Alpin Logistik Allgäu GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Barmettler seit 6.9.2023 | Geschäftsführer |
Michael Oberst seit 6.9.2023 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Allgäuer Zeitungsverlag Gesellschaft mit beschränkter HaftungKemptenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Konzerns II. Wirtschaftsbericht III. Geschäftsverlauf IV. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage V. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht I. Grundlagen des Konzerns Die Muttergesellschaft ist Herausgeberin der Tageszeitung "Allgäuer Zeitung", die im bayerischen Allgäu in den Stadtkreisen Kempten, Kaufbeuren, Memmingen, in den Landkreisen Ostallgäu, Oberallgäu, Unterallgäu sowie im Einzugsbereich des Landkreises Lindau erscheint. Daneben gibt der AZV wöchentlich erscheinende Anzeigenblätter in den Städten Kempten, Kaufbeuren und Memmingen sowie den Landkreisen Oberallgäu einschließlich Kleinwalsertal und Tannheimer Tal, Ostallgäu einschließlich der Gebiete Außerfern (Tirol), Unterallgäu und Westallgäu heraus. Das Allgäuer Medienzentrum an der Heisinger Straße in Kempten ist seit 1998 nicht nur Heimat für den Verlag, sondern auch für die Redaktion, die Druckerei und die Logistik der Allgäuer Zeitung. Dort sind auch die weiteren Aktivitäten des Allgäuer Zeitungsverlags angesiedelt. 1998 wurde die AZ Druck und Datentechnik aus dem Verlag heraus gegründet und in den Konzern integriert. Sie spezialisiert sich seitdem auf die Herstellung von Büchern, Broschuren, Fachzeitschriften, Loseblattwerken sowie Geschäftsdrucksachen. 1999 startete der Verlag mit www.all-in.de in das Internet. Das Allgäuer Nachrichtenportal wird heute von der OYA media GmbH (vormals: rta.design GmbH), der Full-Service-Werbeagentur des Hauses, technisch betreut und verantwortet. Auch die weiteren Internetangebote www.jobs-im-allgaeu.de, trauer-im-allgaeu.de und vor allem seit 15. April 2020 das neue Nachrichtenportal www.allgaeuer-zeitung.de, werden von der OYA media technisch betrieben. Die Vermarktung und der redaktionelle Content kommen vom Verlag. Im Jahr 2000 wurde mit dem Sendestart von Allgäu-TV ein weiteres neues Medium erschlossen und in den Konzern integriert. 2008 übernahm man gemeinsam mit dem St. Ulrich Verlag aus Augsburg die Geschäfte von Radio Session Allgäu, dem reichweitenstärksten Radiosender im Allgäu. Der Konzern wurde außerdem im Jahr 2003 um den Geschäftsbereich "Adressierte Briefzustellung" erweitert. Die allgäu mail startete im Mai 2003 als regionaler Briefdienstleister. Anfang 2013 übernahm die Direktwerbung Allgäu für den Verlag die Aufgabe der Direktverteilung von Prospekten. Die DWA war seit 1. Mai 2018 von der Muttergesellschaft mit der Zustellung des neuen Wochenblatts "Hallo Allgäu" beauftragt. Der Verteilauftrag der Muttergesellschaft war danach weggebrochen. Die DWA ist seither als Dienstleister für Springertätigkeiten und besondere Verteilaufträge im Bereich Zeitung und Beilagen zuständig. Das Planergebnis konnte die DWA nahezu erreichen. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2022 stark beeinflusst durch den Ukraine-Krieg und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Die deutsche Wirtschaft war weiter unter Druck aufgrund der andauernden Liefer- und Materialengpässe und den daraus resultierenden stark steigenden Preisen. Selbst zu den Corona-Jahren konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht richtig erholen, auch wenn die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau wieder erreichen konnte. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 nur leicht um 0,7 % höher. - Zeitungsverlag Die Jahre 2020 und 2021 waren durch die Corona-Pandemie journalistisch und wirtschaftlich für die Zeitungsverlage eine große Herausforderung. Im Jahr 2022 führt der Ukraine-Krieg wirtschaftlich zu Problemen. Dennoch lesen fast 58 Millionen Deutsche ab 14 Jahren regelmäßig die Zeitung, digital oder gedruckt. Der Zugewinn gelang mit digitalen Angeboten, die rund 60 % wöchentlich ansehen, während 55 % regelmäßig die gedruckte Zeitung lesen (Quelle BDZV). Das zeigt das Spannungsfeld, in dem die Zeitungsverlage unverändert stehen: Sie gelten gerade in einer schweren Krise als vertrauenswürdige Informationsquelle. Doch es fällt immer schwerer, dies zu finanzieren: Digitale Wege gewinnen an Erfolg, tragen sich aber noch nicht eigenständig. Die gedruckte Zeitung bleibt die Basis, auch wenn die Auflagen sinken und der bundesweite Vertrieb immer größere Probleme bereitet (Quelle: BDZV). Allein über die gedruckte Ausgabe erreichen die Zeitungen 38,1 Millionen Menschen bzw. 54,0 % der Bevölkerung (Leser pro Ausgabe). Die digitalen Zeitungsangebote werden von 48,6 Millionen Lesern genutzt und haben damit eine Reichweite von 70,3 % der Bevölkerung (Nutzer pro Monat; Quelle: BDZV). Mit der Nettoreichweite aus Print und Digital erreichen die Zeitungen gegenüber der reinen Printreichweite wöchentlich 19,0 Millionen zusätzliche Zeitungsnutzer. Das zeigt eine Sonderauswertung der ZMG aus der Studie "best for planning". Der Zugewinn durch die digitale Zeitungsnutzung ist bei jungen Menschen unter 30 Jahren besonders groß. 70,0 % der 14- bis 29-Jährigen nutzen jede Woche die gedruckten und digitalen Zeitungsangebote. Bei den 30- bis 49-Jährigen liegt die Zeitungsnutzung auf noch höherem Niveau (84,0 %). Auch wer 50 Jahre und älter ist, greift regelmäßig zur Zeitung. Die Netto-Reichweite aus Print und Digital liegt bei dieser Altersgruppe bei 85,0 % in der durchschnittlichen Woche. Unterschiede gibt es nur im bevorzugten Kanal: Während die Jüngeren bevorzugt über Rechner oder Smartphone auf die Zeitungsangebote zugreifen, ist die gedruckte Ausgabe nach wie vor der Favorit bei der älteren Generation. - Werk- und Akzidenzdruck Das grafische Gewerbe hat durch große Technologiesprünge vom Fotosatz über Desktop-Publishing zum "Information Highway" mit Electronic Publishing einen rasanten Wandel zur High-Tech-Branche vollzogen. Mit den technischen und organisatorischen Veränderungen hat sich auch die Flexibilität der Branche erhöht; es sind neue Geschäftsfelder hinzugekommen und das Produktionsspektrum hat sich erweitert. Anstöße kommen vor allem von der Elektronik. Durch die Digitalisierung von Bildern, Texten, Grafiken und anderen Daten hat sich der Produktionsprozess beschleunigt. Aus einer einzigen digitalisierten Datenquelle lassen sich Anzeigen, Direct-Mailings, Prospekte und Kataloge, technische Dokumentationen, Internet- und Intranetauftritte sowie Online-Präsentationen gestalten. Dieses ausgabenneutrale Datenhandling, das als "Crossmedia" bezeichnet wird, hat es ermöglicht, die Kommunikation über die Auftragsentwicklung zwischen Kunden, Medienservice und Druckerei schnell und flexibel über alle Entfernungen zu gestalten. Zudem können durch Digital-Druckmaschinen kleine, kundenspezifische und individuelle Auflagen hergestellt werden. Die AZ Druck und Datentechnik GmbH ist führender Verlagsdienstleister in Süddeutschland für das mittlere und kleine Auflagesegment und ein wesentliches Unternehmen der AZV-Gruppe. Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von Druckerzeugnissen, insbesondere die Herstellung von Werken, Akzidenz-, Geschäfts- und Privatdrucksachen sowie Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb von digitalen Datenbeständen. Das Druckhaus setzt auf modernsten Workflow. Von der digitalen Druckvorstufe über Computer-to-Plate bis zur kompletten Weiterverarbeitung wird alles aus einer Hand angeboten. Bücher, Broschuren, Zeitschriften und hochwertige Geschäftsdrucksachen werden im Offsetdruck hergestellt. III. Geschäftsverlauf Geschäftsverlauf 2022 Aufgrund der negativen Folgen aus dem Ukraine-Krieg waren viele Unternehmen zwar etwas zurückhaltend bei ihren Werbeaktivitäten, aber die Kostenexplosion aufgrund dessen, wog viel schwerer in 2022 und schlug sich signifikant in den Unternehmensergebnissen nieder. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2022 eine Gesamtleistung von EUR 98,6 Mio., was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von ca. EUR 4,6 Mio. (4,8 %) entspricht. Anzeigen- und Beilagenumsätze lagen EUR 2,1 Mio. bzw. 8,3 % über dem Vorjahr und konnten die Planungen erfüllen. Der Umsatz des Werk- und Akzidenzbereiches lag im Geschäftsjahr 2022 bei EUR 22,5 Mio. und damit 13,3 % über dem Vorjahreswert und insgesamt auch deutlich über der Planung. Der Konzernjahresüberschuss hat sich von EUR 5,3 Mio. auf EUR 1,8 Mio. vermindert. Insgesamt wird der Geschäftsverlauf 2022 aus Umsatzsicht positiv beurteilt. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung konnte erzielt werden. Auf Grund der starken Kostensteigerungen ist das EBITDA deutlich zurückgegangen, so dass das Geschäftsjahr 2022 deutlich negativer ausgefallen ist als im Vorjahr erwartet. Der prognostizierte geringe Rückgang des EBITDA konnte somit nicht erreicht werden. IV. Vermögens, Finanz- und Ertragslage 1. Ertragslage Konzern Der Geschäftsverlauf des Konzerns ist vor allem durch die Geschäftstätigkeit der Muttergesellschaft Allgäuer Zeitungsverlag GmbH sowie der AZ Druck und Datentechnik GmbH und der allgäu mail GmbH geprägt. Der Konzernjahresüberschuss liegt mit EUR 1,8 Mio. um rd. EUR 3,4 Mio. unter dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse des Konzerns haben sich um rd. EUR 5,0 Mio. erhöht. Vor allem im Anzeigen- und Beilagengeschäft mit 8,3 % sowie im Werk- und Akzidenzdruck mit 13,3 % konnten die Umsätze signifikant gesteigert werden. Der Materialaufwand beinhaltet die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der Ukraine-Krieg wirkte sich stark negativ auf den Materialaufwand aus, hier im Wesentlichen auf die Rohstoffpreise. Das "normale" Zeitungsdruckpapier war in der Spitze um 600 EUR/t teurer als 2021. Aber auch bei Farbe, Druckplatten etc. gingen die Preise nach oben. Die Erhöhung von rd. EUR 5,7 Mio. hängt in erster Linie mit der Erhöhung der Rohstoffpreise für Papier zusammen. Aufgrund der gegenüber dem Vorjahr weiter reduzierten Kurzarbeit und den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns vor allem in der Brief- und Zeitungszustellung, erhöhten sich im Berichtsjahr die Personalkosten um EUR 2,3 Mio. auf EUR 44,9 Mio. Die Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich zum Vorjahr etwas reduziert. Die früher angeschaffte Software wird zunehmend von Softwaremietverträgen abgelöst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 % von EUR 11,3 auf EUR 12,8 Mio. gestiegen. Höhere Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen an Maschinen und Gebäuden sowie Kostensteigerungen bei den Software- bzw. IT-Aufwendungen waren hier u.a. verantwortlich. Auch die Beratungskosten waren aufgrund der Integration des Allgäuer Anzeigeblatts und diverser strategischer Projekte höher. - Zeitungsvertrieb Durch Rückgänge bei den Zeitungsvertriebsumsätzen konnte die Planung in diesem Bereich nicht erfüllt werden. Die Auflagenzahlen der Allgäuer Zeitung, wie auch der übrigen deutschen regionalen und überregionalen Tageszeitungen sind bereits seit einiger Zeit stärker rückläufig, abgesehen von einzelnen Titeln mit besonderen Bewegungen. Trotz erheblicher Verkaufsanstrengungen und Abo-Preiserhöhungen konnte die Reichweite und die Umsatzzahlen im Zeitungsvertriebsgeschäft nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Positiv wirkt sich die Entwicklung des E-Papers auf das Zeitungsvertriebsgeschäft aus. - Anzeigen und Beilagen Trotz des Ukraine-Krieges im Jahr 2022 ist eine Zurückhaltung bei vielen Unternehmen bei ihren Werbeaktivitäten nicht zu spüren. Anzeigen- und Beilagenumsätze inklusive der Online-Umsätze sowie der Dienstleistungsumsätze lagen über dem Vorjahr und konnten die Planungen erfüllen. Das Anzeigen- und Beilagengeschäft, wesentlicher Umsatzträger des Allgäuer Zeitungsverlages, verzeichnete im Geschäftsjahr 2022 deshalb einen deutlichen Umsatzzuwachs von rd. EUR 2,1 Mio. - Rotationsdruck Die Hauptaufgabe der Druckerei besteht weiterhin in der Herstellung der Tageszeitung "Allgäuer Zeitung" und ihrer Heimatzeitungen mit einer täglichen Druckauflage von etwas über 79.000 Exemplaren sowie der Herstellung der Anzeigenblätter "extra" (Druckauflage rd. 200.000 Ex.) und "Hallo Allgäu" mit einer wöchentlichen Druckauflage von rd. 120.000 Exemplaren. Neben der Herstellung der Tageszeitung Allgäuer Zeitung und ihren Heimatausgaben sowie den wöchentlichen Anzeigenblättern werden auf der Zeitungsrotationsmaschine verschiedene Sonderobjekte für die Zeitung hergestellt. - Werk- und Akzidenzdruck Die AZ Druck und Datentechnik konnte ihren Umsatz 2022 mit rd. EUR 22,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr nochmals steigern. Die Umsatzsteigerung ist u.a. auf die Preiserhöhungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen. Die Personalaufwendungen lagen etwas unter dem Vorjahr. - Adressierte Briefzustellung Das Briefdienstleistungsgeschäft wird von der allgäu mail geführt. Gemeinsam mit Kooperationspartnern und durch die "mail alliance" erfolgt eine lokale, nationale sowie internationale Briefzustellung. Die deutliche Umsatzreduzierung bei der allgäu mail durch geringere Mengen und die gesteigerten Kosten für den Mindestlohn und Energie führten zu einem leicht negativen Ergebnis. Die Plandaten in diesem Bereich wurden deshalb im Berichtsjahr nicht erfüllt.
- AZ Marketing und Service GmbH Unter dem Dach der AZ Marketing und Service GmbH sind sämtliche Verlagsbereiche, IT-Services, Druckvorstufe, Stab, Haus- und Betriebstechnik, Fuhrpark, Versand, Logistik sowie Zeitungszustellung untergebracht. Vereinbarungsgemäß werden die erbrachten Leistungen im Wesentlichen an die Muttergesellschaft AZV verrechnet. - Direktverteilung Die Beilagen- und Prospektverteilung wurde von der Direktwerbung Allgäu wahrgenommen. Die DWA war seit 1. Mai 2018 von der Muttergesellschaft mit der Zustellung des neuen Wochenblatts "Hallo Allgäu" beauftragt. Der Verteilauftrag der Muttergesellschaft war danach weggebrochen. Die DWA ist seither als Dienstleister für Springertätigkeiten und besondere Verteilaufträge im Bereich Zeitung und Beilagen zuständig. Das Planergebnis konnte die DWA aber nahezu erreichen. - Online/Internet Im Zuge des Unternehmenserwerbs des Allgäuer Anzeigeblatts wurden sämtliche Anteile an der Eberl Online GmbH, Immenstadt, mit den Beteiligungen Landtourismus Marketing GmbH und GG Gastgeberservice GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 25 erworben und mit der OYA media GmbH zu Buchwerten verschmolzen. Die OYA media befindet sich in der Phase der Neuausrichtung, wobei mit der Eberl Online GmbH ein starker touristisch geprägter Auftragsanteil und mit den Portalen der Landtourismus Marketing GmbH auch interessante Marktoptionen hinzugekommen sind. Die OYA media ist hauptsächlich Dienstleister für den Allgäuer Zeitungsverlag und soll zukünftig auch weitere Leistungen am regionalen Markt positionieren. - Radio und Fernsehen Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte "Das neue RSA Radio" die regionalen und überregionalen Umsätze gegenüber dem Vorjahr halten und um rd. 3 % steigern, aber aufgrund der Kostensituation verschlechterte sich das Jahresergebnis erneut. Ebenso konnten die Umsatzerlöse der Allgäu-TV KG um rd. 13,5 % gesteigert werden. Das Jahresergebnis verschlechterte sich jedoch auf Grund der gestiegenen Kosten und lag im Geschäftsjahr 2022 unter dem Vorjahr. Vermögens- und Finanzlage Konzern - Kapitalstruktur Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2022 um rd. EUR 2,8 Mio. auf EUR 32,8 Mio. erhöht. Dieser Anstieg resultiert u.a. aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen und Schulden (Asset Deal) der Eberl Medien GmbH & Co. KG, Immenstadt, und dem in diesem Zusammenhang aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert, der zum Bilanzstichtag einen Buchwert von EUR 8,4 Mio. aufweist. Für den Erwerb wurde eine externe Bankenfinanzierung aufgenommen, die zum Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten führte. Gleichzeitig ist der Bestand an liquiden Mittel von EUR 5,8 Mio. um EUR 4,9 Mio. auf EUR 0,9 Mio. zurückgegangen. Das Eigenkapital umfasst das gegenüber dem Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 5,6 Mio., die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 4,9 Mio. (Vj. EUR 4,9 Mio.) sowie die Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (Vj. EUR 3,3 Mio.). - Liquidität Konzern Die Liquiditätssteuerung der Mediengruppe Allgäuer Zeitung erfolgt zentral und stellt damit die Mittelversorgung sämtlicher Konzernunternehmen sicher. Die finanziellen Rahmenbedingungen der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH sind insgesamt gut. Durch ein funktionierendes Kostenmanagement in Verbindung mit stabilen Umsatzerlösen war die Liquidität der Gesellschaft trotz des Kaufs der Vermögensgegenstände und Schulden (Asset Deal) der Eberl Medien GmbH & Co. KG und der erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2022 gegeben. Die Finanzierungstätigkeit 2022 war im Wesentlichen geprägt durch Ausschüttungen und Liquiditätsanpassungen innerhalb der Gruppe und den Unternehmenskauf. Zur Finanzierung des Kaufpreises für die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden (Asset Deal) der Eberl Medien GmbH & Co. KG wurde im Geschäftsjahr 2022 von der UniCredit, Augsburg, ein Kreditrahmen in Höhe von EUR 10,0 Mio. zur Verfügung gestellt. Davon wurden zum Bilanzstichtag EUR 5,5 Mio. in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme erfolgte in täglichen Tranchen als "Call-Geld". Erfolgt keine Rückzahlung, verlängert sich der Kredit automatisch um einen weiteren Tag. Der Zinssatz setzt sich zusammen aus dem gültigen €STR des Folgetages eines vereinbarten Nominalaufschlages. Der Kredit wurde als "uncommitted" zur Verfügung gestellt und ist somit von Seiten der Bank jederzeit kündbar. Damit steht die Mediengruppe auf einem soliden Fundament, um auch künftig Chancen im wirtschaftlichen Umfeld wahrnehmen zu können, und ist somit jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Mittelveränderung aus der Betriebstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr von EUR 9,1 Mio. um EUR 4,1 Mio. auf EUR 5,0 Mio. gesunken. Die Mittelverwendung aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2021 und der Aufnahme einer externen Bankfinanzierung und beträgt im Geschäftsjahr EUR 0,4 Mio. (Vj. EUR -3,7 Mio.) Investitionstätigkeit Konzern Bei den Investitionen der Gruppe (Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 10,8 Mio. handelt es sich vor allem um IT-Infrastruktur und um Ersatzbeschaffungen für Druckmaschinen im notwendigen Rahmen. Der wesentliche Teil betrifft die im Rahmen des Asset Deals der Eberl Medien GmbH & Co. KG erworbenen Vermögensgegenstände. Daraus wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert von EUR 8,4 Mio. aktiviert, der über eine geplante Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben wird. Im Geschäftsjahr 2023 sind in der Mediengruppe Allgäuer Zeitung wieder Investitionen in Höhe von rd. EUR 2,9 Mio. geplant, hier ebenfalls in den Bereichen IT-Infrastruktur, Gebäude und Technik. Die Finanzierung findet teilweise aus der laufenden Geschäftstätigkeit bzw. durch kurzfristige Bankdarlehen statt. - Vermögenslage Die immateriellen Vermögensgegenstände sind - insbesondere auf Grund des Kaufs der Vermögensgegenstände und Schulden (Asset Deal) der Eberl Medien GmbH & Co. KG und dem in diesem Zusammenhang erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 8,4 Mio. - um EUR 8,2 Mio. gestiegen. Das Sachanlagevermögen ist im Wesentlichen auf Grund planmäßiger Abschreibungen um EUR 2,7 Mio. zurückgegangen. Der Anstieg des Vorratsvermögens resultiert insbesondere aus dem Papier und ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Papierpreis zurückzuführen. Auf Grund der im Geschäftsjahr 2022 getätigten Ausschüttung von EUR 5 Mio. und dem Erwerb der Vermögensgegenstände und Schulden (Asset Deal) der Eberl Medien GmbH & Co. KG hat sich der Bestand an liquiden Mittel von EUR 5,8 Mio. auf EUR 0,9 Mio. reduziert. Zur Finanzierung des Kaufs der Vermögensgegenstände und Schulden (Asset Deal) der Eberl Medien GmbH & Co. KG wurde im Geschäftsjahr 2022 ein externer Bankrahmenkreditvertrag mit einem Kreditrahmen von EUR 10,0 Mio. aufgenommen. Zum Stichtag wurden davon EUR 5,5 Mio. in Anspruch genommen. Die Rückstellungen sind mit EUR 9,9 Mio. auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (Vj. EUR 9,7 Mio.). Der Anstieg der Verbindlichkeiten um EUR 5,6 Mio. resultiert insbesondere aus dem Bankdarlehen in Höhe von EUR 5,5 Mio. V. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht - Risikobericht Infolge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine und die durch die Nato-Staaten verhängten Sanktionen besteht für die AZV-Gruppe und deren Ergebnisentwicklung das Risiko von weiteren Kostensteigerungen, insbesondere mit Blick auf Energie- und Treibstoffkosten. Darüber hinaus stellt die Preisentwicklung von Produktionsmitteln, insbesondere Druckpapier ein Risiko dar. Jahresvereinbarungen mit Papierlieferanten können aktuell nicht mehr abgeschlossen werden und somit ist hier die Verfügbarkeit nicht vollständig sichergestellt. Allerdings ist von negativen Preisanpassungen, also einer Preisminderung, in 2023 auszugehen, so dass die Kosten hier leicht sinken dürften. Allerdings ist durch die hohe Inflationsrate und die damit verbundenen Kostensteigerungen zu erwarten, dass Kunden Sparpotenziale suchen und diese gegebenenfalls in der Kündigung ihrer Abos sehen oder auf den Kauf einer Zeitung verzichten. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) blieb konstant. Es liegt im Dezember 2022 mit 82,8 Punkten deutlich unter der 100-Punkte-Schwelle. Deutschland erlebt gerade einen leichten Stimmungsumschwung. Noch im Herbst 2022 waren die Prognosen für die Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2023 ziemlich düster. Eine Rezession schien sicher zu sein. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach im Oktober von "ernsten Zeiten". Nun wird es nach Erwartung der Regierung im Jahr 2023 anders kommen: Die Wirtschaft schrumpft nicht, sondern sie wächst sogar leicht (Artikel Süddeutsche Zeitung vom 24.01.2023). Dafür dürfte der ausgebliebene Gasmangel und die nicht vorhandene Pleitewelle in der Industrie mit verantwortlich sein, aber die Situation wird aufgrund der weltpolitischen Lage angespannt bleiben. Daneben ist das Marktumfeld der Allgäuer Zeitung durch allgemeine Konjunkturrisiken und Risiken aus dem Strukturwandel aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung geprägt. Diese Risiken werden durch eine ständige Marktbeobachtung überwacht und aktuelle Entwicklungen an die Geschäftsführungen berichtet. Zudem sind Folgen des demografischen Wandels, der sich insbesondere in einer anhaltenden rückläufigen Reichweite der regionalen Abonnementzeitungen äußert, zu erwarten. Diese prognostizierte demografische Entwicklung der Bevölkerung sowie Veränderungen im Mediennutzungsverhalten, die strukturellen Anpassungsprozesse im Werbe-Anzeigenmarkt und zunehmend die Schaffung weiterer Erlösquellen stellen die zentrale Herausforderung für die Zukunft dar. Weitere Risiken ergeben sich aus dem politischen und rechtlichen Umfeld, das bei Veränderungen die Planungsgrundlage der Allgäuer Zeitung erheblich beeinflussen kann. So hat beispielsweise die Erhöhung des Mindestlohnes zum 1. Oktober 2022 zu deutlichen Kostensteigerungen im Logistik- und Zustellbereich geführt. Auch in der adressierten Briefzustellung spielt der Strukturwandel in Richtung Digitalisierung eine wichtige Rolle und spiegelt ebenso ein Risiko für den Geschäftsbetrieb wider wie der anhaltende Personalmangel. Im Rahmen unserer geschäftlichen Tätigkeit und verbunden mit unserem unternehmerischen Handeln ist der Allgäuer Zeitungsverlag einer Reihe weiterer möglicher Risiken ausgesetzt. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken näher erläutert: - Risiken in Vorräten Insbesondere aufgrund des Preisverfalls bestehen im Werk- und Akzidenzdruck Risiken, einzelne Druckaufträge auf Vollkostenbasis nicht kostendeckend herzustellen. Diesem Risiko wird durch eine verlustfreie Bewertung Rechnung getragen. Daneben können Bestände aufgrund von Ungängigkeit und Überalterung einen Abwertungsbedarf vorweisen. - Risiken in Forderungen Risiken aufgrund von Forderungsausfällen werden mit einem strukturierten Forderungsmanagement begegnet. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Einzelwertberichtigungen, Pauschalwertberichtigungen und eine ständige Analyse der Altersstrukturliste tragen diesem Risiko Rechnung. - Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Kredit- und Forderungsausfallrisiko aus dem operativen Geschäft wird durch ein allgemeines Vorsorgesystem zum Kreditmanagement sowie die systematische Überwachung der Bonität der Geschäftspartner durch Kreditauskünfte bei der Creditreform begrenzt. - Risiken in der Beschaffung Die Einkaufspreise der Materialien, insbesondere Papier, unterliegen einer schnellen Veränderung. Es besteht das Risiko, dass die Verkaufspreise nicht angehoben oder angepasst werden können. Es wird versucht, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu sein. In Folge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine und die durch die NATO-Staaten verhängten Sanktionen besteht für die AZV-Gruppe das Risiko von Kostensteigerungen, insbesondere mit Blick auf Energie- und Treibstoffkosten. Darüber hinaus stellt, zumindest vorübergehend, die Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Produktionsmitteln, insbesondere Druckpapier, ein Risiko dar. Jahresvereinbarungen mit Papierlieferanten können aktuell nicht mehr abgeschlossen werden und somit ist hier die Verfügbarkeit nicht sichergestellt. - Risiken in der Kapazitätsauslastung Die Aufwandsstruktur des Werk- und Akzidenzdrucks ist durch einen hohen Fixkostenanteil geprägt. Schwankungen in der Auslastung bergen das Risiko, nicht angemessen und schnell auf Nachfragerückgänge reagieren zu können. - Abhängigkeit von einzelnen Kunden Die Kundenstruktur des Werk- und Akzidenzdrucks weist eine Dominanz bei einigen wenigen Kunden auf. Es besteht demnach das Risiko, dass einige wesentliche Key-Account-Kunden die Auslastung deutlich beeinflussen können. Dagegen weist die Kundenstruktur der Muttergesellschaft keine Dominanz bei einzelnen Kunden auf. Demnach besteht hier nur ein geringes Risiko, dass einige wesentliche Key-Account-Kunden eine Auslastung bzw. die Ergebnisse nachhaltig beeinflussen. - Gesamtrisiko Bei der Ermittlung vorstellbarer Risiken wurden keine festgestellt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten oder gar bestandsgefährdend wären. Bestehende Risiken sind durch bilanzielle Vorsorge abgedeckt. - Chancen- und Prognosebericht Aufgrund der hohen Haushaltsabdeckung im Zeitungsvertrieb und dem allgemeinen Trend sinkender Auflagenzahlen wird mit keiner Zunahme der Abonnementzahlen gerechnet. Positiv wird sich die Entwicklung des E-Papers auf das Zeitungsvertriebsgeschäft auswirken. Auch 2023 rechnen wir mit einem schwierigen und herausfordernden Marktumfeld. Für das Planungsjahr 2023 erwarten wir, dass sich die Umsätze im Anzeigen- und Beilagengeschäft auf einem stabilen Niveau halten lassen. Wir gehen aber in diesem Bereich auch davon aus, dass ein Vor-Corona-Niveau nicht erreicht wird. Im Zeitungsvertrieb wird sich das Abonnementgeschäft voraussichtlich leicht negativ entwickeln. Gründe für diese Annahme sind, dass die Preisanpassungen im Printbereich den Schwund an Abos nicht mehr kompensieren können und die weitere Marktdurchdringung des digitalen Bereichs dies noch nicht auffängt. Aufgrund der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung ist auch für das Geschäftsjahr 2023, vor allem im Personalkostenbereich, von einer stabilen Entwicklung auszugehen. Im Materialaufwand und hier vor allem beim Zeitungsdruckpapier rechnen wir mit leicht sinkenden Preisen. Insgesamt sind wir gezwungen, das Kostenmanagement im Geschäftsjahr 2023 wieder fokussierter im Blick zu behalten, um das geplante Ergebnis zu sichern. Im Werk- und Akzidenzdruck gehen wir davon aus, dass Kunden bzw. Kundenanteile verloren werden, da sich im Verlagsbereich aufgrund einer fortwährenden Konzentration neue Unternehmens-Konstellationen ergeben und dadurch die Einkaufsstrategien verändert werden. Die allgemeine Geschäftssituation im Bereich Werk- und Akzidenzdruck stellt sich momentan sehr volatil dar. Diverse Unternehmen der Druckbranche verschwinden vom Markt bzw. befinden sich in wirtschaftlicher Schieflage. Ebenso schreitet die Digitalisierung von Inhalten immer weiter voran. Dies birgt Risiken, da Druckaufträge minimiert oder die Inhalte gänzlich digitalisiert werden. Auf der anderen Seite bieten sich aber auch Chancen, wenn große Auflagen und Umfänge reduziert werden, die künftig bei einem entsprechenden Spezialisten (wie der AZ Druck und Datentechnik) produziert werden. Für das Jahr 2023 planen wir für den Bereich Werk- und Akzidenzdruck mit etwa gleichbleibenden Umsätzen, aber insgesamt einem geringeren Ergebnis. Hier werden wir weiterhin die Marktchancen nutzen und ggf. neue Marktpotenziale erschließen. Dabei entwickelt sich der Bereich Industriekunden sehr gut. Es werden für dieses Kundensegment buchähnliche Produkte (wie Bedienungsanleitungen etc.) hergestellt. Bei bestehenden Kunden gibt es weitere Potenziale, die über den geplanten technischen Fortschritt gehoben werden können. Im Bereich der adressierten Briefzustellung gehen wir von einer leichten Erhöhung der Umsätze im Jahr 2023 aus. Die positive Entwicklung der Vergangenheit im Geschäftsbereich Briefzustellung wird sich aber deutlich abschwächen. Die Zugriffs- bzw. Besucherzahlen der Internetportale www.jobs-im-allgaeu.de und www.allgaeuer-zeitung.de werden sich unser Annahme nach auch im Geschäftsjahr 2023 positiv weiterentwickeln. Im Radiobereich wurde ein Konzept entwickelt, um bis 2025 einen Turnaround zu gewährleisten. Wir gehen im Geschäftsjahr 2023 von steigenden Lokalumsätzen aus, erwarten aber noch keine vollständige Ergebniserholung. Im Jahr 2023 wird die bestehende Firmenwert-Abschreibung das Ergebnis nur noch bis Ende Juli belasten. Bei Allgäu TV gehen die Verantwortlichen, trotz der weiterhin angespannten Vermarktungssituation, von einer Ergebnisverbesserung aus. Weiterhin wird sich auf Konzernebene konsequentes Kostenmanagement auch im Geschäftsjahr 2023 positiv auf das Ergebnis auswirken. Bei den im Lagebericht getroffenen Prognosen und sonstigen Aussagen handelt es sich um Annahmen und Erwartungen der Gesellschaft im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe und der einzelnen Unternehmenseinheiten. Die tatsächliche Entwicklung könnte von diesen Annahmen und Erwartungen unter Umständen aufgrund von Veränderungen des Marktumfeldes, des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes oder der Branche abweichen. Der Ukraine-Krieg und die weltpolitischen Unstimmigkeiten werden sich voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2023 in Teilen negativ auf das Ergebnis auswirken. Die Planansätze für das Geschäftsjahr 2023 sind abhängig von den oben genannten Entwicklungen. Wie in den vergangenen Jahren wird das Ergebnis der Gesellschaft auch zukünftig durch die Entwicklung der Tochtergesellschaften beeinflusst. Für das kommende Geschäftsjahr 2023 rechnen wir bei den Beteiligungsgesellschaften wieder mit einer stabilen, aber nicht in allen Bereichen zufriedenstellenden Ertragslage. Insgesamt gehen wir im Geschäftsjahr 2023 von leicht steigenden Umsätzen aus (auch durch die Integration der erworbenen Eberl-Gesellschaften). Durch höhere Abschreibungen ab dem Geschäftsjahr 2023 auf Grund der planmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes wird sich das EBIT voraussichtlich verringern. Die Finanz- bzw. Liquiditätslage wird im Geschäftsjahr 2023 ausreichen, um allen Verpflichtungen nachzukommen.
Kempten, den 8. Mai 2023 Die Geschäftsführung Andreas Barmettler Reiner Elsinger Michael Oberst Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeine Hinweise Die Allgäuer Zeitungsverlag GmbH hat ihren Sitz in Kempten. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kempten unter HR B 2744 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederungen sind unverändert zum Vorjahr. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen, der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten, alle direkten und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften einbezogen, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorliegen. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB und § 311 Abs. 2 HGB die Tochtergesellschaften, die für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Ihre Einbeziehung würde zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss führen. Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Der Konsolidierungskreis gem. § 313 Abs. 2 HGB stellt sich wie folgt dar:
VK = Vollkonsolidierung, Einbeziehung als
Tochterunternehmen
n.e. § 296,2 = keine Einbeziehung als
vollkonsolidiertes Unternehmen gem. § 296 Abs. 2 HGB
n.e. § 311, 2 = keine Einbeziehung als
assoziiertes Unternehmen gem. § 311 Abs. 2 HGB
*) = von der Befreiung der Offenlegungspflicht
nach § 264 Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht
**) = von der Befreiung der Offenlegungspflicht
nach § 264b HGB wird Gebrauch gemacht
Unternehmenserwerb Heimatverlag Allgäuer Anzeigeblatt Im Zuge eines Asset Deals wurden die Verlagsrechte, sowie Teile des Anlagevermögens der Eberl Medien GmbH & Co. KG, Immenstadt, erworben. Der über den Wert der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände hinausgehende Wert der Anschaffungskosten (EUR 8,6 Mio.) wurden als Geschäfts- oder Firmenwert (EUR 8,4 Mio.) aktiviert. Der Übergang der Vermögensgegenstände erfolgte zum 1. Dezember 2022. Im Zuge des Unternehmenserwerbs des Allgäuer Anzeigeblatts wurden sämtliche Anteile an der Eberl Online GmbH, Immenstadt, mit den Beteiligungen Landtourismus Marketing GmbH, Immenstadt, und GG Gastgeberservice GmbH, Immenstadt, zu einem Kaufpreis von TEUR 25 erworben und mit der OYA media GmbH, Kempten, zu Buchwerten verschmolzen. Die Gesellschaften wurden zum 1. Dezember 2022 erstkonsolidiert. Darüber hinaus wurden sämtliche Anteile an der Presselogistik GmbH, Immenstadt, im Zuge eines Share Deals zum 30. April 2022 erworben. Die Gesellschaft wurde per 1. Mai 2022 mit der AZ Marketing und Service GmbH verschmolzen. Da die Unternehmenswerbe (Share Deals) für die Vermittlung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des AZV-Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, wurde auf die Darstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in einer Drei-Spalten-Form verzichtet. Im Allgäuer Zeitungsverlag Konzern werden darüber hinaus folgende Beteiligungen gehalten:
3. Konsolidierungsgrundsätze Die Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten hat als Muttergesellschaft ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte ab dem 1. Januar 2010 nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB), dabei wird der Buchwert der Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital ist mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen an dem für die Verrechnung maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 zu bewerten. Bis zum 31. Dezember 2009 wurde die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F.) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen. Übersteigt der Buchwert das anteilige Eigenkapital, so werden die im Unterschiedsbetrag enthaltenen stillen Reserven den einzelnen Bilanzposten zugeordnet und über die Nutzungsdauer ergebniswirksam abgeschrieben. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert ausgewiesen. Liegt das anteilige Eigenkapital über dem Beteiligungsbuchwert, wird ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung gebildet. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Umsätze, Aufwendungen und Erträge wurden innerhalb des Konsolidierungskreises gegeneinander aufgerechnet. Passive Steuerabgrenzungen waren aufgrund der Anwendung von konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 292 (Vj. TEUR 302) vorzunehmen. Der latente Steueraufwand aus der Auflösung der passiven latenten Steuern betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 10 (Vj. TEUR 10). 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten, einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unverändert zum Vorjahr erstellt. Von dieser einheitlichen Bewertung wurde lediglich in wenigen Fällen abgewichen, soweit die Auswirkungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von nur untergeordneter Bedeutung waren. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über drei Jahre linear vermindert. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert kommt aus dem Einzelabschluss der Muttergesellschaft Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten (Allgäu), und ist im Rahmen eines im Geschäftsjahr 2022 durchgeführten Asset Deals entstanden, bei dem Vermögensgegenstände und Schulden entgeltlich erworben wurden. Auf die Nutzung des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts wirken vielfältige Einflussfaktoren teils gegenläufig ein. Wir konnten daher seine Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzen und legen deshalb für die planmäßige Abschreibung die standardisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren gem. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB zugrunde. Die Anschaffungskosten für diesen Geschäfts- oder Firmenwert betrugen TEUR 8.456, zum Bilanzstichtag hat dieser einen Buchwert von TEUR 8.376. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 33 Jahren, bei beweglichem Anlagevermögen überwiegend linear auf die Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an die steuerliche Bewertungsvorschrift nach § 6 Abs. 2 EStG ab dem 1. Januar 2018 bei Einzelanschaffungskosten bis zu 800 Euro sofort abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, Ausleihungen grundsätzlich mit Nennwerten oder mit den niedrigeren Barwerten des Bilanzstichtags angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellkosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach einem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit - PUC-Methode). Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag, die sonstigen Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern in den Einzelabschlüssen aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Auf bestehende Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, kann eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden. Bei der Berechnung kommen die unternehmensindividuellen Steuersätze im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen zum Ansatz. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zum 31. Dezember 2022 bestand zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Firmenwerten, Finanzanlagen, sonstigen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen und ihren steuerlichen Wertansätzen insgesamt ein Überhang der aktiven latenten Steuerdifferenzen. Der unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 28,9 %. Vom Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Aus den Gewinnrücklagen wurden im Geschäftsjahr 2022 TEUR 417 entnommen und ausgeschüttet. Das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2022 enthält einen Verlustvortrag in Höhe von TEUR 1.597 (31. Dezember 2021: Gewinnvortrag TEUR 833). Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Basis eines Zinsfußes von 1,78 % (10-Jahres-Durchschnittsbildung) und den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Dabei wurden unverändert zum Vorjahr ein Rententrend von 2,25 % p. a. und eine Fluktuationsrate von 0,0 % p. a. zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 260. Für die Verpflichtungen aus unmittelbaren Versorgungszusagen betragen die Rückstellungen TEUR 6.495. In die Pensionsrückstellungen sind für frühere Organmitglieder und deren Hinterbliebene TEUR 2.061 (Vj. TEUR 2.101) eingestellt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge zur Absicherung von allgemeinen Geschäftsrisiken, Resturlaub, Berufsgenossenschaft, Anzeigenrabatte, Personalkosten und Jubiläumsgelder. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsätze werden überwiegend im Inland erzielt. Unter dem Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 206 (Vj. TEUR 437) enthalten. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 190 (Vj. TEUR 327) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 157 (Vj. TEUR 147) und dem Eingang ausgebuchter Forderungen in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 40) resultieren. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 118 (Vj. TEUR 127). 7. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinszahlungen im Berichtsjahr gemäß DRS 21 in Höhe von TEUR 133 (Vj. TEUR 112). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Ertragsteuerzahlungen gemäß DRS 21 in Höhe von TEUR 1.823 (Vj. TEUR 2.638). 8. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gesellschafter PD ergeben sich aus einem Mietvertrag für EDV-Serviceleistungen, Rundfunkleitungen sowie für den Bezug des redaktionellen Mantelteils der Zeitung. Geschäftsführung Geschäftsführer der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten (Allgäu), war bis 20. Dezember 2022 Herr Rolf Grummel, Kempten (Allgäu). Zum 21. Dezember 2022 wurden folgende Personen als kommissarische Geschäftsführer bestellt:
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Befreiungsvorschrift gem. § 286 HGB Abs. 4 wird in Anspruch genommen. Mitarbeiter Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter hat 1.900 Personen (Vj. 1.843) betragen.
Bei den Tochterunternehmen waren im Berichtsjahr zusätzlich durchschnittlich 59 Auszubildene beschäftigt. Abschlussprüferhonorar Das Honorar für den Konzernabschlussprüfer beläuft sich auf TEUR 118 (Vj. TEUR 98) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Konzernzugehörigkeit Die Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten, stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich für den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Dieser wird im Bundesanzeiger des Amtsgerichtes Kempten unter HRB 2744 veröffentlicht. Der Abschluss wird in den Konzernabschluss der Presse-Druck- und Verlags GmbH, Augsburg, im Rahmen der At-Equity Konsolidierung einbezogen, der im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt wird. Dieser wird im Bundesanzeiger des Amtsgerichtes Augsburg unter HRB 6034 veröffentlicht. Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt vor, aus den anderen Gewinnrücklagen einen Betrag in Höhe von EUR 72.004,34 aufzulösen und zusammen mit dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 927.995,66 eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1.000.000,00 vorzunehmen. Über die endgültige Gewinnverwendung hat die Gesellschafterversammlung noch zu beschließen. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 sind keine wesentlichen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.
Kempten, den 8. Mai 2023 Barmettler Elsinger Oberst Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten (Allgäu) Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 8. Mai 2023 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Weilandt, Wirtschaftsprüfer Hars, Wirtschaftsprüferin Angaben zur Billigung Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 25.05.2023 gebilligt. |
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