Kredit-Service-Center GmbHLiquidiert
20097 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Britta Hamm seit 16.10.2019 | Prokura |
Simon Sebastian Spöhrer seit 7.10.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
S-Servicepartner Norddeutschland GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kredit-Service-Center GmbHBremenJahresabschluss zum 31. Dezember 2020und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020AKTIVA scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020scroll
Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2020Kredit-Service-Center GmbH, BremenI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Kredit-Service-Center GmbH (im Folgenden KSC GmbH genannt) mit Sitz in Bremen, ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Bremen unter der Nummer HRB 21259 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuch (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens (going concern-Prinzip). Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zwischen 1 und 13 Jahren vorgenommen. Bei Zugängen von Gegenständen des beweglichen Anlagevermögens erfolgt die Abschreibung im Jahr des Zugangs pro-rata-temporis. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB zu ihren Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und in den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ausgleichsforderungen enthalten, die aus der Übertragung von Arbeitsverhältnissen und bestehenden Pensionsverpflichtungen durch die Institute Hamburger Sparkasse AG und die Sparkasse Bremen AG auf die KSC GmbH zum 1. Juli 2006 resultieren. Die Institute haben sich verpflichtet, der KSC GmbH Betriebsrentenzahlungen auszugleichen, die von den entsprechenden Mitarbeitern bis zum 30. Juni 2006 erdient wurden. Zum Zwecke der Folgebewertung der Ausgleichsforderungen wird ein Anwartschaftsbarwert zum 30. Juni 2006 berechnet, bei dem unterstellt wird, dass die Anwartschaften der Mitarbeiter zum 30. Juni 2006 sämtlich unverfallbar sind. Die Ausgleichsforderungen werden an den Folgestichtagen entsprechend der Veränderung des Anwartschaftsbarwertes angepasst. Die Bewertung der Ausgleichsforderungen erfolgt mit den Parametern, wie sie auch für die Berechnung der Pensionsrückstellungen verwendet werden. Der so ermittelte Erfüllungsbetrag der Ausgleichsforderungen zum 31. Dezember 2020 beträgt 23.209 Tsd. €. Die bilanzierten Ausgleichsforderungen betragen mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 668 Tsd. €, mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren 3.087 Tsd. € und einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 19.455 Tsd. €. Guthaben bei Kreditinstituten Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter der Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 2,31 % p. a. ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 2,10 % p. a. und erwartete Rentensteigerungen mit 1,75 % p. a. berücksichtigt. Es wurden altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten in Ansatz gebracht. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag 6.426 Tsd. € (Vj: 6.244 Tsd. €). Der Altersversorgungsaufwand setzt sich aus dem Zinsergebnis innerhalb des Postens „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ in Höhe von 1.103 Tsd. € und dem Dienstzeitaufwand von 508 Tsd. €, der im Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen. Sonstige Rückstellungen Die für ungewisse Verbindlichkeiten gebildeten Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Die Abzinsung der Personalrückstellungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bzw. erfolgte die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen pauschal. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. IV. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen betreffen erworbene Fondsanteile (NRS-Fonds) sonstiger Dritter in Höhe von 14.000 Tsd. € (Vj.: 14.000 Tsd. €). Die Bewertung zum Stichtag erfolgte zu den Anschaffungskosten. Der NRS-Fonds dient zur Absicherung der langfristigen Personalverpflichtungen des Unternehmens. Die Voraussetzungen für eine Aufrechnung mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB sind nicht gegeben. Bei diesem Fonds handelt es sich um einen gemischten Fonds mit einem Buchwert von 14.000 Tsd. € und einem aktuellen Marktwert von 15.121 Tsd. €. Anteile des Fonds können jederzeit ver- oder gekauft werden. Die ordentlichen Erträge in Höhe von 24 Tsd. € wurden ausgeschüttet und als Ertrag aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens vereinnahmt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich im Wesentlichen aus der Ausgleichsverpflichtung der Hamburger Sparkasse AG für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 18.265 Tsd. € (Vj.: 17.036 Tsd. €) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.173 Tsd. € (Vj.: 1.313 Tsd. €) zusammen, davon gegenüber Gesellschaftern 419 Tsd. € (Vj.: 521 Tsd. €). Die Ausgleichsforderungen haben in Höhe von 418 Tsd. € eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, in Höhe von 2.072 Tsd. € eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und in Höhe von 15.775 Tsd. € eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Weiterhin wurde mit dem Cash-Pool Vertrag vom 20. Juni 2017 ein Liquiditätsverbund neu vereinbart, welcher zum Bilanzstichtag eine Forderung von 13.183 Tsd. € gegen die S-Servicepartner Norddeutschland GmbH (Gesellschafterin) ausweist. Des Weiteren wird die Forderung gegen die S-Servicepartner Norddeutschland GmbH (Gesellschafterin) aus der Verlustübernahme 2020 in Höhe von 2.462 Tsd. € ausgewiesen. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ausgleichsforderungen gegen die Sparkasse Bremen AG von 4.945 Tsd. € (Vj.: 4.854 Tsd. €) enthalten. Die Ausgleichsforderungen haben in Höhe von 250 Tsd. € eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, in Höhe von 1.015 Tsd. € eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und in Höhe von 3.681 Tsd. € eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Forderungen Die neben den Ausgleichsforderungen bestehenden Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von < 1 Jahr. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe von 498 Tsd. € (Vj.: 498 Tsd. €) den Guthaben gegen verbundene Unternehmen mitzugehörig. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Rückstellung für geplante Personalrestrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 4.494 Tsd. € (Vj.: 550 Tsd. €) betrifft im Wesentlichen Posten für Vorruhestand, Abfindungen und Freistellungen der Mitarbeiter. Bei den Verpflichtungen für den Vorruhestand werden in Abhängigkeit von der Restlaufzeit des Vorruhestands Lohn- und Gehaltssteigerungsraten von 2,1 % angesetzt. Bei der Berechnung wurde in Ansatz gebracht, dass neben Vorruhestandsleistungen auch noch der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung zu tragen ist, ohne dass eine Arbeitsleistung erbracht wird. Verbindlichkeitenspiegel Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel: scroll
Im Vorjahr hatten sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 956 Tsd. € (Vj.: 1.003 Tsd. €) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gleichzeitig in Höhe von 956 Tsd. € (Vj.: 1.030 Tsd. €) den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mitzugehörig. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse ergeben sich aus Dienstleistungen für Sparkassen auf Grundlage der entsprechenden Geschäftsbesorgungsverträge. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Rentenerstattungen der Hamburger Sparkasse AG in Höhe von 340 Tsd. € (Vj.: 298 Tsd. €) sowie die Auflösung von Rückstellungen (periodenfremde Erträge) in Höhe von 390 Tsd. € (Vj.: 480 Tsd. €). Personalaufwand Im Personalaufwand ist eine Rückstellung für geplante Personalrestrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 4.494 Tsd. € (Vj.: 550Tsd €) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 0 Tsd. € (Vj.: 1.854 Tsd. €). Diese beruhen aus einer Nachforderung einer vertraglichen Rahmenvereinbarung. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens beinhalten Erträge eines Spezialfonds in Höhe von 24 Tsd. €. Zinserträge und -aufwendungen Die Zinserträge enthalten 602 Tsd. € (Vj.: 609 Tsd. €) aus der Aufzinsung der Ausgleichsforderungen. Davon betreffen 435 Tsd. € (Vj.: 478 Tsd. €) verbundene Unternehmen. Die Zinsaufwendungen betreffen 1.129 Tsd. € (Vj.: 1.218 Tsd. €) aus der Aufzinsung von Rückstellungen (im Wesentlichen Pensionsrückstellungen). VI. Sonstige Angaben Angaben zu finanziellen Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung. scroll
Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen gegenüber verbundenen Unternehmen 4.895 Tsd. €. Davon bis 1 Jahr 717 Tsd. € und 1 bis 5 Jahre 2.476 Tsd. €. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2020 durchschnittlich 289 Angestellte, davon 173 Vollzeitkräfte und 116 Teilzeitkräfte. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr beträgt 25 Tsd. € und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Gesellschaftsorgane Geschäftsführer der Gesellschaft waren und sind: Dipl.-Sparkassenbetriebswirt Simon Spöhrer, leitender Angestellter der S-Servicepartner Norddeutschland GmbH Unternehmensverbindungen Seit dem 1. Juli 2006 ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der S-Servicepartner Norddeutschland GmbH mit Sitz in Hamburg (Gesellschafterin der KSC GmbH). Seit dem 31. Oktober 2011, eingetragen im Handelsregister am 17. November 2011, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der S-Servicepartner Norddeutschland GmbH und der Kredit-Service-Center GmbH. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird über die S-Servicepartner Norddeutschland GmbH in den Konzernabschluss der HASPA Finanzholding mit Sitz in Hamburg einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Die HASPA Finanzholding veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Bundesanzeiger.
Hamburg, den 26. Februar 2021 Kredit-Service-Center GmbH Simon Spöhrer, Geschäftsführer scroll
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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020Kredit-Service-Center GmbH, BremenInhaltsverzeichnis 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Unternehmensgruppe S-Servicepartner und strategische Ausrichtung der Kredit-Service-Center GmbH 1.2 Das Unternehmen Kredit-Service-Center GmbH 1.3 Strategische Partnerschaften und Kooperationen 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktbedingungen 2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufes 2.3 Ertragslage 2.4 Finanzlage 2.5 Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Nachtragsbericht 5. Chancen- und Risikobericht 5.1 Marktentwicklung / Chancen 5.2 Risikomanagement 6. Prognose und unternehmerischer Ausblick 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Unternehmensgruppe S-Servicepartner und strategische Ausrichtung der Kredit-Service-Center GmbH Die Sparkassen-Finanzgruppe steht, wie die gesamte Kreditwirtschaft weiterhin vor großen Herausforderungen. Das Niedrigzinsumfeld, die Digitalisierung, die zunehmende Regulierung und nicht zuletzt die Auswirkungen der Corona-Krise erfordern Maßnahmen zur Kostensenkung und Qualitätssicherung. Die Sparkassen-Finanzgruppe begegnet diesen Herausforderungen u.a. mit der Bündelung ihrer Verbunddienstleistungen und -dienstleister, beispielhaft IT-Dienstleistungen in der Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, (FI) oder der Wertpapierabwicklung in der Deutsche WertpapierService Bank AG, Frankfurt am Main (dwp). Zudem werden insbesondere Marktfolgeprozesse immer stärker digitalisiert und automatisiert. Eine gebündelte, industrielle Art der Abarbeitung verbleibender Prozesse wird zusätzliche Kostenvorteile bringen. Ziel der Unternehmensgruppe ist es, unter der Dachmarke S-Servicepartner das Know-how, die Auftragsmengen und die Kundenbasis für Marktfolgedienstleistungen zu bündeln. Dies ermöglicht, die Standardisierungs- und Industrialisierungsaktivitäten zu intensivieren und den Sparkassen kostengünstige Prozesse zur Verfügung zu stellen. Mit dem Ausbau regionaler Partnerschaften wird die Kunden- und Transaktionsbasis der Unternehmensgruppe S-Servicepartner permanent erweitert. Bei der Bündelung von Mengen, gemessen am Umsatz (ca. 183 Mio. €) und der Mitarbeiterzahl (ca. 2.300), ist die Unternehmensgruppe S-Servicepartner umfassend im Segment der Marktfolgedienstleistungen für Sparkassen tätig. Der Umsatzschwerpunkt liegt mit ca. 128 Mio. € weiterhin in den Segmenten Aktiv und Passiv. Auf das rückläufige Zahlungsverkehrsgeschäft entfällt nur noch ein Umsatz von ca. 17 Mio. €. Die Kredit-Service-Center GmbH ist eine der Produktionsgesellschaften der Unternehmensgruppe SServicepartner. Die Gesellschaft fokussiert sich auf ihre Produktion und kann dabei die erweiterten fachlichen sowie kapazitativen Ressourcen der Unternehmensgruppe nutzen, um ihre Leistungen bereitzustellen. Die Geschäftsplanung der Kredit-Service-Center GmbH berücksichtigt für die kommenden Jahre, dass weitere Synergieeffekte (z. B. Nutzung Best Practices, gemeinsame Investitionen, gemeinsame Vertriebsstärke) wirken werden. Durch die Steuerung und Bündelung von Arbeitsmengen in der Unternehmensgruppe wird den Sparkassen ermöglicht, von Qualitäts- und Kostenvorteilen, unter Berücksichtigung eines angemessenen Preis - Leistungsverhältnisses, zu profitieren. 1.2 Das Unternehmen Kredit-Service-Center GmbH Gesellschafter der Kredit-Service-Center GmbH (KSC) ist zu 100 % die S-Servicepartner Norddeutschland GmbH. Das Angebot der KSC umfasst alle Back-Office-Abläufe im Neu- und Bestandsgeschäft für Privat- und Firmenkredite. Zusätzlich werden Analysetätigkeiten (wie z. B. § 18 KWG-Management) und Dienstleistungen (wie z. B. Darlehensbuchhaltung, Immobilien-Wertermittlungen und Kreditaktendigitalisierungen) angeboten. Der Geschäftsführer führt die Geschäfte der Gesellschaft. Die Rechte und Pflichten des Geschäftsführers ergeben sich aus dem Anstellungsvertrag mit der SP-ND, Satzung, Gesetz und der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung. Die Geschäftsführung wird von der Geschäftsführung der SP-ND überwacht. Die Leistungserbringung der KSC erfolgt im Betrieb Hamburg. 1.3 Strategische Partnerschaften und Kooperationen Zusammenarbeit mit der FI Aufgrund der eingesetzten IT-Plattform der Sparkassen stellen OSPlus und das ServicePortal auch für das Back-Office die Standardanwendungen dar. Einzelne Tätigkeiten oder gesamte Prozesse der Marktfolge können damit standardisiert in der Unternehmensgruppe S-Servicepartner bearbeitet werden. Die Unternehmensgruppe S-Servicepartner und damit auch die KSC nutzen ein eigenständiges, technisches Institut bei der FI. Die Zusammenarbeit mit der FI erfolgt in gemeinsamen Gremien und Arbeitskreisen und wird gruppenweit von der SServicepartner Deutschland GmbH, Berlin, gesteuert. Zusammenarbeit mit der arxes-tolina GmbH, Berlin Die arxes-tolina GmbH bietet herstellerübergreifende IT-Infrastruktur-Lösungen sowie Software-Lösungen, die das Angebot der FI bei Spezialthemen ergänzen. Die Zusammenarbeit mit der arxes-tolina GmbH wird gruppenweit über die S-Servicepartner Deutschland GmbH gesteuert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung war von der Corona-Pandemie schwer gezeichnet. Mit der weltweiten Verbreitung des Virus und folglich notwendigen Kontakteinschränkungen ging zu Beginn des Frühjahrs ein massiver wirtschaftlicher Einbruch einher. Mit niedrigen Fallzahlen setzte nachfolgend zwar eine rasche Erholung ein, doch blieben diverse Wirtschaftszweige auch dann noch stark beeinträchtigt. Im Unterschied zu typischen zyklischen Schwankungen waren Dienstleistungsbereiche wie das Gastgewerbe, Reise- und Verkehrsdienstleister sowie Kunst, Unterhaltung und Erholung von dieser Situation besonders betroffen und mussten häufig extreme Umsatzeinbußen hinnehmen. Staatliche Auffanglösungen und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht haben die Auswirkungen vorläufig gelindert. Über den Herbst spitzte sich das Infektionsgeschehen erneut zu. Gezielte Eindämmungsversuche haben den exponentiellen Anstieg zunächst nur gestoppt, ohne die zweite Infektionswelle zu brechen. Gleichzeitig waren die wirtschaftlichen Einbußen nun aber weniger gravierend als im Frühjahr. Über das Gesamtjahr ergab sich in Deutschland aus diesem Verlauf eine Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts um 5,0 %. Auch die Konsumausgaben der Privathaushalte fielen stark, während ihre Sparquote von vormals 10,9 % auf 16,3 % emporschnellte. Am Arbeitsmarkt zog vor allem die Zahl der Kurzarbeitenden ungewöhnlich stark auf in der Spitze fast sechs Millionen an. Gemessen daran nahm die Arbeitslosigkeit zwischen März und Juni nur moderat zu. Zum Jahresende betrug die Arbeitslosenquote 5,9 % und lag damit noch 0,4 Prozentpunkte unter ihrem Zwischenhoch zur Jahresmitte. Die Europäische Zentralbank schuf in Reaktion auf die Krise ein neues Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) . Der darin gesetzte Ankaufrahmen für Vermögenswerte wurde zuletzt im Dezember auf nunmehr 1,85 Billionen Euro bis zum März 2022 erweitert. Die Kreditvergabe stützte die Notenbank zusätzlich über gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (GLRG) mit Banken zu Konditionen unterhalb des Satzes der Einlagenfazilität. Am Kapitalmarkt gaben die Zinsen zum Auftakt der Pandemie nochmals nach und tendierten nach einer kurzen Zwischenerholung auf tiefem Stand mehr oder minder seitwärts. Zehnjährige Bundesanleihen wiesen zum Jahresabschluss eine Rendite von -0,57 % auf. Auch die Zinsstrukturkurve war mit einem Abstand von gerade 15 Basispunkten zwischen zwei- und zehnjährigen Laufzeiten weiterhin sehr flach. Der Kreditbestand aller Banken in Deutschland gegenüber inländischen Unternehmen und Privatpersonen weitete sich über das Frühjahr zunächst stark aus. Zwischen Mai und November ermäßigte sich dieser Anstieg in der Jahresrate jedoch wieder von 5,6 % auf 4,4 %. 2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufes Die Unterstützung der Bestandskunden hat auch das Geschäftsjahr 2020 geprägt. Kostensenkungsbestrebungen seitens der Kundensparkassen konnten unterstützt werden. In 2020 lag der Fokus unverändert auf der weiteren Optimierung des Leistungsportfolios sowie auf der Entwicklung spezifischer Kundenlösungen. Im Rahmen der Produktentwicklung sowie der vertrieblichen Aktivitäten erfolgt weiterhin eine verstärkte Ausrichtung auf ausgewählte Leistungen mit einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Kostenreduktionen konnten durch weitere Effizienzsteigerungen weiter umgesetzt werden. Im Rahmen der Effizienzsteigerungen werden weitere Personalmaßnahmen notwendig. Die gebildete Rückstellung beläuft sich zum Jahresende 2020 auf rund 4,5 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €). Vor diesem Hintergrund liegt das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung der KSC in 2020 bei rund -2,5 Mio. € (Vorjahr 28 Tsd. €) und liegt aufgrund der vorstehend benannten Sonderbelastung deutlich unter Plan, der insgesamt ein Ergebnis von 2,3 Mio. € vorsah. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Verlust durch die SP-ND ausgeglichen und das Jahresergebnis beträgt 0 €. 2.3 Ertragslage In 2020 wurden 27,9 Mio. € Umsatzerlöse erzielt (Vorjahr 29,2 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 1,0 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (1,0 Mio. €). Der Personalaufwand liegt mit 23,3 Mio. € rund 3,2 Mio. € über Vorjahr (20,1 Mio. €). Dem geringeren Aufwand aufgrund des Rückgangs der Mitarbeiteranzahl steht die Einstellung der Rückstellung für Personalmaßnahmen, in Höhe von 4,5 Mio. €, entgegen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind mit 6,1 Mio. €, um rund 1,0 Mio. € über Vorjahr (5,1 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Korrektur im Ausweis von bezogenen Leistungen aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Abschreibungen liegen in 2020 mit rund 1,6 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (4,5 Mio. €), insbesondere aufgrund periodenfremder Aufwendungen im letzten Jahr für Dienstleistungen der SP-ND. Die Summe aller Kosten aus den Positionen Aufwendungen für bezogene Leistungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen liegt bei 7,6 Mio. € und damit 2,1 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (9,7 Mio. €). Das Finanzergebnis liegt in 2020 mit rund -0,5 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (-0,5 Mio. €). 2.4 Finanzlage Die Liquiditätssituation der Kredit-Service-Center GmbH ist weiterhin solide. In 2017 wurde ein Cashpooling mit der Muttergesellschaft SP-ND aufgesetzt. Die liquiden Mittel von 16,1 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €) setzen sich daher zum einen aus einer entsprechenden Cashpooling-Forderung von 13,2 Mio. € (Vorjahr 10,7 Mio. €) sowie Bankguthaben zusammen und beinhalten eine Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der SP-ND in Höhe von 2,5 Mio. €. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag in 2020 bei +0,1 Mio. € (Vorjahr +2,4 Mio. €). Der Rückgang zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt bei 0 (Vorjahr 0) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ebenfalls bei 0 (Vorjahr -1,9 Mio. €). Die KSC ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 2.5 Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich auf 55,8 Mio. € (Vorjahr 48,5 Mio. €) und erhöht sich gegenüber Vorjahr insbesondere durch einen Anstieg der Rückstellungen. Bei unveränderter Eigenkapitalstruktur liegt die Eigenkapitalquote mit 2,7 % knapp unter Vorjahresniveau (3,1 %). Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Gesamtleistung, ordentliches Betriebsergebnis und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind die wesentlichen Steuerungskennzahlen des Unternehmens. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge) ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. € gesunken. Das ordentliche Betriebsergebnis ist um 2,5 Mio. € gesunken. 4. Nachtragsbericht Es sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten. 5. Chancen- und Risikobericht 5.1 Marktentwicklung / Chancen In Folge der anhaltenden Pandemie steigt der Bedarf nach digitalen Lösungen für Marktnachfolgeprodukte weiter an. Diese Entwicklung sehen wir als Chance an, um unsere finanziellen und Ertragsziele zu erreichen. Durch die steigende Nachfrage nach Digitalisierungs- und Automationslösungen in Folge der Pandemie, erwartet die Unternehmensgruppe SServicepartner eine Steigerung der Auslagerungsbereitschaft innerhalb des Sparkassen-Verbundes. Die Entwicklungen ermöglichen den Ausbau des Kundengeschäftes, um die strategische Position der Unternehmensgruppe SServicepartner zu verbessern. Erleichtert wird die Kundengewinnung durch die bundesweite Geschäftstätigkeit, die kontinuierliche Verbesserung der Vertriebssteuerung und die weitere Professionalisierung des Marketings. Die sparkassenweite IT-Plattform OSPlus der FI bildet eine wesentliche strategische Grundlage. Die Kredit-Service-Center GmbH erwartet weiterhin einen Zuwachs an Kunden und Verträgen. Mit ihrer Angebotspalette ist die Kredit-Service-Center GmbH in der Lage, auf Marktentwicklungen zu reagieren. Potenzielle Risiken stellen der verstärkte Preisdruck, die zunehmende Digitalisierung, die konkurrierenden Anbieter für Marktfolgedienstleistungen sowie die immer neuen Herausforderungen an die Mitarbeiterqualifikation dar. 5.2 Risikomanagement Die Kredit-Service-Center GmbH ist in das Risikomanagement der SP-ND Gruppe eigebunden. Die SP-ND Gruppe verwendet hierbei differenzierte Methoden, um die Risiken im Unternehmen zu steuern. Die Gesellschaft betrachtet folgende Risikoarten: Operationelle Risiken als die wesentlichste Risikoart Unter operationellem Risiko wird die Gefahr von Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Mit der Ausrichtung der Gesellschaft als Dienstleistungsunternehmen kommt der Ausgestaltung des zur Verfügung stehenden Personals und den damit verbundenen Risiken, insbesondere dem Personalbeschaffungsrisiko, eine besondere Bedeutung zu. Risiken aus Verstößen gegen die Regelkonformität Diese Risikoart ist Bestandteil der operationellen Risiken, wird aber aufgrund ihrer wesentlichen Bedeutung für alle Gesellschaften der SP-Gruppe separat betrachtet. Die Gesellschaft betrachtet als Regelkonformität die Einhaltung von Gesetzen, Anweisungen und interner ethischer Standards durch alle Mitarbeiter. Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft betrachtet in erster Linie das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne als originäres Beschaffungsrisiko. Hierunter versteht die Gesellschaft das Risiko, ihren Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Solange die Gesellschaft über eine einwandfreie Bonität bzw. über die eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verfügt, sind weitergehende Betrachtungen zum Refinanzierungsrisiko von untergeordneter Relevanz. Sollte Widererwarten ein finanzieller Engpass entstehen, wird davon ausgegangen, dass die Gesellschafterin im eigenen Geschäftsinteresse gemeinsam mit der Geschäftsführung der Gesellschaft versuchen wird, eine für alle Seiten tragbare Lösung zu finden. Ein fester Bestandteil des Risikomanagements ist die interne Revision. Auf der Grundlage einer festgelegten Jahresplanung werden regelmäßig Revisionsprüfungen für die Kredit-Service-Center GmbH durchgeführt. Dabei werden die vorliegenden Prüfungserfordernisse seitens der Kunden im Rahmen der risikoorientierten Prüfungsplanung berücksichtigt. Innerhalb Kredit-Service-Center GmbH werden die Prozesse kontinuierlich hinsichtlich der Risiken untersucht und die Angemessenheit und die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems beurteilt. Die Kredit-Service-Center GmbH ist im Hinblick auf das operationelle Risikomanagement in die Prozesse der aufsichtsrechtlichen Gruppe mit der HASPA Finanzholding als übergeordnetem Unternehmen eingebunden. Nach Vorgaben der HASPA Finanzholding werden zur Ermittlung der operationellen Risiken in den ausgelagerten Prozessen für diverse Risikoszenarien das Verlustpotenzial und die Eintrittswahrscheinlichkeit untersucht und daraus eine entsprechende quantitative Risikobewertung vorgenommen. Darüber hinaus führt die Kredit-Service-Center GmbH seit 2016 jährlich eine qualitative Risikoinventur (Self-Assessment) sowie themenbezogene Informationsveranstaltungen zur Risikosensibilisierung, in 2020 per Intranet, durch. Die Kredit-Service-Center GmbH arbeitet seit 2011 mit einem Informationssicherheitsmanagementsystem auf Basis des „Sicheren IT-Betriebs“. Die Kredit-Service-Center GmbH hat die Funktion des Datenschutzbeauftragten an die SIZ GmbH in Bonn ausgelagert. Mit dem Datenschutzbeauftragten wurden in 2020 angemessene Maßnahmen zur Datenschutzkonformität umgesetzt sowie ein virtuelles Datenschutzaudit mit der Kredit-Service-Center GmbH durchgeführt. Die Kredit-Service-Center GmbH hat eine Bescheinigung eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers über die „Beschreibung des dienstleistungsbezogenen internen Kontrollsystems und die Ausgestaltung und Wirksamkeit von Kontrollen” nach Typ 2 des Prüfungsstandards 951 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW PS 951) erhalten. Im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie hat die S-Servicepartner Norddeutschland GmbH frühzeitig einen Krisenstab einberufen und ein Tool zur Meldung des Infektionsgeschehen zur Verfügung gestellt. Die Gesamtsituation bezogen auf Mitarbeiterinfektionen und Prozessstörungen befand sich den gesamten Zeitraum über im „grünen Ampelstatus“. Es gab zu keiner Zeit gravierende Auswirkungen auf die Leistungserbringung. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Kredit-Service-Center GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Risikopolitik. Zu den bei der KSC bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und das Cash-Pooling mit der SP-ND. Die KSC hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Soweit bei Forderungen ebenso wie bei anderen finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, nimmt die KSC entsprechende Wertberichtigungen vor. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen, auch unter Ausnutzung von Skonto, bezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über den Cash-Flow. Zusammenfasend ist festzuhalten, dass die KSC aufgrund des eingerichteten Risikomanagementsystems die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet. Der erfolgreiche Bestand des Unternehmens ist durch diese Risiken nicht gefährdet. 6. Prognose und unternehmerischer Ausblick Die Umsatzerlöse werden für das kommende Jahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres geplant. Die bestehenden Kostenstrukturen sollen im Rahmen laufender Produktivitätssteigerungen weiter optimiert werden. Die Aufwendungen für den operativen Geschäftsbetrieb werden insgesamt knapp unter Vorjahr geplant, trotz tariflicher Gehaltssteigerungen. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von rund 2,1 Mio. € erwartet und somit wieder deutlich über Vorjahr. Die Kredit-Service-Center GmbH wird sich auch weiterhin ausschließlich auf die Leistungserbringung der Marktfolge für ihre Kunden konzentrieren. Stabs- und Management- sowie vertriebsorganisatorische Unterstützungsfunktionen werden im Wesentlichen aus der S-Servicepartner Deutschland GmbH für alle regionalen Produktionsgesellschaften der Unternehmensgruppe S-Servicepartner erbracht. Den Einsparbestrebungen insbesondere des Hauptmandanten wird durch weitere Optimierungen Rechnung getragen. Gemeinsam mit den Kompetenzcentern der S-Servicepartner Deutschland GmbH wird die Prozessoptimierung und Industrialisierung unter Berücksichtigung der Interessenwahrung der Kunden vorangetrieben. Gleichzeitig könnte eine weitere Konsolidierung heutiger Marktfolge-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten langfristig belastbare und zukunftsfähige Strukturen in der Marktfolge als Antwort auf steigende regulatorische Anforderungen, ein verändertes Kundenverhalten und die Herausforderungen des demographischen Wandels schaffen. Die Unternehmensgruppe S-Servicepartner hat das strategische Potenzial für eine aktive Rolle bei einer weiteren Dienstleisterkonsolidierung. Dabei ist sie ausdrücklich offen für die Aufnahme weiterer Sparkassen und Dienstleister aus der Sparkassen-Finanzgruppe. Gesamtaussage Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt günstig verlaufen. Die Chancen und Risiken sind gegenüber dem Vorjahr weitestgehend unverändert, bestandsgefährdende Risiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Fußnoten: 1.) https://www.dsgv.de/sparkassen-finanzgruppe/organisation/verbandsstruktur.html 2.)https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/BaFinPerspektiven/2019/bp_19-1_digitalisierung.html 3.)https://www.s-servicepartner.de/S-Servicepartner/ 4.) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html 5.)https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2021/BIP2020/pressebroschuere-bip.pdf?__blob=publicationFile 6.)https://www.arbeitsagentur.de/datei/garfiken-zur-pressekonferenz-dezember-2020_ba146817.pdf, Seite 3 7.)https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/arb210a.html 8.)https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/geldpolitik/geldpolitische-wertpapierankaeufe/pandemic-emergency-purchase-programme-pepp--830356 9.)https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/geldpolitik/geldpolitische-wertpapierankaeufe/pandemic-emergency-purchase-programme-pepp--830356 10.)https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/html/ecb.mp200312~8d3aec3ff2.de.html 11.)https://de.statista.com/statistik/daten/studie/238018/umfrage/rendite-zehnjaehrige-staatsanleihen-in-deutschland-nach-monaten/
Hamburg, 26. Februar 2021 Simon Spöhrer, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kredit-Service-Center GmbH, Bremen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kredit-Service-Center GmbH, Bremen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kredit-Service-Center GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 10. März 2021 Baker Tilly GmbH Michael Esser, Wirtschaftsprüfer Jana Lübben, Wirtschaftsprüferin Datum der Feststellung: Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 18. März 2021 festgestellt. |
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