PreZero Metall GmbH
Am Atlaswerk 22, 33106 Paderborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Nuener seit 18.3.2024 | Prokura |
Jens Wächter seit 9.6.2023 | Prokura |
Nicolas Philipp Georg Müller seit 9.6.2023 | Prokura |
Christian Schneider seit 14.12.2022 | Prokura |
Isa Giovanna Jelitte seit 30.11.2022 | Prokura |
Carsten Dülfer seit 20.6.2022 | Geschäftsführer |
Alexander Gref seit 17.5.2022 | Prokura |
Valon Mehmeti seit 11.2.2020 | Geschäftsführer |
Anja Wulfhorst seit 1.7.2019 | Prokura |
Michael Tomasch seit 5.3.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
PreZero Holz GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PreZero Dritte Stiftung & Co. KG (vormals: PreZero Dritte GmbH & Co. KG)NeckarsulmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2021 bis zum 28.02.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PreZero Dritte Stiftung & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PreZero Dritte Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PreZero Dritte Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 20. Mai 2022 Ernst
& Young GmbH
Eickhoff, Wirtschaftsprüfer Heinrichson, Wirtschaftsprüfer Inhalt Konzernbilanz zum 28. Februar 2022 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 Konzernanhang Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Abschlusses Erläuterungen zur Konzernbilanz Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Kreis der einbezogenen Unternehmen Konzernlagebericht Grundlagen des Konzerns Geschäftsentwicklung Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen Chancen- und Risikobericht Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Prognosebericht Konzernbilanz zum 28. Februar 2022Aktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022
KonzernanhangErläuterung der Grundlagen und Methoden des Abschlusses Allgemeine Hinweise Der Konzernabschluss der PreZero Dritte Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 735842) wurde erstmalig für das Geschäftsjahr 2021 nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt. Mit Wirkung zum 1. März 2021 wurden die PreZero Deutschland KG und ihre Tochterunternehmen durch Einlage des Gesellschafters in den Konzern eingebracht. Zudem wurden unterjährig das Wertstoffgeschäft von SUEZ in Deutschland sowie die RD Recycling Deutschland GmbH erworben. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Anhang übernommen. Die Angaben im Anhang erfolgen in T€. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel 5 Jahren linear abgeschrieben. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgt in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten soweit möglich zum Einkaufspreis, ansonsten retrograd (ausgehend vom Verkaufspreis). Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 0,9% bis 1,3% abgezinst. Die Bewertung der Rückstellung für das Kostenrisiko zur Stilllegung alter Deponien erfolgte auf Basis der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme. Abzinsungen und Kostensteigerungen wurden für den Anteil der Nachsorge an den Gesamtkosten für die Rekultivierung und Überwachung berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem Barwert angesetzt. Es lagen Gutachten nach der Anwartschaftsbarwertmethode mit einem Zinssatz von 1,8% vor. Darin kamen Gehaltssteigerungen von 0,0% und Rentensteigerungen von bis zu 2,0% sowie die Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck zur Anwendung. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen Handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 11,9% und 29,7% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der erworbenen Unternehmen erfolgte zu Marktwerten. Die Differenz der neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden zu den Anschaffungskosten der erworbenen Unternehmen wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gem. § 310 HGB nicht ausgeübt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Gemäß §304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert. Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerentlastungen wurden mit einem Steuersatz von 30,0% bewertet. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen
Die Zugänge beim immateriellen Vermögen betreffen im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte und Kundenstämme aus der erstmaligen Einbeziehung der PreZero Deutschland KG und ihrer Tochterunternehmen sowie aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch den Erwerb des Wertstoffgeschäfts von SUEZ in Deutschland. Die Zugänge im Sachanlagevermögen resultieren aus der erstmaligen Einbeziehung der PreZero Deutschland KG und ihrer Tochterunternehmen sowie aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch Unternehmenserwerbe (T€ 711.565). Darüber hinaus sind laufende Zugänge (T€ 64.111), insbesondere Sortieranlagen und Lkw, enthalten. Die Zugänge im Finanzanlagevermögen betreffen im Wesentlichen Beteiligungen, von denen T€ 6.544 auf Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entfallen. Darüber hinaus werden hierunter Beteiligungen gem. § 296 Abs. 2 HGB ausgewiesen. In den Zugängen zu den Abschreibungen sind laufende Abschreibungen in Höhe von T€ 106.948, Zugänge aus der erstmaligen Einbeziehung der PreZero Deutschland KG und ihrer Tochterunternehmen (T€ 529.997) sowie der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch Unternehmenserwerbe (T€ 217.775) enthalten. In den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind T€ 6.086 außerplanmäßige Abschreibungen enthalten. Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
* Ausschließlich sonstige
Vermögensgegenstände betreffend
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 1.957 enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Rechnungsabgrenzungsposten Unter diesem Posten werden Vorauszahlungen ausgewiesen, die wirtschaftlich die Geschäftsjahre nach dem 28. Februar 2022 betreffen. Aktive latente Steuern In diesem Posten sind ausschließlich latente Steuern gem. § 306 HGB enthalten. Eigenkapital Der Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens wurde vollständig den Verlustvortragskonten der Kommanditisten zugewiesen. Rückstellungen
Von den Rückstellungen haben T€ 23.598 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Deponierekultivierung in Höhe von T€ 7.594 enthalten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen saldiert. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsansprüche betrugen zum 28. Februar 2022 T€ 392. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Verpflichtung betrug T€ 18. Verbindlichkeiten
* Ausschließlich sonstige
Verbindlichkeiten betreffend
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (T€ 4.581) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen T€ 149.582. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten Wertstoffumsätze in Höhe von T€ 740.760 und sonstige Umsätze in Höhe von T€ 7.189. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 7.549 enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Anlagenabgänge. Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 250.705 sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 109.603. Im Materialaufwand sind Bestandsveränderungen aus fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von T€ -1.144 enthalten. Personalaufwand
Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von T€ 587 enthalten. Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 176 enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Anlagenabgänge. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 842. Sonstige Angaben Honorare des Abschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen für die Abschlussprüfung T€ 669 und für andere Bestätigungsleistungen T€ 46. Bezüge der Geschäftsleitung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen des Ukraine Kriegs auf den Konzern verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht. Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Kreis der einbezogenen Unternehmen Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte. Darüber hinaus wurden vier Unternehmen gem. § 311 HGB zum anteiligen Eigenkapital bilanziert. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2022 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch. Die 2 kennzeichnet die Tochterunternehmen, die die Erleichterungen des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen. Gesellschaften mit einem vom Konzernabschlussstichtag abweichenden Abschlussstichtag auf den 31. Dezember 2021 sind mit 3 gekennzeichnet. Bei den im Geschäftsjahr durch Anwachsung bzw. Verschmelzung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen innerhalb des Konzerns verblieben.
Neckarsulm, den 19. Mai 2022 Psi-Stiftung Carsten Dülfer, Vorstand Christian Weber, Vorstand PVG Geschäftsführungs-KG Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG) Kreis der einbezogenen Unternehmen
KonzernlageberichtGrundlagen des Konzerns Geschäftstätigkeit Die PreZero Dritte Stiftung & Co. KG ist die übergeordnete Holding der einzelnen Marktgebiete und Fachcenter der Entsorgungs- und Recyclingsparte in Deutschland. Der Unternehmensgegenstand ist die Abfallentsorgung und Rohstoffaufbereitung im weitesten Sinne, Städtereinigung, Altglas- und Altpapiersammlung sowie jede sonstige Betätigung auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft nebst damit verbundenen Geschäften. Die Marktgebiete befassen sich mit der Abfallerfassung bei akut anfallenden Mengen, mit mittel- und langfristigen Entsorgungskonzepten, der Erfassung von Schrott und Metall bis hin zu Glas und Altholz, gemischten Abfällen (Schutt, Gewerbe) ebenso wie bestimmte Abfallarten, die unter das Datenschutzrecht fallen, dem Transport und der Entsorgung von gefährlichen Abfällen. Die Fachcenter sind spezialisiert auf Verwertungslösungen in den Bereichen Altglas, Holzverwertung, Kunststoffaufbereitung, der Aufbereitung und Vermarktung von Altpapier, Metallaufbereitung und -handel, Transportlogistik und die Sortierung von Leichtverpackungen. Die Gesellschaften des Konzerns betreuen in erster Linie kommunale Auftraggeber und Kunden aus Gewerbe und Industrie. Des Weiteren beschäftigen sie sich mit Branchenlösungen zur:
Die Gesellschaften erbringen zunehmend Leistungen als Komplettanbieter für Produktionsunternehmen und stehen anderen Entsorgungsunternehmen verstärkt als Endbeseitiger zur Verfügung. Ebenso weitet der Konzern seine Aktivitäten im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch immer stärker auf den Bereich der Weiterverarbeitung von gesammelten Kunststoffen zu Recyclaten aus, aus denen dann wieder neue Kunststoffprodukte entstehen können. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2021 waren weltweit weiterhin durch wiederkehrende Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie sowie durch angebotsseitige Engpässe geprägt. Die Weltkonjunktur war in der zweiten Jahreshälfte 2021 aufwärtsgerichtet und konnte gegenüber der ersten Jahreshälfte leicht an Dynamik gewinnen. Vor allem China und USA verzeichneten beschleunigte Wachstumsraten, während sich das Wachstum im Euro-Raum im 4. Quartal verlangsamte. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft um ca. 6,0%. Der Euro-Raum verzeichnete in 2021 einen Anstieg um 5,3% - nach dem deutlichen Rückgang um 6,8% im Vorjahr. Dämpfend wirkten sich Engpässe bei Arbeitskräften und Produktionsvorleistungen auf die Erholung der Konjunktur aus. Ursächlich für die Engpässe waren bei den Arbeitskräften eine geringere Migration infolge der Pandemie sowie bei Materialien und Vorprodukten pandemiebedingte Produktionsausfälle und Störungen im Seetransport. Von den vier größten Volkswirtschaften innerhalb des Euro-Raums lag Deutschland mit einem Anstieg von 2,9% unter dem Durchschnitt. Die privaten Konsumausgaben sind im Euro-Raum wieder gestiegen. Die Erwerbslosenquote ging leicht von 8,0% auf 7,7% zurück. Weiterhin sind die Verbraucherpreise mit durchschnittlich 2,6% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Verbraucherpreisanstieg hat sich in den vergangenen Monaten beschleunigt, wobei dies wesentlich auf den rasanten Anstieg der Energiepreise zurückzuführen ist. Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak stiegen um 4,2%, hauptsächlich getrieben durch wetterbedingte Faktoren, höhere Transportkosten und Düngemittelpreise. Branchenentwicklung in der Entsorgungswirtschaft 2 Die Entwicklung der Entsorgungsbetriebe ist einerseits durch höhere technische und gesetzliche Anforderungen geprägt, andererseits durch ein geändertes Kundenverhalten, was ein anspruchsvolles Marktumfeld schafft. Verschärfungen von Grenzwerten, Quoten und Gesetzen zwingen Unternehmen zu hohen Investitionen in Sortier- und Verwertungsanlagen, während Kunden immer mehr die klassischen Entsorgungsleistungen durch Abfallvermeidung und innerbetriebliche Kreisläufe ersetzen. Zusätzlich übernehmen immer mehr Kommunen wieder selbst das Sammeln und Transportieren von Hausmüll und Leichtverpackungen. Müll bzw. Abfall, der Sekundärrohstoffe (Wertstoffe) enthält, kann für das Recycling aber auch für den Betrieb von Verbrennungsanlagen eingesetzt werden. Hier kann es zu einem verstärkten Wettbewerb zwischen stofflichen und energetischen Verwertern kommen, wenn die Ressource Müll knapp wird. Konjunkturschwankungen haben Einfluss auf die Menge des Mülls bzw. auch auf die Nachfrage nach stofflicher Verwertung der Sekundärrohstoffe. Dadurch kann die Auslastung von Anlagen bzw. deren Wirtschaftlichkeit sehr beeinträchtigt werden.
2 Angaben gem. Brancheninfo
Entsorgungs-/Recyclingbetrieb der Volksbank vom Oktober
2021.
Geschäftsentwicklung Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 747.949 erzielt. Die Umsatzerlöse beinhalten Wertstoffumsätze in Höhe von T€ 740.760 sowie sonstige Umsätze in Höhe von T€ 7.189. Nicht enthalten sind Umsatzerlöse in Höhe von T€ 57.942 und ein negatives Ergebnis in Höhe von T€ 412 von Unternehmen, die mit einem abweichenden Stichtag zum 31. Dezember 2021 in den Konzern einbezogen wurden.
Ergebnisentwicklung Das EBIT in Höhe von T€ -53.480 ist im Wesentlichen durch Aufwendungen aus dem originären Ausbau der Geschäftstätigkeit geprägt. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT liegt bei -7,2%. Das Konzernjahresergebnis beläuft sich auf T€ -70.691. Die Umsatzrendite liegt damit bei -9,5%. Vermögenslage Das Gesamtvermögen beläuft sich auf T€ 829.459.
Das Umlaufvermögen ist im Wesentlichen durch Forderungen aus Wertstoffentsorgung sowie Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen geprägt. In den liquiden Mitteln sind Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks enthalten. Investitionen
Bedingt durch den Ausbau der Geschäftstätigkeit wurden Investitionen in Höhe von T€ 1.281.148 getätigt. Finanzlage Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von T€ 10.884 aus.
Das kurzfristige Fremdkapital sowie das lang- und mittelfristige Fremdkapital betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schwarz Gruppe. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsentwicklung des Konzerns war im Geschäftsjahr 2021 vor allem durch den Ausbau der Geschäftstätigkeit geprägt. Aufgrund der damit einhergehenden Aufwendungen belief sich das Konzernjahresergebnis auf T€ -70.691. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen Neben den betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren rücken insbesondere für unsere Kunden und Mitarbeiter zunehmend nachhaltigere Faktoren in den Fokus. Der Konzern hat eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie etabliert und setzt bereits heute zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit um, wobei im Folgenden lediglich auf die gesetzlich geforderten Angaben zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen eingegangen wird. Transport und Logistik Der Konzern hat seine Fahrzeugflotte deutlich verjüngt und mit modernster Technik ausgestattet sowie teilweise ökologisch wertvolle Gas-Lkw angeschafft. Nach dem heutigen Stand der Technik hat sich hier die Wasserstofftechnik durchgesetzt und befindet sich bei vielen Herstellern im Fokus der Entwicklungen. Der Konzern unterstützt diese Entwicklungen durch Fahrzeugtests solcher Hybriden und plant, solche Fahrzeuge dauerhaft einzusetzen. Außerdem unterstützt der Konzern mehrere Projekte im Bereich der Wasserstoffantriebe und -infrastruktur. Gesellschaftliches Engagement Durch unterschiedliche Maßnahmen übernehmen und fördern wir auch außerhalb unseres Kerngeschäfts soziale Verantwortung. So werden lokale Tafeln, örtliche Vereine, das Deutsche Rote Kreuz und die freiwillige Feuerwehr finanziell unterstützt. Arbeitnehmerbelange Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern durchschnittlich 4.297 Mitarbeiter tätig. Chancen- und Risikobericht Wirtschaftspolitische Chancen und Risiken Als national agierender Konzern bestehen vor allem Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Ländern. Diese kann z. B. durch Schuldenkrisen, hohe Arbeitslosigkeit, durch gesundheitspolitische Maßnahmen wie bei der Corona-Pandemie oder durch den Ukraine Krieg den privaten Konsum beeinträchtigen und Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Konzerns haben. Branchenbezogene Chancen und Risiken Die wesentlichen Herausforderungen ergeben sich insbesondere durch das seit Januar 2019 geltende neue Verpackungsgesetz, das höhere Sortierquoten vorgibt und damit höhere Anforderungen an den Entsorgungsprozess stellt. Da die Erfüllung dieser gesetzlichen Vorgaben hohe Investitionen in die Sammel-, Sortier- und Verwertungstechnik erfordert, ist der Konzern aufgrund seiner Größe deutlich besser in der Lage, diese Anforderungen erfüllen zu können. Hieraus erwarten wir einen Wettbewerbsvorteil innerhalb der Entsorgungsbranche. Durch die enge Kundenbeziehung zur Schwarz Gruppe kann der Bereich der Wertstoffentsorgung weiter ausgebaut werden, woraus ein Umsatzzuwachs zu erwarten ist. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den Abschluss von Finanzkrediten sowie durch Kapitaleinlagen der Gesellschafter wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt. Lieferantenchancen und -risiken Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Personalchancen und -risiken Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben. Die weiterhin starke Expansion sowie die Erweiterung der Geschäftstätigkeit bietet dem Konzern die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei. Rechtliche und steuerliche Risiken Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen sowie aus kartell- und patentrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet. Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Diese Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt. Informationstechnische Risiken Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen. Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen. Beurteilung der Gesamtrisiken Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden. Aus derzeitiger Sicht ergeben sich für den Konzern keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Konzernabschluss führen können, rechtzeitig erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren. Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses Kern dieser Kontrollen sind die konzernweit gültigen Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet und mit dem Konzernabschlussprüfer abgestimmt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Konzernabschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit dem Konzernabschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Abschlusserstellung sichergestellt ist. Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt im Wesentlichen in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet. Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den ERP-Systemen erfolgt im Wesentlichen durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Konzernabschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft. Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien angewendet wurden. Der Konzernabschlussprüfer prüft die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien, den Konzernabschluss und erteilt den Bestätigungsvermerk. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird als weiterhin robust erachtet, wobei sowohl der Ukraine Krieg als auch das in einigen Regionen wieder ansteigende Infektionsgeschehen das Wachstum kurzfristig eintrüben könnten. Perspektivisch sollten die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie aber immer weiter abnehmen. Die angespannte Situation bei den Liefer- und Wertschöpfungsketten wird sich angesichts des Ukraine Kriegs erneut verschärfen. Die Wirtschaftsleistung soll aufgrund dessen weltweit um 3,3% steigen. Für das globale Welthandelsvolumen wird für 2022 mit einem Anstieg von 1,8% gerechnet. Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum sieht sich für das Jahr 2022 mit Wachstumshemmnissen konfrontiert. Angebotsseitige Engpässe werden das Wirtschaftswachstum stark belasten. Ebenso dürften sich negative Wachstumsauswirkungen aus dem Ukraine Krieg ergeben. Internationale Lieferketten werden hierdurch gestört und die bereits hohen Preise für Energieträger werden weiter steigen. Positive Wachstumseffekte sollten von den hohen Auftragsbeständen der Industrie, einem soliden Arbeitsmarkt sowie einem expansiven Staatskonsum ausgehen. Mit der Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie dürfte außerdem eine Normalisierung des Konsumverhaltens eintreten. Insgesamt wird für das Jahr 2022 im Euro-Raum ein Wirtschaftswachstum von 2,9% erwartet. Die Erwerbslosenquote wird voraussichtlich auf 6,9% sinken und die Verbraucherpreise dürften in 2022 um 6,2% zulegen. Die Entwicklung des Pandemiegeschehens sowie des Ukraine Kriegs haben die Aussichten für die deutsche Wirtschaft deutlich verschlechtert, so dass die Wirtschaftsleistung in 2022 lediglich um 1,9% zunehmen soll. Die Verbraucherpreise dürften aufgrund der hohen Energiekosten um 6,1% steigen. Die Exporte sollen voraussichtlich um 2,8% zunehmen und die privaten Konsumausgaben um 3,2%. Entwicklung des Konzerns Der Ukraine Krieg kann Auswirkungen auf die Preisentwicklung und Verfügbarkeit bestimmter Waren und Rohstoffe haben. Der Verlauf der Corona-Pandemie beinhaltet weiterhin Unsicherheiten bei bestehenden Lieferketten sowie dem Konsumverhalten der Verbraucher. Die Planung für das Geschäftsjahr 2022 unterliegt aus diesen Gründen sowie aufgrund der weltweit steigenden Inflation zahlreichen unvorhersehbaren Faktoren, welche die aktuelle Prognose beeinflussen können. Jedoch gehen wir aufgrund neu gewonnener Aufträge für die kommunale Abfallentsorgung und am Markt durchgesetzten Preiserhöhungen für das Geschäftsjahr 2022 von einem starken Umsatzwachstum aus. Um dies zu erreichen, wird neben dem organischen Wachstum auch auf anorganisches Wachstum gesetzt. Ein wichtiger Schritt des anorganischen Wachstums war der Zukauf des Wertstoffgeschäfts von SUEZ in Deutschland im Frühjahr 2021, welcher sich positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkt. Für das Geschäftsjahr 2022 wird erwartet, dass sich die gewonnenen Mehrmengen in der Entsorgung in Verbindung mit am Markt durchgesetzten Preiserhöhungen, trotz gleichzeitiger Kostensteigerung, moderat positiv auf das Jahresergebnis auswirken. Wichtiger Bestandteil dessen wird auch die ganzjährige Einbeziehung des Wertstoffgeschäfts aus dem Zukauf von SUEZ in Deutschland sein.
Neckarsulm, den 19. Mai 2022 GesellschafterbeschlussIm Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart ist die Komanditgesellschaft unter der FirmaPreZero Dritte Stiftung & Co. KGmit Sitz in Neckarsulm unter HRA 735842 eingetragen. Gesellschafter dieser Gesellschaft sind:
Unter Verzicht auf alle durch Gesetz oder Gesellschaftsvertrag gegebenen Frist- und Formvorschriften wird einstimmig und vorbehaltlos Folgendes beschlossen:
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.
21- Jul-2022 SB PreZero KG Gez. Fabian Göpfert, Vorstand der Tau Stiftung (phG) Psi-Stitung gez. Thomas Kyriakis Carsten Dülfer jeweils Vorstand
22-Jul-2022 PVG Geschäftsführung KG Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG) |
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