DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH

Johann-Carl-Koch-Straße 4, 63452 Hanau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 91362
Eingetragen
4.3.2005
Branche
Rettungs- und KrankentransportdiensteErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenKreditinstitute des Sparkassensektors
Gegenstand
1. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinn des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO). 2. Gegenstand der Gesellschaft ist die Notfallrettung und der qualifizierte Krankentransport in Hessen, insbesondere im Main-Kinzig-Kreis. Die Gesellschaft stellt dabei sicher, jegliche Aufgaben des Rettungsdienstes nach den Vorgaben des Hessischen Rettungsdienstgesetzes (HRDG) jederzeit erfüllen zu können. 3. Der Gesellschaftszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Unterhaltung von Rettungswachen mit Krankentransport und Rettungsfahrzeugen und weiterer dem Krankentransport und der Notfallversorgung dienenden Einrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Solf
seit 24.1.2023
Prokura
Stefan Betz
seit 4.3.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Hanau e. V.
Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gwerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.969,00 14.970,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 409.861,00 438.352,00
2. Fahrzeuge 1.436.997,00 432.238,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 1.163.596,42 873.091,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 184.209,58 364.409,58
3.194.664,00 2.108.091,00
3.221.633,00 2.123.061,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 59.254,61 85.014,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Leistungen 2.564.383,78 1.507.210,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 73.188,35 9.107,16
3. Sonstige Vermögensgegenstände 108.984,89 123.275,82
2.746.557,02 1.639.593,70
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.060.115,21 1.893.250,46
3.865.926,84 3.617.858,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.181,32 22.158,91
7.118.741,16 5.763.078,29

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.397.256,96 3.188.432,49
III. Bilanzgewinn/-verlust 9.289,94 18.912,49
3.906.546,90 3.707.344,98
B. Sonderposten aus Zuschüssen und Spenden zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 212.197,00 226.343,00
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 458.725,90 438.623,97
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 525.156,38 340.387,10
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 95.870,03 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.920.244,95 1.050.379,24
2.541.271,36 1.390.766,34
7.118.741,16 5.763.078,29

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. Erträge aus Leistungen 15.189.562,50 14.466.998,91
2. Personalkostenerstattungen 546.026,68 692.096,08
3. Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 des HGB 43.506,72 47.159,53
4. Sonstige betriebliche Erträge 98.381,76 68.661,56
5. Gesamtleistung 15.877.477,66 15.274.916,08
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter, Sozialabgaben, Altersversorgung 10.337.031,00 9.662.242,18
b) Ehrenamtliche 5.676,66 8.330,98
10.342.707,66 9.670.573,16
7. Kfz-Aufwand 570.938,23 630.734,51
8. Gebäudeaufwendungen 414.261,57 379.916,49
9. Sanitätsmaterial 313.074,53 291.435,01
10. Verwaltungs- und Wirtschaftsbedarf 344.968,75 300.472,59
11. Zwischenergebnis 3.891.526,92 4.001.784,32
12. Erträge aus Zuschüssen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 14.146,00 14.146,00
13. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen ohne Kfz 336.075,77 302.269,59
b) auf Kraftfahrzeuge einschließlich Leasing 394.378,42 311.120,06
-716.308,19 -599.243,65
14. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.955.318,48 2.556.222,00
15. Zwischenergebnis 219.900,25 846.318,67
16. Zinserträge 5.681,41 0,00
17. Zinsaufwendungen 26.379,74 7.574,69
18. Finanzergebnis -20.698,33 -7.574,69
19. Jahresüberschuss /Jahresfehlbetrag ( - ) 199.201,92 838.743,98
20. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 18.912,49 12.922,31
21. Entnahme aus Rücklagen 311.923,72 857.042,81
22. Einstellung in Rücklagen 520.748,19 1.689.796,61
23. Bilanzgewinn/-verlust 9.289,94 18.912,49

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH mit Sitz in Hanau ist unter der Nummer HRB 91362 beim Amtsgericht Hanau in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) in der Fassung des BilRUG aufgestellt.

Nach Größenklassen gem. § 267 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren laut Handbuch Rettungsdienst (Teil Rechnungswesen) des DRK gewählt, das die Vorschriften der Durchführungsverordnung zum Hessischen Rettungsdienstgesetz umsetzt. Die Bilanz ist dementsprechend nach Anlage 5 zur Rettungsdienstgesetz-Durchführungsverordnung, die Gewinn- und Verlustrechnung nach Anlage 6 zu dieser Verordnung gegliedert.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei der Folgebewertung wurden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des abnutzbaren Anlagevermögens vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Bei der Bestimmung der Abschreibungsmethode wurde der tatsächliche Wertverzehr des Anlagevermögens beachtet. Die Abschreibungen des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Selbst geschaffenes immaterielles Anlagevermögen wurde nicht aktiviert.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von 250 EUR bis 1.000 EUR werden in einen Sammelposten mit Poolabschreibung über fünf Jahre eingestellt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Soweit am Bilanzstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert vorlag, wurde dieser angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist (Forderungen, die an Inkassounternehmen und Anwälte abgegeben wurden) werden Wertabschläge von 100% vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt.

Für erhaltene, nicht rückzahlbare, zweckgebundene Investitionszuwendungen/-zuschüsse wurden entsprechende Sonderposten gebildet (passiviert) und über die Abnutzung des bezuschussten Vermögensgegenstandes anteilig aufgelöst. Die Erträge aus der Auflösung der Sonderposten stellen somit ein Korrektiv zur Abschreibung des durch die Zuwendungen/Zuschüsse finanzierten Vermögensgegenstands dar.

Ausweis und Entwicklung der Rücklagen entsprechen den gesetzlichen Regelungen unter Berücksichtigung gemeinnützigkeitsrechtlicher Vorgaben.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die voraussichtlichen Kostensteigerungen bis zum jeweiligen Erfüllungstag berücksichtigt.

Auch soweit die Restlaufzeit einzelner Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte keine Abzinsung entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mangels Wesentlichkeit der betreffenden Rückstellungsbeträge.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Angaben zum Anlagevermögen

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Angaben zu Forderungen

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (sonstige Vermögensgegenstände) sind Forderungen gegen den Gesellschafter i. H. v. 0,0 TEUR (VJ 6,4 TEUR) enthalten.

Angaben zu Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen (400 TEUR), Schwerbehindertenabgabe (20 TEUR) sowie die Archivierung von Geschäftsunterlagen (10 TEUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12. bis zu einem Jahr über ein Jahr über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis- 2023 525,1 525,1 0,0 0,0
tungen 2022 340,4 340,4 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbunde- 2023 95,9 95,9 0,0 0,0
nen Unternehmen 2022 0,0 0,01 0,0 0,0
Sonstige Verbindlich- 2023 1.920,3 1.085,9 834,4 70,7
keiten 2022 1.050,4 755,1 295,3 0,0
Gesamt 2023 2.541,3 1.706,9 834,4 70,7
2022 1.390,8 1.095,5 295,3 0,0

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter i. H. v. 95,9 TEUR (VJ 0,0 TEUR) enthalten.

D. Einzelangaben zu Gewinn- und Verlustrechnung

Wegen der höheren betriebswirtschaftlichen Aussagekraft und Vergleichbarkeit und damit letztlich aus Gründen der Transparenz sind im Personalaufwand nicht nur die Aufwendungen für die direkt bei der Gesellschaft angestellte Mitarbeiter ausgewiesen, sondern auch die Aufwendungen für Personalgestellung durch das Mutterunternehmen, den DRK Kreisverband Hanau e.V., die nach handelsrechtlichen Vorschriften zur Gewinn- und Verlustrechnung eigentlich Aufwendungen für bezogene Leistungen und damit Materialaufwand darstellen Auf diese Personalgestellung entfällt ein Betrag in Höhe von 2.481.079 EUR (Vorjahr: 2.353.304 EUR). Im Personalaufwand sind außerdem Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 51.383 EUR (Vorjahr: 52.932 EUR) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 93,0 TEUR enthalten, die überwiegend aus dem Verkauf von abgeschriebenen Rettungsmitteln resultieren. Periodenfremde Erträge sind in Höhe von 3,1 TEUR enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 40,4 TEUR angefallen, welche überwiegend aus der Nachtragsberechnung von medizinischem Verbrauchsmaterial durch das Klinikum Hanau resultiert.

E. Ergänzende Angaben

Angaben zum Personalstand

Bei der Gesellschaft waren im Berichtsjahr durchschnittlich 215 Mitarbeiter/innen beschäftigt, deren Beschäftigungsumfang einem Äquivalent von rund 204 Vollzeitstellen entsprach. Von den 215 Angestellten waren 155 in Vollzeit, 25 in Teilzeit und 35 geringfügig beschäftigt (jeweils gerundeter Jahresdurchschnitt).

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen

Aus abgeschlossenen Verträgen bestehen die folgenden wesentlichen finanziellen Verpflichtungen:

Leasingverträge: 137 TEUR p.a.
Mietverträge: 201 TEUR p.a.
Bestellobligo MZF: 490 TEUR

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Stefan Betz, Sozialbetriebswirt, Langenselbold, geführt. Die Geschäftsführervergütungen werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht beziffert.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im abgelaufenen Geschäftsjahr:

 

Susann Lach (Vorsitzende)

 

Nationale Koordinatorin

 

AMLS Deutschland

 

Alexander Meltzow (stellvertretender Vorsitzender)

 

Diplom-Kaufmann, Steuerberater, Geschäftsführer

 

Tax@Visor Steuerberatungsgesellschaft mbH & Co. KG

 

Iris Schröder

 

Bürgermeisterin a.D.

 

Stefan Frank

 

Apotheker, Inhaber

 

Ronneburg Apotheke

 

Heiko Kasseckert

 

Mitglied des Landtages

 

Dr. Michael Sroka

 

Facharzt für Anästhesiologie

 

Privatpraxis für Frauengesundheit und Schmerztherapie

 

Frank Cieslik

 

Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

 

Kanzlei UP12, Hanau

 

Gisela Mentzer

 

Personalleiterin, Rechtsanwältin

 

HELABA Invest, Frankfurt

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben von der Gesellschaft keine Vergütung erhalten.

 

Hanau, den 19.03.2024

Stefan Betz, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gwerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 215.105,31 22.392,46 237.497,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 565.047,49 0,00 0,00 0,00 565.047,49
2. Fahrzeuge 1.120.822,18 909.116,02 364.409,58 212.239,54 2.182.108,24
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 3.330.723,30 587.699,31 0,00 139.287,43 3.779.135,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 364.409,58 184.209,58 -364.409,58 0,00 184.209,58
5.381.002,55 1.681.024,91 0,00 351.526,97 6.710.500,49
5.596.107,86 1.703.417,37 0,00 351.526,97 6.947.998,26
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahmen für Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gwerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.135,31 10.393,46 210.528,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 126.695,49 28.491,00 0,00 155.186,49
2. Fahrzeuge 688.584,18 267.560,60 211.033,54 745.111,24
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 2.457.631,88 297.191,31 139.284,43 2.615.538,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.272.911,55 593.242,91 350.317,97 3.515.836,49
3.473.046,86 603.636,37 350.317,97 3.726.365,26
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gwerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.969,00 14.970,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 409.861,00 438.352,00
2. Fahrzeuge 1.436.997,00 432.238,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 1.163.596,42 873.091,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 184.209,58 364.409,58
3.194.664,00 2.108.091,00
3.221.633,00 2.123.061,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Grundlage des Unternehmens

Die DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH (im Folgenden Rettungsdienst gGmbH genannt) wurde 2004 gegründet und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Gemäß dem Gesellschaftsvertrag sind die Notfallrettung und der qualifizierte Krankentransport in Hessen, insbesondere im Main-Kinzig-Kreis, Gegenstand der Gesellschaft. Auf der Grundlage des Hessischen Rettungsdienstgesetzes erfolgt eine Beauftragung der Landkreise an die Leistungserbringer. Für die Rettungsdienst gGmbH liegt diese Beauftragung für den Zeitraum 01.01.2019 - 31.12.2024 vor. Sie dient als Grundlage für die Tätigkeit des Unternehmens.

Gemäß dem Bereichsplan, aus dem sich die Anzahl der Fahrzeuge und der zeitliche Umfang der Vorhaltung ergeben, hat die Gesellschaft folgende Versorgungsbereiche abzudecken:

 

Hanau

 

Maintal

 

Langenselbold

In diesen Versorgungsbereichen sind folgende Rettungswachen vorzuhalten:

 

Hanau-Johann-Carl-Koch-Str. (Hauptwache)

 

Bruchköbel (Stellplatz 24h)

 

Hanau-Klinikum (Rettungswache mit Notarztstandort)

 

Maintal-Hochstadt

 

Langenselbold

1.2 Umsatz- und Leistungsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 ist das erste Geschäftsjahr, welches in wirtschaftlicher Hinsicht nicht mehr von den Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie geprägt war. Die vergütungsfähigen Einsatzzahlen lagen in Summe knapp unter dem Niveau des Vorjahres.

Einen leichten Zuwachs bei den vergütungsfähigen Einsätzen hatte die Einsatzkategorie RTW mit 1,0% zu verzeichnen. Hingegen sind die Einsatzzahlen der vergütungsfähigen Einsätze bei der Kategorie KTW um 4,4%, bei der Kategorie NEF sogar um 9,5%, gesunken. Hier scheint sich der Einsatz des Telenotarztes in den RTW auszuwirken, wodurch die NEF seltener direkt vor Einsatzort sein müssen.

Die Gesamteinsatzzahlen sind um 1,8% bzw. absolut um 482 Einsätze, gesunken. Das Niveau der Einsatzzahlen kann grundsätzlich als stabil bezeichnet werden.

Die Fehleinsatzquote hat sich von 29,4% im Jahr 2022 auf 28,2% im Jahr 2023 verringert.

Gemessen in absoluten Zahlen sank die Zahl der Fehleinsätze von 10.924 Fehleinsätzen im Jahr 2022 auf 10.151 Fehleinsätze im Geschäftsjahr 2023.

Die Erträge aus Einsatzleistungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 15.189.562,50€ und lagen damit 722.563,59€ über dem Vorjahr. Hierbei sind sowohl der interne als auch der externe Budgetausgleich berücksichtigt. Mit 2.560.852,41€ liegen die Aufwendungen des internen Budgetausgleichs um 950.763,98€ deutlich über dem Wert des vorherigen Jahres von 1.610.088,43€. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kostenträger zum 01.01.2023 sowie zum 01.09.2023 die Entgelte für die Notfallversorgung (RTW/MZF) sowie den Krankentransport (KTW) erhöht haben. Erstmalig wurde auf Verlangen der Kostenträger die Summe des finalen externen Budgetausgleiches nicht auf den Folgebudgetzeitraum übertragen, sondern direkt im Budgetjahr verrechnet. Damit stiegen die Aufwendungen aus dem Internen Budgetausgleich an die weiteren Leistungserbringer im Main-Kinzig-Kreis.

Trotz der Erhöhung der Benutzungsentgelte für Notfallversorgung (RTW/MZF) und dem Krankentransport (KTW) sowie dem oben beschriebenen finalen Budgetausgleich ergab sich im Geschäftsjahr ein Ertrag von 66.476,65€ aus dem externen Budgetausgleich.

1.3 Prozess der Leistungserbringung

Die Rettungsdienst gGmbH erbringt im Rahmen ihrer Beauftragung durch den Main-Kinzig- Kreis rettungsdienstliche Leistungen in ihrem Zuständigkeitsbereich.

In der permanenten Vorhaltung werden Rettungsmittel, Medizintechnik, medizinisches Verbrauchsmaterial und natürlich das qualifizierte Personal bereitgestellt.

Die Alarmierung zu den Einsätzen erfolgt durch die zentrale Rettungsleitstelle des Main-Kinzig- Kreises, welche das nächste geeignete und freie Rettungsmittel per Funkmeldeempfänger alarmiert. Die erforderlichen medizinischen Maßnahmen werden durch das Einsatzpersonal getroffen und dokumentiert. Die Dokumentation bildet die Grundlage für die Abrechnung der Leistungen mit den Krankenkassen. Die Leistungsabrechnung erfolgt auf Grundlage der mobilen Datenerfassung während eines Einsatzes und im Rahmen der anschließenden Fakturierung per Datenfernübertragung an die Kostenträger.

1.4 Beschaffung

Im Jahr 2023 wurden im Rahmen der Ersatzbeschaffung folgende Einsatzfahrzeuge in den Fuhrpark aufgenommen:

2 Notarzteinsatzfahrzeuge

4 Fahrzeuge der Notfallrettung bzw. Mehrzweckfahrzeuge

1 Krankentransportwagen

2 Fahrzeuge für die Rufbereitschaft und die Logistik

2 Mehrzweckfahrzeuge aus Leasingverträgen wurden in Eigentum übernommen.

1.5 Investitionen

Das aktivierte Investitionsvolumen hat sich von 408 T€ im Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt 1.519 T€ (ohne geleistete Anzahlungen in Höhe von T€ 184) annähernd vervierfacht, was insbesondere in der Beseitigung des Lieferstaus der Fahrzeuge begründet ist. Hierbei entfallen 565 T€ auf die Anschaffung und den Ausbau von RTW / Mehrzweckfahrzeugen und einem Krankentransportwagen, 202 T€ auf die Anschaffung und den Ausbau von Notarzteinsatzfahrzeugen, 48 T€ auf die Anschaffung von PKW und 30 T€ auf die Anschaffung eines Krankenwagen-Basisfahrzeuges. Für 16 T€ wurden zwei Mehrzweckfahrzeuge nach Ende der Leasinglaufzeit vom Leasinggeber übernommen und verbleiben im Fahrzeugbestand (siehe Punkt 1.4).

Insgesamt wurden 347 T€ in die medizinisch-technische Ausstattung investiert. Hiervon entfallen 243 T€ auf die Anschaffung von EKG-Geräten, 52 T€ auf Beatmungsgeräte und 33 T€ auf Tragestühle und Treppensteiggeräte. Weitere 19 T€ entfallen auf zahlreiche medizinischtechnische Ausrüstungsgegenstände, wie Schaufeltragen, Spritzenpumpen und Notfallrucksäcke.

Die Umstellung auf die Einsatz-Software "pulsation" bedingte v.a. die Einführung von tragbaren PC-Tablets. Das Investitionsvolumen hierfür betrug insgesamt 136 T€. Insgesamt 30 T€ wurden in die Ausstattung der Rettungswachen investiert. Größter Einzelposten sind hier die Ausstattung des neuen Stellplatzes Bruchköbel in Höhe von 10 T€ sowie die Klimatisierung in Höhe von 11 T€. 16 T€ wurden für die Anschaffung der neuen QM-Software "Aldente" sowie 6 T€ für die Anschaffung eines elektrischen Whiteboards aufgewendet. Das verbleibende Restinvestitionsvolumen von 123 T€ entfällt auf diverse Anschaffungen von Softwarelizenzen, Büroeinrichtung, Funktechnik sowie geringwertigen Wirtschaftsgütern.

1.6 Finanzierungsmaßnahmen

Um die Liquidität der Gesellschaft zu schonen, werden die Rettungsmittel seit dem Jahr 2014 fremdfinanziert. Bis 2019 erfolgte dies auf Basis von Leasingverträgen; seit 2020 wurde ein Mietkauf-Modell gewählt. Die vier neuen Notfalleinsatzfahrzeuge / RTW wurden über einen Kredit finanziert. Grundsätzlich werden die Rettungsmittel im Anlagevermögen bilanziert, da sich die Fahrzeuge auch während der Finanzierung im Eigentum der Gesellschaft befinden. Dieser Aktivierung steht die Ausweisung der Verbindlichkeiten aus dem Kreditvertrag auf der Passivseite gegenüber. Durch die Steigerung der Kreditzinsen wird die Finanzierung von Rettungsmitteln eine dauerhafte Herausforderung bleiben. Bedingt durch die guten Geschäftsjahre 2022 und 2023 und einhergehender Rücklagenbildung soll zumindest ein Teil der künftig neu anzuschaffenden Rettungstransportfahrzeuge aus dem Eigenkapital finanziert werden.

Das mit den Kostenträgern für das Geschäftsjahr 2023 vereinbarte Budget war eine wichtige Voraussetzung für ein wirtschaftlich erfolgreiches Geschäftsjahr. Gepaart mit internen Steuerungsinstrumenten im Personal- und Sachkostenbereich konnte erneut ein positives Jahresergebnis erzielt werden.

1.7 Personalbereich

Die mittelfristig geplanten Vorhalteerweiterungen in Hanau und Langenselbold stellen nach wie vor hohe Anforderungen an die Personalgewinnung. Noch immer sind die höchsten Rettungsdienstqualifikationen - Rettungsassistent/innen und Notfallsanitäter/innen - am derzeitigen Arbeitsmarkt Mangelware. Bereits seit vielen Jahren gezielt entsprechende Ausbildungsplätze geschaffen zu haben, macht sich deutlich bemerkbar. Mittlerweile können zu zwei Zeitpunkten pro Jahr Ausbildungsabsolventen in Festanstellungen übernommen werden. Mit dem Budgetjahr 2024 wird die Anzahl von 10 Notfallsanitäter/innen-Ausbildungsplätzen auf 18 Plätze, sowie die Ausbildungsplätze für Rettungssanitäter/innen von 3 auf 9 Ausbildungsplätze erhöht. Gleichwohl sind im üblichen Maß auch Personalabgänge zu kompensieren, weshalb jede Personalaufstockung für Vorhalteerweiterungen eine große Kraftanstrengung auf absehbare Zeit bleiben wird.

Die Kosten im Personalbereich stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 672 T€. Die Gründe für den Kostenanstieg liegen maßgeblich in den folgenden Sachverhalten:

Tarifliche Regelungen

Inflationsausgleichzahlungen von knapp 330 T€

Einführung einer Dienstpauschale (Vergütung der verlängerten Arbeitszeit)

Fortlaufende Zulagen für Notfallsanitäter/innen

Stufenaufstiege (Betriebszugehörigkeit)

Höhergruppierungen (Weiterqualifizierung)

Erhöhung des Personalbestands, u.a. aufgrund der Einführung einer neuen, tariflichen Gesundheitsschutzregelung für Beschäftigte, die das 55. Lebensjahr beendet haben.

Erhöhung der Anzahl der Auszubildenden zum/zur Notfallsanitäter/in

Zuschläge für kurzfristig übernommene Zusatzdienste, um Akutausfälle und entsprechende Dienstplanlücken zu kompensieren.

1.8 Entwicklung

Aufgrund des anhaltenden Zuzugs im Rhein-Main-Gebiet, aber auch angesichts übergeordneter Einflüsse, wie dem demografischen Wandel und Veränderungen im Gesundheitswesen, ist grundsätzlich von einem moderaten Anstieg der Einsatzzahlen auszugehen. Nachdem die Corona-Pandemie diese Entwicklung im Jahr 2020 gebremst und zeitweise umgekehrt hat, setzte sich der Anstieg in den Geschäftsjahren 2021 - 2022 fort und verharrt auf einem stabilen Niveau. Lediglich bei den Notarzteinsätzen gab es im Jahr 2023 einen deutlichen Einbruch der Einsatzzahlen.

Es ist davon auszugehen, dass die Arbeitsplätze im Rettungsdienst für das hochqualifizierte Rettungsdienstpersonal gesichert sind. Durch die nachhaltige Ausbildung von Notfallsanitäter/innen haben sich die Personalengpässe noch nicht im gewünschten Umfang reduziert.

2. Darstellung der Lage einschließlich des Geschäftsergebnisses

2.1 Ertragslage

Die Erträge stiegen aufgrund von Budgeterhöhungen um rund 723 T€ auf 15.190 T€. Leicht sinkende Gesamteinsatzzahlen sowie Tarifsteigerungen zum 01.01.2023 und zum 01.09.2023 sowie die kurzfristige und nicht angekündigte Entscheidung der Kostenträger, den finalen Budgetausgleich für 2023 direkt im Budgetjahr 2023 zu verrechnen, prägten die Abwicklung des Budgets im Jahr 2023.

2.2 Finanzlage

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss in Höhe von 199.201,92 € auf 3.906.546,90 €. Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der überproportional gestiegenen Bilanzsumme von 64,3% auf 54,9%.

Die Liquidität verringerte sich deutlich um 833 T€ auf 1.060 T€ (31.12.2023). Ursache hierfür sind neben den umfangreichen eigenmittelfinanzierten Investitionen auch ein Rückstand der Leistungsabrechnung am Ende des Geschäftsjahres 2023.

2.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Betriebes ist weiterhin geordnet. Das gezeichnete Kapital beträgt 500 T€. Rücklagen sind in Höhe von 3.397 T€ vorhanden. Im Übrigen bestehen eigenkapital- ähnliche Sonderposten in Höhe von 212 T€.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 248 T€ auf 3.866 T€, das Anlagevermögen erhöhte sich deutlich um 1.099 T€ auf 3.222 T€. Die Abschreibungen erhöhten sich von 411 T€ auf 604 T€.

Die Forderungen erhöhten sich deutlich um 1.107 T€ auf 2.747 T€, was im Wesentlichen auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Einsatztarife sowie den bereits erwähnten Rückstand in der Leistungsabrechnung zurückzuführen ist.

Die Rückstellungen betragen 459 T€ und resultieren im Wesentlichen aus Resturlaubsansprüchen, Mehrarbeitsstunden, Zeitzuschlägen und der Dienstpauschale, für welche erstmalig eine Rückstellung gebildet werden musste.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.151 T€ auf 2.541 T€, was insbesondere auf die Entwicklung der Fremdfinanzierung für die Einsatzfahrzeuge (siehe Punkt 1.6) sowie höhere interne Budgetausgleichsverbindlichkeiten zurückzuführen ist.

2.4 Geschäftsergebnis

Der Jahresabschluss 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 199.201,92 € und - nach Bildung der erforderlichen Rücklagen - mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 9.289,94 € ab.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Angaben zum wirtschaftlichen und rechtlichen Bestand

Erneut konnte das Budget für das Geschäftsjahr 2023 frühzeitig mit den Kostenträgern vereinbart werden, sodass ein hohes Maß an Planungssicherheit bestand. Wie auch schon in den vergangenen Geschäftsjahren konnte die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft weiter stabilisiert und verbessert werden. Die Corona-Pandemie hatte bis auf eine erhöhte Krankheitsquote beim Einsatzpersonal keine Auswirkungen mehr.

Die Benutzungsentgelte wurden zum 01.01.2023 stark und zum 01.09.2023 nochmals leicht angehoben, was sich positiv auf die Liquidität ausgewirkt hat. Dem entgegen gewirkt haben leicht gesunkene Einsatzzahlen, ein temporärer Rückstand in der Leistungsabrechnung zum Ende des Geschäftsjahres sowie insbesondere eine deutlich gestiegene Investitionsquote in das Anlagevermögen. Durch den Jahresüberschuss von 199.201,92 € besteht dennoch weiterhin eine auskömmliche Liquiditätssituation. Durch eine personelle Umstrukturierung wurde die Leistungsabrechnung gestärkt, so dass sich die Liquiditätssituation trotz der schwankenden Zahlungsbereitschaft der Kostenträger verbessern sollte.

Mit Blick auf die deutlich gestiegenen Kreditzinsen kommt der Finanzierung der Rettungsmittel in den kommenden Jahren eine höhere Bedeutung zu. Sofern es die Liquiditätssituation erlaubt, sollen die im Geschäftsjahr 2024 anzuschaffenden Rettungsmittel aus dem Eigenkapital der Gesellschaft finanziert werden.

Die leicht gesunkenen Einsatzzahlen des Geschäftsjahres 2023 haben dazu geführt, dass nur noch eine geringe Verbindlichkeit aus dem externen Budgetausgleich von knapp 174 T€ besteht. Faktisch geht die Gesellschaft damit in eine Vorfinanzierung der Leistungen, da die Kostenträger ein Zahlungsziel von 21 Tagen haben. Durch das für das Geschäftsjahr 2024 deutlich gestiegene Haushaltsbudget würde sich der externe Budgetausgleich sogar hin zu einer Forderung entwickeln, sofern die Benutzungsentgelte nicht angehoben werden. Dies ist jedoch zum 01.05.2024 vorgesehen.

Mit Schreiben vom 26.07.2023 hat der Rettungsdienstträger die Beauftragung zunächst um ein Jahr bis zum 31.12.2024 verlängert. Im Jahr 2024 soll es ein Auswahlverfahren geben, welches sich auf die im Katastrophenschutz tätigen Hilfsorganisationen beschränkt (sogenannte privilegierte Leistungsanbieter). Der Beauftragungszeitraum soll auf 8 Jahre angehoben werden. Somit besteht für das nun laufende Jahr die Grundlage für die Tätigkeit der Gesellschaft und insoweit Planungssicherheit.

3.2 Risiken mit besonderem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Das Geschäftsjahr 2023 war das erste Geschäftsjahr, welches in wirtschaftlicher wie finanzieller Hinsicht nicht mehr von der Corona-Pandemie beeinflusst wurde. Dennoch ergeben sich für die kommenden Geschäftsjahre neue Herausforderungen.

Einhergehend mit den enger werdenden Spielräumen der öffentlichen wie auch privaten Haushalte verändert sich auch deren Zahlungsbereitschaft. Das Zahlungsziel von drei Wochen bei den öffentlichen Kostenträgern wird nicht immer eingehalten. Ohne ein konsequentes und zeitnahes Mahnwesen würde sich der Forderungsbestand schnell erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2023 gingen die Einsatzzahlen im Gegensatz zu den beiden Vorjahren wieder zurück. Differenziert betrachtet betrifft dies insbesondere die Einsätze der Notarzteinsatzfahrzeuge. Der Rückgang scheint auf die Einführung des Telenotarztes und den Einsatz der am Klinikum Hanau stationierten Notarzteinsatzfahrzeuge außerhalb des Rettungsdienstbereiches zusammen zu hängen. Den Einnahme-Einbußen bei fallenden Einsatzzahlen wurde in den letzten Jahren mit einer Erhöhung der Benutzungsentgelte begegnet. Dies wird auch für die Zukunft mit Blick auf die dauerhaften Zahlungsverpflichtungen unabdingbar sein.

Zum Bilanzstichtag beträgt die Verbindlichkeit aus dem externen Budgetausgleich lediglich knapp 174 T€ und befindet sich damit auf einem niedrigen Stand. Bei einer dauerhaften Verbindlichkeit aus dem externen Budgetausgleiches von weniger als 0,5 Mio. € geht die Gesellschaft faktisch in eine Vorfinanzierung der Leistungen. Sofern sich aus dem externen Budgetausgleich ein Anspruch entwickelt, würde dies der Gewährung eines Kredites an die Krankenkassen gleich kommen. Höhere Benutzungsentgelte sind daher erforderlich.

Die mittelfristige Umsetzbarkeit der Vorhalteerweiterungen in Hanau und Langenselbold hängt von den personellen Ressourcen ab. Sollten über den Bereich der Notfallsanitäter-Ausbildung und über den Arbeitsmarkt nicht die erforderlichen Stellen besetzt werden können, droht eine weitere Verschiebung der Vorhalteerweiterungen bzw. dass andere Leistungserbringer hier den Zuschlag erhalten könnten.

Das Budget für das Jahr 2024 konnte im Dezember 2023 verhandelt werden, sodass auch für das bevorstehende Geschäftsjahr kein Budgetrisiko besteht.

4. Prognosebericht

Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Gesellschaft in dem im Jahr 2024 stattfindenden beschränkten Auswahlprozess eine über den 01.01.2025 hinausgehende Beauftragung erhalten wird, ergibt sich hier kein Automatismus. Daher wird es existenziell sein, dass die Gesellschaft ihre grundsätzlich hohe Qualität und Zuverlässigkeit in der Leistungserbringung im Ausschreibungsprozess entsprechend darstellt.

Erst nach der weiteren Beauftragung für die darauffolgenden 8 Jahre werden stabile rechtliche Rahmenbedingungen vorliegen.

Für das Jahr 2024 konnte mit den Kostenträgern ein Budget verhandelt werden, welches die absehbaren Kosten abdeckt, jedoch keine Spielräume für unvorhergesehene Aufwendungen lässt. Zahlreiche Faktoren, insbesondere der letzte Tarifabschluss, haben erneut zu einem deutlichen Anstieg des Budgets gegenüber dem Vorjahr geführt.

Die Gewinnung von qualitativ und quantitativ ausreichendem Einsatzpersonal wird weiterhin eine der größten Herausforderungen bleiben, die es in den nächsten Jahren zu bewältigen gilt. Der erneute weitere Ausbau der Ausbildungsplätze, sowohl für Notfallsanitäter/innen als auch Rettungssanitäter/innen, stellt hierbei einen wichtigen, existenziellen Baustein dar. Ebenso werden weiterhin permanent die möglichen Kanäle der Personalgewinnung überprüft und in jeweils sinnvoller Kombination eingesetzt. In diesem Zusammenhang werden stets auch die Möglichkeiten zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität betrachtet.

 

Hanau, den 19.03.2024

Stefan Betz, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH, Hanau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH, Hanau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der ergänzenden Regelungen in der Verordnung zur Durchführung des Hessischen Rettungsdienstgesetzes (Rettungsdienstgesetz-Durchführungsverordnung) vom 3. Januar 2011 und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie enthält die Website des IDW eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Neu-Isenburg, den 27. März 2024

HRB Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ludwig, Wirtschaftsprüfer

Schulter, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses und über die Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in ihrer Sitzung am 28. Mai 2024 festgestellt und folgende Ergebnisverwendung beschlossen:

Aus den Gewinnrücklagen werden insgesamt € 311.923,72 entnommen und aus diesem Betrag sowie aus dem Jahresüberschuss in Höhe von € 199.201,92 und dem Gewinnvortrag von € 18.912,49 (zusammen € 530.038,13) Einstellungen in die Gewinnrücklagen in Höhe von € 520.748,19 vorgenommen. Der verbleibende Betrag in Höhe von € 9.289,94 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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