Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 13128
Vorher
Peitzmann GmbH
Eingetragen
13.11.2017
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Rohstoffen, Halb- und Fertigwaren, ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Gegenstand
Handel mit Rohstoffen aller Art nebst allen damit verbundenen Geschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Nuener
seit 18.3.2024
Prokura
Jens Wächter
seit 9.6.2023
Prokura
Prokura
Christian Schneider
seit 14.12.2022
Prokura
Isa Giovanna Jelitte
seit 30.11.2022
Prokura
Carsten Dülfer
seit 20.6.2022
Geschäftsführer
Alexander Gref
seit 17.5.2022
Prokura
Valon Mehmeti
seit 11.2.2020
Geschäftsführer
Anja Wulfhorst
seit 1.7.2019
Prokura
Michael Tomasch
seit 5.3.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PreZero Holz GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Tönsmeier Hessen GmbH
Germany
100.00%
Peitzmann Verwaltungs GmbH
Germany
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PreZero Dritte Stiftung & Co. KG (vormals: PreZero Dritte GmbH & Co. KG)

Neckarsulm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2021 bis zum 28.02.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PreZero Dritte Stiftung & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der PreZero Dritte Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PreZero Dritte Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 20. Mai 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eickhoff, Wirtschaftsprüfer

Heinrichson, Wirtschaftsprüfer

Inhalt

Konzernbilanz zum 28. Februar 2022

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Abschlusses

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsentwicklung

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Chancen- und Risikobericht

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Prognosebericht

Konzernbilanz zum 28. Februar 2022

Aktivseite

T€ Anhang 28.02.2022
Anlagevermögen S. 6 404.619
Immaterielle Vermögensgegenstände 97.837
Sachanlagen 265.442
Finanzanlagen 41.340
Umlaufvermögen 406.816
Vorräte S. 8 19.368
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände S. 8 364.813
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.635
Rechnungsabgrenzungsposten S. 8 15.752
Aktive latente Steuern S. 8 2.239
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 33
829.459

Passivseite

T€ Anhang 28.02.2022
Eigenkapital S. 8 10.884
Kommanditeinlage 101
Rücklagen 502.049
Konzernbilanzverlust -496.072
Anteile anderer Gesellschafter 4.806
Rückstellungen S. 9 153.643
Verbindlichkeiten S. 9 662.974
Rechnungsabgrenzungsposten 1.958
829.459

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022

T€ Anhang GJ 2021
Umsatzerlöse S. 10 747.949
sonstige betriebliche Erträge S. 10 14.908
Materialaufwand S. 10 360.308
Personalaufwand S. 10 175.037
Abschreibungen 106.948
sonstige betriebliche Aufwendungen S. 11 174.939
Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.157
Erträge aus Beteiligungen 2.017
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 35
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) -53.480
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 201
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.775
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag S. 11 12.637
Konzernjahresergebnis -70.691
davon auf andere Gesellschafter entfallend -837

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Abschlusses

Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der PreZero Dritte Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 735842) wurde erstmalig für das Geschäftsjahr 2021 nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt.

Mit Wirkung zum 1. März 2021 wurden die PreZero Deutschland KG und ihre Tochterunternehmen durch Einlage des Gesellschafters in den Konzern eingebracht. Zudem wurden unterjährig das Wertstoffgeschäft von SUEZ in Deutschland sowie die RD Recycling Deutschland GmbH erworben.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Anhang übernommen. Die Angaben im Anhang erfolgen in T€.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel 5 Jahren linear abgeschrieben.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgt in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten soweit möglich zum Einkaufspreis, ansonsten retrograd (ausgehend vom Verkaufspreis). Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 0,9% bis 1,3% abgezinst.

Die Bewertung der Rückstellung für das Kostenrisiko zur Stilllegung alter Deponien erfolgte auf Basis der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme. Abzinsungen und Kostensteigerungen wurden für den Anteil der Nachsorge an den Gesamtkosten für die Rekultivierung und Überwachung berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem Barwert angesetzt. Es lagen Gutachten nach der Anwartschaftsbarwertmethode mit einem Zinssatz von 1,8% vor. Darin kamen Gehaltssteigerungen von 0,0% und Rentensteigerungen von bis zu 2,0% sowie die Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck zur Anwendung.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen Handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 11,9% und 29,7% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der erworbenen Unternehmen erfolgte zu Marktwerten. Die Differenz der neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden zu den Anschaffungskosten der erworbenen Unternehmen wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gem. § 310 HGB nicht ausgeübt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Gemäß §304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerentlastungen wurden mit einem Steuersatz von 30,0% bewertet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

T€ AHK 01.03.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen AHK 28.02.2022
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 0 40.679 -7.934 0 32.745
Geschäfts- oder Firmenwert 0 412.779 -15.146 0 397.633
Immaterielles Vermögen 0 453.458 -23.080 0 430.378
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 66.967 -4.747 14.087 76.307
Technische Anlagen und Maschinen 0 345.361 -7.266 17.369 355.464
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 289.708 -37.051 3.416 256.073
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 73.640 -945 -34.872 37.823
Sachanlagen 0 775.676 -50.009 0 725.667
Beteiligungen 125 48.106 -10.748 0 37.483
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 22 0 0 22
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 5 0 0 5
sonstige Ausleihungen 0 3.881 0 0 3.881
Finanzanlagen 125 52.014 -10.748 0 41.391
125 1.281.148 -83.837 0 1.197.436
T€ kum. AfA 01.03.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen kum. AfA 28.02.2022
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 0 37.650 -6.785 0 30.865
Geschäfts- oder Firmenwert 0 316.822 -15.146 0 301.676
Immaterielles Vermögen 0 354.472 -21.931 0 332.541
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 36.709 -2.178 0 34.531
Technische Anlagen und Maschinen 0 260.800 -5.755 -50 254.995
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 202.688 -32.039 50 170.699
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Sachanlagen 0 500.197 -39.972 0 460.225
Beteiligungen 0 51 0 0 51
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 51 0 0 51
0 854.720 -61.903 0 792.817
T€ Buchwert 01.03.2021 Buchwert 28.02.2022
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 0 1.880
Geschäfts- oder Firmenwert 0 95.957
Immaterielles Vermögen 0 97.837
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 41.776
Technische Anlagen und Maschinen 0 100.469
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 85.374
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 37.823
Sachanlagen 0 265.442
Beteiligungen 125 37.432
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 22
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 5
sonstige Ausleihungen 0 3.881
Finanzanlagen 125 41.340
125 404.619

Die Zugänge beim immateriellen Vermögen betreffen im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte und Kundenstämme aus der erstmaligen Einbeziehung der PreZero Deutschland KG und ihrer Tochterunternehmen sowie aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch den Erwerb des Wertstoffgeschäfts von SUEZ in Deutschland.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen resultieren aus der erstmaligen Einbeziehung der PreZero Deutschland KG und ihrer Tochterunternehmen sowie aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch Unternehmenserwerbe (T€ 711.565). Darüber hinaus sind laufende Zugänge (T€ 64.111), insbesondere Sortieranlagen und Lkw, enthalten.

Die Zugänge im Finanzanlagevermögen betreffen im Wesentlichen Beteiligungen, von denen T€ 6.544 auf Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entfallen. Darüber hinaus werden hierunter Beteiligungen gem. § 296 Abs. 2 HGB ausgewiesen.

In den Zugängen zu den Abschreibungen sind laufende Abschreibungen in Höhe von T€ 106.948, Zugänge aus der erstmaligen Einbeziehung der PreZero Deutschland KG und ihrer Tochterunternehmen (T€ 529.997) sowie der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch Unternehmenserwerbe (T€ 217.775) enthalten.

In den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind T€ 6.086 außerplanmäßige Abschreibungen enthalten.

Vorräte

T€ 28.02.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.816
unfertige Erzeugnisse 4.480
fertige Erzeugnisse und Waren 4.072
19.368

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

T€ 28.02.2022
Forderungen aus Wertstoffentsorgung 133.373
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen * 12.189
sonstige Vermögensgegenstände 219.251
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 141
364.813

* Ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände betreffend

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 1.957 enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter diesem Posten werden Vorauszahlungen ausgewiesen, die wirtschaftlich die Geschäftsjahre nach dem 28. Februar 2022 betreffen.

Aktive latente Steuern

In diesem Posten sind ausschließlich latente Steuern gem. § 306 HGB enthalten.

Eigenkapital

Der Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens wurde vollständig den Verlustvortragskonten der Kommanditisten zugewiesen.

Rückstellungen

T€ 28.02.2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 568
Steuerrückstellungen 14.472
sonstige Rückstellungen 138.603
153.643

Von den Rückstellungen haben T€ 23.598 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Deponierekultivierung in Höhe von T€ 7.594 enthalten.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen saldiert. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsansprüche betrugen zum 28. Februar 2022 T€ 392. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Verpflichtung betrug T€ 18.

Verbindlichkeiten

T€ < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre 28.02.2022 Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.041 132.374 10.736 150.151
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.232 0 0 53.232
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen * 1.614 0 0 1.614
Sonstige Verbindlichkeiten 457.620 279 78 457.977
davon aus Steuern 1.898 0 0 1.898
519.507 132.653 10.814 662.974

* Ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten betreffend

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (T€ 4.581) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen T€ 149.582.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Wertstoffumsätze in Höhe von T€ 740.760 und sonstige Umsätze in Höhe von T€ 7.189.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 7.549 enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Anlagenabgänge.

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 250.705 sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 109.603.

Im Materialaufwand sind Bestandsveränderungen aus fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von T€ -1.144 enthalten.

Personalaufwand

T€ GJ 2021
Löhne und Gehälter 145.418
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 29.619
davon für Altersversorgung 329
175.037

Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:

GJ 2021
Arbeitnehmer 4.133
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Vollzeit 3.703
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Teilzeit 430
Auszubildende 164
4.297

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von T€ 587 enthalten.

Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 176 enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Anlagenabgänge.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 842.

Sonstige Angaben

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen für die Abschlussprüfung T€ 669 und für andere Bestätigungsleistungen T€ 46.

Bezüge der Geschäftsleitung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen des Ukraine Kriegs auf den Konzern verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht. Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte. Darüber hinaus wurden vier Unternehmen gem. § 311 HGB zum anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2022 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch. Die 2 kennzeichnet die Tochterunternehmen, die die Erleichterungen des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen. Gesellschaften mit einem vom Konzernabschlussstichtag abweichenden Abschlussstichtag auf den 31. Dezember 2021 sind mit 3 gekennzeichnet.

Bei den im Geschäftsjahr durch Anwachsung bzw. Verschmelzung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen innerhalb des Konzerns verblieben.

 

Neckarsulm, den 19. Mai 2022

Psi-Stiftung

Carsten Dülfer, Vorstand

Christian Weber, Vorstand

PVG Geschäftsführungs-KG

Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG)

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Name der Gesellschaft Sitz
Vollkonsolidierung (100% Anteilsbesitz)
PreZero Dritte Stiftung & Co. KG 1 Neckarsulm Deutschland
SDL Alpha Vierte Beteiligungs-GmbH Neckarsulm Deutschland
PreZero Service Deutschland GmbH 2,3 Düsseldorf Deutschland
PreZero Service Mitte-West Beteiligungs-GmbH 2,3 Wesseling Deutschland
PreZero Service Mitte-West GmbH & Co. KG 1,3 Bielefeld Deutschland
PreZero Service Ost Beteiligungs-GmbH 2,3 Wesseling Deutschland
PreZero Service Ost GmbH & Co. KG 1,3 Leipzig Deutschland
PreZero Green Tech GmbH 2,3 Wesseling Deutschland
PreZero Service Süd GmbH 2,3 Knittlingen Deutschland
Altpapier Reschka GmbH 2,3 Mannheim Deutschland
PreZero Recycling Süd GmbH 2,3 Ölbronn-Dürrn Deutschland
PreZero Service West GmbH 2,3 Neuwied Deutschland
PreZero Recycling Mitte GmbH 2,3 Dillenburg Deutschland
PreZero Sonderabfall GmbH 2,3 Neuwied Deutschland
PreZero Energy Zorbau GmbH 2,3 Lützen Deutschland
Wagner-Deponie-Betriebe GmbH 2,3 Wesseling Deutschland
PreZero Entsorgung & Transport GmbH 2,3 Wesseling Deutschland
PreZero Fleet Management GmbH 2,3 Wesseling Deutschland
PreZero Stoffstrom Management GmbH 2,3 Wesseling Deutschland
PreZero PROcessing GmbH 2,3 Ölbronn-Dürrn Deutschland
PreZero Digital GmbH 2,3 Wesseling Deutschland
PreZero Deutschland KG 1 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Service Rheinland GmbH 2 Duisburg Deutschland
PreZero Service Westfalen GmbH & Co. KG 1 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Service Westfalen Beteiligungs-GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Personalservice GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Service Hamm GmbH 2 Hamm Deutschland
PreZero Service Mitte GmbH & Co. KG 1 Hannover Deutschland
PreZero Service Mitte Beteiligungs-GmbH 2 Hannover Deutschland
PreZero Aktenvernichtung GmbH 2 Hannover Deutschland
PreZero Holz GmbH (vormals: PreZero Service Hessen GmbH) 2 Bückeburg Deutschland
PreZero Metall GmbH 2 Paderborn Deutschland
PreZero Service Sachsen-Anhalt GmbH 2 Landsberg Deutschland
PreZero Service Köthen GmbH 2 Köthen Deutschland
PreZero Service Osnabrück GmbH & Co. KG 1 Georgsmarienhütte Deutschland
PreZero Service Osnabrück Beteiligungs-GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Service Emsland GmbH & Co. KG 1 Spelle Deutschland
PreZero Service Emsland Beteiligungs-GmbH 2 Spelle Deutschland
PreZero Service Nord GmbH 2 Tönning Deutschland
PreZero Logistik GmbH & Co. KG 1 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Logistik Beteiligungs-GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Kunststoffrecycling GmbH & Co. KG 1 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Kunststoffrecycling Beteiligungs-GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Recycling Deutschland GmbH & Co. KG 1 Petershagen Deutschland
PreZero Recycling Deutschland Beteiligungs-GmbH 2 Petershagen Deutschland
PreZero Erste Verwaltungs-GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Alpha GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Energy GmbH 2 Bernburg (Saale) Deutschland
PreZero Erste Dienstleistung GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Wertstoffmanagement GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Bioenergie Münsterland GmbH & Co. KG 1 Greven Deutschland
PreZero Bioenergie Münsterland Beteiligungs-GmbH 2 Greven Deutschland
Noll Beteiligungs-GmbH 2 Greven Deutschland
PreZero Service Nord-Westfalen GmbH & Co. KG 1 Lengerich Deutschland
PreZero Service Nord-Westfalen Beteiligungs-GmbH 2 Lengerich Deutschland
Sortierkontor Nord Beteiligungs GmbH (60%) Bremen Deutschland
Sortierkontor Nord GmbH & Co. KG (60%) Bremen Deutschland
PreZero Beta GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Zweite Verwaltungs-GmbH 2 Porta Westfalica Deutschland
PreZero Pyral GmbH (60%) 3 Freiberg Deutschland
RD Recycling Deutschland GmbH 3 Preußisch Oldendorf Deutschland
PreZero Service Nordhessen GmbH 2 Lohfelden Deutschland
Mandt Verwaltungs GmbH 2 Edermünde Deutschland
PreZero Alpha Erste GmbH & Co. KG 1 Neckarsulm Deutschland
At-Equity-Einbeziehung (50% Stimmrechte)
Kunststoff Recycling Grünstadt GmbH (50% Anteilsbesitz) 3 Hofheim am Taunus Deutschland
Olper Entsorgungszentrum GmbH & Co. KG (50% Anteilsbesitz) 3 Olpe Deutschland
Xplastics GmbH (50% Anteilsbesitz) 3 Bruchsal Deutschland
GWV Gesellschaft für Wertstoff-Verwertung mbH (42,9% Stimmrechte/Anteilsbesitz) 3 Remseck am Neckar Deutschland
Im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedene Unternehmen
SDL Alpha Neunte GmbH (vormals: KTE Beteiligungs-GmbH) Porta Westfalica Deutschland
PreZero Immobilien Zweite Beteiligungs-GmbH (vormals: TDL Beteiligungs-GmbH) Kreuzbruch Deutschland
Mandt GmbH & Co. KG Edermünde Deutschland
Glasrecycling Neuburg GmbH & Co. KG Neuburg an der Donau Deutschland
Pader Entsorgung GmbH & Co. KG Paderborn Deutschland
Keine Einbeziehung aufgrund §296 Abs. 2 HGB
Olper Entsorgungszentrum Geschäftsführung GmbH Olpe Deutschland
B O M - Behandlung Organischer Materialien GmbH Bruchsal Deutschland
Erdaushub und Bauschutt Recycling und Deponie GmbH & Co. KG Bretten Deutschland
Erdaushub und Bauschutt Recycling und Deponie Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung Bretten Deutschland
VPE Vereinigung privater Entsorgungsbetriebe der Sonderabfallentsorgung Rheinland-Pfalz GmbH Mainz Deutschland
PreZero Service Saarland GmbH Neunkirchen Deutschland
KBG Kunststoff Beteiligungen GmbH Plettenberg Deutschland
RIBA Verpackungen GmbH Hamm Deutschland
HVB Hoch-Vakuum-Beschichtungs GmbH Berlin Deutschland
pfc premium film company GmbH Hamburg Deutschland
BeRec GmbH Werneuchen Deutschland
DERIBA GROUP GmbH Plettenberg Deutschland

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Die PreZero Dritte Stiftung & Co. KG ist die übergeordnete Holding der einzelnen Marktgebiete und Fachcenter der Entsorgungs- und Recyclingsparte in Deutschland. Der Unternehmensgegenstand ist die Abfallentsorgung und Rohstoffaufbereitung im weitesten Sinne, Städtereinigung, Altglas- und Altpapiersammlung sowie jede sonstige Betätigung auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft nebst damit verbundenen Geschäften.

Die Marktgebiete befassen sich mit der Abfallerfassung bei akut anfallenden Mengen, mit mittel- und langfristigen Entsorgungskonzepten, der Erfassung von Schrott und Metall bis hin zu Glas und Altholz, gemischten Abfällen (Schutt, Gewerbe) ebenso wie bestimmte Abfallarten, die unter das Datenschutzrecht fallen, dem Transport und der Entsorgung von gefährlichen Abfällen.

Die Fachcenter sind spezialisiert auf Verwertungslösungen in den Bereichen Altglas, Holzverwertung, Kunststoffaufbereitung, der Aufbereitung und Vermarktung von Altpapier, Metallaufbereitung und -handel, Transportlogistik und die Sortierung von Leichtverpackungen.

Die Gesellschaften des Konzerns betreuen in erster Linie kommunale Auftraggeber und Kunden aus Gewerbe und Industrie. Des Weiteren beschäftigen sie sich mit Branchenlösungen zur:

Abfallentsorgung

Behandlung, Lagerung und Entsorgung von gefährlichen Abfällen

Aufbereitung und Vermarktung von Abfällen zur Verwertung

Konzeption und dem Betrieb von Abfallbehandlungsanlagen

Die Gesellschaften erbringen zunehmend Leistungen als Komplettanbieter für Produktionsunternehmen und stehen anderen Entsorgungsunternehmen verstärkt als Endbeseitiger zur Verfügung. Ebenso weitet der Konzern seine Aktivitäten im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch immer stärker auf den Bereich der Weiterverarbeitung von gesammelten Kunststoffen zu Recyclaten aus, aus denen dann wieder neue Kunststoffprodukte entstehen können.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2021 waren weltweit weiterhin durch wiederkehrende Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie sowie durch angebotsseitige Engpässe geprägt. Die Weltkonjunktur war in der zweiten Jahreshälfte 2021 aufwärtsgerichtet und konnte gegenüber der ersten Jahreshälfte leicht an Dynamik gewinnen. Vor allem China und USA verzeichneten beschleunigte Wachstumsraten, während sich das Wachstum im Euro-Raum im 4. Quartal verlangsamte. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft um ca. 6,0%.

Der Euro-Raum verzeichnete in 2021 einen Anstieg um 5,3% - nach dem deutlichen Rückgang um 6,8% im Vorjahr. Dämpfend wirkten sich Engpässe bei Arbeitskräften und Produktionsvorleistungen auf die Erholung der Konjunktur aus. Ursächlich für die Engpässe waren bei den Arbeitskräften eine geringere Migration infolge der Pandemie sowie bei Materialien und Vorprodukten pandemiebedingte Produktionsausfälle und Störungen im Seetransport. Von den vier größten Volkswirtschaften innerhalb des Euro-Raums lag Deutschland mit einem Anstieg von 2,9% unter dem Durchschnitt. Die privaten Konsumausgaben sind im Euro-Raum wieder gestiegen. Die Erwerbslosenquote ging leicht von 8,0% auf 7,7% zurück. Weiterhin sind die Verbraucherpreise mit durchschnittlich 2,6% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Verbraucherpreisanstieg hat sich in den vergangenen Monaten beschleunigt, wobei dies wesentlich auf den rasanten Anstieg der Energiepreise zurückzuführen ist. Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak stiegen um 4,2%, hauptsächlich getrieben durch wetterbedingte Faktoren, höhere Transportkosten und Düngemittelpreise.

1 Angaben gem. Konjunkturprognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 30. März 2022.

Branchenentwicklung in der Entsorgungswirtschaft 2

Die Entwicklung der Entsorgungsbetriebe ist einerseits durch höhere technische und gesetzliche Anforderungen geprägt, andererseits durch ein geändertes Kundenverhalten, was ein anspruchsvolles Marktumfeld schafft.

Verschärfungen von Grenzwerten, Quoten und Gesetzen zwingen Unternehmen zu hohen Investitionen in Sortier- und Verwertungsanlagen, während Kunden immer mehr die klassischen Entsorgungsleistungen durch Abfallvermeidung und innerbetriebliche Kreisläufe ersetzen.

Zusätzlich übernehmen immer mehr Kommunen wieder selbst das Sammeln und Transportieren von Hausmüll und Leichtverpackungen.

Müll bzw. Abfall, der Sekundärrohstoffe (Wertstoffe) enthält, kann für das Recycling aber auch für den Betrieb von Verbrennungsanlagen eingesetzt werden. Hier kann es zu einem verstärkten Wettbewerb zwischen stofflichen und energetischen Verwertern kommen, wenn die Ressource Müll knapp wird. Konjunkturschwankungen haben Einfluss auf die Menge des Mülls bzw. auch auf die Nachfrage nach stofflicher Verwertung der Sekundärrohstoffe. Dadurch kann die Auslastung von Anlagen bzw. deren Wirtschaftlichkeit sehr beeinträchtigt werden.

2 Angaben gem. Brancheninfo Entsorgungs-/Recyclingbetrieb der Volksbank vom Oktober 2021.

Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 747.949 erzielt. Die Umsatzerlöse beinhalten Wertstoffumsätze in Höhe von T€ 740.760 sowie sonstige Umsätze in Höhe von T€ 7.189.

Nicht enthalten sind Umsatzerlöse in Höhe von T€ 57.942 und ein negatives Ergebnis in Höhe von T€ 412 von Unternehmen, die mit einem abweichenden Stichtag zum 31. Dezember 2021 in den Konzern einbezogen wurden.

GJ 2021
T€
Umsatzerlöse 747.949
Materialaufwand 360.308
Rohertrag 387.641
Rohertragsquote 51,8%
Personalaufwand 175.037
sonstiger Aufwand abzgl. Ertrag 159.136
EBITDA 53.468
Umsatzrendite EBITDA 7,1%
Abschreibungen 106.948
EBIT -53.480
Umsatzrendite EBIT -7,2%
Zinsaufwand abzgl. Zinsertrag 4.574
Ertragsteuern 12.637
Konzernjahresergebnis -70.691
Umsatzrendite -9,5%

Ergebnisentwicklung

Das EBIT in Höhe von T€ -53.480 ist im Wesentlichen durch Aufwendungen aus dem originären Ausbau der Geschäftstätigkeit geprägt. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT liegt bei -7,2%. Das Konzernjahresergebnis beläuft sich auf T€ -70.691. Die Umsatzrendite liegt damit bei -9,5%.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen beläuft sich auf T€ 829.459.

28.02.2022
T€ %
Anlagevermögen 404.619 48,8
Immaterielles Vermögen 97.837 11,8
Sachanlagen 265.442 32,0
Finanzanlagen 41.340 5,0
Umlaufvermögen 406.816 49,0
Vorräte 19.368 2,3
Forderungen 364.813 44,0
Liquide Mittel 22.635 2,7
Rechnungsabgrenzungsposten 15.752 1,9
Aktive latente Steuern 2.239 0,3
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 33 0,0
Gesamtvermögen 829.459 100,0

Das Umlaufvermögen ist im Wesentlichen durch Forderungen aus Wertstoffentsorgung sowie Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen geprägt.

In den liquiden Mitteln sind Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks enthalten.

Investitionen

GJ 2021
T€
Investitionen 1.281.148
davon in Sachanlagen 775.676

Bedingt durch den Ausbau der Geschäftstätigkeit wurden Investitionen in Höhe von T€ 1.281.148 getätigt.

Finanzlage

Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von T€ 10.884 aus.

28.02.2022
T€ %
Eigenkapital 10.884 1,3
Fremdkapital 816.617 98,5
lang- und mittelfristig 167.065 20,1
kurzfristig 649.552 78,4
Rechnungsabgrenzungsposten 1.958 0,2
Gesamtkapital 829.459 100,0

Das kurzfristige Fremdkapital sowie das lang- und mittelfristige Fremdkapital betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schwarz Gruppe.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsentwicklung des Konzerns war im Geschäftsjahr 2021 vor allem durch den Ausbau der Geschäftstätigkeit geprägt. Aufgrund der damit einhergehenden Aufwendungen belief sich das Konzernjahresergebnis auf T€ -70.691.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Neben den betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren rücken insbesondere für unsere Kunden und Mitarbeiter zunehmend nachhaltigere Faktoren in den Fokus. Der Konzern hat eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie etabliert und setzt bereits heute zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit um, wobei im Folgenden lediglich auf die gesetzlich geforderten Angaben zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen eingegangen wird.

Transport und Logistik

Der Konzern hat seine Fahrzeugflotte deutlich verjüngt und mit modernster Technik ausgestattet sowie teilweise ökologisch wertvolle Gas-Lkw angeschafft. Nach dem heutigen Stand der Technik hat sich hier die Wasserstofftechnik durchgesetzt und befindet sich bei vielen Herstellern im Fokus der Entwicklungen. Der Konzern unterstützt diese Entwicklungen durch Fahrzeugtests solcher Hybriden und plant, solche Fahrzeuge dauerhaft einzusetzen. Außerdem unterstützt der Konzern mehrere Projekte im Bereich der Wasserstoffantriebe und -infrastruktur.

Gesellschaftliches Engagement

Durch unterschiedliche Maßnahmen übernehmen und fördern wir auch außerhalb unseres Kerngeschäfts soziale Verantwortung. So werden lokale Tafeln, örtliche Vereine, das Deutsche Rote Kreuz und die freiwillige Feuerwehr finanziell unterstützt.

Arbeitnehmerbelange

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern durchschnittlich 4.297 Mitarbeiter tätig.

Chancen- und Risikobericht

Wirtschaftspolitische Chancen und Risiken

Als national agierender Konzern bestehen vor allem Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Ländern. Diese kann z. B. durch Schuldenkrisen, hohe Arbeitslosigkeit, durch gesundheitspolitische Maßnahmen wie bei der Corona-Pandemie oder durch den Ukraine Krieg den privaten Konsum beeinträchtigen und Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Konzerns haben.

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Die wesentlichen Herausforderungen ergeben sich insbesondere durch das seit Januar 2019 geltende neue Verpackungsgesetz, das höhere Sortierquoten vorgibt und damit höhere Anforderungen an den Entsorgungsprozess stellt. Da die Erfüllung dieser gesetzlichen Vorgaben hohe Investitionen in die Sammel-, Sortier- und Verwertungstechnik erfordert, ist der Konzern aufgrund seiner Größe deutlich besser in der Lage, diese Anforderungen erfüllen zu können. Hieraus erwarten wir einen Wettbewerbsvorteil innerhalb der Entsorgungsbranche.

Durch die enge Kundenbeziehung zur Schwarz Gruppe kann der Bereich der Wertstoffentsorgung weiter ausgebaut werden, woraus ein Umsatzzuwachs zu erwarten ist.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den Abschluss von Finanzkrediten sowie durch Kapitaleinlagen der Gesellschafter wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt.

Lieferantenchancen und -risiken

Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt.

Personalchancen und -risiken

Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben.

Die weiterhin starke Expansion sowie die Erweiterung der Geschäftstätigkeit bietet dem Konzern die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen sowie aus kartell- und patentrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet.

Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Diese Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt.

Informationstechnische Risiken

Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen.

Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen.

Beurteilung der Gesamtrisiken

Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich für den Konzern keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Konzernabschluss führen können, rechtzeitig erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren.

Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses

Kern dieser Kontrollen sind die konzernweit gültigen Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet und mit dem Konzernabschlussprüfer abgestimmt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Konzernabschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit dem Konzernabschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Abschlusserstellung sichergestellt ist.

Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses

Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt im Wesentlichen in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet.

Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den ERP-Systemen erfolgt im Wesentlichen durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Konzernabschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft.

Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung

In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien angewendet wurden.

Der Konzernabschlussprüfer prüft die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien, den Konzernabschluss und erteilt den Bestätigungsvermerk.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird als weiterhin robust erachtet, wobei sowohl der Ukraine Krieg als auch das in einigen Regionen wieder ansteigende Infektionsgeschehen das Wachstum kurzfristig eintrüben könnten. Perspektivisch sollten die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie aber immer weiter abnehmen. Die angespannte Situation bei den Liefer- und Wertschöpfungsketten wird sich angesichts des Ukraine Kriegs erneut verschärfen. Die Wirtschaftsleistung soll aufgrund dessen weltweit um 3,3% steigen. Für das globale Welthandelsvolumen wird für 2022 mit einem Anstieg von 1,8% gerechnet.

Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum sieht sich für das Jahr 2022 mit Wachstumshemmnissen konfrontiert. Angebotsseitige Engpässe werden das Wirtschaftswachstum stark belasten. Ebenso dürften sich negative Wachstumsauswirkungen aus dem Ukraine Krieg ergeben. Internationale Lieferketten werden hierdurch gestört und die bereits hohen Preise für Energieträger werden weiter steigen. Positive Wachstumseffekte sollten von den hohen Auftragsbeständen der Industrie, einem soliden Arbeitsmarkt sowie einem expansiven Staatskonsum ausgehen. Mit der Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie dürfte außerdem eine Normalisierung des Konsumverhaltens eintreten. Insgesamt wird für das Jahr 2022 im Euro-Raum ein Wirtschaftswachstum von 2,9% erwartet. Die Erwerbslosenquote wird voraussichtlich auf 6,9% sinken und die Verbraucherpreise dürften in 2022 um 6,2% zulegen.

Die Entwicklung des Pandemiegeschehens sowie des Ukraine Kriegs haben die Aussichten für die deutsche Wirtschaft deutlich verschlechtert, so dass die Wirtschaftsleistung in 2022 lediglich um 1,9% zunehmen soll. Die Verbraucherpreise dürften aufgrund der hohen Energiekosten um 6,1% steigen. Die Exporte sollen voraussichtlich um 2,8% zunehmen und die privaten Konsumausgaben um 3,2%.

Entwicklung des Konzerns

Der Ukraine Krieg kann Auswirkungen auf die Preisentwicklung und Verfügbarkeit bestimmter Waren und Rohstoffe haben. Der Verlauf der Corona-Pandemie beinhaltet weiterhin Unsicherheiten bei bestehenden Lieferketten sowie dem Konsumverhalten der Verbraucher. Die Planung für das Geschäftsjahr 2022 unterliegt aus diesen Gründen sowie aufgrund der weltweit steigenden Inflation zahlreichen unvorhersehbaren Faktoren, welche die aktuelle Prognose beeinflussen können.

Jedoch gehen wir aufgrund neu gewonnener Aufträge für die kommunale Abfallentsorgung und am Markt durchgesetzten Preiserhöhungen für das Geschäftsjahr 2022 von einem starken Umsatzwachstum aus. Um dies zu erreichen, wird neben dem organischen Wachstum auch auf anorganisches Wachstum gesetzt. Ein wichtiger Schritt des anorganischen Wachstums war der Zukauf des Wertstoffgeschäfts von SUEZ in Deutschland im Frühjahr 2021, welcher sich positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkt.

Für das Geschäftsjahr 2022 wird erwartet, dass sich die gewonnenen Mehrmengen in der Entsorgung in Verbindung mit am Markt durchgesetzten Preiserhöhungen, trotz gleichzeitiger Kostensteigerung, moderat positiv auf das Jahresergebnis auswirken. Wichtiger Bestandteil dessen wird auch die ganzjährige Einbeziehung des Wertstoffgeschäfts aus dem Zukauf von SUEZ in Deutschland sein.

 

Neckarsulm, den 19. Mai 2022

3 Angaben gem. Konjunkturprognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 30. März 2022.

Gesellschafterbeschluss

Im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart ist die Komanditgesellschaft unter der Firma

PreZero Dritte Stiftung & Co. KG

mit Sitz in Neckarsulm unter HRA 735842 eingetragen.

Gesellschafter dieser Gesellschaft sind:

 

SB PreZero KG, mit Sitz in Neckarsulm,

 

Amtsgericht Stuttgart, HRA 737416,

 

Psi-Stiftung mit Sitz in Dresden,

 

Landesdirektion Sachsen, AZ 20-2245/642,

 

und

 

PVG Geschäftsführungs-KG, mit Sitz in Neckarsulm,

 

Amtsgericht Stuttgart, HRA 104759.

Unter Verzicht auf alle durch Gesetz oder Gesellschaftsvertrag gegebenen Frist- und Formvorschriften wird einstimmig und vorbehaltlos Folgendes beschlossen:

1.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wird gebilligt.

2.

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 für den Konzernabschluss der PreZero Dritte Stiftung & Co. KG bestellt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

21- Jul-2022

SB PreZero KG

Gez. Fabian Göpfert, Vorstand der Tau Stiftung (phG)

Psi-Stitung

gez. Thomas Kyriakis

Carsten Dülfer

jeweils Vorstand

 

22-Jul-2022

PVG Geschäftsführung KG

Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG)

Nachrichten & Medien

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