Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 53330
Eingetragen
24.2.1995
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung und Herstellung von sowie Handel als auch das Leasinggeschäft mit und der Service von Geräten und Produkten für Analyse, Produktion, Produktentwicklung und Produktmodifikation von Festkörper-Oberflächen, ähnlichen Produkten und dazugehörigen Teilen, Zubehörartikeln und Baugruppen, ferner Entwicklung, Herstellung und Vertrieb aller Art von Software und Firmware sowie alle Geschäfte (auch Import und Export), die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind, insbesondere auch dazugehörige Dienstleistungs- und Beratungstätigkeit.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Hendrik Peeters
seit 18.9.2024
Prokura
Michael Wingenfeld
seit 25.4.2022
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Rosalie Berne
seit 9.2.2021
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FEI Deutschland GmbH

Dreieich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A) Grundlagen der Gesellschaft

1. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört seit 2016 zum US-amerikanischen Konzern der Thermo Fisher Scientific Inc., einem weltweit führenden Anbieter und Lieferant für wissenschaftliche Anwendungen mit Börsennotierung in den USA (New York Stock Exchange: "TMO").

Ziel und Mission von Thermo Fisher ist es, den Kunden zu ermöglichen, die Welt gesünder, sauberer und sicherer zu machen. Dabei unterstützt der Gesamtkonzern seine Kunden dabei, die Forschung im Bereich der Biowissenschaften zu beschleunigen, komplexe analytische Herausforderungen zu lösen, die Produktivität in ihren Laboren zu steigern und die Patientengesundheit durch Diagnostik oder die Entwicklung und Herstellung neuer Therapien, zu verbessern.

Der Thermo Fisher Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze von 42,9 Mrd. USD (im Vorjahr: 44,9 Mrd. USD) erzielt und beschäftigt weltweit mehr als 120.000 Mitarbeiter. Der Konzern unterteilt seine weltweiten Aktivitäten in die Segmente "Analytical Instruments", "Specialty Diagnostics", "Life Science Solutions" und "Laboratory Products and Biopharma Services".

Quelle: Homepage Thermo Fisher Scientific Inc., USA

2. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die FEI Deutschland GmbH, ist Bestandteil des Geschäftsbereichs "Materials and Structural Analysis", der wiederum zum Konzernhauptsegment "Analytical Instruments" gehört.

Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Thermo Fisher Scientific (Holding II) BV & Co. KG, Braunschweig. Sie übernimmt den Vertrieb und Service für FEI in Deutschland.

Unsere Gesellschaft vertreibt in erster Linie Elektronenmikroskope, die insbesondere für die Analyse, Produktion, Produktentwicklung und für die Produktmodifikation von Festkörper-Oberflächen, ähnlichen Produkten und dazugehörigen Teilen, Zubehörartikeln und Baugruppen geeignet sind. Der Vertrieb erfolgt primär in Europa, in erster Linie in Deutschland.

3. Organisation und konzerninterne Rahmenbedingungen

Die FEI Deutschland GmbH ist ein integraler Teil der weltweit tätigen Thermo Fisher Konzernunternehmens FEI Company, Hillsboro/Oregon, USA, insbesondere im Hinblick auf die Märkte sowie die Strategie.

Die FEI Group hat ihre Aktivitäten in vier Hauptmärkte gegliedert, die sich wie folgt in zwei Geschäftsgruppen unterteilen:

"Science" bestehend aus Material Science und Life Science

"Industry" bestehend aus Electronics und Natural Resources

Im Material- und Life Science Markt bedienen wir mit unseren Produkten (Elektronenmikroskope) in erster Linie Universitäten, öffentliche Forschungseinrichtungen sowie Biotechnologieunternehmen. Im Electronics Markt bedienen wir mit unseren Elektronenmikroskopen insbesondere die Lieferanten für Halbleiter und Datenspeicher. Der Bereich Natural Resources richtet sich an Kunden der Petrochemie-, Automobil- und Luftfahrtindustrie.

Mit der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig (deutsche Konzernobergesellschaft) wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Die Gesellschaft hat eine Zweigniederlassung in Planegg Martinsried.

4. Steuerungssysteme

Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit die beiden finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatzerlöse" und "Umsatzrendite", wobei die Umsatzrendite definiert ist als "Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung / Umsatz".

Wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator ist die Kundenzufriedenheit, die über den Customer Allegiance Score (CAS) ermittelt wird. Darüber hinaus wird die Mitarbeiterzufriedenheit anhand jährlicher Befragungen erhoben und ausgewertet.

5. Forschung und Entwicklung

Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells basiert auf der ständigen Verbesserung von Produkten, um den hohen Standard auch für die Zukunft zu sichern und regelmäßig neue, innovative und kundenorientierte Lösungen zu schaffen. Als reine Vertriebsgesellschaft profitiert die Gesellschaft FEI Deutschland GmbH von den Produktentwicklungen des globalen Forschungs- und Entwicklung-Netzwerks des Thermo Fisher Gesamtkonzerns.

6. Personal-, Umwelt- und Arbeitsschutz

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 115 (Vorjahr: 105). Durch konzerninterne Qualifizierungsprogramme bzw. Schulungsmaßnahmen ist ein hoher Qualitätsstandard der Mitarbeiter gewährleistet.

Es ist erforderlich, dass die weltweit verkauften Thermo Fisher Scientific Produkte sowohl länderspezifische Sicherheitsbestimmungen als auch die internationalen Sicherheitsstandards erfüllen. Thermo Fisher Scientific ist ein weltweit führendes Unternehmen im Dienste der Wissenschaft und mit dieser Position geht ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der globalen Gemeinschaft in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und den Schutz der Umwelt einher.

Quelle: Homepage Thermo Fisher Scientific Inc., USA

Das Qualitätsmanagementsystem der Gesellschaft ist nach ISO 9001 zertifiziert.

B. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Anstieg der Weltproduktion im Geschäftsjahr 2023 - gemessen auf Basis von Kaufpreisparitäten - beläuft sich nach Einschätzung von Wirtschaftsforschungsinstituten auf + 3,1%. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr nur moderat. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Die Weltkonjunktur verlangsamte sich somit erneut gegen Ende des Jahres 2023. Die Industrieproduktion zeigt weltweit - trotz verbesserter Rahmenbedingungen durch die Beendigung der restriktiven Corona-Politik in China - im Jahresdurchschnitt nur einen Zuwachs von 0,9%. Der Welthandel erlebte im ersten Halbjahr 2023 - nicht zuletzt durch die Krisen im Nahen Osten - einen Tiefpunkt. In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine allmähliche Stabilisierung. Nach wie vor ist der Welthandel durch Einschränkungen bei der Nutzung des Suez Kanals und der damit verbundenen erheblichen Verlängerung der Transportwege zwischen Europa und Asien, zumindest kurzfristig beeinträchtigt.

Die Entwicklung im Jahr 2023 verlief international betrachtet unterschiedlich. In den USA, einem bedeutenden Markt für den Thermo Fisher Konzern, war ein robuster Anstieg des Wirtschaftswachstums von rund +2,5% zu verzeichnen. Im Vergleich zum Anstieg in den USA, entwickelte sich die Situation im Euroraum deutlich schwächer. Hier wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2023 nur mit +0,5% beziffert.

In China - einem strategisch ebenfalls wichtigen Markt für Thermo Fisher - konnte ein Wirtschaftswachstum von moderaten 5,2% erreicht werden. Nach Beendigung der Null-Covid-Politik dürften im Wesentlichen strukturelle Probleme die wirtschaftliche Expansion beeinträchtigen.

Quelle für Prozentzahlen und Aussagen: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Welt Q1/2024, Stand März 2024

In Deutschland stagniert die Wirtschaftsleistung. Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 verglichen mit dem ohnehin schwachen Vorjahr liegt bei - 0,3%. Besonders betroffen ist die Wertschöpfung in der Industrie und in der Bauwirtschaft. Lediglich der private Konsum und die rückläufige Inflation wirkten sich positiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung aus. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Das ifo Institut geht davon aus, dass sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 mit - 0,1% gegenüber dem Vorquartal fortsetzen wird.

Quelle: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024

Die gesamtwirtschaftliche Situation stellt sich somit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bzw. unter Berücksichtigung der Frühindikatoren für das erste Quartal 2024 weniger positiv dar als im Vorjahr. Auf einzelne Branchen bezogen, können sich jedoch unterschiedliche Sichtweisen ergeben.

Die FEI Deutschland GmbH wird in erster Linie von den Ausgaben ihrer Kunden in den Bereich Forschung & Entwicklung beeinflusst und erfuhr im Jahr 2023 in Bezug auf das Geschäftsvolumen eine eher zögerliche Entwicklung.

Gesamtaussage zum abgelaufenen Geschäftsjahr:

Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Thermo Fisher Konzerns ist vor allem die Entwicklung in den USA, Europa und China von hoher Bedeutung. Für die Gesellschaft selbst spielt die Entwicklung in Deutschland eine entscheidende Rolle, die sich im Geschäftsjahr 2023 wenig positiv darstellte. Als Unternehmen der Elektronenmikroskop-Branche waren die Rahmenbedingungen für die FEI Deutschland GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 als eher weniger günstig zu bezeichnen, mit entsprechender Wirkung auf das Umsatzvolumen.

2. Geschäftsverlauf 2023

Die Märkte in denen wir tätig sind, entwickeln sich vor dem Hintergrund weltpolitischer Krisen derzeit leicht rückläufig. Wir beurteilen unsere Position in diesen Märkten als unverändert stark. Die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 zeigt einen Rückgang von 24,3 % und entspricht damit nicht den prognostizierten Erwartungen (Prognose: Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich). Rückläufig waren die Umsätze sämtlicher Produktgruppen, während die Serviceumsätze zulegen konnten.

Der Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres war geringer als zu Beginn des vorangegangenen Geschäftsjahres, allerdings konnte sich die Gesellschaft mit einem guten Auftragseingang vor allem in der zweiten Jahreshälfte steigern. Der Auftragsbestand zum Jahresende beläuft sich auf TEUR 111.573 und kann als positiv bezeichnet werden.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator für die FEI Deutschland GmbH ist, ebenso wie für die FEI-Gruppe auf globaler Ebene, die Entwicklung der Umsatzerlöse. Ein weiterer finanzieller Leistungsindikator ist die Umsatzrendite. Die Darstellung der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über die Lage an den jeweils relevanten Stellen.

Der wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikator, der regelmäßig erhoben wird, ist die Kundenzufriedenheit (CAS). Der Indikator lag nach internen Berechnungen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 81,8 % (Vorjahr: 77,9 %) und ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

3. Lage der Gesellschaft

Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage und hier insbesondere zur Umsatzentwicklung sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2023 gemacht. Die Vorjahreszahlen werden zu Vergleichszwecken herangezogen.

3.1 Ertragslage

Die Gesellschaft hat zum Zweck der konzernweiten Vereinheitlichung die Darstellung ihrer Gewinn- und Verlustrechnung vom Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB auf das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr 2023 geändert. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr herzustellen, wurde die Vorjahresspalte in der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls pro forma nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Kommentierung zur Gewinn- und Verlustrechnung - insbesondere der Vorjahresvergleich - richtet sich auf die Zahlen nach dem Gesamtkostenverfahren. Ein Vergleich der Zahlen nach dem Umsatzkostenverfahren wird im Anhang dargestellt.

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 22.417 auf TEUR 69.974. verringert. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Verkäufen von Transmissionselektromikroskopen (TEM) (-55,3 %), Small Dual Beams (SDB) (-11,7 %) und übrigen Produktlinien (-51,8 %). Der Serviceumsatz stieg dagegen um TEUR 2.308 (+7,8 %).

Die Wareneinsatzquote als Quotient des Materialaufwands im Verhältnis zur Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) hat sich auf 67,2 % (Vorjahr: 76,2 %) verringert. Gründe dafür lagen zum Einen in der Anpassung von Produktpreisen und der Optimierung der Lieferketten und Produktionskosten, durch die eine höhere Effizienz erreicht wurde. Zum Anderen sind die Serviceumsätze absolut und proportional gestiegen, die einen verhältnismäßig geringen Materialaufwand verursachen.

Innerhalb des Personalaufwandes sind Löhne und Gehälter von TEUR 10.985 auf TEUR 12.556 gestiegen. Dies geht einher mit dem Anstieg von durchschnittlich 105 Mitarbeitern im Vorjahr auf durchschnittlich 115 Mitarbeiter im laufenden Geschäftsjahr. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung haben sich von TEUR 2.143 im Vorjahr auf TEUR 1.864 im laufenden Geschäftsjahr vermindert. Darin enthalten sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 88 (Vorjahr TEUR 530). Der Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung resultiert im Wesentlichen aus Erfolgswirkungen im Zusammenhang mit der Änderung des Diskontierungszinssatzes bei den Pensionsrückstellungen.

Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.696 um TEUR 765 auf TEUR 4.461 gestiegen. Ausgangspunkt hierfür sind ein um TEUR 940 gestiegener Rohertrag, um TEUR 492 niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen und höhere sonstige betriebliche Erträge mit TEUR 498. Diese positiven Effekte konnten sich in Folge um TEUR 1.293 gestiegener Personalkosten nicht vollständig auf das Betriebsergebnis auswirken.

Infolge höherer Zinserträge auf Cash Pool Guthaben durch verbesserte Konditionen auf den Finanzmärkten liegt das Finanzergebnis im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR 1.106 deutlich über dem Vorjahr von TEUR 18.

Das Ergebnis nach Ertragsteuern und sonstigen Steuern ist Ausdruck der vorstehend beschriebenen Effekte. Die Ergebnisabführung an die Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG beträgt TEUR 5.567 (Vorjahr: TEUR 3.604).

Die Umsatzrendite im laufenden Geschäftsjahr beträgt 8,0 % (Vorjahr: 3,9 %). Vor diesem Hintergrund bewerten wir die operative Geschäftsentwicklung als gut.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanz der FEI Deutschland GmbH zum 31. Dezember 2023 zeigt eine Bilanzsumme, die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.332 verringert ist. Dies betrifft hauptsächlich das Umlaufvermögen auf der Aktivseite und die Verbindlichkeiten auf der Passivseite. Beide Rückgänge sind Ausdruck des niedrigeren Geschäftsvolumens.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich in Folge der geringeren Bilanzsumme von 10,0 % im Vorjahr auf 11,3 % im laufenden Geschäftsjahr. Durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag bleibt das Eigenkapital unverändert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind mit TEUR 13.881 deutlich niedriger als im Vorjahr (TEUR 20.629). Dies ist auf das gesunkene Umsatzvolumen zurückzuführen.

Im Bereich der verbundenen Unternehmen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.217 verringert. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cash-Pool-Guthaben erhöhten sich von TEUR 51.067 im Vorjahr auf TEUR 53.152 im laufenden Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich von TEUR 9.755 im Vorjahr auf TEUR 7.442 im Wesentlichen aufgrund der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung, die im Geschäftsjahr teilweise verbraucht wurde und daher zum Bilanzstichtag entsprechend geringer ist. Darüber hinaus sind niedrigere Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen für Mitarbeiter zu verzeichnen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen haben sich von TEUR 13.158 im Vorjahr auf TEUR 22.541 im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf eine Ausweisänderung zwischen "Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen" und "Passive Rechnungsabgrenzungsposten" zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 5.662 auf TEUR 8.018 verringert. Darin enthalten ist die Verpflichtung aus der Ergebnisabführung des laufenden Jahres in Höhe von TEUR 3.567 nach Abzug einer Vorabauszahlung von TEUR 2.000. Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 3.604.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 15.670 (Vorjahr: TEUR 23.271) enthält abzugrenzende Wartungsverträge und Abgrenzungen für noch nicht zu realisierende Umsatzerlöse. Grund für den Rückgang ist hauptsächlich die vorstehend erwähnte Ausweisänderung bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Die Gesellschaft kann über ihre Einbeziehung in das konzernweite Cash Pool System auf interne Finanzierungsquellen zurückgreifen bzw. trägt über ihr Cash Pool Guthaben in Höhe von TEUR 53.152 (Vorjahr: TEUR 51.067) zur Konzernfinanzierung bei. Nach Ansicht der Geschäftsleitung ist die Gesellschaft in der Lage, jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage zur Lage

Insgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und Lage der FEI Deutschland GmbH, auch vor dem Hintergrund der eingangs beschriebenen gesamtwirtschaftlichen aktuellen Risikolage immer noch als durchaus positiv mit Blick auf die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Gesellschaft sieht derzeit keine wesentlichen Beeinträchtigungen für ihre Geschäftstätigkeit in Folge und des Ukraine- oder Nahost Konflikts und sieht sich immer noch gut gerüstet, um den wirtschaftlichen Herausforderungen auch künftig erfolgreich zu begegnen. Die Einbeziehung in den weltweiten Thermo Fisher Scientific Konzern, der insbesondere die Liquidität der Gesellschaft durch das konzernweite Cash Pool System sichert, spielt dabei eine erhebliche Rolle.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Durch die bestehenden Geschäftsbeziehungen in sehr viele Länder, die Einbindung in den weltweiten Thermo-Fisher-Konzern und das vorhandene technische Know-how sind auch zukünftig erhebliche Potentiale erkennbar.

Wesentliche Chancen (sowie Risiken) aus der Einbeziehung in den Konzernverbund

Grundsätzlich besteht für eine Gesellschaft, die finanziell und operativ eng in einen internationalen Konzern eingebunden ist, ein gewisses Risiko in Bezug auf ihre Eigenständigkeit und ihre wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten, da die Konzernstrategie mit dem Interesse einer einzelnen Gesellschaft nicht immer einher gehen wird. Es besteht das Risiko, dass Maßnahmen, die aus Konzernsicht sinnvoll erscheinen, sich nachteilig auf die Einzelgesellschaft auswirken könnten. Die Konzerngesellschaften sind somit in gewisser Weise von Entscheidungen, die auf übergeordneten Ebenen getroffen werden, abhängig, beispielsweise hinsichtlich Produktentwicklung, Produktlieferung und Zentralfunktionen wie z.B. IT-Infrastruktur. Dies sind typische Risiken einer Vertriebsgesellschaft.

Andererseits bietet insbesondere die finanzielle Eingliederung in eine finanzstarke, übergeordnete Organisation wesentliche Chancen.

Als reine Vertriebsgesellschaft ist die FEI Deutschland GmbH abhängig von der Vertriebsstrategie des Konzerns und den verfügbaren Produkten. Dies kann sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Die Einbindung in den Konzern eröffnet internationale Absatzwege, Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen sowie die breite Versorgung mit neu entwickelten Produkten. Darüber hinaus erfolgt eine finanzielle Absicherung unter dem internationalen Cash-Pool System.

Die FEI Deutschland GmbH sieht ein gewisses theoretisches Risiko, leitet von ihrer Einbindung in den Thermo Fisher Konzern jedoch überwiegend Chancen ab.

2. Risikomanagementsystem

Um den Ordnungsrahmen für das Risikomanagementsystem sicherzustellen, sind Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt und festgelegt. Die prozessunabhängige Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgt u. a. durch die Konzerngesellschaften.

Alle relevanten Risikopotenziale werden von den Verantwortlichen regelmäßig identifiziert, analysiert und bewertet. Neben der Festlegung von eindeutigen Verantwortlichkeiten sind für bestandsgefährdende Risiken Indikatoren festgelegt.

2.1 Risikobericht

Im Folgenden werden Risiken im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesellschaft gewichtet. Der Betrachtungszeitraum entspricht dem Prognosezeitraum.

Cyber und IT Risiken (Risikoeinschätzung: hoch)

Wie die meisten großen internationalen Unternehmen sind auch die Gesellschaften des Thermo Fisher Konzerns regelmäßig der Gefahr von Cyberangriffen und anderen Cybersicherheitsvorfällen ausgesetzt, weshalb Cybersicherheit konzernweit in den gesamten Risikomanagementprozess integriert wird.

Eine erhebliche Störung oder Verletzung der Sicherheit unserer Informationstechnologiesysteme oder ein Verstoß gegen Datenschutzgesetze könnte sich nachteilig auf unser Geschäft auswirken. Als Teil unserer ständigen Bemühungen, unsere derzeitigen Informationssysteme zu aktualisieren, implementieren wir regelmäßig neue Enterprise-Resource-Planning-Software und andere Softwareanwendungen, um unsere Geschäftsvorgänge zu verwalten. Während wir Funktionen implementieren und hinzufügen, können Probleme auftreten, die wir nicht vorhergesehen haben. Solche Probleme könnten unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Angebote zu erstellen, Kundenbestellungen entgegenzunehmen und unser Geschäft anderweitig zeitnah zu führen. Wenn wir Systeme aktualisieren oder ändern, kann es zu Dienstunterbrechungen, Datenverlust oder eingeschränkter Funktionalität kommen. Wenn unsere neuen Systeme außerdem keine genauen Preis- und Kostendaten liefern, könnten unsere Betriebsergebnisse und Cashflows nachteilig beeinflusst werden.

Wir verlassen uns auf unsere Informationstechnologiesysteme, um elektronische Informationen (einschließlich sensibler Daten wie vertraulicher Geschäftsinformationen und personenbezogene Daten von Mitarbeitern, Kunden und anderen Geschäftspartnern) zu verarbeiten, zu übertragen, zu speichern und eine Vielzahl kritischer Geschäftsprozesse zu verwalten oder zu unterstützen.

Unsere Systeme können anfällig für Schäden oder Unterbrechungen durch Naturkatastrophen, Stromausfälle, Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerhackerangriffe, Computerviren, Ransomware, Phishing, Computer-Denial-of-Service-Angriffe, unbefugten Zugriff auf Kunden- oder Mitarbeiterdaten oder Geschäftsgeheimnisse sein.

Wir sind der Meinung, dass Cybersicherheit in der Verantwortung jedes Mitarbeiters liegt. Thermo Fisher informiert und teilt regelmäßig Best Practices mit den Mitarbeitern, um das Bewusstsein für Cybersicherheitsbedrohungen durch Schulungsprogramme zum Sicherheitsbewusstsein zu schärfen, einschließlich regelmäßiger Übungen, regelmäßiger Simulationen von Cyber-Ereignissen und einer jährlichen Bescheinigung unserer Richtlinie zur akzeptablen Nutzung von Technologien. Wir gehen nicht davon aus, dass es derzeit Cybersicherheitsvorfälle gibt, die das Unternehmen oder seine Geschäftsstrategie, seine Betriebsergebnisse oder seine Finanzlage wesentlich beeinträchtigt haben oder nach vernünftigem Ermessen wesentlich beeinträchtigen werden.

Globale Risikolage und Einfluss aktueller Krisenherde (Russland/Ukraine und Nahost) (Risikoeinschätzung: mittel)

Die Gesellschaft hat absatzseitig keine Berührungspunkte mit der Krisenregion in Osteuropa und dem Nahen Osten.

Beschaffungsseitig zeichnete sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen bzw. in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise eine gewisse Entspannung ab. Insofern ist gegenwärtig von einer leichten Verbesserung der Gesamtsituation auszugehen.

Es könnten sich jedoch - sollte die geopolitische Lage in Osteuropa oder in Nahost und hier insbesondere die Beeinträchtigung der Transportwege - weiterhin angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern, nachhaltige Beeinträchtigungen im Bereich der Lieferketten bei den Konzerngesellschaften, welche die FEI Deutschland GmbH beliefern, ergeben.

Die FEI Deutschland GmbH ist bestrebt, etwaige Preiserhöhungen bestmöglich abzufedern. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Preiserhöhungen nachteilig auf die wirtschaftliche Entwicklung der FEI Deutschland GmbH auswirken.

Beschaffungsmarktrisiko (Risikoeinschätzung: mittel)

Engpässe in der Rohstoffversorgung, steigende Preise und Transportkosten oder unterbrochene Lieferketten stellen ein Risiko für die Produktion bei den Zuliefergesellschaften sowie für den Handel mit Produkten der Gesellschaft dar. Dies trifft insbesondere auf technische Produkte aus China zu. Die FEI Deutschland GmbH ist insofern von konzerninternen Beschaffungsmöglichkeiten abhängig. Entsprechend versucht die Gesellschaft, ihre Bevorratung zu erhöhen, weshalb gegenwärtig von einem mittleren Risiko auszugehen ist.

Absatzrisiko (Risikoeinschätzung: mittel)

Ein weiteres Risiko, welches zugleich auch eine Chance für die Gesellschaft darstellt, liegt in der Entwicklung der Absatzmärkte. Die Entwicklung der Life Science Märkte ist als moderat positiv zu bezeichnen. Die Material Science Märkte, die historisch die bedeutendsten Märkte der Gesellschaft darstellen, zeigen hingegen Zeichen von Erholung. Ein potenzielles Wachstum dieser Material Science Märkte, einhergehend mit einer Erhöhung der Nachfrage nach diesen Produkten, birgt mittelfristig die Chance auf steigendes Geschäftsvolumen.

Währungsrisiko (Risikoeinschätzung: mittel)

Die auf dem Forderungsbestand des Unternehmens lastenden Risiken betreffen insbesondere Wechselkursrisiken. Die FEI Deutschland GmbH wickelt ihre Geschäfte neben der Hauptwährung Euro in Einzelfällen auch in Fremdwährungen (US-Dollar) ab. Daneben werden einige konzerninterne Transaktionen in US-Dollar fakturiert. Änderungen des Wechselkurses USD/EUR können Auswirkungen auf das Ergebnis und auf den Cash-Flow haben. Es erfolgen derzeit keine Absicherungen dieser Geschäfte, was zu einer mittleren Risikoeinschätzung führt.

Forderungsausfallrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig)

Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird dadurch begegnet, dass bei Überschreiten festgelegter Größenkriterien Bonitätsauskünfte über zukünftige Kunden vor Vertragsabschluss eingeholt werden sowie vertraglich vereinbarte Abschlagszahlungen angefordert werden, was zu einer niedrigen Risikoeinschätzung führt. Die Gesellschaft hat darüber hinaus Forderungen gegen verbundene Unternehmen überwiegen aus Cash Pool und geht davon aus, dass aufgrund der Bonität der Konzerngesellschaften und des Gesamtkonzerns ein geringes Risiko besteht.

Mitarbeiterrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig)

Die Mitarbeiterfluktuation bzw. die Neugewinnung von Mitarbeitern vor dem Hintergrund des allgemeinen Fachkräftemangels stellt für die Gesellschaft wegen geringer Fluktuation ein überschaubares Risiko dar.

Liquiditätsrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig)

In Folge der soliden Finanzlage mit einem hohem Cash Pool Guthaben sowie der Einbeziehung in das Cashpool System des Konzerns wird die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert und das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Das Liquiditätsrisiko für den konzernweiten Cashpool ist auf Ebene des Gesamtkonzerns der Thermo Fisher Scientific Inc. in USA zu beurteilen. Nach gegenwärtiger Einschätzung lassen sich keine wesentlichen Liquiditätsrisiken hieraus ableiten.

Rechtliche Risiken

Es bestehen derzeit keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten, die einer Risikovorsorge bedürfen.

2.2 Gesamtrisikoeinschätzung

Die Geschäftsleitung sieht ein global erhöhtes Risiko im Einklang mit der aktuellen weltpolitischen Entwicklung hauptsächlich in Folge bestehender Unsicherheiten über den weiteren Verlauf geopolitischer Konflikte und deren Auswirkungen. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Eingliederung in den Thermo Fisher Cash-Pool nicht gesehen.

E. Prognosebericht

1. Allgemeine Wirtschaftsprognosen

Derzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wird mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums von + 3,2 % für das Geschäftsjahr 2024 gerechnet.

Im Euroraum wird momentan für 2024 ein Wirtschaftswachstum von +0,9 % angenommen. Für die USA hingegen wird mit einem Wachstum von +2,2 % gerechnet, für China wird ein Wachstum von +5,2 % prognostiziert und für Deutschland wird mit einem Wachstum von lediglich + 0,2 % gerechnet.

Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Q2/2024 (Welt und Deutschland), Stand Juni 2024

Die Prognosen hängen unter anderem von der weiteren Entwicklung geopolitischer Auseinandersetzungen und den damit verbundenen, internationalen Auswirkungen, sowie der Inflations- und Zinsentwicklung ab.

2. Prognose für die Gesellschaft

Aufgrund der insgesamt unsicheren Rahmenbedingungen, aber vor dem Hintergrund eines soliden Auftragsbestands, erwartet die Gesellschaft für die Berichtsperiode 2024 eine positive Geschäftsentwicklung und eine positive Tendenz für 2025.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem Anstieg des finanziellen Leistungsindikators "Umsatzerlöse" im einstelligen Prozentbereich. Dies begründet sich maßgeblich durch den guten Auftragseingang, der sich trotz der aktuellen weltpolitischen Entwicklung abzeichnet. Die Umsatzrendite für das Geschäftsjahr 2024 wird anhand derzeitiger Prognosen auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Die Liquidität wird wie vorstehend beschrieben als gesichert angesehen.

Darüber hinaus wird eine leichte Verbesserung bei dem nicht-finanziellen Leistungsindikator Kundenzufriedenheit prognostiziert.

Es wird erwartet, dass sich die obenstehenden Trends für die angegebenen finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren gleichermaßen auch im Geschäftsjahr 2025 (auf Basis des Geschäftsjahres 2024) fortsetzen werden.

Allerdings sind - vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation - Prognosen mit gewissen Unsicherheiten behaftet.

 

Dreieich, den 15. November 2024

FEI Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Petrus van der Zande

Dr. Ralf Oliver Schlegel

Rune Thorsten Gehrlein

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 619.058,31 684.542,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 24.922,59 78.051,74
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.748.189,86 1.394.451,12
1.773.112,45 1.472.502,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.880.553,53 20.628.762,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.114.224,71 57.245.828,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände 653.541,77 183.756,62
68.648.320,01 78.058.347,02
70.421.432,46 79.530.849,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 249.452,19 406.299,34
71.289.942,96 80.621.691,89

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnvortrag 7.787.468,29 7.787.468,29
8.043.114,23 8.043.114,23
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.043.225,00 3.069.657,55
2. Sonstige Rückstellungen 7.441.638,73 9.754.516,69
10.484.863,73 12.824.174,24
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 22.541.217,70 13.158.295,07
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 135.582,09 298.115,07
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.018.285,93 13.680.502,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.397.338,36 9.346.288,36
37.092.424,08 36.483.200,97
D. Rechnungsabgrenzungsposten 15.669.540,92 23.271.202,45
71.289.942,96 80.621.691,89

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 69.973.540,61 92.390.507,58
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -44.092,72 69.308,42
3. sonstige betriebliche Erträge 497.939,69 0,04
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -47.007.136,86 -70.477.067,58
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.555.989,76 -10.984.783,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.863.984,88 -2.142.561,61
6. Abschreibungen auf Sachanlagen -114.723,32 -242.592,93
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.424.793,00 -4.917.189,88
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.164.167,94 71.091,79
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -57.950,00 -52.905,70
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -97.873,76
11. Ergebnis nach Steuern 5.566.977,70 3.615.932,63
12. sonstige Steuern 0,00 -12.380,55
13. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -5.566.977,70 -3.603.552,08
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Angaben zum Unternehmen:

 

FEI Deutschland GmbH

Im Steingrund 4-6 in 63303 Dreieich

HRB 53330 beim Amtsgericht Offenbach am Main

Die FEI Deutschland GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in TEUR aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde ein Gewinnabführungsvertrag mit der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, abgeschlossen. Die Eintragung des Vertrages vom 7. Dezember 2017 erfolgte am 19. Dezember 2017.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Hinsichtlich des Ausweises hat sich im Vergleich zum Vorjahr folgende Veränderung ergeben:

Im Vorjahr wurden Anpassungen im Zusammenhang mit der Umgliederung von langfristigen Dienstleistungserlösen und der Auflösung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 7.889 saldierend unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. Der Betrag des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 8.435 wird nun unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund sind die Bilanzpositionen der nun erhöhten "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" und verminderten "Passive Rechnungsabgrenzungsposten" nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Die Gesellschaft hat zum Zweck der konzernweiten Vereinheitlichung die Darstellung ihrer Gewinn- und Verlustrechnung vom Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB auf das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr 2023 geändert.

Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr herzustellen, wurde die Vorjahresspalte in der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls pro forma nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Kommentierung zur Gewinn- und Verlustrechnung - insbesondere der Vorjahresvergleich - richtet sich auf die Zahlen nach dem Gesamtkostenverfahren.

Wesentliche Unterschiede zwischen beiden Verfahren sind wie folgt:

Das Umsatzkostenverfahren untergliedert die Kosten nach Funktionsbereichen in Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten. Nach diesen Kategorien werden auch die zugehörigen Personalkosten, die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige diese Bereiche betreffende Kosten geschlüsselt, die nach dem Gesamtkostenverfahren separat (Personalaufwand, Abschreibungen) oder als Teil des wesentlich umfassenderen Postens der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt werden.

Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge, Finanzergebnis und Steuerergebnis bzw. der Jahresüberschuss sind nach beiden Verfahren identisch.

Zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr würden sich für 2023 nach dem Umsatzkostenverfahren folgende Zahlen ergeben (pro Forma Darstellung):

2023 pro Forma
EUR
2022
EUR
Umsatzerlöse 69.973.540,61 92.390.507,58
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -58.332.809,46 -80.439.157,60
Bruttoergebnis vom Umsatz 11.640.731,15 11.951.349,98
Vertriebskosten -5.494.812,02 -5.565.233,61
allgemeine Verwaltungskosten -1.626.953,85 -1.948.649,22
sonstige betriebliche Erträge 497.939,69 0,04
sonstige betriebliche Aufwendungen -556.145,21 -741.846,89
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.164.167,94 71.091,79
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -57.950,00 -52.905,70
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -97.873,76
Ergebnis nach Steuern 5.566.977,70 3.615.932,63
sonstige Steuern 0,00 -12.380,55
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -5.566.977,70 -3.603.552,08
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach linearer Methode pro rata temporis vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 10 Jahren.

Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB am Bilanzstichtag angesetzt. Die handelsrechtliche Herstellungskostenuntergrenze beinhaltet neben Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Des Weiteren werden auch angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten verrechnet. Dem Risiko der mangelnden Gängigkeit wird durch pauschale und individuelle Abschläge Rechnung getragen.

Forderungen und übrige Aktiva

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos der Forderungen wird einer pauschalierten Einzelwertberichtigung gebildet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigung berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Aufgrund der steuerlichen Organschaft werden latente Steuern beim Organträger angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen von unmittelbaren Versorgungszusagen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet.

Zum 31. Dezember 2023 werden die Pensionsverpflichtungen mit dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) abgezinst. Der anzuwendende Diskontierungszinssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Es wird gemäß der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Rentensteigerungen von jährlich 2,1 % (im Vorjahr 2,1 %) zugrunde gelegt. Im Vorjahr gab es einen einmaligen Inflationsausgleich in Höhe von 9,0 %, um die Inflation der vergangenen Jahre zu berücksichtigen gemäß § 16 BetrAVG. Es wird ohne alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeitengerechnet, da die Rückstellung keine aktiven Mitarbeiter betrifft. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Teile der Rückstellungen, die auf Ausgaben entfallen, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres getätigt werden, werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt. Der Bewertung lagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck zum Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) und die Annahme von Gehaltssteigerungen von 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %) zugrunde. Die Fluktuation wurde mit 0 % (Vorjahr: 0 %) in die Berechnung einbezogen.

Die Produkte des Unternehmens haben im Allgemeinen eine einjährige Garantie. Zum Zeitpunkt des Verkaufs wird eine Rückstellung zur Deckung der geschätzten Garantiekosten als Bestandteil der Umsatzkosten gebildet. Unsere Schätzung der Garantiekosten basiert auf unserer Historie der Garantiereparaturen und -wartung. Garantierückstellungen werden zum Nennwert der voraussichtlich anfallenden Ausgaben bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für den voraussichtlichen Verpflichtungsumfang der Gesellschaft aus Aktienoptionen und anderen aktienbasierten Vergütungen (Restricted Stock Units, "RSU"), die bestimmten Mitarbeiter der FEI Deutschland GmbH von der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham, USA, gewährt wurden. Die Gesellschaft hat sich vertraglich verpflichtet, der Thermo Fisher Scientific Inc., sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Aktienoptionen oder "RSUs" entstehen, zu ersetzen.

Der Verpflichtungsumfang bei Aktienoptionen besteht aus der Differenz zwischen dem künftigen Ausübungspreis und einer vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung. Im Fall gewährter RSUs entfällt die zu leistende Zuzahlung und es besteht somit ein Verpflichtungsumfang in Höhe des voraussichtlichen Börsenkurses zum Ausübungszeitpunkt pro gewährter Einheit zzgl. der über den Erdienungszeitraum aufgelaufenen Dividenden (Dividendenäquivalent).

Die Rückstellung für ausgeübte Aktienoptionen oder RSUs wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 494 (Vorjahr: TEUR 640).

Die Rückstellung für den noch nicht ausgeübten Verpflichtungsumfang in Höhe von TEUR 778 (Vorjahr: TEUR 1.202) wird folgendermaßen ermittelt:

Der Erfüllungsbetrag für RSUs wird ratierlich über den Erdienungszeitraum (von in der Regel bis zu 3,5 Jahren) angesammelt.

Der Verpflichtungsumfang für gewährte Aktienoptionen richtet sich nach folgenden Kriterien:

Aktienoptionen, die bereits ausübbar sind, werden mit ihrem inneren Wert (Börsenkurs am Bilanzstichtag abzüglich der vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung) bewertet.

Für noch nicht ausübbare Aktienoptionen wird das Verfahren nach Black-Scholes mit folgenden Annahmen zugrunde gelegt:

Aktienkurs zum Bilanzstichtag USD 530,79
erwartete jährliche Dividende USD 1,40
risikoloser Zins (USA) 4,179 %
Volatilität des Aktienkurses 25,48 %
Fluktuation 5 %

Verbindlichkeiten und übrige Passiva

Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag.

Erhaltene Anzahlungen sind mit ihren Nennbeträgen angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Dabei wird ein konzernweit festgelegter und in regelmäßigen Abständen aktualisierter Konzernkurs verwendet.

Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit dem niedrigeren historischen Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit dem höheren Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet.

Latente Steuern

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig. In Folge der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, werden latente Steuern beim Organträger gebildet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 54.114 (Vorjahr: TEUR 57.246) betreffen mit 53.152 TEUR Cash-Pool Forderungen (Vorjahr: TEUR 51.067) und mit TEUR 962 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 6.179).

Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von TEUR 654 (Vorjahr: TEUR 184) auf, der in Höhe von TEUR 647 (Vorjahr: TEUR 180) aus Steuerforderungen besteht.

2. Passiva

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr EUR 255.645,94 (DM 500.000,00). Zum 31. Dezember 2023 ist die Thermo Fisher Scientific (Holding II) BV & Co. KG, Braunschweig, alleinige Gesellschafterin.

Rückstellungen

Der Berechnung der Pensions- Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 3.043 (Vorjahr: TEUR 3.070). Die rückstellungspflichtigen Altersversorgungsverpflichtungen aus Pensionszusagen entsprechen dem Erfüllungsbetrag, da kein zu verrechnendes Deckungsvermögen vorhanden ist.

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 138). Dieser Differenzbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre auf die Gewinnabführung kommt nicht in Betracht, weil § 301 AktG, der den Höchstbetrag der Gewinnabführung bestimmt, keinen ausdrücklichen Verweis auf die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB enthält.

Diese kommt in Folge der übersteigenden frei verfügbaren Eigenkapitalbestandteile jedoch nicht zum Tragen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Drohverlustrückstellungen 3.394 4.185
Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen 1.272 1.842
Gratifikationen, Prämien, Tantiemen 912 972
Garantierückstellung, Gutschriften 614 885
Urlaubs- und Zeitguthaben 536 478
Jubiläum 345 332
Restrukturierung 64 0
Rückbauverpflichtung 60 58
Ausstehende Eingangsrechnungen 37 240
Abschluss- und Prüfungskosten 25 24
Sonstige 183 739
Gesamt 7.442 9.755

Verbindlichkeiten

31.12.2023 Gesamt
TEUR
Restlaufzeit < 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit davon > 5 Jahre
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 22.541 12.749 9.792 0
Verbindlichkeiten:
aus Lieferungen und Leistungen 136 136 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 8.018 8.018 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen: 4.451 4.451 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 6.397 5.805 592 0
Gesamt 37.092 26.708 10.384 0
31.12.2022 Gesamt
TEUR
Restlaufzeit < 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit davon > 5 Jahre
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.158 13.158 0 0
Verbindlichkeiten:
aus Lieferungen und Leistungen 298 298 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 13.681 13.681 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen: 10.077 10.077 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 9.346 9.346 0 0
Gesamt 36.483 36.483 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verpflichtungen aus Ergebnisabführung gegenüber der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG in Höhe von TEUR 3.567 (Vorjahr: TEUR 3.604) bedingt durch eine getätigte Vorabauszahlung in Höhe von TEUR 2.000. Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.397 (Vorjahr: TEUR 9.346) beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 4.768 (Vorjahr: TEUR 6.728) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 873).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält hauptsächlich im Voraus vereinnahmte Zahlungen für Wartungsverträge und Produktumsätze, die über deren Laufzeiten aufgelöst werden.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden mit TEUR 66.009 (Vorjahr: TEUR 89.195) im Inland und TEUR 3.965 (Vorjahr: TEUR 3.196) im Ausland erzielt.

Gliederung nach Tätigkeitsbereichen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Service 31.739 29.431
Small Dual Beam 16.074 18.202
Transmissionslektronenmikroskope 13.806 30.868
Scanningelektronenmikroskope 3.431 3.682
Übrige Produktlinien 4.924 10.208
Gesamt Umsatz 69.974 92.391

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 0). Es sind periodenfremde Erträge aus der Anpassung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 419 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

3. Personalaufwand

Die Gesellschaft weist Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 530) aus.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen im Zusammenhang mit verbundenen Unternehmen von TEUR 1.109 (Vorjahr: TEUR 1.473), Leasing und damit verbundene Aufwendungen von TEUR 1.290 (Vorjahr: TEUR 1.081) und Erstattungen an Mitarbeiter im Rahmen der Reisekostenabrechnung von TEUR 980 (Vorjahr: TEUR 613).

Weiterhin bestehen Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 0).

5. Zinserträge und -aufwendungen

Zinserträge beinhalten Erträge in Höhe von TEUR 1.157 (Vorjahr: TEUR 45) aus verbundenen Unternehmen.

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 49) und Jubiläumszuwendungen von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 4) ausgewiesen.

6. Ertragsteuern

Aufgrund der bestehenden Organschaft werden Ertragsteuern nicht im Abschluss der Organgesellschaft, sondern auf Ebene des Organträgers ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen keine.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden Kfz-Leasingverträge mit i.d.R. bis zu 3-jährigen Laufzeiten eingegangen. Darüber hinaus werden Mietverträge (für Gebäude), mit i.d.R. bis zu 6-jährigen Laufzeiten abgeschlossen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge in der Regel für längere Laufzeiten abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisikos.

Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.061 (Vorjahr: TEUR 828). Hiervon werden TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 320) innerhalb eines Jahres fällig und TEUR 618 (Vorjahr: TEUR 508) haben eine Fälligkeit über einem Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit Laufzeiten über 5 Jahre bestehen wie im Vorjahr nicht.

Abschlussprüferhonorare

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 31.

Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt im Jahr 2023 115 (Vorjahr: 105) Gehaltsempfänger und 1 (Vorjahr: 1) gewerbliche Angestellte.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung:

Die Geschäftsführung im Berichtszeitraum wurde durch folgende Personen ausgeübt:

Herr Van der Zande, Petrus Thomas Adrianus, Senior Director Finance &

Tax Operations EMEA, SH Halsteren, Niederlande

Herr Dr. Schlegel, Ralf Oliver, Senior Corporate Counsel & Director, Rechtsanwalt, Bremen

Herr Rune Thorsten Gehrlein, Geschäftsführer Vertrieb, Hünstetten

Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer der Gesellschaft wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB unterlassen, da nur einer der amtierenden Geschäftsführer, Rune Thorsten Gehrlein, Gehalt von der Gesellschaft bezieht.

VI. Offenlegung

Der Jahresabschluss der FEI Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

VII. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, lagen nicht vor.

VIII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss 2023 vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 5.567 wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags an die Thermo Fisher Scientific BV & Co. KG, Braunschweig, abgeführt.

IX. Konzernbeziehungen und Konzernabschluss

Die Gesellschaftsanteile der FEI Deutschland GmbH werden von der Thermo Fisher Scientific (Holding II) BV & Co. KG mit Sitz in Braunschweig gehalten. Diese ist wiederum ein mittelbares Tochterunternehmen der Thermo Fisher Scientific Inc, Waltham/MA, USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Jahresabschluss der FEI Deutschland GmbH, wird in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham/MA, USA, einbezogen. Die Thermo Fisher Scientific Inc. und die in ihren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden als verbundene Unternehmen im Abschluss der Gesellschaft dargestellt.

Der Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt und ist auf Anforderung am Sitz der Thermo Fisher Scientific Inc. in Waltham, Massachusetts / USA, sowie im EDGAR (Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval-) System der US-amerikanischen Börsenaufsicht unter der Registernummer 0000097745 erhältlich. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister unter der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, HRA 14421, Braunschweig, in englischer Sprache veröffentlicht.

 

Dreieich, den 15. November 2024

FEI Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Petrus van der Zande

Dr. Ralf Oliver Schlegel

Rune Thorsten Gehrlein

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.067.186,35 49.244,96 13.235,59 2.103.195,72
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.382.643,68 114.723,32 13.229,59 1.484.137,41
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 619.058,31 684.542,67

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FEI Deutschland GmbH, Dreieich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FEI Deutschland GmbH, Dreieich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FEI Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 26. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Marcel Klause, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsbeschluss

Der Gewinnvortrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Dezember 2024 festgestellt.

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