HomeBase GmbH
Selbe AdresseSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Eisler seit 7.4.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Martin Menz | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rollercoaster Ventures GmbHHalle (Saale)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht1 Grundlagen des Konzerns1.1 Geschäftsmodell des Konzerns Der Konzern der Rollercoaster Ventures GmbH umfasst neben dem Mutterunternehmen folgende Gesellschaften:
Die bedeutendste Gesellschaft aus Sicht des Gesamtkonzerns ist die Relaxdays GmbH, da die verbleibenden Gesellschaften im Wesentlichen Tätigkeiten ausüben, die die Relaxdays GmbH wirtschaftlich unterstützen sollen. Vor diesem Hintergrund wird im Konzernlagebericht insbesondere die Lage der Relaxdays GmbH erläutert. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Relaxdays GmbH liegt im Handel mit Haus-, Garten- und Freizeitartikeln unter eigener Marke. Der Vertrieb der Waren erfolgt dabei ausschließlich im Wege des Online-Versandhandels über diverse Marktplätze sowie den eigenen Webshop. Beliefert werden Kunden aus ganz Europa. Die HomeBase GmbH erbringt unterstützende Tätigkeiten durch die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern, Personalvermittlung sowie die Erbringung von sonstigen Lager- und Logistikdienstleistungen. Die Rollercoaster Ventures GmbH, die Relaxdays Ventures GmbH und die Menzer Ventures GmbH fungieren im Konzern als Beteiligungsgesellschaften. Die Menzer Immobilien GmbH erbringt Vermietungsleistungen innerhalb des Konzerns und an externe Marktteilnehmer. Die Relaxdays Services CZ s.r.o. fungiert perspektivisch als Servicegesellschaft im europäischen Ausland. Im Berichtsjahr existierten folgende Standorte:
Zweigniederlassungen im Sinne des § 13 HGB bestehen derzeit nicht. Die Relaxdays GmbH unterscheidet sich nach eigener Einschätzung deutlich von ihren Marktbegleitern durch ihre hohe Innovationskraft sowie das Nutzen von Schnittstellen und moderner Software zum effizienten Verkauf ihrer Artikel über entsprechende Marktplätze. Auf dem Absatzmarkt wird die Relaxdays GmbH aus ihrer Sicht als Hersteller und Produktinnovator wahrgenommen. Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen hat die Relaxdays GmbH eine ausgewogene Artikelstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg des Artikel-Sortiments bildet. Die weiteren Konzerngesellschaften erbringen überwiegend Dienstleistungen innerhalb des Gesamtkonzerns. Hervorzuheben ist insbesondere die Menzer Immobilien GmbH, welche an die Relaxdays GmbH Büro- und Lagerflächen in Halle (Saale) vermietet. Der Sitz der Menzer Immobilien GmbH und der Relaxdays GmbH befand sich im Berichtsjahr unter der Anschrift Berliner Straße 191, 06116 Halle (Saale). Der Sitz der Relaxdays Services CZ s.r.o. befand sich unter der Anschrift Zábrdovická 15/16. 615 Brno (Tschechische Republik). Alle weiteren Konzerngesellschaften hatten ihren Sitz während des Berichtsjahres unter der Anschrift Lupinenweg 28b, 06116 Halle (Saale). 1.2 Forschung und Entwicklung Wie auch in den vergangenen Jahren hat die Relaxdays GmbH im Berichtsjahr Investitionen für die Weiter- und Neuentwicklung von selbsterstellter Software getätigt. Durch die entwickelten Softwarekomponenten können Unternehmensprozesse effizienter und folglich kostengünstiger abgebildet werden. Der Fokus der Software-Entwicklungstätigkeiten liegt dabei im Bereich Marktplatz- und Lieferantenmanagement sowie Logistikverwaltung und -steuerung. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen wurden überwiegend durch eigene Mitarbeiter erbracht. Relaxdays verfolgt dabei weiterhin die Strategie, Entwicklungsleistungen maßgeschneiderter IT-Anwendungen im eigenen Haus voranzutreiben, um die damit verbundenen strategischen Vorteile nutzen zu können. Alle weiteren Konzerngesellschaften üben keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aus. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Einschätzung des statistischen Bundesamtes kam die deutsche Wirtschaft im weiterhin krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Gemäß den Erhebungen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) fiel der Brutto-Umsatz mit Waren ohne Inflationsbereinigung im Jahr 2023 von 90,4 Mrd. Euro auf 79,7 Mrd. Euro weiter zurück. Entgegen der Erwartung eines Wachstums von 4,8 % im E-Commerce-Markt sinkt der Markt mit einem Rückgang von 11,8 % das zweite Jahr in Folge. Ursprünglich wurde erwartet, dass der deutsche E-Commerce-Markt im Verlauf des Jahres 2023 seinen Tiefpunkt erreichen wird. Im vierten Quartal 2023 wurde erstmals seit dem Frühsommer 2022 ein einstelliger prozentualer Rückgang verzeichnet, was auf eine mögliche Stabilisierung der Umsätze in naher Zukunft hinweist. Sortiert nach Clustern stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:
Für das Jahr 2024 ging der BEVH von einem nominalen Umsatzwachstum im Gesamtmarkt von 2,0% aus. Die ersten positiven Signale des Jahresanfangs bestätigen sich. Das zweite Quartal 2024 erreichte ein Umsatzplus von 0,2 %. Für ein Ende der Konsumkrise ist es aber noch zu früh, da weitere Unsicherheitsfaktoren in Deutschland, Europa oder den USA warten. 2.2 Geschäftsverlauf Einschätzung der Unternehmensleitung In Folge der angespannten Marktsituation konnte Relaxdays seine Umsatzziele für das Jahr 2023 nicht erreichen. Ursächlich waren vor allem exogene Marktfaktoren wie ein ganzjährig negatives Konsumklima, welches auf alle Marktteilnehmer ausstrahlte. Im Ergebnis ergab sich damit ein Umsatzrückgang von 13,2 %. Damit lag die Entwicklung der Konzernumsatzerlöse leicht unter dem Gesamtmarkt. Zur Gegensteuerung wurden Kosteneinsparungen vorangetrieben, ein Bewusstsein der Sparsamkeit installiert und Budgets nicht ausgeschöpft. Weiterhin haben wir folgende Treiber für ein erneutes Umsatzwachstum im Jahr 2024 identifiziert:
Die weiteren Geschäftsfelder des Konzerns entwickelten sich positiv. Im Bereich der Logistikdienstleistungen konnten wiederholt Neukunden gewonnen werden, wodurch ein entsprechender Umsatzbeitrag erzielt werden konnte. Ferner konnte die Vermietungstätigkeit des Konzerns durch die Gewinnung weiterer neuer Mieter für den Standort in Halle (Saale) ausgebaut werden. 2.3 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Aus Sicht der Geschäftsleitung der Rollercoaster Ventures GmbH sind die folgenden Leistungsindikatoren für die Steuerung des Unternehmens von größter Relevanz:
Die Umsatzentwicklung des Jahres 2023 hat die Erwartungen des Managements nicht erfüllt. Allerdings hat sich das Konsumklima über das gesamte Geschäftsjahr 2023 deutlich negativer dargestellt, als erwartet. Insgesamt sank der Umsatz von Euro 132,1 Mio. auf Euro 114,7 Mio. und damit um 13,2 %. Die Umsatzrendite blieb mit -0,8 % (Vorjahr: 2,9 %) aufgrund des Jahresfehlbetrags ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Der Fokus in der Berichterstattung liegt auf dem EBITDA. Dieses liegt mit Euro 10,0 Mio. aufgrund der geringeren Umsatzerlöse und trotz Kostensenkungen leicht unter Vorjahresniveau und aufgrund der Entwicklungen des relevanten Marktes deutlich unter dem geplanten Ergebnis. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von Euro 1,0 Mio. (Vorjahr: Euro 3,8 Mio.) erwirtschaftet. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden 24 Auszubildende beschäftigt und damit deutlich weniger als geplant. Weiterhin haben wir 26 Stipendien vergeben und unterstützen 3 Mitarbeiter bei ihrer nebenberuflichen Dozententätigkeit. Wir beschäftigen Mitarbeiter aus 32 verschiedenen Nationalitäten und fördern damit die Integration in der Region. Insgesamt haben wir damit das angestrebte hohe Niveau an Mitarbeitern mit Migrationshintergrund erfüllt. Die Relaxdays GmbH verfügt nahezu ganzjährig über alle Marktplätze hinweg über sehr positive Kundenbewertungen. An der Verbesserung dieser Kennzahlen wird stetig gearbeitet, um Kunden langfristig zu binden und die Zufriedenheit kontinuierlich zu erhöhen. 2.4 Lage 2.4.1 Ertragslage Der Konzern GmbH erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse von Euro 114,7 Mio. Im Vorjahr 2022 wurde ein Umsatz von Euro 132,1 Mio. erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 13,2 %. Die Verteilung der Konzernumsätze auf In- und Ausland ist in der nachfolgenden Übersicht abgebildet.
Die Umsatzerlöse resultieren wie in den Vorjahren aus dem Handel von Haus-, Garten und Freizeitartikeln (Euro 111,4 Mio.) sowie im Inland auch aus der Vermietung und Verpachtung in Höhe von Euro 2,8 Mio und aus der Erbringung von Logistikdienstleistungen in Höhe von Euro 0,5 Mio. Verbunden mit der Abnahme der Umsatzerlöse, fielen im Jahr 2023 die Aufwendungen für den Wareneinkauf geringer aus. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Wareneinsatz um 20,1 % und damit überproportional zum Umsatz auf Euro 45,7 Mio. Wie im Vorjahr wurden aufgrund der hohen Nebenkosten im ersten Halbjahr außerordentliche Abschreibungen auf den Warenbestand vorgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten ebenfalls leicht gesunken. Der absolute Personalaufwand 2023 betrug Euro 18,2 Mio. gegenüber Euro 19,1 Mio. im Vergleichszeitraum 2022. Die absolute Veränderung beträgt damit Euro 0,9 Mio. Dies ergibt eine Senkung von 4,0 %. Der Rückgang ist auf eine restriktive Personalpolitik, Prozessoptimierungen sowie die Schließung von Lagerstandorten und auf Kosteneinsparungen sowie nachjustierte Budgets zurückzuführen. Die Abschreibungen lagen mit Euro 7,9 Mio. um Euro 5,0 Mio. über dem Vorjahresniveau. Hintergrund der deutlichen Erhöhung der Abschreibungsbeträge sind vor allem die getätigten Großinvestitionen am neuen Versandstandort in Großkugel sowie die aufgrund der sinkenden und sich damit wieder normalisierenden Nebenkosten der Warenbeschaffung angezeigten Wertberichtigungen des Umlaufvermögens. Der sonstige betriebliche Aufwand ist von Euro 47,3 Mio. auf Euro 42,0 Mio. gesunken. Diese Senkung bergründet sich in den gesunkenen Umsatzerlösen, wodurch die Kostenblöcke Versand- und Werbekosten niedriger ausgefallen sind. Das Finanzergebnis beläuft sich auf Euro - 2,7 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr in relevantem Maße gestiegen. Ursächlich für die deutliche Erhöhung des Zinsaufwandes ist im kurzfristigen Finanzierungsbereich die zunehmende prozentuale Zinsbelastung infolge der Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank. Daneben führt die in 2023 erfolgte weitere Inanspruchnahme der Investitionsdarlehen zur Finanzierung des Projekts "King Kong" im langfristigen Finanzierungsbereich ebenfalls zu steigenden Zinsaufwendungen. Der Konzern hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von Euro - 1,0 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss Euro 3,8 Mio.) abgeschlossen. 2.4.2 Finanzlage Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von Euro 73,8 Mio. auf Euro 57,5 Mio. verringert, was sowohl auf eine Rückführung der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien als auch auf die Tilgung von Investitionsdarlehen zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr 2023 hat der Konzern einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von Euro 24,0 Mio. (Vorjahr: Euro 9,8 Mio.; Veränderung resultiert u.a. aus dem deutlichen Abbau der Vorratsbestände) erwirtschaftet, welcher zum Ausgleich des negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit mit Euro -7,1 Mio. (Vorjahr: Euro 16,9 Mio.; Veränderung resultiert aus der geringeren Investitionstätigkeit am Standort Großkugel im Vergleich zum Vorjahr durch die Finalisierung des Projektes und dem Neuausweis von Investitionszuschüssen im Zuge der Umstellung des DRS 21) und des negativen Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit mit Euro -18,9 Mio. (Vorjahr: 18,2 Mio.; Veränderung im Wesentlichen durch die Tilgung von Darlehen statt der Neuaufnahme) diente. Die wesentlichen Veränderungen können der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 entnommen werden. Dabei verringerte sich der Banksaldo von Euro 11,3 Mio. auf Euro 3,9 Mio. Der Konzern rechnet damit, auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Von den eingeräumten Betriebsmittelkreditlinien nutzt der Konzern am Stichtag 31.12.2023 47,7% aus. Entsprechend verfügt der Konzern über ausreichend freie Betriebsmittelkreditlinien. 2.4.3. Vermögen und Kapital Die Bilanzsumme des Konzerns belief sich zum Bilanzstichtag auf Euro 100,6 Mio. Gegenüber dem Vorjahr 2022 (Euro 120,5 Mio.) hat sich die Bilanzsumme um 16,6 % verringert. Das Gesamtvermögen hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um Euro 20 Mio. verkleinert. Hintergrund des Rückgangs der Bilanzsumme sind ein geringerer Warenbestand und eine Verringerung des Bankbestandes, welche durch weitere Investitionen am Standort Großkugel nur teilweise kompensiert wurde. An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen zum 31.12.2023 einen Anteil von 31,4 %. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um Euro 4,7 Mio. auf Euro 31,1 Mio. Das Vorratsvermögen - dort die fertigen Erzeugnisse und Waren - verringerten sich von Euro 66,9 Mio. auf Euro 50,2 Mio. Damit entfallen 50,0 % der Bilanzsumme auf die fertigen Erzeugnisse und Waren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2,5 %. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich im Geschäftsjahr aufgrund der Auszahlung von im Vorjahr als Forderungen bilanzierten Zuschüssen. Der verbleibende ausgewiesene Betrag umfasst weitere Zuschüsse sowie nach dem Bilanzstichtag abziehbare Vorsteuer. Die sonstigen Verbindlichkeiten bilden im Wesentlichen die nach dem Stichtag zu leistende Einfuhrumsatzsteuer, bereits festgesetzte Körperschaftsteuer und die Umsatzsteuerzahlungen Inland an andere Länder innerhalb der EU ab. Es bestehen stille Beteiligungen, welche die Gesellschaft auf Grund der Länge der Restlaufzeit der Beteiligungsverträge als eigenkapitalwirksam qualifiziert. Unter Berücksichtigung dieser stillen Beteiligungen weist der Jahresabschluss eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 26,4 % (Vorjahr 22,8 %) aus. 20,9 % (Vorjahr: 22,0 %) der Bilanzsumme entfallen auf kurzfristiges Fremdkapital und 52,7 % (Vorjahr: 55,2 %) auf mittel- bis langfristiges Fremdkapital. Zum Jahresende beschäftigte der Konzern 439 Mitarbeiter, was auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr liegt (Vj. 427). Die außerbilanziellen Verpflichtungen sind im Geschäftsjahr von Euro 75,4 Mio. auf Euro 101,9 Mio. gestiegen. Die Erhöhung resultiert aus der Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes in Großkugel und spiegelt damit auch die allgemeine Entwicklung der Gesellschaft mit Finalisierung des Projektes wider. 3 PrognoseberichtFür die Geschäftsjahre 2024 und 2025 geht die Konzernleitung weiterhin von einer schwierigen und stagnierenden Marktsituation aus. Aktuell befindet sich der Markt in einer Seitwärtsbewegung. Um die Geschäftsziele zu erreichen, konzentriert sich Relaxdays auf die Sicherstellung des Serviceniveaus. Schnelle Lieferung und exzellenter Kundenservice sind der Schlüssel für zufriedene Kunden. Parallel dazu werden das Artikelsortiment erweitert, die Warenverfügbarkeit für das Weihnachtsgeschäft erhöht und neue Absatzkanäle erschlossen. Ein relevanter Einflussfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Relaxdays GmbH in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 bleibt die politische Stabilität in Europa und den USA. Überall sieht die Geschäftsführung politische Destabilisierungen und geopolitische Konflikte. Auch der anhaltende Krieg zwischen der Ukraine und Russland trägt weiterhin zu Spannungen und anhaltender Unsicherheit für die deutsche und europäische Wirtschaft bei. Eine weitere Verschärfung des Konflikts könnte zu einer stärkeren Eintrübung des Konsumklimas führen. Eine Deeskalation oder mögliche Friedensgespräche könnten hingegen zu einer deutlichen Verbesserung der Lage beitragen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der E-Commerce-Markt in Deutschland in den Jahren 2024 und 2025 trotz makroökonomischer Herausforderungen wie der anhaltenden Inflation vor einem moderaten Wachstum steht. Während die Verbraucher aufgrund steigender Preise vorsichtiger mit ihren Ausgaben umgehen könnten, dürfte der Online-Handel durch den fortschreitenden digitalen Wandel und neue Technologien unterstützt werden. Da sich Relaxdays mit Ausnahme des aktuellen Geschäftsjahres stets positiver als der Markt entwickelt hat und unter Berücksichtigung der getätigten hohen Investitionen und der damit verbundenen quantitativen und qualitativen Leistungssteigerung, erscheint folgende Prognose aus heutiger Sicht realistisch: Es wird erwartet, dass sich die gesamten Umsatzerlöse 2024 zwischen Euro 116,2 Mio. und 120,7 Mio. bewegen werden und die Umsatzrendite zwischen -1,0 % und 0,0% liegen wird. Weiterhin erwarten wir ein EBITDA zwischen Euro 3,9 Mio. und 5,0 Mio. Für das Jahr 2025 erwarten wir Umsatzerlöse zwischen Euro 120,0 Mio. und Euro 129,6 Mio. verbunden mit einer Umsatzrendite zwischen 2,1 % und 3,0 %. Das EBITDA soll sich planmäßig zwischen Euro 8,3 Mio. und Euro 10,4 Mio. bewegen. Der zur internen Steuerung ermittelte Cashflow aus der operativen Tätigkeit wird sich in 2024 planmäßig zwischen Euro 1,7 Mio. und Euro 2,2 Mio. sowie in 2025 planmäßig zwischen Euro 7,7 Mio. und Euro 8,7 Mio. belaufen. Dem werden ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von Euro 0,2 Mio. (2024) respektive Euro 0,5 Mio. (2025) und aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von Euro 0,6 Mio. (2024) respektive Euro 5,3 Mio. (2025) gegenüberstehen. Die interne Steuerung ist nicht vollständig deckungsgleich mit dem DRS 21, wodurch sich entsprechende Verschiebungen ergeben können. Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren streben wir an, unsere Anzahl der Auszubildenden in 2024, um circa 50% auf 36 zu erhöhen und im Jahr 2025 stabil zu halten. Weiterhin wollen wir unseren Mitarbeiteranteil mit Migrationshintergrund auf einem hohen Niveau halten, um unserem eigenen Anspruch als nachhaltiges Unternehmen gerecht zu werden. Ferner arbeiten wir daran, unsere Service-Level in Versandgeschwindigkeit und Kundenzufriedenheit signifikant zu steigern. Neben dem Handelsgeschäft ist der Konzern nach wie vor bestrebt, die anderen Aktivitäten des Konzerns weiter auszubauen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Bereichen der Vermietung von Palettenstellplätzen sowie der Erbringung von Logistikdienstleistungen. Für den letztgenannten Bereich wurde im Geschäftsjahr 2024 ein Mitarbeiter eingestellt. 4 Chancen- und RisikoberichtAls europaweit agierender Konzern sind wir makroökonomischen, branchen- und unternehmensspezifischen Chancen und Risiken in den Jahren 2024 und 2025 ausgesetzt. Wesentliche Veränderungen der Chancen und Risiken gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 bestehen insbesondere in den wirtschaftlichen Auswirkungen der politischen Stabilität Europas. 4.1 Chancen Chancen für die zukünftige Entwicklung des Konzerns liegen insbesondere in den Bereichen des Online-Handels sowie der Entwicklung von Software-Applikationen. Online-Handel Marktbedingte Chancen
Unternehmensbedingte Chancen
Entwicklung von Software-Applikationen Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass die von der Relaxdays GmbH speziell auf den Online-Handel zugeschnittenen Software-Applikationen eine Marktgängigkeit aufweisen und entsprechende Nachfrager bedienen können. Mit Blick auf die vorhandenen Kompetenzen im Bereich der Softwareentwicklung besteht aus Sicht der Unternehmensleitung das Potenzial, dieses Geschäftsfeld künftig weiter auszubauen und folglich hieraus nachhaltig Umsatzerlöse zu realisieren. Nachhaltigkeit Als regional verwurzeltes Unternehmen sehen wir uns weiterhin in sozialer und ökologischer Verantwortung gegenüber unseren Kunden, Mitarbeitern und allen weiteren Stakeholdern. Der Konzern fokussiert weiter seine Nachhaltigkeitsstrategie, welche seit 2023 umgesetzt wird. Wir sehen dabei im Thema Nachhaltigkeit eine große Chance, um uns künftig von Wettbewerbern abzusetzen und uns dadurch sowohl für Kunden als auch Arbeitnehmer deutlich attraktiver zu gestalten. 4.2 Risiken Wie die Jahre zuvor wurden von den Unternehmen des Konzerns Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation stetig weiterentwickelt und sichergestellt werden. Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Relevante Bestandteile unseres Risikomanagementsystems sind:
Nachfolgende Risiken bestehen im Wesentlichen unverändert:
Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Investitions-/ Finanzierungsrisiken Risiken, die aus wesentlichen Investitionen in das Umlaufvermögen resultieren, werden durch einheitliche Finanzierungsrechnungen analysiert und bewertet. Konkrete Risiken können sich aus folgenden Punkten ergeben:
Zur Vermeidung von Investitions- und Finanzierungsrisiken wird auf entsprechende Budgetierungs- und Planungsprozesse sowie ein enges Monitoring des Cash-Flows zurückgegriffen. Operative Risiken Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch interne Maßnahmen reduziert. Durch geeignetes Personal im IT-Bereich können entsprechende Systeme im unwahrscheinlichen Fall eines Systemausfalls kurzfristig und ohne wesentlichen Einfluss auf das laufende Geschäft wieder in Betrieb genommen werden. Ferner entstehen neue Risiken durch die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten sowie die Transformation unserer Arbeitsprozesse. In Zusammenarbeit mit externen Beratern in den Bereichen Recht, Steuern sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz überwachen wir alle entsprechenden Anforderungen im In- und Ausland regelmäßig und passen unsere Prozesse an neue Rahmenbedingungen an. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Das Risiko, dass der stationäre Einkauf auf Kosten des Online-Handels wieder an Bedeutung gewinnt, wird derzeit als gering eingestuft. Das Risiko der Gefährdung durch andere Mitbewerber, wird ebenfalls als gering eingeschätzt, da Relaxdays auf digitale, flexible und schnelle Prozesse setzt und sich mit neuen innovativen Produkten stark von den Mitbewerbern abgrenzt. Unbenommen ist zu beobachten, dass Amazon zunehmend eine stärkere Marktposition im Inline-Handel einnimmt und sich hieraus für den Gesamtmarkt ein Monopol-Risiko ergibt. Seit Mitte 2023 drängen Unternehmen wie Temu und Shein mit Niedrigpreisen in den Markt, von denen sich die Relaxdays GmbH mit ihrem Sortiment durch eine deutlich größere Artikeldiversifikation unterscheidet. Darüber hinaus sind die beiden Marktbegleiter vor allem im Bereich der Fast Fashion angesiedelt. Liefer- und Kostenrisiken Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist der Konzern auf funktionierende Lieferketten zwischen dem asiatischen und europäischen Wirtschaftsraum angewiesen. Sofern es hier aufgrund besonderer und unvorhersehbarer Ereignisse zu Engpässen kommt, besteht das Risiko, dass insbesondere saisonal bedingte Waren zu spät geliefert und erst im Folgejahr abverkauft werden können und aufgrund der knappen Ressourcen eine entsprechende Kostensteigerung stattfindet. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wurde eine entsprechende langfristige Bevorratungsstrategie für Bestseller entwickelt, um die Kunden jederzeit mit den gewünschten Produkten beliefern zu können. Produktrisiken Die zukünftige Konzernentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative und nachfragestarke Artikel zu vermarkten. Die Auswahl der Artikel erfordert besondere Analysen. Daneben können auch Preisänderungsrisiken durch die Rohstoffknappheit und den steigenden Bedarf grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Marktpreisrisiken Aus der internationalen Ausrichtung unserer Konzern-Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen. Somit ist der Konzern Wechselkursrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung eines Teils der Verbindlichkeiten in Fremdwährung bzw. erwarteter Transaktionen in Fremdwährung hat die Relaxdays GmbH zum Stichtag einen Betrag von USD 12,6 Mio. bis Ende 2024 mit Hilfe von Devisentermingeschäften abgesichert. Zur Sicherstellung der beabsichtigten Effektivität der Sicherungsbeziehungen unterliegen die Grund- und Sicherungsgeschäfte bzw. die erwarteten Grundgeschäfte einer kontinuierlichen Beobachtung hinsichtlich des Risikolimits, sodass frühzeitig erforderliche Anpassungen des Sicherungsumfangs vorgenommen werden können. Personalrisiken Um weiterhin über dem Markt zu performen und strategischen Ziele zu erreichen, sind wir auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds und betrieblicher Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wird die Mitarbeiterbindung zum Unternehmen zusätzlich gefördert. Eine standortbedingte Fluktuation wird als gering eingeschätzt. In den letzten 6 Monaten bekam die Relaxdays GmbH so viele Initiativbewerbungen, wie die letzten 4 Jahre nicht mehr. Insgesamt schätzt der Konzern alle vorgenannten Risiken als beherrschbar ein, sodass der Bestand der Gesellschaft nicht gefährdet ist. Über die beschriebenen Risiken hinaus existieren Einflüsse, die nicht vorhersehbar und nur schwer durch uns zu kontrollieren sind. Treten diese Risiken ein, könnten sie unsere weitere Entwicklung beeinträchtigen. Zu diesen Risiken zählen wir auszugsweise politische Unruhen, Naturkatastrophen oder Epidemien. Zudem ist der fortlaufende Konflikt mit Russland zu nennen.
Halle (Saale), den 11. März 2025 Rollercoaster Ventures GmbH Martin Menz Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDer Konzernabschluss der Rollercoaster Ventures GmbH (Mutterunternehmen) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB, den Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben konzerneinheitlich nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert und bewertet. Soweit in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften abweichend von den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verfahren wurde, wird im Rahmen der Aufstellung der Handelsbilanz II eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze vorgenommen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Halle (Saale) und ist beim Amtsgericht Stendal unter HRB 24296 eingetragen. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten inländischen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 298 i. V. m. § 266 und § 275 HGB. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 "Kapitalflussrechnung" nach der indirekten Methode erstellt. Aufgrund der Änderung des DRS 21 werden die Investitionszuschüsse erstmals für das Geschäftsjahr 2023 im Cashflow aus Investitionstätigkeit (vormals Finanzierungstätigkeit) ausgewiesen. Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen auf und veröffentlicht diesen im Unternehmensregister. 1. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Rollercoaster Ventures GmbH alle konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Rollercoaster Ventures GmbH unmittelbar und mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellt sich zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr im Einzelnen wie folgt dar:
Das Geschäftsjahr aller einbezogenen Tochtergesellschaften ist das Kalenderjahr. 2. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden anteiligen Betrag des Eigenkapitals des jeweiligen Tochterunternehmens. Die Kapitalkonsolidierung wurde dabei nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Geschäften werden verrechnet, wenn sie für die Beurteilung der Ertragslage wesentlich sind (§ 304 Abs. 1 HGB). Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und den sonstigen betrieblichen Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Allgemeine Angaben Das Gliederungsschema der Bilanz wurde zur Verbesserung des Einblicks in die Finanz- und Vermögenslage gemäß § 298 i.V.m. § 265 Abs. 5 HGB um den Passivposten "Einlagen stiller Gesellschafter" erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wurden in den dem Konzernabschluss zugrundliegenden Einzelabschlüssen bis zum 31. Dezember 2019 zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes bestand. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2020 wird den Konzernvorgaben folgend auf eine Aktivierung von selbst geschaffenen Vermögensgegenständen verzichtet. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und in Abhängigkeit vom Zugangszeitpunkt nach der linearen Methode ermittelt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Der Konzern nimmt das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 S. 2 HGB in Anspruch und aktiviert seit dem Geschäftsjahr 2022 Fremdkapitalzinsen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Einzelwert bis 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2021 setzt der Konzern in den betreffenden Gesellschaften einen Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe der gewährten Förderung - hier für das Projekt "KingKong" mit 20 % - von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Sachanlagen ab. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten und sofern erforderlich unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des gleitenden Durchschnittswertverfahrens. Zusätzlich werden direkte Warenbezugsnebenkosten wie Container- und Transportkosten, Zölle und Einfuhrabgaben sowie direkt mit dem Beschaffungsvorgang in Verbindung stehende Personal- und Sachkosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Der besonderen Situation der stark fallenden Transportkosten für Übersee-Container, welche in den Warenbezugsnebenkosten enthalten sind, wurde durch Abschreibungen Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Einlagen stiller Gesellschafter in Konzerngesellschaften betreffen nachrangige Darlehen. Diese wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegebenen fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Aktiv- und Passivposten eines Abschlusses in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Eine Ausnahme besteht für das Eigenkapital, welches zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wird. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,02 % zugrunde (15,82 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,20 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 405,64%. Auf Verlustvorträge einzelner Konzerngesellschaften wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres und der Aktivierungen gem. § 255 Abs. 3 S. 2 HGB im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Der von den Sachanlagen abgesetzte Sonderposten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 5.861. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteueransprüche von T€ 250 erfasst, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Flüssige Mittel Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören:
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet abgegrenzte Aufwendungen aus der Aufnahme von Darlehen in Höhe von T€ 13. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Personalrückstellungen mit T€ 255 auf Rückstellungen für Retouren und Gewährleistungen mit T€ 103 auf Kosten für Jahresabschlusserstellung und -prüfung mit T€ 163 auf Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit T€ 37 sowie sonstige Rückstellungen mit T€ 47. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Von den kurzfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten entfallen T€ 4.786 auf Investitionsdarlehen sowie T€ 33 auf in Anspruch genommene Kreditkartensalden. Die mittel- und langfristigen Darlehen entfallen zu T€ 31.246 auf Kontokorrentlinien und Geldmarktdarlehen, die auf die vertraglich eingeräumten Betriebsmittelkreditlinien angerechnet werden, sowie in Höhe von T€ 20.802 auf Investitionsdarlehen. Die Kreditlinien stehen den Gesellschaften vertraglich länger als 1 Jahr zur Verfügung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter entfallen mit T€ 378 (Vorjahr T€ 269) auf Darlehen ohne feste Laufzeit. Die betroffenen Konzerngesellschaften gehen davon aus, dass ihr die Darlehen mittelfristig zur Verfügung stehen werden. Betrag der Sicherungsrechte zu den Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt T€ 57.531 Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
Zinstragende Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen T€ 56.867 auf zinstragende Verbindlichkeiten und T€ 664 auf abgegrenzte Zinsen. Passive latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Überhang von passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 548.
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus
IV. BewertungseinheitenDie Relaxdays GmbH als in den Konzernabschluss einbezogene Konzerngesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgt mit der Critical-Term-Match-Methode. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist somit die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Geplante Transaktionen in fremder Währung (Mikro Hedge) Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Beschaffungsgeschäften resultieren, die in USD denominiert sind, schließen wir Devisentermingeschäfte ab. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäfte bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 11.448 bei beizulegenden Zeitwerten von T€ 11.403 (davon negativen Marktwerte in Höhe von T€ 46). Sie sind jeweils fällig im Jahr 2024 und blieben aufgrund der jeweils hoch wirksamen Sicherungsbeziehungen bilanziell außer Ansatz. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Terminkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Tätigkeiten im Konzern gliedern sich wie folgt auf (T€)
Die erzielten Umsatzerlöse aus dem Handel von Haus-, Garten und Freizeitartikeln gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Softwareprodukten, Vermietungstätigkeiten und Logistikdienstleistungen wurden, wie im Vorjahr, vollständig im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge inkl. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 47 (Vorjahr T€ 45) enthalten. Des Weiteren sind Wechselkursgewinne T€ 371 (Vorjahr T€ 728) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit T€ 46 (Vorjahr T€ 88) Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Diese aperiodischen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Mietaufwendungen für Lagertechnik, Frachtkosten und Umweltabgaben im europäischen Ausland. Sonstige betriebliche Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind über das gesamte Jahr in Höhe von T€ 444 (Vorjahr T€ 771) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund des Verlustes der Relaxdays im Geschäftsjahr 2023 wird dieser im maximal zulässigen Umfang bei der Körperschaftssteuer als Verlustrücktrag in den vergangenen Veranlagungszeitraum zurückgetragen. Daneben ergaben sich Erstattungen und Korrekturen für Vorjahre. Insgesamt ergibt sich damit in einzelnen Konzerngesellschaften ein Ertrag aus laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 126 sowie ein Aufwand in anderen Konzerngesellschaften in Höhe von T€ 54. Daneben resultieren Aufwendungen aus der Zuführung passiver latenter Steuern (T€ 442) aus unterschiedlichen Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz. VI. Sonstige AngabenArbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren ohne Berücksichtigung der Geschäftsführung und Auszubildende durchschnittlich beschäftigt:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Konzerngesellschaften wurde wie folgt ausgeübt:
Mit Ausnahme der Relaxdays GmbH sind die Geschäftsführer bei allen Konzerngesellschaften hauptberufliche Geschäftsführer. Bei der Relaxdays GmbH besteht bzw. bestanden neben dem hauptberuflichen Geschäftsführer Martin Menz mit Franz Steuer noch ein kaufmännischer Geschäftsführer und Jens Habermann ein technischer Geschäftsführer. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen) in Höhe von T€ 101.852. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
Gewinnverwendung Die Jahresergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden auf neue Rechnung vorgetragen.
Halle (Saale), den 11. März 2025 Rollercoaster Ventures GmbH Martin Menz Konzernanlagenspiegel 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rollercoaster Ventures GmbH, Halle (Saale) Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rollercoaster Ventures GmbH, Halle (Saale), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rollercoaster Ventures GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 11. März 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Katharina Schubert, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 25.03.2025 gebilligt. |
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