Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 71271
Vorher
Artus Gesellschaft für molekularbiologische Diagnostik und Entwicklung mbHartus Gesellschaft für molekularbiologische Diagnostik und Entwicklung mbHQiagen Diagnostics GmbH
Eingetragen
16.10.1998
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Gegenstand
Durchführung von Dienstleistungen im Bereich Molekularbiologie sowie die Entwicklung, Herstellung, der Handel und Vertrieb von molekularbiologischer Nachweissysteme für virale, prokaryotische und eukariotische Gensequenzen sowie die Forschung und Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von molekularbiologischer Diagnostika, bio- und gentechnischer sowie biotechnologischer Produkte und Verfahren unter Einschluss der Entwicklung, Herstellung und des Vertriebs entsprechender Software und technischer Apparaturen nebst der Vergabe von Lizenzen und der Erbringung aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
178.400 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

QIAGEN Hamburg GmbH

Monheim am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Unternehmensstruktur

Alleinige Gesellschafterin der QIAGEN Hamburg GmbH ist die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG.

Am 26. Januar 2012 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der QIAGEN GmbH (herrschendes Unternehmen) und der QIAGEN Hamburg GmbH (beherrschtes Unternehmen) abgeschlossen. Hieraus ergab sich letztmalig die Abführung des in 2019 erzielten Jahresüberschusses an die QIAGEN GmbH, da mit Aufhebungsvertrag vom 21. Oktober 2019 die QIAGEN GmbH und die QIAGEN Hamburg GmbH die einvernehmliche Beendigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vom 26. Januar 2012 zum 31. Dezember 2019 24:00 Uhr beschlossen haben.

Da die QIAGEN Hamburg GmbH trotz der Aufhebung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vom 26. Januar 2012 weiterhin in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht eng mit der QIAGEN GmbH verbunden bleibt, wurde am 14. Juli 2020 ein Beherrschungsvertrag zwischen der QIAGEN GmbH (herrschendes Unternehmen) und der QIAGEN Hamburg GmbH (beherrschtes Unternehmen) abgeschlossen. Die QIAGEN Hamburg GmbH unterstellt die Leitung ihrer Gesellschaft der QIAGEN GmbH. Der Beherrschungsvertrag wurde für den Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2024 abgeschlossen und verlängert sich unverändert jeweils um ein Jahr, falls er nicht spätestens sechs Monate vor seinem Ablauf von einem Vertragspartner gekündigt wird.

Am 14. Juli 2020 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG und der QIAGEN Hamburg GmbH zum Zwecke der Herstellung eines Organschaftverhältnisses im Sinne der §§ 14 KStG ff. abgeschlossen. Die Parteien haben sich vertraglich dazu verpflichtet, dass die QIAGEN Hamburg GmbH während der gesamten Vertragslaufzeit ihren ganzen Gewinn an die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG abführt und dass die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG den gesamten Verlust der QIAGEN Hamburg GmbH ausgleicht. Hieraus ergibt sich die Abführung des in 2021 erzielten Jahresüberschusses der QIAGEN Hamburg GmbH in Höhe von TEUR 67.174 an die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG. Der Gewinnabführungsvertrag wurde für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2024 abgeschlossen und verlängert sich unverändert jeweils um ein Jahr, falls er nicht spätestens sechs Monate vor seinem Ablauf von einem Vertragspartner gekündigt wird.

Die Gesellschaft fungiert im Wesentlichen als IP Holding innerhalb der QIAGEN Gruppe und erzielt in diesem Zusammenhang Lizenzerträge.

Das Geschäftsjahr der QIAGEN Hamburg GmbH entspricht dem Kalenderjahr.

2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Molekularbiologie hat die biologische und die medizinische Forschung revolutioniert. Auch aus der klinischen Diagnostik ist ihr Einsatz nicht mehr wegzudenken. Mit ihr verbinden sich bislang ungeahnte Möglichkeiten beim Nachweis von genetischen Defekten und beim Verstehen von Genfunktionen.

Unter molekularer Diagnostik versteht man alle Tests und Methoden, die über die Erbsubstanz (DNA oder RNA) eine Krankheit oder die Prädisposition zu einer Krankheit nachweisen. Molekulare Diagnostik liefert der modernen Medizin somit völlig neue Strategien im Kampf gegen Infektionen und Krankheiten wie etwa Diabetes oder Krebs. Auf der Ebene von DNA/RNA und Proteinen lässt sich wesentlich gezielter nach der Ursache einer Krankheit suchen und die Therapie entsprechend anpassen.

Angesichts einer immer stärkeren Adaption von molekularbiologischen Analysetechnologien und Applikationen in routinemäßig kommerzialisierte Anwendungen wie molekulare Diagnostik und klinische Forschung, sowie angesichts des sich immer weiter ausdehnenden Marktes für angewandte Testverfahren (Lebensmittelqualitätskontrolle, Veterinärmedizin, Forensik, Umwelttests) wird die Nachfrage nach integrierten, standardisierten Probenvorbereitungs- und Nachweissystemen immer größer. Analysen werden von Forschern sowie technischen Mitarbeitern mit unterschiedlichen Erfahrungs- und Schulungsgraden ausgeführt und brauchen daher anwenderfreundliche, reproduzierbare und standardisierte Methoden und eine Vereinheitlichung von Prozessschritten.

Steigende Probenvolumina, die Notwendigkeit, strenger werdende regulatorische Vorschriften zu erfüllen, sowie der Wunsch nach Vergleichbarkeit von Forschungsergebnissen über die stärkere Vernetzung von Laboren innerhalb der Forschung und Entwicklung treiben die Standardisierung und Vereinfachung der angewandten Verfahren voran.

Die QIAGEN Gruppe zählt zu den Anbietern molekularbiologischer humandiagnostischer Testverfahren.

Zusätzlich erstreckt sich die Molekularbiologie heute auf immer weitere Bereiche des alltäglichen Lebens, die nicht im medizinischen Bereich anzusiedeln sind. Erfolge bei der Aufklärung von Kriminalfällen durch DNA-Analysen, die öffentliche Debatte über genetisch veränderte Organismen (GMO) und die Qualitätssicherung bei Lebensmitteln, wie auch über den Schutz vor Bioterrorismus, haben den Wert molekularbasierter Analysen im Markt für angewandte Testverfahren enorm gesteigert.

Die Möglichkeiten, die die molekulare Diagnostik der modernen Medizin für die Behandlung von Patienten und zur Therapieoptimierung bieten können, sind enorm vielfältig, und sie nehmen im Zeitablauf weiter zu. Wir gehen davon aus, dass die molekulare Diagnostik künftig in immer mehr Bereichen zum Einsatz kommen und dazu beitragen wird, dass Behandlungen mit einem noch höheren Maß an Sicherheit durchgeführt werden können. Dank standardisierter und automatisierter Methoden, für die weniger Fachwissen nötig ist, wird sich die molekulare Diagnostik aller Wahrscheinlichkeit nach auch direkt bis in die Behandlungsräume medizinischer Praxen ausdehnen und dabei nahezu unmittelbar Ergebnisse liefern.

3. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis. Detaillierte Ausführungen hierzu finden sich in den folgenden Absätzen.

4. Umsatz- und Ertragslage

Die QIAGEN Hamburg GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2021 ausschließlich Intercompany Umsätze im Wesentlichen in Form von Lizenzentgelten. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund höherer relevanter Produktumsätze innerhalb der QIAGEN-Gruppe leicht um TEUR 2.082 gestiegen. Das Betriebsergebnis (Gesamtleistung abzüglich der operativen Aufwendungen (Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) erhöhte sich infolge der leicht gestiegenen Lizenzeinnahmen auf TEUR 71.092 (Vorjahr: TEUR 69.397). Insgesamt liegen beide finanziellen Leistungsindikatoren innerhalb der Planung. Die leicht erhöhten Lizenzeinnahmen konnten die um TEUR 2.103 angestiegenen Zinsaufwendungen nicht kompensieren, was im Wesentlichen zu einer Verminderung des Ergebnisses nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr führte.

Der in 2021 entstandene Gewinn in von TEUR 67.174 wird auf Grund des Gewinnabführungsvertrages an die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG abgeführt.

5. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verändert und ist um TEUR 65.364 auf TEUR 85.306 in 2021 stark gesunken, was insbesondere in um TEUR 59.504 verminderten Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründet liegt. Auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 58.040.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Lizenzen, die planmäßig abgeschrieben werden. Die Relation zum Gesamtvermögen (Anlageintensität) betrug 20% (Vorjahr: 15%).

Die Finanzanlagen betreffen die Anteile an der Q Biotechnology CV, Venlo, Niederlande.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch auf TEUR 67.173 (Vorjahr: TEUR 125.213) gesunken und betreffen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung des Geschäftsjahres 2021. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen den Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen im Vorjahr und haben in Höhe von TEUR 2.500 eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 11,1% (Vorjahr: 6,3%).

6. Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln betrug wie im Vorjahr TEUR 0. Die QIAGEN Hamburg GmbH verfügt über ein in-house cash Konto bei der Konzernmuttergesellschaft QIAGEN N. V.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die QIAGEN Hamburg GmbH zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verfügt, die die Gesellschaft in die Lage versetzt, ihren Geschäftszweck in vollem Umfang zu verfolgen.

7. Personal- und Sozialbereich

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 10 Mitarbeiter (Vorjahr: 10 Mitarbeiter).

8. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Investitionen von TEUR 17 vorgenommen. Im Vorjahr hatten sich deutlich höhere Investitionen aufgrund des Bezuges eines neuen Gebäudes am Standort Monheim ergeben.

9. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft fungiert im Wesentlichen als IP Holding innerhalb der QIAGEN Gruppe.

Spezielle Risiken für die QIAGEN Hamburg GmbH ergeben sich wie in den Vorjahren vor allem aus dem schwierigen patent- und lizenzrechtlichen Umfeld, in dem häufig nicht abschließend geklärt werden kann, ob durch Produkte gegen Schutzrechte Dritter verstoßen wird. Die Gesellschaft ist ständig bemüht, entsprechende Risiken aufzudecken und, wenn nötig, durch Lizenznahmen, zu lösen.

Trotz der Unsicherheiten, die sich mittelfristig auch aus der derzeitigen Wirtschaftslage ergeben können, schätzen wir die Entwicklung der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse und Betriebsergebnis) im Vergleich zum Vorjahr als moderat steigend ein, wobei wir davon ausgehen, dass sich die Entwicklung eng an den Entwicklungen des Konzerns orientieren wird.

10. Strategische Ziele / Ausblick / Prognosebericht

Auch in Zukunft wird die Gesellschaft im Wesentlichen als IP Holding innerhalb der QIAGEN Gruppe fungieren.

Wir gehen davon aus, dass die QIAGEN Gruppe ihre Marktstellung im Bereich der Nukleinsäure-Analytik durch die weiter fortschreitende Verdrängung traditioneller Methoden und die Einführung neuer, innovativer Produkte weiter ausbauen kann. Klinische Labore bieten zunehmend molekulardiagnostische Tests an, die neue Möglichkeiten der Diagnose eröffnen. Ältere Technologien werden durch moderne molekulare Methoden ersetzt, die schnellere und zuverlässigere Identifizierung und Behandlung von Krankheiten erlauben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der symptombasierten Diagnostik anhand von zusammengehörigen Testsystemen. Die Bedeutung integrierter Diagnosesystem gewinnt weiter an Bedeutung.

 

Monheim am Rhein, den 4. November 2022

QIAGEN Hamburg GmbH

gez. Dr. Jürgen Manfred Schneider

gez. Dr. Oliver Jürgen Sichelschmidt

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.265.140,00 23.188.192,00
17.265.140,00 23.188.192,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 311.294,00 348.649,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.337,00 100.343,00
399.631,00 448.992,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.000.000,00 5.000.000,00
5.000.000,00 5.000.000,00
22.664.771,00 28.637.184,00
UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 7.461,90
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 62.490.970,42 121.994.759,04
Sonstige Vermögensgegenstände 150.691,00 30.125,83
62.641.661,42 122.032.346,77
85.306.432,42 150.669.530,77

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 178.400,00 178.400,00
Kapitalrücklage 4.919.600,00 4.919.600,00
Gewinnvortrag 4.407.925,68 4.407.925,68
9.505.925,68 9.505.925,68
RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 1.262.442,70 1.685.874,81
1.262.442,70 1.685.874,81
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.654,26 29.453,64
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.173.503,84 125.213.198,86
- davon gegenüber Gesellschafter: EUR 67.173.503,84 (Vorjahr: EUR 68.854.388,85)
Sonstige Verbindlichkeiten 7.337.905,94 14.235.077,78
- davon aus Steuern: EUR 23.614,17 (Vorjahr: EUR 375.301,91)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 974,00)
74.538.064,04 139.477.730,28
85.306.432,42 150.669.530,77

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 80.039.983,85 77.958.158,97
2. Sonstige betriebliche Erträge 581,32 147.336,62
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 581,32 (Vorjahr: EUR 27.447,24)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.871,87 -31.068,52
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.373.175,89 -2.004.421,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -138.465,55 -130.480,21
- davon für Altersversorgung EUR 1.573,79 (Vorjahr: EUR 1.554,80)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.989.722,00 -6.021.118,08
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -438.244,65 -521.866,35
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 2.384,26 (Vorjahr: EUR 31.761,86)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.154,74 1.278.032,70
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.265.333,33)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.921.392,57 -1.818.121,13
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 3.921.392,57 (Vorjahr: EUR 1.818.026,13)
67.175.847,38 68.856.452,02
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 67.175.847,38 68.856.452,02
11. Sonstige Steuern -2.343,54 -2.063,17
12. Aufwendungen aus der Gewinnabführung -67.173.503,84 -68.854.388,85
13. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Monheim am Rhein und ist beim Amtsgericht Düsseldorf im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 71271 seit dem 28. Oktober 2013 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bilanziert und haben im Wesentlichen eine Laufzeit bis Ende 2024.

Erworbenes Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Die Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommene Mitarbeiter-Aktienoptionen und noch nicht erdiente Restricted Stock Units (RSUs) wird nach Maßgabe des inneren Wertes der Verpflichtung ermittelt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben in Fremdwährung und Valutabestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt. Langfristige Forderungen in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs bzw. mit dem niedrigeren Stichtagskurs angesetzt. Langfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Entstehungskurs bzw. mit dem höheren Stichtagskurs angesetzt.

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG werden auf Ebene der Gesellschaft keine latenten Steuern bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zu diesem Anhang) zu entnehmen.

Finanzanlagen

Die QIAGEN Hamburg GmbH hält 45,45% der Anteile an der Q Biotechnology CV, Venlo, Niederlande, die als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden. Die Q Biotechnology CV weist für das Geschäftsjahr 2021 einen Jahresüberschuss von TEUR 944 und ein Eigenkapital von TEUR 15.175 aus.

Die QIAGEN Hamburg GmbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG. Die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Monheim am Rhein und ist beim Amtsgericht Düsseldorf im Handelsregister, Abteilung A, unter Nr. 25634 seit dem 4. November 2019 eingetragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Mitarbeiteroptionen (TEUR 1.014) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel (in EUR)

31.12.2021
Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre gesamt
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.654,26 0,00 0,00 26.654,26
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.173.503,84 0,00 0,00 67.173.503,84
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.837.905,94 2.500.000,00 0,00 7.337.905,94
31.12.2020
Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre Gesamt
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.453,64 0,00 0,00 29.453,64
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 125.213.198,86 0,00 0,00 125.213.198,86
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.235.077,78 7.000.000,00 0,00 14.235.077,78

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 67.174 und betreffen Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2021.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden überwiegend in Europa erzielt und resultieren aus Lizenzerträgen von verbundenen Unternehmen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Diese Position umfasst insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechts- und Beratungskosten (TEUR 144) sowie mit Kostenweiterbelastungen von verbundenen Unternehmen (TEUR 121).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 10 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt (2020: 10).

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr waren:

Dr. Oliver Jürgen Sichelschmidt, Bonn

Dr. Jürgen Manfred Schneider, Düsseldorf

Herr Dr. Schneider und Herr Dr. Sichelschmidt üben hauptberuflich Tätigkeiten in der IP&L Abteilung des QIAGEN-Konzerns aus.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf eine Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung (nach § 285 Nr. 9a HGB) wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin der QIAGEN Hamburg GmbH ist die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG.

Mutterunternehmen mit dem größten Konsolidierungskreis ist die QIAGEN N.V., Venlo, Niederlande.

Der Konzernabschluss der QIAGEN N.V., in den die QIAGEN Hamburg GmbH einbezogen wird, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendung

Am 14. Juli 2020 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG (herrschendes Unternehmen) und der QIAGEN Hamburg GmbH (beherrschtes Unternehmen) zum Zwecke der Herstellung eines Organschaftverhältnisses im Sinne der §§ 14 KStG ff. abgeschlossen. Die Parteien haben sich vertraglich dazu verpflichtet, dass die QIAGEN Hamburg GmbH während des gesamten Vertragslaufzeit ihren ganzen Gewinn an die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG abführt und dass die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG den gesamten Verlust der QIAGEN Hamburg GmbH ausgleicht. Hieraus ergibt sich die Abführung des in 2021 erzielten Jahresüberschusses der QIAGEN Hamburg GmbH in Höhe von TEUR 67.174 an die QIAGEN Monheim GmbH & Co. KG.

 

Monheim am Rhein, den 4. November 2022

QIAGEN Hamburg GmbH

gez. Dr. Jürgen Manfred Schneider

gez. Dr. Oliver Jürgen Sichelschmidt

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte nach Gesellschafterbeschluss am 15.12.2022.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.547.776,89 0,00 0,00 84.547.776,89
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 373.552,15 0,00 0,00 373.552,15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.523,53 17.309,00 0,00 139.832,53
496.075,68 17.309,00 0,00 513.384,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.000.000,00 0,00 0,00 5.000.000,00
90.043.852,57 17.309,00 0,00 90.061.161,57
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.359.584,89 5.923.052,00 67.282.636,89
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.903,15 37.355,00 62.258,15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.180,53 29.315,00 51.495,53
47.083,68 66.670,00 113.753,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
61.406.668,57 5.989.722,00 67.396.390,57
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.265.140,00 23.188.192,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 311.294,00 348.649,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.337,00 100.343,00
399.631,00 448.992,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.000.000,00 5.000.000,00
22.664.771,00 28.637.184,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die QIAGEN Hamburg GmbH, Monheim am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der QIAGEN Hamburg GmbH, Monheim am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der QIAGEN Hamburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 4. November 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mehdi Zadegan, Wirtschaftsprüferin

Figura, Wirtschaftsprüfer

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