Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 200709
Vorher
Brillant 3023. GmbH
Eingetragen
22.10.2018
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
das Betreiben von Hotels nach Erteilung der erforderlichen Erlaubnis sowie die erlaubnisfreie Unternehmensberatung, insbesondere von Hotelbetrieben

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ruslan Husry
seit 14.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HRG Hotel Holdings GmbH
Germany
252.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HRG Hotels GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

A K T I V A

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entglich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
66.597,00 162.221,00
II. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.692,00 120.710,00
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 19.737.207,20 9.737.207,20
19.931.496,20 10.020.138,20
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.602,06 88.993,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.282.378,92 3.569.469,78
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.512.713,76 27.372.092,00
9.829.694,74 31.030.555,45
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.201.469,15 317.233,57
11.031.163,89 31.347.789,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 101.652,13 20.406,58
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 59.791.937,81 33.016.146,83
90.856.250,03 74.404.480,63

P A S S I V A

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 8.345.089,13 8.345.089,13
III. Verlustvortrag -41.611.235,96 -5.270.518,77
IV. Jahresfehlbetrag -26.775.790,98 -36.340.717,19
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 59.791.937,81 33.016.146,83
0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
- Sonstige Rückstellungen 679.166,99 626.897,91
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 203.568,89 579.961,50
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 89.737.649,39 73.014.328,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 235.864,76 183.292,97
90.177.083,04 73.777.582,72
90.856.250,03 74.404.480,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 6.389.910,00 2.280.707,71
2. Sonstige betriebliche Erträge 928.508,59 587.976,66
3. Materialaufwand 2.710,49 0,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.181.081,42 2.873.267,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 597.367,80 512.654,06
3.778.449,22 3.385.922,05
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 103.212,34 87.747,56
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.924.768,33 2.696.691,40
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.083,15 3.283,92
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.083,15 (Vorjahr: EUR 3.283,92)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 463.261,66
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 25.129.537,79 32.559.829,47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 157.448,13 10.883,34
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 145.559,48 (Vorjahr: EUR 10.497,38)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 71,00 7.045,00
12. Ergebnis nach Steuern -26.773.695,56 -36.339.412,19
13. Sonstige Steuern 2.095,42 1.305,00
14. Jahresfehlbetrag -26.775.790,98 -36.340.717,19

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der HRG Hotels GmbH, Berlin, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 und 4 HGB auf.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer 200709-B eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften

 

HRG Hotels Erste Management GmbH,

 

HRG Hotels Zweite Management GmbH,

 

Hotels by HR Service Süd GmbH,

 

Hotels by HR Service West GmbH.

Die HRG Hotelgruppe konnte in 2020 durch die mit der COVID-19 Pandemie einhergehenden Reisebeschränkungen den Geschäftsbetrieb nur eingeschränkt betreiben. Diese Einschränkungen wurden teilweise im Geschäftsjahr 2021 fortgesetzt. Trotz einer gewissen Steigerung des Geschäfts unterlag das Reisegeschäft insbesondere aufgrund unterschiedlicher und wechselnder Reisebeschränkungen dauerhaften Einschränkungen.

Die durch die Folgen des Ukraine-Kriegs ausgelöste Unsicherheit bezüglich steigender Energiekosten wird die Gesellschaft in den kommenden Geschäftsjahren treffen und den Geschäftsverlauf beeinflussen. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzplanung kann beeinträchtigt sein, weil der Einfluss steigender Energiekosten oder möglicherweise geändertes Verbraucherverhalten der Konsumenten schwer zu quantifizieren sind.

Aufgrund der anhaltenden Pandemie im Geschäftsjahr 2021 sowie den Folgen des Ukraine- Kriegs und ansteigenden Energiekosten, rechnen wir auch im Geschäftsjahr 2022 und auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin mit negativen Auswirkungen auf unsere Ertragslage.

Unsere Gesellschaft ist finanziell, organisatorisch und wirtschaftlich in das Reporting der Muttergesellschaft HRG Hotel Holdings GmbH, Berlin, eingebunden. Die Geschäftsführung ist bei der Aufstellung des Jahresabschlusses vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going concern") ausgegangen. Die nachfolgenden Aussagen zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit betreffen den HRG Hotel Holdings GmbH Konzern inklusive der einbezogenen Tochtergesellschaften und gelten somit auch für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der HRG Hotels GmbH.

Nach dem Corona Jahr 2021 rechneten die Experten der OECD und der Europäischen Zentralbank (EZB) für 2022 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft. Die erfolgreichen Impfkampagnen und die damit verbundenen Öffnungsschritte trugen in einem großen Maß zum Wachstum der Wirtschaft Anfang des Jahres bei. Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine stellen jedoch diese Wachstumsprognosen wieder in Zweifel. Aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich des Ausmaßes und der Dauer des Ukraine Krieges existieren derzeit keine belastbaren Einschätzungen der Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft.

Heute bereits absehbar ist ein massiver Anstieg der Preise im Energiebereich und in weiterer Folge auch bei allen energieintensiven Produkten. Die Auswirkungen der Sanktionspolitik des Westens gegenüber Russland gehen aber noch weiter. Ein Szenario mit steigender Inflation, rückläufigem Wachstum und einer daraus resultierenden, wirtschaftlichen Stagnation ist bereits spürbar. Auch wenn die Lage eine weitere schwierige Situation darstellt, ist der Konzern mit seinem erfahrenen und krisenerprobten Team weiterhin gut für die aktuellen und kommenden Herausforderungen gerüstet.

Im Berichtszeitraum entwickelte sich das operative Geschäft im Konzern entsprechend den Erwartungen; im Vergleich zu einem pandemiebedingt schwachen Jahr 2020 konnte wieder aufgeholt werden.

Die Geschäftsführung rechnet im Jahr 2022 mit einer weiteren Erholung des operativen Geschäftes, wodurch das Betriebsrisiko vermindert wird.

Durch die Erweiterung des Hotelkonzerns in den Jahren 2021 und 2022 aufgrund von Zukäufen von Hotelbetriebsgesellschaften gewinnt die Gruppe zusätzlich an Stärke und untermauert die Position als einer der führenden MultiBrand Hotelkonzerne von Europa.

Alle von der Geschäftsführung des Konzerns gesetzten Schritte verfolgen das Ziel, die negativen Auswirkungen zu mildern und die Liquidität abzusichern.

Die Geschäftsführung der HRG Hotel Holdings GmbH hat im Mai 2023 letztmals für die operativen inländischen Tochtergesellschaften die Umsatz- und Ergebnisplanung für 2023 bis 2025 aktualisiert. Hieraus ergibt sich, dass die HRG Hotel Holdings GmbH und ihre Tochtergesellschaften bei Einhaltung der Planungsprämissen auch in der Zukunft zur Begleichung ihrer Verbindlichkeiten in der Lage sein werden. Wesentliche Prämissen der Umsatz- und Ergebnisplanungen sind moderate Steigerungen bei den Umsatzerlösen bei gleichzeitig stabiler Kostenstruktur, sowie Stundungsvereinbarungen mit unseren Verpächtern und ggf. anderen Gläubigern. Aufgrund dieser Planung rechnet die Geschäftsführung mit positiven Cashflows, die in vorgesehener Höhe zur Begleichung der Verbindlichkeiten ausreichen werden. Sollten die Planumsatzerlöse nicht erreicht oder wesentlich verfehlt werden, weil die erwarteten Auslastungen in den Hotels des Konzerns nicht eintreten, besteht das bestandsgefährdende Risiko, dass der Geschäftsbetrieb wegen drohender Illiquidität im Fortbestand bedroht und schließlich nicht aufrechterhalten werden kann, wenn es nicht gelingt, die dann eintretenden Verluste durch externe Finanzierungen oder durch Gesellschafterzuschüsse auszugleichen. Insofern besteht im Zusammenhang mit diesen Ereignissen und Umständen eine wesentliche Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Geschäftstätigkeit.

Die Geschäftsführung geht aus heutiger Sicht davon aus, dass trotz beschriebener Unsicherheiten in Europa weiterhin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Fortbestand des Konzerns ("going-concern Prämisse") auszugehen ist.

B. Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Soweit nicht gesondert erläutert, werden die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die abnutzbaren Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei abnutzbaren und nicht abnutzbaren Gegenständen des Sachanlagevermögens bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden die Finanzanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, werden die in den Forderungen liegenden Risiken durch Bildung von Einzelund Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen, die in der Zukunft Aufwand darstellen ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Finanzanlagen

Im Berichtsjahr wurden TEUR 10.000 in die Kapitalrücklage der 100 %-igen Tochtergesellschaft HRG Hotels Sechste Management GmbH eingezahlt, welches den Beteiligungsbuchwert auf TEUR 10.025 erhöht hat. Die Einzahlung erfolgte zur Finanzierung des Erwerbs der Vienna Group durch die HRG Hotels Sechste Management GmbH in 2021.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von TEUR 2.012 gegenüber der Gesellschafterin enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 2.219 aus sonstigen Forderungen und mit TEUR 5.063 aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Management fees).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 1.788 gegenüber dem Finanzamt für geleistete Umsatzsteuervorauszahlungen.

3. Eigenkapital

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 59.792 aus. Der Fehlbetrag resultiert insbesondere aus über die Ergebnisabführungsverträge von den operativen Hotelbetriebsgesellschaften übernommenen negativen Jahresergebnisse aus 2020 und 2021, welche begründet sind durch die Corona-Pandemie. Langfristig soll sich das negative Eigenkapital über die Ergebnisabführungsverträge aus zukünftigen positiven Ergebnissen der Tochtergesellschaften auflösen.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten von TEUR 134 enthalten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind insbesondere Management Fees gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 143 enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 241 enthalten.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 244, die zwischen 2022 und 2024 fällig sind.

2. Konzernverhältnisse

Das Mutterunternehmen ist die HRG Hotel Holdings GmbH, Berlin, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HRG Hotel Holdings GmbH, Berlin, einbezogen. Er hat gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB befreiende Wirkung für den Teilkonzernabschluss unserer Gesellschaft.

3. Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr waren:

Ruslan Husry (Geschäftsführer)

Vom 18. Mai 2021 bis zum 5. Juli 2022: Markus Lewe (Geschäftsführer)

Vom 5. Juli 2022 bis zum 10. November 2022: Michael Hartmut Klinger (Geschäftsführer)

Vom 10. Juli 2019 bis zum 1. März 2023: Dr. Bettina Dutter (Geschäftsführer)

Seit dem 5. Juli 2022: Herr Jörg Beginen (Geschäftsführer)

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

4. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr durchschnittlich 60 Mitarbeiter.

 

Berlin, den 29. Dezember 2023

Ruslan Husry

Jörg Beginen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.613,64 10.366,66 55.010,00 149.970,30
II. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.776,18 59.213,68 0,00 309.989,86
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 10.200.468,86 10.000.001,00 0,00 20.200.469,86
10.645.858,68 10.069.581,34 55.010,00 20.660.430,02
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2021 Zuführungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.392,64 50.980,66 0,00 83.373,30
II. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.066,18 52.231,68 0,00 182.297,86
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 463.261,66 0,00 0,00 463.261,66
625.720,48 103.212,34 0,00 728.932,82
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.597,00 162.221,00
II. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.692,00 120.710,00
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 19.737.208,20 9.737.207,20
19.931.497,20 10.020.138,20

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. GRUNDLAGEN

1.1 Allgemeines

1.2 Ziele und Strategien

1.3 Steuerungssystem

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3. PROGNOSEBERICHT

4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1. Risikobericht

4.1.1. Elemente des internen Kontrollsystems und Risikomanagement

4.1.2. Risikomaßnahmen:

4.2. Chancenbericht

1. Grundlagen

1.1 ALLGEMEINES

Die HRG Hotels GmbH ist Tochtergesellschaft der HRG Hotel Holdings GmbH, welche mit ihren Tochtergesellschaften (nachfolgend: Gruppe oder HRG) eine der führenden Multi-Brand Hotelbetreibergesellschaften in Zentraleuropa ist. Das Berliner Unternehmen erwirbt und betreibt seit mehr als zehn Jahren Hotels. Als Multi-Brand Hotelbetreiber arbeitet die HR-Gruppe mit etablierten Hotelgruppen wie Accor, Vienna House, Wyndham Hotel Group, Dorint Hotels & Resorts, Hyatt und Deutsche Hospitality zusammen. Darüber hinaus agiert sie als Partner für institutionelle Investoren wie Pandox AB, DEKA, Union Investment und andere. Die HR-Gruppe ist in verschiedenen Märkten vertreten und hat in den letzten Jahren eine vertriebsorientierte Strategie verfolgt. Unsere Gesellschaft ist finanziell, organisatorisch und wirtschaftlich in das Reporting der Muttergesellschaft HRG Hotel Holdings GmbH, Berlin, eingebunden.

Innerhalb des Konzerns übernimmt die HRG Hotels GmbH Verwaltungs-, Administrations-, und Finanzierungsaufgabe und erhält dafür Management- und Servicefees aus den Hotelbetriebsgesellschaften.

Die HRG Hotels GmbH hält als Tochtergesellschaft der HRG Hotel Holdings GmbH direkt und indirekt Anteile an Tochtergesellschaften im In- und Ausland, welche jeweils eigene Portfolien in der nach Ländern aufgeteilten Konzernstruktur darstellen. Geschäftstätigkeiten der Tochtergesellschaften umfassen im Wesentlichen die Bereitstellung von Hoteldienstleistungen in City- und Businesshotels.

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften HRG Hotels Erste Management GmbH, HRG Hotels Zweite Management GmbH, Hotels by HR Service Süd GmbH und Hotels by HR Service West GmbH. Weiterhin ist die Gesellschaft die Organträgerin einer Umsatzsteuerorganschaft.

Externe Einflussfaktoren für das Geschäft der HRG sind insbesondere konjunkturelle Gegebenheiten, die Entwicklung von Wareneinsatz-, Energie und Lohnkosten, die Empfindungen der Gästeströme und natürlich Kriege, Unruhen und Pandemien.

1.2 ZIELE UND STRATEGIEN

Die HR-Gruppe strebt eine marktführende Position in Deutschland und den CEE-Ländern an. Die Strategie ist die Entwicklung und die Übernahme von bestehenden Hotelportfolien in Ländern, in denen die Nachfrage voraussichtlich hoch bleiben wird. Die Hotels von HRG haben klare Anforderungen an die Rentabilität in Bezug auf Kennzahlen und Ergebniserwartung zu erfüllen, um zur Steigerung der Rentabilität des gesamten Konzerns beizutragen. Die Hotels werden laufend hinsichtlich Profitabilität, Cash- Flow und Kundenzufriedenheit bewertet.

Das effiziente und erfolgreiche Betriebsmodell wird kontinuierlich durch die Etablierung und Standardisierung von Prozessen und Systemen weiterentwickelt. Dies geschieht u.a. durch den Einsatz moderner IT-Systeme und -Dienstleistungen.

1.3 STEUERUNGSSYSTEM

Die Geschäftsentwicklung und der Erfolg des Konzerns werden über alle Tochtergesellschaften anhand ausgewählter Leistungsindikatoren gemessen. Die Leistungsindikatoren sind Teil des internen Steuerungssystems der HRG.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zählen Umsatzerlöse, das EBITDA und der Net Operating Profit (NOP). Diese Kennzahlen werden sowohl monatlich als auch zum Geschäftsjahresende ermittelt und durch die Geschäftsführung überwacht.

Bei den operativen Kennzahlen wird u.a. mit der Occupancy Rate (Auslastung in % = Gesamtzahl der verkauften Zimmer geteilt durch die Gesamtzahl der verfügbaren Zimmer in einem Hotel oder einer Gruppe von Hotels), der Average Daily Rate (ADR oder durchschnittliche Zimmerrate = Einnahmen aus Hotelzimmern geteilt durch die Gesamtzahl der in einem bestimmten Zeitraum verkauften Zimmer in einem Hotel oder einer Gruppe von Hotels) und dem Revenue per Available Room (Einnahmen pro verfügbarem Zimmer = Gesamteinnahmen aus verfügbaren Zimmern geteilt durch die Anzahl der verfügbaren Zimmer in einem Hotel oder einer Gruppe von Hotels).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zu den zentralen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der HR-Gruppe zählen unter anderem die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.

Die Mitarbeiterzufriedenheit ist eines der zentralen Elemente, um den Kunden einen einwandfreien Service und fachmännische Beratung bieten zu können, und hat daher in der HR-Gruppe einen besonderen Stellenwert.

Die Weiterentwicklung der persönlichen und fachlichen Qualifikation ist dabei ebenso von Bedeutung wie die Gewährleistung einer ausgewogenen Work-Life-Balance durch das Angebot von mobilem Arbeiten und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Die HR-Gruppe achtet darauf, die Beschäftigten regelmäßig weiterzubilden - sei es durch interne, bereichsbezogene Workshops und Konferenzen oder externe Schulungen durch spezifische Dienstleister. Ebenso wird der Teamzusammenhalt durch gemeinsame Freizeitaktivitäten und Firmenfeiern gefördert.

Angesichts der hohen Wettbewerbsintensität sowie der hohen Transparenz und Vergleichbarkeit der angebotenen Dienstleistungen liegt ein weiterer Fokus auf der Kundenzufriedenheit. Die interne Umsetzung der Markenstandards und die kontinuierliche interne und externe Kontrolle der Einhaltung dieser Markenstandards tragen wesentlich zum Erhalt sowie zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit bei.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Konjunkturbericht

Am 11. März 2020 wurde das weltweit verbreitete Corona-Virus von der WHO zur Pandemie erklärt. In diesem Zusammenhang wurden ebenfalls weltweit durch die Verantwortlichen in Regierung und Administration Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Gesundheitssysteme eingeleitet. Diese Maßnahmen beinhalteten vor allem die Reduzierung der sozialen Kontakte (Social Distancing) und damit verbunden unter anderem massive Einschränkungen in der Hospitality Industry. Diese Maßnahmen hatten unmittelbar Auswirkungen auf die Gäste und Partner der HRG in allen Ländern und damit auf den Umsatzverlauf der Gruppe.

Die HR-Gruppe konnte ihren Geschäftsbetrieb im Geschäftsjahr 2021 weiterhin nur eingeschränkt ausüben. Damit verbunden waren Maßnahmen im Unternehmen zur Anpassung an diese Situation, die Anordnung von Kurzarbeit, weiterhin umfassende Verhandlungen mit allen Vertragspartnern sowie die Inanspruchnahme staatlicher Stützungsprogramme.

Die 2021 einsetzende allgemeine konjunkturelle Erholung, aufgrund des Voranschreitens der Impfkampagnen und Konsum-Nachholeffekten, konnte noch nicht den gewünschten Effekt auf die HR-Gruppe bringen. In den Hotels war 2021 kein vollständig freier Betrieb möglich bzw. waren die Gäste weiterhin in ihrem Buchungsverhalten sehr zurückhaltend. Bis zum Abschlussstichtag 31.12.2021 war das Geschäftsjahr weiterhin durch die Corona-Pandemie und die unmittelbaren Folgen beeinflusst.

Die Weltwirtschaft erholte sich in 2021 nach der Berechnung des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum des globalen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 5,8 %. Ob mit einer weiteren flächendeckenden Erholung auch in 2022 zu rechnen ist, ist angesichts des Kriegs in der Ukraine ab Ende Februar 2022 unsicher. Der Konzern verlor gegenüber 2020 Umsätze in Höhe von 55,96 %.

Alle Maßnahmen, die 2020 zur Anpassung an die Folgen der Pandemie eingeführt wurden, wurden auch in 2021 weitergeführt. Diese betreffen vor allem die Einführung und Anordnung von Kurzarbeit, die durchgängig angewandt wurde, um auf die stark verminderte Geschäftstätigkeit reagieren zu können, ohne unmittelbar einen Personalabbau notwendig zu machen. Ebenso wurde in der Gruppe von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Förderungen zu beantragen, um einem Liquiditätsengpass entgegenzuwirken. Im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen in Deutschland und Österreich staatliche Überbrückungshilfen gewährt und in Höhe von TEUR 64.422 (Vorjahr: TEUR 25.862) in Anspruch genommen.

Aufgrund der anhaltenden, beinahe andauernden Schließungen der Hotels und somit aufgrund des Wegfalls des Kerngeschäftes der Gruppe fiel das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2021 des Konzerns schlechter aus als im Jahr 2020. Der Konzernjahresfehlbetrag stieg auf TEUR 134.061 (Vorjahr: TEUR 79.281). Die Liquiditätslage blieb aufgrund der angeordneten Maßnahmen trotz der Überbrückungshilfen durchgehend angespannt. Aufgrund der besonderen Umstände, die mit der Krise verbunden sind, sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2021 mit Einmaleffekten behaftet und daher nur sehr eingeschränkt mit dem Vorjahr und überhaupt nicht mit den davorliegenden Jahren vergleichbar.

Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) 1 im Jahr 2020 um - 3,8 %, sind die privaten Konsumausgaben 2021 im Vergleich zum Vorjahr wieder um + 3,2 % gestiegen. Auf europäischer Ebene 2 zeichnete sich ein ähnliches Bild ab (2020: - 5,6 % / 2021: + 5,4 %).

Die Erwerbslosenquote 3 betrug in Deutschland für das Jahr 2021 3,3 % und ist somit im Vergleich zum Vorjahr (2020: 4,5 %) um 1,2 Prozentpunkte gefallen. Damit hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt nach dem ersten Corona-Jahr 2020 wieder gebessert.

1 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5848/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-realen-bruttoinlandsprodukts- in-deutschland/

2 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156282/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-der-euund- der-eurozone/

3 Quelle: ILOSTAT, Internationale Arbeitsorganisation (ILO)

Branchenentwicklung 4

Die Tourismusbranche in Deutschland hat auch im Jahr 2021 erheblich unter der Corona-Krise gelitten, konnte sich jedoch im Vergleich zum ersten Pandemiejahr 2020 etwas erholen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland demnach im Jahr 2021 310,3 Millionen Gästeübernachtungen. Das waren 2,7 % Übernachtungen mehr als im Jahr 2020, aber noch 37,4 % weniger als im Vorkrisenjahr 2019.

Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen registrierten im Dezember 2021 gegenüber November 2021 ein reales Umsatzminus von 27,2 %. Gegenüber Dezember 2020, als ein bundesweites Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste galt, verdreifachte sich der reale Umsatz nahezu (+190,6 %).

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % auf 279,3 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war mit 31,0 Millionen jedoch 3,1 % geringer als 2020. Der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Gästeaufkommen erreichte im Jahr 2021 lediglich 10,0 % gegenüber 10,6 % im Jahr 2020 und 18,1 % im Rekordjahr 2019.

Die Ergebnisse belegen, dass die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den internationalen Tourismus auch in Deutschland deutlich zu spüren waren.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Im Jahr 2021 waren viele Hotelbetriebe der HR-Gruppe seit Januar in Fortsetzung des Lockdowns aus November 2020 geschlossen. Seit April 2021 erfolgten die ersten Öffnungen und ab der Mitte des Jahres 2021 sind die Umsatzerlöse wieder angestiegen, werden das Niveau der Vor-Corona Jahre aber nicht erreichen. Kosteneinsparungen, wie z.B. Kurzarbeitergelder oder Pachtstundungen werden wie schon im Geschäftsjahr 2020 die Umsatzeinbußen nur teilweise auffangen. Ein uneingeschränkter Hotelbetrieb war 2021 in allen Hotels und Ländern der HR-Gruppe unmöglich.

4 Quelle: Der Hotelmarkt in Deutschland (www.hotelier.de) Pressemitteilung Nr. 070 vom 21. Februar 2022, Destatis

Die Gesamterlöse der HRG Gruppe belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 136.898 (Vorjahr: TEUR 87.779), sind somit im Geschäftsjahr um 55,96 % gestiegen und setzen sich wie folgt zusammen:

In TEUR 2021 Pro-Forma
2021 5
2020
Übernachtungen 89.016 68.762 60.001
Food & Beverage (F&B) 35.764 28.611 20.926
Sonstige 8.392 6.518 6.852
Gesamt 136.898 107.040 87.779

Die Gesamterlöse 2021 waren beeinflusst durch die Zukäufe an Hotels im Geschäftsjahr. Aus diesem Grund wurden die Gesamterlöse bereinigt um die Erwerbe dargestellt ("Pro-Forma"), welche mit EUR 19.261 ebenfalls über den Ergebnissen des Vorjahres lagen.

Das EBITDA 2021 der Gruppe inklusive Coronahilfen betrug TEUR -25.250 (Vorjahr: TEUR -50.043), wovon auf die neu erworbenen Hotelgesellschaften TEUR 53 entfielen. Das NOP belief sich auf TEUR -2.693 (Pro-Forma 2021: TEUR -55.139) gegenüber TEUR -72.099 im Geschäftsjahr 2020.

Die HRG Hotels GmbH selbst erzielt Ihre Umsätze aus den Management- und Servicefees der Hotelbetriebsgesellschaften, die wiederum abhängig von den Umsatzerlösen und adjusted GOP (Gross operating profit) der jeweiligen Gesellschaft sind. In 2021 erhielt die HRG Hotels GmbH eine Summe aus 10% der Umsatzerlöse, sowie 10% des adjusted GOP. Weiterhin bestanden mit den deutschen Hotels der Hospitaity German proco GmbH Service Agreements. Hier wurden Dienstleistungen wie Asset Management, Lohnbuchhaltung, Finanzbuchhaltung und Jahresabschlusserstellung in Rechnung gestellt.

Die Gesamtumsatzerlöse sind auf TEUR 6.390 (Vorjahr: TEUR 2.281) gestiegen und setzen sich wie folgt zusammen:

In TEUR 2021 2020
Managementfees 4.885 1.081
Servicefees 1.505 1.200
Gesamt 6.390 2.281

5 Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Pro-Forma-Zahlen des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021 ohne die Erwerbe dargestellt.

2.3 ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gruppe haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 49.119 auf TEUR 136.898 (Pro-Forma 2021: TEUR 107.040, Vorjahr: TEUR 87.779) erhöht. Die prozentuale Veränderung lag bei 56 %. Der Beitrag der neu erworbenen Hotels belief sich auf TEUR 29.859.

Der moderate Anstieg begründet sich mit der langsamen Bewältigung der Corona-Maßnahmen und der entsprechenden Öffnung der Märkte.

Bedingt durch den Anstieg der Umsatzerlöse hat sich der Rohertrag (Ergebnis aus Umsatzerlösen ohne sonstige betriebliche Erträge abzüglich der Materialaufwendungen) im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 81.424 auf TEUR 125.791 (Pro-Forma 2021: TEUR 98.115) verbessert.

Aufgrund der Steigerung der Umsätze in der Gruppe hat sich auch der Umsatz der HRG Hotels GmbH um 4.109 € auf TEUR 6.390 gesteigert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge der HRG Hotels GmbH in Höhe von TEUR 928 (Vorjahr: TEUR 588) setzen sich hauptsächlich aus TEUR 388 Weiterbelastungen, TEUR 327 Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und TEUR 143 periodenfremden Erträgen zusammen.

Ferner wurden im Geschäftsjahr pandemiebedingt Kurzarbeitergelder für die HRG Hotels GmbH (KuG) (Zuschüsse Gehalt + Arbeitgeberanteil) von TEUR 3 vereinnahmt, die innerhalb der Personalkosten verrechnet wurden.

Der Personalaufwand der HRG Hotels GmbH stieg von TEUR 3.386 auf TEUR 3.778 bei etwa gleichbleibender Mitarbeiteranzahl von 60 (Vorjahr: 62) durchschnittlichen Mitarbeitern im Berichtsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der HRG Hotels GmbH stiegen um TEUR 2.228 auf TEUR 4.925. Aufgrund der Unternehmenszukäufe stiegen die Rechts-, Beratungs- und Wirtschaftsprüferkosten im Geschäftsjahr auf TEUR 2.636 (Vorjahr TEUR 944).

Im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften übernahm die HRG Hotels GmbH im Geschäftsjahr EUR 25,2 Mio. Verluste (Vorjahr EUR 32,6 Mio.).

Das Ergebnis der HRG Hotels GmbH nach Steuern und vor Verlust- und Gewinnübernahmen der Töchter selbst beträgt -TEUR 1.646 (Vorjahr: -TEUR 3.780). Der Jahresfehlbetrag betrug 2021 TEUR 26.776 (Vorjahr: TEUR 36.341).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der HRG Hotels GmbH stieg um TEUR 16.452 auf TEUR 90.856 Diese Veränderungen ist insbesondere auf das negative Jahresergebnis 2021 von TEUR 26.776 begründet, welches zu einer Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages führte.

Das Anlagevermögen der HRG Hotels GmbH ist auf TEUR 19.931 (Vorjahr: TEUR 10.020) gestiegen, was insbesondere auf die Einzahlung in die Kapitalrücklage der Tochtergesellschaft HRG Sechste Management GmbH in Höhe von TEUR 10.000 zurückzuführen ist.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der HRG Hotels GmbH nahm im Vorjahresvergleich um insgesamt TEUR 54 auf TEUR 35 ab.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit TEUR 2.513 deutlich unter dem Vorjahreswert von TEUR 27.372. Der Rückgang resultiert vor allem aus der in 2021 erfolgten Auszahlung der Coronabeihilfen für die operativen Tochtergesellschaften für die Monate November und Dezember 2020 (TEUR 25.852), welche im Vorjahr als Forderung in den sonstigen Vermögensgegenständen und gegenläufig als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfasst wurden.

Der Bestand an liquiden Mitteln lag mit TEUR 1.201 um TEUR 884 über dem Wert des Vorjahres.

In der Bilanz ergibt sich zum 31. Dezember 2021 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag i.H.v. TEUR 59.792 (Vorjahr: TEUR 33.016).

Die Sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 627 auf TEUR 679 geringfügig angestiegen. Sie beinhalten insbesondere Rückstellungen für Abschlusskosten in Höhe von TEUR 231, Rückstellungen für Personalkosten von TEUR 107 sowie Rückstellungen für ausstehende Rechts- und Beratungskostenrechnungen von TEUR 341. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus den gestiegenen Kosten für die Abschlussprüfung 2021 sowie sonstige Beratungskosten für Zukäufe und Projekte.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere gegenüber den verbundenen Unternehmen angestiegen (2021: TEUR 89.737, Vorjahr: TEUR 73.014).

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 183 auf TEUR 236 angewachsen und umfassen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 134 und diverse sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 102.

Die HRG Hotels GmbH sowie die Gruppe war im Geschäftsjahr 2021 und bis zur Fertigstellung dieses Berichts grundsätzlich zu jeder Zeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. HRG ist bemüht, die Zahlungsfristen trotz den massiven Auswirkungen von Corona auf die Hospitality Industry wieder zu harmonisieren.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2021

Die COVID Pandemie hatte gravierende Auswirkungen auf die gesamte Tourismusbranche und damit auch auf den Geschäftsverlauf der HR-Gruppe.

Das Geschäftsjahr 2021 ist vor diesem Hintergrund nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht zufriedenstellend verlaufen. Die Betriebsunterbrechungen aufgrund der Pandemie, die in unterschiedlichen Etappen im ganzen Geschäftsjahr bestanden und sich Anfang 2022 fortsetzten, haben sich in deutlich niedrigeren Umsatzerlösen als budgetiert manifestiert. Der Jahresfehlbetrag der HRG Hotels GmbH lag mit TEUR -26.776 nochmals deutlich im Verlustbereich, wenn gleich er sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert hat (Vorjahr: TEUR -36-341).

Wie bereits eingangs erwähnt sind aufgrund der besonderen Umstände, die mit der Corona-Krise verbunden sind, die Zahlen des Geschäftsjahres 2021 mit Einmaleffekten behaftet und daher nur sehr eingeschränkt mit dem Vorjahr und überhaupt nicht mit den davorliegenden Jahren vergleichbar. Ferner lassen diese keinen Schluss auf die nachhaltige Entwicklung des Konzerns zu.

3. Prognosebericht

Konjunkturprognose 6

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für alle Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden.

6 Konjunkturprognose März 2022; Sachverständigenrat der Wirtschaft

Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Zwar hatte die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus.

Dagegen verschärft der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen (wie Hotellerie) dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen.

Laut Prognose der führenden Wirtschaftsinstitute (Gemeinschaftsdiagnose 7) soll das BIP im Jahr 2023 um 0,6 % sinken und es damit zu einer Rezession kommen. Damit korrigiert die Gemeinschaftsdiagnose ihre Konjunkturprognose für das Jahr 2023 nach unten, da ursprünglich ein leichtes Wirtschaftswachstum prognostiziert wurde. Im Oktober 2023 betrug die Erwerbslosenquote in Deutschland 3,1 %. 8

Branchenprognose

Zum Jahresanfang 2022 herrscht - auch bedingt durch die Nachwehen der vierten Welle und der neuen Omikron-Variante - in fast allen Ländern Europas - sohin auch in Deutschland - Unsicherheit bezüglich der aktuellen und kommenden Maßnahmen durch die unterschiedlichen länderspezifischen und teilweise auch lokalen Herangehensweisen. Durch die Steigerung der Impfquote könnte die Omikron- Variante ein wenig den Schrecken verlieren. Regierungen in ganz Europa planen vorsichtige Öffnungsschritte in der Hotellerie bei großen Veranstaltungen und Messen oder im Einzelhandel.

Das Fehlen von einheitlichen Regelungen zwischen den Ländern in Europa und der ganzen Welt erschwert weiterhin internationales Reisen. Impfstoffe, wie Sputnik aus Russland, aber auch die Vakzine aus China und vielen anderen Staaten in der Welt, werden in Europa weiterhin nicht anerkannt und hemmen die Reisetätigkeit im Jahr 2022.

7 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5848/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-realen-bruttoinlandsprodukts- in-deutschland/ (Prognose Stand September 2023)

8 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3272/umfrage/entwicklung-der-monatlichen-erwerbslosenquote-indeutschland

Nahmärkte und erdgebundene Ziele werden im Tourismus auch 2022 weiter boomen - in der Auslastung wie auch bei den Preisen. Solange internationales Reisen erschwert bleibt, profitiert die heimische Ferienhotellerie. Anders sieht es im Städtetourismus in Deutschland aus: Eine Rückkehr der Übernachtungszahlen von 2019 wird in der Stadthotellerie frühestens 2024 erwartet.

Der Blick auf die Hotellerie in Deutschland 9 zeigt, dass sich die Hotels im Jahr 2022 im Vergleich zu den coronageprägten Jahren 2020 und 2021 deutlich erholen werden. Die Übernachtungszahlen stiegen um insgesamt 45,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt werden rund 451 Millionen Übernachtungen im Jahr 2022 gezählt. Das Vor-Krisen-Niveau wurde jedoch weiterhin nicht erreicht.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 und 2023

Die Geschäftsjahre 2022 und 2023 entwickeln sich zum Zeitpunkt der Berichtserstellung weitestgehend im Rahmen der gesetzten und wegen der Auswirkungen des Coronavirus angepassten Planungsparameter.

Das Jahr 2022 ist beeinflusst durch weitere Zukäufe von Hotelgesellschaften. Mit Closing September 2022 wird die Managementgesellschaft Vienna House Hotelmanagement GmbH (jetzt HRG Hotels Wien Management GmbH) mit Sitz in Wien samt Tochtergesellschaften im CEE-Raum und in Deutschland erworben und erweitert den Konzern um 21 Pachthotels. Durch diesen Zukauf verstärkt sich der Konzern um einen Bürostandort mit viel Know-How in Wien, der sich zukünftig gemeinsam mit dem schlagkräftigen Team im HRG Büro Berlin für den Konzern um die Hotelbetriebe in Österreich, dem CEE-Raum und Italien kümmern wird.

Die HR-Gruppe verkauft erfolgreich die Marke "VIENNA HOUSE" an Wyndham Hotels & Resorts im Geschäftsjahr 2022.

Die Zukäufe weiterer Hotelportfolien im Jahr 2022 - Success Hotelgruppe (27 Pachthotels inklusive Projekte) und die Amedia Hotelgruppe (24 Pachthotels inklusive Projekte) - finden außerhalb der Konzernstruktur statt.

Die HR-Gruppe nutzt das Jahr 2023, um sich neu zu strukturieren und die Zukäufe an Hotelgesellschaften zu verarbeiten. Es gilt zukunftsweisende Richtlinien zu setzen, wie unter anderem die Etablierung eines Advisory Board, welcher sich nun gemeinsam mit dem Gesellschafter einmal pro Quartal trifft, um wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns zu besprechen und wichtige Entscheidungen zu treffen.

9 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/29514/umfrage/gaesteuebernachtungen-in-deutschland-seit-1992

Die HRG Hotels GmbH ist zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Berichts jederzeit in der Lage gewesen, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen.

In 2022 erzielte die HRG Hotels GmbH selbst Umsatzerlöse aus Management- und Servicefees aus den Hotelbetriebsgesellschaften in Höhe von TEUR 15.130 und ein EBIT vor EAV's von TEUR 6.092. Das Jahresergebnis nach EAV's beträgt -EUR 13,0 Mio. EUR. Für 2023 wird ein gestiegener Umsatz von circa EUR 37,1 Mio. bei einem EBIT vor EAV's von ungefähr EUR 26,4 Mio. erwartet. Das Jahresergebnis nach EAV's wird voraussichtlich +EUR 10,7 Mio. betragen. Für 2024 sehen wir weiter steigende Umsätze von ca. EUR 47,5 Mio. sowie eine Ergebnisverbesserung.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. RISIKOBERICHT

4.1.1. ELEMENTE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS UND RISIKOMANAGEMENT

In der HR-Gruppe besteht das Kontrollsystem aus internen Überwachungsmaßnahmen, welche ein Erkennen, Bewerten und Steuern aller für den Konzern relevanten Risiken sicherstellen. Damit werden Gefährdungspotenziale verringert, der Fortbestand des Konzerns gesichert, die strategische Weiterentwicklung unterstützt sowie verantwortungsvolles und unternehmerisches Handeln gefördert. Neben manuellen Prozesskontrollen (z. B. "Vier-Augen" Prinzip) sind die Prozesskontrollen (z.B. Überleitung von Daten in die Buchhaltung) ein wesentlicher Teil der Überwachungsmaßahmen. Darüber hinaus stellen interne Richtlinien und Vorgaben die Art und Weise sicher, wie die entsprechenden Vorschriften im Konzern anzuwenden sind. Das interne Überwachungssystem basiert auf einer monatlich aktualisierten Ermittlung und Analyse von Abweichungen zwischen den Werten der Unternehmensplanung (Budget) und den entsprechenden IST-Werten. Die Ermittlung und die Analyse relevanter Abweichungen erfolgen unter Abstimmung mit den operativen Geschäftsführern durch das Controlling der HR-Gruppe.

Soll-Ist-Abweichungen zwischen relevanten Kennzahlen wie Umsatzerlöse, EBITDA und der Net Operating Profit (NOP) sind im Rahmen von regelmäßigen Gesprächen zwischen leitenden Angestellten (Hoteldirektoren) und der zuständigen Geschäftsführung ebenfalls Grundlage für steuerungs- und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen des Konzerns.

Ziel aller Überwachungsmaßnahmen ist es, die Risiken des Konzerns so früh wie möglich zu erkennen und anschließend erfolgreich zu steuern. Dies erfolgt über das Überwachungssystem der Gruppe, welches potenzielle Risiken identifiziert, analysiert, steuert und überwacht.

Der Advisory Board ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem des Konzerns einbezogen. Hierbei bedient sich der Advisory Board auch gegebenenfalls Unterstützungsleistungen von externen Beratern und Prüfungsorganen.

Insgesamt betrachtet basieren die Überwachungsmaßnahme der HR-Gruppe auf:

1. Performance Management

Controlling: Budget, Forecast, Ergebnisanalyse

Operative Bereiche: Performance Management, Technische Integrität

2. Compliance Management

Richtlinien: Kontrolle Datenschutz, Angebot einer Whistleblower Hotline

Operative Bereiche: Sicherstellung regelkonformes Verhalten

3. Internes Kontrollsystem (IKS)

Rechnungswesen: Rechnungslegungsbezogenes IKS

Ad 1.) Performance Management

Eine differenzierte und qualitativ hochwertige Unternehmensplanung sowie eine entsprechende Berichterstattung über die Soll-/Ist-Abweichungen der operativen und finanziellen Kennzahlen aus dem Controlling bilden die Basis des im Unternehmen eingesetzten Frühwarnsystems. Hierbei wird die Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den in der Geschäftsführung genehmigten Plänen und im Vergleich zum Vorjahr analysiert. Zudem wird regelmäßig eine Prognose erstellt, die die Auswirkung möglicher Risiken und Chancen auf die Geschäftsentwicklung in angemessener Weise berücksichtigt. Die Berichterstattung umfasst detaillierte monatliche Controlling Reports gegenüber der Geschäftsführung. Das operative Geschäft wird durch regelmäßige, in Teilen wöchentlich oder täglich erstellte Kennzahlenreports abgebildet. Auf Basis dieser Reports bzw. der darin enthaltenen Soll-/Ist-Abweichungen werden Gegenmaßnahmen umgesetzt und in den anschließenden Berichtsperioden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

Ad 2.) Compliance Management

Compliance beschreibt das regelkonforme Handeln von Unternehmen, ihrer Organe und Mitarbeiter. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Befolgung interner Richtlinien ist für die Geschäftsführung die Grundlage seiner Unternehmensführung und -kultur. Es sollen die Integrität von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern gewährleistet und mögliche negative Folgen für das Unternehmen vermieden werden. Die Unternehmensführung und -kontrolle der HR-Gruppe leitet sich aus den maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und den Geschäftsordnungen ab.

Ad 3.) Internes Kontrollsystem

Organisatorisch und systemtechnisch erfolgen die Abschlussarbeiten für einen Großteil der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie die Konzernabschlusserstellungsarbeiten in den dafür zentral geschaffenen Shared-Service-Centern, was eine konsistente und stetige Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften in einem einheitlichen Abschlusserstellungsprozess sicherstellt. Darüber hinaus wird durch die Shared-Service-Center Funktionen sichergestellt, dass Änderungen in den Anforderungen inhaltlich und organisatorisch in den Abschlusserstellungsprozess transformiert werden.

Die relevanten Abschlussdaten der einzelnen Gesellschaften werden über eine integrierte und automatisierte sowie mit Validierungsregeln ausgestattete Schnittstelle für das LucaNet-Konsolidierungsmodul zur Weiterverarbeitung zum Konzernabschluss bereitgestellt.

Neu akquirierte Gesellschaften werden in einem strukturierten Integrationsprozess in das interne Kontrollumfeld einbezogen und damit IT und abschlussprozesstechnisch integriert.

4.1.2. RISIKOMAßNAHMEN:

Das Marktumfeld und die gesetzlichen bzw. regulatorischen Rahmenbedingungen der HR-Gruppe verändern sich stetig. Ebenso entwickelt sich die HR-Gruppe mit der Umsetzung der Strategie und der damit verbundenen Geschäftstätigkeit kontinuierlich weiter. Daraus ergeben sich regelmäßig neue Chancen und Risiken.

Risiken sind mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine negative Auswirkung auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung der HR-Gruppe haben können und damit zu einer negativen Abweichung zur Kurzfristplanung (Budget und Forecasts) sowie zur Mittelfristplanung (Fünfjahresplan) führen.

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken sowie Brancherisiken ausgesetzt. Hierzu zählen das Kunden- und Forderungsausfallrisiko, das Warenbeschaffungsrisiko, das Währungsrisiko sowie das damit verbundene Liquiditätsrisiko. Das Branchenrisiko ist durch die Gruppe nicht beeinflussbar.

Kunden- und Forderungsausfallsrisiko

Im Rahmen des Debitorenmanagements wird das Forderungsausfallrisiko laufend überwacht. Hierzu gibt es monatliche Debitorenmeetings mit der operativen Führung des Hotels, im Zuge derer Informationen über die Außenstände, das Mahnwesen und die Bonität der Kunden diskutiert werden. Zur Risikominimierung werden gemäß den Richtlinien von HRG stets Anzahlungen für große Buchungen oder Veranstaltungen verlangt und eine strenges Augenmerkt auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Partner gelegt.

Überfällige Außenstände werden mit Unterstützung von Dritten (z.B. Creditreform) eingetrieben.

Warenbeschaffungsrisiko

Das Warenbeschaffungsrisiko entsteht aus dem Vorlauf der Beschaffung von Waren und Gütern für den Betrieb der Hotels. Seit dem Ausbruch der Corona Pandemie und bedingt durch Schließungen von Hersteller Werken sowie durch die unerwartete Inflation bedingt durch den Ukraine Krieg hat sich dieses Risiko verschärft. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird die Aufstellung des Lieferantenportfolios so gesteuert, dass innerhalb der Gruppe eine Diversifikation vorhanden ist. Das Preisrisiko kann nur operativ durch punktuelle Anpassungen bei Lieferanten oder im Angebot der Hotels sowie durch Preiserhöhungen auf der Absatzseite abgearbeitet werden.

Währungsrisiko

Die HR-Gruppe ist einem Währungsrisiko ausgesetzt, da sie Hotelbetriebe in Polen (Polnische Zloty) und in der Schweiz (Schweizer Franken) betreibt. Die Umsätze dieser Hotels werden teilweise in Landeswährung erwirtschaftet, wobei die Pachten in Polen in EUR zu bezahlen sind. Die Entwicklung der ausländischen Währungen wird in regelmäßigen Abständen von der Treasury Abteilung der HR-Gruppe geprüft. Im Berichtsjahr wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Um das Währungsrisiko hinsichtlich Polen zu minimieren, werden Kundenverträge wenn möglich in EUR abgeschlossen und der Einkauf in Landeswährung durchgeführt.

Liquiditätsrisiko

Die Konzerngesellschaften der HR-Gruppe sind fast ausschließlich Cashflow (Cash Pooling) finanziert.

Die Liquiditätslage war im Geschäftsjahr 2021 immer wieder angespannt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zur Begleichung ihrer Verpflichtungen konnte im Geschäftsjahr 2021 aufgrund der erhaltenen, nicht rückzahlbaren Corona-Hilfen und aufgrund der Stundungen und Erlasse der Pachtzahlungen aufrechterhalten werden. Somit konnte durch die Inanspruchnahme der staatlichen Förderprogramme die Liquidität der Gruppe insgesamt abgesichert werden. Dies gilt auch für HRG Hotels GmbH. Aufgrund der unverändert volatilen Ausprägung des Geschäftes in der Hotellerie kann die Liquidität temporär unter Druck geraten. Der Gesamtbetrag der dem Konzern zur Verfügung stehenden Geldmittel zum Bilanzstichtag beläuft sich auf TEUR 53.923 (Vorjahr: TEUR 26.684).

Die HR-Gruppe hat zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit ein systemgestütztes Cash- Management etabliert. Hiermit werden Zahlungsströme kontinuierlich kontrolliert, optimiert und der Geschäftsführung regelmäßig über die aktuelle Liquiditätssituation des Konzerns Bericht erstattet. Ergänzt wird das Liquiditätsmanagement durch eine monatliche Liquiditätsplanung für das laufende Geschäftsjahr.

Going Concern

Die Geschäftsführung der HRG Hotel Holdings GmbH hat im Mai 2023 letztmals für die operativen inländischen Tochtergesellschaften die Umsatz- und Ergebnisplanung für 2023 bis 2025 aktualisiert. Hieraus ergibt sich, dass die HRG Hotel Holdings GmbH und ihre Tochtergesellschaften bei Einhaltung der Planungsprämissen auch in der Zukunft zur Begleichung ihrer Verbindlichkeiten in der Lage sein werden. Wesentliche Prämissen der Umsatz- und Ergebnisplanungen sind moderate Steigerungen bei den Umsatzerlösen bei gleichzeitig stabiler Kostenstruktur, sowie Stundungsvereinbarungen mit unseren Verpächtern und ggf. anderen Gläubigern. Aufgrund dieser Planung rechnet die Geschäftsführung mit positiven Cashflows, die in vorgesehener Höhe zur Begleichung der Verbindlichkeiten ausreichen werden. Sollten die Planumsatzerlöse nicht erreicht oder wesentlich verfehlt werden, weil die erwarteten Auslastungen in den Hotels des Konzerns nicht eintreten, besteht das bestandsgefährdende Risiko, dass der Geschäftsbetrieb wegen drohender Illiquidität im Fortbestand bedroht und schließlich nicht aufrechterhalten werden kann, wenn es nicht gelingt, die dann eintretenden Verluste durch externe Finanzierungen oder durch Gesellschafterzuschüsse auszugleichen. Insofern besteht im Zusammenhang mit diesen Ereignissen und Umständen eine wesentliche Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Geschäftstätigkeit.

Die Geschäftsführung geht aus heutiger Sicht davon aus, dass trotz beschriebener Unsicherheiten in Europa weiterhin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Fortbestand des Konzerns ("goingconcern Prämisse") auszugehen ist.

4.2. CHANCENBERICHT

Chancen sind mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die eine positive Auswirkung auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns haben können.

Aufgrund der direkten Verknüpfung mit den Zielen der Hotels obliegt die Verantwortung für die Identifikation, Bewertung und Nutzung von unternehmerischen Chancen vor allem dem operativen Management (Geschäftsführer und Hoteldirektoren) in den jeweiligen Regionen. Chancen werden dabei immer im Zusammenhang mit eventuellen Risiken betrachtet. Sie werden nur dann verfolgt, wenn sie die mit ihnen verbundenen Risiken überwiegen und die Risiken als beherrschbar und in ihren potenziellen Auswirkungen als begrenzt eingeschätzt werden.

Kurzfristige Chancen, verstanden als potenzielle positive Abweichungen vom geplanten operativen Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr, werden in regelmäßigen Abständen zwischen Controlling, den Hoteldirektoren sowie der operativen Geschäftsführung diskutiert. Bei Bedarf werden geeignete Maßnahmen zu ihrer Nutzung eingeleitet.

Das langfristige Chancenmanagement ist unmittelbar mit der Konzernstrategie verknüpft. Identifizierte und anhand ihres Beitrags zum Unternehmenswert bewertete Chancen werden im Rahmen der strategischen Planung sowie der regelmäßigen Sitzung im Advisory Board mit dem Gesellschafter näher analysiert. Basierend darauf teilt die Geschäftsführung den operativen Einheiten die notwendigen Ressourcen zu, um von der Realisierung der jeweiligen Chancen profitieren zu können.

Nach der Auffassung der Geschäftsführung wird es durch die aktuellen Entwicklungen mehr denn je in Zukunft darauf ankommen, dass sich die HR-Gruppe gegenüber dem Markt als starker und professioneller Hotelbetreiber präsentiert, der in allen Situationen die erforderlichen Dienstleistungen aufgrund von maßgeschneiderten Lösungen im digitalen Bereich und motivierten Mitarbeiter/innen erbringen kann.

 

Berlin, den 29. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Jörg Beginen

Ruslan Husry

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HRG Hotels GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HRG Hotels GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HRG Hotels GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben unter "Allgemeine Angaben" im Anhang sowie auf die weiteren Ausführungen unter Punkt C. "Prognose-, Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass die HRG Hotel Holdings GmbH und ihre Tochtergesellschaften, zu denen die Gesellschaft gehört, in ihrem Fortbestand wegen drohender Illiquidität gefährdet sind, wenn es der Geschäftsführung nicht gelingt, die geplanten positiven Cashflows zu generieren und dann keine geeigneten Finanzierungsformen zur Verfügung stehen. Die HRG Hotel Holdings GmbH hat ihre Gruppen-Liquiditätsplanung für einen Zeitraum bis 31. Dezember 2025 erstellt. Wie im Anhang und im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 29. Dezember 2023

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Stephan Martens
Wirtschaftsprüfer

Nicole Steinsträßer
Wirtschaftsprüferin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.