Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 5386
Eingetragen
2.10.1998
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb von elektronischen Registrierkassen und sonstigen Systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Niggehoff
seit 28.1.2025
Geschäftsführer
Benno Kerling
seit 6.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
39.60%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Helene Huth
Köln
25.000 €
55.56%
Susanne Zimmermann
Köln
14.800 €
32.89%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Huth Elektronik Systeme GmbH

Troisdorf-Spich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Leistungsspektrum

Die HUTH Elektronik Systeme GmbH (HUTH) entwickelt, fertigt und vertreibt elektronische Kassensysteme, Steuereinrichtungen und Abrechnungssysteme speziell für Tankstellen (Tankstellenmanagementsysteme). Das Produktsortiment umfasst verschiedene Kassen- und Abrechnungssysteme für Händler und Tankstellenpächter, tankstellenspezifische Software, Kreditkartenterminals, Tankautomaten sowie cloudbasierte Softwaredienstleistungen. Neben dem Hauptsitz in Troisdorf-Spich verfügt die Gesellschaft zusätzlich über 34 Servicestandorte im gesamten Bundesgebiet. Von dort aus werden flächendeckend Installations-, Wartungs- und Reparaturdienstleistungen ausgeführt. Über vier Vertriebsstandorte wird ein eigener Vertrieb "vor Ort" sichergestellt, der sowohl den Kontakt zu den Mineralölhändlern und -gesellschaften als auch zu den Einzeltankstellen hält.

Am Firmensitz in Troisdorf-Spich wird mit ca. 96 Mitarbeitern in den Bereichen Verwaltung, Vertriebsinnendienst, Entwicklung, Qualitätssicherung, Produktion sowie Support die Basis für ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsangebot für die Mineralölbranche gelegt. Die Schulungen für Mitarbeiter und Kunden finden seit Mitte 2019 an externen Standorten im Großraum Köln statt. Die geplante Rückführung an den Hauptstandort nach Abschluss eines Erweiterungsbaus Ende 2024 ist zum Berichtszeitpunkt erfolgt.

Branchenentwicklung

Der Tankstellenmarkt in Deutschland ist ein Markt, der sowohl von der Nachfrage- als auch der Angebotsseite her begrenzt ist. Neben den großen bekannten Mineralölkonzernen existieren in Deutschland eine Vielzahl mittelständischer Tankstellenbetreiber und Kleinunternehmen, die insgesamt das deutsche Tankstellennetz repräsentieren. Die Gesamtzahl der Tankstellen in Deutschland (ca. 14.000) ist seit Jahren nahezu unverändert. Der Tankstellenmarkt ist kaum noch in Bewegung. Schließungen nicht mehr rentabler Standorte werden durch meist groß dimensionierte Neubauten an stark frequentierten Standorten ausgeglichen. Vereinzelt finden bei mittelgroßen Tankstellenbetreibern Verschiebungen zu anderen Marken statt.

Der Kraftstoffabsatz ist seit 2019 rückläufig. Dies ist bedingt durch die Zunahme von Elektrofahrzeugen, effizientere Motoren, weniger Reisetätigkeiten sowie die allgemeine konjunkturelle Lage.

Der Trend zu einer weiteren Effizienzsteigerung der Geschäftsprozesse zum einen bei den Tankstellen selbst und zum anderen in der Kommunikation der Tankstellen mit den jeweiligen Mineralölgesellschaften und Lieferanten führt zu laufenden Investitionen in die bestehenden Tankstellenstandorte, teilweise auch durch Umwandlung in komplett unbemannte Standorte. Hinzu kommen verstärkt Investitionen in Kundenbindungssysteme, neue Bezahlmethoden und andere Marketing-Tools sowie regulatorische Anforderungen.

Die gesteigerte Leistungsfähigkeit von ERP-Systemen und Datennetzen der mittleren und großen Mineralölhändler und -gesellschaften führt zudem zu einer ständig tiefergehenden Integration der Kassensysteme in die IT-Landschaft. Hier besteht gerade im kleineren Mittelstand nach wie vor erhebliches Potenzial in der Bereitstellung von deutlich erweiterten Kassenbuchungsdaten, sowohl inhaltlich als auch im Hinblick auf die Quasi-Echtzeit-Bereitstellung.

Mit der breiten Markteinführung der neuen Kassensteuereinheit T600 im Jahre 2017 wurden von vielen Kunden verstärkt Investitionen in den Kassen-Hardwarebereich getätigt bzw. für die Zukunft geplant. Bei potenziellen Neukunden (Einzelstationen, Händler und Gesellschaften) wurde ein starkes Interesse für dieses HUTH-Produkt geweckt.

Durch neue Energien und insbesondere die E-Mobilität werden bei sehr vielen Tankstellen und Mineralölgesellschaften neue Konzepte und Geschäftsfelder ausprobiert. Investitionen in Wasserstoff und LNG sind neben Elektro-Ladesäulen augenfällige Zeichen des stattfindenden Strukturwandels. Ergänzend werden die Tankstellenshops und -bis-tros immer mehr auf das Verweilen des Gastes ausgerichtet, um bei Bezug der neuen Energieformen mit längeren Lade- bzw. Tankzyklen einen Anreiz für das Konsumieren vor Ort zu schaffen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 9,3 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Sondereffekte durch die Um- und Ausrüstung mehrerer mittelständischer Tankstellennetze in den Jahren 2021 und 2022 zurückzuführen.

Geschäftsergebnis

Das Jahresergebnis im Berichtszeitraum beläuft sich auf TEUR 902,8. Weitere Kennzahlen sind ein EBIT in Höhe von TEUR 1.360,2 sowie ein EBITDA in Höhe von TEUR 1.616,7.

Produkte

Das Produktsortiment umfasst Tankstellensteuerungs- und Abrechnungssysteme, Warenwirtschaftssoftware, Tankautomaten, Zahlungsverkehrssysteme sowie händlerspezifische zentrale Abrechnungs- und Steuerungssoftware. Die Systeme sind modular aufgebaut und können individuellen Wünschen entsprechend erweitert werden.

Die Systeme sind in ihrer Konfiguration den individuellen Kundenwünschen angepasst, so dass eine hohe Flexibilität erreicht wird, die vor allem im Tankstellenmittelstand gefordert ist. Für viele Händlerkunden, aber auch bei großen Mineralölgesellschaften sind Sonderfunktionalitäten erforderlich. Die für die HUTH-Systeme benötigte Hard- und Software wird zum großen Teil selbst entwickelt, um die Produkte optimal an die speziellen Markterfordernisse anzupassen und schnell auf Veränderungen reagieren sowie Innovationen aktiv auf dem Markt platzieren zu können.

Für den Bereich Zahlungsverkehr bietet HUTH umfangreiche Lösungen zum Betrieb der Tankstellenmanagementsysteme an. Dies sind sowohl stationäre Lösungen in Form von Kreditkartenterminals als auch zusehends virtuelle Lösungen für Bezahlmethoden über Smartphone oder direkt im Fahrzeug eingebaute Systeme.

Darüber hinaus wurden auch in diesem Berichtsjahr Systeme zur zentralen Steuerung von Preisaktionen sowie zur Echtzeitüberwachung und -abrechnung ganzer Netze stark nachgefragt. Die Entwicklung und kundenspezifische Implementierung dieser Systeme gehen fast immer mit ausführlicher Beratungstätigkeit einher.

Das im Jahr 2022 eingeführte cloud-basierte Produkt HUTH:bridge erfährt große Nachfrage. Hierüber wird den Zentralen der Mineralölgesellschaften und 3rd-Parties ein einfacher Zugriff auf die Tankstellensysteme vor Ort gegeben. Der Datenaustausch erfolgt unter Beachtung höchster Sicherheitsstandards über das normale Internet. Das Hosting der Cloud-Anwendung erfolgt bei einem europäischen Anbieter (T-Systems), so dass die Einhaltung der DSGVO-Richtlinien gewährleistet ist. Über HUTH:bridge können eine Vielzahl von Daten mit den Kassensystemen in Echtzeit ausgetauscht werden. Hauptanwendungsgebiete sind aktuell die Funktionen rund um Kraftstoffpreisumstellungen, die Abfrage von Kraftstoffbeständen, die Überwachung des Systemstatus sowie die Übermittlung der Kassentransaktionen in Echtzeit, um diese z.B. als digitalen Kassenbon darzustellen.

Ergänzend zu den zentralen Software-Services hat die mobile Überwachung und Steuerung der Tankstellen mit Hilfe von Smartphone-Apps Bedeutung. Hierzu werden entsprechende Applikationen angeboten, die im Zusammenspiel mit den Kassensystemen und den zentralen Software-Services das Produktportfolio abrunden.

Personal

Das mit bundesweit 35 Standorten sehr gut ausgestattete Servicenetz bietet Gewähr für einen schnellen Service vor Ort, so dass auch Servicekontrakte mit vereinbarten Reaktionszeiten, wie sie von großen Mineralölhändlern und -gesellschaften gefordert werden, gut erfüllt werden. Herausforderung bleibt hier, die hohe Servicequalität und -verfügbarkeit bei im Personalbereich durch die allgemeine Lohnentwicklung kontinuierlich steigenden Kosten mit den Serviceverträgen und Preismodellen für die Servicedienstleistungen in Einklang zu bringen. Die Personalsuche gestaltet sich äußerst schwierig auf dem nach wie vor angespannten Arbeitsmarkt.

Nach den erhöht personelle Ressourcen erfordernden Sonderprojekten in den Jahren 2021 und 2022 wird das Service-Netz nun auf eine reduzierte Größe zurückgefahren, die jedoch auf jeden Fall auch zukünftig einen flächendeckenden Service ermöglicht.

Produktion

Die Produktion der HUTH-Produkte erfolgt in Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern. Hierbei wird die notwendige Fertigungstiefe ständig im Hinblick auf schnelle Reaktionszeiten einerseits sowie Kosteneffizienz andererseits überprüft. Ein Teil der im Rahmen der Sonderprojekte zum Abfangen von Produktionsspitzen fremdvergebenen Fertigungsschritte wurde wieder in die eigene Produktion zurückgeholt.

Beschaffung

Die Beschaffung erfordert bei speziellen Produkten mit Lieferzeiten von mehreren Monaten eine gute Vorausplanung. Diese erfolgt auf Basis vergangener Zeiträume sowie zukünftig avisierter Projekte. Um eine hohe Flexibilität bei schwankender Kundennachfrage sicherzustellen, muss zum Teil Ware mit erheblichem Wert auf Vorrat beschafft werden. Verwerfungen auf dem Beschaffungsmarkt, wie sie zum Höhepunkt der Corona-Krise zu beobachten waren, treten kaum noch auf. Die Beschaffungspreise zeigen im Berichtszeitraum weiterhin eine steigende Tendenz, insbesondere bei lohn- und energieintensiven Vorprodukten. Die kürzer werdenden Abkündigungszyklen bei einigen Vorprodukten stellen jedoch eine wachsende Herausforderung dar.

Wettbewerbssituation

Die Wettbewerbssituation hat sich im Berichtsjahr nicht grundlegend verändert. Laut Untersuchung der "stolte consult" (vorgestellt im Januar 2014 auf dem "uniti Cards- und Automations-Forum" - neuere Zahlen liegen nicht vor) verfügt HUTH über einen Marktanteil von ca. 22% und konnte diesen weiterhin ausbauen. Bei der Untersuchung wurden ca. 90% des deutschen Tankstellennetzes erfasst. Lediglich ein Wettbewerber verfügt über einen höheren Marktanteil, alle übrigen Marktteilnehmer bewegen sich um bzw. unterhalb von 5%. Die hohe Durchdringung des Marktes, insbesondere im Mittelstand, sorgt bei den Kunden für ein großes Vertrauen in eine langfristige Zusammenarbeit. Im klassischen Tankstellenmittelstand (Netze > 50 und < 750 Tankstellen) ist HUTH unangefochtener Marktführer. Durch den Gewinn dreier Ausschreibungen in den Jahren 2019/2020 mit insgesamt mehr als 600 Neusystemen dürfte der Gesamtmarktanteil von HUTH auf knapp 30% gestiegen sein.

Firmenstruktur

Die Firmenstruktur mit den drei Hauptbereichen Entwicklung, Service & Support sowie Verwaltung, Finanzen & Produktion unter jeweils eigenverantwortlicher Leitung hat sich bewährt und trägt den immer komplexer und anspruchsvoller werdenden Kundenanforderungen und Geschäftsprozessen Rechnung. Die 2019 vorgenommene Erweiterung der Geschäftsleitung um den Bereich Service und Support hat sich gerade durch die starke Vergrößerung des Kundenstamms und die gestiegene Komplexität der Systeme sowie das damit einhergehende steigende Supportaufkommen ebenso bewährt. Durch verschiedene organisatorische Maßnahmen konnte eine deutliche Steigerung der Kundenzufriedenheit erzielt werden.

Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen belaufen sich auf TEUR 144,4 und entfallen in Höhe von TEUR 0,9 auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Höhe von TEUR 143,5 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Alle Investitionen konnten aus der vorhandenen Liquidität bestritten werden.

Investitionen in interne IT

Auch im Jahr 2023 wurde kontinuierlich in die interne IT investiert, um den wachsenden Anforderungen im Bereich der Serverkapazitäten und der Hochverfügbarkeit gerecht zu werden. Dies erfolgte insbesondere vor dem Hintergrund, dass vermehrt Serverdienstleistungen für Kunden angeboten werden. Die Investitionen in die Sicherheit der IT-Systeme und laufende Aufwendungen stellen einen stetig wachsenden Kostenfaktor dar.

Finanzierungsmaßnahmen

Alle erforderlichen Mittel für den laufenden Geschäftsbetrieb, den Wareneinkauf und die Investitionen konnten aus der vorhandenen Liquidität bereitgestellt werden. Es wurden im Berichtszeitraum keine Kredite in Anspruch genommen. Die Firmenfahrzeuge werden geleast.

Personal- und Sozialbereich

Die HUTH Elektronik Systeme GmbH beschäftigte am 31. Dezember 2023 132 Mitarbeiter. Die Servicetechniker im Außendienst werden durch einen eigenen Schulungsleiter in regelmäßigen Schulungen fachlich, kommunikativ und sicherheitstechnisch weitergebildet. Im Bereich der Entwicklung erfolgt eine regelmäßige Teilnahme an fachspezifischen Kongressen und Seminaren.

Räumliche Situation

Die im Jahr 2020 auf dem Nachbargrundstück angemieteten Räumlichkeiten erwiesen sich auf Dauer als nicht zweckmäßig und nicht mehr zeitgemäß. Es konnte mit der Vermieterin Einigkeit darüber erzielt werden, an gleicher Stelle einen Neubau für den Bereich Service und Support zu errichten, der auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten ist. Da während der Bauzeit dementsprechend Räume fehlten, wurden durch interne Umstrukturierungen wie Homeoffice, Anmietungen von Bürocontainern und externen Büros Ersatzlösungen geschaffen. Zum Berichtszeitpunkt wurde das neue Bürogebäude bezogen und alle externen Anmietungen beendet.

Umweltschutz

Grundsätzlich birgt das Produktportfolio von HUTH keine spezifische Umweltgefährdung. In der täglichen Umsetzung sind alle Bereiche darauf bedacht, aus Kosten- und Umweltschutzgründen ressourcenschonend zu agieren. Dies setzt sich von der bewussten Nutzung von Heiz- und Klimatechnik über die bevorzugte Auswahl von energiesparenden IT-Systemen bis hin zu einer aktiven Überwachung der Verbrauchswerte des Fuhrparks fort. Eine effiziente Streckenplanung der Technikerfahrten mit Online-Ortungssystemen trägt zusätzlich zur Minimierung des Fuhrparkeinsatzes bei. Für Dienstreisen wird jeweils im Einzelfall die Nutzung von Bahnfahrten im Vergleich zu Flugreisen oder Anreisen per Auto abgewogen. Durch Einsatz von Videokonferenztechnik wurde die Zahl der Dienstreisen in hohem Maße reduziert.

Die HUTH-Produkte, speziell im Kassenbereich, zeichnen sich durch ihre spezifisch für den jeweiligen Anwendungszweck entwickelte Architektur seit jeher durch einen im Vergleich zu Standardsystemen drastisch reduzierten Energiebedarf aus. Hinzu kommt die extreme Langlebigkeit, welche die eingesetzte Spezial-Hardware der HUTH-Produkte im Gegensatz zu Standard-Produkten aus dem Consumer-Bereich aufweist. Hierdurch entsteht eine echte ressourcenschonende Nachhaltigkeit.

Darstellung der Lage

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.924,7 auf TEUR 8.599,7 vermindert. Es setzt sich aus langfristig gebundenem Vermögen in Höhe von TEUR 424,2 und mittel- bis kurzfristigem Vermögen in Höhe von TEUR 8.145,5 zusammen.

Das Gesamtkapital setzt sich zusammen aus Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.233,4, langfristigem Fremdkapital in Höhe von TEUR 1.386,5 sowie mittel- bis kurzfristigem Kapital in Höhe von TEUR 2.979,3.

Die Eigenkapitalquote beträgt 49,2%.

Finanzlage

Der Finanzmittelfonds, d.h. der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten, hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.370,1 auf TEUR 3.213,2 reduziert. Die Veränderung setzt sich zusammen aus dem Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.887,1, dem Cash-flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -317,3 und dem Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.500,0.

Ertragslage

Bei einem Rohergebnis in Höhe von TEUR 13.970,2 wurde ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.360,2 erzielt. Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -19,3. Das Jahresergebnis beträgt TEUR 902,8.

Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Durch die starke Zunahme an installierten Systemen und damit einhergehenden Serviceverträgen verfügt HUTH über eine breite Kundenbasis und eine gesicherte Auslastung des Servicebereichs. Gesetzliche, regulatorische und rationalisierungsgetriebene Anforderungen sichern dem Entwicklungsbereich eine gute Grundauslastung.

Kartenterminals

Das in großer Zahl bei den Systemkunden eingesetzte Kartenterminal wurde zum Ende des Jahres 2024 durch den Hersteller abgekündigt. Da das Kartenterminal einen wesentlichen und kritischen Bestandteil des HUTH-Gesamtsystems darstellt, wurde unmittelbar mit den Überlegungen für ein Nachfolgeprodukt begonnen. Im Herbst 2022 wurde entschieden, die Zusammenarbeit mit dem Hersteller fortzusetzen und gemeinsam ein spezifisch auf den Mineralölmarkt zugeschnittenes Nachfolgeprodukt zu entwickeln.

Mit dem Start des Rollouts wird Ende 2025 gerechnet. Ein Großteil wird voraussichtlich in den Jahren 2026 und 2027 ausgetauscht werden.

Aufgrund der Abkündigung hat sich HUTH trotz Lieferzusagen bis 2025 einen größeren Vorrat der aktuellen Terminals zugelegt, um den Verpflichtungen aus Service- und Wartungsverträgen auf jeden Fall nachkommen zu können.

Zum Berichtszeitpunkt wurde die im Jahr 2022 gestartete Neuentwicklung vom Hersteller abgekündigt und ein Nachfolgeprojekt mit einem weiteren, bereits etablierten Zulieferer gestartet. An den vorgenannten Rolloutplanungen wird sich hierdurch mutmaßlich nichts ändern.

Kassensystem T600 / Auslauf Nationale Eichzulassung für T400/450 Ende 2024

Das Anfang 2017 eingeführte Tankstellenmanagementsystem T600 hat sich als stabiles Nachfolgesystem für das langjährige HUTH Basis-System T400/450 etabliert. Da die nationale eichrechtliche Zulassung für das System T400/450 zum 31.12.2024 ausläuft, ist bis Ende 2024 mit einer kontinuierlichen Nachfrage nach einem Ersatz durch das T600-System zu rechnen. HUTH bietet einen modularen Austausch an. Dadurch können in vielen Fällen ein Großteil der in den letzten Jahren einzeln hinzuerworbenen technisch aktuellen Komponenten beibehalten werden und damit vielen Kunden der Umstieg auf ein T600-System erleichtert werden. HUTH geht davon aus, dass der aktuelle Kundenstamm beibehalten und ggfs. sogar ausgebaut werden kann, da auch Wettbewerbsprodukte vom Auslaufen der Zulassungsgültigkeit betroffen sind.

Zum Berichtszeitpunkt sind ca. 95% der Alt-Systeme ausgetauscht.

Tankautomat T5010

Der Tankautomat T5010 als Nachfolger des bisherigen HUTH-Produktes T2010 wurde im Jahr 2015 erfolgreich auf dem Markt eingeführt und wird nach wie vor stark nachgefragt. Es werden sowohl neue Standorte aus- als auch bestehende T2010-Standorte auf einen neuen technischen Stand hochgerüstet. Seit 2019 ist bei der Kundschaft aus Rationalisierungsgründen eine verstärkte Nachfrage nach Tankautomaten zu verzeichnen. Dieser Trend hat sich 2022 und bis zum Berichtszeitpunkt über das erwartete Maß hinaus gefestigt.

Hinzu kommt, dass auch das Modell T2010 von HUTH zum Ende 2024 abgekündigt wurde und sich auch dadurch ein erhöhter Austauschbedarf ergab, was zeitweilig zu Lieferengpässen führte, die aber zum Berichtszeitpunkt vollständig beseitigt sind.

Virtuelle Zahlungsverkehrslösungen

Als einer der Pioniere im Tankstellenmarkt hat HUTH mehrere Tankstellennetze mit virtuellen Zahlungsverkehrslösungen auf Basis von Smartphone-Applikationen ausgerüstet. Durch die aktive Mitentwicklung eines Branchenstandards (WEAT MPH) und die frühe Integration der Anbindung an ein bestehendes System verfügt HUTH über eine sehr gute Ausgangssituation für die Ausbringung dieser Lösungen an weite Teile des deutschen Tankstellenmarkts. Bis zum Berichtszeitpunkt konnten deutlich über 2.000 Standorte mit dem MPH-Verfahren ausgerüstet werden. Es werden noch zahlreiche kleinere mittelständische Kunden folgen, wenn sich der Marktstandard bei den Endkunden etabliert hat. Durch Covid-19 sind kontaktlose Zahlungsvarianten, insbesondere "Pay@Pump", noch einmal verstärkt in den Fokus gerückt, wodurch sich der Trend zu solchen Verfahren noch beschleunigt. Weitere Entwicklungen im Bereich "Attended Payment", neue Zahlverfahren abseits der klassischen Zahlmittel und die Möglichkeit, auch im Unattended-Nachtbetrieb mit virtuellen Zahlungslösungen arbeiten zu können, bergen großes Potenzial für weitere Investitionen unserer Kunden.

Zentrale Softwarelösungen / Autorisierungssysteme

Durch die zunehmende Implementierung zentraler Softwarelösungen in Ergänzung bzw. Erweiterung der an den Tankstellen installierten HUTH-Systeme besteht insbesondere bei mittelständischen Gesellschaften eine dauerhaft starke Kundenbindung. Nach wie vor werden hierbei vermehrt zentrale Autorisierungslösungen nachgefragt, mit denen bestehende oder neu aufgesetzte Kartensysteme ergänzend zu etablierten Autorisierungswegen verarbeitet werden können. HUTH bietet hierfür geeignete Lösungen, die individuell an die jeweiligen Projekterfordernisse angepasst werden können.

Mit dem Produkt HUTH:bridge (zuvor HUTH:Connect genannt) hat HUTH eine konsequente Online-Anbindung der Kunden über eine zentrale Softwareplattform etabliert.

Mit der Lösung "Spritbon", die auf HUTH:bridge basiert, greift HUTH schon frühzeitig den Trend zum digitalen Kassenbon auf und nimmt erstmalig ein Dienstleistungsangebot mit ins Portfolio, das auch von Endverbrauchern genutzt wird. Als Ergänzung zu Spritbon wurde eine Schnittstelle zur branchenübergreifenden e-Bon-Lösung anybill geschaffen.

Entwicklung im Tankstellenmarkt / Risiken

Nach aktuellen Erkenntnissen wird sich der Tankstellenmarkt kurzfristig nicht grundlegend verändern. Der Trend geht, den Meldungen der Mineralölgesellschaften und -händler zufolge, weiterhin zur Effizienzsteigerung bestehender Netze. Komplette Neubauprojekte werden durchweg nur noch an Standorten für hochvolumige Tankstellen geplant, die dann jedoch technisch sehr aufwändig ausgerüstet werden. Kleine Standorte werden zum Teil auf reinen Automatenbetrieb umgerüstet, um die Tankstellen ohne permanenten Personaleinsatz weiter betreiben zu können. Beide Entwicklungen begleitet HUTH bereits aktiv im Markt.

Der Bereich der "Neuen Energien" gewinnt jedoch verstärkt an Bedeutung. Er wird sehr langfristig ein potenzielles Risiko für die bisherigen Geschäftsbereiche der HUTH-Kunden darstellen. Durch intensiven Dialog mit der Tankstellenbranche stellen der HUTH-Vertrieb und die Geschäftsleitung sicher, dass frühzeitig Trends erkannt, aufgenommen und in neue Produktideen umgesetzt werden. In dem Bereich LNG (flüssiges Erdgas), H2 (Wasserstoff) und Stromsäulen etabliert HUTH zum Berichtszeitpunkt gemeinsam mit Kunden Lösungen, die die speziellen Abrechnungsanforderungen dieser neuen Energiearten berücksichtigen. Grundsätzlich gehen alle Branchenprognosen von einem weiterhin auf auskömmlichem Niveau agierenden Tankstellenmarkt aus, in dem kurz- und mittelfristig nicht mit grundsätzlichen wirtschaftlichen Schieflagen zu rechnen ist. Aus den Planungsgesprächen mit den Kunden sind weiterhin regelmäßige Investitionstätigkeiten zu erwarten, insbesondere mit Fokus auf mögliche Personaleinsparungen.

HUTH hat den Dienstleistungsbereich verstärkt ausgebaut und ist insbesondere durch Beratungsleistungen und zentrale Softwarelösungen auch langfristig für die Erfordernisse des Marktes gerüstet.

Der Bereich SaaS (Software as a Service) wird mit dem Produkt HUTH:bridge zunehmend an Bedeutung gewinnen und stellt einen guten Ausgangspunkt für die Geschäftsaktivitäten auch über den T600-Rollout hinaus dar. Auch die Produkte für zentrale Tankstellennetzadministration werden in einer Mischung aus Einmalinvestition und laufenden Betreuungsleistungen angeboten.

Durch die Herstellung einer Kompatibilität mit den Hintergrund- und Loyalty-Systemen zweier weiterer großer Mineralölgesellschaften hat HUTH die Voraussetzungen geschaffen, bei potenziellen Markenwechseln von Kundennetzen auch unter einer neuen Gesellschaftsmarke weiterhin Lieferant dieser Tankstellen zu bleiben.

Zukünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Durch die aktuelle und auch zukünftig sich voraussichtlich nicht ändernde weitestgehende Unabhängigkeit von externen Finanzierungen ist HUTH resistent gegen direkte Auswirkungen von Schwankungen am Finanzmarkt. Die mittelfristige gesamtwirtschaftlich positive Prognose stellt für HUTH gute Rahmenbedingungen für die zukünftige Geschäftstätigkeit dar. Die Rekrutierung guter Fachkräfte insbesondere im Service- und IT-Bereich bleibt eine stetig wachsende Herausforderung, um die Position im Wettbewerb halten zu können. Hier unternimmt HUTH dauerhaft Anstrengungen um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren um so neue Mitarbeiter zu gewinnen und diese langfristig an das Unternehmen zu binden. Durch die feste Neueinstellung jüngerer Mitarbeiter und die Anstellung von Werksstudenten werden nach und nach die altersbedingt ausscheidenden Stellen nachbesetzt.

Die Einflüsse durch den Ukraine-Krieg und die dadurch ausgelöste Krise im Zulieferer- und Energiemarkt stellten im Berichtsjahr 2023 keine größere Herausforderung dar.

Ausblick

Die HUTH Elektronik Systeme GmbH sieht einem stabilen Geschäftsjahr 2024 entgegen und geht davon aus, den stetigen Erfolg des Unternehmens auch nach der starken Wachstumsphase von 2019 und 2020 in den kommenden Jahren fortsetzen zu können. Bei leicht rückläufigem Umsatz wird mit einem gleichbleibenden Gewinn gerechnet.

 

Troisdorf-Spich, den 30. September 2024

Ralf Zimmermann, Geschäftsführer

Benno Kerling, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 328.134,00 441.231,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.102,88 52.966,78
II. Sachanlagen 302.031,12 388.264,28
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6,00 6,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.025,12 388.258,28
B. Umlaufvermögen 8.238.232,15 10.069.508,70
I. Vorräte 3.404.657,88 3.346.406,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.620.380,41 2.139.857,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.213.193,86 4.583.244,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.377,22 13.676,60
Summe Aktiva 8.599.743,37 10.524.416,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.233.389,31 3.330.549,25
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 185.491,00 185.491,00
III. Bilanzgewinn 3.997.898,31 3.095.058,25
davon Gewinnvortrag 3.095.058,25 2.013.641,46
B. Rückstellungen 3.733.210,00 4.141.155,00
C. Verbindlichkeiten 633.144,06 3.052.712,11
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 633.144,06 3.052.712,11
Summe Passiva 8.599.743,37 10.524.416,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.970.171,78 16.007.983,08
2. Personalaufwand 9.026.294,50 8.660.458,16
a) Löhne und Gehälter 7.606.177,26 7.290.588,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.420.117,24 1.369.870,01
davon für Altersversorgung 39.680,09 52.536,34
3. Abschreibungen 256.459,35 310.776,06
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 256.459,35 310.776,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.317.863,36 3.113.614,53
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.962,21 332,52
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.325,00 29.879,79
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 25.325,00 29.773,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 438.001,44 1.296.971,73
8. Ergebnis nach Steuern 912.190,34 2.596.615,33
9. sonstige Steuern 9.350,28 15.198,54
10. Jahresüberschuss 902.840,06 2.581.416,79
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.095.058,25 2.013.641,46
12. Ausschüttung 1.500.000,00
13. Bilanzgewinn 3.997.898,31 3.095.058,25

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Huth Elektronik Systeme GmbH hat ihren Sitz in Troisdorf-Spich und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg unter der Nummer HRB 5386 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den größenabhängigen Erleichterungen bei den Bilanzierungs- und Anhangangabepflichten wurde Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit einem Wert von bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% auf den Netto-Forderungsbestand ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Uni-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck (2018 G) verwendet. In 2023 wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 % zugrundegelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung auf Grundlage des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes sowie auf der Grundlage des 7-Jahre-Durchschnittszinssatzes beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 12.844,00.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekanntgegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vj.: TEUR 1.500,0).

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen sind gesondert in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Gewährleistungen, noch zu erbringende Leistungen, rückständigen Urlaub, Gratifikationen, Gutschriften, Provisionen, Kosten des Jahresabschlusses und der Erstellung der Steuererklärungen sowie ausstehende Rechnungen gebildet.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 332.849,94 (Vj.: TEUR 520,7) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 10.690,31 (Vj.: TEUR 14,7) enthalten.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Jahreswert in Höhe von 714864925TEUR 387,6 und einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 aus Mietverträgen über die Geschäftsräume in Troisdorf-Spich. Für das Haus mit der Hausnummer 12 fiel ab März 2023 keine Miete mehr an, da es abgerissen wurde und neu gebaut wird.714864925IFIris FräbelHier müssten Sie die Zahl einsetzen Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Schulungsräume in Höhe von TEUR 17,6, aus Leasing-Verträgen für Fahrzeuge und Büromaschinen in Höhe von insgesamt TEUR 510.5 sowie aus Dienstleistungs- und Wartungsverträgen von insgesamt TEUR 118,1, die Restlaufzeiten von bis zu 35 Monaten nach dem Bilanzstichtag haben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

IV. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 132 Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus wurde eine Auszubildende beschäftigt.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Huth Elektronik Systeme GmbH durch:

Herrn Ralf Zimmermann, staatl. gepr. Betriebswirt, Rösrath

Herrn Benno Kerling, Kaufmann, Köln

 

Troisdorf-Spich, 30. September 2024

Ralf Zimmermann, Geschäftsführer

Benno Kerling, Geschäftsführer

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 , Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 895.865,12 900,00 0,00 896.765,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 443.294,03 0,00 0,00 443.294,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.622.453,58 143.486,10 43.557,22 1.722.382,46
2.065.747,61 143.486,10 43.557,22 2.165.676,49
Summe Anlagevermögen 2.961.612,73 144.386,10 43.557,22 3.062.441,61
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 842.898,34 27.763,90 0,00 870.662,24 52.966,78 26.102,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 443.288,03 0,00 0,00 443.288,03 6,00 6,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.234.195,30 228.695,45 42.533,41 1.420.357,34 388.258,28 302.025,12
1.677.483,33 228.695,45 42.533,41 1.863.645,37 388.264,28 302.031,12
Summe Anlagevermögen 2.520.381,67 256.459,35 42.533,41 2.734.307,61 441.231,06 328.134,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Huth Elektronik Systeme GmbH, Troisdorf-Spich,

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Huth Elektronik Systeme GmbH, Troisdorf-Spich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebricht der Huth Elektronik Systeme GmbH, Troisdorf-Spich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit in Zusammenhang mit Ereignissen und Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter der Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichend geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie von den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich zu den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Köln, den 7. Oktober 2024

Andreas Steinmüller, Wirtschaftsprüfer

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