wks Technik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henry Sander seit 29.11.2004 | Geschäftsführer |
Axel Marx seit 29.11.2004 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
wks Automation GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Zum Leistungs- und Erzeugnisprofil der wks Automation GmbH (nachfolgend auch " wks Automation") gehören Produkte, Systeme und Komplett-Lösungen zur Automatisierung von wasserwirtschaftlichen Anlagen. Die wesentlichen Kundenzielgruppen sind Kommunen und Unternehmen aus Industrien mit eigener Wasserversorgung und Abwasseraufbereitung. Dabei gliedert sich das Leistungsspektrum der wks Automation wie folgt auf: - Anlagenengineering - Steuerungsprogrammierung - Prozessvisualisierung - Projektkoordinierung 1.2. Der Unternehmensverbund wks group Die Zusammenarbeit im Unternehmensverbund der wks group, bestehend aus - wks Technik GmbH, - wks Automation GmbH - Beijing Aerospace wks Environmental Technology Co., Ltd. - nachfolgend auch "wks China", - wks International GmbH ermöglicht es der wks Automation GmbH, "Hand in Hand" und "unter einem Dach" ganzheitliche, funktionell und wirtschaftlich aufeinander abgestimmte Lösungen für den Betrieb wasserwirtschaftlicher Anlagen zu realisieren. Die Leistungen des Unternehmensverbundes umfassen die komplette Wertschöpfung eines Projektes: Von der planerischen Beratung, über die verfahrenstechnische Auslegung und Konstruktion, die Fertigung von Ausrüstungskomponenten, die Installation / Montage und die komplette Automatisierungsabwicklung bis zum betriebsbegleitenden Service und zu Wartungsdienstleistungen. 1.3. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit Zur Geschäftstätigkeit der wks Automation zählt auch die Entwicklung von eigenen Produkten beziehungsweise die Optimierung vorhandener eigener Produkte. Auch damit soll dem Anspruch der Festigung und des Ausbaus der Marktposition durch Innovation, Kompetenz und Qualität Rechnung getragen werden. Die Entwicklungstätigkeit erstreckt sich dabei von kundenbezogenen über kundenunabhängige Produktentwicklungen bis zu hausinternen Werkzeugen für die Firmengruppe. Dabei beanspruchte die kundenunabhängige Produktentwicklung 2022 0,9 Mannjahre der angestellten Mitarbeiter. Die Entwicklung hausinterner Werkzeuge nahm 0,2 Mannjahre in Anspruch. Kundenbezogene Produktentwicklungen fanden 2022 nicht statt. 1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der wks Automation sind: - Gesamtleistung - Rohertrag - Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) - Liquidität 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2022 geprägt durch die Corona-Pandemie und die Auswirkungen der Maßnahmen der Bundes- und Länderregierung/en auf die wirtschaftliche Tätigkeit. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 nach der Pressemitteilung (Mai 2023) des Statischen Bundesamtes um 1,8% höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9% Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. So war 2022 ein moderater Anstieg der staatlichen Konsumausgaben von 1,1% zu verzeichnen und auch die wichtigen Bruttoanlageinvestitionen erhöhten sich um 0,2% - jeweils preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr. Die Abwasserentsorgungsbranche hat sich in den letzten fünf Jahren positiv entwickelt. Zwischen 2017 und 2022 stieg der Branchenumsatz im Durchschnitt um 1,2% pro Jahr. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf den erhöhten Wasserverbrauch von privaten und gewerblichen Kunden zurückzuführen. Obwohl der Wasserverbrauch durch Maschinen aufgrund des technologischen Fortschritts und umweltbewusster Wassersparmaßnahmen gesunken ist, ist der Verbrauch insgesamt gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf die Zunahme privater Haushalte und den damit verbundenen höheren Entsorgungsbedarf zurückzuführen. Die gestiegene Niederschlagsmenge und Überschwemmungen trugen ebenfalls zu einem stärkeren Umsatzwachstum bei. Aufgrund der fortgesetzten Erholung des Produktionsvolumens nach dem Einbruch im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie wird erwartet, dass der Branchenumsatz im Jahr 2022 um 0,7% gegenüber dem Vorjahr steigt. Dies wird auch durch die prognostizierte Zunahme von Extremwetterereignissen und die steigende Anzahl privater Haushalte unterstützt. Laut dem IBISWorld-Bericht zur Abwasserentsorgungsbranche im Juli 2022 werden die Investitionsausgaben der Unternehmen in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich steigen, da die Anforderungen an die Reinheit des Abwassers aufgrund des zunehmenden Umweltbewusstseins steigen. Auch der Branchenumsatz im Bereich Wasserversorgung wird voraussichtlich im Jahr 2022 um 0,9% gegenüber dem Vorjahr steigen, durch die Zunahme heißer Tage und des Anstiegs des Produktionsvolumens. Haupttreiber dieses Umsatzwachstums sind die weitere Erholung des Produktionsvolumens nach dem Einbruch im Jahr 2020, was zu einer erhöhten Nachfrage des verarbeitenden Gewerbes nach Betriebswasser führen dürfte, sowie der steigende Versorgungsbedarf privater Haushalte und Landwirte aufgrund zunehmender Hitze- und Dürreperioden. In den nächsten fünf Jahren wird sich der steigende Versorgungsbedarf privater und kommerzieller Kunden aufgrund der zunehmenden Jahresdurchschnittstemperatur und des steigenden Produktionsvolumens voraussichtlich positiv auf den Branchenumsatz auswirken. Laut den Prognosen von IBISWorld wird der Branchenumsatz in diesem Zeitraum durchschnittlich um 0,1% pro Jahr auf 9,3 Milliarden Euro im Jahr 2027 steigen. Der Wettbewerb in Deutschland bleibt weiterhin intensiv. Das Investitionsklima der Branche war aufgrund der teilweise langen Vorlaufzeiten von Projekten noch als befriedigend einzustufen. Der Fachkräftemangel und die Materialengpässe machen sich auch in der Wasser- und Abwasserbranche bemerkbar. Längere Lieferzeiten im Bereich der Automatisierungstechnik führen zu verlängerten Projektlaufzeiten, welche die Situation im Personalbereich zusätzlich verschärfen. 2.2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der wks Automation im Geschäftsjahr 2022 konnte entgegen der Prognose zum Teil nur auf dem Niveau von 2021 gehalten werden. Spürbar waren Materialengpässe mit entsprechend verlängerten Lieferzeiten, steigende Materialpreise und Verschiebungen von Bauzeiten. Im Geschäftsjahr 2022 konnte die wks Automation die gesteckten Ziele aus der Umsatzplanung für das Jahr 2022 nicht erreichen. Das Geschäftsvolumen blieb auf dem Vorjahresniveau von 11,3 Millionen Euro. Ausschlaggebend hierfür war die durch massive Materiallieferverzögerung hervorgerufene Verlängerung von Projektlaufzeiten sowie der Fachkräftemangel. Dadurch konnten für 2022 als fertig geplante Projekte nicht abgeschlossen werden. Die prognostizierte Verschlechterung der Rohertragsmarge um 0,4 Millionen Euro auf 5,8 Millionen Euro wurde erreicht. Dennoch konnte die wks Automation das Geschäftsjahr besser abschließen als es zu erwarten war. Das EBITDA liegt mit 1,1 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (1,5 Millionen) jedoch über dem geplanten Wert von 1,0 Millionen Euro. Ausschlaggebend hierfür war der erfolgreiche Abschluss einzelner Projekte, die so zum Zeitpunkt der Planung noch nicht eingeschätzt worden waren. Vertrieb und Realisierung Der Vertrieb konnte das durchschnittliche Auftragsvolumen mit kommunalen und industriellen Kunden auf dem Niveau des Vorjahres halten bzw. sogar noch leicht erhöhen. Damit war es wiederholt möglich, auskömmliche Margen mit dieser Zielgruppe zu erwirtschaften. Außerdem gelang es, den Auftragseingang zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahreswechsel mit Kunden weiter zu steigern. Die wks Automation startet mit einem Auftragsbestand von 19,3 Millionen Euro in das Jahr 2023. Das direkte oder indirekt induzierte Geschäft mit industrielle/n Kunden, welches traditionell höhere Volumen als Aufträge kommunaler Kunden aufweist, prägte die Projektabwicklung der wks Automation im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ein Ziel des Vertriebes ist es, Aufträge mit größeren Volumen zu akquirieren. Dies hat auch eine längere Projektlaufzeit zur Folge, was zu einem Aufbau an unfertigen Leistungen führte. Personal Die wks Automation beschäftigte zum Jahresende 2022 53 (2021: 52) fest angestellte Mitarbeiter; im Jahresdurchschnitt waren es 54 Mitarbeiter (2021: 54). Auftragsspitzen wurden flexibel durch Überstunden bewältigt. Trotz erheblicher Bemühungen gelang es nur, den Mitarbeiterstamm im Durchschnitt zu halten. Mit dem Aufbau eines eigenen Personalbereichs innerhalb der wks group wird versucht, den gestiegenen Personalbedarf gezielt zu decken. Durch den allgemeinen Fachkräftemangel in Deutschland konnten nicht alle offenen Stellen besetzt werden. Daher wird im Jahr 2023 weiter an dem Anpassen der Personalausstattung gearbeitet, um das geplante Unternehmenswachstum dauerhaft zu sichern. Einen hohen Stellenwert nimmt die Qualifizierung der Mitarbeiter:innen durch kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ein. Besonders bei der angestrebten Zertifizierung des Qualitäts- und Umwelt-Managementsystems ist eine aktive Mitarbeit des Personals erforderlich. Gefördert wird dies durch eine fokussierte Führung und Motivation der Mitarbeiter:innen, Übernahme von Verantwortung und Beteiligung an essenziellen betrieblichen Veränderungen. Investitionen Die Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr beschränkte sich vor allem auf den Austausch von Anlagevermögen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus Eigenmitteln. Qualitäts- und Risikomanagement Bereits seit dem Jahr 2016 gibt es in der wks Automation ein umfassendes Qualitäts-Management System (QMS). Aufgrund der Änderungen hinsichtlich der DIN EN ISO 9001 und 14001 sowie SCC-Norm sowie der Integration in die neue Muttergesellschaft wird eine Zertifizierung erst in den nächsten 2 bis 3 Jahren angestrebt. Um eine kontinuierliche Qualitätssicherung beziehungsweise Qualitätssteigerung der wks Automation zu gewährleisten und Nichtkonformität, Fehler und Qualitätsprobleme zu identifizieren, zu kontrollieren und dauerhaft zu minimieren, wurden alle betrieblichen Prozesse, Abläufe und Verantwortlichkeiten weiter überprüft und optimiert. Die Mitarbeiter der Projektabwicklung werden durch technisches und kaufmännisches Controlling unterstützt, das noch ausgebaut wird. Im Rahmen der Weiterführung des QMS wird, neben dem Ausbau des fachspezifischen Know-how des Unternehmens, besonderer Wert auf die Qualität der Produkte sowie auf die Steigerung der Qualität, Produktivität und Rentabilität aller unternehmerischen Prozesse gelegt. Großes Augenmerk wird hierbei auch auf die Liquidität der Gesellschaft gelegt. Das Risikomanagement liegt aufgrund flacher Hierarchien in der Verantwortung der Geschäftsleitung. Beim Umsetzen von Risikomanagement-Maßnahmen bedient sich die Geschäftsleitung auch externer Berater. Aufgaben des Arbeits- und Brandschutzes sowie der arbeitsmedizinischen Vorsorge werden an externe Fachleute übertragen. Kaufmännische Verwaltung Die Kredit- und Aval-Linien werden durch die Muttergesellschaft bereitgestellt. Im Bereich Finanzen wurde das interne Berichtswesen weiter ausgebaut, wodurch sich die Transparenz für die Entscheidungsfindung der Geschäftsleitung erhöhte. Die kaufmännische Projektbegleitung wurde neu aufgestellt. 2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Gesamtleistung - definiert als Umsatz plus Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen - erhöhte sich um 0,1 Millionen Euro. Damit blieb sie unter dem Planungswert von 14,1 Millionen Euro. Dabei verminderten sich die Umsatzerlöse um 1,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Dies lag vorrangig an Aufträgen, die nicht im Jahr 2022 schlussgerechnet werden konnten. Wie bereits unter dem Punkt Geschäftsverlauf erwähnt, liegen die Gründe hierfür hauptsächlich in der Verlängerung der Lieferzeiten für Material und im Fachkräftemangel. Dafür erfolgte plangemäß ein Aufbau des Bestandes an unfertigen Leistungen um 3,3 Millionen Euro im selben Zeitraum, welcher jedoch aufgrund der Lieferverzögerungen auch hinter dem Planwert von 4,6 Millionen Euro zurückliegt. Die Rohertragsmarge (bezogen auf die Gesamtleistung) verschlechterte sich aufgrund gestiegener Materialpreise im Geschäftsjahr 2022 auf 51,7% (Vorjahr 53,9%). Das EBITDA verringerte sich um 0,4 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,5 Millionen Euro), blieb damit jedoch aufgrund einzelner mit einem höher als geplanten Gewinn abgeschlossenen Projekte, über dem Planwert von 1,0 Millionen Euro Die EBITDA-Marge sank auf 9,8% der Gesamtleistung (Vorjahr 13,8%), was wesentlich auf die verschlechterte Rohertragsmarge zurückzuführen ist. Der Personalaufwand wuchs um 162 Tausend Euro auf 3,6 Millionen Euro (Vorjahr 3,4 Millionen Euro). Dabei erhöhte sich die Personalaufwandsquote (gemessen als Personalaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) auf 31,5% (Vorjahr 30,1%). Die Abschreibungen blieben im Wesentlichen konstant auf 111 T€ (Vorjahr: 113 T€) und waren geprägt durch Investitionen in IT und Kraftfahrzeuge. Finanzlage Das Gesamtkapital der wks Automation erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Millionen Euro auf 11,2 Millionen Euro (Vorjahr: 9,1 Millionen Euro). Dabei blieb das Eigenkapital zum Jahresende 2022 auf Grund einer Ausschüttung an den Gesellschafter konstant bei 3,8 Millionen Euro (Vorjahr 3,8 Millionen Euro). Es verringerte sich der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital (Eigenkapitalquote) auf 34,2% (Vorjahr 42,0%). Aufgrund der sehr komfortablen Ausstattung mit Eigenkapital wird erneut mit einer Ausschüttung an den Gesellschafter gerechnet. Das gesamte Fremdkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 7,4 Millionen Euro (Vorjahr 5,3 Millionen Euro). Die Rückstellungen haben sich von 1,3 Millionen Euro Ende 2021 um 0,4 Millionen Euro auf 0,9 Millionen Euro Ende 2022 verringert. Ausschlaggebend dafür waren niedrigere Rückstellungen für Personal und Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen von Nachunternehmern und Lieferanten. Bei den Verbindlichkeiten ergab sich ein Anstieg auf 6,5 Millionen Euro (Vorjahr 4,0Millionen Euro). Dies resultiert überwiegend aus dem Anstieg an erhaltenen Anzahlungen um 2,3 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2022 standen der wks Automation liquide Mittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro (Vorjahr 2,5 Millionen Euro) zur Verfügung. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit betrug im Jahr 2022 T€ 62. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit ausreichend, um allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Vermögenslage Die wks Automation weist zum Bilanzstichtag ein um 2,1 Millionen Euro erhöhtes Gesamtvermögen aus. Dabei verringerte sich das Anlagevermögen um 0,1 Millionen Euro auf 0,2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (0,3 Millionen Euro). Mit einem Anteil von 97,5% machte 2022 das Umlaufvermögen den weitaus größten Teil des Gesamtvermögens aus, wobei der Anteil gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen ist, in dem das Verhältnis noch 96,7% betrug. Zum Jahresende 2022 stiegen die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen um 3,3 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro. Gegenläufig dazu entwickelten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Bilanzstichtag um 0,6 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro sanken. Gegenläufig zum gestiegenen Gesamtvermögen ist im Jahr 2022 das Netto-Umlaufvermögen - definiert als Umlaufvermögen abzüglich des Saldos aus erhaltenen und geleisteten Anzahlungen, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den sonst. Verbindlichkeiten und den sonst. Rückstellungen - um 0,4 Millionen Euro auf 4,1 Millionen Euro gestiegen Die erwirtschafteten Eigenmittel reichten aus, um alle erforderlichen Finanzierungen durch eigene Mittel ohne Inanspruchnahme von Darlehen realisieren zu können. Zum 31. Dezember 2022 standen der wks Automation mit 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Im Vorjahr waren es 2,5 Millionen Euro. Wesentliche Einflussfaktoren waren der mit 2,8 Millionen Euro um den erbrachten Leistungsanteil der erhaltenen Anzahlungen bereinigte betriebliche Cashflow sowie die geleisteten Ausschüttungen (aus dem Ertrag) über 0,7 Millionen Euro. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit ausreichend, um allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das Geschäftsjahr 2022 ist insgesamt zufriedenstellend verlaufen. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. Prognosebericht Die Geschäftsführung strebt für das Jahr 2023 erneut eine Ausweitung des Geschäftsvolumens an. Die Gesamtleistung der wks Automation soll daher gegenüber 2022 leicht steigen. Dabei wird im Inlandsgeschäft mit kommunalen Kunden mit einem konstanten Geschäft gerechnet. Mit Kunden aus der Industrie soll das Geschäftsvolumen zunehmen. Ein Auslandsgeschäft wird in 2023 nicht angestrebt. Es bleibt das mittelfristige Ziel, den Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung vom aktuellen Niveau von 52% in Richtung 55% zu verbessern. Dazu sollen die interne Aufstellung und die angestrebte Erhöhung des Geschäftsanteils mit Industriekunden beitragen. Das Jahr 2023 wird voraussichtlich geprägt sein durch den Aufbau des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen. Infolgedessen wird erwartet, dass das EBITDA absolut auf dem Vorjahresniveau gehalten wird. Aufgrund des erhöhten Aufbaus des Bestands an unfertigen Leistungen wird erwartet, dass unter normalen Umständen der Bestand an betriebsnotwendiger Liquidität im Jahr 2023 leicht steigt. Dies soll über gruppeninterne Darlehen abgesichert werden. 3.2. Risikobericht Das vorliegende Volumen an Ausschreibungen und Anfragen, sowohl von kommunalen Kunden als auch von Seiten der Industrie, ist noch auskömmlich. Die Dauer des Ukraine-Konflikts und seine künftigen Auswirkungen auf die wks Automation GmbH sind ungewiss und die Gesamtsituation ist nach wie vor volatil. Die wks Automation GmbH hat bereits einige Erhöhungen der Materialpreise und Verzögerungen in der Lieferkette hinnehmen müssen, die sich jedoch nicht wesentlich auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 auswirkten. Diese werden sich bei einer längeren Dauer des Krieges in der Ukraine möglicherweise weiter erhöhen. Aufgrund der Unsicherheit ist es jedoch schwierig, die potenziellen langfristigen Auswirkungen der Krise auf die wks-Unternehmensgruppe zu bewerten. Noch sind die Kapazitäten für das Jahr 2023 gut ausgelastet. Als Ziel wird die Sicherung des Auftragseingangs auf dem hohem Niveau von 2022 auch für 2023 und darüber hinaus geplant. Generelle Risiken bestehen darin, dass Projekte nicht in der erforderlichen Zeit abgeschlossen werden können oder sich im Rahmen der Projektbearbeitung Erfordernisse bzw. Änderungen ergeben, die im Rahmen eines Nachtragsmanagements nicht durchgesetzt werden können. Dies gilt umso mehr in Zeiten steigender Preise bei Material- und Fremdleistungen. Preis-Risiken wird versucht, durch vertraglich vereinbarte Preisgleitklauseln entgegenzuwirken. Grundsätzlich bestehen weitere Risiken durch Forderungsausfälle. Hinsichtlich der künftigen Auftragslage sind auch Investitionen der öffentlichen Hand wichtig. Hierbei könnten Ausgabenrückgänge die Auftragseingänge reduzieren. Trotz allem erwartet die Geschäftsführung, dass die geplante Gesamtleistung 2023 erbracht und das geplante Jahresergebnis 2023 erreicht werden. Bestandsgefährdende Risiken oder sonstige Risiken mit wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind bei der Gesellschaft nicht zu verzeichnen. 3.3. Chancenbericht Die besonderen Chancen auf dem Markt und gegenüber den anderen Marktteilnehmern werden in der gemeinsamen Arbeit im Unternehmensverbund der wks group gesehen. Durch die angebotene Leistungsbreite und Leistungstiefe sowie die Positionierung mit mehreren Geschäftsbereichen im In- und Ausland kann auf die aktuellen Anforderungen des Marktes sehr individuell und spezifisch eingegangen werden. Weitere Chancen resultieren aus dem Innovations- und Qualitätsbewusstsein, welches in der Vielzahl der erfolgreich realisierten Projekte stets unter Beweis gestellt wurde. Die wks Automation bekräftigt mit diesen und den weiteren geplanten Schritten den Anspruch an ein ausgeprägt kundenorientiertes und wirtschaftliches Arbeiten sowie an konstante, transparente und qualitätsgeprägte Prozesse. In das Geschäftsjahr 2023 blickt die wks Automation mit verhaltener Zuversicht.
Dresden, 22. Juni 2022 Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
ANHANG für das Geschäftsjahr 31.12.20221. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der wks Automation GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beachtet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Dresden und wird im Handelsregister unter HRB 20798 beim Amtsgericht Dresden geführt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Für die Offenlegung fanden die Erleichterungsvorschriften nach § 276 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie Erleichterungen gemäß § 327 HGB Anwendung. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Nettoanschaffungskosten unter EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Nettoanschaffungskosten ab EUR 250,01 und unter EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung der unfertige Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sonstige Vermögensgegenstände und Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen und fällige Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. Die Gesellschaft hat auf ihr Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um am Bilanzstichtag erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Forderungen haben in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 28) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten
4. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2022 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 543 (Vj.: TEUR 685) sowie ein Bestellobligo für Anlage- und Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 4.046 (Vj.: TEUR 2.267). Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung)
Organe Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung hauptberuflich durch: - Herrn Axel Marx sowie - Herrn Henry Sander. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angabe über den Einbezug in einen Konzernabschluss Die China Aerospace Construction Group Co., Ltd mit Sitz in Peking, China, ist mittelbar alleinige Gesellschafterin der wks Automation GmbH, Dresden, und stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft verfügbar. Sonstige Angaben Die Gesellschaft ist zudem persönlich haftender Gesellschafter folgender Arbeitsgemeinschaften in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts: a) ARGE Erweiterung ABA II, Dresden Bürgschaften Die Gesellschaft hat Bürgschaften (Avale) zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 112 (Vj.: TEUR 117) in Anspruch genommen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, dass 62% des Jahresüberschusses an den Gesellschafter ausgeschüttet werden, der Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht gemäß § 285 Nr. 33 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die hier gesondert zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben. Unterschrift der Geschäftsführung
Dresden, den 7. Juni 2023 Axel Marx Henry Sander Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDer Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss: An die wks Automation GmbH, Dresden PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der wks Automation GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der wks Automation GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 5. Juli 2023 ALPERS
WESSEL DORNBACH GmbH
C. Wessel, Wirtschaftsprüfer M. Meyer, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 07. Juli 2023 festgestellt. |
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