Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 733525
Eingetragen
28.10.1988
Branche
Großhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung und die Lederverarbeitung
Gegenstand
Die Beteiligung an industriellen Unternehmen im In- und Ausland sowie der Vertrieb von Maschinen und Maschinenteilen für die Textilindustrie

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Braun
seit 23.4.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
94.50%
Vandewiele Sweden ABSWE
5.50%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Michel Van de Wiele GmbH
Germany
94.50%
Vandewiele Sweden AB
Sweden
5.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Michel Van de Wiele GmbH

Dornstetten

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Michel Van de Wiele GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Michel Van de Wiele GmbH, Dornstetten, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Michel Van de Wiele GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernjahresabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 30. Juni 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kern, Wirtschaftsprüfer

Wittmann, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

TEUR TEUR 31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134 188
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.558 5.210
3. Geleistete Anzahlungen 79 0
5.771 5.398
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.902 5.988
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.554 1.606
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.616 1.516
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.367 678
10.439 9.788
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.676 3.254
2. Unfertige Erzeugnisse 10.792 8.177
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.228 5.698
4. Geleistete Anzahlungen 29 0
20.725 17.129
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.612 4.175
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.787 4.274
3. Sonstige Vermögensgegenstände 752 907
11.151 9.356
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.200 9.798
C. Rechnungsabgrenzungsposten 98 61
55.384 51.530

Passiva

TEUR TEUR 31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000 5.000
II. Kapitalrücklage 74.681 74.681
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 2.142 1.765
IV. Konzernbilanzverlust -55.743 -61.711
V. Nicht beherrschende Anteile -352 -352
25.728 19.383
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 5.208 5.156
2. Steuerrückstellungen 321 401
3. Sonstige Rückstellungen 3.123 3.187
8.652 8.744
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 829 298
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.278 1.305
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.981 20.260
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.860 1.495
20.948 23.358
D. Passive latente Steuern 56 45
55.384 51.530

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

TEUR TEUR 2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 66.962 68.769
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 420 258
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 188 208
4. Sonstige betriebliche Erträge 662 581
68.232 69.816
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.422 29.417
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.480 2.910
31.902 32.327
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.871 13.669
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.677 2.613
17.548 16.282
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.167 2.341
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.648 7.666
9.815 10.007
Konzernbetriebsergebnis 8.967 11.200
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 296 325
-293 -325
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.463 2.778
12. Ergebnis nach Steuern 6.211 8.097
13. Sonstige Steuern 33 34
14. Konzernjahresüberschuss 6.178 8.063
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -61.711 -69.563
16. Nicht beherrschenden Anteilen zustehendes Ergebnis 210 210
17. Konzernbilanzverlust -55.743 -61.710

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 6.178 8.063
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.167 2.341
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -14 1.384
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 76 59
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -5.160 -2.963
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -360 2.746
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlageabgängen -41 -159
Zinsaufwendungen 293 325
Ertragsteueraufwand 2.463 2.778
Ertragsteuerzahlung -2.532 -2.714
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.070 11.860
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -122 -97
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 48 1.139
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.825 -1.347
Auszahlungen für Zugänge im Konsolidierungskreis -966 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.865 -305
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen an andere Gesellschafter (Dividenden) -210 -210
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -2.500 -9.429
Gezahlte Zinsen -153 -164
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.863 -9.803
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) -2.658 1.752
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 80 95
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.839 8.992
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.261 10.839
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 7.200 9.798
Kurzfristige Finanzforderungen aus Cash-Pooling 1.061 1.041
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.261 10.839

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Ergebnisvortrag
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Summe
TEUR
31.12.2020 5.000 74.681 1.246 -66.625 -2.938 11.364
Ausschüttung 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 519 0 0 519
Übrige Veränderungen 0 0 0 -2.938 2.938 0
Konzernjahresergebnis 0 0 0 0 7.853 7.853
31.12.2021 5.000 74.681 1.765 -69.563 7.853 19.735
Ausschüttung 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 377 0 0 377
Übrige Veränderungen 0 0 0 7.853 -7.853 0
Konzernjahresergebnis 0 0 0 0 5.968 5.968
31.12.2022 5.000 74.681 2.142 -61.710 5.968 26.080
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis
TEUR
Summe
TEUR
31.12.2020 -561 210 -352
Ausschüttung 0 -210 -210
Währungsumrechnung 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 210 210
31.12.2021 -561 210 -352
Ausschüttung 0 -210 -210
Währungsumrechnung 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 210 210
31.12.2022 -561 210 -352
Konzerneigenkapital
Summe
TEUR
31.12.2020 14.457
Ausschüttung -210
Währungsumrechnung 519
Übrige Veränderungen 0
Konzernjahresergebnis 8.063
31.12.2021 19.383
Ausschüttung -210
Währungsumrechnung 377
Übrige Veränderungen 0
Konzernjahresergebnis 6.178
31.12.2022 25.728

Konzernanhang für 2022

Allgemeine Hinweise

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Michel Van de Wiele GmbH (MVdW) mit Sitz in Dornstetten im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 733128 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Konsolidierungskreis und Stichtag für den Konzernabschluss

Der Konzernabschluss umfasst neben der MVdW (Konzernobergesellschaft) alle Gesellschaften, bei denen sie unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Zum 31.12.2022 wurde die BMS Vision LLC, Charlotte, North Carolina/USA (BMS Vision), erstkonsolidiert. Bilanziell führte die erstmalige Einbeziehung der BMS Vision - sieht man einmal von der Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts um 1,0 Mio. EUR ab - zu keinen wesentlichen Änderungen im vorliegenden Konzernabschluss. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde durch die erstmalige Einbeziehung dieser Gesellschaft nicht berührt.

Auf die Konsolidierung der VANDEWIELE UK Ltd., Gateshead/Großbritannien wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese Gesellschaft für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag der MVdW (31. Dezember) aufgestellt worden.

Im Berichtsjahr ergaben sich außer der o. g. Akquisition keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

Angaben zum Anteilsbesitz

Konsolidierte Gesellschaften: Beteiligung
%
Van de Wiele Inc., Ooltewah, Tennessee/USA 100,0
BMS Vision LLC, Charlotte, North Carolina/USA 100,0
IRO GmbH, Dornstetten 94,5
Memminger-IRO GmbH, Dornstetten 94,5
Protechna Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Neubiberg 94,5
Protechna Herbst GmbH & Co. KG, Neubiberg 94,5

Nicht-Konsolidierte Gesellschaften:

Die MVdW hält indirekt 100 % an der VANDEWIELE UK Ltd., Gateshead/Großbritannien.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wurde für Erstkonsolidierungen, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgten, unter Beibehaltung der Buchwertmethode (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB) in der Weise vorgenommen, dass der Anschaffungswert der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet wurde. Sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung wurden entsprechend § 301 Abs. 3 Satz 1 HGB a.F. als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und über 15 bzw. 20 Jahre abgeschrieben.

Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an einem Tochterunternehmen, welches nach dem 31. Dezember 2009 in den Konzernabschluss einbezogen wurde, ist mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet worden. Das Eigenkapital wurde mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entsprach. Ein nach Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über 15 Jahre abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen sowie Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde aufgrund § 304 Abs. 2 HGB verzichtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden, soweit der Produktion zugerechnet, gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Es handelt sich um die Beteiligung an der VANDEWIELE UK Ltd., Gateshead/Grossbritannien in Höhe von EUR 187,51.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Aufgrund der branchenspezifischen Gegebenheiten sind in dem Posten unfertige Erzeugnisse speziell angefertigte Zukaufteile enthalten, die zu Anschaffungskosten bewertet sind.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden, soweit der Produktion zugerechnet, gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (Vj. 1,87 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % (Vj. 1,5 % bzw. 2,0 %) berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Jubiläumsrückstellungen) wurden mit einem Zinssatz von 1,78 % (Vj. 1,87 %) abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Latente Steuern aus Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen nach §§ 300 bis 307 HGB ergaben sich keine.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die bei den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung beschriebenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen), zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 15 bzw. 20 Jahren abgeschrieben. Die Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer erfolgte unter Berücksichtigung der Stabilität und Bestandsdauer der Branche sowie der voraussichtlichen Dauer der Beherrschung der erworbenen Unternehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber Unternehmen der belgischen Van de Wiele-Gruppe, in deren obersten Konzernabschluss auch die Michel Van de Wiele GmbH einbezogen wird. Diese Forderungen betreffen in Höhe von TEUR 2.723 (Vj. TEUR 3.233) den Liefer- und Leistungsverkehr, und in Höhe von TEUR 1.064 (Vj. TEUR 1.041) das Cash-Pooling. Zugleich betreffen TEUR 202 (Vj. TEUR 147) Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage entsprechen den bei der Muttergesellschaft Michel Van de Wiele GmbH ausgewiesenen Bilanzposten.

Im Konzernbilanzverlust von 55,7 Mio. EUR ist ein Konzernverlustvortrag von 61,7 Mio. EUR enthalten.

Rückstellungen für Pensionen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 203 (Vj. TEUR 324).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen sowie für Garantien und Gewährleistungsansprüche gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Unternehmen der belgischen Van de Wiele-Gruppe, in deren obersten Konzernabschluss auch die Michel Van de Wiele GmbH einbezogen wird. Es handelt sich um Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 14.373 (Vj. TEUR 16.873) und um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.608 (Vj. TEUR 3.387), davon TEUR 266 (Vj. TEUR 362) gegenüber der Gesellschafterin.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von TEUR 1.177 (Vj. TEUR 852) und aus sozialer Sicherheit von TEUR 241 (Vj. TEUR 211) enthalten.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus einer Differenz zwischen der handels- und steuerrechtlichen Bewertung der Beteiligung Protechna Herbst GmbH & Co. KG, Neubiberg. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 15,8 % zugrunde gelegt, es ergab sich eine passive latente Steuer in Höhe von TEUR 312. Die aktiven latenten Steuern bei Grundstücken und Bauten sowie Pensions- und Jubiläumsrückstellungen haben ihre Ursache in unterschiedlichen Bewertungsansätzen nach Handels- und Steuerrecht. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,9 % zugrunde gelegt. Es ergaben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 256. Der Saldo von TEUR 56 (Vj. TEUR 45) wurde als passive latente Steuer ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:

2022 2021
TEUR % TEUR %
Inland 15.954 24 14.349 21
Asien 24.180 36 30.553 45
Übrige EU-Länder 6.441 10 6.419 9
Übriges Europa 384 0 285 0
Nordamerika 17.795 27 12.836 19
Übrige Länder 2.208 3 4.327 6
66.962 100 68.769 100

Die Umsätze generieren sich fast ausschließlich aus dem Verkauf von Maschinen und Geräten für die Textilindustrie.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 172 (Vj. TEUR 192) handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 87, Vj. TEUR 16) und aus Anlageabgängen (TEUR 85, Vj. TEUR 176).

Der Posten enthält Währungsgewinne in Höhe von TEUR 345 (Vj. TEUR 234).

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

Der Posten beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 404 (Vj. TEUR 380).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten enthält Währungsverluste in Höhe von TEUR 152 (Vj. TEUR 108). Nennenswerte periodenfremde Aufwendungen sind nicht zu verzeichnen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 108 (Vj. TEUR 161) enthalten.

Von den Zinsen betreffen in Höhe von TEUR 153 (Vj. TEUR 99) solche an verbundene Unternehmen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus getätigten Bestellungen in Höhe von TEUR 15.252 (Vj. TEUR 17.393). Daneben betreffen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.018 (Vj. TEUR 255) einen Gebäudemietvertrag, dessen Festmietzeit 2025 endet, sowie Leasingverträge, welche zwischen 2023 und 2025 enden.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die BMS Vision wurde von der Vandewiele-Gruppe, der Vandewiele N.V., Marke (Kortrijk), Belgien, erworben.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Liquiden Mitteln und den kurzfristigen Finanzforderungen aus Cash-Pooling zusammen.

Gezahlte Zinsen wurden dem Finanzierungsbereich zugeordnet.

Geschäftsführung

 

Ralf Braun, Diplom-Kaufmann, Freudenstadt

 

Markus Kleindorp, Diplom-Ingenieur, Seewald

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Befreiung des § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 128 (Vj. TEUR 124).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 1.440 (Vj. TEUR 1.404).

Mitarbeiter

Die Gesamtmitarbeiterzahl im Konzern beträgt im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 110 102
Angestellte 133 132
243 234

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 76
Steuerberatungsleistungen 14
90

Konzernverhältnisse

Der Konzernabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Vandewiele N.V., Marke (Kortrijk), Belgien, für den größten Kreis der Konzernunternehmen einbezogen.

Befreiungswahlrechte nach § 264 Abs. 3 und § 264b HGB

Die IRO GmbH, Dornstetten, und die Memminger-IRO GmbH, Dornstetten, machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und verzichten auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2022.

Die Protechna Herbst GmbH & Co. KG, Neubiberg, macht von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf die Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 4.229 mit dem bestehenden Verlustvortrag von TEUR 15.857 zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss haben.

 

Dornstetten, 30. Juni 2023

Die Geschäftsführung

Ralf Braun

Markus Kleindorp

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Änderungen im Konsolidierungskreis
TEUR
Zugänge
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.896 0 0 43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.350 0 1.035 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 79
18.246 0 1.035 122
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.547 196 0 10
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.912 84 0 56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.847 54 107 697
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 678 0 0 1.062
39.984 334 107 1.825
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 0
58.230 334 1.142 1.947
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 195 0 7.744
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 11.385
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 79
195 0 19.208
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 41 16.794
2. Technische Anlagen und Maschinen 66 307 10.293
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 705 25 13.025
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 -373 1.367
771 0 41.479
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0
966 0 60.687
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Änderungen im Konsolidierungskreis
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.707 0 0 98 195 7.610
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.140 0 686 0 5.826
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
12.847 0 0 784 195 13.436
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.559 27 0 306 0 10.892
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.306 50 0 443 61 8.738
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.331 46 102 634 703 11.410
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
30.196 123 102 1.383 764 31.040
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
43.043 123 102 2.167 959 44.476
Buchwerte
31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134 188
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.558 5.210
3. Geleistete Anzahlungen 79 0
5.771 5.398
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.902 5.988
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.554 1.606
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.616 1.516
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.367 678
10.439 9.788
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
16.210 15.186

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen der Michel Van de Wiele Unternehmensgruppe

Die im Konzernabschluss konsolidierten operativ agierenden Gesellschaften der Michel Van de Wiele-Gruppe sind alle im Bereich des internationalen Textilmaschinenbaus tätig.

Die IRO GmbH ist ein Vertriebs- und Serviceunternehmen, welches Zubehörteile für Webmaschinen in den Verkaufsgebieten Deutschland, Niederlande, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vertreibt. Die Produkte werden im Wesentlichen von anderen Unternehmen der belgischen Van de Wiele-Gruppe eingekauft und direkt an Webereien in den genannten Gebieten verkauft. Außerdem bietet sie im Rahmen ihres Kundenservice die Lieferung von Ersatzteilen sowie die Reparatur von defekten Produkten an.

Die Memminger-IRO GmbH (Memminger-IRO) entwickelt, produziert und vertreibt Maschinen und Geräte sowie Komponenten für den Strickmaschinenbau und dessen Umfeld. Neben dem Hauptgeschäft in der Erstausrüstung neuer Strickmaschinen wird im sogenannten Endkunden- bzw. Ersatzteilgeschäft weiterer Umsatz direkt mit Strickereien und anderen Endanwendern generiert. Als weltweiter Marktführer der Verfahrenstechnik für Fadenzuführungen, Kontrollsysteme und Schmiertechnologie ist Memminger-IRO im qualitativ hochwertigen und preislich mittleren bis oberen Segment weltweit tätig.

Die Protechna Herbst GmbH & Co. KG (Protechna) entwickelt, produziert und vertreibt optoelektronische Fadenkontrollsysteme für die Textilindustrie, wobei hier nicht nur das Geschäftsfeld der Strickmaschinen, sondern auch die Geschäftsfelder im Bereich der Wirk-, Web- und Tuftingma- schinen sowie die Überwachung für die Kettvorbereitung bedient werden.

Die US-amerikanische Firma Van de Wiele Inc. agiert als Vertriebs- und Serviceunternehmen für die Produkte der belgischen Van de Wiele-Gruppe in den USA und den Ländern Zentralamerikas. Es werden Zubehörteile und Schmierstoffe für den gesamten Bereich der Textilmaschinen (Strick, Wirk-, Web- und Tuftingmaschinen) an Textilunternehmen verkauft und als Kundenservice die Installation, die Schulung an diesen Produkten sowie die Reparatur defekter Produkte angeboten. Außerdem gibt es noch den Geschäftsbereich des Vertriebs und des After-Sales-Service in Nordamerika für Maschinen zur Wärmebehandlung und zum Konditionieren sowie Färben von Garnen zur Herstellung von gewebten oder getufteten Teppichböden. Zum 31. Dezember 2022 wurde von Van de Wiele Inc. eine 100 %-Beteiligung an der BMS Vision LLC, North Carolina, USA (BMS Vision), erworben. Diese Gesellschaft arbeitet im Bereich der Software für Produktionsleitsysteme, um in der Textil- und Kunststoffindustrie die Effizienz zu steigern und Energie einzusparen.

Neben den oben beschriebenen Gesellschaften fungiert die Michel Van de Wiele GmbH im Wesentlichen als Finanzholding und die Protechna Beteiligungsgesellschaft mbH als Komplementär- GmbH der Protechna Herbst GmbH & Co. KG.

Forschung und Entwicklung

Die fortlaufende Markteinführung der neuen Produkte wurde konsequent weiterverfolgt. Obwohl sich die Einschränkungen der Reisetätigkeit langsam nicht mehr so drastisch auswirken, bleibt es schwierig, alle erforderlichen Aktionen zur Unterstützung in den einzelnen Märkten zu leisten.

Patentverletzungen werden weiterhin konsequent verfolgt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Durch die strikte Corona-Politik in China wurde die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Dies führte u.a. zu einem starken Anstieg der Inflationsraten, welche die Nationalbanken zu einer restriktiveren Geldpolitik veranlass- ten. Die sukzessiven Zinserhöhungen führten zu einem entsprechenden Anstieg der Kreditkosten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 auf preisbereinigt 3,4 % nach einem kräftigen Anstieg von 6,2 % im Jahr zuvor. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt 5,4 %. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um 7,8 % zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um 3,0 %.

In China war die wirtschaftliche Entwicklung mit einem BIP-Zuwachs von 3,0 % ausgesprochen schwach. Der Anstieg lag sogar unter dem durchschnittlichen Wachstum aller Entwicklungs- und Schwellenländer in Summe, welches geschätzt +3,9 % betrug.

2022 ist die deutsche Wirtschaft nach vorläufigen Berechnungen des Statischen Bundesamtes um 1,8 % gewachsen. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Dienstleistungen profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (0,2 %).

Die preisbereinigte Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um 0,5 % übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten.

Der Umsatz deutscher Textilmaschinenhersteller hat sich gemäß Angaben des VDMA 2022 deutlich um 10 % erhöht.

Entwicklung der Michel Van de Wiele Unternehmensgruppe

Die Michel Van de Wiele-Gruppe erzielte im Berichtsjahr 2022 einen konsolidierten Umsatz in Höhe von T€ 66.962 im Vergleich zu T€ 68.769 im Vorjahr und konnte damit den Umsatz mit einer nur leichten Verminderung von 2,6 % auf hohem Niveau halten, was unseren Erwartungen entsprochen hat.

Im Geschäftsjahr 2022 waren in den ersten drei Quartalen die Märkte Türkei und China nach wie vor stark. Seit Oktober sehen wir nunmehr weltweit einen drastischen Einbruch der Anzahl der neu abgeschlossenen Lieferverträge. Die noch vorhandenen hohen Auftragsbestände sicherten jedoch ein gutes Umsatzvolumen bis zum Jahresende.

Nach dem Rekordjahr 2021 sind wir für das Jahr 2022 von einer Gegenbewegung beim erzielbaren Umsatz ausgegangen. Jedoch sind aufgrund der sehr hohen Auftragsbestände, welche aus dem Geschäftsjahr 2021 in das Geschäftsjahr 2022 übernommen werden konnten, diese Befürchtungen nicht in diesem Ausmaß eingetreten. Hierdurch konnte im Vergleich zum konservativ geplanten Budget deutlich mehr Umsatz realisiert werden.

Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften

Die operativ tätigen Gesellschaften hatten 2022 eine sehr unterschiedliche Geschäftsentwicklung zu verzeichnen, was Umsatz und EBIT anbelangt. Der Umsatz sowie das EBIT der inländischen Gesellschaften lagen nahezu ausnahmslos unter dem des Vorjahres, jedoch - mit Ausnahme der Protechna - über Budget. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft Van de Wiele Inc. lag sowohl hinsichtlich des Umsatzes und des EBITs über denen des Vorjahres als auch des Budgets.

2. Ertragslage

Die Gesamtleistung hat sich ähnlich wie der Umsatz, das heißt um 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr, vermindert.

Aufgrund der gestiegenen Materialquote von 46,7 % im Vorjahr auf nunmehr 47,2 % hat sich der Rohertrag um T€ 1.241 (- 3,4 %) auf T€ 35.667 relativ betrachtet noch etwas mehr vermindert als der oben erwähnte prozentuale Umsatzrückgang.

Die Personalkosten haben sich trotz etwas verminderter Auslastung aufgrund einer höheren Mitarbeiterzahl und deutlicher Lohn- und Gehaltssteigerungen um T€ 1.266 (+ 7,8 %) erhöht.

Der sonstige betriebliche Aufwand und die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Insgesamt konnte das EBIT des Vorjahres in Höhe von T€ 11.200 nicht mehr erreicht werden, dennoch liegt das erzielte EBIT in Höhe von 8.967 (- 19,9 %) noch deutlich über den Erwartungen. Nach Abzug des Zinsergebnisses und der Ertragsteuern ergab sich somit ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 6.178 (im Vorjahr T€ 8.063).

3. Vermögens- und Finanzlage

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der BMS Vision und deren Goodwill abzüglich der planmäßigen Abschreibungen der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte insgesamt leicht angestiegen. Im Bereich des Sachanlagevermögens ist der Zugang aus der Erstkonsolidierung der BMS Vision von untergeordneter Bedeutung, das heißt der diesbezügliche Anstieg resultiert aus den Investitionen, welche die Abschreibungen übersteigen.

Die Vorräte wurden im Vergleich zum Vorjahr noch weiter erhöht, um der Problematik in den Lieferketten zu begegnen.

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistung ist zum einen stichtagsbedingt und resultiert zum anderen in Höhe von 0,9 Mio.€ aus der erstmaligen Einbeziehung der BMS Vision.

Das Eigenkapital hat sich um den Konzernjahresüberschuss erhöht.

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Die Verbindlichkeiten haben sich jedoch aufgrund der weiteren Reduzierung von i. W. nicht konsolidierten Verbindlichkeiten deutlich vermindert.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, was auf der Aktivseite insbesondere an den gestiegenen Vorräten und Forderungen sowie auf der Passivseite am höheren Eigenkapital liegt, welches sich aufgrund des Konzernergebnisses nach Fremdanteilen entsprechend erhöht hat. Damit konnte auch die Eigenkapitalquote im Konzern im Vergleich zum Vorjahr von 37,6 % auf 46,5 % signifikant gesteigert werden.

Die Liquiditätslage betrachten wir als gut, es stehen in ausreichendem Umfang finanzielle Mittel zur Verfügung. Zugesagte Kreditlinien mussten nicht in Anspruch genommen werden.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 3.070 (im Vorjahr T€ 11.860) liegt unter den Mittelabflüssen aus Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 2.865 (im Vorjahr T€ 305) und aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 2.863 (im Vorjahr T€ 9.803), was neben Wechselkursänderungen zu einer Verminderung des Finanzmittelfonds von T€ 10.838 im Vorjahr auf T€ 8.261 zum Bilanzstichtag führte.

Der Rückgang des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit rührt i. W. aus der Abnahme (Vj. Zunahme) der Passiva, der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Reduzierung der Aktiva sowie dem gesunkenen Konzernjahresüberschuss her.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich verschlechtert. Ursachen hierfür sind i. W. die Auszahlung für die BMS Vision sowie die starke Reduzierung der Einzahlungen für Sachanlagevermögen.

Demgegenüber hat sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stark verbessert. Dies ist i. W. auf die reduzierten Tilgungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

C. Chancen- und Risikobericht

Für das Gesamtjahr 2023 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von 2,9 %. Globale Krisen belasten die Weltwirtschaft zwar weiter schwer, die totale Neuausrichtung der Corona-Politik Chinas könnte laut IWF aber den Weg zur Erholung ebnen. Ein Abrutschen der Weltwirtschaft in die Rezession dürfte somit vermieden werden. Gleichwohl bestehen weiterhin viele Risiken, so könnte sich in China die Corona-Situation und die Krise im Immobiliensektor verschlechtern, der Krieg in der Ukraine könnte weiter eskalieren, und in den Schwellen- und Entwicklungsländern könnte es zu einer Schuldenkrise kommen. Auch der zunehmende Arbeits- bzw. Fachkräftemangel könnte die wirtschaftliche Entwicklung bremsen.

Die weiteren Auswirkungen der Corona-Krise auf den Konzern sind für das Gesamtjahr 2023 schwer abzuschätzen. Das Wachstum in China soll sich nach dem Ende der Null-Covid-Politik und dem Abebben der Corona-Erkrankungen gemäß Prognose des IWV auf 5,2 % erhöhen.

Chancen sehen wir damit im erneuten Anspringen des lokalen Konsums in China nach der Corona-Pandemie und damit wieder mehr Aufträgen von den verbundenen Unternehmen in China und Taiwan.

Der Russland-Ukraine-Krieg wird hinsichtlich der Absatzmärkte in beiden Ländern zu keinen nennenswerten Umsatzausfällen führen, da beide Länder eher unbedeutende Abnehmer sind. Außerdem beziehen wir keine Waren oder Dienstleistungen aus Russland oder der Ukraine. Jedoch könnte ein länger andauernder Krieg zu weiteren, weltweiten Spannungen und damit zu einem eingetrübten Investitionsklima führen.

Die Energie- und Rohstoffpreise haben sich auf hohem Niveau stabilisiert, Preisentlastungen sind jedoch aufgrund nach wie vor hoher Nachfrage nicht in Sicht.

Auch wenn sich die Lieferkettenprobleme etwas entspannt haben, sind Lieferengpässe insbesondere im Bereich von elektronischen Bauteilen immer noch vorhanden. Sollte aufgrund dessen die Lieferfähigkeit eingeschränkt sein, dann sind jedoch für diesen Fall keine Konventionalstrafen mit den Kunden vereinbart.

Das Insolvenzrisiko von Lieferanten schätzen wir im Vergleich zu den Pandemie-Jahren als normalisiert ein.

Die bereits oben erwähnten hohen Vorratsbestände minimieren jedoch generell die Risiken auf Lieferantenseite.

Forderungsausfallrisiken im Kundenbereich werden grundsätzlich durch eine Kreditausfallversicherung bzw. bei nicht vorliegender Kreditversicherung von Kunden durch andere Sicherheiten oder Vorkasse minimiert.

Den aktuell sinkenden Auftragsbeständen soll mit dem Abbau der vorhanden Zeitguthaben der Belegschaft und in einzelnen Gesellschaften mit teilweiser Kurzarbeit begegnet werden.

Basierend auf der Liquiditätsplanung stehen weiterhin finanzielle Mittel in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Trotz der nach wie vor anhaltenden Corona-Endemie sowie dem Russland-Ukraine-Krieg und der damit einhergehenden Unsicherheit in der Prognostizierbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns, bestehen jedoch zum heutigen Zeitpunkt keine erkennbaren bestandsgefährdenden Risiken.

D. Prognose

Die aktuelle Prognose des VDMA für 2023 geht von einem Umsatzrückgang des deutschen Textilmaschinenbaus in Höhe von 7 % aus.

Zum Start in das Geschäftsjahr 2023 setzt sich die schlechte Auftragseingangssituation weiter fort. In den ersten fünf Monaten liegen die Werte drastisch unter dem Vorjahr und dem Budget. Eine schnelle Umkehr ist bislang nicht erkennbar. Erst eine Veränderung auf der Konsumentenseite im Bereich Kleidung kann hier eine Veränderung bringen.

Wir erwarten ein schwieriges Umfeld im laufenden Geschäftsjahr und werden dementsprechend notwendige Maßnahmen zeitnah vorbereiten und umsetzen.

Wir gehen momentan von einem deutlich unter dem Vorjahr liegenden EBIT für dieses Geschäftsjahr aus, welches bei weiter anhaltender Schwäche im Auftragseingang auch im negativen Bereich liegen könnte. Insofern es zu keiner wirtschaftlichen Belebung im zweiten Halbjahr kommt, scheinen die Budgets der Einzelfirmen größtenteils nicht mehr erreichbar zu sein.

 

Dornstetten, 30. Juni 2023

Die Geschäftsführung

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Markus Kleindorp

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