Ipsen Group Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dennis Lommen seit 9.8.2023 | Prokura |
Thorsten Rogmann seit 3.6.2022 | Prokura |
Sascha Alexander Herzmanatus seit 18.12.2019 | Prokura |
Paul Alexander Doesburg seit 18.12.2019 | Geschäftsführer |
Claus Remmele seit 26.2.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Heat Treatment Holding 2 S.à.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ipsen International GmbHKleveJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Ipsen International GmbH, KleveAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023Ipsen International GmbH, Kleve
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Ipsen International GmbH, KleveA. Allgemeine Hinweise Die Ipsen International GmbH hat ihren Sitz in Kleve und ist beim Amtsgericht Kleve im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 906 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Postenbezeichnungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden aus Gründen der Klarheit gemäß § 265 Abs. 6 HGB entsprechend angepasst. Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten, die Angabe der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie die Mitzugehörigkeitsvermerke werden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang und nicht in der Bilanz ausgewiesen. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Gesellschafter der Ipsen International GmbH ist die Ipsen International Holding GmbH, Kleve, mit einem Anteil von 100%. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend, die im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr geblieben sind. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Unter Berücksichtigung entsprechender latenter Steuern besteht für einen Betrag in Höhe von T€ 1.858 grundsätzlich eine Ausschüttungssperre für eventuell zukünftige Gewinnausschüttungen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgte die Abschreibung pro rata temporis. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zzgl. Nebenkosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, sofern die Finanzanlagen nicht nur vorübergehend in ihrem Wert gemindert sind. Un- bzw. niedrig verzinsliche Forderungen werden, sofern vorhanden, mit dem Barwert angesetzt. In den Vorräten werden neben den Roh-, Hilfs und Betriebsstoffen insbesondere die aus der langfristigen Auftragsfertigung resultierenden unfertigen und fertigen Erzeugnisse ausgewiesen. Die unter den Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen und unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen Vorratsbestände betreffen in Teilen ebenfalls die Fertigerzeugnisse und Handelswaren. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich zu Durchschnittspreisen. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen für Verwertungsrisiken vorgenommen. Für Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von nachrangiger Bedeutung wird entsprechend § 240 Abs. 3 HGB i.V.m. § 256 Satz 2 HGB das Festwertverfahren verwendet. Die einschlägigen Vorschriften zur Anwendung des Verfahrens wurden im laufenden Jahr erfüllt. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Un- oder niedrig verzinsliche Forderungen werden, sofern vorhanden, mit dem Barwert angesetzt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 1% berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgte zum Nennbetrag. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit (PUC) bzw. Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,83% (VJ: 1,78%) bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen werden mit 2,75% (VJ: 2,75%) und erwartete zukünftige Rentensteigerungen mit 2,0% (VJ: 2,0%) berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem verwendeten Rechnungszinssatz auf Basis des 10-Jahresdurchschnitts und dem Rechnungszinssatz auf Basis des 7-Jahresdurchschnitts beträgt T€ 14 (VJ: T€ 88). Unter Berücksichtigung entsprechender latenter Steuern besteht in dieser Höhe grundsätzlich eine Ausschüttungssperre für eventuell zukünftige Gewinnausschüttungen. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das BilMoG ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Die Zuführung im Geschäftsjahr 2023 von T€ 5 ist innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt T€ 0 (VJ: T€ 54). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten zu erfüllen, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden unter Zugrundelegung von einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit einem Zinssatz von 1,75% (VJ: 1,44%) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt. Verbindlichkeiten und Erhaltene Anzahlungen wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die latente Steuer resultiert aus Unterschieden in den Wertansätzen von immateriellen Sachanlagevermögen und Rückstellungen. Für die latente Steuer wurde ein Steuersatz von 30,4% verwendet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von T€ 1.253 entstanden, von denen T€ 596 im Anlagevermögen aktiviert wurden. Finanzanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten der Finanzanlagen ist im beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt. Die Beteiligungen der Ipsen International GmbH, Kleve, sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis wurden den für Konzernzwecke nach IFRS aufgestellten Reporting Packages der Gesellschaften entnommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von T€ 1.556 (VJ: T€ 1.400) auf Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Darin enthalten sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von T€ 2 (VJ: T€ 543) aus Lieferungen und Leistungen und Darlehensforderungen von T€ 242 (VJ: T€ 0). Sämtliche Forderungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst im Wesentlichen die bereits in 2018 anteilig gezahlten Refinanzierungskosten. Sie werden über die Laufzeit der Finanzierung bis August 2024 ratierlich aufwandswirksam erfasst. Eigenkapital Entgegen dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorjahres wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 25.04.2023 der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 2.121 an die Ipsen International Holding GmbH, Kleve, ausgeschüttet. Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Personalrückstellungen in Höhe von T€ 2.622 (VJ: T€ 1.914), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen von T€ 1.193 (VJ: T€ 1.393), Rückstellungen für Garantieverpflichtungen T€ 953 (VJ: T€ 943) und Rückstellungen für Provisionen und Kundenboni T€ 388 (VJ: T€ 519). Daneben umfassen die sonstigen Rückstellungen Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 0 (VJ: T€ 225). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 976 (VJ: T€ 448) enthalten Verbindlichkeiten aus erhaltenen Intercompany-Darlehen in Höhe von T€ 292 (VJ: T€ 255). Daneben bestehen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 235 (VJ: T€ 175). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 235 (VJ: T€ 252). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen T€ 2 (VJ: T€ 1). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus der Anmietung von Büro- und Lagerflächen sowie aus der Anmietung von Betriebsausstattung. Der jährliche Mietzins wird in den kommenden Geschäftsjahren T€ 150 (VJ: T€ 309) betragen. Die Anmietung der Büro- und Lagerflächen sowie der Betriebsausstattung erfolgt im Wesentlichen langfristig. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten T€ 137 (VJ: T€ 127) periodenfremde Erträge, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. E. Sonstige Angaben Ausschüttungssperre Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen die grundsätzlich ausschüttungsgesperrten Beträge, so dass gemäß § 268 Abs. 8 HGB die aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sowie der Passivierung der Pensionsrückstellung unter Berücksichtigung des auf Basis der vergangenen 10 Jahre ermittelten Rechnungszinssatzes keiner Ausschüttungssperre unterliegen. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft bürgt im Rahmen von Kreditverträgen für die Bankverbindlichkeiten der Ipsen International Holding GmbH, Kleve, neben den Zinsen für einen Betrag in Höhe von 129,8 Mio. € (VJ: 129,8 Mio. €). Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Geschäftsführung bei der Ipsen International GmbH von folgenden Personen wahrgenommen: Paul van Doesburg (Enschede/Niederlande), Ingenieur Der Geschäftsführer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsleitung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB, weil nur ein Mitglied der Geschäftsführung Bezüge erhalten hat. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt während des Geschäftsjahres durchschnittlich 217 Mitarbeiter (VJ: 201 Mitarbeiter) und einen Geschäftsführer. Davon waren durchschnittlich 71 Angestellte und 146 gewerbliche Mitarbeiter tätig (VJ: 67 Angestellte und 134 gewerbliche Mitarbeiter). Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne von § 285 Nr. 17 HGB ist in den entsprechenden Anhangsangaben im Konzernabschluss der Ipsen International Holding GmbH, Kleve, enthalten. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Ipsen International GmbH, Kleve, geht in den Konzernabschluss der Ipsen International Holding GmbH, Kleve, ein, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1, 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich. Zur Aufstellung eines Konzernabschlusses war die Ipsen International GmbH, Kleve, zum Stichtag nicht verpflichtet, da die Ipsen International Holding GmbH, Kleve, in ihrer Eigenschaft als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2023 einen IFRS-Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Ipsen International GmbH, Kleve, erstellt und offenlegt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die Regelungen der IFRS, die von der EU übernommen worden sind und auch in Deutschland anwendbar sind. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Im Zusammenhang mit der auf Ebene der Muttergesellschaft nach dem Stichtag erfolgten Reorganisation der Ipsen Gruppe im Rahmen der Anschlussfinanzierung der Finanzverbindlichkeiten, welche damit erfolgreich beendet werden konnte, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Unterabschnitt "Liquiditätsrisiko" innerhalb des Abschnittes "Chancen- und Risikenbericht" des Lageberichtes. Dazu gehört auf Ebene der Ipsen International GmbH der Verkauf der Anteile an der Ipsen Technologies Pvt, Calcutta/Indien, und der Ipsen Industries Furnaces (Shanghai) Ltd., Shanghai Minhang/China, an die Ipsen International Holding GmbH. Der Verkauf der Anteile an den Tochtergesellschaften erfolgte zum Buchwert. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Kleve, 17. Oktober 2024 Ipsen International GmbH Paul van Doesburg, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023Ipsen International GmbH, Kleve
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Ipsen International GmbH, KleveGrundlagen, Strategie, Märkte und Standorte Ipsen ist ein global agierender und führender Anbieter von Wärmebehandlungslösungen mit Standorten in ausgewählten Regionen der Welt, in denen die Kunden von Ipsen ansässig sind und oder zukünftig wachsen. Die Ipsen International GmbH, Kleve, ist im gesamten Ipsen-Konzern als Exzellenzzentrum für Atmosphärentechnik eine der zentralen Produktionsgesellschaften. Die zentralen Märkte der Gesellschaft sind die Automobil- und Automobilzulieferindustrie, die Luft- und Raumfahrtindustrie, Lohnhärtereien sowie der Werkzeug- und Maschinenbau. Ipsen hat sich auf das Angebot von (maßgeschneiderten) Lösungen in der industriellen Wärmebehandlung spezialisiert. Diese beinhalten nicht nur die Entwicklung und den Vertrieb von innovativen Ofenanlagen, sondern auch Dienstleistungen rund um die Kundenwertschöpfungskette. Die umfangreiche Angebotspalette von Ipsen deckt die in der industriellen Wärmebehandlung eingesetzten Prozesse in Atmosphärentechnik ab. Zugleich werden alle Kundensegmente von der Einzelbehandlung im Einkammerofen bis hin zur Großserienproduktion in verketteten Anlagen versorgt. Komplettiert wird die Angebotspalette mit globalen Dienstleistungen, wie Kundenmontagen, Ersatzteilmanagement, Wartungen, Modernisierungen, Schulungen, Remote und Hotline Support sowie Prozessberatung und Werkstücktest. Aus der bedarfsorientierten Zusammensetzung einzelner dieser Komponenten entstehen einzigartige und maßgeschneiderte Lösungen, die unsere Kunden mit ihrer langfristigen Treue zu Ipsen besonders wertschätzen. Mit diesem Leistungsspektrum hat sich Ipsen in den vergangenen 75 Jahren seit der Gründung als Technologie- und Innovationsführer in der industriellen Materialtransformation und -behandlung etabliert und Industriestandards gesetzt. Im Bereich Energieeffizienz und Umweltschutz hat das Unternehmen nach der erfolgreichen Einführung der neuen Generation von Wasserstoff-ready Gasbrennern (Recon IV) im Vorjahr die einzigartige Produktfamilie "Atlas Green" auf den Markt gebracht. Diese Atmosphärenhybridanlage kann ohne Prozessunterbrechung mit verschiedenen Energiequellen wie Wasserstoff, Propan, LPG, LNG und Strom betrieben werden. Dies führt nicht nur zu Energieeinsparungen, sondern auch zu einer Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen, insbesondere von Kohlendioxid und Stickoxiden, sowie zu mehr Flexibilität bei der Auswahl zukünftiger Energiequellen. Durch unsere neuartige Software können innerhalb des Produktionsprozesses die Energiekosten gesenkt und der CO 2-Fußabdruck minimiert bzw. optimiert werden. Die Fortsetzung und der Ausbau der Innovationsführerschaft sind wesentliche Eckpfeiler unserer Wachstumsstrategie. Ipsen betreibt eigene Standorte in Deutschland, China, Indien, Schweden, Italien und Frankreich in Form von Tochtergesellschaften oder Betriebsstätten. Während in Deutschland (Exzellenzzentrum für Atmosphärentechnologie) und Indien Anlagen produziert werden, bietet Ipsen seinen Kunden ein globales Vertriebs- und Servicenetzwerk, das die installierte Anlagenbasis in der Industrie vor Ort betreut. Der Ausbau des Servicenetzwerks ist ein weiterer Eckpunkt unserer Wachstumsstrategie. Die Digitalisierung unserer Prozesse, die Einführung neuer Dienstleistungen und die Verbesserung des Kundenerlebnisses mit Ipsen stehen im Mittelpunkt unserer Digitalisierungsstrategie. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Funktionsumfang unseres Produktes für die Anlagenüberwachung und vorausschauende Wartung erweitert, das Kundenportal "Ipsen Connect" wurde gestartet, und zahlreiche app-basierte Lösungen für die Anlagensteuerung und das Wissensmanagement wie I-Mo, I-Care und I-Know wurden entwickelt. Zu den Kunden von Ipsen zählen - direkt oder indirekt über Lohnhärtereien - insbesondere Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Automobil- und der Automobilzulieferindustrie, sowie aus dem Werkzeug- und Maschinenbau. Ipsen konkurriert in den Produktbereichen und regionalen Märkten sowohl mit kleineren, regional als auch international tätigen Wettbewerbern. Mit unserer Strategie konzentrieren wir uns auf stark wachsende und profitable Segmente des Marktes, zum Beispiel die kommerzielle Luftfahrt, die grüne Energie und den Maschinenbau. Darüber hinaus bietet der Servicemarkt konjunkturunabhängiges Wachstumspotenzial, insbesondere durch Anlagenmodernisierungen zur Steigerung der Energieeffizienz und Umweltschonung. Wir gehen davon aus, dass wir langfristig ein nachhaltiges und profitables Wachstum des Unternehmens von 7 % bis 10 % pro Jahr erreichen können. Marktentwicklung und Geschäftsverlauf Im vergangenen Geschäftsjahr führte die Ipsen-Gruppe in Kooperation mit einem renommierten Beratungshaus eine Marktstudie durch. Diese ergab, dass der weltweite Markt für Produkte und Dienstleistungen im Premiumsegment der industriellen Materialtransformation und -behandlung eine Größe von etwa 2,9 Milliarden Euro aufweist und weiterhin wächst. Es wird erwartet, dass bestimmte Marktsegmente sowohl regional als auch sektoral ein stärkeres Wachstum verzeichnen werden. Dazu zählen Aerospace/Aviation in den USA mit einer jährlichen Wachstumsrate von 8,0 %, Energie in Europa mit 6,0 % und die Automobilindustrie in Indien mit 7,5 %. Diese Marktsegmente, zusammen mit den kommerziellen Wärmebehandlungsanbietern, die häufig mehrere Industriesegmente bedienen, bilden die wesentlichen strategischen Wachstumsmärkte für den Konzern. Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin von hoher Volatilität aufgrund verschiedener Herausforderungen geprägt. Besonders hervorzuheben sind der anhaltende Ukrainekonflikt die Energieunsicherheit in Europa, geopolitische Entwicklungen u.a. im Nahen Osten sowie Lieferketten- und Personalengpässe. Positiv zu vermerken ist die nachlassende Inflationsdynamik, die jedoch durch Erhöhung der Zinsen erreicht wurde und die Nachfrage nach Investitionsgütern negativ beeinflusste. Laut Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IMF) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 dennoch um 3,1 % gewachsen, was unter dem Vorjahresniveau von 3,5 % lag. Das Wachstum der weltweiten Produktion fiel je nach Region unterschiedlich aus: In den beiden für die Gesellschaft wichtigen Zonen betrug das Wachstum in der Europa 0,5 % und in den Vereinigten Staaten 2,5 %. Das Marktsegment der Automobilindustrie befindet sich weiterhin in einem strukturellen Wandel. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) konnten die Produktion und die Neuzulassungen von PKW im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, blieben jedoch unter dem Niveau vor der Covid-Pandemie. Wie der Verband weiter ausführt, verzeichneten reine Batteriefahrzeuge ein Wachstum, während Hybridfahrzeuge in ähnlichem Maße schrumpften. Der Einfluss der Autoindustrie auf unser Geschäft wird nicht nur über den Absatz bestimmt. In diesem Industriesegment wird vermehrt die gasbefeuerte Atmosphärentechnologie eingesetzt. Die Verschärfung der Abgas- und Umweltnormen wird in den nächsten Jahren zu einem sukzessiven Ersatz- oder Modernisierungsbedarf dieser Anlagen führen. Ipsen hat sich bereits durch die innovative Brennertechnologie Recon IV und die neuartige Hybrid Ofen Linie Atlas Green auf diesen Trend eingestellt. Über die reine Marktentwicklung hinaus wird das Geschäft auch von Trends in den Bereichen Energiepolitik und Nachhaltigkeit bestimmt. Im Bereich der Atmosphärentechnik gewinnt die Entwicklung hin zu erneuerbaren und emissionsfreien Befeuerungsmethoden an Bedeutung. Die Unsicherheit bezüglich der Energiequelle(n) der Zukunft ist ein wesentlicher Investitionshemmer bei unseren Kunden. Hierfür hat das Unternehmen im 3. Quartal 2023 eine einzigartige Anlagenlösung auf den Markt gebracht. Die sogenannte "Atlas Green" kann als erste Anlage ihrer Art als Hybrid mit allen Verbrennungsgasen und Elektrizität betrieben werden. Durch die Betriebsarten "Wasserstoff" und "Strom aus der Photovoltaik" kann ein emissionsfreier und nachhaltiger Betrieb zu jeder Tageszeit gewährleistet werden. Die Aktivitäten des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 waren durch starkes Wachstum geprägt. Das Unternehmen investierte in innovativen und strategischen Geschäftsausbau vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Energie und Umwelt. Trotz der volatilen Marktlage stieg die Marktnachfrage nach Lösungen des Unternehmens im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr an. Sowohl im Neuanlagen- als auch im Ersatzteil- und Servicegeschäft ICS lagen die Auftragseingänge deutlich über dem Vorjahr, was in einem Auftragseingang von 73,1 Mio.€, und somit einem Wachstum vom ca. 39% gegenüber dem Vorjahr (52,4 Mio.€) entspricht. Die erzielten Auftragseingänge teilen sich in 28,3 Mio. € (Vj: 18,3 Mio.€) im Segment Neuanlagen und 44,7 Mio. € (Vj: 34,1 Mio. €) im Segment Ersatzteil, Modernisierung und Service (ICS) auf. Das Segment Ersatzteil- und Servicegeschäft erreichte einen Anteil von 61 % der Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2023 (Vj: 65%). Der starke Anteil des Segments Ersatzteil, Modernisierung und Service (ICS) spiegelt den Bedarf und die enge Betreuung der Ipsen Industriekunden auch in volatilen Marktsituationen wider. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 betrug 73,6 Mio. € und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres von 57,6 Mio. €. Der hohe Auftragsbestand ist ein wichtiger Indikator für ein weiteres Wachstum im Jahr 2024 vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der vorgenannten Krisen und Engpässe der Lieferkette. Ertragslage Die positive Entwicklung des Geschäftsverlaufes spiegelt sich auch in den wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens wider. So stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 um 2,7 Mio. € auf 46,0 Mio. € an. Während das Neuanlagengeschäft mit 10,7 Mio. € das Vorjahresniveau bestätigen konnte, stieg der Umsatz im Ersatzteil- und Servicegeschäft um 2,0 Mio. € auf 35,3 Mio. € an. Geographisch betrachtet, verhielten sich einzelne Regionen aufgrund der weltweiten Krisen unterschiedlich. So konnten die Umsätze sowohl in Deutschland um 1,9 Mio. € auf 17,2 Mio. € als auch im übrigen Europa um 2,1 Mio. € auf 22,7 Mio. €, gesteigert werden. Darüber hinaus konnte in der Region Nord- und Südamerika das Vorjahresniveau mit 3,7 Mio. € gehalten werden. Einzig in der Region Asien verzeichnetet die Gesellschaft einen Umsatzrückgang von 1,5 Mio. € auf 2,5 Mio. €. Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr um 1,3 Mio. € auf 22,0 Mio. € angestiegen. Diese Entwicklung ist ebenso wie im Vorjahr auf ein gestiegenes Preisniveau zurückzuführen. Die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. € auf 20,6 Mio. € an. So wurden die Personalaufwendungen in diesem Jahr durch Sonderzahlungen an die Mitarbeiter, Gehaltssteigerungen aber auch durch die vorgenommene Personalanpassungen im Bereich ICS und Produktion beeinflusst. Auch im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen war die Gesellschaft im Geschäftsjahr inflationären Entwicklungen insbesondere im Energiebereich ausgesetzt, die aufgrund von bestehenden Preissicherungsverträgen teilweise abgemildert werden konnten und somit zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9,0 Mio. € (VJ: 7,2 Mio. €) führten. Im Geschäftsjahr 2023 sind die Erträge aus Beteiligungen der Gesellschaft um 3,9 Mio. € auf 1,3 Mio. € gesunken. Dies resultiert aus einem Sondereffekt im Vorjahr, hier wurde ein Grundstück eines Beteiligungsunternehmens verkauft. Finanzlage Der Bestand an liquiden Mitteln stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Mio. € auf 5,6 Mio. € an. Der Anstieg der liquiden Mittel ist im Wesentlichen auf die positive Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr zurückzuführen. Somit gelang es der Gesellschaft trotz der weiter gestiegenen Beschaffungs- und Energiekosten die Finanzlage weiter zu stabilisieren. Aufgrund der weiterhin positiven Entwicklung der Finanzlage der Gesellschaft ist sie weiterhin schuldenfrei und plant auch weiterhin über genügend Liquidität zur verfügen, um in Zukunft weiter die die Abhängigkeit der eigenen Zahlungsfähigkeit von der Ipsen Gruppe weiter zu reduzieren. Vermögenslage Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. € auf 4,4 Mio. € angestiegen. Grund hierfür sind Zugänge für immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung in Höhe von 2,3 Mio. €, denen Abschreibungen in Höhe von 0,9 Mio. € für selbst geschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände und entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände gegenüberstehen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Sachanlagevermögen um 0,7 Mio. € angestiegen. Während die Gesellschaft im Vorjahr hauptsächlich Ersatzinvestitionen getätigt hat, wurde in diesem Geschäftsjahr wieder in die Substanz des Unternehmens investiert. Das Finanzanlagevermögen ist um 0,6 Mio. € auf 5,8 Mio. € gesunken. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem Abgang aus den Finanzanlagen der Ipsen Industries Furnaces (Shanghai) Ltd., China. Das Vorratsvermögen stieg um 8,2 Mio. € an. Bedingt durch die komplizierte Situation am Beschaffungsmarkt musste die Gesellschaft Bestände aufbauen, zusätzliche Alternativlieferanten auswählen und die Mindestbestände erhöhen. Zudem stieg der Bestand an unfertigen Erzeugnissen an, was zum einen mit dem hohen Auftragsbestand und somit dem jeweiligen Anarbeitungsgrad und zum anderen aber auch mit den gestiegenen Lohn- und Materialkosten begründet ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 3,3 Mio.€ auf 5,7 Mio. € an. Gründe für die hohen Bestand sind unter anderem nicht fällige Forderung aus ausgelieferten Neuanlagen in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Im Geschäftsjahr 2023 wurde aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses das Jahresergebnis 2022 an die Muttergesellschaft der Ipsen International GmbH ausgeschüttet. Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Rückstellungen um 0,3 Mio. € erhöht, welches im Wesentlichen auf die Erhöhung der Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten sind in Summe um 19,3 Mio. € gestiegen. Wesentlicher Grund für diesen Anstieg sind die erhalten Anzahlungen auf Bestellungen, die um 17,8 Mio. € angestiegen sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 1,0 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Hintergrund ist, dass die Gesellschaft zum Jahresende vermehrt Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe gekauft hat. Personal Die Gesellschaft beschäftigt während des Geschäftsjahres durchschnittlich 217 Mitarbeiter (VJ: 201 Mitarbeiter) (ohne Auszubildende) und einen Geschäftsführer. Davon waren durchschnittlich 71 Angestellte und 146 gewerbliche Mitarbeiter tätig (VJ: 67 Angestellte und 134 gewerbliche Mitarbeiter). Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Vermögenswert für das Unternehmen. Innerhalb der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr, wie bereits zuvor, zahlreiche Initiativen und Veranstaltungen durchgeführt, um die Unternehmenskultur, die Zusammenarbeit, die Weiterbildung und die Gesundheit der Mitarbeiter aktiv (z.B. Jobrad) zu fördern. Auch das hybride Arbeiten wurde, sofern für den jeweiligen Arbeitsplatz geeignet, in die Unternehmensrichtlinien aufgenommen. Das Unternehmen misst im Rahmen von unregelmäßigen Feedbacks die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihren Vorgesetzten und dem Unternehmen. Ferner wird nicht nur im produktiven Bereich, sondern auch in der Entwicklungsabteilung und in der Konstruktion die Auslastung der Mitarbeiter als Kenngröße herangezogen. Forschung- und Entwicklung In Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt der Innovationsarbeit des Unternehmens in den Bereichen Nachhaltigkeit und der Erarbeitung von digitalen Lösungen. Die Produktfamilie "Atlas Green" wurde auf der Hausmesse "Meet the Heat" eingeführt. Diese Atmosphärenhybridanlage bietet mehrere Kundenvorteile. Angesichts der Energieknappheit in Europa und der Umstellung auf erneuerbare Energiequellen herrscht im Markt Unsicherheit über zukünftige Energiequellen in der Materialtransformation. Atlas Green kann ohne Prozessunterbrechung mit verschiedenen Energiequellen wie Wasserstoff, Propan, LPG, LNG und Strom betrieben werden. Eine intelligente Steuerungssoftware entscheidet in Echtzeit, welche Energiequelle genutzt wird, um die Nachhaltigkeit der Anlage und der zu behandelnden Materialien zu maximieren. Durch die Verwendung von erneuerbarem Strom (PV oder Wind) tagsüber und grünem Wasserstoff abends kann der CO 2 -Fußabdruck des Betriebs nahezu auf null reduziert werden. Die Produkteinführung in der Innovation Lounge des Future Labs wurde von der Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in NRW, Frau Ministerin Mona Neubauer, begleitet und stieß sowohl bei ihr, bei unseren Kunden als auch in den Medien auf großes Interesse. Die ersten Anlagen dieser Produktfamilie wurden bereits bestellt. Zusätzlich können vorhandene Anlagen mit unserer neuen Generation von Gasbrennern (Recon IV) für Atmosphärenanlagen modernisiert werden. Diese können mit verschiedenen Gasen wie Propan, LPG, LNG und Wasserstoff versorgt werden und sind mindestens 10 % effizienter im Gasverbrauch. Durch die Nutzung von grünem Wasserstoff als Energiequelle kann auch bei solchen Modernisierungen der CO 2 -Fußabdruck deutlich gesenkt werden. Die Digitalisierung unserer Prozesse, die Einführung neuer Dienstleistungen auf Basis digitaler Lösungen und die Verbesserung des Kundenerlebnisses mit Ipsen waren weitere Schwerpunkte unserer Digitalisierungsaktivitäten. Im letzten Geschäftsjahr wurden zahlreiche app-basierte Lösungen für die Anlagensteuerung und das Wissensmanagement wie I-Mo, I-Care und I-Know entwickelt, um den Betrieb und Service unserer Anlagen zu erleichtern. Unsere Entwicklung arbeitete auch an der Zentralisierung von Daten und intelligenten Lösungen unter Verwendung von generativer KI. Auch im letzten Geschäftsjahr wurde an der regelmäßigen und turnusmäßigen Produktpflege und Standardisierung unserer Komponenten gearbeitet. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Verbesserung der Maschinenleistung entlang der Wertschöpfungskette des Kunden, wobei die Ziele "Qualitätsverbesserung" und "Steigerung des Durchsatzes" im Vordergrund. Chancen- und Risikobericht Liquiditätsrisiko Das Eigenkapital des Unternehmens verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio. € was durch die Ausschüttung des 2022er Ergebnisses an die Ipsen International Holding GmbH begründet ist. Nach der Ausschüttung weist das Unternehmen nun ein Eigenkapital von 10,1 Mio. € aus. Seit der Refinanzierung der Ipsen Gruppe im Jahr 2018 ist die Ipsen International GmbH gemeinsam mit der Schwestergesellschaft Ipsen Inc (Illinois, USA) und der Muttergesellschaft Ipsen International Holding GmbH in die Konzernfinanzierung eingebunden. Im Rahmen der Konzernfinanzierung zum 31.12.2023 agieren die drei Gesellschaften sowohl als mögliche Kreditnehmer aber gleichzeitig auch als Sicherungsgeber zur Absicherung der gesamten Finanzierung der Ipsen Gruppe. Zum Abschlussstichtag verfügt die Ipsen Gruppe im Rahmen der Konzernfinanzierung über ein langfristiges Kreditvolumen in Höhe von 134,4 Mio. € und revolvierende Kredit- und Avallinien von 35,0 Mio. €. Den drei Gesellschaften obliegt es bei Bedarf auf die revolvierende Kredit- und Avallinien zurückzugreifen. Die Muttergesellschaft Ipsen International Holding GmbH, Kleve, ist zum 31. Dezember 2023 mit 184,5 Mio. € (Vorjahr: 168,6 Mio. €) bilanziell überschuldet. Zum Ende des Geschäftsjahres nimmt die Ipsen International GmbH weiterhin 0 Mio. € (VJ: 0 Mio. €) aus der Kredit- und rund 13,4 Mio. € aus der Avallinie in Anspruch. Seit der Rückzahlung des Kredites im Februar 2022 weist die Gesellschaft keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mehr aus. Diese Rückführung unterstreicht die Planung der Gesellschaft künftig nahezu unabhängig von der Konzernfinanzierung zu sein. Zudem standen dem Mutterunternehmen per 31. Dezember 2023 weiterhin nachrangige Darlehen eines verbundenen Unternehmens von 179,2 Mio. € (VJ: 165,9 Mio. €) aus dem ihr übergeordneten Konzernkreis zur Verfügung. Diese stehen per Konsortialvertag hinter den Fremdkapitaldarlehen im Rang zurück und entsprechen somit wirtschaftlich Eigenkapital. Die Finanzierung, sowie die Liquidität der Muttergesellschaft und somit die Fortführung ihrer Unternehmenstätigkeit sowie die Fortführung der Ipsen International GmbH hängen bis zur vollständigen Unabhängigkeit der Gesellschaft von der Konzernfinanzierung und somit auch vom vertraglich zugesicherten Fortbestand der Darlehen von verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft ab. Im Vorjahr wurde über eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit berichtet. Dies ergab sich aus der Finanzierungsstruktur der Gruppe auf Ebene der Muttergesellschaft, da die Ipsen International GmbH hinsichtlich ihrer eigenen Finanzierung von der Finanzierung der Muttergesellschaft abhängig ist. In diesem Zusammenhang waren auf Ebene der Muttergesellschaft für den Prognosezeitraum des Vorjahres vor allem die Erreichung der vereinbarten Financial Covenants sowie die erfolgreiche Anschlussfinanzierung der im Prognosezeitraum fälligen Bankverbindlichkeiten und das damit verbundene Risiko, die Ipsen International GmbH nicht mehr mit Liquidität versorgen zu können, ursächlich für die Begründung der wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Zwar waren geeignete Maßnahmen zur Behebung dieser Unsicherheiten durch die Muttergesellschaft geplant, jedoch noch nicht umgesetzt. Nach dem Abschlussstichtag konnten im Laufe des Geschäftsjahres 2024, genauer im Juli 2024, diese Maßnahmen umgesetzt und die insoweit bestehenden Unsicherheiten beseitigt werden. Im Ergebnis verbleibt keine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Ebene der Muttergesellschaft, sodass sich keine entsprechenden Auswirkungen auf die Ipsen International GmbH ergeben. Chancen und Risiken aus dem operativen Geschäftsbereich Wesentliche Chancen und Risiken für unsere Geschäftsentwicklung ergeben sich aus den gesamtwirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklungen auf den internationalen Absatzmärkten, welche das Investitionsverhalten und die Geschäftsverläufe unserer Kunden beeinflussen, den technologischen und produktspezifischen Weiterentwicklungen unserer Branche und die unserer Kunden, die Entwicklung der Wettbewerbssituation und aus der Qualität von Kundenbeziehungen bzw. dem Zugang zu neuen Kunden. Regional betrifft die konjunkturelle Entwicklung im Wesentlichen den europäischen aber auch den nordamerikanischen, und asiatischen Markt und sektoral die Luft- und Raumfahrt- sowie die Automobil-Branche. Hinsichtlich der Kundenbeziehungen verweisen wir auf die vielfältigen starken und langfristigen Kundenbeziehungen, die zum einen Absatzchancen verstetigen, aber auch zu Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden führen können. Zur erwarteten Einschätzung der Märkte verweisen wir auf den Prognosebericht. Die Chancen und Risiken für die Atmosphären-Technologie sind im Automobilbereich unter anderem vom Verlauf der Transformation vom Verbrennungs- zum Elektroantrieb beeinflusst. Hierbei ist anzumerken, dass die Produktion von Elektrofahrzeugen zwar insgesamt weniger Bedarf im Bereich Wärmebehandlung aufweist, sich durch den Einsatz von neuen Materialien, die veränderte Heat Treatment Prozesse benötigen, hier aber auch Chancen ergeben. Ferner dürfte die Transformation regional zeitlich hoch unterschiedlich verlaufen und sich gerade in den wachstumsstarken Entwicklungsländern über mehrere Jahrzehnte erstrecken. In der Zwischenzeit bieten sich auch Chancen bei der Produktion von hybridangetriebenen Fahrzeugen, da hier beide Technologien verarbeitet werden und somit die Wärmebehandlung Bedarfe beider Technologien zum Tragen kommen. Darüber hinaus ergeben sich durch striktere Emissionsregeln und dem Streben nach geringerem Energieverbrauch der Bedarf an Modernisierung von Brennern in der installierten Basis der Atmosphärenanlagen, sowie die Nachfrage nach entsprechend optimierten Neuanlagen. Das Ausmaß und die zeitliche Umsetzung dieses Bedarfs werden stark von der Ausgestaltung der Regularien und eventueller Anreize bestimmt. Die Auswirkungen von steigenden Energiepreisen auf unser Geschäftsvolumen können demnach unterschiedliche Ausprägungen haben, zum einen negative durch Ausweich- und Volumenanpassungen unserer Kunden, zum anderen positive durch Investitionen in neue, energieeffizientere Anlagen und Umrüstungen, einem Bereich, in dem wir bereits erfolgreich entwickelt haben und weiter entwickeln wollen. Beispielhaft erwähnt werden können hier unsere neue Brenner Technologie Recon IV, welche nicht nur mit verschiedensten Energieträgern hybrid betrieben werden können, sondern auch deutlich weniger Energie umsetzten, als auch eine auf dieser Technologie basierende neue Generation von Atmosphärenkammer-Anlagen, genannt Atlas Green, von denen wir bereits unmittelbar nach der Markteinführung im Herbst 2023 mehrere Anlagen verkaufen konnten. Den weltweiten Krisen aber auch die in Deutschland anhaltende Inflation folgte insbesondere in Europa neben einer allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verunsicherung ein starker Preisanstieg für Energie und energieintensive Produkte. Dieser Anstieg und eine Unklarheit hinsichtlich der zukünftigen Verfügbarkeit der einzelnen Energieformen kann bei europäischen Kunden neben der Unsicherheit über die Weiterentwicklung ihrer eigenen Geschäftstätigkeit auch zu Entscheidungshemmnissen hinsichtlich der Wahl der Art der Wärmebehandlungsanlagen im Hinblick auf die zu wählende Energieform führen. Dieser Umstand kann zu einer verringerten bzw. verzögerten Auftragserteilung führen. Wir wirken diesem Risiko mit innovativen Produktentwicklungen wie beispielsweise den zuvor genannten Recon IV Brennern oder des Atlas Green Systems entgegen und erweitern sukzessive unser Produktportfolio mit Anlagen für jegliche in Frage kommenden Energieformen. Damit erhöhen wir nicht nur die Chance, unmittelbar Aufträge zu bekommen, sondern verbessern auch unsere Wettbewerbssituation und die damit zusammenhänge Außenwirkung als Innovationstreiber. Insgesamt bedeuten die indirekten Einflüsse der Konflikte in der Ukraine und in Israel / Gaza-Streifen, sowie zuletzt aufkeimender terroristischer Anschläge auf Seefahrtswege im Golf von Aden ein erhebliches Maß an Unsicherheit mit möglichen negativen Auswirkungen auf die Lieferketten, Investitionsentscheidungen und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung einiger Regionen und Länder. Andererseits können auch eine Beruhigung der genannten Krisenherde, sowie die von vielen Ländern angekündigten höheren Investitionen in militärische Ausrüstungsgegenstände Chancen für unser Geschäft bedeuten. Insgesamt schränken die genannten Einflüsse die kurzfristige Visibilität für die Unternehmensplanung und -steuerung ein, was zu negativen, aber auch positiven Varianzen gegenüber dem avisierten Unternehmensverlauf führen kann. Die Konzentration von technologischem Knowhow und Fertigungsfähigkeiten wird zu Skalen- und weiteren Kostenvorteilen führen und damit die Profitabilität erhöhen. Zeitgleich werden sich die Fehlerwahrscheinlichkeiten reduzieren und die technologische Weiterentwicklung beschleunigen. Somit werden wir die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter steigern. Die mit der strategischen Weiterentwicklung verbundenen Risiken liegen in einer verzögerten Umsetzung, dem möglichen Verlust von Knowhow beim Transfer selbiger und in der Kundenakzeptanz. Wir begegnen diesen Risiken durch ein stringentes Anwenden unseres bewährten Projektmanagementsystems und einer begleitenden Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Schulung unserer Kunden, Absatzvermittlern und Mitarbeitern. Weitere Chancen für die Geschäftsentwicklung ergeben sich insbesondere aus Absatzsteigerungen für neu in den Markt eingeführte und einzuführende Produkte und Serviceleistungen, Ausweitung des Anteils standardisierter Produkte am Gesamtabsatz und der damit ermöglichten Skalen- und Effizienzeffekte. Die weltweit zunehmenden Cyberattacken stellen auch für unser Unternehmen ein Risiko dar. Wir reduzieren dieses Risiko mit einem umfänglichen Satz an Maßnahmen (auch im Ipsen Gruppe Verbund), mit denen wir die Wahrscheinlichkeit einer solchen Attacke und den möglichen Schadensausmaß signifikant senken. Zu den Maßnahmen gehören u.a. die Implementierung einer Cybersecurity Policy, robuste Backupsysteme, Zwei-Faktoren-Authentifizierung und entsprechender Prozeduren, kontinuierliche Investitionen in und Upgrades von Sicherheitssystemen, sowie regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiter und der Abschluss entsprechender Versicherungen. Das Finanzreporting des Unternehmens beinhaltet ein Risk Management Modul, das die systematische Erfassung, Nachverfolgung sowie die Abstellung von potenziellen Risiken innerhalb der Gruppe sicherstellt. Dieses System wird regelmäßig aktualisiert und die sich daraus und anderen Controlling- und Review-Maßnahmen ergebenden Chancen und Risiken fließen in Hochrechnungen, Budgets und die Risikovorsorge ein. Zur Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken aus Verkaufsverträgen existieren organisatorische Regelungen zur Bonitätsprüfung, Festlegung von Kreditlimits und Zahlungsbedingungen und ein Genehmigungsverfahren für vom Standardrahmen abweichende Vereinbarungen. Die Einhaltung von Zahlungszielen wird regelmäßig verfolgt. Das Genehmigungsverfahren für die Annahme von Anlagenaufträgen wurde am Anfang des Geschäftsjahres 2019 um ein weiteres Risikomanagementmodul erweitert, das eine mehrdimensionale Risikobewertung von Projekten zum Ziel hat. Damit soll es dem Konzern gelingen, risikobehaftete Projekte / Anfragen noch vor der Kontrahierung zu identifizieren. Ferner wurde der Auftragsfreigabeprozess auf einen intern definierten Risikofaktor für Projekte / Anfrage angepasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurde das Risikomanagementmodul technisch und inhaltlich erweitert und wird nunmehr auch für das Genehmigungsverfahren von größeren Aftermarket-Aufträgen eingesetzt. Hierdurch wird zwischenzeitlich der relevante Anteil des Auftragsvolumens vollständig über das Modul bewertet und das Risikoprofil der akzeptierten Aufträge verbessert. Zur Minimierung technischer und kommerzieller Risiken wurde - wie oben beschrieben - eine Vielzahl von Kontroll- und Genehmigungsmaßnahmen festgelegt. Dennoch können die erwarteten Deckungsbeiträge bei anspruchsvollen Sonderlösungen und erstmaliger Realisierung zu Nachlauf- und Zusatzkosten im Rahmen der Installation und Übergabe der Projekte führen. Eine regelmäßige Analyse von Projekten sowohl während der Projektphase als auch nach ihrer Fertigstellung reduziert hierbei in der Zukunft die Wahrscheinlichkeit von Abweichungen der erwarteten Deckungsbeiträge bei ähnlichen Projekttypen. Weiterhin können mögliche globale Geschehen zu Risiken führen, wie ein erneutes Aufleben der Eurokrise, Handelskriege, erneute Wellen der Covid-19- oder dem Auftreten vergleichbarer Pandemien, regionale und politische Konflikte, Terrorismus, unkontrollierte Flüchtlingsströme sowie Klima- und Umweltveränderungen. Von diesen möglichen globalen Einflüssen können wir derzeit kein spezifisches Risiko ableiten, welches wir im Planungsprozess zusätzlich berücksichtigen oder durch geeignete Gegenmaßnahmen antizipieren könnten. Ferner stellen wir im Bereich Personal zunehmend fest, dass Mitarbeiter ihre Motivation und Ansprüche an den Arbeitsplatz und Arbeitszeiten verändern. Hierdurch entsteht ein Engpass für qualifizierte Mitarbeiter. Dies kann einen negativen Einfluss auf die Besetzung von offenen Stellen haben und die wirtschaftliche Entwicklung und die Vermögenslage des Unternehmens beeinflussen. Wir begegnen dieser Situation durch eine Vielzahl von Maßnahmen, die Arbeitsbedingungen attraktiver und flexibler machen, zum Beispiel durch hybride Arbeitsplatz- und flexiblen Arbeitszeitmodellen, Investitionen in dafür notwendige IT- und Telekommunikationsinfrastruktur, Neugestaltung und Renovierung von Arbeitsräumen etc. Für die Ipsen-Gruppe ist weltweite Compliance eine klare Grundlage des Geschäftes. Seit der grundlegenden Überarbeitung des Corporate Governance und Compliance Systems wurden die beiden Systeme einer stetigen Überprüfung und Verbesserung unterzogen. Ferner wird in regelmäßigen Abständen durch globale Schulungen das Wissen der Mitarbeiter nachgeschärft. Das Unternehmen belegt bei den genannten Prozessen im internen Portfolio Ranking der Quadriga Capital Funds eine Spitzenposition. Prognosebericht Wie bereits in den Bereichen "Marktentwicklung und Geschäftsverlauf" sowie in der "Ertragslage" erläutert, war das Geschäftsjahr weiterhin gekennzeichnet durch zahlreiche Krisen und Verwerfungen, die noch in Form von einer starken Inflation und Ungewissheit über die Verfügbarkeit von Energie andauern. Dennoch stieg die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auch in diesem Geschäftsjahr. Trotz erheblicher Steigerung des Auftragseinganges erfüllte die Ausbringungsmenge aufgrund von Liefer-, Material und Personalengpässe nicht vollständig unsere Erwartungen. Damit stieg der Auftragsbestand im zweiten Jahr in Folge und erreichte zum 31.12. einen Stand von 73,6 Mio. € (Vorjahr 57,8 Mio. €). Die allgemeinen Wirtschaftsprognosen für 2024 deuten auf eine weiterhin verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft hin. Gemäß Prognosen der Weltbank (IMF) wird ein Wachstum der Weltwirtschaft von etwa 3,1 % erwartet (im Vergleich zu 3,1 % in 2023). Fortgeschrittene Volkswirtschaften sollen lediglich um 1,5 % wachsen (USA 2,1 % und EU 0,9 %), während für Entwicklungs- und Schwellenländer ein Anstieg des BIP um 4,1 % prognostiziert wird. Indien als bedeutender Markt für die Ipsen-Gruppe wird mit einem Wachstum von 6,5 % über dem Durchschnitt der Entwicklungs- und Schwellenländer erwartet. Trotzdem werden auch im Jahr 2024 weiterhin bestehende Herausforderungen wie Inflation, die Europäische Energiekrise, der Ukraine-Krieg und Zinsentwicklungen die konjunkturelle Entwicklung prägen. Die Einrichtung des technischen Exzellenzzentrums für Atmosphärentechnik und die damit verbundene Fokussierung auf eine Wertschöpfung im Neuanlagengeschäft, sowie die stärke Fokussierung auf das ICS-Geschäft wird unsere Geschäftstätigkeit auch im Jahr 2024 weiter beeinflussen. Trotz der genannten Risiken erwarten wir für 2024 weiterhin eine konjunkturelle Erholung und somit einen weiter ansteigenden Auftragseingang. Somit erwarten wir auch eine Steigerung sowohl des Umsatzes als auch des Jahresergebnisses. Unterstützt wird diese Annahme auch durch die Fokussierung auf profitable Projekte und Aufträge. Die Ipsen-Gruppe plant die Geschäftsentwicklung allein nach den Regularien des IFRS-Standard, insofern können für die Erwartungen des kommenden Jahres nur diese Zahlen als Grundlage angenommen werden. Auf Basis der oben genannten Annahmen erwarteten wir für 2024 aufgrund der beschriebenen Erholungseffekte ein ansteigendes Geschäft mit Investitionsgütern und damit auch für unseren Anlagenbau. Im ICS-Geschäft gehen wir ebenfalls von einem ansteigenden Volumen aus. Die Gesellschaft nutzt das 'bereinigte EBITDA' und die 'Umsatzerlöse' als wesentliche Leistungsindikatoren. Damit streben wir für 2024 ein zu 2023 ansteigendes Umsatzniveau in Höhe von ca. 69 Mio.€ und eine Steigerung des bereinigten EBITDA, d.h. des um Sondereffekte bereinigten Gewinns aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, auf ca. 5,0 Mio. € an. Allerdings sind diese Prognosen mit erheblichen Risiken durch die volatile Weltwirtschaft, unvorhersehbare Krisen und die geopolitische Neuordnung verbunden. Nach den aktuellen Einschätzungen, die mit Unsicherheiten bezüglich der Dauer und Auswirkung der aktuellen Krisen verbunden sind, verfügt die Ipsen-Gruppe über ausreichende liquide Mittel und Reserven, um den Liquiditätsbedarf der Gruppe für die Jahre 2024 und 2025 abzudecken.
Kleve, 17. Oktober 2024 Ipsen
International GmbH
Paul van Doesburg, Geschäftsführer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 mit Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ipsen International GmbH, Kleve Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ipsen Interanational GmbH, Kleve - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ipsen International GmbH, Kleve, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "Nachtragsbericht" des Anhangs und im Abschnitt "Liquiditätsrisiko" des Lageberichts, welche die Auswirkungen der nach dem Bilanzstichtag erfolgreich abgeschlossenen Maßnahmen zur Beseitigung von im Vorjahr noch bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Ebene der Muttergesellschaft beschreiben. Die Umsetzung dieser Maßnahmen führt dazu, dass auch auf Ebene der Ipsen International GmbH keine wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit mehr verbleiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 17. Oktober 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Patrick Helsper, Wirtschaftsprüfer Jonas Hagen, Wirtschaftsprüfer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Ipsen International GmbH, KleveWritten Shareholder's Resolution Whereas IPSEN Group Holding GmbH Germany / HRB 128483 is the sole shareholder of IPSEN International GmbH Kleve - Germany The shareholder does hereby waive any and all requirements, statutory or otherwise, for the holding of meetings of the shareholder and does hereby unanimously approve the following resolutions: RESOLVED, that IPSEN International GmbH has generated a loss of EUR 477.278,22 (say EUR four hundred seventy-seven thousand, two-hundred seventy-eight) in the fiscal year 2023. RESOLVED, that the annual financial statements of 2023 are hereby approved. RESOLVED, that the aforementioned loss is carried forward onto new account. RESOLVED, that the Management of IPSEN International GmbH is discharged.
Kleve/Germany, on December 6, 2024 IPSEN Group Holding GmbH Name: Geoffrey Somary Name: Houman Khorram |
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