Mozelt GmbH
67mBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Keiichi Goto seit 8.6.2026 | Geschäftsführer |
Haruhiko Miyagawa seit 16.7.2025 | Geschäftsführer |
Wataru Tajima seit 4.9.2024 | Geschäftsführer |
Shuhei Hasegawa seit 25.5.2023 | Geschäftsführer |
Yoshiaki Hirao seit 25.5.2023 | Geschäftsführer |
Jürgen Semmler seit 24.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Shimadzu Europe Ltd. | 99.00% |
Shimadzu Corporation | 1.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Shimadzu Europa GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024Geschäftstätigkeit Die Shimadzu Europa GmbH (SEG) ist als Großhändler mit ihren Sparten Apparate der Analytik (physikalische und wissenschaftliche Apparate, wissenschaftliche Forschungsapparate, industrielle Maschinen) und Apparate der Medizintechnik vor allem auf dem europäischen sowie in geringem Umfang auch auf dem russisch-asiatischen Markt tätig. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Duisburg. Das Geschäftsmodell sieht den Vertrieb der Produkte unseres Mutterkonzerns, insbesondere über unsere Tochterunternehmen in den Ländern Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Schweiz, Italien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina sowie über freie Händler vor. Darüber hinaus gibt es Repräsentanzen der SEG in Russland und Zweigniederlassungen in Dänemark, Norwegen und Schweden. Das Angebot der Sparte Apparate der Analytik umfasst zahlreiche Systeme für die Chromatographie (HPLC, LCMS, LCMS-IT TOF, GC, GCMS), Spektroskopie (UV/VIS, FTIR, AAS, ICP), Umwelttechnik (TOC), Materialprüfung und Life Science. Die Sparte der Medizintechnik beinhaltet Apparate der Angiographie und Kardiologie sowie Apparate der Radiographie und Fluoroskopie. Wirtschaftsbericht 1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Einschätzung von Eurostat (European Economic Forecast February Winter 2024 und European Economic Forecast February Spring Mai 2024) stagnierte das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU bzw. sank geringfügig im Euroraum um 0,1 % im vierten Quartal 2023, nachdem es im dritten Quartal 2023 in beiden Gebieten um 0,1 % leicht geschrumpft war. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres ist das saisonbereinigte BIP im ersten Quartal 2024 sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,4 % gestiegen, nach +0,1 % im Euroraum und +0,2 % in der EU im Vorquartal. Die Stagnation des Wachstums Ende 2023 wurde hauptsächlich durch eine Schrumpfung in Deutschland verursacht. Für das vierte Quartal 2023 wurde in vier (Italien: 0,2 %, Spanien: 0,6 %, Belgien und Lettland: 0,4 %) der 12 Mitgliedstaaten ein anhaltendes Wirtschaftswachstum gemeldet. In vier weiteren Mitgliedstaaten erholte sich das Wachstum nach Rückgängen in den Vorjahren (Tschechische Republik, Portugal) oder die Rezession konnte überwunden werden (Schweden, Österreich). Die Wirtschaftstätigkeit stagnierte in Frankreich und schrumpfte in Deutschland (-0,3 %), Lettland und Irland, wobei letzteres in der Rezession verharrte. Das BIP in Deutschland ist im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Inflation verringerte sich von ihrem Höchststand von 11,6 % im Oktober 2022 auf 6,0 % im Jahr 2023 insgesamt und auf 3,1 % im Januar 2024. Diese Verringerung ist hauptsächlich auf den Rückgang der Großhandelspreise für Energie und die Einführung von Energieunterstützungsmaßnahmen zurückzuführen, die im November 2023 ausliefen. In Frankreich ist das BIP im Jahr 2023 um 0,9 % gewachsen, angetrieben durch ein starkes Wachstum im zweiten Quartal 2023. Nachdem die Inflation im ersten Quartal 2023 einen Höchststand von 7,0 % erreicht hatte, ging sie im Laufe des Jahres zurück und lag Ende 2023 bei 4,2 %, was im Wesentlichen auf die sinkenden Energie- und Rohstoffpreise zurückzuführen war. In Italien ist das reale BIP im Jahr 2023 um 0,6 % gewachsen. Im vierten Quartal 2023 ging die Inflation im Vergleich zum Vorjahr auf 1,0 % zurück. Moderate Lohnerhöhungen haben bisher dazu beigetragen, die Inflation in Schach zu halten. Die europäischen Gas- und Strompreise sind Ende 2023 stark gefallen und werden voraussichtlich weitgehend stabil auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Die Bemühungen um eine Verringerung der Erdgasnachfrage führten dazu, dass die EU im Dezember 2023 17 % weniger verbrauchte (-19 % für den Zeitraum Januar-November) als im Monatsdurchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre, was zum Teil durch einen starken Anstieg der neu installierten Kapazität an erneuerbaren Energien im Stromsektor erreicht wurde. Die Abhängigkeit der EU von der Volatilität der Energiepreise hat sich somit in Grenzen gehalten, aber die Gefahr einer Unterbrechung der Flüssiggaslieferungen aufgrund des Konflikts im Nahen Osten stellt ein neues Risiko dar. Der israelisch-palästinensische Konflikt im Roten Meer stört eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für die Weltwirtschaft und wirkt sich auf die Lieferzeiten, die Schifffahrtskosten und die Lieferketten aus. Die Schifffahrt durch das Rote Meer wurde umgeleitet, was zu längeren Lieferzeiten und drastisch gestiegenen Transportkosten führte. Zwischen dem Beginn der Angriffe (19. Oktober 2023) und Ende Januar 2024 sank der gleitende 7-Tage-Durchschnitt des Transithandelsvolumens durch das Rote Meer um 70 %, während das Handelsvolumen durch das "Kap der Guten Hoffnung" um 30 % anstieg. Die Fahrtzeiten zwischen Asien und Europa verlängerten sich um 10-15 Tage und die Frachtkosten für Container auf mehreren Routen von China nach Europa stiegen um rund 400 %. Die Störung wirkt sich weltweit auf die Versandkosten aus. Die Entwicklung der für die Gesellschaft wesentlichen bilateralen Wechselkurse stellt sich als positive Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr dar. Der Euro hat gegenüber dem japanischen Yen (+12,9 %) und auch gegenüber dem russischen Rubel (+18,9 %) deutlich an Wert gewonnen. Zudem konnte der Euro auch gegenüber der norwegischen Krone (+2,7 %) und der schwedischen Krone (+2,2 %) leichte Wertzuwächse verzeichnen, während er gegenüber der dänischen Krone auf dem Vorjahresniveau verblieb (+0,1 %). Entsprechend konnten die Wertverluste des EUR gegenüber dem britischen Pfund (-2,7 %), dem Schweizer Franken (-2,0 %) sowie dem US-Dollar (-0,6 %) gut kompensiert werden (https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates). Im Jahr 2023 hat die wirtschaftliche Entwicklung der Branche der Analyse-, Bio- und Labortechnik laut dem Branchenverzeichnis Spectaris einen Rückgang in Höhe von 4,2 % verzeichnet und somit die Hoffnungen der Prognose für 2023 nicht erfüllt. Der Inlandsumsatz ist mit Mrd. EUR 5,3 um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr gesunken und der Auslandsumsatz betrug Mrd. EUR 6,0 und lag somit 6,8 % unter dem Vorjahr. Die deutliche Exportschwäche ist im Wesentlichen auf den Rückgang von pandemiebezogenen Produkten des Life Science Sektors zurückzuführen, neben Effekten aufgrund der generellen globalen Konjunkturschwäche sowie aus Rückgängen im Pharma-/Biotechnologie-Sektor (Quelle: "Spectaris"). 2) Geschäftsverlauf Wie von uns erwartet sind die Umsatzerlöse leicht gestiegen. Der Gesamtumsatz erhöhte sich mit TEUR 144.261 um 5,3 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 insbesondere aufgrund der Umsatzsteigerungen mit unseren Distributoren außerhalb Russlands und der CIS- Staaten. Das Jahresergebnis ist, bereinigt um Sondereffekte im Zusammenhang mit Beteiligungen, ebenfalls wie erwartet leicht gestiegen. Die Sondereffekte betreffen die Erträge aus Beteiligungen (TEUR 15.320; Vorjahr: TEUR 694), den Ergebniseffekt aus Zu- und Abschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen (TEUR 0; Vorjahr: TEUR -310) sowie den Aufwand aus der Nachschussverpflichtung für das Eigenkapital der Tochtergesellschaft Alsachim S.A.S. (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 3.600). Das um diese Sondereffekte bereinigte Jahresergebnis stieg um TEUR 1.678 auf TEUR 3.257. Durch die Steigerung des Geschäfts mit unseren Distributoren außerhalb Russlands und der CIS-Staaten konnten wir insbesondere im Bereich der Flüssigkeitschromatographie (LC) und der Massenspektronomie (MS) das stärkste Umsatzwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielen, während im Bereich Gaschromatographie sowie im Bereich Devices nur geringfügige Umsatzzuwächse zu verzeichnen waren. Durch die Zuwächse in diesen Bereichen konnten Umsatzrückgänge im Bereich Spektrometrie, Biotechnologie (kein Verkauf von Covid-Kits mehr) und im Bereich Prüfmaschinen vollständig kompensiert werden. Im Bereich der Medizintechnik ergibt sich ein durchwachsenes Bild. Im Bereich der X-Ray Surface als auch der FDP-XTV (Flat-Panel-Detektor Durchleuchtungssysteme) verzeichnen wir erneut Umsatzrückgänge im Wesentlichen bedingt durch eine niedrigere Nachfrage des Gesundheitssektors sowie des Forschungssektors. Auch das Ersatzteilgeschäft im osteuropäischen Raum konnte die Rückgänge in beiden Bereichen nicht wesentlich abmildern. Unser medizintechnisches Geschäft mit Russland blieb stabil auf Vorjahresniveau. Mit unseren Tochtergesellschaften erzielten wir höhere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg der Umsätze mit unseren Tochtergesellschaften in Kroatien (SHR), in Italien (SIM), in der Schweiz (SSG) sowie in Frankreich (SFP) konnten die Rückgänge in Österreich (SHA), den Beneluxländern (SBN), Deutschland (SDG) und Großbritannien (SUK) vollständig kompensieren. Die Entwicklungen der Umsatzerlöse unserer Tochtergesellschaften sind insgesamt positiv. Insbesondere die Tochtergesellschaften in Italien (SIM), Deutschland (SDG), Großbritannien (SUK), Kroatien (SHR) und Schweiz (SSG) konnten einen deutlichen Anstieg ihrer Umsätze verzeichnen. Einen Umsatzrückgang verzeichneten unsere Tochtergesellschaften in Österreich (SHA), Frankreich (SFP & Alsachim), Bosnien (SBS) und in den Beneluxstaaten (SBN). Unsere Niederlassung in Schweden (SFS) als auch Norwegen (SNB) verzeichneten leichte Umsatzrückgänge, die von der Umsatzsteigerung unserer Niederlassung in Dänemark (SDF) überkompensiert werden konnte. Die Tochtergesellschaften erwirtschafteten mit Ausnahme der nachhaltig verlustträchtigen Alsachim S.A.S., Illkirch-Graffenstaden/Frankreich, im abgelaufenen Geschäftsjahr positive Ergebnisse. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen konnte das Geschäft mit den Schnelltest-Kits nicht wie prognostiziert umgesetzt werden und geplante vertriebliche Synergieeffekte blieben entsprechend aus. Mit Beschluss der Konzernobergesellschaft vom 24. März 2024 soll die Steuerung der Alsachim S.A.S. direkt der Shimadzu Corporation unterstellt werden. Mit Kaufvertrag vom 17. Juni 2024 verkauft die Shimadzu Europa GmbH sämtliche Anteile an der Alsachim S.A.S. an die Shimadzu Corporation, Kyoto/Japan, mit Wirkung zum 1. Oktober 2024. 3) Lage 3.1.) Ertragslage 3.1.1.) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 144.261 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 136.950). Der Anstieg ist auf deutlich gesteigerte Umsätze mit Distributoren (bis auf russische Distributoren) im analytischen Bereich neben einer Steigerung der Umsätze mit den Tochtergesellschaften zurückzuführen. Entsprechend haben sich die Umsätze im Bereich Analytik um TEUR 5.601 auf TEUR 122.007 vergrößert. Die Umsätze im Bereich der Medizintechnik sind um TEUR 1.691 auf TEUR 21.832 gestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem durch eine höhere Nachfrage der Tochterunternehmen, insbesondere in Kroatien, bedingt. Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 32.322 (Vorjahr: TEUR 31.711) auf das Inland (im Wesentlichen mit der SDG) und mit TEUR 111.939 (Vorjahr: TEUR 105.239) auf das Ausland (im Wesentlichen mit den übrigen Tochtergesellschaften in Europa und unseren Händlern in den CIS-Staaten, Griechenland und Spanien). Mit der Shimadzu Deutschland GmbH, Duisburg, besteht eine Vereinbarung zur Erbringung von administrativen Dienstleistungen. Daraus resultierten Umsatzerlöse aus Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 292. 3.1.2.) Bruttoergebnis vom Umsatz Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 35.405 um TEUR 2.437 auf TEUR 37.842 (+6,9 %) insbesondere aufgrund von Umsatzzuwächsen im analytischen Bereich. 3.1.3.) Ergebnis In dem abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Kostenstellen in den Funktionsbereichen Service und Installation, Vertrieb und Verwaltung neu geordnet. Aufgrund der Änderung erhöhten sich abweichend zum Vorjahr die Service- und Installationskosten um TEUR 2.227 und die Verwaltungskosten um TEUR 2.685. Die Vertriebskosten verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.810. Das sonstige betriebliche Ergebnis, bestehend aus den sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, betrug TEUR 538 (Vorjahr: TEUR 278). Im Vorjahr enthielt das sonstige betriebliche Ergebnis zum einen die sonstigen betrieblichen Erträge aus dem Ertrag aus der Zuschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.848 und zum anderen den sonstigen betrieblichen Aufwand aus der Nachschussverpflichtung für das Eigenkapital der Tochtergesellschaft Alsachim S.A.S in Höhe von TEUR 3.600. Darüber hinaus sind die Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen um TEUR 749 gesunken und die Aufwendungen aus Betriebssteuern des Vorjahres (TEUR 135) gestiegen. Die Erträge aus Beteilungen (TEUR 15.320; Vorjahr: TEUR 694) beinhalten Ausschüttungen der SDG, SBN, SHA, SUK, SIM und SSG an die SEG im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das laufende Geschäftsjahr sind unter Berücksichtigung von Kürzungen und Hinzurechnungen von bestimmten Erträgen und Aufwendungen aus Beteiligungsverhältnissen im Wesentlichen aufgrund des verbesserten Ergebnisses vor Steuern um TEUR 1.263 gestiegen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus Vorjahren sind aufgrund abgeschlossener Betriebsprüfung um TEUR 757 höher als im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern bereinigt um Sondereffekte im Zusammenhang mit Anteilen an verbundenen Unternehmen (Erträge aus Beteiligungen sowie Zuschreibung und Nachschusspflicht) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.503 auf TEUR 3.378 verbessert. Insgesamt liegt das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 deutlich über dem des Vorjahres, im Wesentlichen getrieben durch die Sondereffekte aus den Beteiligungserträgen. Insgesamt hat sich das operative Geschäft wie erwartet entwickelt und die positive Ergebnisentwicklung konnte erreicht werden. 3.2.) Finanzlage und Investitionen Die Finanzierung der Shimadzu Europa GmbH erfolgt aus dem verfügbaren Finanzmittelbestand, kurzfristigen Bankfinanzierungen sowie durch entsprechende vorteilhafte Zahlungskonditionen unserer Muttergesellschaft Shimadzu Corporation, Kyoto/Japan. Der Finanzmittelfonds hat sich wie folgt entwickelt:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 12.219 auf TEUR -2.966 gesunken, im Wesentlichen bedingt durch die höheren Mittelabflüsse zum Ausgleich von Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr. Der Mittelzufluss aus den Dividenden und Zinsen abzüglich der Investitionen in das Anlagevermögen führte zu einem positiven Cashflow aus Investitionstätigkeit von TEUR 15.721. Im Geschäftsjahr führten Zinszahlungen zu einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von TEUR -899. Insgesamt stieg der Finanzmittelfonds unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten der skandinavischen Betriebsstätten um TEUR 12.211 auf TEUR 35.965. Der Anstieg der liquiden Mittel ist insbesondere auf die weiterhin positiven Mittelzuflüsse aus den Dividendenzahlungen zurückzuführen. Zum 31. März 2024 bestehen wie im Vorjahr keine Bankfinanzierungen. Bei zusätzlichem Bedarf geht die Geschäftsführung weiterhin davon aus, dass kurz- und mittelfristige Bankfinanzierungen auf Antrag kurzfristig gewährt werden und damit unsere Zahlungsfähigkeit jederzeit gesichert ist. 3.3.) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 161.372 auf TEUR 170.978 erhöht (6,0 %), dies ist im Wesentlichen auf der Aktivseite auf den erhöhten Cash-Pool-Forderungsbestand und den Anstieg der Bankguthaben zurückzuführen. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 227 auf TEUR 28.150 verringert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tätigte die Gesellschaft Ersatzbeschaffungen im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 621. Die Entwicklung des Umlaufvermögens ist hauptsächlich durch den Anstieg der liquiden Mittel um TEUR 2.895 auf TEUR 42.247 und der Cash-Pool-Forderungen um TEUR 5.468 auf TEUR 19.872 geprägt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 1.464; dies steht im Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung im letzten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr insgesamt um TEUR 6.201 gestiegen. Dabei stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen unsere Tochtergesellschaften um TEUR 734; die Forderungen aus Cash-Concentration erhöhten sich insgesamt um TEUR 5.468, während sich die Forderungen gegen unseren Gesellschafter (um TEUR 144) erhöhten. Unsere liquiden Mittel erhöhten sich um TEUR 2.895 auf TEUR 42.247. Hinsichtlich der Entwicklung der liquiden Mittel bzw. des Finanzmittelfonds verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage und Investitionen (3.2). Das Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 111.783 gegenüber TEUR 93.206 im Vorjahr. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen vollständig ab. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 57,8 % im Vorjahr auf 65,4 %, hauptsächlich bedingt durch den höheren Jahresüberschuss. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 1.008 gegenüber dem Vorjahresniveau erhöht, insbesondere bedingt durch höhere Rückstellungen für Personal (TEUR +595) sowie für Elektroschrottentsorgung sowie Rückstellungen für Beraterhonorare (TEUR +262). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind um TEUR 51 gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt um TEUR 434 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich um TEUR 7.909, im Wesentlichen bedingt durch die Verringerung der Verbindlichkeiten aus dem Cash-Concentration-Contract (Cash-Pool) in Höhe von TEUR 3.848 sowie den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Shimadzu Corporation um TEUR 4.278 auf TEUR 17.626. Darüber hinaus enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen die weiterhin bestehende Nachschusspflicht gegenüber der Alsachim S.A.S. in Höhe von TEUR 3.600 (Vorjahr: TEUR 3.600). 4) Finanzielle Leistungsindikatoren Die Leistungsindikatoren, die vom Management für interne Steuerungszwecke verwendet werden, basieren auf der handelsrechtlichen Buchführung. Als Handelsgesellschaft erfolgt die Steuerung im Wesentlichen über die Kennzahlen Umsatzerlöse und Jahresergebnis (bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren). Hinsichtlich der Erläuterungen zur Entwicklung dieser Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr und zur Prognose verweisen wir auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf und zur Ertragslage. 5) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal- und Sozialbereich Als innovatives Unternehmen hat die SEG auch im Geschäftsjahr 2023/2024 wieder viele Schulungen und Qualifikationen durchgeführt, um die hohe fachliche Kompetenz der Vertriebsmitarbeiter und Servicetechniker für die neu eingeführten Produkte zu gewährleisten. Die Laborwelt bietet hier ausgezeichnete Trainingsmöglichkeiten für alle unsere europäischen Mitarbeiter. Darüber hinaus gibt es eine Shimadzu eAcademy, mit der wir die zahlreichen Qualifizierungen unserer deutschen und europäischen Mitarbeiter zusätzlich auch digital durchführen können. Die Bandbreite der digitalen Schulungen reicht vom Onboarding-Prozess neuer Mitarbeiter über Compliance und Sicherheitsschulungen bis zur Vermittlung bzw. Vertiefung von Produkt- und Applikationswissen unserer europäischen Außendienstmitarbeiter. Die eAcademy erlaubt es unseren Mitarbeitern, diese Maßnahmen jeweils während ihrer individuellen Arbeitsmöglichkeit zu absolvieren. Ebenso werden alle Mitarbeiter angehalten, sich regelmäßig im Allgemeinen und auch in ihren Fachbereichen intern wie auch durch externe Weiterbildungsmöglichkeiten auf einem aktuellen Know-how-Stand zu halten. Zu den personalbezogenen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehören Fluktuation und Krankenstand. Innerhalb des Geschäftsjahres stieg die Anzahl unserer Mitarbeiter im Durchschnitt auf 240 geringfügig an. Die Mitarbeiterfluktuation und auch der Krankenstand der Mitarbeiter werden regelmäßig ausgewertet, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen. Zweimal jährlich tagt unser Ethikrat, um eventuellen negativen Einflüssen zeitnah entgegenwirken zu können. So verzeichneten wir gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Fluktuation (7,77 %; Vorjahr: 9,43 %), da entgegen unserer Erwartung (ca. 10 %) nur ein vergleichsweise geringfügiger Wechsel von Mitarbeitern innerhalb des Shimadzu-Konzerns erfolgte. Beim Krankenstand verzeichneten wir ebenfalls entgegen unserer Planung von ca. 7 % einen Rückgang auf 5,01 % (Vorjahr: 7,08 %), mehrheitlich bedingt durch einen geringeren Anteil der Langzeiterkrankten. Beide Indikatoren sind im Geschäftsjahr 2023/2024 unter den Prognosewerten geblieben. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Das abgelaufene Geschäftsjahr war insgesamt ein gutes Jahr für die SEG. Die Umsatzerlöse konnten sowohl in Analytik als auch in der Medizintechnik (+4,8 % bzw. +8,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) gesteigert werden. Vor allem der Rückgang, bedingt durch den Beginn des russischen Angriffskrieges ein Jahr zuvor, konnte durch ein vorsichtiges Wiedererstarken des ukrainischen Händlers und das Verfolgen neuer Geschäftsfelder in einigen CIS- Staaten (z.B. Georgien oder Aserbaidschan) aufgeholt werden. Außerdem hat die SEG ihre Position im Bereich der Analytik erfolgreich verteidigt und ausgebaut. Das operative Ergebnis steigerte sich signifikant gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023. Hierzu haben im Wesentlichen die höheren Umsatzerlöse vor allem bei Händlern außerhalb Russlands (+17,7 %) und auch den europäischen Niederlassungen der SEG beigetragen. Aber auch ein geschicktes Kostencontrolling sowie eine leicht rückläufige Inflation konnten die Vertriebs- und Verwaltungskosten unter den geplanten Ausgaben halten. 6) Prognosebericht Nach der Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission wird das jährliche BIP-Wachstum in der EU im Jahr 2024 bei 1,0 % (0,8 % im Euroraum) und im Jahr 2025 bei 1,6 % (1,4 % im Euroraum) prognostiziert. Die Inflation soll in der EU von 6,4 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2025 zurückgehen. Für den Euroraum wird eine Verlangsamung von 5,4 % im Jahr 2023 auf 2,5 % im Jahr 2024 und 2,1 % im Jahr 2025 erwartet. Für Deutschland insgesamt wird ein Anstieg des realen BIP um 0,1 % im Jahr 2024 und 1,0 % im Jahr 2025 prognostiziert. Die Inflation wird voraussichtlich zurückgehen und 2,4 % im Jahr 2024 und 2,0 % im Jahr 2025 erreichen. In Frankreich wird für 2024 ein moderates BIP-Wachstum von jährlich 0,9 % erwartet; für 2025 wird ein BIP-Wachstum von 1,3 % prognostiziert. Nach 5,7 % im Jahr 2023 dürfte die Inflation 2,8 % im Jahr 2024 und 2,0 % im Jahr 2025 erreichen, was vor allem auf den Rückgang der Energie- und Rohstoffpreise zurückzuführen ist. In Italien wird für 2024 ein weiteres langsames Wachstum der Wirtschaftsleistung prognostiziert, wobei die Kaufkraft der Haushalte von der Desinflation und einem Anstieg der Löhne vor dem Hintergrund eines robusten Arbeitsmarktes profitieren dürfte. Für 2024 wird ein jährliches BIP-Wachstum von 0,7 % erwartet. Die Inflation wird für 2024 auf 2,0 % und für 2025 auf 2,3 % geschätzt. Russlands langwieriger Angriffskrieg gegen die Ukraine bleibt ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor insbesondere für die EU-Wirtschaft. Die Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten auf das Rote Meer schürt zusätzliche geopolitische Spannungen und übt bereits einen gewissen Aufwärtsdruck auf die Preise aus. Weitere Eskalationen könnten die Versorgungsketten erneut belasten, die weltweite Produktion behindern und den Preisdruck auf handelbare Güter verstärken. Die Auswirkungen der Ausweitung der Spannungen im Nahen Osten auf das Rote Meer stellen einen negativen Angebotsschock dar, der die europäischen Transportkosten in die Höhe treibt und die Lieferzeiten im Jahr 2024 verlängert. Dies dürfte sich vor allem auf die Preise für energiefreie Güter auswirken, könnte aber auch den Preisdruck bei Nahrungsmitteln und in geringerem Maße bei Dienstleistungen und Energie im Jahr 2024 verstärken. Der Branchenverband Spectaris erwartet aufgrund von Trends wie der fortschreitenden Prozessoptimierung bei Industriekunden, der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und gesunder Ernährung sowie Gesundheits- und Präventionsbewusstsein eine Wende beim Wachstum in der Branche mit einer Wachstumserwartung von 5 % auf Mrd. EUR 11,8 in 2024. Es bestehen weiterhin zahlreiche Unsicherheiten in der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, die von der Geschäftsleitung kontinuierlich überwacht werden. Neben dem weiter andauernden Krieg in Russland gibt es einen weiteren großen Konflikt in Israel bzw. im Gazastreifen, dessen Verlauf auch in den westlichen Ländern sehr genau verfolgt wird. Schließlich rechnet die Geschäftsführung nach der gerade durchgeführten Europawahl und den ersten Ergebnissen daraus mit einer mehrmonatigen Unsicherheit über die weitere Entwicklung in der europäischen Wirtschaft. Diese könnte zu Verzögerungen bei der Entscheidung von geplanten und auch neuen Investitionen führen. Trotzdem plant und erwartet die Geschäftsleitung für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 zunächst wiederum ein leichtes Wachstum des Umsatzes und Jahresergebnisses im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr. Die Ergebnisplanung basiert dabei auf dem bereinigten Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres unter Berücksichtigung von Sondereffekten. Hinsichtlich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Mitarbeiterfluktuation und Krankenstand planen wir mit einem Niveau auf dem des letzten Geschäftsjahres (Fluktuation ca. 8 % und Krankenstand ca. 5 %). 7) Risiko- und Chancenbericht Die unten aufgeführten Chancen und Risiken haben gleichermaßen Auswirkungen auf die Gesellschaft: Das analytische Portfolio der Shimadzu Europa GmbH wird im kommenden Geschäftsjahr weiterhin innovativ und wettbewerbsfähig bleiben. Im vorherigen Geschäftsjahr wurde ein neuer 3-Jahresplan für die Shimadzu Corporation eingeführt, der auch für die Shimadzu Europa GmbH weiteres Wachstum vorsieht. Wir werden uns verstärkt im Bereich der klinischen Diagnostik und der grünen Energietransformation engagieren. Durch die Einführung neuer Produkte und Anwendungen streben wir zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten in beiden Wachstumsfeldern an. Darüber hinaus erfordern zahlreiche bestehende und neue Umweltprobleme Investitionen in neue Analysesysteme. Zusätzlich beabsichtigen wir, dem steigenden Bedarf unserer Kunden an Installations- und Serviceleistungen gerecht zu werden, indem wir sowohl unsere Kapazitäten als auch unser Angebot in diesem Bereich ausbauen. Durch regelmäßige Kundenzufriedenheitsbefragungen werden wir in der Lage sein, unsere hohe Qualität weiter zu verbessern. Der Krieg in der Ukraine dauert weiterhin an und es ist derzeit kein Ende in Sicht. Die Inflation bleibt hoch und die Lieferketten innerhalb der Shimadzu-Gruppe sind nach wie vor gestört. Die Ausgaben für eine CO 2 -arme Energieversorgung bleiben hoch, was sich negativ auf die Bereitschaft zur Investition in die deutsche und europäische Wirtschaft auswirken könnte. Alle wichtigen Beschaffungsvorgänge werden über unseren Mutterkonzern überwiegend in EUR abgerechnet. Nur wenige Zukaufteile werden in anderen Währungen eingekauft und dieses Währungsrisiko wird teilweise durch einen konzerneigenen Währungspool abgesichert. Durch regelmäßige Überprüfung der Wechselkurse EUR/USD, EUR/RUB, EUR/GBP und EUR/JPY wird versucht, das Wechselkursrisiko zu verringern. Starke Schwankungen in den Leitwährungen können jedoch einen negativen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben. Ungesicherte Währungsschwankungen sowie Zinserhöhung gen auf unsere kurz- und langfristigen Darlehen aus Cash-Pooling können ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben. Die Gesellschaft betreibt keine Wechselkursabsicherung (Hedging). Die Einkaufsstrategien werden regelmäßig überprüft und an interne und externe Anforderungen angepasst. Aufgrund des Ukraine-Konflikts und der Angriffe der Huthi-Miliz auf Handelsschiffe im Roten Meer gibt es weltweit immer noch geringfügige Engpässe und Verzögerungen bei der Beschaffung von Produkten und der Logistik. SEG ist hauptsächlich auf die Produzenten im Konzernverbund angewiesen, während die Logistikdienstleistungen größtenteils an externe Partner ausgelagert sind. Die Einkaufspreise bei Konzernpartnern sind aufgrund des weltweit angestiegenen Materials und Energiekosten leicht nach oben angepasst worden. Diese wurden aber mit einer kurzen Nachlaufzeit an die Niederlassungen in Europa und damit auch an Endkunden und Händler weitergegeben. Die Preise für Logistikdienstleistungen sind leicht gestiegen. Um das Risiko von Forderungsausfällen im Handelsgeschäft zu minimieren, überwacht die Gesellschaft kontinuierlich die Kundenforderungen. Geschäfte in Schwellen- und/oder Risikoländern werden in der Regel durch Vorauskasse oder Kreditsicherungsinstrumente wie Akkreditive oder Bankgarantien abgesichert. Unsere Endkundenstruktur, die hauptsächlich aus staatlichen Institutionen und Großindustriekunden besteht, trägt ebenfalls dazu bei, das Risiko einzudämmen. Unser Risikomanagementsystem (RMS) wurde weiterentwickelt und größtenteils in die Software (SAP/R3) integriert. Unternehmensrelevante Daten stehen online über das SAP basierte Business Intelligence System zur Verfügung und ermöglichen eine schnellere Erkennung und Analyse strategischer Risiken, Marktrisiken und/oder Finanzmarktrisiken. Dieses System wird konzernweit eingesetzt und konsequent umgesetzt. Bis zur vollständigen Integration des RMS in die Software wird das kontinuierliche Berichtswesen anhand von Kennzahlen von unseren Tochterunternehmen fortgesetzt. Dies ermöglicht dem Management der Shimadzu Europa GmbH, ungünstige Entwicklungen und Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, sodass erforderliche Gegenmaßnahmen zeitnah ergriffen werden können. Durch klare Führungsstrukturen und effiziente organisatorische Maßnahmen begegnen wir auch Compliance-Risiken. Risiken in Bezug auf die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz unserer IT-Systeme begrenzen wir durch kontinuierliche Überwachung, Anpassungsmaßnahmen und die Implementierung eines Continuity Managements, das in den IT-Betrieb integriert ist. Ausgewählte Risiken werden durch den Transfer auf Versicherungsunternehmen abgedeckt. Dem zunehmenden Thema Cybersecurity tragen wir durch interne Maßnahmen und Projekte Rechnung. Unser Wachstumsplan geht mit einer erhöhten Mitarbeiterzahl in der Zukunft einher. Wie andere Unternehmen in der Branche stehen wir vor der Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter im analytischen, aber auch administrativen Bereich zu finden und zu gewinnen, um dem wachsenden Generationswechsel im Einklang mit unserer Wachstumsstrategie gerecht zu werden. Durch Kooperationen und Kontakte zu Universitäten und technischen Hochschulen sowie die Teilnahme an Jobmessen bauen wir frühzeitig Beziehungen zu qualifizierten Nachwuchskräften auf, was uns bei der Besetzung wichtiger Positionen in unserem Unternehmen unterstützt. Nach derzeitiger Einschätzung bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Duisburg, den 23. August 2024 Geschäftsführung Yoshiaki Hirao Jürgen Semmler Takeaki Inoue Koji Ishibashi Shuhei Hasegawa Kenjiro Takayanagi Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Shimadzu Europa GmbH hat ihren Sitz in Duisburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRB Reg. Nr. 4357). Der Jahresabschluss der Shimadzu Europa GmbH wird auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB und unter Berücksichtigung des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag gemäß § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 4 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB erstellt. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für erworbene EDV-Lizenzen sowie ERP-Systemerweiterungen beträgt zwischen 3 und 5 Jahren. Grundstücke und Bauten werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Hierbei wird eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 25 Jahren zugrunde gelegt. Die Technischen Anlagen und Maschinen sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen wird zwischen 8 und 12 Jahren, für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 20 Jahren angesetzt. Die Geringwertigen Vermögensgegenstände (bis EUR 250,00) werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden als Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben. Ab dem 1. April 2023 wurde die Bilanzierung von Zugängen zu den geringwertigen Vermögensgegenständen dahingehend umgestellt, dass Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 sofort abgeschrieben werden. Dies führt im aktuellen Geschäftsjahr zu um TEUR 33 höherem Abschreibungsaufwand als in den vergangenen Geschäftsjahren. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten, ggf. nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Die Vorschriften zum Ausweis mit einem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB werden im Bedarfsfall durch Abschreibungen auf Finanzanlagen beachtet. Bei lediglich vorübergehender Wertminderung erfolgt grundsätzlich keine Abschreibung. Dazu wird ein Werthaltigkeitstest der Finanzanlagen durchgeführt. Die Berechnung basiert auf dem nach IDW RS HFA 10 anerkannten Discounted-Cashflow-Verfahren. Die Waren werden zu Anschaffungskosten nach der gleitenden Durchschnittspreismethode angesetzt. Für schlechtgängige und veraltete Vorratsbestände wie auch für Rücknahmen und Leihgeräte wurden Wertabschläge vorgenommen. Das Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung der Vorräte eingehalten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus ist das allgemeine Ausfallrisiko durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf Forderungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigungen werden gemäß der Konzernrichtlinie ausschließlich für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte, die älter als 180 Tage sind, mit pauschal 25 % gebildet und für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte, die älter als 360 Tage sind, mit pauschal 50 % gebildet. Unverzinsliche Forderungen mit vereinbarten Zahlungsbedingungen länger als ein Jahr werden mit dem Barwert angesetzt. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe des Betrags angesetzt, der Ausgaben des Geschäftsjahres und Aufwand für eine bestimmte Zeit des Folgejahres darstellt. Latente Steuern werden auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert betrachtet. Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich insgesamt ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 ergibt sich in der Gesamtdifferenzbetrachtung ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Aktive Latenzen ergeben sich aus Rückstellungen für Gewährleistungen, Pensionsrückstellungen, Jubiläumsrückstellungen, WEEE-Rückstellungen (Elektroschrottverordnung) sowie aus der Bewertung von Grund und Boden, Beteiligungen, Forderungen und sonstiger Vermögensgegenstände. Passive latente Steuern haben sich aus Währungsumrechnung und Abzinsung von langfristigen Forderungen ergeben. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Shimadzu Europa GmbH in Höhe von 33,86 % (Vorjahr: 33,85 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,79 %) und unter Annahme von Pensionssteigerungen mit 1,50 % p.a. (Vorjahr: 1,50 %) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgt in Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Zehn-Jahresdurchschnittszinssatz und dem Sieben-Jahresdurchschnittszinssatz (1,74 %; Vorjahr: 1,5 %) beträgt für Pensionsverpflichtungen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 9), der im operativen Ergebnis erfasst wurde und grundsätzlich der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt. Langfristige sonstige Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei der angenommenen Restlaufzeit ergibt. Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung i.H.v. TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 152) für die 10-, 25- und 40-jährige Betriebszugehörigkeit erfolgte auf Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 1,80 % (Vorjahr: 1,50 %), Gehaltssteigerungen von 3,25 % für 2023 sowie 4,30 % für 2024 (Vorjahr: 6,00 % für 2023, 3,25 % für 2024) und der veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet. Zusätzlich werden Rückstellungen für Innenverpflichtungen (unterlassene Instandhaltung) gebildet, wenn diese innerhalb der ersten drei Monate des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe des Betrags angesetzt, der Einnahmen des Geschäftsjahres und Ertrag für eine bestimmte Zeit des Folgejahres darstellt. Die Erfassung von Umsatzerlösen und Sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich nach Erbringung der Leistung bzw. Lieferung und damit mit dem Gefahrenübergang. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti, Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. 2. Änderung Zuordnung von bestimmten Funktionsbereichen In dem abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Kostenstellen in den Funktionsbereichen Service und Installation, Vertrieb und Verwaltung neu geordnet. Aufgrund der Änderung erhöhen sich abweichend zum Vorjahr die Service- und Installationskosten um TEUR 2.227 und die Verwaltungskosten um TEUR 2.685. Die Vertriebskosten vermindern sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.810. 3. Währungsumrechnung Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbuchung erfasst. Am Abschlussstichtag werden in fremder Währung geführte kurzfristige Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Verluste und Erträge aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag finden entsprechende Berücksichtigung. II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. 2. Anteile an verbundenen Unternehmen Eine Übersicht über die Anteile an verbundenen Unternehmen enthält folgende Tabelle:
* Die Angaben beziehen sich auf den
konsolidierten Abschluss der Alsachim S.A.S. unter
Berücksichtigung der Ergebnisse der Alsachim Inc. zum
31. März 2024.
Mit Beschluss vom 24. März 2024 hat die Shimadazu Corporation, Kyoto/Japan, verbindlich erklärt, die Anteile an der Alsachim S.A.S., Illkirch-Graffenstaden/Frankreich, für EUR Mio. 12,3 zu erwerben. Der Kaufvertrag wurde am 17. Juni 2024 unterschrieben. Die Wechselkurse zum 31. März 2024 stellen sich wie folgt dar: EUR 1 = HRK 7,5345 EUR 1 = GBP 0,8551 EUR 1 = CHF 0,9766 EUR 1 = USD 1,0811 EUR 1 = BAM 1,9558 EUR 1 = NOK 11,699 EUR 1 = SEK 11,525 EUR 1 = DKK 7,4580 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Fristigkeiten der Forderungen stellen sich wie folgt dar:
Mit den Tochtergesellschaften wurde ein Cash-Concentration-Vertrag geschlossen. Ziel des Vertrages ist die Bündelung verfügbarer Liquidität im Konzern. Die Tochtergesellschaften sind angehalten, fällige Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Konzern zum Fälligkeitstag auszugleichen und sich die nötige Liquidität über den Cash-Concentration-Vertrag einzuholen. Die Forderungen aus Cash-Concentration gegen die Alsachim S.A.S., Illkirch-Graffenstaden/Frankreich, in Höhe von TEUR 12.654 zum 31. März 2024 sind durch eine Garantieerklärung der Konzernmutter, Shimadzu Corporation, Kyoto/Japan, abgesichert. Die Shimadzu Corporation hat am 27. Oktober 2023 gegen- über der Shimadzu Europa GmbH erklärt, dass sämtliche Cash-Pool-Forderungen gegen die Alsachim S.A.S. von Shimadzu Corporation übernommen werden. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 15.594.402,38 (DM 30.500.000,00). 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Aufstellung:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren lagen wie im Vorjahr nicht vor. Besicherte Verbindlichkeiten liegen nicht vor. Durch den Verkauf der Anteile an der Alsachim S.A.S. an die Shimadzu Corporation geht die bestehende Nachschussverpflichtung auf die Erwerberin über und wird daher im Geschäftsjahr 2024/2025 aufgelöst. III. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und Märkten wie folgt:
2. Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 101.459 (Vorjahr: TEUR 98.811) beinhaltet mit TEUR 98.273 (Vorjahr: TEUR 92.911) Aufwendungen für bezogene Waren und mit TEUR 3.186 (Vorjahr: TEUR 5.900) Aufwendungen für bezogene Leistungen, worin Service- und Installationskosten i.H.v. TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 755) enthalten sind. 3. Personalaufwand Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind insgesamt Gehälter von TEUR 18.899 (Vorjahr: TEUR 16.959) und Soziale Abgaben von TEUR 3.239 (Vorjahr: TEUR 3.021) sowie Aufwendungen für die Altersversorgung i.H.v. TEUR 212 (Vorjahr: TEUR 167) angefallen. 4. Abschreibungen des Anlagevermögens Das Anlagevermögen wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 um TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 4.047) abgeschrieben. Im Vorjahr waren Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffend eine außerplanmäßige Abschreibung auf Grund von voraussichtlich dauernder Wertminderung auf die Anteile an dem verbundenen Unternehmen Alsachim S.A.S. i.H.v. TEUR 3.158 enthalten. 5. Sonstige betriebliche Erträge Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträge i.H.v. TEUR 772 (Vorjahr: TEUR 4.087) setzen sich wie folgt zusammen:
Im Vorjahr enthielt der Saldo zusätzlich einen Ertrag aus der Zuschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 2.848. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen i.H.v. TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 0) setzen sich wie folgt zusammen:
Im Vorjahr war zusätzlich eine Nachschussverpflichtung gegenüber der Alsachim S.A.S. i.H.v. TEUR 3.600 enthalten. 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus dem Cash-Concentration- Vertrag sowie Darlehensverträgen mit verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 1.015 (Vorjahr: TEUR 222) enthalten. 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen i.H.v. TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 2) und den Zinsaufwand der Elektroschrott (WEEE)-Rückstellung i.H.v. TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 16) aufgrund der Zinsanpassungen gemäß den Abzinsungssätzen des § 253 Abs. 2 HGB. Es sind zudem Zinsaufwendungen aus dem Cash- Concentration-Vertrag mit verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 731 (Vorjahr: TEUR 103) enthalten. 9. Honorar des Abschlussprüfers Für den bestellten Abschlussprüfer fiel im Geschäftsjahr ein Gesamthonorar von TEUR 148 an, das vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt. IV. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus wesentlichen langfristigen Verträgen bestehen Miet- bzw. Leasingverpflichtungen in folgender Höhe:
Der Vorteil dieser Leasing- und Mietvereinbarungen besteht vor allem in der geringen Kapitalbindung. Zudem muss im Falle der Beendigung der Verträge das Verwertungsrisiko nicht getragen werden. Risiken können sich aus langfristiger Bindung an die jeweiligen Vertragspartner ergeben. Des Weiteren kann ein Risiko bestehen, wenn zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit ggf. keine Einigung über die Verlängerung der jeweiligen Verträge erzielt werden kann. Anzeichen für das Bestehen konkreter Risiken liegen zurzeit nicht vor. 2. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat gegenüber dem Tochterunternehmen Alsachim S.A.S. eine Patronatserklärung vom 12. April 2024 mit einer Laufzeit von mind. 14 Monaten bis zum 31. März 2025 abgegeben. Eine Inanspruchnahme hieraus ist bislang nicht erfolgt und wird auch zukünftig nicht erwartet. Die Finanzierung der Alsachim S.A.S. erfolgt ausschließlich über das konzerninterne Cash-Concentrating. Für die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten seitens der Alsachim S.A.S. besteht eine Ausfallgarantie der Shimadzu Corporation. Durch den Verkauf der Anteile an die Shimadzu Corporation im Geschäftsjahr 2024/2025 werden sämtliche Risiken aus der Inanspruchnahme der Patronatserklärung entfallen. Haftungsverhältnisse aus den Cash-Concentration-Verträgen bestehen für die Shimadzu Europa GmbH insofern, dass eine vertragliche Verpflichtung besteht, etwaige Negativsalden der Cash-Concentration-Konten der partizipierenden Gesellschaften tagesaktuell auszugleichen. Diese Verpflichtung greift allerdings nur, wenn die Liquidität der Shimadzu Europa GmbH trotz des Ausgleichs weiterhin gewährt ist. Zum Stichtag bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 3. Beziehungen zum Mutterunternehmen Gesellschafter der Shimadzu Europa GmbH ist zu 99 % die Shimadzu Europe Ltd., Manchester/Großbritannien (Company House number 03409229). Weiterer Gesellschafter ist die Shimadzu Corporation, Kyoto/Japan (Registernummer des Tokyo Legal Affairs Bureau 1300-001-021068). Die Shimadzu Europe Ltd., Manchester/Großbritannien, ist eine 100%ige Tochter der Shimadzu Corporation, Kyoto/Japan, in deren Konzernabschluss die Jahresabschlüsse beider Gesellschaften einbezogen werden (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Shimadzu Corporation, Nakagyo-Ku, Kyoto 604-8511, Japan, ist über die Homepage der Shimadzu Corporation unter www.shimadzu.co.jp im Internet erhältlich. Die Shimadzu Corporation veröffentlicht den Konzernabschluss in japanischer Sprache über das Electronic Disclosure for Investors' NETwork (EDINET) der japanischen Financial Services Agency über die Webseite https://disclosure.edinet-fsa.go.jp/. Die Shimadzu Europa GmbH stellt keinen eigenen Konzernabschluss auf, sondern veröffentlicht stattdessen den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft Shimadzu Corporation, Kyoto/Japan, über den Bundesanzeiger unter www.unternehmensregister.de. Als verbundene Unternehmen werden alle in diesen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angesehen. 4. Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Die Geschäfte mit verbundenen Unternehmen beschränken sich im Wesentlichen auf den Einkauf von Verkaufswaren sowie den Einkauf von verwaltungstechnischen Dienstleistungen beim Gesellschafter Shimadzu Corporation sowie den Verkauf von Waren und die Erbringungen von verwaltungstechnischen Dienstleistungen bei den Tochterunternehmen der Shimadzu Europa GmbH. Andere wesentliche Geschäfte mit anderen Gesellschaften der Shimadzu-Gruppe bestehen nicht. 5. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Folgende Personen gehörten der Geschäftsführung an:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 923 (Vorjahr: TEUR 738). 6. Mitarbeiterzahl Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 240 Angestellte (Vorjahr: 234) beschäftigt. 7. Ergebnisverwendung Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Mit Kaufvertrag vom 17. Juni 2024 verkauft die Shimadzu Europa GmbH sämtliche Anteile an der Alsachim S.A.S. an die Shimadzu Corporation, Kyoto/Japan, mit Wirkung zum 1. Oktober 2024. Mit Ausnahme der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Risikovorsorge für die potentielle Nachschusspflicht ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Folgejahr. Weitere Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft haben könnten, sind uns nicht bekannt.
Duisburg, den 23. August 2024 Geschäftsführung Yoshiaki Hirao Jürgen Semmler Takeaki Inoue Koji Ishibashi Shuhei Hasegawa Kenjiro Takayanagi Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Shimadzu Europa GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Shimadzu Europa GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Shimadzu Europa GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 23. August 2024 Deloitte
GmbH
Norbert Graetz, Wirtschaftsprüfer Andreas Bennewitz, Wirtschaftsprüfer |
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