Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 1682
Vorher
Autohaus Dieter Hartmann GmbH
Eingetragen
19.1.1981
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Kraftfahrzeugen aller Art und die Reparatur von Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft kann sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wito Wagner
seit 8.6.2020
Geschäftsführer
Frank Fröhle
seit 4.7.2014
Prokura
Oliver Hartmann
seit 9.10.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
AH Hartmann
50.00%
Autohaus Hartmann GmbHEigenbeteiligung
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AH Hartmann
Germany
385.000 €
50.00%
Autohaus Hartmann GmbH
Germany
385.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Hartmann GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. September 2022 bis 31. August 2023

Autohaus Hartmann GmbH, Münster

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft wurde am 17. Oktober 1980 als "Autohaus Dieter Hartmann GmbH" errichtet. Sie betreibt ihr Geschäft als Renault-Vertragshaupthändler und -Werkstatt an den Standorten Münster, Rheine und Ibbenbüren.

Darüber hinaus vertreibt die Gesellschaft Kraftfahrzeuge der Marken Dacia, Seat, Cupra, Mazda und Kia.

Bei den Kunden der Gesellschaft handelt es sich überwiegend um private sowie kleine und mittelgroße gewerbliche Kunden sowie Unterhändler, mit welchen zum großen Teil bereits seit mehreren Jahren eine Geschäftsbeziehung besteht.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort." (Destatis Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024).

Das Marktumfeld für den Automobilhandel war, bedingt durch die hohe Inflation und den damit verbundenen gestiegenen Verkaufspreisen der Fahrzeuge sowie die hohen Energiekosten, verbunden mit Veränderungen im Beschaffungsmarkt seitens der Hersteller, äußerst schwierig. Hinzu kam die Verunsicherung der Verbraucher hinsichtlich der weiteren Förderungen der E-Mobilität, welche von der Bundesregierung dann im Dezember 2023 abrupt eingestellt worden ist.

II. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022/2023 ist ein geschäftsführender Gesellschafter aus der Gesellschaft ausgeschieden. Seine Gesellschaftsanteile wurden von der Autohaus Hartmann GmbH übernommen. Hieraus ergab sich neben den Veränderungen im Eigenkapital durch den Erwerb eigener Anteile und den Anstieg der Verbindlichkeiten durch ein Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises auch eine Verminderung der Personalaufwendungen.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022/2023 von den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen aufgrund vorausschauender Einkaufs- und Verkaufspolitik sowie der Modellpallette der Hersteller kaum betroffen.

Wie im vergangenen Geschäftsjahr ist der Umsatz auch im Berichtsjahr noch einmal gestiegen. Der Umsatz des laufenden Berichtsjahres betrug 75,9 Mio. EUR. Dieses entspricht einer Steigerung von 24,7%. Grund für den deutlichen Umsatzzuwachs waren insbesondere die deutlich höheren Verkaufspreise sowohl für Neuwagen als auch für Gebrauchtwagen aufgrund der noch bis Mitte 2023 bestehenden Schwierigkeiten bei den Lieferketten und damit auch bei der Beschaffung von Fahrzeugen. Darüber hinaus hat sich auch der gestiegene Anteil von (höherpreisigen) Elektro-Autos positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt.

Der Rohgewinnsatz ist, entsprechend den Erwartungen, gegenüber dem Vorjahr um 0,6% gesunken. Insgesamt entspricht der Rohgewinn mit ca. 7,9 Mio. EUR im Berichtsjahr in etwa dem Betrag des Vorjahres. Diese Entwicklung resultiert ebenfalls aus den analog zu den Verkaufspreisen angestiegenen Einkaufspreisen sowie dem gestiegenen Anteil der Elektro-Autos. Darüber hinaus war auch bei der Vertriebsunterstützung durch die Hersteller ein Rückgang zu verzeichnen.

Dem nur leicht verminderten Rohgewinn standen im Berichtsjahr trotz der Inflation nur leicht gestiegene Personalaufwendungen und weitgehend konstante sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Die inflationsbedingt gestiegenen Löhne und Gehälter konnten durch die o.g. Verminderung der Geschäftsführervergütungen weitgehend kompensiert werden. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden die rückläufigen Kosten für Energie und Kraftstoffe sowie verminderten Vermittlungsprovisionen durch einmalige Aufwendungen für Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen kompensiert. Insgesamt hat sich das Betriebsergebnis um 130 TEUR auf 1.240 TEUR vermindert.

Bedingt durch das deutlich gestiegene Zinsniveau und die ebenfalls gestiegene Verschuldung haben sich die Zinsaufwendungen deutlich um 318 TEUR erhöht. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern liegt das Jahresergebnis mit 529 TEUR um 284 TEUR unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Die Entwicklung der Vermögenslage ist im Berichtsjahr im Wesentlichen geprägt von einem deutlichen Anstieg des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurde der Warenbestand mit einem Zuwachs von 6,5 Mio. EUR auf 13,2 Mio. EUR nahezu verdoppelt. Ursächlich hierfür waren insbesondere die Lieferengpässe, welche sich erst zum Ende des Geschäftsjahres aufgelöst und damit zu einer Nachholung von Lieferungen geführt haben. Analog hierzu sind die Lieferantenverbindlichkeiten um 5,9 Mio. EUR bzw. 59,5% gestiegen, so dass sich auch die Bilanzsumme zum Vorjahr um 6,1 Mio. EUR bzw. 37,4% erhöht hat.

Da sich gleichzeitig zu der deutlich gestiegenen Bilanzsumme das Eigenkapital durch den Erwerb der eigenen Anteile trotz des Jahresüberschusses vermindert hat, ist auch die Eigenkapitalquote zum 31.08.2023 auf 14,7% (Vorjahr 24,3%) zurückgegangen.

Die gestiegenen Bestände und die eigenen Anteile wurden durch entsprechende Lieferantenverbindlichkeiten bzw. Verkäuferdarlehen refinanziert, so dass sich die Liquidität der Gesellschaft - bedingt durch einen wiederum positiven operativen Cashflow - zum Bilanzstichtag 31.08.2023 noch einmal verbessert hat.

C. Voraussichtliche Entwicklung

Aufgrund der stark gestiegenen Preise im Neu- und auch im Gebrauchtwagengeschäft, verbunden mit der Einstellung der Förderung der Elektromobilität und der nach wie vor hohen Zinsen, ist die Nachfrage im Geschäftsjahr 2023/2024 deutlich zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Umsatzerlöse der Gesellschaft nach den ersten vorläufigen Auswertungen um ca. 16% vermindert.

Bedingt auch durch den Abverkauf der Elektro-Autos nach dem Wegfall der öffentlichen Zuschüsse sowie die wieder zunehmende Nutzung von Online-Vertriebskanälen war der Umsatzrückgang auch verbunden mit einem verminderten Rohgewinnaufschlag.

Darüber hinaus hat auch der Anstieg der Personalaufwendungen und sonstiger bezogener Leistungen, insbesondere für Energie und Vertrieb, das Ergebnis belastet. Diesen Entwicklungen steht jedoch auch ein Abbau der Lagerbestände und somit eine Entlastung des Finanzergebnisses gegenüber, so dass die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023/2024 zwar von einem rückläufigen, aber wiederum positiven Jahresergebnis ausgeht.

Vor dem Hintergrund der weiterhin stagnierenden Wirtschaft in Deutschland und dem volatilen Umfeld in der Automobilbranche gehen wir auch für das Geschäftsjahr 2024/2025 nicht von einer Erholung der Branche aus. Allerdings lassen uns die Signale aus der Politik hoffen, dass der Markt für Elektro-Autos durch die Förderung von Ladeinfrastruktur und Fahrzeugen wieder etwas belebt wird. Zusammen mit der anhaltend attraktiven Modellpalette unserer Hersteller erwarten wir insgesamt eine stabile Umsatzentwicklung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024.

Gleichzeitig haben die Hersteller für das 4. Quartal 2024 anhaltende Vertriebsunterstützungen zugesagt, so dass wir auch von einem konstanten Rohertrag ausgehen. Aufgrund der rückläufigen Inflationsraten erwarten wir auch bei den übrigen betrieblichen Aufwendungen keine wesentlichen Steigerungen, so dass für das laufende Geschäftsjahr nach wie vor mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet wird.

D. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft bestehen nach wie vor im Wesentlichen in der Gesamtkonjunktur in Deutschland, da sich diese unmittelbar auf die wirtschaftliche Lage der Kunden und deren Investitionsverhalten auswirkt. Dieses Risiko wird jedoch dadurch zumindest teilweise relativiert, dass die Gesellschaft sowohl über ein breites Produktspektrum als auch einen großen Kundenstamm verfügt. Vor diesem Hintergrund war in der Vergangenheit auch ein relativ stabiles Geschäft zu verzeichnen.

Weitere Risiken können sich auch aus dem zunehmenden Markteintritt von neuen Wettbewerbern aus China ergeben. Diese Risiken werden aber zum aktuellen Zeitpunkt als gering erachtet, da diese Wettbewerber noch über kein großes Netz an Händlern und Servicestationen verfügen. Zudem ist derzeit insbesondere ein Angebot von höherpreisigen Fahrzeugen zu verzeichnen, welche nicht auf den Markt der Autohaus Hartmann GmbH abzielen.

Aus den Strafzöllen für Fahrzeugimporte aus China ergeben sich dagegen eher Chancen für die Entwicklung auf dem deutschen Markt, da sich die Produkte der Wettbewerber im Vergleich zu den eigenen voraussichtlich verteuern werden.

Weitere Chancen für die zukünftige Entwicklung können sich sowohl aus der attraktiven Modellpalette der vertriebenen Marken als auch aus einer Wiederbelebung des Marktes für Elektro-Autos ergeben.

Auf der anderen Seite besteht das Risiko, dass ein weiterer Rückgang bei den Elektrofahrzeugen oder ein Rückgang der Vertriebsunterstützung durch die Hersteller zu einer weiteren Reduzierung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses führen kann.

Die potenziellen Risiken aus der Finanzierung und der Rücknahme von Leasingfahrzeugen sowie aus dem Austausch von Batterien werden von den Herstellern und Banken übernommen, so dass hieraus derzeit keine Einschränkungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft erkennbar ist.

 

Münster, 30. Oktober 2024

Oliver Hartmann

Wito Wagner

Bilanz

Aktiva

31.8.2023
EUR
31.8.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.538.586,00 1.961.956,89
I. Sachanlagen 1.538.586,00 1.932.617,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.253,00 511.330,83
2. technische Anlagen und Maschinen 20.758,00 18.793,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.715,00 203.392,00
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 1.333.860,00 1.199.102,00
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.000,00
II. Finanzanlagen 0,00 29.339,06
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 29.339,06
B. Umlaufvermögen 20.774.239,74 14.282.129,68
I. Vorräte 13.182.319,69 6.678.377,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.800.228,00 4.330.391,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.791.692,05 3.273.360,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.213,11 13.449,66
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 88.296,92 59.118,99
Aktiva 22.411.335,77 16.316.655,22

Passiva

31.8.2023
EUR
31.8.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.301.391,69 3.972.846,23
I. ausgegebenes Kapital 385.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 770.000,00 770.000,00
2. eigene Anteile -385.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 2.390.294,20
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 812.552,03
IV. Bilanzgewinn 2.916.391,69
davon Gewinnvortrag 3.202.846,23
B. Rückstellungen 679.721,90 509.281,20
C. Verbindlichkeiten 18.430.222,18 11.834.527,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 592.500,38 1.009.988,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.841,87
3. sonstige Verbindlichkeiten 17.831.879,93 10.824.538,94
Passiva 22.411.335,77 16.316.655,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.9.2022 - 31.8.2023
EUR
1.9.2021 - 31.8.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.956.053,68 8.025.488,19
2. Personalaufwand 3.757.829,38 3.686.257,99
a) Löhne und Gehälter 3.138.748,54 3.081.453,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 619.080,84 604.804,80
3. Abschreibungen 533.361,73 560.191,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 533.361,73 560.191,41
davon außerplanmäßige Abschreibungen 231.966,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.366.071,74 2.365.742,04
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 3.146,97 3.146,80
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 41,05
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.807,62 1.816,16
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 452.666,78 134.885,82
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 274.215,78 424.613,21
9. Ergebnis nach Steuern 587.756,94 855.613,88
10. sonstige Steuern 59.211,48 43.061,85
11. Jahresüberschuss 528.545,46 812.552,03
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.202.846,23
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 815.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 815.000,00
14. Bilanzgewinn 2.916.391,69

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. September 2022 bis 31. August 2023

Autohaus Hartmann GmbH, Münster

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Autohaus Hartmann GmbH, Münster, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes für die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen und Schutzklauseln wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden im Wesentlichen unverändert beibehalten.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Autohaus Hartmann GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Münster
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Münster
Register-Nr.: HR B 1682

Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten unter Verrechnung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden gem. § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Ein Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG wird nicht gebildet.

Das Vorratsvermögen ist mit den Anschaffungskosten angesetzt worden. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert, bzw. mit ihrem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt. Die Hinterbliebenenleistungen wurden auf der Grundlage der Individualmethode einbezogen.

Als Rechnungszinsfuß wurde der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag 31.08.2023 veröffentlichte Zinssatz von 1,81 % p.a. (10-Jahres-Durchschnitt) bzw. von 1,63 % (7-Jahres-Durchschnitt) angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 0,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,0 % angesetzt.

Im Einzelnen erfolgten die Berechnungen nach der Projected Unit Credit Method. Zum Stichtag wurde der zu ermittelnde Verpflichtungsumfang nach der sogenannten Defined Benefit Obligation (DBO) ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahre, erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Auf den Bestand an Gebrauchtfahrzeugen ist eine Teilwertabschreibung von 94.915,53 € sowie auf Neuwagen und Fahrzeugen mit Tageszulassung im Umlaufvermögen von 213.373,62 € gebildet worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von 50.000 € (Vorjahr: 50.000 €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der Posten enthält den die Pensionsverpflichtungen übersteigenden Betrag der zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind.

Für die Saldierung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden 542.046,13 € (VJ 514.932,27 €)
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 630.343,05 € (VJ 574.051,15 €)
Aktiver Unterschiedsbetrag 88.296,92 € (VJ 59.118,88 €)

Eine Saldierung entsprechender Aufwendungen und Erträge war nicht vorzunehmen.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. August 2023 19.680,00 €.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung durch das BilMoG ergebende Zuführungsbetrag von 47.203,00 € über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der noch in künftige Perioden anzusammelnde Fehlbetrag beträgt 3.146,87 €.

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2022/2023 ist ein geschäftsführender Gesellschafter aus der Gesellschaft ausgeschieden. Seine Gesellschaftsanteile wurden von der Autohaus Hartmann GmbH übernommen. Hieraus ergab sich neben den Veränderungen im Eigenkapital durch den Erwerb eigener Anteile und den Anstieg der Verbindlichkeiten durch ein Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises auch eine Verminderung der Personalaufwendungen.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung der Rückdeckungsversicherung mit den Pensionsverpflichtungen von 88.296,92 € unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB.

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen: EUR 56.836,32

Rückstellungen für Gewährleistungen: EUR 42.100,00 Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung EUR 47.885,00

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

31.08.2023
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
davon besichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 592.500,38 342.500,38 250.000,00 0,00 592.500,38
(VJ 1.009.988,85) (VJ 496.488,85) (VJ 513.500,00) (VJ 0,00) (VJ 1.009.988,85)
Erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
(VJ 0,00) (VJ 0,00) (VJ 0,00) (VJ 0,00) (VJ 0,00)
Verbindlichkeiten aus L.u.L. 15.701.798,51 15.701.798,51 0,00 0,00 15.701.798,51
(VJ 9.841.931,12) (VJ 9.841.931,12) (VJ 0,00) (VJ 0,00) (VJ 9.841.931,12)
Verbindlichkten gg. Ges.tern 5.841,87 5.841,87 0,00 0,00 0,00
(VJ 0,00) (VJ 0,00) (VJ 0,00) (VJ 0,00) (VJ 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.130.081,42 1.005.697,00 1.124.384,42 924.384,42 1.174.384,42
(VJ 982.607,82) (VJ 982.607,82) (VJ 0,00) (VJ 0,00) (VJ 0,00)
Gesamt 18.430.222,18 17.055.837,76 1.374.384,42 924.384,42 17.468.683,31
(VJ 11.834.527,79) (VJ 11.321.027,79) (VJ 513.500,00) (VJ 0,00) (VJ 10.851.919,97)

Die Sicherheiten wurden in Form von Grundschulden, Sicherungsübereignungen, Bürgschaften sowie den üblichen Eigentumsvorbehalten gewährt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen i.H.v. 8.475 € (Vorjahr: 0 €).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit 28.266 € (Vorjahr: 0 €) Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung und resultieren aus dem Verkauf eines Grundstücks. Periodenfremde Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen sin i.H.v. 163.926 € (Vorjahr: 4.511 €) enthalten.

Aus der Inanspruchnahme der Übergangsregelung des BilMoG zur Bewertung der Pensionsrückstellungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 HGB" in Höhe von 3T€ enthalten.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.598 TEUR aus Mietverträgen für die Autohäuser. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt 10 Jahre.

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Es bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen aus Rückkaufverpflichtungen im Rahmen von Leasingvereinbarungen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr vom wurden im Durchschnitt 88 (Vorjahr: 80) Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon entfallen 14 (Vorjahr: 12) Stellen auf geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung:

Herr Oliver Hartmann, Kaufmann

Wito Wagner, Kaufmann

Die Angabe der Gesamtbezüge an den Geschäftsführer sind gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

 

Münster, 30.10.2024

Oliver Hartmann

Wito Wagner

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.09.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 832.414,58 731.966,71
2. technische Anlagen und Maschinen 217.445,87 7.500,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.195.223,53 19.563,02 40.800,60
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 1.461.235,98 1.305.524,88 906.295,64
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 9.000,00
Summe Sachanlagen 3.706.319,96 1.341.587,90 1.679.062,95
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 29.339,06
Summe Finanzanlagen 29.339,06
Summe Anlagevermögen 3.735.659,02 1.341.587,90 1.679.062,95
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.08.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 100.447,87
2. technische Anlagen und Maschinen 224.945,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.173.985,95
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 1.860.465,22
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.000,00
Summe Sachanlagen 3.368.844,91
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter -29.339,06 0,00
Summe Finanzanlagen -29.339,06 0,00
Summe Anlagevermögen -29.339,06 3.368.844,91
Anlagevermögen kumulierte Abschreibung 01.09.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.08.2023
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.08.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.08.2022
EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. technische Anlagen und Maschinen
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 321.083,75 5.187,83 237.076,71 89.194,87 11.253,00 511.330,83
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 198.652,87 5.535,00 204.187,87 20.758,00 18.793,00
Summe Sachanlagen 991.831,53 47.891,02 29.451,60 1.010.270,95 163.715,00 203.392,00
262.133,98 474.747,88 210.276,64 526.605,22 1.333.860,00 1.199.102,00
II. Finanzanlagen 0,00 0,00 9.000,00 0,00
1.773.702,13 533.361,73 476.804,95 1.830.258,91 1.538.586,00 1.932.617,83
Ausleihungen an Gesellschafter
Summe Finanzanlagen
Summe Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 29.339,06
0,00 0,00 0,00 29.339,06
1.773.702,13 533.361,73 476.804,95 1.830.258,91 1.538.586,00 1.961.956,89

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Hartmann GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Hartmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Hartmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 14. November 2024

Schlotmann und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hendrik Deutsch, Wirtschaftsprüfer

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