Upside
Co-Invest 2019 GmbH
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
I.
Grundlagen des Unternehmens
Umfang der Geschäftstätigkeit
Der Zweck der Gesellschaft besteht im Erwerb, der
Übernahme, dem Halten und Verwalten
(einschließlich der Veräußerung) von
unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen an
überwiegend nicht börsennotierten Unternehmen
(Private Equity-Beteiligungen) im eigenen Namen und auf
eigene Rechnung.
Die Gesellschaft ist nach § 2 Abs. 4 i. V. m.
§ 44 KAGB als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft bei der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
registriert.
II.
Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Trotz geopolitischer Unsicherheiten (Ukraine-Krieg),
Langzeit-Effekten der COVID-19 Pandemie und deutlicher
Leitzinsanhebungen durch die Zentralbanken zeigte sich die
globale wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023
überraschend widerstandsfähig. Auch die sinkende
Inflation - und damit die Erwartung geldpolitischer
Lockerungen durch die Zentralbanken - führte zu einer
langsamen, aber kontinuierlichen wirtschaftlichen Erholung.
Dabei waren jedoch regional große Unterschiede zu
verzeichnen: während die USA - auch durch hohe
Staatsausgaben - ein wesentlicher Treiber des globalen
Wirtschaftswachstums waren, fiel die Entwicklung in Europa
wegen restriktiverer Geldpolitik und hoher Energiepreise
deutlich verhaltener aus.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) wies
für das Jahr 2023 eine Zunahme der globalen
Wirtschaftsleistung um 3,2 % aus, wobei der Euro-Raum ein
Wachstum von 0,4 % und die USA von 2,5 % verzeichnen konnten.
In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % geschrumpft.
Quellen: Jahresbericht des Sachverständigenrates zur
Begutachtung der deutschen Wirtschaft 23/24 und IWF.
2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Aufgrund der Diskrepanz bzgl. der Bewertungserwartungen
von Käufern und Verkäufern nach den deutlichen
Leitzinserhöhungen seit Q1 2022 war die Aktivität
im Private Equity-Markt im Jahr 2023 gering: das Volumen
neuer Transaktionen sank gegenüber dem Vorjahr um 37 %,
das Exitvolumen um 44 %. Im Buyout Bereich wurden 38 %
weniger Fonds geschlossen (obwohl das insgesamt eingeworbene
Kapital aufgrund einiger weniger sehr großer Fonds
gegenüber dem Vorjahr sogar anstieg).
Quelle: Bain & Company Global Private Equity Report
2024
3. Geschäftsverlauf
Hinsichtlich des Stammkapitals und der
Gesellschafterstruktur gab es im Geschäftsjahr 2023
keine Ereignisse.
Da die Allokationsphase der Gesellschaft beendet ist,
wurden im Geschäftsjahr keine neuen Beteiligungen
abgeschlossen. Zur Bedienung von Kapitalabrufen von bereits
gezeichneten Fonds wurden im Jahr 2023 die letzten
ausstehenden 10 % des von den Gesellschaftern zugesagten
Kapitals abgerufen. Die Einzahlungsquote in die
Portfoliobeteiligungen erhöhte sich auf 88 %.
Im Berichtsjahr fand eine Einziehung von 7.092
Geschäftsanteilen statt (pro rata über alle
Gesellschafter).
Es bestanden im Geschäftsjahr 2023 keine für
das Verständnis des Geschäftsverlaufs bedeutsamen
nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.
III.
Darstellung des Geschäftsverlaufes und
Geschäftsergebnisses
1. Vermögenslage
Die Vermögenslage stellt sich im
Vorjahresvergleich wie folgt dar:
|
|
|
2023
|
2022
|
Veränderung
|
|
|
|
TEUR
|
TEUR
|
in %
|
Bilanzsumme
|
|
|
5.926
|
5.670
|
4,5%
|
Anlagevermögen
|
|
|
5.094
|
5.268
|
-3,3%
|
Umlaufvermögen
|
|
|
833
|
402
|
107,1%
|
davon liquide Mittel
|
|
|
620
|
402
|
54,2%
|
Eigenkapital
|
|
|
5.865
|
5.634
|
4,1%
|
Die Vermögenslage des Unternehmens ist
außerordentlich stabil. Die Bilanzsumme hat sich im
Berichtsjahr zum Vorjahr um TEUR 256 (4,5%) erhöht. Dies
ist auf der Passivseite im Wesentlichen auf die Zuzahlungen
in die Kapitalrücklage (TEUR 710) und den im
Berichtsjahr erzielten Jahresfehlbetrag (TEUR 129)
zurückzuführen. Auf der Aktivseite verringerten
sich die im Anlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen
(um TEUR 175) wobei sich die sonstigen
Vermögensgegenstände um TEUR 213 erhöhten.
Zusätzlich erhöhten sich die liquiden Mittel mit
TEUR 218.
2. Finanzlage
Die Liquiditätsstruktur der Gesellschaft ist gut.
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -229 und
ermittelt sich aus dem Jahresfehlbetrag (TEUR -129),
abzüglich der Veränderung der
Vermögensgegenstände (TEUR 213), zuzüglich der
Abschreibungen (TEUR 120), abzüglich der Zuschreibungen
(TEUR 32) sowie zuzüglich der Veränderung der
Verbindlichkeiten (TEUR 25).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
beträgt TEUR 86 und setzt sich aus Auszahlungen aus
Investitionen in Finanzanlagen i.H.v. TEUR -427 sowie aus
Einzahlungen aus Beteiligungserträgen und
Kapitalrückzahlungen der Finanzanlagen i.H.v. TEUR 513
zusammen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
beträgt TEUR 360 und setzt sich aus Einzahlungen in die
Kapitalrücklage (TEUR 710) und dem Rückkauf eigener
Anteile (TEUR 350) zusammen.
Die flüssigen Mittel betragen zum Jahresende 2023
TEUR 620. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 waren
stets ausreichend liquide Mittel vorhanden, um allen
Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.
Die Gesellschaft ist fristenkongruent finanziert.
3. Ertragslage
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023
Erträge aus der Zuschreibung von im Anlagevermögen
ausgewiesenen Beteiligungen (TEUR 32) sowie Erträge aus
der Währungsumrechnung (TEUR 3).
Den Erträgen standen im Wesentlichen
Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 120), Büro- und
Verwaltungsaufwendungen (TEUR 21), Prüfungs-,
Abschluss-, Rechts- und Beratungskosten (TEUR 23)
gegenüber, so dass sich insgesamt ein Jahresfehlbetrag
von TEUR 129 ergibt.
IV.
Risikobericht
1. Adressausfallrisiko: Das Ausfallrisiko eines
Vertragspartners schätzen wir als nicht wesentlich ein.
Die Gesellschafter haben ihre Einzahlungsverpflichtungen zu
100 % geleistet. Das Adressausfallrisiko besteht im
Wesentlichen bei den Beteiligungen und bei den Bankguthaben.
Das Adressausfallrisiko hinsichtlich der Beteiligungen
entspricht dem marktkonformen Unternehmensrisiko und wird
aufgrund der sorgfältigen Auswahl der
Beteiligungsunternehmen als gering eingestuft (siehe aber
Marktpreisrisiko). Das Adressausfallrisiko ist dabei
grundsätzlich bei Beteiligungen an einzelnen Unternehmen
wegen der fehlenden Diversifikation als höher
einzuschätzen als bei Beteiligungen an Fonds. Das
Adressausfallrisiko hinsichtlich der Bankguthaben wird
aufgrund der Streuung über mehrere Institute und der
fortlaufenden Prüfung der Bonität ebenfalls als
unbedeutend angesehen.
2. Marktpreisrisiko: Der Marktpreis der
Beteiligungen im Portfolio kann erheblichen Schwankungen
unterliegen. Verlustrisiken ergeben sich aus diesen
Schwankungen in erster Linie im Hinblick auf den Net Asset
Value des Portfolios; Verlustrisiken in Relation zu den nach
HGB ausgewiesenen Werten (Anschaffungskosten) im Rahmen des
Jahresabschlusses sind - insbesondere in der Gesamtheit der
Beteiligungen - als überschaubar einzuschätzen.
Aufgrund des substanziellen Anteils von Beteiligungen
in Fremdwährungen (v.a. US-Dollar) können sich aus
Wechselkursschwankungen nicht unerhebliche Risiken ergeben.
Eine Absicherung des Wechselkursrisikos erscheint dennoch
nicht sinnvoll, da die Kosten einer solchen Absicherung das
Risiko typischerweise übersteigen.
3. Liquiditätsrisiko: Das
Liquiditätsrisiko wird als gering eingestuft, da die
Gesellschaft eine solide Kapitalausstattung aufweist. Die zu
erwartenden Verbindlichkeiten - in erster Linie Kapitalabrufe
der Beteiligungen der Gesellschaft - sind weitgehend planbar;
das Risiko, dass diese nicht fristgerecht bedient werden
können, wird daher als gering eingestuft. Die
Gesellschaft führt eine detaillierte
Liquiditätsplanung, die kontinuierlich an
tatsächliche Ereignisse und erwartete Veränderungen
des Umfelds angepasst wird.
4. Operationelle Risiken: Personalrisiken,
Ordnungsmäßigkeitsrisiken, Risiken in neuen
Märkten und neuen Produkten, Risiken der
Informationstechnologie, Rechtsrisiken und Projekt- und
Prozessrisiken sowie Ausfallrisiken werden kontinuierlich
überwacht. Wir schätzen diese Risiken insgesamt als
gering ein. Durch geeignete technische sowie organisatorische
Maßnahmen werden operationelle Risken bestmöglich
begrenzt.
Durch die kontinuierliche Überwachung der
dargestellten Risiken durch den Geschäftsführer der
Gesellschaft kann die Risikoposition stets objektiv beurteilt
werden und ggf. notwendige Maßnahmen zur Gegensteuerung
können ergriffen werden.
V.
Chancenbericht
Die Gesellschaft konnte in den fünf Jahren seit
Gründung ein Portfolio aus Fondsbeteiligungen
führender Private Equity-Manager und zwei
Direktbeteiligungen aufbauen. Die drei gezeichneten
Fondsgesellschaften sind am Ende der Investitionsphase und
haben mittlerweile ein diversifiziertes Portfolio von 53
Unternehmen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und
Branchen aufgebaut, die sich überwiegend auch in einem
veränderten Marktumfeld behaupten sollten.
VI.
Prognose-Ist-Vergleich
Wie erwartet fiel das Jahresergebnis 2023 etwas besser
aus als im Vorjahr 2022, allerdings entgegen den Erwartungen
nach wie vor negativ. Wie prognostiziert konnte eine erste
Anteilseinziehung mit entsprechender
Einziehungsvergütung für die Gesellschafter der
Upside Co-Invest 2019 GmbH im Geschäftsjahr umgesetzt
werden. Wie erwartet fanden nur geringe Kapitalabrufe aus dem
Portfolio statt, wobei die die einzelnen
Beteiligungsprogramme ohnehin weitgehend eingezahlt sind.
VII.
Prognosebericht / Gesamtaussage
Trotz der weiterhin bestehenden hohen Unsicherheit
aufgrund des geopolitischen Umfelds erwarten wir für das
Jahr 2024 eine Zunahme der Aktivität, da sich allem
Anschein nach im Markt langsam ein Konsens bezüglich
eines neuen, allgemein akzeptierten Bewertungsniveaus
gebildet hat. Auch die erwartete Senkung der Leitzinsen, das
sehr hohe Volumen an nicht investiertem Kapital sowie die
hohe Zahl an Portfoliounternehmen, die bereits länger
als ursprünglich geplant gehalten werden, dürften
diese Entwickelung begünstigen.
Daher gehen wir für das Jahr 2024 von einer
moderaten Zunahme der Ausschüttungen aus den
Beteiligungsportfolios gegenüber dem Vorjahr aus, und
erwarten damit ein stabiles oder leicht zunehmendes
Jahresergebnis.
Trotz der erwarteten und teils auch bereits zu
beobachtenden Zunahme der Aktivität im Markt erwarten
wir nur geringe Abrufe aus den Beteiligungsportfolios, da
diese weitgehend eingezahlt sind.
Insgesamt sieht der Geschäftsführer die
Gesellschaft aufgrund des hohen Diversifikationsgrades (die
Gesellschaft hält aktuell direkt und mittelbar
Beteiligungen an 55 Unternehmen) und der hohen
Liquidität gut aufgestellt, um über das Portfolio
an einer Erholung des Marktes partizipieren zu können.
Unter Berücksichtigung der vorstehenden
Ausführungen schätzt die Geschäftsführung
die Lage der Gesellschaft als günstig ein.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
5.093.657,91 |
5.268.204,44 |
| I.
Finanzanlagen |
5.093.657,91 |
5.268.204,44 |
| B.
Umlaufvermögen |
832.711,02 |
402.043,72 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
212.888,55 |
|
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
619.822,47 |
402.043,72 |
| Aktiva |
5.926.368,93 |
5.670.248,16 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
5.865.045,13 |
5.633.636,61 |
| I.
ausgegebenes Kapital |
150.508,00 |
157.600,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
167.000,00 |
167.000,00 |
| 2.
eigene Anteile |
-16.492,00 |
-9.400,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
6.615.496,00 |
6.248.000,00 |
| III.
Verlustvortrag |
771.963,39 |
634.459,06 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
128.995,48 |
137.504,33 |
| B.
Rückstellungen |
14.890,00 |
14.900,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
46.433,80 |
21.711,55 |
| Summe
Passiva |
5.926.368,93 |
5.670.248,16 |
Anhang
Upside Co-Invest 2019 GmbH
München
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
I.
Allgemeine Angaben
I.1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Upside Co-Invest 2019
GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
München |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
München |
| Register-Nr.: |
B 245617 |
I.2.
Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz
sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften
der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB
(Gesamtkostenverfahren) zugrunde. Der Anhang wurde unter
weitgehender Inanspruchnahme der Erleichterungen
gemäß § 288 HGB erstellt.
II.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Finanzanlagen werden wie folgt angesetzt und
bewertet:
· Beteiligungen zu Anschaffungskosten
einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. soweit
erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die
Anschaffungskosten des Finanzanlagevermögens in fremder
Währung werden zum Transaktionszeitpunkt mit den
jeweiligen Tageskursen in Euro umgerechnet.
· Die Bilanzierung erhaltener
Ausschüttungen aus den Beteiligungsgesellschaften in der
Rechtsform von Personengesellschaften (Private Equity Fonds)
erfolgt nach dem Rechnungslegungsstandard des IDW zur
Bilanzierung von Anteilen an Personenhandelsgesellschaften
(IDW RS HFA 18). Danach werden Ausschüttungen nur
insoweit als Erträge aus Beteiligungen ausgewiesen, als
es sich dabei um eine Ausschüttung laufender bzw. stehen
gelassener Gewinne handelt.
· Soweit es sich lediglich um eine
gesellschaftsrechtlich zulässige Ausschüttung
freier Liquidität handelt, werden die
Ausschüttungen als anschaffungskostenmindernde
Kapitalrückzahlungen erfasst.
Die Bewertung der sonstigen
Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei
Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.
Die sonstigen Rückstellungen werden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und
ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag
passiviert.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
werden unverändert beibehalten.
III.
Angaben zur Bilanz
III.1.
Eigenkapital
Die Gesellschaft hat eigene Anteile in Höhe von
EUR 16.492 offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt
ausgewiesen. Diese setzen sich zusammen aus im Jahr 2019 zum
Nennwert erworbenen Anteilen in Höhe von EUR 9.400,00
und im Jahr 2023 ausgegebenen Anteilen (ohne Stimmrechte) in
Höhe von EUR 7.092. Gleichzeitig wurden Anteile mit
Nennwert von EUR 7.092 der Gesellschafter bzw. Manager
gegen eine Einziehungsvergütung von EUR 54,60 bzw.
EUR 1,00 je Anteil eingezogen. Die Kapitalrücklage
enthält ausschließlich andere Zuzahlungen im Sinne
des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
III.2.
Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben (wie im Vorjahr)
Restlaufzeiten von unter einem Jahr.
III.3.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, im Rahmen der
eingegangenen Beteiligungen weitere Einzahlungen in Höhe
von umgerechnet TEUR 712 zu leisten. Die ausstehenden
Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar sind mit dem
Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2023 in Höhe
von 1,105 US-Dollar für einen Euro bewertet.
IV.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgen wie im
Vorjahr in voller Höhe außerplanmäßig.
V.
Sonstige Angaben
V.1.
Anzahl der Arbeitnehmer
Während des Geschäftsjahres wurden keine
Arbeitnehmer beschäftigt.
V.2.
Geschäftsführung
Die Geschäftsführer der Gesellschaft war im
Geschäftsjahr 2023
- Herr Martin Daubenmerkl, Unternehmer,
München.
Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung.
V.3.
Ereignisse nach dem Stichtag
Hinsichtlich des Stammkapitals und der
Gesellschafterstruktur gab es nach dem Stichtag keine
Ereignisse.
Nach einer fortgesetzten Stabilisierung des
Bewertungsumfeldes für Wachstumsunternehmen im
Technologiebereich im Jahr 2023 ist seit Anfang des Jahres
2024 auch eine leichte Zunahme der Aktivität bzgl.
Neubeteiligungen und Veräußerungen festzustellen.
Trotz der sinkenden Inflation und der damit verbundenen
Erwartung sinkender Zinsen ist die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung, auch aufgrund der geopolitischen Lage
(Ukraine-Krieg, Krieg in Israel und Gaza), nach wie vor mit
hohen Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich
könnten bei einer negativen Entwicklung auch weniger
zyklische Geschäftsmodelle getroffen werden, was eine
Absenkung der Buchwerte teilweise auch unter Einstandskosten
zur Folge haben könnte.
Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zu der Art der
Vorgänge und zu ihren möglichen finanziellen
Auswirkungen verweisen wir auf die entsprechenden
Darstellungen im Lagebericht.
sonstige Berichtsbestandteile
München, den 17. Juni
2024
Upside Co-Invest 2019 GmbH
gez.
Martin Daubenmerkl, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Upside Co-Invest 2019 GmbH
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der Upside Co-Invest 2019
GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber
hinaus habe ich den Lagebericht der Upside Co-Invest 2019
GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum
31.12.2023 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m.
§ 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich,
dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs.
1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die
von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für mein
Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m.
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, plane und führe
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für meine
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinne ich ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich
zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteile ich Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage des Unternehmens.
· führe ich Prüfungshandlungen zu
den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von
den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Ich erörtere mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während
meiner Prüfung feststelle.
Köln, 01.07.2024
Prof. Dr. Rainer Jurowsky
Wirtschaftsprüfer |