerechnet. Die Inflationserwartung ist zu Jahresbeginn 2023 daher weiter hoch. Aus einer andauernd hohen Inflation können sich auch weiter Verteuerungen der Personal- und Sachkosten ergeben, die die Ertragslage negativ beeinflussen können. Mittelbare Auswirkungen können insbesondere bei hohen Tariferhöhungen zum Entstehen einer Lohn-Preis-Spirale führen, die eine Stagflation auslösen könnte. Personalrisiken Die nicht ausreichende Verfügbarkeit qualifizierter Fach- und Führungskräfte sowie von Spezialisten mit Branchenerfahrung kann sich negativ auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe auswirken. Der demographische Wandel in den europäischen Ländern ist eine Herausforderung für die Arbeitgeber geworden. Zur Bindung der Mitarbeiter bieten wir gezielte Schulungsmaßnahmen zur Entwicklung und Förderung an. Der Ausbildungen junger Menschen messen wir große Bedeutung bei. Risiko von Forderungsausfällen Regelmäßige und fristgerechte Zahlungen unserer Kunden sichern unsere Liquidität. Kommt es hier aufgrund der wirtschaftlich schlechten Situation eines oder mehrerer Kunden oder aufgrund von Insolvenzen zu Zahlungsausfällen, so wird dies negative Auswirkungen auf die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe und letztlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, ergreifen wir länderspezifische Maßnahmen wie z.B. Vorauszahlungen oder es wird die Bonität der Kunden regelmäßig geprüft und ein Kreditlimit je Kunde in Abhängigkeit von der Bonitätsauskunft hinterlegt. Für einzelne Regionen sind Forderungsausfallrisiken durch eine Versicherung begrenzt. Des Weiteren werden die Ausfallrisiken bereits monatlich im Ergebnis durch konzernweite Regelungen zur monatlichen Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Länderrisiken Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkung auf die einzelnen Märkte im Speziellen haben einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit und damit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe. Länder, deren Wirtschaft stark von Rohstoffmärkten (z. B. GCC-Länder, Russland) abhängig sind oder die sich seit der Finanzkrise deutlich weniger erholt haben als andere (z. B. Spanien), dürften anfälliger für Nachfrageschwankungen sein. Insgesamt liegen nach unserer Einschätzung keine bestandsgefährdenden Risiken vor.
Wiesbaden, 31. März 2023 Dr. Wolfgang Gödel, Geschäftsführer Jörg Klatt, Geschäftsführer Ulrich Hofmann, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
KONZERN-ANHANG für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDer Konzernabschluss der MÜPRO International GmbH, Wiesbaden (im Folgenden auch MÜPRO International) eingetragen in das Handelsregister Amtsgericht Wiesbaden (Reg. Nr. HRB 33433), vormals Sitz in München, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuell gültigen Fassung und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die MÜPRO-Gruppe ist ein Lösungslieferant und Anbieter in den Bereichen Befestigungstechnik, Schallschutz und Brandschutz. Die zum Konzern gehörenden Gesellschaften erstellen ihren Jahresabschluss jeweils zum 31. Dezember eines Kalenderjahres, sofern dies lokale Vorschriften nicht zwingend anders vorschreiben. Als verbundene Unternehmen gelten alle Unternehmen des Müpro International-Konzerns sowie die Praetorian HoldCo GmbH, Wiesbaden, und Praetorian BidCo GmbH, Wiesbaden. Mit dem Kaufvertrag vom 20. Mai 2022 erwarb die Praetorian BidCo GmbH, Wiesbaden alle Anteile an der MÜPRO International GmbH, Wiesbaden, sowie die von einem Minderheitsgesellschafter gehaltenen Anteile an der MÜPRO Group GmbH, Wiesbaden, so dass die Praetorian BidCo GmbH, Wiesbaden, direkt und indirekt alle Anteile an der MÜPRO Group GmbH, Wiesbaden, erwarb. Der Kaufvertrag wurde am 2. August 2022 erfüllt. Die Konzerngesellschaft MÜPRO GmbH, Wiesbaden, hat mit der Praetorian BidCo GmbH am 5. Dezember 2022 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres der MÜPRO GmbH für den Zeitraum vom 3. August bis zum 31. Dezember 2022 wird an die Praetorian BidCo GmbH abgeführt. Konzernunternehmen Zum Kreis der Konzernunternehmen gehören Gesellschaften, an denen die MÜPRO International GmbH unmittelbar bzw. mittelbar beteiligt ist. Bis zum 31. Dezember 2022 handelt es sich um fünf inländische und 11 ausländische Gesellschaften. Die Gesellschaft Secura Industriebeteiligungen GmbH, wurde per Verschmelzungsvertrag vom 25. August 2022 in die MÜPRO Group GmbH als übernehmende Rechtsträgerin rückwirkend zum 01. Januar 2022 aufwärts zu Buchwerten verschmolzen. Zum Umfang der einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die beigefügte Anteilsbesitzliste. Für folgende Tochterunternehmen wurde von der Befreiung von Aufstellungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt worden. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden die Abschlüsse der einzelnen Unternehmen zur Einbeziehung in den Konzernabschluss einheitlich nach den bei der MÜPRO International geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Anlagevermögen Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sach- und Finanzanlagen wird auf den anliegenden Anlagenspiegel verwiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. im Falle einer dauerhaften Wertminderung zum Bilanzstichtag zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abwertungen entfallen sind. Im Geschäftsjahr 2022 sind wie im Vorjahr selbsterschaffene immaterielle Vermögensgegenstände bilanziert und unter diesem Posten erfasst worden. Die Marke "Müpro" wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Die übrigen entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über ihre voraussichtlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der sich aus der Kapitalkonsolidierung der MÜPRO Group GmbH ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB (i.V.m. § 298 Abs.1 HGB) über einen Zeitraum von 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf einer Einschränkung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere die langjährigen Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs der MÜPRO Group GmbH übernommen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden korrespondierend zu der durchschnittlichen Dauer eines Produktzyklus bis Ende 2027 ausgeschöpft. Das Sachanlagevermögen wurde mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern liegen für Bauten (einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken) zwischen 10 und 30 Jahren; bewegliche Anlagegüter werden über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren abgeschrieben. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung zum Bilanzstichtag erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Abnutzbare Anlagegüter werden nach Maßgabe der voraussichtlichen tatsächlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Im Übrigen werden die Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten netto über EUR 250 bis EUR 1.000 werden aus Vereinfachungsgründen im Zeitpunkt des Zugangs auf einer separaten Anlagenklasse verbucht und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert bilanziert. Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen zum Nennwert bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abwertungen entfallen sind. Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten zum Bilanzstichtag ("strenges Niederstwertprinzip"). In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergaben, wurden durch Abwertungen berücksichtigt. Für einen Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bestehen Festwerte. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel wurden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für vor dem Stichtag erfolgte Zahlungen gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist voll erbracht und wird zum Nennwert ausgewiesen. Es stimmt mit dem Handelsregistereintrag der MÜPRO International GmbH überein. Rückstellungen Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren für die Pensionsrückstellungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren ( Projected Unit Credit-Methode) angewendet. Als grundlegende Annahmen der Berechnung wurde die im Wesentlichen in Deutschland erteilten Leistungszusagen an Mitarbeiter ein Rechnungszins in Höhe von 1,78 % p.a. (entspricht dem 10-Jahres-Durchschnitt für eine Restlaufzeit von 15 Jahren) und eine den Zusagen zugrundeliegende latente Anpassungsverpflichtung durch einen Rententrend in Höhe von 0,0 % p.a. und 2,1 % p. a. berücksichtigt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2022 erfolgte auf Basis des zum 30. November 2022 von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes. Es besteht jedoch keine Abweichung zum Bundesbankzinssatz zum 31. Dezember 2022. Des Weiteren liegen der Berechnung die Heubeck ́schen Richttafeln 2018 G zugrunde. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für vor dem Stichtag erhaltene Zahlungen gemäß § 250 Abs. 2 HGB gebildet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden nicht saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern wurden mit unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Der zugrunde gelegte Durchschnittssteuersatz beträgt wie im Vorjahr 30,625%. Fremdwährungsumrechnung Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen bzw. der Erfüllungsbetrag der Verbindlichkeiten aus Bezügen in fremder Währung werden zu den zum Zeitpunkt der Verbuchung der Geschäftsvorfälle gültigen Devisenkassamittelkursen bestimmt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden im Konzernabschluss zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und dabei sowohl Kursverluste als auch -gewinne ertragswirksam erfasst. Im Falle langfristiger Fremdwährungsposten wird dagegen das Imparitätsprinzip beachtet. Es werden lediglich Kursverluste vor ihrer Realisation erfolgswirksam erfasst. III. KonsolidierungsgrundsätzeKapitalkonsolidierung Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge wird der Wertansatz der den Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Die Verrechnung gemäß § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB wird auf der Grundlage der Wertansätze der Tochterunternehmen zu dem Zeitpunkt vorgenommen, in dem das Unternehmen erstmals die Voraussetzungen eines Tochterunternehmens erfüllt. Das Eigenkapital ist dabei mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. Der nach der Verrechnung verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Wenn der Unterschiedsbetrag auf der Passivseite entsteht, wird er unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet (§ 303 HGB). Wechselkursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden grundsätzlich (soweit wesentlich für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns) ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital eingestellt. Aufwands- und Ertragskonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung Die konzerninternen Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 HGB erfolgswirksam eliminiert. Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Geschäften, insbesondere aus Innenumsätzen, wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung eliminiert (§ 305 HGB). Währungsumrechnung Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen wurde unter Beachtung der Vorschriften des § 308 a HGB vorgenommen. Danach ergeben sich für die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse in fremder Währung die folgenden Grundsätze: Auf fremde Währung lautende Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das gezeichnete Kapital, die in Vorjahren dotierten Rücklagen sowie Ergebnisvorträge werden mit historischen Kursen umgerechnet. Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen resultierende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich der Abschreibungen werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die im Rahmen der Währungsumrechnung entstandenen Differenzen werden in der Position Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 wird im Anlagenspiegel dargestellt. Die Veränderung des Geschäfts- oder Firmenwerts resultiert aus einer planmäßigen Abschreibung. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen gegenüber dem Gesellschafter. (2) Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten zum Bilanzstichtag. Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25.184. Den höchsten Anteil daran haben die Waren und Fertigerzeugnisse mit TEUR 21.204, auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfallen TEUR 1.967, auf die unfertigen Erzeugnisse und unfertige Leistungen TEUR 1.783 und auf die geleisteten Anzahlungen TEUR 231. Zum Bilanzstichtag bestehen Wertberichtigungen auf Vorräten in Höhe von TEUR 2.183. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 182 vorgenommen. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Gänze gegen den Gesellschafter. (4) Latente Steuern Das Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird angewendet, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt in Höhe von TEUR 331. Diese betreffen im Wesentlichen unterschiedliche handelsrechtliche und steuerliche Bilanzansätze bei Pensionsrückstellungen (TEUR 239). Verbliebene steuerliche Verlustvorträge sind nach § 8c KStG durch den Gesellschafterwechsel untergegangen. Die passiven latenten Steuern TEUR 2.750 sind auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Bilanzansätzen bei den Posten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen zurückzuführen, die im Rahmen des Erwerbs der MÜPRO Group GmbH zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden. Die Veränderung der passiven latente Steuer beträgt TEUR -622. Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Steuerlatenz stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:
(5) Rückstellungen Die Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 2.263. Für den Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 66 nach § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Rechnungszins von 1,78 % p.a. verwendet (10-Jahres-Durchschnitt). Aufgrund ausreichender frei verfügbarer Rücklagen besteht keine Ausschüttungssperre bei der MÜPRO International. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.259, ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 357, die Rückstellungen für Gewährleistung und Kulanz in Höhe von TEUR 130 und übrige sonstige Rückstellungen TEUR 673. (6) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 21.038 aus Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr gegenüber der Gesellschafterin. Die TEUR 6.965 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr bestehen in Gänze gegenüber dem Gesellschafter. Im Geschäftsjahr 2022 ist aufgrund des Gesellschafterwechsels eine Rückzahlung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 23.032 erfolgt. Diese wurde im Vorjahr zum 31.12.2021 noch mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr angegeben. (7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2022 bestanden folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Die jährlichen Verpflichtungen aus sonstigen langfristigen Verträgen belaufen sich wie im Vorjahr auf TEUR 545. Diese resultieren vor allem aus längerfristigen Maintenance Verträgen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. (8) Eigenkapital Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.925. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der MÜPRO International GmbH in Höhe von TEUR 208 auf das neue Jahr 2023 vorzutragen. Für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 führt die MÜPRO GmbH, Wiesbaden, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.219 an die Praetorian BidCo GmbH ab. V. Erläuterungen zur GuV(9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich den Absatz von Waren und gliedern sich wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten:
(10) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 1.248 sind periodenfremde Erträge (TEUR 66), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen resultierend aus dem Abgang eines unbebauten Grundstücks (TEUR 468), und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 236) enthalten. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge, Erträge aus der Währungsumrechnung, (TEUR 221). (11) Personal Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich zum im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht
(12) Abschreibungen Im Jahr 2022 ergaben sich wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen. (13) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Verwaltungsumlagen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 315. Zudem sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 237 enthalten, die größtenteils auf Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten des Investitions- bzw. Finanzierungsbereiches entfallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im aktuellen Jahr periodenfremde Aufwendungen von TEUR 71. (14) Zinsaufwendungen und Zinserträge
In den Zinsaufwendungen sind Abzinsungen langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 39 (VJ TEUR 48) enthalten. Zudem sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 9 und Zinserträge in Höhe von 11 TEUR gegenüber der Gesellschafterin enthalten. Periodenfremde Zinsaufwendungen bestanden im Geschäftsjahr 2022 wie bereits im Vorjahr nicht. (15) Steuern vom Einkommen und Ertrag Die geleisteten Ertragssteuerzahlungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt TEUR 2.715 darunter ein periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 55. Der Aufwand aus latenten Steuern beträgt TEUR 46. Aus dem Untergang der steuerlichen Verlustvorträge resultiert ein außergewöhnlicher latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 621. (16) Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 127 für Abschlussprüferleistungen. VI. Erläuterungen zur Konzern-KapitalflussrechnungDer Finanzmittelbestand beinhaltet der in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 6.938). Im Geschäftsjahr bestehen keine kurzfristigen Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten, die der Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit dienen. Die in der Darstellung des Mittelabflusses aus laufender Geschäftstätigkeit aufgeführten Veränderungen der Aktiva und Passiva enthalten die Veränderungen zwischen dem 01. Januar 2022 und dem 31. Dezember 2022. VII. Sonstige Angaben(17) Konzernkreis und Mutterunternehmen Die MÜPRO International GmbH ist das oberste Mutterunternehmen des Teilkonzerns MÜPRO - International und ist als solches in einen befreienden Konzernkreis eines anderen Unternehmens einbezogen. Der Konzernabschluss der Praetorian HoldCo GmbH entfaltet befreiende Wirkung nach § 291 Abs. 1 HGB. Es wird jedoch freiwillig ein Konzernabschluss für die MÜPRO International GmbH erstellt. (18) Beziehung zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) Der Konzern steht im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit mit den Gesellschaften Praetorian HoldCo GmbH, Wiesbaden, und Praetorian BidCo GmbH, Wiesbaden, in Beziehung. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften werden wie unter fremden Dritten abgewickelt. (19) Nachtragsbericht Mit notariellem Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 21.02.2023 hat die MÜPRO Group GmbH die dietul Montagetechnik GmbH & Co KG, in Kelheim erworben. Der Anteilskauf und Abtretungsvertrag wurden von beiden Parteien erfüllt. Entsprechende Eintragungen sind beim Handelsregister Regensburg erfolgt. Im März 2023 gründete die MÜPRO Group GmbH eine Vertriebsgesellschaft in Rumänien. Geschäftsführung: Im Geschäftsjahr fand ein Wechsel in der Geschäftsführung der MÜPRO International statt.
Die Eintragung im Handelsregister der oben genannten Geschäftsführerwechsel fand jeweils am 25.08.2022 statt. Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung werden mit Hinweis auf § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben gemacht.
Wiesbaden, 31.03.2023 Dr. Wolfgang Gödel, Geschäftsführer Jörg Klatt, Geschäftsführer Ulrich Hofmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes
* Die Minderheitsanteile in Höhe von 3.4% an der MÜPRO Group GmbH werden von der Praetorian BidCo GmbH, die Alleingesellschafterin der MÜPRO International GmbH ist, gehalten. Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MÜPRO International GmbH, Wiesbaden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MÜPRO International GmbH, Wiesbaden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MÜPRO International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 31. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Johann Horz, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 30.06.2023 gebilligt. |
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