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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ATS Automation Tooling System GmbHBerlinJahresabschluss und Lagebericht 31. März 2013Inhaltsverzeichnis
Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ATS Automation Tooling Systems GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 14. Februar 2014 Ernst
& Young GmbH
Hummel, Wirtschaftsprüfer Dr. Scholz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2012/13
Anhang für das Geschäftsjahr 2012/13I. Allgemeine HinweiseFür den vorliegenden Jahresabschluss finden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie die einschlägigen Vorschriften des GmbHG Anwendung. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist abweichend zum Vorjahr nach dem Umsatz-kostenverfahren gegliedert. Die Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie im Anhang wurden entsprechend angepasst. Die Änderung resultiert aus der Angleichung an die Gliederung im ATS-Konzern. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen zwischen 3 und 15 Jahren linear vermindert. Der Firmenwert wird über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. April 2011 angeschafft worden sind, wurde der steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00, die nach dem 31. März 2011 angeschafft worden sind, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand direkt erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Lieferverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Für relativ gleichbleibende Bestände an Federn, Schrauben und Verbrauchsmaterialien wurden auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelte Festwerte von TEUR 219 (Vj. TEUR 103) gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten sind durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,03 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Es besteht ein Übergang aktiver latenter Steuern infolge temporärer Differenzen im Wesentlichen aus der Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte, der Sachanlagen und der Rückstellungen, welche mit passiven latenten Steuern aus der Bewertung der innmateriellen Vermögensgegenstände saldiert werden. Der Bewertung liegt ein Steuersatz von 30,5 % zugrunde. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz Folgende Gesellschaften sind mittelbare oder unmittelbare Tochtergesellschaften der ATS Automation Tooling Systems GmbH:
1 Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. März 2013. 2 Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 53). Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen, Rückstellungen für Nachlaufkosten, Schadensersatz, Gewährleistung und Drohverluste sowie ausstehende Lieferantenrechnungen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.057 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 2.981). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 484 enthalten (Vj. TEUR 38.294). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 62.382 teilen sich wie folgt auf:
Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten sowohl realisierte als auch unrealisierte Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 286 (Vj. TEUR 237) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 207 (Vj. TEUR 1.041), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (realisierte und nicht realisierte) betragen TEUR 331 (Vj. TEUR 216). Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 0 (Vj. TEUR 5). Zinsaufwand Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an verbundene Unternehmen über TEUR 1.543 (Vj. TEUR 3.153). Des Weiteren enthält der Zinsaufwand TEUR 24 aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen (Vj. TEUR 25). V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Es bestehen in Höhe von TEUR 2.401 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Kfz-Leasing, Wartungsverträgen und Maschinenleasing. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen. Die Miet- und Leasingverträge dienen der Minderung der Kapitalbindung und der flexiblen Bereitstellung von Produktionsfaktoren. Risiken verbleiben beim Vermieter bzw. Leasinggeber.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis März 2014 enthalten TEUR 492 gegenüber verbundenen Unternehmen (Sortimat Besitzgesellschaft mbH, Winnenden) aus Miet- und Pachtverträgen. Geschäftsführung
Herr Galloway und Herr Baumtrog sind berechtigt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Herr Dr. Cen ist berechtigt, die Gesellschaft zusammen mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen zu vertreten. Die Geschäftsführer sind von den Vorschriften des § 181 BGB nicht befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da Herr Carl Galloway als Geschäftsführer der Gesellschaft keine Bezüge durch die ATS Automation Tooling Systems GmbH erhalten hat. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der ATS Automation Tooling Systems Inc., Cambridge (Kanada), für den größten Kreis der Konzernunternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss und sonstige finanzielle Informationen können auf der Internetseite der ATS Automation Tooling Systems Inc., Cambridge (Kanada), eingesehen werden (www.atsautomation.com). Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Berlin, 14. Februar 2014 Geschäftsführung Hans-Dieter Baumtrog Dr. Nedim Cen Carl Galloway Entwicklung des Anlagevermögens 2012/13
Lagebericht der ATS Automation Tooling Systems GmbH für das Geschäftsjahr 2012/13A. Allgemeines zur GesellschaftDie ATS Automation Tooling Systems GmbH (im Folgenden ATS GmbH) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der ATS Automation Tooling Systems Inc., Cambridge (Kanada). Die Gesellschaft unterhält Zweigniederlassungen in Heimstetten, Winnenden und St. Georgen (bis Dez. 2012 Villingen-Schwenningen). Als international tätiges Unternehmen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau konzentriert sich die ATS GmbH auf standardisierte Systeme im Bereich der Zuführtechnologie, Palettierern, Montagetechnologien sowie Fertigungs- und Prüfsysteme. In der Montagetechnik wird ein komplettes Spektrum von halbautomatisierten Montagemaschinen bis zu komplexen vollautomatischen Montagesystemen entwickelt, konstruiert und in Winnenden produziert. In der Zuführtechnik werden Systeme zum Sortieren, Transportieren und Vereinzeln von Produkten in Winnenden entwickelt und hergestellt. Dabei reicht das Programm vom Wendelförderer, Stufenförderer, Trommelförderer bis hin zur kompletten Zuführeinheit Birkman mit Vereinzelung und Einsetzeinheiten. Im Geschäftsfeld Handling Systems werden industrielle Handhabungssysteme entwickelt und konstruiert. Den Programmeinstieg zu diesen Systemen bilden standardisierte Palettiersysteme mit anwendungsspezifischen und angepassten Komponenten und Trays, die in St. Georgen produziert werden. In Heimstetten werden Fertigungs-, Montage- und Prüfsysteme hergestellt, insbesondere für hoch entwickelte Fertigungssysteme im Bereich der Automatisierung. B. Darstellung des Geschäftsverlaufes und wirtschaftliche Lage des Unternehmens1. Branchenumfeld und allgemeine Entwicklung Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2012 weiter gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wuchs 2012 um 0,7% im Vergleich zum Vorjahr an. Das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) konnte diesem Trend nicht folgen und verlor 0,8% im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2010 und 2011 ging das Wachstum zurück, was auf den Aufholprozess der Jahre 2010 und 2011 nach der weltweiten Wirtschaftskrise 2009 zurückzuführen ist. Trotz europäischer Rezession im Jahr 2012 erwies sich die deutsche Wirtschaft als widerstandsfähig, Der Branchenumsatz des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus legte im Jahr 2012 um 5,7% zu im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragseingang hingegen lag 1,2% unter dem Vorjahresniveau. 2. Entwicklung der ATS GmbH Assembly (Montagetechnik) Der Auftragseingang im Bereich Assembly ist im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen. Nach einem erfreulichen ersten Quartal des Geschäftsjahres sind im zweiten Quartal die Auftragseingänge stark zurückgegangen. im dritten und vierten Quartal stiegen die Eingänge wieder an, konnten das Vorjahresniveau aber nicht mehr erreichen. Das abgelaufene Geschäftsjahr war mit einigen Problemen in den Projekten verbunden. So gab es technische Schwierigkeiten und Zeitverzögerungen, die sich in Mehrkosten ausgewirkt haben. Der Bereich Service hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erfreulich entwickelt. So konnte der Umsatz um 11% im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden. Feeder (Zuführtechnik) Auch im Geschäftsbereich Feeder ging der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr zurück. Handling (Pallettierer) Der Auftragseingang und Umsatz konnten im Geschäftsjahr wiederholt gesteigert werden. Dies war die Basis für ein insgesamt positives Geschäftsjahr mit guten Ergebnissen. Fertigungs-, Montage- und Prüfsysteme Das Geschäftsjahr 2012/13 hat mit einem sehr erfreulichen Auftragseingang in den ersten 6 Monaten begonnen. In der zweiten Jahreshälfte schwächte sich aber der Auftragseingang erheblich ab. Dank den großen Auftragsbeständen und den vielen Wiederholungsaufträgen von den wichtigsten Stammkunden konnte trotzdem ein äußerst erfreuliches Jahr abgeschlossen werden. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft war weiter verstärkt im Bereich der Standardisierung sowie der Kombination von Technologien des ATS Konzerns tätig. Ziel ist weiterhin, neue strategisch wichtige Schlüsselkunden gewinnen zu können, 4. Investitionen und Finanzierung Die Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen im Geschäftsjahr 2012/13 um TEUR 153 auf TEUR 779 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Trotz gestiegenen Investitionen verringerten sich die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen aufgrund planmäßiger Abschreibungen um TEUR 3.913 auf TEUR 24.637. Die Finanzierung der ATS GmbH stützt sich im Wesentlichen auf Darlehen durch Gesellschafter und verbundene Unternehmen des ATS-Konzerns. 5. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 420 (Vorjahr 401), einschließlich Auszubildenden und Praktikanten. Den Ausgebildeten wurden nach Lehrabschluss unbefristete Arbeitsverträge angeboten, die von der Mehrzahl angenommen wurde. C. Darstellung der Lage der Gesellschaft1. Ertragslage Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012/13 vom Gesamtkostenverfahren auf das Umsatzkostenverfahren gewechselt. Die Vorjahreszahlen wurden für Vergleichszwecke entsprechend angepasst. Die Umsatzerlöse konnten von TEUR 59.147 in 2011/12 auf TEUR 62.382 gesteigert werden (+5,5%), da einige Projekte im abgelaufen Geschäftsjahr abgeschlossen und schlussgerechnet wurden. Die Umsätze liegen unter den im Vorjahr geplanten Werten. 49% des Umsatzes wurde in Deutschland generiert, 39% im Übrigen Europa und 12% in übrigen Ländern. Der Life Science machte dabei 47% des Umsatzes aus, Automotive 31%, Electronics 9% und sonstige Branchen 13%. Die Umsatzkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg auf TEUR 13.629 im Vergleich zu TEUR 10.271 im Vorjahr an (+33%). Das Finanzergebnis verbesserte sich von TEUR -3.388 auf TEUR -1.651. Dies resultiert zum einen aus den um TEUR 1.297 niedrigeren Zinsaufwendungen infolge der Rückführung von Darlehen. Zum anderen waren im Geschäftsjahr erstmals Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 277 enthalten. Die abgeführten Gewinne stammen von der 100%igen Tochtergesellschaft sortimat Besitzgesellschaft mbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag im November 2012 abgeschlossen wurde. Der Jahresfehlbetrag konnte im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 7.557 auf TEUR 3.104 verbessert werden, was im Wesentlichen an den höheren Umsätzen durch schlussgerechnete Projekte lag. Das negative Jahresergebnis ist maßgeblich auf die planmäßigen Abschreibungen und die hohen Zinsaufwendungen zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) beträgt TEUR 3.244 (Vj. TEUR 691) und damit unter den Erwartungen. 2. Vermögens- und Finanzlage Das Sachanlagevermögen hat sich im Wesentlichen aufgrund planmäßiger Abschreibungen von TEUR 28.550 im Vorjahr auf TEUR 24.637 reduziert. Die unfertigen Erzeugnisse stiegen im Geschäftsjahr auf TEUR 71.266 (Vorjahr TEUR 44.471) stark an. Dieser Anstieg resultiert aus einem hohen Anarbeitungsgrad der Projekte. Parallel dazu sind auch die Erhaltenen Anzahlungen von TEUR 43.236 im Vorjahr auf TEUR 70.099 angestiegen. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 4.381 resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gestiegenen sonstigen Vermögensgegenständen. Der Kassenbestand hat sich um TEUR 35.240 reduziert. Der hohe Bestand im Vorjahr war auf die Kapitalzuführung der Muttergesellschaft in Höhe von 35 Mio. EUR zurückzuführen. Der Rückgang zum 31. März 2013 resultiert vor allem aus der Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-33 Mio. EUR). Die Finanzlage der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil. Die erhaltenen Anzahlungen, das gute Forderungsmanagement, die gute Ertragssituation sowie die Zugehörigkeit zum ATS Konzern haben die Zahlungsfähigkeit jederzeit sichergestellt. D. Zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens1. Risikobericht Der Maschinen- und Anlagenbau ist naturgemäß im Wesentlichen durch Sondermaschinen geprägt, die sehr speziellen Anforderungen unserer Kunden aus unterschiedlichsten Branchen gerecht werden müssen, sich durch geringe Stückzahlen auszeichnen, und technologisch wie abwicklungstechnisch (time to market) binnen 9 - 18 Monaten abgewickelt sein müssen. Das (Personal-) Management sieht sich der Herausforderung ausgesetzt, qualifiziertes Personal im Bereich der Konstruktion sowie der Fertigung zu bekommen, altersbedingt ausscheidendes Personal zu ersetzen sowie vorhandenes Personal motiviert und zielorientiert zu halten. Spezialisiertes und mit langjähriger Erfahrung ausgestattetes Personal ist im Sondermaschinenbau nur sehr schwer zu beschaffen ein Ungleichgewicht in der Fluktuation kann sich hierbei sehr negativ auf die technologischen und innovativen Fähigkeiten des Unternehmens auswirken. Durch den intensiven Wettbewerbsdruck müssen wir die Verringerung der Wert-schöpfungstiefe und einer damit verbundenen weitreichenden Verlagerung von Produktions-, aber auch Entwicklungsumfängen zu Zulieferern entsprechend forcieren und weiter und schneller als bisher vorantreiben (Low Cost Country Content). Dadurch erhöht sich der Beitrag des Supply Change Management zum Unternehmenserfolg stetig. Bei Einkaufsvolumina von bis zu 65% kommt der Einkaufsleistung dementsprechend eine entscheidende Bedeutung zu. Unsere Abtaufprozesse entlang der Wertschöpfungskette im Unternehmen müssen weiter optimiert werden, so dass wir mit der vorhandenen Kapazität von Mitarbeitern und Maschinen sowie sonstigen Fertigungsvorrichtungen einen Produktionsdurchsatz und Umsatz (run rate) erzielen, der es uns erlaubt, die gewünschten Ergebnisziele zu erreichen, sowie uns auf weiteres Wachstum rechtzeitig vorzubereiten. Das Ziel hierbei ist, das Produkt- und Montagegeschäft als baseline business zu führen und darüber hinaus den Einstieg in das Systemgeschäft (Design & Engineering Services Procurement and expediting of Products and components Sub Contractor Management Production Facilities Production Runs Performance Guarantee Testing Services) im Rahmen von schlüsselfertigen Anlagen vorzubereiten, um damit insgesamt attraktiver für Großkunden zu werden. Dieses setzt jedoch eine weiterführende Qualifizierung des Personals (Turnkey Expertise) voraus, eine effiziente Handhabung der ATS Organisation weltweit sowie eine ausreichende Eigenkapitaldecke. Eine erneute weltweite Wirtschaftskrise würde aufgrund der hohen Exportanteile unser Geschäft und die damit verbundene Ergebnisprognose gefährden. Je länger eine solche Krise bestehen sollte, desto gravierender werden die Auswirkungen auf unsere Liquiditäts- und Ergebnissituation sein. Um unsere Marktanteile zu behaupten und weiter ausbauen zu können, auch gegen die wachsende Konkurrenz aus Asien, müssen wir unsere Innovationsbemühungen weiter vorantreiben. Hierunter fallen nicht nur die Umsatzsteigerungen aufgrund neuer Produkte, sondern auch sustaining innovation in Form von Fortentwicklungen bestehender Produkte, sowie der Ausbau des Service Geschäftes in eigenen sowie fremden Maschinen und Anlagen. Mittel müssen hierfür bereitgestellt werden, deren Verfügbarkeit nachhaltig jedoch von der jeweiligen Ertrags- und Finanzlage des Gesamtunternehmens beeinflusst werden. Chancenreich kann die Ausweitung unseres Geschäftes für schlüsselfertige Anlagen sein, wobei ein Mitglied der ATS Gruppe die Funktion des General Unternehmers übernimmt. Eine entsprechende internationale Ausschreibung für ein derartiges Groß-Projekt hat die Tochtergesellschaft sortimat international GmbH & Co. KG gewonnen, die Ausführung wird voraussichtlich bis Ende 2015 abgeschlossen sein. 2. Prognosebericht Für das Jahr 2013 wird erwartet, dass sich die Weltwirtschaft weiter stabilisiert und wächst. Allerdings hängt eine positive Konjunktur stark mit einer Stabilisierung des Euro-Raums und einer Beruhigung der Finanzmärkte ab. Um der angespannten Lage gerecht zu werden, wird die ATS GmbH Maßnahmen mit unterschiedlicher Wirkung ergreifen müssen:
Um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiter zu verbessern, wird die Gesellschaft im kommenden Geschäftsjahr die bereits begonnen Maßnahmen weiter vorantreiben:
Die ATS GmbH geht im Geschäftsjahr 2013/14 von einem wachsenden Auftragseingang im Vergleich zum abgelaufen Geschäftsjahr aus. Es wird erwartet, dass der Umsatz weiter moderat gesteigert werden kann, da einige Projekte im Geschäftsjahr 2013/14 abgeschlossen werden. Parallel zur Umsatzentwicklung erwarten wir ein leicht positives Ergebnis. Tendenziell erwartet die ATS GmbH für das kommende Geschäftsjahr vor dem Hintergrund einer günstigen konjunkturellen Entwicklung weitere Wachstumsimpulse, die zur Verbesserung der Ertragslage führen sollen. E. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sindDie ATS Automation Tooling Systems Inc., Cambridge (Kanada) hat im September 2013 eine Einzahlung in die freien Kapitalrücklagen in Höhe von 47 Mio. EUR vorgenommen. Zum 1. Oktober 2013 hat die ATS GmbH die Geschäftsanteile an der IWK Verpackungstechnik GmbH mit Sitz in Stutensee erworben.
Berlin, 14. Februar 2014 Die Geschäftsführung Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
Cambridge, Ontario, Kanada, March, 18 th 2014
ATS
Automation Tooling Systems Inc.
Maria
Perrella, CFO
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