Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 56515
Vorher
MHS Helicopter-Flugservice GmbH
Eingetragen
21.7.1978
Branche
Vermietung von LuftfahrzeugenLuftsicherheitsdiensteErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Gegenstand
Übernahme von Dienstleistungen mit Hubschraubern und anderen Flugzeugen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Margarita Adamsone
seit 20.8.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
62.50%
37.50%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Aviation Investment GmbH
Germany
74.218 €
62.50%
Ernst-Arnold André Beteiligungs-GmbH
Germany
44.532 €
37.50%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MHS Aviation GmbH

Oberhaching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 5,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.881,51 16.190,51
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 313.873,63 296.373,63
326.760,14 312.569,14
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.608.153,67 2.718.196,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 266.457,04 169.675,34
davon gegen Gesellschafter: € 257.465,48 (Vorjahr: € 169.675,34)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.410.262,14 1.938.608,14
4. Sonstige Vermögensgegenstände 508.424,76 719.498,85
4.793.297,61 5.545.978,47
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
1. Kassenbestand 161,10 12,63
2. Guthaben bei Kreditinstituten 1.181.701,10 1.765.089,64
1.181.862,20 1.765.102,27
5.975.159,81 7.311.080,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 370.986,44 344.817,29
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.293.584,66 3.026.252,94
9.966.491,05 10.994.720,11

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 118.750,00 118.750,00
II. Kapitalrücklage 1.536.667,00 1.536.667,00
III. Verlustvortrag -4.681.669,94 -5.808.470,84
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -267.331,72 1.126.800,90
-3.293.584,66 -3.026.252,94
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 3.293.584,66 3.026.252,94
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 31.340,05
2. Sonstige Rückstellungen 248.315,00 390.043,00
248.315,00 421.383,05
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.126.336,11 770.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 500.711,11 (Vorjahr: € 48.125,00)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 625.625,00 (Vorjahr: € 721.875,00)
2. Erhaltene Anzahlungen 557.969,44 626.225,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 557.969,40 (Vorjahr: € 626.225,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.417.550,42 3.400.299,49
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.417.550,42 (Vorjahr: € 3.400.299,49)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.706.623,48 2.473.478,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.212.490,48 (Vorjahr: € 979.345,87)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 1.494.133,00 (Vorjahr: € 1.494.133,00)
davon gegenüber Gesellschaftern: € 2.334.828,64 (Vorjahr: € 2.400.128,87)
1.141.633,00 1.180.465,56
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 38.832,56)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 1.141.633,00 (Vorjahr: € 1.141.633,00)
davon gegenüber Gesellschaftern: € 1.141.633,00 (Vorjahr: € 1.180.465,56)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 686.213,60 1.724.273,14
davon aus Steuern: € 153.456,81 (Vorjahr: € 728.719,43)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vorjahr: € 13.082,81)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 189.218,63 (Vorjahr: € 1.186.908,62)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 496.994,91 (Vorjahr: € 537.364,52) 9.636.326,05 10.174.742,06
D. Rechnungsabgrenzungsposten 81.850,00 398.595,00
9.966.491,05 10.994.720,11

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 53.227.987,81 54.926.922,39
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.113.787,03 470.062,91
davon aus Währungsumrechnung: € 58.855,13 (Vorjahr: € 43.859,70)
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen 47.594.870,30 46.887.534,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.119.573,67 3.879.620,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 815.069,85 4.934.643,52 930.667,95 4.810.288,64
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.373,25 9.090,15
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.019.208,77 2.541.818,98
davon aus Währungsumrechnung: € 120.686,02 (Vorjahr: € 150.791,73)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.233,14 102.356,18
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 111.628,33 92.458,36
davon an verbundene Unternehmen: € 49.941,24 (Vorjahr: € 49.941,24)
davon an Gesellschafter: € 69.357,56 (Vorjahr: € 69.357,56)
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.384,47 31.349,49
10. Ergebnis nach Steuern -267.331,72 1.126.800,90
11. Jahresfehlbetrag/-überschuss -267.331,72 1.126.800,90

Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf.

Der Jahresabschluss der MHS Aviation GmbH wurde daher entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapital-gesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MHS Aviation GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Oberhaching
Registereintrag Handelsregister B
Registergericht München
Register-Nr.: HRB 56515

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2022 mit EUR 3.293.584,66 (Vorjahr: EUR 3.026.252,94) bilanziell überschuldet. Zur Vermeidung der Folgen einer Überschuldung haben die Gesellschafter für die ihnen gegenüber bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 3.335.764,00 qualifizierte Rangrücktrittserklärungen abgegeben.

Im Hinblick auf die bestehenden Rangrücktrittserklärungen sowie die positive Fortführungsprognose der Gesellschaft erfolgte die Bilanzierung unverändert unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Immaterielle Vermögensgegenstände, das Sachanlagevermögen und die Finanzanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für die im Berichtsjahr zugegangenen Geringwertigen Wirtschaftsgüter bis € 800,00 wurde die Abschreibung in Anlehnung an die Vorschrift des § 6 Abs. 2 EStG vorgenommen.

Beteiligungen sind mit ihrem Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögegensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet worden.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Fremdwährungsbestände sind mit dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs bewertet worden.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend zum Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet worden. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend zum Zeitablauf.

3. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III.Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Angaben zum Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage 3/5) ersichtlich.

2. Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind in dem in Anlage 3/6 beigefügten Verbindlichkeitsspiegel dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Teil durch eine Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert.

IV. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Ertrag aus einem Forderungsverzicht der Gesellschafter in Höhe von EUR 194.145,66 sowie Zuschüsse zu den Sozialversicherungs-beiträgen im Rahmen der Kurzarbeit in Höhe von EUR 21.612,98 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Einzelwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von EUR 613.325,32 enthalten.

V. Ergänzende Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag lagen sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB für Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 8.983.933,99 vor.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ergibt sich aus folgender Übersicht:

2022 2021
Flugbetrieb 43 53
Technischer Betrieb 5 4
Verwaltung 27 25
75 82

3. Beteiligungsunternehmen

Die MHS Aviation GmbH hält einen Geschäftsanteil von 18,00% am Stammkapital (EUR 277.778,00) der RNA Rhein-Neckar Air GmbH mit Sitz in Mannheim. Die RNA Rhein-Neckar Air GmbH weist im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 325.515,20 (Vorjahr: EUR 1.124.972,59) und einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 4.591.326,05 (Vorjahr: EUR 4.265.810,85) aus. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 lag im Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht vor.

Die MHS Aviaiton GmbH hat in 2022 einen Anteil von 50% am Stammkapital (EUR 35.000,00) an der Elangeni GmbH mit Sitz in Österreich erworben. Die Elangeni GmbH weist im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 39.282,35 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag EUR 3.705,65) und ein Eigenkapital von EUR 146.575,55 (Vorjahr: EUR 107.293,20) aus. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 lag im Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht vor.

4. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung im Berichtsjahr oblag Herrn Steffen Fries.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Derzeit wird die Rechtmäßigkeit der an die Gesellschaft ausgezahlten öffentlichen Mittel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie für den Zeitraum März 2020 bis Dezember 2021 eingehend geprüft. Wir gehen davon aus, dass die Untersuchung unbegründet ist und keine Regressansprüche an die Gesellschaft aus diesem Verfahren zu erwarten sind. Aus diesem Grund haben wir auf die Bildung einer Rückstellung verzichtet.

Allerdings ist der Ausgang des Ermittlungsverfahrens nach heutigem Kenntnisstand unvorhersehbar. Sollte es wider Erwarten zu Regressansprüchen in nicht unerheblicher Höhe kommen, könnte der Fortbestand der Gesellschaft ohne weitere Stützungsmaßnamen der Gesellschafter gefährdet sein.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Sonstiges

Von den Erleichterungsvorschriften gem. § 286 Abs. 4 sowie § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Oberhaching, den 06. Oktober 2023

Steffen Fries

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde von der Gesellschafterversammlung am 23. Oktober 2023 festgestellt.

Gruppenmäßige Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022

Bezeichnung: Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Anfangsstand Zugang Umbuchung Abgang End- stand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.984,00 0,00 0,00 0,00 41.984,00
II. Sachanlagen
EDV-Hardware 63.414,45 889,75 0,00 0,00 64.304,20
Büroeinrichtung 17.098,02 0,00 0,00 0,00 17.098,02
Geringwertige Wirtschaftsgüter 49.428,10 2.208,95 0,00 0,00 51.637,05
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.050,97 965,55 0,00 0,00 32.016,52
160.991,54 4.064,25 0,00 0,00 165.055,79
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 296.373,63 17.500,00 0,00 0,00 313.873,63
Gesamt I. - III. 499.349,17 21.564,25 0,00 0,00 520.913,42
Bezeichnung: Abschreibung
Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.979,00 0,00 0,00 41.979,00
II. Sachanlagen
EDV-Hardware 57.408,45 2.632,75 0,00 60.041,20
Büroeinrichtung 10.361,02 1.252,00 0,00 11.613,02
Geringwertige Wirtschaftsgüter 49.427,59 2.208,95 0,00 51.636,54
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.603,97 1.279,55 0,00 28.883,52
144.801,03 7.373,25 0,00 152.174,28
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt I. - III. 186.780,03 7.373,25 0,00 194.153,28
Bezeichnung: Buchwert
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 5,00
II. Sachanlagen
EDV-Hardware 4.263,00 6.006,00
Büroeinrichtung 5.485,00 6.737,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,51 0,51
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.133,00 3.447,00
12.881,51 16.190,51
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 313.873,63 296.373,63
Gesamt I. - III. 326.760,14 312.569,14

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag Restlaufzeiten
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.126.336,11 500.711,11 625.625,00 336.875,00 288.750,00
(770.000,00) (48.125,00) (721.875,0) (385.000,00) (336.875,00)
Erhaltene Anzahlungen 557.969,44 557.969,44 0,00 0,00 0,00
(626.225,00) (626.225,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.417.550,42 2.417.550,42 0,00 0,00 0,00
(3.400.299,49) (3.400.299,49) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.706.623,48 2.212.490,48 1.494.133,00 1.494.133,00 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern: € 2.334.828,64 (Vorjahr: € 2.400.128,87) (2.473.478,87) (979.345,87) (1.494.133,00) (1.494.133,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.141.633,00 0,00 1.141.633,00 1.141.633,00 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern: € 1.141.633,00 (Vorjahr: € 1.180.465,56) (1.180.456,56) (38.832,56) (1.141.633,00) (1.141.633,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 686.213,60 189.218,69 496.994,91 496.994,91 0,00
davon aus Steuern: € 153.456,81 (Vorjahr: € 728.719,43) (1.724.273,14) (1.186.908,62) (537.364,52) (537.364,52) (0,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vorjahr: € 13.082,81)
9.636.326,05 5.877.940,14 3.758.385,91 3.469.635,91 288.750,00
Art der Verbindlichkeiten Davon sind nachrangig durch Rangrücktritt Gesicherte Beträge
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
(0,00) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00
(0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
(0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.194.133,00 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern: € 2.334.828,64 (Vorjahr: € 2.400.128,87) (2.284.463,54) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.141.633,00 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern: € 1.141.633,00 (Vorjahr: € 1.180.465,56) (1.180.465,56) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
davon aus Steuern: € 153.456,81 (Vorjahr: € 728.719,43) (0,00) (0,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vorjahr: € 13.082,81)
3.335.766,00 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 -31.12.2022

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Kerngeschäft der MHS Aviation GmbH, Oberhaching, (im Folgenden: MHS) stellt das operationelle Management sowie die Vermietung von Kurz-, Mittel- und Langstrecken-Businessjets im Rahmen eines gewerblichen Luftfahrtunternehmens dar. Das zweite Geschäftssegment ist der Betrieb von Regionalflugzeugen. Darüber hinaus werden verfügbare Flugcharterkapazitäten weitervermittelt, und zwar sowohl zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit als auch zur Sicherstellung der uneingeschränkten Mobilität der Stammkunden, falls diese ein Ersatz- oder Zusatzfluggerät benötigen. Das Unternehmen strebt ein kontinuierliches Wachstum in diesen drei Geschäftsfeldern an. Die Markenpositionierung zielt auf eine weltweite Operation mit hohen Sicherheitsstandards sowie ein hervorragendes Qualitätsmanagementsystem ab.

MHS betrieb zum Ende des Jahres 2022 10 (Vorjahr: 14) Luftfahrzeuge, und zwar 1 Global Express XRS, 2 Falcon 2000LX Easy, 1 Praetor 600, 2 Challenger 604, und 4 Do 328. Mit dieser Flottengröße ist MHS weiterhin einer der führenden Anbieter im Bereich der Business Aviation.

Ende 2022 wurden drei Luftfahrzeuge, welche zuvor bei MHS operiert wurden (1 Gulfstream G550, 1 Citation CJ2+ und eine Phenom 300), nun bei dem Schwesterunternehmen der MHS, Elangeni in Wien operiert. Der Verkauf der Charterkapazitäten sowie weitere Services werden von der MHS geleistet.

Das Jahr 2022 war weiterhin eine Herausforderung. Einerseits war der Beginn des Geschäftsjahres 2022 noch erheblich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere durch die Ausbreitung der Omikron-Variante, belastet. Im weiteren Verlauf des Jahres zeigte sich jedoch aufgrund steigender Immunitätsquoten, milderer Krankheitsverläufe und damit einhergehender Lockerungen von coronabedingten Regularien ein signifikanter Anstieg der Nachfrage nach Flugreisen.

Dieses schnelle Wachstum an Flugbewegungen fand nicht nur in der General Aviation sondern auch im Linienflugverkehr statt. Dies führte zu großen Engpässen im Bereich der Infrastruktur und Logistik, die sich teilweise bis heute fortsetzen. Als Beispiele sind hier die Flugzeugabfertigung zu nennen, die Wartung der Maschinen als auch die Lieferketten der Ersatzteilversorgung. Da während der Pandemie viele Zulieferverträge reduziert oder gekündigt wurden, sind die Flugzeughersteller bis heute noch nicht in der Lage eine dem Flugaufkommen adäquate Ersatzteilversorgung wieder sicherzustellen. Dies führt zu Einschränkungen im Betrieb der Maschine als auch zu verlängerten Standzeiten am Bodenzeiten.

Ein Luftfahrzeug, welches die MHS fest angemietet hat und auch die finanziellen Risiken des Bertriebs trägt, war hiervon besonders betroffen und hat zu einem außerplanmäßigen Aufwand von über TEUR 1.000 geführt. Ursache war die Nicht-Verfügbarkeit eines Leihtriebwerkes nach einem Schaden im Dezember 2021 aufgrund eines FOD (Foreign Object Damage). Die Standzeit betrug hier 10 Monate. Die Reparaturkosten wurden vollständig von der Versicherung getragen, jedoch nicht der fehlende Ertrag aufgrund der Standzeit.

Der innerdeutsche Linienbetrieb des Wet-Lease Kunden Rhein-Neckar Air nach Hamburg und Berlin konnte aufgrund der geringen Nachfrage nicht aufgenommen werden, jedoch ist die Strecke Mannheim-Hamburg für den Sommerflugplan 2024 fest eingeplant. Darüber hinaus konnten 2 zusätzliche Strecken (Mannheim - Usedom und Kassel - Sylt) erfolgreich etabliert werden. Nicht zuletzt profitiert RNA von einer gestiegenen Charternachfrage im Regionalflugzeug-Segment. Hier konnte im ersten Halbjahr 2023 bereits ein zusätzlicher Deckungsbeitrag von über EUR 100.000.- erwirtschaftet werden.

Die Entwicklung des gesamten Flugstunden-Volumens als auch der Charterpreise haben sich in 2022 stabilisiert, so dass erneut ein positives operatives Ergebnisse erwirtschaftet werden konnte. Eine Einzelwertberichtigung einer älteren Forderung führte jedoch zu einem insgesamt negativen Ergebnis.

2. Ertragslage

Die Gesellschaft weist im Berichtszeitraum ein negatives Ergebnis vor Steuern von - 269 TEUR (i. V. JÜ 1.158 TEUR) auf. Das geplante Jahresergebnis i.H. von TEUR 528 wurde vor allem durch die Beschädigung eines Luftfahrzeuges und der damit verbunden langen Standzeit, sowie einer Einzelwertberichtigung zu Forderungen von TEUR 613 nicht erreicht.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 fielen mit 53.228 TEUR um rund 3 % niedriger aus als im Vorjahr (54.927 TEUR). Dies lag im Wesentlichen an einem Wechsel von zwei Luftfahrzeugen zu unserer österreichischen Beteiligungsfirma Elangeni GmbH.

Materialaufwand

Der Materialaufwand (47.595 TEUR) blieb gegenüber dem Vorjahr (46.888 TEUR) fast unverändert, was trotz geringerem Flugstundenaufkommen auf die erhöhten Kosten von Flugbenzin und Wartung zurückzuführen ist.

Personalaufwand

Der Personalaufwand (4.934 TEUR) erhöhte sich gegenüber dem Jahr 2021 (4.810 TEUR) nicht wesentlich.

3. Finanzlage

Auf die Darlehen der Gesellschafter bestehen Rangrücktrittsvereinbarungen über insgesamt 3.336 TEUR.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die bestehenden Gesellschafterdarlehen sowie ein Darlehen der KfW i.H. von 721 TEUR und ein Darlehen der Sparkasse i.H. von 400 TEUR gesichert. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich auf 9.966 TEUR (i. V. 10.994 TEUR).

Zum Ende des Geschäftsjahrs 2022 wies die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital von 3.294 TEUR aus (i. V. 3.026 TEUR). Zur Stützung der Gesellschaft bestehen Rangrücktrittserklärungen über insgesamt 3.336 TEUR der Gesellschafter.

5. Risiko- und Prognosebericht

Der Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich gegenüber der Konjunkturprognose des Sachverständigenrates vom November 2022 geringfügig verbessert. Der Sachverständigenrat erwartet im Jahr 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 %.

Für das Jahr 2023 ist davon auszugehen, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft weiter verlangsamen wird. Weiterhin hohe Inflationsraten könnten in großen Teilen der Welt zu zusätzlichen Zinserhöhungen führen. Ungünstigere Finanzierungsbedingungen, sinkende Realeinkommen und anhaltend hohe Preise für Energie und Nahrungsmittel werden voraussichtlich den privaten Verbrauch und die Unternehmenstätigkeit bremsen. In der Eurozone, in der sich die hohen Inflationsraten als besonders hartnäckig erweisen dürften, sollten diese Entwicklungen zur Folge haben, dass die Wirtschaft ihre Schwächephase zu Jahresbeginn fortsetzt und die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr nur geringfügig wachsen wird.

Auch die US-Wirtschaft sollte im Jahr 2023 infolge der aggressiven Zinserhöhungen und deren Auswirkungen, insbesondere auf den bedeutenden Immobiliensektor, eine milde Rezession durchlaufen. Im Gesamtjahr ist aber, auch dank eines spürbaren Rückgangs der Inflation und der damit einhergehenden positiven Effekte für die Kaufkraft der privaten Haushalte, davon auszugehen, dass das Niveau des Jahres 2022 leicht übertroffen wird.

Zusammenfassend haben sich die globalen Konjunkturaussichten im Vergleich zum Herbst 2022 leicht verbessert. Insbesondere die Abkehr Chinas von der strikten Null-Covid-Politik dürfte das globale Wirtschaftswachstum zunehmend stützen. So revidiert der Sachverständigenrat die Prognose für das globale BIP-Wachstum im Jahr 2023 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,2 % nach oben. Im kommenden Jahr dürfte sich das Wachstum auf 2,7 % erhöhen. Es bestehen jedoch verschiedene Risiken für die Weltkonjunktur. Sollte sich die Konjunktur etwa in den USA stärker als erwartet abkühlen, zum Beispiel aufgrund einer verstärkten geldpolitischen Straffung, würde dies andere Wirtschaftsräume in Mitleidenschaft ziehen. Dies könnte insbesondere die sich gerade erholende und für den Weltmarkt wichtige chinesische Industrie bremsen. Umgekehrt könnte eine höhere Produktion in China über eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie Metallen oder Energieträgern preistreibend wirken. Auch besteht das Risiko, dass sich die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China auf die weltweite Konjunktur auswirken - insbesondere, falls es zu Sanktionen oder höheren Zöllen auf bestimmte Rohstoffe und Produkte kommen sollte.

Vor allem der Ukraine-Krieg und dessen politische und wirtschaftliche Folgen stellen ein wesentliches Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft, die weitere Erholung der gesamten Luftfahrtindustrie und der MHS dar. So ist es von wesentlicher Bedeutung, wie lange der Russland-Ukraine-Konflikt Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und die Kosten für Energie, insbesondere für Kerosin, haben wird.

Unsicherheiten, welche im Zusammenhang mit der öffentlichen und politischen Klimaschutzdiskussion bestehen, gefährden nach heutiger Auffassung der Geschäftsführung die Planung für das Jahr 2023 nicht.

Derzeit wird die Rechtmäßigkeit der an die Gesellschaft ausgezahlten öffentlichen Mittel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie für den Zeitraum März 2020 bis Dezember 2021 eingehend geprüft. Wir gehen davon aus, dass die Untersuchung unbegründet ist und keine Regressansprüche an die Gesellschaft aus diesem Verfahren zu erwarten sind. Aus diesem Grund haben wir auf die Bildung einer Rückstellung verzichtet.

Allerdings ist der Ausgang des Ermittlungsverfahrens nach heutigem Kenntnisstand unvorhersehbar. Sollte es wider Erwarten zu Regressansprüchen in nicht unerheblicher Höhe kommen, könnte der Fortbestand der Gesellschaft ohne weitere Stützungsmaßnamen der Gesellschafter gefährdet sein.

Durch die in 2022 begonnene Kooperation mit dem österreichischen Luftfahrtunternehmen Elangeni GmbH, für welche MHS u.a. den Vertrieb der Charterkapazitäten durchführt, erwartet MHS zukünftig einen jährlichen Deckungsbeitrag von ca. 200 TEUR.

Nach dem bisherigen Geschäftsverlauf erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis in Höhe von rd. 68 TEUR.

 

Oberhaching, den 06. Oktober 2023

Steffen Fries

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MHS Aviation GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der MHS Aviation GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der MHS Aviation GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Ich verweise auf die Angabe im Anhang (Nachtragsberichterstattung) sowie die Angaben im Rahmen der Risikoberichterstattung des Lageberichts, in denen die Geschäftsführung beschreibt, dass derzeit die Rechtmäßigkeit der an die Gesellschaft ausgezahlten öffentlichen Mittel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie für den Zeitraum März 2020 bis Dezember 2021 eingehend geprüft wird. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Untersuchung unbegründet ist und keine Regressansprüche an die Gesellschaft aus diesem Verfahren zu erwarten sind. Aus diesem Grund hat sie hierfür konsequenterweise auf die Bildung einer Rückstellung verzichtet.

Im Lagebericht räumt die Geschäftsführung allerdings nachvollziehbar ein, dass der Ausgang der Untersuchung nach heutigem Kenntnisstand unvorhersehbar ist und bekennt sich zu der bestehenden Unsicherheit.

Weiter macht sie in ihrer Lageberichterstattung deutlich, dass, sofern es zu Regressansprüchen in nicht unerheblicher Höhe kommen sollte, der Fortbestand der Gesellschaft ohne weitere entsprechende Stützungsmaßnahmen aus dem Gesellschafterkreis gefährdet sein könnte.

Mein Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während der Prüfung feststelle.

 

Dillingen, den 10. Oktober 2023

Birgit Grazdanow, Wirtschaftsprüferin

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