Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 16507 HL
Eingetragen
6.2.2017
Branche
Erbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den PflanzenbauGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für die Tierhaltung
Gegenstand
der Vertrieb von landwirtschaftlichen Produktions- und Betriebsmitteln insbesondere Pflanzenschutz- und Futtermitteln und Saatgut sowie die Bereitstellung von Dienstleistungen für die Landwirtschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tom Metschulat
seit 4.7.2023
Geschäftsführer
Anna Baierl
seit 4.7.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BAT Agrar GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
BAT Agrar GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BAT Holding GmbH (vormals: BAT Agrar GmbH)

Ratzeburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BAT Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der BAT Holding GmbH, Ratzeburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BAT Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 12. Mai 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Weiß, Wirtschaftsprüfer

Hirsch, Wirtschaftsprüferin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.095.172,02 2.915.271,61
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 73.389,14
Geleistete Anzahlungen 663.741,25 29.657,50
2.758.913,27 3.018.318,25
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 92.600.623,01 96.573.494,04
Technische Anlagen, Betriebsvorrichtungen und Maschinen 45.145.966,84 45.725.672,59
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.047.995,82 16.539.977,05
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.139.601,29 5.080.399,92
156.934.186,96 163.919.543,60
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 33.737.730,73 18.631.773,50
Beteiligungen 8.234.295,05 8.774.715,60
Sonstige Wertpapiere des Anlagevermögens 43.327,31 43.327,31
Sonstige Ausleihungen 8.061.016,77 1.401.505,27
50.076.369,86 28.851.321,68
209.769.470,09 195.789.183,53
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 481.248.643,76 363.315.419,04
Fertige Erzeugnisse und Waren 12.232.747,78 717.555,36
Geleistete Anzahlungen 6.653.952,92 5.749.392,59
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -2.882.781,18 -2.479.352,34
497.252.563,28 367.303.014,65
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 140.535.820,74 136.291.755,49
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 13.174.087,65 9.118.487,26
Sonstige Vermögensgegenstände 39.442.783,83 88.785.983,49
193.152.692,22 234.196.226,24
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.304.611,24 9.823.443,90
694.709.866,74 611.322.684,79
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 777.075,90 782.458,46
905.256.412,73 807.894.326,78

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 1.666.666,00 1.666.666,00
Kapitalrücklage 177.538.100,89 177.538.100,89
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -1.165.179,97 -1.087.640,68
Andere Konzerngewinnrücklage 23.236.823,17 24.610.349,93
Konzerngewinnvortrag 11.703.659,03 8.595.531,81
Konzernjahresüberschuss 33.617.100,09 7.899.349,50
Nicht beherrschende Anteile 1.351.152,43 1.324.007,98
247.948.321,64 220.546.365,43
RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.655.699,00 6.691.006,00
Steuerrückstellungen 10.911.122,53 4.299.003,09
Sonstige Rückstellungen 37.707.656,39 30.450.523,53
55.274.477,92 41.440.532,62
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 472.800.999,79 431.076.398,40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73.260.976,18 79.737.146,52
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.900.131,89 2.747.037,28
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 16.172.310,44 11.917.764,73
Sonstige Verbindlichkeiten 36.734.339,87 19.992.361,41
davon aus Steuern: EUR 13.183.060,39 (Vorjahr: EUR 11.813.412,96)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 208.887,90 (Vorjahr: EUR 211.220,88)
601.868.758,17 545.470.708,34
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 164.855,00 168.241,55
PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 268.478,84
905.256.412,73 807.894.326,78

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2022 2021
EUR EUR
Umsatzerlöse 2.977.351.709,79 2.422.006.154,81
Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 102.458,43 217.265,46
Sonstige betriebliche Erträge 8.138.450,94 12.532.633,88
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.709.746.643,66 -2.235.723.806,34
Aufwendungen für bezogene Leistungen -34.898.050,96 -22.164.265,08
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -66.336.070,53 -58.300.223,03
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -12.613.897,65 -12.522.291,95
davon für Altersversorgung: EUR -622.110,07 (Vorjahr: EUR -552.616,00)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -18.359.100,46 -16.595.902,67
Sonstige betriebliche Aufwendungen -91.865.275,96 -74.843.105,20
Erträge aus Beteiligungen 379.795,24 883.867,24
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 2.201.373,71 775.613,81
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 114.842,32 64.369,06
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.756.547,07 2.237.695,51
Abschreibungen auf Finanzanlagen -575.199,00 -295.489,39
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.608.230,87 -6.206.277,65
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.691.615,85 -618.603,24
Ergebnis nach Steuern 34.351.092,56 11.447.635,22
Sonstige Steuern -682.848,02 -3.500.372,69
Konzernjahresüberschuss 33.668.244,54 7.947.262,53
Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn -51.144,45 -47.913,03
Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 33.617.100,09 7.899.349,50

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 33.668 7.947
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 18.934 16.891
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 6.849 5.025
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.928 -5.970
+ Zinsaufwand 9.608 6.206
- Zinsertrag -2.756 -2.238
+ Ertragsteueraufwand 12.692 619
- Ertragsteuerzahlungen -5.363 -1.856
- Sonstige Beteiligungserträge -380 -884
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -210 -462
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -89.996 -112.508
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 14.810 -6.168
= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -4.072 -93.398
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens -914 -1.631
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4.964 6.587
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -13.249 -12.382
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen 896 1.311
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -22.486 -2.692
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -100.376
+ Erhaltene Zinsen 2.756 2.238
+ Erhaltenen Dividenden 380 884
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -27.653 -106.061
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 16.600 10.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -31.094 -28.075
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.164 -2.726
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -24 -30
- Gezahlte Zinsen -9.496 -6.082
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -30.178 -26.913
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -61.903 -226.372
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -335.237 -108.865
Veränderung des Finanzmittelfonds aus Wechselkursänderungen 166 0
= Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -396.974 -335.237
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
+ Zahlungsmittel 4.305 9.823
- Termingeldaufnahmen -198.200 -186.700
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -203.079 -158.360
-396.974 -335.237

Konzerneigenkapitalspiegel für 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Andere Konzerngewinnrücklagen
TEUR TEUR TEUR TEUR
31. Dezember 2020 1.000 59.710 -914 20.445
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Umgliederung Konzernjahresergebnis
Vorjahr in Gewinnrücklagen und Gewinnvortrag 0 0 0 4.165
Ausschüttung 0 0 0 0
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Anteile 667 117.828 0 0
Währungsumrechnung 0 0 -174 0
31. Dezember 2021 1.667 177.538 -1.088 24.610
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Umgliederung Konzernjahresergebnis
Vorjahr in Gewinnrücklagen und Gewinnvortrag 0 0 0 2.421
Ausschüttung 0 0 0 -3.794
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Anteile 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 -77 0
31. Dezember 2022 1.667 177.538 -1.165 23.237
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzerngewinnvortrag Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
TEUR TEUR TEUR
31. Dezember 2020 9.620 5.867 95.728
Konzernjahresüberschuss 0 7.899 7.899
Umgliederung Konzernjahresergebnis
Vorjahr in Gewinnrücklagen und Gewinnvortrag 1.702 -5.867 0
Ausschüttung -2.726 0 -2.726
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Anteile 0 0 118.495
Währungsumrechnung 0 0 -174
31. Dezember 2021 8.596 7.899 219.222
Konzernjahresüberschuss 0 33.617 33.617
Umgliederung Konzernjahresergebnis
Vorjahr in Gewinnrücklagen und Gewinnvortrag 5.478 -7.899 0
Ausschüttung -2.370 0 -6.164
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Anteile 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 -77
31. Dezember 2022 11.704 33.617 246.598
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Summe
TEUR TEUR
31. Dezember 2020 0 95.728
Konzernjahresüberschuss 48 7.947
Umgliederung Konzernjahresergebnis
Vorjahr in Gewinnrücklagen und Gewinnvortrag 0
Ausschüttung -30 -2.756
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Anteile 1.306 119.801
Währungsumrechnung 0 -174
31. Dezember 2021 1.324 220.546
Konzernjahresüberschuss 51 33.668
Umgliederung Konzernjahresergebnis
Vorjahr in Gewinnrücklagen und Gewinnvortrag 0 0
Ausschüttung -24 -6.188
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Anteile 0 0
Währungsumrechnung 0 -77
31. Dezember 2022 1.351 247.949

Konzernanhang für 2022

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma BAT Holding GmbH mit Sitz in Ratzeburg im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer HL 14837 eingetragen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. März 2022 wurde die Gesellschaft in BAT Holding GmbH umfirmiert.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

B. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzernabschluss umfasst die BAT Holding GmbH, Ratzeburg, sowie achtzehn inländische und drei ausländische Tochterunternehmen und sechs assoziierte Unternehmen.

Einbeziehung in den Konzernabschluss Anteile an der Gesellschaft %
BAT Agrar GmbH & Co. KG, Ratzeburg (vormals ATR Landhandel GmbH & Co. KG) Vollkonsolidierung 100,00
Verwaltungsgesellschaft BAT Agrar mbH, Ratzeburg (vormals Verwaltungsg. ATR Landhandel mbH) Vollkonsolidierung 100,00
BAT Tiernahrung GmbH & Co. KG, Ratzeburg (vormals ATR Futtermittel GmbH & Co. KG) Vollkonsolidierung 100,00
Verwaltungsgesellschaft BAT Tiernahrung mbH, Ratzeburg (vormals Verwaltungsg. ATR Futtermittel mbH) Vollkonsolidierung 100,00
Reederei Thordsen MS "Ilka" GmbH & Co. KG, Husum Vollkonsolidierung 100,00
BAT Schifffahrt GmbH & Co. KG, Husum (vormals ATR Schifffahrt GmbH & Co. KG) Vollkonsolidierung 100,00
Getreidesilo Rautenberg (GmbH & Co.) OHG, Lübeck Vollkonsolidierung 100,00
Verwaltungsgesellschaft BAT Schifffahrt mbH, Ratzeburg (vormals Verwaltungsg. ATR Lager- und Logistik mbH) Vollkonsolidierung 100,00
BAT Logistik GmbH, Lalendorf (vormals Landhandels- und Dienste Lalendorf GmbH) Vollkonsolidierung 100,00
BAT Fabrik Aarhus GmbH, Ratzeburg (vormals ATR Fabrik Aarhus GmbH) Vollkonsolidierung 100,00
BAT Agrar DK ApS, Aulum Dänemark (vormals ATR Landhandel DK ApS) Vollkonsolidierung 100,00
BAT Agrar Sp.Z.o.o., Stargard Szczecinski, Polen (vormals ATR Agrohandel Sp. Zo.o.) Vollkonsolidierung 100,00
AgrarOnline GmbH, Mölln Vollkonsolidierung 100,00
Beiselen GmbH, Ulm Vollkonsolidierung 100,00
Beiselen Ges.m.b.H, Ennsdorf, Österreich Vollkonsolidierung 100,00
Börde Agrarhandel Langeneicke GmbH, Ulm Vollkonsolidierung 100,00
Regionale Waren Agrar GmbH Haßberge, Hofheim Vollkonsolidierung 100,00
Agrarhandel Erhardt GmbH, Ulm Vollkonsolidierung 100,00
Penkuner Agroservice GmbH, Krackow Vollkonsolidierung 100,00
BAT Finanzierung GmbH, Ratzeburg Vollkonsolidierung 100,00
Altmarksaaten Stendal GmbH, Stendal Vollkonsolidierung 75,00
RGL (Rostocker Getreide-Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg at equity 50,00
GT Rostock GmbH, Ulm at equity 50,00
Rudolf Peters Landhandel GmbH & Co. KG, Winsen (Luhe) at equity 50,00
Allgaier Agrarhandel GmbH & Co.KG, Allmendingen at equity 20,00
Hansa Landhandel Immobilien GmbH & Co. KG, Heeslingen at equity 20,00
Hansa Landhandel GmbH & Co. KG, Heeslingen at equity 20,00

Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Anteile an der BAT Finanzierung GmbH, Ratzeburg, erworben. Aus der Erstkonsolidierung ergaben sich keine wesentlichen Effekte. Die DHG Casekow GmbH & Co. KG, Ulm, wurde im Geschäftsjahr 2022 auf die Beiselen GmbH verschmolzen und ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Aus der Entkonsolidierung ergaben sich keine wesentlichen Effekte.

Ein in Vorjahren entstandener Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung von TEUR 1.761 wurde linear über 6 Jahre abgeschrieben. In der Nutzungsdauer spiegelt sich die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle sowie die Nutzung von Synergieeffekten wider. Der Restbuchwert zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 0 (Vj. TEUR 73).

Die Equity-Bilanzierung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nahmen wir im Jahr der Einbeziehung nach der Neubewertungsmethode vor. Es handelt sich um sechs inländische Gesellschaften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Abschlussstichtag der assoziierten Unternehmen entsprechen denen des Mutterunternehmens. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Anteile an der Hansa Landhandel GmbH & Co. KG sowie an der der Hansa Immobilien GmbH & Co. KG erworben. Der Anteil an der Rudolf Peters Landhandel GmbH & Co. KG wurde aufgestockt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem anteiligen Eigenkapital den neu erworbenen Anteilen an assoziierten Unternehmen und dem Buchwert beträgt bei der Hansa Landhandel Immobilien GmbH & Co. KG zum Stichtag TEUR 2.900 (Vj.TEUR 0) und bei der Rudolf Peter Landhandel GmbH & Co. KG TEUR 359 (Vj.TEUR 0).

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaften für den Konzern wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB bei den nachstehend aufgeführten Gesellschaften auf eine Konsolidierung verzichtet. Ausschüttungen von Ergebnissen dieser Gesellschaften sind in den Beteiligungserträgen erfasst.

Anteile an der Gesellschaft in Prozent
Beiselen Kft, Budapest, Ungarn 100,00
DHG Warplon Polska z.o.o, Warnice, Polen 100,00
Beiselen Service GmbH, Ennsdorf, Österreich 74,90
PSG GmbH, Ratzeburg 60,00
Hafen - und Lagergesellschaft Greifswald mbH, Greifswald 50,00
Kelheimer Umschlags- und Speditionsgesellschaft mbH & Co. KG, Kelheim 50,00
KUS Beteiligungs GmbH, Kelheim 50,00
Lagerhaus Garstedt GmbH & Co., Garstedt 50,00
Lagerhaus Garstedt Verwaltungsgesellschaft mbH, Garstedt 50,00
Ökolager Nottleben GmbH & Co. KG, Nottleben 50,00
ProAgrar Logistik GmbH & Co. KG, Gerolzhofen 33,33
Weser-Land-Handel Grundstücksgesellschaft bürgerlichen Rechts, Heeslingen 33,33
Chemag Agrarchemikalien GmbH, Frankfurt am Main 30,00
Fliegauf GmbH, Bad Krozingen 25,00
Diehl Landhandel GmbH, Lich 24,90
Bio Kontor GmbH, Hofheim 24,00
HAGRA Handelsgesellschaft für Agrarbedarf AG, Marktbergel 21,34

C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen werden aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie anderen konzerninternen Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert.

Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode angesetzt. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben. Die Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens werden an die konzerneinheitliche Bewertung angepasst.

Zwischenergebnisse aus Lieferungen an diese Unternehmen werden eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen werden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert.

D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB).

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der BAT Holding GmbH, Ratzeburg, einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt sowie auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände bewerteten wir höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Geschäfts oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie die Sach- und Finanzanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von planmäßigen linearen Abschreibungen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 6 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des immateriellen Vermögens sowie Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. In den Herstellkosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten neben erworbenen Anteilen Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge, Kapitalrückzahlungen, Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst.

Vorräte bewerteten wir zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder unter Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Das Bestands- und Vertriebsrisiko berücksichtigten wir durch Abschreibungen; weitere Abschreibungen wurden bei ungünstiger Erlöslage vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialkosten, Fertigungslöhne und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellkosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" bewertet. Der Rückstellungsbetrag nach der "Projected-Unit-Credit-Me-thode" ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- und Rentenniveaus ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden miteinander saldiert. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen.

In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertgegenstände aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl als Grundgeschäft als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

E. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassakurs zum Transaktionstag. Bei monetären Vermögensgegenständen wird der Briefkurs zugrunde gelegt. Bei nichtmonetären Vermögensgegenständen sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt die Umrechnung mit dem Geldkurs.

Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wird das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bei nicht wechselkursbedingten Wertänderungen nicht angewendet.

Nichtmonetäre Vermögensgegenstände, die in fremder Währung erworben wurden, werden nur zum Zugangszeitpunkt umgerechnet. Die Folgebewertung wird auf Basis der zum Zugangszeitpunkt erfassten Anschaffungskosten in Landeswährung vorgenommen.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu den historischen Devisenkassamittelkursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Konzerngewinnrücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Währungsbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung langfristiger Fremdwährungsdarlehen werden ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt und erst bei Rückzahlung des Darlehens erfolgswirksam gebucht. Die währungskursbedingten Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung des konzerninternen Schuldverhältnisses im Jahresabschluss eines der einbezogenen Unternehmen unter Anwendung des Imparitäts-/Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 bzw. § 256a HGB werden erfolgswirksam eliminiert und in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, bis auf Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 14 (Vj.TEUR 120), die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen sind, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind TEUR 10.532 (Vj. TEUR 8.108) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 447 (Vj.TEUR 514), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um Vergütungsansprüche nach StromStG und EnergieStG.

3. Latente Steuern

Die Gesellschaft nimmt grundsätzlich das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Anspruch.

Aktive latente Steuern entstanden durch Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen aus Grundstücken und Gebäuden, Finanzanlagen, Sonstige Rückstellungen, Pensionsrückstellungen und Sonderposten mit Rücklageanteil. Des Weiteren ergaben sich aktive latente Steuern aus Vorträgen aus der Zinsschranke nach § 4h EStG.

Passive latente Steuern entstanden durch Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen aus Grundstücken und Gebäuden, Finanzanlagen sowie steuerlichen Rücklagen.

Zum Bilanzstichtag 2022 ergab sich saldiert ein aktivischer Überhang der nicht ausgewiesen wird. Im Vorjahr wurde eine passive latente Steuer ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Ertrag aus latenten Steuern von TEUR 268 (Vj.TEUR 2.211) ausgewiesen.

Der Steuersatz (KSt, Soli. und GewSt) beträgt 30,00%.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 1.667 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der aus der Verschmelzung zu Zeitwerten resultierende positive Unterschiedsbetrag von TEUR 117.828 wurde in 2021 in die Kapitalrücklage eingestellt und erhöht diese auf TEUR 177.538.

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. Dezember 2022 TEUR 33.535 für Ausschüttungen an die Gesellschafter zur Verfügung.

Gem. § 253 Abs. 6 HGB besteht eine Ausschüttungssperre aus dem Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 241 (Vj. TEUR 391).

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- und Rentenniveaus ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,78 %
(Vj. 1,87 %)
Gehaltstrend, soweit relevant p. a.: 2,00 %
Rententrend p. a.: 0,00 % bis 2,00 %
(Vj. 0,00 % bis 1,75 %)
Fluktuation p. a.: 0,00 % bis 4,50 %

Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechterabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für personalrelevante Sonderzahlungen, Rechtsstreitigkeiten, ausstehenden Urlaub und Überstunden, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie für sonstige ausstehende Eingangsrechnungen und drohende Verluste gebildet.

7. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 sowie des Vorjahres sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt (Jahresbeträge sind hervorgehoben).

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
Art der Verbindlichkeit TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 472.801 417.471 55.330 18.384
431.076 375.776 55.300 18.955
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73.261 73.261 0 0
79.737 79.737 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.900 2.900 0 0
2.747 2.747 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 16.172 16.172 0 0
11.918 11.918 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 36.734 36.734 0 0
19.993 19.993 0 0
601.868 546.538 55.330 18.384
545.471 490.171 55.300 18.955

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 69.490 (Vj.TEUR 67.166) durch Grundpfandrechte und TEUR 32 (Vj.TEUR 277) durch Sicherungszession, Sicherungsübereignung und andere Pfandrechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen fast ausschließlich aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich, wie im Vorjahr, um sonstige Verbindlichkeiten.

8. Derivative Finanzinstrumente

Die BAT Holding GmbH, Ratzeburg, und ihre Tochtergesellschaften sind als international tätige Unternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Die Unternehmenspolitik will die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management erreichen. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte setzt die BAT-Gruppe verschiedene derivative Finanzinstrumente ein.

Zinsbezogene Geschäfte

Zur Begrenzung zukünftiger Zinsbelastungen bei Krediten auf variabler Zinsbasis wurden Zinsswap-Geschäfte in gleicher Währung im Gegenwert von insgesamt nominal TEUR 40.000 (Vj. TEUR 60.000) abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert der Geschäfte beträgt insgesamt TEUR 2.840 (Vj.TEUR -3.259) und entspricht dem Marktwert. Der Marktwert spiegelt den Barwert der auf den zugrunde liegenden Kapitalbetrag aggregierten Cash Flows (feste gegen variable Zinsbasis) wider. Die Summe aller abgezinsten Zahlungsströme ergibt den Barwert. In dem ausgewiesenen Marktwert sind Stückzinsen enthalten, die ab dem letzten Abrechnungsdatum bis zum Bewertungsdatum kalkuliert sind.

Des Weiteren wurde ein Cross-Currency Zinsswap abgeschlossen mit einem Nominalwert von TEUR 7.000 (Vj.TEUR 12.000) und einem Marktwert von TEUR 136 (Vj.TEUR 172).

Geschäft Hedging Art Nominalwert der Absicherung zum Stichtag Risiko (negativer Marktwert) Laufzeit Derivate bis maximal
in TEUR in TEUR (Jahr)
Swaps Portfolio-Hedge 40.000 2.840 2027
Swaps Micro- Hedge 7.000 136 2023

Die oben genannten Geschäfte werden, soweit diese eine Bewertungseinheit (Hedge) im Sinne von § 254 HGB mit den Grundgeschäften bilden, aufgrund ihres Sicherungscharakters nicht bilanziert.

Währungsbezogene Geschäfte

Dem Währungsrisiko unterliegen alle zukünftigen Zahlungsströme, die nicht in der Bilanzwährung abgewickelt werden. In der BAT-Gruppe werden grundsätzlich die fest kontrahierten Ein- und Verkaufskontrakte im Futtermittel- und Getreidebereich in Fremdwährung gesichert. Externe Kurssicherungen erfolgen über Devisentermin- und -Swapgeschäfte und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die Devisensicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen im Rahmen von Micro- und Portfolio-Hedges mit den entsprechenden Warenkontrakten als Bewertungseinheit gem. § 254 HGB erfasst.

Zur Absicherung des Kursrisikos bei Einkaufsgeschäften in Fremdwährung (GBP, PLN, USD) bestanden zum Jahresende 2022 Sicherungsgeschäfte in Höhe von TEUR 7.593 (Vj. TEUR 8.934) Die Bewertung zum Barwert ergibt einen Verlust in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR 60).

Weiterhin wurden zum Bilanzstichtag nominal TEUR 3.077 (Vj. TEUR 1.424) von unserer polnischen Tochtergesellschaft gehandelt zur Absicherung des EUR/PLN Wechselkurses.

Commodity-Geschäfte

Marktpreisänderungsrisiken im Commodity-Bereich wird im Wesentlichen durch Warenterminkontrakte begegnet. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Getreide- und Rapsein- und -verkaufskontrakte.

Commodity Finanzplatz Anzahl Kontrakte Nominal Marktwert
in to in TEUR
Getreide und Raps (Future, OTC, Optionen) MATIF, CBOT, OTC 23.689 1.184.450 +18.305

Die Futures, OTC und Optionen werden als Bewertungsgruppe (Handelsportfolio) mit den physischen Positionen aus Ein- und Verkaufskontrakten sowie dem jeweiligen Warenbestand zusammengefasst.

Bei Futures ergeben sich aufgrund des Clearingsystems auch während der Kontraktlaufzeit Zahlungen, die die börsentägliche Bewertung der Kontrakte widerspiegeln (sog. Variation Margin). Diese Zahlungen sind zunächst als nicht realisiert und erfolgsneutral zu behandeln. Erst bei Glattstellung oder Erfüllung der Future-Position ist der dann realisierte Gewinn bzw. Verlust erfolgswirksam zu erfassen.

G. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach den Produktbereichen des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

2022
TEUR %
Landwirtschaftliche Erzeugnisse 1.071.376 36
Tiernahrung 419.882 14
Betriebsmittel * 1.457.276 49
Sonstige Umsatzerlöse 28.818 1
2.977.352 100
2021 +/-
TEUR % TEUR %
Landwirtschaftliche Erzeugnisse 1.051.125 43 20.251 2
Tiernahrung 292.978 12 126.904 43
Betriebsmittel * 1.061.789 44 395.488 37
Sonstige Umsatzerlöse 16.114 1 12.704 79
2.422.006 100 555.347 23

* Betriebsmittel: Düngemittel, Saatgut, Pflanzenschutzmittel

Rund 90% der Umsatzerlöse werden, wie im Vorjahr, in Deutschland sowie EU-Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

Sonstiger betrieblicher Ertrag aus Umrechnungsdifferenzen fremder Währungen: TEUR 1.894 (Vj. TEUR 993).

Sonstiger betrieblicher Aufwand aus Umrechnungsdifferenzen fremder Währungen: TEUR 2.755 (Vj. TEUR 1.172).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand beinhaltet Effekte aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 113 (Vj.TEUR 124).

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhalten Gewinne aus Anlagenverkäufen von TEUR 2.332 (Vorjahr TEUR 5.897) sowie im Rahmen der Fusion mit dem Beiselen Konzern im Vorjahr entstandene Grunderwerbsteuer von TEUR 2.943, die in 2021 unter den sonstigen Steuern ausgewiesen ist. Weiterhin wurde in der Penkuner Agroservice GmbH eine Saatgutanlage stillgelegt. Die hieraus resultierende zusätzliche außerplanmäßige Abschreibung beträgt TEUR 2.334.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 10.338 in voller Höhe an die Gesellschafter auszuschütten.

H. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Es bestehen in Höhe von TEUR 7.327 (Vj. TEUR 12.281) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Es wurde eine Bürgschaft für eine Beteiligung gegeben mit einem Volumen von TEUR 1.500. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingestuft.

I. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung

Magnus Schuler, Master of Science, Ulm

Rainer Schuler, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Ulm (bis 14.09.2022)

Ludwig Striewe, Kaufmann, Hamburg

Hauke Thordsen, Kaufmann, Bäk

Jan Thordsen, Kaufmann, Husum

Markus Ludewig, Kaufmann, Niendorf a.d.St. (ab 14.09.2022)

Beirat

Henrik M. Lingenhölin, Markdorf (Vorsitzender)

Andreas Dethleffsen, Flensburg

Moritz von Loeper, Pogeez

Stephan Schnabel, Hamburg

Fritz Schuler, Ulm

Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende)

2022 2021
Angestellte 720 760
Gewerbliche Mitarbeiter 612 651
Schiffsbesatzungen 34 34
1.366 1.445

Die sechs im Geschäftsjahr 2022 beschäftigten Geschäftsführer haben TEUR 3.758 bezogen. Auf die Angabe der Bezüge früherer Geschäftsführer und die dafür gebildeten Pensionsrückstellungen wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Das im und für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüferleistungen TEUR 306 (Vj.TEUR 221). Darin enthalten sind TEUR 40, die dem Prüfungsjahr 2021 zuzurechnen sind. Weiterhin wurden in 2022 für andere Bestätigungsleistungen TEUR 12 (Vj.TEUR 33) und für Steuerberatungsleistungen TEUR 46 (Vj.TEUR 45) berechnet.

Konzernverhältnisse

Einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen wird von der BAT Holding GmbH, Ratzeburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Unternehmensregister.

Angabe der Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift der §§ 264 b bzw. 264 Abs. 3 HGB

Folgende Gesellschaften haben die Erleichterungsvorschrift der §§ 264 b bzw. 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:

 

Agrarhandel Erhardt GmbH, Ulm

 

AgrarOnline GmbH, Ratzeburg

 

BAT Agrar GmbH & Co. KG, Ratzeburg

 

BAT Tiernahrung GmbH & Co. KG, Ratzeburg

 

BAT Fabrik Aarhus GmbH, Ratzeburg

 

BAT Logistik GmbH, Lalendorf

 

BAT Schifffahrt GmbH & Co. KG, Husum

 

Beiselen GmbH, Ulm

 

Börde Agrarhandel Langeneicke GmbH, Ulm

 

Getreidesilo Rautenberg (GmbH & Co.) OHG, Lübeck

 

Penkuner Agroservice GmbH, Krackow

 

Reederei Thordsen MS "Ilka" GmbH & Co. KG, Husum

 

Regionale Waren Agrar GmbH Haßberge, Hofheim

 

Ratzeburg, 3. Mai 2023

BAT Holding GmbH, Ratzeburg

Hauke Thordsen, Geschäftsführer

Jan Thordsen, Geschäftsführer

Ludwig Striewe, Geschäftsführer

Magnus Schuler, Geschäftsführer

Markus Ludewig, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.550.741,13 280.272,89 -59.323,26
Geschäfts- oder Firmenwert 2.161.342,97 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 29.657,50 634.083,75 0,00
10.741.741,60 914.356,64 -59.323,26
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 179.355.097,72 160.379,07 -1.388.968,26
Technische Anlagen, Betriebsvorrichtungen und Maschinen 158.659.915,32 2.269.809,11 -1.069.401,37
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.117.340,65 2.261.894,62 -6.881.207,27
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.080.399,92 8.556.873,44 0,00
392.212.753,61 13.248.956,24 -9.339.576,90
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 18.631.773,50 15.105.957,23 0,00
Beteiligungen 8.990.639,99 57.000,00 -22.221,55
Sonstige Wertpapiere des Anlagevermögens 43.327,31 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 1.481.070,27 7.533.522,60 -874.011,10
29.146.811,07 22.696.479,83 -896.232,65
432.101.306,28 36.859.792,71 -10.295.132,81
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen Währungsdifferenzen 31.12.2022
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 -10.882,26 8.760.808,50
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 2.161.342,97
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 663.741,25
0,00 -10.882,26 11.585.892,72
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 687.816,95 -18.528,99 178.795.796,49
Technische Anlagen, Betriebsvorrichtungen und Maschinen 6.680.471,47 -9.357,87 166.531.436,66
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.712,91 -9.547,27 44.619.193,64
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -7.499.001,33 1.329,26 6.139.601,29
0,00 -36.104,87 396.086.028,08
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 33.737.730,73
Beteiligungen 0,00 0,00 9.025.418,44
Sonstige Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 43.327,31
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 8.140.581,77
0,00 0,00 50.947.058,25
0,00 -46.987,13 458.618.979,05
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Währungsdifferenzen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.635.469,52 1.100.344,30 -59.323,26 -10.854,08 6.665.636,48
Geschäfts- oder Firmenwert 2.087.953,83 73.389,14 0,00 0,00 2.161.342,97
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.723.423,35 1.173.733,44 -59.323,26 -10.854,08 8.826.979,45
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.781.603,68 4.267.933,98 -845.327,57 -9.036,61 86.195.173,48
Technische Anlagen, Betriebsvorrichtungen und Maschinen 112.934.242,73 9.381.510,62 -922.117,89 -8.165,64 121.385.469,82
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.577.363,60 3.535.922,41 -4.536.344,14 -5.744,05 31.571.197,82
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
228.293.210,01 17.185.367,01 -6.303.789,60 -22.946,30 239.151.841,12
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 215.924,39 575.199,00 0,00 0,00 791.123,39
Sonstige Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 79.565,00 0,00 0,00 0,00 79.565,00
295.489,39 575.199,00 0,00 0,00 870.688,39
236.312.122,75 18.934.299,45 -6.363.112,86 -33.800,38 248.849.508,96
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.095.172,02 2.915.271,61
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 73.389,14
Geleistete Anzahlungen 663.741,25 29.657,50
2.758.913,27 3.018.318,25
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 92.600.623,01 96.573.494,04
Technische Anlagen, Betriebsvorrichtungen und Maschinen 45.145.966,84 45.725.672,59
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.047.995,82 16.539.977,05
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.139.601,29 5.080.399,92
156.934.186,96 163.919.543,60
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 33.737.730,73 18.631.773,50
Beteiligungen 8.234.295,05 8.774.715,60
Sonstige Wertpapiere des Anlagevermögens 43.327,31 43.327,31
Sonstige Ausleihungen 8.061.016,77 1.401.505,27
50.076.369,86 28.851.321,68
209.769.470,09 195.789.183,53

Konzernlagebericht für 2022

A. Grundlagen des Konzerns

Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die BAT Holding GmbH ist die Muttergesellschaft der BAT-Gruppe (im Folgenden BAT).

Die Geschäftstätigkeit der BAT umfasst die Futtermittelproduktion, den Getreidehandel sowie den Handel mit Düngemitteln, Saaten, Pflanzenschutz und Haus & Garten Produkten. Darüber hinaus betreibt BAT die für diese Sparten erforderliche Logistik sowie ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen. Das Vertriebsgebiet umfasst Deutschland, Dänemark, Österreich und Polen.

Der Fokus der BAT besteht in der Fortsetzung des Wachstumskurses der ehemaligen ATR-Gruppe und Beiselen-Gruppe und der Optimierung ihrer Ertragskraft, um im Wettbewerb ihre Position als ein führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in der Agrarbranche auszubauen.

Aus diesem übergeordneten Fokus leitet BAT die Kernelemente ihrer Strategie ab: Organisches Wachstum und kontinuierliche Kostenoptimierung unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit der Unternehmensaktivitäten.

Wachstum möchte BAT über die Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten und die Erschließung weiterer Geschäftsfelder sowie der Vermarktung an Landwirtschaft und Landhandel in einer Mehrvertriebskanalstrategie erreichen. Hierdurch lassen sich Warenströme optimieren und Skaleneffekte realisieren, die in Verbindung mit einem strikten Kostenmanagement die Ertragskraft erhalten. Weitere strategische Maßnahmen liegen auf der Effizienzsteigerung der über 120 Standorte und Läger sowie der Optimierung der Prozesse und Abläufe der vorhandenen Verwaltungs- und Vertriebsstrukturen.

Finanzierungsseitig liegt der Fokus auf dem Management des Umlaufvermögens. BAT hat sich durch bilaterale Kreditvereinbarungen eine flexible und saisonal angepasste Finanzierung des Umlaufvermögens gesichert, welches dem überwiegend warenterminbörsenfähigem Umlaufvermögen Rechnung trägt. Weiter liegt ein besonderer Fokus auf einer ausgewogenen Kapitalstruktur. BAT setzt auf den Ausbau des Eigenkapitals und eine kontinuierliche Stärkung der Eigenkapitalquote.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Agrarbranche ist stark von natürlichen Einflussfaktoren, insbesondere dem Wetter, und dem davon abhängigen Ernteerfolg beeinflusst. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Angebots- und Nachfrageverhalten der Kunden und Lieferanten sowie die Preisbildung an den unterschiedlichen Märkten für Agrarrohstoffe aus. Dabei ist die Preisentwicklung in den vergangenen Jahren auf den regionalen Märkten immer mehr abhängig von internationalen Einflüssen, wie z.B. Dürreperioden oder Missernten in anderen Teilen der Welt. Aufgrund der stärkeren internationalen Verflechtungen wirken sich Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen sowie politische Krisen vermehrt auf die Preisbildung in den regionalen Märkten aus.

Diese Themen haben die Agrarbranche und die Landwirtschaft im Jahr 2022 beschäftigt:

Im Getreidewirtschaftsjahr 2021/22 nahm der weltweite Verbrauch um 1,3 Prozent zu, wodurch sich die Vorratsbestände um 13,2 Mio. Tonnen bzw. 4,5 Prozent reduzierten. In der Europäischen Union wurden im Erntejahr 2021/22 rund 9,1 Prozent mehr Getreide geerntet als im Vorjahr und der Verbrauch wurde erneut deutlich übertroffen (USDA, Grain: World Markets and Trade, January 2023, S. 20). In Deutschland lag die Ernte trotz einer in vielen Regionen außergewöhnlich trockenen Witterung im Erntejahr 2021/22 um 2,7 Prozent über dem Wert des Vorjahres (DBV, Situationsbericht 2022/23, S. 191).

Im Berichtsjahr 2022 waren deutlich gestiegene Weltmarktpreise für Getreide festzustellen. Gründe dafür waren neben dem geschilderten Rückgang der Weltgetreidevorräte die Erwartung niedrigerer Ernten in wichtigen Erzeugerländern sowie kriegsbedingt geringere Exporte aus der Ukraine und Russland. Hinzu kommen generelle Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung der globalen Versorgungssituation (DBV, Situationsbericht 2022/23, S. 192).

Ausgehend von einem Jahrestiefstkurs von knapp 261 Euro/Tonne Anfang Februar 2022 sprang der Preis für Weizen an der Warenterminbörse MATIF bis Mai 2022 auf den Jahreshöchstkurs von rund 438 Euro/Tonne. In der zweiten Jahreshälfte 2022 bewegte sich der Weizenkurs bis November auf einem etwas niedrigeren, aber immer noch hohen Niveau um 350 Euro/Tonne. Zum Jahresende 2022 notierte Weizen an der MATIF mit rund 309 Euro/Tonne.

Bei landwirtschaftlichen Betriebsmitteln kam es vor allem im ersten Halbjahr 2022 zu deutlichen Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Preis für Düngemittel lag im Jahresvergleich durchschnittlich 99 Prozent über dem Vorjahr (Destatis, Index der Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel, Genesis 61221-0001). Der Absatz ging aufgrund der Preissteigerungen aller Düngemittelsorten - Stickstoff-, Phosphat-, Kali- und Kalkdünger - um rund 9 Prozent zurück (Destatis, Inlandsabsatz von Düngemitteln, Genesis 42321-0003). Das Geschäft mit Düngemitteln ist von vielen Faktoren abhängig, u. a. von der Witterung, von Verordnungen wie der Düngeverordnung (DüV) und maßgeblich von den Preisen für Energie. Die Herstellung von Mineraldünger ist besonders energieintensiv und die starken Preissteigerungen auf den Energiemärkten, die bereits in den letzten Monaten des Jahres 2021 einsetzten und sich durch den Krieg gegen die Ukraine verstärkten, haben die Herstellung von Mineraldüngern so verteuert, dass einige Hersteller die Produktion deutlich reduziert und zwischenzeitlich sogar ganz eingestellt haben. Das führte 2022 zu einer Verknappung von Mineraldünger auf dem westeuropäischen Markt. In den letzten Monaten des Jahres 2022 waren die Preise aufgrund gesunkener Gaspreise sowie einer ausreichenden Marktversorgung wieder rückläufig.

Für 2023 wird einerseits insbesondere bei Stickstoff- und Phosphatdüngern durch die weitere Verschärfung der Düngeverordnung - insbesondere die pauschale Senkung des Düngebedarfs um 20 Prozent in rot gekennzeichneten Gebieten und deren Ausweitung - mit rückläufigen Absatzmengen gerechnet.

Gestresste Lieferketten führten zu einer insgesamt knappen Warenverfügbarkeit am Pflanzenschutzmarkt. Dabei stiegen die durchschnittlichen Preise für Pflanzenschutzmittel mit rund 14 Prozent erheblich über das Vorjahresniveau (Destatis, Index der Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel, Genesis 61221- 0001). Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel hängt vor allem von der Witterung und ihren Folgen, wie Krankheiten und Schädlingsbefall der Pflanzen, ab. Im Jahr 2023 wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unter der Annahme weitgehend gleichbleibender Rahmenbedingungen wie Anbaustruktur, Witterungsverlauf und Preisen voraussichtlich aufgrund gesellschaftlicher und politischer Einflüsse strukturell weiter zurückgehen.

Der Markt für Saatgut wird wesentlich von der Entwicklung der Anbauflächen für Getreide, Mais und Raps beeinflusst. Insgesamt lag die Anbaufläche in Deutschland 2022 geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (Destatis, Feldfrüchte und Grünland Anbaufläche 2022), so dass sich der Branchenabsatz bei Saatgut im Jahr 2022 ebenfalls stabil bis leicht steigend entwickelt haben dürfte. Die Preise für Saatgut erhöhten sich 2022 um 17,5 Prozent (Destatis, Index der Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel, Genesis 61221-0001). Unter Annahme weitgehend konstanter Anbauflächen und eines normalen Witterungsverlaufs sollte der Absatz von Saatgut im Jahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Die Produktion von Futtermitteln ging im Wirtschaftsjahr 2021/22 bundesweit um 4,4 Prozent auf 22,86 Mio. Tonnen Mischfutter zurück (DVT, Futtermittel-Tabellarium, Ausgabe 2022, S. 9). Die Futtermittelpreise lagen zum Jahresende 2022 um 38,1 Prozent über dem Vorjahresniveau (Destatis, Index der Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel 2022, Genesis 61221-0001). In der Schweinehaltung führen die steigenden Preise für Betriebsmittel, die anhaltende Ausbreitung von Tierseuchen wie der Afrikanischen Schweinepest sowie die reduzierte Verbrauchernachfrage kurz- bis mittelfristig zu einer deutlichen Reduktion der Bestände. Laut Statistischem Bundesamt reduzierte sich die Anzahl der Schweine zum Stichtag 3. November 2022 um 10,1 Prozent auf 21,4 Mio. Tiere im Vergleich zum Vorjahr. Die Rinderbestände dürften in naher Zukunft relativ konstant bleiben. Für Geflügel wird eine leichte Steigerung prognostiziert. Allerdings führen aktuellen Ausbrüche der Geflügelgrippe und damit verbundene Wiedereinstallungsverbote zu Absatzeinbußen bei Futtermitteln. Vor dem Hintergrund insgesamt abnehmender Tierbestände ist für 2023 eine leicht rückläufige Marktentwicklung zu erwarten.

B. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der BAT-Gruppe erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 über alle Segmente hinweg um 555 Mio. Euro bzw. 22,9 Prozent auf 2,977 Mrd. Euro. Die beherrschenden Faktoren im Geschäftsjahr 2022 waren neben der grundsätzlich angespannten globalen Ernährungsversorgung steigende Preise sowohl für Agrarerzeugnisse als auch für Betriebsmittel. Die bereits vorhandenen Markttreiber wurden dabei durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine nochmals verstärkt. Dabei war es BAT möglich, trotz einer insgesamt schwierigen Marktsituation ein EBIT von 51,8 Mio. Euro, nach einem EBIT von 14,6 Mio. Euro im Vorjahr, zu erreichen. Ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmensgruppe war die Sicherstellung der Warenverfügbarkeit, die durch vorausschauendes Bestands- und Einkaufsmanagement gewährleistet werden konnte. Aufgrund der seit mehreren Jahren knappen globalen Getreidebilanz sowie gestresster Lieferketten war BAT bereits vor dem Krieg gegen die Ukraine von knappen Verfügbarkeiten und höheren Preisen ausgegangen. Neben dem gesteigerten Umsatz trugen auch die Effizienzsteigerungen aus der Fusion zur Steigerung des Ergebnisses bei. Die Entwicklung in den einzelnen Segmenten im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:

Segment Betriebsmittel

Insgesamt erhöhte sich der Umsatz im Segment der Betriebsmittel um 395 Mio. Euro bzw. 37 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro.

Die Sorge landwirtschaftlicher Kunden vor Versorgungsengpässen und zusätzlichen Preissteigerungen führten teilweise zu einer vorgezogenen Bevorratung für die Düngesaison 2023. Hierbei führten ein vorausschauender Einkauf sowie insgesamt hohe Düngemittelpreise zu überdurchschnittlichen Handelsmargen.

Wie auch im Düngemarkt waren die Marktteilnehmer bei Pflanzenschutzprodukten mit gestiegenen Preisen und Versorgungsengpässen konfrontiert. Darüber hinaus war aufgrund der feuchtwarmen Witterung eine höhere Nachfrage nach Fungiziden zu verzeichnen. Dank des guten Lieferantennetzwerks konnte BAT die Versorgung ihrer Kunden mit Pflanzenschutzmitteln sichern, dadurch Marktanteile ausbauen und die Erträge erhöhen.

Im Saatgutgeschäft musste im Geschäftsjahr 2022, zum einen aufgrund eines höheren Einsatzes von Nachbausaatgut durch die landwirtschaftlichen Betriebe und zum anderen aufgrund einer guten Saatgutversorgung der Mitbewerber, welche den sonst üblichen Absatz an andere Großhändler reduzierte, ein Mengenrückgang hingenommen werden. Deutlich zulegen konnte das Geschäft mit Öko-Saatgut.

Alles in allem kann die Entwicklung des Segments im Geschäftsjahr 2022 als sehr gut bezeichnet werden.

Segment Landwirtschaftliche Erzeugnisse

Insgesamt erhöhte sich der Umsatz im Segment der landwirtschaftlichen Erzeugnisse um 20 Mio. Euro bzw. 1,9 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro.

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 war durch die angespannte globale Ernährungsversorgung und den Krieg gegen die Ukraine geprägt. Die Furcht vor einer gravierenden Angebotsverknappung durch den kriegsbedingten Ausfall der Ukraine hat im ersten Halbjahr zu extremen Preissteigerungen und einer spürbaren Belebung des Geschäfts sowohl im Inland als auch im Export geführt. BAT konnte die hohen Preise nutzen, um stattliche Mengen in der Landwirtschaft aufzukaufen und diese erfolgreich vermarkten. Das Zustandekommen der Schwarzmeer-Getreideinitiative im August 2022, die ukrainisches Getreide wieder für den Weltmarkt verfügbar machte, und eine Rekordernte in Russland haben die Versorgungssituation ab Mitte des Jahres schlagartig verbessert. Rückläufige Preise und ein jähes Absterben der Exportnachfrage für deutsches Getreide waren die Folge. Im inländischen Handel hielten sich die Preise noch eine Weile, so dass hier noch einige Mengen platziert werden konnten. Erst als Westeuropa gegen Ende des Jahres international wieder eingepreist war, stellte sich eine Belebung des Marktes ein und BAT konnte exportseitig weitere Mengen platzieren.

Auf Grundlage einer intelligenten Steuerung des Handelsportfolios bei volatilen, in Summe aber stark steigenden Preisen war das Unternehmen in der Lage, im Getreidehandel an der Marktentwicklung zu partizipieren und gute Margen zu erzielen.

Alles in allem kann die Entwicklung des Segments im Geschäftsjahr 2022 als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Segment Futtermittel

Insgesamt erhöhte sich der Umsatz im Segment der Futtermittel um 127 Mio. Euro bzw. 43,3 Prozent auf 420 Mio. Euro.

Im Kalenderjahr 2022 wurden ca. 1 Mio. Tonnen Mischfutter produziert. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 7,3 Prozent. Diese Entwicklung ist aufgrund der zurückgehenden Produktionsmengen im Gesamtmarkt für industriell produziertes Mischfutter in Deutschland und Dänemark sehr erfreulich. Begünstigt wurden die gestiegene Produktionsmenge durch insbesondere im ersten Berichtshalbjahr hohe Absatzmengen von Schweinefutter in Dänemark, die Übernahme der Futterproduktion für die Firma Rudolf Peters, Winsen/Luhe am Standort Ratzeburg und den Gewinn von Marktanteilen im Segment Legehennen Futter. Unterstützend hat auch der voranschreitende Strukturwandel in der Mischfutterindustrie gewirkt. Der Mischfuttermarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel durch rückläufige Tierzahlen und geändertem Verbraucherverhalten. Diese Veränderungen werden in diesem Segment zukünftig sichtbar werden. Alles in allem kann die Entwicklung des Segmentes als erfreulich bezeichnet werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Vorjahresvergleich um 4,4 Mio. Euro bzw. 35 Prozent und belaufen sich auf 8,1 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber für den Rückgang sind die im Vorjahresvergleich um 3,6 Mio. Euro verminderten Gewinne aus Anlagenabgängen. Weiter beinhaltet die Position im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro (plus 0,95 Mio. Euro), Währungsumrechnung in Höhe von 1,9 Mio. Euro (plus 0,9 Mio. Euro), Energieerstattungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (minus 0,1 Mio. Euro), Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro (minus 1,6 Mio. Euro) und Versicherungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (plus 0,15 Mio. Euro).

Der Personalaufwand erhöhte sich um 11,5 Prozent bzw. 8,1 Mio. Euro auf 79 Mio. Euro, bedingt durch eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro pro Person, gestiegene Löhne und Gehälter, sowie höhere Sonderzahlungen.

Die Abschreibungen liegen mit 18,4 Mio. Euro (plus 1,8 Mio. Euro) über dem Niveau des Vorjahres (16,6 Mio. Euro). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf eine stillgelegte Saatgutaufbereitungsanlage.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 91,9 Mio. Euro (plus 17 Mio. Euro). Die größten Kostenpositionen bilden die Verkaufsfrachten mit 20,9 Mio. Euro (plus 7,9 Mio. Euro), Fuhrpark (inkl. Fahrzeug- & Schiffskraftstoffe) mit 17,5 Mio. Euro (plus 2,8 Mio. Euro), Strom mit 10 Mio. Euro (plus 4,3 Mio. Euro), Instandhaltungsaufwendungen mit 8 Mio. Euro (plus 0,94 Mio. Euro), Mieten mit 3,9 Mio. Euro (minus 0,24 Mio. Euro) und EDV-Aufwendungen mit 3,4 Mio. Euro (plus 0,6 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammen und liegt mit minus 4,7 Mio. Euro um 2,2 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres. Während das Beteiligungsergebnis um 0,6 Mio. Euro gesteigert werden konnte, ist beim Zinsergebnis ein Rückgang um 2,9 Mio. Euro zu verzeichnen.

Das Beteiligungsergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf 2,0 Mio. Euro. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 0,6 Mio. Euro betreffen die Anteile an zwei Minderheitsbeteiligungen.

Das Zinsergebnis liegt mit minus 6,8 Mio. Euro hinter dem Vorjahreswert von minus 4 Mio. Euro zurück. Der Anstieg der Zinserträge und der Erträge aus Ausleihungen von insgesamt 0,6 Mio. Euro auf 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) wurde durch die erhöhten Zinsaufwendungen, die mit 9,6 Mio. Euro um 3,4 Mio. Euro über dem Vorjahr liegen, überkompensiert. Bei den Zinsaufwendungen spiegelt sich das im Verlauf des Geschäftsjahres deutlich gestiegene Zinsniveau wider, das zusammen mit dem erhöhten Fremdkapitalbedarf zu der gestiegenen Zinsbelastung für die BAT führte.

Der Rückgang der sonstigen Steuern auf 0,7 Mio. Euro (minus 2,8 Mio. Euro) geht auf den, durch die Fusion ausgelösten, Grunderwerbsteueraufwand im Vorjahr zurück.

Das Geschäftsjahr endet mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 33,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. Euro) und liegt damit deutlich über der Planung und Erwartungen. Der für das Berichtsjahr prognostizierte Umsatz von 2,42 Mrd. Euro sowie der prognostizierte Konzernjahresüberschuss von 10 Mio. Euro wurden mit 555 Mio. Euro bzw. 23,7 Mio. Euro übertroffen. Zu dieser Entwicklung haben neben den geringeren Fusionsaufwendungen die Optimierung der Handelssteuerung und der Vertriebsprozesse im Getreidehandel im Berichtszeitraum beigetragen. Insbesondere im Düngemittel- und Pflanzenschutzmittelgeschäft führte ein vorausschauender Einkauf sowie ein insgesamt hohes Preisniveau zu überdurchschnittlichen Handelsmargen.

C. Finanz- und Vermögenslage

Ziel des BAT Finanzmanagements ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen mögliche Risiken durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente. Alle Maßnahmen dienen ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Ein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich erfolgt nicht.

Die Finanzmittelbeschaffung im Kurzfristbereich ist für den gesamten Konzern zentral organisiert.

Dem Finanzierungsgrundsatz der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz folgend, werden kurzfristig Fremdmittel zur Finanzierung des Working Capital eingesetzt und Investitionen in das Anlagevermögen mit langfristigen Krediten finanziert. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über Kreditinstitute.

Der Treasury-Bereich übernimmt die zentrale Überwachung der unternehmensweiten Finanzierung. Das hierfür aufgebaute interne Kontrollsystem umfasst die Dokumentation der Handelsaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren und das Vier-Augenprinzip.

Kapitalstruktur, Kapitalausstattung und Investitionen

Investitionen

Die BAT-Gruppe hat im Geschäftsjahr 14,2 Mio. Euro (Vorjahr: 14,0 Mio. Euro) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Dabei entfielen 0,2 Mio.

Euro auf neu erworbene Grundstücke und Immobilien, 2,3 Mio. Euro auf Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen für die Bausubstanz bei anderen Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung, 8,6 Mio. Euro auf geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau sowie 2,3 Mio. Euro auf technische Anlagen und Maschinen.

Die Investitionen in Finanzanlagen entfallen im Wesentlichen auf die Erhöhung der Anteile an den Rudolf Peters Landhandel GmbH & Co. KG, Winsen/Luhe sowie auf die Beteiligung an der Unternehmensgruppe "HANSA Landhandel", Heeslingen sowie auf verschiedene Ausleihungen.

Cash Flow

in TEUR 2022 2021 Veränderung
- laufender Geschäftstätigkeit -4.072 -93.398 89.326
- der Investitionstätigkeit -27.653 -106.061 78.408
- der Finanzierungstätigkeit -30.178 -26.913 -3.265

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist im Berichtsjahr einen negativen Saldo in Höhe von 4,0 Mio. Euro aus und liegt damit um 89,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Diese Verbesserung resultiert insbesondere aus folgenden Effekten: Der Jahresüberschuss erhöhte sich um Vergleich zum Vorjahr um 25,7 Mio. Euro. Die Veränderung des Working Capital trug insgesamt mit minus 75,2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 118,7 Mio. Euro) weniger negativ zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit bei. Zudem erhöhten sich zum Vorjahr die Abschreibungen um 2,0 Mio. Euro. sowie die Ertragsteuern.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeit spiegeln sich die Investitionsaktivitäten der BAT im Geschäftsjahr 2022 wider. Der negative Saldo des Berichtsjahres in Höhe von insgesamt 27,6 Mio. Euro resultiert insbesondere aus Auszahlungen für die Investitionen in das Sachanlage- und Finanzanlagevermögen.

Der negative Saldo des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 30,2 Mio. Euro resultiert insbesondere aus der Rückführung von Darlehen und der zahlungswirksamen Auszahlung aus der Ausreichung von Finanzkrediten.

Kapitalstruktur und Kapitalausstattung

in TEUR 2022 2021 Veränderung
Eigenkapital 247.948 220.546 12%
Eigenkapitalquote 27% 27%
kurzfristiges Fremdkapital 595.322 525.357 13%
langfristiges Fremdkapital 61.986 61.991 0%
Fremdkapital 657.308 587.348 12%
Fremdkapitalquote 73% 73%
Gesamtkapital 905.256 807.894 12%

Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt 27,4 Prozent (Vorjahr: 27,3 Prozent) und bewegt sich daher trotz einer erhöhten Bilanzsumme auf Vorjahresniveau. Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf einen erhöhten Vorratsbestands aufgrund der Preissteigerungen auf den für die BAT relevanten Rohstoffmarkten und dem daraus resultierenden Finanzierungsbedarf zurückzuführen.

Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Der Finanzmittelrahmen (Kreditlinien) der BAT steht sowohl für Working Capital Finanzierungen als auch für Investitionen in das Anlagevermögen in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Zusammensetzung des Vermögens

in TEUR 2022 2021 Veränderung
langfristiges Vermögen 209.783 195.910 7%
langfristige Vermögensquote 23% 24%
kurzfristiges Vermögen 695.473 611.984 12%
kurzfristige Vermögensquote 77% 76%
Gesamtvermögen 905.256 807.894 11%

Im Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich das Vermögen und damit die Bilanzsumme der BAT im Vorjahresvergleich um 97,4 Mio. Euro bzw. 12 Prozent und beläuft sich zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022 auf 905 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung das Vorratsvermögen mit einem Anstieg um 130 Mio. Euro bzw. 35,4 Prozent. Der Anstieg bei den Vorräten spiegelt die Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten wider.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Die Geschäftsleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung der BAT-Gruppe zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als insgesamt sehr positiv. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022 wurden deutlich übertroffen. Trotz knapper Warenverfügbarkeit und gestressten Lieferketten konnte die BAT ihre Funktion als ganzjähriger Lieferant von physischen Waren nahezu kontinuierlich erfüllen und gute Margen realisieren. BAT erzielt im Geschäftsjahr 2022 sowohl umsatz- als auch ertragsseitig eine sehr positive Entwicklung. Zu dieser Entwicklung haben neben einer Reihe positiver Marktfaktoren, positive Effekte aus der Fusion, ein funktionierendes Risikomanagement und eine Optimierung der Handelssteuerung im Getreidehandel im Berichtszeitraum beigetragen.

BAT beschäftigt im Geschäftsjahr 2022 1.366 Mitarbeiter. BAT ist mit der vorhandenen Personaldecke mittelfristig gut aufgestellt. Im Wettbewerb um kompetente Mitarbeiter hat BAT Maßnahmen im Bereich Personalmarketing und Recruiting auf den Weg gebracht. Um den zukünftigen Anforderungen an Fach- und Führungskompetenzen Rechnung zu tragen, wurden im Geschäftsjahr 2022 differenzierte Maßnahmen zur Personalentwicklung eingeleitet und aufgebaut.

Ein wesentlicher Schwerpunkt zur Deckung von zukünftigen Mitarbeiterbedarfen liegt in der betrieblichen Ausbildung. Mit durchschnittlich 77 Auszubildenden investiert BAT in den Unternehmensnachwuchs. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 6 Prozent. Die Integration behinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen insbesondere auch mittelständische Unternehmen wie BAT einen besonderen Beitrag leisten können. BAT stellt sich seiner Verantwortung und kommt dieser Verpflichtung nach, indem für rund 53 behinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden.

Im eigenen Unternehmen werden ökologische Aspekte durch Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch Abfalltrennung und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. So wurde bereits an allen Standorten das Energiemanagement nach DIN ISO 50001 eingeführt. Zusätzlich zu den genannten Aspekten, arbeitet BAT in einem kontinuierlichen Prozess daran, den eigenen LKW-Fuhrpark zu optimieren, um den CO 2 -Ausstoß und den Dieselverbrauch zu senken.

D. Chancen- und Risikobericht (inklusive Finanzinstrumente)

Die Grundsätze des in der BAT bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einer von der Geschäftsführung verabschiedeten und von den Überwachungsgremien genehmigten Risikopolitik beschrieben. ISO Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns.

Branchenrisiken und -chancen

Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten im Kernmarkt der BAT aus. Dabei ist insbesondere hinsichtlich der Kundenstruktur in der Agrarbranche der Trend zu immer größeren landwirtschaftlichen Betrieben gegeben, die ihr Geschäft entsprechend professioneller betreiben. Diese Umfeldfaktoren beeinflussen den Geschäftsverlauf der BAT jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BAT ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen der Nachfrage hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung, hervorgerufen beispielsweise durch einen globalen Rohstoffpreisverfall, kann sich die BAT allerdings nicht vollständig entziehen.

Das Geschehen an den Märkten für Getreide, Ölsaaten, Futtermittelkomponenten und Dünger bleibt volatil. Wetterextreme, Analysen zu Ernteaussichten, der Abbau der Interventionsbestände, das wechselhafte Verhalten von Finanzinvestoren in unseren Märkten und Wechselkursschwankungen werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Warenströme schwer vorhersehbar und die Preisvolatilitäten auf dem heutigen Niveau bleiben. Diese Entwicklung bietet Chancen und birgt Risiken für die künftige Geschäftstätigkeit.

Risikomanagement und Einsatz derivativer Finanzinstrumente

Wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik ist die Begrenzung nachfolgend aufgeführter Risiken durch ein systematisches Risikomanagement. Finanzinstrumente dürfen grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken des operativen Geschäfts. Alle Finanzinstrumente werden in bilanzielle Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) einbezogen.

BAT ist folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt:

1.

Preisrisiko aus dem Handel mit Commodities

2.

Preisrisiko aus dem Einkauf von Betriebsmitteln

3.

Währungsrisiko

4.

Zinsänderungsrisiko

5.

Delkredererisiko

6.

Weitere Risiken

Preisrisiko aus dem Handel mit Commodities

BAT handelt Getreide und Ölsaaten, Futtermittelkomponenten sowie Dünger, die aufgrund täglich schwankender Marktpreise einem besonderen Preisrisiko ausgesetzt sind. Diese Preisschwankungen können aber auch bei vorteilhafter Entwicklung Chancen im Konzern bieten sofern hieraus eine Rohertragssteigerung resultiert.

Für alle Artikelgruppen gelten strenge Grundsätze hinsichtlich der Kontraktgenehmigung, -erfassung, -verwaltung und -überwachung. In Abhängigkeit vom Handelsvolumen und der aktuellen Preissituation sind für jede definierte Risikogruppe maximal offene Positionsmengen definiert. Die Limite sind von der Geschäftsleitung definiert und werden täglich überwacht.

Preisrisiko aus dem Einkauf von Betriebsmitteln

Im Rahmen der von BAT täglich einzukaufenden Betriebsmittel hat die Preisentwicklung von Diesel und Strom aufgrund ihres hohen Einkaufswerts eine besondere Bedeutung für BAT. Dies könnte zu höheren Materialkosten und negativen Ergebniseffekten führen, sofern diese Preise nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Risiko wird als hoch eingestuft. Um diesem Risiko zu begegnen, werden Preisabsicherungsgeschäfte beim Diesel durch Terminkäufe bzw. Caps und/oder durch physische Termineinkäufe von Diesel abgeschlossen. Der Stromeinkauf erfolgt durch preisfixierte mittelfristige Stromverträge. Aufgrund dieser Maßnahmen schätzt die Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen als gering ein.

Währungsrisiko

Währungsrisiken entstehen im Einkauf von Futtermitteln und Dünger sowie im Verkauf von Getreide und Futtermitteln in Fremdwährung. Auch entstehen Währungsrisiken im Verkauf von Getreide, Futtermittel und Betriebsmittel an Tochtergesellschaften. Die Geschäftstätigkeit der BAT findet zum überwiegenden Teil innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich abgesichert. Sonstige Zahlungsverpflichtungen oder -forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert.

Zinsänderungsrisiko

Zinsrisiken resultieren aus variablen Finanzierungen des Unternehmens, insbesondere aus der Aufnahme kurzfristiger Kredite, welche der Finanzierung des Working Capital dienen. Dies könnte zu höheren Finanzierungskosten und negativen Ergebniseffekten führen, sofern die höheren Kapitalbindungskosten nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Risiko wird als hoch eingestuft. Um diesem Risiko zu begegnen, werden höhere Zinskosten in der Produktkalkulation bzw. bei Inanspruchnahme von Warenfinanzierung der Kunden eingepreist.

Im Rahmen der Langfristfinanzierung soll das Zinsänderungsrisiko insofern abgedeckt werden, als dass Langfristfinanzierungen nur mit Zinsbindungen in Form von Festsatzkrediten bzw. durch kurzfristige Eurokredite mit Zinsswap-Vereinbarung erfolgen. Zur Abdeckung des Zinsänderungsrisikos für zukünftige Langfristkredite bzw. für die Revalutierung in der Zukunft auslaufender Langfristkredite kann BAT Zinsswaps für die entsprechenden Laufzeiten in begrenzter Höhe erwerben. Aufgrund dieser Maßnahmen schätzt die Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen als gering ein.

Delkredererisiko

Ein Kundenausfallrisiko kann sich aus dem Verkauf von Getreide an Exporteure, Mühlen bzw. Auslandskunden und aus dem Verkauf von Mischfutter und Betriebsmitteln an Landwirte und Landhändler ergeben.

Diesem Risiko soll im Wesentlichen sowohl für gewerbliche Kunden wie auch im Bereich der Landwirtschaft durch aktive Kreditmanagementinstrumente (Limitanträge, Rating, Bilanzanalysen, Einholung von Sicherheiten und Reporting) sowie dem Einsatz von Akkreditiven im internationalen Geschäft begegnet werden. Aufgrund der Maßnahmen schätzt die Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen als gering ein. Chancen können sich ergeben, sofern entgegen der ursprünglichen Erwartung abgewertete Forderungen wieder als werthaltig eingestuft werden.

Weitere Risiken

Produktrisiken werden durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung Rechnung getragen. Die Mischfutterproduktionsanlagen sind nach ISO und QS zertifiziert. Die Zertifizierung der Getreideterminals erfolgt nach GTP (Good Trading Practice).

Das Bundeskartellamt hat von Januar bis April 2020 Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 157 Millionen Euro gegen acht Großhändler von Pflanzenschutzmitteln und deren Verantwortliche wegen Absprachen über Preislisten, Rabatte und einige Einzelpreise beim Verkauf an Einzelhändler und Endkunden in Deutschland im Zeitraum von 1998 bis zum 3. März 2015 verhängt. In Anwendung der Bonusregelung wurde gegen die Konzerntochter Beiselen GmbH, die als erste mit dem Bundeskartellamt kooperierte, kein Bußgeld verhängt. Beiselen geht davon aus, dass durch vom Bundeskartellamt etwaig festgestellte Wettbewerbsverstöße kein Schaden bei Landwirten entstanden ist. So gab es im Agrarhandel auch in dem vom Bundeskartellamt beanstandeten Zeitraum Wettbewerb zwischen den Agrargroßhändlern, sodass es zu Kundenwechseln und unterschiedlichen Verkaufsmengen und -preisen kam. Zudem kauften viele Landhändler Pflanzenschutzmittel bei mehreren Agrargroßhändlern. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es Dritten zukünftig - entgegen der Erwartung von Beiselen gelingt, Schadensersatzansprüche erfolgreich gegen Beiselen geltend zu machen.

E. Prognosebericht

War das Jahr 2022 überwiegend geprägt mit der organisatorischen Neuordnung, insbesondere der Integration der Beiselen Standorte Erfurt, Mehltheuer, Magdeburg und Wilsdruff in die BAT Agrar, liegt der Fokus im Jahr 2023 auf der Implementierung eines einheitlichen Warenwirtschaftssystems.

Das Geschäftsjahr 2022 wurde teilweise durch eine Reihe positiver Marktfaktoren begünstigt. Für das Jahr 2023 ist mit einer Normalisierung dieser Entwicklungen zu rechnen. Aufgrund sinkender Preisniveaus und geringerer Preisvolatilitäten wird ein Rückgang der Erträge gegenüber dem außerordentlich guten Ergebnis des Vorjahres erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2023 plant BAT mit einem Umsatz in Höhe von 2,8 Mrd. Euro, bedingt durch ein niedrigeres Preisniveau für landwirtschaftliche Betriebsmittel und Erzeugnisse und einem Konzernjahresüberschuss in einer Größenordnung von 17,5 Mio. Euro. Die beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar Entwicklungen zur Folge haben, die von der heutigen Planung abweichen, dennoch sieht sich BAT in ihrem operativen Geschäft gut aufgestellt. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor bleibt die Entwicklung des Kriegs gegen die Ukraine und dessen mögliche Folgen auf den Agrarsektor.

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind solche Risiken gegenwärtig nicht erkennbar.

 

Ratzeburg, den 3. Mai 2023

BAT Holding GmbH, Ratzeburg

Hauke Thordsen, Geschäftsführer

Jan Thordsen, Geschäftsführer

Ludwig Striewe, Geschäftsführer

Magnus Schuler, Geschäftsführer

Markus Ludewig, Geschäftsführer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Konzernrechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Konzernrechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Die BAT Holding GmbH erklärt sich hiermit gegenüber den unten aufgeführten Tochterunternehmen bereit, für die von dem jeweiligem Tochterunternehmen bis zum Abschlussstichtag 31.12.2022 eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen.

AgrarOnline GmbH, Ratzeburg

Agrarhandel Erhardt GmbH, Ulm

BAT Logistik GmbH, Lalendorf

BAT Fabrik Aarhus GmbH, Ratzeburg

Beiselen GmbH, Ulm

Börde Agrarhandel Langeneicke GmbH

Penkuner Agroservice GmbH, Krackow

Regionale Waren Agrar GmbH Haßberge, Hofheim

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