Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 220418
Eingetragen
15.1.1991
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Fabrikation, Montage, Verkauf, Projektierung und Wartung von sicherheitstechnischen Anlagen. Die Gesellschaft kann auch gleiche oder ähnliche Geschäfte und Leistungen erbringen, sich an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art beteiligen und alles tun, was dem Gesellschaftszweck dient. Sie kann auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Volker Benz
seit 5.1.2026
Geschäftsführer
Daniel Liechti
seit 25.6.2019
Geschäftsführer
Peter Edmund Treutler
seit 10.3.2014
Prokura
Frank Oliver Betsch
seit 21.6.2006
Prokura
Marko Andreas Bohnert
seit 21.6.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Securiton AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Securiton Beteiligungs-GmbH
Germany
160.200 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Securiton Beteiligungs-GmbH

Sulzburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg

Beträge in Tausend EUR

AKTIVA

2021 2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.310 12.584
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.916 11.267
3. Geleistete Anzahlungen 2.861 3.418
31.087 27.269
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 43.471 41.619
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.902 8.561
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.102 13.037
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.998 2.996
69.473 66.213
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 544 544
2. Sonstige Ausleihungen 0 0
544 544
101.104 94.026
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 41.872 69.447
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.302 17.545
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 19.532 24.514
4. Geleistete Anzahlungen 0 0
78.706 111.506
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51.576 62.137
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.946 44.727
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.024 2.982
98.546 109.846
III. Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.419 22.051
197.671 243.403
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.141 2.800
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 24 0
E. LATENTE STEUERN 76 81
AKTIVA 302.016 340.310

PASSIVA

2021 2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 160 160
II. Kapitalrücklage 18.233 18.233
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -2.053 -2.966
IV. Konzernbilanzgewinn 152.587 161.956
V. Nicht beherrschende Anteile 512 493
169.439 177.876
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNG UND ZUWEISUNG ZUR FINANZIERUNG VON INVESTITIONEN 83 79
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 958 920
2. Steuerrückstellungen 238 3.880
3. Sonstige Rückstellungen 48.471 54.650
49.667 59.450
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 14.999 11.913
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.240 12.360
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.598 23.725
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.047 43.380
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.717 9.311
80.601 100.689
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.226 2.216
PASSIVA 302.016 340.310

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg

Beträge in Tausend EUR

2021 2022
1. Umsatzerlöse 386.137 417.910
2. Erhöhung/Abnahme des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.186 5.225
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 523 563
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.109 8.826
393.955 432.524
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -130.207 -155.056
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -18.374 -19.187
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -128.389 -134.611
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -27.381 -29.118
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.205 -14.489
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -59.400 -62.405
-378.956 -414.866
9. Erträge aus anderen Wertpapieren 6 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65 151
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -878 -1.200
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.959 -6.716
-4.766 -7.765
13. Ergebnis nach Steuern 10.233 9.893
14. Sonstige Steuern -376 -413
15. Konzernjahresüberschuss vor Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile 9.857 9.480
16. Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile -106 -111
17. Konzernjahresüberschuss nach Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile 9.751 9.369
18. Konzerngewinnvortrag 142.836 152.587
19. Konzernbilanzgewinn 152.587 161.956

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022

Konzernabschluss Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg

Beträge in Tausend EUR

2021 2022
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresüberschuss 9.857 9.480
Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens (+) 15.205 14.489
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen 4.031 9.783
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -3 -4
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlageabgängen -89 52
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -24.314 -43.740
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 6.983 9.024
Zinserträge -65 -151
Zinsaufwendungen 878 1.200
Ertragssteueraufwand 3.959 6.716
Ertragsteuerzahlungen -4.710 -3.069
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 11.732 3.780
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Finanzanlagen 529 141
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.791 -5.393
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -16.305 -2.211
Einzahlungen (+) aufgrund von Finanzmittelanlagen bei einem verbundenen Unternehmen 10.000 -
Erhaltene Zinsen 65 147
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - -
Auszahlung (-) von Mitteln aus dem Kauf von Minderheitenanteilen - -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -11.502 -7.316
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Bankkrediten - -
Tilgung von kurzfristigen Bankkrediten -2.500 -100
Gezahlte Zinsen -826 -1.139
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Bankkrediten - -
Tilgung von langfristigen Bankverbindlichkeiten - -
Einzahlungen aus der Aufnahme Darlehen von einem verbundenen Unternehmen - 10.000
Tilgung von Darlehen von einem verbundenen Unternehmen -15.000 -
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter (-) -138 -130
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -18.464 8.631
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1-3) -18.234 5.095
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -2.180 -477
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 27.134 6.720
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.720 11.338
5. Zusammensetzung der Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 20.419 22.051
Wertpapiere des Umlaufvermögens - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -13.699 -10.713
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.720 11.338

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg

Beträge in Tausend EUR

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital (Stammaktien) Kapitalrücklage EK - Differenz aus Währungsumrechnungen Konzernbilanzgewinn Summe
Stand am 1.1.2021 160 18.233 -1.934 142.836 159.295
Veränderung Minderheitsanteile - - - - -
Dividenden an Minderheitsgesellschafter - - - - -
Fremdwährungsdifferenzen - - -119 - -119
160 18.233 -2.053 142.836 159.176
Konzernjahresüberschuss - - - 9.751 9.751
Stand am 31.12.2021 160 18.233 -2.053 152.587 168.927
Stand am 1.1.2022 160 18.233 -2.053 152.587 168.927
Veränderung Minderheitsanteile - - - - -
Dividenden an Minderheitsgesellschafter - - - -
Fremdwährungsdifferenzen - - -913 - -913
160 18.233 -2.966 152.587 168.014
Konzernjahresüberschuss - - - 9.369 9.369
Stand am 31.12.2022 160 18.233 -2.966 161.956 177.383
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Stand am 1.1.2021 544 159.839
Veränderung Minderheitsanteile - -
Dividenden an Minderheitsgesellschafter -138 -138
Fremdwährungsdifferenzen - -119
406 159.582
Konzernjahresüberschuss 106 9.857
Stand am 31.12.2021 512 169.439
Stand am 1.1.2022 512 169.439
Veränderung Minderheitsanteile - -
Dividenden an Minderheitsgesellschafter -130 -130
Fremdwährungsdifferenzen - -913
382 168.396
Konzernjahresüberschuss 111 9.480
Stand am 31.12.2022 493 177.876

Konzernanhang für 2022

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 290 bis 314 HGB aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen in Tausend Euro (TEUR).

Die Muttergesellschaft Securiton Beteiligungs-GmbH mit Sitz in Sulzburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 300451 eingetragen.

Im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 werden folgende Abkürzungen verwendet:

Gesellschaft Abkürzung
Hekatron Technik GmbH, Sulzburg Hekatron Technik
Hekatron Vertriebs GmbH, Sulzburg Hekatron Vertrieb
Listec GmbH, Isen Listec
Schrack Seconet AG, Wien, Österreich Schrack Österreich
Schrack Seconet Care Communication GmbH, Wien, Österreich SSCC Österreich
Schrack Seconet Care Communication Germany GmbH, München SSCC Deutschland
Schrack Seconet AB, Stockholm, Schweden Schrack Schweden
Schrack Seconet Polska Sp.z o.o., Warschau, Polen Schrack Polen
Schrack Seconet Kft., Budapest, Ungarn Schrack Ungarn
Securisoft AG, Zollikofen, Schweiz Securisoft
Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg Securiton-GmbH
Securiton GmbH, Achern Securiton Achern
smart-alarm GmbH, Achern smart-alarm
WSH GmbH, Singen WSH

A. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der Securiton-GmbH noch folgende Gesellschaften:

Unmittelbare Beteiligungen der Muttergesellschaft

Hekatron Technik 1) 79,55 79,55
Hekatron Vertrieb 100,00 100,00
Securiton Achern 90,18 90,18
WSH 100,00 100,00
Schrack Österreich 34,80 34,80
Listec 100,00 100,00
Mittelbare Beteiligungen der Muttergesellschaft
Schrack Österreich 65,20 65,20
SSCC Österreich 100,00 100,00
SSCC Deutschland 100,00 100,00
Schrack Polen 100,00 100,00
Schrack Schweden 100,00 100,00
Schrack Ungarn 95,00 95,00
smart-alarm 90,18 90,18

1) 20,45 % der Anteile an der Hekatron Technik werden von der Hekatron Technik in Form eigener Anteile gehalten.

Die Securiton-GmbH hält mittelbar über die Hekatron Technik 40 % der Anteile an der Securisoft. Unter Anwendung der Befreiungsvorschrift nach § 311 Abs. 2 HGB wurde auf einen Ansatz der Beteiligung nach der Equity-Methode verzichtet.

B. Konsolidierungsgrundsätze

Der Stichtag für die Konsolidierung ist der 31. Dezember 2022, dies entspricht dem Bilanzstichtag der Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens zum 1. Januar 2001 bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss oder zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugeordnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Der verbleibende aktivische Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und entsprechend § 309 Abs. 1 HGB über einen Zeitraum von grundsätzlich zehn Jahren linear abgeschrieben.

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die ab dem 1. Januar 2010 aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite steht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Die aus der Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge setzen sich wie folgt zusammen:

Aktivische Unterschiedbeträge aus Erstkonsolidierung in TEUR

Aufdeckung stiller Reserven

Aufdeckung stiller Reserven im Grund und Boden 170
Geschäfts- oder Firmenwerte
Aktivischer Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung zum 31. Dezember 2021 53.161
Kum. Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten zum 31. Dezember 2021 -40.245
Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2021 12.916
Zugänge von Geschäfts- oder Firmenwerten im Rahmen von Erwerben 2022 -
Planmäßige Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten 2022 -1.649
Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2022 11.267

Nicht beherrschende Anteile

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende direkte oder indirekte Anteile an in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften wurde ein Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz gebildet. Dieser enthält neben dem anteiligen Kapital auch Anteile am Jahresergebnis. Der Anteil der anderen Gesellschafter am Gewinn beträgt TEUR 111 (Vj. TEUR 106).

Schuldenkonsolidierung

Aufgrund § 303 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Eliminierung von Zwischenergebnissen

In den Konzernabschluss übernommene Vorräte, die auf Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden mit den Konzernherstellungskosten angesetzt. Die Konzernherstellungskosten enthalten auch die entsprechenden Frachtaufwendungen und werden ansonsten nach den gleichen Methoden ermittelt, die im Jahresabschluss der einzelnen Tochterunternehmen Anwendung finden.

Soweit bei Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Zwischenergebnisse realisiert wurden, wurden diese gemäß § 304 Abs. 1 HGB für Zwecke des Konzernabschlusses ermittelt und erfolgswirksam eliminiert.

Wesentliche Zwischengewinne aus gelieferten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nicht zu verzeichnen.

Konsolidierungsmaßnahmen in der Gewinn- und Verlustrechnung

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind sowohl die Umsatzerlöse als auch die anderen Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet bzw. als Bestandsveränderung ausgewiesen worden.

Die Erträge und Aufwendungen aufgrund der Ergebnisabführungsverträge wurden ebenfalls eliminiert.

Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen

Die gemäß § 306 HGB zu bilanzierenden latenten Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen betreffen lediglich die Zwischengewinneliminierung. Zur Berechnung der latenten Steuern kamen im Berichtsjahr erstmals länderspezifische Steuersätze zur Anwendung.

2022
Deutschland 29%
Österreich 25%
Ungarn 9%
Polen 19%
Schweden 21%

Im Vorjahr wurde wurden mit einem einheitlichen Steuersatz von 30 % gerechnet. Die Auswirkungen aus der Anpassung des Steuersatzes beliefen sich auf TEUR 41.

Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Im Konzernanlagespiegel findet grundsätzlich der Mittelkurs Anwendung. Vorträge werden mit dem Mittelkurs zum 31. Dezember des vorhergehenden Geschäftsjahres, die Endbestände mit dem Stichtagskurs, Zugänge, Abgänge sowie Abschreibungen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich ergebenden Währungsdifferenzen werden im Konzernanlagespiegel gesondert ausgewiesen.

Zur Umrechnung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften in Euro sind folgende Währungskurse zur Anwendung gekommen:

Jahresendkurs Durchschnittskurs
2021 2022 2021 2022
Schweden EUR / SEK 10.2497 11.1324 10.1453 10.6225
Polen EUR/PLN 4.5978 4.6896 4.5660 4.6844
Ungarn EUR/HUF 369.0295 400.2359 358.4267 389.7287

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Securiton-GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Das Realisations- und das Imparitätsprinzip wurden beachtet.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und grundsätzlich über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Soweit auf Einzelgesellschaftsebene Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert sind, werden diese über einen Zeitraum von 4 bis 15 Jahren abgeschrieben. Aus Konsolidierungsmaßnahmen entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von vier bzw. zehn Jahren linear abgeschrieben:

Tätigkeitsbereich Nutzungsdauer
Sicherheitstechnik 10 Jahre
Alarmempfang 4 Jahre

Die angesetzte Nutzungsdauer für die erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte der Sicherheitstechnik beruht auf unserer Einschätzung der Bestandsdauer von erworbenen Kundenbeziehungen und Produkten. Bei Geschäfts- und Firmenwerten im Bereich Alarmempfang wird wegen der durchschnittlich kürzeren Bindungsdauer der Kundenbeziehungen auf einen Zeitraum von 4 Jahre abgeschrieben. Bei nachhaltigen Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Die Abschreibungen werden linear über die Nutzungsdauer verteilt. Die vor Anwendung des BilMoG nach steuerlichen Vorschriften begonnenen Abschreibungen werden fortgeführt. Der Übergang von der degressiven zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt.

In den deutschen Gesellschaften werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben; der Abgang erfolgt im gleichen Jahr. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Der Sammelposten, der wirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung ist, wird über die Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, sind in ausreichendem Umfang berücksichtigt.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten, in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Abschreibungen. Gängigkeits- oder sonstige Verwertungsrisiken werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko und die zu erwartende Inanspruchnahme von Skonti werden durch Bildung einer pauschalen Wertberichtigung berücksichtigt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen, soweit sie Aufwand nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern von TEUR 81 (Vj.TEUR 76) stammen vollumfänglich aus Konsolidierungsmaßnahmen. Die nach der Saldierung verbleibenden aktiven latenten Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, werden in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts nicht aktiviert. Es bestehen Bilanzierungsdifferenzen in Höhe von TEUR 13.510 (Vj.TEUR 15.268), die zu aktiven latenten Steuern führen. Sie resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungen des Anlagevermögens, von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Bilanzierungsdifferenzen, die zu passiven latenten Steuern führen, existieren nicht. Insgesamt ergibt sich ein Aktivsaldo von TEUR 3.457 (Vj.TEUR 4.018), der nicht aktiviert wurde.

Der Sonderposten aus Zuwendungen und Zuweisungen zur Finanzierung von Investitionen resultiert aus zweckentsprechend verwendeten Fördermitteln der Stadt Wien zur Finanzierung von Investitionen. Der Sonderposten wird über die Nutzungsdauer des mit diesen Zuschüssen finanzierten Gebäudes korrespondierend zur Abschreibung aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Sonderposten in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 3) aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen wurden unter Zugrundelegung der "Heubeck-Richttafeln" 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) vom Dezember pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,78 % p.a. für einen 10-Jahres-Durchschnitt (Vj. 1,87-1,90 %) verwendet. Als Bewertungsverfahren wurde die "Projected Unit Credit" (PUC) Methode verwendet. Es wurde eine Rentendynamik von 0 % hinterlegt. Nach § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag, der ausschüttungsgesperrt ist, in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR 49).

Die Steuerrückstellungen tragen den bei Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Sie sind in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden unter Zugrundelegung der "Heubeck-Richttafeln" 2018 G" ermittelt. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method). Bei der Abzinsung in Höhe von 1,43 % p.a. (7-Jahres-Durchschnitt) handelt es sich um den nach der Vereinfachungsregelung für eine Laufzeit von 15 Jahren angegebenen Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) für den Monat November 2022 (Vj. 1,36 % p.a.).

Für die versicherungsmathematische Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen dienten als Grundlage ebenfalls die "Heubeck-Richttafeln 2018 G". Für die versicherungsmathematische Bewertung wurde eine Gehaltsdynamik von 2,00 % und eine Steigerung der Aufstockungsbeträge von 2,00 % angenommen. Der Rechnungszins wurde in Abhängigkeit der Duration pro Person gemäß der Rückstellungsverordnung (RückAbzinsV) für den Monat November 2022 (7-Jahres-Durchschnitt) bestimmt. Sofern die Verpflichtung am Bilanzstichtag kleiner als 12 Monate ist, wurde vorschriftsmäßig keine Abzinsung vorgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe ihres Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen berücksichtigt. Für pauschal bilanzierte Gewährleistungsverpflichtungen kommen Prozentsätze zwischen 0,075 % und 0,75 % des garantiebehafteten Umsatzes zum Ansatz.

Langfristige Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden keine Abzinsungen vorgenommen. Erfolgswirksame Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vereinnahmte Zahlungen für Wartungsverträge, deren Laufzeit über den Stichtag läuft. Die Auflösung der passiven Rechnungsabgrenzung erfolgt zeitkongruent mit der Durchführung der entsprechenden Wartungsleistungen.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden dagegen nur Verluste aus Kursänderungen, die bis zum Bilanzstichtag eintreten, berücksichtigt.

D. Erläuterungen zum Konzernabschluss

I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 und die Aufgliederung nach Einzelpositionen sind im Anlagespiegel dargestellt (Anlage A zu diesem Anhang).

2. Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind auf Einzelgesellschaftsebene keine Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert.

3. Sachanlagen

Bei den Zugängen im Geschäftsjahr 2022 handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung, technische Anlagen und Maschinen, Werkzeuge sowie in Grundstücke und Bauten.

4. Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen sind Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 544 (Vj. TEUR 544) bilanziert. Es handelt sich dabei vorwiegend um Investmentfondsanteile.

Die Anteile in Höhe von 40 % an dem verbundenen Unternehmen Securisoft AG wurden bereits in Vorjahren vollständig abgeschrieben.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 22 (Vj. TEUR 38) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Sämtliche anderen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 43.500 Darlehensforderungen und betreffen ansonsten den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.222 (Vj. TEUR 414) enthalten.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die unter der einheitlichen Leitung der Securitas AG, Zollikofen/Bern, Schweiz, stehen oder an denen dieser Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar die in § 290 Abs. 2 HBG genannten Rechte zustehen.

6. Eigenkapital

Das in das Handelsregister eingetragene Stammkapital der Securiton-GmbH lautet auf TEUR 160 (Vj. TEUR 160).

7. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Einzelgewährleistungsrisiken sowie pauschal gebildete Gewährleistungsverpflichtungen, schwebende Rechtsstreitigkeiten, Prämien, Überstunden und Gleitzeitüberhang, interne und externe Jahresabschlusskosten, Jubiläumsgelder, Urlaubsansprüche sowie Mitarbeiterabfindungen und -abfertigungen sowie nachlaufende Kosten enthalten.

Für die Saldierung von Schulden aus den Pensionsverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Beträge in TEUR 2022
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Anschaffungskosten der verrechneten Wertpapiere zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen 448
Zeitwert der verrechneten Wertpapiere zur Absicherung der Pensionsverpflichtung 390
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung 400
verrechnete Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung 7
verrechnete Erträge aus Vermögensgegenständen zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen 2
verrechnete Aufwendungen aus Vermögensgegenständen zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen 48

8. Verbindlichkeiten

2021
Stand davon mit einer Restlaufzeit
Beträge in TEUR per 31.12. bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14'999 14'999 - -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9'240 9'240 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16'598 16'598 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30'047 30'047 - -
- davon gegenüber Gesellschaftern 33 33 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 9'717 9'717 - -
- davon aus Steuern 4'300 4'300 - -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1'189 1'189 - -
Verbindlichkeiten 80'601 80'601 - -
2022
Stand davon mit einer Restlaufzeit
Beträge in TEUR per 31.12. bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11'913 11'913 - -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12'360 12'360 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23'725 23'725 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43'380 43'380 - -
- davon gegenüber Gesellschaftern 3'194 3'194 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 9'311 9'311 - -
- davon aus Steuern 5'193 5'193 - -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1'281 1'281 - -
Verbindlichkeiten 100'689 100'689 - -

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus kurzfristigen Darlehen gegenüber der Securitas Finance Ltd., Guernsey, Großbritannien, in Höhe von TEUR 39.700 (Vj. TEUR 29.700) und in Höhe von TEUR 3.680 (Vj. TEUR 347) aus Lieferungen und Leistungen. Die kurzfristigen Darlehen der Securitas Finance Ltd. wurden in der Vergangenheit bei Finanzierungsbedarf der Gesellschaften nicht fällig gestellt. Die Verzinsung der Darlehen erfolgt zum Euribor zuzüglich eines Aufschlags.

II.Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen

Beträge in TEUR 2021 2022
Produkte 314'123 338'459
Dienstleistungen 72'014 79'451
Umsatzerlöse 386'137 417'910

Aufgliederung nach geografischen Märkten

Beträge in TEUR 2021 2022
Inland 222'365 239'775
Österreich 68'391 69'613
Schweiz 23'348 27'654
übrige EU 65'759 74'226
übriges Ausland 6'274 6'642
Umsatzerlöse 386'137 417'910

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.069 (Vj. TEUR 1.301) enthalten. Die periodenfremden Erträge stammen im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen und aus Buchgewinnen von TEUR 43 (Vj. 109 TEUR) aus dem Abgang von Sachanlagen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 1.016 (Vj. TEUR 200) Erträge aus der Währungsumrechnung.

3. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.450 (Vj. TEUR 1.052) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 63 (Vj. TEUR 575) enthalten, die in Höhe von TEUR 41 (Vj. TEUR 112) aus dem Abgang von Sachanlagen stammen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 611 (Vj. TEUR 684) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 31) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 4 (Vj. TEUR 0) Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 546 (Vj. TEUR 636) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 61 (Vj. TEUR 52) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten enthält den tatsächlichen Ertragssteueraufwand in Höhe von TEUR 6.721 (Vj. TEUR 3.887) sowie einen latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 5 (Vj. latenter Steueraufwand TEUR 72).

III.Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

IV.Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2022 bestehen Grundschulden auf das Betriebsgrundstück der Hekatron Vertrieb in Höhe von TEUR 255.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Mietverträge für Geschäftsräume sowie Leasingvereinbarungen, aus denen die folgenden finanziellen Verpflichtungen resultieren:

Beträge in TEUR 2022
fällig im Jahr 2023 5'525
fällig im Jahr 2024 3'858
fällig im Jahr 2025 2'473
fällig im Jahr 2026 1'559
fällig im Jahr 2027 und später 860
Finanzielle Verpflichtungen 14'275

Die Leasingverträge wurden zur Nutzung von Liquiditätsvorteilen im Rahmen erforderlicher Investitionen eingesetzt. Die Verträge beinhalten die für Leasinggeschäfte üblichen Risiken.

3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt wurden, sind nicht zu verzeichnen.

4. Organmitglieder

Der Geschäftsführung der Muttergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2022 die folgenden Personen an:

Hans Winzenried, Deisswil, Schweiz Präsident des Verwaltungsratspräsidiums der Securitas-Gruppe, Zollikofen/Bern, Schweiz (bis 20. Juni 2022)
Armin Berchtold, Belp, Schweiz Präsident des Verwaltungsratspräsidiums der Securitas-Gruppe, Zollikofen/Bern, Schweiz (ab 20. Juni 2022)
Daniel Liechti, Büren an der Aare, Schweiz CEO Securitas Gruppe, Zollikofen/Bern, Schweiz (ab 1. Juli 2022)
Michael Roth, Heitersheim Geschäftsführer Hekatron Technik GmbH, Sulzburg
Petra Riesterer, Sulzburg Geschäftsführerin Hekatron Vertriebs GmbH, Sulzburg (ab 1. Juli 2022)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung von § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

5. Konzernzugehörigkeit

Gesellschafterin der Securiton-GmbH ist zu 100 % die Securiton AG, Zollikofen, Schweiz, die wiederum Tochterunternehmen der Securitas AG, Bern, Schweiz, ist.

Damit ist die Securiton-GmbH gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen zur Securitas AG, Bern, Schweiz, sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen.

Die Securiton-GmbH sowie deren Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Securitas AG, Bern, Schweiz einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

6. Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte von Tochterunternehmen

Die folgenden inländischen Tochterunternehmen in der Rechtsform der GmbH machen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB zur Offenlegung ihres jeweiligen Jahresabschlusses und Lageberichts aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Securiton Beteiligungs-GmbH Gebrauch:

Gesellschaft Sitz
Hekatron Technik GmbH Sulzburg
Hekatron Vertriebs GmbH Sulzburg
WSH GmbH Singen
Securiton GmbH Achern
smart-alarm GmbH Achern
Listec GmbH Isen

Der Konzernabschluss der Securiton Beteiligungs-GmbH wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

7. Sonstige Angaben

Der Personalbestand betrug im Jahresdurchschnitt 2.283 Mitarbeiter (Vj. 2.216). Der Personalbestand unterteilt sich in folgende Bereiche:

Beträge in TEUR 2021 2022
Sicherheitsdienstleistungen 119 117
Alarm- und Sicherheitssysteme 2'097 2'166
Durchschnittlicher Personalbestand 2'216 2'283

8. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt:

Beträge in TEUR 2021 2022
Abschlussprüfungsleistungen 264 287
Steuerberatungsleistungen 156 179
Sonstige Bestätigungsleistungen 93 40
Prüfungs- und Beratungsgebühren 513 506

9. Angaben nach DRS

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 aufgestellt.

Der Finanzmittelfonds betrifft die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

 

Sulzburg, 21. August 2023

Securiton Beteiligungs-GmbH

Armin Berchtold

Daniel Liechti

Michael Roth

Petra Riesterer

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Konzernabschluss Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg

Beträge in Tausend EUR

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand per 1.1.2022 Zugang Konsolidierungskreis Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.515 927
2. Geschäfts- oder Firmenwert 63.454 - -
3. Geleistete Anzahlungen 2.861 - 1.284
99.830 - 2.211
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 73.439 - 322
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.257 - 856
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.543 - 2.904
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.998 - 1.311
167.237 - 5.393
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24 -
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 544 - -
3. Sonstige Ausleihungen - - -
568 -
267.635 - 7.604
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Währungsänderungen Stand per 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351 564 5 34.660
2. Geschäfts- oder Firmenwert - 44 - 63.498
3. Geleistete Anzahlungen - -608 -119 3.418
351 - -114 101.576
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 23 4 10 73.752
2. Technische Anlagen und Maschinen 23 4.032 - 37.122
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.744 -2.731 -161 53.811
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8 -1.305 - 2.996
4.798 - -151 167.681
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - 24
2. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - 544
3. Sonstige Ausleihungen - - - -
- - - 568
5.149 - -265 269.825
Kumulierte Abschreibungen
Stand per 1.1.2022 Zugang Konsolidierungskreis Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.205 4.289
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.538 - 1.653
3. Geleistete Anzahlungen - - -
68.743 - 5.942
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 29.968 - 2.152
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.355 - 1.937
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.441 - 4.458
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -
97.764 - 8.547
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24 -
2. Wertpapiere des Anlagevermögens - - -
3. Sonstige Ausleihungen - - -
24 - -
166.531 - 14.489
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen Währungsänderung Stand per 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 348 -40 -30 22.076
2. Geschäfts- oder Firmenwert - 40 - 52.231
3. Geleistete Anzahlungen - - - -
348 - -30 74.307
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4 - 17 32.133
2. Technische Anlagen und Maschinen 22 3.291 - 28.561
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.677 -3.291 -157 40.774
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
4.703 -140 101.468
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - 24
2. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - -
3. Sonstige Ausleihungen - - - -
- - - 24
5.051 - -170 175.799
Buchwerte
Stand per 31.12.2021 Stand per 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.310 12.584
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.916 11.267
3. Geleistete Anzahlungen 2.861 3.418
31.087 27.269
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 43.471 41.619
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.902 8.561
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.102 13.037
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.998 2.996
69.473 66.213
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - -
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 544 544
3. Sonstige Ausleihungen - -
544 544
101.104 94.026

Konzernlagebericht für 2022

Die in diesem Konzernlagebericht verwendeten Abkürzungen sind im Anhang zum Konzernabschluss aufgeführt.

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Der Konzern Securiton-GmbH ist Teil der Schweizer SECURITAS-Gruppe und ist sowohl im Bereich der «Sicherheitsdienstleistungen» (WSH) sowie im Bereich «Alarm- und Sicherheitssysteme» tätig. Gruppenweite Strategie ist neben der Erbringung von erstklassigen Sicherheitsdienstleistungen die Entwicklung, Produktion sowie der Vertrieb von elektronischen Sicherheitssystemen in Deutschland, der Schweiz, in Österreich sowie im Übrigen europäischen Ausland. Rund 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen in der Schweiz, in Europa und darüber hinaus in den Diensten der Schweizer Securitas Gruppe.

2. Internes Kontrollsystem

Das im Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vorgeschriebene Risikomanagement- und Überwachungssystem, mit dem Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, frühzeitig erkannt werden, wurde im Geschäftsjahr 2002 schrittweise eingeführt und dokumentiert. Im Jahr 2003 wurde das Risikomanagement als kontinuierlicher Verbesserungsprozess installiert und im Geschäftsjahr fortgeführt.

Im Jahr 2008 wurde das interne Kontrollsystem (IKS) gemäß Vorgaben der Konzernzentrale der SECURITAS-GRUPPE als Führungsprozess eingeführt und im Jahr 2022 weitergeführt.

3. Forschung und Entwicklung

Zur Erhaltung und zum Ausbau der guten Stellung am Markt und des technologischen Vorsprungs wurden im Kalenderjahr 2004 die Kompetenzcenter der verbundenen Unternehmen mit der Forschung und Entwicklung von neuen Produkten beauftragt. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich demnach auf die drei Entwicklungskompetenzzentren Hekatron Vertrieb (Melder und Sonderbrandtechnik), Schrack Österreich (Brandmeldeanlagen und Krankenhauskommunikationssysteme) und Securiton Achern (Videomanagement und Bildanalyse).

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung EUR 16,4 Mio. (Vj.EUR 18,8 Mio.), davon EUR 1,3 Mio. (Vj.EUR 1,7 Mio.) für Fremdleistungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat sich im Kalenderjahr 2022 deutlich verlangsamt bzw. hat das Coronavirus die Angst vor einem tödlichen Verlauf bei einer Infektion mit dem Virus verloren. Die Coronabeschränkungen wurden im Laufe des Kalenderjahrs 2022 in Deutschland, in Europa und in Nordamerika weitgehend zurückgenommen. Als einzige Ausnahme hat sich bis fast zum Jahresende China positioniert. Die von China praktizierte "Null-Covid-Strategie" hat immer wieder zu Stillständen des Hafens von Shanghai und demzufolge auch zu Lieferkettenabbrüchen geführt. Nach heftigen Protesten innerhalb der chinesischen Bevölkerung hat die chinesische Regierung am 7. Dezember 2022 eine radikale Kehrtwende vollzogen und die rigorose Null-Covid-Strategie weitgehend aufgehoben. Chinas Kehrtwende hat sich positiv auf die globalen Lieferketten ausgewirkt.

Mit dem erfolgten Einmarsch des russischen Militärs in die Ukraine am 24. Februar 2022 haben sich nach dem Auslaufen der Coronabeschränkungen weitere Unsicherheiten für die Entwicklung der Weltwirtschaft ergeben. Der Einmarsch hat sich dramatisch auf die Entwicklung der Rohstoff und die Energiepreise ausgewirkt. Diese Erhöhung hat sich auf die weltweite Inflation und die Entwicklung der Realeinkommen ausgewirkt. Nach Angaben der Tagesschau vom 13. Januar 2023 erreichte die Teuerung in Deutschland nach einer ersten Schätzung mit durchschnittlich 7,9 Prozent den höchsten Stand seit Gründung der Bundesrepublik. Die höheren Preise haben einen direkten Einfluss auf das verfügbare Einkommen der Menschen, welches sich unmittelbar auf ein zurückhaltendes Konsumverhalten der Menschen ausgewirkt hat. Zur Eindämmung der Inflation haben die zentralen Notenbanken die Leitzinsen erhöht, welches sich sofort auf die Zinsen für Bau- und Konsumentenkredite ausgewirkt hat. Dies hat sich gemäß der Bundesbank auf die Bauinvestitionen ausgewirkt. Gemäß dem statistischen Bundesamt sind diese im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 Prozent zurückgegangen. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zug andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen hätten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022 verstärkt.

Gemäß Einschätzung der Firma Computerbase vom 28.11.2022 sinken die Umsätze der Halbleiterbranche im Kalenderjahr 2023 auf den Stand des Kalenderjahres 2021. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 entspricht dies einem Rückgang von 3,6 Prozent. Für das kommende Jahr erwarten die Marktforscher gemäß Computerbase unter anderem beim Speichermarkt (DRAM und NAND) deutliche Einbrüche. Gartner erwarte beim DRAM einen Rückgang von 18 Prozent beim Umsatz und bei NAND von 14 Prozent.

Nach einer ersten Schätzung der Eurostat ist das BIP im Euroraum und in der EU um 3,6 % gestiegen (Vj. Erhöhung um 5,2 %). Gemäß Eurostat ist das saisonbereinigte BIP im vierten Quartal 2022 im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres im Euroraum 20 um 0,1% gestiegen wohingegen auf Ebene der EU kein Wachstum zu verzeichnen war.

Deutschland

Nach Destatis ist die deutsche Wirtschaft trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme im Kalenderjahr 2022 gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach ersten Berechnungen der Destatis um 1,9 Prozent. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen ist sehr unterschiedlich verlaufen. Der Dienstleistungsbereich und die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gaststätten haben von der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen profitiert und verzeichneten einen Zuwachs von 6,3 % bzw. 4,0 %. Auch der Bereich Information und Kommunikation hat einen deutlichen Zuwachs von 3,6 Prozent verzeichnet. Das Baugewerbe hat einen Rückgang von 2,3 % verzeichnet. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten habe die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe gebremst (0,2 % Wachstum).

Im gesamten letzten Jahr 2022 wuchsen die Bestellungen in der deutschen Elektroindustrie und Digitalindustrie um 10,0 % (Vj. 23,9 %). Aus dem Inland stiegen die Bestellungen um 9,0 % (Vj. 20,1 %), die Bestellungen aus dem Ausland sind um 10,8 % (Vj. 27,0 %) angestiegen. Während die Geschäftspartner aus der Eurozone 16,1 % mehr orderten als 2021, legten die Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum mit 8,1 % deutlich niedriger als in der Eurozone zu (Quelle: ZVEI- Konjunkturbarometer Februar 2023).

Im gesamten Jahr 2022 kamen die Branchenerlöse der deutschen Elektro- und Digitalindustrie auf einen neuen Rekordwert von 224,6 Mrd. EUR (Vj. 199,5 Mrd. EUR) und legten damit um 12,6 % zu. Die Auslandserlöse (10,1 % auf 117,3 Mrd. EUR) sind dabei schwächer angestiegen als die Inlandserlöse (14,2 % auf 107,3 Mrd. EUR). Bei Geschäften mit dem Euroraum wurden 2022 41,7 Mrd. EUR (Vj. 37,7 Mrd. EUR) erlöst und mit Drittländern 75,6 Mrd. EUR (Vj. 68,0 Mrd. EUR) (Quelle: ZVEI Konjunkturbarometer Februar 2023).

Auch der Markt für elektronische Sicherheitstechnik kämpft mit den Folgen der hohen Inflation, der Energiepreisentwicklung sowie mit Personalknappheit und Lieferschwierigkeiten. Nachdem die Branche im Jahr 2021 über ein Umsatzplus von 4,5 % auf rund 4,9 Milliarden Euro berichten konnte, werden nun in den einzelnen Fachsparten zum Teil erhebliche Einbrüche gemeldet. Die Herbst-Konjunktur-Umfrage 2022 des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. kommt zu dem Ergebnis, dass der Bereich Zutrittssteuerung den stärksten Rückgang zu verzeichnen hat. Aber auch Einbruchmeldeanlagen, Brandmeldeanlagen und Sprachalarmierung hatten Einbußen. Lediglich in der mechanischen Sicherungstechnik und bei der Perimetersicherheit war ein Aufschwung zu verzeichnen. Entsprechend zurückhaltend wird die künftige Geschäftslage in der Branche bewertet.

Österreich

Trotz aller Herausforderungen, wie der hohen Inflation, den Folgen des Krieges in der Ukraine und den pandemiebedingten Problemen in den Lieferketten, hat Österreich im Jahr 2022 insgesamt eine zufriedenstellende konjunkturelle Entwicklung gezeigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs nach den letzten Berechnungen im Jahr 2022 um etwa 5%, auch wenn sich das Wirtschaftsklima - vor allem wegen der stark gestiegenen Inflation und des daraus folgenden Rückganges von Konsum sowie von Investitionen - in der zweiten Jahreshälfte eingetrübt hat, und es zum Teil sogar zu einer rückläufigen Konjunkturentwicklung gekommen ist. Das Wachstum wurde hauptsächlich von Exporten getrieben, die von der Erholung der globalen Wirtschaft profitierten. Der Handelssektor zeigte besonders in der ersten Jahreshälfte eine starke Aufwärtsbewegung aufgrund der steigenden Nachfrage nach Konsumgütern nach Abklingen der Pandemie und der Verbesserung des Arbeitsmarktes - die Arbeitslosenquote ist von 2021 mit 8% auf 6,3% im Jahr 2022 gesunken. Eine der größten Herausforderungen war daher der anhaltende Fachkräftemangel, insbesondere in Bereichen wie Technologie, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen. Die Folge davon war ein erhöhter Wettbewerb um Fachkräfte, was sich auf die Löhne und die Produktivität auswirkte.

Die österreichische Wirtschaft musste sich im Jahr 2022 ebenfalls mit dem Thema der Lieferengpässe auseinandersetzen, die durch die anhaltende COVID-19-Pandemie und andere globale Faktoren verursacht wurden. Insbesondere in Branchen, wie dem Baugewerbe, der Elektronikindustrie und der Automobilproduktion, führten die Engpässe zu einer Einschränkung der Produktion und einer Erhöhung der Preise. Um den Herausforderungen der Lieferengpässe zu begegnen, setzte die österreichische Regierung Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen fort, darunter Zuschüsse und Kredite, um Investitionen in die Produktion und die Logistik zu erleichtern. Generell hat sich die Lieferkettenproblematik jedoch weniger konjunkturabschwächend als erwartet ausgewirkt.

Übriges Ausland

International war das Wirtschaftswachstum 2022 noch immer durch den Aufschwung nach der Corona-Krise geprägt, auch wenn es im Vergleich zum Jahr zuvor geringer ausfiel. Die Heterogenität innerhalb Europas und der Europäischen Union war groß: Während sich Deutschland mit einem zarten BIP-Wachstum von 1,9% zufriedengeben musste, wuchsen andere Länder wie z.B. Ungarn und Polen um fast 5%, Rumänien um 4,5% und Kroatien um 6,3%. Absoluter Ausreißer nach oben war Irland mit einem Wachstum von 12,2%.

Wichtige Exportmärkte sind Polen und Ungarn. Darüber hinaus werden auch Kunden in untergeordnetem Umfang in Schweden, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Türkei, Russland und Indien beliefert.

Die Wirtschaft Polens hat im Jahr 2022 mit einem BIP-Wachstum von 4,9% wieder zugelegt, wobei sich das Wachstum zum Jahresende hin aber deutlich eingebremst hat. Dies wird als negatives Vorzeichen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung gesehen; für 2023 wird mit 0,4% das geringste Wachstum seit der Finanzkrise im Jahr 2009 prognostiziert, wenn man den Rückgang im ersten Pandemiejahr 2020 ausnimmt. Auch Konjunkturumfragen bestätigen, dass Polens Wirtschaft schwierigen Zeiten entgegensieht - Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgt besonders in Polen für gewaltige Unsicherheit. Polen bleibt nichtsdestotrotz ein beliebtes Ziel internationaler Investoren. Laut der polnischen Nationalbank lag die Summe aller ausländischen Direktinvestitionen im Jahr 2022 um 8% über dem Vorjahreswert. Ein großer Teil davon sind nach wie vor Investitionen im Industriebereich. Für 2023 ist jedoch ein Rückgang der Investments zu erwarten, da viele Unternehmen über Nachfrageeinbußen, hohe Energiekosten und steigende Kosten bei der Finanzierung klagen, da auch Polens Zentralbank als Reaktion auf die steigende Inflation den Leitzins angehoben hat. Die wichtigsten Wachstumsimpulse sollen demnach von staatlichen Trägern ausgehen, die die Konjunktur stützen und nach wie vor auf die Auszahlung der eingefrorenen EU-Gelder hoffen. Die öffentliche Hand hat zwar einige Großprojekte angekündigt, ist aber bei den meisten Vorhaben auf EU-Unterstützung angewiesen. Die Europäische Kommission will jedoch die Gelder erst freigeben, wenn das Land sein Justizwesen reformiert. Im öffentlichen Sektor wird zurzeit und auch in den kommenden Jahren sehr viel in militärische Stützpunkte und Infrastruktur investiert.

Ungarns Wirtschaft ist bereits 2021 um 7,1% gewachsen und 2022 nochmals um weitere 4,9%. Das zeigt, dass die ungarische Wirtschaft die Pandemie gut überstanden hat und im internationalen Vergleich im vorderen Feld zu finden ist. Getragen wird das Wachstum durch den staatlich unterstützten privaten Konsum und viele Großinvestitionen, die durch massive Investitionsförderungen an Land gezogen werden. Ungarn sticht dadurch viele andere europäische Standorte aus. Der größte Teil der Investoren kommt nach wie vor aus den DACH-Ländern, allen voran Deutschland. Die Aktivitäten asiatischer Investoren nahmen in den letzten drei Jahren weiter zu. Zusätzlich zieht Ungarn Investoren und ausländische Unternehmen wegen der sehr geringen Steuerbelastung an. Die ungarische Regierung hat die Körperschaftssteuer mittlerweile auf einheitlich 9% gesenkt, was in erster Linie der Industrie zugutekommt. Daneben wurden auch die Lohnnebenkosten mehrmals gesenkt, wodurch sich Ungarn als äußerst attraktives Land für Investoren etabliert hat. Das ungarische Wirtschaftswachstum ist stark von Exporten abhängig, wobei der Großteil der Exporte durch große, in ausländischer Hand befindliche Unternehmen erfolgt. Deutschland ist mit Abstand größter Investor in Ungarn und die deutschen Unternehmen, besonders aus dem Automobilsektor, haben einen maßgeblichen Einfluss auf die ungarischen Wirtschaftszahlen. 93% des ungarischen, industriellen Outputs landen im Export, was die Bedeutung für die ungarische Wirtschaft nochmals unterstreicht. Der sprichwörtliche Motor der ungarischen Industrie ist die starke Automobilindustrie mit ihren Zulieferersektoren, die knapp 30% der industriellen Wertschöpfung in Ungarn ausmacht.

2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Das Wachstum der Umsatzerlöse im Jahr 2022 beträgt + 8,2 % (Vj. + 5,8 %). Die Konzernumsatzerlöse konnten auf EUR 417,9 Mio. gesteigert werden (Vj. EUR 386,1 Mio.) Die Zunahme beträgt EUR + 31,8 Mio. Die Umsatzzunahme mit Produkten beträgt dabei EUR + 24,4 Mio. und bei den Dienstleistungen EUR + 7,4 Mio.

Rund 64 % (Vj. 65 %) der Umsatzerlöse werden im Bereich der elektronischen Brandmeldesystemtechnik erzielt. Der Anteil der Krankenhauskommunikation liegt bei rund 7 % (Vj. 8 %). Die übrigen Umsätze werden mit Bewachungsdienstleistungen, Einbruchmelde- und Videoanlagen, Zutrittskontroll- und Leitsystemen, Wartungs- und Servicearbeiten sowie der Lohnbestückung erzielt.

Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die beiden Hauptmärkte Deutschland und Österreich beträgt:

Deutschland 57 % (Vj. 58 %)
Österreich 17 % (Vj. 18 %)

Der Auftragseingang im Bereich der Sicherheitstechnik lag bei EUR 426,4 Mio. und damit um + 1,6 % über dem Vorjahreswert von EUR 419,5 Mio. Der Auftragsbestand zum Jahresende beträgt EUR 155,2 Mio. (Vj. EUR 133,0 Mio.).

Produktion

Die Hekatron Technik dient dem Konzern Securiton-Beteiligungs GmbH und der gesamten SECURITAS-Gruppe als Produktionsgesellschaft. Die Hekatron Technik, die Hekatron Vertrieb, die Schrack Österreich sowie die Securiton AG, Zollikofen, Schweiz, haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Hierdurch verpflichtet sich die Hekatron Technik, auftragsbezogen für die verschiedenen Kompetenzzentren zu fertigen. Die Produktion von Rauchmelder, Rauchschalter und Rauchwarnmelder erfolgt hochautomatisiert unter Einsatz von Robotertechnologie, wohingegen in der Produktion von Brandmeldeanlagen trotz Automatisierung noch echte Handarbeit steckt. Eine Standardisierung einer Brandmeldeanlage ist nicht möglich, da jedes Gebäude ein anderes Objekt ist und eines anderen Aufbaus bedarf.

a) Rauchwarnmelder/Rauchschalter

Aufgrund von Lieferengpässen im Bereich der Mikrochips/Bauteilen lagen sowohl die Absatzmengen an Rauchwarnmeldern unter den Absatzmengen des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 1.727 Tsd. (Vj. 1.780 Tsd.) Rauchwarnmelder und Rauchschalter produziert und abgesetzt. Dies entspricht einem Rückgang von 3,0 % bzw. 53 Tsd. Rauchwarnmelder/Rauchschalter gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang in diesem Bereich ist insbesondere auf gesunkene Stückzahlen im Bereich der produzierten und abgesetzten Rauchwarnmelder (73 Tsd.), Türsturzrauchschalter (4 Tsd.) und Lüftungsrauchschalter (6 Tsd.) zurückzuführen, wohingegen der Absatz im Bereich der Deckenrauchschalter um 30 Tsd. angestiegen ist.

b) Brandmeldeanlagen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden insgesamt 12.214 Zentralen (SecuriPro, SecuriFire, Integral und SecuriSafe sowie Sonderzentralen) gefertigt. Dies entspricht einem Anstieg von 22,2 % (Vj. 9.999 Zentralen). Der Anstieg bei den Brandmeldeanlagen ist auf einen Anstieg bei den Integral- Zentralen um 1.689 Stück und bei den SecuriFire-Zentralen um 526 Stück zurückzuführen.

Beschaffung

Die Hekatron Vertrieb, die Securiton Achern, die Schrack Österreich sowie deren Tochtergesellschaften in Nord- und Osteuropa beschaffen einen Großteil der benötigten Produkte zu angemessenen, marktgerechten Preisen innerhalb der SECURITAS-Gruppe.

Zur Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte werden Materialien benötigt, für welche unter anderem auch Rohstoffe für einen längeren Zeitraum geplant werden müssen. Hierzu wird der Markt stetig auf Lieferfähigkeit überwacht. Sofern Artikel von Lieferanten abgekündigt werden, wird von unseren Kompetenzzentren der Gesamtbedarf bis zum Auslauf der jeweiligen Produkte berechnet. Der hieraus ermittelte Bedarf wird als sogenannter "AII-time-Bedarf" eingekauft und bei geeigneten Logistik-Providern eingelagert. Basierend auf den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen werden die Bedarfe seitens der Kompetenzcenter vorsichtig kalkuliert, damit die zukünftige Produktion sichergestellt werden kann.

Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen wurden in angemessenem Maße vorgenommen, um die Risiken aus der Überalterung von auf Lager befindlichen Artikeln abzudecken.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr zurückgefahren damit die Liquidität geschont werden konnte. Das Gesamtinvestitionsvolumen (ohne Geschäfts- und Firmenwerte) beträgt EUR 7,6 Mio. (Vj.EUR 8,1 Mio.). Die Investitionsquote im Geschäftsjahr 2022 beträgt 8,1 % (Vj.8,0 %).

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen erfolgten mit EUR 0,3 Mio. in die Grundstücke und Bauten, mit EUR 2,9 Mio. in die Betriebs- und Geschäftsausstattung, mit EUR 0,9 Mio. in technische Anlagen und Maschinen sowie EUR 1,3 Mio. in die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Investitionen des Geschäftsjahres erfolgten im Wesentlichen im Zusammenhang mit den an den beiden Standorten Sulzburg und Wien geplanten baulichen und produktionstechnischen Erweiterungen.

Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr EUR 2,2 Mio. und beinhalten im Wesentlichen Investitionen in Produktentwicklungen und Softwarelizenzen.

Im Bereich der Finanzanlagen erfolgten keine Investitionen.

Umwelt, Personal- und Sozialbereich

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt nimmt im Konzern der Securiton-GmbH einen wichtigen Stellenwert ein, auf die Einhaltung höchster Qualitäts- und Umweltstandards sowie den schonenden Umgang mit Ressourcen wird höchster Wert gelegt. Umweltbezogene Risiken bestehen nicht. Bei der Hekatron Technik wurde das seit 2004 bestehende Qualitäts- und Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 9001 bzw. DIN ISO 14001 im März 2020 rezertifiziert.

Der buchstäblich globale Effekt der extremen Verknappung von Fachpersonal am Arbeitsmarkt wurde bislang trotz der Abkühlung des Wirtschaftsklimas kaum gemildert - auch im Jahr 2022 war es eine große Herausforderung, gute Fachkräfte zu rekrutieren. Der Arbeitgebermarkt hat sich in den letzten beiden Jahren definitiv zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt. Zumindest in Europa scheint der Trend zum Home-Office ungebrochen - um als Arbeitgeber wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Bewerbern angeboten werden, einen Teil ihrer Arbeitszeit von zuhause aus verrichten zu können. Generell geht die gesellschaftspolitische Entwicklung in Richtung einer größtmöglichen Flexibilisierung, was Arbeitszeit und Arbeitsort betrifft.

Im Jahresdurchschnitt waren 2.283 Mitarbeiter (Vj. 2.216 Mitarbeiter) im Konzern der Securiton-GmbH beschäftigt. Weiterhin ist eine geringe Fluktuationsrate zu verzeichnen, was ein hohes Maß an Kontinuität gewährleistet und den Verbleib von erarbeitetem Know-how im Unternehmen sicherstellt. Der hohe technische Anspruch und der hart umkämpfte Markt machen eine permanente Weiterqualifizierung aller Mitarbeiter zu einer notwendigen Bedingung. Dem Fachkräftemangel wird durch aktive Personalgewinnungsmaßnahmen begegnet.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Securiton-GmbH ist weiterhin geordnet. Die Bilanzsumme hat sich aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr von EUR 302,0 Mio. auf EUR 340,3 Mio. erhöht.

Das Anlagevermögen beträgt EUR 94,0 Mio. (Vj. EUR 101,1 Mio.), was einer rechnerischen Anlagenquote (Anlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 27,6 % (Vj. 33,5 %) entspricht.

Das Umlaufvermögen beträgt EUR 243,4 Mio. (Vj. EUR 197,7 Mio.) und hat um EUR + 45,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Das Vorratsvermögen und die Forderungen sind entsprechend dem erhöhten Geschäftsvolumen und dem erhöhten Lageraufbau angestiegen. Der Lageraufbau ist neben einer Erhöhung der Lagermengen zur Sicherung der Lieferfähigkeit auch auf gestiegene Anschaffungskosten für die Rohstoffe zurückzuführen. Die rechnerische Umlaufquote (Umlaufvermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) hat sich deutlich erhöht und beträgt 71,5 % (Vj. 65,5 %).

Das bilanzielle Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 177,9 Mio. (Vj. EUR 169,4 Mio.) und damit 52,3 % (Vj. 56,1 %) der Bilanzsumme. Da das Vorjahresergebnis mit Ausnahme einer Minderheitendividende im Wesentlichen thesauriert wurde, ergibt sich die Veränderung im Wesentlichen aus dem laufenden Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 9,4 Mio. sowie Währungseffekten.

Die Summe der Rückstellungen in Höhe von EUR 59,5 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR + 9,7 Mio. erhöht, hauptsächlich aufgrund von Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen im Personalbereich sowie für Gewährleistungen.

Die Verbindlichkeiten betragen EUR 100,7 Mio. (Vj. EUR 80,6 Mio.) und haben um EUR + 20,1 Mio. zugenommen. Der Konzern ist im Wesentlichen über Darlehen von der Securitas Finance Ltd., Guernsey, Großbritannien, finanziert, welche kurzfristigen Charakter besitzen, in der Vergangenheit jedoch nicht fällig gestellt wurden. Die Darlehen werden mit EURIBOR zuzüglich Aufschlag verzinst. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Securitas Finance Ltd., Guernsey haben sich im Geschäftsjahr 2022 um EUR +10,0 Mio. erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen EUR 11,9,0 Mio. (Vj. EUR 15,0 Mio.).

Der Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit sank im Geschäftsjahr auf EUR 3,8 Mio. (Vj. EUR 11,7 Mio.), was einer Abnahme von EUR - 7,9 Mio. entspricht. Die Abnahme ist hauptsächlich auf einen starken Aufbau der Vorräte und Forderungen zurückzuführen. Der Cash- Flow aus operativer Geschäftstätigkeit wurde zur Teilfinanzierung der Investitionen verwendet. Darüber hinaus wurden die bestehenden Finanzmittel zur Tilgung von kurzfristigen Bankkrediten (EUR-0,1 Mio.) eingesetzt.

Ertragslage

Beträge in MEUR 2021 2022
Umsatzerlöse 386,1 417,9
Betriebsergebnis (EBIT) 15,0 17,7
EBIT in % der Umsatzerlöse 3,9% 4,2%
Konzernjahresüberschuss
vor Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile 9,9 9,5
Konzernjahresüberschuss in % der Umsatzerlöse 2,6% 2,3%

Die Konzernumsatzerlöse betragen EUR 417,9 Mio. (Vj. EUR 386,1 Mio.). Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von + 8,2 %. Unter Einbezug der Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse, der anderen aktivierten Eigenleistungen sowie der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 432,5 Mio. (Vj. EUR 394,0 Mio.).

Der Gesamtleistung stehen Betriebsaufwendungen in Höhe von EUR 414,9 Mio. (Vj. EUR 379,0 Mio.) und ein Nettofinanzaufwand von EUR 1,0 Mio. (Vj. EUR 0,8 Mio.) gegenüber. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von EUR 9,9 Mio. (Vj. EUR 10,2 Mio.).

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zu [Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung der Erzeugnisse + andere aktivierte Eigenleistungen]) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht und beträgt 41,1 % (Vj. 38,3 %).

Die Personalaufwandsquote hat sich leicht reduziert und beträgt 38,6 % (Vj. 40,2 %).

Das operative Betriebsergebnis (EBIT) beträgt EUR 17,7 Mio. (Vj. EUR 15,0 Mio.). Die Zunahme ist im Wesentlichen auf das gewachsene Geschäftsvorlumen zurückzuführen. Die Rentabilität des operativen Betriebsergebnisses (EBIT / Umsatzerlöse) beträgt 4,2 % (Vj. 3,9 %).

Unter Berücksichtigung der Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von EUR 9,4 Mio. (Vj. EUR 9,8 Mio.). Die rechnerische Umsatzrendite (Konzernjahresüberschuss / Umsatzerlöse) beträgt 2,3 % (Vj. 2,6 %).

Insgesamt war aus Sicht der Konzernleitung die Entwicklung des Geschäftsvolumens und der Umsatzerlöse zufriedenstellend. Der für die Umsatzerlöse prognostizierte Wert wurde um + 2,4 % übertroffen. Die prognostizierte Umsatzrendite wurde um -1,1 Prozentpunkte unterschritten.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Chancen für 2023 bestehen unter anderem im weitgehenden Wegfall der Corona- Beschränkungen sowie in bereits spürbar nachlassenden Material- und Lieferengpässen. Durch ständige Verfahrens- und Kostenoptimierungen werden die Lohnstückkosten für Produkte gesenkt. Hierdurch wird die Konkurrenzfähigkeit der Produkte auf den verschiedenen Märkten erhöht. Mit dem daraus resultierenden steigenden Absatzvolumen wird die Fixkostendegression vorangetrieben.

2. Risikobericht

Bei den wichtigsten Gesellschaften der SECURITAS Gruppe wurde ein konzernweites Risikomanagement eingeführt. Der Prozess wird zentral unterstützt und nach einheitlichen Richtlinien umgesetzt. Ausgehend von einer periodisch durchgeführten Risikoidentifikation werden die für die Gesellschaften wesentlichen Risiken beurteilt und auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet.

a) Marktrisiko

Wesentliche Preisänderungs- und Marktpreisrisiken sind aufgrund der volatilen wirtschaftlichen geopolitischen Lage vorhanden. So weit als möglich werden die steigenden Rohmaterialpreise und Energiekosten an den Markt weitergegeben.

Risiken werden in der momentanen Marktentwicklung, im Wettbewerbsverhalten sowie in der konjunkturellen Gesamtentwicklung gesehen. Der technische Fortschritt und der internationale Konkurrenzkampf führen zu einem harten Preiskampf, der sich in engen Preiskalkulationen ausdrückt.

b) Gewährleistungsrisiko

Aufgrund der komplexen Technologie lassen sich generell zukünftige Gewährleistungsrisiken nicht vollständig ausschließen. Es wurden angemessene Rückstellungen gebildet.

c) Währungsrisiko

Fremdwährungsrisiken sind aufgrund der überwiegenden Fakturierung und dem Einkauf in Euro vernachlässigbar.

d) Beschaffungsrisiko

Zur Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte werden Materialien benötigt, für welche unter anderem auch Rohstoffe für einen längeren Zeitraum geplant werden müssen. Hierzu wird der Markt stetig auf Lieferfähigkeit überwacht. Sofern Artikel von Lieferanten abgekündigt werden, wird von unseren Kompetenzzentren der Gesamtbedarf bis zum Auslauf der jeweiligen Produkte berechnet. Der hieraus ermittelte Bedarf wird als sogenannter "All-time-Bedarf" eingekauft und bei geeigneten Logistik-Providern eingelagert. Basierend auf den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen werden die Bedarfe seitens der Kompetenzcenter vorsichtig kalkuliert, damit die zukünftige Produktion sichergestellt werden kann. Ein Beschaffungsrisiko war aus der Sicht Securiton-GmbH somit in der Vergangenheit nicht vorhanden, hat sich aber im Geschäftsjahr 2022 zum bedeutendsten Risiko entwickelt. Aufgrund der oben beschriebenen Lieferengpässe fällt es zunehmend schwerer die für die Nachfrage der Kunden benötigten Einsatzmaterialien im erforderlichen Umfang einzukaufen. Auf dem Beschaffungsmarkt herrscht noch immer eine nicht kalkulierbare "Wild-West-Manier". Vereinbarte Rahmenkontrakte werden von Lieferanten immer öfters einseitig aufgekündigt. Zur Abfederung dieser Unsicherheit wird auf Gruppenebene eine geänderte Beschaffungsstrategie mit höheren Reichweiten und damit einhergehend mit dem Aufbau des Rohstofflagers für kritische Bauteile diskutiert.

e) Kreditrisiko

In den vergangenen Geschäftsjahren wurden keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnet. Das Kreditrisiko wird seitens der Geschäftsführung als niedrig eingestuft.

Die Erwartungen bzgl. der Geschäftsentwicklung könnten durch ein momentan nicht abschätzbares Risiko im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und auch der Entwicklung im Ukraine-Krieg negativ beeinflusst werden. Mögliche negative Einflüsse sehen wir in folgenden Bereichen:

Probleme in der Bauteilebeschaffung aus dem asiatischen Raum, welches bei Single-Source- Bauteilen zu Produktionsausfällen führen könnte.

Negative Beeinflussung der Absatzkanäle, welches Produktions- und Umsatzrückgänge zur Folge haben könnte.

Produktionsausfall aufgrund eines höheren Krankenstandes durch positiv auf den Corona-Virus getestete Mitarbeiter in den Produktionsbereichen.

Eine Abschätzung der Risiken aus dem Ukraine-Krieg auf die Prognose der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist derzeit noch nicht möglich. Aufgrund der vorliegenden Auftragslage und des noch bestehenden Backlogs sehen wir der wirtschaftlichen Entwicklung trotz der immer noch anhaltenden Ukraine-Krise und einer sich abschwächenden Wirtschaft positiv entgegen.

Durch die Einbindung des Konzerns Securiton-GmbH in die SECURITAS-Gruppe, insbesondere in den Unternehmensbereich Alarm- & Sicherheitssysteme und die damit verbundene gruppenweite Strategie, elektronische Sicherheitssysteme in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und im restlichen europäischen Ausland zu entwickeln, produzieren und zu vertreiben, ist der Weiterbestand des Konzerns hinreichend abgesichert.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht bekannt.

3. Prognosebericht

Gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht 2023 gibt es zwei wesentliche Erwartungshaltungen der deutschen Bundesregierung:

1.

Die Bundesregierung geht nach einem schwachen Winterhalbjahr davon aus, dass sich die wirtschaftliche Dynamik im Jahresverlauf 2023 infolge einer weiter stabilen Versorgungslage mit Energie, der Wirkung der umfangreichen staatlichen Stützungsmaßnahmen und der erwarteten weltwirtschaftlichen Erholung wieder etwas belebt. Im Gesamtjahr 2023 dürfte das preisbereinigte BIP um 0,2 Prozent zulegen.

2.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Inflation ihren Höhepunkt zum Jahresende 2022 überschritten hat. Im weiteren Jahresverlauf sei mit einer nachlassenden Preisdynamik zu rechnen.

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie haben sich auch im Dezember 2022 verbessert. Im Dezember 2022 hat die Elektro- und Digitalindustrie 6,9 % mehr Bestellungen erhalten als ein Jahr zuvor. Die Inlandsorders erhöhten sich im letzten Monat des vergangenen Jahres um 9,4 % und die Auslandsorders um 9,4 % (Quelle: ZVEI Konjunkturbarometer Februar 2023). Das Ifo Institut prognostizierte im Dezember 2022 ein Wirtschaftsrückgang von -0,1 % im Kalenderjahr 2023 und ein Wirtschaftswachstum von 1,6 % im Kalenderjahr 2024.

Die deutsche Wirtschaft beurteilte ihre aktuelle Lage gemäß der DIHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2023 für das Gesamtjahr 2023 insgesamt positiv. Bezüglich der Versorgungssicherheit mit dem Energieträger Gas wurde zum Jahresbeginn 2023 leichte Entwarnung gegeben. Die Angst vor einer länger währenden Rezession schien für den Moment gewichen (Quelle: DIHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2023), aktuell wird gemäß der Konjunkturumfrage aus dem Frühsommer 2023 des DIHK für Deutschland von einem Null-Wachstum ausgegangen. Für die wesentlichen europäischen Volkswirtschaften werden positive Wachstumsraten prognostiziert (IWF vom 25. Juli 2023).

In Bezug auf den Ukraine-Krieg sind auf Ebene der Rohmaterialeinkäufe keine wesentlichen Auswirkungen eingetreten, da nur wenige Rohmaterialien aus der Ukraine/ Russland bezogen werden. Auswirkungen können sich allerdings aus weiterhin hohen Energiepreisen ergeben.

Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns

Aufgrund der im Chancen- und Risikobericht aufgezeigten Chancen und Risiken wurde für das Geschäftsjahr 2023 in den einzelnen Gesellschaften sehr differenziert geplant. Bei der Planung wurden die unterschiedlichen Wirtschafts- und Konjunkturindikatoren der verschiedenen Volkswirtschaften bestmöglich mitberücksichtigt. Bestehende Kostenstrukturen werden ständig analysiert und optimiert. Eingerichtete Organisationsabläufe werden wiederkehrend genaueren Untersuchungen unterworfen und optimiert. Gestützt auf diese Planungsergebnisse wird für das Geschäftsjahr 2023 von steigenden Umsatzerlösen und einem positiven Konzernergebnis ausgegangen.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind Umsatzerlöse in Höhe von EUR 462 Mio. geplant bei einer Rentabilität des operativen Ergebnisses (EBIT) von rund 5,0 %.

 

Sulzburg, 21. August 2023

Securiton Beteiligungs-GmbH

Armin Berchtold

Michael Roth

Daniel Liechti

Petra Riesterer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Securiton Beteiligungs-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg im Breisgau, den 21. August 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wildermuth, Wirtschaftsprüfer

Schlitzer, Wirtschaftsprüfer

Amtsgericht Freiburg HRB 300451

Mitteilung gemäß § 328 Abs. 1a HGB

Der Konzernabschluss der Securiton Beteiligungs-GmbH, Sulzburg, zum 31. Dezember 2022 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 29. August 2023 gebilligt.

 

Sulzburg, den 9. November 2023

Securiton Beteiligungs-GmbH

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