Zevener Volksbank eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Tostedt GnR 120003
Eingetragen
26.10.1937
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert und von Amts wegen nachträglich eingetragen, nun: Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Aufnahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Immobilien und Reisen; i) den Erwerb sowie ggf. die Erschließung, die Bebauung, die Vermietung, Verpachtung und Verwaltung, die Belastung und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten; j) die Errichtung und der Betrieb von Anlagen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Infrastruktur und Wohnwirtschaft; k) Unternehmensberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Gewinn- und Verlustrechnung

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Zevener Volksbank eG

Zeven

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Zevener Volksbank eG, Zeven

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Der Geschäftszweck der Bank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet rund um Sittensen und Zeven.

Unser Geschäftsmodell fokussiert sich auf das Privat- und das Firmenkundengeschäft. Hierzu werden Produkte und Leistungen sowohl eigenständig als auch aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe angeboten. Ergänzend tätigt die Zevener Volksbank eG Eigengeschäfte zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Konjunktur in Deutschland

Im Jahr 2021 erholte sich die deutsche Wirtschaft weiter von dem durch die Coronapandemie ausgelösten Konjunktureinbruch des 1. Halbjahres 2020. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt expandierte im Vorjahresvergleich um deutliche 2,9 %, nachdem es 2020 um massive 4,6 % zurückgegangen war. Das Wirtschaftswachstum hätte allerdings noch höher ausfallen können, wenn die Konjunktur nicht weiter durch die Folgen der anhaltenden Pandemie gedämpft worden wäre.

Das Wirtschaftsgeschehen wurde 2021 einerseits durch die abermaligen Coronawellen und die im Zuge dieser Wellen zeitweise verschärfte Infektionsschutzmaßnahmen merklich beeinträchtigt, besonders zu Jahresbeginn sowie zum Jahresende. Von den Schutzmaßnahmen waren vor allem die kontaktintensiven Dienstleistungsbereiche betroffen, wie die Reisebranche, die Kreativwirtschaft und das Gastgewerbe. Andererseits bremsten die im Jahresverlauf zunehmenden Rohstoffpreise und Materialknappheiten spürbar die Aktivitäten, insbesondere im produzierenden Gewerbe. Die kräftige und geographisch breit angelegte Konjunkturerholung führte nämlich zu einem ungewöhnlich starken Anstieg der globalen Nachfrage nach Rohstoffen und Vorleistungsgütern, wie Halbleitern, Plastik und Metallen, sowie zu erheblichen Logistikproblemen.

Mit den schrittweisen Lockerungen von Infektionsschutzmaßnahmen im Sommer und den durch Impfungen und Testungen erzielten Fortschritten bei der Pandemiebekämpfung setzte sich die im 2. Halbjahr 2020 begonnene Erholung der privaten Konsumausgaben fort. Begünstigt wurde das Konsumklima auch durch die Lohn- und Einkommenszuwächse vieler Privathaushalte sowie einige fiskalpolitische Maßnahmen, wie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für die meisten Steuerzahler und die Erhöhung des Kindergeldes. Wegen der pandemiebedingt schwierigen Lage im 1. und 4. Quartal konnte der preisbereinigte Privatkonsum auf Jahressicht aber lediglich um 0,1 % zulegen. Die privaten Konsumausgaben verharrten damit im Wesentlichen auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Im Jahr 2020 waren sie um 5,9 % eingebrochen. Der Staatsverbrauch legte hingegen 2021 erneut zu, nicht zuletzt wegen verstärkter Ausgaben im Gesundheitsbereich. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen um 3,1 % und damit in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr.

Nach dem starken Rückgang des Vorjahres um 11,2 % stabilisierten sich die Ausrüstungsinvestitionen 2021 ebenfalls. Angesichts des verbesserten globalen Konjunkturumfelds, der steigenden Auslastung der Wirtschaft und der insgesamt nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen, mit anhaltend niedrigen Zinsen, erhöhten sich die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge um 3,4 %. Das Wachstum der Investitionsausgaben hätte ohne die hohen Rohstoffpreise und Materialengpässe aber deutlich stärker ausfallen können. Dies gilt auch für die Bauinvestitionen, deren langjähriger Aufwärtstrend sich abgeschwächt fortsetzte (+0,7 % nach +2,5 % im Vorjahr). Wichtigste Wachstumsstütze blieb der Wohnungsbau, der weiterhin vom enormen Bedarf an Wohnraum und dem günstigen Finanzierungsumfeld Rückenwind erfuhr. Alles in allem blieben die Investitionsausgaben aber etwas hinter dem vor Ausbruch der Coronakrise in Deutschland im Jahr 2019 erreichten Stand zurück.

Vor dem Hintergrund der voranschreitenden Erholung und wegen der demografisch bedingt wieder zunehmenden Arbeitskräfteknappheiten ging die Arbeitslosigkeit etwas zurück. Die Arbeitslosenzahl sank im Jahresdurchschnitt 2021 gegenüber dem Vorjahr um knapp 82 Tsd. auf rund 2,6 Mio. Menschen. Dies führte zu einem minimalen Rückgang der Arbeitslosenquote von 5,9 % auf 5,7 %. Die Erwerbstätigenzahl blieb hingegen, trotz einer spürbaren Belebung im Sommer, im gesamten Jahr gegenüber 2020 im Wesentlichen unverändert bei rund 44,9 Mio. Menschen.

Nach vielen Jahren mit moderater Entwicklung haben die Verbraucherpreise 2021 merklich angezogen. Die Inflationsrate, basierend auf dem amtlichen Verbraucherpreisindex, stieg nahezu stetig von 1,0 % im Januar auf 5,3 % im Dezember. Im Jahresdurchschnitt verteuerten sich die Preise um 3,1 % und damit so kräftig wie seit 1993, im Nachgang des Wiedervereinigungsbooms, nicht mehr. 2020 hatte die Inflationsrate noch bei 0,5 % gelegen. Für den rasanten Anstieg der Inflationsrate waren verschiedene Sondereffekte verantwortlich, vor allem die Basiseffekte der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung vom 2. Halbjahr 2020 sowie die Ölpreiserholung nach dem Einbruch vom Frühjahr 2020. Auch die bereits erwähnten Lieferengpässe sowie die Einführung der nationalen CO 2 -Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme wirkten spürbar preistreibend.

Finanzmarkt

Der Verlauf der Coronapandemie prägte im Jahr 2021 nicht nur das wirtschaftliche und gesellschaftlich Zusammenleben, sondern auch die Entwicklung der Finanzmärkte. Zum Jahresbeginn belasteten die gesellschaftlichen Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie die Wirtschaft erheblich (ebenso wie zum Jahresende). Die wirtschaftlichen Perspektiven erschienen jedoch aufgrund der Entwicklung und Zulassung mehrerer Impfstoffe gegen das Coronavirus positiv. Im Frühjahr kam es dann zu der erwarteten dynamischen Belebung der Konjunktur. Das Wirtschaftswachstum fiel aber bei Weitem nicht so hoch aus wie zuvor erwartet. Die Konjunktur wurde durch gravierende Materialengpässe gedämpft, die zahlreiche Industriezweige betrafen.

Gleichzeitig stieg die Inflation ab Mitte des Jahres deutlich an. Neben den Materialengpässen waren hierfür auch steigende Energiepreise und mehrere temporäre Sonderfaktoren verantwortlich. In der zweiten Jahreshälfte rückte dann die Debatte über die Gefahr einer Verfestigung der Inflation in den Fokus. Mehrere Notenbanken strafften ihren geldpolitischen Kurs. Die Fed kündigte im Dezember einen schnelleren Ausstieg aus ihren Anleihekäufen an als zuvor geplant. Die Bank of England erhöhte als erste der großen Notenbanken ihren Leitzins. Demgegenüber gab die EZB noch kein klares Bekenntnis zu einem Ausstieg aus ihrer Minuszinspolitik.

Die EZB hat ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs im Jahr 2021 fortgesetzt. Ein wesentlicher Pfeiler hierfür waren massive Anleihekäufe im Rahmen des seit dem Jahr 2014 laufenden Anleihekaufprogramms APP und der im März 2020 beschlossenen zusätzlichen Käufe im Rahmen des pandemiebedingten Notfall-Anleihekaufprogramms PEPP. Die Anleihebestände in den Büchern der EZB erhöhten sich beim APP um rund 200 Mrd. Euro auf 3.100 Mrd. Euro und beim PEPP um 840 Mrd. Euro auf rund 1.600 Mrd. Euro. Zusammengenommen erreichten die Anleihebestände ein Niveau von knapp 40 % des Euroraum-Bruttoinlandsprodukts.

Dem Anstieg der Inflationsrate auf Werte oberhalb der 2-Prozentmarke zum Beginn der zweiten Jahreshälfte und im Dezember auf 5,0 % in der Spitze begegnete die EZB zunächst mit Gelassenheit. Noch Anfang November verwies sie auf die Sonderfaktoren und den mittelfristig nur verhaltenen Inflationsausblick. In den daran anschließenden Wochen wurde das Risiko einer Verfestigung der Inflation aber dann stärker als Risiko wahrgenommen. In der EZB-Ratssitzung im Dezember wurden allerdings nur erste, zaghafte Schritte in Richtung einer Zinswende vorgenommen. Wie erwartet wurde ein reguläres Ende des pandemiebedingten Notfall-Anleihekaufprogramms PEPP zum März 2022 angekündigt. Das pandemieunabhängige Kaufprogramm APP wird aber im Frühjahr 2022 zunächst noch einmal aufgestockt, bevor sich dann die Kaufvolumina im weiteren Verlauf des Jahres wieder verringern. Ein Enddatum für das Programm wurde nicht beschlossen. Eine Zinserhöhung im Jahr 2022 wurde von EZB-Präsidentin Christine Lagarde als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet.

Im Juli 2021 beschloss der EZB-Rat eine Überarbeitung seiner geldpolitischen Strategie. Insgesamt blieben die Veränderungen moderat, dürften aber alles in allem in der aktuellen Situation zu einer leichten Erhöhung der Inflationserwartungen beitragen. Die EZB strebt nun mittelfristig eine Inflationsrate von 2 % an, zuvor war als Ziel eine Teuerungsrate von unter, aber nahe 2 % formuliert worden. Zudem sollen perspektivisch in den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), der zur Messung des vorrangigen Ziels der Geldpolitik verwendet wird, die Kosten selbstgenutzten Wohneigentums einbezogen werden. Bislang werden nur Mietkosten erfasst. In der aktuellen Situation könnte dies nach Proberechnungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat die ausgewiesene Inflationsrate um knapp einen viertel Prozentpunkt erhöhen. Allerdings sind mit der Umsetzung dieses Vorschlags zahlreiche methodische Herausforderungen verbunden, die noch gelöst werden müssen.

Unter dem Eindruck steigender Impfquoten und dem Ende des Lockdowns tendierten die Renditen vom Jahresbeginn bis zum Frühjahr aufwärts. Die zehnjährige Bundrendite erhöhte sich von -0,54 % zum Jahresbeginn auf in der Spitze -0,11 % im Mai. Bis zum Spätsommer ging es mit den Renditen dann wieder bergab. Treiber war der für die Pandemiebekämpfung unzureichende Impffortschritt. Nach einem erneuten Anstieg der Renditen bis in den Oktober hinein mit einem Hoch von -0,12 % ging es dann mit den Sorgen vor der vierten Viruswelle im Herbst und dem Auftauchen der Omikron-Variante mit den Renditen wieder bergab.

Zum Jahresende waren es dann die Notenbanken, die einen erneuten Anstieg der Renditen auslösten. Die Fed straffte im Dezember ihren erst im November festgelegten Tapering-Plan deutlich. Damit wurden an den Märkten mehrere Zinsschritte der US-Notenbanken im Jahr 2022 für wahrscheinlich gehalten, was die Renditen nach oben zog. Gleichzeitig erhöhte sich der Druck auf die EZB, dem US-Vorbild zu folgen und einen konkreten Ausstiegsplan vorzulegen. Obgleich die europäischen Währungshüter wenig greifbare Signale in diese Richtung vorlegten, bewegten sich die Renditen zum Jahresende auch im Euroraum deutlich aufwärts.

Zum Jahresende lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bei -0,18 % und hatte sich damit über das gesamte Jahr hinweg wieder sichtbar in Richtung der Null-Prozentmarke bewegt. Ein Jahr zuvor war die Rendite noch 40 Basispunkte niedriger gewesen. In den USA lag die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen zum Jahresultimo bei 1,50 %, 59 Basispunkte höher als ein Jahr zuvor. Der transatlantische Zinsspread erhöhte sich dadurch im Jahresverlauf wieder, nachdem er sich im Jahr 2021 im Vorjahresvergleich verengt hatte.

Die europäische Gemeinschaftswährung schwächte sich im Jahresverlauf gegenüber dem US-Dollar moderat ab. Eine wesentliche Ursache hierfür waren die unterschiedlichen Wachstums- und Zinsperspektiven der beiden Währungsräume. Die Fed gab im Jahresverlauf immer deutlichere Signale auf einen Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm und daran anschließende Zinserhöhungen. Die EZB beschloss im Dezember einen Ausstieg aus ihrem pandemiebedingten Notfallanleihekaufprogramm PEPP im März 2022, legte sich aber auf keinen Endtermin der verbleibenden Anleihekäufe im Rahmen des pandemieunabhängigen Kaufprogramms APP fest. Ein Ende der Anleihekäufe wurde von ihr als Voraussetzung für Zinserhöhungen genannt. Zum Jahresschluss notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1326 US-Dollar, das waren 7,7 % weniger als ein Jahr zuvor.

Das Aktienjahr 2021 war zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte konnte der DAX substanzielle Zuwächse erzielen. Eine Triebfeder waren die Erfolge von Pharmakonzernen, die wirksame Coronaimpfstoffe herstellen konnten. Damit verbunden war die Erwartung einer schnellen Erholung der Wirtschaft und einer Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens. Wichtige Impulse gingen auch von dem gigantischen Fiskalpaket des im Januar 2021 inaugurierten US-Präsidenten Joe Biden aus. Der DAX überwand Ende März erstmals die Marke von 15.000 Punkten und lag am Ende der ersten Jahreshälfte bei 15.531,04 Punkten, dies entspricht einem Plus zum Jahresbeginn um 13,2 %. Nicht an dem Boom teilhaben konnten Unternehmen aus dem Freizeit- und Reisebereich.

Im November erzielte der DAX mit 16.251 Punkten einen historischen Höchststand. Bis zum Jahresende gab er dann wieder etwas nach. Negativ auf die Aktienkurse wirkte zum Ende des Jahres vor allem die neue Coronavariante Omikron, die zwar schon früh mit weniger schweren Krankheitsverläufen verbunden wurde, sich gleichzeitig aber als deutlich ansteckender herausstellte. Daher wurde mit Omikron die Sorge breiter Produktionsausfälle verbunden, ähnlich wie bei einem wirtschaftlichen Lockdown. Zum Jahresende schloss der DAX mit 15.884,86 Punkten, damit lag er 2,3 % höher als zur Jahresmitte. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs um 15,8 %. Im gleichen Zeitraum legte der Dow Jones um 18,7 % auf 36.338,30 Punkte zu.

Kreditgenossenschaften

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland stand im Jahr 2021 im zweiten Jahr in Folge im Zeichen der Coronapandemie.

Mit dem wirtschaftlichen Erholungskurs konnten die 772 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken im zurückliegenden Geschäftsjahr kräftig in allen Bereichen zulegen. Kredit- und Einlagenbestände haben auch 2021 stark zugenommen und setzen den Wachstumstrend der Genossenschaftsbanken der vergangenen Jahre fort.

Der prozentuale Zuwachs im Kreditgeschäft der Genossenschaftsbanken erreichte mit 6,9 % eine neue Rekordmarke (ein Plus von 46 Milliarden Euro). Insgesamt haben die Genossenschaftsbanken per Ende 2021 Kredite in Höhe von 710 Milliarden Euro herausgegeben.

Die Genossenschaftsbanken steigerten ihre Kundeneinlagen seit Dezember 2020 um 43 Milliarden Euro oder 5,4 % auf 833 Milliarden Euro.

Den Genossenschaftsbanken ist es im Jahr 2021 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem deutlichen Plus von 4,7 % auf 59 Milliarden Euro zu steigern. Die Rücklagen legten um 3,1 % auf 44 Milliarden Euro zu, die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 9,6 % auf 15 Milliarden Euro. Mit dieser Eigenkapitalausstattung verfügen die Genossenschaftsbanken über ausreichende Wachstumsspielräume, um den Kreditwünschen der Privatkunden sowie gleichermaßen auch den Firmenkunden als Motor der einsetzenden wirtschaftlichen Erholungsphase auch in Zukunft gerecht zu werden.

Die anhaltende Coronapandemie wirkte sich weiter einschneidend auch auf das Kundennutzungsverhalten von Filialen aus. Kunden und Mitglieder gingen seltener persönlich in die Zweigstellen und nutzten stattdessen immer mehr die digitalen Angebote und Services für ihre Bankgeschäfte. Digital-persönliches Banking im Kunden-Service-Center wurde als Zugangsweg von den Kunden verstärkt genutzt. Die gesunkene Filialnutzung sowie die weiter voranschreitende Nutzung der Digitalisierung verminderten die Kundenkontakte in der Filiale deutlich und zeigen sich parallel auch in einem grundlegenden Strukturwandel bei den personenbesetzten Zweigstellen, wenngleich sich dieser Effekt im Jahr 2021 im Vergleich zum ersten Pandemiejahr 2020 weniger dynamisch auswirkte: Die Zahl der Zweigstellen sank auf 7.302 (Veränderung zu Vorjahr -450 Zweigstellen, -5,8 %). Die Zahl der Bankstellen (Hauptstellen plus personenbesetzte Zweigstellen) sank um 492 (-5,7 %) auf 8.074 Bankstellen.

Regionale Lage

Die Zevener Volksbank eG liegt in zentraler Lage zwischen Hamburg und Bremen im Landkreis Rotenburg (Wümme) mit den Autobahnanschlüssen Sittensen, Bockel und Elsdorf an der A1. Der Landkreis Rotenburg (Wümme) hat sich in den letzten Jahrzehnten überdurchschnittlich entwickelt. Dies spiegelt sich in der seit Jahren unter dem Bundes- (5,1 %) und Landesdurchschnitt (5,0 %) liegenden Arbeitslosenquote von 3,2 % (Dezember 2021) wider. Von besonderer Bedeutung sind das Nahrungsmittelgewerbe, die Landwirtschaft, das Handwerk und die Logistik. Durch die Branchenstruktur kleiner und mittelgroßer Betriebe werden hier Beschäftigungsmöglichkeiten geboten. Die wirtschaftlichen Zentren sind Rotenburg (Wümme), Bremervörde, Zeven und Sittensen. In den wirtschaftlichen Zentren Zeven und Sittensen hat die Zevener Volksbank ihre größten Filialen ansässig mit den meisten Mitarbeitern/innen. Zusätzlich gibt es die Filialen in Heeslingen, Tarmstedt und Selsingen.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mit Hilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank, gemessen an der durchschnittlichen Bilanzsumme. Wir definieren das Betriebsergebnis vor Bewertung als Saldo der ordentlichen Aufwendungen und Erträge aus dem Bankgeschäft. Bewertungsergebnisse aus dem Wertpapier- und Kundenkreditgeschäft sind nicht enthalten. Einmalige Investitionen, die in die Zukunft gerichtet sind, sind dem außerordentlichen Ergebnis zugerechnet.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen. Zudem zahlt das Wachstum auf die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts im aktuellen Niedrigzinsumfeld ein. Wir haben im Jahr 2021 die geplante Steigerung der Kundeneinlagen mit einer Wachstumsrate von 2,64 % übertroffen. Im Kundenkreditgeschäft konnte der Planwert in Höhe von 1,78 % ebenfalls überschritten werden.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR.

Daneben haben wir folgende nichtfinanzielle Leistungsindikatoren definiert:

Als strategisches Ziel dient uns das Klassifizierungsverfahren der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG). Die von uns geplante bestmögliche Einstufung A++ werden wir voraussichtlich für 2021 erreichen.

Unser weiterer wichtiger nicht finanzieller Leistungsindikator ist die Mitarbeiterzufriedenheit. Wir messen regelmäßig die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter anhand einer Befragung. Unser Zielwert liegt bei einer Zufriedenheit von 70 %. Die letzte Befragung erfüllte den Soll-Wert.

Zum 31.12.2021 beschäftigte die Zevener Volksbank eG 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 9 Auszubildende zur/m Bankkauffrau/Bankkaufmann sowie 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit. 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Altersteilzeitregelung in Anspruch genommen.

Die Betriebszugehörigkeit zum 31.12.2021 setzt sich folgendermaßen zusammen:

Betriebszugehörigkeit Anzahl
unter 5 Jahre 21
5 bis unter 10 Jahre 7
10 bis unter 25 Jahre 27
ab 25 Jahre 61
Gesamt 116

Die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden in einer Gesamt-Seminarplanung jährlich budgetiert. Gemessen an einem Budget für Aus- und Weiterbildung von 140 TEUR p. a. und einer durchschnittlichen Anzahl von Fortbildungstagen je Mitarbeiter/in (außer Reinigungspersonal und technische Dienste) von 2,97 Tagen zeigt sich der hohe Stellenwert für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Bank.

Die Arbeit von gemeinnützigen Institutionen aus der Region und für die Region fördern wir mit der Vergabe von Gewinnsparzweckerträgen, aus eigenen Mitteln, aus gemeinnützigen Stiftungen der Volks- und Raiffeisenbanken und aus eigenen Mitteln der Bürgerstiftung Zevener Volksbank. Die Gesamtsumme aller Maßnahmen umfasste in 2021 ca. 142 TEUR in Form von Sach- und Geldzuwendungen.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2021 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verbesserte sich von 4.699 TEUR auf 5.136 TEUR. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS betrug 0,77 % (Vorjahr 0,72 %). Die CIR lag im Geschäftsjahr 2021 bei 70,8 % (Vorjahr: 71,8 %). Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 15,34 %, während im Vorjahr eine Quote von 16,51 % zu verzeichnen war. Hintergrund ist das Wachstum im Kundenkreditgeschäft, das sich auch in der Steigerung der Bilanzsumme widerspiegelt.

Die Entwicklung aller bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt im Rahmen unserer ursprünglichen Planung.

Berichtsjahr 2020 Veränderung zu 2020
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 682.906 647.757 35.149 5,4
Außerbilanzielle Geschäfte *) 47.806 29.920 17.885 59,8

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen).

Die Steigerung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Kundenforderungen. Im Passivbereich hat der Anstieg der kurzfristigen Kundeneinlagen und die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten maßgeblich dazu beigetragen (siehe nachfolgende Tabellen).

Die außerbilanziellen Geschäfte liegen über Vorjahresniveau, was auf den Anstieg der unwiderruflichen Kreditzusagen zurückzuführen ist.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2020 Veränderung zu 2020
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 425.662 387.046 38.615 10,0
Wertpapieranlagen 163.311 166.676 -3.365 -2,0
Forderungen an Kreditinstitute 21.742 29.859 -8.117 -27,2

In 2021 konnten Kundendarlehen insgesamt in Höhe von 121.748 TEUR gewährt werden, davon wurden Baudarlehen (inkl. KfW-Darlehen) im privaten Bereich in Höhe von 33.130 TEUR und im gewerblichen Bereich in Höhe von 29.890 TEUR ausgegeben.

Entsprechend unserer regionalen Ausrichtung sind die landwirtschaftlichen Kredite in der Branchenbetrachtung mit 17,6 % am stärksten vertreten, gemessen an der Kreditinanspruchnahme.

Der Anteil der 10 größten Kundenkreditnehmer gemessen an der gesamten Kunden-Kreditinanspruchnahme beträgt 16,0 %.

Unser Wertpapierbestand hat sich geringfügig reduziert. Der größte Teil des Wertpapierbestandes ist zu 60,3 % der Liquiditätsreserve zugeordnet. Die Investmentfondsanteile in Höhe von 59.745 TEUR sind dem Anlagevermögen zugeordnet.

Die Forderungen an Kreditinstitute verringerten sich aufgrund von fälligen Termingeldern.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2020 Veränderung zu 2020
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 128.903 110.680 18.222 16,5
Spareinlagen 111.147 116.134 -4.987 -4,3
andere Einlagen 369.608 351.262 18.346 5,2

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Vergleich zum Vorjahr um 18.222 TEUR erhöht. Dies resultiert durch die zusätzliche Aufnahme von Refinanzierungen, die zur Finanzierung von Konsortialkreditgeschäften genutzt wurden.

Wesentliche Veränderungen im Passivgeschäft haben sich insbesondere bei den Sichteinlagen ergeben, die um 18.346 TEUR angestiegen sind. Die Spareinlagen sind hingegen um 4.987 TEUR gesunken, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass diese nicht mehr aktiv angeboten werden.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2020 Veränderung zu 2020
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 500 419 81 19,2
Vermittlungserträge 2.871 2.472 399 16,1
Erträge aus Zahlungsverkehr 2.995 2.949 45 1,5

Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft erhöhten sich unter anderem durch die starke Nachfrage im Rahmen des Kommissionsgeschäftes mit unseren Kunden.

Die Steigerung der Vermittlungserträge resultiert im Wesentlichen aus dem Kreditvermittlungsgeschäft und dem Vermittlungsgeschäft zur Union Investment.

Erträge aus dem Zahlungsverkehr konnten leicht gesteigert werden.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2020 Veränderung zu 2020
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 11.384 10.700 684 6,4
Provisionsüberschuss 2) 6.108 5.631 477 8,5
Verwaltungsaufwendungen 11.067 10.966 101 0,9
a) Personalaufwendungen 7.255 7.368 -113 -1,5
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.812 3.598 214 5,9
Bewertungsergebnis 3) -485 -757 272 35,9
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.675 3.515 1.160 33,0
Steueraufwand 1.837 1.349 488 36,2
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.500 1.000 500 50,0
Jahresüberschuss 1.337 1.166 172 14,7

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Das Zinsergebnis ist um 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert worden. Im einem Umfeld extrem niedriger Marktzinsen haben sich die Erträge aus Kundenforderungen, Eigenanlagen und Beteiligungen um 149 TEUR erhöht. Dies resultiert u.a. aus höheren Beteiligungserträgen.

Der Zinsaufwand konnte um 535 TEUR im Vergleich zum Vorjahr abermals reduziert werden. Dies resultiert aus dem allgemein sinkenden Zinsniveau und der Vereinnahmung von Negativzinsen im Bereich öffentlicher Refinanzierungen.

Der Provisionsüberschuss hat sich um 8,5 % erhöht. Besonders hervorzuheben sind die Vermittlungsprovisionen der Union Investment mit einer Erhöhung um 289 TEUR, die Vermittlungsprovisionen aus den Kreditvermittlungen mit einer Erhöhung um 132 TEUR sowie die Vermittlungsprovisionen aus dem Wertpapiergeschäft um 81 TEUR.

Der Personalaufwand hat sich geringfügig um 113 TEUR reduziert.

Der andere Verwaltungsaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 214 TEUR erhöht. Die Erhöhung resultiert aus allgemeinen Kostensteigerungen.

Das negative Bewertungsergebnis aus dem Kredit- und Wertpapiergeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 272 TEUR reduziert.

Insgesamt ist das Ergebnis der normalen Geschäftstätgikeit aus den vorher genannten Gründen um 1.160 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Jahresüberschuss liegt folglich oberhalb des Vorjahresniveaus.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur der Bank ist im Wesentlichen geprägt durch eine stetige Zunahme der Sichteinlagen unserer Kunden. Im Berichtsjahr war eine Erhöhung um 18.822 TEUR zu verzeichnen. Die Bedeutung der Spareinlagen in Relation zur Bilanzsumme ist, trotz rückläufigem Volumen, immer noch hoch. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind geprägt durch zweckgebundene Refinanzierungsmittel. Gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte mit der Bundesbank und Refinanzierungsdarlehen bei der DZ BANK haben ein Volumen von 65.000 TEUR.

Investitionen

Am 07. Februar 2022 wurde ein Vermietungsobjekt in Bremen mit einem Wert von 4.441 TEUR fertiggestellt. Hier wurden bereits in den Vorjahren 2.975 TEUR an Mitteln gezahlt.

Zudem besteht noch eine offene Kapitaleinlage in unser Tochterunternehmen der ZVB Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG in Höhe von 1.244 TEUR. Unsere bisher geleistete Einlage beläuft sich auf 306 TEUR. Hintergrund der Investition ist die Beteiligung an erneuerbaren Energien.

Liquidität

Die von uns getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung der Liquiditätsdeckungsquote sind angemessen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Berichtserstattung über die Liquidität nach Teil 6 der CRR wurden beachtet.

Wir waren jederzeit in der Lage unseren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeiten nachzukommen. In Anbetracht der derzeit vorhandenen Liquiditätsreserven und Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund sowie den vorhandenen Refinanzierungsmöglichkeiten über die Europäische Zentralbank ist mit Störungen der Zahlungsfähigkeit nicht zu rechnen.

Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) im Berichtszeitraum wiesen ausnahmslos einen Wert über 100 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 171 %.

Zusätzlich haben wir interne Grenzen festgelegt, die den etwaigen Liquiditätsengpass definieren und an den gewünschten Überlebenshorizont gekoppelt sind. Die internen Grenzen wurden im Berichtsjahr ausnahmslos eingehalten.

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen gesichert.

Erhöhte Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben, den erwirtschaften Rücklagen und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital in allen Bestandteilen gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich von 9,76 % (Vorjahr) auf 9,84 % erhöht.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2020 Veränderung zu 2020
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 67.203 63.210 3.994 6,3
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 70.496 67.517 2.979 4,4
Harte Kernkapitalquote 14,0 % 14,9 %
Kernkapitalquote 14,0 % 14,9 %
Gesamtkapitalquote 15,3 % 16,5 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die von uns getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des harten Kernkapitals, des Kernkapitals sowie des Ergänzungskapitals im Rahmen des bankenaufsichtsrechtlichen Meldewesens sind angemessen. Nach den vertraglichen und satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Aus der Kapitalplanung ergeben sich keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf.

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2020 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 64.773 48.148 16.625 34,5
Liquiditätsreserve 98.538 118.528 -19.990 -16,9

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 63 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 37 % auf andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden überwiegend der Liquiditätsreserve zugeordnet und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Der Aktivposten 6 beinhaltet Anteile an Investmentfonds in Höhe von 59.745 TEUR, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind.

In Anbetracht des bis Ende 2021 anhaltenden Niedrigzinsniveaus wurde bei den Anlagen auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als gut, da die Ziele unserer finanziellen Leistungsindikatoren, insbesondere in Bezug auf die Ertragslage, weitestgehend erreicht wurden. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden, überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Sowohl beim Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung erfüllt. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr eingehalten. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten Vertrieb und Handelsgeschäfte.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig überprüft. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken unter Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtssystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit.

Unser Risikotragfähigkeitskonzept orientiert sich dabei an einer periodischen Ableitung des Risikodeckungspotenzials aus der Geschäftsstrategie und dem Kapitalplanungsprozess. Das Risikodeckungspotenzial wird monatlich ermittelt. Ergänzend zur GuV-orientierten Steuerung werden auch barwertnahe Steuerungsansätze simuliert.

Die Risikomessung erfolgt überwiegend mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entspricht den Anforderungen des Artikels 435 CRR. Die Geschäfts- und Risikostrategie wird dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von 5 Jahren zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko stellt das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen oder anderen schuldrechtlichen Instrumenten dar. Es beinhaltet das Kreditrisiko, das Emittentenrisiko und das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos).

Das Kreditrisiko reflektiert die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Migration oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen. Dabei wird ausschließlich auf die potenzielle Erfolgswirkung abgestellt.

Das Adressenausfallrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten und hat ein erhöhtes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Adressenausfallrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im Wesentlichen VR-Rating). Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitige Maßnahmen einleiten.

Die Bank ermittelt monatlich mit Hilfe des Moduls Kreditportfoliomodell für Kundengeschäfte (KPM-KG) unter VR-Control einen erwarteten und einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die aggregierten Blankoanteile in den Risikoklassen bzw. -gruppen des Forderungsbestandes als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Branchenparameter zugrunde liegen.

Das Adressenausfallrisiko bei Eigenanlagen ermitteln wir im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG). Die Berechnungen basieren auf verschiedenen Marktpartnersegmenten, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen.

Der berechnete erwartete Verlust wird bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials berücksichtigt und regelmäßig mit dem aufgelaufenen Bewertungsergebnis verglichen. Sofern höhere Belastungen als erwartet auftreten, wird der Überschreitungsbetrag von dem Risikodeckungspotenzial abgesetzt.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ Bank auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko umfasst das Risiko aus nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse), in deren Folge sich Abweichungen vom geplanten Ergebnis ergeben. Dabei wird ausschließlich auf die Erfolgswirkung abgestellt.

Das Zinsänderungsrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann.

Das Währungsrisiko hat aktuell keine Bedeutung für die Bank.

Im Rahmen der GuV-orientierten Steuerung des Zinsspannenrisikos werden monatlich die Veränderung des Zinsergebnisses zum Jahresende und für das Folgejahr unter Berücksichtigung verschiedener Zinsszenarien simuliert. Grundlage der Berechnung sind eigene statistisch ermittelte Zinselastizitäten sowie die erwartete Geschäftsstruktur. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VRControl.

Für die Risiko- und Stressmessung nutzt die Bank die von der parcIT zur Verfügung gestellten VR-Zinsszenarien. Diese beschreiben mögliche Entwicklungen am Zinsmarkt.

Auf Basis der vorgenannten Zinsszenarien werden zur Quantifizierung des Zinsspannenrisikos Simulationsrechnungen vorgenommen. Dabei werden beim Risikoszenario und bei den Stressszenarien das jeweils schlechteste Ergebnis bezogen auf die Summe der Marktpreisrisiken dargestellt.

Zur Simulation von Kursänderungsrisiken bei verzinslichen Wertpapieren nutzt die Bank die vorgenannten verschiedenen Veränderungen der Zinsstrukturkurve. Aus den Zinsentwicklungsszenarien werden entsprechende Verschiebungen der Zinsstruktur abgeleitet. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe der Module ZIABRIS und ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Für die Beurteilung des strategischen Zinsbuches wird das Barwertkonzept eingesetzt. Für die wesentlichen variablen Positionen hat die Bank Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Risiken werden nach der Veränderung des Barwertes des Zinsbuches mit dem Value-at-Risk Ansatz gemessen. Der Value-at-Risk für das strategische Zinsbuch basiert auf der historischen Simulation mit einem Beobachtungszeitraum von 1500 Tagen (gespiegelt). Das Konfidenzniveau ist mit 99 % bei einer Haltedauer von 63 Tagen festgelegt.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungsrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests führen wir anhand institutseigener, marktweiter und kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert.

Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus von der Bank anhand von Fälligkeitslisten, Cashflow-Ermittlungen sowie täglicher Einsicht in die Liquiditätskonten überwacht.

Das Liquiditätsrisiko wird anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung einer Mindest-LCR-Quote von 125 % definiert.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite implementiert. Die Anrechnung der Liquiditätsrisiken erfolgt im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes der Bank durch die Berücksichtigung eines Risikopuffers.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich hohes Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus.

Bezogen auf das Refinanzierungsrisiko sieht die Bank keine wesentlichen Herausforderungen.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien (Risikohandbuch) fixiert und kommuniziert.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom IT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem IT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten und individuellen Verträgen.

Für operationelle Risiken werden angemessene Beträge in der Berechnung der Risikotragfähigkeit berücksichtigt.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Das Risiko hat eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein mittleres Schadenspotenzial.

Sonstige Risiken

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wurden alle bankspezifischen und nicht bankspezifizierten Risiken hinsichtlich der Wesentlichkeit analysiert. Aufgrund der durchgeführten Untersuchungen stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aus der Verwendung von Finanzinstrumenten resultieren keine Risiken.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit unter den von uns definierten Risikoszenarien und den von uns simulierten Stressszenarien gegeben.

Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Risikolage der Bank und der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- und Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage trotz der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Mit dem Angriff durch Russland am 24. Februar 2022 hat die Ukraine den Kriegszustand ausgerufen. Die aktuelle Situation ist geprägt von geopolitischen Spannungen, die weltweit in die Volkswirtschaften ausstrahlen. So haben zum Beispiel die Europäische Union sowie die USA zwischenzeitlich umfangreiche Sanktionspakete verabschiedet und verhängt. Es ist nicht auszuschließen, dass auf Ebene der Wirtschaftspolitik weitere Maßnahmen beschlossen werden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Wirtschaftlichkeit des Handelns der Marktteilnehmer in den betroffenen Wirtschaftsräumen haben können. Ein Ende, dieser durch Ungewissheit geprägten Situation, ist nicht absehbar.

In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank niederschlagen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen.

Die weitere Entwicklung ist aktuell noch ungewiss und muss intensiv beobachtet werden.

Den dargestellten Risiken stehen folgende Chancen gegenüber:

Möglichkeiten einer positiven künftigen Entwicklung sieht die Bank in der Ausweitung des zinsabhängigen Kundengeschäftes und zunehmend im zinsunabhängigen Geschäft. Bedeutende Geschäftsfelder sind die Finanzierung des gewerblichen Mittelstandes sowie die private Wohnbaufinanzierung. Günstige Rahmenbedingungen sind durch unsere Kundennähe vorhanden, sodass das geplante Wachstum im bilanziellen Geschäft erreicht werden kann.

D. Prognosebericht

Hinsichtlich unserer Prognose gehen wir von einer konstanten Ertragslage in 2022 aus. Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus und eines um ca. 5,70 % steigenden Geschäftsvolumens bei ansonsten unveränderter Geschäftsstruktur prozentual annähernd konstant bleiben.

Für das Jahr 2022 wird dabei ein prozentuales Wachstum im Kundenkreditgeschäft von ca. 4,25 % und bei den Kundeneinlagen von ca. 0,75 % angenommen. Des Weiteren sind Zuwächse im Konsortialkreditgeschäft geplant.

Daneben sehen wir einen absolut leicht steigenden Provisionsüberschuss von 6.317 TEUR vor. Der in der Planung zugrunde gelegte Zuwachs soll u.a. durch Bestandsprovisionen realisiert werden.

Beim Personalaufwand haben wir eine reguläre tarifliche Steigerung der Gehälter um 1,50 % sowie Effekte aus bereits geschlossenen Altersteilzeitverträgen berücksichtigt.

Die Höhe der Sachaufwendungen soll im Jahr 2022 auf Basis detaillierter Budgets geringfügig sinken.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2022 bis 2026 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die Änderungen der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Jahr 2022 und in Folgeperioden erfüllt werden.

Für das Jahr 2022 erwarten wir ein verbessertes BE vor Bewertung um ca. 500 TEUR im Vergleich zu 2021. Für den Leistungsindikator CIR prognostizieren wir eine etwas verbesserte Entwicklung.

Die für 2022 geplante Gesamtkapitalquote wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 geringfügig steigen.

Wir weisen darauf hin, dass die Ausführungen in dem Abschnitt ''Prognosebericht'' auf unseren Einschätzungen vor Eintritt des Russland-Ukraine-Konflikts beruhen.

Es finden im Jahr 2022 konkrete Fusionsgespräche zwischen der Zevener Volksbank eG und der Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland mit dem Ziel der Verschmelzung zum 01.01.2023 statt.

 

Zeven, 30. Mai 2022

Zevener Volksbank eG

Der Vorstand

Jochen Johannsen

Sascha Steffen

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2021

Zevener Volksbank eG, Zeven

Genossenschaftsregisternummer 120003 beim Amtsgericht Tostedt

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 3.835.857,15 5.116
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 38.808.612,66 31.129
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 38.808.612,66 (31.129)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 42.644.469,81 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 9.629.382,87 12.740
b) andere Forderungen 12.112.589,93 21.741.972,80 17.119
4. Forderungen an Kunden 425.661.808,87 387.046
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 176.612.590,24 (151.833)
Kommunalkredite 711.491,02 (1.006)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 11.196.984,05 12.265
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 11.196.984,05 (12.265)
bb) von anderen Emittenten 92.368.961,08 103.565.945,13 111.291
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 47.200.156,71 (50.379)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 103.565.945,13 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 59.745.263,06 43.121
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 12.248.871,12 12.249
darunter:
an Kreditinstituten 36.720,00 (37)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 65.850,00 12.314.721,12 66
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 0,00 (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 330.613,67 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 5.030,78 11
darunter: Treuhandkredite 5.030,78 (11)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0
12. Sachanlagen 16.134.692,55 14.843
13. Sonstige Vermögensgegenstände 702.042,31 681
14. Rechnungsabgrenzungsposten 59.081,77 78
Summe der Aktiva 682.905.641,87 647.757

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 128.902.502,26 128.902.502,26 110.680
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 103.893.100,32 108.504
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 7.253.472,05 111.146.572,37 7.630
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 364.161.158,40 345.339
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 5.447.329,96 369.608.488,36 480.755.060,73 5.923
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 5.030,78 11
darunter: Treuhandkredite 5.030,78 (11)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 365.199,85 350
6. Rechnungsabgrenzungsposten 90.893,89 55
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 3.092.795,00 3.070
b) Steuerrückstellungen 411.032,00 942
c) andere Rückstellungen 2.079.944,82 5.583.771,82 2.043
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 25.500.000,00 24.000
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 6.693.912,24 5.352
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 16.935.000,00 16.375
cb) andere Ergebnisrücklagen 17.636.805,90 34.571.805,90 17.067
d) Bilanzgewinn 437.464,40 41.703.182,54 416
Summe der Passiva 682.905.641,87 647.757
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 1.703.746,74 1.798
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 1.703.746,74 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 46.102.194,54 46.102.194,54 28.123
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 9.351.300,22 9.632
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.294.214,64 10.645.514,86 1.438
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen -19.404,95 (-18)
2. Zinsaufwendungen 634.342,91 10.011.171,95 1.170
darunter: erhaltene negative Zinsen 361.160,28 (80)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 960.717,18 782
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 412.383,58 18
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 1.373.100,76 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 6.565.660,29 6.041
6. Provisionsaufwendungen 457.817,10 6.107.843,19 410
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 253.421,98 348
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.829.363,89 5.940
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.425.703,24 7.255.067,13 1.427
darunter: für Altersversorgung 374.115,12 (376)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.812.215,65 11.067.282,78 3.598
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 877.949,62 933
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 640.368,57 508
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 321.911,67 662
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -321.911,67 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 163.300,14 95
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -163.300,14 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.674.725,10 3.515
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.807.251,09 1.271
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 30.009,61 1.837.260,70 79
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.500.000,00 1.000
25. Jahresüberschuss 1.337.464,40 1.166
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
1.337.464,40 1.166
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
1.337.464,40 1.166
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 450.000,00 375
b) in andere Ergebnisrücklagen 450.000,00 900.000,00 375
29. Bilanzgewinn 437.464,40 416

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Zevener Volksbank eG, Zeven

A. Allgemeine Angaben

Die Zevener Volksbank eG mit Sitz in Zeven ist beim Amtsgericht Tostedt unter der Genossenschaftsregisternummer 120003 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (nachstehenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute

Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die als strukturiert bezeichneten Festgeldanlagen, die aufgrund bestehender Kündigungsrechte ein Zinsänderungsrisiko enthalten, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert und bewertet.

Forderungen an Kunden

Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Ergänzend zu dieser nach vergangenheitsorientierter Betrachtungsweise gebildeten Pauschalwertberichtigung bestehen zusätzliche Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB, die für die künftige - ab dem Jahresabschluss per 31. Dezember 2022 - verpflichtende Anwendung des IDW RS BFA 7 (Pauschalwertberichtigungen bei Kreditinstituten) zur Verfügung stehen.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten Schuldverschreibungen und andere festverzinslichen Wertpapiere sowie andere nicht festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet worden sind, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt worden sind.

Die wie Anlagevermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden mit dem Einlösungskurs bewertet. Anschaffungskosten über pari wurden in den Vorjahren auf den Einlösungskurs abgeschrieben.

Die wie Anlagevermögen behandelten anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere wurden mit dem Buchwert des letzten Bilanzstichtages bewertet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wäre eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2021 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren.

Bei Gebäuden wurde die planmäßige Abschreibung linear vorgenommen. Bewegliches Sachanlagevermögen wurde bis einschließlich des Geschäftsjahres 2009 dem jeweiligen Steuerrecht folgend degressiv oder linear abgeschrieben. Neuanschaffungen des beweglichen Sachanlagevermögens wurden ab dem Geschäftsjahr 2010 linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 (bis 31.12.2017: EUR 150) wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 (bis 31.12.2017: EUR 150) und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Transitorisch gezahlter Aufwand wurde zeitanteilig auf die Wirtschaftsjahre verteilt, wobei der Anteil für das Folgejahr in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt wurde.

Aktive latente Steuern

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Nominalwert einer Forderung und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag wurden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedbetrag wird grundsätzlich auf 5 Jahre verteilt.

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem höheren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Passive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik in Höhe von 1,17 % zugrunde gelegt. Die Pensionszusagen erfolgten auf Grundlage der Satzung der Versorgungslasten-Ausgleichskasse (VLAK) Hannover. VLAK-Anteile werden alle 3 Jahre angepasst (Riehl-Faktor). Die derzeit gültige Anpassung wurde zum 1. Januar 2022 beschlossen.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,86 % (Vorjahr 2,30 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2021 festgelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt EUR 147.406.

Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Zinssatz von 1,33 % p. a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt. Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegt ein Gehaltstrend von 2,25 % p. a. zugrunde.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden auf der Basis von versicherungsmathematischen Gutachten gebildet. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected Unit Credit Method zugrunde gelegt. Dabei wurde gemäß der Vererinfachungsregel ein Rechnungszins von 1,33 % p. a. berücksichtigt sowie ein Gehaltstrend von 2,25 % p. a.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Bei den bilanzierten Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten lag jeweils eine besondere Deckung vor.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird abweichend vom Vorjahr aufgrund zunehmender Bedeutung und geänderter Rechtsauffassungen nicht mehr im Anhang, sondern in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.629 0 (a) 0 (a) 100.629
0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 18.774.500 1.940.448 (a) 0 (a) 20.714.948
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.012.967 273.805 (a) 0 (a) 5.079.073
0 (b) 207.700 (b)
Summe a 23.888.096 2.214.253 (a) 0 (a) 25.894.650
0 (b) 207.700 (b)
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag
Geschäftsjahr (a) Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.902 1.727 (a) 0 (a) 0 (a) 100.629 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 5.233.161 507.620 (a) 0 (a) 0 (a) 5.740.781 14.974.168
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.710.951 368.603 (a) 0 (a) 0 (a) 3.918.548 1.160.525
0 (b) 0 (b) 161.006 (b)
Summe a 9.043.014 877.950 (a) 0 (a) 0 (a) 9.759.958 16.134.693
0 (b) 0 (b) 161.006 (b)
Buchwerte zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 48.120.453 16.624.810 64.745.263
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 12.314.721 0 12.314.721
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 330.614 330.614
Summe b 60.435.174 16.955.424 77.390.598
Summe a und b 75.280.257 93.525.291

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 20.482.432 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 12.591.768 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 12.483.430 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 103.565.945 83.465.318 20.100.627 0

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang:

Nicht festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens (A 6) mit einem Buchwert von TEUR 10.171 und einem beizulegenden Wert von TEUR 9.527. Der beizulegende Wert entspricht dem aktuellen Börsen- und Marktpreis.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind unterblieben, da die aktuellen Kurse im Vergleich zu den historischen Verläufen nicht auf eine Wertminderung von Dauer hindeuten. Ebenfalls sind aus den jeweiligen Zusammensetzungen der Fondsportfolios aus heutiger Sicht keine nachhaltigen Wertminderungen zu erwarten.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 115.800 68.151

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent aufgegliedert nach Anlagezielen

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel Wert der Anteile i. S. §§ 168, 278 oder 286 Abs. 1 KAGB oder vergleichbarer ausländischer Vorschriften (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. Erzielung einer angemessenen Rendite und marktgerechter Erträge 50.374.669 800.138 563.140

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen für den Fall außergewöhnlicher Umstände, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen lassen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2021 wie folgt:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) NGB AG & Co. KG, Hannover 0,62 Geschäftsjahr 2020/2021 1.750.405 Geschäftsjahr 2020/2021 60.746
b) VR Beteiligungsgesellschaft Norddeutschland mbH, Hannover 0,30 2020 261.410 2020 -37
c) ZVB Management GmbH, Zeven 100,00 2021 25 -
d) ZVB Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Zeven 100,00 2021 306 -

Mit den unter Buchstaben c) und d) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 11.999.389 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 1.160.525 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2021
EUR
Provisionsforderungen gegenüber der Union Investment Service Bank AG 594.406

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 363 (Vorjahr EUR 731) enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
5 Wertpapiere der Liquiditätsreserve in A5bb) 6.483.362 6.511.245

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 850.772 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 1.427 0 11.000.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 10.394.797 32.295.110 152.308.829 217.994.935

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 36.526.938 4.668.371 35.786.711 52.211.673
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 62.208 1.423.072 5.767.632 560
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 2.487.718 866.450 2.093.163 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 68.695.285 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2021
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 236.763

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 40.006 (Vorjahr EUR 33.943), sowie Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem niedrigeren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 50.888 (Vorjahr EUR 0) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 73.625 0 0 0

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 6.558.382
b) der ausscheidenden Mitglieder 135.530
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 49

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2021 16.375.000 17.067.097
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 110.000 119.709
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 450.000 450.000
Stand 31.12.2021 16.935.000 17.636.806

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme. Das überwiegende Volumen der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen unterliegt keinen akuten Risiken.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 64.170.999
Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesbank (P 1) 34.708.013

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 850.772 enthalten.

Latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus Sachanlagen stehen höhere Steuerlatenzen überwiegend aus Forderungen an Kunden und Rückstellungen gegenüber.

Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 29,1 % zugrunde gelegt.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV-Posten 1) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV-Posten 2) aus Passivgeschäften als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR -361 (Vorjahr EUR -592) vermindert.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen, insbesondere für das Wertpapier- und Depotgeschäft, die Vermittlung von Bausparverträgen, Krediten, Anlagekonten, Versicherungen und Immobilien nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstige betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 207.149 (Vorjahr EUR 215.532) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Steuern

Die in Vorjahren vorgenommenen steuerrechtlichen Abschreibungen gemäß § 6b EStG sind hinsichtlich der Auswirkungen auf das Jahresergebnis sowohl für diesen Jahresabschluss als auch für künftige Jahresabschlüsse unwesentlich.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 55.841 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 56.108 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 28.782.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 334.590.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2021 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 2.566.087.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 7.444 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 87.761.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 147.406, dem ausreichende frei verfügbare Rücklagen gegenüberstehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 1.608.908.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Darüber hinaus bestehen weitere nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen aus noch ausstehenden Kaufpreiszahlungen für eine Renditeimmobilie in Bremen in Höhe von TEUR 1.467.

Personalstatistik

Die Zahl der 2021 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 7 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 60 36
Gewerbliche Mitarbeiter 2 1
69 37

Außerdem wurden durchschnittlich 9 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2021 10.557 19.634 5.890.200
Zugang 2021 266 5.019 1.505.700
Abgang 2021 287 533 159.900
Ende 2021 10.536 24.120 7.236.000
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 1.353.399
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 1.345.800
Höhe des Geschäftsanteils EUR 300
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 300

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 134.200
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 26.050
- Steuerberatungsleistungen EUR 8.128
- Sonstige Leistungen EUR 193

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Hannoversche Straße 149

30627 Hannover

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Johannsen, Jochen, Marktvorstand

Steffen, Sascha, Kontrollvorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Tabel, Ulf, - Vorsitzender - , angestellter Molkereiingenieur bei der Deutsches Milchkontor GmbH

Jungemann, Dieter, - stellvertretender Vorsitzender - , angestellter Groß- und Außenhandelskaufmann bei der Rodenberg Türsysteme AG

Itzek, Eckhard, angestellter Maschinenbauingenieur bei der MAPA GmbH, (bis 16.7.2021)

Dr. Mohrmann, Marco, Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag

Tille, Thomas, selbstständiger Tischlermeister

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten:

Mit dem Angriff durch Russland am 24. Februar 2022 hat die Ukraine den Kriegszustand ausgerufen. Die aktuelle Situation ist geprägt von geopolitischen Spannungen, die weltweit in die Volkswirtschaften ausstrahlen. So haben zum Beispiel die Europäische Union sowie die USA zwischenzeitlich umfangreiche Sanktionspakete verabschiedet und verhängt. Es ist nicht auszuschließen, dass auf Ebene der WIrtschaftspolitik weitere Maßnahmen beschlossen werden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auch auf die Wirtschaftlichkeit des Handelns der Marktteilnehmer in den betroffenen Wirtschaftsräumen haben können. Ein Ende, dieser durch Ungewissheit geprägten Situation, ist nicht absehbar. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Die weitere Entwicklung ist aktuell noch ungewiss und muss intensiv beobachtet werden.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.337.464,40 - sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 900.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 437.464,40) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,50 % 190.443,88
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 120.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 127.020,52
437.464,40

 

Zeven, 30. Mai 2022

Zevener Volksbank eG

Der Vorstand

Jochen Johannsen

Sascha Steffen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Zevener Volksbank eG, Zeven

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Zevener Volksbank eG, Zeven (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Genossenschaft ist hauptsächlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern kann Auswirkungen auf die Höhe der zu bildenden Einzelwertberichtigungen bzw. Abschreibungen haben. Hieraus können sich erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere auf die Ertragslage der Genossenschaft ergeben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung der Forderungen neben der Bonitätsbeurteilung in der Regel die Nutzung geschätzter Werte für gestellte Sicherheiten erforderlich.

Da die hiermit verbundenen Einschätzungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen haben, und diese insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, haben wir die Bewertung der Kundenforderungen als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse, zur Risikoklassifizierung, zur Sicherheitenbewertung sowie zur Risikovorsorge beurteilt. In dem Zusammenhang haben wir uns von der regelmäßigen Überprüfung der Angemessenheit der Schätzannahmen durch die Genossenschaft überzeugt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherheiten auf Basis risikoorientiert ausgewählter Einzelfälle beurteilt und mit den Einschätzungen der Genossenschaft abgeglichen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Zur Bewertung der Forderungen an Kunden verweisen wir auf den Abschnitt B. des Anhangs.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung gem. § 89 Abs. 1 S. 1 und 2 WpHG

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jens Kaltschmidt.

 

Hannover, 30. Mai 2022

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Dirk Abel, Wirtschaftsprüfer

Jens Kaltschmidt, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 28.06.2022 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2021 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.337.464,40 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

Zevener Volksbank eG, Zeven

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2021 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2021 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr Herr Thomas Tille aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl des ausscheidenden Mitglieds des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Zeven, 30. Mai 2022

Der Aufsichtsrat

Ulf Tabel, Vorsitzender

Zevener Volksbank eG, Zeven

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2021

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Zevener Volksbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Zevener Volksbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Zevener Volksbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus nicht festverzinslichen Wertpapieren, laufende Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben, Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2021 TEUR 17.746.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 90,1.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 4.675.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1.807 und betreffen laufende Steuern.

Die Zevener Volksbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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