Henry Schein Medical GmbH

Alt-Moabit 96B, 10559 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 167357
Eingetragen
21.5.2015
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Der Einkauf, die Logistik, das Marketing sowie der Groß- und Außenhandel von/mit medizintechnischen, medizinischen und pharmazeutischen Produkten, sowie der Verkauf, die Vermittlung, der Service und die Wartung von medizinischen und medizintechnischen Produkten sowie von hiermit verbundene Services.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Georgios Matziou
seit 12.3.2026
Geschäftsführer
Thorsten Lück
seit 5.12.2024
Geschäftsführer
Torsten Marohn
seit 21.5.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Henry Schein (Europe) Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
150.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Henry Schein Medical GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gesellschafterbeschluss

Die unterzeichnende

 

Henry Schein GmbH

 

Monzastr. 2a, 63225 Langen

vertreten durch den alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer

 

Andreas Cioska

ist Gesellschafter der

 

Henry Schein Medical GmbH

 

Alt-Moabit 96b, 10559 Berlin

Unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen- oder satzungsmäßigen Form- und Fristenerfordernisse hält die Henry Schein GmbH eine Gesellschafterversammlung der

 

Henry Schein Medical GmbH

 

Alt-Moabit 96b, 10559 Berlin

ab und beschließt einstimmig:

1.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird festgestellt. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der Henry Schein GmbH liegt weder ein Jahresüberschuss noch ein Jahresfehlbetrag vor. Die Gesellschaft schließt mit einem Ergebnis in Höhe von EUR 0,00 ab.

2.

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Entlastung erteilt.

Damit ist die Gesellschafterversammlung geschlossen.

 

Langen, 28. Februar 2025

Henry Schein GmbH

Andreas Cioska

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.084,00 1.084,00 2
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.339,00 82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.414,00 103
139.753,00 185
140.837,00 187
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 1.496.028,12 2.188
2. geleistete Anzahlungen 4.189,69 0
1.500.217,81 2.188
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.409.370,60 2.189
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.180.989,83 732
3. sonstige Vermögensgegenstände 104.400,90 218
3.694.761,33 3.139
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0
5.194.979,14 5.327
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.595,00 11
5.337.411,14 5.525

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 150.500,00 150
II. Kapitalrücklage 70.996,38 71
221.496,38 221
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 1.084.780,02 1.975
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 272.028,28 533
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 271.984,28 (Vorjahr: TEUR 533) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.432.947,65 2.490
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.432.947,65 (Vorjahr: TEUR 2.490) -
3. sonstige Verbindlichkeiten 326.158,81 306
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 326.158,81 (Vorjahr: TEUR 306) -
- davon aus Steuern: EUR 74.485,29 (Vorjahr: TEUR 72) -
4.031.134,74 3.329
5.337.411,14 5.525

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 25.120.556,66 30.886
2. sonstige betriebliche Erträge 102.180,70 1.832
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 665,78 (Vorjahr: TEUR 0) -
25.222.737,36 32.718
3. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für bezogene Waren -16.710.582,43 -21.594
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -222,32 0
-16.710.804,75 -21.594
4. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -4.406.865,19 -6.102
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -699.347,07 -857
-5.106.212,26 -6.959
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -46.798,84 -54
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.722.134,50 -5.672
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 220,81 (Vorjahr: TEUR 1) -
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 514,89 2
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -156.981,26 -63
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 155.561,55 (Vorjahr: TEUR 61) -
9. Ergebnis vor Verlustübernahme -1.519.679,36 -1.622
10. Erträge aus Verlustübernahme 1.519.679,36 -1.622
11. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GMBHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf und nimmt größenabhängige Erleichterungen teilweise in Anspruch.

Die Henry Schein Medical GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist unter der Nummer HRB 167357 in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Das Geschäftsjahr ist mit dem Kalenderjahr identisch.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB, da die im Geschäftsjahr 2023 entstandenen Verluste infolge des unverändert bestehenden Ergebnisabführungsvertrags durch die Gesellschafterin ausgeglichen werden, und die Gesellschaft in das Cash Pooling der Henry Schein GmbH eingebunden ist, so dass die Finanzierung der Gesellschaft jederzeit gewährleistet ist. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses liegen der Geschäftsführung keine Anhaltspunkte vor, dass die beiden Verträge durch die Gesellschafterin nicht fortgeführt werden sollen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer von unverändert drei bis fünf Jahren bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und fünf bis zehn Jahren bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sowie den anderen Anlagen, der Betriebs- und Geschäftsausstattung stellen wir auf die betrieblichen Erfahrungen ab, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen Afa-Tabellen decken. Zur Konzernvereinheitlichung werden geringwertige Vermögensgegenstände zwischen EUR 250 und EUR 1.000 im Zugangsjahr als Sammelposten zusammengefasst und über eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Vorräte sind zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgten im Wesentlichen für Lagerrisiken in den Bereichen Equipment und Materialinstrumente (Consumables). Die Abschreibungen erfolgten nach pauschalierten Abschreibungssätzen in Abhängigkeit vom Anschaffungsdatum (Equipment) bzw. der Umschlagshäufigkeit bzw. Reichweite (Consumables).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich Wertberichtigungen angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung von unverändert 1% des Nettoforderungsbestands Rechnung getragen.

Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sofern sie gleichartig und fristenkongruent sind und gegenüber demselben Unternehmen bestehen, werden saldiert ausgewiesen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden ausschließlich Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie werden mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisentageskurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundlegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisentageskurs bei Entstehung der Verbindlichkeiten oder zum höheren Stichtagskurs, unter Zugrundlegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Vorräte

Der Nettoausweis des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 2.188) beinhaltet Wertkorrekturen für wirtschaftliche Risiken in Höhe von TEUR 490 (Vorjahr TEUR 673).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie auch im Vorjahr vollständig aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im wesentlichen Umsatzsteuerforderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 116) und Forderungen aus Lieferantenboni in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr TEUR 84).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Frachtkosten TEUR 142 (Vorjahr TEUR 130), Gewährleistungen TEUR 52 (Vorjahr TEUR 50), Personalkosten TEUR 668 (Vorjahr TEUR 1.602), Kundenboni TEUR 24 (Vorjahr TEUR 70) und ausstehende Rechnungen TEUR 199 (Vorjahr TEUR 122).

Verbindlichkeiten

Stichtag 31. Dezember 2023 Insgesamt Bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 272 272 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.433 3.433 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 326 326
4.031 4.031 0 0
Stichtag 31. Dezember 2022 Insgesamt Bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 533 533 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.490 2.490 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 306 306
3.329 3.329 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 2.218 (Vorjahr TEUR 2.053) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Daneben beinhalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Cash Pool in Höhe von TEUR 2.735, diese Verbindlichkeiten wurden mit der Forderung aus Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.519 verrechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse Material 24.242 30.026
Sonstige Umsatzerlöse 879 860
Gesamt 25.121 30.886

Die sonstigen Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen von Dienstleistungen im Verbund und Werbekostenzuschüssen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr TEUR 202) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Bonuserstattungen von Lieferanten in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 55) enthalten. Im Berichtsjahr ergab sich kein Effekt aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigung (Vorjahr TEUR 17).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Ausgangsfrachten 1.004 1.289
Dienstleistungsweiterbelastung der HS Gruppe 1.660 2.059
KFZ Kosten 306 431
Miete und NK für Geschäftsräume 564 532
Sonstiges 1.188 1.361
Gesamtergebnis 4.722 5.672

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten (Vorjahr TEUR 40).

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Fremde 1 2
Verbundene Unternehmen 0 0
1 2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Fremde -1 -2
Verbundene Unternehmen -156 -61
-157 -63
-156 -61

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

Fälligkeit 2024 2025-2027 2028 ff Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
573 1.330 602 2.505

Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die Gesellschaft 63 Angestellte (Vorjahr 77) ohne Geschäftsführer.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 14. Oktober 2023 wurde festgestellt, dass es zu einem Cybervorfall gekommen ist. Mehrere Henry Schein-Systeme, darunter das SAP ERP und der Webshop, wurden vorsorglich abgeschaltet und der Zugriff auf die Server gesperrt. Unter Federführung von Henry Schein Inc. wurden die Ursachen und Auswirkungen analysiert, die Systeme bereinigt und anschließend in Q4 sukzessive wieder aktiviert. Alle Systeme waren Anfang 2024 wieder live und funktionsfähig. Aufgrund der eingeschränkten Erreichbarkeit und limitierten Systemverfügbarkeiten kam es im 4. Quartal 2023 zu signifikanten Umsatz- und Ergebniseinbußen, die auch noch Nachwirkungen im Jahr 2024 nach sich gezogen haben.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB liegen nicht vor.

Geschäftsführung

Thomas Friedl, Wien, Österreich, Geschäftsführer

Amoen Marie-Ange Rödiger, Berlin, Geschäftsführerin

Thorsten Lück, Ahlen/Westfalen, Geschäftsführer (seit 1. November 2024)

Auf die Angabe der Bezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnis

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Henry Schein, Inc., Melville, New York, USA (kleinster und größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Henry Schein Services GmbH in Langen erhältlich.

 

Berlin, den 30. Januar 2025

Amoen Marie-Ange Rödiger

Thomas Friedl

Thorsten Luck

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.457,85 0,00 0,00 0,00 212.457,85
212.457,85 0,00 0,00 0,00 212.457,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 210.040,52 0,00 0,00 0,00 210.040,52
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 758.210,79 621,84 41.839,52 0,00 716.993,11
968.251,31 621,84 41.839,52 0,00 927.033,63
1.180.709,16 621,84 41.839,52 0,00 1.139.491,48
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.831,85 542,00 0,00 211.373,85
210.831,85 542,00 0,00 211.373,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.139,52 19.562,00 0,00 147.701,52
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 654.723,79 26.694,84 41.839,52 639.579,11
782.863,31 46.256,84 41.839,52 787.280,63
993.695,16 46.798,84 41.839,52 998.654,48
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.084,00 1.626,00
1.084,00 1.626,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.339,00 81.901,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.414,00 103.487,00
139.753,00 185.388,00
140.837,00 187.014,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Seit 2009 gehört die Henry Schein Medical GmbH (HSMED) zu dem an der NASDAQ börsennotierten Henry Schein, Inc. Konzern, mit Sitz in New York, Melville, USA. Teil dieser Unternehmensgruppe zu sein, wirkt sich seitdem positiv in vielen Aspekten aus.

Das Unternehmen bietet als Großhändler dem niedergelassenen Arzt und Krankenhäusern Produkte und Dienstleistungen im Sinne eines Komplettanbieters an. Der Vertrieb und Service erfolgt bundesweit über ein engmaschiges Außendienst- und Servicenetzwerk. Lieferungen von Verbrauchsgütern der HSMED an die Kunden werden exklusiv über die Henry Schein Services GmbH (HSSG), Gallin, ein verbundenes Unternehmen innerhalb der Henry Schein Gruppe, abgewickelt, mit einer hohen Lieferquote innerhalb von 24 Stunden.

Darüber hinaus werden die Lieferungen von Gebrauchsgütern, hierunter fallen medizinische Instrumente und Investitionsgüter, über ein separates Lager in Berlin abgewickelt.

II.Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland liegt 2023 bei rund 4,19 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt damit um 0,3 % niedriger im Vergleich zum Vorjahr. Nach der Corona-Pandemie und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. 1

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14397/umfrage/deutschland-bruttoinlandsprodukt-bip

Rund 84 Prozent der Deutschen gaben an, dass für sie die Gesundheit das wichtigste Thema im Leben sei. Und die jüngste Corona-Pandemie hat einmal mehr vor Augen geführt, wie zentral Gesundheit bzw. die Angst darum auch für das gesellschaftliche Zusammenleben ist. 2

Ende des Jahres 2023 verzeichnete die Bundesärztekammer deutschlandweit rund 428.500 berufstätige Ärzte. 3

Damit setzte sich der sukzessive Anstieg der Arztzahlen der letzten Jahre fort: verglichen mit dem Jahr 1990 hat sich die Zahl berufstätiger Ärzte um rund 65 Prozent erhöht. Mit durchschnittlich 197 Einwohner je Arzt (doppelt so viel im Vergleich zu 1980). Was zur Folge hat, dass Deutschland im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz einnimmt. 4

Im Jahr 2023 lagen die Ausgaben der GKV bei 306,4 Milliarden Euro, dabei beliefen sich die reinen Leistungsausgaben auf rund 288,6 Milliarden Euro. Den größten Anteil der Leistungsausgaben stellte der Krankenhaussektor dar. Insgesamt musste die GKV hierfür 94,0 Milliarden Euro aufbringen. Dies entspricht einem Anteil von 32,6 Prozent an allen Leistungsausgaben und ist nahezu doppelt so hoch wie die Ausgaben für Arzneimittel mit einem Volumen von 50,2 Milliarden Euro und einem Anteil von 17,4 Prozent. Den drittgrößten Ausgabensektor stellt die ambulante ärztliche Versorgung mit 47,1 Milliarden Euro und einem Anteil von 16,3 Prozent dar. 5

Die stark steigenden und auch in Zukunft weiter steigenden Kosten im Gesundheitswesen haben dabei vor allem zwei Gründe. Zum einen wird die Bevölkerung immer älter und mit zunehmendem Alter steigen auch die Gesundheitskosten. Viele schwere Krankheiten treten verstärkt im fortgeschrittenen Alter auf und verursachen enorme Kosten. Ein weiterer Ausgabentreiber ist der technologische Fortschritt: neue Medikamente und immer ausgefeilte Behandlungen und Operationen lassen die Ausgaben zusätzlich steigen. 6

Diese anhaltend steigenden Ausgaben für Gesundheit in Deutschland und der damit verbundene Kostendruck auf das gesamte Gesundheitswesen machen weitere Optimierungen auch im Handel notwendig.

2 https://de.statista.com/themen/91/gesundheit/#topicOverview
3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158869/umfrage/anzahl-der-aerzte-in-deutschland-seit-1990/
4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158869/umfrage/anzahl-der-aerzte-in-deutschland-seit-1990/
5 https://www.vdek.com/presse/daten/d _versorgung_leistungsausgaben.html# :~: text=2023%20lagen%20die%20Ausgaben%20der, Leistungsausgaben%20stellte%20der%20Krankenhaussektor%20dar
6 https://de.statista.com/themen/91/gesundheit/#topicOverview

2. Geschäftsverlauf und Steuerungsgrößen

Über alle Geschäftsbereiche hinweg sank der Umsatz der HSMED im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 19%. Dies entspricht unseren Erwartungen aus dem Lagebericht des Vorjahres.

Wie im Jahr 2022 war dies auf den geringen Absatz von PSA (persönliche Schutzausrüstung) und COVID-Tests nach dem Ende der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Außerdem wurde der Umsatz durch das schlechte Investitionsklima (infolge der Rezession) für Großgeräte und den vorübergehenden Ausfall im vierten Quartal aufgrund des Cybervorfalls negativ beeinflusst. Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2023 bleibt zwar weiterhin deutlich negativ, jedoch verbessert es sich leicht gegenüber 2022, so dass unsere Erwartungen auch hier erfüllt wurden.

Zur Steuerung des Unternehmens werden sowohl US-GAAP Kennzahlen (z.B. Gross Margin, OPEX, Operating Income) wie auch die üblichen finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen (Umsätze, Margen, Kosten, Lagerbestände, Lieferquoten, Reklamationsquote etc.). Diese werden einem täglichen, großhandelsüblichen Monitoring bis auf Kunden-, Produkt- und Lieferantenebene unterzogen.

Die Umsatzerlöse US-GAAP sind dabei von den Umsatzerlösen nach HGB nicht signifikant abweichend. Das Geschäftsjahr richtet sich im Konzern nach dem Henry Schein Kalender, der vom Kalenderjahr abweichen und damit Unterschiede hervorrufen kann.

Die wesentliche interne Steuerungskennzahl stellt dabei das Operating Income nach US- GAAP dar. Die Kennzahl definiert sich im Wesentlichen als Ergebnis vor Gewinnaufschlägen (Mark up) auf Warenlieferungen und Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen, Restrukturierungsaufwendungen, Aufwendungen für Altersversorgung, Zinserträgen und -aufwendungen sowie Steuern. Das Operating Income war, im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 555 negativ, so dass wir im Bereich der Prognose aus dem Lagebericht des Vorjahres (-0,5 Mio.) lagen.

3. Lage

a) Ertragslage

Bei der HSMED haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr von 30.886 TEUR um 19% auf 25.121 TEUR reduziert. Der Umsatz im Bereich Equipment bliebt unter dem Volumen des Jahres 2021 und sank im Vergleich zum Vorjahr. Des Weiteren sanken die PSA- und Covid-Test-Verkäufe weiterhin mit dem Ende der Pandemie.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von 1.832 TEUR im Jahr 2022 auf 102 TEUR im Jahr 2023. Die Verringerung ergibt sich im Wesentlichen aufgrund des entfallenden Gewinns aus dem Verkauf des Finanzanlagevermögens in Höhe von 1.446 TEUR im Jahr 2022.

Der Materialaufwand sank überproportional zum Umsatz und im Vergleich zum Vorjahr. Die Materialaufwandsquote in Höhe von 66,5% (69,9% in 2022) liegt damit aufgrund der verbesserten Einkaufs- und Eigenmarkenstrategie unter dem Vorjahresniveau.

Insbesondere durch die Restrukturierungskosten im Bereich des Vertriebs im Vorjahr, und der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiter von 77 in 2022 auf 63 in 2023 verringerte sich der Personalaufwand um 26,6% von 6.959 TEUR in 2022 auf 5.106 TEUR in 2023. Leicht gegenteilig wirkten sich inflationsbedingte Gehaltssteigerungen aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 5.672 TEUR im Jahr 2022 auf 4.722 TEUR im Jahr 2023 aufgrund geringerer Vertriebskosten und Dienstleistungsumlagen der Henry Schein Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die HSMED ein Ergebnis vor Verlustübernahme von -1.520 TEUR (2022: -1.622 TEUR).

b) Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag zum Stichtag 31. Dezember 2023 mit 5.337 TEUR auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (5.525 TEUR).

Das Anlagevermögen verringerte sich leicht zum Bilanzstichtag auf 141 TEUR, begründet durch höhere Abschreibungen auf einzelne Anlagegüter als Ersatzinvestitionen (2022: 187 TEUR).

Das Umlaufvermögen liegt mit 5.195 TEUR leicht unter dem Vorjahreswert von 5.327 TEUR. Die darin enthaltenen Vorräte fallen von 2.188 TEUR zum Vorjahresstichtag auf 1.500 TEUR aufgrund von gezielten Sonderverkaufsaktionen von Altbeständen und allg. Bestandsverringerung durch Rückgang im Bereich Equipment. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Anstieg von 2.189 TEUR auf 2.409 TEUR zu verzeichnen. Dieser lässt sich durch spätere Rechnungsstellung aufgrund des Cyber Incidents erklären. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 1.181 TEUR (2022: 732 TEUR) und resultieren aus denim Vergleich zum Vorjahr erhöhten Dienstleistungsforderungen gegen andere Medical Gesellschaften.

Das Eigenkapital der HSMED betrug zum 31. Dezember 2023 unverändert TEUR 221. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt ebenfalls unter Berücksichtigung der gesunkenen Bilanzsumme nahezu unverändert zum Vorjahr bei 4,1% (2022: 4,0%).

Die Höhe der Rückstellungen ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund geringerer Rückstellungen für Personalkosten (insbesondere weniger Restrukturierungsrückstellungen) gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten liegen im Berichtsjahr mit 272 TEUR unter dem Niveau des Vorjahres (533 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 2.490 TEUR auf 3.433 TEUR zum 31. Dezember 2023 angestiegen. Die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist auf erhöhte Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Dienstleistungen zurückzuführen.

c) Finanzlage

Die Gesellschaft ist an das im Konzern praktizierte "Cash-Pooling" der Henry Schein GmbH angeschlossen. Die Liquidität ist aufgrund der Teilnahme am konzerninternen Cash-Pooling jederzeit gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling betragen zum Bilanzstichtag 2.735 TEUR (2022: 2.010 TEUR).

d) Personal

Insgesamt beschäftigte das Unternehmen zum Jahresende 2023 57 Vollzeitkräfte, 6 Teilzeitkräfte und 0 Auszubildende (2022: 67 Vollzeitkräfte, 4 Teilzeitkräfte und 0 Auszubildende).

III. Nachhaltigkeitsbericht

Das Geschäftsumfeld der Gesellschaft unterliegt stetem Wandel, auf den die HSMED, gemeinsam mit anderen Unternehmen der Henry Schein Gruppe, durch ethisches Verhalten und durch die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung Einfluss nimmt. Gelebt wird diese Verantwortung auch durch die "Henry Schein Cares" Stiftung, ein globales Programm zur Förderung von Versorgung und Bildung im Gesundheitsbereich. Die weltweite Arbeit der Organisation richtet sich im Wesentlichen darauf, Gesundheit auch für Risikogruppen und unterversorgte Bevölkerungsteile zugänglich zu machen.

Henry Schein wurde in die FORTUNE-Liste der angesehensten Unternehmen der Welt aufgenommen und führt die FORTUNE-Liste der Fachgroßhändler im Gesundheitswesen an. Darüber hinaus steht Henry Schein auch auf der Liste der weltweit ethischsten Unternehmen, die von Ethisphere aufgestellt wird.

IV. Risiko -, Chancen- und Prognosebericht

1. RISIKOBERICHT

1.1 Risikomanagementsystem

Als Teil des US börsennotierten Henry Schein Konzerns obliegt die HSMED den Anforderungen des Sarbanes Oxley Acts. Hierdurch wurde im Unternehmen ein weitreichendes internes Kontrollsystem eingerichtet.

Das Risikomanagement basiert auf dem monatlichen Berichtswesen, das wesentliche Kennzahlen beinhaltet sowie die Planzahlen des Unternehmens monatlich den Ist-Zahlen gegenüberstellt. Die Abweichungsanalysen dienen der Geschäftsführung als Instrument der Unternehmenssteuerung. Um sicherzustellen, dass die vorhandene Liquidität und Kreditlinien ausreichen, wird in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung der verfügbaren liquiden Mittel überwacht. Die Transaktionen sind in den überwiegenden Fällen in Euro denominiert.

1.2 Unternehmensfortführung

Die Gesellschaft ist dem Cash Pool der Henry Schein GmbH angeschlossen. Die Finanzierung ist jederzeit gesichert. Daneben besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Henry Schein GmbH, Langen, wonach jährlich der Ausgleich eines Jahresfehlbetrags erfolgt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts liegen der Geschäftsführung keine Anhaltspunkte vor, dass die Verträge durch die Gesellschafterin nicht fortgeführt werden sollen.

1.3 Operative Risiken

Die im Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vorgeschriebene Einrichtung und Dokumentation eines Risikomanagement- und Überwachungssystems, mit dem Entwicklungen frühzeitig erkannt werden können, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, wurde ebenso umgesetzt.

Wir überwachen, bewerten und steuern die Risikosituation unserer Gesellschaft kontinuierlich und dokumentieren dieses im Rahmen des Planungs- und Controlling-Prozesses monatlich rollierend.

Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2023 die wesentlichen Unternehmensrisiken im Rahmen einer Risikoanalyse identifiziert.

Die Wesentlichen identifizierten Risiken betreffen:

Liquiditätsrisiken

die darin bestehen, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Durch die Einbindung in das Cash-Pooling der Henry Schein Gruppe sowie der Möglichkeit konzerninterner Darlehensfinanzierung wird dem entgegengewirkt.

Ausfallrisiken

die sich aus der Gefahr ergeben, dass Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch beim bilanzierenden Unternehmen finanzielle Verluste verursacht werden.

Durch aktives Forderungsmanagement sowie laufender Vertragsüberwachung wird das Risiko minimiert. Seit 2012 ist ein SAP-gestütztes Kreditlimit-System für Kundenaufträge und -forderungen unternehmensweit eingeführt.

Marktrisiken

Die deutsche Medizintechnikindustrie hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 einen Umsatz von 40,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem nominalen Zuwachs um 5,1 Prozent. Gleichzeitig sind aber die Erzeugerpreise dieses Bereichs um 5,9 Prozent gestiegen. Eine aktuelle Studie von Roland Berger stellt fest, dass sich Unternehmen der Medizintechnik zunehmend vom Primat des Umsatzwachstums abwenden und sich auf die Verbesserung der Ertragslage konzentrieren, um die Effekte der Kostensteigerungen abzufangen. 7

Auch der stetig zunehmende Zulassungs- und Bürokratieaufwand im Zusammenhang mit der neuen EU-Medizinprodukteverordnung bringe viele, vor allem kleinere Hersteller, an ihre Belastungsgrenze und schade der Innovationskraft der Branche massiv, was auch die gemeinsame Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) mit MedicalMountains und Spectaris aus Mai 2022 zeige. 8

Für zukünftige Ereignisse ist die Gesellschaft vorbereitet und wird kurzfristig Maßnahmen ergreifen, um Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage zu begrenzen.

Wettbewerbsrisiken

Wettbewerbsrisiken werden darin gesehen, dass die notwendigen Preisanpassungen gegenüber den Kunden nicht hinreichend genug kommuniziert werden können und zu einem weiteren Margenverfall führen, speziell im Krankenhaussegment. Durch fortwährende aktive Überwachung der Einkaufspreise und angemessen durchgeführte Preisanpassungen kann die Gesellschaft diese jederzeit kurzfristig steuern.

Mitarbeiterrisiken

Mitarbeiterrisiken bestehen darin, dass wertschaffende Mitarbeiter nicht gehalten und problematische Mitarbeiter nicht gefördert oder freigesetzt werden können.

7 https://www.spectaris.de/verband/aktuelles/detail/deutsche-medizintechnik-2023-5-prozent-umsatzplus-mit-schattenseiten /
8 https://www.spectaris.de/fileadmin/Content/Medizintechnik/Zahlen-Fakten-Publikationen/SPECTARIS_Jahrbuch_202324_11-2023_final.pdf

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Weiterbildungs- und Fortbildungsangebote für die Mitarbeiter in der Henry Schein Mitarbeiter-Akademie bereitgestellt. Die dort angebotenen Fort- und Weiterbildungsangebote wurden durch die Belegschaft angenommen und genutzt.

IT- Risiken

Die Gesellschaft ist Risiken ausgesetzt, die sich aus dem Betreiben verschiedenster IT Systeme ergibt. Hierzu zählen Gefahren beispielsweise aus Malware, Phising-Angriffen, Cyberattacken oder auch Hardwareausfälle.

Um diese Risiken zu minimieren bzw. zu vermeiden, hat der Henry Schein Konzern eine interne Cyber Security Abteilung, die alle Gesellschaften, somit auch die HSMED, betreut. Dazu gehören das Management von Firewalls, Aktualisierung von Antiviren-Software aber auch das Überwachen von Schnittstellen und Zugangskontrollen zu IT Systemen. Regelmäßige Mitarbeiterschulungen aber auch die kontinuierliche Erinnerung über Bedrohungspotentiale in diesem Bereich an alle Mitarbeiter sind Bestandteil des Risikomanagements.

Sonstige Risiken

Unverändert bestehen Risiken durch ständige Diskussionen über Gesundheitsstrukturreformen, den immer größer werdenden Preiswettbewerb im Medizinproduktehandel, insbesondere durch den schnell wachsenden Internet-Handel und die allgemeine konjunkturelle Entwicklung.

Zusätzliche Risiken wie steigende Verbraucherpreise (speziell Energiekosten) und überdurchschnittliche Inflationsraten werden besonders beobachtet und bewertet.

Interne Effizienzsteigerungen, Umstellung von Prozessen und Abläufen sowie Optimierungen in Arbeitsabläufen sind Maßnahmen, die in der HSMED praktiziert werden, um (teilweise) externen Kostensteigerungen entgegenzuwirken. Preissteigerungen, sofern sie nicht abgefedert bzw. minimiert werden können, werden in den Preiskalkulationen berücksichtigt.

Die Risiken werden auf monatlicher Basis fortlaufend überwacht und entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Ausmaßes bewertet. Entsprechend werden Maßnahmen gefasst, deren Umsetzung in einem laufenden Prozess überwacht wird.

Zusammenfassend geht die Geschäftsführung weiterhin von einer erfolgreichen Risikoabschätzung und -kontrolle aus und sieht derzeit keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten.

2. CHANCENBERICHT

Mittelfristig sehen wir Chancen durch die Konzentration auf die Ausweitung von Systemangeboten und Dienstleistungen, weitere verstärkte Zusammenarbeit mit führenden Herstellern sowie eine verstärkte Marktbearbeitung im Konzernverbund. Neue Projekte im Konzernverbund und strukturelle Optimierungen bieten weitere Chancen, unsere Marktreichweite im Berichtsjahr zu steigern.

3. PROGNOSEBERICHT

Der Ausblick basiert auf Schätzungen der Gesellschaft, die aufgrund von Unsicherheiten im Hinblick auf die Entwicklung des Medizinmarktes sowie Risiken aufgrund globaler und lokaler wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen, Schwankungen unterliegen können.

Im ursprünglichen Budget für das Geschäftsjahr 2024 erwarteten wir einen moderaten Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich. Durch den noch leicht spürbaren Einfluss des Cyber Vorfalls aus dem vierten Quartal 2023 im ersten Quartal 2024 und die Zurückhaltung des Marktes bei Investitionen in höherwertige Einrichtungsgegenstände wird der Umsatz niedriger als im Jahr 2023 ausfallen. Nach vorläufigen Ergebnissen erwarten wir einen Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Aufgrund verbesserter Margen durch die gute Einkaufs- und Eigenmarkenstrategie und einer strikten Kostenkontrolle geht die Geschäftsführung langfristig von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Auch im Jahr 2024 haben wir unser aktives Kostenmanagement fortgesetzt und weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen durchgeführt, um die Ergebnisentwicklung als Teil des Henry Schein Konzerns zu unterstützen.

Das Operating Income (US-GAAP) wird nach vorläufigen Ergebnissen bei -0,2 bis -0,3 Mio. erwartet und sich entsprechend gegenüber 2023 verbessern. Das Ergebnis vor Verlustübernahme wird sich nach vorläufigen Ergebnissen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls auf -1,1 Mio. bis -1,2 Mio. verbessern.

Nach der ersten Budgetplanung für 2025 wird ein Umsatzwachstum gegenüber dem Jahr 2024 im höheren einstelligen Prozentbereich erwartet. Obwohl trotz Kostensteigerungen sich die Gesamtkosten gegenüber dem Vorjahr verringern werden, bleibt das Jahresergebnis vorerst negativ.

Die durchgeführten Reorganisationen im Unternehmen haben zufriedenstellende Ergebnisse in der Kostenstruktur und -kontrolle, in der Marge, sowie in der Markt- und Strategieorientierung erbracht. Die Geschäftsleitung ist daher nach wie vor davon überzeugt, dass die weitere fokussierte Ansprache von Kundensegmenten durch individuelle Marketingaktivitäten, die Konzentration auf den Ausbau von Systemangeboten und Dienstleistungen im Kernsortiment, verstärkten Kooperationen im Konzernverbund und mit führenden Herstellern zu einem Umsatzwachstum, sowie die weiter fortgeführten Prozessoptimierungen und die aktiv vorangetriebenen, abteilungsübergreifenden Synergieeffekte zu Kostensenkungen führen werden. Kurzfristig wird eine weitere Verbesserung des negativen Ergebnisses bis zum Erreichen der Gewinnschwelle angestrebt. Daraus wird sich mittel- und langfristig ein positiver Jahreswert mit einer Umsatzrendite von >1% ergeben.

 

Berlin, im Januar 2025

Henry Schein Medical GmbH

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Henry Schein Medical GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Henry Schein Medical GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Henry Schein Medical GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 30. Januar 2025

BDO AG
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Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer

Scholz, Wirtschaftsprüfer

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