Schacht GmbH
75mVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Georg Schaub seit 9.4.2025 | Geschäftsführer |
Erik Tobias Volckmann seit 9.4.2025 | Geschäftsführer |
Markus Lukaschewski seit 19.5.2023 | Prokura |
Georg Max Bechtold seit 8.6.2021 | Prokura |
Bastian Skalnik seit 10.6.2020 | Prokura |
Tim Spurling seit 31.1.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scheven GmbHErkrathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Scheven GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Scheven GmbH, Erkrath - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scheven GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 13. November 2024 EY
GmbH & Co. KG
Hällmeyer, Wirtschaftsprüfer Mnich, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Die Scheven GmbH mit Sitz in Erkrath ist unter der Nr. HRB 13158 im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal eingetragen. A. Angaben zur Bilanzierung Die Rechnungslegung der Scheven GmbH erfolgt gemäß HGB nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Regelungen des GmbHG. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu bestimmten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Anhang aufgeführt, soweit sie nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung angegeben sind. In der Bilanz wird unter den Vorräten an Stelle der vom Gesetzgeber verwendeten Bezeichnung "Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen" der Begriff "Unfertige Bauten und Leistungen" verwendet. Hieraus resultiert, dass in der Gewinn- und Verlustrechnung an Stelle der vom Gesetzgeber verwendeten Bezeichnung "Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen" der Begriff "Veränderung des Bestands an unfertigen Bauten und Leistungen" verwendet wird. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Netto Einzelwert von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungs-gründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den folgenden vier Jahren abgeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Erkennbare Risiken (zukünftige Verluste) aus Aufträgen werden an den aktivierten Herstellungskosten der unfertigen Bauten und Leistungen abgesetzt. Für darüberhinausgehende Risiken werden Rückstellungen gebildet. Die erhaltenen Abschlagszahlungen sind bis zur Höhe der Vorräte offen an diesen abgesetzt. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt, Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls gebildet. Von dem Wahlrecht nach § 274 HGB, einen Aktivüberhang latenter Steuern nicht anzusetzen, machen wir Gebrauch. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit - Methode) unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung angewandt. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB beträgt TEUR 2. Dieser Betrag ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Der Wertansatz für Steuer- und sonstige Rückstellungen berücksichtigt alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die im Geschäftsjahr 2023 erstmalig gebildete Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wird nach der Anwartschafts-barwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Jahren gem. § 253 Abs. 2 HGB angewandt. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 21 (Vorjahr TEUR 21) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Restlaufzeiten aller übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen bestehen insbesondere für ausstehende Lieferanten-rechnungen, Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, Jubiläumsverpflichtungen, Rückbau-verpflichtungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 5.530 (Vorjahr TEUR 4.462) gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten sind nach ihrer Fristigkeit wie folgt zu gliedern:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 212 und von den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 638 durch Sicherungsübereignung gesichert. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen von TEUR 285 jährlich. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 169. D. Ergänzende Angaben 1. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 126 mit dem Verlustvortrag von TEUR 102 zu verrechnen und den Bilanzgewinn von TEUR 24 auf neue Rechnung vorzutragen. 2. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Geschäftsführer sind:
Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer i.S.v. § 285 Nr. 10 HGB entspricht der Organbezeichnung. Der Geschäftsführer Herr Markus Brechwald erhält von der Gesellschaft keine Bezüge. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer sowie ehemaliger Geschäftsführer und der für letztere gebildeten Pensionsrückstellungen wird daher unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 3. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
4. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen eingetreten. 5. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Scheven GmbH wird in den Konzernabschluss der DIRINGER & SCHEIDEL GmbH & Co. Beteiligungs KG, Mannheim einbezogen. Ein Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der Unternehmen wird von der DIRINGER & SCHEIDEL GmbH & Co. Beteiligungs KG, Mannheim erstellt und im Unternehmensregister eingestellt.
Erkrath, den 21. Oktober 2024 Markus Brechwald Frank Jung Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14. November 2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Lagebericht Geschäftsjahr 2023I. Geschäftstätigkeit Die Scheven GmbH mit dem Hauptsitz in Erkrath gehört seit dem Jahr 2020 zur DIRINGER & SCHEIDEL Gruppe. Das Unternehmen ist ein Komplettanbieter für Tiefbau-, Leitungsbau-, Rohrleitungsbau- und Engineering-Leistungen in der Instandhaltung und in Projekten. Unsere Auftraggeber sind zum größten Teil Dauerkunden, mit denen seit Jahren Geschäftsbeziehungen bestehen. Der Kundenkreis erstreckt sich über kommunale Versorger, Chemieparks, Raffinerien und Industriekunden. II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die aktuelle Situation der Bauwirtschaft in Deutschland ist eingebettet in eine insgesamt schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. 1
1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 30.
Juli 2024
Der Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg zwar nominal um 1,4 % auf Mrd. EUR 162,6 (Vorjahr Mrd. EUR 160,3), preisbereinigt kam es aber zu einem realen Rückgang des Umsatzes 2023 von 5,2 %. Die Umsatzentwicklung verlief dabei nach Bausparten sehr unterschiedlich. Während der Hochbau, insbesondere der Wohnungsbau, nominal einen Umsatzrückgang verzeichnete, stiegen die Umsätze im Tiefbau. 2
2 Quelle: Hauptverband der deutschen
Bauindustrie, "Bauwirtschaft im Zahlenbild", Stand: April
2024
Für das Jahr 2024 erwartet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe einen weiteren gegenüber dem Vorjahr jedoch abgeschwächten realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 4 %. Trotz der gegenwärtigen konjunkturellen Schwäche bleibt die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Baubranche sowohl mit ihrem Anteil an der Bruttowertschöpfung als auch bei der Beschäftigung dennoch hoch. III. Umsatz und Gesamtleistung Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Scheven GmbH einen Umsatzanstieg um 8,2 % auf Mio. EUR 21,4. In Verbindung mit einem Bestandsaufbau bei den unfertigen Bauten und Leistungen, der in etwa auf Vorjahresniveau lag, konnte die Gesamtleistung dadurch um Mio. EUR 1,7 (7,8 %) auf Mio. EUR 22,9 gesteigert werden. Damit wurde die Vorjahresprognose, die von einer Gesamtleistung von Mio. EUR 21,0 ausging, übertroffen. Ursächlich für den Anstieg waren vor allem über den Erwartungen liegende Auftragseingänge im Jahresverlauf und teilweise Preissteigerungen. IV. Ertragslage Durch die über den Erwartungen liegende Gesamtleistung verbunden mit einer deutlich reduzierten Personalaufwandsquote konnte trotz eines leichten Anstiegs der Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 126 (Vorjahr Jahresfehlbetrag von TEUR 102) seit vielen Jahren wieder die Gewinnzone erreicht und damit die Vorjahresprognose, die von einer nur leichten Ergebnisverbesserung ausging, übertroffen werden. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund des gegenüber der Vorperiode gestiegenen Zinsniveaus von TEUR 135 auf TEUR 263 gestiegen. Die Geschäftsführung sieht sich in ihren Geschäftserwartungen im Wesentlichen bestätigt und ist mit dem Verlauf und dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 insgesamt zufrieden. V. Vermögens- und Finanzlage Da im Jahr 2023 die Investitionen in das Anlagevermögen die Abschreibungen überstiegen, nahm der Buchwert des Anlagevermögens um TEUR 184 auf TEUR 2.836 zu. Angesichts des höheren Anarbeitungsgrades mehrerer Aufträge stieg der Bestand der unfertigen Bauten und Leistungen um TEUR 1.191 auf TEUR 6.147. Mit einer überproportionalen Zunahme der erhaltenen Abschlagszahlungen im Vergleich zu den unfertigen Bauten und Leistungen, verbesserte sich zum Abschlussstichtag die Vorfinanzierungsquote von 70,7 % im Vorjahr auf 72,2 %. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 9.076 auf TEUR 10.401 erhöht. Das Eigenkapital stieg durch den Jahresüberschuss um TEUR 126 auf TEUR 724, die Eigenkapitalquote von 6,6 % im Vorjahr auf 7,0 %. Unter Berücksichtigung von Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 5.530 ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 6.254 (60,1 % des Gesamtkapitals). Dem vereinfachten operativen Cashflow (Ergebnis vor Ertragsteuern plus Abschreibungen) in Höhe von TEUR 880 und der Zunahme der Gesellschafterdarlehen um TEUR 1.068 stehen insbesondere Investitionen in das Anlagevermögen von TEUR 918 sowie eine Abnahme der Kreditverbindlichkeiten (Darlehen und Mietkaufverbindlichkeiten) um TEUR 178 gegenüber. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei TEUR 341 (Vorjahr TEUR 708). Zu weiteren finanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang (Punkt C.). VI. Mitarbeiter Der Personalstand ging zum Bilanzstichtag von 168 Mitarbeitenden einschließlich 5 in Ausbildung befindlichen Mitarbeitenden leicht auf 158 Mitarbeitende einschl. 3 in Ausbildung befindlichen Mitarbeitenden zurück. VII. Ausblick Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin angespannt und auch bei den geopolitischen Rahmenbedingungen zeichnen sich keine wesentlichen Veränderungen ab. Der Krieg in der Ukraine, die Lage in Nahost und die generellen politischen Entwicklungen auf der Welt lassen keine Entspannung erwarten. Lediglich am Energiemarkt haben sich die Preise weiter normalisiert. Der Auftragsbestand von Mio. EUR 13 lag zum Geschäftsjahresende zwar unter dem ungewöhnlich hohen Niveau des Vorjahres, bildet aber dennoch wieder eine solide Basis für das neue Geschäftsjahr. Witterungsbedingt verlief der Start ins Jahr 2024 allerdings nicht so erfolgreich wie im Vorjahr. Außergewöhnlich häufige und starke Regenfälle in den ersten beiden Quartalen führten zu vielen Stillständen und Unterbrechungen auf den Baustellen mit entsprechenden Mehrkosten. Verstärkt wurde dieser Effekt durch außergewöhnlich hohe Krankenstände im ersten Halbjahr 2024, die zusätzlich das Ergebnis belasten werden. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für dieses Geschäftsjahr mit einer Leistung von Mio. EUR 20 und einem Jahresergebnis von TEUR -1.000. In diesem Zusammenhang planen wir mit eigenkapitalstärkenden Maßnahmen durch die Gesellschafterin. VIII. Chancen- und Risikenbetrachtung Das Witterungsrisiko spielt in der Tiefbaubranche eine bedeutende Rolle. Hierbei kann es zu erheblichen Ergebnisbelastungen zu Beginn eines Geschäftsjahres kommen, wenn durch Schlechtwetterperioden die Leistung auf den Baustellen nicht erbracht werden kann. Da die Werthaltigkeit der akquirierten Aufträge bisher denen des Vorjahres entspricht, besteht die Chance, bei ähnlicher Abwicklung, normalem Geschäftsverlauf und ohne Häufung negativer außergewöhnliche Umstände positive Ergebnisse zu erzielen. Die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen auf das Tagesgeschäft sind überschaubar und bergen wenige Risiken. Größere Risiken werden eher in innenpolitischen Veränderungen und dadurch verzögerten Entscheidungsfindungen bei den kommunalen Versorgern gesehen. Die allgemein negativen konjunkturellen Aussichten im Bauhauptgewerbe für das Jahr 2024 führen auch im Marktgebiet von Scheven bei verschiedenen Kundengruppen zu einem härteren Preiswettbewerb. Allerdings ist die allgemeine Nachfrage nach Tiefbauleistungen aufgrund der politisch eingeleiteten Veränderungen der Energiepolitik steigend. Viele Stadtwerke stehen unter enormem Druck den Umbau der Energieinfrastruktur zu beschleunigen, was Scheven gute Chancen bietet, daran zu partizipieren. Die demografische Entwicklung und der damit einhergehende Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft bilden ein zunehmendes Risiko. Durch unternehmensinterne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen wird versucht, diesem Risiko entgegenzuwirken. Dadurch soll die Bindung der Mitarbeitenden ans eigene Unternehmen gefördert und mögliche Personalrisiken reduziert werden. Die vorhandene Auftraggeberstruktur mit Kunden in großen Teilen aus den Bereichen der öffentlichen Hand bzw. regionaler Nahversorger verfügt ebenso wie unsere industriellen Großkunden über solide Bonitäten, so dass das Risiko von Forderungsausfällen als eher gering einzustufen ist. Die ausschließliche Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten auf das Inland schließt Währungsrisiken aus. Das Unternehmen nutzt ein aktuelles System für das Berichts- und Kontrollwesen, das größere Abweichungen von den strategischen Unternehmenszielen schnell identifiziert und geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung zeitnah ermöglicht.
Erkrath, den 21. Oktober 2024 Markus Brechwald Frank Jung Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023 Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 14. November 2024 wurde folgender Ergebnisverwendungsbeschluss gefasst: Der Bilanzgewinn von EUR 23.817,76 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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